Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 25206
Eingetragen
6.10.2021
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist die Entwicklung, Produktion und der Handel von Maschinen und Anlagen einschließlich zugehöriger Ausrüstungen, Maschinenkomponenten, Roh-, Hilfs- und Betriebsmittel für diesen Zweck; Originalteilen als Ersatz von Maschinen - Komponenten insbesondere von Verschleißteilen, Systemen zur Automatisierung von Maschinen und kompletten Anlagen; die Entwicklung und Verwertung von Rechten an geistigem Eigentum (einschließlich Warenzeichen), Schutzrechtspositionen und Know-how auf den vorgenannten Gebieten; die Erbringung von entsprechenden Dienstleistungen jeglicher Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu betreiben und Maßnahmen vorzunehmen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens gemäß Absatz (1) zusammenhängen oder ihm unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie darf im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten und schließen, Tochtergesellschaften gründen und gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben, pachten, sich daran - im eigenen Namen und auf eigene Rechnung - beteiligen oder ihre Vertretung oder Geschäftsführung übernehmen. Die Gesellschaft darf auch die Stellung einer persönlich haftenden Gesellschafterin übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Marc Küppenbender
seit 18.12.2023
Prokura
Michaela Weichel
seit 17.6.2022
Prokura
Simon Handschumacher
seit 17.6.2022
Prokura
Jörg Diesburg
seit 17.6.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Rieter Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rieter Holding AG
Switzerland
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rieter Automatic Winder GmbH

Heinsberg (vormals: Übach-Palenberg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeines

Die Rieter Automatic Winder GmbH mit Hauptsitz in Übach-Palenberg (Deutschland) ist eine Tochtergesellschaft des Rieter-Konzerns. Rieter Automatic Winder GmbH ist ein weltweit führender Hersteller von Spulmaschinen (bekannt unter der Marke Autoconer) für die Verarbeitung von Garnen aus dem Kurz- und Langstapelbereich. Zum Portfolio gehören Spulsysteme mit unterschiedlichen Automatisierungsstufen für die Verarbeitung von Ringspinnkopsen und Kreuzspulen. Der Schwerpunkt liegt auf universellen Anwendungsmöglichkeiten, Optimierung der Garnqualität, niedrigstem Energieverbrauch, erhöhter Lebensdauer und geringem Wartungsaufwand bei bewährter hoher Zuverlässigkeit für industrielle Anwendungen

2. Rahmenbedingungen

Das Gesamtjahr 2022 war geprägt durch die Integration des im Rahmen eines Asset Deals erworbenen Geschäftsbereiches. Im Zuge des Asset Deals hat die Gesellschaft ihre operative Tätigkeit zum 1. April 2022 aufgenommen. Im Zusammenhang mit der Akquisition sind deutliche Anlaufkosten angefallen, die das laufende Ergebnis negativ beeinflussten.

Neben den geopolitischen Unsicherheiten stellte der rasante Anstieg der Inflation eine weitere Herausforderung dar. So konnten die gestiegenen Einkaufspreise am Beschaffungsmarkt nur teilweise über Preiserhöhungen und andere Gegenmaßnahmen kompensiert werden. Weiterhin galt es zur Sicherstellung der Auslieferung gravierende Materialengpässe zu kompensieren.

3. Auftragseingang und Umsatz

Im Geschäftsjahr 2022 konnte die Rieter Automatic Winder GmbH einen Umsatz von insgesamt 104.307 Tsd. EUR erwirtschaften, wobei 56% der Umsätze im Ausland erzielt wurden.

Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag beträgt 158.934 Tsd. EUR.

4. Resultat

Im Geschäftsjahr 2022 wurde bei einem Umsatz von 104.307 Tsd. EUR ein Verlust vor Zinsen und Steuern in Höhe von 38.974 Tsd. EUR erzielt. Die negative EBIT - Marge beträgt 37,4%.

Das negative Ergebnis resultiert unter anderem aus einer durch Sondereinflüsse beeinflussten hohen Materialeinsatzquote (81,3%) sowie aus erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die durch die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit begründet sind.

Der Jahresverlust beträgt 39.842 Tsd. EUR.

5. Darstellung der Lage und Kennzahlen

Die Geschäftsleitung analysiert und beurteilt die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft anhand folgender Kennzahlen, wobei Umsatzerlöse, EBIT und Jahresergebnis von besonderer Bedeutung sind:

Kennzahl Definition 2022 2021
Umsatzerlöse Gemäß § 277 Abs.1 HGB 104.307 Tsd. EUR. 0 Tsd. EUR.
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern -38.974 Tsd. EUR. -2 Tsd. EUR.
Jahresüberschuß+/-fehlbetrag Gemäß § 275 HGB -39.842 Tsd. EUR. -2 Tsd. EUR.
In % der Umsatzerlöse -38,2% -n/a %
Bilanzsumme 255.573 Tsd. EUR 998 Tsd. EUR
Eigenkapital Gemäß § 266 HGB 138.949 Tsd. EUR 998 Tsd. EUR
Eigenkapitalquote Eigenkapital/Bilanzsumme 54,37% 100%
Mitarbeitende (Durchschnitt) Gemäß § 285 Nr. 7 HGB 350 0

6. Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 wurden 5.775 Tsd. EUR für die Forschung und Entwicklung aufgewendet. Schwerpunkt der Entwicklung ist die Weiterentwicklung der bestehenden Produkte sowie die Entwicklung neuer Produkte. Hierzu zählen die neuen offenen Spleißsysteme und auch innovative Produktmerkmale im Bereich der Digitalisierung.

7. Finanzierung und Liquidität

Die laufende Finanzierung der Gesellschaft wird durch konzerninterne Darlehen sowie der Teilnahme an dem Cash Pool - Verfahren mit der Rieter Holding AG sichergestellt.

Die Gesellschaft finanziert sich zum 31. Dezember 2022 ausschließlich aus selbst erwirtschafteten Mitteln und Konzernmitteln.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich nach der Aufnahme der wirtschaftlichen Geschäftstätigkeit am Bilanzstichtag auf 54,37%. Das langfristig gebundene Vermögen ist zu 80,78% durch Eigenkapital gedeckt.

8. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von 186.484 Tsd. EUR getätigt. Die Höhe der Investitionssumme wird hauptsächlich durch den, aus dem Asset Deal resultierenden Zugängen, insbesondere des Geschäfts- und Firmenwertes (179.785 Tsd. EUR) begründet. Nach Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit wurden im Wesentlichen einzelfallbezogene kleinere Investitionen in Maschinen, Vorrichtungen und Lizenzen getätigt.

9. Chancen und Risiken

Risikomanagement

Die Geschäftsleitung der Gesellschaft hat für das Geschäft bedeutsame Risiken identifiziert. Diese werden in Geschäftsleitungssitzungen regelmäßig analysiert, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die möglichen Auswirkungen beurteilt. Erforderlichenfalls werden Gegenmaßnahmen definiert und umgesetzt.

Allgemeine Marktrisiken

Allgemeine Marktrisiken bestehen insbesondere durch geringe Margen und Nachfrageschwankungen in den bedeutenden Absatzmärkten. Hinzu kommt einerseits das Risiko steigender Energiekosten und andererseits das Risiko auf Nachfrageschwankungen nicht angemessen reagieren zu können. Auf Nachfrageschwankungen reagiert die Gesellschaft durch zusätzliche Beschäftigung von Leih-Arbeitskräften.

Risiko Beschaffungsmarkt

Die Erweiterung des bestehenden Lieferantenpools zum Aufbau einer breiten Lieferantenauswahl erweist sich derzeitig als schwierig. Aktuell eingeholte Vergleichsangebote, auch aus dem osteuropäischen Raum, stellen momentan im Benchmark zu den bestehenden Lieferanten keine wettbewerbsfähigen Alternativen dar.

Die Veränderungen der Preise für Rohmaterial und Transportkosten waren im Geschäftsjahr 2022 von wesentlicher Bedeutung, jedoch wird erwartet, dass die Preissteigerungsraten ihren Höhepunkt im Jahr 2022 erreicht haben. Die momentan zu beobachtenden Preissenkungen der Rohstoff- und Transportkosten werden durch Steigerungen im Energie- und Lohnkostenbereich konterkariert.

Forderungsausfallrisiko

Das Forderungsausfallrisiko für wesentliche Forderungen im Neukundengeschäft wird durch den Abschluss von Akkreditiven abgesichert. Für Kunden mit offenem Zahlungsziel wird, insofern erforderlich, eine Kreditversicherung angestrebt. Weiterhin werden die vorhanden kundenbezogenen Kreditlimits regelmäßig überwacht und aktualisiert.

Eine konsequente und laufende Forderungsüberwachung sowie ein restriktives Mahnwesen tragen weiterhin dazu bei, dass keine nennenswerten Aufwendungen aus Forderungsverlusten und Wertberichtigungen im Berichtsjahr entstanden sind.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität ist gemäß der Planung für das Jahr 2023 durch Konzerndarlehen sowie die Einbindung in den Cashpool des Rieter-Konzerns mit einer entsprechenden vertraglich vereinbarten Kreditlinie gesichert.

Personal risiko

Innerhalb des Betriebsüberganges konnten nicht ausreichend Mitarbeiter für eine funktionierende Organisation übernommen werden. Seit Anbeginn der operativen Aufnahme der Geschäftstätigkeit der Rieter Automatic Winder GmbH sind stetig zwischen 35 - 50 offene Funktionen zu besetzen. Die Personalbeschaffung steht heute am Markt großen Herausforderungen gegenüber, geeignete Mitarbeiter am Markt zu finden. Die Marktverhältnisse sind schwer und Bewerber sehr anspruchsvoll. Zudem hat der demografische Wandel begonnen und in den nächsten Jahren gehen jedes Jahr ungefähr 4% der Mitarbeiter in Rente.

Auch der anstehende Umzug der Firma kann eine Dynamik der Abwanderung auslösen (Mitarbeiter & Leiharbeiter). Der nahe Kontakt zum Wettbewerber sorgt zudem für ein hohes Risiko der Abwerbung von erfahrenen Mitarbeitern.

Gesamtaussage

Infolge der strategischen Einbindung der Gesellschaft in den Rieter Konzern sieht die Geschäftsleitung aktuell keine bestandgefährdeten Risiken. Die identifizierten Risiken werden mit Nachdruck überwacht und geeignete Gegensteuerungsmaßnahme zeitnah eingeleitet.

Chancen

Chancen für die Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen durch deutliche Kostensenkungspotentiale, Umsatzsteigerungen durch die Einführung von neuen Produkten sowie zu erwartende höhere Umsätze durch die Einbindung in den Rieter Konzern.

10. Personal

Seit der Aufnahme der wirtschaftlichen Geschäftstätigkeit zum 1. April 2022 betrug die Mitarbeiterzahl der Rieter Automatic Winder GmbH (ohne Auszubildende) durchschnittlich 344 (Vorjahr: 0), davon 180 Angestellte und 164 gewerbliche Arbeitnehmer. Weiterhin waren durchschnittlich 6 Auszubildende (Vorjahr: 0) beschäftigt.

Die Mitarbeiteranzahl zum Bilanzstichtag konnte im Geschäftsjahr um 19 Personen gesteigert werden.

Die Rieter Automatic Winder GmbH hat eine Frauenquote in Höhe von 14%. Der Altersdurchschnitt der Belegschaft lag im Geschäftsjahr 2022 bei 47 Jahren mit einem Schwerpunkt in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen, gefolgt von der Altersgruppe über 60-Jährigen. Im Durchschnitt sind die Mitarbeiter der Belegschaft 21 Jahre im Unternehmen beschäftigt.

Zur flexiblen, ungebundenen Abdeckung von Nachfrageschwankungen wurden zum Bilanzstichtag 109 Leih- und Zeitarbeiter in Ergänzung zur Belegschaft eingesetzt.

Die Gesellschaft ist Mitglied im Arbeitgeberverbund der Metall- und Elektroindustrie NRW. Im November 2022 wurde eine Einigung in den Tarifverhandlungen gefunden, die im nächsten Jahr 5,2% Gehaltsanpassungen sowie eine Einmalprämie in Höhe von EUR 1.500 vorsieht.

Die neu zu bildende Arbeitnehmervertretung wurde Mitte des Jahres 2022 gewählt.

11. Ausblick

Bedingt durch einen hohen Auftragsbestand und grundsätzlich positive Märkte erwartet die Gesellschaft einen höheren Umsatz im Vergleich zu dem Vorjahr.

Die Gesellschaft geht weiterhin von hohen Kosten im Beschaffungsmarkt aus, jedoch mit geringeren Kostensteigerungsraten als im Vorjahr. Ferner wird davon ausgegangen, dass die außergewöhnlichen Aufwendungen, die im Rahmen der Aufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeit der Gesellschaft angefallen sind, sich deutlich reduzieren.

Die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Umzug von Produktion und Verwaltung der Gesellschaft von Übach-Palenberg nach Heinsberg zum Ende des ersten Quartals 2023 verbunden mit der Sitzverlegung sowie die Verlagerung der logistischen und kommerziellen Abwicklung von Kundenlieferungen des Ersatzteilgeschäftes auf eine andere Gesellschaft des Rieter-Konzerns haben im Geschäftsjahr 2023 wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Lage.

Die erwarteten Umsatzsteigerungen werden, unter Berücksichtigung der Aufwendungen für geplante Umstrukturierungsmaßnahmen, die erwarteten Aufwendungen nicht kompensieren können, so dass die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2023 mit einem, zwar deutlich geringerem, aber negativen EBIT plant.

Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung des Russlands - Ukraine - Konflikts auf die gesamtwirtschaftliche Lage ist die Prognosefähigkeit nur eingeschränkt möglich.

 

Heinsberg, den 20. Juni 2023

Rasmus Egge Geschäftsführer

Gerard Küsters Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

  31.12.2022 31.12.2021
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche    
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie    
Lizenzen an solchen Werten und Rechten 373.176,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 166.866.619,00 0,00
  167.239.795,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.372.714,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 2.481.816,60 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 906.583,10 0,00
  4.761.113,70 0,00
  172.000.908,70 0,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.388.801,31 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse 5.621.036,45 0,00
3. Fertige Erzeugnisse 313.220,64 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 1.723.063,07 0,00
  43.046.121,47 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.633.775,61 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.683.807,36 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.138.655,54 0,00
  40.456.238,51 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.272,55 998.013,39
  83.508.632,53 998.013,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.568,33 0,00
  255.573.109,56 998.013,39

Passiva

  31.12.2022 31.12.2021
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 177.792.400,00 0,00
III. Verlustvortrag -1.986,61 0,00
IV. Jahresfehlbetrag -39.841.736,88 -1.986,61
  138.948.676,51 998.013,39
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.066.969,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 17.777.265,76 0,00
  25.844.234,76 0,00
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.295.492,78 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.464.543,01 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.623.561,08 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.711.573,13 0,00
(davon aus Steuern € 302.548,88; Vorjahr € 0,00)    
  90.095.170,00 0,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 685.028,29 0,00
  255.573.109,56 998.013,39

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

  2022 28.09.2021 -
31.12.2021
 
1. Umsatzerlöse 104.307.001,13 0,00
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.934.257,09 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.424.681,23 0,00
  111.665.939,45 0,00
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 92.473.160,18 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 526.408,09 0,00
  92.999.568,27 0,00
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 15.938.310,34 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.587.766,75 0,00
  19.526.077,09 0,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände    
des Anlagevermögens und Sachanlagen 14.483.464,13 0,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.630.602,36 1.986,61
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 305.869,11 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.173.833,59 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -39.841.736,88 -1.986,61
11. Jahresfehlbetrag -39.841.736,88 -1.986,61

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Rieter Automatic Winder GmbH mit Sitz in 52525 Heinsberg (vormals 52531 Übach-Palenberg), geführt beim Amtsgericht Aachen unter der HRB 25206 ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gesellschaft nahm am 1. April 2022, mit dem im Rahmen eines Asset Deals erworbenen Geschäftsbereich, ihre operative Tätigkeit auf. Somit ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht gegeben.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11. Mai 2023 wurde der Sitz der Gesellschaft von Übach-Palenberg nach Heinsberg verlegt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolge am 15. Mai 2023.

Der Abschluss des Geschäftsjahres 2022, wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BiLRUG) und unter Anwendung des Bilanzrechts-Modernisierungsgesetztes (BiLMoG) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Davon-Vermerke, im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) erstellt.

Im Jahresabschluss der Rieter Automatic Winder GmbH werden mögliche Wahlrechte hinsichtlich der Bewertungsmethoden im Sinne eines vorsichtigen Bilanzansatzes ausgeübt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bilanzposten

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern bewegen sich zwischen 3 und 10 Jahren.

Vom Aktivierungswahlrecht für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird gem. § 253 Abs. 3 Satz 3+4 HGB, über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren zum 31. März 2032, planmäßig linear abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf der Einschätzung, dass die Eingliederung des Managements und des 'Knowhows' (Mitarbeiter, Prozesse) in diesem Zeitraum erwartet wird.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern bewegen sich für Maschinen zwischen 3 und 5 Jahren und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 10 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 werden im laufenden Geschäftsjahr in voller Höhe gemäß § 6 Abs. 2 EstG als Betriebsausgabe abgezogen. Aus dem Asset Deal übernommene GWG's sind zu einem Sammelposten i. S. d. § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG zusammengefasst und werden über die verbleibende Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Lohnkosten und zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen, für betriebliche Altersversorgung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Risiken wegen eingeschränkter Verwendbarkeit der Vorräte, z. B. aus technologischen Gründen, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie die fertigen Erzeugnisse, wurden Reichweitenabwertungen vorgenommen.

U nfertige Erzeugnisse werden entsprechend ihres Bearbeitungsfortschritts mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzel- und Pauschalabwertungen abgedeckt.

Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Als a ktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Eigen kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Den Berechnungen zum 31. Dezember 2022 wurde ein Rententrend von 1,78% p.a. und eine Fluktuationsrate von 2,25% zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit einem prognostizierten Zins zum 31.12.2022 auf Grundlage der von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung zum 30.11.2022 veröffentlichten Zinsinformation (§ 253 Abs. 2 HGB) und unter Annahme eines unveränderten Zinsniveaus vom 30.11.2022 bis 31.12.2022 ermittelt. Dieser Zinssatz beträgt bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren 1,78% (10-Jahres-Durchschnitt).

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögens-gegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Ver-pflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungs- vermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrech n ung:

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei Laufzeiten bis zu einem Jahr finden gemäß § 256a HGB das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip bei der Bewertung keine Anwendung.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) . Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihrer Entwicklung im Jahr 2022 sind dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen, welcher Bestandteil des Anhangs ist.

(2).Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 5.718.065,00 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen betreffen mit EUR 14.639.917,62 den Liefer- und Leistungsverkehr und mit EUR 1.043.889,74 den Konzernfinanzverkehr (Cashpool).

Zum Bilanzstichtag setzen sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie folgt zusammen:

in Tsd. EUR 2022
Rieter Usti, Tschechische Republik 34
Rieter Changzhou Textile, China 441
Rieter India Pvt Ltd., Indien 686
Maschinenfabrik Rieter AG, Winterthur, Schweiz 12.980
Rieter America LLC 499
  14.640

(3).Eigenkapital

Das zum Nennwert bilanzierte Eigenkapital beträgt EUR 138.948.676,51 und wird von der Rieter Holding AG, Winterthur, Schweiz gehalten.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

(4).Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungenweist den Erfüllungsbetrag zum Stichtag mit EUR 8.066.969,00 aus.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Einzelposten Beträge für Garantieverpflichtungen (7.808 Tsd. EUR), Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (2.925 Tsd. EUR), Altersteilzeitverpflichtungen (1.287 Tsd. EUR), sonstige Personalrückstellungen (1.735 Tsd. EUR), ausstehende Montagen (2.167 Tsd. EUR) und übrige Rückstellungen (1.855 Tsd. EUR). Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Beträge für noch nicht abgerechnete Leistungen und Jahresabschlusskosten.

(5).Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in erster Linie Verbindlichkeiten aus Darlehen und den daraus resultierenden Zinsen gegenüber der Gesellschafterin Rieter Holding AG (64.761 Tsd. EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (862 Tsd. EUR). Die Darlehen zuzüglich der Zinsen haben alle eine Laufzeit von mehr als einem bis zu 5 Jahre. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(6).Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen die Abgrenzung der aus langfristigen Forderungen resultierende Zinserträge.

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

(7). Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

Tsd. EUR 2022
Deutschland 46.158
Europa (ohne Deutschland) 43.809
Asien (inkl. China und Indien) 11.783
Amerika 2.116
Übrige 441
  104.307

Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich nachfolgende Gliederung der Umsatzerlöse:

Tsd. EUR 2022
RMS - Maschinengeschäft 85.265
RAS - Ersatzteilgeschäft 19.042
  104.307

(8). S onstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträgebeinhalten als wesentliche Posten Erträge aus der Auflösung von Garantierückstellungen in Höhe von 1.029 Tsd. EUR und Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 362 Tsd. EUR. Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr 2022 nicht angefallen.

(9).Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 527 Tsd. EUR enthalten.

(10).sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten als wesentliche Posten Aufwendungen aus dem Transitional Service Agreement (TSA) mit Saurer in Höhe von 5.207 Tsd. EUR, Aufwendungen für Leihpersonal in Höhe von 2.435 Tsd. EUR, öhe von Aufwendungen für Rückstellung drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 2.925 Tsd. EUR und Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 514 Tsd. EUR. Weitere Kosten im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Vertriebs- und Verwaltungskosten. Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2022 nicht angefallen.

(11).sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge von Maschinengeschäften mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahren in Höhe von 303 Tsd. EUR und Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 2 Tsd. EUR.

(12).Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten den Zinsanteil aus der Zuführung zu Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 354 Tsd. EUR und Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen für Darlehen in Höhe von 684 Tsd. EUR sowie Cashpool-Zinsen in Höhe von 133 Tsd. EUR.

Zum Bilanzstichtag am 31.Dezember 2022 lagen keine Devisentermingeschäft vor.

V. Ergänzende Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften bestanden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 keine.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen insgesamt 31.956 Tsd. EUR davon mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr 4.985 Tsd. EUR, mit einer Laufzeit von einem bis fünf Jahren 15.203 Tsd. EUR und mit einer Laufzeit über fünf Jahren 11.768 Tsd. EUR.

Geschäfte zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu ihrer Muttergesellschaft und anderen verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen umfassen den Finanz- sowie den Liefer- und Leistungsverkehr.

Außer der Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Angaben zu Mitarbeitenden

Der durchschnittliche Personalbestand betrug:

  2022
Angestellte 180
Gewerbliche 164
Auszubildende 6
  350

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 47 Tsd. EUR.

Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)

Bis zum Zeitpunkt dieses Berichtes sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag bedeutsamen Einfluss haben.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Die Geschäftsführer in der Berichtsperiode und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses waren:

 

Dr. Suleiman Aryobsei, Volketswil / Schweiz (bis 31. Dezember 2022)

 

Marcel Simon Kohler, Herrliberg / Schweiz (bis 31. Dezember 2022)

 

Rasmus Egge, Aachen

 

Gerard Küsters, Selfkant

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Mutterunternehmen und verbundene Unternehmen, Konzernabschluss

Als Mitglied des Rieter-Konzerns wird die Rieter Automatic Winder GmbH in den Konzernabschluss der Rieter Holding AG, Winterthur/ Schweiz, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rieter Holding AG stellt den kleinsten und größten Konzernkreis dar. Er wird veröffentlicht und in gedruckter Form den Aktionären und Interessenten der Rieter Holding AG, Klosterstraße 32, CH-8406 Winterthur, zugesandt. Er ist zudem im Internet unter www.rieter.com abrufbar.

 

Heinsberg, den 20. Juni 2023

Rasmus Egge Geschäftsführer

Gerard Küsters Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,        
gewerbliche Schutzrechte und        
ähnliche Rechte und Werte        
sowie Lizenzen an solchen Rechten        
und Werten 0,00 410.117,99 0,00 410.117,99
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 179.785.220,93 0,00 179.785.220,93
  0,00 180.195.338,92 0,00 180.195.338,92
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.819.535,00 0,00 1.819.535,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und        
Geschäftsausstattung 0,00 3.562.915,81 0,00 3.562.915,81
3. Geleistete Anzahlungen und        
Anlagen im Bau 0,00 906.583,10 0,00 906.583,10
  0,00 6.289.033,91 0,00 6.289.033,91
  0,00 186.484.372,83 0,00 186.484.372,83
  Abschreibungen
  01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,        
gewerbliche Schutzrechte und        
ähnliche Rechte und Werte        
sowie Lizenzen an solchen Rechten        
und Werten 0,00 36.941,99 0,00 36.941,99
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 12.918.601,93 0,00 12.918.601,93
  0,00 12.955.543,92 0,00 12.955.543,92
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 446.821,00 0,00 446.821,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und        
Geschäftsausstattung 0,00 1.081.099,21 0,00 1.081.099,21
3. Geleistete Anzahlungen und        
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 1.527.920,21 0,00 1.527.920,21
  0,00 14.483.464,13 0,00 14.483.464,13
  Buchwerte
  31.12.2022 31.12.2021
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,    
gewerbliche Schutzrechte und    
ähnliche Rechte und Werte    
sowie Lizenzen an solchen Rechten    
und Werten 373.176,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 166.866.619,00 0,00
  167.239.795,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.372.714,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und    
Geschäftsausstattung 2.481.816,60 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und    
Anlagen im Bau 906.583,10 0,00
  4.761.113,70 0,00
  172.000.908,70 0,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rieter Automatic Winder GmbH, Heinsberg (vormals Übach-Palenberg)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rieter Automatic Winder GmbH, Heinsberg (vormals Übach-Palenberg), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rieter Automatic Winder GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. September 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2022 und für das Rumpfgeschäftsjahr vom 28. September 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung fest- stellen.

 

Erfurt, den 20. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer Katrin Bock, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 22. Juni 2023 festgestellt.

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