Stammdaten

Register
Amtsgericht Amberg HRB 5427
Vorher
Läpple Blechverarbeitung GmbH Heilbronn
Eingetragen
30.9.2008
Branche
Herstellung von Press-, Zieh- und StanzteilenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Press-, Ziehund Stanzteilen aller Art, von Maschinen und Anlagen sowie der Zusammenbau von Komponenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralph Kai Ulmer
seit 22.2.2024
Prokura
Dietmar Heinz Rascher
seit 22.2.2024
Prokura
Frank Dr. Scheppe
seit 6.8.2019
Prokura
David Jonda
seit 6.8.2019
Prokura
Bernhard Kavelius
seit 26.2.2014
Prokura
Hans Polder
seit 26.2.2014
Prokura
Michael Merker
seit 26.2.2014
Prokura
Hans-Jürgen Schiedt
seit 26.2.2014
Prokura
Oliver Wackenhut
seit 26.2.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
400.000 €
4.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Läpple Automotive GmbH

Teublitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

der LÄPPLE Automotive GmbH, Teublitz

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen der Gruppe

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Ziele und Strategien

1.3 Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit

1.4 Steuerungssystem

1.5 Technologie und Innovation

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsentwicklung

2.2.1 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf

2.2.2 Umsatz und Ertragslage

2.2.3 Finanzlage

2.2.4 Vermögenslage

2.2.5 Mitarbeiter

2.2.6 Frauenquote

2.2.7 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.2.8 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

3. Nachhaltigkeit

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Internes Kontrollsystem

4.2 Risikomanagement der Gruppe

4.3 Chancen und Risiken

5. Prognosebericht

1. Grundlagen der Gruppe

1.1 Geschäftsmodell

Die LÄPPLE Gruppe besteht aus vier operativen Geschäftsbereichen ("Business Units"):

Karosseriebau (LÄPPLE Automotive),

Normalien (FIBRO Normalien),

Rundtische (FIBRO Rundtische),

Automation (FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe).

Das Tätigkeitsfeld von LÄPPLE Automotive erstreckt sich auf die Entwicklung und Herstellung komplexer Teilegeometrien im Bereich Karosseriestruktur und Außenhaut unter Einsatz von Werkzeugkonstruktionen. Darüber hinaus werden die hergestellten Teile zu Modulen wie z.B. Türen, Heckklappen oder zu Baugruppen aus Strukturteilen zusammengebaut. LÄPPLE Automotive verfügt über Kompetenz in den Bereichen Leichtbau, neueste Fügetechnologien und Mischbauweisen bestehend aus unterschiedlichen Materialien. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Stärke im Original-Ersatzteilgeschäft. Die Business Unit ist hierbei vor allem für Kunden aus dem Premiumsegment tätig.

Die Business Unit Normalien (FIBRO Normalien) zeichnet sich durch ein weltweites Komplettangebot von werkzeugrelevanten Präzisionsnormteilen aus. Anwendung finden diese Präzisionsteile insbesondere in der Stanz- und Umformtechnik, im Formenbau und im Maschinenbau. In 2020 wurde die Kundenbetreuung durch einen neuen Web-Shop und ein modernes E-Commerce Handelshaus erweitert. Die neu entwickelte Produktgruppe Schieber wurde erfolgreich im Markt platziert.

Die Business Unit Rundtische (FIBRO Rundtische) bietet zwei Produktfamilien im Werkzeugmaschinenmarkt und in der Automation an. Für den Werkzeugmaschinenbau zeichnet sich das Produktprogramm ROTOCutting durch eine sehr große Produktvielfalt mit hoher Präzision aus. In 2020 wurde das Produktprogramm weiterentwickelt mit dem Fokus der Modularisierung und Standardisierung zur Kostenoptimierung. Die Produktgruppe ROTOMotion für die Automatisierungstechnik ist durch einen hohen Standardisierungsgrad flexibel in der Automobilindustrie einsetzbar.

Die FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe entwickelt, produziert und installiert Automationslösungen für Kunden weltweit. Die Kompetenz liegt dabei in der Entwicklung von industriellen Anwendungen für Handhabungs-, Transport- und Montageabläufe in den Bereichen Automotive, Luftfahrt und General Industry. Hierbei zeichnen sich die Anlagen durch Prozessstabilität, Anlageneffizienz und hohe Lebensdauer aus. Insbesondere die virtuelle Inbetriebnahme von Automationsanlagen zählt zu den Kompetenzen der FLT.

Neben diesen Business Units verfügt die LÄPPLE Gruppe mit der LÄPPLE Ausbildungs GmbH über eine zentrale Ausbildungsgesellschaft für die LÄPPLE Gruppe sowie für mehrere externe Unternehmen. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft, neben Qualifikationen und Umschulungen im Metallbereich - unter anderem für die Agentur für Arbeit -, auch individuelle Weiterbildungen für Unternehmen.

1.2 Ziele und Strategien

Die LÄPPLE Gruppe verfolgt das Ziel, alle Geschäftsbereiche als Technologiepartner für unsere Kunden zu positionieren. Hierbei sollen sie sich durch innovative Produkte, operative Exzellenz ("Lean Produktionsmethoden"), moderne Produktionsverfahren ("LÄPPLE 4.0"), internationale Präsenz ("Global Footprint") und eine sich durch Forschung und Entwicklung stets weiterentwickelnde hohe technische Kompetenz auszeichnen.

Die bereits in den Vorjahren vorgestellte Strategie "ONE LÄPPLE" wurde auch im Geschäftsjahr 2020 durch gruppenweite Trainings für Führungskräfte nachhaltig im Unternehmen verankert. Darüber hinaus wurden durch die Einführung der Business Unit Struktur im Jahr 2020 die Voraussetzungen für eine einheitliche weltweite Steuerung von Produktion und Vertrieb innerhalb der Geschäftsbereiche geschaffen. Daneben wurde auch die Regionalisierung der Gruppe mit dem weiteren Ausbau von LÄPPLE Taicang als produzierende Gesellschaft in China weiter vorangetrieben. Das bereits im Vorjahr gestartete Projekt LEAN LÄPPLE stellt die Steigerung der operativen Exzellenz gruppenweit in den Vordergrund.

Zur Strategieumsetzung wurden erneut erhebliche Investitionen in neue Anlagen, Maschinen und Infrastruktur vorgenommen. Durch die umfassende Ausbildung im eigenen Haus stehen der Gruppe qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung. Preisliche Wettbewerbsfähigkeit wird durch ein weltweites Sourcing von Materialien und Zukaufteilen sichergestellt.

1.3 Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit

Die LÄPPLE AG ist die Führungsholding der LÄPPLE Gruppe und direkte oder indirekte Muttergesellschaft aller Unternehmen der LÄPPLE Gruppe. Die LÄPPLE AG versteht sich primär als Managementholding. Daher sind die operativen Funktionen weitgehend den einzelnen Geschäftsbereichen zugeordnet. Gruppenübergreifende Themen (z.B. die Stärkung des Lean Managements) werden allerdings verstärkt durch die LÄPPLE AG koordiniert. Des Weiteren ist die zentrale Entwicklungsabteilung der Gruppe in der LÄPPLE AG angesiedelt. Die Hauptaktivitäten der Gruppe liegen gegenwärtig auf dem europäischen Markt. Wachsende Vertriebs- und Produktionstochtergesellschaften in Asien und Nordamerika bilden zudem Brücken in wesentliche außereuropäische Märkte. Der Ausbau der Marktstellung in diesen Märkten und der lokalen Fertigungen bilden Schwerpunkte der zukünftigen Investitionstätigkeit.

Die gruppenweiten IT-Dienstleistungen sowie ausgewählte Teilbereiche des Einkaufs sind in einer Dienstleistungsgesellschaft zusammengefasst (LÄPPLE Dienstleistungsgesellschaft mbH, LDL); die wesentlichen Pensionsverpflichtungen werden in einer entsprechenden Pensions-Management-Gesellschaft (LÄPPLE Personal Management AG & Co. KG, LPM) gebündelt.

Die deutschen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind in ihrem Finanzmanagement durch eine Cash-Pool-Vereinbarung unter Führung der LÄPPLE AG verbunden. Die LÄPPLE AG ist folglich die wesentliche Vertragspartnerin für alle Finanzierungsvereinbarungen.

1.4 Steuerungssystem

Das Leitbild der LÄPPLE Gruppe unterscheidet in drei Markenwerte und drei Eigenschaftswerte. Hierbei zeigen die Markenwerte auf, wofür wir stehen. Die Eigenschaftswerte hingegen bringen zum Ausdruck, wie wir sind.

Die Markenwerte der LÄPPLE Gruppe lauten:

Zuverlässigkeit

Nähe

Kompetenz

Die Eigenschaftswerte der LÄPPLE Gruppe sind:

erfolgsorientiert

verantwortungsbewusst

innovativ.

Darüber hinaus sind klassische finanzzahlgetriebene Überwachungssysteme ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Hierbei sind die zentralen Steuerungskennzahlen der LÄPPLE Gruppe wie folgt festgelegt:

Umsatz

Ergebnis (EBIT, vor sonstigen Steuern)

Liquidität

Weitere gruppenrelevante Kennzahlen sind:

Working Capital (definiert als Vorräte zuzüglich Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, ohne Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und ohne sonstige Verbindlichkeiten)

Free Cash Flow

Gearing (definiert als Nettoverschuldung im Verhältnis zu bereinigtem Eigenkapital)

Verschuldungsgrad (definiert als Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA)

Die finanzwirtschaftlichen Zielsetzungen, Vertriebskennzahlen wie zum Beispiel Auftragseingang und Umsatz sowie Kennzahlen aus dem Personalcontrolling (z.B. Mitarbeiterzahl, Krankenquote, Unfallstatistik, Altersstruktur, Fluktuationsquote) werden in monatlichen Gesprächen zwischen der LÄPPLE AG und den Leitungen der Business Units geprüft.

1.5 Technologie und Innovation

Die LÄPPLE Automotive GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vorhandene Konzepte zum Thema Karosserieleichtbau konsequent weiterentwickelt und auch neue Entwicklungen begonnen.

Die Aktivitäten der Weiterentwicklungen und Neuentwicklungen:

Innovatives Zuschnittsverfahren zur Maximierung des Material-Ausnutzungsgrades im Kleinserien- und Ersatzteilbereich

Numerische Simulationsverfahren und -methoden zur verbesserten Absicherung von Fertigungsprozessen

Innovative Schweißprozesse für Betriebsmittel

Laserschweißen von Leichtbaulegierungen

Alle Aktivitätsbereiche der LÄPPLE Automotive GmbH unterstützen die Kunden bei der Zielerreichung im automobilen Leichtbau, insbesondere die Ziele zur CO 2 -Reduzierung werden unterstützt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die COVID-19-Pandemie hat im Gesamtjahr 2020 tiefe Spuren in der deutschen Wirtschaftsleistung hinterlassen: Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 % (kalenderbereinigt 5,3 %) gesunken.

Auch die internationalen Automobilmärkte konnten sich diesen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen nicht entziehen: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich hier die Verkaufszahlen weltweit im Durchschnitt sogar um 15 % vermindert.

Quelle: Deutsche Bundesbank Monatsbericht Januar 2021 / VDA Berlin 19.01.2021

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Aufgrund der COVID-19-Pandemie war im Jahr 2020 mit Ausnahme von China in allen großen Wirtschaftsregionen der Welt eine Reduzierung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

Veränderung des BIP zum Vorjahr
in %
2020 2021/Plan
Weltweit - 3,6 % 5,8 %
USA - 3,6 % 4,0 %
China 2,2 % 9,5 %
Eurozone - 7,4 % 5,6 %
Deutschland - 5,0 % 4,5 %

In Deutschland erreichte der Rückgang des BIP beinahe die Dimension des Jahres 2009, als sich die Wirtschaftsleistung im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise um 5,7 % verringerte. Besonders betroffen waren die kontaktintensiven Dienstleistungen wie beispielsweise das Gastgewerbe und Teile des stationären Handels, aber auch in der Industrie waren erhebliche Einbußen zu verzeichnen. Lediglich in wenigen Bereichen wie dem Online-Handel und dem Baugewerbe konnte eine Steigerung der Wertschöpfung erzielt werden.

Quellen: Deutsche Bank Research 14.12.2020 / Deutsche Bundesbank Monatsbericht Januar 2021

2.1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die COVID-19-Krise hat sich im Jahr 2020 massiv auf die internationalen Automobilmärkte ausgewirkt. In fast allen Ländern der Welt gingen die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr teils drastisch zurück. Von den drei großen Absatzregionen (Europa, USA und China) war hierbei der Rückgang der Verkaufszahlen in Europa (EU27 + EFTA + UK) am stärksten (- 24,3 %). Während der Rückgang in Deutschland (- 19 %) etwas geringer als im europäischen Durchschnitt ausfiel, war insbesondere im Vereinigten Königreich (- 29 %) und Spanien (- 32 %) eine noch stärkere Verminderung der Zulassungszahlen zu verzeichnen. Auf dem US-amerikanischen Markt reduzierten sich die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 17 %, wobei hier die Rückgänge im Bereich der Light Trucks (- 10 %) deutlich geringer waren als im Bereich der Pkw (- 28 %). In China ergab sich trotz einer Erholung ab dem zweiten Quartal auf Jahresbasis ebenfalls eine Reduzierung der Verkaufszahlen, wobei diese mit - 6 % deutlich niedriger ausfiel als in Europa und den USA.

Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen Januar - Dezember 2020
Anzahl Veränderung 2020/2019
in %
Europa (EU27+EFTA+UK) 11.961.200 -24,3
Europäische Union (EU-27) 9.942.500 -23,7
Westeuropa (EU14+EFTA+UK) 10.804.200 -24,5
Neue EU-Länder (EU13) 1.157.000 -23,0
USA 12.842.100 -16,8
China 19.790.000 -6,1
Japan 3.810.000 -11,4
Russland 1.598.800 -9,1
Indien 2.435.100 -17,7
Brasilien 1.954.800 -26,7

Während in China (+ 7 %) und den USA (+ 6 %) die Absatzzahlen im Einzelmonat Dezember bereits wieder über dem Vorjahresniveau lagen, konnte der europäische Markt auch im Dezember die Verkaufszahlen des Vorjahresmonats noch nicht erreichen (- 4 %).

Insbesondere auch bedingt durch den Technologiewandel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb stehen die OEMs in der Fahrzeugindustrie weiterhin unter erheblichem Effizienzdruck, welchen sie an ihre Zulieferer, bei unverändert hohen Qualitätsanforderungen, auch im Jahr 2020 weitergegeben haben.

Auch auf den Maschinen- und Anlagenbau hatte die COVID-19-Pandemie deutlich negative Auswirkungen, was für das Gesamtjahr 2020 zu einem Rückgang der realen Produktion des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus im Vergleich zum Vorjahr um 14 % führte. Das hohe Maß an Unsicherheit in der globalen Wirtschaft, der weiterhin vorhandene Protektionismus sowie der Strukturwandel in der wichtigen Abnehmerbranche Fahrzeugbau belasten hierbei die Investitionsgüterkonjunktur noch zusätzlich.

Quellen: VDA Berlin 19.01.2021 und VDMA Frankfurt 08.12.2020

2.2 Geschäftsentwicklung

2.2.1 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf

Das Kalenderjahr 2020 startete planmäßig bis zum Beginn der Corona Pandemie im März/April. Durch den Volumeneinbruch infolge der Pandemie lag der Teileumsatz 2020 deutlich unter dem geplanten Wert. Der IST-Umsatz (ohne Projekte) lag mit einem Wert von MEUR 200,0 unter Vorjahr und der Erwartung (Planumsatz 2020 MEUR 261,7). Das EBIT inkl. der Bildung einer Restrukturierungsrückstellung lag mit MEUR -15,0 ebenfalls deutlich unter Plan. Hier entspricht die Entwicklung des Unternehmens in 2020 der Entwicklung der Branche. Um die Kapazitäten den reduzierten Umsätzen anzupassen, wurde das Instrument der Kurzarbeit konsequent genutzt. Ebenfalls wurde die Leiharbeitnehmerquote im Vergleich zum Vorjahr massiv reduziert. Hierdurch konnte ein größerer Abbau von Stammarbeitsplätzen verhindert werden.

Der Auftragseingang "über Laufzeit" liegt mit MEUR 378 über dem Planwert von MEUR 250.

2.2.2 Umsatz und Ertragslage

Im Vergleich zu 2019 liegt der Gesamtumsatz mit 248,4 MEUR deutlich unter dem Vorjahresniveau von 333,9 MEUR.

Die Umsatzverteilung nach Bereichen ist aus der nachfolgenden Tabelle zu erkennen:

In TEUR 2019 2020
Serienumsatz (Press-,Stanz- und Montageteile) 253.787 199.989
Projektumsatz (Werkzeuge und Anlagen) 80.153 48.398
GESAMT 333.940 248.368

Der Serienumsatz lag aufgrund des Shutdowns im Frühjahr und den weiteren Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Zudem liegt der Werkzeug- und Anlagenumsatz 2020 mit 48,4 MEUR wieder auf Normalniveau. Das Jahr 2019 spiegelt eine Sondersituation mit dem Abschluß einer überdurchschnittlichen Anzahl von Projekten wieder.

Das Jahresergebnis liegt bei -16,5 MEUR nach 4,2 MEUR im Vorjahr.

2.2.3 Finanzlage

Der Cash-Flow der LÄPPLE Automotive GmbH ist trotz der negativen Ergebnislage infolge der Corona-Pandemie und der beschriebenen Finanzierungswünsche der OEM´s nur moderat negativ. Working-Capital-Maßnahmen und die Leasingfinanzierung von Produktionsanlagen hatten eine positive Wirkung.

In MEUR 2019 2020
Jahresüberschuss 4,2 -16,5
Abschreibungen 7,5 8,4
Veränderungen Working Capital sowie Sonstige (Aktiva / Passiva) 1,1 21,3
Veränderungen Rückstellungen -7,9 -2,6
Investitionen 1,0 -17,5
Free-Cash-Flow (vor Finanzierung) 5,9 -6,9

Reduzierte Anzahlungsquoten für Werkzeuge und die vermehrt geforderte Amortisation der Anlageninvestitionen im Teilepreis spiegeln das Bestreben der OEMs nach einer Einbindung der Zulieferer in die Finanzierung der Projekte wieder. Die negativen Investitionen erklären sich durch Leasingfinanzierung wodurch die LÄPPLE Automotive GmbH weiterhin cashneutral wachsen konnte.

Der negative Free-Cash-Flow reduzierte im Geschäftsjahr den Cash-Pool der LÄPPLE AG. Zum Jahresende beliefen sich die diesbezüglichen Verbindlichkeiten auf -20,3 MEUR (Vorjahr -13,3 MEUR).

2.2.4 Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen erhöhte sich insbesondere aufgrund der Investition in eine neue servomechanische Transferpresse am Standort Heilbronn um 9,2 MEUR auf 85,6 MEUR.

Das Vorratsvermögen verringerte sich größtenteils durch Projektfaktura und Leasingeinzahlungen um -20,2 MEUR auf 34,8 MEUR.

Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von -17,5 MEUR ist auf das geringere Umsatzniveau und vorfristige Kundenzahlungen zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um -1,0 MEUR auf 1,7 MEUR.

Der Rückgang der Rückstellungen um -2,6 MEUR im Vergleich zum Vorjahr beinhaltet im Wesentlichen niedrigere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen Projekte (-8,6), noch zu erbringende Leistungen (-3,9) sowie die Rückstellungsbildung für Restrukturierungsmaßnahmen (+8,2 MEUR) und übrige sonstigen Rückstellungen (+1,9).

Die gesamten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten reduzierten sich um -25,6 MEUR auf 16,1 MEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der LÄPPLE Automotive GmbH stiegen um 8,0 MEUR auf 21,7 MEUR. Bei den Sonstigen Verbindlichkeiten war ein Anstieg in Höhe von 7,1 MEUR auf 11,0 MEUR zu verzeichen.

2.2.5 Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum waren 1.093 Mitarbeiter in der LÄPPLE Automotive GmbH beschäftigt. Dies entspricht einem Abbau von -25 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr.

2.2.6 Frauenquote

Die Gesellschafter der LÄPPLE Automotive GmbH haben in ihrer Gesellschafterversammlung vom 16.02.2016 für den ersten im Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst definierten Erfüllungszeitraum (30. Juni 2017) eine Zielquote von Frauen in der Geschäftsführung/Vorstand von 0% und im Aufsichtsrat von 0% beschlossen. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung hat die Geschäftsführung am 23.02.2016 eine Zielgröße von 0% für die erste Führungsebene und von 5% für die zweite Führungsebene beschlossen. Die Zielgrößen der Führungsebenen unterschreiten den Status Quo nicht.

2.2.7 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Auch in 2020 nahmen das Qualitäts-, Umwelt-, Energie- und Arbeitssicherheitsmanagement, der Datenschutz, die Informationssicherheit sowie die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung einen wichtigen Stellenwert ein.

Die LÄPPLE AUTOMOTIVE GmbH erfüllt die Qualitätsmanagementanforderungen aus der DIN EN ISO 9001 sowie die automobilspezifischen Zusatzforderungen aus der IATF 16949 und ist nach diesen Normen zertifiziert. Auch die Umwelt- und Energiemanagementstandards DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 werden eingehalten. Zur Nutzung von Synergien sind an den Standorten Heilbronn und Teublitz die bestehenden Umwelt-, Energie-, Qualitäts- und Arbeitssicherheitsmanagementaktivitäten in einem Managementsystem integriert. Die Umwelt-, Energie-, Qualitäts- und Arbeitssicherheitsaktivitäten im LÄPPLE Konzern werden auf Ebene der LÄPPLE AG durch die Stelle "LÄPPLE Managementsystem" abgestimmt, um auch gesellschaftsübergreifend die positiven Wechselwirkungen für die gesamte LÄPPLE Gruppe zu nutzen.

Erkenntnisse aus den internen und externen Audits sowie Hinweise und Verbesserungsvorschläge werden genutzt, um die Stabilität und Sicherheit der Produktionsprozesse, als auch der übrigen Abläufe stetig zu verbessern und das Risiko für Qualitätsmängel und Unfälle weiter zu minimieren. Ergänzend hierzu werden Mitarbeiter in regelmäßigen Schulungen und Unterweisungen über die potentiellen Gefahren der Maschinen/Anlagen und der eingesetzten Gefahrstoffe sensibilisiert und zu verantwortungsbewusstem Handeln angehalten. Die in 2017 begonnenen Vorbereitungen für eine Zertifizierung des Arbeitsschutzmanagementsystems wurden weitergeführt, sodass diese (nach OHRIS) voraussichtlich im Jahr 2021 erfolgen kann. Das an den Standorten Heilbronn und Teublitz eingeführte Energie- und Umweltmanagementsystem leistet unter anderem einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Energiekosten.

Darüber hinaus hat die LÄPPLE AUTOMOTIVE GmbH ein Compliance System implementiert. Im Berichtszeitraum wurden Compliance Schulungen vor allem bei dem Eintritt neuer Mitarbeiter durchgeführt, um auf diesem Gebiet zu sensibilisieren. Ebenfalls zur weiteren Erhöhung der Rechtssicherheit wurde das etablierte Beauftragtenwesen inklusive der Erstellung und Aktualisierung von Rechtskatastern fortgeführt.

2.2.8 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Die Ergebnissituation der LÄPPLE Automotive GmbH wurde durch die Corona-Pandemie stark negativ beeinflusst. Die Auftragseingänge konnten dagegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich übertroffen werden. Im Jahresverlauf wurden in allen Bereichen die geplanten Optimierungen realisiert. Zudem wurden die weiterhin notwendigen Aktivitäten definiert und eingeleitet, um mittelfristig das definierte Margenziel zu erreichen.

3. Nachhaltigkeit

Die Unternehmensgruppe verfügt mit dem im Jahr 2018 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag, der im Geschäftsjahr 2020 um öffentliche Förderdarlehen ergänzt wurde, über eine stabile Finanzierungsstruktur, welche die langfristige Weiterentwicklung der Gruppe unterstützt.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Internes Kontrollsystem

Innerhalb der LÄPPLE Gruppe ist ein internes Kontrollsystem (IKS) zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung (einschließlich Anhangserstellung und Lageberichterstattung) eingerichtet. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet Grundsätze, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen zur Sicherstellung einer vollständigen, richtigen und zeitnahen Erfassung von Geschäftsvorfällen unter Einhaltung der regulatorischen Vorgaben.

Basis des IKS innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation bilden das 4-Augen-Prinzip und die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen sowie Richtlinien, Verfahrensanweisungen und Genehmigungsprozesse, die durch das interne Informations- und Kommunikationssystem unterstützt werden. Fehlerverhindernde und -aufdeckende Maßnahmen sind in Form von systemunterstützten und manuellen Kontrollen in den Prozessen integriert oder als Überwachungskontrollen im Verantwortungsbereich von Bereichs-/ Abteilungsleitern bzw. Geschäftsführern und Vorstand eingerichtet.

4.2 Risikomanagement der Gruppe

Die LÄPPLE Gruppe verfügt über ein verbindliches Risikomanagement. Die Grundlage hierfür bildet das gruppenweit gültige Risikomanagement-Handbuch.

Ziel des Risikomanagementsystems der LÄPPLE Gruppe ist unverändert, den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmensgruppe abzusichern, indem etwaige bestandsgefährdende Risiken oder entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen frühzeitig aufgedeckt, analysiert und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen belegt werden. Dabei erfolgt - aufbauend auf einer Risikoinventur - für identifizierte Risiken eine Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe auf Basis eines Erwartungswertes des potentiellen Aufwands. Dieser Erwartungswert steuert die Einordnung der Risiken in Risikoklassen und die für diese Klassen festgelegten Handlungsstrategien.

Risiken mit einem bestimmten Erwartungswert werden nicht nur von den Leitern der jeweiligen Business Units bearbeitet, sondern müssen auch dem Vorstand der LÄPPLE AG mitgeteilt werden.

Hierbei sind wir uns darüber im Klaren, dass eine vollständige Risikoabwehr nicht möglich ist, da manche Risiken entweder nicht unmittelbar transparent sind oder geeignete Gegenmaßnahmen nicht realisiert werden können. Zudem erfordert unternehmerisches Handeln vor dem Hintergrund eines gewinnorientierten Wachstums auch das bewusste Abwägen von Risiken und Chancen.

Zentrales Element des allgemeinen Risikomanagements in der LÄPPLE Gruppe ist daneben das gruppenweite Berichterstattungssystem. Im Rahmen des Reporting-Systems erstellen alle Gruppenunternehmen folgende Berichte:

Monatliche Ergebnisberichte (beinhalten Gewinn- und Verlustrechnung, Liquidität, Bilanz und Cash-Flow sowie ggf. Abweichungsanalysen),

Monatliche Personalberichte mit Personalkennzahlen wie z.B. Mitarbeiterzahl, Krankenquote, Unfallstatistik, Altersstruktur, Fluktuationsquote, etc.,

Risikoberichterstattung mit Ad-hoc-Meldung für besondere Fälle,

12-Monats-Liquiditätsplan, der monatlich rollierend fortgeschrieben wird,

Quartalsergebnisse und HB II Reporting Packages inkl. Cash-Flow-Rechnung zum unterjährigen Abgleich zwischen Einzelergebnissen und Gruppenbetrachtung (insbesondere konsolidierungsrelevante Geschäftsvorfälle),

Vertriebsberichte mit Umsatz und Auftragseingang,

Compliance-Report.

Die jeweiligen Berichte werden monatlich mit den Bereichsverantwortlichen im Rahmen von Business Reviews diskutiert und Handlungsalternativen bewertet. Für den Aufsichtsrat wird ein monatlicher Bericht erstellt, der wesentliche Kennzahlen sowohl für die einzelnen Unternehmensbereiche als auch für die Gruppe enthält. Die wirtschaftliche Entwicklung wird in den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats erläutert.

Der Schwerpunkt der allgemeinen Analysen lag im Geschäftsjahr 2020 neben der Überwachung der Ergebnisentwicklung insbesondere auf der Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität. Vor dem Hintergrund der extrem hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurden zu Beginn der COVID-19-Pandemie unterschiedliche Szenarien simuliert, deren Auswirkungen auf Liquidität und Ergebnis analysiert und geeignete Gegenmaßnahmen in die Wege geleitet.

Einmal jährlich wird eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung für die Unternehmensgruppe erstellt. Diese Planung umfasst die kommenden fünf Jahre.

4.3 Chancen und Risiken

Die LÄPPLE Automotive GmbH geht davon aus, dass sich der Trend zu einer Vielzahl an neuen Derivaten weiter abschwächen wird. Die geplanten Projektvergaben und die Auslagerung von Karosseriemodulen durch die OEMs ergeben weiterhin Chancen für die LÄPPLE Automotive GmbH als Modul-Lieferant.

Unabhängig von den Konjunkturerwartungen gelten geschäftsmodelltypisch diverse Risiken:

Wir sehen weiterhin ein Risiko in zunehmenden Forderungen von OEMs nach Vorfinanzierungen in dem Sinne, dass der Auftragnehmer Werkzeuge über die Projektphase vorfinanzieren und Anlagen über die Laufzeit im Teilepreis amortisieren soll. Es besteht das Risiko, dass durch diesen hohen Vor- und Zwischenfinanzierungsbedarf das Umsatzwachstum gebremst werden kann.

Ein mittleres Risiko sehen wir bei der Bodensanierung am Standort Teublitz. Für einen Teilbereich konnten die Sanierungsmaßnahmen vollständig abgeschlossen werden. Für den restlichen Bereich wurden für die eventuell anfallenden Sanierungskosten Rückstellungen in Höhe der voraussichtlich anfallenden Aufwendungen gebildet.

Das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2021 birgt jedoch der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie, da das Infektionsgeschehen eine hohe Dynamik aufweist und weitere Infektionswellen und deren Verlauf nicht verlässlich abschätzbar sind. Die Ausweitung bestehender Lockdown-Maßnahmen sowie die durch COVID-19 bedingte Störung der globalen Lieferketten in der Automobilindustrie können die Geschäftstätigkeit der Läpple Automotive GmbH massiv belasten.

Diesen Risiken stehen die aktuellen Wettbewerbsposition und die sich daraus ergebenden Chancen gegenüber, die bei einer Gesamtbeurteilung der weiteren Entwicklung zu beachten sind:

Die Kompetenz im Karosserierohbau begünstigt die LÄPPLE Automotive GmbH bei der Vergabe von Rohbauaufträgen seitens der OEMs. Angesichts der Anzahl der geplanten Neumodelle gehen wir in diesem Geschäftsfeld weiterhin von interessanten Auftragsvergaben aus. Die Technologieentwicklung im Karosserierohbau und im Leichtbau, die weiterhin einen erheblichen Flächenmehrbedarf in den Werken der OEMs hervorrufen wird, erhöhen die Chancen der Zulieferer, Neugeschäft zu generieren. Die eingeschlagene Strategie zur Produktion von Karosseriemodulen versus Pressteilen zeigt hier Wirkung.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus heutiger Sicht keine existenzbedrohenden Umstände für die LÄPPLE Automotive GmbH erkennbar sind.

5. Prognosebericht

Vor dem Hintergrund der hohen gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit insbesondere in Folge der COVID-19-Pandemie und der damit eingeschränkt verlässlichen Planbarkeit halten wir einen insgesamt vorsichtigen Blick auf das Geschäftsjahr 2021 der LÄPPLE Automotive GmbH für angemessen. Nichtsdestotrotz sind unserer Einschätzung nach aufgrund einer gefestigten Marktposition, eines hohen Auftragsbestands sowie positiver Effekte aus den eingeleiteten Strukturmaßnahmen die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung der LÄPPLE Automotive GmbH in 2021 geschaffen.

Beim Umsatz erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021 einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum pandemiebedingt äußerst schwachen Geschäftsjahr 2020, wobei jedoch das Vor-Corona-Umsatzniveau der Jahre 2018 und 2019 voraussichtlich noch nicht erreicht werden wird. Getragen wird der Anstieg insbesondere von einer Erholung des westeuropäischen und nordamerikanischen Automobilmarkte.

Der mit dem zusätzlichen Umsatz verbundene Deckungsbeitrag sowie positive Effekte aus den im Geschäftsjahr 2020 eingeleiteten Strukturmaßnahmen werden die Profitabilität der LÄPPLE Automotive GmbH gegenüber dem sehr schwachen Jahr 2020 deutlich steigern. Das EBIT wird hierbei im positiven Bereich, allerdings immer noch unterhalb des Vor-Corona-Niveaus erwartet.

Der bestehende Konsortialkreditvertrag, ergänzt durch die im Geschäftsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen öffentlichen Förderdarlehen, gewährleistet einen stabilen Finanzierungsrahmen für das profitable Wachstum und die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe, so dass die LÄPPLE Automotive GmbH auch zukünftig ein stabiler Partner für ihre Kunden sein wird. Hierbei ist ein Anstieg der Nettoverschuldung unter anderem durch Projektinvestitionen bei stabiler Liquiditätssituation weiterhin geplant.

Die Entwicklung der LÄPPLE Automotive GmbH ist letztlich auch von einer Vielzahl von exogenen Faktoren abhängig:

Unklarheit über den weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie und mögliche verschärfte Lockdown-Maßnahmen sowie die "neue Normalität" nach der Pandemie,

Entwicklung der Produktionsvolumina im Bereich der Automobilindustrie,

Entwicklung des Werkzeugmarkts und des Werkzeugmaschinenbaumarkts insbesondere in Europa,

Steigende Rohstoff- und Energiepreise,

Einschränkungen des Freihandels infolge des zunehmenden Protektionismus in verschiedenen Ländern,

Weitere Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China,

Künftige Finanzierungsanforderungen der OEMs an die Zulieferer,

Entwicklung des Zinsniveaus (insbesondere in den USA und der Eurozone) und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum).

 

Teublitz, 17. Februar 2021

LÄPPLE Automotive GmbH

Oliver Wackenhut, Geschäftsführer

Harald Jung, Kaufmännischer Leiter

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.665.997,09 3.596.987,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.339.069,31 47.049.964,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.113.137,50 3.281.328,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.389.872,00 22.428.134,03
85.508.075,90 76.356.414,91
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 76.787,00 76.787,00
85.584.862,90 76.433.201,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.287.419,87 12.905.926,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 24.117.364,50 22.154.051,99
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.460.549,49 3.195.298,00
4. Geleistete Anzahlungen 25.252.470,13 43.976.222,03
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -29.291.409,44 -27.225.812,59
34.826.394,55 55.005.685,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.405.568,01 28.920.442,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 66.258,05 177.658,86
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.615.230,86 2.678.605,29
13.087.056,92 31.776.706,39
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.150,45 26.514,91
47.935.601,92 86.808.906,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.462,87 15.763,39
133.533.927,69 163.257.872,03

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Kapitalrücklage 13.614.571,94 13.614.571,94
III. Bilanzgewinn 6.373.725,45 22.894.037,84
29.988.297,39 46.508.609,78
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 375,00 60.375,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.957.284,00 2.081.543,00
2. Steuerrückstellungen 32.517,00 583.917,00
3. Sonstige Rückstellungen 48.430.868,88 50.350.086,40
50.420.669,88 53.015.546,40
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.350.258,86 4.350.243,13
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.090.966,31 41.728.823,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.721.781,05 13.734.775,91
4. Sonstige Verbindlichkeiten 10.961.579,20 3.859.497,99
(davon aus Steuern € 2.074.503,09; Vorjahr € 1.973.628,53)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.611,76; Vorjahr € 1.611,76)
53.124.585,42 63.673.340,85
133.533.927,69 163.257.872,03

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 248.368.403,63 333.940.344,49
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.228.564,00 4.415.736,86
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.693.309,30 4.929.206,73
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.014.423,91 4.052.125,02
260.304.700,84 347.337.413,10
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 155.983.383,19 211.136.996,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.112.041,71 21.033.017,35
168.095.424,90 232.170.013,54
92.209.275,94 115.167.399,56
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 61.698.893,34 63.173.814,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.055.613,02 12.136.582,05
(davon für Altersversorgung € 51.124,19; Vorjahr € 213.218,84)
73.754.506,36 75.310.396,69
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.389.641,93 7.548.210,78
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.030.015,30 26.353.783,80
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.358.032,62 1.411.299,48
(davon an verbundene Unternehmen € 1.152.723,74; Vorjahr € 1.242.082,09)
(davon aus Aufzinsung € 122.953,93; Vorjahr € 166.281,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.183,20 189.063,37
11. Ergebnis nach Steuern -16.350.103,47 4.354.645,44
12. Sonstige Steuern 170.208,92 168.700,09
13. Jahresfehlbetrag (-)/-überschuss (+) -16.520.312,39 4.185.945,35
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 22.894.037,84 18.708.092,49
15. Bilanzgewinn 6.373.725,45 22.894.037,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

1. Allgemeine Grundlagen

Der Jahresabschluss 2020 ist gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die LÄPPLE Automotive GmbH mit Sitz in Teublitz hat die Herstellung und Vertrieb von Press-, Zieh- und Stanzteilen aller Art, von Maschinen und Anlagen sowie der Zusammenbau von Komponenten zum Gegenstand des Unternehmens. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Amberg unter HRB 5427 eingetragen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Notwendige Bilanzvermerke sind insgesamt bei den jeweiligen Positionen im Anhang angegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den einheitlichen Bilanzierungsrichtlinien der LÄPPLE Gruppe.

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt bei 5 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. In den Herstellungskosten sind keine Kosten für Forschung und Entwicklung enthalten. Die Nutzungsdauer bei den Gebäuden liegt zwischen 9 und 19 Jahren, bei den Technischen Anlagen und Maschinen zwischen 8 und 21 Jahren, bei den TPA Investitionen zwischen 7 und 10 Jahren und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 5 und 16 Jahren.

Ab 2018 angeschaffte geringwertige Wirtschafsgüter mit einem Wert bis € 800,00 werden im Jahre der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellkosten nicht enthalten.

Die geleisteten Anzahlungen auf Bestellungen im Umlaufvermögen sind zum Nennwert bewertet und in dem Posten "Vorräte" enthalten.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert bewertet und offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden vollständig abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Die Bewertung des Sonderpostens mit Rücklageanteil erfolgt zum Nennwert

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Bei der Ermittlung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % für 2021 und danach 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) unterstellt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit einem Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 2,30 % (Vorjahr 2,71 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre und dem Wertansatz bei einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre beträgt TEUR 77, für den eine Ausschüttungssperre besteht. Dieser Unterschiedsbetrag betrifft den Zinsaufwand.

Rückstellungen

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,44 % (Vorjahr 0,57 %) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung wurden auch eine Einkommensdynamik von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) unterstellt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Vereinbarungen und für potenzielle Anwartschaften gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Verpflichtung zur Gewährung von Jubiläumszuwendungen ergibt sich aus der zum 1. Januar 2016 in Kraft getretenen und bis zum 31. Dezember 2022 befristeten Betriebsvereinbarung. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wird auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem zeitratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G berechnet. Bei der Ermittlung wurden jährliche Einkommenssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) unterstellt. Zudem wurde der Anstieg der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenzen in Höhe von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) berücksichtigt. Die Rückstellung wurde pauschal mit einem Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,60 % bzw. 1,60 % (Vorjahr 0,57 % bzw. 1,97 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 1 Jahr bzw. 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Der Effekt aus der Erstanwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck ist unwesentlich.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung angemessener Preis- und Kostensteigerungen sowie bei den langfristigen Personalrückstellungen unter Berücksichtigung von alters- und geschlechtsspezifischen Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Währungsumrechnung

Währungsforderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag anzusetzen. Währungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem niedrigeren Wert, der sich aus der Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag und dem Anschaffungswert (Umrechnung mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt) ergibt, anzusetzen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Der Steuersatz zur Berechnung der latenten Steuern beträgt 28,08 %. Bei der Berechnung werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs.1 Satz 3 HGB nicht angesetzt.

Dem Grunde nach bestehen aktive Steuerlatenzen aus höheren handelsbilanziellen Rückstellungen, insbesondere für Pensionen, ATZ und Drohverluste sowie aus der Korrektur der außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes in der Steuerbilanz.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Bestandteil des Anhangs dargestellt.

Vorräte

Aufgrund mangelnder Gängigkeit wurden die Vorräte um TEUR 4.176 abgewertet. Darüber hinaus wurden weitere Abwertungen für die verlustfreie Bewertung und den Niederstwerttest in Höhe von TEUR 316 erfasst.

In den geleisteten Anzahlungen sind TEUR 237 an verbundene Unternehmen enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, ausschließlich Beträge mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten aufgerechnete Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 92.

Im Wesentlichen sind in dieser Position ansonsten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert und beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 10.000.

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
Gewinnvortrag 22.894
Jahresfehlbetrag 2020 -16.520
Bilanzgewinn 6.374

Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen TEUR 15.948, Restrukturierung TEUR 8.176, noch ausstehende Rechnungen Seriengeschäft TEUR 4.518, Altersteilzeit TEUR 2.749, unterlassene Instandhaltungen TEUR 2.641, ausstehende Projektrechnungen TEUR 2.458, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften TEUR 2.226, Bodensanierung TEUR 2.000, Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen TEUR 1.362Boni TEUR 586, Abfindungen TEUR 422, Jubiläen TEUR 280, Prämien und Sondervergütungen TEUR 241, und übrige sonstige Rückstellungen TEUR 3.564.

Verbindlichkeiten

EUR Gesamt mit einer Restlaufzeit ≤ 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.350.258,86 3.090.883,86 1.259.375,00 96.875,00
(2019) (4.350.243,13) (243,13) (4.350.000,00) (96.875,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.090.966,31 16.090.966,31 0,00 0,00
(2019) (41.728.823,82) (41.728.823,82) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.721.781,05 21.721.781,05 0,00 0,00
(2019) (13.734.775,91) (13.734.775,91) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 10.961.579,20 10.961.579,20 0,00 0,00
(2019) (3.859.497,99) (3.859.497,99) (0,00) (0,00)
Gesamt 53.124.585,42 51.865.210,42 1.259.375,00 96.875,00
(2019) (63.673.340,85) (55.463.842,86) (4.350.000,00) (96.875,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten aufgerechnete Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 46. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von T€ 1.390 enthalten.

Des Weiteren sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter aus Cash Pool-Vereinbarungen in Höhe von TEUR 20.689 in den Verbindlichkeiten enthalten.

Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Es wurden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen eingegangen:

bis 1 Jahr über 1 Jahr
TEUR Gesamt davon ggü. verbundene Unternehmen Gesamt davon ggü. verbundene Unternehmen
Leasinggebühren 4.340 10.844 0
Miete 2.650 2.190 94 0
Gesamt 6.990 2.190 10.938 0

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverpflichtungen gegenüber der LÄPPLE AG i. H. v. TEUR 2.190.

Die Gesellschaft haftet zum 31.12.2020 neben weiteren verbundenen Unternehmen der LÄPPLE Gruppe als Gesamtschuldner für folgende Avale (A), und Darlehen (D) bei der Kreissparkasse Heilbronn, der Postbank AG, der Commerzbank AG, der Zurich Insurance plc. und der Swiss Re International SE.

FIBRO LÄPPLE Technology GmbH TEUR 13.198 (A)

LÄPPLE Automotive GmbH TEUR 5.134 (A)

LÄPPLE Personal Management AG & Co. KG TEUR 787 (A)

LÄPPLE AG TEUR 61.668 (D)

Auf Basis der erstellten Liquiditätsplanung für das nächste Jahr ist eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht zu erwarten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

TEUR 2019 2020
Inland 296.924 217.290
EG-Länder 32.086 26.883
Drittland 4.930 4.214
GESAMT 333.940 248.387

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeit wie folgt:

TEUR 2019 2020
Serienumsatz (Press-, Stanz- und Montageteile) 253.787 199.989
Projektumsatz (Werkzeuge und Anlagen) 80.153 48.398
GESAMT 333.940 248.387

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und aktivierte Eigenleistungen. Des Weiteren ist ein Betrag aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von TEUR 60 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 6.014 (Vorjahr TEUR 4.052) sind periodenfremde Erträge, hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen, in Höhe von TEUR 4.989 (Vorjahr TEUR 3.543) enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 25.030 (Vorjahr TEUR 26.354) setzen sich aus Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zusammen. Daneben sind Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Die Betriebskosten beinhalten im Wesentlichen Mieten und Leasinggebühren für Maschinen sowie Aufwendungen für Gewährleistungen. In den Verwaltungskosten sind hauptsächlich EDV-, Rechts- und Beratungskosten sowie Leistungen von verbundenen Unternehmen enthalten. Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen die Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Reisekosten sowie Versandspesen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.324 ist im Wesentlichen auf geringere Rechts- und Beratungskosten TEUR 923, Gutschriften im Projektbereich TEUR 796, geringere Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen TEUR 474, geringerer Gewährleistungsaufwand TEUR 351, geringere Fort- und Weiterbildungskosten TEUR 171, sonstige Personalkosten TEUR 144 und geringere Konzerndienstleistungsumlagen TEUR 120. Gegenläufig wirkten sich höhere Mieten, Pachten und Leasing TEUR 2.116, höhere Zuführungen zu Rückstellungen TEUR 239 und höhere Fracht und Logistikkosten TEUR 190 aus. Periodenfremden Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Der Aufwand aus Währungsumrechnung betrug im Geschäftsjahr TEUR 3 (Vorjahr TEUR 1).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den laufenden Körperschaft- und Gewerbesteueraufwand.

5. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der innerhalb des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB betrug 1.093 (Vorjahr 1.118).

2019 2020
Direkte Bereiche 413 387
Indirekte Bereiche 599 588
Fixe Bereiche 106 118
Beschäftigte insgesamt 1.118 1.093

Geschäftsführung

 

Oliver Wackenhut, Dipl. Ing. FH, Untergruppenbach

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft alleine. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird entsprechend der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich aus den Angaben die Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung feststellen lassen.

Mitglieder des Aufsichtsrats

 

Klemens Schmiederer, Dipl. Ing., Simmozheim, Sprecher des Vorstands der LÄPPLE AG (Vorsitzender)

 

Stefan Berger, Betriebsschlosser der Läpple Automotive GmbH, Maxhütte-Haidhof, (stellvertretender Vorsitzender)

 

Stephan Itter, Dipl. Wirt. Ing., Radolfzell am Bodensee, Vorstand der LÄPPLE AG

Honorare des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet, da diese Angabe insgesamt im Konzernabschluss der LÄPPLE AG enthalten ist.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nicht vor.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 16.520.312,39 mit dem Ergebnisvortrag aus Vorjahren zu verrechnen.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LÄPPLE AG, Heilbronn, einbezogen. Dieser bildet den größten und kleinsten Konsolidierungskreis der Gesellschaft. Der Konzernabschluss wird durch Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers offengelegt.

 

Teublitz, 17. Februar 2021

Oliver Wackenhut, Geschäftsführer

Harald Jung, Kaufmännischer Leiter

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 669.494,78 0,00 0,00 0,00 669.494,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.914.435,49 0,00 0,00 0,00 13.914.435,49
14.583.930,27 0,00 0,00 0,00 14.583.930,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.944.144,08 1.126.755,72 179.068,37 0,00 19.249.968,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 159.789.842,61 6.825.338,12 7.982.888,09 0,00 174.598.068,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.334.422,08 466.577,99 0,00 10.499,59 19.790.500,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.428.134,03 9.123.694,43 -8.161.956,46 23.389.872,00
219.496.542,80 17.542.366,26 0,00 10.499,59 237.028.409,47
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 77.781,91 0,00 0,00 0,00 77.781,91
234.158.254,98 17.542.366,26 0,00 10.499,59 251.690.121,65
Abschreibungen
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 669.494,78 0,00 0,00 669.494,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.914.435,49 0,00 0,00 13.914.435,49
14.583.930,27 0,00 0,00 14.583.930,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.347.156,54 236.814,54 0,00 14.583.971,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 112.739.877,68 7.519.121,83 0,00 120.258.999,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.053.093,67 633.705,56 9.436,25 16.677.362,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
143.140.127,89 8.389.641,93 9.436,25 151.520.333,57
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 994,91 0,00 0,00 994,91
157.725.053,07 8.389.641,93 9.436,25 166.105.258,75
Restbuchwerte
31.12.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.665.997,09 3.596.987,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.339.069,31 47.049.964,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.113.137,50 3.281.328,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.389.872,00 22.428.134,03
85.508.075,90 76.356.414,91
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 76.787,00 76.787,00
85.584.862,90 76.433.201,91

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LÄPPLE Automotive GmbH, Teublitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LÄPPLE Automotive GmbH, Teublitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LÄPPLE Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 17. Februar 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Patrick Arnold, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 04.05.2021 festgestellt.

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