Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 8086
Vorher
Sara Lee Printables GmbHHanesbrands Europe GmbHSmartwares Printables GmbH
Eingetragen
21.6.2000
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörGroßhandel mit TextilienEinzelhandel mit Bekleidung
Gegenstand
Der Gegenstand der Gesellschaft ist der Vertrieb, der Verkauf und der Handel mit Kleidung, Accesoires und sonstigen dazugehörigen Produkten, insbesondere solchen, die bedruckt werden können.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Schweigert
seit 12.7.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
YS Garments LLCUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stedman Invest GmbH
Germany
700000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stedman GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

Das Geschäftsmodell der Stedman GmbH ist der Handel mit Textilien. Mit der erfolgreichen Marke Stedman® bietet sie ein breites und hochwertiges Portfolio an bedruckbaren T-Shirts, Sweatshirts, Polos und weiterer Freizeit- und Berufsbekleidung.

Die Entwicklung der Textilien der Marke Stedman erfolgt in unserem Hause. Die Textilien werden nach Vorgabe der Stedman GmbH produziert.

Die von der Stedman GmbH vertriebenen Produkte der Marke Stedman stammen ausschließlich aus Asien. Hauptbezugsquelle ist Bangladesch. Des Weiteren wird ein Teil unserer Kollektion aus China bezogen. Unser Ziel für den Einkauf ist es, den bestmöglichen Mix zwischen Qualität und Preis zu erreichen. Im Zusammenhang mit dem Grundsatz des Handels in ethischer und sozial verantwortlicher Weise kontrolliert die Stedman GmbH die Produktionsbetriebe ständig auf die Einhaltung der Richtlinien der amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI).

Mit Anteilskaufvertrag vom 22. Dezember 2022 und rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 hat die YS Garments LLC, Torrance, California, USA, mittelbar sämtliche Anteile an der Stedman Invest GmbH, der alleinigen Gesellschafterin der Stedman GmbH, erworben. Zum 1. Januar 2023 ist die Stedman GmbH hierdurch Teil des Next Level Apparel Konzerns geworden. Die neue Konzernmuttergesellschaft ist die Next Level Holding Company, LLC, Delaware, USA. Seit der Zugehörigkeit zum Next Level Apparel Konzern erfolgt der Warenbezug unserer Produkte zusätzlich konzernintern.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf einschließlich der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. In der Europäischen Union wuchs die Wirtschaft lediglich um 0,4 %. 1

Der Branchentrend der deutschen Textil- und Modeindustrie zeigt im Jahr 2023 eine abkühlende Konjunkturlage. Hier war im Branchenbereich nur ein 2,7 prozentiges Umsatzplus zu verzeichnen (Vorjahr 11,7 %). 2

Das Geschäftsjahr 2023 der Stedman GmbH war stark von den anhaltenden Unsicherheiten infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beeinflusst. Die dadurch bedingten, extrem gestiegenen Rohstoff-, Transport- und Energiekosten aus dem Geschäftsjahr 2022, die durch Aufbau der Bestände zunächst nicht direkt in den Aufwendungen sichtbar waren, wirken sich nun vollumfänglich in der Gewinn- und Verlustrechnung aus.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % gesunken, was vor allem auf einen Rückgang der Absatzmengen zurückzuführen ist. Grund dafür sind Preiskämpfe in der Branche, wodurch wir Verkaufsmengen verloren haben. Der Rückgang lag innerhalb der für 2023 prognostizierten Umsatzentwicklung.

Durch die gesunkenen Umsätze, die verringerte Rohertragsmarge aufgrund des Verkaufs des im Vorjahr teuer eingekauften Warenbestands sowie Steigerungen in den Personalaufwendungen und Belastungen aus Währungseffekten, die seit dem Geschäftsjahr 2023 nicht mehr abgesichert werden, haben wir die Ergebnisziele für das Unternehmen mit einem EBITDA von TEUR 54 nicht erreichen können.

2. Lage des Unternehmens

a. Die Vermögenslage

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 17.777 aus. Diese besteht auf der Aktivseite insbesondere aus Vorratsvermögen (TEUR 12.853) und dem Finanzmittelbestand (TEUR 4.221). Die Passivseite beinhaltet neben dem Eigenkapital im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.243) sowie sonstige Rückstellungen (TEUR 828).

Die Reduzierung der Bilanzsumme um TEUR 3.303 ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf das um TEUR 2.685 gesunkene Vorratsvermögen, ausgelöst durch geringere Lagermengen zum Stichtag, zurückzuführen. Entsprechend der Absatzsituation wurde der Vorratsbestand entsprechend reduziert.

Weitere wesentliche Veränderungen auf der Aktivseite betreffen die stichtagsbezogene Reduzierung der liquiden Mittel um TEUR 387 und den Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 169, was im Wesentlichen auf eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Geschäftstätigkeit zum Jahresende zurückzuführen ist.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital geringfügig um TEUR 199 trotz des negativen Jahresergebnisses, da die zum 31. Dezember 2022 bestehende Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Stedman Invest GmbH zum 1. Januar 2023 von dieser in voller Höhe von TEUR 361 der Kapitalrücklage der Stedman GmbH zugeführt wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.885 durch vollständige Tilgung nach Einbezug in den Next Level Konzern. Daneben sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen um TEUR 500 aufgrund geringerer Wareneinkäufe von externen Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten abweichend zum Vorjahr nicht mehr die Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Stedman Invest GmbH, sondern Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen innerhalb des Next Level Apparel Konzerns von der YS Garments LLC.

Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 14.096 (Vorjahr TEUR 13.897). Die Eigenkapitalquote liegt mit 79 % (im Vorjahr 66 %) weiterhin auf einem hohen Niveau.

b. Die Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft wird im Wesentlichen über den Factoring-Vertrag mit der ABN AMRO Asset Based Finance N.V., Niederlassung Deutschland sichergestellt, sowie über Lieferantenverbindlichkeiten.

Die YS Garments LLC hat zur Tilgung der bestehenden Kredite zwischen der Stedman GmbH und der KBC Bank AG im Rahmen des Anteilskaufvertrags eine Zahlung in Höhe von TEUR 2.931 vorgenommen. Diese Zahlung wurde am 29. Dezember 2022 geleistet und zum 1. Januar 2023 dem Eigenkapital der alleinigen Gesellschafterin Stedman Invest GmbH zugeführt. Dies stellt eine deutliche Stärkung des Eigenkapitals und damit der Finanzlage der Stedman Gruppe dar.

Der Finanzmittelbestand sank leicht um TEUR 387 auf TEUR 4.221 zum 31. Dezember 2023.

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Mittelzufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.180, welcher insbesondere auf die Abnahme des Vorratsvermögens um TEUR 2.685, der Reduzierung der Rückstellungen um TEUR 29, der Verringerung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt TEUR 169 sowie der Verringerung der Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 586 zurückzuführen ist.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -43 bedingt durch Investitionen.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -2.524 und ist im Wesentlichen auf die bereits erwähnte Tilgung des Betriebsmittelkredits gegenüber der KBC zurückzuführen.

c. Die Ertragslage

Das EBITDA beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 54 und liegt damit unterhalb der geplanten Bandbreite von TEUR 200 bis 400. Im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.853) ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Dieser Rückgang ist auf drei Hauptfaktoren zurückzuführen: Zum einen haben die erheblich gestiegenen Einkaufspreise der im Vorjahr bezogenen Lagerware zu einem entsprechenden Rückgang der Margen geführt. Ein intensiver Preiskampf in der Branche hat ebenfalls dazu geführt, dass gesetzte Margenziele nicht erreicht werden konnten. Zum anderen haben die Wechselkurseffekte mit TEUR -280 um TEUR 236 höher als im Vorjahresvergleich das Ergebnis belastet. Zusätzlich ist der Personalaufwand infolge von Vertrags- und Vergütungsanpassungen gegenüber dem Plan gestiegen. Diese Faktoren hatten den drastischen Rückgang des EBITDA zur Folge.

Die Umsatzerlöse sanken planungsgemäß gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % aufgrund von schwächerer Nachfrage. Der Materialaufwand erhöhte sich trotz des Umsatzrückgangs um 1 %. Dies ist auf die gestiegenen Einkaufspreise der Vorräte aus dem Vorjahr zurückzuführen. Entsprechend hat sich die Marge gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 452 gestiegen. Hauptursache hierfür ist der seit Ende Mai 2023 erfolgte Verzicht auf die Absicherung der Währungsrisiken, denen die Gesellschaft durch Einkäufe in USD ausgesetzt ist. Die daraus nunmehr resultierenden Erträge aus Währungsumrechnung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 414. Gegenläufig führten die Aufwendungen aus Währungsumrechnung zu einer Belastung von TEUR 651, welche unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind.

Die Personalkosten erhöhten sich im Wesentlichen durch Vertrags- und Vergütungsanpassungen um TEUR 594.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 847 gestiegen. Neben den o.g. Währungsverlusten trugen auch verstärkte Marketingaktivitäten sowie höhere Rechts- und Beratungskosten zu diesem Anstieg bei.

d. Personal

Der Personalstand inklusive Geschäftsführer zum 31. Dezember 2023 ist gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1 Mitarbeiter gestiegen und liegt bei 43 Mitarbeitern.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus im Wesentlichen auf den Umsatzerlösen sowie dem EBITDA. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über die Lage an den jeweils relevanten Stellen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Das erste Halbjahr 2024 ist die Branche von einem allgemein leichten Nachfragerückgang geprägt. Dieser ist allerdings bei der allgemein schwachen Konjunktur und regional teils angespannten politischen Lage, wie etwa den internen politischen Spannungen und wirtschaftlichen Herausforderungen in Bangladesch, die auch die logistischen Abläufe erheblich beeinträchtigen, sowie den anhaltenden geopolitischen Konflikten in Israel, die zur Umschiffung des Suez-Kanals führen, nicht überraschend. Anders als im Vorjahr wird in der Werbetextilbranche auf die schwache Nachfrage dennoch nicht mehr mit weiteren starken Preisreduktionen reagiert. Die Marktpreise haben sich weitestgehend stabilisiert und so konnten auch wir unsere Preise weiter aufrechterhalten.

Auch die Beschaffungspreise weisen nur leichte Veränderungen auf. Die Garnpreise sind stabil. Sinkende Baumwollpreise in Verbindung mit weiterhin hohen Energie- und gestiegenen Lohnkosten halten sich hier die Waage. Die Logistikkosten sind vor allem durch die aus Sicherheitsgründen notwendige Umschiffung des Suezkanals gestiegen, was in Summe zu leicht steigenden Beschaffungskosten und längeren Bezugszeiten führt.

Der Wechselkurs EUR/USD ist ebenfalls äußerst stabil und trägt zu stabilen Marktpreisen bei.

Für das Jahr 2024 hatten wir durch den Verkaufsstart von einigen Produkten der Marke Next Level Apparel bei einem stabilen Absatz der Stedman Artikel ein Umsatzwachstum von ursprünglich 5-10 % erwartet. Der Aufbau der Marke Next Level Apparel in Europa nimmt allerdings etwas mehr Zeit in Anspruch als erwartet und konnte die erhofften Umsatzziele nicht vollständig erfüllen, wodurch wir für das Jahr 2024 nun mit einem Umsatzwachstum zwischen 2 % und 5 % rechnen.

Unter Berücksichtigung des schwachen Marktes haben wir im bisherigen Verlauf des Jahres Marktanteile gewonnen, was uns in unserer Entwicklungsstrategie bestätigt.

Beim EBITDA erwarten wir aufgrund der erholten Rohertragsmargen und einiger Kosteneinsparungen ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 weist ein deutliches Wachstum des EBITDA sowie einen Umsatzanstieg im Bereich von 5 % bis 10 % aus. Dieses Umsatzwachstum planen wir vor allem durch die Markteinführung neuer Produkte der Marken Next Level Apparel und Stedman sowie durch die Erweiterung der bestehenden Produktlinien, um zusätzliche Größen- und Farbvarianten zu erreichen. Für das Jahr 2026 erwarten wir, dass die neu eingeführten Produktlinien und -erweiterungen sich weiter etablieren, was zu einem fortgesetzten Anstieg der Umsätze und damit auch zu einem weiteren EBITDA-Wachstum führen wird.

2. Die Chancen des Unternehmens

Der Markt für bedruckbare Textilien ist insbesondere in dem Bereich der Basics stark gesättigt und unterliegt daher einem großen Verdrängungswettbewerb. Chancen sehen wir daher insbesondere bei qualitativ höherwertigen Textilien. Hier konnten wir erfreulicherweise unsere Positionierung mit der Marke Stedman als qualitativ höherwertigere Alternative weiter ausbauen und werden den Bereich durch weitere Produktoptimierungen sowie Farb- und Größenergänzungen auch im nächsten Jahr weiter stärken.

Wir werden den Fokus dabei weiterhin auf die Qualität unserer Produkte legen, um unsere Reputation im Markt aufrechtzuerhalten und uns von der Konkurrenz mit Produkten von minderer Qualität abzuheben.

Im kommenden Jahr werden wir mit der Marke Stedman ein Rebranding vornehmen, wovon wir uns weitere Chancen versprechen. Das Rebranding umfasst neben einem neuen Markenlogo zahlreiche Veränderungen im Bereich Produktportfolio, Website, Markenpräsenz und der allgemeinen Vermarktungsstrategie. Mit diesen Maßnahmen werden wir die Modernisierung der Marke Stedman weiter vorantreiben. Auch die Qualitätswahrnehmung der Produkte wird gestärkt.

Weitere Chancen sehen wir in dem zusätzlichen Produktangebot der Marke Next Level Apparel. Dieses soll in Europa weiter ausgebaut werden. Vor allem die Produkteinführungen im Bereich "Streetwear" geben uns die Möglichkeit einen neuen Kundenkreis anzusprechen, welchen wir mit dem bisherigen Produktportfolio nicht bedienen konnten.

Auch im Bereich der Produktbeschaffung erwarten wir im Verlaufe der kommenden Jahre mehr Synergieeffekte zu erzielen, welche sich positiv auf die Rohertragsmargen auswirken werden.

3. Der Risikobericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Das Risikomanagement soll vornehmlich sicherstellen, dass Risiken erkannt und kalkuliert eingegangen werden, um so auch sich aus den Risiken ergebende Chancen nutzen zu können.

Für die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäftsbetriebs ist das Berichtswesen von zentraler Bedeutung. Neben den für die externe Berichterstattung notwendigen Informationen und Daten werden regelmäßig interne Berichte erstellt, um die Geschäftsleitung frühzeitig über mögliche Risiken zu informieren. Darüber hinaus finden Informations- und Entscheidungsbesprechungen zwischen der Geschäftsleitung und den Fachabteilungen statt.

a. Risiken aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit

Aus makroökonomischer Sicht bestehen für unser Unternehmen die größten Risiken in der weiterhin trüben Konjunktur. Da unsere Branche stark von Großveranstaltungen (Konzerte, Messen, Sportveranstaltungen etc.), Tourismus sowie der generellen Konjunkturentwicklung abhängig ist, beeinflusst dies unsere Geschäftsentwicklung maßgeblich und unmittelbar. Die steigende Anzahl an politischen Konflikten ist ebenfalls ein ständiger Risikofaktor, welcher nicht zu vernachlässigen ist.

Aus mikroökonomischer Sicht ist das größte Risiko für die Gesellschaft das Rebranding der Marke Stedman im Jahr 2024. Was auf der einen Seite die größte Chance ist, birgt zugleich ein Risiko, sollten die ergriffenen Maßnahmen nicht zu den erhofften Resultaten führen. Auch die wesentliche Erweiterung der Produktportfolios der Marke Next Level Apparel birgt ein Risiko, da die zu erwartenden Absatzzahlen nur schwer vorhersehbar sind und folglich zu Überbeständen führen könnten.

b. Das Finanzrisiko

Der Factoringvertrag mit der ABN AMRO Asset Based Finance N.V., Niederlassung Deutschland, stellt einen wichtigen Bestandteil der Liquidität der Gesellschaft dar. Dies bedeutet für die finanzielle Steuerung der Gesellschaft, die Wareneinkäufe so gut wie möglich auf die Warenverkäufe abzustimmen. Wird deutlich mehr eingekauft als verkauft, führt dies bei der aktuellen Finanzierungsform der Gesellschaft unweigerlich zu Liquiditätsengpässen. Dies verdeutlicht, wie bedeutend eine genaue Prognose unserer Absatzmengen ist. Bei einer Lieferzeit von aktuell durchschnittlich fünf bis sechs Monaten und der in unserem Geschäft üblichen unsicheren Nachfrage stellt die Abstimmung des Wareneinkaufs mit den Warenverkäufen eine große Herausforderung für das Unternehmen dar. Mit Schreiben vom 26. September 2024 hat die Gesellschaft den Factoringvertrag mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 gekündigt. Liquiditätsengpässe werden nach Auslaufen des Vertrages durch eine Kreditlinie mit der YS Garments LLC (in Höhe von TUSD 5.000, siehe unten) entgegnet.

Am 2. Januar 2023 wurden der seit 2017 bestehende Investitionskredit, der im April 2022 neu abgeschlossene Betriebsmittelkredit und die bestehenden Kreditlinien bei der KBC Bank AG getilgt beziehungsweise aufgelöst.

Zur Ablösung der Tilgungskredite hat die YS Garments LLC am 29. Dezember 2022 Finanzmittel in Höhe von TEUR 2.931 zur Verfügung gestellt. Diese Finanzmittel sind am 1. Januar 2023 durch Gesellschafterbeschluss der Kapitalrücklage der Stedman Invest GmbH zugeführt worden, wodurch die Eigenkapitalstruktur und damit die Finanzlage der Stedman Gruppe weiter gestärkt wurde, da aufgrund der Umwandlung von Fremdkapital in Eigenkapital zukünftig keine Kredittilgungen mehr zu leisten sind.

Zusätzlich wurde für die seitdem fehlende Kreditlinie am 10. Februar 2023 eine Darlehensvereinbarung zwischen der YS Garments LLC und der Stedman GmbH über einen Verfügungsrahmen in Höhe von TUSD 5.000 abgeschlossen. Grundsätzlich ist die Gesellschaft durch den Wareneinkauf in USD einem Währungsrisiko ausgesetzt. Daraus könnte sich ein Liquiditätsrisiko ergeben, da die Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2023 auf eine Absicherung verzichtet und die USD-Bestände bei Bedarf zur Spot Rate bezieht. Bei Liquiditätsengpässen der Gesellschaft können über diese Darlehensvereinbarung kurzfristig Finanzmittel in USD zur Verfügung gestellt werden, womit diesem Liquiditätsrisiko entgegnet wird.

Das Liquiditätsrisiko ist im Jahr 2024 aufgrund der oben genannten Gegebenheiten und der stabilen Anschaffungskosten bei den Vorräten deutlich gesunken.

Das Forderungsausfallrisiko liegt für die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei dem Factor. Daher ist das Forderungsausfallrisiko für unsere Gesellschaft sehr überschaubar. Nichtsdestotrotz versuchen wir, die Risikoprämie durch die Reduzierung des Forderungsausfallrisikos gering zu halten. Daher werden alle Neukunden einer strengen Bonitätskontrolle unterzogen. Darüber hinaus werden verkürzte Zahlungsziele vereinbart. Das gewährte Kreditlimit richtet sich nach Dauer und Volumen der Geschäftsbeziehung, der bisherigen Zahlungserfahrung sowie der Absicherung durch unsere Warenkreditversicherung. Mit der Kündigung des Factoringvertrags trägt die Stedman GmbH ab dem 1. Januar 2025 das Ausfallrisiko für neu entstehende Forderungen. Die an den Factor abgetretene Warenkreditversicherung bleibt auch nach Vertragsende bestehen, um das Risiko von Forderungsausfällen weiterhin abzusichern.

c. Das Absatzrisiko und Preisrisiko

Das Absatzrisiko steht in direktem Zusammenhang mit dem Verkaufspreis unserer Waren. Schwankende Verkaufspreise im Markt oder ein zu hohes Preisniveau im Vergleich zur Konkurrenz bedeuten für uns ein steigendes Absatzrisiko. Um das Absatzrisiko möglichst gering zu halten, ist es daher sehr wichtig, die Entwicklung unserer Einkaufspreise und die Entwicklung der Verkaufspreise der Konkurrenz im Blick zu behalten.

Unser Einkaufspreis wird im Wesentlichen durch den EUR/USD Wechselkurs, die Waren- und die Transportkosten bestimmt.

Da aber sowohl die Verkaufspreise, die Beschaffungskosten als auch der Wechselkurs im Vergleich zu den Vorjahren aktuell deutlich stabiler sind, ist das allgemeine Absatzrisiko signifikant gesunken. Dennoch bleiben vor allem die politischen Unruhen in einigen für uns relevanten Ländern ein ständiges und schwer absehbares Risiko, welches wir weiter genaustens beobachten werden.

 

Aachen, 31. Oktober 2024

Stedman GmbH

Marcel Schweigert, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen 252.519,26 304.210,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 12.853.199,73 15.537.992,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 381.111,54 550.075,79
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.220.773,93 4.607.948,94
17.455.085,20 20.696.017,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 69.868,13 79.396,75
17.777.472,59 21.079.623,94

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 357.904,32 357.904,32
II. Kapitalrücklage 7.920.336,37 7.559.316,98
III. Gewinnvortrag 5.979.985,75 3.436.368,79
IV. Jahresfehlbetrag(-)/-überschuss -162.696,39 2.543.616,96
14.095.530,05 13.897.207,05
B. Rückstellungen 1.005.299,60 1.033.834,64
C. Verbindlichkeiten 2.676.642,94 6.146.788,25
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.794,00
17.777.472,59 21.079.623,94

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.638.316,55 7.988.571,31
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.555.512,00 2.040.741,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 486.221,98 407.194,80
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 94.729,15 51.294,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.506.671,60 2.659.741,50
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 82.850,14
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 122.425,84 105.179,02
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20,36 235.541,00
8. Ergebnis nach Steuern -127.223,66 2.571.728,92
9. Sonstige Steuern 35.472,73 28.111,96
10. Jahresfehlbetrag (-)/-überschuss -162.696,39 2.543.616,96

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Stedman GmbH, Aachen, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Aachen unter der Nr. HR B 8086 eingetragen.

Sie ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

B. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von voraussichtlichen Nutzungsdauern von 1 bis 15 Jahren ausgegangen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Einlage in voller Höhe abgeschrieben, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird ergänzend eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten und nicht versicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert Zahlungen ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit des Folgejahres betreffen.

C. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung als Erfüllungsbetrag notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bestehenden Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

3. Kapitalrücklage

Die zum 31. Dezember 2022 bestehende Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Stedman Invest GmbH wurde von dieser zum 1. Januar 2023 in die Kapitalrücklage eingebracht, wodurch sich diese um TEUR 361 erhöht hat.

4. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr TEUR 251) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Rückzahlungen in Höhe von TEUR 458 (Vorjahr TEUR 533) erfasst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr bestehen nicht.

5. Verbindlichkeiten

Mit Wirkung zum 2. Januar 2023 wurden die zum Vorjahresstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückgeführt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr TEUR 361) resultieren vollumfänglich aus dem Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 31) sowie Verbindlichkeiten Löhne + Gehälter in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr TEUR 0).

Zum Stichtag haben alle Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zum Stichtag bestehen für die Verbindlichkeiten keine Sicherheitsvereinbarungen.

6. Bewertungseinheiten

Die in den vergangenen Jahren abgeschlossenen Devisenterminkontrakte (Forwards und Swaps) liefen Ende Mai 2023 aus. Diese Geschäfte dienten zur Absicherung des Währungsrisikos, dem die Gesellschaft durch Einkäufe in USD ausgesetzt war. Nach der Eingliederung in den Next Level Apparel Konzern wurde entschieden, das Wechselkursrisiko gegenüber dem USD nicht länger abzusichern. Einzahlungen aus den Währungsgeschäften in USD, welche gegenläufig zu unseren geplanten Auszahlungen aus Wareneinkäufen sind, wurden letztmals am 22. Mai 2023 vereinnahmt. Um die laufenden Geschäftsvorfälle in USD abwickeln zu können, werden seitdem zum jeweiligen benötigten Zeitpunkt USD zur Spot Rate mit einer gewissen Vorlaufzeit angekauft. Hauptsächlich aufgrund der genannten Änderungen haben sich die Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung im Geschäftsjahr 2023 entsprechend erhöht.

7. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 427 (Vorjahr TEUR 12) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 0).

8. Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr TEUR 60).

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 707 (Vorjahr TEUR 56).

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Unter den Zinserträgen sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 83) ausgewiesen.

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 0) ausgewiesen.

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Hauptberuflicher Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Marcel Schweigert, Kaufmann, Mönchen-gladbach. Er ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

2. Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer bestellt ist.

3. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 42 Arbeitnehmer (Vorjahr 40) beschäftigt, diese setzen sich aus 34 Angestellten (Vorjahr 31) und 8 Arbeitern (Vorjahr 9) zusammen.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB für Mietverträge i.H.v. TEUR 673. Davon haben TEUR 496 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und der Rest von einem bis zu fünf Jahren. Die Verpflichtungen betreffen Mietaufwendungen gegenüber Dritten für Büroräume und Lager. Darüber hinaus bestehen Leasingverpflichtungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 96 (davon mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 60, der Rest von einem bis zu fünf Jahren) und ein Servicevertrag über Logistikdienstleistungen in Höhe von TEUR 74 (davon mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 54, der Rest von einem bis zu fünf Jahren).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 insgesamt auf TEUR 843.

5. Außerbilanzielle Geschäfte

Zwischen der Stedman GmbH und der ABN AMRO Commercial Finance, eine Unternehmung der ABN AMRO Asset Based Finance N.V., Niederlassung Deutschland, besteht ein Factoringvertrag, welcher im echten Verfahren geführt wird. Das Ausfallrisiko der abgetretenen Forderungen liegt bei der ABN AMRO Commercial Finance. Für die Bilanzierung bedeutet dies, dass nur eine Saldogröße bestehend aus den rechtswirksam abgetretenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der auf diese Forderungen erfolgten Bevorschussung in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wird. Der Zweck des Factorings für die Stedman GmbH liegt in der Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft.

6. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Mit Anteilskaufvertrag vom 22. Dezember 2022 und rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 hat die YS Garments LLC, Torrance, California, USA, mittelbar sämtliche Anteile an der Stedman Invest GmbH, der alleinigen Gesellschafterin der Stedman GmbH, erworben. Zum Januar 2023 ist die Stedman GmbH hierdurch Teil des Next Level Apparel Konzerns geworden. Die Stedman GmbH wird in den Konzernabschluss der Next Level Holding Company, LLC, Delaware, USA, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird nicht offengelegt.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 162.696,39 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Mindestbesteuerung

Im Zusammenhang mit den neuen globalen Steuerregelungen im Rahmen des OECD-Projekts Pillar II und der damit verbundenen Einführung des Mindeststeuergesetz (MinStG) in Deutschland, welches für die Stedman GmbH für das Geschäftsjahr 2024 anzuwenden ist, erwarten wir keine zusätzlichen Steuererträge oder Steueraufwendungen, da die Umsatzgrenze der Unternehmensgruppe zur Steuerpflicht gemäß § 1 Abs. 1 MinStG nicht überschritten wird.

9. Besondere Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Am 26. September 2024 hat die Gesellschaft den bestehenden Factoringvertrag mit der ABN AMRO Asset Based Finance N.V. mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 gekündigt. Dies hat zur Folge, dass das Ausfallrisiko für neu entstehende Forderungen ab dem 1. Januar 2025 von der Stedman GmbH selbst getragen wird. Für Forderungen, die bis zum 31. Dezember 2024 entstanden sind, besteht ein Rückabtretungsrecht, das durch die Ablösung des daraus resultierenden Finanzierungssaldos ausgeübt werden kann.

 

Aachen, 31. Oktober 2024

Stedman GmbH

Marcel Schweigert, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.139.206,11 43.038,33 12.167,06 2.170.077,38
2.139.206,11 43.038,33 12.167,06 2.170.077,38
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.834.996,03 94.729,15 12.167,06 1.917.558,12
1.834.996,03 94.729,15 12.167,06 1.917.558,12
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 252.519,26 304.210,08
252.519,26 304.210,08

Beschluss über die Festellung des Jahresabschlusses und die Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung vom 13. Dezember 2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und beschlossen den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 162.696,39 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stedman GmbH, Aachen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stedman GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stedman GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 31. Oktober 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Henrik Arndt, Wirtschaftsprüfer

Anne Schmitt-Blass, Wirtschaftsprüferin

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