Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 742327
Vorher
T - 53 Verwaltungsgesellschaft mbHZIM Flugsitz GmbH
Eingetragen
19.6.2008
Branche
Luft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Die Entwicklung, die Konstruktion, die Herstellung und der Vertrieb von Flugzeugsitzen und alle damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten und Dienstleistungen, soweit hierfür eine behördliche Genehmigung nicht erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Kortmann
seit 10.11.2025
Prokura
Geschäftsführer
Dirk Mahlmann
seit 22.7.2025
Geschäftsführer
Dirk Schellong
seit 11.5.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

5.90% identifiziert94.10% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AURELIUS Development Seventeen GmbH
Germany
1.325.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZIM Aircraft Seating GmbH

Immenstaad am Bodensee

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEE

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.163.963,25 2.185.971,89
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.147.859,45 1.163.103,09
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 547.013,00 683.807,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 171.738,00 80.468,00
3. Projekte in Entwicklung 429.108,45 398.828,09
II. Sachanlagen 1.016.103,80 1.022.868,80
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 473,00 1.852,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 130.173,00 155.522,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 885.457,80 865.494,80
B. UMLAUFVERMÖGEN 23.049.819,12 18.128.117,37
I. Vorräte 15.183.628,17 12.969.033,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.678.870,48 3.944.691,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.187.320,47 1.214.391,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 307.281,72 268.079,02
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 1.698.342,47 0,00
27.219.406,56 20.582.168,28

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 1.352.574,52
I. Gezeichnetes Kapital 1.325.000,00 1.325.000,00
II. Gewinnvortrag 27.574,52 5.270.210,21
III. Jahresfehlbetrag -3.050.916,99 -5.242.635,69
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.698.342,47 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 5.187.404,62 4.644.149,40
C. VERBINDLICHKEITEN 21.749.259,30 14.305.653,83
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 282.742,64 279.790,53
27.219.406,56 20.582.168,28

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 13.813.802,33 10.090.430,77
2. Personalaufwand -8.880.499,58 -7.952.085,78
a) Löhne und Gehälter -7.120.397,05 -6.677.714,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.760.102,53 -1.274.370,88
- davon für Altersversorgung: EUR 13.091,56 (Vorjahr: EUR 11.009,66)
3. Abschreibungen -516.658,75 -632.012,93
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -516.658,75 -632.012,93
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.916.636,78 -6.677.814,45
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 32.990,04 (Vorjahr: EUR 9.203,62)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -547.528,47 -36.540,32
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.952,11 -33.611,53
- davon aus latenen Steuern: EUR 2.952,11 (Vorjahr: EUR 33.611,53)
7. Ergebnis nach Steuern -3.050.473,36 -5.241.634,24
8. Sonstige Steuern -443,63 -1.001,45
9. Jahresfehlbetrag -3.050.916,99 -5.242.635,69

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEE

(ZIM Aircraft Seating GmbH, Immenstaad am Bodensee; Amtsgericht Ulm HRB 742327)

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, insofern ist das Geschäftsjahr der Gesellschaft das Kalenderjahr.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266, 275 Abs. 2 HGB unter Beachtung rechtsformabhängiger Besonderheiten.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und die Davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht.

Die Berichtswährung ist Euro (EUR); Zahlenangaben erfolgen in EUR bzw. TEUR. Rundungsdifferenzen sind möglich.

Die Geschäftsführung ist bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten. Im Einzelnen erfolgen die Bilanzierung und Bewertung wie folgt:

I. Anlagevermögen

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer unter Einbezug der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei, fünf, sechs bzw. sieben Jahre; lineare Methode) vermindert.

Sofern die Aktivierungsvoraussetzungen vorliegen, wird das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB zum Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die entsprechenden Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer unter Einbezug der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer drei bis zwölf Jahre (lineare Methode) abgeschrieben.

Bei immateriellen Vermögensgegenständen und Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, sofern der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände niedriger ist als der zum Bilanzstichtag sich ergebende Buchwert und diese Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Bestehen die Gründe für die vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, ist eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vorzunehmen.

Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes verwendet wird, sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von EUR 800) werden im Wesentlichen im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben

II. Umlaufvermögen

1. Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Im Rahmen der Ermittlung der Anschaffungskosten sind Anschaffungsnebenkosten, nachträgliche Anschaffungskosten und Anschaffungspreisminderungen zu berücksichtigen.

Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr berücksichtigt werden.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd, d.h. abgeleitet vom Netto-Verkaufspreis.

Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Im Rahmen der Folgebewertung des Vorratsvermögens wird der Gängigkeit der Bestände durch entsprechende Abwertungen Rechnung getragen. Unter Beachtung des für die Vorräte geltenden strengen Niederstwertprinzips werden die Bestände am Bilanzstichtag ferner ggf. zu einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

3. Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand oder Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden Rechnungsabgrenzungen vorgenommen.

III. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Dabei wird allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften abgezinst.

Gewährleistungsrückstellungen werden gebildet, um erwartete zukünftige Verpflichtungen aus Gewährleistungsansprüchen zu erfassen. Die Rückstellung wird zum Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf Schätzungen der Kosten, die zur Erfüllung der Gewährleistungsverpflichtungen erforderlich sind. Der Verbrauch der Gewährleistungsrückstellungen wird über die entsprechenden Kostenarten Material- und Personalaufwand erfasst.

IV. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Angaben zu Posten der Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

In Bezug auf die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 164 angefallen. Diese entfallen im Wesentlichen auf aktivierte Aufwendungen betreffend die Entwicklung eines Flugzeugsitzes für die Mittel- und Langstrecke. Der zugehörige Bilanzposten ist mit "Projekte in Entwicklung" bezeichnet.

2. Vorratsvermögen

Der Buchwert der Vorräte beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 15.184 nach TEUR 12.969 im Vorjahr.

Zum Bilanzstichtag wurde eine Abwertung von außergewöhnlicher Größenordnung auf nicht werthaltige Altbestände in Höhe von TEUR 1.620 vorgenommen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Einzelwertberichtigungen waren, wie im vorangehenden Geschäftsjahr, nicht erforderlich.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 92 (Vorjahr TEUR 89).

4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.187 (Vorjahr TEUR 1.214).

5. Aktive Rechnungsabgrenzung

Der Posten enthält mit TEUR 307 im Wesentlichen Pachtkosten (Pachtvorschuss), die über zehn bzw. 25 Jahre abgegrenzt wurden.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist zum Bilanzstichtag die AURELIUS Development Seventeen GmbH, Grünwald.

Das Eigenkapital stellt sich wie folgt dar (in TEUR):

Geschäftsjahr 2023 2022
Gezeichnetes Kapital 1.325 1.325
Gewinnvortrag/Verlustvortrag 28 5.270
Jahresfehlbetrag -3.051 -5.242
Nicht durch das Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.698 0
Eigenkapital 0 1.353

7. Rückstellungen

Die Effekte aus der Diskontierung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind von untergeordneter Bedeutung.

8. Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7.470.831,08 (Vorjahr EUR 950.525,00) betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffend Managementleistungen sowie ein langfristiges endfälliges Darlehen.

Zum Bilanzstichtag 2023 haben TEUR 15.693 (Vorjahr TEUR 14.306) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 6.056 (Vorjahr TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (davon in 2023 mehr als fünf Jahre: TEUR 0).

9. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 283 resultieren aus der Ausübung des Wahlrechts zur Aktivierung von Entwicklungskosten. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände besteht steuerlich ein Aktivierungsverbot. Der Steuersatz beträgt 28,5 %. Im Zusammenhang mit der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB besteht nach § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 53 enthalten.

2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 548 (Vorjahr TEUR 36) enthalten im Wesentlichen die Zinsen aus den Darlehensverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen.

E. Grundlagen für die Währungsumrechnung

Posten in Fremdwährung wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB beachtet.

F. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverträge für Gebäude mit Laufzeiten bis 2026 bzw. 2032 (TEUR 532 fällig innerhalb von einem Jahr, TEUR 1.126 fällig innerhalb von ein bis fünf Jahren, TEUR 285 fällig nach mehr als fünf Jahren). Leasinggebühren für z.B. Fahrzeuge sind von untergeordneter Bedeutung.

Die Vorteile für die Gesellschaft bestehen in der Verlagerung des Investitionsrisikos und der geringeren Kapitalbindung. Die Risiken bestehen in der vertraglichen Bindung, sofern ggf. Leerstand auftritt.

G. Sonstiges

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen insgesamt 137 Arbeitnehmer (Vorjahr 116) beschäftigt, davon waren 67 (Vorjahr 57) gewerbliche Arbeitnehmer.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren bzw. sind:

Herr Raffael Rogg, Kaufmann

Herr Sven Achilles, Betriebswirt

Herr Thomas Merk, Betriebswirt, 1. Februar 2023 bis 19. Juni 2024

Herr Bernd Reichle, Kaufmann, ab 1. August 2024

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Konzernabschluss

Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA mit Sitz in Grünwald erstellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Grünwald erhältlich.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB haben wir gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.050.916,99 sowie der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 27.574,52 ergeben einen Bilanzverlust von EUR 3.023.342,27.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Zwischen Ende des Geschäftsjahres 2023 bis zur Erstellung des Jahresabschlusses haben sich keine berichtsrelevanten Ereignisse ergeben.

 

Immenstaad am Bodensee, den 30. Dezember 2024

Sven Achilles

Bernd Reichle

Raffael Rogg

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.224.422,52 0,00 0,00 0,00 1.224.422,52
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.384.948,59 0,00 133.965,37 0,00 1.518.913,96
Projekte in Entwicklung 398.828,09 164.245,73 -133.965,37 0,00 429.108,45
3.008.199,20 164.245,73 0,00 0,00 3.172.444,93
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 131.766,20 0,00 0,00 0,00 131.766,20
Technische Anlagen und Maschinen 503.834,71 0,00 0,00 0,00 503.834,71
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.607.625,07 330.404,38 0,00 0,00 7.938.029,45
8.243.225,98 330.404,38 0,00 0,00 8.573.630,36
11.251.425,18 494.650,11 0,00 0,00 11.746.075,29
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 540.615,52 136.794,00 0,00 677.409,52
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.304.480,59 42.688,37 0,00 1.347.168,96
Projekte in Entwicklung 0,00 0,00 0,00 0,00
1.845.096,11 179.482,37 0,00 2.024.578,48
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 129.914,20 1.379,00 0,00 131.293,20
Technische Anlagen und Maschinen 348.312,71 25.349,00 0,00 373.661,71
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.742.130,27 310.441,38 0,00 7.052.571,65
7.220.357,18 337.169,38 0,00 7.557.526,56
9.065.453,29 516.651,75 0,00 9.582.105,04
BUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 547.013,00 683.807,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 171.745,00 80.468,00
Projekte in Entwicklung 429.108,45 398.828,09
1.147.866,45 1.163.103,09
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 473,00 1.852,00
Technische Anlagen und Maschinen 130.173,00 155.522,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 885.457,80 865.494,80
1.016.103,80 1.022.868,80
2.163.970,25 2.185.971,89

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEE

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Gesellschaft wurde 2008 mit Produktionsstandort in Markdorf aus dem Engineering Dienstleister ZIM GmbH durch die (ehemaligen) geschäftsführenden Gesellschafter gegründet.

Zweck der Gesellschaft ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Flugzeugsitzen für kommerzielle Passagierflugzeuge. Kunden sind die internationalen Airlines, die sowohl neue shipsets (linefit) als auch Sitze zum Austausch bestehender Sitze (retrofit) bei ZIM bestellen. Es werden insbesondere Sitze der Economy und Premium Economy Class vertrieben. Diese Sitze werden in Abstimmung mit den Kunden individualisiert (customizing) auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden in Form, "look and feel", Gewicht, Farbe, Materialien etc. angepasst. ZIM übernimmt auch Reparaturen von Flugzeugsitzen weltweit (repair and maintainance), meist durch externe Dienstleister. Neben den Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Sitzen und Ersatzteilen sowie der Erbringung von Reparaturleistungen werden Erlöse aus der Berechnung von Entwicklungsleistungen an Kunden erzielt. ZIM montiert die Sitze aus Komponenten. Die Komponenten bestehen im Wesentlichen aus Leichtmetall (Aluminiumlegierungen), Kohlefaserverbundwerkstoffen, Schaumstoffen, Textilien und Leder, die im Wesentlichen aus der EU, aber auch aus Asien und den USA bezogen werden. Einfluss auf das Geschäft von ZIM haben insbesondere die Produktion von neuen Flugzeugen der Hersteller Airbus und Boeing als auch die Umrüstung von bestehenden Flugzeugen. Entsprechend ist die Kundenstruktur ausgerichtet; die Hauptabsatzmärkte sind Europa und Asien.

1.2 Internes Steuerungssystem und finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung überwacht anhand geeigneter Steuerungsinstrumente, die die Art und den Umfang der Geschäftstätigkeit berücksichtigen, die Gesellschaft. Im Wesentlichen dient als internes Steuerungsinstrument die monatlich erstellte betriebswirtschaftliche Auswertung (Erfolgsrechnung). Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Jahresergebnis und die liquiden Mittel anzusehen. Den Ist-Zahlen aus der Erfolgsrechnung werden die jeweiligen Planzahlen gegenübergestellt.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten richten sich zum einen auf die Entwicklung neuer Sitze. Zum anderen werden bestehende Sitztypen in Bezug auf z.B. Gewicht, Anforderungen an Technik (z.B. wireless charging oder inflight entertainment equipment) und Komfort, d.h. unter Berücksichtigung von Trends und Marktentwicklungen, optimiert und/oder nach spezifischen Kundenvorstellungen weiterentwickelt. Die Aktivitäten werden im Wesentlichen mit eigenen Mitarbeitern durchgeführt.

Verknüpft mit den Entwicklungsarbeiten ist das Thema Zulassung von neuen und/oder modifizierten Sitzen in neuen Flugzeugtypen. Bis zur Zulassung eines neuen Sitzmodells bzw. von neuen Sitzteilen sind diverse Tests zu absolvieren und zu dokumentieren.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen (Passagierluftverkehr)

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft geprägt von erheblichen externen Herausforderungen, insbesondere hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. 2023 lag das preisbereinigte BIP 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. [Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024] Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Covid-19-Jahr 2020 nicht weiter fort. Deutschland ist 2023 in eine Rezession gerutscht. [Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)]

Die Inflationsrate lag bei durchschnittlichen 5,9 %, getrieben durch drastische Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln. [Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024]

Gemäß der Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird das BIP 2024 nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Auch die Bundesregierung rechnet für 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose nach unten. [Prognosen zur Entwicklung des deutschen BIP 2024-2025 | Statista]

2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen (Passagierluftverkehr)

[Siehe hierzu ACI Europe: Air traffic finally above pre-pandemic levels (traveldailynews.com), European air passenger volumes almost back to pre-pandemic in March - Airport Suppliers (airport-suppliers.com), Air Passenger Market Analysis (iata.org).]

Im Vorjahr 2022 gewann die Erholung von der Corona-Pandemie in der Luftverkehrsbranche an Schwung, insbesondere im Inlands- und internationalen Kurzstreckenverkehr. Die Flughäfen in der EU meldeten ein erhebliches Wachstum im Vergleich zum Vorjahr, auch wenn das Gesamtaufkommen noch nicht das Niveau von 2019 erreicht hat. Der Wachstumskurs setzte sich bis 2023 mit einem deutlichen Anstieg des Passagieraufkommens fort. Die EU-Flughäfen verzeichneten einen Anstieg der Passagierzahlen um 19 % im Vergleich zu 2022 und erreichten rund 976 Millionen Passagiere. Die Entwicklung wurde vor allem durch einen Aufschwung in den Segmenten Freizeitreisen und Besuch von Freunden und Verwandten (VFR) getragen. Einige Flughäfen, insbesondere in Ländern wie Irland, dem Vereinigten Königreich und der Slowakei, verzeichneten ein exponentielles Wachstum im Vergleich zu ihren Zahlen von 2021.

In der ersten Hälfte des Jahres 2024 hatte sich der europäische Luftverkehr vollständig auf das Niveau vor der Pandemie erholt, wobei das Passagieraufkommen das von 2019 leicht übertraf. Die Erholung wurde vom internationalen Reiseverkehr angeführt, der doppelt so schnell wuchs wie der Inlandsverkehr. Flughäfen in ganz Europa meldeten einen Anstieg des Passagieraufkommens um 9 % in der ersten Jahreshälfte 2024 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Gesamtverkehrsaufkommen war um 0,4 % höher als im ersten Halbjahr 2019, was eine vollständige Erholung bestätigte. Allerdings verlief die Erholung uneinheitlich, denn nur 53 % der europäischen Flughäfen erreichten bis Mitte 2024 wieder ihr Passagieraufkommen von vor der Pandemie. Flughäfen in Polen, Griechenland und Malta, die sich stark auf den Freizeitverkehr stützen, verzeichneten ein deutliches Wachstum, während andere in Finnland und Slowenien zurückblieben.

Insgesamt ging der europäische Luftverkehrsmarkt von 2023 bis 2024 von einer Erholungsphase in eine vollständige Wiederherstellung über, wobei 2024 das erste Jahr war, in dem das Passagieraufkommen durchgängig über dem Niveau vor der Pandemie lag.

Mit dem Hochlauf der Flugzeugproduktion im Jahr 2023 stieg auch die Nachfrage nach neuen Flugzeugsitzen. Große Sitzhersteller wie Recaro, Safran und Collins Aerospace verzeichneten erhebliche Auftragsbestände. Die Fluggesellschaften zeigten dabei ein gesteigertes Interesse an Sitzen, die den Passagieren mehr Komfort, Konnektivität und Unterhaltungssysteme während des Fluges bieten. Auch die Nachfrage nach Premium Economy- und Business-Class-Sitzen stieg an, da die Fluggesellschaften versuchen, zahlungskräftigere Passagiere anzuziehen.

Bis 2024 ist die Nachfrage nach neuen Flugzeugsitzen robust und spiegelte die allgemeine Erholung in der Luftfahrtindustrie wider. Die steigende Produktion neuer Flugzeuge, insbesondere von Single-Aisle-Modellen wie dem Airbus A320 und der Boeing 737, führte zu einem hohen Bedarf an Economy-Class-Sitzen. Das Thema Nachhaltigkeit rückt stärker in den Vordergrund, und die Sitzhersteller berücksichtigen umweltfreundlichere Materialien und Designs, um die Umweltinitiativen der Fluggesellschaften zu unterstützen. Dazu gehörten die Verwendung recycelter Materialien und Innovationen zur Verringerung des CO 2 -Fußabdrucks der Sitzproduktion.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Erholung der Flugzeugproduktion von 2023 bis 2024 direkt auf die Nachfrage nach neuen Flugzeugsitzen auswirkte, die einen starken Aufschwung erlebte, da die Fluggesellschaften ihre Flotten aktualisierten und sich auf die Verbesserung des Passagiererlebnisses und der betrieblichen Effizienz konzentrieren.

Zu den wesentlichen Markttrends zählen dabei:

Individualisierung und Flexibilität: Die Fluggesellschaften verlangten mehr individuelle Anpassungsmöglichkeiten, um ihre Dienstleistungen zu differenzieren, was zu einer Vielzahl von Sitzkonfigurationen und -funktionen führt, die auf spezifische Marktbedürfnisse zugeschnitten sind.

Erhöhte Investitionen: Sowohl Fluggesellschaften als auch Hersteller investieren in Forschung und Entwicklung, um Sitze zu entwickeln, die den Komfort der Passagiere und die betriebliche Effizienz verbessern, und reagieren damit auf die neue Marktnachfrage.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr war im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Folgenden des Ukrainekrieges und der unter anderem infolgedessen grassierenden Inflation geprägt.

Im Berichtsjahr konnte dabei ein Umsatz von TEUR 30.068 (Vorjahr TEUR 21.757) erzielt werden.

Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag betragen TEUR 1.187 (Vorjahr TEUR 1.214). Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 3.050 nachdem im vorangehenden Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von TEUR 5.243 zu verzeichnen war. Der gegenüber dem Vorjahr bessere Geschäftsverlauf lässt sich im Wesentlichen durch ein gestiegene Ersatzteilgeschäft begründen, wobei inflationsbedingt hohe Bezugspreise für die verwendeten Materialien, Personalkosten auf hohem Niveau sowie weiterhin hohe Abwertungen im Vorratsbereich das Ergebnis belasten. Der im Vorjahresgeschäftsjahr prognostizierte Jahresfehlbetrag wurde um notwendige Wertberichtigungen korrigiert. Die Prognose für die Umsatzerlöse und liquiden Mittel wurde erreicht.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt MEUR 129 nach MEUR 118 zum 31. Dezember 2022.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr haben sich gegenüber dem vorangehenden Geschäftsjahr stark erhöht (von TEUR 21.757 auf TEUR 30.068).

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 719 nach TEUR 1.985 im Vorjahr.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Relation zur Gesamtleistung) [Gesamtleistung berechnet als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen.] beläuft sich auf 53 % (Vorjahr 63 %). In beiden Jahren schlagen sich die Teuerungseffekte deutlich in den Materialaufwendungen nieder. Abwertungen auf nicht werthaltige Altbestände belaufen sich auf TEUR 1.220 zuzüglich Abwertungen auf nicht erstellte Lieferantenreklamationen aus Fehllieferungen in Höhe von rund TEUR 400. Bereinigt um diese lag die Materialquote 2023 bei 52 % und unterhalb des Vorjahresniveaus.

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zur Gesamtleistung) bewegte sich mit 32 % in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (36 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 6.917 nach TEUR 6.678 im Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Raumkosten, Werbe- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe und sonstigen Kosten.

2.3.2 Vermögenslage

Das Anlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.186 auf TEUR 2.164. Gegenläufig zu den (planmäßigen) Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände bzw. Sachanlagen wirkten dabei Zugänge im Bereich des Sachanlagevermögens sowie Zugänge bei geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Im Bereich des Vorratsvermögens ergab sich aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und Auftragslage ein Anstieg von TEUR 12.969 auf TEUR 15.184. Im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe war dabei eine Veränderung von TEUR 4.176 auf TEUR 7.484, im Bereich der unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen von TEUR 8.385 auf TEUR 7.177 zu verzeichnen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund der positiveren Umsatzentwicklung von TEUR 3.425 auf TEUR 5.127. Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände war ein Anstieg von TEUR 519 auf TEUR 1.552 zu verzeichnen, der überwiegend aufgrund von Steuerforderungen zum Jahresende zurückzuführen ist.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des vorangehenden Geschäftsjahrs von TEUR 4.644 auf TEUR 5.187 aufgrund des allgemein steigenden Geschäftsvolumens.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhten sich aufgrund der steigenden Nachfrage bzw. der sich positiv entwickelnden Auftragslage von TEUR 8.014 auf TEUR 9.357.

Im Bereich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen war ein Anstieg gegenüber dem vorangehenden Bilanzstichtag von TEUR 3.042 auf TEUR 4.614 zu verzeichnen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund eines IC Darlehens von TEUR 951 auf TEUR 7.471. Das gestiegene Geschäftsvolumen und teilweise Verzögerungen in der Supply-Chain führte zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf, da mehr Working Capital vorgehalten wurde. Dieser Finanzbedarf konnte durch ein langfristiges IC Darlehen der Gesellschafterin finanziert werden.

2.3.3 Finanzlage

Das Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2023 negativ und beträgt -TEUR 1.698 nach TEUR 1.353 zum Bilanzstichtag des vorangehenden Geschäftsjahrs.

Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.187 nach TEUR 1.214 zum vorangehenden Bilanzstichtag.

2.3.4 Gesamtaussage

In Anbetracht der noch vorherrschenden Verlustsituation im Geschäftsjahr 2023 kann die Geschäftsführung mit dem Jahresergebnis nicht zufrieden sein, obwohl dieses besser als das Vorjahresergebnis ist. Es konnten jedoch für rund MEUR 31 profitable Neuaufträge gewonnen werden, welche in den kommenden Jahren das Wachstum sichern und die Profitabilität wiederherstellen werden. Zudem entwickelt sich das margenträchtige Ersatzteilgeschäft sehr positiv. Zusammen mit verschiedenen eingeleiteten Maßnahmen zur Senkung der Bezugspreise, geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich der positive Trend fortsetzen und das Ergebnis im Jahr 2024 stabilisieren wird.

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen

Das Produktportfolio von ZIM ist in den letzten Jahren innovativer und qualitativ besser geworden. Die Gesellschaft ist bei namhaften Flugzeugherstellern für retrofit wie auch für linefit Projekte zugelassen. Unter anderem ist in diesem Zusammenhang der entwickelte Premium Economy Sitz zu erwähnen. Chancen sehen wir vor diesem Hintergrund mit Blick auf die Anforderungen der Luftfahrtindustrie hinsichtlich des Gewichts der Sitze (Treibstoffverbrauch) oder der Flexibilität von Sitzkonzeptgestaltungen in verschiedenen Flugzeugtypen. Auch in Bezug auf den sich abzeichnenden Trend hin zum Premium Economy Sitz rechnen wir mit steigenden Absatz- und Umsatzchancen in diesem Segment. Wachstumschancen ergeben sich insbesondere durch die Modernisierung bereits eingesetzter Flugzeuge in der Innenausstattung (retrofit). Die skizzierten Chancen stufen wir als von hoher Bedeutung für die Gesellschaft ein.

Wesentliche Chancen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft sehen wir ferner im Zusammenhang mit einer adäquaten Ausgestaltung des internen und externen Rechnungswesens. Exemplarisch seien in diesem Zusammenhang Maßnahmen im Bereich Bestands-/Verbindlichkeitenmanagement, Debitoren-/Liquiditätsmanagement (integrierte Planung) und die Implementierung einer konsequenten Kalkulation bzw. Nachkalkulation über alle Projekte genannt.

3.2 Risiken

In Bezug auf die Risikoberichterstattung erfolgt eine Bruttodarstellung, d.h. die Risiken werden vor Risikobegrenzungsmaßnahmen angegeben.

3.2.1 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, IC-Darlehen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Im Geschäftsjahr kam es zu keinen wesentlichen Forderungsausfällen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken. In Bezug auf das Finanzmanagement werden Strukturen zur proaktiven Steuerung insbesondere im Working Capital-Management etabliert.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt. Das Risikomanagement konkretisiert sich unter anderem in der zeitnahen Erstellung von Monatsabschlüssen und einer regelmäßigen Mehrjahres-Unternehmensplanung mit Budget und rolling forecast.

Aufgrund des zum 7. Januar 2021 abgeschlossenen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung und unter Berücksichtigung der Auftragslage sind bis mindestens zum 31. Dezember 2025 keine Liquiditätsengpässe zu erwarten.

Die Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten schätzt die Geschäftsführung als niedrig ein.

3.2.2 Sonstige Risiken

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Aspekte

Nach der Covid-19-Pandemie zeigt die Luftfahrtindustrie eine deutliche Erholung, was zu einer steigenden Nachfrage nach Flugzeugsitzen führt.

1.

Passagierverkehr: Mit der Aufhebung von Reisebeschränkungen nimmt der Passagierverkehr zu, was den Bedarf an neuen Flugzeugen und Sitzen erhöht.

2.

Flottenerneuerung: Fluggesellschaften modernisieren ihre Flotten, ersetzen ältere Modelle und benötigen daher moderne, komfortable Sitze.

3.

Komfort und Technologie: Passagiere erwarten höheren Komfort und bessere Technologie, was die Nachfrage nach ergonomischen und technisch ausgestatteten Sitzen steigert.

4.

Nachhaltigkeit: Es gibt einen wachsenden Bedarf an leichten, umweltfreundlichen Materialien, um den Treibstoffverbrauch zu senken und die CO 2 -Emissionen zu reduzieren.

5.

Regionale Unterschiede: Die Erholung verläuft in Asien und Nordamerika schneller als in Europa, was dort zu einer stärkeren Nachfrage führt.

Insgesamt nimmt die Nachfrage nach modernen, komfortablen und nachhaltigen Flugzeugsitzen zu, was die Markterholung im Flugzeugbau nach Covid-19 positiv beeinflusst.

Operative Risiken

Um Flugzeugsitze herstellen bzw. vertreiben zu dürfen, sind diverse Zulassungen erforderlich, die sich insbesondere auf das Unternehmen und das Sitzmodell beziehen. Ferner sind so genannte Kundeneinzelzulassungen zu beachten. Flugzeugsitze müssen im Rahmen ihrer Entwicklung diversen Tests unterzogen werden. Ausgehend von den deutlich erhöhten Zulassungsanforderungen der EASA (European Union Aviation Safety Agency) in der jüngeren Vergangenheit haben sich die Test- und Zertifizierungsaufwendungen wesentlich erhöht. Die entsprechenden Aufwendungen sind im Rahmen der Kalkulation zu berücksichtigen und im Rahmen des Controllings konsequent zu überwachen (Verrechnung an den Kunden). Die Risiken im Zusammenhang mit den gestiegenen Zulassungsanforderungen sind für ZIM von hoher Bedeutung.

Der Kreis der Kunden bzw. potenziellen Kunden ist produktbedingt überschaubar und es handelt sich häufig um Großprojekte, die von ZIM bearbeitet werden. Risiken von potenziell großer Bedeutung können sich aus verzögerten Auslieferungen infolge von Produktionsschwierigkeiten (z.B. Fehlteile) oder Qualitätsproblemen und daraus resultierenden Schadenersatzansprüchen der Kunden ergeben. Dasselbe gilt für Risiken im Zusammenhang mit Gewährleistungen bzw. Rechtsstreitigkeiten.

Eine wesentliche Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird derzeit nicht gesehen, so dass dieses Risiko für die Gesellschaft von geringer Bedeutung ist.

Politische Risiken

Der Handelsstreit zwischen USA und China hat Deutschland bisher nur marginal in der Zuliefererkette zwischen China und der EU betroffen. Auch die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und Europa betreffen uns derzeit nicht direkt. Mittelfristig erwarten wir jedoch Auswirkungen in unserer Industrie durch die Strafzölle der USA auf Flugzeugimporte aus Europa.

Der Russland-Ukraine-Krieg hat weltweit erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten und Handelsbeziehungen, und auch die ZIM, ein Hersteller von Flugzeugsitzen, ist davon betroffen. Die Hauptauswirkungen lassen sich in mehreren Bereichen beobachten:

1.

Rohstoffversorgung: Der Krieg hat die Verfügbarkeit und Preise von Rohstoffen wie Aluminium und Titan beeinträchtigt, die für die Produktion von Flugzeugsitzen unerlässlich sind. Russland ist ein bedeutender Exporteur dieser Metalle und Sanktionen sowie Exportbeschränkungen haben zu Engpässen und Preissteigerungen geführt.

2.

Transport und Logistik: Unterbrochene Handelsrouten und eingeschränkte Transportkapazitäten haben zu Verzögerungen und höheren Kosten im internationalen Frachtverkehr geführt. Der Zugang zu wichtigen Märkten und Zulieferern in der Region ist eingeschränkt, was die rechtzeitige Beschaffung von Komponenten und Materialien erschwert.

3.

Energiepreise: Die Energiepreise sind aufgrund des Krieges stark gestiegen, was die Produktionskosten erhöht. Besonders in der energieintensiven Fertigung von Flugzeugsitzen wirken sich diese Preisanstiege negativ auf die Gesamtkostenstruktur aus.

4.

Zuliefernetzwerk: Einige Zulieferer der ZIM Aircraft Seating GmbH haben Produktionsstätten in der Ukraine oder beziehen Materialien aus der Region. Die direkte Kriegsbetroffenheit dieser Zulieferer führt zu weiteren Unterbrechungen und Ausfällen in der Lieferkette.

Zusammengefasst hat der Russland-Ukraine-Krieg signifikante Auswirkungen auf die Lieferketten der ZIM Aircraft Seating GmbH. Das Unternehmen muss sich auf längere Lieferzeiten, höhere Kosten und die Suche nach alternativen Beschaffungsquellen einstellen, um die Produktion von Flugzeugsitzen aufrechtzuerhalten und zu optimieren.

Die politischen Risiken schätzen wir als von mittlerer bis hoher Bedeutung für die Gesellschaft ein.

3.3 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 rechnen wir auf Basis des aktuellen Forecasts mit Umsatzerlösen von TEUR 47.500, einem Jahresüberschuss von TEUR 1.000 und liquiden Mitteln von TEUR 1.989.

Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025 rechnen wir mit Umsatzerlösen von rund TEUR 55.000 sowie einem deutlich über den Werten des Jahres 2024 liegenden Jahresüberschuss und höheren liquiden Mitteln.

 

Immenstaad am Bodensee, den 30. Dezember 2024

Sven Achilles

Bernd Reichle

Raffael Rogg

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEE

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ZIM Aircraft Seating GmbH, Immenstaad am Bodensee

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ZIM Aircraft Seating GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZIM Aircraft Seating GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Biberach an der Riß, den 9. Januar 2025

Prof. Dr. Birk & Mühleis Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Michael Birk, Wirtschaftsprüfer

Andreas Mühleis, Wirtschaftsprüfer

ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEE

FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Die Gesellschafterversammlung vom 6. März 2025 hat die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 beschlossen.

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