Rubin Automotive GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Timmermeister seit 13.11.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 19.76% | |
M**** N******* S****** G*** v** W********* u** G******** | 17.60% |
| 12.48% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BE Turbo GmbHRheineJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die BE Turbo GmbH (im Folgenden "BE Turbo") mit Sitz in Rheine ist offizieller Distributor der weltmarktführenden Hersteller von Abgasturboladern für alle Anwendungen im Aftermarket in Deutschland. Dabei bietet die BE Turbo GmbH das komplette Turbolader-Programm für PKW, Transporter, NKW, Landmaschinen, Baumaschinen, Industrie-, Energie- und Marineanwendungen. Neben dem Vertrieb auf der Grundlage von Distributionsverträgen mit den weltweit führenden Turboladerherstellern bietet das Unternehmen auch maßgeschneiderte Reman- Systemlösungen und autorisierte Gewährleistungsabwicklung für Hersteller an. Die BE Turbo war bis einschließlich des Stichtags 31. Juli 2023 eine 100%ige Tochtergesellschaft der SERCOO Group GmbH mit Sitz in Lingen (Ems). Anfang August 2023 erfolgte eine Ausgliederung (sog. "Carve-Out") der BE Turbo aus dem SERCOO Group GmbH Konzern. Die BE Turbo ist seitdem und zum Stichtag 31. Dezember 2023 eine 100%ige Tochtergesellschaft der INOS 23-005 GmbH mit Sitz in Rheine. Die INOS 23-005 GmbH wurde in 2023 gegründet und verfolgt die Strategie, höchst professionelle Servicedienstleistungen und Instandsetzungsdienstleistungen mit Abgasturboladern und Zubehör, insbesondere im deutschsprachigen Raum, zu erbringen. 1.2 Ziele und Strategien Ausgehend von der Vision, gemeinsam mit unseren Kunden innovative Wege zu gehen, um Kundenzufriedenheit und Marktwachstum zu erzielen, entwickelt sich die BE Turbo GmbH stetig mit dem Markt sowie den individuellen Bedürfnissen des Independent Aftermarkets (IAM). Während das Unternehmen sich zu Beginn als Nischenhändler verstand, sind heute moderne, ganzheitliche Lösungskonzepte gefragt. Die BE Turbo GmbH hat sich dahingehend optimal aufgestellt und ihre Kompetenzbereiche durch Mitarbeiterschulungen und Zertifizierungen entsprechend erweitert. Für die Zukunft werden alle Unternehmensbereiche sowie Mitarbeiterkompetenzen, entsprechend den Marktentwicklungen und Kundenanforderungen, kontinuierlich optimiert. Zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres am 31. Dezember 2023 gehörten 34 Mitarbeiter (zum 31. Dezember 2022: 31 und zum 31. Juli 2023: 34) zur Belegschaft inkl. einem Geschäftsführer. In den Kernbereichen wird der Geschäftsführer durch zwei weitere Managementkräfte unterstützt, so dass hier keine Abhängigkeit von einzelnen Personen gegeben ist. Der Geschäftsführer und das erweiterte Managementteam verfügen über langjährige Erfahrung im Bereich des Turboladergeschäfts. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Aftermarket für Turbolader verläuft im PKW-Sektor für das Reparatursegment II und III wie in den Vorjahren analog zu den steigenden Zulassungszahlen für turbogeladene Fahrzeuge des statistischen Bundesamtes. Dies deckt sich mit den Aussagen der führenden Hersteller von Abgas-Turboladern. In diesem Sektor wird somit zukünftig weiterhin zunächst aufgrund des Populationswachstums von turbogeladenen Fahrzeugen im reparaturrelevanten Alter ein Marktwachstum erwartet. Negative Veränderungen und Auswirkungen durch den verstärkten Ausbau der Elektromobilität sind erst langfristig zu erwarten. Die Preisstruktur verändert sich durch den Anstieg der Energiekosten und der seit 2022 herrschenden Inflation. 2.2 Geschäftsverlauf Aufgrund der Ausgliederung der BE Turbo aus dem Konzern der SERCOO Group GmbH im August 2023, erfolgte die Umstellung des Geschäftsjahres auf den Stichtag 31. Juli. Daraus resultiert zunächst ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Juli 2023. Aufgrund eines Beschlusses zur Rückkehr zum Kalenderjahrgleichen Geschäftsjahr ergab sich ein weiteres Rumpfgeschäftsjahres vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wird wieder auf ein wirtschaftliches Kalenderjahr ab 2024 umgestellt. Im verkürzten Berichtsjahr 2023 wurde ein im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Vorjahr (1. August bis 31.Dezember 2022) gestiegener Umsatz (+18,4%, +TEUR 1.874) verzeichnet. Der Umsatz verteilt sich im Wesentlichen auf die Bereiche Turbolader, Turbolader-Kits, Anbausätze, Motorbremsen und Ersatzteile. Der im Vorjahresbericht prognostizierte Umsatz zwischen TEUR 11.900 und TEUR 12.100 konnte somit mit einem Umsatz von TEUR 12.084 erreicht werden. Aufgrund der in Relation zum Umsatz leicht teurer bezogenen Waren hat sich das Rohergebnis im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Vorjahr (1. August bis 31.Dezember 2022) in geringerem Umfang um 6,8 % verbessert. Die Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahres betrugen insgesamt T€ 19,7 (Vergleichszeitraum Vorjahr T€ 23,2). Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 378 erwirtschaftet, sodass die Vorjahresprognose eines Jahresüberschusses zwischen TEUR 300 und TEUR 450 ebenfalls erreicht werden konnte. Aufgrund der Ausgliederung aus der SERCOO Group GmbH Konzern sind die Zahlen mit dem Vorjahr insbesondere durch die zuvor vertraglich vereinbarte Gewinnabführung nicht vergleichbar. 2.3 Darstellung der Lage 2.3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse der BE Turbo konnten im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 ähnlich wie im vorherigen Rumgeschäftsjahr deutlich um 18,4 % im Vorjahresvergleichszeitraum auf TEUR 12.084 gesteigert werden. Das Rohergebnis verbesserte sich im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Vorjahr (1. August bis 31. Dezember 2022) um 6,8 % (+TEUR 166). Der Materialaufwand stieg im gleichen Zeitraum um +24,7 % (+TEUR 1.920) an. Aufgrund von Neueinstellungen - auch Carve- Out-bedingt - und einer der Inflation angepassten Lohnstruktur stiegen die Personalkosten um TEUR 66 (9,1 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen vor allem aufgrund der erhöhten Kosten für Heizung und Strom um TEUR 340, was einen Anstieg um 46,8 % darstellt. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um insgesamt 116 TEUR auf 181 TEUR gesunken, da die BE Turbo seit August 2023 nicht mehr in das Cash Pooling System der SERCOO Group eingebunden ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen insgesamt TEUR 20 (Vorjahresvergleichszeitraum Vorjahr TEUR 23). Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 378. Da die BE Turbo ab August 2023 nicht mehr Teil des Konzernkreises der SERCOO Group war und folglich Kosten für den Aufbau eines eigenen Managements anfielen, liegt der Gewinn unter dem des Vorjahreszeitraums vor Gewinnabführung. 2.3.2 Finanzlage Der operative Cashflow war im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich positiv, der Cashflow aus Investitionstätigkeit negativ und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ebenfalls negativ. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert ausschließlich aus Zinsaufwendungen und den vorhandenen Gesellschafterdarlehen. Es sind keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vorhanden. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Rumpfgeschäftsjahr gegenüber dem Stichtag 31. Juli 2023 um 3,2 % auf TEUR 10.266 gesunken. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Rückgang der Vorräte um TEUR 1.449 auf TEUR 5.831 (19,9 %) zurückzuführen. Der Rückgang ist auf die gewöhnliche Lagerbereinigung zum Ende des Jahres zurückzuführen. Ebenfalls sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 24,5 % geringer als zum 31. Juli 2023, da gegen Ende des Jahres ein Verkaufsstopp für die Inventur eingeleitet wird. Gleichzeitig erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 251, da nach der Ausgliederung aus dem SERCOO Konzern an einer eigenen IT-Infrastruktur gearbeitet wird. Die sonstigen Rückstellungen haben sich insgesamt um TEUR 393 (18,4 %) erhöht, da im Vergleich zum 31. Juli 2023 deutlich höhere Bonusrückstellungen und Pfandrückstellungen auszuweisen sind. Die Pfandrückstellung für Altteile ist vor allem aufgrund des neu eingeführten Pfandsystems im Intercompany Bereich angestiegen. Zudem erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin INOS 23- 005 im Vergleich zum 31. Juli um TEUR 1.294 auf TEUR 2.803, da über den Gewinnanspruch zum 31. Juli 2023 ein Darlehen geschlossen wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenläufig zum 31. Dezember um TEUR 2.667 auf TEUR 2.699 stichtagsbedingt verringert. Dies entspricht einer Reduzierung um 49,7 %. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum 31.07.2023 von 15,34 % auf 19,6 % gestiegen, da erstmals keine Gewinnabführung mehr vorzunehmen ist. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Ist-Kennzahlen werden regelmäßig den Plan-Kennzahlen gegenübergestellt. Die Gewährleistungsanträge als Kundenzufriedenheits- und Produktqualitätsindikator sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum analog zum Umsatz um 17,8 % gestiegen. Die Anzahl anerkannter Gewährleistungsfälle im Verhältnis zur verkauften Stückzahl ist von 0,14 % in 2022 auf 0,18 % in 2023 nur leicht gestiegen. Eine Umsatzsteigerung erfolgte somit nicht zulasten der Qualität. Als zentrale finanzielle Leistungsindikatoren zieht die BE Turbo die Umsatzerlöse und den Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresüberschuss vor Gewinnabführung) heran. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dokumentieren, wie sehr sich BE Turbo GmbH in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten und in einem angespannten Branchenumfeld behaupten kann. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikobericht Risikomanagement ist für die Gesellschaft ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Als Grundlage der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Geschäftsleitungsstruktur sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Die Behandlung der jeweiligen operativen Einzelrisiken wird durch verschiedene Management- und Investitionsgrundsätze definiert. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft wird. Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, werden Entscheidungen auf Basis entsprechender Beratungen getroffen. Bestimmte Einzelrisiken werden von der Geschäftsführung überwacht und im erforderlichen Maße abgesichert. Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt. 3.1.1 Finanzierung- bzw. Liquiditätsrisiko Aufgrund des Ausscheidens aus der SERCOO Group GmbH bestand kurzfristig ein Finanzierung- bzw. Liquiditätsrisiko. Eine neue Finanzierungsstruktur wurde angestrebt und befindet sich bereits im Aufbau. Die aktuelle Liquidität in Verbindung mit den Cashpositiven Ergebnissen der Unternehmung führen bereits zum Bilanzstichtag und zum Aufstellungszeitpunkt nicht zu einem zusätzlichen Liquiditätsbedarf. 3.1.2 Entwicklung des Arbeitnehmermarktes Auch für BE Turbo ist die Entwicklung im Arbeitsmarkt hinsichtlich Verfügbarkeit von geeignetem Personal und auch Teuerung von Lohn und Arbeit ein zentrales Risiko. Aktuell ist das Unternehmen gut aufgestellt, junge und motivierte Fachkräfte konnten zuletzt gewonnen werden, ohne das Gehaltsgefüge der Unternehmung zu sprengen. Zukünftig wird jedoch von einer Verteuerung von Arbeit ausgegangen. 3.1.3 Politische Diskussionen über Verbot von Verbrennermotoren Aufgrund der Zunahme der Elektromobilität kann es langfristig im PKW-Sektor zu weniger Nachfrage im deutschsprachigen Raum kommen. Der Markt für LKW und Nutzfahrzeuge ist und bleibt hingegen stabil, da langfristig auch keine anderen Antriebskonzepte vorhanden sein werden. Auch im Bahn- sowie Industriebereich hat die Struktur nur unwesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr erfahren. 3.1.4 Lieferkettenrisiken Im Hinblick auf die sich seit Februar 2022 zuspitzenden Versorgungssituationen im Bereich der Lieferketten, bedingt durch den Ukraine Krieg, überwacht das Unternehmen, die sich hieraus ergebenden Herausforderungen regelmäßig. Wo erforderlich, wird eine zusätzliche Bevorratung vorgenommen oder Alternativlieferanten und -teile aufgebaut. Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken der zukünftigen Entwicklung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sehen wir derzeit nicht. 3.2 Chancenbericht Die zukünftige Marktentwicklung für den Absatz von Turboladern ist stetig positiv zu bewerten. Die weltweite Nachfrage nach Turboladern nimmt weiterhin zu, ebenso steigt die Nachfrage nach Instandsetzungslösungen von Turboladern. Dies auch im Kontext der zunehmenden Bestrebung zur Nachhaltigkeit und Wiederverwendung von Anlagegütern. Die Ausweitung der Produktpalette der Hersteller macht umfassendes Know-How in der Instandsetzung von Turboladern sowie die Einhaltung von Qualitätsstandards notwendig und bietet eindeutig ein Differenzierungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern bei der Instandsetzung von Ladern, insbesondere auch gegenüber ausländischen Anbietern auf diesem Markt. Aus diesem Grund ist mit einer weiterhin stabilen Umsatzentwicklung zu rechnen. Stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen sichern das Geschäft ab. Die hohen Markteintrittsbarrieren und gute, stabile Kundenbeziehungen machen einen sinkenden Marktanteil und einen damit verbundenen Ertragseinbruch unwahrscheinlich. Chancen ergeben sich für die Gesellschaft aufgrund der hohen Markteintrittsbarrieren aus dem bestehenden Kundenstamm sowie aufgrund der sehr guten vorhandenen Kundenbindung. Diese Kundenbindung resultiert aus dem sehr guten und zuverlässigen Service. Sollten E-Fuels zukünftig auch in Europa vermehrt verfügbar sein, ist weiterhin mit turbogeladenen Fahrzeugen und Aggregaten zu rechnen. Ähnlich verhält sich der Sachverhalt bei der zunehmend in der Industrie avisierten Wasserstofftechnologie. Aufgrund der Unsicherheit im Markt bzgl. E-Mobilität ist weiterhin davon auszugehen, dass das Durchschnittsalter von Fahrzeugen mit turbogeladenen Verbrennungsmotoren steigt - wodurch es zunehmend zu Reparaturen und somit Nachfrage nach Turboladern kommen wird. 3.3 Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 plant die BE Turbo GmbH weiterhin mit Steigerungsraten im Umsatz und Rohergebnis wie im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023. Durch die Herauslösung aus der SERCOO Group GmbH wird es zu höheren Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen kommen, die durch den Wegfall der Umlage- und geringeren Finanzkosten wahrscheinlich nicht komplett kompensiert werden können. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz zwischen EUR 28 Mio. und EUR 30 Mio. sowie einen Jahresüberschuss zwischen EUR 2,2 Mio. und EUR 2,5 Mio..
Rheine, den 16. Juli 2024 Mark Timmermeister, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023(Vj. für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Juli 2023)
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023(1) Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Steinfurt unter HRB 12159 registriert. Sitz der Gesellschaft ist Rheine. Das Geschäftsjahr der BE Turbo GmbH (im Folgenden "BE Turbo") wurde aufgrund der Ausgliederung (sog. "Carve-Out") aus dem Konzernkreis der SERCOO Group GmbH, Lingen (Ems) auf den Stichtag 31. Juli umgestellt. Im Berichtsjahr wurde aus Vereinfachungsgründen wieder auf ein kalendergleiches Geschäftsjahr umgestellt. Hieraus resultiert nach dem Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember ein weiteres Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023. Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr mit dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB für den Jahresabschluss ist Gebrauch gemacht worden. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres und dem damit verbundenen verkürzten Geschäftsjahreszeitraum, sind die Vorjahreszahlen vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2023 in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit den Zahlen des Geschäftsjahres vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 vergleichbar. Zur besseren Vergleichbarkeit der Angaben wurde eine verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. August 2022 bis zum 31. Dezember 2022 im Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" eingefügt. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen auf linearer Basis über die wirtschaftlichen Nutzungsdauern von drei bis sechs Jahren vermindert. Die Sachanlagen werden mit Anschaffungskosten und -soweit abnutzbar- vermindert um planmäßige, auf linearer Basis ermittelte Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und dreizehn Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter (=Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR netto) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und fiktiv als Abgang erfasst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie -gemeinkosten und werden an der zulässigen Wertuntergrenze angesetzt. Bei der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes der Handelswaren werden grundsätzlich prozentuale Gängigkeitsabschläge berücksichtigt, deren Ermittlung auf dem Zeitpunkt des letzten Verbrauchs basiert. Die Berechnung der Gängigkeit erfolgt nach Maßgabe verschiedener Gängigkeitsklassen. Die Einhaltung des Niederstwertprinzips bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird durch die Berücksichtigung der Preisentwicklung am Beschaffungsmarkt gewährleistet. Zum Stichtag werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe systemseitig mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aus gleitendem Durchschnittspreis und letztem Einkaufspreis bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wird eine pauschal ermittelte Wertberichtigung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 % angesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werde ebenfalls zum Nennwert bilanziert und betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind der Höhe des nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und werden daher nicht abgezinst. Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. (3) Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird durch den als Anlage zum Anhang beiliegenden Bruttoanlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - vollumfänglich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 88 (31. Juli TEUR 64) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Pfand gegen ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 25 enthalten, bei dem in Folge der im Wertaufhellungszeitraum bereits zurückgegebenen Altteile die Rückerstattung des Pfands sicher ist. Eigenkapital / Stammkapital Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert EUR 27.100 (31. Juli EUR 27.100) und ist voll eingezahlt. Das Jahresergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 378 (31. Juli TEUR 0). Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Gewinnvortrag sowie das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus den folgenden Positionen zusammen:
Sonstige Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - vollumfänglich innerhalb eines Jahres fällig und sind vollständig unbesichert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Wie bereits im allgemeinen Abschnitt beschrieben, dient die folgende Tabelle zur besseren Vergleichbarkeit des Rumpfgeschäftsjahres mit dem Vorjahr.
* Die Zahlen werden ungeprüft dargestellt
(5) Sonstige Angaben Geschäftsführung Während des Rumpfgeschäftsjahres wurden die Geschäfte durch den Geschäftsführer Herrn Mark Timmermeister geführt. Auf die Angabe der Vergütung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Personalbestand Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31.Dezember 2023 waren durchschnittlich 34 Mitarbeiter (exklusive Auszubildende und Geschäftsführer) beschäftigt. Davon waren 14 weiblich und 20 männlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen finanziellen Verpflichtungen in Bezug auf eingegangene Miet- und Leasingverpflichtungen bezüglich des gemieteten Gebäudes und weiteren Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen für PKWs in Höhe von TEUR 939 (31. Juli TEUR 1.207). Haftungsverhältnisse Aufgrund der mit Wirkung zum August 2023 vorgenommenen Ausgliederung der BE Turbo aus dem Konzernkreis der SERCOO Group, bestehen zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 keine Haftungsverhältnisse aus der Mithaftung für aufgenommene Kredite oder Kreditlinien aus dem Konzernkreis der SERCOO Group mehr (31. Juli TEUR 8.031). Konzernzugehörigkeit Die BE Turbo wurde bis einschließlich des Geschäftsjahres 2022 in den Konzernabschluss der SERCOO Group GmbH einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellte. Durch den Carve-Out wurde diese Konzernzugehörigkeit ab August 2023 beendet. Mit Wirkung zum 1. August 2023 ist die BE Turbo ein Tochterunternehmen der INOS 23 005 GmbH, Rheine. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wird mangels Überschreiten der relevanten Größenkriterien von Seiten der INOS-23 005 verzichtet. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die BE Turbo bedient sich des Instruments des Factorings zur Stärkung der Liquiditätslage. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 ergibt sich aufgrund des Factorings ein um TEUR 1.749 (31. Juli TEUR 2.261) niedrigerer Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als ohne Durchführung der Factoringvereinbarung.
Rheine, den 16. Juli 2024 Mark Timmermeister, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens der BE Turbo GmbH, Rheine, im Rumpfgeschäftsjahr 2023/2023
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen.Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BE Turbo GmbH, Rheine Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BE Turbo GmbH, Rheine, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BE Turbo GmbH, Rheine, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 16. Juli 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Julian Breidthardt, Wirtschaftsprüfer Alina Melo, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses 2023Der Jahresabschluss 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 8. November 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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