Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 90643
Vorher
Proxivision GmbH
Eingetragen
20.12.2011
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Lampen und LeuchtenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Gegenstand
Die Entwicklung, Anfertigung und Bearbeitung von sowie Handel mit elektrischen, elektromechanischen, elektronischen, elektrooptischen und optischen Geräten, Systemen und Anlagen jeglicher Art einschließlich ihrer Bauteile.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Yvo Hoffmann
seit 28.2.2012
Geschäftsführer
Ute Palten-Hut
seit 28.2.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EXOSENS International SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

EXOSENS International SAS
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Photonis Germany GmbH (vormals: Proxivision GmbH)

Bensheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Photonis Germany GmbH, Bensheim (vormals ProxiVision GmbH)

GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Photonis Germany GmbH (vormals ProxiVision GmbH), Bensheim, (kurz Photonis Germany bzw. ProxiVision) wurde am 27. Oktober 2011 gegründet und am 20. Dezember 2011 in das Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB-Nr. 90643 eingetragen.

Mit Kaufvertrag vom 9. März 2023 und mit Wirkung zum 30. Juni 2023 sind sämtliche Geschäftsanteile von den bisherigen Gesellschaftern der Photonis Germany GmbH, Bensheim, (vormals ProxiVision GmbH) an die EXOSENS International S.A.S, Mérignac, Frankreich (vormals Photonis Technologies S.A.S) übertragen worden. Die Gesellschaft ist nunmehr in den Konzernverbund der EXOSENS S.A.S, Mérignac, Frankreich, eingebunden.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Anfertigung und Bearbeitung von sowie Handel mit elektrischen, elektromechanischen, elektronischen, elektrooptischen und optischen Geräten, Systemen und Anlagen jeglicher Art einschließlich ihrer Bauteile.

Personal

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Mitarbeiter liegt bei 56. Die Planungen für das Geschäftsjahr 2024 sehen weitere Neueinstellungen im Produktionsbereich der Gesellschaft vor.

Eine hohe Motivation und Kompetenz der Belegschaft werden weiterhin zum positiven Unternehmenserfolg von Photonis Germany (vormals ProxiVision) beitragen, daher werden den Mitarbeitern kontinuierlich gezielt Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen angeboten.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden in der Vergangenheit begonnene eigenfinanzierte Entwicklungsprojekte fortgesetzt und zudem auch neue begonnen.

Ferner wurden weitere Entwicklungsprojekte mit Kooperations- und Entwicklungspartnern durchgeführt, für die teilweise Fördermittel gewährt worden sind. Diese Gemeinschaftsprojekte sind mit Partnern aus der Industrie, mit Instituten sowie mit Universitäten durchgeführt worden. Neben der eigentlichen Entwicklungsarbeit kommt bei den Gemeinschaftsprojekten dem Ausbau und der Festigung von Netzwerken eine besondere Bedeutung zu.

Forschungsaktivitäten wurden von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 nicht durchgeführt.

2023 wurden im Konzern diverse gemeinsame Entwicklungen analysiert, beschlossen und werden nun umgesetzt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war nach wie vor geprägt durch den Überfall Russlands auf die Ukraine und die damit einhergehenden Folgen. Es wurden Investitionen in die Aufrüstung und Verbesserung von militärischen Gütern beschlossen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten große und langfristige Aufträge generiert werden. Die Gesellschaft startet mit dem größten Auftragsvolumen (über 11 Mio. EUR) der Firmengeschichte in ein neues Jahr.

Preiserhöhungen auf der Absatzseite konnten auch im Geschäftsjahr 2023 durchgesetzt werden, wodurch die Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite größtenteils kompensiert werden konnten.

Den teilweise dramatischen Preissteigerungen bei der Energiebeschaffung konnten durch Subventionen und den dann einsetzenden Preisrückgang abgemildert werden. Auch die Verbrauchsverringerungen bei den Energiearten Strom und Gas führten zu einer weniger dramatischen Entwicklung als noch 2022 erwartet worden ist. Neue Energielieferverträge für 2024 sind abgeschlossen worden, sodass eine verlässlichere Kalkulation vorgenommen werden konnte.

Die instabile Situation auf den Materialbeschaffungsmärkten mit gestörten Lieferketten und verknappten Angeboten, hat sich im Laufe des Jahres 2023 deutlich verbessert und entspannt, auch bedingt durch langlaufende Verträge mit den Lieferanten des Unternehmens.

Photonis Germany (vormals ProxiVision) ist einziger Hersteller von technisch hochwertigen Bildverstärkern und Bildwandlern für bildverarbeitende Anwendungen in Deutschland. Weltweit gibt es nach unserer Kenntnis nur vier Unternehmen, die diesen Markt als Hersteller aktiv bedienen. Im Bereich der Solarblind-Bildverstärker beschränkt sich der weltweite Markt der Anbieter sogar nur auf drei Unternehmen. Der Absatzmarkt für die Produkte konzentriert sich weltweit überwiegend auf Hochtechnologiestaaten in Europa, Nordamerika sowie Südostasien.

Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr insgesamt einen Anstieg der Umsatzerlöse von 34,4 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen das zuvor höhere generierte Auftragsvolumen sowie eine gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Lieferketten-Situation. Aufgrund der weniger stark angestiegenen Aufwendungen konnte ein gegenüber dem Vorjahr um 321,9 % höherer Jahresüberschuss von TEUR 311 erzielt werden. Insgesamt übertraf die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr die Erwartungen.

Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 stark durch eine deutliche Stabilisierung von Lieferketten an den Beschaffungsmärkten sowie die Abschwächung der Inflation und die damit einhergehenden moderateren Preissteigerungen beeinflusst.

So haben nur noch vereinzelnd nicht zur Verfügung stehende Bauteile dazu geführt, dass geplante Auslieferungen erst zu späteren Zeitpunkten stattfinden konnten.

Die Materialaufwandsquote konnte im Vergleich zum Vorjahr - bezogen auf die Gesamtleistung - von 29,9 % auf nunmehr 28,9 % gesenkt werden. Zudem konnte die Personalaufwandsquote deutlich von 52,2 % auf 43,5 % verringert werden.

Den gegenüber dem Vorjahr um 37,4 % erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen stehen Verringerungen in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 4,4 % gegenüber. Ursächlich für die deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Wesentlichen Preissteigerungen beim Energiebezug sowie Integrationskosten in den Konzern-Verbund und Konzernweiterbelastungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Gesellschaft Grunderwerbsteuern aufgrund der Veräußerung der Geschäftsanteile und dem damit übergegangenen Grundvermögen gezahlt, die das Ergebnis erheblich belastet haben (TEUR 258).

Insgesamt konnte trotz des auch im Geschäftsjahr 2023 anhaltend schwierigen Geschäftsumfelds eine deutliche Steigerung des Jahresergebnisses von der Gesellschaft erzielt werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft konnte im Berichtsjahr um 7,6 % auf TEUR 11.478 gesteigert werden. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der Anstieg in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund einer sehr starken Umsatztätigkeit der Gesellschaft im letzten Quartal des Geschäftsjahres. So sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 168,6 % auf TEUR 2.605 angestiegen. Die Vorratsbestände konnten im selben Zeitraum um 16,1 % auf nunmehr TEUR 2.661 verringert werden. Die Verringerung im Vorratsvermögen geht einher mit den stabileren Beschaffungsmärkten und der daraus resultierenden Reduzierung von Sicherheitsbeständen bei einigen Komponenten sowie der hohen Umsatztätigkeit im letzten Quartal des Geschäftsjahres.

Aufgrund von Gegenfinanzierungsmaßnahmen für diese Effekte haben sich die Verbindlichkeiten um TEUR 323 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dennoch konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 2.641 - verglichen mit dem Vorjahr - zurückgeführt werden. Im Gegenzug werden zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 2.974 ausgewiesen.

Die Eigenkapitalquote befindet sich zum 31. Dezember 2023 mit 44,6 % auf einem nach wie vor hohem Niveau (Vorjahr 45,1 %).

Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit generiert, der überwiegend auf den deutlich gestiegenen Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert. Ursächlich hierfür sind die hohen Umsatzerlöse der Gesellschaft im letzten Quartal des Geschäftsjahres. Gleichzeitig konnte der Vorratsbestand im Vergleich zum Vorjahr erfreulicherweise erheblich reduziert werden, was sich wiederum gegenläufig auf den Cashflow ausgewirkt hat.

Der negative Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit resultiert ausschließlich aus den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in das Anlagevermögen.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR 994. Ursächlich hierfür ist überwiegend die Tatsache, dass der Gesellschaft im Geschäftsjahr finanzielle Mittel im Rahmen der Konzernfinanzierung zur Verfügung gestellt worden sind, während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weiterhin planmäßig zurückgeführt werden konnten.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt. Es wurde dem Anspruch der Gesellschaft Rechnung getragen, die Gebäude sowie die Produktionsausstattungen stets auf dem neuesten Stand der Technik zu halten.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig für interne Zwecke ermittelt und zur Steuerung der Gesellschaft verwendet. Der wesentliche Indikator ist die Entwicklung der Umsatzerlöse. Darüber hinaus wird in regelmäßigen Abständen die Altersstruktur der Forderungen überwacht und - sofern notwendig - Maßnahmen zur Einbringung von überfälligen Forderungen ergriffen.

Neben dem Jahresbudget wird die Geschäftsentwicklung monatlich auf Basis der erstellten Planungen überwacht. Hierzu werden auf Ebene der Umsatzerlöse sowie der Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen Abweichungsanalysen erstellt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft inzwischen in das Konzern-Reporting eingebunden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind u.a. Liefertreue und Produktqualität, und damit die Steigerung von Kundenzufriedenheit und Arbeitssicherheit. Grundlage hierfür ist auch ein strukturiertes Qualitätsmanagement, das Anzahl und Art der Reklamationen kontinuierlich misst und bearbeitet. So konnten aufgrund der hohen Produktqualität und der Liefertreue mehrfach Auszeichnungen bei bedeutenden Kunden errungen werden.

Die Gesellschaft ist DIN ISO 9001 zertifiziert und darüber hinaus auch von Großkunden auditiert. Durch konsequentes Qualitätsmanagement sowie in diesem Zusammenhang erhaltene Auditierungen wird eine Risikominderung herbeigeführt.

Zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit werden in unregelmäßigen Abständen auf anonymer Basis detaillierte Mitarbeiterbefragungen durchgeführt, die im Anschluss von Personalabteilung und Geschäftsführung analysiert werden.

Im Zusammenhang mit Umweltschutzmaßnahmen und einer angestrebten CO 2 -Reduktion wurde auch die Belegschaft der Gesellschaft zur Einsparung von Energie sensibilisiert und aktiv zur Abgabe von Vorschlägen zu Energiereduzierungen in den betrieblichen Prozessen mit eingebunden. Darüber hinaus wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer extern beauftragten Beratungsgesellschaft ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchgeführt. In Folge dessen konnten bereits erste Erfolge durch Einsparmaßnahmen erzielt werden.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISKOBERICHT

Ziele und Strategien

Die hohe Produktqualität und Liefertreue konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals gehalten und in Folge dessen der Gold-Award bei einem Hauptkunden erneut gewonnen werden. Dies nun schon konstant seit 2018. Auch bei weiteren Kunden wurde Photonis Germany (vormals ProxiVision) wieder mit 100 % Liefertreue und Produktqualität ausgezeichnet. Auch für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir Auszeichnungen durch Kunden aufgrund der hohen Produktqualität und Liefertreue.

Die Entwicklungen der neuen Kamerasysteme für die Feststellung von Corona-Entladungen an Hochspannungsleitungen und das Kamerasystem für die bildhafte Erkennung von radioaktiver Strahlung haben sich weiter verzögert, werden nun aber im Verbund mit Prio 1 weiterentwickelt und in 2024 auf den Markt gebracht. Erste durchgeführte Tests sind sehr positiv verlaufen.

Die Thematik Neutronen-Sensorik wurde weitergeführt. Ein Patent für einen entsprechenden Sensor wurde 2022 eingetragen, als Bachelor-Arbeit simuliert und dann auch gebaut. Es wird im Laufe des Jahres entschieden inwieweit dieses Produkt im Konzern umgesetzt wird. Entsprechende Marktanalysen werden aktuell durchgeführt. Die Basis und die Auswerte-Software für das Kamerasystem sind auch in der Corona- Kamera eingesetzt.

Die Produktion CPM hat weiterhin zahlreiche Aufträge und Umsätze generiert. Dennoch wird im Konzern geprüft, ob die attraktiven Flächen im Unternehmen nicht gewinnbringender genutzt werden können. Im Jahr 2024 soll die Entscheidung getroffen werden, ob die Produktion aufrechterhalten oder eingestellt wird oder sogar in ein anderes Unternehmen im Konzern transferiert werden soll. Bislang resultieren die Aufträge fast ausschließlich auf Reparaturbedarfen von Kunden. Ein last-time-buy würde den Kunden bei Schließung der Produktionslinie noch angeboten werden.

Im Bereich des Marktes für Reparatur- und Ersatzbedarf konnten wieder neue Aufträge generiert werden. Dieser bleibt nach wie vor sehr konstant und stabil.

Beschichtungen und Kopplungen sowie Komponenten wurden in 2023 wieder sehr stabil produziert und abgesetzt. Der Vertrieb hierfür wird zukünftig von einem anderen Unternehmen im Verbund durchgeführt werden. Die Produktionsflächen für diesen Bereich wurden im Jahr 2023 bereits vergrößert. Es sollen auch Kopplungen von anderen Verbund-Unternehmen in Bensheim gefertigt werden. Dies sollte zu einer entsprechenden Umsatzsteigerung führen.

Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung der Photonis Germany (vormals ProxiVision)

Die Photonis Germany (vormals ProxiVision) ist mit ihren Produkten überwiegend in relativ konjunktur-unabhängigen Märkten aktiv. Welche weiteren Auswirkungen der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und der Krieg in Israel haben werden, ist derzeit noch nicht absehbar.

Wir werden die Entwicklungen in diesem Zusammenhang weiterverfolgen und diese für unternehmerische Entscheidungen heranziehen, um den möglichen Konsequenzen rechtzeitig entgegenwirken oder sie auch für die positive Geschäftsentwicklung nutzen zu können.

Die Aufträge aus der Türkei wurden aufgrund ausstehender und nicht zu erwartenden Exportgenehmigungen von der Gesellschaft storniert. Wie das Geschäft mit der Türkei in der Zukunft weitergeführt werden kann, wird auf Konzernebene geprüft. Erste Gespräche hierzu haben bereits stattgefunden.

Sehr positiv hat sich der chinesische Markt in jüngster Vergangenheit weiterentwickelt. Es werden weitere Aufträge erwartet, für deren Abwicklung aber ebenfalls Exportgenehmigungen benötigt werden.

Die Kunden in den Vereinigten Staaten von Amerika zeigen sich weiterhin als sehr stabile Auftraggeber. Größere Aufträge konnten schon im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Etwaige Exportbeschränkungen sind hier aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Weitere Aufträge - bis ins Jahr 2025 und ggf. 2026 reichend - werden aus den USA fürs erste bzw. zweite Quartal 2024 erwartet.

Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten werden überwiegend mit industriellen Partnern sowie mit Universitäten und Instituten durchgeführt. Zukünftig kommen hier noch die anderen Unternehmen im eigenen Konzern hinzu. Die Entwicklungskapazitäten und Möglichkeiten werden somit für uns als Unternehmen signifikant größer. Sowohl Marktpotenziale als auch -chancen und die Finanzierung der Projekte, werden bereits vor Entwicklungsbeginn gemeinsam im Konzern detailliert analysiert und terminiert. Die gemeinsame Umsetzung erfolgt im Regelfall anhand von sogenannten Milestones. Hierbei werden projektbegleitend Soll-/Ist-Abweichungen ermittelt, analysiert und ggf. auch Maßnahmen zur Gegensteuerung von Fehlentwicklungen ergriffen.

Aus Sicht von Photonis Germany (vormals ProxiVision), ist der Markt für Industrie und Home 4.0 - also eine Vernetzung unterschiedlichster Geräte und eine entsprechende Datenweitergabe sowie Speicherung - von extrem großem Interesse. Der Markt und die Anwendungen sind annähernd unbegrenzt und haben ein großes Potenzial für die Gesellschaft.

Aus heutiger Sicht bestehen auch im Bereich der Spezial-Kamerasysteme große Potenziale. Hier entstand eine Plattform, die es zukünftig erlauben soll, sehr schnell auf spezielle Kundenwünsche eingehen zu können und diese zu realisieren. Hierzu gehören im Wesentlichen auch die Corona-Kamera, die Strahlenschutz-Kamera und weitere Systeme, die nach wie vor ein großes Potenzial besitzen.

Erwartete Ertragslage

Es wird erwartet, dass das Geschäftsjahr 2024 ein positives Jahr werden sollte. Die Aufträge für das angestrebte Umsatzvolumen von über 10 Mio. EUR sind zu 94 % schon im Haus und müssen nun "nur noch" umgesetzt werden. Herausfordernd werden nach wie vor Lieferengpässe der Lieferanten sein und ausreichend Personal zu finden und zu ergänzen. Preissteigerungen bei Energieträgern sowie fast allen Einkaufsteilen und -komponenten, müssen nach wie vor an Kunden weitergegeben werden, um langfristig die Margen sichern zu können. Aktuell werden mit Kunden und Lieferanten weitere Mehrjahres-Verträge verhandelt und hoffentlich schon im ersten bzw. zweiten Quartal abgeschlossen, um weiteren Preissteigerungen im Einkauf entgegenzuwirken. Derzeit sind bereits Aufträge mit einem Volumen von insgesamt über 11 Mio. EUR im Auftragsbestand der Photonis Germany (vormals ProxiVision) bis ins Jahr 2025 enthalten. Trotz aller Widrigkeiten gehen wir davon aus, das Ergebnis weiter steigern zu können.

Gesamteinschätzung der erwarteten künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren große Bemühungen unternommen, das Produktportfolio weiter zu diversifizieren. So wurden zahlreiche geförderte Entwicklungen mit Universitäten und Forschungsinstituten erfolgreich durchgeführt. Einzelne Entwicklungen fanden Berücksichtigung in Produkten der Photonis Germany (vormals ProxiVision).

Es entstand eine Kamera-Plattformen, die sowohl in der Industrie, als auch im Medizinsektor eingesetzt werden kann. Die ersten Serienprodukte sind nun in den Markt gebracht worden. Aus Sicht der Geschäftsleitung weist der Bereich Kamera neben den schon etablierten Produkten, die größten Wachstumspotentiale für die Gesellschaft auf.

Das Segment der Bildverstärker wird vermutlich durch den Krieg in der Ukraine und Israel beeinflusst werden und könnte daher in den kommenden Jahren einen Anstieg erfahren und wieder mit über 70 % des Gesamtumsatzes eine wesentliche Komponente der Gesellschaft sein.

Die weiterhin sehr gute Vertrauensbasis sowie die daraus resultierende hervorragende Zusammenarbeit mit fast allen Kunden insbesondere der Key-Customer tragen zum Unternehmenserfolg bei. Die sehr gute und funktionale Infrastruktur, die den neuesten Standards entspricht, fördert dieses Vertrauen. Diese Basis soll beibehalten ggf. ausgebaut werden. Neuen potentiellen Kunden werden diese Umsetzungen dargelegt.

Wir rechnen für das Gesamtjahr 2024 trotz der bestehenden Unsicherheiten aufgrund der anhaltenden Kriege, der hohen Inflationsrate, den Unsicherheiten auf den Materialbeschaffungsmärkten sowie bei der Energiebeschaffung und -versorgung mit einem gegenüber 2023 erhöhtem Umsatz und einem noch positiveren sechsstelligen Ergebnis.

Risikobericht

Photonis Germany (vormals ProxiVision) ist durch die unternehmerische Ausrichtung als global agierendes Unternehmen neben Chancen, zwangsläufig auch Risiken ausgesetzt. Die betriebliche Tätigkeit von Photonis Germany (vormals ProxiVision) ist mit vielfältigen Risiken verbunden, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens Einfluss nehmen können.

Nachfolgend stellen wir Risiken dar, die aus heutiger Sicht unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich negativ beeinflussen könnten. Dies sind notwendigerweise nicht die einzigen Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist. Weitere - uns derzeit noch nicht bekannte Einflüsse - könnten unsere Geschäftstätigkeit ebenfalls beeinträchtigen.

Durch die weltweite Geschäftstätigkeit sieht sich Photonis Germany (vormals ProxiVision) auch mit finanzwirtschaftlichen Risiken konfrontiert. Von zentraler Bedeutung sind Bonitäts- und Liquiditäts- sowie Währungskursrisiken. Diese bestehen überwiegend aus Geschäftsabschlüssen auf US-Dollar-Basis. Dem Währungskursrisiko begegnet Photonis Germany (vormals ProxiVision) mit relativ kurzen Angebotsfristen sowie gegebenenfalls mit Kurssicherungsgeschäften bei Angebotseingang. Auch etwaige politische Veränderungen im Umfeld der Kunden können sich erschwerend auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken.

Sämtliche Aktivitäten von Führungskräften sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Photonis Germany (vormals ProxiVision) haben sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen und unternehmensinternen Bestimmungen zu richten. Gesetzliche Änderungen werdenkontinuierlich beobachtet und bei Relevanz für das Unternehmen zeitnah umgesetzt. Diese Vorgehensweise ermöglicht dem Unternehmen, die Einhaltung rechtmäßigen Handelns sicherzustellen.

Den hohen Qualitätsansprüchen der Kunden möchte Photonis Germany (vormals ProxiVision) dauerhaft entsprechen. Trotz DIN ISO 9001 Zertifizierung sowie Auditierungen von Großkunden, können Qualitätsrisiken nicht ausgeschlossen werden. Durch konsequentes Qualitätsmanagement sowie in diesem Zusammenhang erhaltene Auditierungen wird eine Risikominderung herbeigeführt.

Informationstechnologie (IT) besitzt für Photonis Germany (vormals ProxiVision) - in einer permanent fortschreitenden Vernetzung und Digitalisierung der Welt - eine stets große Bedeutung. Dadurch erhöhen sich auch die Informations- und IT-Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können. Risiken im Bereich der Informations- und IT-Risiken sehen wir überwiegend durch potenzielle unberechtigte Systemzugriffe und Datenverluste. Um diese abzuwenden, werden kontinuierlich Maßnahmen durchgeführt, die der Gefahr unautorisierter Datenzugriffe entgegenwirken. Weiterhin werden für alle kritischen Datenbestände täglich Datensicherungen erstellt. Bei der Sicherstellung einer stabilen und ständig hochverfügbaren IT-Infrastruktur bedient sich Photonis Germany (vormals ProxiVision) auch der Leistung externer Dienstleister.

Die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werden weiterhin beobachtet. Es ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Einflüsse hieraus überwunden sind. Dennoch ist auch ein zukünftiger Einfluss aus der Pandemie auf unsere Geschäftsentwicklung nicht gänzlich auszuschließen. Hierbei sind im Wesentlichen Einflüsse auf die Umsatzentwicklung sowie auf die Arbeitssicherheit und Arbeitsplatzgestaltung und damit von Produktionsabläufen im Fokus.

In Folge des Einmarsches russischer Truppen in die Ukraine haben die Staats- und Regierungschefs der EU eine Vielzahl von Sanktionen gegen Russland beschlossen. Diese betreffen im Wesentlichen den Finanzsektor sowie die Bereiche Energie und Verkehr. Zudem gelten Exportbeschränkungen. Bisher konnten in diesem Zusammenhang keine wesentlichen direkten Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis der Gesellschaft festgestellt werden. Die weltweit erhöhten Ausgaben im Bereich Militär werden sich kurz- und mittelfristig mit großer Wahrscheinlichkeit positiv auf die Umsatzentwicklung des Unternehmens auswirken.

Derzeit sind kurzfristige Maßnahmen zur Preissicherung bei der Beschaffung von Energie getroffen worden, da davon auszugehen ist, dass sich das Preisniveau im Laufe des Jahres wieder auf einem höheren Niveau stabilisieren wird. Dennoch ist zukünftig mit erheblich höheren Aufwendungen für Energiekosten zu rechnen, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Es ist folglich davon auszugehen, dass die etwaigen erhöhten Beschaffungskosten für Energie die Gesellschaft erheblich treffen können. Dies würde sich negativ auf den Unternehmenserfolg auswirken.

Die politische Entwicklung in Deutschland - insbesondere in Bezug auf Wirtschafts-, Energie- und Klimapolitik - bringt ebenfalls erhebliche Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft mit sich. So zeigten sich in jüngster Vergangenheit immer wieder erhebliche Richtungswechsel aus der Politik, die die Einschätzung künftiger Entwicklungen erheblich erschweren. So ist hier der deutlich gestiegene Umfang an Regulierungen zu nennen, der die Gesellschaft trifft. Weiterhin stehen Versorgungssicherheit und Preisstabilität in Sachen Energie im Fokus. Auch zu nennen sind die außenpolitische Stellung Deutschlands und damit einhergehender Lieferbeschränkungen in bestimmte Kundenländer. Insgesamt sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Inland inzwischen erheblich schwerer einzuschätzen. Die Gesellschaft versucht diese erheblichen von politischer Seite verursachten Entwicklungen durch die Beobachtung von politischen Debatten und Entscheidungen frühzeitig zu erkennen, einzuschätzen und das unternehmerische Handeln daran auszurichten.

Obwohl die Gesellschaft keinen wesentlichen Geschäftstätigkeiten in der Ukraine und Russland nachgeht, könnte eine weitere Eskalation des Konflikts Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Chancenbericht

Mit dem Ziel, nachhaltiges Wachstum zu generieren, verfolgt Photonis Germany (vormals ProxiVision) konzernübergreifend Maßnahmen der Erweiterung des Produktportfolios. Durch die angestrebte Diversifikation unseres Produktportfolios soll auch zukünftig zusätzliches Absatzpotenzial in weiteren Anwendungsgebieten generiert werden. Hierzu zählen primär auch Produkte, die im medizinischen und industriellen Bereich anzusiedeln sind.

In der Vergangenheit wurden sehr gute Erfahrungen dadurch erreicht, dass Mitarbeiter vermehrt als Ideengeber eingebunden worden sind und zudem mehr Verantwortung an sie übertragen worden ist. Permanent sind Maßnahmen implementiert, die sowohl das Betriebsklima als auch die Kooperationsbereitschaft im Unternehmen verbessern sollen. Durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen sollen Mitarbeiter gefördert und motiviert werden. Zudem soll durch gezielte Maßnahmen erreicht werden, Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Einstellungen für den Bereich Supply Chain und Controlling als auch für die Produktion sind für das Jahr 2024 fest vorgesehen.

Aktuell dauern Vertragsverhandlungen mit den Hauptkunden der Gesellschaft an, bei denen damit gerechnet wird, dass auch im Jahr 2024 weitere Abschlüsse von langfristigen Aufträgen erfolgen werden.

DISCLAIMER

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

 

Bensheim, 9. Februar 2024

Die Geschäftsführung

gez. Prof. Dr. Rolf-Jürgen Ahlers

gez. Yvo Hoffmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.025.341,91 6.407.326,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 918,00
II. Sachanlagen 6.023.841,91 6.404.908,28
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.058.576,35 5.252.985,35
2. technische Anlagen und Maschinen 675.447,00 798.764,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.958,00 320.544,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 38.860,56 32.614,93
III. Finanzanlagen 1.500,00 1.500,00
B. Umlaufvermögen 5.433.122,09 4.227.097,24
I. Vorräte 2.660.819,48 3.170.144,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.612.327,82 1.031.211,31
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.340,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.607.987,82 1.031.211,31
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 159.974,79 25.741,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.095,50 28.912,22
Summe Aktiva 11.477.559,50 10.663.335,74

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.124.436,71 4.813.743,96
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.292,00 6.292,00
III. Gewinnvortrag 4.782.451,96 4.708.808,46
IV. Jahresüberschuss 310.692,75 73.643,50
B. Rückstellungen 628.117,34 447.575,51
C. Verbindlichkeiten 5.725.005,45 5.402.016,27
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.945.114,63 3.494.407,65
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.973.808,71
3. sonstige Verbindlichkeiten 806.082,11 1.907.608,62
Summe Passiva 11.477.559,50 10.663.335,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.344.964,75 5.472.152,18
2. Personalaufwand 3.691.567,64 3.776.203,47
a) Löhne und Gehälter 3.160.741,06 3.194.371,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 530.826,58 581.832,16
davon für Altersversorgung 13.445,65 11.568,37
3. Abschreibungen 421.113,32 440.376,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 421.113,32 440.376,20
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.473.398,90 1.072.331,71
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 73.732,33 49.707,78
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 142,47 2.612,53
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 147.592,93 105.769,63
davon an verbundene Unternehmen 40.640,64
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 35.749,15
8. Ergebnis nach Steuern 575.685,28 80.083,70
9. sonstige Steuern 264.992,53 6.440,20
10. Jahresüberschuss 310.692,75 73.643,50

Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ALLGEMEINES

Die Photonis Germany GmbH (vormals ProxiVision GmbH) mit Sitz in Bensheim wurde am 27. Oktober 2011 gegründet und am 20. Dezember 2011 in das Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB-Nr. 90643 eingetragen.

Mit Kaufvertrag vom 9. März 2023 und mit Wirkung zum 30. Juni 2023 sind sämtliche Geschäftsanteile von den bisherigen Gesellschaftern der Photonis Germany GmbH, Bensheim, (vormals ProxiVision GmbH) an die EXOSENS International S.A.S, Mérignac, Frankreich, (vormals PHOTONIS Technologies S.A.S) übertragen worden. Die Gesellschaft ist nunmehr in den Konzernverbund der EXOSENS S.A.S, Mérignac, Frankreich, eingebunden.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Anfertigung und Bearbeitung von sowie der Handel mit elektrischen, elektromechanischen, elektronischen, elektrooptischen und optischen Geräten, Systemen und Anlagen jeglicher Art einschließlich ihrer Bauteile.

Gliederung des Abschlusses

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften für Kapitalgesellschaften des HGB sowie die Regelungen des GmbHG über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB.

Bei den Anhangangaben wurden die Erleichterungsvorschriften nach §§ 286 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Festlegung der Nutzungsdauern erfolgt entsprechend den erwarteten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Geringwertige Anlagegüter, die einen Nettoeinzelwert von EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den angefallenen Herstellkosten bzw. gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle bekannten Verpflichtungen und Risiken.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet werden.

Auf fremde Währung lautende Sachverhalte werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem aktuellen EZB-Referenzkurs umgerechnet. Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem EZB-Referenzkurs am Bilanzstichtag bewertet.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihrer Entwicklung sind im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 und ist voll eingezahlt.

Steuerrückstellungen

Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen (TEUR 36) beinhalteten ausschließlich die Ertragssteuern für das laufende Geschäftsjahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 592; Vj. TEUR 448) enthalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen die nachstehenden Einzelposten:

Personalkosten 392 TEUR (Vj. 252 TEUR)
Gewährleistungen 60 TEUR (Vj. 91 TEUR)
Provisionen 49 TEUR (Vj. 32 TEUR)
Ausstehende Rechnungen 49 TEUR (Vj. 30 TEUR)
Übrige sonstige 42 TEUR (Vj. 43 TEUR)

Verbindlichkeiten

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
TEUR bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 409 928 608 1.554 1.206 734
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38 0 0 82 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 323 0 0 288 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.974 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 445 0 0 1.538 0 0

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 1.894 sind durch Grundschulden auf das Geschäftsgrundstück gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 11 sowie Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 29 sind durch Sicherungsübereignung des Reinraums bzw. von IT-Servern gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 284 aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie mit TEUR 2.690 aus einem von der Gesellschafterin EXOSENS International S.A.S, Mérignac, Frankreich, (vormals PHOTONIS Technologies S.A.S) begebenen Darlehen.

Sonstige Verbindlichkeiten

- davon aus Steuern EUR 259.969,73 (Vj. TEUR 51)
-davon Im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.745,65 (Vj. TEUR 6)

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Nach Fälligkeiten gestaffelt, ergeben sich die folgenden finanziellen Verpflichtungen in den Jahren:

2024 85 TEUR
2025 52 TEUR
2026 8 TEUR

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten erstmals in Höhe von TEUR 168 Kostenweiterbelastungen aus dem Konzernkreis.

Sonstige Steuern

In der Position Sonstige Steuern sind im Jahr 2023 TEUR 258 Grunderwerbsteuern aufgrund der Veräußerung der Geschäftsanteile und dem damit verbundenen Grundvermögen enthalten.

ERGÄNZENDE ANGABEN

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 56 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese teilen sich auf in 33 gewerbliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie 23 Angestellte.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Herr Prof. Dr. Rolf-Jürgen Ahlers, Diplom-Ingenieur, Schriesheim

Herr Yvo Hoffmann, Betriebswirt, Darmstadt

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft gehört zum EXOSENS-Konzern. Oberstes Mutterunternehmen ist die EXOSENS S.A.S, Mérignac, Frankreich, die zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt.

NACHTRAGSBERICHT

Die weiterhin hohen Unsicherheiten an den Energiebeschaffungsmärkten mit den volatilen Preisbewegungen sowie die weiterhin anhaltende Besetzung ukrainischer Gebiete durch russische Truppen und die instabile Situation auf den Märkten zur Materialbeschaffung können Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, die derzeit noch nicht abgeschätzt werden können.

 

Bensheim, 9. Februar 2024

Die Geschäftsführung

gez. Prof. Dr. Rolf-Jürgen Ahlers

gez. Yvo Hoffmann

Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.161,95 0,00 0,00 0,00 260.161,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.612.670,74 0,00 0,00 0,00 6.612.670,74
2. technische Anlagen und Maschinen 1.989.469,49 8.125,00 0,00 0,00 1.997.594,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.048.649,14 24.758,32 11.461,22 0,00 1.061.946,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.614,93 37.120,00 30.874,37 0,00 38.860,56
9.683.404,30 70.003,32 42.335,59 0,00 9.711.072,03
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.500,00 0,00 0,00 0,00 1.500,00
Gesamt I. - III. 9.945.066,25 70.003,32 42.335,59 0,00 9.972.733,98
Abschreibungen
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 259.243,95 918,00 0,00 0,00 260.161,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.359.685,39 194.409,00 0,00 0,00 1.554.094,39
2. technische Anlagen und Maschinen 1.190.705,49 131.442,00 0,00 0,00 1.322.147,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 728.105,14 94.344,32 11.461,22 0,00 810.988,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.278.496,02 420.195,32 11.461,22 0,00 3.687.230,12
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt I. - III. 3.537.739,97 421.113,32 11.461,22 0,00 3.947.392,07
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 918,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.058.576,35 5.252.985,35
2. technische Anlagen und Maschinen 675.447,00 798.764,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.958,00 320.544,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 38.860,56 32.614,93
6.023.841,91 6.404.908,28
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.500,00 1.500,00
Gesamt I. - III. 6.025.341,91 6.407.326,28

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Photonis Germany GmbH (vormals ProxiVision GmbH), Bensheim

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss derPhotonis Germany GmbH (vormals ProxiVision GmbH), Bensheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Photonis Germany GmbH (vormals ProxiVision GmbH), Bensheim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Bensheim, den 09. Februar 2024

Sven Müller, Wirtschaftsprüfer

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