Litarion GmbHLiquidiert
Professor-Gottfried-Bombach-Straße 7, 01917 Kamenz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Richard Halka seit 27.5.2016 | Geschäftsführer |
Sankar Dr. Dasgupta seit 30.6.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Evonik Litarion GmbHKamenzJahresabschluss zum 31. Dezember 2011Lagebericht 2011Wirtschaftliches UmfeldIm abgelaufenen Jahr wurde spürbar, dass es für konsumorientiertes und durch Kredite finanziertes Wachstum Grenzen gibt. In Europa haben finanzielle Turbulenzen, ausgelöst durch hohe Verschuldung europäischer Staaten, das Nachrichtenbild geprägt. Dabei ist die hohe Verschuldung einzelner Staaten kein rein europäisches Phänomen, sondern auch sehr deutlich in den USA oder auch Japan sichtbar. Während die Zinslasten in der Vergangenheit noch durch wirtschaftliches Wachstum und Inflation kompensiert werden konnten, verlangsamt sich das Wachstum durch Annäherung an die Sättigungsgrenze und führt bei unveränderter Zunahme der Neuverschuldung zu einer Überschuldung einzelner Staaten. Viele der heute hoch verschuldeten Staaten verfügen kaum über eigene Industrie und haben damit nur begrenzte Möglichkeiten produktives Wachstum anzuregen. Oftmals ist dies eine Konsequenz der mit der Globalisierung einhergegangenen Verlagerung ganzer Wertschöpfungsstufen in asiatische Länder, die zum damaligen Zeitpunkt mit niedrigen Lohnkosten locken konnten. Durch den mit der Verlagerung einhergehenden Verlust an Know how und entsprechender Fertigungsressourcen ist es für die Kundenländer schwierig bis hin zu unmöglich, einmal aufgegebene Wertschöpfungsschritte wieder in die eigene Volkswirtschaft zurück zu holen. Eine derartige Gelegenheit ergibt sich nur bei der Entwicklung neuer Technologien, welche eine komplette Industrie verändern oder neu entstehen lassen können. Aus diesem Grund findet um solche neuen Technologien ein intensiver Wettbewerb statt. Die Lithium-Ionen Technologie, um die bereits ein internationaler Wettkampf entbrannt ist, ist eine solche neue Technologie, welche durch die Möglichkeit zum Aufbau leistungsfähiger und hocheffizienter Energiespeichersysteme die globalen Energie- und Mobilitätssysteme grundlegend verändern kann. Prominentestes Beispiel für ein Einsatzgebiet der Lithium-Ionen Technologie ist die Elektromobilität, der damit erstmals ein leistungsfähiges, wirtschaftliches und zugleich kompaktes Energiespeichermedium zur Verfügung steht. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung in der Nationalen Plattform für Elektromobilität Vertreter von Industrie, Wissenschaft, Politik und Gewerkschaften versammelt, mit dem Ziel, Deutschland bis 2020 zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln. 1 Die Mitglieder der NPE setzen dabei auf einen systemischen, marktorientierten und technologieoffenen Ansatz mit einer klaren Aufgabenverteilung zwischen Industrie und Politik, der sich in drei Entwicklungsphasen untergliedert: 2
Die Experten der NPE sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Ziele der NPE für Deutschland als Leitanbieter und Leitmarkt bis 2020 nur erreichen lassen, wenn sich die komplette Wertschöpfungskette für die Produktion in Deutschland abbilden lässt 3. Dazu gehören neben beispielsweise einer integrierten Zell- und Batteriesystemfertigung auch die entsprechenden die Wertschöpfungskette begleitenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Geschäftsverlauf der Evonik Litarion GmbHDas Geschäft der Evonik Litarion GmbH (Litarion) umfasst im Wesentlichen die Entwicklung, Herstellung und anschließende Vermarktung von Zellkomponenten wie Elektroden und dem keramischen Separator SEPARION®. Die Entwicklung der Zellkomponenten erfolgt hauptsächlich über die Spezifikationsparameter (u. a. Zyklenfestigkeit, max. Strombelastbarkeit, Kapazität, Lade- und Entladeverhalten und kalendarische Lebensdauer), welche die grundlegenden Eigenschaften der daraus aufgebauten Zelle bestimmen. Zwischen der Litarion als dem Komponentenlieferanten für die Elektroden und den Separator, und dem Kunden Li-Tec Battery GmbH (Li-Tec) findet eine ausgesprochen enge Abstimmung statt, um sicherzustellen, dass die Produkte die von den Kunden der Li-Tec geforderten Spezifikationen einhalten können. Dieses erfolgt durch Qualifizierungen, bei denen die wichtigsten Zellparameter mit Hilfe von umfangreichen Tests bestimmt und festgelegt werden. Im Laufe der Batterieentwicklung über die Herstellung der verschiedenen Mustertypen (A- bis D-Muster) nehmen die Freiheitsgrade in Bezug auf Änderungen sowohl bei den Komponentenrezepturen als auch bei der Fertigungstechnologie der Zellen mit fortschreitender Entwicklung ab. Während man bei den A- und B-Mustern noch weitgehende Freiheiten besitzt, müssen C-Muster serienproduktionsnah und D-Muster auf den späteren Serienproduktionseinrichtungen gefertigt werden. In der Regel liegt daher im C-Muster die endgültige Zusammensetzung der Zelle einschließlich der Komponenten vor. 93% des Umsatzes der Litarion wird mit der Li-Tec erwirtschaftet. Obwohl zwischen Litarion und Li-Tec keine exklusive Lieferbeziehung besteht, verzichtet Litarion darauf, ihre Produkte am Markt proaktiv anzubieten, um sich voll auf die Bedienung des Kunden Li-Tec fokussieren zu können. Rund 82% des Umsatzes des Geschäftsjahres wurden mit der Vermarktung von Elektroden erwirtschaftet. Für den Bereich der Separatoren belief sich der Umsatz auf 17%. Bedingt durch die Fokussierung auf den Kunden Li-Tec hängt die Umsatzentwicklung im Wesentlichen an den Zellproduktionszahlen der Li-Tec. ErtragslageIm abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Litarion einen Umsatz von 7.537 TEUR gegenüber einem Umsatz von 4.519 TEUR im Vorjahr. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit der Gesellschaft betrug -9.748 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr (-11.980 TEUR) verbesserte sich das operative Ergebnis damit um 19%. Die gestiegenen Umsatzerlöse sowie die Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen konnten insbesondere den Anstieg der Materialaufwendungen sowie den durch die gestiegene Mitarbeiterzahl erhöhten Personalaufwand kompensieren. Die Materialaufwandsquote beträgt bezogen auf die Umsatzerlöse und die Bestandsveränderung 70 % (Vorjahr: 117 %). Ursächlich hierfür sind insbesondere projektlaufzeitbedingt reduzierte Materialaufwendungen im Rahmen des öffentlich geförderten Forschungsprojektes ProLiEMo, welches planmäßig Ende Juni 2011 endete. Die Personalaufwandsquote sank bezogen auf die Umsatzerlöse auf 82 % (Vorjahr: 102 %) und zeigt damit eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeiter im Rahmen der Gesamtentwicklung der Litarion. Weiterhin wirkten die projektlaufzeitbedingt geringeren Ausgaben für das öffentlich geförderte Forschungsprojekt ProLiEMo, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden, ergebniserhöhend. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von -983 TEUR ergibt sich für das Geschäftsjahr 2011 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -10.731 TEUR (2010: -12.364 TEUR). Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergibt sich ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von -7.221 TEUR (Vorjahr: -9.146 TEUR). ProduktionIm abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Projekt zum Kapazitätsausbau der Litarion am Standort Kamenz nahezu fertiggestellt. Zum Umfang des Projektes gehörten die Errichtung einer Produktionsanlage für den keramischen Separator SEPARION® sowie der Ausbau der Fertigungskapazität für Elektroden inklusive der erforderlichen logistischen Vor- und Folgeprozesse und Infrastrukturmaßnahmen. Damit ist Litarion als Komponentenlieferant der Li-Tec für den Serienstart der E-Smart-Zelle in 2012 gerüstet. InvestitionenIn 2011 wurden 45.749 TEUR in Sachanlagen investiert nach 14.223 TEUR in 2010. Damit lagen die Investitionen in Sachanlagen deutlich über den Abschreibungen von 1.386 TEUR. Bilanzstruktur und FinanzstatusDas Eigenkapital betrug zum 31.12.2011 unverändert zum Vorjahr 8.422 TEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 10% (Vorjahr 22 %). Die Anlagendeckung (Eigenkapital zu Anlagevermögen) liegt bei 13% nach 38% im Vorjahr. Die Anlagenintensität, die den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen widerspiegelt, liegt bei 77% (Vorjahr 57%). Zwischen der Litarion und der Evonik Degussa GmbH bestand ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, welcher zum 31.12.2011 aufgehoben wurde. Die Litarion ist zudem an den Cash Pool der Evonik Industries AG angeschlossen, über den die Finanzierung der operativen und investiven Aktivitäten abgewickelt wird. Die Finanzierung der Gesellschaft war im Geschäftsjahr und ist weiterhin durch die gemeinsame Finanzplanung für die beiden Gesellschaften Litarion und Li-Tec gedeckt, aufgrund derer die Gesellschafter der beiden Gesellschaften ausreichende liquide Mittel zur Verfügung stellen werden, um den künftigen Liquiditätsbedarf zu decken. Umwelt, Sicherheit, ExportkontrolleLitarion erfüllt die Anforderungen der ISO Norm 9001:2008. Dies wurde sowohl bei internen als auch bei externen Audits, die durch die DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) durchgeführt wurden, bestätigt. In 2011 ist die Litarion erfolgreich re-zertifiziert worden. Das USGQ-Management-System der Litarion ist ein angemessenes und effektives System, um das Erreichen der USGQ-Ziele zu steuern und sicherzustellen. Es wird kontinuierlich verbessert. Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine Zertifizierung gemäß TS 16949, die in der zweiten Jahreshälfte 2012 erfolgen wird. Internes Kontrollsystem (IKS)Die Litarion verfügt über ein Internes Kontrollsystem, welches die Revision und Optimierung der internen Ablauf- und Aufbauorganisation sowie der IT-Landschaft sicherstellt. Ziel ist die Gewährleistung eines erfolgreichen Serienfertigungsstarts und die systematische Verarbeitung der damit einhergehenden Massentransaktionen. Im Zuge des geplanten weiteren Ausbaus des Unternehmens wird das IKS den wachsenden Anforderungen kontinuierlich angepasst. MitarbeiterAm 31. Dezember 2011 waren 151 Mitarbeiter und im Jahresdurchschnitt 126 (31. Dezember 2010: 104 Mitarbeiter bzw. im Jahresdurchschnitt 92 Mitarbeiter) bei Litarion beschäftigt. RisikomanagementAufgrund des bereits für Anfang des Jahres 2012 geplanten Anlaufs der Serienbedarfsmengen der Li-Tec und der damit verbundenen Notwendigkeit eines Kapazitätsaufbaus sowie der Vorlaufzeiten für die Anlageninvestitionen ist Litarion gezwungen, bereits frühzeitig Investitionsentscheidungen zu treffen, und zwar bevor nachhaltige Erfahrungen aus dem Produktionsbetrieb vorliegen. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, erfolgte bis Mitte des Jahres eine verstärkte Konzentration auf die Evaluierung und Konstruktion neuer Fertigungstechnologien. Um diese Entwicklung zu unterstützen und zu forcieren, hat sich Litarion als Partner an einem BMBF-Projekt zur Produktionsforschung für Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien für ElektroMobilität (ProLiEMo) beteiligt. Litarion hat in diesem Verbundprojekt das Teilprojekt "Massenfertigungstechnologien für Separator und Elektroden" übernommen. Die im Rahmen dieses Teilprojektes vor Projektbeginn kalkulierten Selbstkosten umfassten ein Volumen von 18,0 Mio. €. Im Endergebnis sind für das Projekt, dessen Laufzeit plangemäß zum 30. Juni d. J. geendet hat, seitens Litarion im Projektzeitraum Selbstkosten in der Höhe von rund 14,6 Mio. €, und damit weniger als ursprünglich geplant, angefallen. Die Förderquote durch den Bund beträgt 48,4% Die zur Abdeckung des Eigenanteils erforderlichen Finanzmittel wurden durch den Finanzplan der Gesellschaft abgedeckt. Im Rahmen der Komponentenlieferung ist die Sicherung der Rohstoffversorgung von entscheidender Bedeutung. Daher strebt Litarion an, den Bezug von Schlüsselrohstoffen, wie den Aktivmaterialien für die Elektroden (Graphite für die Anoden, Lithium-Metalloxide für die Kathoden) und das Trägermaterial für SEPARION® mindestens über zwei Bezugsquellen abzusichern. Daneben werden fortlaufend alternative Bezugsquellen evaluiert und Lieferanten bzgl. der Qualitätsanforderungen geschult. Chancen und RisikenRisiken Marktrisiken: Der mit Daimler AG, Stuttgart, ausverhandelte Liefervertrag koppelt die Abnahme der entwickelten E-Smart-Zelle an den tatsächlichen Bedarf. Unmittelbarer Abnehmer der Produkte der Li-Tec ist die Deutsche Accumotive GmbH&Co KG, ein verbundenes Unternehmen der Daimler AG. Damit verbleibt das Risiko des Markterfolges, welches insbesondere auf die fehlende Erfahrung mit Elektrofahrzeugen und damit auf eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Akzeptanz durch den Endverbraucher zurückzuführen ist, hinsichtlich der Zellbedarfsmengen bei Li-Tec und hinsichtlich der Bedarfe an Zellkomponenten bei Litarion. Aufgrund der geplanten Absatzmenge von Daimler und der alternativen Absatzmöglichkeiten im Industriesegment betrachtet Litarion das hieraus für die Gesellschaft resultierende Risiko als gering. Währungsrisiken: Da Litarion einen gewissen Anteil ihrer Einkäufe außerhalb der Euroländer tätigt, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Das Währungsrisiko stellt derzeit bei Litarion kein wesentliches Risiko dar. Um dieses Risiko für die künftige Massenfertigung der Zellkomponenten für Li-Tec zu minimieren, werden bei Verträgen mit mehrjähriger Laufzeit Formelpreise angestrebt, in die die Veränderungen der für Litarion wesentlichen Währungen eingebunden sind. Rohstoffpreisrisiken: Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energien können je nach Marktsituation erheblich schwanken. Zur Vermeidung des Rohstoffpreisrisikos werden mit Kunden Formelpreise und mit Lieferanten längerfristige Verträge angestrebt, um Schwankungen in der Gewinn- und Verlustrechnung über einen längeren Zeitraum zu glätten. Finanzierungsrisiken: Die Litarion ist bezüglich ihres Fortbestandes auf die finanzielle Ausstattung durch die Gesellschafter der Li-Tec und Litarion angewiesen. Auf Basis der aktuellen Budgetplanungen für die Folgejahre stehen der Gesellschaft ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Gesellschafter der Li-Tec und Litarion ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen werden. Finanzinstrumente: Litarion unterliegt bezüglich ihrer Finanzinstrumente, die im Geschäftsjahr im Wesentlichen Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten betreffen, keinen wesentlichen Preisänderungs-, Zahlungsstrom-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken. Chancen Sollte sich Li-Tec als Zelllieferant für die Serienbelieferung qualifizieren, ist damit zu rechnen, dass Daimler auch für zukünftige Serien auf Li-Tec als Zelllieferant zurückgreift und dadurch der Vermarktung der Batteriezellen an andere OEMs der Weg bereitet werden kann. Der damit verbundene Zell- und Zellkomponentenbedarf würde nicht nur die Möglichkeit zur Schaffung zusätzlicher Kapazitäten und der Erwirtschaftung eines zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrages eröffnen, sondern zudem auch eine Verdünnung der Fixkosten und damit eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit ermöglichen, die auch die Geschäftsaktivitäten im Industrie-Segment, z.B. in dem Bereich der stationären Energiespeicher sowie Pufferspeicher für Regelenergie, unterstützen . AusblickWeiterhin wird insgesamt eine Optimierung und Effizienzsteigerung der Vertriebs- und Produktionsstruktur der Gesellschaften der Wertschöpfungskette Deutsche Accumotive, Li-Tec und Litarion angestrebt. Dabei werden die drei Gesellschaften insbesondere auch hinsichtlich der Ausstattung mit Kapital und finanziellen Mitteln von ihrer unmittelbaren und mittelbaren Zugehörigkeit zu den beiden Konzernen Daimler AG und Evonik Industries AG profitieren können. Im Geschäftsjahr 2012 werden wir den planmäßigen Ausbau der Fertigungskapazitäten am Standort Kamenz abschließen. Operativ werden wir uns insbesondere auf die Fertigung der Zellkomponenten für unseren Kunden Li-Tec sowie die Optimierung der in der Entwicklung befindlichen Elektroden- und Separatorprojekte konzentrieren. Daneben liegt unser Augenmerk auf der Erreichung von Zielkosten in Bezug auf die Rohstoffversorgung über unsere Lieferanten. Insgesamt erwarten wir für 2012, bedingt durch den Anlauf der Massenfertigung der Zellkomponenten für die E-Smart Zelle, einen um den Faktor 10 gesteigerten Umsatz, werden aber in 2012 noch nicht die für einen Break-Even erforderlichen Absatzmengen erreichen. Zusätzlich wirken sich unsere forschungs- und entwicklungsintensiven Tätigkeiten sowie der geplante, signifikante Personalzuwachs negativ auf das zu erwartende Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit aus. Für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir von einem im Vergleich zum Vorjahr verbesserten, aber weiterhin negativen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit aus. NachtragsberichtWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Kamenz, den 22.02.2012 Dr. Henrik Hahn, Geschäftsführer Dr. Ernst-Robert Barenschee, Geschäftsführer
1 Nationale Plattform Elektromobilität,
Zweiter Bericht, S. 5
BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Grundlagen des JahresabschlussesA ) Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss der Evonik Litarion GmbH wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Evonik Litarion GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Alleiniger Gesellschafter ist die Evonik Degussa GmbH. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HRB 25234 eingetragen. Im Interesse der Klarheit werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einige Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B ) Bilanzierung und Bewertung Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten grundsätzlich drei bis zwanzig Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung vorgenommen. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden grundsätzlich nicht angesetzt. Erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen werden aktivisch ausgewiesen und führen jeweils zu einer Kürzung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Anlagen. Vor dem 1. Januar 2008 sowie im Geschäftsjahr 2009 angeschaffte Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv - mit Übergang auf die lineare Abschreibungsmethode - abgeschrieben. Für Neuzugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 kommt dagegen ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis zu einem Wert von 150 €, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zuganges als Aufwand erfasst. Anlagengegenstände deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150 €, aber nicht über 1.000 € liegen, werden seit 2008 im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, Lagerdauer o. ä. werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten sowie Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittsmethode bewertet. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Besonderen Risiken im Forderungsbestand tragen wir durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung. Das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Die Bewertung basiert wie im Vorjahr auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Personalrückstellungen für Altersteilzeit, Jubiläum, Entgeltfortzahlung im Todesfall, Jahresurlaub im Versorgungsfall, Jahresleistung im Versorgungsfall und Teile der Langzeitkonten werden versicherungsmathematisch berechnet. Die Abzinsung dieser Rückstellungen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Der für die Bewertung angewandte Zinssatz beträgt 5,14 % (im Vorjahr 5,15 %). Die bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen zugrunde gelegten Prämissen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Wie im Vorjahr wurden Rückstellungen für potentielle Altersteilzeitfälle mit einer Quote der wahrscheinlichen Inanspruchnahme von 60% gebildet. Die Zusagen für Langzeitkonten enthalten zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen für tarifliche Einmalzahlungen, Urlaub während der Freistellungsphase sowie die Schlussförderung. Die Anwartschaften mit noch nicht vereinbarter Schlussförderung sind nach Inanspruchnahmewahrscheinlichkeiten gewichtet worden. Die zweite Komponente beinhaltet die laufenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebereinbringungen in ein individuelles Wertguthabenkonto, welches durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Bei dieser Komponente handelt es sich um eine wertpapiergebundene Zusage gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Der Verpflichtungsumfang entspricht dabei dem Zeitwert der hinterlegten Vermögenswerte von 68 T€. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Vermögenswerte, die zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus dem Wertguthabenkonto bestimmt sind, mit diesen Verpflichtungen zu verrechnen. Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betragen 62 T€. Soweit Marktwerte für die Vermögenswerte vorliegen, werden diese als beizulegender Zeitwert angesetzt. Der Vermögenszuwachs des Geschäftsjahres von 3 T€ wurde im Zinsergebnis erfasst, die Erhöhung des Verpflichtungsumfangs in gleicher Höhe im Personalaufwand. Alle Vermögenswerte wurden zum Buchwert oder niedrigerem Zeitwert am 3. November 2011 in einen Spezialfonds der Assetklasse Aktien und Renten übertragen. Die Vermögenswerte entsprechen den Marktwerten zum 30. Dezember 2011 aus dem Spezialfonds der Allianz. Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden in Höhe des Erfüllungsbetrages ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu historischen Entstehungskursen bilanziert und mit dem am Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden imparitätisch bewertet, wobei positive Wertansätze unberücksichtigt bleiben. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden erstmalig auch positive Wertansätze berücksichtigt. Besteht eine steuerliche Organschaft, werden die latenten Steuern grundsätzlich dem Organträger zugerechnet (formale Betrachtungsweise). Infolge der Aufhebung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Evonik Degussa GmbH und der Evonik Litarion GmbH mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2011 ist die Gesellschaft ab dem 1. Januar 2012 wieder ertragsteuerlich selbständig. Die Evonik Litarion GmbH zeigt daher die auf sie entfallenden latenten Steuern zum Bilanzstichtag. Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verrechnung berücksichtigt. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang) wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. Der Ausweis der latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ist als Veränderung der latenten Steuern und unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" gesondert ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Der Aktivüberhang wurde nicht angesetzt. II. Erläuterung der Bilanz(1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens und ihrer Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagengitter gesondert dargestellt. (2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Die Finanzforderungen beinhalten ausschließlich Forderungen aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Evonik Degussa GmbH, Essen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von 55 T€ (Vorjahr: 31 T€). (4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Mietvorauszahlungen in Höhe von 200 T€ (Vorjahr: 233 T€). (5) Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital beträgt 100.000 €. (6) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage ist unverändert zum Vorjahr. (7) Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr 8.422 T€. (8) Rückstellungen
Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen beinhalten insbesondere ausstehende Rechnungen für Projektleistungen. (9) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten ausschließlich Cash-Pool Verbindlichkeiten gegen die Evonik Industries AG, Essen. III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung(10) Sonstige betriebliche Erträge
Die Forschungskostenzuschüsse werden aufgrund einer konzernweiten Harmonisierung erstmalig unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen (im Vorjahr: 3.744 T€ abgesetzt von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen). (11) Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 6.544 T€ (Vorjahr: 4.405 T€). (12) Personalaufwand
(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die periodenfremden Aufwendungen des Vorjahres resultieren aus der Weiterbelastung von Personalkosten. (14) Zinsergebnis
(15) Außerordentliches Ergebnis Im Geschäftsjahr 2011 werden keine Sachverhalte im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen (Vorjahr BilMoG-Umstellung). (16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der laufende Ertrag aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr resultiert aus der Körperschaftsteuer-Umlage der Evonik Degussa GmbH an die Evonik Litarion GmbH in Höhe von 1.780 T€ (Vorjahr: 1.850 T€) sowie einer Gewerbesteuer-Umlage in Höhe von 1.730 T€ (Vorjahr: 1.540 T€). IV. Sonstige Angaben(17) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
( 18 ) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
(19) Haftungsverhältnisse Im Rahmen der Einbringung des Separator-Geschäfts von der Evonik Degussa GmbH in die Evonik Litarion GmbH im Geschäftsjahr 2009 wurde die Evonik Degussa GmbH von sämtlichen Gewährleistungsverpflichtungen aus dem eingebrachten Separator-Geschäft freigestellt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als unwahrscheinlich eingeschätzt, da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses keine Gewährleistungsfälle bekannt sind. (20) Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung Dr. Henrik Hahn, Geschäftsführer Dr. Ernst-Robert Barenschee, Geschäftsführer (21) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft macht von den Regelungen des § 286 Nr. 4 HGB Gebrauch. (22) Einbeziehung in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG Die Evonik Litarion GmbH wird in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, einbezogen. Die RAG-Stiftung, Essen, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und Evonik Industries AG, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Kamenz, 22.02.2012 Evonik Litarion GmbH Die Geschäftsführung Dr. Henrik Hahn, Geschäftsführer Dr. Ernst-Robert Barenschee, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
* In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Evonik Litarion GmbH, Kamenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 22. Februar 2012 PricewaterhouseCoopers
Susanne Michalowsky, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Brüstlin, Wirtschaftsprüfer
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