BKM Bodenseeprojekte UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Kortmann seit 10.11.2025 | Prokura |
Antonia Johanna Frenzel seit 21.8.2025 | Geschäftsführer |
Dirk Mahlmann seit 22.7.2025 | Geschäftsführer |
Dirk Schellong seit 11.5.2022 | Prokura |
Raffael Claudius Rogg seit 9.6.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.10% | |
| 0.80% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ZIM Aircraft Seating GmbHImmenstaad am BodenseeJahresabschluss zum 31. Dezember 2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEEAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEE(ZIM Aircraft Seating GmbH, Immenstaad am Bodensee; Amtsgericht Ulm HRB 742327) A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, insofern ist das Geschäftsjahr der Gesellschaft das Kalenderjahr. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266, 275 Abs. 2 HGB unter Beachtung rechtsformabhängiger Besonderheiten. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und die Davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Die Berichtswährung ist Euro (EUR); Zahlenangaben erfolgen in EUR bzw. TEUR. Rundungsdifferenzen sind möglich. Die Geschäftsführung ist bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten. Im Einzelnen erfolgen die Bilanzierung und Bewertung wie folgt: I. Anlagevermögen 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer unter Einbezug der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei, fünf, sechs bzw. sieben Jahre; lineare Methode) vermindert. Sofern die Aktivierungsvoraussetzungen vorliegen, wird das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB zum Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgeübt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die entsprechenden Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer unter Einbezug der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer drei bis zwölf Jahre (lineare Methode) abgeschrieben. Bei immateriellen Vermögensgegenständen und Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, sofern der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände niedriger ist als der zum Bilanzstichtag sich ergebende Buchwert und diese Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Bestehen die Gründe für die vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, ist eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vorzunehmen. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes verwendet wird, sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von EUR 800) werden im Wesentlichen im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben II. Umlaufvermögen 1. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Im Rahmen der Ermittlung der Anschaffungskosten sind Anschaffungsnebenkosten, nachträgliche Anschaffungskosten und Anschaffungspreisminderungen zu berücksichtigen. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr berücksichtigt werden. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd, d.h. abgeleitet vom Netto-Verkaufspreis. Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Im Rahmen der Folgebewertung des Vorratsvermögens wird der Gängigkeit der Bestände durch entsprechende Abwertungen Rechnung getragen. Unter Beachtung des für die Vorräte geltenden strengen Niederstwertprinzips werden die Bestände am Bilanzstichtag ferner ggf. zu einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. 3. Liquide Mittel Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand oder Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden Rechnungsabgrenzungen vorgenommen. III. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Dabei wird allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften abgezinst. Gewährleistungsrückstellungen werden gebildet, um erwartete zukünftige Verpflichtungen aus Gewährleistungsansprüchen zu erfassen. Die Rückstellung wird zum Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf Schätzungen der Kosten, die zur Erfüllung der Gewährleistungsverpflichtungen erforderlich sind. Der Verbrauch der Gewährleistungsrückstellungen wird über die entsprechenden Kostenarten Material- und Personalaufwand erfasst. IV. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Angaben zu Posten der Bilanz 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen In Bezug auf die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 164 angefallen. Diese entfallen im Wesentlichen auf aktivierte Aufwendungen betreffend die Entwicklung eines Flugzeugsitzes für die Mittel- und Langstrecke. Der zugehörige Bilanzposten ist mit "Projekte in Entwicklung" bezeichnet. 2. Vorratsvermögen Der Buchwert der Vorräte beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 15.184 nach TEUR 12.969 im Vorjahr. Zum Bilanzstichtag wurde eine Abwertung von außergewöhnlicher Größenordnung auf nicht werthaltige Altbestände in Höhe von TEUR 1.620 vorgenommen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Einzelwertberichtigungen waren, wie im vorangehenden Geschäftsjahr, nicht erforderlich. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 92 (Vorjahr TEUR 89). 4. Liquide Mittel Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.187 (Vorjahr TEUR 1.214). 5. Aktive Rechnungsabgrenzung Der Posten enthält mit TEUR 307 im Wesentlichen Pachtkosten (Pachtvorschuss), die über zehn bzw. 25 Jahre abgegrenzt wurden. 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist zum Bilanzstichtag die AURELIUS Development Seventeen GmbH, Grünwald. Das Eigenkapital stellt sich wie folgt dar (in TEUR):
7. Rückstellungen Die Effekte aus der Diskontierung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind von untergeordneter Bedeutung. 8. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7.470.831,08 (Vorjahr EUR 950.525,00) betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffend Managementleistungen sowie ein langfristiges endfälliges Darlehen. Zum Bilanzstichtag 2023 haben TEUR 15.693 (Vorjahr TEUR 14.306) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 6.056 (Vorjahr TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (davon in 2023 mehr als fünf Jahre: TEUR 0). 9. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 283 resultieren aus der Ausübung des Wahlrechts zur Aktivierung von Entwicklungskosten. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände besteht steuerlich ein Aktivierungsverbot. Der Steuersatz beträgt 28,5 %. Im Zusammenhang mit der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB besteht nach § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 53 enthalten. 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 548 (Vorjahr TEUR 36) enthalten im Wesentlichen die Zinsen aus den Darlehensverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen. E. Grundlagen für die Währungsumrechnung Posten in Fremdwährung wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB beachtet. F. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverträge für Gebäude mit Laufzeiten bis 2026 bzw. 2032 (TEUR 532 fällig innerhalb von einem Jahr, TEUR 1.126 fällig innerhalb von ein bis fünf Jahren, TEUR 285 fällig nach mehr als fünf Jahren). Leasinggebühren für z.B. Fahrzeuge sind von untergeordneter Bedeutung. Die Vorteile für die Gesellschaft bestehen in der Verlagerung des Investitionsrisikos und der geringeren Kapitalbindung. Die Risiken bestehen in der vertraglichen Bindung, sofern ggf. Leerstand auftritt. G. Sonstiges Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen insgesamt 137 Arbeitnehmer (Vorjahr 116) beschäftigt, davon waren 67 (Vorjahr 57) gewerbliche Arbeitnehmer. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren bzw. sind: Herr Raffael Rogg, Kaufmann Herr Sven Achilles, Betriebswirt Herr Thomas Merk, Betriebswirt, 1. Februar 2023 bis 19. Juni 2024 Herr Bernd Reichle, Kaufmann, ab 1. August 2024 Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Konzernabschluss Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA mit Sitz in Grünwald erstellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Grünwald erhältlich. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB haben wir gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.050.916,99 sowie der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 27.574,52 ergeben einen Bilanzverlust von EUR 3.023.342,27. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Zwischen Ende des Geschäftsjahres 2023 bis zur Erstellung des Jahresabschlusses haben sich keine berichtsrelevanten Ereignisse ergeben.
Immenstaad am Bodensee, den 30. Dezember 2024 Sven Achilles Bernd Reichle Raffael Rogg
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEE1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Gesellschaft wurde 2008 mit Produktionsstandort in Markdorf aus dem Engineering Dienstleister ZIM GmbH durch die (ehemaligen) geschäftsführenden Gesellschafter gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Flugzeugsitzen für kommerzielle Passagierflugzeuge. Kunden sind die internationalen Airlines, die sowohl neue shipsets (linefit) als auch Sitze zum Austausch bestehender Sitze (retrofit) bei ZIM bestellen. Es werden insbesondere Sitze der Economy und Premium Economy Class vertrieben. Diese Sitze werden in Abstimmung mit den Kunden individualisiert (customizing) auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden in Form, "look and feel", Gewicht, Farbe, Materialien etc. angepasst. ZIM übernimmt auch Reparaturen von Flugzeugsitzen weltweit (repair and maintainance), meist durch externe Dienstleister. Neben den Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Sitzen und Ersatzteilen sowie der Erbringung von Reparaturleistungen werden Erlöse aus der Berechnung von Entwicklungsleistungen an Kunden erzielt. ZIM montiert die Sitze aus Komponenten. Die Komponenten bestehen im Wesentlichen aus Leichtmetall (Aluminiumlegierungen), Kohlefaserverbundwerkstoffen, Schaumstoffen, Textilien und Leder, die im Wesentlichen aus der EU, aber auch aus Asien und den USA bezogen werden. Einfluss auf das Geschäft von ZIM haben insbesondere die Produktion von neuen Flugzeugen der Hersteller Airbus und Boeing als auch die Umrüstung von bestehenden Flugzeugen. Entsprechend ist die Kundenstruktur ausgerichtet; die Hauptabsatzmärkte sind Europa und Asien. 1.2 Internes Steuerungssystem und finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung überwacht anhand geeigneter Steuerungsinstrumente, die die Art und den Umfang der Geschäftstätigkeit berücksichtigen, die Gesellschaft. Im Wesentlichen dient als internes Steuerungsinstrument die monatlich erstellte betriebswirtschaftliche Auswertung (Erfolgsrechnung). Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Jahresergebnis und die liquiden Mittel anzusehen. Den Ist-Zahlen aus der Erfolgsrechnung werden die jeweiligen Planzahlen gegenübergestellt. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten richten sich zum einen auf die Entwicklung neuer Sitze. Zum anderen werden bestehende Sitztypen in Bezug auf z.B. Gewicht, Anforderungen an Technik (z.B. wireless charging oder inflight entertainment equipment) und Komfort, d.h. unter Berücksichtigung von Trends und Marktentwicklungen, optimiert und/oder nach spezifischen Kundenvorstellungen weiterentwickelt. Die Aktivitäten werden im Wesentlichen mit eigenen Mitarbeitern durchgeführt. Verknüpft mit den Entwicklungsarbeiten ist das Thema Zulassung von neuen und/oder modifizierten Sitzen in neuen Flugzeugtypen. Bis zur Zulassung eines neuen Sitzmodells bzw. von neuen Sitzteilen sind diverse Tests zu absolvieren und zu dokumentieren. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen (Passagierluftverkehr) 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft geprägt von erheblichen externen Herausforderungen, insbesondere hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. 2023 lag das preisbereinigte BIP 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. [Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024] Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Covid-19-Jahr 2020 nicht weiter fort. Deutschland ist 2023 in eine Rezession gerutscht. [Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)] Die Inflationsrate lag bei durchschnittlichen 5,9 %, getrieben durch drastische Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln. [Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024] Gemäß der Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird das BIP 2024 nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Auch die Bundesregierung rechnet für 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose nach unten. [Prognosen zur Entwicklung des deutschen BIP 2024-2025 | Statista] 2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen (Passagierluftverkehr) [Siehe hierzu ACI Europe: Air traffic finally above pre-pandemic levels (traveldailynews.com), European air passenger volumes almost back to pre-pandemic in March - Airport Suppliers (airport-suppliers.com), Air Passenger Market Analysis (iata.org).] Im Vorjahr 2022 gewann die Erholung von der Corona-Pandemie in der Luftverkehrsbranche an Schwung, insbesondere im Inlands- und internationalen Kurzstreckenverkehr. Die Flughäfen in der EU meldeten ein erhebliches Wachstum im Vergleich zum Vorjahr, auch wenn das Gesamtaufkommen noch nicht das Niveau von 2019 erreicht hat. Der Wachstumskurs setzte sich bis 2023 mit einem deutlichen Anstieg des Passagieraufkommens fort. Die EU-Flughäfen verzeichneten einen Anstieg der Passagierzahlen um 19 % im Vergleich zu 2022 und erreichten rund 976 Millionen Passagiere. Die Entwicklung wurde vor allem durch einen Aufschwung in den Segmenten Freizeitreisen und Besuch von Freunden und Verwandten (VFR) getragen. Einige Flughäfen, insbesondere in Ländern wie Irland, dem Vereinigten Königreich und der Slowakei, verzeichneten ein exponentielles Wachstum im Vergleich zu ihren Zahlen von 2021. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 hatte sich der europäische Luftverkehr vollständig auf das Niveau vor der Pandemie erholt, wobei das Passagieraufkommen das von 2019 leicht übertraf. Die Erholung wurde vom internationalen Reiseverkehr angeführt, der doppelt so schnell wuchs wie der Inlandsverkehr. Flughäfen in ganz Europa meldeten einen Anstieg des Passagieraufkommens um 9 % in der ersten Jahreshälfte 2024 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Gesamtverkehrsaufkommen war um 0,4 % höher als im ersten Halbjahr 2019, was eine vollständige Erholung bestätigte. Allerdings verlief die Erholung uneinheitlich, denn nur 53 % der europäischen Flughäfen erreichten bis Mitte 2024 wieder ihr Passagieraufkommen von vor der Pandemie. Flughäfen in Polen, Griechenland und Malta, die sich stark auf den Freizeitverkehr stützen, verzeichneten ein deutliches Wachstum, während andere in Finnland und Slowenien zurückblieben. Insgesamt ging der europäische Luftverkehrsmarkt von 2023 bis 2024 von einer Erholungsphase in eine vollständige Wiederherstellung über, wobei 2024 das erste Jahr war, in dem das Passagieraufkommen durchgängig über dem Niveau vor der Pandemie lag. Mit dem Hochlauf der Flugzeugproduktion im Jahr 2023 stieg auch die Nachfrage nach neuen Flugzeugsitzen. Große Sitzhersteller wie Recaro, Safran und Collins Aerospace verzeichneten erhebliche Auftragsbestände. Die Fluggesellschaften zeigten dabei ein gesteigertes Interesse an Sitzen, die den Passagieren mehr Komfort, Konnektivität und Unterhaltungssysteme während des Fluges bieten. Auch die Nachfrage nach Premium Economy- und Business-Class-Sitzen stieg an, da die Fluggesellschaften versuchen, zahlungskräftigere Passagiere anzuziehen. Bis 2024 ist die Nachfrage nach neuen Flugzeugsitzen robust und spiegelte die allgemeine Erholung in der Luftfahrtindustrie wider. Die steigende Produktion neuer Flugzeuge, insbesondere von Single-Aisle-Modellen wie dem Airbus A320 und der Boeing 737, führte zu einem hohen Bedarf an Economy-Class-Sitzen. Das Thema Nachhaltigkeit rückt stärker in den Vordergrund, und die Sitzhersteller berücksichtigen umweltfreundlichere Materialien und Designs, um die Umweltinitiativen der Fluggesellschaften zu unterstützen. Dazu gehörten die Verwendung recycelter Materialien und Innovationen zur Verringerung des CO 2 -Fußabdrucks der Sitzproduktion. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Erholung der Flugzeugproduktion von 2023 bis 2024 direkt auf die Nachfrage nach neuen Flugzeugsitzen auswirkte, die einen starken Aufschwung erlebte, da die Fluggesellschaften ihre Flotten aktualisierten und sich auf die Verbesserung des Passagiererlebnisses und der betrieblichen Effizienz konzentrieren. Zu den wesentlichen Markttrends zählen dabei:
2.2 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr war im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Folgenden des Ukrainekrieges und der unter anderem infolgedessen grassierenden Inflation geprägt. Im Berichtsjahr konnte dabei ein Umsatz von TEUR 30.068 (Vorjahr TEUR 21.757) erzielt werden. Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag betragen TEUR 1.187 (Vorjahr TEUR 1.214). Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 3.050 nachdem im vorangehenden Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von TEUR 5.243 zu verzeichnen war. Der gegenüber dem Vorjahr bessere Geschäftsverlauf lässt sich im Wesentlichen durch ein gestiegene Ersatzteilgeschäft begründen, wobei inflationsbedingt hohe Bezugspreise für die verwendeten Materialien, Personalkosten auf hohem Niveau sowie weiterhin hohe Abwertungen im Vorratsbereich das Ergebnis belasten. Der im Vorjahresgeschäftsjahr prognostizierte Jahresfehlbetrag wurde um notwendige Wertberichtigungen korrigiert. Die Prognose für die Umsatzerlöse und liquiden Mittel wurde erreicht. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt MEUR 129 nach MEUR 118 zum 31. Dezember 2022. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr haben sich gegenüber dem vorangehenden Geschäftsjahr stark erhöht (von TEUR 21.757 auf TEUR 30.068). Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 719 nach TEUR 1.985 im Vorjahr. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Relation zur Gesamtleistung) [Gesamtleistung berechnet als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen.] beläuft sich auf 53 % (Vorjahr 63 %). In beiden Jahren schlagen sich die Teuerungseffekte deutlich in den Materialaufwendungen nieder. Abwertungen auf nicht werthaltige Altbestände belaufen sich auf TEUR 1.220 zuzüglich Abwertungen auf nicht erstellte Lieferantenreklamationen aus Fehllieferungen in Höhe von rund TEUR 400. Bereinigt um diese lag die Materialquote 2023 bei 52 % und unterhalb des Vorjahresniveaus. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zur Gesamtleistung) bewegte sich mit 32 % in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (36 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 6.917 nach TEUR 6.678 im Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Raumkosten, Werbe- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe und sonstigen Kosten. 2.3.2 Vermögenslage Das Anlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.186 auf TEUR 2.164. Gegenläufig zu den (planmäßigen) Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände bzw. Sachanlagen wirkten dabei Zugänge im Bereich des Sachanlagevermögens sowie Zugänge bei geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Im Bereich des Vorratsvermögens ergab sich aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und Auftragslage ein Anstieg von TEUR 12.969 auf TEUR 15.184. Im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe war dabei eine Veränderung von TEUR 4.176 auf TEUR 7.484, im Bereich der unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen von TEUR 8.385 auf TEUR 7.177 zu verzeichnen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund der positiveren Umsatzentwicklung von TEUR 3.425 auf TEUR 5.127. Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände war ein Anstieg von TEUR 519 auf TEUR 1.552 zu verzeichnen, der überwiegend aufgrund von Steuerforderungen zum Jahresende zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des vorangehenden Geschäftsjahrs von TEUR 4.644 auf TEUR 5.187 aufgrund des allgemein steigenden Geschäftsvolumens. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhten sich aufgrund der steigenden Nachfrage bzw. der sich positiv entwickelnden Auftragslage von TEUR 8.014 auf TEUR 9.357. Im Bereich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen war ein Anstieg gegenüber dem vorangehenden Bilanzstichtag von TEUR 3.042 auf TEUR 4.614 zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund eines IC Darlehens von TEUR 951 auf TEUR 7.471. Das gestiegene Geschäftsvolumen und teilweise Verzögerungen in der Supply-Chain führte zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf, da mehr Working Capital vorgehalten wurde. Dieser Finanzbedarf konnte durch ein langfristiges IC Darlehen der Gesellschafterin finanziert werden. 2.3.3 Finanzlage Das Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2023 negativ und beträgt -TEUR 1.698 nach TEUR 1.353 zum Bilanzstichtag des vorangehenden Geschäftsjahrs. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.187 nach TEUR 1.214 zum vorangehenden Bilanzstichtag. 2.3.4 Gesamtaussage In Anbetracht der noch vorherrschenden Verlustsituation im Geschäftsjahr 2023 kann die Geschäftsführung mit dem Jahresergebnis nicht zufrieden sein, obwohl dieses besser als das Vorjahresergebnis ist. Es konnten jedoch für rund MEUR 31 profitable Neuaufträge gewonnen werden, welche in den kommenden Jahren das Wachstum sichern und die Profitabilität wiederherstellen werden. Zudem entwickelt sich das margenträchtige Ersatzteilgeschäft sehr positiv. Zusammen mit verschiedenen eingeleiteten Maßnahmen zur Senkung der Bezugspreise, geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich der positive Trend fortsetzen und das Ergebnis im Jahr 2024 stabilisieren wird. 3 Chancen- und Risikobericht 3.1 Chancen Das Produktportfolio von ZIM ist in den letzten Jahren innovativer und qualitativ besser geworden. Die Gesellschaft ist bei namhaften Flugzeugherstellern für retrofit wie auch für linefit Projekte zugelassen. Unter anderem ist in diesem Zusammenhang der entwickelte Premium Economy Sitz zu erwähnen. Chancen sehen wir vor diesem Hintergrund mit Blick auf die Anforderungen der Luftfahrtindustrie hinsichtlich des Gewichts der Sitze (Treibstoffverbrauch) oder der Flexibilität von Sitzkonzeptgestaltungen in verschiedenen Flugzeugtypen. Auch in Bezug auf den sich abzeichnenden Trend hin zum Premium Economy Sitz rechnen wir mit steigenden Absatz- und Umsatzchancen in diesem Segment. Wachstumschancen ergeben sich insbesondere durch die Modernisierung bereits eingesetzter Flugzeuge in der Innenausstattung (retrofit). Die skizzierten Chancen stufen wir als von hoher Bedeutung für die Gesellschaft ein. Wesentliche Chancen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft sehen wir ferner im Zusammenhang mit einer adäquaten Ausgestaltung des internen und externen Rechnungswesens. Exemplarisch seien in diesem Zusammenhang Maßnahmen im Bereich Bestands-/Verbindlichkeitenmanagement, Debitoren-/Liquiditätsmanagement (integrierte Planung) und die Implementierung einer konsequenten Kalkulation bzw. Nachkalkulation über alle Projekte genannt. 3.2 Risiken In Bezug auf die Risikoberichterstattung erfolgt eine Bruttodarstellung, d.h. die Risiken werden vor Risikobegrenzungsmaßnahmen angegeben. 3.2.1 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, IC-Darlehen und Guthaben bei Kreditinstituten. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen wesentlichen Forderungsausfällen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken. In Bezug auf das Finanzmanagement werden Strukturen zur proaktiven Steuerung insbesondere im Working Capital-Management etabliert. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt. Das Risikomanagement konkretisiert sich unter anderem in der zeitnahen Erstellung von Monatsabschlüssen und einer regelmäßigen Mehrjahres-Unternehmensplanung mit Budget und rolling forecast. Aufgrund des zum 7. Januar 2021 abgeschlossenen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung und unter Berücksichtigung der Auftragslage sind bis mindestens zum 31. Dezember 2025 keine Liquiditätsengpässe zu erwarten. Die Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten schätzt die Geschäftsführung als niedrig ein. 3.2.2 Sonstige Risiken Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Aspekte Nach der Covid-19-Pandemie zeigt die Luftfahrtindustrie eine deutliche Erholung, was zu einer steigenden Nachfrage nach Flugzeugsitzen führt.
Insgesamt nimmt die Nachfrage nach modernen, komfortablen und nachhaltigen Flugzeugsitzen zu, was die Markterholung im Flugzeugbau nach Covid-19 positiv beeinflusst. Operative Risiken Um Flugzeugsitze herstellen bzw. vertreiben zu dürfen, sind diverse Zulassungen erforderlich, die sich insbesondere auf das Unternehmen und das Sitzmodell beziehen. Ferner sind so genannte Kundeneinzelzulassungen zu beachten. Flugzeugsitze müssen im Rahmen ihrer Entwicklung diversen Tests unterzogen werden. Ausgehend von den deutlich erhöhten Zulassungsanforderungen der EASA (European Union Aviation Safety Agency) in der jüngeren Vergangenheit haben sich die Test- und Zertifizierungsaufwendungen wesentlich erhöht. Die entsprechenden Aufwendungen sind im Rahmen der Kalkulation zu berücksichtigen und im Rahmen des Controllings konsequent zu überwachen (Verrechnung an den Kunden). Die Risiken im Zusammenhang mit den gestiegenen Zulassungsanforderungen sind für ZIM von hoher Bedeutung. Der Kreis der Kunden bzw. potenziellen Kunden ist produktbedingt überschaubar und es handelt sich häufig um Großprojekte, die von ZIM bearbeitet werden. Risiken von potenziell großer Bedeutung können sich aus verzögerten Auslieferungen infolge von Produktionsschwierigkeiten (z.B. Fehlteile) oder Qualitätsproblemen und daraus resultierenden Schadenersatzansprüchen der Kunden ergeben. Dasselbe gilt für Risiken im Zusammenhang mit Gewährleistungen bzw. Rechtsstreitigkeiten. Eine wesentliche Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird derzeit nicht gesehen, so dass dieses Risiko für die Gesellschaft von geringer Bedeutung ist. Politische Risiken Der Handelsstreit zwischen USA und China hat Deutschland bisher nur marginal in der Zuliefererkette zwischen China und der EU betroffen. Auch die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und Europa betreffen uns derzeit nicht direkt. Mittelfristig erwarten wir jedoch Auswirkungen in unserer Industrie durch die Strafzölle der USA auf Flugzeugimporte aus Europa. Der Russland-Ukraine-Krieg hat weltweit erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten und Handelsbeziehungen, und auch die ZIM, ein Hersteller von Flugzeugsitzen, ist davon betroffen. Die Hauptauswirkungen lassen sich in mehreren Bereichen beobachten:
Zusammengefasst hat der Russland-Ukraine-Krieg signifikante Auswirkungen auf die Lieferketten der ZIM Aircraft Seating GmbH. Das Unternehmen muss sich auf längere Lieferzeiten, höhere Kosten und die Suche nach alternativen Beschaffungsquellen einstellen, um die Produktion von Flugzeugsitzen aufrechtzuerhalten und zu optimieren. Die politischen Risiken schätzen wir als von mittlerer bis hoher Bedeutung für die Gesellschaft ein. 3.3 Prognosebericht Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 rechnen wir auf Basis des aktuellen Forecasts mit Umsatzerlösen von TEUR 47.500, einem Jahresüberschuss von TEUR 1.000 und liquiden Mitteln von TEUR 1.989. Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025 rechnen wir mit Umsatzerlösen von rund TEUR 55.000 sowie einem deutlich über den Werten des Jahres 2024 liegenden Jahresüberschuss und höheren liquiden Mitteln.
Immenstaad am Bodensee, den 30. Dezember 2024 Sven Achilles Bernd Reichle Raffael Rogg BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEEDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ZIM Aircraft Seating GmbH, Immenstaad am Bodensee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ZIM Aircraft Seating GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZIM Aircraft Seating GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Biberach an der Riß, den 9. Januar 2025 Prof.
Dr. Birk & Mühleis Treuhand GmbH
Prof. Dr. Michael Birk, Wirtschaftsprüfer Andreas Mühleis, Wirtschaftsprüfer ZIM AIRCRAFT SEATING GMBH, IMMENSTAAD AM BODENSEEFESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSESDie Gesellschafterversammlung vom 6. März 2025 hat die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 beschlossen. |
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