Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 767127
Vorher
VISION 481. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbHToro Germany II GmbH
Eingetragen
25.5.2016
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Bewässerungssystemen einschließlich aller dazugehörigen Teile und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dario Romerio
seit 31.3.2021
Geschäftsführer
Gaurav Singh
seit 31.3.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Daniel Marc Jourdan
seit 22.11.2019
Prokura
Wulf Kollmeier
seit 5.7.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
The Toro CompanyUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Toro Germany I GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Regnerbau Calw GmbH

Althengstett

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2023 bis zum 31.10.2024

Bilanz zum 31. Oktober 2024

(gemäß § 327 HGB)

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 583,50
II. Sachanlagen 1.235.794,74 1.324.785,35
III. Finanzanlagen 2.100.000,00 2.100.000,00
3.335.794,74 3.425.368,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.402.879,30 5.406.262,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.149.284,81 16.699.791,14
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.959.998,28 1.326.370,11
23.512.162,39 23.432.423,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.487,12 32.964,30
26.890.444,25 26.890.756,73

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 23.450.000,00 23.450.000,00
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
23.475.000,00 23.475.000,00
B. Rückstellungen 730.136,88 605.376,48
C. Verbindlichkeiten 2.685.307,37 2.810.380,25
26.890.444,25 26.890.756,73

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2023 bis 31. Oktober 2024

(gemäß § 327 HGB)

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 1.879.624,65 2.115.613,41
2. Vertriebskosten 1.005.511,62 1.049.337,45
3. Allgemeine Verwaltungskosten 1.787.605,36 1.920.486,05
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.079,89 0,00
- übrige 222,14 146.182,86
2.302,03 146.182,86
-915.794,36 -1.000.392,95
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 815.471,23 28.369,80
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 785.139,62 (i.Vj. EUR 16.133,36)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 123.298,65 52.355,54
- davon an verbundene Unternehmen EUR 123.298,65 (i.Vj. EUR 52.205,48)
692.172,58 -23.985,74
7. Ergebnis nach Steuern -223.621,78 -1.024.378,69
8. Sonstige Steuern 13.802,15 14.419,00
9. Erträge aus Verlustübernahme 237.423,93 1.038.797,69
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Oktober 2024

(gemäß § 327 HGB)

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Regnerbau Calw GmbH, Althengstett („Gesellschaft“), Amtsgericht Stuttgart HRB 767127, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Alleingesellschafterin Toro Germany I GmbH, Althengstett.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden 5 bis 12 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (i.Vj. 1,0 %) zu Forderungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung findet aufgrund der bestehenden Organschaft keine Anwendung. Für die Berechnung der latenten Steuern würde ein Steuersatz in Höhe von 27,9 % (i.Vj. 27,9 %) zugrunde liegen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 31. Oktober 2024 eine unmittelbare Beteiligung i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB an folgendem Unternehmen:

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital 31.10.2024 Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024
Perrot Polska Sp.z.o.o. Ustron, Polen 100,0 % PLN 28.209.800,47 PLN 3.876.946,37

Wechselkurs am 31.10.2024: 1 EUR = 4,3445 PLN

Wechselkurs Durchschnitt im Geschäftsjahr 2023/2024: 1 EUR = 4,3168 PLN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 15.067 (i.Vj. TEUR 15.975). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 14.600 (i.Vj. TEUR 14.583) gegen Gesellschafter.

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit Gesamtbetrag davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art u. Form der Sicherheit
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre mehr als 5 Jahre 31.10.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.517.876,10 0,00 2.517.876,10
(i.Vj. TEUR 2.621) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 2.621)
Übrige Verbindlichkeiten 167.431,27 0,00 167.431,27
(i.Vj. TEUR 189) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 189)
2.685.307,37 0,00 0,00 2.685.307,37 Übliche Eigentumsvorbehalte
(i.Vj. TEUR 2.810) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 2.810)

Materialaufwand und Personalaufwand

TEUR
Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.582
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 222
10.804
Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 3.416
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 676
4.092

Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Geschäftsjahr 2023/2024 fielen folgende Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung an:

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge (TEUR 815; i.Vj. TEUR 28) enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 785, wovon die Verzinsung der Verlustausgleichsansprüche gegen die Alleingesellschafterin TEUR 460 beträgt, hiervon TEUR 156 für das Vorjahr.

Angaben aufgrund von Mindeststeuergesetzen

Die gesetzlichen Vertreter gehen davon aus, dass sich kein tatsächlicher Steueraufwand oder Steuerertrag aufgrund des deutschen Mindeststeuergesetzes oder aufgrund von ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr 2023/2024 ergibt.

III. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR
Befristete Verpflichtungen aus Miet-/Leasingverträgen: 64
Unbefristete Verpflichtungen p.a. aus Miet-/Wartungsverträgen 424
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 420
- davon gegenüber Gesellschaftern 420

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung:

Herr Dario Romerio, Director Water Business EMEA der The Toro Company, Bloomington, Minnesota, USA;

Herr Gaurav Singh, Finance Director International Division der The Toro Company, Bloomington, Minnesota, USA;

Herr Johan Surkyn, Senior Finance Manager EMEA der The Toro Company, Bloomington, Minnesota, USA.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden im Durchschnitt 63 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

2022/2023 2023/2024
Gewerbliche Arbeitnehmer 39 39
Angestellte 26 24
65 63

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ergaben sich wie folgt:

Am 21. Juli 2025 hat die Konzernmuttergesellschaft The Toro Company eine Werthaltigkeitsgarantie für bestimmte zum 31. Oktober 2024 ausgewiesene Forderungen der Gesellschaft gegen andere Konzernunternehmen gegeben (EUR 14,6 Mio.).

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die Regnerbau Calw GmbH, Althengstett, wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des Toro-Konzerns, der The Toro Company, Bloomington, Minnesota, USA, einbezogen (kleinster und größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der The Toro Company ist an deren Sitz sowie auf deren Homepage erhältlich.

 

Althengstett, den 24. Juli 2025

Regnerbau Calw GmbH

Die Geschäftsführung

Dario Romerio, Geschäftsführer

Gaurav Singh, Geschäftsführer

Johan Surkyn, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (gemäß § 327 HGB)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.11.2023 Zugänge Umbuchungen (U) Abgänge Umbuchungen (U) Stand 31.10.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.378,46 0,00 0,00 16.378,46
16.378,46 0,00 0,00 16.378,46
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.142.853,29 35.907,67 193.607,62 2.985.153,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.660.322,97 34.442,80 31.587,35 1.663.178,42
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 8.458,54 0,00 8.458,54
4.803.176,26 78.809,01 225.194,97 4.656.790,30
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.100.000,00 0,00 0,00 2.100.000,00
2.100.000,00 0,00 0,00 2.100.000,00
6.919.554,72 78.809,01 225.194,97 6.773.168,76
Abschreibungen
Stand 1.11.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen der Abschreibungen i.Zsg. mit Abgängen Stand 31.10.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.794,96 583,50 0,00 16.378,46
15.794,96 583,50 0,00 16.378,46
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.720.639,11 56.782,82 193.607,62 2.583.814,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 757.751,80 111.016,80 31.587,35 837.181,25
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.478.390,91 167.799,62 225.194,97 3.420.995,56
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.494.185,87 168.383,12 225.194,97 3.437.374,02
Buchwerte
Stand 31.10.2024 Stand 31.10.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 583,50
0,00 583,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 401.339,03 422.214,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 825.997,17 902.571,17
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.458,54 0,00
1.235.794,74 1.324.785,35
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.100.000,00 2.100.000,00
2.100.000,00 2.100.000,00
3.335.794,74 3.425.368,85

Lagebericht zum 31. Oktober 2024

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

I.2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

II.2. Geschäftsverlauf

II.3. Lage

II.3.1. Ertragslage

II.3.2. Finanzlage

II.3.3. Vermögenslage

II.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Nachtragsbericht

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

IV.1 Prognosebericht

IV.2 Risikobericht

IV.3 Chancenbericht

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Regnerbau Calw GmbH, Althengstett (nachfolgend auch „Gesellschaft“), befasst sich im Wesentlichen mit der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Bewässerungssystemen einschließlich aller dazugehörigen Komponenten und Einzelteile unter dem Markennamen „Perrot“.

Das Produktionsprogramm der Gesellschaft umfasst die Fertigung einer breiten Palette von Serienprodukten und aller wesentlichen Baugruppen und Einzelteile, welche in diese Serienprodukte einfließen sowie aller Ersatzteile. Die Geschäftstätigkeit ist in die Sparten Rasenberegnung, landwirtschaftliche Beregnung, Kupplungsprogramm für die Beförderung von Wasser und anderen Medien sowie kundenspezifische industrielle Lösungen untergliedert. Die Gesellschaft realisiert ihre Umsätze überwiegend mit Installationsfirmen, welche den Einbau der Produkte beim Endkunden vornehmen, spezialisierten Großhändlern und industriellen Kunden im In- und Ausland.

Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in Räumlichkeiten in Althengstett, welche sie von ihrer Alleingesellschafterin gemietet hat. Sie ist Teil des Konzerns The Toro Company, Bloomington, Minnesota, USA.

I.2. Forschung und Entwicklung

Im Allgemeinen wird das Thema Nachhaltigkeit, aufgrund der weltweiten Wasserknappheit und länger anhaltenden Dürreperioden, immer wichtiger. Diese Problematik betrifft auch alle von Perrot beregneten Golf-, Sport- und sonstigen Rasenflächen.

Durch die hohe Drehgeschwindigkeit kann der Betreiber selbst bei hoher und notwendiger Wasserersparnis wenigstens so viel Wasser ausbringen, dass es nicht zu einem totalen Ausfall der Rasenfläche kommt und ein Herunterkühlen der Vegetationsschicht möglich ist. Die sehr gleichmäßige Wasserverteilung, welche von einem unabhängigen Institut1 nachgewiesen wird, trägt ebenfalls dazu bei, die Ressource Wasser nachhaltig zu schonen.

1 CIT Center for Irrigation Technology, Fresno, CA, USA

Durch weitere Investitionen im Entwicklungsbereich sind wir nun in der Lage, den Materialeinsatz als auch die Werkzeugbaukapazitäten deutlich zu senken. Das erreichen wir hauptsächlich durch den Einsatz neuer Technologien, wie z.B. 3D Druck im eigenen Haus für Werkzeuge der Kunststoffspritzerei.

Wie auch in den vergangenen Jahren unterstützen wir unsere Kunden durch eine gezielte und professionelle Planung und Auslegung beim Bau von energie- und wassersparenden Anlagen.

Weiterhin haben wir die Entwicklung einer bedarfsgerechten Steuerung für einzelne Fußballplätze und kleine Rasenflächen abgeschlossen. Auch hier gehört dann die Einbindung des Smartphones zum modular wählbaren Standard. Die Produkte werden zur Saison 2025/2026 marktfähig sein.

Des Weiteren haben wir die Entwicklung der neusten Generation einer Bussteuerung (SIRRAH II) für mittlere bis große Flächen abgeschlossen, was zu einer einfacheren und zentralen Diagnose der im Feld verbauten Beregnungskomponenten führt.

Der Entwicklungsaufwand 2023/2024 bewegte sich 20,0 % über dem Vorjahresniveau.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Geschäftsjahr 2023/2024 der Gesellschaft umfasst 2 Monate des Jahres 2023 und 10 Monate des Jahres 2024 und ist somit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beider Jahre beeinflusst.

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK 13.12.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken, im 2. Quartal 2023 unverändert geblieben, im 3. Quartal 2023 um 0,1 % und im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gesunken (jeweils im Vergleich zum Vorquartal). Im Gesamtjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % geringer als im Vorjahr; Deutschland befand sich in einer Rezession (Statista und tagesschau.de 30.1.2024).

Demgegenüber ist das reale BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU im Jahr 2023 um 0,5 % gestiegen (Eurostat 30.1.2024). Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 % geschätzt (statista 31.1.2024).

Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist, war in Deutschland auch im Jahr 2023 mit 5,9 % hoch (Destatis 16.1.2024). Die in 2022 und 2023 ergriffenen Zinsmaßnahmen der Zentralbanken sollten die Inflationsraten senken, stellten aber auch ein Konjunkturrisiko dar.

Der US-Dollar ist im Jahr 2023 wieder unter die Parität des Eurokurses zum USD gesunken, nachdem es im Juli 2022 erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des EUR zu USD gekommen war (tagesschau.de 12.7.2022), was die in USD gehandelten Güter wie Energie und Rohstoffe erheblich verteuert hatte.

In Deutschland setzte sich die wirtschaftliche Stagnation des Jahres 2023 (BIP -0,3 %) auch im Jahr 2024 fort. Im Frühjahr 2024 gingen die OECD, der IWF und der Sachverständigenrat noch von einem geringen Wirtschaftswachstum 2024 von +0,2 %, die Bundesregierung von +0,3 % und die EU-Kommission von +0,1 % aus (OECD 2.5.2024, EU-Kommission 15.5.2024, BMWK 24.4.2024, IWF 16.7.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Im Herbst 2024 gingen die aktualisierten Prognosen von einem Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, so die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und der Sachverständigenrat um 0,1 % und die Bundesregierung um 0,2 % (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 9.10.2024). Inzwischen wurde der tatsächliche Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 mit -0,2 % festgestellt (destatis 15.1.2025).

Für die Weltwirtschaft wurde das Wachstum im Jahr 2024 mit 3,2 % festgestellt (OECD 17.3.2025, IWF 17.1.2025). Noch schwächer war das Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 in der EU mit 1,0 % und im Euro-Raum mit 0,9 % (eurostat 7.3.2025).

Die Inflation hat im Jahr 2024 in Deutschland angehalten, war jedoch mit 2,2 % deutlich geringer als im Vorjahr (5,9 %). Im Euro-Raum wird die Inflation 2024 mit 2,4 % geschätzt (destatis 16.1.2025, BMWK 29.1.2025, eurostat 17.1.2025).

Branchenentwicklung

Durch die Förderungen im Sportplatzbau des Bundes, der Länder und der Kommunen wurde zumindest teilweise auch im Jahr 2024 weiterhin in die Modernisierung und in den Aufbau von Sportplätzen investiert, sodass die Beregnungsbranche ebenso davon partizipieren konnte. Der weit überdurchschnittliche Niederschlag in Zentraleuropa im Jahr 2024 beeinflusste die Beregnungsbranche negativ, was auch wir zu spüren bekamen.

II.2. Geschäftsverlauf

Alleingesellschafterin der Gesellschaft ist die Toro Germany I GmbH, Althengstett. Zwischen der Gesellschaft (beherrschtes Unternehmen) und ihrer Alleingesellschafterin (beherrschendes Unternehmen) besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, wirksam ab dem Rumpfgeschäftsjahr 2017 (1. Januar 2017). Ebenfalls seit dem 1. Januar 2017 besteht zwischen den genannten Gesellschaften eine körperschaftsteuerliche sowie gewerbesteuerliche Organschaft sowie seit 1. Mai 2017 eine umsatzsteuerliche Organschaft.

Die Gesellschaft und ihre Gesellschafterin gehören zur The Toro Company Gruppe (im Folgenden auch „Toro-Gruppe“), Bloomington, Minnesota, USA. Durch die Integration in die Toro-Gruppe erwarten wir neue Aufträge und Projekte. Das durch die Eingliederung in die Toro-Gruppe erwartete Wachstumspotential wird weiterhin im Fokus der Gesellschaft stehen.

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023/2024 war für den Bereich der Sport- und landwirtschaftlichen Beregnung im ersten Halbjahr auf sehr gutem Niveau, wurde jedoch durch das niederschlagsreiche zweite Halbjahr negativ beeinflusst und konnte das Vorjahr nicht erreichen. Für den Produktbereich Kardan war der Auftragseingang auf Vorjahresniveau.

Im Produktbereich Turf, das für 42,9 % der Umsatzerlöse steht, sanken die Umsatzerlöse im Jahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr um 6,5%, im Produktbereich Kardan (43,4 % der Umsatzerlöse) sanken sie um 2,0 % und lediglich die Umsatzerlöse von Sprinklern (12,3 % der Umsatzerlöse) stiegen um 0,2 %. Negativ beeinflusst wurde der Umsatz und Auftragseingang durch das niederschlagsreiche zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023/2024 liegen um 3,6 % unter dem Vorjahreswert. Der leichte Rückgang des Umsatzes liegt hauptsächlich an den oben erwähnten Problematiken der Auftragseingänge für Beregnung in den Bereichen Sport und Landwirtschaft.

Das Jahresergebnis (vor Verlustübernahme) liegt für das Geschäftsjahr 2023/2024 bei TEUR -237 (i.Vj. vor Verlustübernahme TEUR -1.039). Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr ist weniger auf den operativen Geschäftsbetrieb als vielmehr auf den signifikant gestiegenen Zinsertrag zurückzuführen (TEUR +787).

Die im Vorjahreslagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 prognostizierten Umsatzerlöse von „etwa EUR 13,9 Mio.“ konnten erreicht werden und das prognostizierte Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) in Höhe von „ca. EUR -0,7 Mio.“ wurde übertroffen.

Insgesamt ist die operative Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024 als nicht zufriedenstellend anzusehen.

II.3. Lage

II.3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023/2024 betrugen TEUR 13.891 gegenüber TEUR 14.406 im Geschäftsjahr 2022/2023 (TEUR -515; -3,6 %). Da die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen mit TEUR -252 (-2,1 %) unterproportional zu den Umsatzerlösen zurückgingen, ergab sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein Rückgang des Bruttoergebnisses vom Umsatz gegenüber dem Vorjahr um TEUR 263 (-12,7 %) auf TEUR 1.815 (i.Vj. TEUR 2.078). Diese Entwicklung ist auch durch die Erhöhung der Einkaufspreise im Geschäftsjahr 2023/2024 begründet. Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnten die Vertriebskosten um 4,2 % und die allgemeinen Verwaltungskosten um 6,9 % gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Damit betrugen die Vertriebskosten 2023/2024 TEUR 1.006 (i.Vj. TEUR 1.049) bzw. 7,2 % (i.Vj. 7,3 %) der Umsatzerlöse und die allgemeinen Verwaltungskosten 2023/2024 TEUR 1.788 (i.Vj. TEUR 1.920) bzw. 12,9 % (i.Vj. 13,3 %) der Umsatzerlöse. Unter Einbezug der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR -144 gegenüber Vorjahr) ergab sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR -916 (i.Vj. TEUR -1.000), in absoluten Zahlen eine Verbesserung um TEUR 85 gegenüber dem Vorjahr.

Die Materialeinsatzquote im Verhältnis zu den Umsatzerlösen hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 77,8 % im Vergleich zu 76,9 % im Vorjahr erhöht; dies ist wie im Vorjahr eine Hauptursache für das niedrige operative Ergebnis.

Der Personalaufwand sowie die Personaleinsatzquote im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023/2024 von TEUR 3.827 im Vorjahr auf TEUR 4.092 bzw. von 26,6 % im Vorjahr auf 29,5 %.

Die Abschreibungen (TEUR 168; i.Vj. TEUR 146) betragen in 2023/2024 1,2 % (i.Vj. 1,0 %) der Umsatzerlöse.

Das Finanzergebnis (Zinsergebnis) betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 692 (i.Vj. TEUR -24), wobei die Zinserträge um TEUR 787 und die Zinsaufwendungen um TEUR 71 gegenüber dem Vorjahr anstiegen. Neben einem generellen Anstieg des Zinsniveaus ist die Verbesserung auf Zinserträge aufgrund der Verzinsung der Verlustausgleichsansprüche für Vorjahre (TEUR 460) zurückzuführen. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft fielen wie bereits im Vorjahr keine Ertragsteuern an.

Als Effekt aus Betriebsergebnis, Finanzergebnis und Steuern ergab sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein Jahresergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR -237 (i.Vj. TEUR -1.039). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags belief sich der Jahresergebnis 2023/2024 letztendlich auf Null (i.Vj. Null). Im Geschäftsjahr 2023/2024 betrug die Umsatzrentabilität -1,7 % (i.Vj. -7,2 %), die Gesamtrentabilität -0,4 % (i.Vj. -3,8 %) und die Eigenkapitalrentabilität -1,0 % (i.Vj. -4,4 %) (jeweils vor Verlustübernahme).

II.3.2. Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele.

Für den laufenden Geschäftsbetrieb 2023/2024 konnte auf eigene Mittel sowie auf ein Darlehen (EUR 2,0 Mio.) von einer Konzernschwestergesellschaft zurückgegriffen werden. Die Inanspruchnahme von Bankkrediten war im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht erforderlich.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023/2024 in Höhe von TEUR 79 betrafen im Wesentlichen Maschinen und Betriebsvorrichtungen (TEUR 36) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich geringwertiger Wirtschaftsgüter (TEUR 43). Wesentliche Investitionsverpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag 2024 nicht.

Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023/2024 unterjährig immer deutlich positiv. Die liquiden Mittel (Finanzmittelfonds) betrugen zum Bilanzstichtag 2024 TEUR 1.960 (i.Vj. TEUR 1.326). Die Gesellschaft war (wie im Vorjahr) jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, i.d.R. unter Berücksichtigung von Frühzahlungsrabatten.

Zum 31. Oktober 2024 finanziert sich die Gesellschaft zu 87,3 % (i.Vj. 87,3 %) aus Eigenkapital, zu 2,7 % (i.Vj. 2,3 %) aus Rückstellungen und zu 10,0 % (i.Vj. 10,4 %) aus Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten umfassten zum 31. Oktober 2024 ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.000 gegenüber einem TORO-Konzernunternehmen (i.Vj. TEUR 2.000).

Die Veränderung der flüssigen Mittel im Geschäftsjahr 2023/2024 sowie im Vorjahr setzt sich wie folgt zusammen:

2023/2024 2022/2023
TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 713 -1.895
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -79 -270
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 2.000
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 634 -165
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.326 1.491
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.960 1.326

II.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft kann im Geschäftsjahr 2023/2024 weiterhin als sehr gut bezeichnet werden.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich zum 31. Oktober 2024 gegenüber dem Vorjahresstichtag praktisch nicht verändert (TEUR -0,3) und beträgt TEUR 26.890 (i.Vj. TEUR 26.891). Das Vermögen bestand zum 31. Oktober 2024 zu 7,3 % (i.Vj. 4,9 %) aus liquiden Mitteln und zu 80,1 % (i.Vj. 82,2 %) aus Vorräten und Forderungen. Das zur Verfügung stehende Kapital besteht wie zum Vorjahresstichtag ganz überwiegend aus Eigenkapital (87,3 %; i.Vj. 87,3 %). Zum 31. Oktober 2024 ist das Anlagevermögen vollständig und das kurz- bis mittelfristig gebundene Vermögen zu 85,5 % (i.Vj. 85,4 %) durch langfristiges Kapital (Eigenkapital) finanziert.

Das Anlagevermögen verringerte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 unwesentlich um TEUR 89 auf TEUR 3.336, da die Abschreibungen (TEUR 168) die Zugänge (TEUR 79) des Geschäftsjahres überstiegen. Zum 31. Oktober 2024 verringerte sich das Vorratsvermögen gegenüber dem Vorjahresstichtag nur geringfügig (-0,1%) und beträgt unverändert 20,1 % der Bilanzsumme. Die Kundenforderungen (TEUR 1.077) waren zum 31. Oktober 2024 um TEUR 362 (50,6%) höher als zum Vorjahresstichtag. Sowohl die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 15.067; i.Vj. TEUR 15.975) als auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 2.518; i.Vj. TEUR 2.621) lagen zum 31. Oktober 2024 unten dem Vorjahr. Die Nettoforderung gegen TORO-Konzernunternehmen betrug zum Bilanzstichtag 2024 TEUR 12.549 (i.Vj. TEUR 13.354). Im Geschäftsjahr 2023/2024 trug auch die erhaltene Zahlung für eine konzerninterne Forderung in Höhe von TEUR 1.000 zu diesem Rückgang bei.

Bei aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags gleich gebliebenem Eigenkapital (TEUR 23.475) und praktisch unveränderter Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote zum 31. Oktober 2024 unverändert 87,3 % (i.Vj. 87,3 %). Die Finanzierung kann weiterhin als solide bezeichnet werden.

Insgesamt befand sich die Regnerbau Calw GmbH zum 31. Oktober 2024 in einer positiven Vermögenslage und einer negativen Ertragslage, die durch den Verlustausgleich der Alleingesellschafterin auf Null bereinigt wurde.

II.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

2023/2024 2022/2023 2021/2022
Umsatzerlöse TEUR 13.891 14.406 13.342
Jahresfehlbetrag/-überschuss*) TEUR -237 -1.039 -5.774

*) Vor Gewinnabführung/Verlustübernahme

III. Nachtragsbericht

Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

IV.1 Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Neben den andauernden internationalen politischen und kriegerischen Konflikten erschweren insbesondere die Anfang April 2025 von den USA ausgelösten Zollkonflikte eine verlässliche Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung für 2025 und Folgejahre.

Für 2025 wurde für Deutschland bereits vor den US-Zöllen lediglich eine schwache Erholung mit einem Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 0,2 % bis 0,4 % erwartet (BMWK 29.1.2025; OECD 17.3.2025, ifo institut 17.3.2025, IWF 17.1.2025). Inzwischen erwarten die fünf führenden Wirtschafts-forschungsinstitute ein Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2025 von nur noch 0,1 %, die Bundesregierung, der Sachverständigenrat und der IWF gehen von Stagnation aus (0,0 %). Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter in einer ausgeprägten Schwächephase und profitierte zuletzt nur wenig vom Wachstum der Weltkonjunktur. Die US-Einfuhrzölle belasten die weltwirtschaftliche Aktivität und den globalen Warenhandel. Die damit verbundene hohe handelspolitische Unsicherheit dürfte sich zudem negativ auf die Investitionsentscheidungen von Unternehmen in Deutschland auswirken (Gemeinschaftsdiagnose 10.4.2025, IWF 22.4.2025, BMWK 24.4.2025, Sachverständigenrat 21.5.2025).

Auch für die Weltwirtschaft wurden die Wachstumsprognosen für das Jahr 2025 nach Auftreten der Zollkonflikte deutlich gesenkt; davor wurde von einem Wachstum in Höhe von 3,1 % bis 3,3 % ausgegangen, nunmehr geht die OECD und der IWF nur noch 2,9 % bzw. 2,8 % aus (OECD 17.3.2025 und 3.6.2025, IWF 17.1.2025 und 22.4.2025). Im Euro-Raum werden mit 0,8-1,0 % auch für 2025 keine wesentlichen Wachstumsimpulse prognostiziert (EU-Kommission 19.5.2025, OECD 17.3.2025, IWF 22.4.2025).

Die Inflation wird für das Jahr 2025 in Deutschland mit 2,0-2,4 % erwartet. Im Euro-Raum wird die Inflation für 2025 mit 2,1-2,2 % erwartet (BMWK 24.4.2025, OECD 3.6.2025, Gemeinschaftsdiagnose 10.4.2025, Sachverständigenrat 21.5.2025, EU-Kommission 19.5.2025).

Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Juni 2025 auf 88,4 Punkte, nach 87,5 Punkten im Mai. Insbesondere die Erwartungen hellten sich auf. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage geringfügig besser. Die deutsche Wirtschaft schöpft langsam Zuversicht. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Klima geringfügig verbessert. Die Unternehmen blickten einerseits merklich hoffnungsvoller auf die kommenden Monate. Andererseits entwickelten sich die laufenden Geschäfte schlechter. Die Unternehmen sind weiterhin sehr unzufrieden mit dem Auftragsbestand. Besonders stark hat sich der Index im Dienstleistungssektor verbessert. Die Firmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas besser. Ihre Erwartungen korrigierten sie deutlich nach oben. Letzteres gilt insbesondere für unternehmensnahe Dienstleister. Im Handel hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Händler zeigten sich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen fielen weniger pessimistisch aus. Diese Entwicklung war durch den Großhandel getrieben. Im Einzelhandel gab es hingegen einen kleinen Rückgang beim Geschäftsklima. Im Bauhauptgewerbe setzte sich die Aufwärtsbewegung beim Geschäftsklima fort. Die Erwartungen stiegen auf den höchsten Wert seit Februar 2022. Sie sind jedoch immer noch von Skepsis geprägt. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage blieben unverändert (ifo Institut 24.6.2025).

Branchenentwicklung

Der Klimawandel und die länger anhaltenden Trockenphasen werden auch in der Zukunft eine Notwendigkeit von Beregnungsanlagen auf Sportanlagen und landwirtschaftlichen Flächen ergeben. Durch das wichtige Thema der Nachhaltigkeit werden professionelle Anlagen immer mehr in den Vordergrund gerückt. So wird für den deutschen Markt für Bewässerungsanlagen in den nächsten Jahren ein Wachstum von ca. 7,6 % p.a.2 und auch global ein erhebliches langfristiges Wachstumspotential, insbesondere für „intelligente Bewässerungssysteme“ erwartet3.

2 https://www.verifiedmarketresearch.com/product/germany-irrigation-machinery-market/ November 2024

3 https://straitsresearch.com/de/report/intelligent-irrigation-system-market 25.7.2024;https://www.marketsandmarkets.com/Market-Reports/smart-irrigation-market-199758913.html

Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Auf dem internationalen Markt erwarten wir durch die erschlossenen Distributionskanäle in Verbindung der Zugehörigkeit zur Toro-Gruppe mittel- bis langfristig weiterhin steigende Umsätze, insbesondere im Bereich Turf, also der professionellen Rasenberegnung. Ab der Saison 2024 steht die Baureihe „Hydra“ in allen Leistungsgrößen für den US-amerikanischen Markt zur Verfügung.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir Umsatzerlöse im Bereich von EUR 14,8 Mio. bis EUR 15,2 Mio. und ein Jahresergebnis (vor Verlustübernahme) von ca. EUR -0,4 Mio. bis EUR -0,1 Mio.

Es wird weiterhin in die Modernisierung unserer Produktionsabteilungen investiert werden. Abgeschlossen wurde die Zusammenlegung der beiden Montageabteilungen zu einer Funktionseinheit, was den Workflow positiv beeinflusst.

Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 unter Einbindung der finanziellen Mittel der Alleingesellschafterin (Vermieterin) das Bauprojekt der Modernisierung und Neustrukturierung des Standortes Althengstett begonnen und voraussichtlich im Oktober/November 2025 abgeschlossen. Mit diesen Maßnahmen wird die Produktionskapazität erweitert, nicht zuletzt, um den US-amerikanischen Markt mengenmäßig bedienen zu können.

IV.2 Risikobericht

Die Gesellschaft verfügt über ein permanentes Risikomanagementsystem, das die regelmäßige Identifikation, Analyse und Bewertung der wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken wie Absatzpreisreduzierungen, Einkaufspreissteigerungen und Verlust von Marktanteilen sicherstellt. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf die Finanzinstrumente, insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel, werden dabei ebenfalls erfasst. Im Rahmen der Risikosteuerung und -bewältigung ergreift die Unternehmensleitung die notwendigen Maßnahmen, um den allgemeinen und spezifischen Geschäftsrisiken zu begegnen.

Die Gesellschaft ist Komplettanbieter von Systemen für die Rasenberegnung und die landwirtschaftliche Beregnung, eines Kupplungsprogramms für die Beförderung von Wasser und anderen Medien sowie von kundenspezifischen industriellen Lösungen. Die typischen Geschäftsrisiken und -chancen dieser Kundenbranchen können auch zukünftig einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben; dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge bzw. -schwankungen. Branchen- und unternehmensspezifische Risiken ergeben sich aus der technischen Realisierbarkeit sowie der kosten- und termingerechten Lieferung (Kalkulations-, Gewährleistungs- und Haftungsrisiken). Die sich hieraus ergebenden Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementsystems erfasst, verfolgt und bewertet. Sofern mit einem tatsächlichen Eintritt gerechnet wird, werden im Rahmen der handelsrechtlichen Erfordernisse Rückstellungen gebildet.

Grundsätzlich bestehen weiterhin marktübliche Risiken aus der wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland und Europa (s.o.), die sich auf den Kundenkreis der Gesellschaft auswirken, was zu einem erhöhten Preis- und Wettbewerbsdruck und damit einhergehenden Margenreduzierungen bei künftigen Auftragsvergaben führen könnte. Des Weiteren bestehen aktuell Unsicherheiten bzw. Risiken resultierend aus Lieferkettenproblemen, Rohstoffknappheit/-preisen, Fachkräftemangel sowie politischen Krisen (z.B. Ukraine, Nahost oder Handelskonflikte resultierend aus der US-Zollpolitik), die je nach Entwicklung auch negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben können.

Die Regnerbau Calw GmbH ist ein international agierendes Unternehmen mit weltweitem Kundenkreis, was entsprechende Marktchancen eröffnet sowie die Risikostreuung in Bezug auf die regionalen Kundenmärkte ermöglicht.

Weiterhin besteht das Branchenrisiko der Wetterabhängigkeit, das in einzelnen Jahren negative Auswirkungen haben kann, z.B. im regenreichen Jahr 2024.

Preisanpassungsrisiken auf der Einkaufsseite begegnen wir, wo möglich, durch Abschluss von günstigen Einkaufskonditionen und Erhöhung der Fertigungstiefe.

Die weitere positive Entwicklung der Regnerbau Calw GmbH setzt voraus, dass auch künftig eine technologisch führende Rolle in den Geschäftsfeldern der Gesellschaft besetzt werden kann. Hierzu ist neben dem Erkennen zukünftiger Tätigkeitsschwerpunkte auch das Halten und Gewinnen von hervorragenden Mitarbeitern eine wichtige Voraussetzung. Hierfür werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um dem Risiko eines abnehmenden Know-Hows zu begegnen.

Insgesamt sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Dies ist bei der nachhaltigen Verlustsituation der Gesellschaft durch eine bis Ende 2028 laufende Patronatserklärung der Konzernmuttergesellschaft The Toro Company, Bloomington, Minnesota, USA, zugunsten der zum Verlustausgleich verpflichteten Toro Germany I GmbH, Althengstett, begründet.

IV.3 Chancenbericht

Neben den im voranstehenden Abschnitt aufgeführten Risiken sieht die Geschäftsführung in den nächsten Jahren folgende Chancen.

Die Geschäftsführung sieht für die nächsten Geschäftsjahre weiterhin Chancen in der Ausweitung des Marktes, speziell in Europa und Nordamerika.

Die Regnerbau Calw GmbH sieht sich als einer der technologisch führenden Anbieter auf ihrem Marktsegment. Durch kontinuierliche Entwicklungsarbeit an neuen Technologien und Weiterentwicklung der bestehenden Produkte kann die Gesellschaft ihren Kunden qualitativ hochwertige und individuell auf die Bedürfnisse maßgeschneiderte Lösungen bieten. Dies bietet die Möglichkeit, im bestehenden Markt den Marktanteil zu steigern und auch neue Marktsegmente zu erschließen.

Die weitere Nutzung der Cross-Selling Potenziale bringt ebenso die Chance mit sich, dass das geplante Umsatzwachstum erfolgreich umgesetzt werden kann.

Als weitere Chancen sieht die Geschäftsführung die Nutzung diverser Synergie-Effekte, welche durch die Integration in die Toro-Gruppe geschaffen wurden. Des Weiteren wurden durch die Eingliederung in die Toro-Gruppe zum Zeitpunkt der Übernahme neue Märkte erschlossen und Distributionskanäle sowie der Produktkatalog erweitert. Zudem können dadurch die bestehenden Märkte noch besser betreut werden.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren.

Die Forderungen bestehen gegen eine Vielzahl von oft langjährigen Kunden, sodass keine Abhängigkeit von Großkunden besteht. Die Ausfallrisiken werden als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze ganz überwiegend in Euro, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kaum Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Da bis auf das in 2022/2023 aufgenommene Konzerndarlehen keine verzinslichen Bank- oder sonstige Finanzverbindlichkeiten und nur marktüblich verzinsliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen, wird das Zinsänderungsrisiko als überschaubar eingeschätzt.

Eine Risikokonzentration liegt in Bezug auf an Konzerngesellschaften in Deutschland und Polen ausgegebene Finanzierungsdarlehen inklusive sonstiger offener Forderungen vor (31.10.2024 EUR 14,6 Mio.; 31.10.2023 EUR 15,6 Mio.). Zur Beseitigung des Werthaltigkeitsrisikos ist die Einbringlichkeit dieser zum 31. Oktober 2024 bestehenden Forderungen (wie im Vorjahr) durch eine Garantieerklärung der Konzernmuttergesellschaft gewährleistet.

Aufgrund der finanziellen Ausstattung des Unternehmens einschließlich des Rückhalts aus dem Konzern wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt. Derivative Finanzinstrumente werden nur nach Einzelfallbetrachtung und in Absprache mit dem Konzern eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 fand kein Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten statt.

 

Althengstett, den 24. Juli 2025

Regnerbau Calw GmbH

Die Geschäftsführung

Dario Romerio, Geschäftsführer

Gaurav Singh, Geschäftsführer

Johan Surkyn, Geschäftsführer

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Regnerbau Calw GmbH, Althengstett

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Regnerbau Calw GmbH, Althengstett, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2023 bis zum 31. Oktober 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Regnerbau Calw GmbH, Althengstett, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2023 bis zum 31. Oktober 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2023 bis zum 31. Oktober 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 24. Juli 2025

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maisch, Wirtschaftsprüferin

Hämmerle, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 25. Juli 2025 festgestellt.

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