Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 123301
Vorher
P3 Voith Aerospace GmbHP3 engineering GmbH
Eingetragen
26.3.1996
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Beratungen und technologische Entwicklungen, insbesondere im Bereich multidisziplinärer verteilter Produktentwicklung. Dazu gehört die Planung, Erstellung und Pflege von EDVund Kommunikationsinfrastruktur einschließlich Software und Prozesstechnologien und die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Computersimulationen und technischen Versuchen, insbesondere in den Bereichen der Luft- und Raumfahrttechnik, Automobil, Telekommunikation und Energie, und zwar als Werkunternehmer im eigenen Namen und im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung.

Historie

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Management

NameRolle
Joachim Scholz
seit 13.11.2025
Prokura
Okan Namdar
seit 13.11.2025
Prokura
Prokura
Tobias Geißinger
seit 14.6.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Marta Ewa Schiller
seit 14.6.2018
Geschäftsführer
Mirko Hirsch
seit 14.6.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

umlaut engineering holding GmbH
Germany
625.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

umlaut engineering GmbH (vormals: P3 Voith Aerospace GmbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

umlaut engineering GmbH
(vormals: P3 engineering GmbH)

1. Grundlagen der Gesellschaft / Konzernzugehörigkeit

Die umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH) ist in den Bereichen Customer Services, Staffing, Aerostructure, Electronical- and Mechanical-Systems and Cabin, Project- and Configuration-Management, Products sowie Consulting aktiv. Im Inland werden die Leistungen im Wesentlichen von den Standorten Hamburg, Bremen und München sowie direkt bei den Kunden vor Ort ausgeübt. Als wesentliche Standorte der Partner- bzw. Schwester- und Tochtergesellschaften sind Toulouse und Paris (Frankreich), Bangalore (Indien), Madrid (Spanien), Bristol (UK) und Montreal (Kanada) zu nennen.

Die Ingenieurdienstleistungen werden durch themen- und branchenspezifische Beratungsleistungen welche durch Partner- bzw. Schwester- und Tochtergesellschaften aus den vorgenannten Standorten (Consulting / Pass-Through-Business) erbracht.

Ergänzt werden die Ingenieurdienstleistungen durch spezialisierte Beratungs- und Ingenieurdienstleistungen der Konzerngesellschaften im Verbund des Konzerns der umlaut AG (vormals: P3 group GmbH), Aachen. Eine intensive Zusammenarbeit besteht insbesondere mit der umlaut consulting GmbH (vormals: P3 aviation GmbH), Hamburg, welche auf Beratungsleistungen in den Bereichen Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung, Informationsverarbeitung, Technologie und Personal für Kunden der Luft- und Raumfahrtbranche spezialisiert ist.

2. Geschäft und Rahmenbedingungen

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2019 betrug das Weltwirtschaftswachstum 2,9 % und weist damit im Vergleich zum Vorjahr eine deutlich geringere Dynamik auf (3,6 %). Der Anstieg 2019 lässt sich vor allem durch den guten Wirtschaftsausbau der Schwellenländer begründen, bei den Industrieländern schwächte er, wie im Vorjahr, leicht ab. Auch im Euro-Raum entwickelte sich die Wirtschaftsleistung mit einer Zunahme von 1,1 % schwächer als im Vorjahr (1,8 %).

Der Zuwachs des deutschen Bruttoinlandsproduktes nahm 2019 bedingt durch die Handelskonflikte, die aufgrund der damit verbundenen Unsicherheiten die Investitionsbereitschaft im exportorientierten Deutschland gedämpft haben, deutlich ab und lag bei 0,6 % (2018: 1,5 %). Verglichen mit dem Euroraum liegt Deutschland mit seinem Bruttoinlandsprodukt unterhalb des Durchschnittswertes (2019: 1,1 %; Vorjahr 1,8 %).

Für das Jahr 2020 wird laut Wirtschaftsbericht der deutschen Bundesregierung eine leichte Erhöhung der Wachstumsrate auf 1,1% erwartet.

Das Marktumfeld der Luft- und Raumfahrt folgte dem voraus prognostizierten Trend in Bezug auf die Verlagerung der Kompetenzen Richtung Fertigung. Im Fokus des Flugzeugherstellers Airbus stand die steigende Produktion der A320 Familie und des A350 Programms. Hieraus ergaben sich diverse Potentiale, sodass der nach wie vor vorherrschende Margendruck im reinen Entwicklungsumfeld gut kompensiert werden konnte.

Die umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Produktportfolio stabilisieren. Mit der Entwicklung eines speziellen Feuerlöschers und der fortwährenden Marktpositionierung und den damit verbundenen steigenden Absatzzahlen sind positive Zeichen für die Zukunft gesetzt worden. Es konnten diverse weitere Kunden wie OEMs und Airlines gewonnen werden, die über die kommenden Jahre ihre bestehenden Flotten mit dem umlaut engineering Produkt bestücken wollen. Zusätzlich arbeiten die Teams an weiteren neuen Produkten im Notausrüstungsbereich, die das Produktportfolio langfristig erweitern sollen. Der Trend der langjährigen Beauftragung setzt sich fort.

2.2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Ein bedeutsamer Leistungsindikator für die Gesellschaft ist unverändert zum Vorjahr die Entwicklung der Gesamtleistung. Es werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verwendet.

2.3. Geschäftsverlauf

Für die umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH) lässt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein positiver Geschäftsverlauf feststellen. So konnte das im Lagebericht 2018 prognostizierte Umsatzziel sowie das erwartete Ergebnis vor Steuern übertroffen werden. Wesentlich hierfür ist die Intensivierung bereits bestehender Kundenkontakte und die Ausweitung des Leistungsportfolios gegenüber diesen Kunden bedingt.

Im aktuellen Geschäftsjahr konnten zwei große Ausschreibungen im bestehenden Kundenumfeld gewonnen werden. Die Geschäftsbeziehungen zu zwei weiteren bedeutenden Kunden im Flugzeugbau (Boeing und Embraer) aber auch in der Automobilindustrie (BMW) wurden gefestigt.

Zudem wird das Vertriebsnetz für das Produkt Feuerlöscher intensiviert. Das hängt maßgeblich mit dem Erwerb einer weiteren Zertifizierung zusammen, die vom Luftfahrtbundesamt ausgestellt wurde. Mit dem neuen Zertifikat kann sowohl die europäische als auch internationale Variante des Feuerlöschers weltweit direkt von Umlaut für den sogenannten Retrofit Markt angeboten werden. Dies ist eine weitere, um nicht nur neue Flugzeuge über OEMs, sondern bereits bestehende Flotten über Airlines zu beliefern.

Im Bereich Airbus Single Isle zeigen die Planzahlen des Kunden einen deutlichen Anstieg der monatlichen Produktionsraten. Dieser Ramp up spiegelt sich unmittelbar bei der Gesellschaft in erhöhten Anfragen im Bereich Manufacturing Engineering wider und sichert somit weitere Umsätze.

Der Fokus auf das Thema Digitalisierung zahlt sich bereits aus. Mit dem Aufbau eines Expertenteams wird die umlaut-Gruppe von diversen Kunden als Spezialist wahrgenommen und bei innovative und zukunftsweisenden Digitalisierungs- und Automatisierungsanfragen vermehrt berücksichtigt.

Diese Rahmenbedingungen führten dazu, dass sich die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin als einer der größten national und international agierenden, deutschen Aerospace-Engineering Dienstleister am Markt behaupten konnte. Von Bedeutung ist dabei die fortgesetzte Auszeichnung der Gesellschaft als einer der wesentlichen Engineering Zulieferer der EADS Gruppe, bezeichnet als "EADS E2S preferred supplier for engineering services". Dieser Status ermöglicht der umlaut engineering GmbH einen uneingeschränkten Zugang zu sämtlichen engineering Ausschreibungen des Kunden Airbus. Hinzu kann die umlaut engineering GmbH von einer weiteren Auszeichnung im sogenannten Manufacturing Engineering Umfeld profitieren. Mitte 2019 gewann die umlaut engineering Gruppe den "EADS ME3S preferred supplier for manufacturing engineering services", was wiederum einen Zugang zu weiteren Ausschreibungen ermöglicht. Dies unterstreicht das Vertrauen des Hauptkunden Airbus in die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Die umlaut engineering GmbH hält auch die Auszeichnungen DIN EN ISO 9001 und DIN EN 9100.

2.4. Ertragslage

Die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen, liegt für das Geschäftsjahr bei € 85,6 Mio. (2018: € 73,2 Mio.) und damit oberhalb des Niveaus des letzten Geschäftsjahres. Die Erhöhung der Umsatzerlöse ist vor allem durch die Intensivierung bereits bestehender Kundenkontakte und die Ausweitung des Leistungsportfolios gegenüber diesen Kunden bedingt.

Für die angegebene Periode ist der Anteil bezogener Waren und Leistungen an der Gesamtleistung mit € 34,1 Mio. (2018: € 29,5 Mio.) und 39,8 % (2018: 40,3 %) an der Gesamtwertschöpfung nahezu gleichgeblieben. Durch den weiterhin hohen Anteil bezogener Leistungen werden die Aufrechterhaltung der schlanken Strukturen und effizienten Prozessabläufe sowie flexible Anpassungen an eine veränderte Nachfragesituation gewährleistet.

Der Personalaufwand lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei € 33,9 Mio. (2018: € 29,9 Mio.). Damit liegt der Anteil des Personalaufwands an der Gesamtleistung bei 39,6 % (2018: 40,9 %).

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 558 (2018: 501).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf € 9,5 Mio. (2018: € 7,3 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen Umlagekosten der umlaut AG (vormals: P3 group GmbH) in Höhe von € 2,3 Mio. (2018: € 1,6 Mio.), Mietaufwendungen € 0,6 Mio.(2018: € 0,6 Mio.), Aufwendung für Gewährleistungen von € 2,7 Mio.(2018: € 1,4 Mio.) sowie Aufwendungen aus Währungsverlusten in Höhe von € 0,2 Mio. (2018: € 0,3 Mio.).

Auf Basis des Vorgenannten wurde im Jahr 2019 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 8,5 Mio. (2018: € 8,4 Mio.) sowie ein Jahresüberschuss von € 6,5 Mio. (2018: € 6,0 Mio.) erzielt. Die Ertragssteuern haben sich um € 0,3 Mio. auf € 2,1 Mio. verringert, das EBIT ist auf € 8,7 Mio. (2018: € 8,6 Mio.) angestiegen.

2.5. Finanzlage

Das Finanzmanagement auf Unternehmensebene ist Aufgabe der Geschäftsführung. Kernthema des Finanzmanagements ist das Liquidationsmanagement, hier wird sichergestellt, dass unser Unternehmen jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann.

Zum Bilanzstichtag werden insgesamt € 5,0 Mio. (2018: € 2,8 Mio.) liquide Mittel ausgewiesen.

Es gibt seit Mai 2018 eine abgeschlossene Finanzierung der umlaut engineering Holding GmbH (vormals: P3 engineering Holding GmbH), Hamburg, bei der Commerzbank AG, welche weiterhin zu marktüblichen Konditionen benötigte Kreditmittel an die verbundenen Unternehmen gewährt. Außerdem ist die Gesellschaft in die gesamte Liquiditätsplanung der umlaut AG (vormals: P3 group GmbH) eingebunden.

Von außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten wird kein Gebrauch gemacht. Währungs- und Zinsrisiken werden durch geeignete Maßnahmen (interne Finanzierungsquellen, vertragliche Anpassungsinstrumente, Durchreichen von Währungsrisiken etc.) begegnet und sind zudem nicht von bedeutendem Umfang.

Die Ertrags- und Finanzplanung der Gesellschaft lässt für zukünftige Geschäftsjahre einen positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwarten.

Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die Ausschüttungspolitik ist unter Berücksichtigung der Kapitalausstattung der Gesellschaft im Hinblick auf die unsichere Markt- und Unternehmensbedingungen fortgesetzt vorsichtig. Die Auszahlungen an Unternehmenseigner beliefen sich 2019 auf € 2,0 Mio. (2018: € 2,0 Mio.).

6. Vermögenslage

Aufgrund der Geschäftstätigkeit im Dienstleistungsumfeld besteht das Anlagevermögen im Wesentlichen aus Soft- und Hardware. Insgesamt wird langfristiges Vermögen ohne Finanzanlagen von € 0,9 Mio. (2018: € 0,6 Mio.) bei einem Gesamtvermögen von € 57,1 Mio. (2018: € 51,6 Mio.) ausgewiesen. Die Finanzanlagen von € 1,7 Mio. (2018: € 1,7 Mio.) entfallen auf die Beteiligungen an drei ausländischen Tochtergesellschaften.

Das übrige Vermögen besteht neben unfertigen Leistungen in Höhe von € 2,6 Mio. (2018: € 3,9 Mio.), fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von € 2,6 Mio. (2018: € 2,1 Mio.) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von € 0,8 Mio. (2018: € 1,0 Mio.) im Wesentlichen aus kurzfristig fälligen Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von € 41,3 Mio. (2018: € 36,6 Mio.) sowie im Verbundbereich in Höhe von € 1,9 Mio. (2018: € 2,6 Mio.). Der Anstieg der Forderungen resultiert aus der positiven Umsatzentwicklung. Der Bestand liquider Mittel liegt zum Stichtag bei € 5,0 Mio. (2018: € 2,8 Mio.).

Dem Gegenüber bestehen im kurzfristigen Bereich korrespondierende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt € 15,2 Mio. (2018: € 15,0 Mio.) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 14,7 Mio. (2018: € 17,0 Mio.).

Das Eigenkapital wird in Höhe von € 15,6 Mio. (2018: € 11,1 Mio.) ausgewiesen. Dies führt zu einer Eigenkapitalquote von 27,2 % (2018: 21,5 %).

7. Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Im Kontext des Aerospace-Engineering-Zuliefermarktes kann die Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres als zufriedenstellend bewertet werden. Während die Positionierung als wesentlicher Engineering Zulieferer der Aerospace Industrie erneut gelungen ist, bestehen weiterhin erhebliche marktbedingte und gesamtwirtschaftliche Herausforderungen, welchen mit adäquaten Initiativen begegnet wird. Vor dem Hintergrund der weiterhin positiven Umsatzentwicklung, der soliden Kapitalstruktur und der aktuellen Auftragslage sind wir aber davon überzeugt, dass die umlaut engineering GmbH (Vormals: P3 engineering GmbH) sich zukünftig erfolgreich weiterentwickeln wird.

3. Risikomanagement

Risikomanagement wird in der umlaut-Gruppe als zentrale Managementaufgabe aufgefasst. Durch die permanente Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken im Rahmen standardisierter Management- und Reporting-Systeme wird eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gewährleistet. Mögliche Risiken werden sowohl auf der operativ-technischen als auch auf der operativ-wirtschaftlichen Ebene evaluiert. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, wesentliche und auch bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und zu kontrollieren.

Sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagementsystem haben zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der operativ-technischen wie auch der Rechnungslegungsprozesse bis hin zur Finanzberichterstattung sicherzustellen. Risiken aus den laufenden Projekten werden durch die Verantwortlichen regelmäßig mit der Geschäftsführung diskutiert und bewertet.

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird u. a. durch ein standardisiertes Berichtswesen, eine etablierte Regelkommunikation, ein konsequentes Mahnwesen sowie eine verantwortungsvolle Investitions- und Finanzierungstätigkeit kontrolliert.

4. Chancen- und Risikobericht

Das Chancen- und Risikomanagement wird als zentrale Aufgabe der Geschäftsführung verstanden. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht, beide Systeme werden stets getrennt voneinander betrachtet.

Dem Kundenportfolio der umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH) ist auch in der aktuellen wirtschaftlichen Situation eine vergleichsweise gute Bonität zuzuschreiben. Dem Risiko der Umsatzkonzentration auf einige wenige Kunden mit Fokus auf den Flugzeugbau wird durch die Akquise von Neukunden und dem Erschließen neuer Geschäftsbereiche innerhalb bestehender Kunden begegnet. Der exklusive Distributor Partner Proponent hat mit dem weltweiten Vertrieb begonnen, was sich in den zukünftigen Verkaufsraten widerspiegeln wird. Es wurden weitere Kompetenzfelder im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung erschlossen, die wiederum zu einer Diversifikation des Leistungsspektrums beitragen. Strategische Allianzen sichern nach wie vor den Zugang und das Vertrauen zu den wesentlichen Kunden ab.

Das bereits angesprochene Produktgeschäft birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Im Falle der Risiken sind vornehmlich Lieferverpflichtungen und die damit verbundenen Vertragsstrafen im Falle einer verspäteten Erbringung der Leistung zu nennen. Diesem Risiko tritt die umlaut engineering GmbH mit einem neu aufgesetzten Vertrags- sowie Produktqualitätsmanagement entgegen. Ein dediziertes Team fokussiert sich auf die Belange dieser besonderen Vertragsformen und unterzieht die Produktteams gesonderten Prozessanalysen. Die Chancen des Produktgeschäftes liegen in den höheren Margen und Marktvolumen über einen deutlich längeren Zeitraum als reine Ingenieursdienstleistungen.

Der Erhalt und die Pflege des Lieferantennetzwerkes sind nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements beim Beschaffungsmanagement. Ein konsequent hoher Anteil bezogener Leistungen ermöglicht eine zeitnahe Anpassung der zur Leistungserbringung erforderlichen Kapazitäten. Die Kundenerfordernisse können zum einen umgehend bedient werden, zum anderen kann das Kostenniveau im Falle auslaufender Verträge schnell angepasst werden.

Auch bedarf es einer stetigen Aktualisierung des technologischen Know-hows. In diesem Zusammenhang werden fortgesetzt erfahrene Mitarbeiter integriert sowie interne und externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen konsequent verfolgt.

Der umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH) ist zudem der Stellenwert eines Qualitätsmanagements bewusst. Sie unterzieht sich kontinuierlich und erfolgreich der ISO Re-Zertifizierung auf Basis des "Weltzertifikats".

Neben den vorgenannten Risikopotenzialen sind weitere Risikofaktoren mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, derzeit nicht erkennbar. Den Auswirkungen und Konsequenzen des Corona Virus für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten der umlaut Gruppe bzw. umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH) werden seitens des Managements aktiv begegnet.

In Bezug auf die Mitarbeiter wurden und werden Maßnahmen zur Aufklärung, der Fürsorge und zum Schutz durch ein Ende Januar 2020 eingerichtetes, zentrales Team (Crisis Response Team) unter Einbezug führender Institute und behördlicher Maßnahmen initiiert und koordiniert. Den wirtschaftlichen Herausforderungen wird mit dem Ziel der maximal möglichen Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes durch eine enge Abstimmung mit den Auftraggebern und erforderlichen organisatorischen und personellen Maßnahmen entsprochen. Parallel wurden aktiv interne Maßnahmen eingeleitet, um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu sichern, auch unter Abwägung staatlicher Unterstützung. Ungeachtet der ständigen Überprüfung der Maßnahmen und Auswirkungen können letztere zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht quantifiziert werden.

5. Prognosebericht

Als Grundlage für diese Planung werden auch die Einschätzungen der Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2019 und die Prognosen der Branchenführer herangezogen. Die Erwartungen an den Geschäftsverlauf werden rollierend entsprechend der aktuellen Geschäfts- und Rahmenbedingungen angepasst. Die Prognose basiert auf dem derzeitigen Kenntnisstand.

Für das Jahr 2020 wird von einer Vielzahl der Wirtschaftsforschungsinstitute eine Rezession für die deutsche Wirtschaft vorhergesagt. Die Prognose für 2021 liegt dagegen wieder deutlich höher mit einem erwarteten Anstieg von 2,3 %. Grund für die prophezeite Rezession sind die bereits jetzt erheblich erkennbaren Einbrüche der Weltwirtschaft aufgrund des Coronavirus, wobei hier sowohl die globale Weltwirtschaft als auch der Euroraum und die Auswirkungen des Welthandels auf deutsche Exporte betrachtet werden.

Durch den Konjunktureinbruch in China, dem drittwichtigsten Exportland für Deutschland, werden die Produktionsrückgänge hierzulande deutlich merkbar sein. Hinzu kommt auch der spürbare Konsumrückgang innerhalb Deutschlands selbst, der aus der Unsicherheit der Bevölkerung und gesetzlich abgesagten Veranstaltungen resultiert. Insgesamt ist durch die Corona-Krise jedoch die Weltwirtschaft betroffen, sodass ein deutlicher Rückgang des weltweiten konjunkturellen Wachstums für 2020 vorausgesagt wird.

Es bestehen national und international Wachstumspotenziale im gesamten Leistungsportfolio der umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH). Die Berücksichtigung der zukünftigen, dynamischen Umfeldentwicklungen in Verbindung mit der in der Vergangenheit aufgebauten, ausgezeichneten Unternehmensreputation sind in diesem Zusammenhang die Grundlagen für eine fortgesetzte Entwicklung der umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH) und lassen eine positive Prognose der Geschäftsentwicklung für die kommenden zwei Jahre zu.

Durch den Ausbruch des sogenannten Coronavirus in China und der darauffolgenden Ausbreitung der Krankheit auf zahlreiche Länder hat sich die Lage der Weltwirtschaft im Laufe des ersten Quartals 2020 jedoch deutlich verändert. Quarantäne und andere Sicherheitsmaßnahmen führten bis Mitte März in nahezu allen Märkten zu teilweise massiven Einschränkungen. Deutschland ist von den Folgen der Pandemie nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) besonders betroffen, da die Volkswirtschaft "intensiv in die globalen Wertschöpfungsketten eingebunden" sei. Insgesamt waren Ende März die negativen Auswirkungen der Coronakrise auf die globale Wirtschaft nicht prognostizier- und abschätzbar.

Ob dieser Trend sich nachhaltig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist und in welchem Umfang einzelne Kundensegmente durch die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens infolge der Corona-Krise betroffen sein könnten, lässt sich aktuell nicht verlässlich abschätzen. Die Auswirkungen auf das ursprünglich für das Geschäftsjahr 2020 geplante Umsatz- (€ 87 Mio.) bzw. Ergebnisziel (€ 9 Mio.) können nicht verlässlich quantifiziert werden. Nach diesen überwiegend vorsichtigen Prognosen gilt es umsichtig zu agieren. Die Prognosen werden im Verlauf des Geschäftsjahres fortlaufend angepasst.

Auf der Ertragsseite wird für die kommenden Jahre weiterhin mit zunehmendem Preisdruck und der damit einhergehenden Verschlechterung der Margen gerechnet, denen mit weiteren Neukundenakquisitionen sowie mit der Erschließung neuer Themenfelder entgegengewirkt werden soll. Ungeachtet der positiven, wirtschaftlichen Rahmendaten gilt es jedoch umsichtig zu agieren.

 

Hamburg, den 31. März 2020

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 2.565.536,21 2.278.467,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.850,77 38.551,77
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.850,77 38.551,77
II. Sachanlagen 881.910,00 584.140,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 881.909,00 584.139,00
III. Finanzanlagen 1.655.775,44 1.655.775,44
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.655.775,44 1.655.775,44
B. Umlaufvermögen 54.220.043,46 49.026.664,24
I. Vorräte 5.150.605,13 6.009.215,02
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.557.729,89 3.947.058,35
2. fertige Erzeugnisse und Waren 2.590.727,73 2.062.156,67
3. geleistete Anzahlungen 2.147,51 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 44.065.059,91 40.207.783,35
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.341.608,22 36.598.684,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.932.299,94 2.559.398,74
3. sonstige Vermögensgegenstände 791.151,75 1.049.699,98
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.337,68 15.137,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.004.378,42 2.809.665,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 326.491,77 250.842,43
Bilanzsumme, Summe Aktiva 57.112.071,44 51.555.973,88

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 15.552.304,78 11.068.671,97
I. gezeichnetes Kapital 625.000,00 625.000,00
II. Kapitalrücklage 1.935.977,93 1.935.977,93
III. Bilanzgewinn 12.991.326,85 8.507.694,04
davon Gewinnvortrag 8.507.694,04 4.508.531,97
B. Rückstellungen 11.078.629,17 7.374.536,05
1. Steuerrückstellungen 808.119,87 389.942,60
2. sonstige Rückstellungen 10.270.509,30 6.984.593,45
C. Verbindlichkeiten 30.435.908,62 33.111.780,15
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.167.740,99 14.982.803,82
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 15.167.740,99 14.982.803,82
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.342.383,59 16.954.023,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.342.383,59 16.954.023,16
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.925.784,04 1.174.953,17
davon aus Steuern 1.816.433,38 1.000.051,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.925.784,04 1.174.953,17
D. Rechnungsabgrenzungsposten 985,71 985,71
E. Passive latente Steuern 44.243,16 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 57.112.071,44 51.555.973,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 86.996.317,06 73.978.407,60
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.389.328,46 -799.539,62
3. sonstige betriebliche Erträge 974.769,96 2.360.813,68
davon Erträge aus Währungsumrechnung 408.715,21 671.102,21
4. Materialaufwand 34.069.331,79 29.489.312,17
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.823.243,53 7.702.272,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 24.246.088,26 21.787.039,35
5. Personalaufwand 33.917.199,96 29.913.849,57
a) Löhne und Gehälter 28.664.136,28 25.131.265,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.253.063,68 4.782.584,51
davon für Altersversorgung 225.166,39 225.518,67
6. Abschreibungen 467.067,37 297.568,69
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 384.932,19 297.568,69
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 82.135,18 0,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.470.120,87 7.275.972,48
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 261.520,09 282.018,99
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.518,56 38.218,76
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 128.196,07 170.798,57
davon an verbundene Unternehmen 121.051,66 165.957,61
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.098.763,25 2.426.434,36
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 44.243,16 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 6.488.597,81 6.003.964,58
12. sonstige Steuern 4.965,00 4.802,51
13. Jahresüberschuss 6.483.632,81 5.999.162,07

Ergebnisverwendung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
13. Jahresüberschuss 6.483.632,81 5.999.162,07
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.507.694,04 4.508.531,97
15. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 2.000.000,00 2.000.000,00
16. Bilanzgewinn 12.991.326,85 8.507.694,04

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

umlaut engineering GmbH
(vormals: P3 engineering GmbH), Hamburg

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 für das Geschäftsjahr der umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH), Hamburg, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die umlaut engineering GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg mit der Nummer HRB 123301.

Die Darstellung der Bilanz erfolgte entsprechend den in § 266 Abs. 2 und 3 HGB geregelten Gliederungsvorschriften. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften beachtet.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde die Fortführung der Unternehmenstätigkeit unterstellt.

2. Angaben zur Bilanz

2.1 Aktivseite

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von bis zu € 800 wird das Wahlrecht des Sofortabzugs in Anspruch genommen und in voller Höhe abgeschrieben. Ihr gleichzeitiger Abgang aus dem Betriebsvermögen wurde unterstellt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zu Grunde gelegt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgen Abschreibungen im erforderlichen Umfang. Im Geschäftsjahr erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 5 und 6 HGB angesetzt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Einzelnen ist in Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Sofern die Marktwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, kamen diese zum Ansatz.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Die Bewertung von Fremdwährungsforderungen erfolgte nach Maßgabe des Wechselkurses zum Entstehungsstichtag, soweit nicht eine Veränderung des Wechselkurses am Bilanzstichtag eine niedrigere oder höhere Bewertung erforderlich gemacht hat. Sofern wesentlich, wurde eine Anpassung vorgenommen. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % der Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.932 (2018: TEUR 2.559) resultieren in Höhe von TEUR 1.720 (2018: TEUR 2.559) aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus gewährten kurzfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 135 (2018: TEUR 332), Steuererstattungsansprüche gegenüber anderer Länder in Höhe von TEUR 336 (2018: TEUR 340), sowie Vorsteueransprüche, die erst in 2020 abzugsfähig sind in Höhe von TEUR 230 (2018: TEUR 117) bestehen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Geschäftsjahr 2019 im Voraus geleistete Zahlungen auf Leistungen, die für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen.

2.2 Passivseite

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt und beträgt zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 15.552 (2018: TEUR 11.069).

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Zusammenhang mit bezogenen Leistungen TEUR 3.260 (2018: TEUR 2.143), für den Personalbereich einschließlich Urlaubs-, Überstunden- und Bonusansprüchen TEUR 3.646 (2018: TEUR 3.008), für Berufsgenossenschaftsbeiträge TEUR 134 (2018: TEUR 109), sonstige personalbezogene Rückstellungen TEUR 72 (2018: TEUR 88), sowie Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.762 (2018: TEUR 1.469).

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 7.960 (2018: TEUR 8.093) solche aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1.326 (2018: 600) Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin. Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.382 (2018: TEUR 8.261) aus Darlehen gegenüber der Gesellschafterin.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verpflichtungen aus Steuern mit TEUR 487 (2018: TEUR 997) und aus sozialer Sicherheit TEUR 0 (2018: TEUR 0)

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte nach Maßgabe des Wechselkurses zum Entstehungsstichtag der Verbindlichkeit, soweit nicht eine Veränderung des Wechselkurses am Bilanzstichtag eine niedrigere oder höhere Bewertung der Verpflichtung erforderlich gemacht hat.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertrag Steuersatzes von 32%. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt, welche sich aus sonstigen Rückstellungen (TEUR 54) sowie der Fremdwährungsumrechnung (TEUR 84) ergeben. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die inländischen Umsatzerlöse in Höhe von 60,6 Mio. (2018: 50,6 Mio.), sowie die ausländischen in Höhe von 26,4 Mio. (2018: 23,3 Mio.) haben sich beide erhöht.

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche auf:

Geschäftsbereich 2019 2018
TEUR % TEUR %
Manufacturing Engineering 14.585 16,77 9.195 12,43
Airframe 18.276 21,01 15.295 20,67
Cabin 25.601 29,43 21.704 29,34
Süd 9.627 11,07 10.557 14,27
Staffing 7.887 9,07 8.592 11,61
Customer Services 2.595 2,98 1.872 2,53
Pass Through 8.413 9,67 6.763 9,14
86.984 100,00 73.978 100,00

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 409 (2018: TEUR 671).

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfallen auf solche für Altersversorgung in Höhe von TEUR 225 (2018: TEUR 226).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 262 (2018: TEUR 282).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen auf Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 121 (2018: TEUR 166).

Die Steuern auf Einkommen und Ertrag beinhalten Erstattungen von Körperschafts- sowie Gewerbesteuern aus den Vorjahren 2016 und 2017 in Höhe von TEUR 808.

4. Sonstige Angaben

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen berichtspflichtige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen in Höhe von TEUR 2.135 (2018: TEUR 1.518).

Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldnerin für die Kreditlinie der umlaut engineering Holding GmbH (vormals: P3 engineering holding GmbH), Hamburg, in Höhe von € 7,5 Mio. Zum Bilanzstichtag wurde die die Kreditlinie in Höhe von € 2,2 Mio. in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme als Gesamtschuldnerin wird als sehr gering angenommen.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 558 (2018: 501).

Als Geschäftsführer waren während des Geschäftsjahres bestellt:

Mirko Hirsch, Geschäftsführer, Weyhe,

Ayashan Mohammad Shaikh, Ingenieur, Hamburg,

Marta Schiller, Betriebswirtin, Geschäftsführerin, Drage/Elbe, und

Tobias Geißinger, Geschäftsführer, Gauting.

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr € 964.609 € (2018: 520.026 €).

An folgender Gesellschaft ist die umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH), Hamburg, mit mindestens 20 % beteiligt:

Höhe des Anteils
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis im Geschäftsjahr
TEUR
P3 consulting engineering Pvt. Ltd. (vormals: P3 consulting engineering Pvt. Ltd.), Bangalore / Indien 99,99 5.071 1.462

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der umlaut AG, Aachen, enthalten ist.

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die umlaut engineering Holding GmbH (vormals: P3 engineering holding GmbH), Hamburg. Die Gesellschaft wird in den kleinsten sowie größten Konsolidierungskreis der umlaut AG (vormals: P3 Group GmbH), Aachen, einbezogen, der befreiende Wirkung nach § 291 HGB entfaltet. Der Konzernabschluss der umlaut AG, Aachen, wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

5. Nachtragsbericht

Im ersten Quartal 2020 verbreitete sich das Corona Virus auf allen Kontinenten rapide. Die Auswirkungen der weltweiten Coronavirus-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der umlaut engineering GmbH waren bis Ende März als moderat zu bezeichnen. Es lagen keine wesentlichen Stornierungen von Kundenaufträgen vor. Dennoch sollte mit negativen Auswirkungen auf die erstellten Prognosen gerechnet werden. Insgesamt steht das Thema Coronavirus und mögliche Risiken für die umlaut engineering GmbH im Fokus und wird eng überwacht.

6. Angaben zur Verwendung des Bilanzgewinnes

Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. Danach wurde der Jahresüberschuss dem Gewinnvortrag zugeführt. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Bilanzgewinn von TEUR 12.991 ab.

 

Hamburg, den 31. März 2020

Anlagengitter zum 31. Dezember 2019

P3 Engineering GmbH, Hamburg

Kumulierte Anschaffungskosten
01.01.2019
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.800.624,66 2.482,51 0,00 1.803.107,17
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.592,60 0,00 0,00 2.592,60
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.331.532,25 670.566,68 1.075,63 4.001.023,30
Summe Sachanlagen 3.334.124,85 670.566,68 1.075,63 4.003.615,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.655.775,44 0,00 0,00 1.655.775,44
Summe Finanzanlagen 1.655.775,44 0,00 0,00 1.655.775,44
Gesamt 6.790.524,95 673.049,19 1.075,63 7.462.498,51
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2019
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.762.072,89 13.183,51 0,00 1.775.256,40
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.591,60 0,00 0,00 2.591,60
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.747.393,25 371.748,68 27,63 3.119.114,30
Summe Sachanlagen 2.749.984,85 371.748,68 27,63 3.121.705,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 4.512.057,74 384.932,19 27,63 4.896.962,30
Buchwert
31.12.2019
Euro
30.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.850,77 38.551,77
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 881.909,00 584.139,00
Summe Sachanlagen 881.910,00 584.140,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.655.775,44 1.655.775,44
Summe Finanzanlagen 1.655.775,44 1.655.775,44
Gesamt 2.565.536,21 2.278.467,21

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die umlaut engineering GmbH
(vormals: P3 engineering GmbH), Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der umlaut engineering GmbH (vormals: P3 engineering GmbH), Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der P3 engineering GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 9. April 2020

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Schumacher, Wirtschaftsprüfer

gez. Stramitzer, Wirtschaftsprüfer

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