Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 12159
Vorher
Camko GmbHBU Turbo Systems GmbH
Eingetragen
31.7.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Handel mit und die Instandsetzung von Motoren, Getrieben, Turboladern, Einspritzanlagen sowie aller weiterer zum Antriebsstrang gehörenden Baugruppen. Darüber hinaus ist Gegenstand des Unternehmens der Handel mit Kraftfahrzeugteilen, Ersatzteilen und Zubehör, sowie die damit verbundene Forschung und Entwicklung und alle damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Der Gegenstand des Unternehmens bezieht sich auf alle mobilen und stationären Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mark Timmermeister
seit 13.11.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
19.76%
M**** N******* S****** G*** v** W********* u** G********
17.60%
12.48%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rubin Automotive GmbH
Germany
27.100 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BE Turbo GmbH

Rheine

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die BE Turbo GmbH (im Folgenden "BE Turbo") mit Sitz in Rheine ist offizieller Distributor der weltmarktführenden Hersteller von Abgasturboladern für alle Anwendungen im Aftermarket in Deutschland. Dabei bietet die BE Turbo GmbH das komplette Turbolader-Programm für PKW, Transporter, NKW, Landmaschinen, Baumaschinen, Industrie-, Energie- und Marineanwendungen. Neben dem Vertrieb auf der Grundlage von Distributionsverträgen mit den weltweit führenden Turboladerherstellern bietet das Unternehmen auch maßgeschneiderte Reman- Systemlösungen und autorisierte Gewährleistungsabwicklung für Hersteller an.

Die BE Turbo war bis einschließlich des Stichtags 31. Juli 2023 eine 100%ige Tochtergesellschaft der SERCOO Group GmbH mit Sitz in Lingen (Ems). Anfang August 2023 erfolgte eine Ausgliederung (sog. "Carve-Out") der BE Turbo aus dem SERCOO Group GmbH Konzern. Die BE Turbo ist seitdem und zum Stichtag 31. Dezember 2023 eine 100%ige Tochtergesellschaft der INOS 23-005 GmbH mit Sitz in Rheine. Die INOS 23-005 GmbH wurde in 2023 gegründet und verfolgt die Strategie, höchst professionelle Servicedienstleistungen und Instandsetzungsdienstleistungen mit Abgasturboladern und Zubehör, insbesondere im deutschsprachigen Raum, zu erbringen.

1.2 Ziele und Strategien

Ausgehend von der Vision, gemeinsam mit unseren Kunden innovative Wege zu gehen, um Kundenzufriedenheit und Marktwachstum zu erzielen, entwickelt sich die BE Turbo GmbH stetig mit dem Markt sowie den individuellen Bedürfnissen des Independent Aftermarkets (IAM). Während das Unternehmen sich zu Beginn als Nischenhändler verstand, sind heute moderne, ganzheitliche Lösungskonzepte gefragt. Die BE Turbo GmbH hat sich dahingehend optimal aufgestellt und ihre Kompetenzbereiche durch Mitarbeiterschulungen und Zertifizierungen entsprechend erweitert. Für die Zukunft werden alle Unternehmensbereiche sowie Mitarbeiterkompetenzen, entsprechend den Marktentwicklungen und Kundenanforderungen, kontinuierlich optimiert.

Zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres am 31. Dezember 2023 gehörten 34 Mitarbeiter (zum 31. Dezember 2022: 31 und zum 31. Juli 2023: 34) zur Belegschaft inkl. einem Geschäftsführer. In den Kernbereichen wird der Geschäftsführer durch zwei weitere Managementkräfte unterstützt, so dass hier keine Abhängigkeit von einzelnen Personen gegeben ist. Der Geschäftsführer und das erweiterte Managementteam verfügen über langjährige Erfahrung im Bereich des Turboladergeschäfts.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Aftermarket für Turbolader verläuft im PKW-Sektor für das Reparatursegment II und III wie in den Vorjahren analog zu den steigenden Zulassungszahlen für turbogeladene Fahrzeuge des statistischen Bundesamtes. Dies deckt sich mit den Aussagen der führenden Hersteller von Abgas-Turboladern.

In diesem Sektor wird somit zukünftig weiterhin zunächst aufgrund des Populationswachstums von turbogeladenen Fahrzeugen im reparaturrelevanten Alter ein Marktwachstum erwartet. Negative Veränderungen und Auswirkungen durch den verstärkten Ausbau der Elektromobilität sind erst langfristig zu erwarten. Die Preisstruktur verändert sich durch den Anstieg der Energiekosten und der seit 2022 herrschenden Inflation.

2.2 Geschäftsverlauf

Aufgrund der Ausgliederung der BE Turbo aus dem Konzern der SERCOO Group GmbH im August 2023, erfolgte die Umstellung des Geschäftsjahres auf den Stichtag 31. Juli. Daraus resultiert zunächst ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Juli 2023. Aufgrund eines Beschlusses zur Rückkehr zum Kalenderjahrgleichen Geschäftsjahr ergab sich ein weiteres Rumpfgeschäftsjahres vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wird wieder auf ein wirtschaftliches Kalenderjahr ab 2024 umgestellt.

Im verkürzten Berichtsjahr 2023 wurde ein im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Vorjahr (1. August bis 31.Dezember 2022) gestiegener Umsatz (+18,4%, +TEUR 1.874) verzeichnet. Der Umsatz verteilt sich im Wesentlichen auf die Bereiche Turbolader, Turbolader-Kits, Anbausätze, Motorbremsen und Ersatzteile. Der im Vorjahresbericht prognostizierte Umsatz zwischen TEUR 11.900 und TEUR 12.100 konnte somit mit einem Umsatz von TEUR 12.084 erreicht werden.

Aufgrund der in Relation zum Umsatz leicht teurer bezogenen Waren hat sich das Rohergebnis im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Vorjahr (1. August bis 31.Dezember 2022) in geringerem Umfang um 6,8 % verbessert. Die Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahres betrugen insgesamt T€ 19,7 (Vergleichszeitraum Vorjahr T€ 23,2).

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 378 erwirtschaftet, sodass die Vorjahresprognose eines Jahresüberschusses zwischen TEUR 300 und TEUR 450 ebenfalls erreicht werden konnte. Aufgrund der Ausgliederung aus der SERCOO Group GmbH Konzern sind die Zahlen mit dem Vorjahr insbesondere durch die zuvor vertraglich vereinbarte Gewinnabführung nicht vergleichbar.

2.3 Darstellung der Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse der BE Turbo konnten im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 ähnlich wie im vorherigen Rumgeschäftsjahr deutlich um 18,4 % im Vorjahresvergleichszeitraum auf TEUR 12.084 gesteigert werden. Das Rohergebnis verbesserte sich im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Vorjahr (1. August bis 31. Dezember 2022) um 6,8 % (+TEUR 166). Der Materialaufwand stieg im gleichen Zeitraum um +24,7 % (+TEUR 1.920) an. Aufgrund von Neueinstellungen - auch Carve- Out-bedingt - und einer der Inflation angepassten Lohnstruktur stiegen die Personalkosten um TEUR 66 (9,1 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen vor allem aufgrund der erhöhten Kosten für Heizung und Strom um TEUR 340, was einen Anstieg um 46,8 % darstellt.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um insgesamt 116 TEUR auf 181 TEUR gesunken, da die BE Turbo seit August 2023 nicht mehr in das Cash Pooling System der SERCOO Group eingebunden ist.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen insgesamt TEUR 20 (Vorjahresvergleichszeitraum Vorjahr TEUR 23).

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 378. Da die BE Turbo ab August 2023 nicht mehr Teil des Konzernkreises der SERCOO Group war und folglich Kosten für den Aufbau eines eigenen Managements anfielen, liegt der Gewinn unter dem des Vorjahreszeitraums vor Gewinnabführung.

2.3.2 Finanzlage

Der operative Cashflow war im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich positiv, der Cashflow aus Investitionstätigkeit negativ und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ebenfalls negativ. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert ausschließlich aus Zinsaufwendungen und den vorhandenen Gesellschafterdarlehen. Es sind keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vorhanden.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Rumpfgeschäftsjahr gegenüber dem Stichtag 31. Juli 2023 um 3,2 % auf TEUR 10.266 gesunken. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Rückgang der Vorräte um TEUR 1.449 auf TEUR 5.831 (19,9 %) zurückzuführen. Der Rückgang ist auf die gewöhnliche Lagerbereinigung zum Ende des Jahres zurückzuführen.

Ebenfalls sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 24,5 % geringer als zum 31. Juli 2023, da gegen Ende des Jahres ein Verkaufsstopp für die Inventur eingeleitet wird. Gleichzeitig erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 251, da nach der Ausgliederung aus dem SERCOO Konzern an einer eigenen IT-Infrastruktur gearbeitet wird.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich insgesamt um TEUR 393 (18,4 %) erhöht, da im Vergleich zum 31. Juli 2023 deutlich höhere Bonusrückstellungen und Pfandrückstellungen auszuweisen sind. Die Pfandrückstellung für Altteile ist vor allem aufgrund des neu eingeführten Pfandsystems im Intercompany Bereich angestiegen. Zudem erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin INOS 23- 005 im Vergleich zum 31. Juli um TEUR 1.294 auf TEUR 2.803, da über den Gewinnanspruch zum 31. Juli 2023 ein Darlehen geschlossen wurde.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenläufig zum 31. Dezember um TEUR 2.667 auf TEUR 2.699 stichtagsbedingt verringert. Dies entspricht einer Reduzierung um 49,7 %.

Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum 31.07.2023 von 15,34 % auf 19,6 % gestiegen, da erstmals keine Gewinnabführung mehr vorzunehmen ist.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Ist-Kennzahlen werden regelmäßig den Plan-Kennzahlen gegenübergestellt.

Die Gewährleistungsanträge als Kundenzufriedenheits- und Produktqualitätsindikator sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum analog zum Umsatz um 17,8 % gestiegen. Die Anzahl anerkannter Gewährleistungsfälle im Verhältnis zur verkauften Stückzahl ist von 0,14 % in 2022 auf 0,18 % in 2023 nur leicht gestiegen. Eine Umsatzsteigerung erfolgte somit nicht zulasten der Qualität.

Als zentrale finanzielle Leistungsindikatoren zieht die BE Turbo die Umsatzerlöse und den Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresüberschuss vor Gewinnabführung) heran.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dokumentieren, wie sehr sich BE Turbo GmbH in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten und in einem angespannten Branchenumfeld behaupten kann.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Risikomanagement ist für die Gesellschaft ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Als Grundlage der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Geschäftsleitungsstruktur sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen.

Die Behandlung der jeweiligen operativen Einzelrisiken wird durch verschiedene Management- und Investitionsgrundsätze definiert. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft wird.

Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, werden Entscheidungen auf Basis entsprechender Beratungen getroffen.

Bestimmte Einzelrisiken werden von der Geschäftsführung überwacht und im erforderlichen Maße abgesichert. Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt.

3.1.1 Finanzierung- bzw. Liquiditätsrisiko

Aufgrund des Ausscheidens aus der SERCOO Group GmbH bestand kurzfristig ein Finanzierung- bzw. Liquiditätsrisiko. Eine neue Finanzierungsstruktur wurde angestrebt und befindet sich bereits im Aufbau. Die aktuelle Liquidität in Verbindung mit den Cashpositiven Ergebnissen der Unternehmung führen bereits zum Bilanzstichtag und zum Aufstellungszeitpunkt nicht zu einem zusätzlichen Liquiditätsbedarf.

3.1.2 Entwicklung des Arbeitnehmermarktes

Auch für BE Turbo ist die Entwicklung im Arbeitsmarkt hinsichtlich Verfügbarkeit von geeignetem Personal und auch Teuerung von Lohn und Arbeit ein zentrales Risiko. Aktuell ist das Unternehmen gut aufgestellt, junge und motivierte Fachkräfte konnten zuletzt gewonnen werden, ohne das Gehaltsgefüge der Unternehmung zu sprengen. Zukünftig wird jedoch von einer Verteuerung von Arbeit ausgegangen.

3.1.3 Politische Diskussionen über Verbot von Verbrennermotoren

Aufgrund der Zunahme der Elektromobilität kann es langfristig im PKW-Sektor zu weniger Nachfrage im deutschsprachigen Raum kommen. Der Markt für LKW und Nutzfahrzeuge ist und bleibt hingegen stabil, da langfristig auch keine anderen Antriebskonzepte vorhanden sein werden. Auch im Bahn- sowie Industriebereich hat die Struktur nur unwesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr erfahren.

3.1.4 Lieferkettenrisiken

Im Hinblick auf die sich seit Februar 2022 zuspitzenden Versorgungssituationen im Bereich der Lieferketten, bedingt durch den Ukraine Krieg, überwacht das Unternehmen, die sich hieraus ergebenden Herausforderungen regelmäßig. Wo erforderlich, wird eine zusätzliche Bevorratung vorgenommen oder Alternativlieferanten und -teile aufgebaut.

Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken der zukünftigen Entwicklung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sehen wir derzeit nicht.

3.2 Chancenbericht

Die zukünftige Marktentwicklung für den Absatz von Turboladern ist stetig positiv zu bewerten. Die weltweite Nachfrage nach Turboladern nimmt weiterhin zu, ebenso steigt die Nachfrage nach Instandsetzungslösungen von Turboladern. Dies auch im Kontext der zunehmenden Bestrebung zur Nachhaltigkeit und Wiederverwendung von Anlagegütern. Die Ausweitung der Produktpalette der Hersteller macht umfassendes Know-How in der Instandsetzung von Turboladern sowie die Einhaltung von Qualitätsstandards notwendig und bietet eindeutig ein Differenzierungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern bei der Instandsetzung von Ladern, insbesondere auch gegenüber ausländischen Anbietern auf diesem Markt. Aus diesem Grund ist mit einer weiterhin stabilen Umsatzentwicklung zu rechnen. Stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen sichern das Geschäft ab.

Die hohen Markteintrittsbarrieren und gute, stabile Kundenbeziehungen machen einen sinkenden Marktanteil und einen damit verbundenen Ertragseinbruch unwahrscheinlich.

Chancen ergeben sich für die Gesellschaft aufgrund der hohen Markteintrittsbarrieren aus dem bestehenden Kundenstamm sowie aufgrund der sehr guten vorhandenen Kundenbindung. Diese Kundenbindung resultiert aus dem sehr guten und zuverlässigen Service.

Sollten E-Fuels zukünftig auch in Europa vermehrt verfügbar sein, ist weiterhin mit turbogeladenen Fahrzeugen und Aggregaten zu rechnen. Ähnlich verhält sich der Sachverhalt bei der zunehmend in der Industrie avisierten Wasserstofftechnologie.

Aufgrund der Unsicherheit im Markt bzgl. E-Mobilität ist weiterhin davon auszugehen, dass das Durchschnittsalter von Fahrzeugen mit turbogeladenen Verbrennungsmotoren steigt - wodurch es zunehmend zu Reparaturen und somit Nachfrage nach Turboladern kommen wird.

3.3 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 plant die BE Turbo GmbH weiterhin mit Steigerungsraten im Umsatz und Rohergebnis wie im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023. Durch die Herauslösung aus der SERCOO Group GmbH wird es zu höheren Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen kommen, die durch den Wegfall der Umlage- und geringeren Finanzkosten wahrscheinlich nicht komplett kompensiert werden können. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz zwischen EUR 28 Mio. und EUR 30 Mio. sowie einen Jahresüberschuss zwischen EUR 2,2 Mio. und EUR 2,5 Mio..

 

Rheine, den 16. Juli 2024

Mark Timmermeister, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.07.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 197.212,40 12.095,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.747,23 40.244,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.932,00 8.162,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 121.742,31 52.891,96
167.421,54 101.298,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.831.492,60 7.280.083,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.356.973,80 3.121.947,03
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: TEUR 88 (Vj. TEUR 64)
III. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten 1.669.622,24 7.719,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.116,49 82.200,45
10.265.839,07 10.605.343,70

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.07.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.100,00 27.100,00
II. Kapitalrücklage 1.350.717,55 1.350.717,55
III. Gewinnvortrag 249.874,11 249.874,11
IV. Jahresüberschuss 378.372,54 0,00
2.006.064,20 1.627.691,66
B. Rückstellungen 2.309.012,90 1.740.115,00
C. Verbindlichkeiten 5.950.761,97 7.237.537,04
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 115 (Vj. TEUR 153)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: TEUR 5.951 (Vj. TEUR 7.238)
10.265.839,07 10.605.343,70

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023

(Vj. für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Juli 2023)

01.08.2023- 31.12.2023 01.01.2023- 31.07.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.084.248,27 17.063.575,19
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 26.655,01 -42.972,48
3. Sonstige betriebliche Erträge 194.515,05 206.013,69
davon Erträge aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vj. TEUR 1)
12.305.418,33 17.226.616,40
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.283.815,72 12.562.265,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 408.491,38 951.301,34
9.692.307,10 13.513.567,02
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 635.180,61 859.850,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 158.450,50 192.854,72
davon für Altersversorgung: EUR 6.290,41 (Vj. TEUR 9)
793.631,11 1.052.705,65
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19.756,49 19.194,59
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.064.403,25 1.273.311,86
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vj. TEUR 1)
735.320,38 1.367.837,28
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.263,00 53.033,77
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vj. TEUR 55)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 181.450,59 359.807,56
davon an verbundenene Unternehmen: EUR 17.965,41 (Vj. TEUR 229)
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 176.444,25 0,00
-356.631,84 -306.773,79
11. Ergebnis nach Steuern 378.688,54 1.061.063,49
12. Sonstige Steuern 316,00 810,00
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 -1.060.253,49
14. Jahresüberschuss 378.372,54 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023

(1) Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Steinfurt unter HRB 12159 registriert. Sitz der Gesellschaft ist Rheine.

Das Geschäftsjahr der BE Turbo GmbH (im Folgenden "BE Turbo") wurde aufgrund der Ausgliederung (sog. "Carve-Out") aus dem Konzernkreis der SERCOO Group GmbH, Lingen (Ems) auf den Stichtag 31. Juli umgestellt. Im Berichtsjahr wurde aus Vereinfachungsgründen wieder auf ein kalendergleiches Geschäftsjahr umgestellt. Hieraus resultiert nach dem Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember ein weiteres Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023.

Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr mit dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB für den Jahresabschluss ist Gebrauch gemacht worden.

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres und dem damit verbundenen verkürzten Geschäftsjahreszeitraum, sind die Vorjahreszahlen vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2023 in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit den Zahlen des Geschäftsjahres vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 vergleichbar. Zur besseren Vergleichbarkeit der Angaben wurde eine verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. August 2022 bis zum 31. Dezember 2022 im Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" eingefügt.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen auf linearer Basis über die wirtschaftlichen Nutzungsdauern von drei bis sechs Jahren vermindert.

Die Sachanlagen werden mit Anschaffungskosten und -soweit abnutzbar- vermindert um planmäßige, auf linearer Basis ermittelte Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und dreizehn Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter (=Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR netto) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und fiktiv als Abgang erfasst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie -gemeinkosten und werden an der zulässigen Wertuntergrenze angesetzt. Bei der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes der Handelswaren werden grundsätzlich prozentuale Gängigkeitsabschläge berücksichtigt, deren Ermittlung auf dem Zeitpunkt des letzten Verbrauchs basiert. Die Berechnung der Gängigkeit erfolgt nach Maßgabe verschiedener Gängigkeitsklassen.

Die Einhaltung des Niederstwertprinzips bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird durch die Berücksichtigung der Preisentwicklung am Beschaffungsmarkt gewährleistet. Zum Stichtag werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe systemseitig mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aus gleitendem Durchschnittspreis und letztem Einkaufspreis bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wird eine pauschal ermittelte Wertberichtigung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 % angesetzt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werde ebenfalls zum Nennwert bilanziert und betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind der Höhe des nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und werden daher nicht abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird durch den als Anlage zum Anhang beiliegenden Bruttoanlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - vollumfänglich innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 88 (31. Juli TEUR 64) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Pfand gegen ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 25 enthalten, bei dem in Folge der im Wertaufhellungszeitraum bereits zurückgegebenen Altteile die Rückerstattung des Pfands sicher ist.

Eigenkapital / Stammkapital

Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert EUR 27.100 (31. Juli EUR 27.100) und ist voll eingezahlt.

Das Jahresergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 378 (31. Juli TEUR 0). Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Gewinnvortrag sowie das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus den folgenden Positionen zusammen:

31. Dezember 2023
TEUR
Rückstellung für Kundenboni 971
Pfandrückstellungen 938
Personalrückstellungen 103
Jahresabschluss und Prüfung 69
Übrige Rückstellungen 52
2.133

Sonstige Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - vollumfänglich innerhalb eines Jahres fällig und sind vollständig unbesichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Wie bereits im allgemeinen Abschnitt beschrieben, dient die folgende Tabelle zur besseren Vergleichbarkeit des Rumpfgeschäftsjahres mit dem Vorjahr.

01.08.2022- 31.12.2022 * 01.01.2022- 31.12.2022 01.08.2023- 31.12.2023
1. Umsatzerlöse 10.210.232,27 24.531.087,23 12.084.248,27
2. Verminderung (Erhöhung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen - 92.048,03 57.886,25 26.655,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 100.737,60 156.971,78 194.515,05
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.052.792,73 17.796.901,22 9.283.815,72
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 719.068,77 1.750.204,69 408.491,38
5. Rohergebnis 2.447.060,34 5.198.839,35 2.613.111,23
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 596.537,24 1.310.893,74 635.180,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 130.862,15 303.763,25 158.450,50
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.241,06 61.906,58 19.756,49
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 724.889,96 1.766.521,05 1.064.403,25
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.424,19 55.482,63 1.263,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 297.671,85 488.570,35 181.450,59
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00 176.444,25
12. Ergebnis nach Steuern 729.282,27 1.322.667,01 378.688,54
13. Sonstige Steuern 59,00 1.182,00 316,00
14. Ergebnisabführung 729.223,27 1.321.485,01 0,00
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00 378.372,54

* Die Zahlen werden ungeprüft dargestellt

(5) Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Während des Rumpfgeschäftsjahres wurden die Geschäfte durch den Geschäftsführer Herrn Mark Timmermeister geführt. Auf die Angabe der Vergütung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Personalbestand

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31.Dezember 2023 waren durchschnittlich 34 Mitarbeiter (exklusive Auszubildende und Geschäftsführer) beschäftigt. Davon waren 14 weiblich und 20 männlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen finanziellen Verpflichtungen in Bezug auf eingegangene Miet- und Leasingverpflichtungen bezüglich des gemieteten Gebäudes und weiteren Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen für PKWs in Höhe von TEUR 939 (31. Juli TEUR 1.207).

Haftungsverhältnisse

Aufgrund der mit Wirkung zum August 2023 vorgenommenen Ausgliederung der BE Turbo aus dem Konzernkreis der SERCOO Group, bestehen zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 keine Haftungsverhältnisse aus der Mithaftung für aufgenommene Kredite oder Kreditlinien aus dem Konzernkreis der SERCOO Group mehr (31. Juli TEUR 8.031).

Konzernzugehörigkeit

Die BE Turbo wurde bis einschließlich des Geschäftsjahres 2022 in den Konzernabschluss der SERCOO Group GmbH einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellte. Durch den Carve-Out wurde diese Konzernzugehörigkeit ab August 2023 beendet. Mit Wirkung zum 1. August 2023 ist die BE Turbo ein Tochterunternehmen der INOS 23 005 GmbH, Rheine. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wird mangels Überschreiten der relevanten Größenkriterien von Seiten der INOS-23 005 verzichtet.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die BE Turbo bedient sich des Instruments des Factorings zur Stärkung der Liquiditätslage. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 ergibt sich aufgrund des Factorings ein um TEUR 1.749 (31. Juli TEUR 2.261) niedrigerer Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als ohne Durchführung der Factoringvereinbarung.

 

Rheine, den 16. Juli 2024

Mark Timmermeister, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der BE Turbo GmbH, Rheine, im Rumpfgeschäftsjahr 2023/2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.8.2023 Zugänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 209.090,85 14.552,15 223.643,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 175.053,25 175.053,25
209.090,85 189.605,40 398.696,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 76.357,90 0,00 76.357,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.208,00 0,00 8.208,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 238.335,87 81.391,84 319.727,71
322.901,77 81.391,84 404.293,61
531.992,62 270.997,24 802.989,86
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.8.2023 Zugänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 196.995,85 4.488,00 201.483,85
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
196.995,85 4.488,00 201.483,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.113,67 2.497,00 38.610,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 46,00 230,00 276,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.443,91 12.541,49 197.985,40
221.603,58 15.268,49 236.872,07
418.599,43 19.756,49 438.355,92
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.07.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 22.159,15 12.095,00
2. Geleistete Anzahlungen 175.053,25 0,00
197.212,40 12.095,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.747,23 40.244,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.932,00 8.162,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 121.742,31 52.891,96
167.421,54 101.298,19
364.633,94 113.393,19

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BE Turbo GmbH, Rheine

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BE Turbo GmbH, Rheine, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BE Turbo GmbH, Rheine, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 16. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Julian Breidthardt, Wirtschaftsprüfer

Alina Melo, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses 2023

Der Jahresabschluss 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 8. November 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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