Werk North Carolina GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Düngemitteln und Stickstoffverbindungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Clemens Bauernfeind seit 11.2.2026 | Vorstandsmitglied |
Thomas Fischer seit 16.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Demmel AktiengesellschaftScheidegg/AllgäuJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Demmel AGA. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Die Demmel AG ist die Muttergesellschaft der Demmel Gruppe, ein Zusammenschluss mittelständischer Unternehmen mit Produktionsstandorten in Scheidegg und Weiler im Allgäu, München, Italien, der Schweiz, den USA, China und Singapur mit ca. 1.500 Mitarbeitern. Kernkompetenzen sind Produkte und Systemlösungen aus den Bereichen Zierteile für die Automobilindustrie, dekorative Oberflächen, Bediensysteme, Elektronik und mobiler Energieversorgung. Zu den Kunden zählen die Automobilindustrie sowie deren Zulieferunternehmen, der Maschinenbau sowie Elektrogerätehersteller. Durch die Tochtergesellschaften in Amerika und in Asien können diese Produkte weltweit angeboten werden. Die Kernkompetenzen der Demmel AG liegen vorwiegend im Bereich der industriellen Dekoration. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfahrung in der Dekoration und Bearbeitung von Metalloberflächen. Damit schaffen wir individuelle, jeweils einzigartige Lösungen für unsere Kunden, welche damit in die Lage versetzt werden, Differenzierungspotentiale und Wettbewerbsvorteile zu generieren. Absatzmärkte sind vor allem Deutschland und Europa sowie Tochterunternehmen von europäischen Unternehmen in Asien und im NAFTA Wirtschaftsraum. Mehr als die Hälfte des Umsatzes der Gruppe wird in der Automobilindustrie generiert, woraus sich die Bedeutung dieses Industriezweigs für das Unternehmen ergibt. Trotz der Fokussierung auf den deutschen Absatzmarkt ist die Gruppe nicht ausschließlich von der Entwicklung dieses Wirtschaftsraums abhängig, sondern diversifiziert sich indirekt über die internationalen Absatzmärkte ihrer Kunden. 2. Forschung und Entwicklung Im Zentrum der Entwicklungsaktivitäten steht das Ziel, neue Produkte, Lösungen und Prozesse zu realisieren, um unsere in vielen Märkten starke Wettbewerbsposition weiter auszubauen. Im Geschäftsjahr 2023 richteten sich die Entwicklungsaktivitäten verstärkt darauf aus, sich als Konzeptentwicklungspartner für den Bereich Integration von Licht und Funktion in metallische und kunststoffbasierte Dekorteile zu positionieren und die entsprechenden Kompetenzen zu erweitern. Darüber hinaus standen 2023 für unsere Innovationsstrategie die Entwicklung von ressourcenoptimierten und ressourcenschonenden Produkten und Prozessen im Fokus. Das qualifizierte Personal unseres Entwicklungsbereichs mit angegliedertem Muster- und Prototypenbau ist auch weiterhin die stabile Grundlage der Innovationskraft des Unternehmens. Insgesamt waren im Jahr 2023 durchschnittlich 12 Mitarbeiter/Innen in unserem Entwicklungsbereich zur Umsetzung kundenspezifischer Projekte und zur Begleitung von Innovationsprojekten beschäftigt, um unsere Stellung am Markt weiter zu verbessern. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Demmel AG produziert und vermarktet keine Endprodukte, sondern Komponenten und Baugruppen, welche von ihren Kunden in deren Geräte bzw. Produkte verbaut werden. Aus diesem Grund ist die Demmel AG abhängig vom konjunkturellen Umfeld ihrer Kunden. Im Jahr 2023 ist die weltwirtschaftliche Entwicklung von zahlreichen Herausforderungen und multiplen Krisen geprägt. Die ökonomischen Folgen der COVID-19-Pandemie, wie die Unterbrechung von globalen Lieferketten und dadurch verursachte Angebotsengpässe haben sich deutlich zurückgebildet. Doch die geopolitische Lage bleibt durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine angespannt. Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die geopolitische Unsicherheit nochmals verschärft. Die Gefahr einer Blockbildung in der Weltwirtschaft ist erneut gestiegen, was zu einer weiteren Umstrukturierung globaler Wertschöpfungsketten und einer Verlangsamung der internationalen Handelsverflechtungen führt. Das niedrige Wachstum des Welthandels trifft die deutsche Exportwirtschaft, dazu kommen Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und steigende Zinsen. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt). Der Fach- und Arbeitskräftemangel, zu wenig private und öffentliche Investitionen und der sehr hoher Bürokratieaufwand hemmen im Jahr 2023 den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. Rückläufige Bauinvestitionen aufgrund der stark gestiegenen Preise und den hohen Zinsen führen zu einem negativen Wachstumsbeitrag. Die weltweite Automobilproduktion wächst im Jahr 2023 deutlich gegenüber den Vorjahren, die PKW- Inlandsproduktion erreicht auch bei den für die Demmel AG wichtigen Premiumherstellern der Automobilindustrie deutliche Zuwächse, was allerdings nicht dazu führt, dass die Absatzzahlen das vor der Corona-Pandemie bestehende Niveau wieder erreichen werden. 2. Geschäftsverlauf Der Start in das Jahr 2023 war gut, es kam zu keiner Energieverknappung, besonders nicht zu der befürchteten Gasmangellage, somit wurden unsere wirtschaftlichen Aktivitäten nicht durch Versorgungsnotstände und Rationierungen beeinträchtigt. Die Zuwächse in der Automobilproduktion führen bei der Demmel AG zu stabilen Umsatzerlösen, die Energie- und Materialpreise pendeln sich auf dem Niveau von 2021 ein. Die schwache Konjunktur im Baugewerbe führt zu einem Umsatzrückgang im Bereich HMI und Dekoration. Der Fachkräftemangel, steigende Qualitäts- und Personalkosten, und steigende Zinsen führen im Jahresverlauf zu einer unbefriedigenden Geschäftsentwicklung. Der Umsatzsteigerung um 6,6 % von € 123 Mio. auf € 131 Mio. (Prognose Vj. zwischen € 120 Mio. und € 140 Mio.) steht ein im Vergleich zum Vorjahr um € 0,24 Mio. höheres Betriebsergebnis in Höhe von € 0,3 Mio. (Vj. € 0,02 Mio.) gegenüber. Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 0,2 Mio. (Vj. € 0,06 Mio.; Prognose zwischen € 1,5 Mio. und € 2,5 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus den höheren Personalkosten, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und höheren Zinsen. Für Demmel AG zählen Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren. Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren konzentriert sich die Demmel AG weiterhin auf die Mitarbeiter, die Beiträge zum Klimaschutz und die Ausgestaltung einer Nachhaltigkeitsstrategie. 2.1 Umsatzentwicklung
Die gesamten Umsatzerlöse (Netto) liegen mit insgesamt € 131 Mio. um 6,6 % über dem Vorjahr (€ 123 Mio.) Die produzierten Umsatzerlöse und die übrigen Erlöse liegen im Gesamtjahr 2023 über Plan, somit können die Umsatzerlöse insgesamt gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, und liegen leicht über der Prognose vom Vorjahr (zwischen € 120 Mio. und € 140 Mio.) 2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage
Wesentliche Ertragsquelle ist der Geschäftsbereich Automotive. Auf diesen entfallen ca. 91,3 % der Umsatzerlöse. Dem Umsatzanstieg um 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr steht eine Kostensteigung um 7,82 % gegenüber, die im Wesentlichen auf die Steigerung von Personalkosten, Kosten für Leiharbeitnehmer, Instandhaltungskosten und Zinskosten zurückzuführen ist. Gemessen an der Gesamtleistung sinkt die Materialeinsatzquote auf 51,6 % (Vj. 51,8 %). Der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung steigt auf 31,3 % (Vj. 31,2 %). Die sonstigen betr. Aufwendungen steigen um 13,9 %, begründet vor allem durch deutlich höhere Kosten für den Einsatz von Leiharbeitern zur Abdeckung von Produktionsspitzen. Das Betriebsergebnis liegt in Höhe von € 0,3 Mio. über dem Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis inklusive der Beteiligungserträge belief sich auf € -0,03 Mio., gegenüber € 0,04 Mio. im Vorjahr, dies resultiert im Wesentlichen aus einem deutlich höheren Zinsaufwand gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern steigt im Vergleich zum Vorjahr von € 0,06 Mio. auf € 0,2 Mio. Unsere Beschäftigungslage ist zufriedenstellend. Vermögenslage
Die Reduzierung des Gesamtvermögens resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr. Den Investitionen in Höhe von € 2,6 Mio. stehen Abgänge aus Anlagevermögen in Höhe von € 1,3 Mio. und Abschreibungen in Höhe von € 4,8 Mio. gegenüber. Hauptsächlich wurde in die Erweiterung der technischen Anlagen, Maschinen und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Das Vorratsvermögen steigt um 13 % auf € 20,6 Mio., der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau von Rohstoffen, Fertigerzeugnissen und Handelswaren, insbesondere Werkzeugen. Der Wert der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verändert sich unwesentlich um 0,4 % auf € 7,2 Mio. Aufgrund weiterhin sehr hohen Tilgungsleistungen reduzieren sich die liquiden Mittel auf € 1,1 Mio. (Vj.€ 4,3 Mio.) Bei einer um 5,0 % auf € 59,7 Mio. reduzierten Bilanzsumme steigt die Eigenkapitalquote auf 27,8 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf € 21,11 Mio. oder 35,3 % der Bilanzsumme, eine Reduzierung um 12,4 % gegenüber dem Vorjahr (€ 24,08 Mio.). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung von Darlehen und der Erhöhung der in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien. Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber den Banken bestehen Grundschulden und Sicherungsübereignungen von finanzierten Maschinen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 13,4 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Finanzlage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist um € 2,6 Mio. gegenüber Vorjahr auf € 2,5 Mio. gesunken, dies resultiert vor allem aus dem Aufbau von Vorratsvermögen und aus der Abnahme der Rückstellungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit steigt um € 2,9 Mio. gegenüber Vorjahr auf € -1,7 Mio. resultierend aus einer deutlich niedrigeren Auszahlung für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist aufgrund Tilgung von Darlehen um € 5,9 Mio. gegenüber Vorjahr auf € -6,3 Mio. gesunken. Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2023 setzt sich aus liquiden Mitteln in Höhe von € 1,1 Mio. (Vj. € 4,3 Mio.) und in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von € 6,38 Mio. (Vj. € 4,15 Mio.) zusammen. Die freien Kontokorrentlinien liegen bei € 6,4 Mio. (Vj. € 8,6 Mio.). Die Finanzlage ist stabil. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Demmel AG hat ihre finanziellen Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 stets fristgerecht beglichen. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen langfristige und kurzfristige Kredite und Guthaben bei Kreditinstituten, sowie Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Lieferanten. 2.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Bereich Personal-/Mitarbeiterentwicklung liegt der Fokus auf den Aktivitäten in der Aus- und Weiterbildung. Im Berichtszeitraum sind insgesamt 13 Auszubildende beschäftigt. Mit einem umfangreichen Weiterbildungskatalog sowie Gesundheits- und Vorsorgeangeboten unterstützen wir unsere Mitarbeitenden, sich bei uns perspektivisch zu entwickeln. Mit dem Aufbau eines transparenten und leistungsgerechten Vergütungssystems wurde im Berichtsjahr begonnen, ein weiterer Baustein, um das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber in der Region zu positionieren. Das Unternehmen berichtet umfassend über die Aktivitäten zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen nach den Maßgaben des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Das Unternehmen ist Mitglied des Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza) seit dem Jahr 2020, welches sich ein klimaneutrales Allgäu bis zum Jahr 2030 zum Ziel gesetzt hat. Die Reduzierung der CO 2 -Emissionen spielen vor allem bei Investitionsentscheidungen eine große Rolle, die Beschaffung von neuen Dienstfahrzeugen erfolgt unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsgesichtspunkten mit vorgegebenen Grenzwerten bei den CO 2 -Emissionen. Im Bereich Nachhaltigkeit wurde das interdisziplinäre Projekt auf Vorstands- und Managementebene fortgesetzt, um den bisherigen und erfolgreichen Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen und eine nachhaltige strategische Ausrichtung weiter zu konkretisieren. In diesem Zusammenhang erfolgte ein Transfer des bisherigen Triple Bottom-Line Ansatzes mit den Schwerpunkten Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft hin zum international anerkannten ESG-Ansatz mit den Schwerpunkten Environment, Social & Governance. Dieser Transformationsprozess erfolgt stufenweise und wird über weitere Berichtsjahre fortgesetzt. 2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Der Start in das Jahr 2023 war besser, als im Jahr 2022 prognostiziert. Es kommt zu keiner Energieverknappung, besonders nicht zu der befürchteten Gasmangellage. Somit werden die gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten nicht durch Versorgungsnotstände und Rationierungen beeinträchtigt. Über das Jahr 2023 hinweg werden allerdings die Auswirkungen der nachlassenden Weltkonjunktur spürbar. Die hohen Inflationsraten führen zu einer deutlichen Zinserhöhung. Die Zinserhöhungen und die aus konjunkturellen Gründen vorsichtigere Kreditvergabe führen im Jahresverlauf 2023 zu einem starken Nachfragerückgang in der Bauwirtschaft und insgesamt zu rückläufigen Bauinvestitionen, was sich bei Demmel auf die Absatzzahlen im Bereich Dekoration und HMI auswirkt. Im Bereich Automotive produziert Demmel insbesondere im 2. Halbjahr an der Kapazitätsgrenze. Überstunden und Samstagsarbeit sind die Regel. Aufgrund diverser Ineffizienzen, wie bspw. hohe Ausschussquoten oder fehlende techn. Anlagenverfügbarkeiten muss im Produktionsbereich personell aufgebaut werden, um Kundenbedarfe zu erfüllen und Rückstände zu reduzieren. Die dadurch entstehenden ungeplanten Kosten und eine wesentlich höhere Zinsbelastung als geplant sind die Haupttreiber der unbefriedigenden Ergebnisentwicklung. 2.5 Erklärung zur Unternehmensführung Angabe zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen und deren Zielquoten Durch das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" vom Mai 2015 ist die Demmel AG verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand sowie in den nächsten beiden Führungsebenen festzulegen. Dieser gesetzlichen Verpflichtung folgend haben Aufsichtsrat und Vorstand der Demmel AG für die Zeit bis zum 31. Dezember 2026 eine Zielgröße von 0% in Führungspositionen der Demmel AG festgelegt. Dies gilt sowohl für die Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand als auch für die Besetzung der ersten beiden Führungsebene unterhalb des Vorstands (§ 76 Abs. 4 AktG). Bei jeder Besetzung einer Führungsposition der Firma Demmel AG ist ausdrücklich nur die individuelle fachliche und persönliche Kompetenz im Vordergrund und zu bewerten. Andere Eigenschaften wie z.B. Geschlecht, Alter, Herkunft, nationale Zugehörigkeit, Religion, Bildungs- oder Berufshintergrund haben auf die Entscheidung einer Besetzung einer Führungsposition im Unternehmen keine Entscheidungsrelevanz. Dies gilt sowohl für Vorschläge zur Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats als auch bei der Berufung von Vorständen. Des Weiteren gilt dieser Grundsatz auch bei der Besetzung von Führungspositionen der Firma Demmel AG. Die Förderung von Frauen im Unternehmen und der grundlegende Einsatz für Gleichberechtigung in jeder Hinsicht sind für die Demmel AG selbstverständlich. Diese Werte haben nichts mit einer festgelegten Quote zu tun, sondern mit gelebter Realität. Der Demmel AG ist es wichtig, dass sich Menschen unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihres Alters, ihrer Herkunft, ihrer nationalen Zugehörigkeit oder ihres Bildungs- oder Berufshintergrundes beruflich weiterentwickeln können. Dafür wollen wir uns ausdrücklich einsetzen. C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 1. Risiken Die Demmel AG ist gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, welche bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Ertrags- oder Finanzlage haben können, hinzuweisen. Am Ende des Jahres 2023 wird die weltwirtschaftliche Entwicklung von zahlreichen Herausforderungen und multiplen Krisen geprägt. Die geopolitische Lage bleibt durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine angespannt. Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die geopolitische Unsicherheit verschärft. Die Gefahr einer Blockbildung in der Weltwirtschaft ist erneut gestiegen, was zu einer weiteren Umstrukturierung globaler Wertschöpfungsketten und einer Verlangsamung der internationalen Handelsverflechtungen führt. Die Aussichten für die Weltkonjunktur bleiben aufgrund der weiterhin instabilen geopolitischen Lage, der restriktiven Geldpolitik und den volatilen Energiepreisen eingetrübt. Vor allem die globale Industriekonjunktur hat sich deutlich abgeschwächt. Zu den größten Risiken, welche negative Auswirkungen auf die Geschäftserwartungen oder den Geschäftsverlauf des Unternehmens haben können, zählen die aktuellen Krisenherde Krieg in der Ukraine/Unruhe in Israel, die unsichere Konjunkturentwicklung, eine drohende Rezession, der allgemeine Arbeitskräftemangel, die unsichere Energieversorgungslage einhergehend mit der Transformation zu einer treibhausneutralen Wirtschaft und dem Ausbau erneuerbarer Energien und die steigende Cyberkriminalität. 1.1. Risikomanagement Die Gesellschaft hat für das Erkennen und Bewerten wesentlicher Risiken ein Risikomanagementsystem mit entsprechenden prozessualen Zuordnungen und einem verdichteten Risikobericht implementiert. Ziel ist es, Risiken frühzeitig erkennen, bewerten und handhaben zu können, so dass das Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ermöglicht. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Gesellschaft verfügt generell über einen solventen Kundenstamm durch DAX- und große mittelständische Unternehmen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht meist eine langjährige Zusammenarbeit. Die Bonität von Kunden wird zusätzlich anhand eines Prognosedienstes täglich überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Maßnahmen ergriffen bzw. Berichtigungen vorgenommen. Das Unternehmen verfügt über ein adäquates Debitorenmanagement. Vor dem Eingehen neuer Geschäftsbeziehungen informieren wir uns stets über die Bonität zukünftiger Kunden. Zur Sicherung der Liquidität wird diese revolvierend geplant und regelmäßig überwacht. Zur Quantifizierung von Unternehmensrisiken werden die Risiken von den Prozesseignern mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit unter 30 % stellt ein geringes Risiko dar, die Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 30% und 60 % wird als mittleres Risiko bewertet und eine Eintrittswahrscheinlichkeit höher 60 % ist ein hohes Risiko. Die durchschnittliche Eintrittswahrscheinlichkeit liegt bei der Gesamtheit der bewerteten Risiken bei knapp über 30 % und somit im unteren mittleren Bereich, kein Risiko wird mit über 60 % bewertet. Markt- / Branchenspezifische Risiken Als Automobilzulieferer sieht sich Demmel gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Die Automobilindustrie befindet sich in einem langfristigen tiefgreifendenden Transformationsprozess. Der Preisdruck für die Zulieferer nimmt permanent zu, bisherige Produkte werden teilweise durch Alternativtechnologien substituiert oder komplett eliminiert. Für Demmel ergibt sich dadurch ein mittleres Risiko in der Form, dass bisherige Produkte in zukünftigen Fahrzeuggenerationen nicht mehr verbaut werden. Des Weiteren bestehen mittlere Risiken insbesondere bei bilateralen Vertragsverhältnissen, bei denen die großen Automobilhersteller ihre Marktmacht ausspielen können. Teilweise sieht sich das Unternehmen gezwungen, Verträge mit erhöhten Risiken im Bereich Entwicklung, Liefervereinbarungen oder Gewährleistungsvereinbarungen zu akzeptieren. Der steigende Preisdruck und damit die Gefahr den Zuschlag für Neuprojekte nicht zu erhalten ist ein permanentes Risiko des Unternehmens. Der hohe Umsatzanteil bedeutet auch eine spürbare Abhängigkeit des Unternehmens von diesem Markt. Bei der Mehrzahl der Projekte müssen Investitionen für Entwicklung und Maschinen über die Projektlaufzeit amortisiert werden. Sollte die tatsächliche Nachfrage nicht den geplanten Stückzahlen entsprechen, so würde für diese Projekte eine Reduzierung der Deckungsbeiträge drohen mit entsprechend negativer Auswirkung auf das geplante Geschäftsergebnis. Die globale Entwicklung des allgemeinen Fach- u. Arbeitskräftemangels stellt auch das Unternehmen vor große Herausforderungen und birgt ein mittleres bis annähernd hohes Risiko, dass offene Stellen nicht zeitnah besetzt werden könnten. Die steigende Cyberkriminalität ist ein latentes Risiko für das Unternehmen, die Verfügbarkeit von IT- Systemen sind die grundlegende Voraussetzung für einen reibungslosen Geschäftsprozess. Technische und organisatorische Maßnahmen zur Steigerung der IT-Security haben oberste Priorität. Trotz der Priorisierung der Schutzmaßnahmen wird das Eintreten eines Cyber-Security-Vorfalles mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Ertragsorientierte Risiken Die eingetrübten Aussichten für die Weltkonjunktur aufgrund der weiterhin instabilen geopolitischen Lage, die restriktive Geldpolitik und die volatilen Energiepreise, sowie die national abgeschwächte Konjunktur können sich direkt auf die Auftrags- und Ertragslage auswirken. Mit der Abhängigkeit vom Wachstum und der wirtschaftlichen Entwicklung des Automobilmarktes geht ein mittleres Absatz- und Produktionsrisiko einher. Es besteht die Möglichkeit, dass sich bei einer weiteren Verschärfung der aktuellen Situation in den kommenden Monaten deutlich negative Folgen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung und damit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben können. Dies würde die wirtschaftliche Entwicklung der Demmel AG negativ beeinflussen. Durch unsere globalen Produktionsstandorte in China und den USA können wir die geopolitischen Risiken teilweise ausgleichen. Des Weiteren ergibt sich ein mittleres Risiko daraus, dass Maßnahmen des Unternehmens zur Verbesserung von Produktqualität und zur Eliminierung von Ineffizienzen nicht in vollem Umfang umgesetzt werden. Die Verbesserungsmaßnahmen setzen sich zum einen aus digitalisiertem Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen und zum anderen aus Investitionen in modernisierte, digitalisierte technische Anlagen zusammen. Verzögerte oder nicht umgesetzte Maßnahmen hätten negative Auswirkungen auf die Ertragslage. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Eigenkapitalquote unseres Unternehmens ist solide. Erwähnt werden muss, dass sich das Unternehmen einerseits durch hohe Tilgungsleistungen aufgrund der kurzen Laufzeit des Corona-Schutzschirm-Kredits bis Ende 2025 deutlich entschulden wird, andererseits durch die allgemeine wirtschaftliche Lage die Möglichkeit von notwendigen Neuaufnahmen von Darlehen für Investitionen deutlich einschränkt. Mit dem dadurch eingeschränkten finanziellen Spielraum geht das mittlere Risiko einher, notwendige Investitionen zu verschieben und die verfügbaren liquiden Mittel für eine verhältnismäßig hohe Entschuldung einzusetzen. Insofern erwarten wir eine beherrschbare Liquiditätslage. Währungsrisiken werden als gering bewertet, können sich aber aufgrund der starken Schwankungen an den Devisenmärkten kurzfristig negativ auf unsere Kosten (Materialeinkauf) als auch auf unsere Erlöse auswirken. Wo möglich, wird versucht dies durch Absicherungsmaßnahmen wie auch Hedging beherrschbar zu machen. Darüber hinaus sind keine besonderen wirtschaftlichen, rechtlichen oder sonstigen Bestandsgefährdungsrisiken erkennbar. Sofern dieser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht die grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse. Gesamtaussage zu den dargestellten Risiken Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in der weiterhin instabilen geopolitischen Lage. Wir befinden uns weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld mit hohem Kostendruck. Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen finanziellen Gesamtsituation sehen wir uns für die Bewältigung der aktuellen und künftigen Risiken gerüstet. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich aber im Fall einer dramatischen Verschlechterung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds antizipieren. 2. Chancen Trotz der genannten Risiken lassen sich auch zahlreiche Chancen erkennen, welche sich als positive Abweichungen von den im Prognosebericht geäußerten Erwartungen ergeben. Weiterhin ergeben sich Chancen aus unserem Innovationsprozess, welcher ein Kernprozess unseres Unternehmens ist. Neben bestehenden Technologien, beschäftigt sich das Unternehmen mit neuen Technologien, welche eine weitere Wachstumschance mit sich bringen. Dabei soll einerseits bestehendes Geschäft erweitert werden mit alternativen Materialien und Fertigungstechnologien sowie gänzlich neue Märkte erschlossen werden. Um das Wachstum weiter auszubauen und um vorgenannte Abhängigkeiten zu reduzieren, werden neue Märkte, zur Diversifizierung des Produktportfolios und der angestammten Branchen intensiv bearbeitet. Für die Umsetzung dieser Pläne wurde ein neuer Bereich gegründet, der sich intensiv und ausschließlich mit dem Thema Business Development in neuen Märkten beschäftigt und auseinandersetzt. Dieser Bereich greift auf der einen Seite auf die am Markt geschätzten und etablierten Fertigungsmöglichkeiten zurück, welche ein schnelles und effizientes Ausrollen in neue Kundensegmente ermöglichen. Zum anderen wird die Zusammenarbeit innerhalb der Demmel Gruppe weiter intensiviert. Ziel ist es durch die Integration von Kompetenzen der gesamten Gruppe, Synergien zu erarbeiten, welche zu neuen integrierten Lösungen für den Kunden führen werden und dadurch die bestehende Produktpalette deutlich erweitern und weltweit verfügbar sein werden. So werden die Entwicklung und zukünftige Markteinführung neuer und verstärkt nachhaltiger Produkte die Entwicklung des Unternehmens positiv beeinflussen. Marktchancen werden sich für das Unternehmen zudem auch aus dem darstellbaren "global footprint" ergeben, durch welchen es möglich ist, Kunden weltweit "lokal" zu bedienen. Zusätzlich ergeben sich auch im Voranschreiten der Digitalisierung und Automatisierung von Produktions- und Lieferketten weitere technische Potentiale und Chancen. Durch die Investition in technische Erweiterungen bestehender Standorte sollen weitere Skaleneffekte erzielt sowie leistungswirtschaftliche Synergien ausgeschöpft werden. Gesamtaussage zu den Chancen Aufgrund der dargestellten Chancen sehen wir derzeit trotz aktueller und zukünftiger Risiken deutliches Erfolgs- und Wachstumspotential. 3. Prognose für das Geschäftsjahr Wir erwarten für das Jahr 2024 aufgrund bereits erteilter Nominierungen und diverser Neuprojekte, sowie auf Planungsbasis unserer wichtigen Kunden eine Umsatzentwicklung, die zwischen € 110 Mio. und € 130 Mio. liegt. Durch fortgeführte Verbesserungsmaßnahmen sollte sich die Kostenstruktur positiv entwickeln, was zu einer Verbesserung der Ertragssituation führen würde. Wir erwarten ein Ergebnis vor Steuern zwischen € 1,0 Mio. und € 2,0 Mio. Aufgrund des Prognosecharakters zukunftsbezogener Aussagen, insbesondere aufgrund der multiplen globalen Krisen und der daraus resultierenden Risiken in der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und weltweit, können die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Wir planen die Fortführung unserer nichtfinanziellen und nachhaltigen Aktivitäten im Bereich Umwelt, Soziales und nachhaltiger Unternehmensverantwortung im Rahmen unseres ESG-Ansatzes zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens und zur Adressierung der aktuellen Markttrends. D. Sonstige Angaben Bezugnehmend auf § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf den Anhang verwiesen.
Scheidegg, 24. April 2024 Der Vorstand Maria Hege Thomas Fischer Markus Kölle Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Demmel Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Scheidegg/Deutschland und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Kempten unter HRB 7632 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) sowie den Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz richtet sich nach den Vorschriften der §§ 265, 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig berechnet. Die Abschreibungen werden linear bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren vorgenommen. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 5 bis 10 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Der Ansatz bzw. die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren. Dem Grad der Verwendbarkeit der Vorräte wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 2,5 % (Vj. 2,5 %) auf Forderungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bzw. Tageswerten angesetzt. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Sie werden pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen sind jeweils mit ihren nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt und berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem laufzeitadäquaten, von der Bundesbank bekanntgegebenen, Zinssatz abgezinst. Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und Erträge wird davon ausgegangen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Beginn der Periode eingetreten ist. Für Veränderungen des Verpflichtungsumfangs wird die Annahme getroffen, dass diese zum Periodenende eingetreten sind. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder der Restlaufzeit sind im Aufzinsungsergebnis enthalten und werden demzufolge einheitlich in dem GuV-Posten "Zinsaufwendungen" ausgewiesen. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Diese werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden im Sachanlagevermögen keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 Beteiligungen an folgenden Unternehmen:
* Umrechnungskurs 1 EUR entspricht 1,4591 SGD
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 1.629 (Vj. TEUR 1.663). Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus Darlehen i.H.v. TEUR 606 (Vj. TEUR 780) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 5 (Vj. TEUR 198). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Ertragssteuern in Höhe von TEUR 442 (Vj. TEUR 74) sowie aus Vorsteuer in Höhe von TEUR 375 (Vj. TEUR 0). 3. Aktive Rechnungsabgrenzung Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten, enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen gewissen Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. 4. Latente Steuern Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen ermittelt, insofern eine Verrechnung mit steuerpflichtigen Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren gewährleistet ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des unternehmensindividuellen Steuersatzes, der im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz besteht. Dieser beträgt für die Demmel AG 27,301 %. Sich ergebende aktive und passive latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 HGB saldiert. Ab dem Geschäftsjahr 2020 wird aus Gründen der Relevanz vom Ansatzwahlrecht nach § 274 HGB dahingehend Gebrauch gemacht, dass sich insgesamt ergebende Steuerentlastungen zukünftig als aktive latente Steuern aktiviert werden. Dementsprechend wurden latente Steuern in Höhe des bestehenden Aktivüberhangs in Höhe von TEUR 1.631 (Vj. TEUR 1.453) ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen im Bereich der immateriellen Vermögenswerte und Finanzanlagen. 5. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Demmel Aktiengesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.800.000,00 und ist vollständig eingezahlt. Die Demmel AG hält eigene Anteile in Höhe von EUR 93.600,00 am Grundkapital. Das Grundkapital ist in 1.800.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und gewährt sämtlich gleiche Rechte. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt damit EUR 1,00. 6. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB beträgt unverändert zum Vorjahr am 31. Dezember 2023 TEUR 4.469. 7. Gewinnrücklagen In die gesetzliche Rücklage sind gem. § 150 AktG 5 % des Jahresüberschusses solange einzustellen, bis die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklagen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB zusammen den zehnten Teil des Grundkapitals (EUR 180.000,00) erreichen. Im Geschäftsjahr 2023 war keine weitere Einstellung in die gesetzliche Rücklage vorzunehmen. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die gesetzliche Rücklage auf insgesamt EUR 149.575,07, gemeinsam mit einem Anteil aus der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von EUR 30.424,93 sind EUR 180.000,00 erreicht. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 12.09.2023 wurde kein Betrag in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die anderen Gewinnrücklagen zum 31.12.2023 werden in Höhe von TEUR 9.480 ausgewiesen. Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge: Aus dem Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen zwischen einem Ansatz mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz und einem Ansatz mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz ergibt sich ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von TEUR 126. Aus der Aktivierung latenter Steuern ergibt sich ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von TEUR 1.631. Den sich hieraus ergebenden ausschüttungsgesperrten Beträgen von insgesamt TEUR 1.757 stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von TEUR 7.573 gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf das Jahresergebnis besteht daher nicht. 8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt: (§ 285 Nr. 24 HGB):
Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 126. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Es handelt sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet wurden. Gemäß § 246 Abs. 2 S.2 HGB erfolgt zum Abschlussstichtag eine Saldierung der Pensionsverpflichtung, welche einen Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 10.841 ausweist, mit dem Deckungsvermögen aus der verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 3.420. Die Bewertung des verrechneten Deckungsvermögens erfolgt gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert, welcher dem vom Versicherer mitgeteilten Aktivwert des abgetretenen Deckungsvermögens entspricht. Die Bewertung des verrechneten Deckungsvermögens erfolgt gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert, welcher den fortgeführten Anschaffungskosten (steuerlicher Aktivwert) sowie der Stellungnahme zur Rechnungslegung der handelsrechtlichen Bilanzierung vor Altersversorgungsverpflichtungen (IDW RS HFA 30 n.F.) entspricht. Aufwendungen aus der Abzinsung (TEUR 197) der Pensionsrückstellung und Zinserträge aus den zu verrechnenden Vermögensgegenständen (TEUR 60) wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. 9. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personal TEUR 577 (Vj. TEUR 1.593), Gewährleistungen TEUR 1.088 (Vj. TEUR 977), sowie Gutschriften TEUR 130 (Vj. TEUR 360) und Jubiläumsansprüche TEUR 458 (Vj. TEUR 318). Die Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzins von 1,74 % zugrunde gelegt. 10. Verbindlichkeiten
Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundschulden auf dem Betriebsgrundstück in Scheidegg in Höhe von TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000) und auf dem Betriebsgrundstück in Lindenberg Zweckverband "Interkommunales Gewerbegebiet Hauser Wiesen" in Höhe von TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000). Darüber hinaus bestehen Sicherungsübereignungen von finanzierten Maschinen, sowie eine Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen und eine Raumsicherungsübereignung der Vorräte. Der Gesamtbetrag aller Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beläuft sich somit auf TEUR 21.110 (Vj. TEUR 24.084). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 2.957 (Vj. TEUR 3.256) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 788 (Vj. TEUR 806) und Darlehen i.H.v. TEUR 2.169 (Vj. TEUR 2.451). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen i.H.v. TEUR 368 (Vj. TEUR 285) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 11. Passive Rechnungsabgrenzung Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für einen gewissen Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erlöse aus Preisnachbewertungen TEUR 2.796 (Vj. 2.284) sowie Schadenserstattungen TEUR 1.244 (Vj. TEUR 10) (beides Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung), Erlöse aus privater KFZ- Nutzung TEUR 303 (Vj. TEUR 321), Kursgewinne TEUR 14 (Vj. TEUR 27) und Einspeisung für Photovoltaik-Anlage TEUR 22 (Vj. TEUR 17). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Zeitarbeiter TEUR 5.819 (Vj. TEUR 3.986), Entwicklungskosten TEUR 1.038 (Vj TEUR 1.287), Leasingaufwendungen TEUR 2.679 (Vj. TEUR 3.099), Aufwendungen für Instandhaltung TEUR 3.476 (Vj. TEUR 3.140) und Aufwendungen für Frachtkosten TEUR 1.248 (Vj. TEUR 1.356) sowie Kursverluste TEUR 74 (Vj. TEUR 72). 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Erträge aus Abzinsungen i.H.v. TEUR 9 (Vj. TEUR 9). 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Abzinsung i.H.v. TEUR 157 (Vj. TEUR 142). 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
7. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand der Demmel AG beschließt einstimmig, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung den folgenden Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023 vorzulegen:
Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB. Für die Tochtergesellschaft Demmel Inc. wurde eine Garantieerklärung für einen Rahmenkreditvertrag über EUR 4,0 Mio. und Leasingverbindlichkeiten über USD 2,1 Mio. abgegeben. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den vorbezeichneten Haftungsverhältnissen bei der Demmel Inc. wird aufgrund der guten Geschäftsentwicklung als gering angesehen. 2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen Factoringverträge abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserung der stichtagsbezogenen Liquidität verkauft. Durch das Factoring erhöhte sich die Liquidität zum Bilanzstichtag um TEUR 5.866 (Vj. TEUR 5.584), dem stehen Finanzierungskosten im Geschäftsjahr i.H.v. TEUR 208 (Vj. TEUR 87) aus dieser Maßnahme gegenüber. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Künftige sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum 31. Dezember 2023 aus Maschinenmiete und Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.693 (Vj. TEUR 5.737). Die Verträge haben Laufzeiten bis 2032. 4. Beschäftigte (im Jahresdurchschnitt)
5. Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angaben des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar unterbleibt nach § 285 Nr. 17 Hs. 2 HGB. Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Demmel Aktiengesellschaft, Scheidegg, enthalten sein. 6. Organe der Gesellschaft
Es wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angaben nach § 285 Nr. 9b HGB verzichtet. 7. Konzernabschluss Mutterunternehmen Die Demmel Aktiengesellschaft mit Sitz in Scheidegg stellt als Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Demmel Aktiengesellschaft mit Sitz in Scheidegg wird im Unternehmensregister offengelegt.
Scheidegg, den 24. April 2024 Demmel Aktiengesellschaft, Scheidegg/Allgäu Maria Hege Markus Kölle Thomas Fischer Zusammenstellung und Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DEMMEL Aktiengesellschaft, Scheidegg/Allgäu Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DEMMEL Aktiengesellschaft, Scheidegg/Allgäu, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEMMEL Aktiengesellschaft, Scheidegg/Allgäu, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 24. April 2024 Grant
Thornton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Florian Wenger, Wirtschaftsprüfer Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Konzernes 1. Geschäftsmodell Die Demmel Gruppe ist ein Zusammenschluss mittelständischer Familienunternehmen mit insgesamt ca. 1.400 Mitarbeitern und insgesamt 8 Produktionsstandorten, davon 3 in Deutschland und jeweils einem in der Schweiz, in Italien, in den USA, in China und in Singapur. Kernkompetenzen sind Produkte und Systemlösungen aus den Bereichen Zierteile, dekorative Oberflächen und Elektronik- u. Bediensysteme. Wir entwickeln und produzieren Produkte für folgende Märkte und Branchen: Automotive und Nutzfahrzeuge, Medizin- und Labortechnik, Akustik, Lasersysteme, Hausgeräte und Großküchentechnik, Gas, Heizung, Sanitär und Haustechnik sowie Industrieelektronik. Die Kernkompetenzen der Unternehmensgruppe liegen vorwiegend im Bereich der industriellen Dekoration und Kommunikation. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfahrung in der Dekoration und Bearbeitung von Metalloberflächen, sowie kundenspezifische Elektronik- und Mechatroniklösungen. Damit schaffen wir individuelle, jeweils einzigartige Lösungen für unsere Kunden, welche damit in die Lage versetzt werden, Differenzierungspotentiale und Wettbewerbsvorteile zu generieren. Absatzmärkte sind vor allem Deutschland und Europa sowie Tochterunternehmen von europäischen Unternehmen in Asien und im NAFTA Wirtschaftsraum. Mehr als die Hälfte des Umsatzes der Gruppe wird in der Automobilindustrie generiert, woraus sich die Bedeutung dieses Industriezweigs für das Unternehmen ergibt. Trotz der Fokussierung auf den deutschen Absatzmarkt ist die Gruppe nicht ausschließlich von der Entwicklung dieses Wirtschaftsraums abhängig, sondern diversifiziert sich indirekt über die internationalen Absatzmärkte ihrer Kunden. Mit Tochtergesellschaften in Asien und in Amerika ist das Unternehmen auch weltweit präsent. 2. Forschung und Entwicklung Im Zentrum der Entwicklungsaktivitäten steht das Ziel, neue Produkte, Lösungen und Prozesse zu realisieren, um unsere in vielen Märkten starke Wettbewerbsposition weiter auszubauen. Im Geschäftsjahr 2023 richteten sich die Entwicklungsaktivitäten verstärkt darauf aus, sich als Konzeptentwicklungspartner für den Bereich Integration von Licht und Funktion in metallische und kunststoffbasierte Dekorteile zu positionieren und die entsprechenden Kompetenzen zu erweitern. Darüber hinaus standen 2023 für unsere Innovationsstrategie die Entwicklung von ressourcenoptimierten und ressourcenschonenden Produkten und Prozessen im Fokus. Das Personal unserer Entwicklungsabteilungen verfügt über langjährige Erfahrungen aus der Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen und stellt eine zentrale Säule unserer Innovationskraft dar. Insgesamt waren im Jahr 2023 durchschnittlich 25 Mitarbeiter/Innen (Vj. 36) in unserem Entwicklungsbereich beschäftigt. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Demmel Gruppe produziert und vermarktet keine Endprodukte, sondern Komponenten und Baugruppen, welche von ihren Kunden in deren Geräte bzw. Produkte verbaut werden. Aus diesem Grund ist die Demmel Gruppe abhängig vom konjunkturellen Umfeld ihrer Kunden. Im Jahr 2023 ist die weltwirtschaftliche Entwicklung von zahlreichen Herausforderungen und multiplen Krisen geprägt. Die ökonomischen Folgen der COVID-19-Pandemie, wie die Unterbrechung von globalen Lieferketten und dadurch verursachte Angebotsengpässe haben sich deutlich zurückgebildet. Doch die geopolitische Lage bleibt durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine angespannt. Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die geopolitische Unsicherheit nochmals verschärft. Die Gefahr einer Blockbildung in der Weltwirtschaft ist erneut gestiegen, was zu einer weiteren Umstrukturierung globaler Wertschöpfungsketten und einer Verlangsamung der internationalen Handelsverflechtungen führt. Das niedrige Wachstum des Welthandels trifft die deutsche Exportwirtschaft, dazu kommen Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und steigende Zinsen. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Inflationsrate liegt im Jahresdurchschnitt bei 5,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt). Der Fach- und Arbeitskräftemangel, zu wenig private und öffentliche Investitionen und der sehr hoher Bürokratieaufwand hemmen im Jahr 2023 den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. Rückläufige Bauinvestitionen aufgrund der stark gestiegenen Preisen und den hohen Zinsen führen zu einem negativen Wachstumsbeitrag. Die weltweite Automobilproduktion wächst im Jahr 2023 deutlich gegenüber den Vorjahren, die PKW-Inlandsproduktion erreicht auch bei den für die Demmel AG wichtigen Premiumherstellern der Automobilindustrie deutliche Zuwächse, was allerdings nicht dazu führt, dass die Absatzzahlen das vor der Corona-Pandemie bestehende Niveau wieder erreichen werden. 2. Geschäftsverlauf Der Start in das Jahr 2023 war gut, es kam zu keiner Energieverknappung, besonders nicht zu der befürchteten Gasmangellage, somit wurden unsere wirtschaftlichen Aktivitäten nicht durch Versorgungsnotstände und Rationierungen beeinträchtigt. Die Versorgungslage am Markt für elektronische Bauteile verbessert sich im Jahresverlauf kontinuierlich. Die Zuwächse in der Automobilproduktion und gut gefüllte Auftragsbücher im Elektronik Systemgeschäft führen in der Demmel Gruppe zu stabilen Umsatzerlösen, die Energie- und Materialpreise pendeln sich auf dem Niveau von 2021 ein. Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe entsprechen den Erwartungen. Der Fachkräftemangel, steigende Qualitäts- und Personalkosten, und steigende Zinsen führen im Jahresverlauf zu höheren Kosten ggü. dem Vorjahr, die durch die stabilisierten Material- u. Energiepreise kompensiert werden. Die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe ist sehr zufriedenstellend. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern. Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren konzentriert sich die Demmel Gruppe weiterhin auf Mitarbeiter, die Beiträge zum Klimaschutz und die Ausgestaltung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Der leichten Umsatzsteigerung um 1 % von € 240 Mio. auf € 243 Mio. (Prognose Vj. zwischen € 230 Mio. und € 250 Mio.) steht ein im Vergleich zum Vorjahr gleichgebliebenes Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 6,2 Mio. (Vj. € 6,2 Mio.; Prognose zwischen € 6,0 Mio. und € 8,0 Mio.) gegenüber. Dies resultiert im Wesentlichen aus den höheren Personalkosten, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und höheren Zinsen. 2.1 Umsatzentwicklung
Die Umsatzerlöse (Netto) liegen mit insgesamt € 243 Mio. um 1,0 % über dem Vorjahr (€ 240 Mio.). Die produzierten Umsatzerlöse liegen im Gesamtjahr 2023 über Plan, die übrigen Erlöse liegen deutlich unter Plan, resultierend daraus, dass im Vorjahr die Beschaffungskosten für Notkäufe am Brokermarkt an Kunden weiterberechnet und unter den sonstigen Erlösen ausgewiesen wurden. Im Berichtsjahr hat sich die Situation am Beschaffungsmarkt durch sich wieder stabilisierende Lieferketten deutlich entspannt. Insgesamt können die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden, und liegen innerhalb der Prognose vom Vorjahr (zwischen € 230 Mio. und € 250 Mio.) 2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage
Wesentliche Ertragsquellen sind die Geschäftsbereiche Automotive und Elektronik-Systemgeschäft. Auf diesen entfallen ca. 57,0 % (Automotive) und 23 % (Elektronics) der Umsatzerlöse. Gemessen an der Gesamtleistung sinkt die Materialeinsatzquote auf 53,7 % (Vj. 55,5 %). Der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung steigt leicht auf 28,7 % (Vj. 27,8 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um 13,7 %, begründet vor allem durch deutlich höhere Kosten für den Einsatz von Leiharbeitern zur Abdeckung von Produktionsspitzen. Das Konzernjahresergebnis vor Steuern liegt über Vorjahr bei € 6,2 Mio. (Vj. € 6,2 Mio.). Unsere Beschäftigungslage ist zufriedenstellend. Vermögenslage
Die Reduzierung des Gesamtvermögens resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr. Den Investitionen in Höhe von € 7,5 Mio. stehen Abgänge aus Anlagevermögen in Höhe von € 3,0 Mio. und Abschreibungen in Höhe von € 8,5 Mio. gegenüber. Hauptsächlich wurde in die Erweiterung der technischen Anlagen, Maschinen und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Vor dem Hintergrund eines sich wieder normalisierenden Bauteilemarktes können die Lagerbestände für Rohmaterialien gesenkt werden. Das Vorratsvermögen sinkt um 1,5 % auf € 48,9 Mio. Aufgrund weiterhin sehr hohen Tilgungsleistungen reduzieren sich die liquiden Mittel auf € 6,3 Mio. (Vj. € 10,4 Mio.) Bei einer um 4,6 % auf € 119 Mio. gesunkenen Bilanzsumme steigt die Eigenkapitalquote von 37,8 % auf 42,0 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf € 34,9 Mio. oder 29,2 % der Bilanzsumme, eine Reduzierung um 21,23 % gegenüber dem Vorjahr (€ 44,3 Mio.). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung von Darlehen und Reduzierung der in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien. Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber den Banken bestehen Grundschulden und Sicherungsübereignungen von finanzierten Maschinen sowie eine Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen und eine Raumsicherungsübereignung der Vorräte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen € 15,3 Mio. oder 12,8 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Finanzlage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist um € 6,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf € 12,8 Mio. gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau von Vorratsvermögen im Verhältnis zum Vorjahr, sowie aus der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist um € 1,7 Mio. gegenüber Vorjahr auf € -4,9 Mio. gestiegen, dies ist im Wesentlichen auf die geringeren Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen im Vorjahr zurückzuführen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der Auszahlung aus der Tilgung von Darlehen um € 6,1 Mio. gegenüber Vorjahr auf € -9,8 Mio. gesunken. Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2023 setzt sich aus liquiden Mitteln in Höhe von € 6,3 Mio. (Vj. € 10,4 Mio.) und der Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien in Höhe von € 12,6 Mio. (Vj. € 14,9 Mio.) zusammen. Die freien Kontokorrentlinien lagen bei € 16,4 Mio. (Vj. € 13,7 Mio.). Die Finanzlage ist stabil. Das Finanzmanagement der Demmel Gruppe ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zu den in der Demmel Gruppe bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen langfristige und kurzfristige Kredite und Guthaben bei Kreditinstituten, sowie Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Lieferanten. Die Gesellschaften der Demmel Gruppe konnten ihre finanziellen Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 stets fristgerecht begleichen. 2.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Bereich Personal-/Mitarbeiterentwicklung liegt der Fokus auf verstärkten Aktivitäten in der Aus- und Weiterbildung. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 23 Auszubildende beschäftigt. Mit einem umfangreichen Weiterbildungskatalog sowie Gesundheits- und Vorsorgeangeboten unterstützen wir unsere Mitarbeitenden, sich bei uns perspektivisch zu entwickeln. Mit dem Aufbau eines transparenten und leistungsgerechten Vergütungssystems wurde im Berichtsjahr begonnen, ein weiterer Baustein, um das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber in der Region zu positionieren. Das Unternehmen berichtet umfassend über die Aktivitäten zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen nach den Maßgaben des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Das Unternehmen ist Mitglied des Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza) seit dem Jahr 2020, welches sich ein klimaneutrales Allgäu bis zum Jahr 2030 zum Ziel gesetzt hat. Die Reduzierung der CO 2 -Emissionen spielen vor allem bei Investitionsentscheidungen eine große Rolle, die Beschaffung von neuen Dienstfahrzeugen erfolgt unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsgesichtspunkten mit vorgegebenen Grenzwerten bei den CO 2 -Emissionen. Im Bereich Nachhaltigkeit wurde das interdisziplinäre Projekt auf Vorstands- und Managementebene fortgesetzt, um den bisherigen und erfolgreichen Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen und eine nachhaltige strategische Ausrichtung weiter zu konkretisieren. In diesem Zusammenhang erfolgte ein Transfer des bisherigen Triple Bottom-Line Ansatzes mit den Schwerpunkten Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft hin zum international anerkannten ESG-Ansatz mit den Schwerpunkten Environment, Social & Governance. Dieser Transformationsprozess erfolgt stufenweise und wird über weitere Berichtsjahre fortgesetzt. 2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Der Start in das Jahr 2023 war besser, als im Jahr 2022 prognostiziert. Es kommt zu keiner Energieverknappung, besonders nicht zu der befürchteten Gasmangellage. Somit werden die gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten nicht durch Versorgungsnotstände und Rationierungen beeinträchtigt. Die Versorgungslage am Markt für elektronische Bauteile verbessert sich im Jahresverlauf kontinuierlich, die Situation bei Lieferzeiten und Preisen für Halbleiter, passiven Bauelementen, Leiterplatten etc. verbessert sich zum Ende des Jahres. Parallel dazu entspannen sich die Logistikketten im Jahresverlauf mit der Folge von allmählich wieder sinkenden Transportpreisen. Über das Jahr 2023 hinweg werden allerdings die Auswirkungen der nachlassenden Weltkonjunktur spürbar. Die hohen Inflationsraten führen zu einer deutlichen Zinserhöhung. Die Demmel Gruppe blickt insgesamt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Die Unternehmensgruppe ist gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, welche bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Ertrags- oder Finanzlage haben können, hinzuweisen. Am Ende des Jahres 2023 wird die weltwirtschaftliche Entwicklung von zahlreichen Herausforderungen und multiplen Krisen geprägt. Die geopolitische Lage bleibt durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine angespannt. Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die geopolitische Unsicherheit verschärft. Die Gefahr einer Blockbildung in der Weltwirtschaft ist erneut gestiegen, was zu einer weiteren Umstrukturierung globaler Wertschöpfungsketten und einer Verlangsamung der internationalen Handelsverflechtungen führt. Die Aussichten für die Weltkonjunktur bleiben aufgrund der weiterhin instabilen geopolitischen Lage, der restriktiven Geldpolitik und den volatilen Energiepreisen eingetrübt. Vor allem die globale Industriekonjunktur hat sich deutlich abgeschwächt. Zu den größten Risiken, welche negative Auswirkungen auf die Geschäftserwartungen oder den Geschäftsverlauf des Unternehmens haben können, zählen die aktuellen Krisenherde Krieg in der Ukraine/Unruhe in Israel, die unsichere Konjunkturentwicklung, eine drohende Rezession, der allgemeine Arbeitskräftemangel, die unsichere Energieversorgungslage einhergehend mit der Transformation zu einer treibhausneutralen Wirtschaft und dem Ausbau erneuerbarer Energien und die steigende Cyberkriminalität. 1. Risikomanagement Die Demmel Gruppe hat für das Erkennen und Bewerten wesentlicher Risiken ein Risikomanagementsystem mit entsprechenden Risikofeldern und einem verdichteten Risikobericht implementiert. Ziel ist es, Risiken frühzeitig erkennen, bewerten und handhaben zu können. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Unternehmensgruppe ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Demmel Gruppe verfügt generell über einen solventen Kundenstamm durch DAX- und große mittelständische Unternehmen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht meist eine langjährige Zusammenarbeit. Die Bonität von Kunden wird zusätzlich anhand eines Prognosedienstes täglich überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Maßnahmen ergriffen bzw. Berichtigungen vorgenommen. Das Unternehmen verfügt über ein adäquates Debitorenmanagement. Vor dem Eingehen neuer Geschäftsbeziehungen informieren wir uns stets über die Bonität zukünftiger Kunden. Zur Sicherung der Liquidität wird diese revolvierend geplant und regelmäßig überwacht. Zur Quantifizierung von Unternehmensrisiken werden die Risiken von den Prozesseignern mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit unter 30 % stellt ein geringes Risiko dar, die Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 30% und 60 % wird als mittleres Risiko bewertet und eine Eintrittswahrscheinlichkeit höher 60 % ist ein hohes Risiko. Die durchschnittliche Eintrittswahrscheinlichkeit liegt bei der Gesamtheit der bewerteten Risiken bei knapp über 30 % und somit im unteren mittleren Bereich, kein Risiko wird mit über 60 % bewertet. Markt- / Branchenspezifische Risiken Als Automobilzulieferer sieht sich Demmel Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Die Automobilindustrie befindet sich in einem langfristigen tiefgreifendenden Transformationsprozess. Der Preisdruck für die Zulieferer nimmt permanent zu, bisherige Produkte werden teilweise durch Alternativtechnologien substituiert oder komplett eliminiert. Für Demmel ergibt sich dadurch ein mittleres Risiko in der Form, dass bisherige Produkte in zukünftigen Fahrzeuggenerationen nicht mehr verbaut werden. Des Weiteren bestehen mittlere Risiken insbesondere bei bilateralen Vertragsverhältnissen, bei denen die großen Automobilhersteller ihre Marktmacht ausspielen können. Teilweise sieht sich das Unternehmen gezwungen, Verträge mit erhöhten Risiken im Bereich Entwicklung, Liefervereinbarungen oder Gewährleistungsvereinbarungen zu akzeptieren. Der steigende Preisdruck und damit die Gefahr den Zuschlag für Neuprojekte nicht zu erhalten ist ein permanentes Risiko des Unternehmens. Der hohe Umsatzanteil bedeutet auch eine spürbare Abhängigkeit des Unternehmens von diesem Markt. Bei der Mehrzahl der Projekte müssen Investitionen für Entwicklung und Maschinen über die Projektlaufzeit amortisiert werden. Sollte die tatsächliche Nachfrage nicht den geplanten Stückzahlen entsprechen, so würde für diese Projekte eine Reduzierung der Deckungsbeiträge drohen mit entsprechend negativer Auswirkung auf das geplante Geschäftsergebnis. Die globale Entwicklung des allgemeinen Fach- u. Arbeitskräftemangels stellt auch das Unternehmen vor große Herausforderungen und birgt ein mittleres bis annähernd hohes Risiko, dass offene Stellen nicht zeitnah besetzt werden könnten. Die steigende Cyberkriminalität ist ein latentes Risiko für das Unternehmen, die Verfügbarkeit von IT- Systemen sind die grundlegende Voraussetzung für einen reibungslosen Geschäftsprozess. Technische und organisatorische Maßnahmen zur Steigerung der IT-Security haben oberste Priorität. Trotz der Priorisierung der Schutzmaßnahmen wird das Eintreten eines Cyber-Security-Vorfalles mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Ertragsorientierte Risiken Die eingetrübten Aussichten für die Weltkonjunktur aufgrund der weiterhin instabilen geopolitischen Lage, die restriktive Geldpolitik und die volatilen Energiepreise, sowie die national abgeschwächte Konjunktur können sich direkt auf die Auftrags- und Ertragslage auswirken. Mit der Abhängigkeit vom Wachstum und der wirtschaftlichen Entwicklung des Automobilmarktes geht ein mittleres Absatz- und Produktionsrisiko einher. Es besteht die Möglichkeit, dass sich bei einer weiteren Verschärfung der aktuellen Situation in den kommenden Monaten deutlich negative Folgen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung und damit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben können. Dies würde die wirtschaftliche Entwicklung der Demmel AG negativ beeinflussen. Durch unsere globalen Produktionsstandorte in China und den USA können wir die geopolitischen Risiken teilweise ausgleichen. Des Weiteren ergibt sich ein mittleres Risiko daraus, dass Maßnahmen des Unternehmens zur Verbesserung von Produktqualität und zur Eliminierung von Ineffizienzen nicht in vollem Umfang umgesetzt werden. Die Verbesserungsmaßnahmen setzen sich zum einen aus digitalisiertem Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen und zum anderen aus Investitionen in modernisierte, digitalisierte technische Anlagen zusammen. Verzögerte oder nicht umgesetzte Maßnahmen hätten negative Auswirkungen auf die Ertragslage. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Eigenkapitalquote der Unternehmensgruppe ist solide. Erwähnt werden muss, dass sich das Unternehmen einerseits durch hohe Tilgungsleistungen aufgrund der kurzen Laufzeit des Corona-Schutzschirm-Kredits bis Ende 2025 deutlich entschulden wird, andererseits durch die allgemeine wirtschaftliche Lage die Möglichkeit von notwendigen Neuaufnahmen von Darlehen für Investitionen deutlich einschränkt. Mit dem dadurch eingeschränkten finanziellen Spielraum geht das mittlere Risiko einher, notwendige Investitionen zu verschieben und die verfügbaren liquiden Mittel für eine verhältnismäßig hohe Entschuldung einzusetzen. Wir erwarten für die Demmel Gruppe eine zufriedenstellende Liquiditätslage. Währungsrisiken werden als gering bewertet, können sich aber aufgrund der starken Schwankungen an den Devisenmärkten kurzfristig negativ auf unsere Kosten (Materialeinkauf) als auch auf unsere Erlöse auswirken. Wo möglich, wird versucht dies durch Absicherungsmaßnahmen wie auch Hedging beherrschbar zu machen. Darüber hinaus sind keine besonderen wirtschaftlichen, rechtlichen oder sonstigen Bestandsgefährdungsrisiken erkennbar. Sofern dieser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht die grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse. Gesamtaussage zu den dargestellten Risiken Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in der weiterhin instabilen geopolitischen Lage. Wir befinden uns weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld mit hohem Kostendruck. Vor dem Hintergrund unserer derzeitigen finanziellen Gesamtsituation sehen wir uns für die Bewältigung der aktuellen und künftigen Risiken gerüstet. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich aber im Fall einer dramatischen Verschlechterung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds antizipieren. 2. Chancen Trotz der genannten Risiken lassen sich auch zahlreiche Chancen erkennen, welche sich als positive Abweichungen von den im Prognosebericht geäußerten Erwartungen ergeben. Weiterhin ergeben sich Chancen aus unserem Innovationsprozess, welcher ein Kernprozess unseres Unternehmens ist. Neben bestehenden Technologien, beschäftigt sich das Unternehmen mit neuen Technologien, welche eine weitere Wachstumschance mit sich bringen. Dabei soll einerseits bestehendes Geschäft erweitert werden mit alternativen Materialien und Fertigungstechnologien sowie gänzlich neue Märkte erschlossen werden. Um das Wachstum weiter auszubauen und um vorgenannte Abhängigkeiten zu reduzieren, werden neue Märkte, zur Diversifizierung des Produktportfolios und der angestammten Branchen intensiv bearbeitet. Für die Umsetzung dieser Pläne wurde ein neuer Bereich gegründet, der sich intensiv und ausschließlich mit dem Thema Business Development in neuen Märkten beschäftigt und auseinandersetzt. Dieser Bereich greift auf der einen Seite auf die am Markt geschätzten und etablierten Fertigungsmöglichkeiten zurück, welche ein schnelles und effizientes Ausrollen in neue Kundensegmente ermöglichen. Zum anderen wird die Zusammenarbeit innerhalb der Demmel Gruppe weiter intensiviert. Ziel ist es durch die Integration von Kompetenzen der gesamten Gruppe, Synergien zu erarbeiten, welche zu neuen integrierten Lösungen für den Kunden führen werden und dadurch die bestehende Produktpalette deutlich erweitern und weltweit verfügbar sein werden. So werden die Entwicklung und zukünftige Markteinführung neuer und verstärkt nachhaltiger Produkte die Entwicklung des Unternehmens positiv beeinflussen. Marktchancen werden sich für das Unternehmen zudem auch aus dem darstellbaren "global footprint" ergeben, durch welchen es möglich ist, Kunden weltweit "lokal" zu bedienen. Zusätzlich ergeben sich auch im Voranschreiten der Digitalisierung und Automatisierung von Produktions- und Lieferketten weitere technische Potentiale und Chancen. Durch die Investition in technische Erweiterungen bestehender Standorte sollen weitere Skaleneffekte erzielt sowie leistungswirtschaftliche Synergien ausgeschöpft werden. Gesamtaussage zu den Chancen Aufgrund der dargestellten Chancen sehen wir derzeit trotz aktueller und zukünftiger Risiken deutliches Erfolgs- und Wachstumspotential. 3. Prognose für das Geschäftsjahr Aufgrund bereits erteilter Nominierungen und diverser Neuprojekte, sowie auf der Planungsbasis unserer wichtigen Kunden erwarten wir für das Jahr 2024 eine gleichbleibende Umsatzentwicklung. Die erwarteten Umsatzerlöse liegen zwischen € 240 Mio. und € 260 Mio. Durch fortgeführte Verbesserungsmaßnahmen sollte sich die Kostenstruktur stabilisieren, was zu einer zufriedenstellenden Ertragssituation auf Niveau des Berichtsjahres führen würde. Wir erwarten ein Ergebnis vor Steuern zwischen € 5,0 Mio. und € 7,0 Mio.. Aufgrund des Prognosecharakters zukunftsbezogener Aussagen, insbesondere aufgrund des Krieges in Europa und der daraus resultierenden Risiken in der Energieversorgung, der Lieferengpässe und Preissteigerungen in Deutschland und Europa, können die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Trotz der krisenbedingten Sondersituation planen wir die Fortführung unserer nichtfinanziellen und nachhaltigen Aktivitäten im Bereich Umwelt, Soziales und nachhaltiger Unternehmensverantwortung im Rahmen unseres ESG-Ansatzes zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens und zur Adressierung der aktuellen Markttrends. D. Sonstige Angaben Bezugnehmend auf § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf den Anhang verwiesen.
Scheidegg, 27. Mai 2024 Demmel Aktiengesellschaft, Scheidegg/Allgäu Maria Hege Markus Kölle Thomas Fischer Konzern-Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2023Indirekte Cashflow-Rechnung gemäß DRS 21
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Vorbemerkung Die Demmel Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Scheidegg/Deutschland und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Kempten unter HRB 7632 eingetragen. Die Demmel Aktiengesellschaft, Scheidegg, erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gem. §§ 290 ff. HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Konsolidierungskreis Folgende Tochterunternehmen werden neben dem Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
Zum 01.01.2023 wurden die Anteile an der Demmel GmbH & Co. KG verkauft. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde verzichtet, da dies für die Vermittlung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht wesentlich ist. Das Ergebnis aus der Entkonsolidierung beträgt TEUR 227. Die Anteile an der TEFAG Elektronik AG und der Mair Elektronik GmbH werden zu 100 % von der RAWE Electronic GmbH gehalten. Die Demmel Aktiengesellschaft mit Sitz in Scheidegg/Deutschland hat am 03.04.2023 weitere 0,57 % an der RAWE Elektronik GmbH mit Sitz in Weiler erworben und somit die Anteilsquote von 54,97 % auf 55,53 % erhöht. Folgende Beteiligung wird im Konzernabschluss gemäß §§ 311 und 312 HGB at Equity bilanziert:
Aufgrund der Anteilsverhältnisse hat die Demmel AG keinen beherrschenden Einfluss, weshalb die Beteiligung gem. § 312 HGB at Equity bilanziert wird. Der aktive Unterschiedsbetrag, der sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem darauf entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbes ergibt, wird als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 95 TEUR aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die CP Targhe S.r.l. stellt ihren Abschluss gemäß den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Es bestanden keine wesentlichen Unterschiede zu den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. III. Konzernabschlussstichtag Der Konzernabschluss ist gemäß § 299 Abs. 1 HGB auf den gleichlautenden Stichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, den 31. Dezember 2023, aufgestellt. IV. Währungsumrechnung Die Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse der Central-Midori (Int'I) Pte. Ltd., Singapore, der Demmel Metal Components (Nanjing) Co., Ltd, Nanjing, TEFAG Elektronik AG, Mels, und der Demmel Inc., Flat Rock, erfolgte gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Danach wurde das Eigenkapital zu historischen Kursen, die übrigen Vermögens- und Schuldpositionen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sämtliche aus der Umrechnung resultierenden Differenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital (Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung) ausgewiesen. Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.756 (Vj. TEUR 2.608). V. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierungen erfolgten für die RAWE Elektronik GmbH, die Central-Midori Pte. Ltd. sowie die TEFAG Elektronik AG nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung. Die Erstkonsolidierung der übrigen Gesellschaften erfolgte nach Geltung des BilMoG nach der Neubewertungsmethode. Aus der Erstkonsolidierung der Gesellschaften in Nanjing, PRC, die 2014 miteinander verschmolzen wurden, ergaben sich folgende passivische Unterschiedsbeträge:
Bei dem passiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung handelt es sich um einen Ausgleichsposten, da die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögensgegenstände höher sind als die Anschaffungskosten. Der passive Unterschiedsbetrag wird planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer (15,3 Jahre) der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr wurden hieraus TEUR 213 erfolgswirksam aufgelöst, der Betrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die kumulierte erfolgswirksame Verrechnung beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.585 (Vj. TEUR 3.372). Aus der Erstkonsolidierung der Mair Elektronik GmbH mit Sitz in Schwaig ergab sich 2021 ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.703. Der geplanten Geschäftsverlauf, die künftigen Gewinnchancen und positiven Ertragsaussichten und die dadurch erreichte Amortisation sollen im Zeitraum von 10 Jahren realisiert werden. Dieser Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und wird linear über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben. Die Beteiligung an der CP Targhe Srl. wird gem. § 312 Abs. 1 HGB mit dem fortgeführten at-Equity-Wert angesetzt. Es ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital der CP Targhe Srl. in Höhe von 95 TEUR. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig abgeschrieben. Eigene Anteile am Mutterunternehmen wurden in Höhe ihres rechnerischen Wertes offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt und in Höhe des übersteigenden Betrages mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet. Konzernintern gebildete Rückstellungen bestanden nicht. Da § 312 HGB für "at equity" angesetzte assoziierte Unternehmen keine Schuldenkonsolidierung vorsieht, wurden die entsprechenden Positionen in den Konzernabschluss übernommen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die konzerninternen Umsätze und sonstigen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Gesellschaften saldiert. Da § 312 HGB für "at equity" angesetzte assoziierte Unternehmen keine Aufwands- und Ertragskonsolidierung vorsieht, wurden die entsprechenden Positionen in den Konzernabschluss übernommen. Auf eine Zwischengewinneliminierung wird gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da dies für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der VFE-Lage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. VI. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Auf den Konzernabschluss wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens angewendet. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände erfolgen planmäßig nach der Inanspruchnahme und nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen werden linear bei immateriellen Vermögensgegenständen 3 bis 5 Jahre, bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren vorgenommen. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 5 bis 10 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden vereinfacht nach den steuerlichen Regelungen als Sammelposten im Jahr des Zugangs erfasst und auf eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig berechnet. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Der Ansatz bzw. die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren Dem Grad der Verwendbarkeit der Vorräte wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Bei der Bemessung der Wertberichtigung wird die teilweise bestehende Warenkreditversicherung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Die Bewertung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bzw. Tageswerten angesetzt. Die Abgrenzungen werden zeitanteilig vorgenommen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Sie werden pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen sind jeweils mit ihren nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt und berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren ungewissen Verpflichtungen und Risiken. Langfristige Rückstellungen werden mit dem laufzeitadäquaten, von der Bundesbank bekanntgegebenen, Zinssatz abgezinst. Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und Erträge wird davon ausgegangen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Beginn der Periode eingetreten ist. Für Veränderungen des Verpflichtungsumfangs wird die Annahme getroffen, dass diese zum Periodenende eingetreten sind. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder der Restlaufzeit sind im Aufzinsungsergebnis enthalten und werden demzufolge einheitlich in dem GuV-Posten "Zinsaufwendungen" ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Kurzfristige Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen ermittelt, insofern eine Verrechnung mit steuerpflichtigen Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren gewährleistet ist. Der Ermittlung liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze (17 bis 30 Prozent) zugrunde, die grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen gesetzlichen Regelungen basieren. Auf Konsolidierungsvorgänge wie Zwischengewinneliminierung und Schuldenkonsolidierungsdifferenzen wurden latente Steuern berechnet. Sich ergebende aktive und passive latente Steuern, ohne Berücksichtigung der sich ergebenden latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen, werden gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 274 Abs. 1 HGB saldiert. Latente Steuern werden in Höhe des bestehenden Aktivüberhangs von TEUR 1.564 ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen im Bereich des Anlagevermögens. VII. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich kürzer als ein Jahr. Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen betreffen i.H.v. TEUR 611 (Vj. TEUR 978) ausschließlich Forderungen aus Darlehen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen gewissen Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage entsprechen dem bei der Demmel AG ausgewiesenen Bilanzposten. Das gezeichnete Kapital der Demmel AG beträgt zum Konzernstichtag EUR 1.800.000,00 und ist vollständig eingezahlt. Es ist in 1.800.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt damit EUR 1,00. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile (EUR 93.600) wurde vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt. Es handelt sich um 93.600 Stückaktien, die einen Anteil am Kapital in Höhe von 5,2 % repräsentieren. 5. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage nach § 298 HGB i.V.m. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB beträgt unverändert zum Vorjahr am 31. Dezember 2023 TEUR 637. 6. Gewinnrücklagen Bei der Demmel AG sind gem. § 150 AktG in die gesetzliche Rücklage 5 % des Jahresüberschusses so lange einzustellen, bis die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklagen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB zusammen den zehnten Teil des Grundkapitals (EUR 180.000,00) erreichen. Im Geschäftsjahr 2023 war keine weitere Einstellung in die gesetzliche Rücklage vorzunehmen. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die gesetzliche Rücklage auf insgesamt EUR 149.575,07, gemeinsam mit einem Anteil aus der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von EUR 30.424,93 sind EUR 180.000,00 erreicht. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 12.09.2023 wurde kein Betrag in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die anderen Gewinnrücklagen werden zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 8.215 ausgewiesen. Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge: Aus dem Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen zwischen einem Ansatz mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz und einem Ansatz mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz ergibt sich ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von TEUR 167. Aus der Aktivierung latenter Steuern ergibt sich ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von TEUR 1.564. Den sich hieraus ergebenden ausschüttungsgesperrten Beträgen von insgesamt TEUR 1.731 stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von TEUR 6.483. gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Konzernbilanzgewinn von TEUR 25.055 besteht daher nicht. 7. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
8. Nicht beherrschende Anteile Der Posten Nicht beherrschende Anteile umfasst die Anteile Dritter am Eigenkapital und am Jahresergebnis der einbezogenen Tochterunternehmen. 9. Rückstellungen Ausgewiesene Pensionsrückstellungen wurden entsprechend ihrer versicherungsmathematischen Entwicklung weitergeführt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Projected Unit-Credit Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Der Unterschiedsbetrag gem. § 298 HGB i.V.m. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 167. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Es handelt sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet wurden. Gemäß § 246 Abs. 2 S.2 HGB erfolgt zum Abschlussstichtag eine Saldierung der Pensionsverpflichtung, welche einen Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 14.210 ausweist, mit dem Deckungsvermögen aus der verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 5.407. Die Bewertung des verrechneten Deckungsvermögens erfolgt gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert, welcher dem vom Versicherer mitgeteilten Aktivwert (= Anschaffungskosten) des abgetretenen Deckungsvermögens entspricht. Die Zinsaufwendungen der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 244 wurden mit Erträgen des Planvermögens von TEUR 247 verrechnet. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG und der damit zusammenhängenden Neubewertung der Pensionsrückstellung wurde von dem Wahlrecht gemäß Art. 67 EGHGB Gebraucht gemacht und der hieraus resultierende Zuführungsbetrag zum 01. Januar 2010 auf 15 Jahre verteilt. Daraus ergibt sich zum 31. Dezember 2023 eine Unterdeckung der Pensionsrückstellung von TEUR 13. 10. Steuerrückstellungen In den Steuerrückstellungen sind die Beträge für Einkommen- und Ertragsteuern der Konzerngesellschaften enthalten. 11. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere den Personalbereich TEUR 1.727 (Vj. TEUR 2.518), Gewährleistungen TEUR 1.788 (Vj. TEUR 1.701), Jubiläumsansprüche TEUR 515 (Vj. TEUR 386) sowie Gutschriften TEUR 201 (Vj. TEUR 425). Die Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzins von 1,74 % zugrunde gelegt. 12. Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundschulden auf Betriebsgrundstücken von TEUR 13.843 (Vj. TEUR 16.600). Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundschulden auf dem Betriebsgrundstück in Scheidegg in Höhe von TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000), auf dem Betriebsgrundstück in Lindenberg/Scheidegg Zweckverband "Interkommunales Gewerbegebiet Hauser Wiesen" in Höhe von TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000) und auf dem Betriebsgrundstück in Weiler in Höhe von TEUR 3.843 (Vj. TEUR 6.600). Darüber hinaus bestehen Sicherungsübereignungen von finanzierten Maschinen, sowie eine Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen und Raumsicherungsübereignung der Vorräte. Der Gesamtbetrag aller Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beläuft sich somit auf TEUR 28.578 (Vj. TEUR 36.625). Die Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 656 (Vj. TEUR 437) gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 982 (Vj. TEUR 1.337) sowie aus sozialer Sicherheit von TEUR 17 (Vj. TEUR 34). VIII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erlöse aus Preisnachbewertungen TEUR 2.796 (Vj. TEUR 2.284), sowie Schadenserstattungen TEUR 1.244 (Vj. TEUR 10), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 37 (Vj. TEUR 230), Erlöse aus privater KFZ- Nutzung TEUR 446 (Vj. TEUR 427), Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 354 (Vj. TEUR 632). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aus der Inanspruchnahme der Übergangsregelung des BilMoG zur Bewertung der Pensionsrückstellungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 HGB" i.H.v. TEUR 13 (Vj. TEUR 13) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Zeitarbeiter TEUR 6.271 (Vj. TEUR 4.033), Leasingaufwendungen TEUR 3.980 (Vj TEUR 3.970), Aufwendungen für Instandhaltung TEUR 4.798 (Vj. TEUR 4.178), Aufwendungen für Frachtkosten TEUR 1.690 (Vj. TEUR 2.006) und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen TEUR 523 (Vj. TEUR 352). 4. Gewinnverwendungsvorschlag MutterunternehmenDer Vorstand der Demmel AG beschließt einstimmig, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung den folgenden Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns der Demmel AG für das Geschäftsjahr 2023 vorzulegen.
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 9) enthalten. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 157 (Vj. TEUR 142) enthalten. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand des Konzerns enthält Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. IX. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie andere kurzfristige Verbindlichkeiten, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören. Der Finanzmittelfonds zum Ende der Periode i.H.v. TEUR-6.303 (Vj. TEUR -4.504) setzt sich zusammen aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks i.H.v. TEUR 6.266 (Vj. TEUR 10.406) abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 12.569 (Vj. TEUR 14.910). Ausgehend vom Konzernjahresüberschuss wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen sowie Änderungen im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde nach der indirekten Methode ermittelt. Weiter wurden die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit dargestellt. Die Ermittlung erfolgte nach der direkten Methode. X. Sonstige Angaben 1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Mutterunternehmen einen Factoring-Vertrag abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserung der stichtagsbezogenen Liquidität verkauft. Durch das Factoring erhöhte sich die Liquidität zum Bilanzstichtag um TEUR 5.866 (Vj. TEUR 5.584), dem stehen Finanzierungskosten im Geschäftsjahr i.H.v. TEUR 208 (Vj. TEUR 87) aus dieser Maßnahme gegenüber. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Maschinenmieten, Wartungsverträgen und Leasingverpflichtungen sowie Bestellobligo in Höhe von insgesamt TEUR 26.187 (Vj. TEUR 15.448). Es wurde von der Laufzeit bis zur frühestmöglichen Vertragsauflösung als Ermittlungszeitraum ausgegangen. 3. Beschäftigte (im Jahresdurchschnitt) Im Durchschnitt waren beschäftigt:
4. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar beträgt:
5. Angaben zu Organen der Gesellschaft Vorstand: Maria Hege, Vorstand / CFO Markus Kölle, Vorstand / CSO Thomas Fischer, Vorstand / CTO, COO (ab 01.10.2023) Michael Zeman, Vorstand / COO (bis 19.12.2023) Thomas P. Holderried (bis 31.07.2023), kaufmännischer Bereich Vorstandsvorsitzender Dr. phil. Tobias Holderried (bis 31.07.2023), kaufmännischer Bereich Rolf Tämmerich (bis 30.10.2023), technischer Bereich Aufsichtsrat: Dr. Ralf Stefan Werz (Vorsitzender) (ab 30.09.2023), Rechtsanwalt u. Steuerberater in eigener Praxis Stefan Aichbauer (stellvertretender Vorsitzender) (ab 30.09.2023), Unternehmensberater, Vorstand der H&Z Unternehmensberatung AG Thomas P. Holderried, (ab 30.09.2023), Unternehmer Hansjörg Holderried (bis 30.09.2023), Kaufmann Dr. Willi Merkel (bis 30.09.2023), Rechtsanwalt Dr. Jochen Niedner (bis 30.09.2023), Rechtsanwalt Es wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angaben nach § 285 Nr. 9b HGB verzichtet. 6. Konzernabschluss Mutterunternehmen Die Demmel Aktiengesellschaft mit Sitz in Scheidegg stellt als Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Demmel Aktiengesellschaft mit Sitz in Scheidegg wird im Unternehmensregister offengelegt.
Scheidegg, den 27.05.2024 Demmel Aktiengesellschaft, Scheidegg/Allgäu Maria Hege Markus Kölle Thomas Fischer Zusammenstellung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Demmel Aktiengesellschaft, Scheidegg/Allgäu Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Demmel Aktiengesellschaft, Scheidegg/Allgäu, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Demmel Aktiengesellschaft, Scheidegg/Allgäu, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 29. Mai 2024 Grant
Thornton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Florian Wenger, Wirtschaftsprüfer AG Kempten, HRB 7632Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit (Veröffentlichung als Anlage zum Lagebericht 2023 gemäß EntgTranspG) Die Demmel AG ist ein namhaftes Hightech Unternehmen mit Hauptsitz in Scheidegg. Mit über 650 Mitarbeitern produzieren wir seit über 130 Jahren innovative Lösungen und verleihen Produkten ihre Identität: Eingabegeräte und dekorative Zierteile für Küchengeräte, Bankomaten, Touch-Solutions im Maschinenbau und Zierteile in der Automobilindustrie. Am 06. Juli 2017 trat das Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (EntgTranspG) in Kraft. Die Demmel AG gehört als nicht tarifgebundenes und nicht an einem Tarifvertrag orientiertes Unternehmen, welches nach den §§ 264 und 289 HGB regelmäßig zur Aufstellung eines Lageberichtes verpflichtet ist, in den Kreis derjenigen Unternehmen, denen die Erstellung eines Berichtes zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit obliegt. 1. Statistische Angaben (Durchschnittliche Gesamtzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr 2023)
2. Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit von Frauen und Männern und deren Wirkung Demmel AG fördert die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern beginnend bei der Auswahl und Einstellung von neuen Mitarbeitern bis hin zur Mitarbeiterförderung. Dies geschieht generell geschlechtsunabhängig auf der Grundlage der Mitarbeiterqualifikation. Das Entlohnungssystem spiegelt die grundsätzliche Orientierung an Art und Umfang einer ausgeübten Tätigkeit und ist geschlechtsunabhängig.
Am Aufbau eines neuen Entgeltsystems zur weiteren Erhöhung der Transparenz und zur Förderung der Entgeltgleichheit wird gearbeitet. Im Zuge der wirtschaftlichen Situation (Pandemie, z. T. Kurzarbeit in der Automobilindustrie etc.) ruhte dieses Projekt und wird seit September 2023 forciert. Eine mögliche Implementierung des neuen Demmel Vergütungssystems ist für Anfang 2025 vorgesehen bzw. geplant.
3. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung Das Unternehmen fördert, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bietet allen Mitarbeitern Teilzeitmodelle an. Diese werden von der Belegschaft zum Teil genutzt.
Scheidegg, 27.08.2024 Maria Hege, Vorstand (CFO) Bericht des Aufsichtsrats Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat hat sich über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens laufend unterrichtet und die Geschäftsführung des Vorstands der Gesellschaft aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung überwacht. Im Rahmen der Berichterstattung durch den Vorstand erhielt der Aufsichtsrat regelmäßige Informationen über wesentliche betriebswirtschaftliche Daten, insbesondere Auftragseingang, Auftragsbestand und Ergebnisentwicklung. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Rahmen des bestehenden Risikomanagement-Systems auch über besondere Geschäftsrisiken informiert. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss der Demmel AG (mit einer Bilanzsumme von 59.722.570,23 Euro und einem Bilanzgewinn von 974.929,77 Euro) und den Konzernabschluss der Demmel AG jeweils zum 31.12.2023 sowie die Lageberichte für die Demmel AG und den Konzern hat die Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und jeweils mit einem uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen und die Prüfungsberichte der Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen und den Bericht des Abschlussprüfers in Vorbereitung auf die Sitzung am 28.06.2024 durchgesehen und geprüft. In der Sitzung am 28.06.2024 wurden der Jahres- und Konzernabschluss sowie die Prüfungsberichte in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich erörtert. Der Abschlussprüfer hat in der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet sowie festgestellt, dass keine wesentlichen Schwächen des Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorlägen. Der Aufsichtsrat kommt danach zu dem Ergebnis, dass der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie die entsprechenden Lageberichte ordnungsgemäß entsprechend der für den jeweiligen Abschluss geltenden Regeln aufgestellt wurden und ein zutreffendes Bild der Finanz- und Ertragslage der Demmel AG und des Konzerns darstellen. Auch die Durchsicht der Prüfungsberichte und die Erörterung mit den Abschlussprüfern führten zu keinen Beanstandungen oder Einwendungen des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis des Abschlussprüfers zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023. Der Jahresabschluss ist damit zugleich festgestellt. Der Aufsichtsrat hat ferner den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Er schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an, wonach der Gewinn wie folgt verwendet wird:
Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeitern der Demmel AG für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Leistungen.
Scheidegg, den 28. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Dr. Ralf Stefan Werz, Vorsitzender Stefan Aichbauer, stellvertretender Vorsitzender Thomas Holderried |
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