TWS-Formenbau GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Braun seit 25.2.2026 | Prokura |
Stefan Meßner seit 25.2.2026 | Prokura |
Daniel Sieberer seit 26.11.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sieberer Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GIWA GmbHWestendorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023GIWA GmbH, WestendorfI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die GIWA GmbH ist ein führendes Unternehmen der Kunststoff- und Metallverarbeitung. Als Spritzgussanbieter unterteilen sich unsere Geschäftsbereiche in Büromöbel, Logistik & Transport, Industrie & Bautechnik, Automotive sowie Haushaltsartikel. Darüber hinaus verfügen wir über einen eigenen Bereich Werkzeug- und Formenbau. Im Geschäftsbereich Büromöbel stellt GIWA für Hersteller exklusiver Büromöbel seit Jahren Kunststoffteile, wie zum Beispiel Rücken-, Armlehnen, Sitzschalen, Fußkreuze und Abdeckungen, mit höchstem Anspruch an Qualität und Präzision her. Ebenso fertigt und montiert GIWA im Bereich Büromöbel komplette Stühle mit hohem Kunststoffanteil. Im Bereich Logistik & Transport sind wir ein kompetenter und zuverlässiger Hersteller von Kunststoffpaletten für den Lebensmittelbereich sowie für Lösungen für den Warentransport. Im Bereich Automotive fertigen wir im Auftrag führender Automobilhersteller Kunststoffteile wie zum Beispiel Lufteinlässe, Verkleidungen und sonstige Bauteile im Stoßfänger sowie sonstige für die Optik eines Autos wichtige Anbauteile wie Heckspoiler. Im Bereich Haushaltsartikel fertigt GIWA 2 Komponenten Gehäuse, hochglänzende Schubladenblenden und Schubladenkorpusse sowie Gerätedecken und Böden. In unserem eigenen Werkzeug- und Formenbau verfügen wir über die Kompetenz, die Umsetzung komplexer und hochgenauer Formteile gemeinsam mit dem Auftraggeber, von der Beratung über die 3D-Konstruktion und Entwicklung bis hin zu serienreifen Spritzgießwerkzeugen mit Erstmusterprüfbericht, zu realisieren. In sämtlichen Geschäftsbereichen zählen bedeutende Marktführer im In- und Ausland zu unseren langjährigen Kunden. Zu unseren Stärken zählen ein ausbalanciertes Spektrum an Leistungen, Endmärkten und Regionen. Unsere starke Stellung im Wettbewerb basiert auf unserem Know-how über prozedurale Vorgänge, unserer Innovationskraft und der engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden. 2. Forschung und Entwicklung Eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden von der Gesellschaft in geringem Umfang durchgeführt. Als Partner und Lieferant werden mit den Auftraggebern aber innovative Lösungsansätze im konstruktiven Bereich gefunden und ausgearbeitet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war von den Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd. Der anhaltende Ukrainekrieg, der Konflikt im Nahen Osten, sowie die Volatilität in den Energiepreisen prägten das Geschäftsjahr 2023 durch Unsicherheiten. In der Gesamtsicht trug die bedeutende Inflationsrate zu einer Verlangsamung des Konsums bei. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis, aufgerufen am 20.02.2024) um 0,3 % niedriger als 2022 (kalenderbereinigt um -0,1%). Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) zog in seiner Jahreswirtschaftspressekonferenz am Aschermittwoch, 14. Februar 2024, Bilanz zur Kunststoffverarbeitung in Deutschland für das Jahr 2023. Der Branchenumsatz der deutschen Kunststoffverarbeitung sank im vergangenen Jahr um etwa 6 % auf 72,5 Mrd. Euro. Der Rückgang der Umsätze sei vor allem durch die ungünstigen Rahmenbedingungen für die deutsche Industrie, der ausbleibenden Investitionen, sowie unsicheren Zukunftsaussichten geprägt. Entsprechend fordert die Präsidentin des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV), Dr. Helen Fürst, eine Wachstumsagenda für Deutschland. "Die Ursachen der aktuellen Wirtschaftskrise in Deutschland sind überwiegend struktureller Natur. Deshalb brauchen wir eine zukunftsorientierte Wachstumsagenda, damit die Industrie in Deutschland in zwei bis drei Jahren wieder Fahrt aufnehmen kann", so Fürst. Die Agenda müsse insbesondere die Themen Energie, Bürokratie, Investitionen und Digitalisierung adressieren, führte die Präsidentin weiter aus. "Ich bin davon überzeugt, die Wachstumsagenda kann die dringendsten Probleme unserer Wirtschaft lösen, Verlässlichkeit und verlorenes Vertrauen wiederherstellen und den Menschen in Deutschland neue Zuversicht geben", sagte Fürst. 2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Ertragslage Der Umsatz sank im Jahr 2023 um TEUR 6.858 auf TEUR 32.054 (i. Vj. TEUR 38.911). Der Rückgang war durch die beiden Bereiche Automotive und Haushaltsartikel getrieben. Im Segment Haushaltsartikel hatte GIWA während der Coronakrise, in der insbesondere Haushaltsartikel einen enormen Boom erlebten, als verlängerte Werkbank produziert, was zu vorübergehenden Mehrumsätzen in den Jahren 2021 und 2022 geführt hatte. Die Bereiche Logistik und Transport sowie Industrie und Bautechnik haben sich im Geschäftsjahr positiv entwickelt. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 84; i. Vj. TEUR 99) war eine Reduktion um TEUR 15 bzw. 14,8 % festzustellen. Der Bestand der fertigen und unfertigen Erzeugnisse verringerte sich um TEUR 92 in der Berichtsperiode. In Summe ergibt sich eine niedrigere Gesamtleistung (TEUR 31.972) gegenüber dem Vorjahr (TEUR 38.652). Die Materialeinsatzquote ist mit 51,5% im Vergleich zum Vorjahr (i. Vj 60,7%) deutlich gesunken. Der Grund dafür ist die Optimierung des Beschaffungsprozesses. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 16.096; i. Vj. TEUR 22.101) haben sich gegenüber dem Vorjahr um 6.005 TEUR bzw. 27,2 % verringert. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 356; i. Vj. TEUR 1.380) haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Verringerung des Volumens-, aber auch Umstrukturierung im Wiederaufbereitungsprozesses um TEUR 1.024 bzw. 74,2 % verringert. Die Personalaufwendungen (TEUR 8.062; i. Vj. TEUR 7.418) haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 644 bzw. 8,7 % erhöht. Ursächlich hierfür waren die Vorsorgen für zukünftige Personalaufwände. Ergänzend sind die Personalkosten aber vor allem inflationsbedingt sowie durch die weitere Erhöhung der Mindestlöhne gestiegen. Die Abschreibungen sind um TEUR 173 auf TEUR 1.126 (i. Vj. TEUR 953) gestiegen. Die Investitionen wurden im Frühjahr 2023 realisiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 4.360; i. Vj. TEUR 4.599) haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 239 bzw. 5,2 % reduziert. Die Gründe hierin liegen in gesunkenen Beratungsdienstleistungen, sowie reduzierter Instandhaltungsaufwendungen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (TEUR 256; i. Vj. TEUR 303) sind gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Gesellschafter Darlehen, die mit 4,5 % verzinst werden, und ratierlich getilgt werden. Die Steuern von Einkommen und Ertrag (TEUR 491; i. Vj. TEUR 550) haben sich gegenüber dem Vorjahr entsprechend reduziert. Die sonstigen Steuern (TEUR 84; i. Vj. TEUR 50) betreffen im Wesentlichen Stromsteuern. Insgesamt konnte auf dieser Grundlage im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.240 (i. Vj. TEUR 1.398) erzielt werden. Dies entspricht einer Reduktion um TEUR 158 bzw. 11,3 %. b) Vermögenslage Der Anstieg des Anlagevermögens (TEUR 5.208, i.Vj. TEUR 4.820) beruht vor allem auf einem Anstieg der Anlageklasse technische Anlagen und Maschinen (TEUR 3.546, i. Vj. TEUR 3.018). Diese Position erhöhte sich aufgrund der Aktivierung von fertiggestellten Investitionsmaßnahmen. Zusätzlich wurden im Jahr 2023 weitere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ergriffen. Das Vorratsvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 5.586; i. Vj. TEUR 4.656) um TEUR 930 bzw. 20,0 % gestiegen. Ursächlich dafür ist ein um TEUR 301 moderat angestiegenes Rohstofflager (TEUR 2.249; i. Vj. TEUR 1.948). Der Bestand der unfertigen Erzeugnisse (TEUR 800; i. Vj. TEUR 1.048) hat sich um TEUR 248 bzw. 23,7 % reduziert. Die fertigen Erzeugnisse (TEUR 1.713; i. Vj. TEUR 1.556) sind um TEUR 156 bzw. 10,0 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ursächlich hierfür war eine mit einem Kunden abgestimmte Lagerhaltung zum Jahresende. Die geleisteten Anzahlungen erhöhten sich um TEUR 721 auf TEUR 825 (i. Vj. TEUR 104), was im Wesentlichen auf ein erhöhtes Volumen bei Neuprojekten zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 2.632 bzw. 288,8 % auf TEUR 3.543 (i. Vj. TEUR 911) erhöht. Der Grund liegt darin, dass im vierten Quartal 2023 noch hohe Umsätze realisiert wurden, die in weiterer Folge die Forderungsbestände zum 31.12.2023 erhöht hatten. Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 478; i. Vj. TEUR 242) erhöhten sich um TEUR 236 bzw. 97,6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Stand an liquiden Mittel war mit TEUR 2.077 zum Stichtag sehr solide, geringfügig über dem Vorjahr (TEUR 1.952). Damit ist die Bilanzsumme (TEUR 17.007 i. Vj. TEUR 12.696) insgesamt um TEUR 4.311 bzw. 34,0 % gestiegen. Im Wesentlichen sind die Gründe hierzu weiter oben dargelegt. Das Eigenkapital (TEUR 5.166 i. Vj. TEUR 3.926) hat sich gegenüber dem Vorjahreswert deutlich um TEUR 1.240 erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch den realisierten Bilanzgewinn des Jahres 2023 begründet. Zusätzlich wurde der Aufbau des buchhalterischen Eigenkapitals begünstigt, weil im Jahr 2023 keine Dividendenausschüttung erfolgt ist. Die Eigenkapitalquote beträgt 30,4 % (i. Vj. 30,9 %). Zusätzlich zum buchhalterischen Eigenkapital stellen die Gesellschafter nachrangige Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 3.670 zur Verfügung, die entsprechend deren Tilgungsstruktur gesunken bzw. rückgeführt wurden. In Summe stellen die Gesellschafter der GIWA GmbH damit Mittel in Höhe von TEUR 8.836 zur Verfügung, was 52,0 % der Bilanzsumme entspricht. Die Rückstellungen für Pensionen (TEUR 92; i. Vj. TEUR 97) haben sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 1.638; i. Vj. TEUR 835) sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 803 bzw. 96,2 % gestiegen, was sich vor allem durch eine deutliche Steigerung bei den Rückstellungen für Personalkosten widerspiegelt. Daneben trugen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit 270 TEUR ebenso zu einem Anstieg der Rückstellungen bei. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind bedingt durch deren Tilgung zurückgegangen, andererseits durch die Finanzierung von neuen Investitionen etwas gestiegen (TEUR 1.983; i. Vj. TEUR 1.561). Im Geschäftsjahr betrugen die erhaltenen Anzahlungen TEUR 735 (i. Vj. TEUR 51), die im Wesentlichen den Werkzeugbau betreffen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind deutlich von TEUR 941 um TEUR 2.374 auf TEUR 3.315 gestiegen. Der Grund hierfür waren längerfristige Posten eines Lieferanten, die erst im nächsten Jahr auszugleichen waren. Die sonstigen Verbindlichkeiten, bereinigt um ein Gesellschafterdarlehen, (TEUR 407; i. Vj. TEUR 406) sind fast stagniert, und haben sich lediglich um TEUR 1 bzw. 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. c) Finanzlage Der Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres bzw. des Vorjahres setzt sich wie folgt zusammen:
Die Finanzmittel sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Bereich des Finanzierung Cash-Flows wurden Darlehen gegenüber Kreditinstituten als auch gegenüber Gesellschaftern gemäß deren Tilgungsstruktur zurückgeführt. Neue langfristige Finanzierungen wurden im Jahr 2023 mit einem Investitionskredit bei einer Hausbank aufgenommen. Die restlichen Investitionen im Jahr 2023 wurden sonst größtenteils aus dem operativen Cash Flow der Gesellschaft gedeckt. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Steuerung des Unternehmens werden im Wesentlichen die Umsatzerlöse sowie das EBITDA herangezogen. Diese Kennzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
Einzelheiten zu der Entwicklung der Kennzahlen ergeben sich aus den Ausführungen zum Geschäftsverlauf bzw. zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. e) Gesamtaussage Insgesamt beurteilen wir den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 unter Berücksichtigung der Beeinträchtigungen durch die weiterhin andauernden Material- und Energiekrisen als herausfordernd. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als zufriedenstellend ein. III. Prognosebericht Für das Jahr 2024 wird ein konjunktureller Abschwung gegenüber 2023 erwartet. Der Trend aus der Coronazeit zeigt sich realistisch gebrochen, wodurch GIWA vor allem einen Rückgang der Umsätze im Bereich von Konsum- / Investitionsartikeln, erleiden könnte. Diese Einschätzung könnte jedoch durch eine steigende Produktvielfalt zumindest teilweise kompensiert werden. Automotive hat GIWA im Produktspektrum entsprechend wodurch Umsätze auf einem niedrigen Niveau, jedoch konstant, geplant werden können. Stärkere Umsätze erwartet GIWA in den Bereichen Logistik/ Transport. Ebenso erwartet GIWA wachsenden Umsätze mit neuen Kunden, insbesondere im Bereich der Möbelbranche. In Summe erwartet GIWA im Jahr 2024 aber reduzierte Umsätze gegenüber 2023. Der andauernde Krieg in der Ukraine, sowie der sich verstärkende Nah-Ost Konflikt, wird die Energiepreise nicht zur Ruhe kommen lassen. Rohstoffhersteller und Händler werden den Markt bewusst beeinflussen, und durch z.B. außerplanmäßige Wartungen, den Rohstoffmarkt verknappen wollen. Hier erwarten wir eher seitwärtsgerichtet oder steigende Rohstoffpreise, trotz geringem Marktvolumen. Die Inflation wird sich aller Wahrscheinlichkeit im Jahr 2024 deutlich erholen, wenn auch gleichzeitig unter volkswirtschaftlichen Aspekten, die Produktivität seit Jahren stagnierend ist. Durch den weiteren Anstieg im Mindestlohn auf 12,41 Euro im Januar 2024, werden gerade im direkten Bereich die Personalkosten deutlich steigen. Grundlegend steht hier zwar mehr Einkommen zur Verfügung, allerdings müssen Unternehmen allseits die Verkaufspreise anheben, um diese Entwicklung zu kompensieren. Steigende Preise verändern das Konsum- und Kaufverhalten, entsprechend ist ein Rückgang vor allem bei Konsum- und Investitionsartikeln wahrscheinlich, die Kaufkraft wird abnehmen. Zusätzlich erhöhen die Zinsen die Kosten für GIWA für die Finanzierung des unterjährigen Working Capital Bedarf. Dennoch sieht GIWA für 2024 eine stabile EBITDA-Marge bei leicht rückläufigen Umsatzerlösen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die GIWA GmbH ist im Rahmen Ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl an Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Als Risiko gilt dabei ein Ereignis, eine Handlung und/ oder eine unterlassene Handlung mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen auf das Unternehmen. Risikomanagement ist für die GIWA GmbH ein integraler Bestandteil der Strategie und aller Geschäftsprozesse. Auch die für einen Automobilzulieferer notwendigen umfangreichen Zertifizierungen geben hier bereits entsprechende Regelungen vor, deren Einhaltung auch durch externe Audits überwacht wird. Der Organisation der GIWA GmbH entsprechend werden Risiken im Rahmen der laufenden Geschäftsprozesse gemanagt und überwacht. Die Steuerung der finanziellen Risiken erfolgt durch die Geschäftsführung. Die GIWA GmbH ist bestrebt, durch einen ausgewogenen Kunden- und Auftragsmix, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferbeziehungen so gering wie möglich zu halten. Ein wesentliches Risiko sind Schwankungen der Rohstoffpreise, die im Fall der GIWA GmbH als kunststoffverarbeitendes Unternehmen, vor allem durch nachhaltige Veränderungen der Preise von Öl, Gas und Strom, aber auch der Raffineriekapazitäten verursacht werden können. Zum Teil erfolgt die Verhandlung von Rohstoffen und Zukaufteilen direkt durch die Kunden der GIWA GmbH mit dem Lieferanten. Soweit mit dem Kunden Preise nur auf Jahresfrist vereinbart sind, ist die Veränderung der Rohstoffpreise ein wichtiger Parameter in den Gesprächen für die Neufestlegung der Preise. Um die Lieferbereitschaft sowie eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, ist von Seiten der GIWA GmbH ein erhebliches Investitionsvolumen notwendig, woraus sich naturgemäß ein entsprechendes Investitionsrisiko ergibt. Das Investitionsrisiko definiert sich aus der Unsicherheit hinsichtlich der Vorteilhaftigkeit einer Investition. Bei Investitionsentscheidungen unter Risiko besteht die Möglichkeit, dass die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse bzw. Renditen eines Investitionsprojekts schwanken. Die Schwankungsanfälligkeit der Einzahlungsüberschüsse beinhaltet die Gefahr geringerer Rückflüsse. Das Produktionsrisiko beschreibt die Gesamtheit der zu erwartenden negativen Abweichungen bei der Herstellung von Produkten. Die Produktionsrisiken in der GIWA GmbH betreffen im Wesentlichen Effekte, welche eine instabile oder fehlerhafte Ausbringung zur Folge haben. Das kann wiederum zu Stückzahlschwankungen sowie Bandabrissen beim Kunden führen und in weiterer Konsequenz zu Lieferproblemen und somit zu Reputationsschäden beim Kunden. Qualitätsprobleme können wiederum zu Beeinträchtigungen der Kundenbeziehungen führen. Die GIWA GmbH minimiert dieses Risiko, indem laufende Verbesserungen im Produktionsprozess erzielt werden, sowie laufende organisatorische Maßnahmen zur Verbesserung der Prozessqualität erarbeitet werden. Die Außenstände werden laufend kritisch verfolgt und die vereinbarungsgemäße Bezahlung von Forderungen sichergestellt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden rund 80% des Umsatzes mit den drei größten Kunden erzielt. Dies ergibt ein gewisses Klumpenrisiko, das von der Geschäftsführung aber als unkritisch im Hinblick auf Kreditausfälle eingestuft wird. Die Geschäftsführung setzt weiterhin auf eine höhere Diversifizierung durch die Verbreiterung der Kundenbasis im Bereich Non-Automotive. Das Ausfallrisiko bei flüssigen Mitteln wird als gering eingeschätzt. Trotz des allgemein als gering eingestuften Kreditrisikos entspricht das maximale theoretische Ausfallrisiko grundsätzlich den Buchwerten der einzelnen finanziellen Vermögenswerte. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele unter Inanspruchnahme der gewährten Skonti zu begleichen. Wir verfügen aufgrund der bestehenden Kreditlinien bei den Hausbanken über eine auskömmliche Finanzlage. Die Liquidität war über das gesamte Jahr hinweg gesichert. Auch künftig sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten. Technische Risiken könnten unter anderem durch Produktionsausfälle auftreten. Wir beugen dem durch regelmäßige Wartung und Investitionen in die Maschinenausstattung vor. Risiken durch Schadensfälle, wie Brände und Explosionen, wird durch angemessene Schutzmaßnahmen begegnet. Darüber hinaus ist das Unternehmen gegen derartige Ereignisse durch einen umfangreichen Sach- und Betriebsunterbrechungsschutz versichert. Die Entwicklung alternativer Produktionstechnologien beobachten wir intensiv, sodass wir ggf. rechtzeitig unsere Produktionsverfahren anpassen können. Risiken im Personalbereich können insbesondere in der Form auftreten, dass benötigtes Fachpersonal nicht in ausreichender Anzahl rekrutiert werden kann. Wir begegnen dem Risiko durch unsere Ausbildungsaktivitäten und einer positiven Gestaltung des Arbeitsumfeldes, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Daneben kann das Risiko von Leerkosten auftreten, welches wir durch verschiedene potenzielle Personalmaßnahme abfedern können. Eine laufende Überprüfung der Auslastung unseres Produktionspersonal sichern wir durch eine längerfristige Produktionsplanung ab. Ein wesentliches Risiko ergibt sich aus den gestiegenen Energiekosten und gegeben falls dauerhaft höheren Stromkosten von Europa versus Konkurrenten im fernen Ausland. Durch die hören Transportkosten relativiert sich dieser Wettbewerbsnachteil allerdings. Finanziellen Risiken wird durch eine entsprechende Finanzmitteldisposition und eine Finanzierungsreserve in Form von Kreditlinien vorgebeugt. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll wurden erkennbare Risiken durch den Abschluss von Versicherungsverträgen abgedeckt. Zudem wird die GIWA GmbH alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sich auf die rasch ändernden Marktentwicklungen einzustellen. Gemäß der zu erwartenden Nachfragereduktion in den einzelnen Märkten werden wir die Produktion rasch und vorausschauend anpassen. 2. Chancenbericht Die Gesellschaft hat sich seit Jahren im Wettbewerb am Markt behauptet und kann vor allem das Geschäft mit Kunden aufbauen bei denen unsere Erfahrung sowie Mehrwertleistungen ein wichtiges Differenzierungskriterium ist. GIWAs Mehrwertleistungen sind insbesondere die Projektierung, Konstruktion, dem Material Know-How, der Recyclingkompetenz, dem Werkzeugbau, den verschiedenen Fertigungsverfahren, der Montage, der Qualitätssicherung und Logistik zu finden. Eine immer größere Bedeutung in der Gesellschaft sowie der Klimakrise spielt das Thema Nachhaltigkeit. GIWA hat sich seit über drei Jahrzehnten im Bereich der Nachhaltigkeit und dem Recycling von Kunststoffen sehr gut positioniert und entsprechende Kompetenzen aufgebaut. Auf dieser Basis sowie der Kompetenz recycelte Kunststoffe einzusetzen sowie selbst Kunststoffe zu recyceln und entsprechende Anwendungen zu finden, hat GIWA sehr hohe Chancen mit dem Thema Nachhaltigkeit im Kunststoffbereich entsprechend zu punkten und Wachstum zu realisieren. Ebenso verfolgt GIWA erste Ansätze durch eigene Produkte und eigene Patente zusätzlich Mehrwerte an Kunden anbieten zu können sowie weitere Alleinstellungsmerkmale aufbauen zu können. Zusätzlich hat GIWA ein großes Branchen Know-How in den Zielbranchen über Jahrzehnten aufgebaut, welches unseren Kunden von der Produktidee bis zur Serienlieferung zugutekommt. Damit grenzt sich GIWA von einer Vielzahl von Wettbewerbern am Markt ab. Aufgrund eines immer höheren Qualitätsanspruchs unserer Kunden verbessert sich die Markstellung von GIWA. Daraus haben wir in den letzten Jahren bereits einen wesentlichen Teil unseres Wachstums generiert und sehen hier auch in der Zukunft weitere Wachstumschancen. Durch die Nähe zu den bedeutenden Abnehmern können wir uns ebenso gegen Anbieter aus dem nahen und fernen Osten behaupten. Vor allem auch da die Logistikkosten einen immer höheren Kostenanteil am Endprodukt ausmachen und ebenso viele Kunden in der Corona Pandemie Lieferkettenproblem mit Lieferanten aus dem Osten gehabt haben. Chancen ergeben sich zudem durch den Einsatz von Kunststoffen als wirtschaftliche Alternative zu schwereren Materialien, z.B. in Mobilitätsanwendungen wo durch die Leichtbauweise der CO 2 -Ausstoß reduziert wird. Ebenso hat der Mix aus Corona, Rohstoff und Energiekriese einige Materialien wie Holz, Metall und Beton massiv verteuert. Hier ergeben sich für intelligente Kunststoffprodukte, überwiegend aus recycelten Materialien neue Marktchancen, da sie diese alternativen Rohstoffe teilweise verdrängen können. Dabei sind hoch funktionelle Kunststoffe mit individuellen Eigenschaften gefordert. Die Zusammenarbeit mit einer Firma in der Baubranche, die im Jahr 2022 begonnen hat, hat gezeigt, dass derartige innovative Projekte für GIWA umsetzbar sind und einen deutlichen Mehrwert für Kunden und Gesellschaft liefern. GIWA sieht aber ähnliche Chancen in anderen Zielmärkten von GIWA. 3. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Für das Geschäftsjahr 2024 sehen wir einige Herausforderungen im Marktumfeld. Dennoch bieten sich gerade durch langfristige Projekte auch hier Marktchance, die GIWA konsequent für sich beanspruchen kann. Maßgeblich hierfür wird die allgemeine Entwicklung sein, die vor allem Bewegung bei Konsum- und Investitionsartikel erzeugen sollte. Äußere Umstände, wie das Streben nach mehr Nachhaltigkeit kann GIWA hier wunderbar nutzen und Mehrwerte für Kunden bringen. Dennoch werden volatile Strompreise und schwankende Materialpreise Herausforderungen für GIWA bringen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet GIWA leicht rückläufige Umsätze. Diese Herausforderungen kann GIWA durch eine sich stetig verbessernde Handlungsfähigkeit gut meistern. Kaufmännische Kompetenzen, sowie Exzellenz in den Produktionsprozessen werden durch eine laufende Verbesserung der Organisation, der Prozesse sowie der Datentransparenz sichergestellt.
Westendorf, 24. Mai 2024 GIWA GmbH gez. Daniel Sieberer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Angaben unter der Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Bei Erstellung des Jahresabschlusses wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handels- und Gesellschaft beachtet. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von größenabhängigen Erleichterungen der §§ 267, 267a, 276, 288 HGB Gebrauch gemacht. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten von 58.077,56 Euro angesetzt. Forschungskosten von 657,64 Euro blieben außer Ansatz. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Fertigerzeugnisse wurden retrograd durch einen Abschlag von den Verkaufspreisen bewertet. Die zur Beschaffung von Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel in Form der Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestände sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, welche sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Bei der sich für das Geschäftsjahr insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB wurden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz bei 27,025%. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 91.976,00 Euro. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Angaben zu Beteiligungsverhältnissen Im Betriebsvermögen befanden sich nachfolgende Beteiligungen i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB:
Am 07.12.2023 wurde die Liquidation beschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 14.12.2023. Liquidator ist Herr Daniel Sieberer. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 45,22 Euro). Aktive latente Steuer Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 48.595,32 Euro. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus einer Darlehensforderung, die handelsrechtlich wertberechtigt wurde und der Rückstellung für Pensionen. Die aus den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und einem steuerlich anzusetzenden Ausgleichsposten im Rahmen der Anwachsung resultierenden passiven latenten Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 1.495,87 Euro, diese ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn in Höhe von 2.816.309,32 Euro (Vorjahr: 1.576.276,17 Euro) ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 1.576.276,17 Euro einbezogen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 99.412,32 Euro. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 %)und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,76 %) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 493,00 Euro. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. Rückstellungen Die Rückstellungen beinhalten die folgenden Einzelposten:
Verbindlichkeiten Aufgliederung der Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Restlaufzeiten in folgendem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Finanzielle Verpflichtungen Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 1.784.357 Euro. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 160 (Vorjahr: 165). Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der handelsrechtliche Jahresüberschuss beträgt 1.240.033,15 Euro. Auf neue Rechnung werden 1.240.033,15 Euro vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Westendorf, 24. Mai 2024 gez. Sieberer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer Jahresabschluss wurde wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GIWA GmbH, Westendorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GIWA GmbH, Westendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GIWA GmbH, Westendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 24. Mai 2024 CONLATA
Geißelmaier & Partner mbB
gez. PETER MERK, WIRTSCHAFTSPRÜFER |
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