Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 21506 HL
Eingetragen
7.7.2021
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
des Unternehmens ist die Leitung von Unternehmen und die Verwaltung von Beteiligungen (geschäftsleitende Holding). Dies umfasst insbesondere den Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen jeder Art, deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung sowie deren Unterstützung und Beratung einschließlich der Übernahme der zentralen Geschäftsführung und von Dienstleistungen für diese Unternehmen sowie den Erwerb, die Entwicklung, die Vermietung und den Verkauf von Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Isabelle Junge
seit 13.1.2026
Prokura
Caroline Junge
seit 13.1.2026
Prokura
Frederik Junge
seit 13.1.2026
Prokura
Axel Junge
seit 7.7.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
47.06%
17.64%
17.64%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Axel Junge
Lübeck
941.300 €
47.06%
F******* J****
352.900 €
17.64%
I******* J****
352.900 €
17.64%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Junge Holding GmbH

Lübeck

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Bäcker-Gastronomie in Deutschland

Quelle Back.Business

"Das Erfolgsrezept von gut aufgestellten Bäckereien ist ganz simpel: In der Ruhe liegt die Kraft. ... Diesem Bäcker-Gen ist es vielleicht auch zu verdanken, dass sich trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen das Bäckerhandwerk behaupten konnte und weiter zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Deutschland zählt. ... Bemerkenswert ist, dass der Backwarenumsatz nur mit Ausnahme von 2020, dem ersten Pandemiejahr, kontinuierlich ansteigt. Und die Menge hat 2022 nach dem Einbruch in 2021 ebenfalls das Vor-Pandemieniveau von 2019 um plus vier Prozent überholt."

Auch Junge ist in der Lage, durch jahrelanges, vorrausschauendes Wirtschaften selbst solche extremen Krisen wirtschaftlich zu überstehen. Das Familien - Unternehmen steht robuster denn je da. Nicht nur die Umsatzzahlen, sondern auch die Gästezahlen zeigen signifikant nach oben. Das bedeutet: Junge hat ein attraktives Angebot für breite Schichten in der Bevölkerung während Wettbewerber straucheln, verbucht das Familienunternehmen wiederholt den Umsatzrekord der Firmengeschichte.

Personelles bei Junge

Seit 1. April 2023 ist Sebastian Klier in der Geschäftsführung. Dieser Schritt wurde langfristig und intensiv vorbereitet. Zudem zeigt sich erfolgreich der seit Jahren angestrebte Wandel in der Junge-Führungskultur. Die Umsetzung der strategischen Entscheidungen im Sinne der selbstlernenden Organisation ist auf mehrere Schultern im erweiterten Führungskreis verteilt.

Kritische Rohstoffsituation und hoher Kostendruck

Quelle Back.Business

Auf dem Rohstoffmarkt kam es in den letzten Jahren in einigen Bereichen zu Versorgungsengpässen. Verschiedene Rohstoffe waren gar nicht oder nicht rechtzeitig verfügbar. Junge musste zum Teil die Produktion und damit das Sortiment anpassen. Zwar ist die Situation aktuell entspannter, aber ein Ende der schwankenden Rohwarensituation ist nicht wirklich in Sicht. Die generelle Verfügbarkeit von Rohstoffen bleibt weiterhin ein wichtiger sowie kritischer Faktor. Der volatile Markt sorgt nach wie vor für höhere Rohwarenpreise.

2. Ertragslage

2023/2024 2022/2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Gesamtleistung 249.989 221.894 28.095
Materialaufwand -56.645 -47.928 -8.717
Rohertrag 193.344 173.966 19.378
Betriebliche Aufwendungen und
Erträge -171.171 -152.905 -18.266
Betriebsergebnis 22.173 21.061 1.112
Beteiligungsergebnis 40 0
Neutrales Ergebnis 207 -132 339
Finanzergebnis 350 -276 626
Ergebnis vor Ertragsteuern 22.770 20.653 2.117
Ertragsteuern -7.241 -6.992 -249
Jahresergebnis 15.529 13.661 1.868

Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr konnten die Umsatzerlöse um 12,8% gesteigert werden. Der Anstieg resultiert vorrangig aus einem durch die Inflation begründeten Preiseffekt.

Gestiegene Beschaffungspreise von Rohstoffen haben zu einem überproportionalen Anstieg des Materialaufwands und damit zu einem leichten Rückgang der Rohertragsmarge auf 77,3% (Vj. 78,4%) geführt.

Die Personalkostenquote hat sich trotz gestiegener Gesamtleistung auf 39,6% (Vj. 38,7%) leicht erhöht. Insbesondere die gestiegene Mitarbeiterzahl hat zu einer Erhöhung des Personalaufwands geführt. Als weiterer Faktor wirkt sich die zum 1. Januar 2024 eingeführte Mindestlohnerhöhung von zuvor EUR 12,00 auf EUR 12,41 aus.

3. Vermögenslage

Vermögensstruktur 31.3.2024 31.3.2023
TEUR % TEUR %
Langfristiges Vermögen 48.906 53,6 43.558 57,1
Kurzfristiges Vermögen 42.309 46,4 32.684 42,9
91.215 100,0 76.242 100,0
Vermögensstruktur Veränderung
TEUR %
Langfristiges Vermögen 5.348 12,3
Kurzfristiges Vermögen 9.624 29,4
14.973 19,6
Kapitalstruktur 31.3.2024 31.3.2023
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 53.893 59,1 46.883 61,5
Langfristiges Fremdkapital 7.335 8,0 3.067 4,0
Kurzfristiges Fremdkapital 29.987 32,9 26.292 34,5
91.215 100,0 76.242 100,0
Kapitalstruktur Veränderung
TEUR %
Eigenkapital 7.009 15,0
Langfristiges Fremdkapital 4.268 139,1
Kurzfristiges Fremdkapital 3.696 14,1
14.973 19,6

Das langfristige Vermögen erhöhte sich aufgrund gestiegener Investitionen in das Anlagevermögen.

Die Erhöhung des kurzfristigen Vermögens ist im Wesentlichen auf einen zum Stichtag gestiegenen Bestand an liquiden Mitteln zurückzuführen.

Das Eigenkapital hat sich unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses abzüglich von Ausschüttungen gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 59,1% (Vj. 61,5%).

Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals resultiert insbesondere aus erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des gestiegenen Preisniveaus sowie durch einen Stichtagseffekt. Die Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals resultiert aus einer Darlehensübernahme im Rahmen des Anteilserwerbs an der Con Pane GmbH, Lübeck.

4. Finanzlage

2023/2024 2022/2023
TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 29.823 29.964
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -18.432 -8.843
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.731 -25.276
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 9.660 -4.156
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 26.830 30.986
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 36.490 26.830

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich im Wesentlichen aus dem Jahresergebnis zuzüglich der nicht zahlungswirksamen Aufwendungen.

Die Mittelverwendung erfolgte für die Investitionstätigkeit sowie für die Tilgung von Krediten. Zudem wurden Ausschüttungen an die Gesellschafter vorgenommen, die aus dem Mittelzufluss sowie dem Finanzmittelfonds bedient wurden.

Der nach der Mittelverwendung verbleibende Cashflow erhöht den Finanzmittelfonds zum Stichtag.

5. Umsatzentwicklung

Die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe Junge ist in folgende Bereiche gegliedert

Produktion von Backwaren, Feinbäckerei- und Konditoreiartikeln

Logistik und Belieferung der eigenen Geschäfte von o.g. Waren und zusätzlich von vorgefertigten Snackartikeln und Handelswaren

Filialvertrieb von Backwaren, Feinbäckerei- und Konditoreiartikeln, Bäckersnacks und Handelswaren in Bedienung

Betrieb von Sitzcafés und Verkauf von Snackartikeln und Getränken

Die Entwicklungen in den Geschäftsbereichen werden eigenständig geplant und unterliegen einem differenzierten Controlling.

Aufgrund der Marktausrichtung konnte die Stellung als Marktführer in dem adressierten Vertriebsgebiet trotz eines schwierigen und wettbewerbsintensiven Umfeldes wiederholt behauptet und weiter ausgebaut werden. Der Umsatz konnte signifikant gesteigert werden, sowohl auf bestehender Fläche durch Preisanpassungen und steigende Gästezahlen als auch durch expansive Prozesse.

Wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzeptes für den Marktauftritt ist die klare Positionierung des Snackbereiches und die Herkunft als Bäcker. Mit einem Angebot aus hochwertigen belegten Snackartikeln, Salaten und Desserts zusammen mit einem breiten Sortiment an Heiß- und Kaltgetränken erzielt dieses Angebot weiterhin Zuwächse - auch auf bestehenden Flächen. Die Zahl der Kundenkontakte nahm zu.

6. Produktion

Produktionskonzept

Das Junge-Produktionskonzept beinhaltet die handwerkliche und handwerklich wirkende Herstellung qualitativ hochwertiger Backwaren und Spezialitäten. Um die Kontinuität der Qualität aufrecht zu erhalten und die Wirtschaftlichkeit der Herstellung zu optimieren, wurde in den vergangenen Jahren der Einsatz moderner Maschinen und Anlagen eingebracht. Nach wie vor steht aber der Mensch bei der Herstellung der Backwaren im Mittelpunkt. Durch eine gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiterschaft gelingt es Junge, tagtäglich hochwertige Rohstoffe unter Verwendung modernster Produktionstechnik zu handwerklichen Backwaren zu veredeln.

Für die Unternehmensgruppe findet die Herstellung von Backwaren an drei Produktionsstandorten statt: Lübeck, Greifswald und Rostock, die jeweils auf bestimmte Produktionsgruppen spezialisiert sind und ihre Leistungen - eingebunden in einem Gesamtproduktionskonzept - untereinander austauschen. Die Spezialisierung der Produktionsstätten auf bestimmte Produktgruppen bringt synergetische Vorteile bei der Investition in Anlagen und Maschinen sowie bei der Qualifikation und Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das vorhandene Know-how im Bereich von tiefgekühlten Backwaren und die in den vergangenen Jahren konsequent getätigten Investitionen in die entsprechende Produktionstechnik sind für das Unternehmen von strategischer Bedeutung. Zum einen werden erst hierdurch der Leistungsaustausch zwischen den Produktionsstätten und die damit verbundenen günstigeren Kostenstrukturen ermöglicht. Zum anderen werden die Geschäfte, die mit Backwaren und geeigneten Kuchensorten in tiefgekühlter Form beliefert werden und diese Artikel dann bedarfsgerecht in einem Ladenbackofen fertigstellen, von der Belieferung durch die Produktion zeitlich unabhängiger.

7. Vertrieb

Vertriebskonzept: Stärken der Erfolgsfaktoren Mitarbeiter, Sortiment, Standorte

Wesentlicher Erfolgsfaktor des Junge-Konzeptes ist der Betrieb modern ausgestatteter Geschäfte mit einem Backwarenverkaufsbereich, an den sich in der Regel ein Snackbereich mit Sitz - Café und nach Möglichkeit ein großes Außencafé anschließen. Als Zielstandorte gelten für Junge unterschiedlichste Lagen. Nach dem Ende der Pandemie hat sich die Nachfrage an den unterschiedlichen Standorttypen wieder weitestgehend normalisiert. An nahezu allen Standorttypen liegt Junge inzwischen deutlich über dem Vor-Corona-Umsatzniveau.

Die Akquisition neuer Standorte ist für Junge immer verbunden mit einer umfangreichen Analyse, in der das zukünftige Ertragspotenzial geprüft wird.

Das Geschäftswachstum konzentrierte sich dieses Jahr auf die Gebiete Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt wurden 11 neue große Bäckereicafés eröffnet.

Neben den Neueröffnungen wurden 10 ältere Geschäfte, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen, aufgegeben.

Entwicklung im Vertriebsgebiet Schleswig-Holstein / Hamburg / Niedersachsen / Mecklenburg-Vorpommern / Berlin und Brandenburg

Zum 31.03.2024 unterhält das Unternehmen 204 Geschäfte.

Neueröffnungen Umbauten Facelifts
Schleswig-Holstein 3 - 5
Hamburg 4 1 1
Mecklenburg-Vorpommern 1 3 4
Niedersachsen - - -
Berlin und Brandenburg 3 - 1
Gesamt 11 4 11

8. Ausbildungsmarktsituation

Die Systemgastronomie im Norden Deutschlands, wie im Rest des Landes, steht vor großen Herausforderungen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. Es gibt eine sehr große Diskrepanz zwischen der Anzahl der angebotenen Ausbildungsstellen und den verfügbaren Bewerbern. Diese Entwicklung konnte auch Junge Die Bäckerei. im letzten Jahr erneut deutlich spüren. Die Anforderungen an Bewerber in der Systemgastronomie haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Neben traditionellen Fähigkeiten wie Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und einer guten Kommunikationsfähigkeit, sind zunehmend digitale Kompetenzen gefragt. Bewerber sollten ein Grundverständnis im Umgang mit Kassensystemen und Bestellsoftware mitbringen. Junge Die Bäckerei. ist durch stetige Innovationen und einem wachsenden Grad an Digitalisierung besonders bei den jungen Bewerberinnen und Bewerbern attraktiv.

Insbesondere die interne Azubisuche bot für Junge Die Bäckerei. zahlreiche Vorteile. Sie wurde verstärkt als wichtiger Baustein in der Personalentwicklung und -bindung erkannt. Durch gezielte Maßnahmen wurden eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesprochen und auf die Ausbildung aufmerksam gemacht. So konnte das Familienunternehmen von den 39 eingestellten Auszubildenden in den Bereichen Verkauf, Service Center und Produktion im Jahr 2023 insgesamt 23 Junge-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine Ausbildung überzeugen.

Im vergangenen Jahr wurden 36 von 46 Auszubildenden erfolgreich übernommen, was einer Gesamtübernahmequote von 78% entspricht. Obwohl diese Quote im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist, zeigt sie dennoch eine solide Basis für die langfristige Bindung von Auszubildenden an das Unternehmen.

Die Fortsetzung des internen Azubi-Wettbewerbs mit 14 Einsendungen und 16 teilnehmenden Auszubildenden wurde erfolgreich durchgeführt. Die Neuerung, dass die Teilnahme in 2er Teams möglich ist, hat zu kreativen Ideen und Innovationen aus den eigenen Reihen geführt. Einige dieser Ideen werden nun in den Fachabteilungen weiterverfolgt, was die interne Zusammenarbeit und das Engagement der Auszubildenden stärkt.

Die Wahrnehmung als attraktiver Ausbildungsbetrieb wurde durch den 1. Platz beim deutschlandweiten Azubiwettbewerb der Systemgastronomie weiter gestärkt. Die Firma Junge wurde hier durch 4 Azubis aus unterschiedlichen Regionen vertreten und konnte beweisen, dass das Thema Qualität in der Ausbildung einen hohen Stellenwert im Unternehmen hat. Um für potenzielle Bewerber sichtbar zu bleiben, sollten solche Gelegenheiten auch weiterhin genutzt werden. So wurde das Ausbildungsangebot auch im vergangenen Jahr auf Ausbildungsmessen präsentiert und die Attraktivität des Unternehmens für potenzielle Auszubildende betont.

Die Gastronomie- und Bäckereibranche steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, Risiken und Chancen, die sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln werden. Einige der wichtigsten Aspekte sind:

9. Herausforderungen - Chancen

Fachkräftemangel:

Nicht nur die Bäckerei- und Gastrobranche leidet unter einem Mangel an qualifizierten Fachkräften. Dies kann zu Herausforderungen bei der Besetzung von Stellen führen und die Qualität der Dienstleistungen beeinträchtigen. Dem wird aber mit einer verstärkten und zielgerichteten Rekrutierung erfolgreich begegnet.

Digitalisierung:

Die Digitalisierung verändert das Kundenverhalten und die Arbeitsprozesse natürlich auch in der Gastronomie- und Bäckereibranche. Junge ist seit Jahren erfolgreich auf dem Weg und passt seine Prozesse ständig an aktuellen Gegebenheiten und Entwicklungen an. Das Unternehmen bildet seinen gesamten Wertschöpfungsprozess - von der Prognose über den Einkauf, Produktion und Logistik bis hin zum Vertrieb digital ab. Hierbei helfen Algorithmus-, Big-Data- und KI-gesteuerte Arbeitsprozesse

Kein Junge-Brötchen wird heute ohne IT-Anwendungen gebacken, gelagert, kommissioniert, ausgeliefert und verkauft. Die Menge bestimmen die o.g. digitalisierten Arbeitsprozesse, die sowohl einen Bestellvorschlag als auch eine Umsatzprognose liefern - und das seit zehn Jahren.

Die Empfehlungen der Software basieren auf Schwarmwissen, maschinellem Lernen, Wetter- und Kalenderdaten sowie Erfahrungswissen. Die Kombination aus gesammelten Daten und Analyse derselben ist ein herausragender Wettbewerbsvorteil. Bei Junge sind (und waren) Digitalisierung und KI wichtige Schlüssel zu besserer Wettbewerbsfähigkeit und Betriebswirtschaftlichkeit.

Nachhaltigkeit:

Junge denkt, handelt und entscheidet langfristig und nachhaltig. Seit der Gründung des Familienunternehmens 1897 ist das Thema in der Firmen-DNA.

Die aktuellen Erfordernisse einer sich immer schneller wandelnden Zeit führen bei Junge dazu, sich immer breiter und detaillierter mit nachhaltigen Themen in allen Unternehmensbereichen auseinanderzusetzen.

Das nachhaltige Denken ist in einer Nachhaltigkeitsstrategie zusammengefasst. Junge verfolgt hierbei ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsverständnis, in dem die ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimensionen einander ebenbürtig sind.

Zu den aktuellen Herausforderungen gehören neben dem demographischen Wandel, Ressourcenverknappung, Verlust der biologischen Vielfalt auch die Globalisierung, Integration und Immigration. Dabei geht das Unternehmen mit einer positiven, zukunftszugewandten Grundeinstellung ans Werk, immer im Wissen, dass eine nachhaltige Entwicklung ihren Namen nur dann verdient, wenn sie folgende Bedingungen erfüllt: Sie muss die Bedürfnisse der heutigen Generation sichern, ohne die Erfüllung der Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu gefährden.

Innovation:

Durch innovative Produkte, Dienstleistungen und Konzepte kann und wird Junge auch weiterhin neue Zielgruppen erschließen, Stammgäste binden und sich vom Wettbewerb abheben.

10. Zukünftige Entwicklung - Junge bleibt weiter erfolgreich auf Wachstumskurs

Junge ist in den letzten Jahren durch die Herausforderungen noch robuster und resilienter geworden. Im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern befindet sich das Unternehmen auf einem sehr guten Weg, weiter gesund zu wachsen. Somit blickt das Unternehmen grundsätzlich sehr optimistisch in die Zukunft, denn das Geschäftsmodell und die Marktpositionierung sind überaus erfolgreich und die Nachfrage steigt.

 

Lübeck, August 2024

Axel Junge, Geschäftsführender Gesellschafter

Konzernbilanz zum 31. März 2024

Aktiva

Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 100.001,53 100.001,53
2. EDV-Software 737.306,37 19.451,68
3. Geschäfts- oder Firmenwert 980.116,65 1.105.217,28
1.817.424,55 1.224.670,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.904.719,41 18.979.802,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.490.659,18 2.173.242,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.910.315,52 15.796.229,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 957.411,49 1.600.727,56
43.263.105,60 38.550.002,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.527.339,82 2.567.965,12
2. Sonstige Ausleihungen 1.243.736,51 1.163.167,32
3. Aktivwert Rückdeckungsversicherung 54.667,00 52.303,26
3.825.743,33 3.783.435,70
48.906.273,48 43.558.108,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 865.922,22 744.365,91
2. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 552.156,96 733.711,63
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 888.440,96 899.254,53
2.306.520,14 2.377.332,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 322.582,34 350.004,28
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 124.969,44 123.969,44
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.995.396,13 2.292.805,25
2.442.947,91 2.766.778,97
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 36.489.871,83 26.830.488,41
41.239.339,88 31.974.599,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.048.268,74 693.577,07
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 20.963,00 15.961,00
91.214.845,10 76.242.246,07

Passiva

Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 34.808.391,27 42.012.087,60
III. Konzernbilanzgewinn 13.754.943,39 129.620,88
IV. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 3.329.288,29 2.741.589,41
53.892.622,95 46.883.297,89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 883.154,17
2. Steuerrückstellungen 6.200.510,11 5.554.608,72
3. Sonstige Rückstellungen 6.289.148,56 5.870.472,77
12.489.658,67 12.308.235,66
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.584.886,28 914.278,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.370.813,18 5.571.735,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 10.089.864,02 9.892.699,13
- davon aus Steuern: EUR 949.858,59 (Vj: EUR 1.145.724,39)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
24.045.563,48 16.378.712,52
D. Passive latente Steuern 787.000,00 672.000,00
91.214.845,10 76.242.246,07

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 250.146.589,93 221.779.941,28
2. Verminderung (Vj: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -157.497,54 114.464,41
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.431.101,00 878.717,43
251.420.193,39 222.773.123,12
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 53.989.945,06 46.248.463,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.655.315,12 1.679.656,31
56.645.260,18 47.928.119,59
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 81.285.986,66 70.856.029,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 17.635.640,48 15.078.153,92
- davon für Altersversorgung: EUR 129.017,49 (Vj. 139.267,73)
98.921.627,14 85.934.183,19
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.405.027,99 10.787.253,99
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 61.995.123,74 55.702.243,97
22.453.154,34 22.421.322,38
8. Erträge aus Beteiligungen 40.000,00 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 753.069,70 72.911,65
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 212.293,85 103.741,19
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 190.611,50 245.156,75
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 7.240.808,36 6.992.477,01
13. Ergebnis nach Steuern 15.602.510,33 15.152.859,08
14. Sonstige Steuern 73.774,58 1.492.111,59
15. Konzernjahresüberschuss 15.528.735,75 13.660.747,49
16. auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 1.903.413,26 2.403.442,08
17. Konzerngewinn 13.625.322,50 11.257.305,41
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 129.620,88 6.926.644,84
19. Ausschüttungen 0,00 18.054.329,37
20. Konzernbilanzgewinn 13.754.943,39 129.620,88

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Junge Holding GmbH, Lübeck im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.4.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 136.682,67 0,00 0,00 0,00 136.682,67
2. EDV-Software 601.656,21 617.405,20 269.153,20 136.687,20 1.351.527,41
3. Geschäfts- oder Firmenwert 24.821.410,07 0,00 0,00 0,00 24.821.410,07
25.559.748,95 617.405,20 269.153,20 136.687,20 26.309.620,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.900.128,45 3.710.931,57 626.756,60 773.557,25 61.464.259,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.578.138,49 838.911,36 262.613,16 518.051,88 24.161.611,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.757.320,19 11.075.996,37 136.903,36 6.096.864,07 68.873.355,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.600.727,56 652.110,25 -1.295.426,32 0,00 957.411,49
146.836.314,69 16.277.949,55 -269.153,20 7.388.473,20 155.456.637,84
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.813.121,87 149.986,20 0,00 0,00 2.963.108,07
2. Sonstige Ausleihungen 1.163.167,32 300.000,00 0,00 219.430,81 1.243.736,51
3. Aktivwert
Rückdeckungsversicherung 52.303,26 2.363,74 0,00 0,00 54.667,00
4.028.592,45 452.349,94 0,00 219.430,81 4.261.511,58
176.424.656,09 17.347.704,69 0,00 7.744.591,21 186.027.769,57
Stand am 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 36.681,14 0,00 0,00 36.681,14
2. EDV-Software 582.204,53 168.699,12 136.682,61 614.221,04
3. Geschäfts- oder Firmenwert 23.716.192,80 125.100,63 0,00 23.841.293,43
24.335.078,47 293.799,75 136.682,61 24.492.195,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.920.325,73 3.401.629,80 762.415,57 41.559.539,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.404.895,62 783.079,72 517.023,39 21.670.951,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.961.090,98 6.926.518,72 5.924.569,37 48.963.040,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
108.286.312,33 11.111.228,24 7.204.008,33 112.193.532,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 245.156,75 190.611,50 0,00 435.768,25
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Aktivwert
Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00
245.156,75 190.611,50 0,00 435.768,25
132.866.547,55 11.595.639,49 7.340.690,94 137.121.496,10
Buchwerte
Stand am 31.03.2024 Stand am 31.3.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 100.001,53 100.001,53
2. EDV-Software 737.306,37 19.451,68
3. Geschäfts- oder Firmenwert 980.116,65 1.105.217,28
1.817.424,55 1.224.670,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.904.719,41 18.979.802,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.490.659,18 2.173.242,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.910.315,52 15.796.229,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 957.411,49 1.600.727,56
43.263.105,60 38.550.002,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.527.339,82 2.567.965,12
2. Sonstige Ausleihungen 1.243.736,51 1.163.167,32
3. Aktivwert
Rückdeckungsversicherung 54.667,00 52.303,26
3.825.743,33 3.783.435,70
48.906.273,48 43.558.108,55

Konzernkapitalflussrechnung der Junge Holding GmbH, Lübeck, für das Geschäftsjahr 2023/2024

2023/2024 2022/2023
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss einschließlich 15.529 13.661
Ergebnis nicht beherrschender Anteile
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.596 11.032
-/+ Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -464 1.304
+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 71 232
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -258 -116
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.996 1.290
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -49 -23
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -541 31
- Sonstige Beteiligungserträge -40 0
+ Ertragsteueraufwand 7.241 6.992
- Ertragsteuerzahlungen -6.257 -4.439
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 29.823 29.964
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen -16.895 -9.715
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 233 131
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 219 676
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -452 -8
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -2.330 0
+ Erhaltene Zinsen 753 73
+ Erhaltene Dividenden 40 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -18.432 -8.843
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -329 -1.707
- Gezahlte Zinsen -212 -104
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 -18.054
- Gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter -1.189 -5.411
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.731 -25.276
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 9.660 -4.156
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 26.830 30.986
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 36.490 26.830

Konzerneigenkapitalspiegel der Junge Holding GmbH, Lübeck, im Geschäftsjahr 2023/2024

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn Summe
EUR EUR EUR
Stand am 1.4.2022 2.000.000,00 42.012.087,60 6.926.644,84 50.938.732,44
Konzernjahresüberschuss 2021/22 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 -18.054.329,37 -18.054.329,37
Konzernjahresüberschuss 2022/23 0,00 0,00 11.257.305,41 11.257.305,41
Stand am 31.3.2023 2.000.000,00 42.012.087,60 129.620,88 44.141.708,48
Stand am 1.4.2023 2.000.000,00 42.012.087,60 129.620,88 44.141.708,48
Konzernjahresüberschuss 2022/23 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 -7.203.696,33 0,00 -7.203.696,33
Konzernjahresüberschuss 2023/24 0,00 0,00 13.625.322,50 13.625.322,50
Stand am 31.3.2024 2.000.000,00 34.808.391,27 13.754.943,39 50.563.334,66
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne Summe Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 1.4.2022 4.838.988,78 1.238.478,41 6.077.467,20 57.016.199,64
Konzernjahresüberschuss 2021/22 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung -3.081.700,93 -2.657.618,94 -5.739.319,87 -23.793.649,24
Konzernjahresüberschuss 2022/23 0,00 2.403.442,08 2.403.442,08 13.660.747,49
Stand am 31.3.2023 1.757.287,85 984.301,56 2.741.589,41 46.883.297,89
Stand am 1.4.2023 1.757.287,85 984.301,56 2.741.589,41 46.883.297,89
Konzernjahresüberschuss 2022/23 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 -1.188.916,49 -1.188.916,49 -1.188.916,49
Sonstige Veränderungen -78.567,10 -48.230,78 -126.797,88 -7.330.494,21
Konzernjahresüberschuss 2023/24 0,00 1.903.413,25 1.903.413,25 15.528.735,75
Stand am 31.3.2024 1.678.720,75 1.650.567,54 3.329.288,29 53.892.622,95

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Junge Holding GmbH mit Sitz in Lübeck ist beim Amtsgericht Lübeck (HRB 21506 HL) eingetragen.

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 19.06.2021 gegründet.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. März 2024 der Junge Holding GmbH, Lübeck, erfolgt gemäß § 290 Abs. 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden folgende Tochtergesellschaften (Vollkonsolidierung) einbezogen:

Anteil am Kapital
unmittelbar mittelbar
(in %) (in %)
1. Con Pane GmbH, Lübeck (als Mutterunternehmen der nachfolgenden Gesellschaften) 89,90
2. IGJL GmbH, Lübeck 87,00
3. Con Pane BA GmbH, Lübeck 87,00 87,06
4. Konditorei Junge GmbH, Lübeck
5. Stadtbäckerei - Der Hanse-Bäcker GmbH, Elmenhorst/Lichtenhagen 87,06
6. Junge GVG mbH & Co. KG, Lübeck 70,98

Die Junge Holding GmbH, Lübeck, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen auf.

An dem vollkonsolidierten Tochterunternehmen Con Pane GmbH, Lübeck wurden zum 1. April 2023 4,9 % der Geschäftsanteile hinzuerworben, so dass von der Junge Holding GmbH jetzt 89,9 % der Geschäftsanteile gehalten werden. Dieser Vorgang wurde als Kapitalvorgang interpretiert. Entsprechend wurden die Vermögensgegenstände und Schulden der Con Pane GmbH, Lübeck nicht neu bewertet. Stattdessen wurden die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenen Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Der danach verbleibende Unterschiedsbetrag wurde erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens verrechnet.

Die Con Pane BA GmbH, Lübeck wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 13. März 2024 gegründet und zu diesem Zeitpunkt erstkonsolidiert. Hieraus ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Die Junge Holding GmbH, Lübeck hält 87 % der Geschäftsanteile an der Gesellschaft.

An der IGJL GmbH, Lübeck wurden mit Geschäftsanteilsverkaufsvertrag vom 13. März 2024 Anteile zum Nominalwert von EUR 4.290,00 veräußert. Die Junge Holding GmbH, Lübeck hält seitdem 87 % der Anteile an der Gesellschaft. Aus der Veräußerung ergaben sich keine Ergebniseffekte für den Konzern.

Stichtag des Konzernabschlusses

Stichtag des Konzernabschlusses ist der 31. März 2024.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte unter Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB n.F.

Die Schuldverhältnisse innerhalb des Konzerns sowie die entsprechenden Aufwendungen und Erträge aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr werden aufgerechnet.

Bei der Veräußerung von Anlagevermögen innerhalb des Konzerns entstehende Buchgewinne und -verluste werden eliminiert, soweit nicht in Einzelfällen wegen Geringfügigkeit entsprechend § 304 Abs. 2 HGB hiervon abgesehen werden kann.

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Zwischenergebnisse im Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen sind grundsätzlich zu eliminieren, sofern diese wesentlich sind. Da der Junge Holding GmbH Konzern seine Produktion im Wesentlichen in einem Tochterunternehmen konzentriert hat und das Vorratsvermögen an andere Tochtergesellschaften jeweils auftragsbezogen geliefert und meist zeitnah an Drittkunden ausgeliefert wird, sind die noch im Konzern befindlichen, gelieferten Vorratsbestände als geringfügig anzusehen. Aus Gründen der Wesentlichkeit wird daher auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen zum Stichtag verzichtet.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften sowie die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen konsolidiert.

Latente Steuern werden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz gebildet. Die Bewertung latenter Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Es wurde bei der Berechnung ein Steuersatz von rd. 32% zugrunde gelegt. Die Auswirkungen von Steuergesetzesänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, erfolgswirksam berücksichtigt. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden innerhalb des Organkreises saldiert.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Für die Aufstellung der Bilanz werden die handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften angewendet.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden in Höhe der Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben.

Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wurden linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Bewertung der sonstigen Ausleihungen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungs-kosten.

Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung ist mit dem vom Versicherer mitgeteilten Deckungskapital aktiviert.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den zulässigen Herstellungskosten unter Berücksichtigung eines angemessenen Abschlages bewertet. Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird jeweils beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Bestehenden Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Umfang Rechnung getragen.

Eigenkapital

Das Konzern-Eigenkapital wird entsprechend der Gliederung des § 266 Abs. 3 HGB dargestellt. Eine detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Eigenkapitalspiegel in Anlage 6 zu entnehmen.

Rückstellungen

Die Höhe der Versorgungsverpflichtung für Pensionen wurde durch die Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart, gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Gesellschaft hat für diese Versorgungsverpflichtungen eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Das zur Deckung der Verpflichtung vorhandene Planvermögen wird mit der Verpflichtung verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und alle erkennbaren Risiken in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Konzernanlagevermögens und ihre Veränderungen zum Bilanzstichtag sind in der folgenden Anlage "Konzern-Anlagenspiegel zum 31. März 2024" dargestellt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung sind vollständig abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Die Gesellschaft hält über die Konditorei Junge GmbH eine Beteiligung in Höhe von 40 % an der SIA Junge, Madona, Lettland. Das Stammkapital der SIA Junge, Madona, Lettland, beträgt rd. EUR 131.000,00. Gem. § 311 Abs.2 HGB wird die Beteiligung nicht als assoziiertes Unternehmen bilanziert.

Firma, Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis Geschäftsjahr
% TEUR TEUR
SIA Junge, Madona, Lettland 40,0 1.026 312 31.03.2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 323) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Junge Holding GmbH, Lübeck, beträgt TEUR 2.000. Bezüglich des Konzerneigenkapitalspiegels wird auf Anlage 6 verwiesen.

Die sonstige Veränderung des Konzerneigenkapital resultiert in Höhe von EUR 7.338.034,21 aus dem Kapitalvorgang durch den Hinzuerwerb von 4,9 % der Anteile an der Con Pane GmbH, Lübeck. Aus der Veräußerung der Anteile an der IGJL GmbH, Lübeck ergibt sich eine Verschiebung in Höhe von EUR 4.290 zu Gunsten der nicht beherrschenden Anteile. Eine weitere sonstige Veränderung in Höhe von EUR 3.250,00 resultiert aus der Erstkonsolidierung der Con Pane BA GmbH, Lübeck.

Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile

Der Posten resultiert aus Anteilen eines Minderheitsgesellschafters bei vier Tochter-gesellschaften.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung besteht für Anwartschaften auf Altersversorgung. Die Höhe der Versorgungsverpflichtung wurde gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 1,83 % p. a. (Vorjahr: 1,79 % p.a.) sowie einem Renten- und Gehaltstrend von 0,00 % p.a. ermittelt. Der Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren.

Laut Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG beträgt der Erfüllungsbetrag für die Pensionsrückstellung TEUR 74 (Vorjahr TEUR 1.428). Es wurde eine Saldierung mit den verpfändeten Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 561) (entspricht den Anschaffungskosten) vorgenommen. In der Bilanz wird ein aktiver Unterschiedsbetrag von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 16) ausgewiesen und nach Vermögenssaldierung eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 883) ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 129,00 (Vorjahr TEUR 62). Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre.

Die Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 20 für die Pensionszusagen sind im Personalaufwand erfasst. Im Zinsaufwand sind EUR 122,00 Zinsen im Zusammenhang mit der Pensionsrückstellung enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.289 bestehen überwiegend für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 3.406), für Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 1.090) sowie für Rückbauverpflichtungen (TEUR 1.050).

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten

Gesamtbetrag 31.03.24 bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
(Vorjahr EUR) (Vorjahr EUR) (Vorjahr EUR) (Vorjahr EUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.584.886,28 584.886,28 5.000.000,00 0,00
(914.278,00) (457.144,00) (457.134,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.370.746,38 8.370.746,38 0,00 0,00
(5.571.735,39) (5.571.735,39) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 10.089.864,02 8.804.664,02 1.285.200,00 0,00
(9.892.699,13) (8.321.899,13) (1.428.000,00) (142.800,00)
24.045.496,68 17.760.296,68 6.285.200,00 0,00
(16.378.712,52) (14.350.778,52) (1.885.134,00 ) (142.800,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Grundschulden besichert.

Passive latente Steuern

Der Sonderposten für passive latente Steuern besteht in Höhe von TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 307) für latente Steuern aus der Auflösung der Sonderposten (mit Rücklagenanteil sowie für Investitionszulagen und -zuschüsse), die in der Konzernbilanz eliminiert wurden. Außerdem wurden noch latente Steuern für stille Reserven im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: TEUR 189) und Erträge aus den Unterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz aus Einzelabschlüssen von TEUR 289 (Vorjahr: TEUR 176) berücksichtigt. Es wurde ein Steuersatz von 32 % zu Grunde gelegt. Im Geschäftsjahr ergibt sich ein Aufwand in Höhe von TEUR 115 aus der Veränderung der passiven latenten Steuern.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen entfallen in voller Höhe auf außerplanmäßige Abschreibungen einer Beteiligung aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrück-stellungen in Höhe von EUR 122,00 enthalten.

Steuern

Die latenten Steuern ergeben sich aus der Auflösung der Sonderposten im Konzern (Rücklageanteil und Investitionszulagen und -zuschüsse), stillen Reserven im Anlagevermögen sowie den Unterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz bei den Einzelabschlüssen. Unter Anwendung der zu Grunde liegenden Steuersätze und unter Berücksichtigung der steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen errechnet sich ein erwarteter Ertragssteueraufwand, der in etwa auf dem Niveau des tatsächlichen Steueraufwands liegt.

V. Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt rd. TEUR 95. Diese entfallen ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Die Honorare für Beratungsleistungen belaufen sich auf rd. TEUR 57.

Kapitalflussrechnung

Bezüglich der Kapitalflussrechnung wird auf Anlage 5 verwiesen. Dem Finanzmittelfonds wurden die Position "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" zugeordnet. Die Kapitalflussrechnung wird nach den Vorgaben des DRS 21 aufgestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 a HGB bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 59.555 und setzten sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
Miete Geschäfte 13.404 36.438 9.713 59.555

Weiterhin bestehen noch sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 423.

Mitarbeiter

Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 4.736 (Vorjahr: 4.086) Mitarbeiter beschäftigt, davon 4.221 im Verkauf, 385 in der Produktion und 130 in der Verwaltung.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Junge Holding GmbH, Lübeck, war im Berichtsjahr:

 

Herr Axel Junge, Kaufmann, Lübeck

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge erfolgt die Anwendung der Schutzklausel gem. §§ 314 Abs. 3 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB.

Befreiung Offenlegung

Folgende Tochterunternehmen nehmen die Befreiung von der Offenlegung des Jahresabschlusses sowie ggfs. des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2023/2024 in Anspruch:

Stadtbäckerei- Der Hanse-Bäcker GmbH, Elmenhorst/Lichtenhagen

Konditorei Junge GmbH, Lübeck

Junge GVG mbH & Co. KG, Lübeck

Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

 

Lübeck, den 19. August 2024

Junge Holding GmbH, Lübeck

Geschäftsführung

Axel Junge

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Junge Holding GmbH, Lübeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Junge Holding GmbH, Lübeck, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Junge Holding GmbH, Lübeck, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 10. September 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Dietrich Grashoff, Wirtschaftsprüfer

Frank Schuckenbrock, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Billigung:

Der Konzernabschluss der Junge Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 wurde am 18. November 2024 gebilligt.

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