Läpple Automotive GmbH
August-Läpple-Platz 1, 93158 Teublitz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralph Kai Ulmer seit 22.2.2024 | Prokura |
Dietmar Heinz Rascher seit 22.2.2024 | Prokura |
Frank Dr. Scheppe seit 6.8.2019 | Prokura |
David Jonda seit 6.8.2019 | Prokura |
Bernhard Kavelius seit 26.2.2014 | Prokura |
Hans Polder seit 26.2.2014 | Prokura |
Michael Merker seit 26.2.2014 | Prokura |
Hans-Jürgen Schiedt seit 26.2.2014 | Prokura |
Oliver Wackenhut seit 26.2.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Läpple Automotive GmbHTeublitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020der LÄPPLE Automotive GmbH, TeublitzInhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der Gruppe 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Ziele und Strategien 1.3 Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit 1.4 Steuerungssystem 1.5 Technologie und Innovation 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsentwicklung 2.2.1 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf 2.2.2 Umsatz und Ertragslage 2.2.3 Finanzlage 2.2.4 Vermögenslage 2.2.5 Mitarbeiter 2.2.6 Frauenquote 2.2.7 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.2.8 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung 3. Nachhaltigkeit 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Internes Kontrollsystem 4.2 Risikomanagement der Gruppe 4.3 Chancen und Risiken 5. Prognosebericht 1. Grundlagen der Gruppe1.1 Geschäftsmodell Die LÄPPLE Gruppe besteht aus vier operativen Geschäftsbereichen ("Business Units"):
Das Tätigkeitsfeld von LÄPPLE Automotive erstreckt sich auf die Entwicklung und Herstellung komplexer Teilegeometrien im Bereich Karosseriestruktur und Außenhaut unter Einsatz von Werkzeugkonstruktionen. Darüber hinaus werden die hergestellten Teile zu Modulen wie z.B. Türen, Heckklappen oder zu Baugruppen aus Strukturteilen zusammengebaut. LÄPPLE Automotive verfügt über Kompetenz in den Bereichen Leichtbau, neueste Fügetechnologien und Mischbauweisen bestehend aus unterschiedlichen Materialien. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Stärke im Original-Ersatzteilgeschäft. Die Business Unit ist hierbei vor allem für Kunden aus dem Premiumsegment tätig. Die Business Unit Normalien (FIBRO Normalien) zeichnet sich durch ein weltweites Komplettangebot von werkzeugrelevanten Präzisionsnormteilen aus. Anwendung finden diese Präzisionsteile insbesondere in der Stanz- und Umformtechnik, im Formenbau und im Maschinenbau. In 2020 wurde die Kundenbetreuung durch einen neuen Web-Shop und ein modernes E-Commerce Handelshaus erweitert. Die neu entwickelte Produktgruppe Schieber wurde erfolgreich im Markt platziert. Die Business Unit Rundtische (FIBRO Rundtische) bietet zwei Produktfamilien im Werkzeugmaschinenmarkt und in der Automation an. Für den Werkzeugmaschinenbau zeichnet sich das Produktprogramm ROTOCutting durch eine sehr große Produktvielfalt mit hoher Präzision aus. In 2020 wurde das Produktprogramm weiterentwickelt mit dem Fokus der Modularisierung und Standardisierung zur Kostenoptimierung. Die Produktgruppe ROTOMotion für die Automatisierungstechnik ist durch einen hohen Standardisierungsgrad flexibel in der Automobilindustrie einsetzbar. Die FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe entwickelt, produziert und installiert Automationslösungen für Kunden weltweit. Die Kompetenz liegt dabei in der Entwicklung von industriellen Anwendungen für Handhabungs-, Transport- und Montageabläufe in den Bereichen Automotive, Luftfahrt und General Industry. Hierbei zeichnen sich die Anlagen durch Prozessstabilität, Anlageneffizienz und hohe Lebensdauer aus. Insbesondere die virtuelle Inbetriebnahme von Automationsanlagen zählt zu den Kompetenzen der FLT. Neben diesen Business Units verfügt die LÄPPLE Gruppe mit der LÄPPLE Ausbildungs GmbH über eine zentrale Ausbildungsgesellschaft für die LÄPPLE Gruppe sowie für mehrere externe Unternehmen. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft, neben Qualifikationen und Umschulungen im Metallbereich - unter anderem für die Agentur für Arbeit -, auch individuelle Weiterbildungen für Unternehmen. 1.2 Ziele und Strategien Die LÄPPLE Gruppe verfolgt das Ziel, alle Geschäftsbereiche als Technologiepartner für unsere Kunden zu positionieren. Hierbei sollen sie sich durch innovative Produkte, operative Exzellenz ("Lean Produktionsmethoden"), moderne Produktionsverfahren ("LÄPPLE 4.0"), internationale Präsenz ("Global Footprint") und eine sich durch Forschung und Entwicklung stets weiterentwickelnde hohe technische Kompetenz auszeichnen. Die bereits in den Vorjahren vorgestellte Strategie "ONE LÄPPLE" wurde auch im Geschäftsjahr 2020 durch gruppenweite Trainings für Führungskräfte nachhaltig im Unternehmen verankert. Darüber hinaus wurden durch die Einführung der Business Unit Struktur im Jahr 2020 die Voraussetzungen für eine einheitliche weltweite Steuerung von Produktion und Vertrieb innerhalb der Geschäftsbereiche geschaffen. Daneben wurde auch die Regionalisierung der Gruppe mit dem weiteren Ausbau von LÄPPLE Taicang als produzierende Gesellschaft in China weiter vorangetrieben. Das bereits im Vorjahr gestartete Projekt LEAN LÄPPLE stellt die Steigerung der operativen Exzellenz gruppenweit in den Vordergrund. Zur Strategieumsetzung wurden erneut erhebliche Investitionen in neue Anlagen, Maschinen und Infrastruktur vorgenommen. Durch die umfassende Ausbildung im eigenen Haus stehen der Gruppe qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung. Preisliche Wettbewerbsfähigkeit wird durch ein weltweites Sourcing von Materialien und Zukaufteilen sichergestellt. 1.3 Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit Die LÄPPLE AG ist die Führungsholding der LÄPPLE Gruppe und direkte oder indirekte Muttergesellschaft aller Unternehmen der LÄPPLE Gruppe. Die LÄPPLE AG versteht sich primär als Managementholding. Daher sind die operativen Funktionen weitgehend den einzelnen Geschäftsbereichen zugeordnet. Gruppenübergreifende Themen (z.B. die Stärkung des Lean Managements) werden allerdings verstärkt durch die LÄPPLE AG koordiniert. Des Weiteren ist die zentrale Entwicklungsabteilung der Gruppe in der LÄPPLE AG angesiedelt. Die Hauptaktivitäten der Gruppe liegen gegenwärtig auf dem europäischen Markt. Wachsende Vertriebs- und Produktionstochtergesellschaften in Asien und Nordamerika bilden zudem Brücken in wesentliche außereuropäische Märkte. Der Ausbau der Marktstellung in diesen Märkten und der lokalen Fertigungen bilden Schwerpunkte der zukünftigen Investitionstätigkeit. Die gruppenweiten IT-Dienstleistungen sowie ausgewählte Teilbereiche des Einkaufs sind in einer Dienstleistungsgesellschaft zusammengefasst (LÄPPLE Dienstleistungsgesellschaft mbH, LDL); die wesentlichen Pensionsverpflichtungen werden in einer entsprechenden Pensions-Management-Gesellschaft (LÄPPLE Personal Management AG & Co. KG, LPM) gebündelt. Die deutschen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind in ihrem Finanzmanagement durch eine Cash-Pool-Vereinbarung unter Führung der LÄPPLE AG verbunden. Die LÄPPLE AG ist folglich die wesentliche Vertragspartnerin für alle Finanzierungsvereinbarungen. 1.4 Steuerungssystem Das Leitbild der LÄPPLE Gruppe unterscheidet in drei Markenwerte und drei Eigenschaftswerte. Hierbei zeigen die Markenwerte auf, wofür wir stehen. Die Eigenschaftswerte hingegen bringen zum Ausdruck, wie wir sind. Die Markenwerte der LÄPPLE Gruppe lauten:
Die Eigenschaftswerte der LÄPPLE Gruppe sind:
Darüber hinaus sind klassische finanzzahlgetriebene Überwachungssysteme ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Hierbei sind die zentralen Steuerungskennzahlen der LÄPPLE Gruppe wie folgt festgelegt:
Weitere gruppenrelevante Kennzahlen sind:
Die finanzwirtschaftlichen Zielsetzungen, Vertriebskennzahlen wie zum Beispiel Auftragseingang und Umsatz sowie Kennzahlen aus dem Personalcontrolling (z.B. Mitarbeiterzahl, Krankenquote, Unfallstatistik, Altersstruktur, Fluktuationsquote) werden in monatlichen Gesprächen zwischen der LÄPPLE AG und den Leitungen der Business Units geprüft. 1.5 Technologie und Innovation Die LÄPPLE Automotive GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vorhandene Konzepte zum Thema Karosserieleichtbau konsequent weiterentwickelt und auch neue Entwicklungen begonnen. Die Aktivitäten der Weiterentwicklungen und Neuentwicklungen:
Alle Aktivitätsbereiche der LÄPPLE Automotive GmbH unterstützen die Kunden bei der Zielerreichung im automobilen Leichtbau, insbesondere die Ziele zur CO 2 -Reduzierung werden unterstützt. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die COVID-19-Pandemie hat im Gesamtjahr 2020 tiefe Spuren in der deutschen Wirtschaftsleistung hinterlassen: Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 % (kalenderbereinigt 5,3 %) gesunken. Auch die internationalen Automobilmärkte konnten sich diesen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen nicht entziehen: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich hier die Verkaufszahlen weltweit im Durchschnitt sogar um 15 % vermindert. Quelle: Deutsche Bundesbank Monatsbericht Januar 2021 / VDA Berlin 19.01.2021 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Aufgrund der COVID-19-Pandemie war im Jahr 2020 mit Ausnahme von China in allen großen Wirtschaftsregionen der Welt eine Reduzierung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.
In Deutschland erreichte der Rückgang des BIP beinahe die Dimension des Jahres 2009, als sich die Wirtschaftsleistung im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise um 5,7 % verringerte. Besonders betroffen waren die kontaktintensiven Dienstleistungen wie beispielsweise das Gastgewerbe und Teile des stationären Handels, aber auch in der Industrie waren erhebliche Einbußen zu verzeichnen. Lediglich in wenigen Bereichen wie dem Online-Handel und dem Baugewerbe konnte eine Steigerung der Wertschöpfung erzielt werden. Quellen: Deutsche Bank Research 14.12.2020 / Deutsche Bundesbank Monatsbericht Januar 2021 2.1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die COVID-19-Krise hat sich im Jahr 2020 massiv auf die internationalen Automobilmärkte ausgewirkt. In fast allen Ländern der Welt gingen die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr teils drastisch zurück. Von den drei großen Absatzregionen (Europa, USA und China) war hierbei der Rückgang der Verkaufszahlen in Europa (EU27 + EFTA + UK) am stärksten (- 24,3 %). Während der Rückgang in Deutschland (- 19 %) etwas geringer als im europäischen Durchschnitt ausfiel, war insbesondere im Vereinigten Königreich (- 29 %) und Spanien (- 32 %) eine noch stärkere Verminderung der Zulassungszahlen zu verzeichnen. Auf dem US-amerikanischen Markt reduzierten sich die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 17 %, wobei hier die Rückgänge im Bereich der Light Trucks (- 10 %) deutlich geringer waren als im Bereich der Pkw (- 28 %). In China ergab sich trotz einer Erholung ab dem zweiten Quartal auf Jahresbasis ebenfalls eine Reduzierung der Verkaufszahlen, wobei diese mit - 6 % deutlich niedriger ausfiel als in Europa und den USA.
Während in China (+ 7 %) und den USA (+ 6 %) die Absatzzahlen im Einzelmonat Dezember bereits wieder über dem Vorjahresniveau lagen, konnte der europäische Markt auch im Dezember die Verkaufszahlen des Vorjahresmonats noch nicht erreichen (- 4 %). Insbesondere auch bedingt durch den Technologiewandel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb stehen die OEMs in der Fahrzeugindustrie weiterhin unter erheblichem Effizienzdruck, welchen sie an ihre Zulieferer, bei unverändert hohen Qualitätsanforderungen, auch im Jahr 2020 weitergegeben haben. Auch auf den Maschinen- und Anlagenbau hatte die COVID-19-Pandemie deutlich negative Auswirkungen, was für das Gesamtjahr 2020 zu einem Rückgang der realen Produktion des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus im Vergleich zum Vorjahr um 14 % führte. Das hohe Maß an Unsicherheit in der globalen Wirtschaft, der weiterhin vorhandene Protektionismus sowie der Strukturwandel in der wichtigen Abnehmerbranche Fahrzeugbau belasten hierbei die Investitionsgüterkonjunktur noch zusätzlich. Quellen: VDA Berlin 19.01.2021 und VDMA Frankfurt 08.12.2020 2.2 Geschäftsentwicklung 2.2.1 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf Das Kalenderjahr 2020 startete planmäßig bis zum Beginn der Corona Pandemie im März/April. Durch den Volumeneinbruch infolge der Pandemie lag der Teileumsatz 2020 deutlich unter dem geplanten Wert. Der IST-Umsatz (ohne Projekte) lag mit einem Wert von MEUR 200,0 unter Vorjahr und der Erwartung (Planumsatz 2020 MEUR 261,7). Das EBIT inkl. der Bildung einer Restrukturierungsrückstellung lag mit MEUR -15,0 ebenfalls deutlich unter Plan. Hier entspricht die Entwicklung des Unternehmens in 2020 der Entwicklung der Branche. Um die Kapazitäten den reduzierten Umsätzen anzupassen, wurde das Instrument der Kurzarbeit konsequent genutzt. Ebenfalls wurde die Leiharbeitnehmerquote im Vergleich zum Vorjahr massiv reduziert. Hierdurch konnte ein größerer Abbau von Stammarbeitsplätzen verhindert werden. Der Auftragseingang "über Laufzeit" liegt mit MEUR 378 über dem Planwert von MEUR 250. 2.2.2 Umsatz und Ertragslage Im Vergleich zu 2019 liegt der Gesamtumsatz mit 248,4 MEUR deutlich unter dem Vorjahresniveau von 333,9 MEUR. Die Umsatzverteilung nach Bereichen ist aus der nachfolgenden Tabelle zu erkennen:
Der Serienumsatz lag aufgrund des Shutdowns im Frühjahr und den weiteren Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie deutlich unter dem Vorjahresniveau. Zudem liegt der Werkzeug- und Anlagenumsatz 2020 mit 48,4 MEUR wieder auf Normalniveau. Das Jahr 2019 spiegelt eine Sondersituation mit dem Abschluß einer überdurchschnittlichen Anzahl von Projekten wieder. Das Jahresergebnis liegt bei -16,5 MEUR nach 4,2 MEUR im Vorjahr. 2.2.3 Finanzlage Der Cash-Flow der LÄPPLE Automotive GmbH ist trotz der negativen Ergebnislage infolge der Corona-Pandemie und der beschriebenen Finanzierungswünsche der OEM´s nur moderat negativ. Working-Capital-Maßnahmen und die Leasingfinanzierung von Produktionsanlagen hatten eine positive Wirkung.
Reduzierte Anzahlungsquoten für Werkzeuge und die vermehrt geforderte Amortisation der Anlageninvestitionen im Teilepreis spiegeln das Bestreben der OEMs nach einer Einbindung der Zulieferer in die Finanzierung der Projekte wieder. Die negativen Investitionen erklären sich durch Leasingfinanzierung wodurch die LÄPPLE Automotive GmbH weiterhin cashneutral wachsen konnte. Der negative Free-Cash-Flow reduzierte im Geschäftsjahr den Cash-Pool der LÄPPLE AG. Zum Jahresende beliefen sich die diesbezüglichen Verbindlichkeiten auf -20,3 MEUR (Vorjahr -13,3 MEUR). 2.2.4 Vermögenslage Das Sachanlagevermögen erhöhte sich insbesondere aufgrund der Investition in eine neue servomechanische Transferpresse am Standort Heilbronn um 9,2 MEUR auf 85,6 MEUR. Das Vorratsvermögen verringerte sich größtenteils durch Projektfaktura und Leasingeinzahlungen um -20,2 MEUR auf 34,8 MEUR. Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von -17,5 MEUR ist auf das geringere Umsatzniveau und vorfristige Kundenzahlungen zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um -1,0 MEUR auf 1,7 MEUR. Der Rückgang der Rückstellungen um -2,6 MEUR im Vergleich zum Vorjahr beinhaltet im Wesentlichen niedrigere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen Projekte (-8,6), noch zu erbringende Leistungen (-3,9) sowie die Rückstellungsbildung für Restrukturierungsmaßnahmen (+8,2 MEUR) und übrige sonstigen Rückstellungen (+1,9). Die gesamten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten reduzierten sich um -25,6 MEUR auf 16,1 MEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der LÄPPLE Automotive GmbH stiegen um 8,0 MEUR auf 21,7 MEUR. Bei den Sonstigen Verbindlichkeiten war ein Anstieg in Höhe von 7,1 MEUR auf 11,0 MEUR zu verzeichen. 2.2.5 Mitarbeiter Im Berichtszeitraum waren 1.093 Mitarbeiter in der LÄPPLE Automotive GmbH beschäftigt. Dies entspricht einem Abbau von -25 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr. 2.2.6 Frauenquote Die Gesellschafter der LÄPPLE Automotive GmbH haben in ihrer Gesellschafterversammlung vom 16.02.2016 für den ersten im Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst definierten Erfüllungszeitraum (30. Juni 2017) eine Zielquote von Frauen in der Geschäftsführung/Vorstand von 0% und im Aufsichtsrat von 0% beschlossen. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung hat die Geschäftsführung am 23.02.2016 eine Zielgröße von 0% für die erste Führungsebene und von 5% für die zweite Führungsebene beschlossen. Die Zielgrößen der Führungsebenen unterschreiten den Status Quo nicht. 2.2.7 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Auch in 2020 nahmen das Qualitäts-, Umwelt-, Energie- und Arbeitssicherheitsmanagement, der Datenschutz, die Informationssicherheit sowie die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung einen wichtigen Stellenwert ein. Die LÄPPLE AUTOMOTIVE GmbH erfüllt die Qualitätsmanagementanforderungen aus der DIN EN ISO 9001 sowie die automobilspezifischen Zusatzforderungen aus der IATF 16949 und ist nach diesen Normen zertifiziert. Auch die Umwelt- und Energiemanagementstandards DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 werden eingehalten. Zur Nutzung von Synergien sind an den Standorten Heilbronn und Teublitz die bestehenden Umwelt-, Energie-, Qualitäts- und Arbeitssicherheitsmanagementaktivitäten in einem Managementsystem integriert. Die Umwelt-, Energie-, Qualitäts- und Arbeitssicherheitsaktivitäten im LÄPPLE Konzern werden auf Ebene der LÄPPLE AG durch die Stelle "LÄPPLE Managementsystem" abgestimmt, um auch gesellschaftsübergreifend die positiven Wechselwirkungen für die gesamte LÄPPLE Gruppe zu nutzen. Erkenntnisse aus den internen und externen Audits sowie Hinweise und Verbesserungsvorschläge werden genutzt, um die Stabilität und Sicherheit der Produktionsprozesse, als auch der übrigen Abläufe stetig zu verbessern und das Risiko für Qualitätsmängel und Unfälle weiter zu minimieren. Ergänzend hierzu werden Mitarbeiter in regelmäßigen Schulungen und Unterweisungen über die potentiellen Gefahren der Maschinen/Anlagen und der eingesetzten Gefahrstoffe sensibilisiert und zu verantwortungsbewusstem Handeln angehalten. Die in 2017 begonnenen Vorbereitungen für eine Zertifizierung des Arbeitsschutzmanagementsystems wurden weitergeführt, sodass diese (nach OHRIS) voraussichtlich im Jahr 2021 erfolgen kann. Das an den Standorten Heilbronn und Teublitz eingeführte Energie- und Umweltmanagementsystem leistet unter anderem einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Energiekosten. Darüber hinaus hat die LÄPPLE AUTOMOTIVE GmbH ein Compliance System implementiert. Im Berichtszeitraum wurden Compliance Schulungen vor allem bei dem Eintritt neuer Mitarbeiter durchgeführt, um auf diesem Gebiet zu sensibilisieren. Ebenfalls zur weiteren Erhöhung der Rechtssicherheit wurde das etablierte Beauftragtenwesen inklusive der Erstellung und Aktualisierung von Rechtskatastern fortgeführt. 2.2.8 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Die Ergebnissituation der LÄPPLE Automotive GmbH wurde durch die Corona-Pandemie stark negativ beeinflusst. Die Auftragseingänge konnten dagegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich übertroffen werden. Im Jahresverlauf wurden in allen Bereichen die geplanten Optimierungen realisiert. Zudem wurden die weiterhin notwendigen Aktivitäten definiert und eingeleitet, um mittelfristig das definierte Margenziel zu erreichen. 3. NachhaltigkeitDie Unternehmensgruppe verfügt mit dem im Jahr 2018 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag, der im Geschäftsjahr 2020 um öffentliche Förderdarlehen ergänzt wurde, über eine stabile Finanzierungsstruktur, welche die langfristige Weiterentwicklung der Gruppe unterstützt. 4. Chancen- und Risikobericht4.1 Internes Kontrollsystem Innerhalb der LÄPPLE Gruppe ist ein internes Kontrollsystem (IKS) zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung (einschließlich Anhangserstellung und Lageberichterstattung) eingerichtet. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet Grundsätze, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen zur Sicherstellung einer vollständigen, richtigen und zeitnahen Erfassung von Geschäftsvorfällen unter Einhaltung der regulatorischen Vorgaben. Basis des IKS innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation bilden das 4-Augen-Prinzip und die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen sowie Richtlinien, Verfahrensanweisungen und Genehmigungsprozesse, die durch das interne Informations- und Kommunikationssystem unterstützt werden. Fehlerverhindernde und -aufdeckende Maßnahmen sind in Form von systemunterstützten und manuellen Kontrollen in den Prozessen integriert oder als Überwachungskontrollen im Verantwortungsbereich von Bereichs-/ Abteilungsleitern bzw. Geschäftsführern und Vorstand eingerichtet. 4.2 Risikomanagement der Gruppe Die LÄPPLE Gruppe verfügt über ein verbindliches Risikomanagement. Die Grundlage hierfür bildet das gruppenweit gültige Risikomanagement-Handbuch. Ziel des Risikomanagementsystems der LÄPPLE Gruppe ist unverändert, den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmensgruppe abzusichern, indem etwaige bestandsgefährdende Risiken oder entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen frühzeitig aufgedeckt, analysiert und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen belegt werden. Dabei erfolgt - aufbauend auf einer Risikoinventur - für identifizierte Risiken eine Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe auf Basis eines Erwartungswertes des potentiellen Aufwands. Dieser Erwartungswert steuert die Einordnung der Risiken in Risikoklassen und die für diese Klassen festgelegten Handlungsstrategien. Risiken mit einem bestimmten Erwartungswert werden nicht nur von den Leitern der jeweiligen Business Units bearbeitet, sondern müssen auch dem Vorstand der LÄPPLE AG mitgeteilt werden. Hierbei sind wir uns darüber im Klaren, dass eine vollständige Risikoabwehr nicht möglich ist, da manche Risiken entweder nicht unmittelbar transparent sind oder geeignete Gegenmaßnahmen nicht realisiert werden können. Zudem erfordert unternehmerisches Handeln vor dem Hintergrund eines gewinnorientierten Wachstums auch das bewusste Abwägen von Risiken und Chancen. Zentrales Element des allgemeinen Risikomanagements in der LÄPPLE Gruppe ist daneben das gruppenweite Berichterstattungssystem. Im Rahmen des Reporting-Systems erstellen alle Gruppenunternehmen folgende Berichte:
Die jeweiligen Berichte werden monatlich mit den Bereichsverantwortlichen im Rahmen von Business Reviews diskutiert und Handlungsalternativen bewertet. Für den Aufsichtsrat wird ein monatlicher Bericht erstellt, der wesentliche Kennzahlen sowohl für die einzelnen Unternehmensbereiche als auch für die Gruppe enthält. Die wirtschaftliche Entwicklung wird in den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats erläutert. Der Schwerpunkt der allgemeinen Analysen lag im Geschäftsjahr 2020 neben der Überwachung der Ergebnisentwicklung insbesondere auf der Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität. Vor dem Hintergrund der extrem hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurden zu Beginn der COVID-19-Pandemie unterschiedliche Szenarien simuliert, deren Auswirkungen auf Liquidität und Ergebnis analysiert und geeignete Gegenmaßnahmen in die Wege geleitet. Einmal jährlich wird eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung für die Unternehmensgruppe erstellt. Diese Planung umfasst die kommenden fünf Jahre. 4.3 Chancen und Risiken Die LÄPPLE Automotive GmbH geht davon aus, dass sich der Trend zu einer Vielzahl an neuen Derivaten weiter abschwächen wird. Die geplanten Projektvergaben und die Auslagerung von Karosseriemodulen durch die OEMs ergeben weiterhin Chancen für die LÄPPLE Automotive GmbH als Modul-Lieferant. Unabhängig von den Konjunkturerwartungen gelten geschäftsmodelltypisch diverse Risiken:
Diesen Risiken stehen die aktuellen Wettbewerbsposition und die sich daraus ergebenden Chancen gegenüber, die bei einer Gesamtbeurteilung der weiteren Entwicklung zu beachten sind:
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus heutiger Sicht keine existenzbedrohenden Umstände für die LÄPPLE Automotive GmbH erkennbar sind. 5. PrognoseberichtVor dem Hintergrund der hohen gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit insbesondere in Folge der COVID-19-Pandemie und der damit eingeschränkt verlässlichen Planbarkeit halten wir einen insgesamt vorsichtigen Blick auf das Geschäftsjahr 2021 der LÄPPLE Automotive GmbH für angemessen. Nichtsdestotrotz sind unserer Einschätzung nach aufgrund einer gefestigten Marktposition, eines hohen Auftragsbestands sowie positiver Effekte aus den eingeleiteten Strukturmaßnahmen die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung der LÄPPLE Automotive GmbH in 2021 geschaffen. Beim Umsatz erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021 einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum pandemiebedingt äußerst schwachen Geschäftsjahr 2020, wobei jedoch das Vor-Corona-Umsatzniveau der Jahre 2018 und 2019 voraussichtlich noch nicht erreicht werden wird. Getragen wird der Anstieg insbesondere von einer Erholung des westeuropäischen und nordamerikanischen Automobilmarkte. Der mit dem zusätzlichen Umsatz verbundene Deckungsbeitrag sowie positive Effekte aus den im Geschäftsjahr 2020 eingeleiteten Strukturmaßnahmen werden die Profitabilität der LÄPPLE Automotive GmbH gegenüber dem sehr schwachen Jahr 2020 deutlich steigern. Das EBIT wird hierbei im positiven Bereich, allerdings immer noch unterhalb des Vor-Corona-Niveaus erwartet. Der bestehende Konsortialkreditvertrag, ergänzt durch die im Geschäftsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen öffentlichen Förderdarlehen, gewährleistet einen stabilen Finanzierungsrahmen für das profitable Wachstum und die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe, so dass die LÄPPLE Automotive GmbH auch zukünftig ein stabiler Partner für ihre Kunden sein wird. Hierbei ist ein Anstieg der Nettoverschuldung unter anderem durch Projektinvestitionen bei stabiler Liquiditätssituation weiterhin geplant. Die Entwicklung der LÄPPLE Automotive GmbH ist letztlich auch von einer Vielzahl von exogenen Faktoren abhängig:
Teublitz, 17. Februar 2021 LÄPPLE Automotive GmbH Oliver Wackenhut, Geschäftsführer Harald Jung, Kaufmännischer Leiter Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss 2020 ist gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die LÄPPLE Automotive GmbH mit Sitz in Teublitz hat die Herstellung und Vertrieb von Press-, Zieh- und Stanzteilen aller Art, von Maschinen und Anlagen sowie der Zusammenbau von Komponenten zum Gegenstand des Unternehmens. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Amberg unter HRB 5427 eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Notwendige Bilanzvermerke sind insgesamt bei den jeweiligen Positionen im Anhang angegeben. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den einheitlichen Bilanzierungsrichtlinien der LÄPPLE Gruppe. Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt bei 5 Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. In den Herstellungskosten sind keine Kosten für Forschung und Entwicklung enthalten. Die Nutzungsdauer bei den Gebäuden liegt zwischen 9 und 19 Jahren, bei den Technischen Anlagen und Maschinen zwischen 8 und 21 Jahren, bei den TPA Investitionen zwischen 7 und 10 Jahren und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 5 und 16 Jahren. Ab 2018 angeschaffte geringwertige Wirtschafsgüter mit einem Wert bis € 800,00 werden im Jahre der Anschaffung sofort abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellkosten nicht enthalten. Die geleisteten Anzahlungen auf Bestellungen im Umlaufvermögen sind zum Nennwert bewertet und in dem Posten "Vorräte" enthalten. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert bewertet und offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden vollständig abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Die Bewertung des Sonderpostens mit Rücklageanteil erfolgt zum Nennwert Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Bei der Ermittlung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % für 2021 und danach 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) unterstellt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit einem Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 2,30 % (Vorjahr 2,71 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre und dem Wertansatz bei einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre beträgt TEUR 77, für den eine Ausschüttungssperre besteht. Dieser Unterschiedsbetrag betrifft den Zinsaufwand. Rückstellungen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,44 % (Vorjahr 0,57 %) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung wurden auch eine Einkommensdynamik von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) unterstellt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Vereinbarungen und für potenzielle Anwartschaften gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Verpflichtung zur Gewährung von Jubiläumszuwendungen ergibt sich aus der zum 1. Januar 2016 in Kraft getretenen und bis zum 31. Dezember 2022 befristeten Betriebsvereinbarung. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wird auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem zeitratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G berechnet. Bei der Ermittlung wurden jährliche Einkommenssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) unterstellt. Zudem wurde der Anstieg der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenzen in Höhe von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) berücksichtigt. Die Rückstellung wurde pauschal mit einem Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,60 % bzw. 1,60 % (Vorjahr 0,57 % bzw. 1,97 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 1 Jahr bzw. 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Der Effekt aus der Erstanwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck ist unwesentlich. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung angemessener Preis- und Kostensteigerungen sowie bei den langfristigen Personalrückstellungen unter Berücksichtigung von alters- und geschlechtsspezifischen Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Währungsumrechnung Währungsforderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag anzusetzen. Währungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem niedrigeren Wert, der sich aus der Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag und dem Anschaffungswert (Umrechnung mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt) ergibt, anzusetzen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Der Steuersatz zur Berechnung der latenten Steuern beträgt 28,08 %. Bei der Berechnung werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs.1 Satz 3 HGB nicht angesetzt. Dem Grunde nach bestehen aktive Steuerlatenzen aus höheren handelsbilanziellen Rückstellungen, insbesondere für Pensionen, ATZ und Drohverluste sowie aus der Korrektur der außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes in der Steuerbilanz. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Bestandteil des Anhangs dargestellt. Vorräte Aufgrund mangelnder Gängigkeit wurden die Vorräte um TEUR 4.176 abgewertet. Darüber hinaus wurden weitere Abwertungen für die verlustfreie Bewertung und den Niederstwerttest in Höhe von TEUR 316 erfasst. In den geleisteten Anzahlungen sind TEUR 237 an verbundene Unternehmen enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, ausschließlich Beträge mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten aufgerechnete Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 92. Im Wesentlichen sind in dieser Position ansonsten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert und beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 10.000. Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen TEUR 15.948, Restrukturierung TEUR 8.176, noch ausstehende Rechnungen Seriengeschäft TEUR 4.518, Altersteilzeit TEUR 2.749, unterlassene Instandhaltungen TEUR 2.641, ausstehende Projektrechnungen TEUR 2.458, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften TEUR 2.226, Bodensanierung TEUR 2.000, Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen TEUR 1.362Boni TEUR 586, Abfindungen TEUR 422, Jubiläen TEUR 280, Prämien und Sondervergütungen TEUR 241, und übrige sonstige Rückstellungen TEUR 3.564. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten aufgerechnete Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 46. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von T€ 1.390 enthalten. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter aus Cash Pool-Vereinbarungen in Höhe von TEUR 20.689 in den Verbindlichkeiten enthalten. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen Es wurden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen eingegangen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverpflichtungen gegenüber der LÄPPLE AG i. H. v. TEUR 2.190. Die Gesellschaft haftet zum 31.12.2020 neben weiteren verbundenen Unternehmen der LÄPPLE Gruppe als Gesamtschuldner für folgende Avale (A), und Darlehen (D) bei der Kreissparkasse Heilbronn, der Postbank AG, der Commerzbank AG, der Zurich Insurance plc. und der Swiss Re International SE.
Auf Basis der erstellten Liquiditätsplanung für das nächste Jahr ist eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht zu erwarten. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeit wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und aktivierte Eigenleistungen. Des Weiteren ist ein Betrag aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von TEUR 60 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 6.014 (Vorjahr TEUR 4.052) sind periodenfremde Erträge, hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen, in Höhe von TEUR 4.989 (Vorjahr TEUR 3.543) enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 25.030 (Vorjahr TEUR 26.354) setzen sich aus Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zusammen. Daneben sind Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Die Betriebskosten beinhalten im Wesentlichen Mieten und Leasinggebühren für Maschinen sowie Aufwendungen für Gewährleistungen. In den Verwaltungskosten sind hauptsächlich EDV-, Rechts- und Beratungskosten sowie Leistungen von verbundenen Unternehmen enthalten. Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen die Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Reisekosten sowie Versandspesen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.324 ist im Wesentlichen auf geringere Rechts- und Beratungskosten TEUR 923, Gutschriften im Projektbereich TEUR 796, geringere Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen TEUR 474, geringerer Gewährleistungsaufwand TEUR 351, geringere Fort- und Weiterbildungskosten TEUR 171, sonstige Personalkosten TEUR 144 und geringere Konzerndienstleistungsumlagen TEUR 120. Gegenläufig wirkten sich höhere Mieten, Pachten und Leasing TEUR 2.116, höhere Zuführungen zu Rückstellungen TEUR 239 und höhere Fracht und Logistikkosten TEUR 190 aus. Periodenfremden Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Der Aufwand aus Währungsumrechnung betrug im Geschäftsjahr TEUR 3 (Vorjahr TEUR 1). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den laufenden Körperschaft- und Gewerbesteueraufwand. 5. Sonstige AngabenArbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der innerhalb des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB betrug 1.093 (Vorjahr 1.118).
Geschäftsführung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft alleine. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird entsprechend der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich aus den Angaben die Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung feststellen lassen. Mitglieder des Aufsichtsrats
Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet, da diese Angabe insgesamt im Konzernabschluss der LÄPPLE AG enthalten ist. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nicht vor. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 16.520.312,39 mit dem Ergebnisvortrag aus Vorjahren zu verrechnen. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LÄPPLE AG, Heilbronn, einbezogen. Dieser bildet den größten und kleinsten Konsolidierungskreis der Gesellschaft. Der Konzernabschluss wird durch Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers offengelegt.
Teublitz, 17. Februar 2021 Oliver Wackenhut, Geschäftsführer Harald Jung, Kaufmännischer Leiter Entwicklung des Anlagevermögens 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LÄPPLE Automotive GmbH, Teublitz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LÄPPLE Automotive GmbH, Teublitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LÄPPLE Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 17. Februar 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer ppa. Patrick Arnold, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 04.05.2021 festgestellt. |
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