Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 5576
Vorher
Sudbrock Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
28.11.1968
Branche
Herstellung von BüromöbelnHerstellung von Ladenmöbeln und sonstigen ObjektmöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Möbeln, der Handel mit Möbeln, die Beteiligung an Unternehmungen, die sich mit der Herstellung von Möbeln oder dem Handel mit Möbeln befassen, insbesondere der Eintritt als Komplementärin in Kommanditgesellschaften, die mit der Herstellung von Möbeln und dem Handel mit Möbeln befaßt sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Beate Lange
seit 18.3.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Theres Renate SudbrockDIMO Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

33378 Rheda-Wiedenbrück
26.000 €
100.00%
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sudbrock GmbH

Rietberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen Sudbrock mit heutigem Sitz in Rietberg-Bokel ist ein mittelständisches und innovatives Familienunternehmen. 1922 gegründet wird das Unternehmen jetzt in der dritten Generation von der Familie Sudbrock verantwortungsvoll und erfolgreich geleitet. Unter dieser Führung ist es gelungen, den Betrieb als Markenhersteller von hochwertigen Wohnmöbeln, Garderobensystemen und Schlafraumeinrichtungen zu etablieren. Aus der kleinen Tischlerei von damals hat sich bis heute ein modernes Unternehmen mit mehr als 110 Mitarbeitern entwickelt, das auch am internationalen Markt erfolgreich tätig ist. Sudbrock steht für individuelle Lösungen aus einem hochflexiblen Basissystem. Das Portfolio umfasst die Bereiche Wohnen (Wohnwände, Medienmöbel, Sideboards, Regale, Vitrinen, Tische), Speisen (Sideboards, Esstische, Vitrinen, Regale), Schlafen (Kleiderschränke, Ankleiden, Betten, Kommoden, Schminktische, Nachttische), Garderoben und Designelemente.

Möbel nach Maß und im Wunschdesign - immer mit der Intention "vom Baumstamm bis zum fertigen Möbelstück". Die besondere Holzkompetenz in Verbindung mit alter Handwerkskunst und modernster Technik wird nicht nur den Markttrends gerecht, sondern erhebt auch Ansprüche hinsichtlich Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Der gesamte Baumstamm wird sparsam bis zum letzten Holzspan genutzt. Dabei wird auf Stämme aus zertifizierter nachhaltiger Waldwirtschaft Wert gelegt, die in heimischen Wäldern wachsen und auf regionalen Holzplätzen begutachtet und ausgewählt werden. Umweltfreundliche Hydro-UV-Wasserlacke entsprechen der ökologischen Verantwortung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung der Möbelbranche

Die Zeiten bleiben für die deutsche Möbelindustrie außergewöhnlich herausfordernd. Dem CORONA-Schock 2020 folgte zunächst eine Erholung, die allerdings durch den drastischen Materialmangel im Verlauf des Jahres 2022 ausgebremst wurde. Durch den Ausbruch des Ukraine-Kriegs verschärften sich die Störungen in den Lieferketten. Hinzu kamen beträchtliche Problemstellungen wie steigende Inflationsraten, sich vervielfachende Energiepreise, hohe Lebensmittelkosten sowie ansteigende Bauzinsen (Wohnungsbau-Branche), die mit den bereits schon vorhandenen Thematiken wie Fachkräftemangel und knappe Logistikkapazitäten das Wirtschafts- und Arbeitsleben der Unternehmen belasteten.

Lt. dem Statistischen Bundesamt kühlte sich die deutsche Konjunktur im Jahr 2023 weiter ab, das Bruttoinlandsprodukt sank um 0,2%. Und auch für das Jahr 2024 wird mit einer Reduzierung des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % gerechnet. Die hohen Inflationsraten 2022 und 2023 ließen die realen Einkommen der privaten Haushalte sowie deren Ersparnisse dahinschmelzen, was sich auch im niedrigen Niveau des Konsumklimas widerspiegelt.

Nach den immensen Steigerungen in 2021 befinden sich die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte weiterhin auf hohem Niveau, nehmen aber seit Mitte 2023 ab. Dies gilt insbesondere für die dort enthaltenen Energiepreise. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in unseren Einkaufspreisen wider.

Die aktuell größte Herausforderung für die deutsche Möbelindustrie und den Möbelhandel ist die Kaufzurückhaltung der Konsumenten, insbesondere im Bereich der privaten Investitionen. Angesichts steigender Preise, sinkender Reallöhne in den Jahren 2022 und 2023 sowie die Wahrnehmung politischer Unsicherheit nahm bei den Konsumenten auch die Bereitschaft ab, für nachhaltige größere Anschaffungen wie Möbel tiefer in die Tasche zu greifen. Die Anschaffungsneigung im GfK-Konsumklima stagniert in den letzten 12 Monaten auf einem sehr niedrigen Niveau und steht im Juni 2024 bei einem Indexwert von -13.

Die Kaufzurückhaltung zeigt sich auch deutlich in den Umsätzen der Hersteller von Möbeln. Laut Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie sind die Umsätze im Zeitraum Januar bis April 2024 um 9,24 % gesunken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieses Bild sollte sich auch auf den Möbelhandel übertragen lassen. Sowohl in der Möbelindustrie als auch im Möbelhandel ist mit Unternehmensschließungen zu rechnen.

Auch weiterhin besteht am Arbeitsmarkt ein deutlicher Fachkräftemangel, der sich aufgrund der Marktschwäche nur temporär etwas entspannt hat. Weiterhin muss ein Fokus auf die eigene Ausbildung von Fachpersonal gelegt werden, um anstehenden Personalbedarf decken zu können.

2. Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Wesentliche Steuerungsgrößen stellen für uns der Rohertrag und das Jahresergebnis dar.

Nach einer Steigerung des Umsatzes in 2022 (+ 8,4%), blieb der Umsatz 2023 nahezu konstant (- 0,76 %). Schwerpunktmäßig sind unsere Hauptabsatzgebiete Deutschland, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Österreich und Schweiz. Nach den extremen Preissteigerungen in 2022 haben sich die Einkaufspreise vieler Rohstoffe und Materialien in 2023 auf hohem Niveau stabilisiert. Preisreduzierungen gab es im Energiebereich. Dies führte insgesamt zu einer Reduktion der Einkaufskosten. Der Rohertrag betrug in 2023 TEUR 11.855 und lag somit über dem Vorjahreswert.

Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Entwicklungen ergab sich ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 436 (Vorjahr: TEUR 72). Das Ergebnis liegt damit über den Erwartungen aus der Jahresplanung.

Vermögens- & Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,82 % gestiegen und beläuft sich zum Stichtag, den 31. Dezember 2023, auf TEUR 5.451 (Vorjahr: TEUR 5.056). Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 129 gestiegen (Vorjahr: TEUR 41). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag TEUR 2.325 (42,65% der Bilanzsumme). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag TEUR 689 (12,64% der Bilanzsumme). Die Eigenkapitalquote liegt mit 56,13% über dem Vorjahreswert von 51,9%.

Das Unternehmen ist jederzeit in der Lage, alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Aufgrund des positiven Jahresergebnis hat sich auch die Vermögens- & Finanzlage verbessert.

III. Prognose

Das Statistische Bundesamt hat mitgeteilt, dass die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2022 um 0,2% geschrumpft ist, die Verbraucherpreise sind um 5,9% gestiegen, die Arbeitsproduktivität (pro Stunde) fiel um 0,6%. Für 2024 rechnet die Bundesregierung in ihrer Jahresprojektion mit einer Reduzierung des BIP um 0,2%. Für 2025 wird mit einem Wachstum von 1,1% gerechnet. Im Vergleich zum Jahr 2023 hat sich die Verbraucherstimmung 2024 etwas verbessert, liegt aber weiterhin deutlich im negativen Bereich. Im Jahr 2024 sollen die Verbraucherpreise weniger stark steigen als im Jahr 2023, es wird ein Anstieg von 2,2% prognostiziert.

Die weiterhin hohen Lebensmittel- und Energiepreise und die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs drücken auf die Stimmung der Verbraucher. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen sind wir zuversichtlich, dass die Themen Wohnen und Einrichten bei den Verbrauchern weiter einen hohen Stellenwert haben. Das eigene Zuhause bleibt ein sicherer Rückzugsort in unsicheren Zeiten. Um auch weiterhin zukunftsfähig agieren zu können, müssen unternehmensintern alle erforderlichen Schritte verantwortungsvoll und strategisch umgesetzt werden.

Die Wertschätzung für unsere Produkte erreichen wir, wenn wir unserem Kundenstamm sowie potentiellen Neukunden mit Mehrwerten begegnen. Eigeninitiative und Selbstrecherchen stehen auf der täglichen Agenda. Zudem nehmen wir unsere Lieferanten in die Pflicht, innovative Produkte anzubieten, die wir unseren Kunden entsprechend weiter vermitteln können. Denn nur wenn der Kunde den Mehrwert erkennt, ist er auch bereit, den entsprechenden Preis zu zahlen. Hierzu gehört auch das Thema Nachhaltigkeit, welches von immer mehr Verbrauchern in den Vordergrund gestellt wird.

Hinsichtlich der Lieferkettenproblematik streben wir eine stärkere Diversifizierung bei der Beschaffung an. Dabei wird der Einkauf auf dem deutschen Markt und innerhalb der Europäischen Union ausgedehnt. Die hohen Material- und Energiekosten führen zu einem innerbetrieblichen Umdenken hinsichtlich des Einsatzes alternativer Möglichkeiten. Die fertigungstechnischen Prozesse bedürfen einer kontinuierlichen Anpassung bzw. Optimierung. Die Spezialisierung hinsichtlich der Fertigung von individuellen Systemmöbeln soll weiter vorangetrieben werden. Auch die begonnenen Investitionen und Maßnahmen zur Digitalisierung und Kapazitätserweiterung werden planmäßig weitergeführt.

Trotz der ausführlich beschriebenen schwierigen Rahmenbedingungen kann die Auftragslage als stabil bezeichnet werden. Derzeit gehen wir von moderat steigenden Umsätzen aus. Diese können zum Beispiel durch Preiserhöhungen begründet werden, die zur Deckung der gestiegenen Lohn- und Logistikpreise und zum Erhalt der Ertragslage notwendig sind.

Die Sicherung der Liquidität ist von entscheidender Bedeutung. Im laufenden Geschäftsjahr kam es zu keiner Zeit zu Liquiditätsengpässen. Aufgrund unserer soliden und bedachten Finanzierungsstruktur erwarten wir dementsprechend auch keinen finanziellen Engpass.

Trotz des sehr schwierigen Marktumfeldes für Wohnmöbel rechnen wir für das Wirtschaftsjahr 2024 mit einem weiterhin stabilen Umsatz, einem stabilen Rohertrag und einem Jahresergebnis auf dem Niveau des Jahres 2023.

IV. Chancen und Risiken

Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Geschäftsprozesse und unserer Unternehmensentscheidungen. Unsere Risikopolitik zeichnet sich dadurch aus, dass die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur dann eingegangen werden, wenn wir damit auch einen entsprechenden Ertrag erzielen können.

Beschaffungsrisiken begegnen wir mit rationalen Lösungen, damit auch weiterhin nach modernen und ökologischen Gesichtspunkten gefertigt werden kann, d. h. durch Bündelung / Recherchen / Auswahl regionaler Lieferanten und Auslösen frühzeitiger Bestellungen sowie durch eine sinnvolle Erhöhung der entsprechenden Lagerbestände wird es aus heutiger Sicht zu keiner Beschaffungsproblematik kommen.

Aufgrund der permanenten Modernisierung im Herstellungsprozess erwarten wir isoliert betrachtet entsprechende Kosteneinsparungen, zum Beispiel im Materialsektor.

Zur Messung, Überwachung und Steuerung unserer Risiken nutzen wir ein Management-Informations-System. Zur Erreichung unserer Geschäftsziele sowie zur Begrenzung der Risiken werden auf Basis von Analysen und Auswertungen kontinuierlich Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Die zugrundeliegenden Produktionspläne und Fertigungskapazitäten werden laufend an die Entwicklung des Auftragseinganges angepasst.

Die Möbelbranche ist nach wie vor einer erheblichen Wettbewerbsintensität ausgesetzt, das bedeutet, dass zahlreiche Anbieter aus Asien und Osteuropa ihre Ware zu signifikant günstigen Preisen auf dem deutschen Markt anbieten. Für viele Endverbraucher ist letztendlich der Preis das entscheidende Kaufkriterium. Hier sehen wir die Chance, das Bewusstsein des Käufers auf unsere Qualität, Individualität und Nachhaltigkeit zu lenken.

Darüber hinaus sehen wir aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken.

 

Rietberg-Bokel, den 12. November 2024

Sudbrock GmbH

Theres Sudbrock, Geschäftsführerin

Anton Flechtner, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 129.277,82 40.582,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,50 3,50
II. Sachanlagen 99.963,00 14.949,00
1. technische Anlagen und Maschinen 86.552,50 3,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.410,50 14.945,50
III. Finanzanlagen 29.311,32 25.630,05
1. Beteiligungen 6.000,00 6.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.811,32 19.130,05
3. Sonstige Finanzanlagen 500,00 500,00
B. Umlaufvermögen 5.320.298,00 5.013.515,16
I. Vorräte 1.600.631,07 1.436.454,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.891.922,26 2.345.134,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 17.811,39 17.073,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 827.744,67 1.231.925,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.570,00 1.570,00
Summe Aktiva 5.451.145,82 5.055.667,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.059.678,37 2.623.621,59
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnrücklagen 311.741,29 311.741,29
III. Bilanzgewinn 2.721.937,08 2.285.880,30
davon Gewinnvortrag 2.285.880,30 2.213.850,73
B. Rückstellungen 855.020,42 866.995,44
C. Verbindlichkeiten 1.536.447,03 1.565.050,68
1. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 176.064,38 156.477,85
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 176.064,38 156.477,85
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.360.382,65 1.408.572,83
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.360.382,65 1.408.572,83
Summe Passiva 5.451.145,82 5.055.667,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.982.806,98 11.637.206,51
2. Personalaufwand 5.905.049,41 6.008.407,12
a) Löhne und Gehälter 4.986.851,84 4.916.403,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 918.197,57 1.092.003,71
davon für Altersversorgung -74.431,32 69.356,17
3. Abschreibungen 15.786,61 10.282,92
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 15.786,61 10.282,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.456.182,58 5.528.413,23
5. Erträge aus Beteiligungen 18.359,80 13.000,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 35,00 35,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 991,77 189,08
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.692,19 3.597,92
davon an verbundene Unternehmen 2.051,06 1.082,55
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 181.184,98 24.551,83
10. Ergebnis nach Steuern 439.297,78 75.177,57
11. sonstige Steuern 3.241,00 3.148,00
12. Jahresüberschuss 436.056,78 72.029,57
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.285.880,30 2.213.850,73
14. Bilanzgewinn 2.721.937,08 2.285.880,30

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Sudbrock GmbH, Rietberg-Bokel

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Rietberg und ist unter oben angeführter Firma registriert im Handelsregister B des Amtsgerichts Gütersloh unter der Nummer 5576.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bei der Aufstellung der Bilanz sowie des Anhangs werden die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen.

Bei der Offenlegung werden die Erleichterungsvorschriften gemäß § 276 Satz 1 HGB bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Erleichterungsvorschriften gemäß § 327 HGB in Anspruch genommen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Der Abschreibungszeitraum entspricht den Nutzungsdauern der Anlagegüter. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und der Abgang wird unterstellt, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Für Klein- und Verbrauchsteile wurde ein Festwert gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen gemäß § 250 Abs. 1 HGB angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihren beizulegenden Zeitwerten (versicherungsmathematischer Aktivwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht) mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Teilwert-Methode und den Vorgaben des § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB gebildet. Den Berechnungen liegen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % gemäß Verordnung über die Ermittlung und Bekanntgabe der Sätze zur Abzinsung von Rückstellungen (RückAbzinsV) vom 18. November 2009, die durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. März 2016 geändert worden ist, verwendet. Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Fluktuation waren nicht zu berücksichtigen. Darüber hinaus wird in einer Nebenrechnung weiterhin eine Bewertung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz (1,74 %) durchgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern wurden für die Differenzen zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz mit dem Wert der voraussichtlichen Steuerbelastung unter Berücksichtigung unternehmensindividuellen Steuersätze berechnet. Auf einen Ansatz wurde aufgrund des Aktivüberhangs verzichtet.

3. Angaben zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklungen des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um die Kommanditeinlage (1,35%) bei der EIKOM GmbH & Co. KG, Rheda-Wiedenbrück.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt TEUR 2.892 (Vorjahr: TEUR 2.345) haben rd. TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 17) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 2.286 enthalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 398
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 259
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 259
Verrechnete Aufwendungen 7
Verrechnete Erträge 7

Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögensgegenstände liegen Bestätigungen der jeweiligen Rückdeckungsversicherungen zugrunde.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren sowie aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 6,3. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr TEUR 68), für Aufbewahrungspflichten in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 38), Rückstellungen für Garantiearbeiten in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr TEUR 43), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr TEUR 43), Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 219 (Vorjahr TEUR 206), Rückstellungen für Überstundenguthaben in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr TEUR 58) und sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 16).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 1.536 (Vorjahr TEUR 1.565). Darin sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 176 (Vorjahr TEUR 156) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch üblichen Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 176.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen insgesamt in Höhe von jährlich TEUR 1.015 (Vorjahr TEUR 928) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

4. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Anzahl
Arbeiter 88
Angestellte 33

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Herr Johannes Sudbrock, hauptberuflich Geschäftsführer (bis zum 27. September 2023)

Frau Theres Sudbrock, hauptberuflich Geschäftsführerin

Herr Anton Flechtner, hauptberuflich Geschäftsführer (seit dem 2. Oktober 2023)

Am 27. September 2023 ist Herr Johannes Sudbrock verstorben. Herr Sudbrock war einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Frau Sudbrock ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Herr Flechtner vertritt die Gesellschaft nach den allgemeinen Vertretungsregeln.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Des Weiteren wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Hinterbliebenen des früheren Mitglieds der Geschäftsführung sowie des Betrages der für diese Personengruppe gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung hat am 17. Dezember 2023 beschlossen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

33397 Rietberg, 11. November 2024

Theres Sudbrock, Geschäftsführerin

Anton Flechtner, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. übrige 211.372,94 211.369,44 3,50 3,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 211.372,94 211.369,44 3,50 3,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 118.857,33 94.420,00 126.724,83 7.871,00 86.552,50 3,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.871,32 5.775,56 230.236,38 7.310,56 13.410,50 14.945,50
Summe Sachanlagen 356.728,65 100.195,56 356.961,21 15.181,56 99.963,00 14.949,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.000,00 0,00 6.000,00 6.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 19.130,05 18.359,80 0,00 22.811,32 19.130,05
-14.678,53
3. Genossenschaftsanteile 500,00 0,00 500,00 500,00
Summe Finanzanlagen 25.630,05 18.359,80 0,00 29.311,32 25.630,05
-14.678,53
Summe Anlagevermögen 593.731,64 118.555,36 568.330,65 15.181,56 129.277,82 40.582,55
-14.678,53

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die Sudbrock GmbH, Rietberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sudbrock GmbH, Rietberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sudbrock GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 29. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Mersch, Wirtschaftsprüfer

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