Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 3073
Vorher
LINOS Aktiengesellschaft
Eingetragen
8.10.1999
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
ist die Entwicklung, Herstellung und der Verkauf von optischen, elektronischen und feinmechanischen Produkten sowie der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an und die Beratung von technologieorientierten Unternehmen.

Historie

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Management

NameRolle
Volker Brockmeyer
seit 22.12.2009
Geschäftsführer
Mario Dr. Ledig
seit 11.10.2007
Prokura
Hubertus Dornieden
seit 30.3.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Optco Akquisitions GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Optco Akquisitions GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

LINOS AG

Göttingen

Jahresabschluss 2007

Vergütungsbericht

Die nachstehenden Erläuterungen zur Ausgestaltung des Vergütungssystems und zur Vergütung der Mitglieder der Organe wurden vom Abschlussprüfer geprüft und sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Vorstand

In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex ist das Vergütungssystem für den Vorstand so ausgerichtet, dass es sowohl die persönliche Leistung und Fähigkeiten der Vorstandsmitglieder als auch den Unternehmenserfolg angemessen berücksichtigt.

Die Vergütung besteht aus einem erfolgsunabhängigen und einem erfolgsabhängigen Bestandteil sowie Nebenleistungen. Der erfolgsunabhängige Anteil der Gesamtvergütung wird in zwölf gleichen monatlichen Raten ausgezahlt. Dazu kommt eine erfolgsabhängige jährliche Tantiemezahlung, deren Höhe von der Erfüllung vorher definierter Erfolgsgrößen abhängt und das Erreichen eines Mindesterfolges voraussetzt. Der variable Anteil ist somit als erfolgsabhängige Vergütung mit Anreizwirkung und Leistungscharakter zu betrachten. Zudem ist er mit einer Höchstgrenze versehen.

Im Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses bestehen für die Mitglieder des Vorstands keine ausdrücklichen Abfindungszusagen. Eine Abfindung kann sich aber aus einer gegebenenfalls individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben.

Alle Vergütungsbestandteile werden vom Aufsichtsrat festgelegt.

Gehaltsbestandteile 2007:

Im Geschäftsjahr 2007 wurden an den Vorstand der LINOS AG insgesamt 216 TEUR an erfolgsunabhängigen Vergütungen ausgezahlt. In diesem Betrag ist die Nutzung eines Dienstwagens enthalten. Darüber hinaus belaufen sich die Zuführungen zu einem beitragsorientierten Versorgungsplan auf 59 TEUR.

Die Summe der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile betrug im Berichtsjahr 153 TEUR, davon 58 TEUR für das Geschäftsjahr 2006.

Optionspläne und vergleichbare Gestaltungen mit langfristiger Anreizwirkung:

Im Jahr 2007 wurden keine Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands ausgegeben.

Zum Jahresende 2007 hielten die Mitglieder des Vorstandes keine LINOS Aktien oder Optionen.

Die LINOS AG und Volker Brockmeyer haben anlässlich des Abschlusses seines neuen Vorstandsvertrages als Vorstandsvorsitzender vereinbart, dass 50.000 optionsähnliche Rechte in einen erfolgsabhängigen Bonus in Höhe von jeweils 100 TEUR umgewandelt werden, die abhängig von dem Eintritt bestimmter Voraussetzungen in den Jahren 2008, 2009 und 2010 zur Auszahlung gelangen werden. Zusätzlich hierzu erhält er im Jahr 2008 einen erfolgsunabhängigen Bonus in Höhe von 8 TEUR.

Sonstige Vergütungsbestandteile:

Im Berichtsjahr wurden Mitgliedern des Vorstands keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Aufsichtsrat

Die Vergütung für den Aufsichtsrat der LINOS AG ist in der Satzung geregelt, die in diesem Punkt von der Hauptversammlung im Mai 2004 geändert wurde. Eine Änderung der variablen Vergütung für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung im August 2007 beschlossen.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine Vergütung, die sich aus einem festen Bestandteil und gegebenenfalls einem variablen Bestandteil zusammensetzt. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten den festen Bestandteil der Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit und den variablen Bestandteil der Vergütung mit dem zeitanteiligen festen Bestandteil der Vergütung als Bezugsgröße.

Als festen Bestandteil der Vergütung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates eine Vergütung in Höhe von 8 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Doppelte.

Zusätzlich zum festen Bestandteil der Vergütung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates eine erfolgsabhängige variable Vergütung. Der variable Bestandteil der Vergütung berechnet sich wie folgt: Pro 1 Eurocent EBITDA pro Aktie im gebilligten Konzernabschluss nach IFRS erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates einen Betrag in Höhe von 0,35 Prozent des jeweiligen festen Bestandteils der Vergütung gemäß § 11 Abs. 2. Der variable Bestandteil der Vergütung ist beschränkt auf 100 Prozent des festen Bestandteils der Vergütung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten ferner alle Auslagen sowie die etwa auf ihre Vergütung und Auslagen zu entrichtende Umsatzsteuer erstattet.

Im Berichtsjahr wurden Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Zum Jahresende 2007 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates keine LINOS Aktien oder Optionen.

Auf Grund von Pensionsansprüchen aus seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender der LINOS AG hat Prof. Dr. Gerd Litfin im vergangenen Geschäftsjahr 83 TEUR erhalten. Zudem sind 67 TEUR an Zinsaufwendungen für die Stichtagsbewertung seiner Pensionszusage bei der LINOS AG entstanden.

Die folgende Tabelle zeigt die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2007:

Aufsichtsratsvergütung 2007

TEUR Erfolgs-
unabhängige
Vergütung
Erfolgs-
abhängige
Vergütung
Prof. Dr. Gerd Litfin (Vorsitzender) 16 14
Gerd Kastrup 8 7
Nils Stoesser 8 7

D&O-Versicherung

Für Vorstand und Aufsichtsrat ist eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Die Beiträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2007 auf insgesamt 24 TEUR. Ein Selbstbehalt wurde nicht vereinbart.

Konzernlagebericht

Die LINOS Strategie

Die LINOS AG bietet Produkte und Dienstleistungen in den drei Geschäftsbereichen Information Technology & Communications, Health Care & Life Sciences und Industrial Manufacturing an und kann damit divergierende Marktentwicklungen verschiedener Branchen ausgleichen. Diese Strategie hat sich auch im vergangenen Geschäftsjahr bewährt: Während die Nachfrage im Halbleiterausrüstungsmarkt rückläufig war, wuchsen andere Marktsegmente, beispielsweise im Geschäftsbereich Health Care & Life Sciences.

Ein anderes wesentliches Element unserer Strategie ist der weitere technologische Ausbau unserer Produktionsbasis. Von wesentlicher Bedeutung ist dabei die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten. Die Entwicklung neuer Kompetenzen in der Fertigung, insbesondere im Bereich Optik, nahm im Geschäftsjahr 2007 einen hohen Stellenwert ein.

Das Umsatzwachstum unterstützen wir gezielt durch den Zukauf komplementärer Technologien und Produkte sowohl innerhalb der Qioptiq-Gruppe als auch von externen Lieferanten. Auf diese Weise stärken wir unsere Position als Systemanbieter innovativer und hochwertiger optischer Lösungen.

Zusammenarbeit mit der Qioptiq-Gruppe

Seit dem zweiten Quartal 2007 können LINOS und Qioptiq als ein Unternehmen agieren. Nachdem alle wesentlichen rechtlichen und administrativen Schritte für den Zusammenschluss abgeschlossen waren, haben wir zügig damit begonnen, die Chancen zu nutzen, die sich aus der neuen Partnerschaft mit Qioptiq ergeben. Wir haben Zugang zu neuen Technologien, Produkten und Märkten gewonnen und kombinieren unsere Stärken, um die Geschäftsentwicklung weiter voranzutreiben. Das Zusammenwachsen der neuen Organisation führt bereits zu greifbaren Ergebnissen: LINOS hat den Vertrieb von Qioptiq-Produkten in Europa übernommen; gemeinsam mit Qioptiq entwickeln wir neue Technologien und neue Produkte wie etwa Objektive. Wir bearbeiten gemeinsam Kundenprojekte, bündeln unsere Einkaufsaktivitäten, leisten uns gegenseitig Unterstützung bei der Fertigung und stimmen Investitionsschwerpunkte miteinander ab. Durch gemeinsame Marketingaktivitäten ist bereits jetzt eine spürbar verbesserte Marktpräsenz zu verzeichnen.

Wirtschaftliches Umfeld

Konjunkturentwicklung

Die Konjunktur entwickelte sich im Berichtsjahr weiter positiv. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt sich bereits im Vorjahr um 2,7 Prozent erhöhte, stieg es 2007 noch einmal um 2,5 Prozent. Das dynamische Wachstum in den Industrieländern hatte eine anhaltend lebhafte Nachfrage in den meisten Marktsegmenten zur Folge.

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

LINOS hat im Geschäftsjahr 2007 Umsätze in Höhe von insgesamt 93,8 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (87,4 Millionen Euro). Die Steigerung im Basisgeschäft, das heißt ohne Berücksichtigung des Großauftrages des türkischen Technologieunternehmens, beträgt 6,2 Prozent. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen) erhöhte sich von 91,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 95,9 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2007, was eine Steigerung von 5,1 Prozent bedeutet. Der Umsatzanstieg resultierte im Wesentlichen aus Zuwächsen in den Geschäftsbereichen Health Care & Life Sciences und Information Technology & Communications.

Umsatzerlöse nach Regionen

In Deutschland steigerte LINOS 2007 den Umsatz um 3,6 Prozent auf 41,1 Millionen Euro. Der Vorjahreswert betrug 39,7 Millionen Euro. Der Bereich Photo wuchs im Berichtsjahr besonders stark.

Im übrigen Europa legte der Umsatz von 30,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2006 auf 36,8 Millionen Euro zu. Das entspricht einem Anstieg von 20,7 Prozent, der hauptsächlich auf ein Umsatzplus in den Bereichen Medizintechnik und Biotechnologie zurückzuführen ist. In den USA sank der Umsatz um 9,2 Prozent von 8,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 7,9 Millionen Euro im Jahr 2007. Auch in den sonstigen Ländern verzeichneten wir einen Rückgang: Der Umsatz reduzierte sich um 6,2 Prozent auf 7,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (8,5 Millionen Euro). Dies hängt mit Veränderungen beim Wechselkurs und mit dem marktbedingten Rückgang im Bereich Industrial Inspektion zusammen.

Der Anteil der Umsätze im Inland an den Gesamtumsätzen sank im Berichtsjahr auf 43,8 Prozent (Vorjahr: 45,4 Prozent). Der Anteil des US-Geschäfts ging auf 8,5 Prozent zurück, nachdem er im Vorjahr auf 10,0 Prozent gestiegen war. Das Geschäft im übrigen Europa stieg hingegen von einem Anteil von 34,9 Prozent im Jahr 2006 auf 39,2 Prozent im Berichtsjahr.

Umsatzerlöse nach Regionen (Absatzgebieten)


2007 2006 Änderung

TEUR * TEUR * 2007/2006
Deutschland 41.137 (43,8%) 39.691 (45,4%) 3,6%
Übriges Europa 36.789 (39,2%) 30.479 (34,9%) 20,7%
USA 7.941 (8,5%) 8.742 (10,0%) -9,2%
Sonstige 7.947 (8,5%) 8.471 (9,7%) -6,2%
Umsatzerlöse 93.814 (100,0%) 87.383 (100,0%) 7,4%

* davon 2007 mit Qioptiq: TEUR 11
in Klammern: Anteil am Gesamtumsatz

Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten

Das Segment Deutschland hat wie in den Vorjahren mit zirka 90 Prozent den weitaus größten Anteil am Gesamtumsatz, da die LINOS Photonics GmbH & Co. KG in Deutschland die größte operative Einheit der LINOS Gruppe ist.

Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten


2007 2006 Änderung

TEUR * TEUR * 2007/2006
Deutschland 89.846 (95,8%) 83.529 (95,6%) 7,6%
Übriges Europa 5.487 (5,8%) 4.445 (5,1%) 23,4%
USA 6.948 (7,4%) 7.862 (9,0%) -11,6%
Eliminierung -8.467 (-9,0%) -8.453 (-9,7%) -0,2%
Umsatzerlöse 93.814 (100,0%) 87.383 (100,0%) 7,4%

* in Klammern: Anteil am Gesamtumsatz

Entwicklung in den drei Geschäftsbereichen

Umsatzerlöse nach strategischen Geschäftsbereichen


2007 2006 Änderung

TEUR * TEUR * 2007/2006
IT & Communications 23.041 (24,6%) 20.238 (23,2%) 13,9%
Health Care & Life Sciences 33.547 (35,8%) 29.987 (34,3%) 11,9%
Industrial Manufacturing 37.226 (39,7%) 37.158 (42,5%) 0,2%
Umsatzerlöse 93.814 (100,0%) 87.383 (100,0%) 7,4%

* davon 2007 mit Qioptiq: TEUR 11
in Klammern: Anteil am Gesamtumsatz

Information Technology & Communications:

Der Umsatz im Geschäftsbereich Information Technology & Communications stieg im Berichtsjahr um 13,9 Prozent auf 23,0 Millionen Euro (Vorjahr: 20,2 Millionen Euro). Die größten Steigerungen verzeichneten wir bei den Umsätzen mit dem türkischen Technologieunternehmen sowie im Bereich Photo. Der Anteil des Geschäftsbereichs am Gesamtumsatz erhöhte sich leicht von 23,2 Prozent im Vorjahr auf 24,5 Prozent im Jahr 2007.

Umsatzerlöse IT & Communications

Industrial Manufacturing:

Im Geschäftsbereich Industrial Manufacturing blieb der Umsatz mit 37,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr konstant. Der Anteil am Gesamtumsatz sank (leicht) von 42,5 auf 39,7 Prozent. Während die Umsätze in den Bereichen Industrial Inspektion, insbesondere Productronics und Semiconductor zurückgingen, verbuchten wir Zuwächse im Kataloggeschäft.

Umsatzerlöse Industrial Manufacturing

Health Care & Life Sciences:

Der Umsatz im Geschäftsbereich Health Care & Life Sciences legte im Berichtsjahr um 11,9 Prozent auf 33,5 Millionen Euro zu. Der Vorjahreswert betrug 30,0 Millionen Euro. Die größten Steigerungen gab es in den Marktsegmenten Medizintechnik und Biotechnologie. Der Umsatzanteil des Geschäftsbereichs am Gesamtumsatz lag bei 35,8 Prozent (Vorjahr: 34,3 Prozent).

Umsatzerlöse Health Care & Life Sciences

Auftragslage

Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2007 mit 95,2 Millionen Euro um 11,0 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (85,8 Millionen Euro). Besonders gut war die Auftragslage im Geschäftsbereich Health Care & Life Sciences, speziell in den Bereichen Medizintechnik und Biotechnologie.

Auftragseingang nach Geschäftsbereichen:

Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Information Technology & Communications reduzierte sich um 9,0 Prozent auf 14,3 Millionen Euro (Vorjahr: 15,7 Millionen). Der Rückgang beruht darauf, dass langjährige Aufträge im Berichtsjahr noch nicht zur Erneuerung anstanden.

Im Geschäftsbereich Health Care & Life Sciences legte der Auftragseingang um 33,4 Prozent auf 43,1 Millionen Euro zu (Vorjahr: 32,3 Millionen Euro). Besonders stark präsentierten sich die Segmente Medizintechnik und Biotechnologie. Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Industrial Manufacturing blieb mit 37,9 Millionen Euro im Berichtsjahr nahezu konstant (Vorjahr: 37,8 Millionen Euro).

Auftragseingang nach Geschäftsbereichen


2007 2006 Änderung

TEUR * TEUR * 2007/2006
IT & Communications 14.252 (15,0%) 15.665 (18,3%) -9,0%
Health Care & Life Sciences 43.065 (45,2%) 32.325 (37,7%) 33,2%
Industrial Manufacturing 37.913 (39,8%) 37.789 (44,1%) 0,3%
Gesamt 95.230 (100,0%) 85.779 (100,0%) 11,0%

* davon 2007 mit Qioptiq: TEUR 12
in Klammern: Anteil am Gesamtumsatz

Auftragseingang nach geografischen Segmenten:

Den größten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete mit 43,1 Prozent das Segment Übriges Europa. Der Auftragseingang (nach Standort der Vermögenswerte) lag hier bei 3,8 Millionen Euro (Vorjahr: 2,7 Milionen Euro). Im Inland gingen Aufträge im Wert von 84,1 Millionen Euro ein (plus 10,5 Prozent), in den USA erreichten sie 7,3 Millionen Euro (plus 3,9 Prozent ).

Auftragseingang nach geografischen Segmenten


2007 2006 Änderung

TEUR * TEUR * 2007/2006
Inland 84.104 (88,3%) 76.079 (88,7%) 10,5%
Übriges Europa 3.833 (4,0%) 2.679 (3,1%) 43,1%
USA 7.293 (7,7%) 7.021 (8,2%) 3,9%
Gesamt 95.230 (100,0%) 85.779 (100,0%) 11,0%

* davon 2007 mit Qioptiq: TEUR 12
in Klammern: Anteil am Gesamtumsatz

Auftragsbestand:

Der Auftragsbestand lag zum 31.12.2007 mit 70,6 Millionen Euro auf dem gleichen Niveau wie am Jahresende 2006 (70,3 Millionen Euro).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse (plus 7,4 Prozent) sowie der Gesamtleistung (plus 5,1 Prozent) spiegelt sich auch im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) mit 8,9 Millionen Euro wider. Dies entspricht einer Steigerung von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das um die Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Optco Akquisitions GmbH bereinigte EBIT lag bei 10,3 Millionen Euro (Vorjahr: 9,5 Millionen Euro). Wesentlichen Einfluss auf das EBIT hatte, dass die Personalkosten (35,4 Millionen Euro) trotz der Umsatzsteigerung nahezu konstant blieben. Die Materialkosten stiegen um 2,5 Millionen auf 31,7 Millionen Euro, was im Verhältnis zur Gesamtleistung einer leichten Zunahme gegenüber dem Vorjahr (von 32,0 auf 33,0 Prozent) entspricht.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwert und Sachanlagen stiegen von 4,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,3 Millionen Euro im Berichtsjahr. Dazu zählen auch außerplanmäßige Abschreibungen für aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,1 Millionen Euro, die auf Grund des durchgeführten Impairment-Tests vorgenommen werden mussten. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg um 0,7 Millionen Euro auf 15,8 Millionen Euro. Hierin sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Optco Akquisitions GmbH in Höhe von 1,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0,8 Millionen Euro) enthalten.

Die EBIT-Marge stieg gemessen an der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen) von 9,1 auf 9,3 Prozent. Die EBIT-Marge bereinigt um Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Optco Akquisitions GmbH betrug 10,7 Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent).

Auf Grund des gestiegenen EBIT lag bei einem nahezu konstanten Finanzierungsergebnis das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 7,4 Millionen Euro um 7,8 Prozent über dem EBT von 2006 (6,9 Millionen Euro). Die EBT-Marge im Verhältnis zur Gesamtleistung lag bei 7,8 Prozent (Vorjahr: 7,6 Prozent).

Das um Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Optco Akquisitions GmbH bereinigte EBT betrug 8,8 Millionen Euro (Vorjahr: 8,1 Millionen Euro). Dies bedeutet eine Steigerung um 8,6 Prozent. Die bereinigte EBT-Marge im Verhältnis zur Gesamtleistung lag bei 9,2 Prozent (Vorjahr: 8,9 Prozent).

Das Nachsteuerergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 6 TEUR auf 5,4 Millionen Euro. Der gesamte Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2007 betrug 2,1 Millionen Euro gegenüber 6,9 Millionen Euro im Vorjahr.

Durch den Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Optco Akquisitions GmbH, dem die außerordentliche Hauptversammlung am 6. Februar 2007 zustimmte und der am 1. März 2007 im Handelsregister Göttingen eingetragen wurde, wurde eine steuerliche Organschaft mit Wirkung ab dem 1. Januar 2007 herbeigeführt. Als Folge wird das steuerpflichtige Einkommen der LINOS AG nicht mehr auf Ebene der LINOS AG versteuert, sondern der Optco Akquisitions GmbH zugerechnet und von dieser versteuert. Daher wurden bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr 3,7 Millionen Euro außerplanmäßige Abschreibungen für in Vorjahren gebildete aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge vorgenommen.

Für das Geschäftsjahr 2007 wird das gesamte handelsrechtlich erzielte Ergebnis in Höhe von 6,3 Millionen Euro an die Optco Akquisitions GmbH abgeführt.

Materialkosten:

Die Materialkosten stiegen von 29,2 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 31,7 Millionen Euro im Berichtsjahr (plus 8,6 Prozent). Hauptgründe hierfür sind die Steigerung des Basisumsatzes, der einen zusätzlichen Materialeinsatz im Wert von 1,2 Millionen Euro verursachte, und eine Veränderung im Umsatzmix, die sich mit 0,5 Millionen Euro niederschlug. Die Mehrkosten fielen insbesondere im Bereich Health Care & Life Sciences an.

Personalkosten:

Die Personalkosten erhöhten sich im Berichtsjahr um 0,3 Prozent auf 35,4 Millionen Euro (Vorjahr: 35,3 Millionen Euro). Zu verzeichnen sind im Wesentlichen zwei gegenläufige Effekte: Durch Gehaltsanpassungen sind die Personalkosten leicht gestiegen. Dagegen reduzierten sie sich durch das Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds. Im Vorjahr war der Personalaufwand durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Optco Akquisitions GmbH in Höhe von 0,4 Millionen Euro zusätzlich belastet gewesen.

Sonstiger betrieblicher Aufwand:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erreichten 15,8 Millionen Euro und lagen damit um 0,7 Millionen Euro über dem Wert von 2006. Hierbei ist zu beachten, dass gegenüber dem Vorjahr besondere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Optco Akquisitions GmbH in Höhe von 1,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0,8 Millionen Euro) sowie erhöhte Aufwendungen auf Grund des gestiegenen Basisumsatzes anfielen.

EBIT nach geografischen Segmenten:

Im Segment Deutschland erhöhte sich das operative Ergebnis (EBIT) um 0,4 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro. Grund hierfür ist der höhere Umsatz. Im übrigen Europa nahm das operative Ergebnis um 0,2 Millionen Euro zu. Das Segment USA zeigte auf Grund von wechselkursbedingten Umsatzrückgängen eine rückläufige Ergebnisentwicklung.

EBIT nach geografischen Segmenten


2007 2006
TEUR

Deutschland 8.464 8.079
Übriges Europa 89 -91
USA 255 292
Eliminierungen 82 60
EBIT 8.890 8.340

Mehrjahresentwicklung Konzerngewinn- und -verlustrechnung 2005 bis 2007 nach IFRS


2007 2006 2005
in TEUR


Umsatzerlöse 93.814 87.383 81.707
Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 911 2.540 -1.547
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.187 1.368 2.382
Sonstige betriebliche Erträge 1.189 1.131 2.546
Materialaufwand -31.680 -29.183 -23.031
Personalaufwand -35.400 -35.276 -32.575
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwert und Sachanlagen -5.274 -4.539 -4.963
Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.821 -15.100 -15.077
Währungskursgewinne/ -verluste -36 16 -432
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 8.890 8.340 9.010
Finanzergebnis -1.442 -1.429 -2.319
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.448 6.911 6.691
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.061 -6.905 -1.836
Ergebnis nach Ertragsteuern 5.387 6 4.855
Aufwand aus Gewinnabführung -6.272 0 0
Konzernjahresergebnis nach Gewinnabführung -885 6 4.855

Finanzlage

Im Berichtsjahr erhöhte sich der Finanzmittelbestand im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Millionen Euro auf 11,4 Millionen Euro. Hintergrund hierfür ist einerseits ein stabiler Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 12,8 Millionen Euro; andererseits verringerte sich der Mittelabfluss für Investitionstätigkeit um 4,8 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit sind, nachdem im Vorjahr noch Nettozuflüsse in Höhe von 5,0 Millionen Euro zu verzeichnen waren, im Geschäftsjahr 2007 4,4 Millionen Euro zur Tilgung von Darlehen verwendet worden.

Kapitalflussrechnung Kurzfassung


2007 2006

Mio. EUR Mio. EUR
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 12,8 12,8
Cash Flow für Investitionstätigkeit -4,5 -9,3
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -4,4 5,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 3,9 8,5
Liquide Mittel zum 31. Dezember 11,4 7,6

Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit:

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag mit 12,8 Millionen Euro auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Wesentlichen Einfluss hierauf hatte das um 0,6 Millionen Euro gestiegene Jahresergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Gewinnabführung sowie die Abnahme anderer Aktiva um 0,8 Millionen Euro, während im Vorjahr eine Zunahme um 1,0 Millionen Euro zu verzeichnen war. Zusätzlich verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,6 Millionen Euro, nachdem sie im Vorjahr schon um 3,0 Millionen Euro gesunken waren. Demgegenüber stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in 2007 um 1,3 Millionen Euro nach 2,4 Millionen Euro im Vorjahr.

Cash Flow für Investitionstätigkeit:

Die Ausgaben für Investitionen in Sachanlagen sanken im Berichtsjahr um 4,6 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro. Zurückzuführen ist der Rückgang primär auf den in 2006 fertig gestellten Neubau an unserem Standort in Regen. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte hingegen blieben mit 1,3 Millionen Euro konstant. Insgesamt wurden im Rahmen der Investitionstätigkeit Mittel in Höhe von insgesamt 4,5 Millionen Euro (Vorjahr: 9,3 Millionen Euro) verwendet.

Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit:

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit wurden im Geschäftsjahr 2007 4,4 Millionen Euro zur Tilgung von Darlehen verwendet. Im Vorjahr führten hingegen neben Abflüssen für Darlehenstilgungen in Höhe von 4,4 Millionen Euro Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen (4,6 Millionen Euro) sowie Einzahlungen aus der durchgeführten Kapitalerhöhung per Saldo zu einem Zufluss von Finanzmitteln in Höhe von 5,0 Millionen Euro.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr (87,5 Millionen Euro) um 3,4 Prozent auf 90,5 Millionen Euro gestiegen.

Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich insbesondere in Bezug auf Bestände an fertigen Erzeugnissen, an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen sowie den Liquiden Mitteln.

Langfristige Vermögenswerte:

Die Summe der langfristigen Vermögenswerte verminderte sich um 1,2 Millionen Euro auf 42,5 Millionen Euro. Dies ist insbesondere auf die infolge einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 1,1 Millionen Euro eingetretene Verringerung der aktivierten Entwicklungskosten zurückzuführen. Gegenläufig hierzu stieg das Sachanlagevermögen um 0,5 Millionen Euro.

Kurzfristige Vermögenswerte:

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten verzeichnete LINOS gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 9,4 Prozent auf 47,9 Millionen Euro. Hervorzuheben sind die um 3,8 Millionen Euro auf 11,4 Millionen Euro gestiegenen Liquiden Mittel sowie die im Vergleich zum Vorjahr höheren Vorräte, die sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 24,8 Millionen Euro beliefen (Vorjahr: 23,1 Millionen Euro). Gründe für den Anstieg der Vorräte sind die gestiegene Gesamtleistung und höherwertige Subsysteme. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sank von 11,1 Millionen Euro auf 10,4 Millionen Euro im Berichtsjahr.

Eigenkapital:

Das Eigenkapital sank um 3,2 Prozent auf 31,2 Millionen Euro. Damit machte es zum Ende des Berichtszeitraums 34,5 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 36,8 Prozent) aus. Diese Entwicklung resultiert daraus, dass erstmalig für das Geschäftsjahr 2007 die LINOS AG entsprechend der Regelung des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags ihren gesamten handelsrechtlichen Jahresüberschuss an die Optco Akquisitions GmbH abführen muss. Das nach den Regelungen des HGB zu ermittelnde und abzuführende Jahresergebnis der LINOS AG beläuft sich für das Geschäftsjahr 2007 vor Berücksichtung des Aufwands aus der Ergebnisabführung auf 6,3 Millionen Euro und übersteigt damit den nach den IAS/IFRS ermittelten Konzernjahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) um 0,9 Millionen Euro.

Verbindlichkeiten:

Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Primär lag dies an den langfristigen Darlehen, bei denen im Geschäftsjahr 2007 Tilgungen in Höhe von 4,4 Millionen Euro geleistet wurden. Gegenläufig hierzu stiegen die langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,6 Millionen Euro. Auf Grund der unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Abführung des Jahresüberschusses der LINOS AG an die Optco Akquisitions GmbH (6,3 Millionen Euro) sowie der Zunahme der Steuerrückstellungen um 1,1 Millionen Euro stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten insgesamt um 7,5 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung betrug plus 0,8 Millionen Euro; dies entspricht einer Verbesserung um 8,2 Millionen Euro gegenüber dem Jahresende 2006.

Investitionen

Im Jahr 2007 lagen die Investitionen mit 4,8 Millionen um 4,6 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres. Ausschlaggebend für den deutlichen Rückgang ist, dass die Investitionen des Vorjahres wesentlich durch den Neubau unseres Produktionszentrums in Regen beeinflusst waren. In 2007 haben wir 1,0 Millionen Euro in Entwicklungsleistungen für Produkte und Verfahrenstechnologien (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro) investiert. Ein Schwerpunkt lag hier im Bereich der UV-Technologie.

Die Sachanlageinvestitionen betrugen 3,5 Millionen Euro. Wir haben umfangreich in Schleif- und Poliertechnik sowie sonstige Maschinen für die Glasbearbeitung investiert.

Darüber hinaus haben wir im üblichen Umfang Investitionen in EDV, Werkzeuge, Mess- und Prüftechnik sowie Maschinen getätigt.

Mehrjahresentwicklung Bilanz 2005 bis 2007 nach IFRS - Aktiva


2007 2006 2005
in TEUR


Langfristige Vermögenswerte


Immaterielle Vermögenswerte


Patente, Markenrechte, Lizenzen und Software 975 1.080 1.136
Entwicklungskosten 2.381 3.505 3.876
Geleistete Anzahlungen 8 0 48

3.364 4.585 5.060
Geschäfts- oder Firmenwert 19.397 19.397 19.397
Sachanlagevermögen


Grundstücke und Gebäude 7.579 7.897 2.933
Technische Anlagen und Maschinen 6.926 6.280 5.238
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.109 2.768 1.873
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 299 487 2.137

17.913 17.432 12.181
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 42 28
Sonstige langfristige Vermögenswerte 564 708 297
Latente Steuern 1.300 1.524 5.565

42.538 43.688 42.528
Kurzfristige Vermögenswerte


Vorräte


Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.744 5.038 4.753
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12.556 12.101 9.727
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.452 5.954 5.687
Geleistete Anzahlungen 38 0 25

24.790 23.093 20.192
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.437 11.083 14.078
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39 0 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.007 1.579 873
Ertragsteuererstattungsansprüche 40 166 158
Liquide Mittel 11.384 7.612 839
Rechnungsabgrenzungsposten 236 274 246

47.894 43.807 36.386

90.471 87.495 78.914

Mehrjahresentwicklung Bilanz 2005 bis 2007 nach IFRS - Passiva


2007 2006 2005
in TEUR


Eigenkapital


Gezeichnetes Kapital 5.512 5.512 5.008
Kapitalrücklage 35.068 35.068 30.757
Kumulierte Währungskursdifferenz -726 -589 -459
Konzernbilanzgewinn / -verlust -8.644 -7.759 -7.765

31.210 32.232 27.541
Langfristige Verbindlichkeiten


Langfristige Darlehen abzüglich des kurzfristigen Anteils 6.280 10.590 10.342
Latente Steuern 1.938 2.164 1.114
Pensionsrückstellungen 19.778 19.326 18.308
Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.111 548 711
Sonstige langfristige Rückstellungen 401 462 559
Sonstige Verbindlichkeiten abzüglich des kurzfristigen Anteils 351 352 305
Sonderposten für öffentliche Zuwendungen 1.905 1.837 963

31.764 35.279 32.302
Kurzfristige Verbindlichkeiten


Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 4.305 4.396 6.116
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.346 8.079 5.792
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.324 32 0
Erhaltene Anzahlungen 197 274 199
Steuerrückstellungen 2.467 1.372 1.275
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.669 2.062 1.159
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 4.189 3.769 4.530

27.497 19.984 19.071

90.471 87.495 78.914

Forschung & Entwicklung

Für den Unternehmenserfolg der LINOS AG ist der Ausbau und die Weiterentwicklung ihres technologischen Know-hows von höchster Bedeutung. Dies spiegelt sich auch in den Entwicklungsaufwendungen wider, die sich im Berichtsjahr mit 9,8 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau (9,9 Millionen Euro) bewegten. Dies entspricht einer F&E-Quote von 10,4 Prozent des Umsatzes (Vorjahr: 11,3 Prozent).

Forschungs- und Entwicklungsprojekte

Im Geschäftsjahr 2007 lag ein Schwerpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf Produktentwicklungen in den Bereichen Display Technology und auf Produkten für die refraktive Chirurgie. Von beiden Märkten versprechen wir uns attraktive Wachstumschancen. Ein weiteres Feld unserer Entwicklungsaktivitäten waren Komponenten für Hochleistungslaser. Darüber hinaus konzentrierten wir uns im Berichtsjahr auf Verfahrensverbesserungen in der Glasformung und in der mechanischen Bearbeitung von Glaskomponenten.

Grundlagenprojekte

Technologische Grundlagenprojekte sind neben der Entwicklung von OEM- bzw. Standardprodukten eine wesentliche Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg der LINOS Gruppe.

Beispiele für im Berichtsjahr durchgeführte Projekte sind:

RIOS - Charakterisierung und Modellierung der Ausbreitung von Strahlung realer Lichtquellen in optischen Systemen

FERMI - Automatisierte Höchstpräzisions-Fertigungstechnologie für Mikrooptik-Baugruppen

OKULAS - Optische Komponenten für Ultrakurzpulslaser

UV-Optik

Forschungskooperationen

Enge Kooperationen mit Forschungseinrichtungen bilden für LINOS eine entscheidende Basis für die mittel- und langfristige Technologieabsicherung. Hierzu arbeiten wir zum Beispiel intensiv mit folgenden Einrichtungen zusammen:

Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena

Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik Freiburg

Laserzentrum Hannover

Fachhochschule Göttingen

Fachhochschule Deggendorf

Laserlaboratorium Göttingen

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2007 beschäftigte der LINOS Konzern 807 Mitarbeiter. Das sind 44 mehr als Ende 2006. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg im In- und Ausland - hauptsächlich in den Bereichen Vertrieb, Technologie und Produktion.

Anzahl der Mitarbeiter


2007 2006
LINOS AG * 5 7
LINOS Photonics GmbH & Co. KG 696 664
LINOS Systems GmbH 1 1
LINOS Management GmbH 2 0
Deutschland gesamt 704 672
LINOS Photonics Inc., USA 12 12
LINOS Photonics Ltd., UK 7 7
Optotecs Sp.z o.o., Polen 80 68
LINOS Photonics SARL, Frankreich 4 4
LINOS Konzern gesamt 807 763

* ohne Vorstand

Aus- und Weiterbildung

LINOS beschäftigte am Ende des Geschäftsjahres 33 Auszubildende. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Ausbildungsplätze um 2 erhöht. Die Ausbildungsquote lag im Berichtsjahr bei 4,7 Prozent der im Inland Beschäftigten (Vorjahr: 4,6 Prozent). 7 Auszubildende haben wir in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen. Wir gehen davon aus, dass wir mit den derzeit in Ausbildung befindlichen Mitarbeitern den künftigen Bedarf unseres Unternehmens an qualifizierten jungen Fachkräften abdecken können.

Bei der Weiterbildung standen fachbezogene Maßnahmen, Managementtrainings sowie Maßnahmen zur Teamentwicklung und Nachwuchsförderung im Mittelpunkt.

Gesundheits- und Arbeitsschutz

Qualifizierte Mitarbeiter und externe Spezialisten gleichen regelmäßig die betrieblichen Gegebenheiten mit den gesetzlichen Regelungen für den Gesundheits- und Arbeitsschutz ab und planen die notwendigen Korrekturmaßnahmen. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig in der Handhabung von sicherheitskritischen Prozessen und Betriebsmitteln unterwiesen, zum Beispiel für den Umgang mit Laserinstallationen. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter unterstützen wir durch Maßnahmen wie zum Beispiel Grippeschutzimpfungen.

Personalverteilung nach Bereichen

Qualifikationsstruktur der LINOS Mitarbeiter

Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der LINOS AG stellen wir einschließlich der Grundzüge des Vergütungssystems in einem ausführlichen Vergütungsbericht dar. Der Vergütungsbericht wurde durch den Abschlussprüfer geprüft und ist Bestandteil dieses Konzernlageberichts.

Risikomanagement

LINOS unterhält ein umfassendes Risikomanagementsystem, in dessen Rahmen die wirtschaftlichen Auswirkungen von Managemententscheidungen sowie von externen Einflüssen regelmäßig einem Monitoring unterzogen werden. Ein gesondertes Berichtswesen unterstützt das Management dabei, definierte Risikofelder zu überwachen sowie Risikovorkommnisse und die in diesem Zusammenhang ergriffenen Maßnahmen zu erfassen. Alle zwei Jahre führen wir eine intensive Risikoinventur mit dem Ziel durch, eventuell neu hinzugekommene Risikofelder zu identifizieren und in das Reporting einzubeziehen. Eine solche Risikoinventur haben wir im Geschäftsjahr 2007 durchgeführt.

LINOS sichert die industrieüblichen Risiken durch entsprechende Versicherungsverträge ab. Der Umfang der Policen wird regelmäßig einer fachkundigen Prüfung unterzogen. Soweit möglich begrenzen wir Risiken bereits im Rahmen von Vertragsverhandlungen weitestgehend. Wesentliche Wechselkursrisiken sichert LINOS durch Absicherungsgeschäfte ab.

Folgende Risiken haben wir im Berichtsjahr identifiziert, die einen wesentlichen Einfluss auf das Unternehmen haben können:

Erhebliche Änderungen der Marktbedingungen, insbesondere bei zyklischen Märkten

Einige Hauptkunden von LINOS sind in zyklischen Märkten, beispielsweise in der Halbleiterausrüstungsindustrie, tätig. Damit sind bei einem Abschwung in diesen Teilmärkten auch Auswirkungen auf das Geschäft von LINOS zu erwarten. Die genaue Beobachtung solcher zyklischen Märkte bildet einen Schwerpunkt unseres Risikomanagements. Dieses Risiko ist bei LINOS dadurch begrenzt, dass wir in eine Vielzahl unterschiedlichster Märkte liefern; das zyklische Verhalten einzelner Märkte stellt damit keine Unternehmensgefährdung dar.

Dem Risiko von Zahlungsausfällen im Falle von Liquiditätsengpässen bei Kunden begegnen wir durch ein sorgfältiges Forderungsmanagement.

Neu aufgenommen in das Berichtswesen für dieses Risikofeld wurde im Geschäftsjahr 2007 die Komponente "Wettbewerb". Gemeinsam mit unseren Partnern in der Qioptiq-Gruppe beobachten wir kontinuierlich das Marktumfeld und speziell die Wettbewerbssituation und leiten daraus Maßnahmen für unser Auftreten auf dem Markt ab.

Mitarbeiter mit Schlüsselqualifikationen

LINOS ist auf Grund seines Geschäftsmodells auf das Fachwissen von Experten, insbesondere in den verschiedensten technischen Fachrichtungen angewiesen. Die Fortentwicklung und den Ausbau der Fertigkeiten und des Know-hows unserer Mitarbeiter fördern wir durch interne und externe Schulungsmaßnahmen. Darüber hinaus informieren wir die Mitarbeiter regelmäßig über Zielsetzungen, Strategien und Projekte des Unternehmens. Dieses Vorgehen halten wir für grundlegend für die weitere positive Geschäftsentwicklung der LINOS AG.

Im Berichtsjahr sind eine Reihe von Spezialisten aus dem Unternehmen ausgeschieden. Diese wurden beziehungsweise werden möglichst zeitnah ersetzt. Auf Grund der guten Konjunkturlage erweist es sich als zunehmend schwierig, Fachleute mit der erforderlichen Expertise auf dem Personalmarkt zu rekrutieren.

Maschinen- und Geräteausfall bei Kernkompetenzen

Maschinen- oder Geräteausfälle beinhalten das Risiko von ungeplanten Störungen unseres Produktionsprozesses. Einbußen bei Qualität und Liefertreue können die Folge sein. Durch die vorbeugende Instandhaltung können wir solche Vorfälle weitestgehend vermeiden. Ergänzend prüfen wir den Anlagenbestand regelmäßig auf Ersatzbedarf und berücksichtigen diesen soweit notwendig im Investitionsbudget.

EDV-Systemausfall oder Ausfall in zentralen Teilsystemen

Für die Steuerung und Umsetzung unseres Leistungsangebotes ist es unabdingbar, dass alle relevanten Daten jederzeit in vollem Umfang zur Verfügung stehen und alle Programme funktionsfähig sind. Wir sichern dies durch routinemäßige Sicherungsprozeduren, Back-up-Lösungen und Sicherheitssoftware ab. Der Betrieb von SAP-Systemen an fast allen LINOS Standorten führt zu einer inzwischen weitestgehenden Vereinheitlichung der Systemlandschaft und zu größtmöglicher Datensicherheit.

Übernahme der LINOS AG durch die Qioptiq Group

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Die LINOS AG hat mit der Optco Akquisitions GmbH (im Folgenden "Optco"), die derzeit eine Beteiligung in Höhe von 77,85 Prozent an der LINOS AG hält, am 20. Dezember 2006 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung am 6. Februar 2007 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag am 1. März 2007 in das Handelsregister eingetragen.

Gegen den Beschluss der Hauptversammlung haben 16 außen stehende Aktionäre Anfechtungs- und/oder Nichtigkeitsklage erhoben. Zwei Kläger haben ihre Klagen wieder zurückgenommen. Dem Rechtsstreit sind vier Nebenintervenienten beigetreten. Die LINOS AG hat daraufhin mit Antrag vom 7. Mai 2007 beim Landgericht Hannover die Feststellung beantragt, dass die Erhebung der Klagen der Eintragung nicht entgegensteht und Mängel des Hauptversammlungsbeschlusses die Wirkung der Eintragung unberührt lassen (§ 246a AktG). Das Landgericht Hannover hat den Freigabeantrag mit Beschluss vom 4. Juli 2007 wegen Unzulässigkeit zurückgewiesen. Auf die Beschwerde der LINOS AG vom 1. August 2007 hat das Oberlandesgericht Celle den Beschluss des Landgerichts Hannover aufgehoben und das Freigabeverfahren zur Entscheidung in der Sache an das Landgericht Hannover zurückverwiesen.

Einige Beschwerdegegner haben im Dezember 2007 gegen die Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle zunächst Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt, diese anschließend jedoch wieder zurückgenommen. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist damit rechtskräftig.

Sollte der Freigabeantrag der LINOS AG erfolglos bleiben und die Kläger letztinstanzlich obsiegen, könnte dies unter anderem dazu führen, dass die durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag begründete steuerliche Organschaft entfallen und die LINOS selbstständig steuerpflichtig bleiben würde. Gleichzeitig würde die Verpflichtung zur Abführung des Jahresüberschusses entfallen. Dieses Szenario hält der Vorstand jedoch für unwahrscheinlich.

Parallel zu den gegen die LINOS AG gerichteten Anfechtungsklagen haben 56 außen stehende Aktionäre vor dem Landgericht Hannover gegen die Optco ein Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der den Aktionären von der Optco im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags angebotenen Ausgleichs- und Abfindungszahlungen eingeleitet.

Erläuternder Bericht zu Übernahmehindernissen nach § 315 Abs. 4 HGB

Stimmrechte

Das Grundkapital der LINOS AG setzt sich aus 5.511.999 auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro zusammen. Die LINOS AG ist das Konzernmutterunternehmen des LINOS Konzerns. Jede Aktie verleiht eine Stimme und ist frei übertragbar. Dem Vorstand der LINOS AG sind keine Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern bezüglich der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien bekannt.

Die Optco Akquisitions GmbH, Göttingen, hält 4.290.862 Aktien der LINOS AG. Dies entspricht 77,85 Prozent der Stimmrechte der LINOS AG. Den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften stehen 4.290.862 Stimmrechte an der LINOS AG zu, was einem Stimmrechtsanteil von 77,85 Prozent entspricht. Diese Stimmrechte sind den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen:

Thor 2 S.A. (Luxemburg, Luxemburg),

Eye 2 S.A. (Luxemburg, Luxemburg)

Eye 1 S.à r.l. (Luxemburg, Luxemburg)

Candover 2001 Fund UK No.1 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund UK No.2 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund UK No.3 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund UK No.4 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund UK No.5 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund UK No.6 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund US No.1 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund US No. 2 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund US No. 3 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund US No. 4 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover 2001 Fund US No. 5 Limited Partnership (London, Großbritannien),

Candover Partners Limited (London, Großbritannien),

Candover Investments PLC (London, Großbritannien),

Candover Services Limited (London, Großbritannien),

Candover (Trustees) Limited (London, Großbritannien),

Candover 2001 GmbH & Co. KG (Frankfurt am Main, Deutschland),

Deutsche Candover (General Partner) GmbH, Deutschland,

Deutsche Candover (Managing Limited Partner) GmbH (Frankfurt am Main, Deutschland).

Bestellung der Vorstandsmitglieder

Die Bestellung und der Widerruf der Bestellung der Vorstandsmitglieder der LINOS AG richtet sich nach den §§ 84 und 85 des Aktiengesetzes. In Übereinstimmung hiermit sieht § 6 Abs. 2 der Satzung der LINOS AG vor, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft über die Bestellung und die Abberufung der Vorstandsmitglieder entscheidet. § 6 Abs. 3 der Satzung sieht außerdem vor, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden des Vorstands der Gesellschaft sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen kann.

Satzungsänderung

Die Satzung der LINOS AG kann durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft geändert werden. Abweichend von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG bedarf die Änderung der Satzung durch die Hauptversammlung gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung der LINOS AG nur einer einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Nach dieser Satzungsnorm fasst die Hauptversammlung der LINOS AG ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften eine größere Stimmenmehrheit erforderlich ist. Sieht das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vor, genügt nach § 15 Abs. 2 der Satzung die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern nicht durch das Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist. Nach § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG kann die Satzung für Satzungsänderungen eine Beschlussfassung mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorsehen, jedoch nicht für die Änderung des Unternehmensgegenstandes. Die Satzung der LINOS AG macht außerdem von der Ermächtigungsmöglichkeit des § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG Gebrauch, indem der Aufsichtsrat nach § 18 der Satzung zu Satzungsänderungen berechtigt ist, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand der Gesellschaft war ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. Mai 2007 das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen und/oder gegen Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig um bis zu 2,5 Millionen Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals gegen Bareinlage konnte das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden,

(a) soweit Spitzenbeträge auszugleichen waren,

(b) bei der Ausgabe der neuen Aktien an strategische Investoren oder Kooperationspartner oder

(c) soweit der auf die neuen Aktien entfallende Anteil 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Eintragung des genehmigten Kapitals bestehenden Grundkapitals oder 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschritt.

Im Falle der Ausnutzung des genehmigten Kapitals gegen Sacheinlagen bzw. gegen Sacheinlagen und Bareinlagen war das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen, wenn das genehmigte Kapital für Akquisitionen oder Unternehmenszusammenschlüsse verwendet wurde. Die Ermächtigung des Vorstands ist mit Ablauf des 8. Mai 2007 erloschen.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juli 2000 um bis zu 400.000 Euro bedingt erhöht worden (bedingtes Kapital). Das bedingte Kapital war eingeteilt in bis zu 400.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wurde nur insoweit durchgeführt, wie gemäß dem Optionsplan nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 11. Juli 2000 Bezugsrechte ausgegeben wurden und die Inhaber der Bezugsrechte von ihrem Ausübungsrecht Gebrauch machten. Auf der Grundlage des Optionsplans hat die LINOS AG in den Jahren 2000, 2001 und 2002 insgesamt 365.500 Aktienoptionen mit einer Laufzeit von jeweils vier Jahren ausgegeben. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2004 ist der am 11. Juli 2000 gefasste Beschluss und das bedingte Kapital insoweit abgeändert worden, dass die maximal zulässige Laufzeit der Optionen auf bis zu zehn Jahre verlängert wurde und der Vorstand ermächtigt wurde, gemäß den im übrigen unveränderten Festsetzungen Optionen mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren auszugeben sowie die Laufzeit bereits ausgegebener Optionen auf bis zu zehn Jahre zu verlängern. Die Laufzeit sämtlicher ausgegebener Aktienoptionen wurde daraufhin bis zum Ablauf des Jahres 2007 verlängert. Die Ausgabe neuer Optionen unter dem Optionsplan ist nicht vorgesehen. Mit Ablauf des Jahres 2007 bestehen keine weiteren Aktienoptionen oder ähnliche Rechte, die ein Recht auf den Erwerb von LINOS Aktien gewähren.

Gemäß den Regelungen des § 71 AktG hat der Vorstand der LINOS AG die Möglichkeit bis zu zehn Prozent der Anteile an der Gesellschaft zu erwerben.

Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen

Die LINOS AG verfügt über Kreditlinien von insgesamt 7,1 Millionen Euro, die ein Kündigungsrecht des Darlehensgebers für den Fall vorsehen, dass die LINOS AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die LINOS AG erwerben, indem sie die Möglichkeit erhalten, einen bestimmenden Einfluss auf die Tätigkeit der LINOS AG auszuüben.

Die LINOS AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Nachtragsbericht

Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen gegen Zustimmungsbeschluss zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Das Landgericht Hannover hat den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 6. Februar 2007 über die Zustimmung zu dem am 20. Dezember 2006 zwischen der LINOS Aktiengesellschaft ("LINOS") als abhängiger Gesellschaft und der Optco Akquisitions GmbH mit Sitz in Göttingen ("Optco") als herrschender Gesellschaft geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag für nichtig erklärt. Das erstinstanzliche Urteil wurde am 6. Februar 2008 verkündet, ist aber noch nicht rechtskräftig.

Das Landgericht Hannover begründet seine Entscheidung damit, dass zusätzlich zum Zustimmungsbeschluss der Hauptversammlung auch ein zustimmender Sonderbeschluss der außen stehenden Aktionäre erforderlich gewesen sei, der nicht eingeholt worden ist. Dabei knüpft das Gericht an das vertraglich vereinbarte Sonderkündigungsrecht der Optco für den Fall an, dass der Optco nicht mehr die Mehrheit der Stimmrechte aus den Anteilen an der LINOS zusteht. Auf Grund dieses Kündigungsrechts könne sich die Optco schon vor Ablauf der vereinbarten fünfjährigen Mindestlaufzeit des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom Vertrag lösen. Dies käme im Ergebnis einer bereits in den Vertrag integrierten Vertragsbeendigungsregelung im Sinne des § 296 Abs. 1 AktG gleich, für die nach § 296 Abs. 2 AktG ein zustimmender Sonderbeschluss der außen stehenden Aktionäre erforderlich sei.

Da das Sonderkündigungsrecht der Optco statt dessen aber als wichtiger Grund für eine Kündigung bezeichnet werde, die eines zustimmenden Sonderbeschlusses kraft Gesetzes nicht bedarf, sei in der vertraglichen Gestaltung eine Umgehung der gesetzlichen Grundsätze des Minderheitenschutzes zu sehen, die ohne einen entsprechenden zustimmenden Sonderbeschluss der außen stehenden Aktionäre unwirksam sei.

Des Weiteren ist das Gericht der Auffassung, dass die Regelung der Fälligkeit der Ausgleichszahlung in § 4 Abs. 1 S. 1 des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zu unbestimmt sei, da vertraglich weder ein Mindestzeitpunkt für die Fälligkeit der Ausgleichszahlung noch ein Beginn der Jahresperiode, innerhalb derer der Ausgleich zu leisten ist, festgelegt worden sei. Das Gericht hat Bedenken, ob die vertragliche Regelung noch den Anforderungen des § 304 AktG entspreche.

Gerügt wird außerdem, dass die außen stehenden Aktionäre in der Hauptversammlung nicht hinreichend darüber informiert worden seien, welchen Personen mit Leitungsfunktionen innerhalb der Beklagten im Zusammenhang mit dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags finanzielle Vorteile angeboten worden sind. Nach Meinung des Gerichts hätte LINOS über den gesamten Personenkreis detailliert Auskunft geben müssen.

LINOS teilt die Rechtsauffassung des Gerichts nicht und wird gegen das Urteil Berufung einlegen.

Ausblick

Geschäftsentwicklung

Unsere Wachstumserwartungen in unseren wesentlichen Märkten (Europa und Nordamerika) haben sich gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt. Einzelne Märkte, zum Beispiel die Medizintechnik, scheinen sich von diesem Trend jedoch abzukoppeln. Deutlich schwächere Perspektiven sehen wir derzeit im Halbleiterausrüstungsmarkt. Weiterhin sind deutliche Kostensteigerungstrends zum Beispiel bei Rohstoffen und Energie zu erwarten.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Geschäftsjahr 2008 Umsätze von zirka 98 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 10 und 11 Millionen Euro. Dabei sind Sonderaufwendungen, die durch die Übernahme durch die Optco Akquisitions GmbH versursacht werden, nicht berücksichtigt.

Für die Folgejahre gehen wir von einer insgesamt positiven Entwicklung unserer Gesellschaft aus.

Refinanzierung der Qioptiq-Gruppe

Die Qioptiq S.à.r.l. sowie deren Muttergesellschaft Eye 2 S.A. haben am 8. Februar 2008 mit der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG und The Royal Bank of Scotland PLC als Arrangeuren Verträge zur Refinanzierung der Qioptiq-Gruppe abgeschlossen, die am 20. März 2008 nochmals geändert wurden. In diesem Zusammenhang ist zwischen den vorgenannten Parteien vereinbart worden, dass die LINOS AG dieser Finanzierung bis Ende März 2008 beitritt und mit den Mitteln aus dieser neuen Finanzierung ihre bisherigen Bankverbindlichkeiten nahezu vollständig ablöst. Weiterhin ist vereinbart worden, dass die LINOS AG in diesem Zusammenhang neben Sicherheiten für eigene Darlehensverbindlichkeiten im rechtlich zulässigen Rahmen auch Sicherheiten für Darlehensverbindlichkeiten anderer Gesellschaften der Qioptiq-Gruppe stellt. Es ist zudem vorgesehen, dass sowohl die LINOS Photonics GmbH & Co. KG als auch die LINOS Real Estate GmbH als Sicherheitengeber für die vorgenannte Refinanzierung der Qioptiq-Gruppe fungieren.

Die Refinanzierung hat für die LINOS AG zur Folge, dass sie in den nächsten Jahren mit einem deutlich höheren Zinsaufwand als bisher zu rechnen hat. Die Refinanzierung hat für die LINOS AG jedoch den positiven Effekt, dass die Kredite längerfristig zur Verfügung gestellt werden und erst zu einem späteren Zeitpunkt als unter der bisherigen Finanzierung der LINOS Gruppe zu tilgen sind.

Der Beitritt seitens der LINOS AG zu den Refinanzierungsverträgen erfolgte am 26. März 2008 auf Grund einer Weisung durch die Optco Akquisitions GmbH unter dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, die am 5. März 2008 erteilt und mit Schreiben vom 18. März 2008 im Hinblick auf die nochmals abgeänderten Refinanzierungsverträge bestätigt wurde.

Konzernabschluss nach IFRS

Konzernbilanz zum 31.12.2007 nach IFRS - Aktiva


Anhang 31.12.2007 31.12.2006
in TEUR


Langfristige Vermögenswerte


Immaterielle Vermögenswerte [3], [6]

Patente, Markenrechte, Lizenzen und Software
975 1.080
Entwicklungskosten
2.381 3.505
Geleistete Anzahlungen
8 0


3.364 4.585
Geschäfts- oder Firmenwert [3], [7] 19.397 19.397
Sachanlagevermögen [7]

Grundstücke und Gebäude
7.579 7.897
Technische Anlagen und Maschinen
6.926 6.280
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.109 2.768
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
299 487


17.913 17.432
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen [30] 0 42
Sonstige Vermögenswerte [10] 564 708
Latente Steuern [22] 1.300 1.524


42.538 43.688
Kurzfristige Vermögenswerte


Vorräte [8]

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
5.743 5.038
Unfertige Erzeugnisse
12.556 12.101
Fertige Erzeugnisse und Waren
6.453 5.954
Geleistete Anzahlungen
38 0


24.790 23.093
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [9] 10.437 11.083
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
39 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [10] 1.007 1.579
Ertragsteuererstattungsansprüche
40 166
Liquide Mittel
11.384 7.612
Rechnungsabgrenzungsposten
236 274


47.933 43.807


90.471 87.495

Konzernbilanz zum 31.12.2007 nach IFRS - Passiva


Anhang 31.12.2007 31.12.2006
in TEUR


Eigenkapital


Gezeichnetes Kapital [11] 5.512 5.512
Kapitalrücklage [12] 35.068 35.068
Kumulierte Währungskursdifferenz
-726 -589
Konzernbilanzverlust [12] -8.644 -7.759


31.210 32.232
Langfristige Verbindlichkeiten


Langfristige Darlehen abzüglich des kurzfristigen Anteils [13] 6.280 10.590
Latente Steuern [22] 1.938 2.164
Pensionsrückstellungen [14] 19.778 19.326
Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.111 548
Sonstige langfristige Rückstellungen [15] 401 462
Sonstige Verbindlichkeiten abzüglich des kurzfristigen Anteils [18] 351 352
Sonderposten für öffentliche Zuwendungen [16] 1.905 1.837


31.764 35.279
Kurzfristige Verbindlichkeiten


Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen [13] 4.305 4.396
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
8.346 8.079
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
6.324 32
Erhaltene Anzahlungen
197 274
Steuerrückstellungen [17] 2.467 1.372
Sonstige kurzfristige Rückstellungen [15] 1.669 2.062
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [18] 4.189 3.769


27.497 19.984


90.471 87.495

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS


Anhang 2007 2006
in TEUR


Umsatzerlöse [19] 93.814 87.383
Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen

911 2.540
Andere aktivierte Eigenleistungen
1.187 1.368
Sonstige betriebliche Erträge [20] 1.189 1.131
Materialaufwand


Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren

-27.856 -25.677
Aufwendungen für bezogene Leistungen
-3.824 -3.506
Personalaufwand


Löhne und Gehälter
-29.696 -28.977
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
-5.704 -6.299
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts-
oder Firmenwert und Sachanlagen

-5.274 -4.539
Sonstige betriebliche Aufwendungen [21] -15.821 -15.100
davon sonstige Steuern TEUR 32 (2006: TEUR 21)


Währungskursgewinne / -verluste
-36 16
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
8.890 8.340
Zinserträge
469 364
Zinsaufwendungen
-1.894 -1.807
Aufwendungen/Erträge aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen

-17 14
Ergebnis vor Ertragsteuern
7.448 6.911
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [22] -2.061 -6.905
Ergebnis nach Ertragsteuern
5.387 6
Aufwand aus Gewinnabführung
-6.272 0
Konzernjahresergebnis
-885 6

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS


Anhang 2007 2006
in TEUR


Jahresergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Gewinnabführung

8.890 8.340
- / + Gewinne/Verluste aus der Bewertung zum Zeitwert [26] 36 -887
+ Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte [6], [7] 5.274 4.539
- Gewinne aus Anlagenverkäufen
-4 -66
+ / - Zunahme/Abnahme der Pensionsrückstellungen [14] -550 50
+ / - Zunahme/Abnahme der Sonstigen
Rückstellungen und Steuerrückstellungen
[15], [17] 640 904
- / + Zunahme/Abnahme der Vorräte [8] -1.697 -2.183
- / + Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [9] 646 2.995
- / + Zunahme/Abnahme anderer Aktiva
830 -984
+ / - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitionsoder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
[16], [18] 1.261 2.389
+ Erhaltene Zinsen
469 364
- Zinszahlungen
-892 -838
- Ertragsteuern [22] -2.096 -1.797
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
12.807 12.826
+ Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen [6], [7] 267 165
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen [6], [7] -3.460 -8.089
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte [6], [7] -1.315 -1.329
= Cash Flow für die Investitionstätigkeit
-4.508 -9.253
- Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen [13] -4.401 -4.430
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen [13] 0 4.632
+ Einzahlungen aus Kapitalerhöhung [13] 0 4.762
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
-4.401 4.964
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes
3.898 8.537
+ / - Auswirkung von Wechselkursänderungen auf liquide Mittel
-126 -91
+ / - Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres
7.612 -834
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres
11.384 7.612
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres


+ Liquide Mittel
11.384 7.612


11.384 7.612

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Konzern-
bilanzgewinn/
-verlust
Kumulierte
Währungs-
kursdifferenz
Gesamt
Stand 1. Januar 2006 5.008 30.757 -7.765 -459 27.541
Kapitalerhöhung aus der Ausgabe von Stückaktien (Aktienoptionsplan) 4 8 0 0 12
Kapitalerhöhung aus Emission von 499.999 Stückaktien 500 4.450 0 0 4.950
Emissionskosten netto 0 -147 0 0 -147
Veränderung des Gezeichneten Kapitals sowie der Kapitalrücklage 504 4.311 0 0 4.815
Veränderung der kumulierten Währungskursdifferenzen
(Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne und Verluste)
0 0 0 -131 -131
Konzernjahresergebnis 0 0 6 0 6
Gesamtertrag und -aufwand (-) der Periode 0 0 6 -131 -125
Stand 31. Dezember 2006/1. Januar 2007 5.512 35.068 -7.759 -590 32.231
Veränderung der kumulierten Währungskursdifferenzen
(Nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne und Verluste)
0 0 0 -136 -136
Konzernjahresergebnis nach Ertragsteuern und vor Gewinnabführung 0 0 5.387 0 5.387
Aufwand aus Gewinnabführung 0 0 -6.272 0 -6.272
Konzernjahresergebnis nach Gewinnabführung 0 0 -855 0 -855
Gesamtertrag und -aufwand (-) der Periode 0 0 -885 -136 -1.021
Stand 31. Dezember 2007 5.512 35.068 -8.644 -726 31.210

Anhang zum Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2007

[1] Allgemeines

Die LINOS AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland und Mutterunternehmen der LINOS Gruppe (nachfolgend: 'LINOS', 'die Gruppe' oder 'der Konzern'). Die Gruppe ist auf dem Markt für Photonics (optische Technologien) tätig. Die geschäftlichen Aktivitäten umfassen die Entwicklung, Produktion sowie den Vertrieb optischer, elektronischer und feinmechanischer Komponenten, Systeme und Lösungen. LINOS liefert sowohl OEM-Produkte als auch Standardprodukte.

Die durchschnittliche Anzahl der in der Gruppe beschäftigten angestellten Mitarbeiter betrug 365, die Anzahl der beschäftigten gewerblichen Mitarbeiter 397 und die Anzahl der Auszubildenden 28.

Die LINOS AG hat ihren Sitz in der Königsallee 23, 37081 Göttingen.

Die LINOS AG war seit dem 16. Januar 2003 im Teilbereich des geregelten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) notiert.

Am 30. Oktober 2006 beschloss der Vorstand der LINOS AG, bei der Frankfurter Wertpapierbörse den Wechsel vom Prime Standard in den General Standard zu beantragen. Der Wechsel erfolgte mit Wirkung zum 15. Februar 2007.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 12. März 2008 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat wird in seiner Sitzung am 28. März 2008 über die Feststellung des Abschluss entscheiden. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses 2007 ist für den 31. März 2008 geplant.

[2] Veränderungen der Anteilseigner

Die Optco Akquisitions GmbH hat im Jahr 2006 im Rahmen eines freiwilligen Übernahmeangebots und Aktienkaufvertrags 4.289.183 Aktien der LINOS AG erworben. Dies entsprach zum 31. Dezember 2006 einem Anteil von 77,82% des Grundkapitals und der Stimmrechte der LINOS AG.

Zum 31. Dezember 2006 betrug der Anteil der Optco Akquisitions GmbH an Grundkapital und Stimmrechten 77,82 %. In 2007 erhöhte sich der Anteil der Optco Akquisitions GmbH an Grundkapital und Stimmrechten auf 77,85%.

Die Optco Akquisitions GmbH mit Sitz in Göttingen ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Thor 2 S.A., Luxemburg. Im Berichtsjahr hielt die Eye 1 S.à r.l., Luxemburg, bis 29. Oktober 2007 91,98 % der Anteile an der Thor 2 S.A. und Candover Partners Ltd. hielt eine Aktie an der Thor 2 S.A. Am 29. Oktober 2007 haben die Eye 1 S.à r.l. und weitere Gesellschafter ihre Anteile an der Thor 2 S.A. in die Eye 2 S.A., Luxemburg, eingebracht, die seither 100 % minus 1 Aktie an der Thor 2 S.A. hält. Candover Partners Ltd. hält weiterhin eine Aktie an der Thor 2 S.A. Die Anteile an der Eye 1 S.à r.l. werden in Höhe von 84,3% (Vorjahr: 85,8%) von insgesamt elf Fondsgesellschaften gehalten, wobei die Beteiligungen der einzelnen Gesellschaften an der Eye 1 S.à r.l. zwischen 1,1% und 16,4 % (Vorjahr: zwischen 1,2 % und 16,7%) betragen. Bei den elf Fondsgesellschaften handelt es sich jeweils um englische Limited Partnerships, an denen Drittinvestoren als Limited Partner (Kommanditisten) und Candover Partners Limited, London, Vereinigtes Königreich, als General Partner (Komplementär) beteiligt sind. Die elf Fondsgesellschaften werden nachfolgend zusammen "Candover 2001 Fund" genannt. Weitere Anteile an der Eye 1 S.à r.l. werden in Höhe von 10,79 % (Vorjahr: 10,98%) von Candover Investments plc., London, Vereinigtes Königreich, und in Höhe von insgesamt 2,5% (Vorjahr: 2,5%) von zwei Tochtergesellschaften der Candover Investments plc, nämlich der Candover (Trustees) Limited, London, Vereinigtes Königreich, und der Candover 2001 GmbH & Co. KG, Düsseldorf, gehalten.

Eye 1 S.à r.l. fungiert als Obergesellschaft der Qioptiq Group und hält mittelbar über Eye 2 S.A., Luxemburg, und Qioptiq S.à r.l., Luxemburg, die Anteile an den operativ tätigen Gesellschaften der Qioptiq Group. Eye 1 S.à r.l. und ihre Tochtergesellschaften werden nachfolgend zusammen "Qioptiq Group" genannt.

Die Qioptiq Group ist im Dezember 2005 aus dem Geschäftsbereich High Tech Optics der Thales S.A. hervorgegangen und wurde vom Candover 2001 Fund übernommen. Die Qioptiq Group setzt sich zusammen aus einem internationalen Netzwerk von Gesellschaften, die optische Systeme, Module, Montageteile und optische Präzisionskomponenten herstellen.

Die Produktbereiche der Qioptiq Group werden von sieben operativen Unternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich, Singapur, den USA, Deutschland und Ungarn angeboten. Die Managementgesellschaft der Qioptiq Group ist die Qioptiq SAS mit Sitz in Paris, Frankreich. Darüber hinaus gibt es innerhalb der Qioptiq Group operativ nicht tätige Gesellschaften, die als reine Holdinggesellschaften fungieren.

Die Candover Investments plc wurde 1980 als Investmentgesellschaft gegründet und hat sich auf die Vorbereitung und Durchführung großer Management Buy-outs und Buy-ins spezialisiert. Candover Investments plc und ihre Tochterunternehmen werden nachfolgend "Candover" genannt. Candover investiert überwiegend das Beteiligungskapital Dritter, das von Candover Partners Limited, London, Vereinigtes Königreich, einer 100%igen Tochtergesellschaft von Candover Investments plc, als Fonds aufgelegt und verwaltet wird.

Candover Investments plc, die Obergesellschaft der Candover Group, ist seit 1984 an der Londoner Börse notiert.

Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über die Struktur der Gruppe zum 31. Dezember 2007:

Am 6. Februar 2007 stimmte die Hauptversammlung der LINOS AG dem am 20. Dezember 2006 zwischen der LINOS AG als abhängigem und der Optco Akquisitions GmbH als herrschendem Unternehmen abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu.

[3] Darstellung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die für die Erstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, sind die Folgenden:

Grundlagen

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Erstellung des Abschlusses erfolgte unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten; ausgenommen sind die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte oder Schulden, die alle nach dem erstmaligen Ansatz mit dem Zeitwert bewertet werden.

Der Stichtag des Konzernabschlusses bzw. der Stichtag der Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2007. Abweichend hiervon weist die zum 31. Dezember 2007 in Liquidation befindliche Ausbildungszentrum optische Technologien GmbH, Göttingen, die bislang nach der Equity-Methode konsolidiert wurde, den 30. September 2007 als Abschlussstichtag auf.

Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Schätzungen und Annahmen

Die IFRS-Bilanzierung verlangt die Vornahme von Schätzungen und Annahmen, die in die bilanzierten Beträge und Anhangsangaben einfließen. Entsprechend kann die tatsächliche Entwicklung von diesen Schätzungen abweichen. Zu den einzelnen Schätzungen und Annahmen verweisen wir auf die Angaben zu den jeweiligen Bilanzpositionen.

Berichtswährung

Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (TEUR) erstellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss enthält die LINOS AG und die von ihr beherrschten Gesellschaften. Diese Beherrschung ist gewöhnlich nachgewiesen, wenn die LINOS AG direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte des gezeichneten Kapitals eines Unternehmens hält und damit die Finanz- und Geschäftspolitik dieses Unternehmens zu ihrem wirtschaftlichen Vorteil bestimmen kann.

Konzerninterne Salden und Transaktionen und daraus resultierende aus Konzernsicht nicht realisierte Gewinne und Verluste werden in voller Höhe eliminiert. Der Konzernabschluss wird unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Anteile an Joint-Venture-Unternehmen, durch die die LINOS AG oder eine ihrer Tochtergesellschaften mit einem oder mehreren außerhalb der Gruppe stehenden Dritten eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführt, die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt, wurden gemäß IAS 31.38 nach der Equity-Methode ("allowed alternative treatment") basierend auf den Einzelabschlüssen bilanziert. Das Unternehmen nimmt eine Neubewertung seiner Anteile am Joint-Venture vor, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Vermögenswert eine Wertminderung erfahren hat oder dass der Grund für eine in früheren Jahren vorgenommene Wertminderung nicht mehr besteht.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2007 wurde erstmals der IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" sowie die Interpretationen IFRIC 7, IFRIC 8, IFRIC 9 und IFRIC 10 angewendet.

Auf eine freiwillige Anwendung von erst in späteren Geschäftsjahren verpflichtend anzuwendenden Standards oder Interpretationen wurde verzichtet. Nachfolgend eine Aufstellung der noch nicht angewendeten Standards und Interpretationen:

Noch nicht angewendete Standards und Interpretationen

Standard/ IFRIC Obligatorische
erstmalige
Anwendung
Geplante
erstmalige
Anwendung
IFRS 2 Share-based Payment -
Amendment relating to vesting conditions and cancellations
1. Januar 2009 1. Januar 2009
IFRS 3 Business Combinations -
Comprehensive revision on applying the acquisition method
1. Juli 2009 1. Januar 2010
IFRS 8 Operating Segments 1. Januar 2009 1. Januar 2009
IAS 1 Presentation of Financial Statements -
Comprehensive revision including requiring a statement of
comprehensive income and Presentation of Financial Statements -
Amending relating to disclosure of puttable instruments
and obligations arising on liquidation
1. Januar 2009 1. Januar 2009
IAS 23 Borrowing Costs -
Comprehensive revision to prohibit immediate expensing
1. Januar 2009 1. Januar 2009
IAS 27 Consolidated and Separate Financial Statements -
Consequential amendments arising from amendments to IFRS 3
1. Juli 2009 1. Januar 2010
IAS 28 Investments to Associate -
Consequential amendments arising from amendments to IFRS 3
1. Juli 2009 1. Januar 2010
IAS 31 Interests in Joint Ventures -
Consequential amendments arising from amendments to IFRS 3
1. Juli 2009 1. Januar 2010
IAS 32 Financial Instruments: Presentation - Amendments
relating to puttable instruments and obligations arising on liquidation
1. Januar 2009 1. Januar 2009
IFRIC 11, IFRS 2: Group and Treasury Share Transactions 1. März 2007 1. Januar 2008
IFRIC 12 Service Concession Arrangements 1. Januar 2008 1. Januar 2008
IFRIC 13 Customer Loyalty Programmes 1. Juli 2008 1. Januar 2009
IFRIC 14, IAS 19 - The Limit on a Defined Benefit Asset,
Minimum Funding Requirements and their Interaction
1. Januar 2008 1. Januar 2008

Die Auswirkungen der oben dargestellten Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LINOS Gruppe werden zur Zeit noch ermittelt und können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich angegeben werden.

Finanzinstrumente

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32, IAS 39 und IFRS 7 umfassen bestimmte liquide Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, langfristige Forderungen, Darlehen und Kredite sowie vertragliche Vereinbarungen, die zu Forderungen und Verbindlichkeiten führen.

Für Vermögenswerte konzentriert sich das finanzielle Risikomanagement auf die kurzfristige Verfügbarkeit liquider Mittel bei gleichzeitiger Zinsoptimierung. Bei der Finanzierung langlebiger Investitionsgüter wird jeweils auch eine langfristige Finanzierung angestrebt. Die Zinssätze basieren in der Regel auf Referenzzinssätzen, zuzüglich einer kennzahlabhängigen Marge. Dem sich aus dem Referenzzinssatz ergebenden Zinsänderungsrisiko wird durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften begegnet. Der kurzfristige Bedarf an liquiden Mitteln wird über Kontokorrentkredite der Banken gedeckt, die zu aktuellen, marktüblichen Konditionen verzinst werden.

Kreditrisiken bzw. Forderungsausfallrisiken wird durch die laufende Bewertung und Überwachung der Kunden und ihrer Kreditlimits begegnet. In Einzelfällen werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Weitergehende Angaben zu Kreditrisiken sowie zu Liquiditäts- und Marktrisiken werden in Textziffer 4 dargestellt.

Finanzinstrumente werden regelmäßig auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft.

Für Zwecke der Berichterstattung nach IFRS 7 hat LINOS seine finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechend den verwendeten Bilanzpositionen abgegrenzt. Finanzielle Vermögenswerte sind dementsprechend in den Klassen liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte und sonstige langfristige Vermögenswerte vorhanden. Finanzielle Verbindlichkeiten finden sich in den Klassen Darlehensverbindlichkeiten, sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Immaterielle Vermögenswerte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungsoder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und der kumulierten Wertminderungen. Immaterielle Vermögenswerte werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Abschreibungszeitraum und -methode werden jährlich zum Ende eines Geschäftsjahres überprüft.

(a) Patente, Markenrechte und Lizenzen

Für Patente, Markenrechte und Lizenzen gezahlte Beträge werden aktiviert und anschließend über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die erwartete Nutzungsdauer von Patenten, Markenrechten und Lizenzen variiert zwischen 2 und 15 Jahren.

(b) Software

Software wird zu Anschaffungskosten als immaterieller Vermögenswert aktiviert, sofern die Anschaffungskosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von 2 bis 5 Jahren linear abgeschrieben.

Kosten, die entstanden sind, um den ursprünglichen wirtschaftlichen Nutzen vorhandener Softwaresysteme zu erhalten, werden als Aufwand erfasst, wenn die Arbeiten zur Erhaltung ausgeführt wurden.

(c) Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungs- und Entwicklungskosten werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Eine Ausnahme hiervon stellen diejenigen Projektentwicklungskosten dar, die nachfolgende Kriterien erfüllen:

das Projekt ist eindeutig definiert und die anfallenden Kosten werden separat erfasst und sind zuverlässig bewertbar;

die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts ist gegeben;

es besteht die Absicht, das Projekt fertig zu stellen und daraus resultierende Produkte oder Prozesse zu verkaufen oder zu nutzen;

es besteht die Fähigkeit, aus dem Projekt resultierende Produkte oder Prozesse zu verkaufen oder zu nutzen;

es gibt Planungen, wie die aus dem Projekt resultierenden Produkte oder Prozesse entweder durch Veräußerung oder Nutzung im Unternehmen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen werden, basierend auf der Existenz potenzieller Märkte oder eigener Verwendungsmöglichkeiten; und

angemessene technische, finanzielle und andere Ressourcen, die für die Fertigstellung des Projekts noch benötigt werden, müssen vorhanden sein.

Aktivierte Entwicklungskosten werden linear über ihre erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt in der Regel über 3 bis 5 Jahre, in Ausnahmefällen über maximal 17 Jahre.

Bestehen Anzeichen für eine Wertminderung des Vermögenswertes oder dafür, dass die Gründe für eine in vergangenen Perioden vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, so wird der Wertansatz der Entwicklungskosten entsprechend angepasst.

Die als Aufwand erfassten nicht aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Jahr 2007 TEUR 8.769 (Vorjahr: TEUR 8.795).

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Teil der Anschaffungskosten eines Unternehmens, der über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt hinausgeht, wird als Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögenswert agesetzt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich der aufgelaufenen Wertminderungen bewertet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2004 beginnen, nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Der Buchwert wird zu jedem Bilanzstichtag im Hinblick auf seinen künftigen wirtschaftlichen Nutzen überprüft.

Zu diesem Zweck wird der mit dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielbare Betrag dem auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit entfallende Buchwert gegenüber gestellt. Liegt der Buchwert der Einheit über deren erzielbaren Betrag, so wird der Geschäfts- oder Firmenwert außerplanmäßig abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen ausgewiesen. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten und deren kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen aus der Bilanz eliminiert und der aus ihrem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich Einfuhrzoll und nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen und an den Standort seiner beabsichtigten Verwendung zu bringen.

Die Herstellungskosten umfassen die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten für die Herstellung eines Vermögenswertes entstehen. Dabei werden Einzelkosten und angemessene Teile der zur Herstellung notwendigen Gemeinkosten einbezogen.

Aufwendungen, die nach Beginn der Nutzungsdauer entstehen (z.B. Wartungs-, Instandhaltungs- und Überholungskosten) werden gewöhnlich in der Periode erfolgswirksam ausgewiesen, in der die Kosten entstanden sind. Führen Aufwendungen zu einem zusätzlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen, der erwartungsgemäß aus der Verwendung eines Gegenstands des Sachanlagevermögens über seinen ursprünglich bemessenen Leistungsgrad hinaus resultiert, so werden diese Aufwendungen als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert.

Abschreibungen werden über die nachfolgende geschätzte Nutzungsdauer linear berechnet:

Gebäude 10 - 50 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre

Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 20 Jahre

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmt. Der Beginn des Abschreibungszeitraums wird durch den Zeitpunkt der Betriebsbereitschaft festgelegt. Die Abschreibung erfolgt "pro-rata-temporis".

Anlagen im Bau werden zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgewiesen und werden erst ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, in dem die betroffenen Vermögenswerte betriebsbereit sind.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Beteiligungen an Joint-Venture-Unternehmen werden gemäß IAS 31.38 (allowed alternative treatment) entsprechend der Equity-Methode bilanziert.

Leasing

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Der monetäre Wert von Anreizen, die Leasinggeber im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss des Leasingvertrages gewähren, wird als eine Reduktion der Mietaufwendungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Vorräte

Vorräte, einschließlich fertiger und unfertiger Erzeugnisse, sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Verkaufspreis im normalen Geschäftsgang abzüglich der Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebskosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bestimmen sich auf der Basis der gewichteten Durchschnittskosten. Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen enthalten die Kosten die einzubeziehenden fixen und variablen Gemeinkosten der Produktion. Nicht veräußerbare Vorräte werden vollständig abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten durch die Beschaffung ausgelöste Materialgemeinkosten.

Forderungen und Sonstige Vermögenswerte

Nach erstmaliger Bilanzierung von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten mit einer festen Laufzeit erfolgt die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen, wobei die Effektivzinsmethode verwendet wird. Forderungen mit kurzer Laufzeit und sonstige Vermögenswerte ohne festen Zinssatz werden zum ursprünglichen Rechnungsbetrag oder zum Nennwert bewertet, soweit die Auswirkung einer kalkulatorischen Abzinsung unwesentlich ist. Diejenigen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die keine feste Laufzeit haben, werden zu Anschaffungskosten (Nennwert) bewertet. Alle Forderungen und sonstigen Vermögenswerte unterliegen einer Überprüfung hinsichtlich möglicher Wertminderungen.

Sonstige Vermögenswerte, die nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie unterliegen ebenfalls einer Überprüfung hinsichtlich möglicher Wertminderungen.

Liquide Mittel

Liquide Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Pensionsrückstellungen

Zwei der Konzerngesellschaften verfügen über einen Pensionsplan, in dem die Versorgung der anspruchsberechtigten Mitarbeiter festgelegt ist. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt jährlich durch qualifizierte unabhängige Versicherungsmathematiker. Die Verpflichtungen und der Pensionsaufwand werden auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens ('Projected-Unit-Credit-Method') ermittelt. Dabei führt jede Leistungsperiode zu einem Anstieg des erdienten Anspruchs. Aus der individuellen Bewertung ergibt sich ein kumulierter Gesamtanspruch. Gewinne oder Verluste aus Beschränkungen oder Übertragungen von Ansprüchen werden berücksichtigt, wenn die Beschränkung oder die Übertragung eintritt. Die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste geschieht zeitanteilig auf der Grundlage der erwarteten durchschnittlichen Restlebensarbeitszeit der Mitarbeiter, soweit der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode 10 % des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt ("defined benefit liability") übersteigt.

Die Pensionsverpflichtung wird zum Barwert der geschätzten zukünftigen Cash Flows auf Basis eines Zinssatzes für Industrieanleihen derselben Währung und derselben Laufzeit, die auch die Pensionsverpflichtungen aufweisen, ermittelt. Für eine Einzelpensionszusage wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, die als langfristiger sonstiger Vermögenswert aktiviert wurde. Gemäß IAS 19.54 (d) wurde deren Aktivwert mit der entsprechenden Einzelpensionszusage saldiert.

Sonstige Rückstellungen

Eine Rückstellung wird nur dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtig bestehenden Schätzung angepasst. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert.

Verbindlichkeiten

Nach der erstmaligen Erfassung werden alle Finanzverbindlichkeiten, die keine derivativen Verbindlichkeiten sind, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Derivative Verbindlichkeiten werden nach der erstmaligen Erfassung zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Umsatzrealisierung

Umsätze werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem entsprechenden Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen an das Unternehmen fließt und die Höhe der Umsätze verlässlich bemessen werden kann. Umsatzerlöse werden abzüglich der allgemeinen Umsatzsteuer sowie etwaiger Preisnachlässe und Mengenrabatte erfasst, wenn die Lieferung erfolgt und das wirtschaftliche Eigentum mit seinen Risiken und Chancen übertragen worden ist. Erträge aus Dienstleistungen werden grundsätzlich zeitanteilig über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Zudem wurden Auftragserlöse unter Anwendung der Percentage-of-completion-Methode i. S. v. IAS 11 realisiert.

Zinsen

Zinsen werden entsprechend der effektiven Verzinsung der Vermögenswerte erfasst.

Fremdwährungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird.

Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten sowie aus der Stichtagsbewertung zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Ausländische Geschäftsbetriebe

Die ausländischen Tochterunternehmen im Konsolidierungskreis sind in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Sie werden daher als wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheiten betrachtet. Ihre Berichtswährung entspricht der jeweiligen Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden in den Bilanzen der von den ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis erstellten Abschlüsse werden mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts zum Wechselkurs per Jahresende umgerechnet, die Gewinn-und Verlustrechnungen zu den Durchschnittskursen des Geschäftsjahres und der Geschäfts- oder Firmenwert zum historischen Kurs. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden in den kumulierten Währungskursdifferenzen innerhalb des Eigenkapitals berücksichtigt.

Aktienoptionen und optionsähnliche Zusagen

Der Belegschaft und dem Management der Gesellschaft wurden Aktienoptionen auf den Erwerb von Stammaktien der Gesellschaft gewährt.

Die Optionen wurden vor dem 7. November 2002 gewährt, so dass die Regelungen des IFRS 2 gemäß IFRS 2.53 ff. nicht zwingend anzuwenden sind.

Aus Aktienoptionsplänen resultierende Verpflichtungen und Kosten werden nicht als Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund beschränkt sich die LINOS AG auf eine detaillierte Darstellung des Aktienoptionsplans im Konzernanhang unter Textziffer 11.

Fair Values im Zusammenhang mit Aktienoptionen und optionsähnlichen Zusagen werden insgesamt nach dem Black-Scholes-Modell ermittelt. Es wurden dem Black-Scholes-Modell folgende Annahmen zu Grunde gelegt: Bei der Berechnung des Erwartungswertes wurde eine Normalverteilung zu Grunde gelegt. Der risikofreie Diskontierungszins beträgt 4,40 %. Die künftige Volatilität des zu Grunde liegenden Basiswertes wurde auf 0,25 geschätzt.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich nicht aktiviert, sondern als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Öffentliche Zuwendungen

Sonderposten für öffentliche Zuwendungen werden für Leistungen erfasst, die das Unternehmen vor dem Bilanzstichtag erhalten hat und die Erträge für Perioden nach dem Bilanzstichtag darstellen. Soweit der korrespondierende Vermögenswert aktiviert wird, werden Sonderposten für öffentliche Zuwendungen beim Zugang zum Nennwert der erhaltenen Gegenleistung angesetzt. Investitionszuschüsse werden zeitanteilig über die Nutzungsdauer der Vermögenswerte ertragswirksam erfasst. Aufwandszuschüsse werden entsprechend dem Anfall der korrespondierenden Aufwendungen erfasst. Der Ausweis erfolgt jeweils unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/Latente Steuern

Bei den Ertragsteuern bemisst sich die Steuerlast im Wesentlichen nach der Höhe des jährlichen Periodenergebnisses und berücksichtigt Steuerlatenzen. Latente Steuern werden mit Hilfe der bilanzorientierten Liability-Methode ermittelt. Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteueraufwand /-ertrag temporärer Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen wider. Die Bemessung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die erwartungsgemäß für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird. Die Bewertung latenter Steuerschulden und -ansprüche berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die aus der Art und Weise des Ausgleichs temporärer Unterschiede nach der Einschätzung am Stichtag voraussichtlich resultieren werden.

Ein latenter Steueranspruch ist für alle ertragsteuerlich relevanten temporären Unterschiede in dem Maße zu bilanzieren, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das der temporäre Unterschied verwendet werden kann. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt das Unternehmen nicht bilanzierte latente Steueransprüche und den Buchwert latenter Steueransprüche neu. Das Unternehmen setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen die Realisierung des latenten Steueranspruches gestatten wird. Umgekehrt wird der Buchwert eines latenten Steueranspruches in dem Umfang vermindert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den latenten Steueranspruch entweder zum Teil oder insgesamt zu nutzen.

Latente Steuerschulden werden für alle innerhalb der LINOS Gruppe zu versteuernden temporären Unterschiede bilanziert, sofern die latenten Steuerschulden keinem Geschäfts- oder Firmenwert entstammen, dessen Abschreibung steuerlich nicht abzugsfähig ist.

Bezüglich der Auswirkungen des Abschlusses eines Beherrschung- und Gewinnabführungsvertrages verweisen wir auf Textziffer 30.

Wertminderung von Vermögenswerten

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden im Hinblick auf eine Wertminderung geprüft, wann immer auf Grund von Ereignissen oder Änderungen der Umstände Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert nicht erzielbar sein könnte. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt worden sind, ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert ist der durch einen Verkauf des Vermögenswertes erzielbare Betrag aus einer marktüblichen Transaktion, während man unter Nutzungswert den Barwert des geschätzten künftigen Cashflows versteht, der aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet wird. Der erzielbare Betrag wird für einen einzelnen Vermögenswert geschätzt oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit.

Wenn ein Anhaltspunkt vorliegt, dass eine Wertminderung nicht länger besteht oder sich verringert hat, wird diese Wertaufholung als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eventualschulden und -forderungen

Ein Unternehmen darf keine Eventualschuld ansetzen. Sie ist jedoch anzugeben, sofern die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist.

Eventualforderungen werden nicht im Abschluss angesetzt. Sie sind jedoch anzugeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

Zum 31. Dezember 2007 erwartet der Vorstand hieraus keine wesentlichen Effekte.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Wertbegründende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausschließlich im Konzernanhang angegeben.

[4] Angaben zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten für LINOS und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten.

Nachfolgender Tabelle sind die Buchwerte und Fair Values der Klassen gem. IFRS 7 zu entnehmen:

Finanzielle Vermögenswerte


Finanzinstrumente zum 31.12.2007 Bilanzwerte

Fair Value Buchwert
in TEUR
Zahlungs-
mittel-
äquivalente
Kredite und
Forderungen
Zu Handels-
zwecken
gehalten
Gesamt-
buchwerte
Vermögens-
werte nicht im
Anwendungs-
bereich des
IAS 39
Liquide Mittel 11.384 11.384 0 0 11.384 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.437 0 10.437 0 10.437 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39 0 39 0 39 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie
Ertragsteuererstattungsansprüche
174 0 136 38 174 873
davon derivative Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 457 0 89 368 457 107
davon derivative Finanzinstrumente 368 0 0 368 368 0
Summe 22.491 11.384 10.701 406 22.491 980



Bilanzwerte

Buchwert
in TEUR Bilanz-
buchwerte
zum
31.12.2007
Liquide Mittel 11.384
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.437
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie
Ertragsteuererstattungsansprüche
1.047
davon derivative Finanzinstrumente 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 564
davon derivative Finanzinstrumente 368
Summe 23.471


Finanzielle Verbindlichkeiten


Finanzinstrumente zum 31.12.2007 Bilanzwerte

Fair Value Buchwert
in TEUR
Finanzielle
Verbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet
Finanzielle
Verbindlichkeiten
als erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertet
Gesamt-
buchwerte
Verbindlich-
keiten nicht im
Anwendungs-
bereich des IAS
39
Bilanz-
buchwerte
zum
31.12.2007
Darlehensverbindlichkeiten 10.695 10.585 0 10.585 0 10.585
Sonstige Rückstellungen 980 980 0 980 1.090 2.070
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.457 8.244 1.213 9.457 0 9.457
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52 52 0 52 6.272 * 6.324
Sonstige Verbindlichkeiten 594 525 69 594 3.946 4.540
Summe 21.778 20.386 1.282 21.668 11.308 32.976

* Zu den Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung verweisen wir auf unsere Ausführungen in Textziffer 30.


Finanzielle Vermögenswerte


Finanzinstrumente zum 31.12.2006 Bilanzwerte

Fair Value Buchwert
in TEUR
Zahlungs-
mittel-
äquivalente
Kredite und
Forderungen
Zu Handels-
zwecken
gehalten
Gesamt-
buchwerte
Vermögens-
werte nicht im
Anwendungs-
bereich des IAS 39
Liquide Mittel 7.612 7.612 0 0 7.612 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.083 0 11.083 0 11.083 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie
Ertragsteuererstattungsansprüche
236 0 190 46 236 1.509
davon derivative Finanzinstrumente 37 0 0 37 37 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 489 0 89 400 489 219
davon derivative Finanzinstrumente 400 0 0 400 400 0
Summe 19.420 7.612 11.362 446 19.420 1.728



Bilanzwerte

Buchwert
in TEUR Bilanz-
buchwerte
zum
31.12.2006
Liquide Mittel 7.612
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.083
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie
Ertragsteuererstattungsansprüche
1.745
davon derivative Finanzinstrumente 37
Sonstige langfristige Vermögenswerte 708
davon derivative Finanzinstrumente 400
Summe 21.148


Finanzielle Verbindlichkeiten


Finanzinstrumente zum 31.12.2006 Bilanzwerte

Fair Value Buchwert
in TEUR
Finanzielle
Verbindlichkeiten
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet
Finanzielle
Verbindlichkeiten
als erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertet
Gesamt-
buchwerte
Verbindlich-
keiten nicht im
Anwendungs-
bereich des IAS
39
Bilanz-
buchwerte
zum
31.12.2006
Darlehensverbindlichkeiten 14.989 14.986 0 14.986 0 14.986
Sonstige Rückstellungen 1.036 1.036 0 1.036 1.488 2.524
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.627 8.252 375 8.627 0 8.627
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32 32 0 32 0 32
Sonstige Verbindlichkeiten 560 488 72 560 3.561 4.121
Summe 25.244 24.794 447 25.241 5.049 30.290

Der Fair Value der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entspricht sowohl in 2007 als auch im Vorjahr in etwa dem Buchwert. Der Grund hierfür sind vor allem die kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente bei LINOS.

In der Gewinn- und Verlustrechnung der LINOS Gruppe sind Erträge und Aufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthalten, die gem. IFRS 7.20 detailliert anzugeben sind. Die Nettogewinne und -verluste für jede Kategorie nach IAS 39 stellen sich für das Geschäftsjahr 2007 und 2006 folgendermaßen dar.

Nettogewinne/-verluste


2007 2006
in TEUR Zahlungs-
mittel-
äquivalente
Kredite und
Forderungen
Zu Handels-
zwecken
gehalten
Summe Zahlungs-
mittel-
äquivalente
Kredite und
Forderungen
aus der Stichtagsbewertung 0 0 -32 -32 0 0
aus Währungskurseffekten -31 9 -36 -58 0 -16
aus Aufholung von Wertberichtigungen 0 49 0 49 0 153
aus Wertberichtigungen 0 -188 0 -188 0 -111
Summe -31 -130 -68 -229 0 26



2006
in TEUR Zu Handels-
zwecken
gehalten
Summe
aus der Stichtagsbewertung 198 198
aus Währungskurseffekten 169 153
aus Aufholung von Wertberichtigungen 0 153
aus Wertberichtigungen 0 -111
Summe 366 392


Ein Unternehmen hat zudem das Zinsergebnis und die Wertminderungen eines Geschäftsjahres je Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten anzugeben. Diese Informationen sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten


2007
in TEUR Zins-
erträge
Zinsauf-
wendungen
Zinsähnliche
Aufwendungen
Wertberichtigungs-
aufwendungen
Summe
Liquide Mittel 251 0 0 0 251
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47 0 0 -188 -141
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie
Ertragsteuererstattungsansprüche
8 0 0 0 8
Derivative Finanzinstrumente 194 0 0 0 194
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0 0 0 0
Darlehensverbindlichkeiten 0 -696 -137 0 -833
Sonstige Rückstellungen 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 -57 0 0 -57
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Summe 500 -753 -137 -188 -578

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten


2006
in TEUR Zins-
erträge
Zinsauf-
wendungen
Zinsähnliche
Aufwendungen
Wertberichtigungs-
aufwendungen
Summe
Liquide Mittel 113 0 0 0 113
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29 -8 0 -111 -90
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie
Ertragsteuererstattungsansprüche
2 0 0 0 2
Derivative Finanzinstrumente 19 0 0 0 19
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0 0 0 0
Darlehensverbindlichkeiten 0 -663 -152 0 -815
Sonstige Rückstellungen 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 -28 0 0 -28
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 -1 0 0 -1
Summe 163 -700 -152 -111 -800

Die LINOS Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse und der Zinssätze. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Finanzinstrumente eingesetzt, zu denen wir zusätzlich auf unsere Ausführungen in Textziffer 26 verweisen.

Kreditrisiken

Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen durch die Nichterfüllung von Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit seitens unserer Kunden oder durch den Wertverlust erhaltener Sicherheiten. Die LINOS Gruppe ist demnach aus ihrem operativen Geschäft einem Kreditrisiko ausgesetzt. Die Gesellschaft erfasst und überwacht das Kreditrisiko fortlaufend. Diesem Risiko wird grundsätzlich durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft aktivische Finanzinstrumente in Form von liquiden Mitteln (TEUR 11.384 (Vorjahr: TEUR 7.612)), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 10.437 (Vorjahr: TEUR 11.083)), Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 0)), sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten (TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 199)), derivativen Finanzinstrumenten (TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 437)) und sonstigen langfristigen Vermögenswerten (TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 89)). Für diese finanziellen Vermögenswerte hat die Gesellschaft weder Ausfallversicherungen abgeschlossen noch Sicherheiten von ihren Vertragsparteien erhalten. Daher besteht das maximale Ausfallrisiko zum Stichtag in Höhe der positiven beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte, die mit den Buchwerten übereinstimmen. Kein Ausfallrisiko besteht am Stichtag für liquide Mittel in Höhe von TEUR 11.372 (Vorjahr: TEUR 7.604) aufgrund von gesetzlichen und freiwilligen Einlagensicherungen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten, die weder wertberichtigt noch überfällig sind, lagen zum 31. Dezember 2007 keine Anhaltspunkte vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Des Weiteren gab es am Bilanzstichtag keine wesentlichen finanziellen Vermögenswerte, die aufgrund neu ausgehandelter Konditionen im Geschäftsjahr anderenfalls überfällig oder wertgemindert gewesen wären.

Im Rahmen einer Altersstrukturanalyse werden für am Abschlussstichtag erkannte individuelle Kreditrisiken Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die Altersstrukturanalyse der überfälligen aber nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag ist nachfolgender Tabelle zu entnehmen:

Finanzielle Vermögenswerte


2007
in TEUR < 30 Tage > 30 Tage
< 60 Tage
> 60 Tage
< 90 Tage
> 90 Tage
< 120 Tage
> 120 Tage Summe
Liquide Mittel 0 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50 54 7 0 0 111
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie
Ertragsteuererstattungsansprüche
0 0 0 0 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0

Finanzielle Vermögenswerte


2006
in TEUR < 30 Tage > 30 Tage
< 60 Tage
> 60 Tage
< 90 Tage
> 90 Tage
< 120 Tage
> 120 Tage Summe
Liquide Mittel 0 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51 33 6 54 40 184
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie
Ertragsteuererstattungsansprüche
0 0 0 0 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0

Zum Bilanzstichtag belaufen sich die zur Besicherung abgetretenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 9.080 (Vorjahr: TEUR 9.933). Diese abgetretenen Forderungen dienen der Deutschen Bank, Hannover, der IKB, Hamburg, der DZ Bank, München und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, München, (siehe Textziffer 13) gemeinschaftlich zur Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche, die den Banken mit ihren sämtlichen in- und ausländischen Geschäftsstellen aus der jeweiligen bankmäßigen Geschäftsverbindung gegen die LINOS AG, LINOS Photonics GmbH & Co. KG und LINOS Real Estate GmbH zustehen.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft besteht darin, dass sie möglicherweise ihren vertraglich eingegangenen Verpflichtungen, etwa die fristgerechte Tilgung von Finanzschulden oder die Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen, nicht nachkommen kann.

Die Aufteilung der Buchwerte finanzieller Verbindlichkeiten in Abhängigkeit ihrer vertraglichen Rückzahlungszeitpunkte werden nachfolgend dargestellt:

Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2007

in TEUR < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Summe
Darlehensverbindlichkeiten 4.305 6.280 0 10.585
Sonstige Rückstellungen 980 0 0 980
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.346 1.111 0 9.457
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52 0 0 52
Sonstige Verbindlichkeiten 531 24 39 594
Summe 14.214 7.415 39 21.668

Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2006

in TEUR < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Summe
Darlehensverbindlichkeiten 4.396 10.590 0 14.986
Sonstige Rückstellungen 1.036 0 0 1.036
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.079 548 0 8.627
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32 0 0 32
Sonstige Verbindlichkeiten 495 24 41 560
Summe 14.038 11.162 41 25.241

Künftig ergeben sich aufgrund von nicht bilanzierungsfähigen Nebenkosten dieser Buchwerte, wie z.B. Zinszahlungen auf Darlehensverbindlichkeiten, vom Buchwert abweichende tatsächliche Rückzahlungsbeträge.

Auszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31.12.2007

in TEUR < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Summe
Darlehensverbindlichkeiten 4.931 6.717 0 11.648
Sonstige Rückstellungen 980 0 0 980
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.411 1.205 0 9.616
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52 0 0 52
Sonstige Verbindlichkeiten 671 29 65 765
Summe 15.045 7.951 65 23.061

Auszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31.12.2006

in TEUR < 1 Jahr > 1 Jahr
< 5 Jahre
> 5 Jahre Summe
Darlehensverbindlichkeiten 5.158 11.491 0 16.649
Sonstige Rückstellungen 1.036 0 0 1.036
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.095 559 0 8.654
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32 0 0 32
Sonstige Verbindlichkeiten 495 29 72 596
Summe 14.816 12.079 72 26.967

Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über freie Kreditlinien in Höhe von TEUR 7.041 (Vorjahr: TEUR 8.403).

Für Darlehensverbindlichkeiten bestanden während des Berichtszeitraumes keine Ausfälle, die Tilgungs- oder Zinszahlungen betreffen. Zur Entwicklung der Buchwerte der Darlehensverbindlichkeiten verweisen wir auf Textziffer 13.

Marktpreisrisiken

Marktpreisschwankungen können für die LINOS Gruppe signifikante Cashflow- sowie Gewinnrisiken zur Folge haben. Änderungen der Fremdwährungskurse, der Zinssätze sowie der Rohstoffpreise beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten. Um die Allokation der finanziellen Ressourcen innerhalb des Konzerns zu optimieren, identifiziert, analysiert und steuert LINOS fortlaufend die hiermit verbundenen Marktpreisrisiken.

Zinsänderungsrisiken

Die Liquiditätsbeschaffung der LINOS Gruppe findet überwiegend im Inland statt. Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten sowie unsere Geldanlagen sind zu Teilen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Das Zinsrisiko von LINOS resultiert hauptsächlich aus Darlehensverbindlichkeiten sowie zinstragenden Termingeldeinlagen. Dabei unterliegen sowohl die Darlehensverbindlichkeiten als auch die Termingeldanlagen im Wesentlichen variablen Zinssätzen. Zur Begrenzung des Zinsrisikos in einem Umfeld steigender Zinssätze hat LINOS seit einiger Zeit derivative Finanzinstrumente im Einsatz, die das Risiko variabler Zinszahlungen in Festzinszahlungen transformieren. Nähere Erläuterungen zu diesen derivativen Finanzinstrumenten befinden sich in Textziffer 26. Der mit Hilfe dieser Zinscaps gesicherte variable Zinssatz liegt deutlich unter dem Zinsniveau zum Abschlussstichtag.

In der LINOS Gruppe werden die Zinsrisiken mit Hilfe von Cashflow-Sensitivitätsanalysen identifiziert, analysiert und gesteuert.

Das Ergebnis der Cashflow-Sensitivitätsanalyse zum Bilanzstichtag ist, dass bei einer um 100 Basispunkte parallel verschobenen Zinskurve sich das Jahresergebnis sowie das Eigenkapital für das Geschäftsjahr 2007 um TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 60) geändert hätte. Der Grund hierfür ist ein, unter Berücksichtigung der durch Zinscaps abgesicherten Nominalwerte, zinstragendes Nettovermögen im Berichts- und Vorjahr.

Währungsrisiken

Die Währungsrisiken der LINOS Gruppe resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die bedeutendsten Fremdwährungen für die LINOS Gruppe sind der US-Dollar, das britische Pfund und der japanische Yen. Die zugehörigen Durchschnittsvolatilitäten betragen für diese Währungen im Geschäftsjahr 6,30 % (Vorjahr: 7,64%), 5,24 % (Vorjahr: 4,39 %) und 11,14 % (Vorjahr: 4,39 %). Bei einer unterstellten gleichzeitigen Aufbzw. Abwertung des EURO gegenüber all diesen Währungen um die genannten Durchschnittsvolatilitäten würde sich das Periodenergebnis der LINOS Gruppe wie folgt ändern:


2007 2006
in TEUR

Aufwertung EURO
gegenüber ...
+ Ertrag/
- Aufwand
+ Ertrag/
- Aufwand
USD -126 -253
GBP -58 -12
YEN 95 32
Abwertung EURO
gegenüber...
+ Ertrag/
- Aufwand
+ Ertrag/
- Aufwand
USD 143 295
GBP 64 13
YEN -118 -35

Eine hypothetische Auf- bzw. Abwertung des EURO gegenüber den genannten Währungen hätte somit keine wesentlichen Auswirkungen auf das Eigenkapital der LINOS Gruppe.

Zur Risikominimierung hat LINOS Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Nähere Informationen dazu befinden sich in Textziffer 26.

[5] Veränderungen des Konsolidierungskreises

Der Konsolidierungskreis ist unverändert gegenüber dem Vorjahr.

[6] Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert

Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert

in TEUR Patente,
Markenrechte,
Lizenzen und
Software
Entwick-
lungskosten
Geschäftsoder
Firmenwert
Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten




1. Januar 2006 6.046 10.455 28.164 48 44.713
Zugänge 274 1.055 0 0 1.329
Abgänge -29 -616 0 0 -645
Umbuchungen 48 -216 0 -48 -216
31. Dezember 2006/1. Januar 2007 6.339 10.678 28.164 0 45.181
Zugänge 327 981 0 8 1.316
Abgänge -321 -12 0 0 -333
31. Dezember 2007 6.345 11.647 28.164 8 46.164
Kumulierte Abschreibungen einschließlich
außerplanmäßiger Abschreibungen





1. Januar 2006 4.910 6.579 8.767 0 20.256
Planmäßige Abschreibung 379 1.210 0 0 1.589
Abgänge -30 -616 0 0 -646
31. Dezember 2006/1. Januar 2007 5.259 7.173 8.767 0 21.199
Planmäßige Abschreibung 432 990 0 0 1.422
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 1.115 0 0 1.115
Abgänge -321 -12 0 0 -333
31. Dezember 2007 5.370 9.266 8.767 0 23.403
Netto-Buchwert 31.12.2006 1.080 3.505 19.397 0 23.982
Netto-Buchwert 31.12.2007 975 2.381 19.397 8 22.761

Die aktivierten Entwicklungskosten enthalten Aufwendungen für die Entwicklung neuer Technologien und Produktionsverfahren. Die LINOS hat entsprechend sichergestellt, dass die Voraussetzungen für eine Aktivierung als immaterielle Vermögenswerte von Beginn an vorgelegen haben.

Die Entwicklungskosten haben zum Bilanzstichtag eine Restnutzungsdauer von bis zu 14 Jahren. Die Aktivierung der Entwicklungskosten wurde auf Basis angemessener Schätzungen bezüglich der Restlaufzeiten und zukünftiger Cashflows ermittelt.

Im Rahmen des jährlich durchzuführenden Impairment-Tests auf Entwicklungskosten wurden TEUR 1.115 (Vorjahr: TEUR 0) außerplanmäßige Abschreibungen im geografischen Segment Deutschland vorgenommen.

Dabei wurde ein Abzinsungsfaktor von 6 % p.a. zu Grunde gelegt. Danach unterschreiten die zukünftig erwarteten Cashflows den derzeitigen Buchwert.

Für den Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IFRS 3 eine unbestimmte Restnutzungsdauer angenommen. Seine Werthaltigkeit wird jährlich auf Basis des Impairment only Approach überprüft.

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb der Rodenstock Präzisionsoptik GmbH, München, und der Rodenstock Precision Optics Inc., USA, im Jahr 2000. Die Werthaltigkeit wird jährlich auf der Grundlage des Discounted-Cashflow-Modells überprüft. Dem Modell liegen die aus dem Erwerb der Rodenstock Präzisionsoptik GmbH, München, und der Rodenstock Precision Optics Inc., USA, resultierenden Cashflows bis 2012 zu Grunde. Dabei wurde ein Diskontierungszinssatz von 9,5 % verwendet.

Die zu Grunde gelegte Finanzplanung bis 2012 beruht im Wesentlichen auf internen Erfahrungen und Marktberichten. Darüber hinaus wurden konstante Cashflows unterstellt.

Zum Bilanzstichtag sind die immateriellen Vermögenswerte weder durch Verfügungsbeschränkungen noch durch Pfandrechte Dritter belastet.

[7] Sachanlagevermögen

Sachanlagen

in TEUR Grundstücke
und Gebäude
Technische
Anlagen und
Maschinen
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten




01. Januar 2006 6.753 22.861 10.418 2.297 42.329
Zugänge 3.234 2.953 1.411 491 8.089
Abgänge -59 -856 -1.372 0 -2.287
Währungskursdifferenzen -5 4 -34 0 -35
Umbuchungen 2.033 107 217 -2.141 216
31. Dezember 2006/1. Januar 2007 11.956 25.069 10.640 647 48.312
Zugänge 4 2.222 990 243 3.459
Abgänge 0 -357 -400 0 -757
Währungskursdifferenzen -3 34 -41 1 -9
Umbuchungen 0 268 163 -431 0
31. Dezember 2007 11.957 27.236 11.352 460 51.005
Kumulierte Abschreibungen einschließlich
außerplanmäßiger Abschreibungen





1. Januar 2006 3.820 17.623 8.545 160 30.148
Planmäßige Abschreibungen 239 1.989 722 0 2.950
Abgänge 0 -826 -1.363 0 -2.189
Währungskursdifferenzen -1 3 -32 0 -30
31. Dezember 2006/1. Januar 2007 4.058 18.789 7.872 160 30.879
Planmäßige Abschreibungen 322 1.610 804 1 2.737
Abgänge 0 -111 -383 0 -494
Währungskursdifferenzen -2 22 -50 0 -30
31. Dezember 2007 4.378 20.310 8.243 161 33.092
Netto-Buchwert 2006 7.898 6.280 2.768 487 17.433
Netto-Buchwert 2007 7.579 6.926 3.109 299 17.913

Zum Bilanzstichtag erfolgte die Besicherung von Verbindlichkeiten durch Grundschulden in Höhe von TEUR 10.113 (Vorjahr: TEUR 10.113).

Die Zugänge innerhalb der Technischen Anlagen und Maschinen dienen im Wesentlichen (TEUR 1.307) der Erweiterung des Maschinenparks am Standort Regen.

Die Zugänge des Vorjahres innerhalb der Grundstücke und Gebäude betrafen im Wesentlichen (TEUR 3.226) den Neubau am Standort Regen.

Von den Zugängen des Vorjahres in Höhe von TEUR 8.089 entfielen im Zusammenhang mit dem Neubau Regen TEUR 119 auf Grundstücke, TEUR 3.107 auf Gebäude und Außenanlagen, TEUR 2.007 auf Technische Anlagen und Maschinen und TEUR 210 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.

[8] Vorräte

Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert bewerteten Vorräte beträgt TEUR 6.496 (Vorjahr: TEUR 6.018). Bestände mit einem Buchwert von TEUR 23.421 (Vorjahr: TEUR 21.753) sind als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.

Die Wertberichtigungen auf Vorräte belaufen sich insgesamt auf TEUR 5.282 (Vorjahr: TEUR 6.121).

Bei der Abwertung nach Gängigkeit werden die Lagerreichweiten auf Basis von Vergangenheitswerten ermittelt und in zukünftige Perioden fortgeschrieben.

In der Berichtsperiode wurden TEUR 26.945 (Vorjahr: TEUR 23.137) als Aufwand erfasst. Dieser Aufwand umfasst sowohl Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren als auch Erhöhungen oder Verminderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen.

Die Wertaufholung auf Vorräte beläuft sich auf insgesamt TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 723).

[9] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen


31.12.2007 31.12.2006
in TEUR

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.866 11.435
abzgl. Wertberichtigungen -429 -352

10.437 11.083

Die Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen


2007 2006
in TEUR

Anfangsbestand zum 1.1. -352 -401
Inanspruchnahme 51 104
Auflösung 49 153
Zuführung -188 -212
Währungskursdifferenzen -11 4
Endbestand zum 31.12. -429 -352

Aus der Anpassung der Wertberichtigungen auf Forderungen ergab sich ein Netto-Aufwand von TEUR 139 (Vorjahr: Aufwand TEUR 59). Für die Ermittlung der Wertberichtigungen werden zum einen Anhaltspunkte für Werthaltigkeitsrisiken bezogen auf einzelne Forderungen berücksichtigt. Zum anderen werden Erfahrungswerte zu Forderungsausfällen der Vergangenheit in Bezug zum gesamten Forderungsbestand berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag belaufen sich die zur Besicherung abgetretenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 9.080 (Vorjahr: TEUR 9.933).

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte unter Berücksichtigung von Einzel-und Pauschalwertberichtigungen sowie unter der Berücksichtigung der Percentage-of-completion-Methode (vgl. Textziffer 19).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

[10] Sonstige Vermögenswerte

Die Sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Vermögenswerte


31.12.2007 31.12.2006
in TEUR

Forderungen für Investitionszuschüsse 465 1.461
Forderungen aus Zinssicherung 368 400
Umsatzsteuererstattungsansprüche 350 82
Erstattungsanspruch aus Altersteilzeit 116 0
Mietkautionen 95 95
Guthaben bei Lieferanten 53 74
Übrige 124 175

1.571 2.287

Von den Sonstigen Vermögenswerten haben TEUR 1.007 (Vorjahr: TEUR 1.579) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und TEUR 564 (Vorjahr: TEUR 708) eine Restlaufzeit von größer einem Jahr.

Die Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 166) werden in einem eigenem Bilanzposten ausgewiesen.

[11] Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Muttergesellschaft des Konzerns, LINOS AG, setzt sich aus 5.511.999 Inhaberaktien ohne Nennwert zusammen, die jeweils EUR 1 des Grundkapitals darstellen.

Die Einlagen wurden vollständig einbezahlt. Das Grundkapital hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung des Grundkapitals


Datum der
Beschluss-
fassung
Datum der
Handelsregister
eintragung
Anzahl der
ausgegebenen
Stückaktien
Gezeichnetes
Kapital
in TEUR
1. Januar 2006

5.008.000 5.008
Veränderungen in 2006 08.05.2002 30.03.2006 499.999 500

11.07.2000 08.03.2007 4.000 4
31. Dezember 2006

5.511.999 5.512
Veränderungen in 2007 - - 0 0
31. Dezember 2007

5.511.999 5.512

Bedingtes Kapital (Aktienoptionsplan)

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juli 2000 um bis zu 400.000 Euro bedingt erhöht worden (bedingtes Kapital). Das bedingte Kapital war eingeteilt in bis zu 400.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wurde nur insoweit durchgeführt, wie gemäß dem Optionsplan nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 11. Juli 2000 Bezugsrechte ausgegeben wurden und die Inhaber der Bezugsrechte von ihrem Ausübungsrecht Gebrauch machten. Auf der Grundlage des Optionsplans hat die LINOS AG in den Jahren 2000, 2001 und 2002 insgesamt 365.500 Aktienoptionen mit einer Laufzeit von jeweils vier Jahren ausgegeben. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2004 ist der am 11. Juli 2000 gefasste Beschluss und das bedingte Kapital insoweit abgeändert worden, dass die maximal zulässige Laufzeit der Optionen auf bis zu zehn Jahre verlängert wurde und der Vorstand ermächtigt wurde, gemäß den im übrigen unveränderten Festsetzungen Optionen mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren auszugeben sowie die Laufzeit bereits ausgegebener Optionen auf bis zu zehn Jahre zu verlängern. Die Laufzeit sämtlicher ausgegebener Aktienoptionen wurde daraufhin bis zum Ablauf des Jahres 2007 verlängert. Die Ausgabe neuer Optionen unter dem Optionsplan ist nicht vorgesehen. Mit Ablauf des Jahres 2007 bestehen keine Aktienoptionen oder ähnliche Rechte, die ein Recht auf den Erwerb von LINOS Aktien gewähren.

Genehmigtes Kapital

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 8. Mai 2002 wurde beschlossen, das bis dahin bestehende genehmigte Kapital von bis zu TEUR 2.500 aufzuheben. Gleichzeitig wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. Mai 2007 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt TEUR 2.500 durch Ausgabe von bis zu 2.500.000 neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien, gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen. Dabei ist der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, berechtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Am 13. Januar 2006 beschloss der Vorstand der LINOS AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals gegen Bareinlage durch Ausgabe von 499.999 neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je 1 EUR zu erhöhen. Diese wurden zu einem Preis von 9,90 EUR je Aktie platziert.

Darüber hinaus wurde das genehmigte Kapital bis zum 8. Mai 2007 nicht weiter ausgenutzt. Da die ordentliche Hauptversammlung der LINOS AG am 30. August 2007 kein neues genehmigtes Kapital geschaffen hat, beläuft sich das genehmigte Kapital zum 31. Dezember 2007 auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.000).

[12] Kapitalrücklage und Konzernbilanzverlust

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus Kapitalerhöhungen einschließlich der Kapitalerhöhung aus dem Börsengang in 2000, der Kapitalerhöhung unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals gegen Bareinlage 2006 und den Kapitalerhöhungen aus der Ausübung von Optionen in 2004, 2005 und 2006. Dabei wurden die Kosten der Kapitalerhöhung als Nettoposten, vermindert um die sich darauf ergebende Ertragsteuerentlastung, als Minderung der Kapitalrücklage erfasst.

Eine detaillierte Darstellung der Veränderung der Kapitalrücklage ergibt sich aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Die LINOS AG hat am 20. Dezember 2006 mit ihrem Hauptaktionär, der Optco Akquisitions GmbH, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem die außerordentliche Hauptversammlung am 6. Februar 2007 zugestimmt hat. Dieser wurde am 1. März 2007 beim Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen eingetragen.

Gegen den Beschluss der Hauptversammlung haben 16 außen stehende Aktionäre Anfechtungs- und/ oder Nichtigkeitsklage erhoben. Zwei Kläger haben ihre Klagen wieder zurückgenommen. Dem Rechtsstreit sind vier Nebenintervenienten beigetreten. Die LINOS AG hat daraufhin mit Antrag vom 7. Mai 2007 beim Landgericht Hannover die Feststellung beantragt, dass die Erhebung der Klagen der Eintragung nicht entgegensteht und Mängel des Hauptversammlungsbeschlusses die Wirkung der Eintragung unberührt lassen (§ 246a AktG). Das Landgericht Hannover hat den Freigabeantrag mit Beschluss vom 4. Juli 2007 wegen Unzulässigkeit zurückgewiesen. Auf die Beschwerde der LINOS AG vom 1. August 2007 hat das Oberlandesgericht Celle den Beschluss des Landgerichts Hannover aufgehoben und das Freigabeverfahren zur Entscheidung in der Sache an das Landgericht Hannover zurückverwiesen. Einige Beschwerdegegner haben im Dezember 2007 gegen die Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle zunächst Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt, diese anschließend jedoch wieder zurückgenommen. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle ist damit rechtskräftig.

Parallel zu den gegen die LINOS AG gerichteten Anfechtungsklagen haben 56 außen stehende Aktionäre vor dem Landgericht Hannover gegen die Optco ein Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der den Aktionären von der Optco im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags angebotenen Ausgleichs- und Abfindungszahlungen eingeleitet.

Der nach deutschem Handelsrecht aufgestellte Einzelabschluss der LINOS AG ist Grundlage für die Ermittlung der zukünftigen Ausschüttungen. Der nach deutschem Handelsrecht ermittelte Bilanzgewinn beläuft sich auf TEUR 0 (TEUR 4.521).

[13] Darlehen

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten


Buchwert
31.12.2007
Buchwert
31.12.2006
Zinssatz Fälligkeitsdatum

in TEUR in TEUR in %
Besichert



Barclays Bank, UK 77 136 7,75 10-2008
Deutsche Bank, Hannover /
IKB, Hamburg / DZ Bank, München/
Raiffeisenlandesbank Oberösterreich,
München
10.421 * 14.590 * 6,53 ** 06-2010
Besicherte Kredite, gesamt 10.498 14.726

Unbesichert



Commerzbank Göttingen 64 192 4,50 06-2008
Commerzbank Göttingen 23 68 5,70 06-2008
Unbesicherte Kredite, gesamt 87 260

Langfristige Kredite, gesamt 10.585 14.986

abzüglich kurzfristig fälliger Anteil -4.305 -4.396

Langfristige Darlehen 6.280 10.590


* darin enthaltene Transaktionskosten zum 31.12.2007 TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 110)

** unter Berücksichtigung der Transaktionskosten

Im Geschäftsjahr 2005 hat die Gesellschaft eine Umfinanzierung vorgenommen. Bis auf TEUR 432 bei der Commerzbank, Göttingen, wurden alle inländischen Darlehen vorzeitig abgelöst. Im Gegenzug wurde ein Club-Deal mit einer zum Bilanzstichtag zugesagten Kreditlinie in Höhe von TEUR 10.500 (Vorjahr: TEUR 14.700) aufgenommen, von denen zum 31. Dezember 2007 TEUR 10.421 (Vorjahr: TEUR 14.590), unter Berücksichtigung von aktivischen Transaktionskosten (TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 110)), in Anspruch genommen wurden.

Im Geschäftsjahr 2007 gab es keine Ausfälle bei Tilgungs- und Zinszahlungen für die Kreditgeber.

Der Zins dieses Darlehens ist einerseits abhängig von den Basiszinssätzen EURIBOR und EONIA sowie andererseits von den Bilanz- und Erfolgskennzahlen des Konzerns. Dem Zinsänderungsrisiko wurde mit Hilfe von Zins-Caps begegnet. Dazu verweisen wir auf Textziffer 26. Die Zinsanpassungen erfolgen zum letzten Bankarbeitstag eines Quartals.

Der Zeitwert ("Fair Value") der langfristigen Kredite mit Nominalbetrag von TEUR 10.646 (Vorjahr: TEUR 15.096) beträgt zum 31. Dezember 2007 TEUR 10.695 (Vorjahr: TEUR 14.989). Dieser wurde durch Diskontierung der voraussichtlichen künftigen Tilgungs- und Zinszahlungen auf den Bilanzstichtag unter Verwendung eines Zinssatzes von 6,05 % (Vorjahr: 5,64 %) ermittelt. Für die in der Zukunft zu leistenden Zinszahlungen wurde ein Zins von 6,23% (Vorjahr: 5,22%) zu Grunde gelegt.

Die Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellt sich wie folgt dar:

Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten


Nominalwerte Transaktionskosten Buchwert
in TEUR 2007 2007 2007
2008 4.337 31 4.306
2009 4.227 32 4.195
2010 2.100 16 2.084
Summe 10.664 79 10.585

Zum 31. Dezember 2007 belaufen sich die Sicherheiten für langfristige Kredite in Form von Eigentümergrundschulden auf TEUR 10.113 (Vorjahr: TEUR 10.113), die als Sicherheiten für Bankdarlehen verpfändeten Vorräte auf TEUR 23.421 (Vorjahr: TEUR 21.753) und die zur Besicherung abgetretenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 9.080 (Vorjahr: TEUR 9.933).

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden im Rahmen der Sicherheitenstellung für langfristige Kredite mitbesichert. Ausnahmen hiervon bestehen insgesamt bei kurzfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 173).

[14] Pensionsrückstellungen

Vorhandene Pensionspläne

Zwei der Konzerngesellschaften verfügen über einen Pensionsplan für einige berechtigte Mitarbeiter. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für Pensionsansprüche, Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenversorgung gebildet. Die jeweiligen Zusagen unterscheiden sich entsprechend den gesetzlichen und individualvertraglichen Regelungen der einzelnen Pensionspläne. Die Höhe der Pensionsrückstellungen wird auf Basis der individuellen Anrechnungszeiten und Gehälter ermittelt.

Aufgrund des Ausscheidens eines Berechtigten wurde im Vorjahr ein Pensionsplan vertragsgemäß bezüglich Laufzeit und Höhe angepasst. Im Geschäftsjahr ist keiner der Pensionspläne ausgelaufen, beschränkt oder verändert worden.

Die Veränderungsrechnung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined benefit obligation) für das Geschäftsjahr 2007 stellt sich wie folgt dar:

Defined benefit obligation


2007 2006
in TEUR

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen
(Defined benefit obligitation) Stand 1. Januar
22.627 21.802
Laufender Dienstzeitaufwand 224 695
Pensionszahlungen -705 -573
Zinsaufwand 1.002 968
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste -3.037 -265
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen
(Defined benefit obligitation) Stand 31. Dezember
20.111 22.627

Beide Pensionspläne sind leistungsorientiert. Die nachfolgende Tabelle stellt die Herleitung des Bilanzansatzes vor Berücksichtigung von Verrechnungen mit Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen dar:

Herleitung des Bilanzansatzes


31.12.2007 31.12.2006
in TEUR

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen
(Defined benefit obligation)
20.111 22.627
Nicht erfasste versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste
320 -2.717
Pensionsrückstellungen (Defined benefit liability) 20.431 19.910

Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherung betragen im Geschäftsjahr 2007 TEUR 653 gegenüber TEUR 584 im Vorjahr. Für die Festlegung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung wird ein Zinssatz von 4 % zu Grunde gelegt. Zum Bilanzstichtag wird der Aktivwert in der Bilanz als aktivischer Posten gegen die Pensionsrückstellung saldiert.

Die Veränderung des Planvermögens setzt sich wie folgt zusammen:

Veränderung des Planvermögens


2007 2006
in TEUR

Stand 1. Januar 584 513
Einzahlungen in das Planvermögen 55 55
Ertrag/Aufwand aus dem Planvermögen 14 16
Stand 31. Dezember 653 584

Die Netto-Veränderung der Pensionsrückstellung stellt sich wie folgt dar:

Netto-Veränderung der Pensionsrückstellung


2007 2006
in TEUR

Laufender Dienstzeitaufwand 224 695
Pensionszahlungen (nicht ergebniswirksam) -705 -573
Zinsaufwand 1.002 969
Netto-Veränderung der Pensionsrückstellung 521 1.090

Der laufende Dienstzeitaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand, der Zinsaufwand als Zinsaufwand erfasst.

Die Veränderungen der Pensionsrückstellungen zeigt folgendes Bild:

Veränderungen der Pensionsrückstellungen


2007 2006
in TEUR

Nettoschuld zu Jahresbeginn 19.910 18.820
Nettoveränderung der Pensionsverpflichtung 521 1.090
Pensionsrückstellungen (Defined benefit liability) 20.431 19.910
Planvermögen -653 -584
Bilanzansatz zum Jahresende 19.778 19.326

Die zu Grunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen, die für die Festlegung der Verpflichtungen aus Pensionsplänen herangezogen werden, waren jeweils zum 31. Dezember:

Annahmen für die Festlegung der Verpflichtungen aus Pensionsplänen


2007 2006
in %

Abzinsungssatz 5,50% 4,50%
Künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,50% 2,00% *
Künftige Rentensteigerungen 1,75 % 1,50%
Durchschnittliche Mitarbeiterfluktuation 1,0-2,0% 1,0-2,0%

* keine Gehaltssteigerungen für Vorstandsmitglieder der LINOS AG

Die Überschüsse bzw. Fehlbeträge der beiden Pensionspläne für die Geschäftsjahre 2003 bis 2007 stellen sich wie folgt dar:

Überschuss/Fehlbetrag der Pensionspläne


31.12.2007 31.12.2006 31.12.2005 31.12.2004 31.12.2003
in TEUR




Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen
(Defined benefit obligation)
20.111 22.627 21.802 17.681 16.759
Aktivwert der Rückdeckungsversicherung 653 584 513 448 385
Überschuss/ Fehlbetrag der Pensionspläne 19.458 22.043 21.289 17.233 16.374

Die Auszahlungen in das Planvermögen betragen im Jahr 2008 voraussichtlich TEUR 55.

Im Geschäftsjahr 2006 wurde zusätzlich ein beitragsorientierter Versorgungsplan abgeschlossen. Der Aufwand hierfür betrug in diesem Jahr TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 59).

[15] Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

in TEUR Gewähr-
leistungen
Alters-
teilzeit
Jahres-
abschluss-,
Hauptver-
sammlungs-
und Offen-
legungskosten
Rechts- und
Beratungs-
kosten
Übrige Gesamt
Stand 01. Januar 2007 810 664 716 78 256 2.524
Inanspruchnahmen des Geschäftsjahres 0 -81 -696 -62 -88 -927
Auflösungen des Geschäftsjahres -427 0 -11 0 -104 -542
Zuführungen des Geschäftsjahres 23 100 195 621 81 1.020
Währungskursdifferenzen 0 0 0 -2 -3 -5
Stand 31. Dezember 2007 406 683 204 635 142 2.070
Kurzfristiger Anteil 406 282 204 635 142 1.669
Langfristiger Anteil 0 401 0 0 0 401

Gewährleistungen

Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird für erwartete Gewährleistungsrisiken der innerhalb der letzten zwölf Monate verkauften Produkte gebildet. Darüber hinaus werden für bekannte Risiken einzelne Rückstellungen gebildet.

Altersteilzeit

Für Mitarbeiter des Standortes Göttingen wurde eine dem Altersteilzeittarifvertrag und dem Tarifvertrag zur Beschäftigungsbrücke für die Beschäftigten der niedersächsischen Metallindustrie, jeweils gültig ab 1. Mai 2000, entsprechende Rückstellung gebildet.

Für die Standorte München und Regen wurden individuelle Altersteilzeitvereinbarungen mit einzelnen Mitarbeitern abgeschlossen.

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt jährlich durch qualifizierte unabhängige Versicherungsmathematiker. In Anlehnung an IAS 19 wurde ein Zinssatz von 4,30% zu Grunde gelegt. Die Durchführung der Altersteilzeit, die zwischen 2 Jahren und sechs Jahren abgeschlossen wurden, erfolgt grundsätzlich nach dem Blockzeitmodell.

Rechts- und Beratungskosten

Die Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten sind im Wesentlichen für interne und externe Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Optco Akquisitions GmbH gebildet worden.

[16] Sonderposten für öffentliche Zuwendungen

Die Gruppe hat in den vergangenen Jahren verschiedene öffentliche Investitionszuschüsse erhalten. Diese sind grundsätzlich an spezifische Forschungs- und Entwicklungsprojekte geknüpft. Nicht genutzte Beträge sind nach Ablauf der festgelegten Förderdauer zurückzuzahlen. Zusätzlich wurden verschiedene Zuschüsse unter der Auflage gewährt, die Zuschüsse ausschließlich in Betriebsstätten einer bestimmten Stadt oder Region zu verwenden. Die bezuschussten Entwicklungsprojekte werden, sofern die Voraussetzung des IAS 38 erfüllt sind, unter den immateriellen Vermögenswerten aktiviert.

Die öffentlichen Zuschüsse werden in dem Zeitpunkt ertragswirksam vereinnahmt, in welchem der korrespondierende Aufwand realisiert wird. Der Sonderposten für öffentliche Zuwendungen enthält zum 31. Dezember 2007 abgegrenzte öffentliche Zuschüsse in Höhe von TEUR 1.905 (Vorjahr: TEUR 1.837). Die erfolgswirksame Auflösung dieses Postens erfolgt innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge und beträgt im Geschäftsjahr 2007 TEUR 255 (Vorjahr: TEUR 280).

[17] Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen werden in Höhe der erwarteten tatsächlichen Steuerzahlungen gebildet. Die erwarteten tatsächlichen Steuerzahlungen richten sich nach dem zu versteuernden Einkommen der Konzerngesellschaften einer Periode.

[18] Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Verbindlichkeiten


2007 2006
in TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 3.375 3.013
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und Lohnsteuer 499 479
Verbindlichkeiten für Berufsgenossenschaft 205 221
Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung 72 72
Übrige 389 336

4.540 4.121

Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern beinhalten mit TEUR 280 Verbindlichkeiten aus Jubiläumszahlungen (Vorjahr: TEUR 279) und wurden unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zudem wurden Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensionssicherungsverein in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 73) bilanziert, die ebenfalls unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 4.189 hat eine Laufzeit von weniger als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 3.769).

Die Bewertung der unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Jubiläumszahlungen erfolgte unter Berücksichtigung angemessener Schätzungen von Gehaltstrends und Zinssätzen auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten.

[19] Umsatzerlöse

Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr durch Warenverkäufe in Höhe von TEUR 81.701 (Vorjahr: TEUR 79.099) sowie aus Dienstleistungen in Höhe von TEUR 12.113 (Vorjahr: TEUR 8.284) erzielt.

Die Umsatzerlöse beinhalten unter anderem Auftragserlöse aus einem Fertigungsauftrag i.S.v. IAS 11.3, die entsprechend dem Leistungsfortschritt nach der Percentage-of-completion-Methode (POCM) bilanziert wurden. Dabei handelt es sich um einen Festpreisvertrag, dessen Ergebnis i.S.v. IAS 11.23 verlässlich geschätzt werden kann. Zur Bestimmung des Fertigstellungsgrades wurde die Value-added-Methode, welche grundsätzlich auf die erreichten "Milestones" abstellt, gewählt. Insgesamt sind im Jahr 2007 Auftragserlöse in Höhe von TEUR 5.059 (Vorjahr: TEUR 4.102) angefallen, denen seit Projektbeginn kumulierte Kosten und Gewinne in Höhe von TEUR 27.539 (Vorjahr: TEUR 22.481) gegenüberstehen. Die zum 31. Dezember 2007 ausgewiesenen Forderungen enthalten in Höhe von TEUR 1.094 (Vorjahr: TEUR 907) nach der POCM abgegrenzte Erlöse.

Zum Bilanzstichtag werden keine enthaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen. Es bestehen seitens der Auftraggeber von Fertigungsaufträgen keine Forderungseinbehalte.

[20] Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge


2007 2006
in TEUR

Auflösung Rückstellungen 542 124
Auflösung Sonderposten für öffentliche Zuwendungen 255 280
Öffentliche Finanzierungshilfen 104 115
Auflösung Wertberichtigungen 49 154
Verkauf von Anlagevermögen 4 66
Übrige 235 392

1.189 1.131

[21] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen


2007 2006
in TEUR

Versicherung, Provisionen und Lizenzen 2.917 2.295
Rechts- und Beratungskosten 2.443 1.664
Raumkosten/Reparatur/Wartung 2.034 2.137
Miet- und Leasingaufwendungen 1.878 2.043
Reisekosten 1.277 1.182
Datenverarbeitungskosten 953 1.027
Versand- und Frachtkosten 928 810
Werbe- und Messekosten 841 1.254
Sonstige Personalkosten 837 799
Porto und Telekommunikation 218 207
Büromaterial 190 223
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen LuL 188 213
Übrige 1.117 1.246

15.821 15.100

Der Anstieg der Rechts- und Beratungskosten resultiert im Wesentlichen aus dem weiter gestiegenen Beratungsbedarf im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Optco Akquisitions GmbH.

[22] Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/latente Steuern

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/latente Steuern


2007 2006
in TEUR

Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 2.096 1.797
Latenter Steueraufwand aus der Entstehung bzw. Ausgleich temporärer Unterschiede -5 1.068
Effekt aus steuerlichen Verlustvorträgen 3 4.023
Latenter Steueraufwand im Zusammenhang mit Kosten der Kapitalerhöhung 0 53
Latenter Steuerertrag aus Währungskurseffekten -33 -36

2.061 6.905

Die Veränderung des latenten Ertragsteuerpostens in der Bilanz (netto) ist wie folgt begründet:

Latente Ertragsteuerposten


2007 2006
in TEUR

Stand 1. Januar -640 4.451
Latenter Steueraufwand aus der Entstehung bzw. Ausgleich temporärer Unterschiede 5 -1.068
Latenter Steueranspruch aus steuerlichen Verlustvorträgen -3 -4.023
Stand 31. Dezember -638 -640

Für die Berechnung der erwarteten Steuern wird ein Steuersatz von 40% verwendet. Dieser setzt sich zusammen aus Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag von 26,5% sowie Gewerbesteuer von rund 18,0%. Der erwartete Steuersatz von 40 % berücksichtigt die Anrechnung der Gewerbesteuer für Zwecke der Körperschaftsteuerermittlung. Die Überleitungsrechnung zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem Steueraufwand gemäß Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgendes Bild:

Erwarteter und tatsächlicher Steueraufwand


2007 2007 2006 2006

in TEUR in % in TEUR in %
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.448 100,0 6.911 100,0
Steuer zum inländischen Steuersatz -2.979 -40,0 -2.764 -40,0
Auswirkungen Organträgerwechsel auf laufende Körperschaftsteuer 810 10,9 0 0,0
Auswirkungen Organträgerwechsel
auf latente Steuern aus temporären Differenzen
176 2,4 -167 -2,4
Steuereffekt aus nichtabzugsfähigen Betriebsausgaben -101 -1,4 -115 -1,7
Auswirkungen Organträgerwechsel auf laufende Gewerbeertragsteuer -51 -0,7 0 0,0
Steuereffekt aufgrund Unternehmensteuerreform 48 0,6 0 0,0
Sonstige periodenfremde Steuereffekte 39 0,5 -21 -0,3
Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen ausländischer Tochterunternehmen 2 0,0 -65 -0,9
Steuereffekte aus außerplanmäßigen Abschreibungen von latenten Steuern 0 0,0 -3.673 -53,1
Steuereffekte aus nicht aktivierten latenten Steuern aus laufendem Jahr 0 0,0 -258 -3,7
Steuereffekte aus nachaktivierten latenten Steuern aus Vorjahren 0 0,0 155 2,2
Übrige -5 -0,1 3 0,0
Steueraufwand gemäß Gewinn- und Verlustrechnung -2.061 -27,7 -6.905 -99,9

Die LINOS AG hat am 20. Dezember 2006 mit ihrem Hauptaktionär, der Optco Akquisitions GmbH, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem die außerordentliche Hauptversammlung am 6. Februar 2007 zugestimmt hat. Folge des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und der Herbeiführung einer steuerlichen Organschaft ist, dass das in Deutschland steuerpflichtige Einkommen der LINOS AG nicht mehr auf Ebene der LINOS AG versteuert wird, sondern der Optco Akquisitions GmbH zugerechnet und von dieser versteuert wird.

Bestehende körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge der LINOS AG sind während der Laufzeit des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags für die Gesellschaft nicht nutzbar. Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 15.214 (Vorjahr: TEUR 15.243) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 8.360 (Vorjahr: TEUR 8.022), für die insbesondere aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses keine latenten Steuern gebildet wurden.

Für zu leistende Ausgleichszahlungen an Minderheitsaktionäre schuldet die LINOS AG nach Maßgabe des § 16 KStG Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag. Der daraus resultierende Körperschaftsteueraufwand einschließlich Solidaritätszuschlag beträgt TEUR 498.

Aufgrund der entsprechend der Regelungen des Unternehmensteuerreformgesetztes 2008 geänderten Steuersätze wurde für die Ermittlung der latenten Steuern im Zusammenhang mit Personengesellschaften ein zukünftiger Steuersatz von 15,7 % (Vorjahr 18 %) zugrunde gelegt.

Die latenten Steueransprüche und -schulden setzen sich wie folgt zusammen:

Latente Steueransprüche und -schulden


31.12.2006 Aufwand/
Ertrag
31.12.2007
in TEUR


Latenter Steueranspruch


Steuerliche Verlustvorträge 111 -3 108
Pensionsrückstellung 870 -102 768
Vorräte 108 -6 102
Verbindlichkeiten 141 -83 58
Anlagevermögen 47 -12 35
Forderungen 40 -4 36
Sonderposten für öffentliche Zuwendungen 15 6 21
Sonstige 192 -20 172
Gesamt 1.524 -224 1.300
Latente Steuerschuld


Anlagevermögen -1.592 182 -1.410
Vorräte -139 7 -132
Verbindlichkeiten -262 -52 -314
Sonstige Vermögenswerte -170 94 -76
Rückstellungen -1 -5 -6
Beteiligungen 0 0 0
Sonstige 0 0 0
Gesamt -2.164 226 -1.938
Latenter Steueranspruch (netto) -640 2 -638

[23] Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie ist mittels Division des den Aktionären zustehenden Periodenergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien zu ermitteln.

Zur Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie ist der den Aktionären zurechenbare Periodengewinn sowie der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Stammaktien, die durch die Ausübung von Aktienbezugsrechten entstehen, zu bereinigen (siehe Textziffer 11). Zum 31. Dezember 2007 waren alle Aktienbezugsrechte ausgelaufen. Somit ergibt sich für 2007 kein Verwässerungseffekt.

Die Anzahl der Stammaktien ist gleich der gewichteten Durchschnittszahl der Stückaktien plus der gewichteten Durchschnittszahl der Stammaktien, welche auf Grund der Umwandlung aller verwässernden potenziellen Stammaktien ausgegeben würden. Die Umwandlung von Aktienbezugsrechten in Stammaktien gilt als zu Beginn des Berichtszeitraums erfolgt.

Die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während der Periode 2007 ausstehenden Stammaktien beträgt 5.511.999 Aktien. Davon entfallen 4.290.862 auf den Mehrheitsgesellschafter, die Optco Akquisitions GmbH und 1.221.137 auf die Minderheitsgesellschafter. Das unverwässerte Ergebnis und das verwässerte Ergebnis pro Aktie betragen im Geschäftsjahr bzw. im Vorjahr:

Ergebnis pro Aktie


2007 2006
in TEUR

Unverwässertes Ergebnis pro Aktie

Konzernjahresergebnis -885 6
Aktien (gewogener Durchschnitt des
Geschäftsjahrs in Tausend Stück)
5.512 5.492
Ergebnis pro Aktie in EUR -0,16 0,00
Verwässertes Ergebnis pro Aktie

Konzernjahresergebnis -885 6
Aktien (gewogener Durchschnitt des
Geschäftsjahrs in Tausend Stück)
5.512 5.494
Verwässertes Ergebnis pro Aktie in EUR -0,16 0,00

[24] Segmentinformationen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die geografischen Segmente (basierend auf dem Standort der Vermögenswerte) der LINOS Gruppe:

Angaben zu geografischen Segmenten


Deutschland USA Übriges Europa
in TEUR 2007 2006 2007 2006 2007 2006
Externe Verkäufe 83.465 76.867 6.948 7.862 3.401 2.654
Verkäufe zwischen den Segmenten 6.381 6.662 0 0 2.086 1.791
Erträge 89.846 83.529 6.948 7.862 5.487 4.445
Segment-EBIT 8.464 8.079 255 292 89 -91
zzgl. Finanzergebnis





zzgl. Ertragsteuern





Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags
abgeführter Gewinn






Konzernjahresergebnis





Segmentvermögen 88.123 84.872 3.806 4.031 2.228 2.198
zzgl. Ertragsteuererstattungsansprüche * 40 166 0 0 0 0
zzgl. Latente Steuern 917 1.037 367 382 54 57
Gesamtvermögen 89.080 86.075 4.173 4.413 2.282 2.255
Segmentschulden 37.829 36.494 1.669 2.267 1.189 1.236
zzgl. Finanzschulden * 10.421 14.590 0 0 0 0
zzgl. Steuerverbindlichkeiten * 2.446 1.366 0 0 20 6
zzgl. Latente Steuern 1.488 924 450 104 0 0
Gesamtschulden 52.184 53.374 2.119 2.371 1.209 1.242
Investitionen 4.618 9.214 41 46 117 158
Planmäßige Abschreibungen -4.001 -4.415 -31 -26 -127 -98
Außerplanmäßige Abschreibungen -1.115 0 0 0 0 0
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen außer Abschreibungen 1.052 720 19 -83 26 -19
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 3.857 8.524 78 38 -37 -25
Anteiliges Periodenergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
-17 14 0 0 0 0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 42 0 0 0 0



Eliminierung Konsolidiert
in TEUR 2007 2006 2007 2006
Externe Verkäufe 0 0 93.814 87.383
Verkäufe zwischen den Segmenten -8.467 -8.453 0 0
Erträge -8.467 -8.453 93.814 87.383
Segment-EBIT 82 60 8.890 8.340
zzgl. Finanzergebnis

-1.442 -1.430
zzgl. Ertragsteuern

-2.061 -6.904
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags
abgeführter Gewinn


-6.272 0
Konzernjahresergebnis

-885 6
Segmentvermögen -5.026 -5.296 89.131 85.805
zzgl. Ertragsteuererstattungsansprüche * 0 0 40 166
zzgl. Latente Steuern -38 48 1.300 1.524
Gesamtvermögen -5.064 -5.248 90.471 87.495
Segmentschulden 3.749 -2.859 44.436 37.138
zzgl. Finanzschulden * 0 0 10.421 14.590
zzgl. Steuerverbindlichkeiten * 0 0 2.466 1.372
zzgl. Latente Steuern 0 1.135 1.938 2.163
Gesamtschulden 3.749 -1.724 59.261 55.263
Investitionen 0 0 4.776 9.418
Planmäßige Abschreibungen 0 0 -4.159 -4.539
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 0 -1.115 0
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen außer Abschreibungen 0 0 1.097 618
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 0 0 3.898 8.537
Anteiliges Periodenergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
0 0 -17 14
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 0 0 42


* Ertragsteuererstattungsansprüche, Finanzschulden sowie Steuerverbindlichkeiten wurden im Vorjahr unter dem Segmentvermögen bzw. den Segmentschulden ausgewiesen.

Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen im Wesentlichen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich einer Marge, die die zusätzlichen Kosten des leistungserbringenden Segments berücksichtigt, sowie eines Gewinnzuschlags.

Angaben zu den Geschäftssegmenten


Information
Technology &
Communications
Health Care &
Life Sciences
Industrial
Manufacturing
in TEUR 2007 2006 2007 2006 2007 2006
Externe Verkäufe 23.041 20.238 33.547 29.987 37.226 37.158
Segmentvermögen 0 0 0 0 0 0
Investitionen 0 0 0 0 0 0



Nicht
zugeordnet
Gesamt/
Konsolidiert
in TEUR 2007 2006 2007 2006
Externe Verkäufe 0 0 93.814 87.383
Segmentvermögen 89.171 85.971 89.171 85.971
Investitionen 4.775 9.418 4.775 9.418


Grundsätzlich beinhalten die strategischen Geschäftsbereiche unsere drei Hauptproduktlinien abbildende Systeme, hochwertige Kameras und Laserkomponenten. Die Abgrenzung erfolgt aufgrund unterschiedlicher Abnehmer dieser Produkte.

Da ein Großteil der Vermögenswerte durch mehrere Geschäftsbereiche genutzt wird, ist eine sachgerechte Aufteilung dieser Vermögenswerte zu den einzelnen Geschäftsbereichen nicht möglich.

Umsätze nach geografischen Segmenten


Umsatz
Deutschland
Umsatz USA Umsatz
Übriges Europa
in TEUR 2007 2006 2007 2006 2007 2006
Deutschland 41.137 39.691 0 0 0 0
Anderes Europa 33.357 27.825 31 0 3.401 2.654
Nordamerika 1.492 1.332 6.912 7.862 0 0
Asien 4.238 7.961 5 0 0 0
Andere 3.241 58 0 0 0 0
Externe Verkäufe 83.465 76.867 6.948 7.862 3.401 2.654
Verkäufe zwischen Segmenten 6.381 6.662 0 0 2.086 1.791
Gesamt 89.846 83.529 6.948 7.862 5.487 4.445



Eliminierung Konzernausweis
in TEUR 2007 2006 2007 2006
Deutschland 0 0 41.137 39.691
Anderes Europa 0 0 36.789 30.479
Nordamerika 0 0 8.404 9.194
Asien 0 0 4.243 7.961
Andere 0 0 3.241 58
Externe Verkäufe 0 0 93.814 87.383
Verkäufe zwischen Segmenten -8.467 -8.453 0 0
Gesamt -8.467 -8.453 93.814 87.383


[25] Anmerkungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelbestand enthält ausschließlich liquide Mittel. Die im Finanzmittelbestand normalerweise zu erfassende Position "Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten" umfasst Verbindlichkeiten auf Kontokorrentkonten, auf denen sich mindestens zu einem Zeitpunkt im Geschäftsjahr ein positiver Kontostand ergeben hat. Gemäß dieser Definition bestanden zum 31. Dezember 2007 sowie zum Vorjahresstichtag keine "Jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten".

Die Zinszahlungen enthalten nunmehr keine zahlungsunwirksamen Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen. Der Vorjahreswert wurde daher um TEUR 969 gemindert.

[26] Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern hatte in 2007 Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um das bestehende Wechselkursrisiko für US-Dollar-Geschäfte zu reduzieren. Im Geschäftsjahr 2007 wurden dazu folgende Forward-Kontrakte mit einem US-Dollar-Nominalwert in Höhe von je TUSD 400 abgeschlossen:

Finanzinstrumente

Währung Fälligkeit Transaktions-
volumen
Erfüllungs-
wert
Zeitwert
(Fair Value)


in TEUR in TEUR in TEUR
USD 02-2008 272 -1 -1
USD 03-2008 271 -1 -1
USD 04-2008 267 -3 -3
USD 05-2008 270 -2 -2
USD 06-2008 272 1 1
USD 07-2008 278 6 6



0 0

Bei den eingesetzten Finanzinstrumenten handelt es sich um schwebende Geschäfte, bei denen die Definitionskriterien eines Derivates gem. IAS 39.9 vorliegen. Zum Bilanzstichtag wurden aufgrund von Änderungen des Zeitwertes TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 168) erfolgswirksam in den Währungsverlusten erfasst. Die Fair Values der oben genannten Devisentermingeschäften wurden nach der Mark-to-market-Methode ermittelt.

Der Fair Value der Devisentermingeschäfte entspricht dem Marktpreis zum Stichtag.

Des Weiteren hat die Gesellschaft im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2005 vorgenommenen Umfinanzierung (siehe Textziffer 13) mehrere Zinscaps abgeschlossen, um das Zinsrisiko des variabel verzinslichen Club-Deals zu vermindern. Der Fair Value der Zinscaps beträgt zum Stichtag TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 400). Im Geschäftsjahr 2007 wurden TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 197) aufgrund von Änderungen des Zeitwertes als Zinsaufwand erfasst. Bei der Ermittlung des Fair Values wurde die Mark-to-market-Methode angewendet.

[27] Leasing

Operating Leasing

Die Konzerngesellschaften haben verschiedene Operating-Lease-Verträge über Fahrzeuge, Büro- und Geschäftsausstattung sowie Technische Anlagen- und Maschinen abgeschlossen. Die Leasingkonditionen enthalten keine Beschränkungen für die jeweiligen Konzerngesellschaften im Hinblick auf Gewinnausschüttungen, die Aufnahme zusätzlicher Darlehen oder das Eingehen weiterer Leasingverpflichtungen.

Im Geschäftsjahr sind Leasingzahlungen im Rahmen des Operating Leasing in Höhe von TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 215) erfolgswirksam erfasst.

Die bestehenden und nicht kündbaren Leasingverpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen stellen sich wie folgt dar:

Leasingverpflichtungen


31.12.2007 31.12.2006
in TEUR

Laufzeit bis zu 1 Jahr 223 203
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 232 327
Laufzeit über 5 Jahre 0 4

455 534

Finanzierungsleasing

Der Konzern hat verschiedene Finanzierungs-Leasingverträge über Technische Anlagen und Maschinen sowie Büro- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Leasingkonditionen enthalten keine Beschränkungen für die jeweiligen Konzerngesellschaften im Hinblick auf Gewinnausschüttungen, die Aufnahme zusätzlicher Darlehen oder das Eingehen weiterer Leasingverpflichtungen.

Die Laufzeiten der Finance-Leasing-Verhältnisse reichen von 23 bis 60 Monaten.

Zum 31. Dezember 2007 lagen die durchschnittlichen Effektivzinssätze der Finance-Leasingverhältnisse zwischen 5,1% und 10,2%.

Den Finanzierungs-Leasingverträgen liegen folgende Vermögenswerte zu Grunde

Finanzierungs-Leasingverträgen zu Grunde liegende Vermögenswerte


31.12.2007 31.12.2006
in TEUR

Maschinen 1.547 505
Andere Vermögenswerte 19 0

1.566 505
Kumulierte Abschreibungen -167 -90
Nettobuchwert 1.399 415

Im Geschäftsjahr sind Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 16 erfolgwirksam erfasst.

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen


31.12.2007 31.12.2006
in TEUR

Während des ersten Jahres 491 178
1.-5. Jahr 881 223
Nach 5 Jahren 0 0
Mindestleasingverpflichtungen gesamt 1.372 401
Zukünftige Finanzierungskosten -159 -26
Barwert der Leasingverpflichtungen 1.213 375
Zur Rückzahlung

- innerhalb von zwölf Monaten fälliger Betrag 428 163
- nach mehr als zwölf Monaten fälliger Betrag 785 212

[28] Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Verträgen über Investitionen in das Sachanlagevermögen belaufen sich auf TEUR 702 (Vorjahr: TEUR 1.633). Zudem belaufen sich die Verpflichtungen aus Verträgen über Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände auf TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 22).

[29] Eventualschulden

Gegenüber einigen Konzerngesellschaften werden verschiedene Ansprüche geltend gemacht beziehungsweise sind Klagen anhängig, die sich aus der normalen geschäftlichen Betätigung dieser Gesellschaften ergeben. Obgleich sich der Ausgang solcher Streitigkeiten nicht immer genau vorhersagen lässt, erwartet der Vorstand, dass dem Konzern hieraus keine wesentlichen Verbindlichkeiten entstehen werden.

[30] Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Beherrschendes und ultimativ beherrschendes Unternehmen

Die LINOS AG als Muttergesellschaft des LINOS Konzerns wird zum Bilanzstichtag von der Optco Akquisitions GmbH mit Sitz in Göttingen beherrscht. Die Optco Akquisitions GmbH besitzt zum 31. Dezember 2007 77,85% der Stimmrechte an der LINOS AG.

Als ultimativ beherrschendes Unternehmen fungiert die Candover Investments plc, London, Vereinigtes Königreich, die seit 1984 an der Londoner Börse notiert ist.

Weitere Angaben zu der übergeordneten Konzernstruktur befinden sich in Textziffer 2.

Die Optco Akquisitions GmbH hat im Geschäftsjahr 2007 TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0) an sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiterberechnet. Aufgrund des Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages wurde die auf Grundlage des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2007 der LINOS AG nach den Regelungen des HGB ermittelte Gewinnabführung in Höhe von TEUR 6.272 (Vorjahr: TEUR 0) unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand aus Gewinnabführung berücksichtigt, nicht als Verteilung des Jahresergebnisses. Eine Berücksichtigung zukünftiger Gewinnansprüche erfolgt nicht. Unseres Erachtens handelt es sich bei der Verbindlichkeit aus Gewinnabführung nicht um ein Finanzinstrument im Sinne von IAS 39. Die Verbindlichkeiten des LINOS Konzerns gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag insgesamt auf TEUR 6.324 (Vorjahr: TEUR 32).

Gleichzeitig bestehen Forderungen gegenüber der Optco Akquisitions GmbH in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 0).

Mit der Candover Investments plc sind in 2007 keine Transaktionen durchgeführt wurden.

Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen

Die LINOS AG ist mittelbar mit 50% an dem am 19. Oktober 2001 gegründeten Ausbildungszentrum optische Technologien GmbH, Göttingen, beteiligt. Die Beteiligung stellte bisher gemäß IAS 31 ein Joint-Venture-Unternehmen dar und wurde bis zum 31. Dezember 2006 gemäß IAS 31.38 (allowed alternative treatment) nach der Equity-Methode bilanziert. Am 29. Oktober 2007 wurde ein Liquidationsbeschluss der beiden Gesellschafter, LINOS Real Estate GmbH, Göttingen, und Carl Zeiss Microimaging GmbH, Göttingen, gefasst, der die Gesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2007 auflöst.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 50. Der handelsrechtliche Fehlbetrag der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2007 beträgt TEUR 34 (Vorjahr: Überschuss TEUR 14). Entsprechend beträgt der Bilanzansatz zum 31. Dezember 2007 TEUR 25 und wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Des Weiteren bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 9).

Im Geschäftsjahr 2007 sind zudem TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 29) für Personalaufwendungen an das Ausbildungszentrum optische Technologien GmbH, Göttingen, weiterbelastet worden. Zugleich wurden durch das Ausbildungszentrum optische Technologien GmbH, Göttingen, verauslagte Ausbildungskosten in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 27) und Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 23) durch die LINOS Photonics GmbH & Co. KG ersetzt.

Über Eye 1 S.à r.l., Luxemburg, ist die LINOS Gruppe mit der Qioptiq Group und deren operativ tätigen Gesellschaften verbunden (vgl. Textziffer 2).

Zwischen Unternehmen der Qioptiq-Gruppe und der LINOS Photonics GmbH & Co. KG haben im Berichtszeitraum Liefer- und Leistungsbeziehungen stattgefunden. Im Berichtszeitraum erfolgten Lieferungen von der Qioptiq Singapore Pte. Ltd. in Höhe von TEUR 664 (Vorjahr: TEUR 71) an die LINOS Photonics GmbH & Co. KG. Zudem erhielt die LINOS Photonics GmbH & Co. KG von sonstigen Unternehmen der Qioptiq-Gruppe Waren im Wert von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 16). Im Gegenzug verkaufte die LINOS Photonics GmbH & Co. KG Waren im Wert von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0) an Unternehmen der Qioptiq-Gruppe. Hierbei handelt es sich um die Fortführung von Kundenbeziehungen, die seit Jahren bestehen. Die Preisstellung erfolgte nach den gleichen Grundsätzen wie zwischen fremden Dritten.

Die Bilanz enthält die folgenden Beträge aus Transaktionen mit solchen Unternehmen:

Beträge aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen


31.12.2007 31.12.2006
in TEUR

Vorräte 119 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen 39 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.324 32

An Mitglieder des Vorstands gewährte Vergütungen

Die Aufteilung der Gesamtbezüge gemäß dem Corporate Governance Kodex 4.2.3 wird im Nachfolgenden dargestellt:

Im Geschäftsjahr 2007 an Mitglieder des Vorstands gewährte Vergütungen

in TEUR Vergütung
fix
Vergütung
variabel
Anteils-
basierte
Vergütungen
Zuführung zu
beitragsorientierten
Versorgungsplänen
Zuführung zu
Pensionsrück-
stellungen
Gesamt
Vorstand





Volker Brockmeyer 216 153 0 59 0 428

216 153 0 59 0 428

Im Geschäftsjahr 2006 an Mitglieder des Vorstands gewährte Vergütungen

in TEUR Vergütung
fix
Vergütung
variabel
Anteilsbasierte
Vergütungen
Zuführung zu
beitragsorientierten
Versorgungsplänen
Zuführung zu
Pensionsrück-
stellungen
Gesamt
Vorstand





Prof. Dr. Gerd Litfin 268 90 0 0 487 845
Volker Brockmeyer 196 0 343 59 0 598

464 90 343 59 487 1.443

In den anteilsbasierten Vergütungen des Vorjahres des Herrn Brockmeyer sind TEUR 190 aus der Ausübung optionsähnlicher Zusagen, TEUR 102 aus der Stichtagsbewertung optionsähnlicher Zusagen sowie TEUR 51 aus geldwerten Vorteilen im Zusammenhang mit der Ausübung von 4.000 Optionen enthalten.

Im Geschäftsjahr 2007 hat Herr Brockmeyer 50.000 optionsähnliche Zusagen im Austausch für zukünftige Tantiemeansprüche zurückgegeben. Herr Brockmeyer erhält unter bestimmten Voraussetzungen im Jahr 2008 TEUR 108 und in den Jahren 2009 und 2010 jeweils TEUR 100 als Sondertantieme für das jeweils vorangegangene abgelaufene Geschäftsjahr.

Die variable Vergütung enthält in Höhe von TEUR 58 Tantiemen, die das Geschäftsjahr 2006 betreffen.

Der Vorstand der Gesellschaft hält keine Aktien und Aktienoptionen.

An Mitglieder des Aufsichtsrates gezahlte Vergütungen

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für das Geschäftsjahr 2007 eine Gesamtvergütung von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 32). Diese Bezüge enthalten aufgrund der in der ordentlichen Hauptversammlung am 30. August 2007 geänderten Satzung TEUR 28 an variablen Vergütungsbestandteilen. Insgesamt halten die Mitglieder des Aufsichtsrates zum 31. Dezember 2007 keine Aktien der Gesellschaft.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen betreffen in Höhe von TEUR 1.091 (Vorjahr: TEUR 1.028) eine Pensionszusage zu Gunsten von Herrn Prof. Dr. Litfin, deren Rückdeckungsansprüche in Höhe von TEUR 653 (Vorjahr: TEUR 584) gegenüberstehen. Aufgrund dieses Pensionsanspruchs aus seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender der LINOS AG hat Herr Prof. Dr. Litfin im Geschäftsjahr 2007 TEUR 83 erhalten. Zudem sind TEUR 67 an Zinsaufwendungen für die Stichtagsbewertung seiner Pensionszusage bei der LINOS AG entstanden.

[31] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Umfinanzierung

Die Qioptiq S.à r.l. sowie deren Muttergesellschaft Eye 2 S.A. haben am 8. Februar 2008 mit der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG und The Royal Bank of Scotland PLC als Arrangeuren Verträge zur Refinanzierung der Qioptiq-Gruppe abgeschlossen, die am 20. März 2008 nochmals geändert wurden. In diesem Zusammenhang ist zwischen den vorgenannten Parteien vereinbart worden, dass die LINOS AG dieser Finanzierung bis Ende März 2008 beitritt und mit den Mitteln aus dieser neuen Finanzierung ihre bisherigen Bankverbindlichkeiten nahezu vollständig ablöst. Weiterhin ist vereinbart worden, dass die LINOS AG in diesem Zusammenhang neben Sicherheiten für eigene Darlehensverbindlichkeiten im rechtlich zulässigen Rahmen auch Sicherheiten für Darlehensverbindlichkeiten anderer Gesellschaften der Qioptiq-Gruppe stellt. Es ist zudem vorgesehen, dass sowohl die LINOS Photonics GmbH & Co. KG als die LINOS Real Estate GmbH als Sicherheitengeber für die vorgenannte Refinanzierung der Qioptiq-Gruppe fungieren.

Die Refinanzierung hat für die LINOS AG zur Folge, dass sie in den nächsten Jahren mit einem deutlich höheren Zinsaufwand als bisher zu rechnen hat. Die Refinanzierung hat für die LINOS AG jedoch den positiven Effekt, dass die Kredite längerfristig zur Verfügung gestellt werden und erst zu einem späteren Zeitpunkt als unter der bisherigen Finanzierung der LINOS Gruppe zu tilgen sind.

Der Beitritt seitens der LINOS AG zu den Refinanzierungsverträgen erfolgte am 26. März 2008 auf Grund einer Weisung durch die Optco Akquisitions GmbH unter dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, die am 5. März 2008 erteilt und mit Schreiben vom 18. März 2008 im Hinblick auf die nochmals abgeänderten Refinanzierungsverträge bestätigt wurde.

Rechtsstreitigkeiten

Das Landgericht Hannover hat den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 6. Februar 2007 über die Zustimmung zu dem am 20. Dezember 2006 zwischen der LINOS Aktiengesellschaft ("LINOS") als abhängiger Gesellschaft und der Optco Akquisitions GmbH mit Sitz in Göttingen ("Optco") als herrschender Gesellschaft geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag für nichtig erklärt. Das erstinstanzliche Urteil wurde am 6. Februar 2008 verkündet, ist aber noch nicht rechtskräftig. Das Landgericht Hannover begründet seine Entscheidung damit, dass zusätzlich zum Zustimmungsbeschluss der Hauptversammlung auch ein zustimmender Sonderbeschluss der außen stehenden Aktionäre erforderlich gewesen sei, der nicht eingeholt worden ist. Dabei knüpft das Gericht an das vertraglich vereinbarte Sonderkündigungsrecht der Optco für den Fall an, dass der Optco nicht mehr die Mehrheit der Stimmrechte aus den Anteilen an der LINOS zusteht. Auf Grund dieses Kündigungsrechts könne sich die Optco schon vor Ablauf der vereinbarten fünfjährigen Mindestlaufzeit des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom Vertrag lösen. Dies käme im Ergebnis einer bereits in den Vertrag integrierten Vertragsbeendigungsregelung im Sinne des § 296 Abs. 1 AktG gleich, für die nach § 296 Abs. 2 AktG ein zustimmender Sonderbeschluss der außen stehenden Aktionäre erforderlich sei. Da das Sonderkündigungsrecht der Optco statt dessen aber als wichtiger Grund für eine Kündigung bezeichnet werde, die eines zustimmenden Sonderbeschlusses kraft Gesetzes nicht bedarf, sei in der vertraglichen Gestaltung eine Umgehung der gesetzlichen Grundsätze des Minderheitenschutzes zu sehen, die ohne einen entsprechenden zustimmenden Sonderbeschluss der außen stehenden Aktionäre unwirksam sei. Des Weiteren ist das Gericht der Auffassung, dass die Regelung der Fälligkeit der Ausgleichszahlung in § 4 Abs. 1 S. 1 des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zu unbestimmt sei, da vertraglich weder ein Mindestzeitpunkt für die Fälligkeit der Ausgleichszahlung noch ein Beginn der Jahresperiode, innerhalb derer der Ausgleich zu leisten ist, festgelegt worden sei. Das Gericht hat Bedenken, ob die vertragliche Regelung noch den Anforderungen des § 304 AktG entspreche.

Gerügt wird außerdem, dass die außen stehenden Aktionäre in der Hauptversammlung nicht hinreichend darüber informiert worden seien, welchen Personen mit Leitungsfunktionen innerhalb der Beklagten im Zusammenhang mit dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags finanzielle Vorteile angeboten worden sind. Nach Meinung des Gerichts hätte LINOS über den gesamten Personenkreis detailliert Auskunft geben müssen.

LINOS teilt die Rechtsauffassung des Gerichts nicht und wird gegen das Urteil Berufung einlegen.

[32] Auflistung der konsolidierten Tochterunternehmen

Konsolidierte Tochterunternehmen

Unternehmen Anteil am
Unternehmen
Hauptbereiche

in %
LINOS Photonics GmbH & Co. KG, Göttingen 100,0 Entwicklung, Produktion und Vertrieb optischer Systeme
LINOS Real Estate GmbH, Göttingen 100,0 Kauf, Bau und Verwaltung von Grundstücken und
Gebäuden sowie deren Vermietung
LINOS Management GmbH, Göttingen 100,0 Management
LINOS Systems GmbH, München 100,0 Entwicklung, Produktion und Vertrieb optischer Systeme
und damit zusammenhängender Dienstleistungen
LINOS Photonics Ltd., UK 100,0 Verkauf und Vertrieb optischer Systeme
LINOS Photonics Inc., USA 100,0 Verkauf und Vertrieb optischer Systeme
LINOS Photonics SARL, Frankreich 99,0 Verkauf und Vertrieb optischer Systeme
Optotecs Sp. z o. o., Polen 100,0 Produktion optischer Komponenten

[33] Anmerkungen zu § 264 b HGB

Die LINOS Photonics GmbH & Co. KG, Göttingen, ist im LINOS Konzernabschluss zu 100% konsolidiert. In Übereinstimmung mit § 264 b HGB ist die LINOS Photonics GmbH & Co. KG von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses unter Beachtung der ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften befreit.

[34] Anmerkungen zu § 264 Abs. 3 HGB

Die LINOS Real Estate GmbH, Göttingen, und die LINOS Systems GmbH, München, sind im LINOS Konzernabschluss zu 100% konsolidiert. Mit Wirkung zum 1. Januar 2002 wurde ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der LINOS Real Estate GmbH, Göttingen, und der LINOS AG geschlossen, der am 26. September 2002 in das Handelsregister der LINOS Real Estate GmbH eingtragen wurde. Zwischen der LINOS Systems GmbH, München, und der LINOS AG, Göttingen, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2005 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der am 17. Juni 2005 in das Handelsregister der LINOS Systems GmbH, München, eingetragen wurde.

In Übereinstimmung mit § 264 Abs. 3 HGB sind die LINOS Real Estate GmbH, Göttingen, und die LINOS Systems GmbH, München, von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften befreit.

[35] Anmerkung zu § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat mit Datum vom 24. Januar 2008 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internet-Seite unter http://www.linos.de zugänglich gemacht.

[36] Anmerkung zu § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 102) und für sonstige Leistungen, die für das Mutterunternehmen oder Tochtergesellschaften erbracht worden sind, TEUR 15 (Vorjahr TEUR 25).

Göttingen, im Februar 2008

LINOS AG

Der Vorstand
Volker Brockmeyer

Bilanzeid

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der LINOS Aktiengesellschaft, Göttingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Kapitalflussrechnung und - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der LINOS Aktiengesellschaft, Göttingen, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 27. März 2008

Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

SCHLUSSBEMERKUNG

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2007 der LINOS Aktiengesellschaft, Göttingen, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450).

Zu dem von uns unter dem 27. März 2008 erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 5 "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks".

Hannover, den 27. März 2008

113744/sz

Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Plath) (Tenambergen)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Konzernabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.

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