ELCA Geschäftsführungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
Managementdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Gesellschafterdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BOWA-electronic GmbH & Co.KGGomaringenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BOWA-electronic GmbH & Co. KG, Gomaringen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BOWA-electronic GmbH & Co. KG, Gomaringen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BOWA-electronic GmbH & Co. KG, Gomaringen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sindelfingen, den 18. August 2023 KMZ
Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Dr. Sebastian Zerbe, Wirtschaftsprüfer Benjamin Reinhard Hügel, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022der BOWA-electronic GmbH & Co. KG, Gomaringen
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022der BOWA-electronic GmbH & Co. KGGomaringenGliederung I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss II. Konsolidierungskreis und Stichtag III. Konsolidierungsgrundsätze IV. Währungsumrechnung V. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden VI. Angaben zur Konzernbilanz VII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung VIII. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung IX. Sonstige Angaben X. Gewinnverwendungsbeschluss des Mutterunternehmens XI. Entwicklung des Konzernanlagevermögens I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die BOWA-electronic GmbH & Co. KG mit Sitz in Gomaringen wird beim Amtsgericht Stuttgart in der Abteilung A des Handelsregisters unter der Nummer 381478 geführt. Die BOWA-electronic GmbH & Co. KG ist als Mutterunternehmen gemäß § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, in den sie selbst als Mutterunternehmen zusammen mit all ihren Tochterunternehmen (vorbehaltlich der Bestimmungen des § 296 HGB) einbezogen wird. Die Gesellschaft stellt dabei den Konzernabschluss sowohl für den größten wie auch für den kleinsten Kreis an Unternehmen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 7 und Nr. 8 HGB auf. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister veröffentlicht. Das Konzerngeschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss der BOWA-electronic GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Die vom DRSC veröffentlichten DRS wurden beachtet. Auf die Darstellung einer gesetzlich nicht geforderten steuerlichen Überleitungsrechnung im Konzernanhang wurde verzichtet. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel, die in DRS 22.60 empfohlen werden, wurden nicht getätigt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind Vermerke zur Konzernbilanz und Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung teilweise im Anhang ausgewiesen. Die Konzernbilanz wurde nach Gewinnverwendung aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB bzw. in analoger und konzerneinheitlicher Anwendung derselben aufgestellt. Im Oktober 2020 hat die BOWA-Beteiligungs GmbH, die ihrerseits wiederum ein 100 %-Tochterunternehmen der BOWA-electronic GmbH & Co. KG ist, insgesamt 51 % der Geschäftsanteile an der CURA LIFE SCIENCE LTDA. erworben. Erstkonsolidierungszeitpunkt war gemäß den Bestimmungen des § 301 Abs. 2 S. 3 - 4 HGB i.V.m. § 296 HGB der 1. Januar 2022. Insofern hat die CURA LIFE SCIENCE LTDA. erstmals im Geschäftsjahr 2022 Einfluss auf die einzelnen Abschlussposten des Konzernabschlusses. Dadurch sind einzelne Abschlussposten insbesondere der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2022 nicht mit den korrespondierenden Abschlussposten des Geschäftsjahres 2021 vergleichbar. Um darzustellen, welche Abschlussposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus dem vorgenannten Sachverhalt im Wesentlichen betroffen sind, werden zu diesen Abschlussposten die Werte dargestellt, mit denen die CURA LIFE SCIENCE LTDA. in die Summen-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2022 eingeflossen ist:
II. Konsolidierungskreis und Stichtag a. Konsolidierungskreis Der Konzern steht unter der einheitlichen Leitung der BOWA-electronic GmbH & Co. KG mit Sitz in Gomaringen, die einziges Leitungsorgan ist. In den Konzernabschluss wurden, neben der BOWA-electronic GmbH & Co. KG, die folgenden Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
Im Konzerngeschäftsjahr 2022 wurde die 51 %-ige Tochtergesellschaft CURA LIFE SCIENCE LTDA. mit Sitz in Säo Bernardo do Campo/Säo Paulo, Brasilien, die bereits im Oktober 2020 erworben wurde und für die in den Konzerngeschäftsjahren 2020 und 2021 das Einbeziehungswahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen wurde, erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Im Hinblick auf die BOWA International Sp. z o.o. Sp.k ist anzumerken, dass die BOWA-electronic GmbH & Co. KG aufgrund gesellschaftsvertraglicher Vereinbarungen abweichend von ihrem Kapitalanteil (90,00 %) zu 99,00 % am Ergebnis der Tochtergesellschaft partizipiert. Die 100 %-ige Tochtergesellschaft BOWA Electronic India Private Limited mit Sitz in Mumbai, Indien wurde aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nach § 296 Abs. 2 HGB nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, sondern zu Anschaffungskosten bilanziert. Die BOWA-electronic GmbH & Co. KG erfüllt die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB und nimmt die Befreiungsvorschrift im Hinblick auf die Offenlegung in Anspruch. b. Stichtag Bilanzstichtag der Muttergesellschaft BOWA-electronic GmbH & Co. KG (im Nachgang auch als BOWA KG bezeichnet) ist der 31. Dezember 2022, der mit dem Bilanzstichtag der Tochtergesellschaften übereinstimmt. III. Konsolidierungsgrundsätze Grundlage für die Konsolidierung sind die nach einheitlichen Grundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Sofern die Einzelabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften unter Beachtung der jeweiligen nationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt waren, wurden diese an die deutschen, handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften angepasst. Die Kapitalkonsolidierung sowie die Ermittlung von Unterschiedsbeträgen erfolgt auf den Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt der Tochterunternehmen in Polen war vor dem 1. Januar 2009, entsprechend werden diese weiterhin nach der damals zulässigen Buchwertmethode einbezogen (Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB). Wie bereits dargestellt ist die 51 %-ige Tochtergesellschaft CURA LIFE SCIENCE LTDA., die bereits im Oktober 2020 erworben und für die in den Konzerngeschäftsjahren 2020 und 2021 das Einbeziehungswahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen wurde, im Konzerngeschäftsjahr 2022 erstmalig im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden. Die Erstkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode durchgeführt, Erstkonsolidierungszeitpunkt war gemäß den Bestimmungen des § 301 Abs. 2 S. 3 - 4 HGB i.V.m. § 296 HGB der 1. Januar 2022. Der aus der Erstkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 114 wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Die zwischen dem Oktober 2020 (Erwerbszeitpunkt) und dem 1. Januar 2022 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) entstandenen Verluste in Höhe von TEUR -48,5 wurden zu 51 % dem Konzernbilanzgewinn (gemäß DRS 23.113) und zu 49 % den nicht beherrschenden Anteilen gutgeschrieben. Die restlichen ab 2016 erworbenen bzw. neu gegründeten Tochtergesellschaften wurden nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB zum Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, konsolidiert. Die im Zuge der Erstkonsolidierungen entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge (nach Aufdeckung stiller Reserven) wurden entsprechend als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben. Die nicht der BOWA KG zustehenden Anteile an Tochtergesellschaften, sprich die Anteile anderer Gesellschafter im Sinne des § 307 HGB, werden separat unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" im Konzerneigenkapital ausgewiesen. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet. Erfolgsbeiträge aus der Fremdwährungsbewertung konzerninterner Schuldverhältnisse werden entsprechend der Vereinfachungsregel des DRS 25.80 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung belassen. Zwischenergebnisse im Anlage- und Vorratsvermögen, die aus Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften resultieren, wurden entsprechend § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erlöse aus Innenumsätzen und andere konzerninternen Erträgen gemäß § 305 Abs. 1 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen gegeneinander aufgerechnet. IV. Währungsumrechnung Die Umrechnung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgte nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Dabei werden
Im Wesentlichen wurden dabei die folgenden Umrechnungskurse verwendet:
Die aus der Währungsumrechnung entstehenden Währungsdifferenzen wurden erfolgsneutral behandelt und in den Ausgleichsposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt, der in der Bilanz als Bestandteil des Konzerneigenkapitals ausgewiesen ist. Im Hinblick auf die Rubel-Umrechnungskurse ist zu erwähnen, dass weder die Europäische Zentralbank noch die Deutsche Bundesbank Wechselkurse für den Stichtagskurs zum 31. Dezember 2022 sowie den Jahresdurchschnittskurs für das Jahr 2022 veröffentlicht hat. Daher wurden der Umrechnung die von der russischen Nationalbank veröffentlichen Wechselkurse zugrunde gelegt. V. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Für die Aufstellung dieser Abschlüsse waren weitestgehend unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen gemäß den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, bewertet. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen gemäß den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten entsprechend dem strengen Niederstwertprinzip bzw. dem Prinzip der verlustfreien Bewertung bilanziert. Um dem strengen Niederstwertprinzip im Vorratsvermögen Rechnung zu tragen, werden Reichweitenabschläge vorgenommen. Nach dieser Bewertungsmethode werden für jeden Vorratsartikel (mit Ausnahme von im Geschäftsjahr neu angelegten Artikeln) Abschläge anhand der Reichweite vorgenommen. Die artikelspezifische Reichweite ermittelt sich anhand der durchschnittlichen Bestände und der durchschnittlichen Verbräuche der letzten 36 Monate. In Abhängigkeit von der so ermittelten Reichweite kommen artikelspezifisch Abschlagssätze zwischen 0,0 % (bei einer Reichweite kleiner als 13 Monate) und 100,0 % (bei einer Reichweite größer als 120 Monate) zum Einsatz. Die Reichweitenabschläge führten im Geschäftsjahr 2022 zu einer Abwertung der Vorräte in Höhe von TEUR 2.207 (Vorjahr: TEUR 2.563), die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam in den Abschlussposten Materialaufwand und Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfasst ist. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind grundsätzlich mit den Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird daneben durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Pensionsrückstellungen bei der BOWA-electronic GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 355, bei der BOWA Polska Sp. z o.o. in Höhe von TEUR 202 und bei der BOWA International Sp. z o.o. Sp.k. in Höhe von TEUR 6. Der Wert der - ab der formwechselnden Umwandlung der Gesellschaft und damit einhergehender Mitunternehmerschaft des betroffenen Personenkreises eingefrorenen - Pensionsverpflichtungen bei der BOWA-electronic GmbH & Co. KG wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Projected Unit Credit-Methode (PUC- Verfahren) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage dienten hier die Heubeck- Richttafeln 2018 G. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre. Der Rechnungszinssatz betrug 1,78 % p.a. (Vorjahr: 1,87 % p. a.), bei einer unterstellten Restlaufzeit von 15 Jahren. Der sich aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften ergebende Betrag zum 01.01.2010 wurde zu 1/15 mit EUR 1.511,00 als sonstiger betrieblicher Aufwand in 2022 zugeführt. Es verbleibt ein Betrag der Unterdotierung von EUR 3.020,00. Es besteht ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 13.069,00 (Vorjahr: EUR 21.380,00), der ausschüttungsgesperrt ist. Die Pensionsverpflichtungen der polnischen Gesellschaften wurden ebenfalls nach dem PUC-Verfahren ermittelt, hierbei wurde ein Gehaltstrend in Höhe von 0,0 % (inflationsbereinigt) berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme der nach kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbeträge passiviert. Langfristige Rückstellungen wurden grundsätzlich abgezinst. Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Latente Steuern nach § 274 HGB, die aus temporären Differenzen zwischen den maßgeblichen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aus steuerlichen Verlustvorträgen resultieren, werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern nur in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Die sich danach ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden bei den einzelnen Konzerngesellschaften verrechnet und angesetzt, soweit sich ein Passivüberhang ergibt. Latente Steuern nach § 306 HGB, die aus Konsolidierungsmaßnahmen resultieren, werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Entsprechend dem Wahlrecht des § 306 Satz 2 HGB erfolgt ein unverrechneter Ausweis von nach § 306 HGB gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern. Die zur Berechnung der latenten Steuern verwendeten unternehmensindividuellen Steuersätze sind rechtsformspezifische deutsche (12,6 %), polnische (19,0 %), russische (20,0%), chinesische (25,0 %), englische (25,0 %) und brasilianische (34,0 %) Steuersätze sowie der Steuersatz für Hong Kong in Höhe von 16,5 %. Die Umrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgte nach § 256a HGB. Die Tochtergesellschaften in Polen, England, Russland, Hong Kong, China und Brasilien rechnen Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs der polnischen Staatsbank bzw. der englischen, russischen, hongkongischen, chinesischen und brasilianischen Banken um. VI. Angaben zur Konzernbilanz Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Erstkonsolidierung der SRA Developments Limited, der BOWA Automotive GmbH, der BOWA- electronic China Co. Ltd., der South Asia Medical Trading & Services Ltd. sowie der CURA LIFE SCIENCE LTDA. Die Nutzungsdauer wurde nach individueller Abschätzung für diese Geschäfts- oder Firmenwerte auf 8 Jahre festgesetzt. Aus der Erstkonsolidierung der CURA LIFE SCIENCE LTDA. zum 01.01.2022 resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 114, dessen Nutzungsdauer auf 3 Jahre festgesetzt wurde. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in Abschnitt XI. dargestellt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 23) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 531) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2022 ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Aus dem Konzernjahresüberschuss (nach Dotierung der Anteile anderer Gesellschafter) in Höhe von TEUR 14.088 wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 6.089 den in den Verbindlichkeiten ausgewiesenen Gesellschafterkonten zugewiesen. Der restliche Betrag in Höhe von TEUR 7.998 steigert, zusammen mit den sonstigen und konsolidierungskreisbedingten Veränderungen in Höhe von insgesamt TEUR -24, den Konzernbilanzgewinn auf TEUR 61.740 (Vorjahr: TEUR 53.765). Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Konzernbilanzgewinn in Höhe von TEUR 61.740 (Vorjahr: TEUR 53.765) beinhaltet zum Abschlussstichtag einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 53.742 (Vorjahr: TEUR 46.802). Die im Konzerneigenkapital ausgewiesenen Kapitalanteile der Kommanditisten beinhalten die bei der BOWA-electronic GmbH & Co. KG geführten unverzinslichen Kapitalkonten I, auf denen die der Haftsumme entsprechenden festen Kapitalanteile in Höhe von EUR 512.353,67 erfasst sind, und die ebenfalls unverzinslichen Kapitalkonten II, die festgestellte und per Beschlussfassung in das Eigenkapital eingestellte Gewinnanteile enthalten. In der Konzernbilanz ist für die nicht der BOWA KG als Mutterunternehmen gehörenden Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ein Ausgleichsposten für die Anteile der anderen Gesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen, der zum Abschlussstichtag TEUR 1.375 (Vorjahr: TEUR 1.054) beträgt. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.382 (Vorjahr: TEUR 3.206) enthalten unter anderem Personalverpflichtungen mit TEUR 1.958 (Vorjahr: TEUR 1.679), Gewährleistungsverpflichtungen mit TEUR 497 (Vorjahr: TEUR 441) und potenzielle Schadensersatzleistungen aus Rechtsstreitigkeiten mit TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 385). Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten geht aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreswerte in Klammern) hervor:
Aktive latente Steuern nach § 306 HGB bestehen zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 493 (Vorjahr: TEUR 552), sie resultieren zu TEUR 472 (Vorjahr: TEUR 512) aus der Zwischenergebniseliminierung im Vorratsvermögen und zu TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 40) aus der Zwischenergebniseliminierung im Anlagevermögen. Passive latente Steuern nach § 306 HGB bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Passive latente Steuern nach § 274 HGB stehen im Konzernabschluss 2022 mit TEUR 232 zu Buche (Vorjahr: TEUR 312), sie entstammen aus den Konzerngesellschaften BOWA KG und SRA Developments Limited. Passive latente Steuern nach § 274 HGB resultieren dabei im Wesentlichen aus am Bilanzstichtag vorhandenen temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Gegenständen des Sachanlagevermögens sowie des Vorratsvermögens. Aktive latente Steuern nach § 274 HGB, die auf Ebene der genannten Gesellschaften mit den passiven latenten Steuern nach § 274 HGB verrechnet wurden, resultieren aus am Bilanzstichtag vorhandenen temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und der sonstigen Rückstellungen. An sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestanden am Bilanzstichtag TEUR 1.699 (Vorjahr: TEUR 1.110) aus Dauerschuldverhältnissen (Miete, Leasing und Software-Wartung). VII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse nach Regionen:
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Buchgewinne aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von EUR 134.770,60 (Vorjahr: TEUR 91) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 161.309,40 (Vorjahr: TEUR 313). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von EUR 1.364,55 (Vorjahr: TEUR 22). VIII. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Veränderungen des im Konzernabschluss ausgewiesenen Nettoumlaufvermögens nicht nur aus zahlungswirksamen Veränderungen resultieren, sondern auch teilweise aus der Umrechnung der Bilanzen der ausländischen Konzerngesellschaften nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Da nur zahlungswirksame Veränderungen der Bestände des Nettoumlaufvermögens den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beeinflussen dürfen, wurden zahlungsunwirksame Zunahmen des Nettoumlaufvermögens in Höhe von TEUR 131 aus der Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB bei der Ermittlung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode bereinigt. Entsprechend den Bestimmungen des DRS 21 besteht der dargestellte Finanzmittelfonds aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, wobei unter Zahlungsmitteläquivalenten als Liquiditätsreserve gehaltene, kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen, zu verstehen sind. Darin enthaltene Fremdwährungsbestände wurden mit dem Wechselkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Festgelder und ähnliche Geldanlagen mit einer Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten bestehen per 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 4.755 (Vorjahr: TEUR 0). Sie sind nicht Bestandteil des in der Kapitalflussrechnung dargestellten Finanzmittelfonds. Die betragsmäßige Änderung der Festgelder und ähnlicher Geldanlagen mit einer Laufzeit ab Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten in Höhe von TEUR 4.755 im Geschäftsjahr 2022 wird innerhalb der Konzernkapitalflussrechnung im Posten "Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition" dargestellt. Zu- und Abgänge von Vermögensgegenständen oder Schulden, die aufgrund der Erstkonsolidierung der CURA LIFE SCIENCE LTDA. und damit aus der Änderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2022 resultieren, stellen zahlungsunwirksame Vorgänge dar und wurden entsprechend den Bestimmungen des DRS 21 (Tz. 31) nicht in der Kapitalflussrechnung erfasst. Der damit einhergehende Zugang von Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von TEUR 69 wurde entsprechend den Vorgaben des DRS 21 (Tz. 36) bei der Überleitung des Finanzmittelfonds gesondert ausgewiesen. IX. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl im Konzern belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 900 (Vorjahr: 897), davon 602 gewerbliche Arbeitnehmer und 298 Angestellte. Persönlich haftende Gesellschaft sowie allein vertretungsberechtigte Gesellschafterin der BOWA-electronic GmbH & Co. KG ist die ELCA Geschäftsführungs-GmbH (Gezeichnetes Kapital: EUR 25.564,59), Gomaringen, die ihrerseits durch die Geschäftsführer Herrn Dr. Thomas Kröber, Herrn Jens Kröber und Herrn Martin Heinrich vertreten wird. Herr Dr. Thomas Kröber ist ebenfalls Mitglied des im Geschäftsjahr 2019 gegründeten Beirats der BOWA-electronic GmbH & Co. KG. Weiteres Mitglied des Beirats ist seit dem Geschäftsjahr 2020 Herr Alfred Michelberger, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Auf die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a und Buchstabe b HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 314 Abs. 3 HGB verzichtet. Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 171 und entfällt auf:
X. Gewinnverwendungsbeschluss des MutterunternehmensDie Gesellschafter der BOWA-electronic GmbH & Co. KG haben beschlossen, den im handelsrechtlichen Einzelabschluss zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Jahresüberschuss von EUR 6.089.253,16 den Gesellschafterkonten im Fremdkapital gutzuschreiben. XI. Entwicklung des Konzernanlagevermögens
Gomaringen, den 18. August 2023 gez. Geschäftsführung für die ELCA Geschäftsführungs-GmbH Dr. Thomas Kröber Jens Kröber Martin Heinrich Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkanitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022der BOWA-electronic GmbH & Co. KGGomaringen
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022der BOWA-electronic GmbH & Co. KGGomaringenGliederung A. Grundlagen des Konzerns B. Wirtschaftsbericht C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht A. Grundlagen des Konzerns Die Firma BOWA-electronic GmbH & Co. KG, Gomaringen, ist Muttergesellschaft der:
Der Konzern gliedert sich in die Geschäftsfelder der Automobil-Zulieferteile (im Nachgang auch als "Automotive" bezeichnet) und der Medizintechnik. Die Kernkompetenzen bilden Kunststoffspritztechnik und Werkzeugbau in Verbindung mit elektrischen Komponenten, Steckverbindungen und Sensoren einerseits sowie die Elektrochirurgie mit allen Zubehörartikeln, Handinstrumenten der offenen und minimalinvasiven Chirurgie und Systeme für laparoskopische Ultraschallchirurgie andererseits. Ebenso werden zusätzlich zu den eigenen Produkten Medizintechnikprodukte anderer Hersteller durch das BOWA-Vertriebsnetz verkauft. Die BOWA-electronic GmbH & Co. KG mit Sitz in Gomaringen (Deutschland) beschäftigt sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten der Elektromedizin weltweit. Die BOWA Polska Sp. z o.o. mit Sitz in Suchy Las (Polen), im Nachgang auch BOWA Polska genannt, produziert und vertreibt Artikel als Automobilzulieferer im OEM-Geschäft und OES-Geschäft. Die Gesellschaft wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der BOWA-electronic GmbH & Co. KG einbezogen. Die BOWA International Sp. z o.o. Sp.k. mit Sitz in Suchy Las (Polen), im Nachgang auch BOWA International genannt, bedient den Automotive-Aftermarket und vertreibt die Medizinprodukte der BOWA-electronic GmbH & Co. KG sowie medizinische Einmalprodukte der BOWA Polska Sp. z o.o. Die Gesellschaft wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der BOWA-electronic GmbH & Co. KG einbezogen. Die SRA Developments Limited mit Sitz in Ashburton, South Devon (England), produziert medizinische Instrumente und Generatoren zur laparoskopischen Ultraschallchirurgie. Die Firma vertreibt zu den eigenen Produkten noch das gesamte Produktportfolio der BOWA- electronic GmbH & Co. KG in England. Die Anteile wurden mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 erworben. Die Gesellschaft wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der BOWA-electronic GmbH & Co. KG einbezogen. Die am 4. Mai 2017 gegründete 000 "BOWA Eurasia" mit Sitz in Moskau (Russland) vertreibt die gesamte medizinische Produktpalette der BOWA-electronic GmbH & Co. KG, BOWA Polska Sp. z o.o. sowie der SRA Developments Limited. Ebenfalls bedient diese Firma den russischsprachigen Markt mit Medizintechnikprodukten von anderen Herstellern im Bereich der Neurochirurgie und der digitalen Laparoskopie. Die Gesellschaft wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der BOWA-electronic GmbH & Co. KG einbezogen. Zur strafferen Organisation der Unternehmensgruppe und einer konsequenten Differenzierung zwischen den Bereichen "Medizintechnik" und "Automotive" wurde die Automotive-Sparte der BOWA-electronic GmbH & Co. KG in eine eigens hierfür gegründete Gesellschaft überführt. Diese firmiert seit Beginn von 2018 unter BOWA Automotive GmbH. Die Ausgliederung zur Neugründung der BOWA Automotive GmbH erfolgte im Rahmen einer Abspaltung des Teilbetriebs "Automotive" mit Wirkung zum 2. Januar 2018. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 29. Juni 2018. Die BOWA Automotive GmbH mit Sitz in Gomaringen (Deutschland) entwickelt und vertreibt zusammen mit den Tochtergesellschaften BOWA Polska und BOWA International Teile für den Automobilmarkt. Sie wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der BOWA- electronic GmbH & Co. KG einbezogen. Überdies wurde im Geschäftsjahr 2018 die BOWA-Beteiligungs GmbH mit Sitz in Gomaringen (Deutschland) gegründet, die zur Verwaltung der bestehenden und kommenden internationalen Vertriebsgesellschaften dienen soll. Hierzu wurde, mit Wirkung zum 30. September 2018, die Beteiligung an der in Russland ansässigen OOO "BOWA Eurasia" in die BOWA-Beteiligungs GmbH überführt. Dies erfolgte im Rahmen einer Ausgliederung. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 23. Mai 2019. Auch die im Jahr 2018 neu gegründeten Vertriebsgesellschaften BOWA Electronic India Private Limited (Mumbai, Indien) und BOWA-electronic China Co. Ltd. (Beijing, China), die zur Stärkung des Vertriebs in Asien gegründet wurden, sind unter der BOWA-Beteiligungs GmbH angesiedelt. Darüber hinaus ist die in 2020 neu gegründete Gesellschaft South Asia Medical Trading & Services Ltd. mit Sitz in Hong Kong sowie die in 2020 neu erworbene Gesellschaft CURA LIFE SCIENCE LTDA. mit Sitz in Brasilien unter der BOWA-Beteiligungs GmbH angesiedelt. Mit diesen Gesellschaften wird eine Stärkung des Vertriebs in Asien und Brasilien verfolgt. Die BOWA-Beteiligungs GmbH, die BOWA- electronic China Co. Ltd. und die South Asia Medical Trading & Services Ltd. werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der BOWA-electronic GmbH & Co. KG einbezogen. Seit dem Geschäftsjahr 2022 wird auch die CURA LIFE SCIENCE LTDA. im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der BOWA-electronic GmbH & Co. KG einbezogen, vormals unterblieb dies entsprechend den Bestimmungen des § 296 Abs. 2 HGB. Die Einbeziehung der BOWA-electronic India Private Limited in den Konzernabschluss 2022 der BOWA-electronic GmbH & Co. KG im Rahmen der Vollkonsolidierung unterblieb im Geschäftsjahr 2022 hingegen abermals gemäß den Bestimmungen des § 296 Abs. 2 HGB, die Anteile an dieser Gesellschaft blieben im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten bilanziert. Produzierende Gesellschaften der BOWA-Gruppe befinden sich in Deutschland, Polen und England. Bestehende Vertriebsgesellschaften, -büros und -mitarbeiter in den verschiedensten Ländern tragen daneben wesentlich zum Erfolg der Unternehmensgruppe BOWA bei. B. Wirtschaftsbericht 1. Branchenspezifika und Geschäftsverlauf Nachdem das Jahr 2022 anfänglich noch unter positiven Vorzeichen gestartet war, kam der gravierende Einschnitt Ende Februar mit dem Beginn des russischen Einfalls in die Ukraine. In direkter Folge dieses Konfliktes haben weitreichende Effekte im Bereich der Energieversorgung und Energie-Preisentwicklung eingesetzt, auch hat dieser Konflikt die ohnehin schon festzustellenden Materialpreissteigerungen nochmals befeuert. Dies führte gesamthaft zu einem deutlichen Anstieg der Inflation. Die deutsche Industrie für Medizintechnik konnte nach Einschätzungen von Branchenverbänden und dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um ca. 5,4 % wachsen und somit die durch Corona bedingte Wachstumsdelle, die im Jahr 2020 zu verzeichnen war, trotz der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des Ukraine- Russland-Konflikts weiter korrigieren. Im Kalenderjahr 2022 zeigte sich, dass der Bedarf nach Medizintechnik-Produkten wieder fast auf das Normalniveau von 2019 zurückgekehrt ist. Ähnliche Entwicklungen herrschten dabei auch in anderen Ländern vor. Im Hinblick auf die Automobilbranche blieben die Entwicklungen nach der Corona-Pandemie jedoch auch im Kalenderjahr 2022 sehr herausfordernd. Neben den Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts haben insbesondere die weiterhin andauernden Lieferkettenengpässe bei unseren Endkunden vor allem im Hinblick auf elektronische Bauteile zu zusätzlichen Komplikationen geführt. Auch das Konzerngeschäftsjahr 2022 der BOWA-Gruppe wurde beeinflusst durch die beschriebenen branchenspezifischen Rahmenbedingungen und Entwicklungen sowie durch die Folgen des Ukraine-Kriegs. Unserer im Vorjahreskonzernlagebericht abgegebenen Prognose im Hinblick auf die Umsatzentwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 hatten wir zwar bereits die Annahme zugrunde gelegt, dass es im Kalenderjahr 2022 vor allem im Bereich der Medizintechnik zu gewissen Normalisierungs-, Stabilisierungs- und Nachholeffekten kommt. Aufgrund der besonderen Herausforderungen, die das Geschäftsjahr 2022 jedoch mit der Knappheit an elektronischen Bauteilen und mit der aus dem Ukraine-Russland-Konflikt resultierenden Unsicherheiten mit sich brachte, hatten wir Umsatzerlöse in Höhe von ca. EUR 92,8 Mio. erwartet. Nun konnten wir im Geschäftsjahr 2022 jedoch im Konzern Gesamtumsatzerlöse in Höhe von EUR 106,6 Mio. erwirtschaften und haben unser Umsatzziel somit deutlich übertroffen. Im Bereich Medizintechnik konnten wir unsere Umsatzziele für 2022 (Vorjahresprognose: Umsatz auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021) mit einem Umsatz in Höhe von EUR 77,1 Mio. signifikant übertreffen und haben somit einen sehr deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 62,0 Mio. erzielen können. Unsere beachtliche Umsatzsteigerung von 24,3 %, die gleichsam deutlich über dem Branchendurchschnitt der Medizintechnikbranche mit 5,4 % liegt, ist auf die bereits beschriebene Tatsache zurückzuführen, dass der Krankenhaus-OP-Alltag nach der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2022 auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene wieder zur Normalität zurückgekehrt ist, so dass wir von den allgemein festzustellenden Nachholeffekten auf dem Medizinmarkt profitieren konnten. Insbesondere die BOWA-electronic GmbH & Co. KG konnte ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr signifikant steigern. Gleichzeitig hat sich aber auch unsere Strategie gelohnt, internationale Märkte wie Brasilien, China und die CIS-Staaten zu erschließen und tiefer zu durchdringen. Vor allem in der CIS-Region konnten wir über unsere in Russland ansässigen Firmentochter OOO "BOWA Eurasia" der, trotz des Ukraine-Russland-Konflikts weiter anhaltenden, großen Nachfrage begegnen und unser hohes Umsatzniveau auf diesem Markt weitestgehend halten. Aber auch in England und Brasilien konnten wir über unsere dort ansässigen Tochtergesellschaften ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr erzielen. Auf dem chinesischen Markt, der im Jahr 2022 teilweise noch durch eine restriktive Corona-Politik geprägt war, blieben wir hingegen hinter unseren Erwartungen zurück. Im OEM-Bereich konnten wir eine deutliche Umsatzsteigerung um ca. 15,3 % realisieren. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung auf dem Absatzmarkt blieb die Situation auf dem Beschaffungsmarkt herausfordernd: Die erhöhte Nachfrage an Rohmaterialien und elektronischen Komponenten und die erschwerte Beschaffungslage beschäftigten uns im Berichtsjahr am stärksten und erforderten einen hohen Koordinationsaufwand. Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt von stark gestiegenen Kosten vor allem in diesem Bereich. Auch im Bereich Automotive konnten wir trotz der schwierigen Rahmenbedingungen einen respektablen Umsatz in Höhe von EUR 29,2 Mio. nach EUR 30,6 Mio. im Vorjahr erzielen. Unsere im Vorjahreskonzernlagebericht abgegebene Prognose für den Bereich Automotive (Umsatz auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021) haben wir aber nicht ganz erreicht, da die Serien-Absatzzahlen bei so gut wie allen Abnehmern zurückgegangen sein dürften. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte war im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Umsatzrückgang zu erkennen. Auch auf der Kostenseite war das Geschäftsjahr 2022 herausfordernd: neben dem generellen Anstieg hatten insbesondere auch die signifikante Erhöhung des polnischen Mindestlohns, die schrittweise stattfinden wird, maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Gesamtsituation im Bereich Automotive sowie die künftige Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Die signifikante Preisentwicklung kann nur bedingt und wenn überhaupt möglich mit erheblicher Verzögerung an die Automotive-Kunden weitergegeben werden, da die abgeschlossenen Zulieferverträge festgeschriebene Preisbindungen beinhalten. Die sonstigen Umsätze spielen mit EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) nur eine untergeordnete Rolle. Daneben haben wir auch im Geschäftsjahr 2022 nochmals entscheidende Investitionen getätigt. Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich dabei insgesamt auf EUR 5,1 Mio. Den Investitionsschwerpunkt im Geschäftsjahr 2022 bildeten gezielte (Ersatz)-Investitionen in die technischen Anlagen und Maschinen sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung, vor allem am Standort in Gomaringen sowie bei unserer russischen Tochtergesellschaft OOO "BOWA Eurasia". Darüber hinaus wurde in England ein Grundstück erworben, das den Grundstein für den weiteren Ausbau des Geschäfts im Vereinigten Königreich bildet. All diese Investitionen konnten wir komplett aus konzerninternen Mitteln bewerkstelligen und sind somit auch im Geschäftsjahr 2022 weiter unserer Strategie einer vorwiegend internen Finanzierung treu geblieben. Auch im Bereich der Forschung und Entwicklung wird kontinuierlich investiert. BOWA ist im Bereich Medizintechnik in Forschungsprojekten mit Forschungseinrichtungen vernetzt, um an innovativen Produktideen frühzeitig partizipieren zu können. Die Entwicklungsteams arbeiten sowohl für die eigene Produktlinie als auch gemeinsam mit OEM-Kunden an der technischen Umsetzung zur Schaffung neuer, marktgerechter Produkte. Hierzu wurde im Jahr 2022 im Bereich Medizintechnik ca. 6,1 % des Umsatzes reinvestiert, was als branchenüblich zu bezeichnen ist. Im Bereich Automotive arbeiten wir mit einem kleinen Entwicklungsteam gemeinsam mit den OEM-Kunden zusammen. Die Entwicklungsquote beträgt hier ca. 0,9 % vom Umsatz. Die Gesamtausgabe beider Geschäftsbereiche zusammen in Forschung und Entwicklung beträgt, bezogen auf den Umsatz, ca. 4,7 %. Als fortschrittlich orientierter Arbeitgeber, der auf seine Mitarbeiter angewiesen ist, legten wir auch in 2022 einen Fokus auf die Zufriedenheit unserer Belegschaft und ein gutes Arbeitsklima. Diesem Anspruch versuchen wir, durch ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsangebot, eine gerechte Mitarbeitervergütung, transparente Karrierechancen und ansprechende Räumlichkeiten und Verpflegungsmöglichkeiten gerecht zu werden. Das Projekt zur Digitalisierung des Personalwesens wurde konsequent weiterverfolgt, um die personalrelevanten Abläufe für alle Beteiligten zu vereinfachen. Der Erfolg unserer Strategie manifestierte sich auch in 2022 wieder in der insgesamt geringen Mitarbeiterfluktuation, die wir im Konzern zu verzeichnen hatten. Beim Umweltschutz sind im Berichtsjahr bei allen BOWA-Firmen in Deutschland, Polen, England und Russland, aber auch in Indien, Brasilien, Hong Kong und China keine Probleme aufgetreten. Zudem konnte das ISO14001 Zertifikat für den Standort Deutschland neu erworben werden. Die Grundprinzipien werden nun auch für den Fertigungsstandort England übertragen. Unser Fertigungsstandort in Polen hat sein eigenes unabhängiges Umweltmanagement-Zertifikat, das schon mehrere Jahre erfolgreich erneuert und auditiert wird. Diese Umweltzertifikate legen den Grundstein für das kommende ESG-Berichtsverfahren (Nachhaltigkeitsberichterstattung). Zusammenfassend sind wir daher der Ansicht, dass sich der Konzern auch im Geschäftsjahr 2022 in beiden Geschäftsfeldern Automotive und Medizintechnik, entsprechend den branchenspezifischen Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der mit dem Ukraine-Krieg einhergehenden außergewöhnlichen Herausforderungen, als stabil erwiesen hat und sich insgesamt sehr gut weiterentwickeln konnte. 2. Darstellung der Lage (Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage) Ertragslage Bei den nachfolgenden Ausführungen ist zu beachten, dass die CURA LIFE SCIENCE LTDA. erstmals im Geschäftsjahr 2022 vollkonsolidiert wurde und demnach auch erstmals Einfluss auf die einzelnen Abschlussposten des Konzernabschlusses genommen hat. Zur Darstellung, welche Abschlussposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dadurch im Wesentlichen betroffen sind, verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022, der Bestandteil des Konzernabschlusses ist. Unter Berücksichtigung einer Bestandserhöhung in Höhe auf ca. EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: ca. EUR 2,0 Mio.) sowie aktivierter Eigenleistungen in Höhe von ca. EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: ca. EUR 0,5 Mio.) steht die Gesamtleistung in 2022 mit ca. EUR 110,1 Mio. deutlich über dem Vorjahr mit EUR 95,3 Mio. zu Buche. Dementsprechend ist auch der Materialaufwand mit EUR 39,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 32,1 Mio. gestiegen, allerdings leicht überproportional. Dadurch ergibt sich eine gestiegene Materialaufwandsquote (gemessen an der Gesamtleistung) in Höhe von ca. 35,6 % (Vorjahr: 33,7 %). Dies ist der allgemeinen Teuerung im Rohstoff- und Energiebereich zuzuschreiben. Der Personalaufwand liegt bei nahezu konstanter durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl mit ca. EUR 33,1 Mio. über dem Vorjahresniveau (EUR 30,5 Mio.). Aufgrund der sehr hohen Nachfrage war die Kapazitätsauslastung über das Jahr hinweg sehr hoch. Die Steigerung der Personalkosten wurde auch durch die gestiegenen Löhne und Sonderzahlungen zum Inflationsausgleich verursacht. Unserer Belegschaft in Gomaringen konnten wir bspw. im Geschäftsjahr 2022 eine Inflations-Sonderprämie auszahlen. Auch bei der SRA Developments Limited sind die Personalaufwendungen angestiegen. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich zum Vorjahr von EUR 13,7 Mio. auf nun ca. EUR 17,2 Mio. erhöht, was unter anderem auf einen Anstieg der Fremdleistungen vor allem in der Entwicklung sowie auf die Wiederaufnahme der internationalen Messetätigkeiten und die damit verbundenen Reisekosten zurückzuführen ist. Der Abschlussposten beinhaltet überdies Währungsverluste in Höhe von EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge stehen mit EUR 3,3 Mio. auf einem höheren Niveau wie im Vorjahr mit EUR 1,7 Mio. zu Buche, wobei der Abschlussposten Währungsgewinne in Höhe von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.) beinhaltet. Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Entwicklungen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Betriebsergebnis in Höhe von ca. EUR 18,3 Mio. (Vorjahr: ca. EUR 14,5 Mio.). Bezieht man das Finanzergebnis mit ein, welches betragsmäßig insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von insgesamt EUR 18,3 Mio. (Vorjahr: EUR 14,5 Mio.). Damit haben wir die im Vorjahreskonzernlagebericht abgegebenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 (Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern unterhalb dem des Geschäftsjahres 2021, aber über dem des Geschäftsjahres 2020 mit damals EUR 7,7 Mio.) deutlich übertroffen. Das Konzernergebnis (vor Anteilen anderer Gesellschafter) veränderte sich nach Ertragsteuern und sonstigen Steuern insgesamt von EUR 11,4 Mio. im Geschäftsjahr 2021 auf EUR 14,8 Mio. in 2022, liegt somit abermals im deutlich positiven Bereich. Vermögens- und Finanzlage Die Konzernbilanzsumme hat sich um ca. 17,2 % auf nun EUR 107,7 Mio. erhöht. Die Konzerneigenkapitalquote beträgt bezogen auf die Konzernbilanzsumme rd. 74,3 % (Vorjahr: 78,5 %). Unter Berücksichtigung der in den Verbindlichkeiten ausgewiesenen Gesellschafterkonten in Höhe von ca. EUR 14,4 Mio. (Vorjahr: ca. EUR 9,5 Mio.) ergibt sich gar eine wirtschaftliche Konzerneigenkapitalquote von 87,7 % (Vorjahr: 88,8 %). Das Anlagevermögen beträgt per 31. Dezember 2022 ca. EUR 34,7 Mio. (Vorjahr: EUR 35,4 Mio.). Das Umlaufvermögen hat demgegenüber einen Anteil von 66,9 % (Vorjahr: 60,3 %) an der Bilanzsumme, wobei sich die Vorräte betragsmäßig auf EUR 29,7 Mio. (Vorjahr: EUR 22,9 Mio.) belaufen. Um die Lieferfähigkeit trotz des Rohstoffmangels und der Teuerungsraten (teilweise bis zu 30 %) aufrechtzuerhalten, wurden im Berichtsjahr 2022 die Materialbestände durch strategische Zukäufe von Schlüsselkomponenten und wichtigen Vormaterialien kontrolliert nach oben gefahren. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände stehen mit EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 15,3 Mio.) hingegen auf betragsmäßig konstantem Niveau zu Buche. Zum 31. Dezember 2022 bestehen liquide Mittel in Form von Kassenbestand und Bankguthaben mit ca. EUR 27,0 Mio. (Vorjahr: ca. EUR 17,3 Mio.), wobei der Abschlussposten auch Festgelder und ähnliche Geldanlagen mit einer Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten in Höhe von EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) beinhaltet. Bei der Finanzierung verfolgten wir weiterhin das Ziel einer internen Finanzierung. So konnte der maßgeblich durch die erwähnten Investitionen in das Sachanlagevermögen und die getätigten Festgeldanlagen beeinflusste negative Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von insgesamt EUR -10,4 Mio. vollständig durch den deutlich positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 17,0 Mio. kompensiert werden. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR -1,7 Mio., außerdem stehen wechselkurs- und bewertungsbedingte sowie konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt EUR 0,1 Mio. zu Buche. Zugesagte und nicht ausgeschöpfte Kreditlinien bei Hausbanken bestanden zum 31. Dezember 2022 in hinreichendem Umfang. Liquidität war stets in ausreichendem Umfang vorhanden. Unsere Zahlungsverpflichtungen konnten wir jederzeit erfüllen. Bankverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns hat sich somit insgesamt gegenüber der bereits in 2021 guten Ausgangssituation weiter verbessert, ist geordnet, sehr stabil und zufriedenstellend. Die Gewinne werden zum überwiegenden Teil thesauriert (sei es in Form von Gesellschafterdarlehen oder über Einstellungen in das Konzerneigenkapital). Somit verbleibt die Liquidität in unserem Konzern, was es uns ermöglicht, uns weitestgehend intern zu finanzieren. 3. Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und Lage Insgesamt sind wir der Ansicht, dass sich der Konzern trotz der immer noch herausfordernden Rahmenbedingungen, die vor allem der Ukraine-Krieg mit sich brachte, auch im Geschäftsjahr 2022 als stabil und krisenfest erwiesen hat. Das Betriebsergebnis entspricht voll unseren Ansprüchen und soll in den kommenden Jahren auf diesem Niveau weiterentwickelt werden. Zumal wir durch die vor allem in vorangegangenen Geschäftsjahren getätigten Investitionen in Kapazitäten, Vertriebsstrukturen und Mitarbeiter, die wir aus internen Mitteln bewerkstelligen konnten, das Fundament für unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie ein nachhaltiges Wachstum gelegt haben. Diese Maßnahmen sollen langfristig zu weiter steigenden Umsätzen und Erträgen führen. Die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns beurteilen wir als sehr stabil und erfolgsversprechend. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Auch das Jahr 2023 wird nach unserer Ansicht weiterhin maßgeblich von exogenen Ereignissen und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen beeinflusst sein. Die als Folge der Corona-Pandemie zu Tage getretene Störung der internationalen Lieferketten und die Knappheit an elektronischen Bauteilen, insbesondere bei den für viele Branchen wichtigen Halbleitern und Chips, hat bereits die Jahre 2021 und 2022 negativ beeinflusst. Nach unserer Wahrnehmung stabilisiert sich die angespannte Situation hier allmählich, wenn auch nur langsam. Das gestiegene Preisniveau im Material- und Rohstoffbereich wird sich nach unserer Ansicht jedoch international manifestieren. Aber auch der weiter anhaltende Ukraine-Russland-Konflikt und die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen werden die Weltwirtschaft nach unserer Einschätzung weiter beeinflussen. Bereits im Jahr 2022 hat dieses Ereignis in der globalen Wirtschaft deutliche Spuren hinterlassen. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Konsequenzen sofort spürbar, die demokratischen Staaten haben in großer Einigkeit drastische Sanktionen gegen Russland verhängt. Aussagen zur zeitlichen Erstreckung der Krise, die sich durch weitere Aktionen Russlands auch weiter verschärfen kann, sind gegenwärtig kaum möglich, jedoch wird der Konflikt die Weltwirtschaft voraussichtlich längerfristig negativ beeinflussen. Aktuell gehen wir nicht davon aus, dass sich der kriegerische Konflikt militärisch auf andere Staaten bspw. der EU und der NATO ausweitet. Überdies gehen wir aktuell davon aus, dass die nationale Versorgungssicherheit im Hinblick auf Strom und Gas gewährleistet bleibt, wobei eine Verschlechterung der Situation momentan nicht ausgeschlossen werden kann. Allerdings werden der Ukraine-Russland-Konflikt, die damit einhergehenden Reaktionen westlicher Staaten und die mittlerweile eingeleiteten wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen Russlands voraussichtlich die im Zuge dessen angestiegenen Strom- und Gaspreise weiter auf hohem Niveau halten. Letztlich erhöhen die ökonomischen Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts auch die Volatilitäten der Wechselkurse. Wir gehen davon aus, dass beide Ereignisse auch Einfluss auf die Entwicklung der Medizintechnikbranche im Jahr 2023 haben und das unter Normalbedingungen erwartbare dynamische Wachstum dämpfen werden. Dementsprechend erwarten wir für das Jahr 2023 im Hinblick auf die Medizintechnikindustrie lediglich ein moderates Branchenwachstum von 5-6%. Die immer noch spürbare Störung der internationalen Lieferketten und die nur langsam einsetzende Entspannung hinsichtlich der Engpässe bei elektronischen Bauteilen, insbesondere bei den für unsere Produkte sehr wichtigen Halbleitern und Chips, die als Folgen der Corona-Pandemie zu Tage traten, stellen dabei nach wie vor eine große Herausforderung für unseren Konzerngeschäftsbereich Medizintechnik dar. Die Beschaffung von Rohmaterialien und elektronischen Bauteilen ist immer noch sehr kostenintensiv und erfordert weiterhin große Anstrengungen durch unseren Einkauf. Überdies resultiert die Allokation insbesondere von elektronischen Bauteilen in einem zunehmenden Koordinationsaufwand, wodurch sich Produktionsabläufe verlangsamen und damit verbunden Umsätze verzögern oder gar verringern könnten. Dieser Situation geschuldet hat BOWA den Materialbedarf mit Zukäufen, wie dargestellt, bereits ein Stück weit abgesichert. Welche Auswirkungen der Ukraine-Russland-Konflikt auf den Bereich Medizintechnik im Geschäftsjahr 2023 genau haben wird, bleibt abzuwarten. Im Hinblick auf den Absatz erwarten wir grundsätzlich, dass Produkte der Medizintechnik als humanitäre Güter von den westlichen Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen, ein Vertrieb der Medizintechnikprodukte insbesondere durch die in Russland ansässige und in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaft OOO "BOWA Eurasia" weiter möglich und der SWIFT-Geldtransfer mit den Partnerbanken in Russland zur Abwicklung solcher Geschäfte weiter durchführbar bleibt. Allerdings dürfte sich der Waren- und Geldverkehr aus bzw. nach Russland aufgrund strengerer Regularien deutlich verlangsamen. Auch kann es aufgrund des Ukraine-Russland-Konflikts und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Konsequenzen zum Wegfall von Kunden aus den betroffenen Regionen und Ländern kommen. Im Hinblick auf die Kostenseite ist zu erwarten, dass das durch den Ukraine-Russland-Konflikt befeuerte Preisniveau bei Strom und Gas zu Buche schlägt. Überdies gehen wir davon aus, dass die hohen Strom- und Gaspreise und die angespannte Situation insbesondere im Hinblick auf die Gasversorgung weiter Druck auf das Preisniveau bei den für die Produktion wichtigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausüben und dadurch das Konzernjahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 zusätzlich belasten wird. Noch deutlicher werden die negativen Konsequenzen der beiden Ereignisse unserer Einschätzungen nach langfristig die Automobilbranche treffen. Der Automotive-Markt wird 2023 demzufolge unserer Einschätzung nach weiter angespannt verlaufen. Gleichwohl rechnen wir im Bereich Automotive für das Geschäftsjahr 2023 grundsätzlich mit einem positiveren Umsatz-Verlauf als im Geschäftsjahr 2022, da sich eine leichte Entspannung des Halbleitermarkts und der weiteren Lieferketten und damit stabile Planung bei den Serienabnehmern abzeichnet. Mit einem weiteren Herunterfahren der Automotive- Produktion wie im zweiten Halbjahr 2022 ist folglich nicht zu rechnen, auch wird die Corona- Pandemie unserer Einschätzung nach keinen direkten Einfluss auf das Tagesgeschehen haben. Druck erfährt der Geschäftsbereich Automotive jedoch auf der Kostenseite: neben der allgemein festzustellenden Inflation werden insbesondere die Entwicklung des polnischen Energiemarkts sowie die vom polnischen Gesetzgeber vorgeschriebene Mindestlohnerhöhung, aber auch die Preissteigerungen bei den Rohmaterialien und beim Transport das Konzernergebnis voraussichtlich negativ beeinflussen. Zur Weitergabe anteiliger Kosten aus den vorab genannten Effekten wurden in verschieden Projekten im Automotive- Bereich bereits im Laufe der zweiten Hälfte der Geschäftsjahrs 2022 Preis-Verhandlungen mit den Endkunden angestoßen. Der wirtschaftliche Erfolg in 2023 ist direkt mit einem Verhandlungserfolg verknüpft. Die Wettbewerbsfähigkeit und die Konsequenzen aus diesen Preisanpassungen können aktuell nur begrenzt bewertet werden, wir gehen aber davon aus, dass die gleichen Rahmenbedingungen für alle Mitbewerber ähnlich gelten. Die herausfordernden gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Gegebenheiten werden nach unserer Ansicht dazu führen, dass wir im Konzern insgesamt kein entscheidendes Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2023 erzielen werden können. Vielmehr erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 sowohl in unseren beiden Konzerngeschäftsbereichen als auch im Konzern insgesamt einen Umsatz nur leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Allerdings bleiben Prognosen aufgrund der außerordentlich herausfordernden Gesamtsituation aktuell mit einer hohen Unsicherheit verbunden. Einhergehend mit der aktuell immer noch erschwerten Materialbeschaffung und den sonstigen bereits dargestellten Gegebenheiten erwarten wir eine entsprechende Steigerung des Materialaufwands, aber auch der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Personalaufwand wird, getrieben durch die Inflation, teils aber auch bedingt durch gesetzliche Regelungen wie der Erhöhung des Mindestlohns in Polen, voraussichtlich ebenfalls weiter deutlich ansteigen. Unter Berücksichtigung all dieser Effekte erwarten wir im Konzern für das Geschäftsjahr 2023 ein Betriebsergebnis und ein Ergebnis vor Steuern unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022, aber über dem des Geschäftsjahres 2021 mit damals EUR 14,5 Mio. und somit abermals im deutlich positiven Bereich. Unsere Ziele im Hinblick auf unsere Personalstrategie (hohe Mitarbeiterzufriedenheit) und unser Umweltmanagement (Einhaltung relevanter Normen) werden wir weiter konsequent verfolgen. Eine entsprechende Zertifizierung unseres Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 soll im Geschäftsjahr 2023 für die BOWA-electronic GmbH & Co. KG erhalten, verbessert und sukzessiv auf andere Tochtergesellschaften ausgerollt werden. Somit ist die künftig kommende Nachhaltigkeitsberichterstattung bereits durch eine etablierte KPI- Struktur unterstützt. Zudem werden wir auch im Jahr 2023 weiter in die Entwicklung neuer, innovativer Produkte investieren und nach Möglichkeit neue Produkte insbesondere im Medizintechnikbereich in den Markt einführen. Letztlich wollen wir die BOWA-Produkte in Zukunft als indikationsgerechte Komplettlösung für Bereiche in der Urologie und Gynäkologie anbieten, so dass die Attraktivität der Marke BOWA MEDICAL gesteigert wird. Chancenbericht Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden in den letzten Jahren hohe Investitionen in neue Produkte, Produktlinien und Verfahren im Bereich Medizintechnik getätigt. Dies wird auch für die kommenden Jahre notwendig sein, um weitere innovative Produkte auf den Markt zu bringen und den Herausforderungen der Branche und den Ansprüchen unserer Kunden auch künftig gerecht zu werden sowie im Wettbewerb mit hoch innovativen Produkten erfolgreich überzeugen zu können. Im Bereich Medizintechnik ist BOWA in Forschungsprojekten mit Forschungseinrichtungen vernetzt, was uns die Chance bietet, an innovativen Produktideen frühzeitig partizipieren zu können. Das Entwicklungsteam arbeitet sowohl für die eigene Produktlinie als auch gemeinsam mit OEM-Kunden an der technischen Umsetzung zur Schaffung neuer marktgerechter Produkte. Weitere Chancen auf Wachstum sehen wir im OEM-Geschäft in der medizinischen Robotik (RAS) allgemein und bei OEM-Kunden in China, UK und USA. Es gilt, den Wettbewerb auf diesen gigantischen, überdies wachsenden Märkten gezielt zu forcieren und eventuell das OEM-Geschäft in diesen Ländern ebenfalls zu aktivieren. Auch werden wir unsere Ambitionen auf dem brasilianischen Markt, in den wir im Geschäftsjahr 2020 durch den Erwerb von 51 % der Anteile an der CURA LIFE SCIENCE LTDA. eingetreten sind, weiter intensivieren. Im Geschäftsjahr 2023 werden wir daher unsere Anteile an der CURA LIFE SCIENCE LTDA. auf 100 % aufstocken. Die strategische Akquise der Ultraschalltechnologie über den Erwerb unserer englischen Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2016 erwies sich als richtig, hierdurch wird das Portfolio, mit dem wir den internationalen Wettbewerb bestreiten können, ideal ergänzt. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Produktpalette in diesem Bereich erneut erweitert, da es in diesem Sektor starkes Interesse im Bereich der Robotik Assistierten Systeme (RAS) gibt. Hier können wir die Projektsynergien im Zusammenhang mit unseren bestehenden Instrumenten und Generatoren voll ausnutzen und in den kommenden Jahren nachhaltige Kundenbeziehungen aufbauen. Überdies wollen wir auch im Jahr 2023 den im Jahr 2018 begonnenen Direktvertrieb von Robotikprodukten hauptsächlich in der CIS-Region weiter ausbauen. Bedingt durch die langen Projektlaufzeiten in diesem Ausschreibungsgeschäft können wir eventuell noch nicht planbare Umsatzzuwächse in der Medizinsparte generieren. Darüber hinaus können Teile unseres klassischen Medizintechnik-Produktportfolios zusammen mit den durch uns vertriebenen Robotik-Produkten verwendet werden. Somit partizipiert BOWA doppelt am Megatrend "Robotik" in der Medizintechnik. Da BOWA als Vorreiter der Medizintechnik schon seit 2020 die europäischen Vorgaben der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) umgesetzt hat und danach zertifiziert ist, nahm die OEM-Nachfrage nach den BOWA-Produkten in den letzten beiden Jahren bereits verstärkt zu. Einige OEM-Produzenten im selben Marktsegment scheinen immer noch mit der Umsetzung dieser aufwändigen gesetzlichen regulatorischen Vorgaben zu straucheln. Das verschafft BOWA einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil in diesem Bereich, der sich auch in den Planzahlen für 2023 des OEM-Bereichs deutlich zeigt. Bedingt durch unsere langjährige Aufbauarbeit, die Ausweitung unserer Kapazitäten und dem internationalen Aufbau des Vertriebsnetzes sowie der Konzernstrukturen sehen wir insgesamt erhebliche Chancen, unsere Marktanteile in der Medizintechnik merklich zu vergrößern. Im Bereich Automotive, insbesondere auch aufgrund langfristig gesicherter Aufträge, sollte es gelingen, unsere Marktposition zu verteidigen. Risikobericht Basierend auf unseren Unternehmenszielen und zugehörigen Erfolgsfaktoren, besteht unser - als Regelkreislauf zu verstehendes - Risikomanagementsystem in der Risikoidentifikation, der Risikoanalyse bzw. Risikobewertung, der Risikokommunikation und der Risikobewältigung. Wesentliche Bestandteile unseres Risikomanagements sind die Überwachung von Preisänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zahlungsschwankungen sowie sonstiger Risiken. Eine zentrale Rolle spielt dabei unser hausinternes Controlling, welches Risiken in enger Abstimmung mit den operativen Bereichen identifiziert und eingehend analysiert, die Geschäftsführung in adäquater Form informiert sowie die von der Geschäftsführung getroffenen Risikobewältigungsmaßnahmen koordiniert. Bestandsgefährdende Risiken wirtschaftlicher oder rechtlicher Natur sind für die Unternehmensgruppe momentan nicht erkennbar. Die nachfolgenden Ausführungen zeigen vor diesem Hintergrund die wichtigsten unternehmensspezifischen Risiken, denen wir uns ausgesetzt sehen. Die Auswirkungen exogener Ereignisse und Gegebenheiten wie des Ukraine-Russland-Konflikts sowie der immer noch spürbaren Störung der internationalen Lieferketten und die nur langsam einsetzende Entspannung hinsichtlich der Engpässe bei elektronischen Bauteilen, insbesondere bei den auch für unsere Produkte sehr wichtigen Halbleitern und Chips, bergen für nahezu alle Wirtschaftsakteure unvorhersehbare Risiken. Die weiteren Entwicklungen im Verlauf dieser Krisen sind dabei nicht konkret abzusehen, allerdings ist wie bereits dargestellt davon auszugehen, dass das dadurch bedingte hohe Preisniveau bei Strom, Gas, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei Vormaterialien insgesamt weiter anhalten wird. Aufgrund unserer soliden Vermögens- Finanz- und Ertragslage, die nicht zuletzt das Ergebnis unserer langjährigen, auf Nachhaltigkeit, Innovation, Stabilität und finanzieller Unabhängigkeit ausgerichteten Konzernstrategie ist, sehen wir uns jedoch in der Lage, mit dieser epochalen Herausforderung umzugehen. Unsere finanzielle Ausstattung verschafft uns Handlungsspielraum, unsere hohe Eigenkapitalquote und der geringe Verschuldungsgrad wirtschaftliche Sicherheit. Aufgrund der nach wie vor angespannten Situation im Zuliefererbereich, die sich nur langsam bessert, können zwar auch wir nicht ausschließen, dass es zu kurzfristig ungeplanten Stillständen in der Produktion kommt, gleichzeitig können wir von unseren hohen Vorratsbeständen im Konzern profitieren und unsere Lieferfähigkeit somit ein Stück weit absichern. Zudem hat sich vor allem unsere Entwicklung in der bereits in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 zu verzeichnenden herausfordernden Situation, die durch die Knappheit insbesondere an elektronischen Bauteilen, Halbleitern und Chips geprägt war, als kreativ, leistungsstark und reaktionsfähig erwiesen und die verfügbaren Materialien optimal genutzt. Aber auch jenseits des Ukraine-Russland-Konflikt sind wir als international agierender Konzern gesamtwirtschaftlichen Einflüssen ausgesetzt, die nicht beeinflussbar und auch nur schwer zu prognostizieren sind. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die gesamtwirtschaftliche Großwetterlage weiter volatil bleibt. Themen wie Handelszölle, Wirtschaftsembargos, Staatsschuldenkrisen und politische Konflikte werden auch im Geschäftsjahr 2023 den gesamtwirtschaftlichen Rahmen setzen, innerhalb dessen man zu agieren hat. Potenzielle Auswirkungen hieraus dürften sich jedoch zumindest im Hinblick auf den Bereich der Medizintechnik nicht in größerem Umfang ergeben, da diese Branche unserer Einschätzung nach schon allein aus humanitären Gründen von solchen Krisen weitestgehend unberührt bleiben dürfte. Diese Annahme wird aktuell auch dadurch bestätigt, dass die Lieferungen von Medizintechnikprodukten an unsere Tochterfirma OOO "BOWA Eurasia" in Russland trotz der Kriegssituation in der Ukraine und den damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland weiter möglich sind. Ein Risiko, mit dem sich die gesamte Medizintechnik-Branche konfrontiert sieht, besteht in dem rasanten technologischen Wandel. Hier Schritt zu halten, ist eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft. Durch die hohen bereits getätigten und künftig anstehenden Investitionen insbesondere im Bereich der Entwicklung, der Produktion und des Vertriebs, somit letztlich in unsere Innovationskraft, sehen wir uns jedoch bestens gewappnet, diese Herausforderung erfolgreich zu meistern. Unser Vertriebsnetz ermöglicht es uns, nah am Kunden zu sein, dessen Bedürfnisse zu verstehen und somit stets im Bild über aktuelle technologische Entwicklungen und Kundenwünsche zu bleiben. Risiken aufgrund der neuen EU-Medizinprodukteverordnung (MDR), die einen erhöhten Dokumentationsaufwand und dadurch auch längere Zulassungs- und Registrierungszeiten zur Folge hat, sehen wir in einem mittleren Umfang darin begründet, dass die gestiegenen Kosten den Druck auf die Margen erhöhen könnten, wenn die Marktpreise nicht adäquat steigen. Im Hinblick auf diese Herausforderungen sieht sich der Firmenverbund jedoch bestens gewappnet. Wir haben die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) durch eine rechtzeitige interne Umsetzung der geforderten Maßnahmen bereits in 2020 erfolgreich umgesetzt. Die turnusmäßig notwendigen Rezertifizierungen gemäß der MDR werden wir wie vorgesehen in 2025 erfolgreich weiterführen. Durch die ständige Verbesserung der Prozesse und Produkte im Betrieb soll die Rentabilität erhöht werden. Aber auch die Neuentwicklung innovativer Produkte, die nicht so großem Margendruck unterliegen, soll weiter forciert werden. Ein weiteres Risiko könnte durch die politisch forcierten Werkstoffverbote wie z.B. PFAS für die gesamte High-Tech-Industrie entstehen. BOWA benutzt sowohl im Automotivebereich als auch im Medizintechnikbereich einzelne Werkstoffe aus dieser Stoffgruppe, um den höchsten Ansprüchen an Temperatur und Haltbarkeit in der täglichen Anwendung gerecht zu werden. In 2023 wird die Entwicklungsabteilung Alternativwerkstoffe untersuchen und qualifizieren, um bei einem eventuellen Komplettverbot der PFAS-Werkstoffe die Produktion auf gleich hohem Niveau sicherzustellen. Die Risiken im Geschäftsfeld Automotive aufgrund der sich mittelfristig abzeichnenden Technologieänderungen, weg vom Verbrennungsmotor und hin zu alternativen Antrieben, schätzen wir für unsere Geschäftsentwicklung im Hinblick auf unsere Kernkompetenzen und unser Produktportfolio als eher gering ein. BOWA war in der Vergangenheit in der Lage und wird voraussichtlich auch in Zukunft in der Lage sein, sein Produktportfolio sehr flexibel der geänderten Kundennachfrage anzupassen, d.h. wir gehen davon aus, dass wir mit dem bestehenden Know-how auch an den zukünftig bei den alternativen Antrieben notwendigen Ausrüstungsteilen am Automotive-Markt partizipieren werden. Zudem können eventuell freiwerdende Fertigungskapazitäten im Automotivebereich als Unterstützung der Medizintechnikproduktion genutzt werden. Die Fertigungstechnologien und Maschinen sind für beide Sparten sehr wohl geeignet. Somit kann ein sukzessiver Umbau des Konzerns von Automotive hin zu Medizin ohne zusätzliche Investitionen in Personal und Maschinenpark realisiert werden. Ein Risiko, dem wir aus Gesamtkonzernsicht ausgesetzt sind, sehen wir im mit dem demographischen Wandel einhergehenden Fachkräftemangel. Als hochinnovativer Konzern bilden unsere Mitarbeiter die Grundlage für unseren unternehmerischen Erfolg, wir stehen somit auf dem Arbeitsmarkt im Wettbewerb mit anderen Unternehmen. Auch hier sehen wir uns jedoch sehr gut aufgestellt. Als gesellschaftergeführte, mittelständische Unternehmensgruppe, die gleichzeitig international tätig ist, können wir unseren Mitarbeitern exzellente Karriereperspektiven bieten. Gezielte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie moderne Arbeitsräumlichkeiten erhöhen zudem unsere Attraktivität als Arbeitgeber und die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Risiken im Hinblick auf den Beschaffungsmarkt bspw. in Form von Lieferengpässen begegnen wir durch langfristig angelegte Verträge mit unseren Geschäftspartnern sowie ein kurzfristiges Sourcing im Brokermarkt. Wir können auf ein internationales Netzwerk aus verlässlichen Lieferanten zurückgreifen, um mit herausfordernden Situationen umzugehen. Unseren Einkaufsabteilungen ist es dadurch bereits in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 unter den dargestellten herausfordernden Rahmenbedingungen gelungen, unsere Produktion mit den notwendigen Materialien zu versorgen, Versorgungsengpässe zu vermeiden und Preisänderungsrisiken teilweise abzufangen. Unsere kritischen Lieferanten auditieren wir überdies regelmäßig, um frühzeitig Qualitätsrisiken aufdecken zu können. Liquiditätsrisiken erachten wir aufgrund unserer sehr guten Eigenkapitalausstattung als sehr gering. Unsere konzernweite Ertragskraft ermöglicht es uns, unser operatives Geschäft sowie unsere Investitionen in großem Umfang aus Eigenmitteln zu bestreiten. Zahlungsausfälle können aufgrund des Ukraine-Russland-Konflikts insbesondere bei Kunden aus dieser Region vermehrt aufkommen. Kunden in problematischen Ländern werden gezielt durch Kreditversicherungen abgesichert, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Überdies betreiben wir ein umfassendes Debitorenmanagement, so dass wir über potenzielle Bonitäts- und Ausfallrisiken von Kunden stets im Bilde sind und proaktiv agieren können. Der Ausbau der Eigenmarke BOWA hat überdies dazu geführt, dass die Umsätze im Bereich Medizintechnik nur noch in etwa zu ca. 35,0 % von OEM-Kunden abhängen. Dadurch wäre ein Wegbrechen eines großen Einzelkunden wirtschaftlich leichter zu verkraften. Im Automotive-Bereich, wo die großen OEMs unsere Hauptkunden sind, sehen wir generell geringe Bonitätsrisiken. Wechselkursrisiken werden bewusst eingegangen und vom Konzerncontrolling laufend überwacht. Insgesamt sind wir der Meinung, dass wir aufgrund unseres Risikomanagements, unserer organisatorischen Aufstellung, unserer sehr guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und unserer Innovationskraft in der Lage sind, mit den dargestellten konzernspezifischen Risiken adäquat umzugehen.
Gomaringen, den 18. August 2023 gez. Geschäftsführung für die ELCA Geschäftsführungs-GmbH gez. Dr. Thomas Kröber gez. Jens Kröber gez. Martin Heinrich |
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