GHH Fahrzeuge GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ansgar Thole seit 2.8.2024 | Geschäftsführer |
Peter Salditt seit 2.8.2024 | Geschäftsführer |
Toby Perkins seit 2.8.2024 | Geschäftsführer |
Matthias Bela Arpad von Buzay seit 26.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Komatsu Mining Corp. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GHH Group GmbH (vormals: GHH Fahrzeuge GmbH)GelsenkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Vorbemerkung: Die SK-Gruppe hat in 2020 ihre Beteiligung an der GHH-Gruppe neugeordnet und in eine Holding-Struktur umgewandelt. Zu diesem Zweck hat die GHH Fahrzeuge GmbH in 2020 mit der GHH Fahrzeuge Gelsenkirchen GmbH eine 100%-ige Tochtergesellschaft gegründet, auf die zum 31.12.2020 der gesamte Geschäftsbetrieb der GHH Fahrzeuge GmbH im Wege eines "Asset deals" veräußert und worden ist. Durch diesen Asset-Deal wurden das operative Geschäft sowie die wesentlichen in der Bilanz aufgeführten Vermögensgenstände und Schulden zum 31.12.2020 verkauft und auf die GHH Fahrzeuge Gelsenkirchen GmbH übertragen. Ebenso ist die gesamte Belegschaft im Rahmen eines Betriebsüberganges nach § 613 a BGB zum 31.12.2020 auf die GHH Fahrzeuge Gelsenkirchen GmbH übergegangen. Nicht verkauft und bei der Gesellschaft verblieben sind im Wesentlichen die folgenden Wirtschaftsgüter und Vermögensgegenstände: Grundstücke, Finanzanlagen, Wertpapiere, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Darlehen gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Steuerforderungen und-verbindlichkeiten. A. Geschäftsmodell des Unternehmens in 2020 Die GHH Fahrzeuge GmbH (nachfolgend "GHH" genannt) hat in 2020 gleislose Transportsysteme/Fahrzeuge für den Materialtransport für den Berg- und Tunnelbau geplant, entwickelt, konstruiert, gefertigt und vertrieben. Hauptprodukte des Unternehmens waren Fahrlader und Muldenkipper, die im (untertägigen) Bergbau eingesetzt werden. Kern der Geschäftstätigkeit war die Produktion und der Vertrieb von Neu-Fahrzeugen. Dazu kamen nachgelagerte Services und Dienstleistungen (Ersatzteile, Wartungen, Reparaturen, Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen). Vorrangig wurden die Fahrzeuge von GHH im Bergbau (Kohle- und Salzbergbau) verwendet, mit zunehmender Tendenz auch im Hard Rock-Bereich. Daneben war auch aus dem Tunnelbau eine immer stärker werdende Nachfrage zu verzeichnen. Ziel und Strategie der GHH war es, ihren weltweiten Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu bieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, war der Fokus der GHH nachhaltig darauf ausgerichtet, sich auf Kundenanforderungen und Zusammenarbeit, Innovation und Schaffung von Werten für Kunden und Anteilseigner gleichermaßen zu konzentrieren. B. Steuerungssystem in 2020 Die GHH verfügt über eine mittelfristige Planung, die einen Zeitraum von drei Jahren abdeckt und die jährlich überprüft wird. Auf operativer Ebene haben die GHH und ihre Tochtergesellschaften detaillierte jährliche Umsatz- und Ergebnisplanungen erstellt. Die Gesellschaften haben hierbei monatlich und zeitnah nach einem einheitlichen Reporting-System berichtet, wodurch eine eingehende Analyse des jeweiligen Geschäftsverlaufes erfolgen konnte, um frühzeitig Zielabweichungen zu erkennen und entsprechende Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Zudem stand im abgelaufenen Geschäftsjahr die Geschäftsführung der GHH im stetigen und engen Kontakt mit dem lokalen Management der Tochtergesellschaften, um sich in regelmäßigen Telefonkonferenzen laufend über den Geschäftsverlauf und die anstehenden Projekte zu informieren. Das eingesetzte Reporting- und Analyse-Instrumentarium ist dabei auch kontinuierlich weiterentwickelt bzw. angepasst worden, um das vorhandene Kennzahlen- System zur Steuerung der Zielerreichung der Geschäftsziele stets auf dem aktuellen Stand zu halten. C. Wirtschaftsbericht Ertragslage Unter dem Einfluss der Corona-Pandemie ist die Weltwirtschaft in 2020 in eine historische Rezession gestürzt. Die Umsetzung weitreichender Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie fast überall auf der Welt, hat sich massiv auf die globale Konjunktur ausgewirkt. Die Produktionstätigkeiten wurden in vielen Regionen massiv ausgebremst. Zwar sind gigantische geld- und finanzpolitische Hilfsmaßnahmen von vielen Staaten kurzfristig entwickelt und in Umlauf gebracht worden. Dennoch ist die Wirtschaftsleistung in 2020 in vielen der für die GHH relevanten Vertriebsregionen drastisch zurückgegangen (Prognosen: Deutschland: -5,5 %; Euro-Raum: -8 %, USA: -4 %; Russland: -5,2 %; Indien: -10 %; Südafrika: -8 %). Das Geschäft der GHH ist in 2020 erheblich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen worden und hat sich dort kurz- bis mittelfristig insbesondere auf den Auftragseingang ausgewirkt, der von 52.297 T€ in 2019 auf 31.078 T€ in 2020 zurückgegangen ist. Zwar konnte in 2020 der Umsatz, angesichts des sehr hohen Auftragsbestandes zu Beginn des Geschäftsjahres, um rd. 3 % auf 46.833 T€ gesteigert werden. Zuwächse konnten hier aber operativ nur bei Fahrladern verzeichnet werden, während bei Muldenkippern und Ersatzteilen Umsatzrückgänge eingetreten sind. Regional hat sich im Geschäftsjahr 2020 die Nachfrage weiter zugunsten des Inlandes verlagert. Während der Auslandsumsatz auf 18.265 T€ (i. Vj. zum 31.12.2019: 26.074 T€) zurückgegangen ist, konnte der Inlandsumsatz auf 28.568 T€ (i.Vj. zum 31.12.2019: 19.400 T€) gesteigert werden. Die im Geschäftsjahr erzielte Betriebsleistung ist mit 47.044 T€ um rd. 8 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Auf der Kostenseite hat sich im Geschäftsjahr 2020 einerseits eine leicht gegenüber Vorjahr erhöhte Materialkostenquote negativ niedergeschlagen, verursacht vor allem durch zusätzliche Aufwendung im Rahmen der Fertigung einiger neuer Fahrzeugprototypen. Positiv haben sich demgegenüber hier aber Einsparungen bei den Personalkosten, durch eine Anpassung des Änderungs-Tarifvertrages zum Jahresende sowie die Umsetzung von partieller Kurzarbeit in einigen Verwaltungsbereichen, sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, durch einen geringeren Kostenanfall in vielen Bereichen, aufgrund der Lockdown-Maßnahmen (z.B. Reisekosten), ausgewirkt. Der Verkauf des operativen Geschäftes ("Asset-Deal") hat zu einer Ergebnisverbesserung von 2.400 T€ geführt. Dennoch konnte im Saldo für das abgelaufene Geschäftsjahr als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur ein Verlust von -1.021 T€ (i. Vj. zum 31.12.2019: 3.519 T€) ausgewiesen werden. Vermögens- und Finanzlage Durch den Verkauf des operativen Geschäftes mit allen wesentlichen operativen Aktiva und Passiva sowie durch den Erwerb der Gesellschaftsanteile an den südafrikanischen Gesellschaften von der GHH Group GmbH hat sich die Bilanzsumme der GHH zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr auf 50.618 T€ (i VJ. zum 31.12.2019: 54.107 T€) verringert. Investitionen Im Geschäftsjahr 2020 wurden Investitionen in Höhe von 9.647 T€ (i. Vj. zum 31.12.2019: 3.249 T€) in das Anlagevermögen getätigt. Diese betrafen vor allem folgende Anlagegüter:
Forschung und Entwicklung Auch im Bereich F+E sind die Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2020 wesentlich durch die Corona-Pandemie mitbestimmt worden. Bedingt durch geänderte Marktanforderungen und das zurückhaltende Investitionsverhalten einer Vielzahl von Kunden in neue Technologien, sind im Bereich F+E in 2020 einige der vorgesehenen Neuentwicklung gestoppt bzw. verschoben worden. Angesichts der geänderten Rahmenbedingungen lag der Schwerpunkt der F+E-Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2020 primär in der Optimierung der Profitabilität der Bestandsfahrzeuge und Auftragsmaschinen. Erfolgreich umgesetzt werden konnten in 2020 folgende Projekte:
An Neuentwicklungen sind in 2020 die folgenden Projekte bearbeitet worden:
Für das Geschäftsjahr 2021 liegt der Schwerpunkt im Vorantreiben der Modernisierung der GHH Flotte. Im speziellen stehen hier der LF-IOneo, SLP-10, MK-30 und der SLP-12e im Focus der F+E-Aktivitäten. Personal Die gesamte Belegschaft der GHH ist im Rahmen eines Betriebsüberganges nach § 613 a BGB zum 31.12.2020 auf die GHH Fahrzeuge Gelsenkirchen GmbH übergegangen. Am Stichtag der Übertragung waren bei der GHH 192 (i.Vj. zum 31.12.2019: 207) Mitarbeiter beschäftigt, davon 116 (i. Vj. zum 31.12.2019: 128) angestellte Arbeitnehmer (inklusive Geschäftsführer, leitende Angestellte und Auszubildende) und 76 (i. Vj. zum 31.12.2019: 79) gewerbliche Mitarbeiter. In der Gesamtzahl von 192 Mitarbeitern zum Zeitpunkt der Übertragung sind 11 Teilzeitbeschäftigte und 9 Personen mit befristeten Verträgen enthalten. Zum Übergangsstichtag waren 8 Mitarbeiter nicht in der Lohnfortzahlung (i. Vj. zum 31.12.2019: 7). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 fanden keine Dienstjubiläen statt. Angesichts der stark unbefriedigenden operativen Geschäftsentwicklung in 2020 ist der zum 15.12.2019 in Kraft getretene Ergänzungs-Tarifvertrag in Teilen durch einen Standortsicherungs-Tarifvertrag mit Wirkung zum 01.01.2021 ersetzt worden, in dem der Verzicht auf eine Entgelterhöhung in 2021 sowie eine Reduzierung beim Weihnachtsgeld für 2020 und 2021 und beim Urlaubsgeld für 2021 vereinbart worden ist. D. Risiken und Chancen Das Geschäft der GHH ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die aus dem unternehmerischen Handeln der Gesellschaft resultieren. Da die GHH mit ihren Beteiligungsgesellschaften weltweit aktiv ist, ist sie unterschiedlichen politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Den Risiken, die daraus resultieren, begegnet sie, indem die Rahmenbedingungen sorgfältig beobachtet und Marktentwicklungen soweit wie möglich antizipiert werden. Gesamtwirtschaftlich könnten eine Rezession in den Zielmärkten oder Nachfragerückgänge einzelner Kundengruppen das Geschäft der GHH beeinträchtigen. In vielen Ländern (insb. Russland und derzeit auch Chile) spielen zudem die politische Kontinuität und die Stabilität der Eigentumsverhältnisse an den Bergwerken eine Rolle. Regierungswechsel oder Wechsel in der Eigentümerstruktur von Bergwerken können personelle Wechsel bei Kunden nach sich ziehen. Dadurch können sich Projekte deutlich verzögern. Diesem Risiko begegnet GHH durch permanente Marktbeobachtung und durch die Erschließung neuer Märkte. Kreditausfallrisiken, die aus hohen Umsatzanteilen mit einzelnen Kunden resultieren, wird durch Begrenzung von Kreditlimits sowie durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen begegnet, wozu insbesondere die direkt zahlungswirksamen Maßnahmen (wie z. B. Letter of Credit/Akkreditiv, Bankbürgschaft) gehören. Zinsrisiken sind derzeit von nachrangiger Bedeutung. Sonstige Risiken aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten bestehen derzeit nicht. Die GHH steuert die interne Liquidität über ein zentrales Liquiditätsmanagement. Dieses System stellt sicher, dass erforderliche Mittel zur Finanzierung des laufenden operativen Geschäftes und der geplanten Investitionen zeitgerecht zur Verfügung stehen. Die finanzielle Stabilität der GHH ist durch die Einbeziehung in den SK-Konzern gesichert. Mit dieser Einbindung ist sichergestellt, dass stets ausreichende Liquidität zur Verfügung steht. Zusätzlich benötigte Finanzmittel können von verbundenen Unternehmen in Form von Darlehen aufgenommen werden. Die GHH verfügt über einen umfassenden Versicherungsschutz, der finanzielle Folgen aus Schadensfällen und Haftungsrisiken weitestgehend begrenzt und der inhaltlich regelmäßig überprüft und angepasst wird. Die Handhabung von Risiken wird im SK-Konzern entsprechend der Organisations- und Verantwortungsstruktur in den Unternehmensbereichen dezentral gesteuert. Der mehrstufige Planungs-, Informations- und Kontrollprozess der GHH wird dabei sowohl durch das Group-Controlling der GHH-Gruppe als auch durch das Group-Controlling des SK-Konzerns im Rahmen der Erstellung der Mittelfrist-Planung sowie des unterjährigen monatlichen Controlling-Prozesses eng begleitet. Regelmäßig wird dabei über die unterjährige Ergebnisentwicklung sowie die Zukunftserwartungen berichtet. Zudem finden bei der GHH auch turnusmäßig Beiratssitzungen statt, in denen regelmäßig über die Chancen und Risiken einzelner Geschäftsvorhaben berichtet wird. Basierend auf den Erkenntnissen dieser Analysen gehen wir davon aus, dass die bei GHH erkannten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die GHH-Unternehmensgruppe haben werden. Eine völlige Sicherheit, dass alle relevanten Risiken identifiziert und gesteuert werden können, gibt es jedoch nicht. E. Prognosebericht Prognosen zum Wachstum der Weltwirtschaft sind aufgrund der anhaltenden Unklarheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und möglicher erneuter Lockdown-Maßnahmen derzeit von extremer Unsicherheit geprägt. Zudem existieren parallel dazu zahlreiche geopolitische Unwägbarkeiten: So ist noch ungewiss, ob sich die handelspolitischen Konflikte nach der Entscheidung bei den US-Präsidentschafts-Wahlen lösen und wie sich die zahlreichen globalen Krisenherde entwickeln werden. Auch eine mittelfristig stärkere Abschwächung der chinesischen Wirtschaft könnte dämpfend wirken. Hinzu kommt in Europa - angesichts der zähen Verhandlungen zwischen der EU und der britischen Regierung - immer noch die Unklarheit über die Modalitäten des Brexits. Risiken bestehen auch ganz generell in finanzieller Hinsicht, denn in den vergangenen Jahren ist die Verschuldung sowohl in zahlreichen Industrieländern als auch in vielen Schwellenländern deutlich angestiegen. Die zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung der Pandemie-Folgen könnten diese Entwicklung noch verstärken. Hinzu kommen Risiken aufgrund möglicher Kapitalengpässe auch bei größeren Unternehmen sowie infolge der volatilen Material- und Rohstoffkosten sowie der Wechselkurse. Vor dem Hintergrund der geschilderten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ihrer Volatilität, ist die Einschätzung der Geschäftsentwicklung für 2021 weiterhin schwierig. Auf Basis unserer im November 2020 verabschiedeten Planung rechnen wir für das kommende Geschäftsjahr 2021 mit einer Verbesserung der operativen wirtschaftlichen Situation. Die finanzielle Stabilität ist weiterhin durch die Einbindung in den SK-Konzern-Verbund gesichert. In wie weit diese Planung von Umsatz, Ertrag und Liquidität aber tatsächlich in 2021 erreicht werden kann, hängt jedoch maßgeblich vom Erfolg der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und der Erholung des Welthandels sowie der Wirtschaftsleistung in den für uns relevanten Regionen (Euro-Raum, Indien, Russland, Südafrika, Südamerika) ab. F. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2020 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- oder Finanzlage der GHH haben.
Gelsenkirchen, den 18.03.2021 Carsten Weiß Aktiva
Passiva
I. Allgemeines Die GHH Fahrzeuge GmbH, Gelsenkirchen - gegründet am 30.11.1994 - ist eine 90,0%-ige Tochtergesellschaft der Schmidt, Kranz & Co. GmbH, Velbert. Sie wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Die GHH Fahrzeuge GmbH stellt daher keinen eigenen Konzernabschluss auf. Die GHH Fahrzeuge GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter der Registernummer HRB 8966 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Soweit die Erläuterungen sich auf Bilanzposten beziehen, die zum 31. Dezember 2020 keinen Wert aufweisen, dienen diese der Beschreibung der Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt mit den angefallenen Material-, Fertigungs-, Konstruktions- und Sondereinzelkosten der Fertigung, wobei auf die Materialeinzelkosten 5,0 % Gemeinkosten verrechnet werden. Den Fertigungs- und Konstruktionskosten liegen Stundensätze zugrunde, in die die anteiligen Gemeinkosten eingerechnet sind. Verwaltungs- und Vertriebskosten bleiben außer Ansatz. Kosten für Weiterentwicklungen der Fahrzeuge werden auf Basis der voraussichtlich produzierten Anzahl an Fahrzeugen einer Serie den jeweiligen Produktionseinheiten anteilig zugerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten dient unter anderem der periodengerechten Ermittlung von Versicherungen und Beiträgen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten dient der periodengerechten Ermittlung von Zinserträgen aus Mietkaufgeschäften. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und Anwendung des Anwartschaftbarwertverfahrens berechnet. Der Zinssatz beträgt 2,30 % und entspricht dem von der Bundesbank bekanntgemachten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Die erwarteteten Gehaltssteigerungen wurden mit 1,5 % pro Jahr angenommen. Die gemäß Art. 67 Abs. 1 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) vorzunehmende Mindestzuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 39.103 EUR wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Verbindlichkeiten sind zum Nennwert passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs des Einbuchungstages erfasst und zum Bilanzstichtag mit dem Mittelkurs des Abschlussmonats bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen. Mietfahrzeuge wurden ebenfalls im Anlagevermögen geführt. Die Abschreibungen auf Mietfahrzeuge werden linear, bei vermieteten Fahrzeugen unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren, bei nicht vermieteten Fahrzeugen von zehn Jahren, vorgenommen. Der Aufwand aus dem Abgang von Mietfahrzeugen wird unter der Position Materialaufwand ausgewiesen. Die Gesellschaft hält folgende wesentliche Beteiligungen:
Weitere Angaben zum Anteilsbesitz unterbleiben gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen weisen 7.050 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Eigenkapital Das Eigenkapital umfasst das gezeichnete Kapital und den Bilanzgewinn. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 2.000.000,00 EUR. Es wird zu 90,0 % von der Schmidt, Kranz & Co. GmbH, Velbert, gehalten. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen Verpflichtungen aus Verlustübernahmen im Beteiligungsbereich sowie Jahresabschlusskosten. 5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 30.926 TEUR Gesellschafterdarlehen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Aus der Veräußerung des operativen Geschäftsbetriebs sind Erträge in Höhe von 2.400 TEUR angefallen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten zudem verrechnete Sachbezüge und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 10 TEUR. 2. Personalaufwand Von den Personalaufwendungen entfallen -17 TEUR auf die Altersversorgung der Mitarbeiter. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren 73 Lohnempfänger/ -innen, 115 Angestellte sowie 5 Auszubildende beschäftigt. 3. Abschreibungen Hinsichtlich der Entwicklung der Abschreibungen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten, Aufwendungen für Gewährleistungsverpflichtungen, Sondereinzelkosten des Vertriebs, Aufwendungen für Fremdpersonal. Die Verluste aus der Währungsumrechnung betragen 84 T€. Die Mindestzuführungen zu den Pensionsrückstellungen gemäß Art. 67 Abs. 1 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) sind in Höhe von 39 TEUR enthalten. 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit 220 TEUR Zinserträge aus verbundenen Unternehmen. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von 260 TEUR die Zinsanteile an den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen. Es sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 676 TEUR angefallen. 7. Abschlussprüferhonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 23 T€ und entfällt ausschließlich auf die Abschlussprüfung. V. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung: Herr Carsten Weiß, Rinteln (ab 15. September 2020) Herr Dr. Jan-Olaf Petzold, Rösrath (bis 15. September 2020) Herr Dr. Eric Pohlmann, Neu-Isenburg (bis 26. Februar 2020). 2. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020 auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Befreiungsvorschriften Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch (Nichtangabe der Bezüge der Geschäftsführung). 5. Weitere Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen Die Gesellschaft hat im Rahmen eines Asset-Deals ihren operativen Geschäftsbetrieb mit allen Aktiva und Passiva an ein verbundenes Unternehmen veräußert. Die Gesellschaft erzielte hieraus einen Ertrag in Höhe von 2.400 TEUR.
Gelsenkirchen, 18. März 2021 Carsten Weiß
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GHH Fahrzeuge GmbH, Gelsenkirchen VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GHH Fahrzeuge GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GHH Fahrzeuge GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststelle.
Oberhausen, den 12. April 2021 Niederrhein
GmbH
Stefan Hesse, Wirtschaftsprüfer Beschluss über die ErgebnisverwendungGemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 1. Juni 2021 unserer Gesellschaft wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 festgestellt und die Gewinnverwendung wie folgt beschlossen: Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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