ROTHENBERGER Industrial GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christina Leitgeb seit 20.12.2022 | Prokura |
Thomas Bamberger seit 7.6.2021 | Geschäftsführer |
Christian Richard Ulrich Diehl seit 7.6.2021 | Geschäftsführer |
Christian Dr. Heine seit 25.6.2018 | Geschäftsführer |
Hans Klimmer seit 24.3.2007 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ROTHENBERGER AGKelkheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT 2021Geschäftsmodell des Konzerns Die ROTHENBERGER AG, Kelkheim, führt als strategische Managementholding weltweit 57 Tochterunternehmen und Beteiligungen. Die Unternehmen der ROTHENBERGER Group entwickeln, fertigen, vertreiben und warten Werkzeuge, Maschinen und Fahrzeuge, die in der Sanitär-, Heizungs-, Klima-, Kälte-, Gas- und Umwelttechnik zum Einsatz kommen. Die Firma ROTHENBERGER blickt dabei auf eine mehr als 70-jährige Tradition zurück. Der Ingenieur Edwin Rothenberger gründete das Unternehmen am 24. Mai 1949 als Handelshaus in Frankfurt am Main. Im Angebot waren Werkzeuge, Maschinen und Schweißtechnik - die Verbindung von Rohren stand im Mittelpunkt der Geschäftsaktivität. Die ROTHENBERGER Group ist mit acht Marken im Markt tätig. Die Marken ROTHENBERGER, SUPEREGO und VIRAX sowie die Marke ROTHENBERGER Industrial, das Kerngeschäft der Gruppe, gehen auf den Geschäftsursprung als Handelshaus für Löt- und Schweißprodukte sowie Installateurbedarf zurück. Die Marken ROTHENBERGER, SUPER-EGO und VIRAX richten sich an professionelle Endanwender in Handwerk und Industrie. Sie stellen Werkzeuge und Maschinen zum Trennen, Bearbeiten und Verbinden von Metall-, Kunststoff- und Mehrschichtverbundrohren sowie für die Inbetriebnahme und Instandhaltung von Trink- und Abwasserleitungen, Heizungssystemen oder Kältekreisläufen sowie Gasinstallationen zur Verfügung. Die Marken sind mit ihrem Vollsortiment im Fachhandel erhältlich, mit dem die Unternehmen der ROTHENBERGER Group seit Jahrzehnten partnerschaftlich zusammenarbeiten. Der Erfolg des Unternehmens stützt sich auch auf die Vertriebsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die die Produkte im Werkzeug-, Sanitär-, Baustoff- und Eisenwarenhandel sowie Heizungsgroßhandel präsentieren. Der Vertrieb an OEM-Kunden und über den Onlinehandel spielt ebenfalls eine große Rolle. Die Marke ROTHENBERGER Industrial richtet sich als einzige Marke an Endverbraucher und ist folglich im Baumarkt vertreten. Weitere Marken ergänzen das Portfolio der ROTHENBERGER Group als Satellitengeschäft: KROLL, RUKO, Sievert und RICO. KROLL entwickelt, fertigt und wartet kundenindividuell für kommunale oder private Dienstleister hergestellte Spezial-Fahrzeuge für Umwelttechnik und Entsorgung. Die Marke RUKO widmet sich mit einem Portfolio von rund 11.000 Artikeln als Spezialist in der Metallzerspanung der Entwicklung und Produktion von Bohr-, Senk- und Schneidwerkzeugen. Die Firma SIEVERT stellt gas- und strombetriebene Weichlöt-, Hartlöt- und Anwärmwerkzeuge her, mit denen Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Zünfte weltweit arbeiten - vom Dachdecker über Juweliere und Schreiner bis zu Elektrikern. RICO stellt TV-Inspektionssysteme her, mit denen Rohre befahren und inspiziert werden. Das Unternehmen baut nach Kundenwunsch Fahrzeuge aus, die in der Kanalinspektion zum Einsatz kommen und individualisiert sie ebenfalls je nach Anforderung. Forschung und Entwicklung Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung (F&E) tragen maßgeblich zum Erfolg der Unternehmensgruppe bei, denn sie übersetzen gemeinsam mit dem Produktmanagement und der Fertigung die Anforderungen und Bedürfnisse der verschiedenen Kundenkreise in Produkte und Dienstleistungen. Ein Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten lag auf der Einführung weiterer Akku-betriebener Maschinen. Unter dem Markenname ROTHENBERGER wurden 2021 weitere sieben Akku-Geräte im Markt eingeführt, die allesamt auf der gemeinsamen Akku-Schnittstelle im Rahmen der CAS-Allianz basieren. Die R600 VarioClean ist eine Akku-Segment-Rohrreinigungsmaschine. Sie zeichnet sich durch ihr geringes Gewicht und drei unterschiedliche Geschwindigkeiten aus. Je nach Art der Rohrverstopfung kann die Maschine entstopfen, reinigen oder sauberschleudern. Die RODRUM S VarioClean ist ebenfalls eine akku-betriebene Rohrreinigungsmaschine. Sie zeichnet sich neben den drei Geschwindigkeiten durch die abnehmbare Trommel aus und eignet sich insbesondere für Anwendungen in bewohnten Räumen. Für diese beiden neuen Rohrreinigungsmaschinen wurde eine neue Rohrreinigungsspirale entwickelt. Die Kombination aus leichtem Spezialdraht und Kunststoffseele ermöglicht ein verbessertes Reinigungsergebnis bei hoher Flexibilität und langer Akkulaufzeit. Die ROBEND 4000 E ist die erste Akku-Biegemaschine von ROTHENBERGER. Kupferrohre bis 35 mm können mit der kabellosen Maschine gebogen werden. Der bürstenlose Motor in Kombination mit den kraftvollen Akkus ermöglicht bis zu 60 Biegungen eines 28mm Kupferrohrs mit einer Akkuladung. Die SUTPERTRONIC 2000 E basiert auf der bewährten Getriebeplattform des Netzgerätes. Hier ermöglicht die Kombination aus bürstenlosem Motor, effizientem Getriebe und den DURAeasycut Gewindeschneidköpfen Arbeiten bis 2" Stahlrohr. Eine weitere Produktweiterentwicklung ist die akkubetriebene Rohrtrennmaschine PIPECUT Mini. Edelstahlrohre bis 108 mm Durchmesser können dank des speziell entwickelten Sägeblatts DURACUT X getrennt werden. Zusätzlich lässt sich die PIPECUT Mini ohne die Rohrführungsschiene als Kreissäge zum Trennen verwenden. Ebenso wurden drei Rohrabschneider für Kunstoffrohre eingeführt. Der ROCUT Plastic Pro ermöglicht das Trennen von Rohren bis 50mm insbesondere an schwer zugänglichen und engen Stellen. Im Jahr 2021 hat VIRAX auf dem Erfolg der 19-kN-Pressmaschine aufgebaut, indem das Konzept von Wechselpressbacke und Einsätzen auf die VIRAX 32- kN-Presse übertragen wurde. Eine neue Wechselpressbacke wurde entwickelt, für die dieselben Einsätze verwendet werden können. Für den Endnutzer bedeutet dies weniger Gewicht, leichtere Lagerung und niedrigere Anschaffungskosten als bei Standard-Pressbacken sowie eine Kompatibilität der Einsätze mit 19-kN- und 32-kN-Pressen." WIRTSCHAFTSBERICHT Krisenerholung geprägt von Lieferengpässen und steigenden Preisen Nach der tiefen Rezession im Jahr 2020 erholten sich weite Teile der Weltwirtschaft im Jahr 2021 wieder merklich, was zu einem prognostizierten Wachstum von 5,5% im Jahr 2021 führt. Hierbei war die Entwicklung maßgeblich beeinflusst von erneuten Lock-Downs und vor allem von im zweiten Halbjahr auftretenden Lieferengpässen. Die Unternehmen der ROTHENBERGER Group haben diese Herausforderungen gut gemeistert. Hierbei blieben die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und Geschäftspartner höchste Priorität. Andere wichtige Ziele während des zweiten Corona-Jahres waren die Sicherstellung der Lieferfähigkeit den Kunden gegenüber, welche starken Rückenwind im Markt gab, und die Sicherung der starken finanziellen Position der ROTHENBERGER Group. Der weltweit wachsenden Inflationsdynamik konnte ROTHENBERGER erfolgreich begegnen und Preiserhöhungen abwehren bzw. an den Markt weitergeben. Die Weltbank schätzt das Wachstum der Weltwirtschaft für 2021 auf 5,5%, was 0,2 Prozentpunkte schlechter als die Juni-Prognose ausfällt. Die entwickelten Volkswirtschaften erholen sich etwas langsamer von der Krise (5,0 %) als die Entwicklungs-und Schwellenländer (6,3 %). In den Ländern und Regionen, die für die Entwicklung der ROTHENBERGER Group maßgeblich sind, zeichnet sich folgendes Bild ab: Reales Bruttoinlandsprodukt (Veränderung zum Vorjahr in Prozent)
* Schätzung der Weltbank / Statistisches
Bundesamt
Die Übersicht verdeutlicht die stark abweichende Wachstumsentwicklung für das Jahr 2021. Als besonders bedeutsam ist die Entwicklung in der Eurozone zu sehen, in der rund 80 % der Umsätze der ROTHENBERGER Group erwirtschaftet werden. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die wirtschaftliche Entwicklung sind in den obigen Prognosen noch nicht berücksichtigt. Zum jetzigen Zeitpunkt sind diese noch nicht verlässlich einschätzbar. Europäisches Baugewerbe hat sich bereits wieder vom Einbruch des Jahres 2020 erholt In den für die ROTHENBERGER Group wichtigen Branchensegmenten wurden folgende Entwicklungen gemeldet: Die europäische Bauwirtschaft wurde deutlich von der Corona-Krise getroffen. Nach einer Schrumpfung des Bauvolumens im Jahr 2020 um 4,7% rechnet das Forschungs- und Beratungsnetzwerks Euroconstruct wieder mit einem deutlichen Wachstum von 5,6% im Jahr 2021 (Stand November 2021). Allerdings sind die Entwicklungen in den verschiedenen Volkswirtschaften sehr unterschiedlich. Während sieben Länder bereits das Vor-Krisen-Niveau übertroffen haben, sechs wieder auf dem Vor-Krisen-Niveau liegen, bewegen sich die restlichen sechs noch unter dem Niveau des Jahres 2019. In Deutschland hat die Baukonjunktur im Jahr 2021 deutlich an Dynamik verloren. Die Bauspitzenverbände prognostizieren im Dezember 2021 ein Gesamtjahreswachstum von lediglich 0,5% (nominal). Hier darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass die Bauindustrie in Deutschland auch im Krisenjahr 2020 deutlich mit 5,9% (nominal) gewachsen ist. Die Entwicklung der Baubranche spiegelt zwar nicht 1:1 die Entwicklung der Werkzeugabsätze wider, aber sie korreliert. Daher ist die Entwicklung der Baubranche ein guter Indikator für die Entwicklung des Werkzeugmarktes. GESCHÄFTSVERLAUF Das Jahr 2021 war weiterhin geprägt durch die weltweiten Corona-Einschränkungen sowie den globalen Supply Chain Herausforderungen mit deutlich verlängerten Liefer- und Transportzeiten. Bezogen auf das Gesamtjahr konnte die ROTHENBERGER Group nicht nur den pandemiebedingten Umsatzrückgang des Vorjahres ausgleichen, sondern hat auch im Vergleich zum Vor-Krisenniveau ein deutliches Umsatzwachstum erzielt. Mit einem Umsatz von 377,6 Mio. EUR konnte zudem der höchste Umsatz der über 70-jährigen Firmengeschichte erwirtschaftet werden. Dabei wurde das Umsatzwachstum zum Vorjahr insbesondere im ersten Halbjahr erwirtschaftet, während der Umsatz des zweiten Halbjahrs nur leicht über dem Umsatz des Vorjahres lag. Diese Entwicklung ist insbesondere dem untypischen Umsatzverlauf des Vorjahres geschuldet. Die wesentlichen Ergebnisse und die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr werden im folgenden Kapitel dargestellt. Lage des Konzerns ERTRAGSLAGE Die Ergebnisstruktur im Konzern entwickelte sich im Jahr 2021 wie folgt:
Mit Mio. EUR 377,6 lag der Konzernumsatz um 15,1 % (Mio. EUR +49,6) über dem Vorjahr. Damit wurde der für das Jahr 2021 angestrebte Umsatzzuwachs deutlich übertroffen. Nach einer positiven Bestandsveränderung im Vorjahr (Mio. EUR +1,3) ergeben sich im Jahr 2021 keine Auswirkungen aus der Veränderung des Vorratsvermögen. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit Mio. EUR +7,6 über dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR +6,2). Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich zusammen aus Mio. EUR +1,6 Währungskursgewinnen (Vorjahr Mio. EUR +2,1), Mio. EUR +2,1 Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr Mio. EUR +0,8), Mio. EUR +1,3 Gewinnen aus dem Verkauf von Sachanlagen (Vorjahr Mio. EUR +0,8) sowie Mio. EUR +2,6 sonstigen Erträgen (Vorjahr Mio. EUR +2,5). Die Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen resultieren überwiegend aus dem Verkauf eines Gebäudes in Metz, Frankreich. Auf Basis des deutlich gestiegenen Umsatzes erhöht sich der Materialaufwand um Mio. EUR 19,9 gegenüber dem Vorjahreswert. Sowohl der absolute Rohertrag (Mio. EUR +28,3) als auch die Rohertragsquote (+0,9 Prozentpunkte) entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr positiv. Dabei konnte die positive Entwicklung der Rohertragsquote sowohl durch Materialkosteneinsparungen als auch durch die konsequente Weitergabe von Preissteigerungen auf Lieferantenseite an Kunden erreicht werden. Die Personalkosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 4,6 erhöht. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus dem Wegfall von im Vorjahr gewährten staatlichen Subventionen sowie der jährlichen Tarifanpassung. Trotz des gestiegenen Umsatzes verbleibt die durchschnittliche Mitarbeiterzahl mit 1.552 Mitarbeiter nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (1.555 Mitarbeiter). Die Abschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen liegen mit Mio. EUR 6,4 auf dem Wert des Vorjahres (Mio. EUR 6,4). Aufgrund der Erholung der Geschäftstätigkeit hat sich der sonstige betriebliche Aufwand im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 6,7 (10,5%) erhöht. Der Anstieg resultiert insbesondere aus umsatzabhängigen Kosten (Mio. EUR 1,6), Beratungskosten (Mio. EUR 1,6), IT-Kosten (Mio. EUR 1,9), und einem erhöhten Einsatz von Leiharbeitern aufgrund der gestiegenen Produktionsvolumen (Mio. EUR 1,9). Zudem wurden für Umweltrisiken Rückstellungen in Höhe von Mio. EUR 1,0 gebildet. Diesen Kostenerhöhungen steht eine Reduzierung der Devisenkursverluste (Mio. EUR 2,1) entgegen. Die Gesamtkosten inklusive Abschreibungen und ohne Materialaufwand stiegen um Mio. EUR 11,3 auf Mio. EUR 164,0 an und liegen damit nahezu auf dem Niveau von 2019. Die Kostenquote bezogen auf die Gesamtleistung reduzierte sich nochmals deutlich um 2,9 Prozentpunkte auf 42,6 %. Das EBIT von Mio. EUR 39,0 liegt Mio. EUR 18,5 über dem Vorjahresniveau. Die Ertragsteuern erhöhten sich entsprechend um Mio. EUR 2,5 auf Mio. EUR 6,6. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Konzernjahresüberschuss um 106,7 % von Mio. EUR 14,8 auf Mio. EUR 30,7 gesteigert. Damit wurde das für das Geschäftsjahr prognostizierte Ergebniswachstum deutlich überschritten. Die Umsatzrentabilität, ermittelt aus Jahresüberschuss im Verhältnis zum Umsatz, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozentpunkte auf 8,1 % verbessert. VERMÖGENSLAGE Die Vermögenslage der ROTHENBERGER Group in Zahlen:
Die Bilanzsumme erhöht sich gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2020 auf Mio. EUR 229,8. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf insgesamt Mio. EUR 8,3 (Vorjahr: Mio. EUR 8,2). Die Sachanlagen weisen im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung um Mio. EUR 8,6 auf Mio. EUR 42,0 aus. Die Finanzanlagen lagen zum Stichtag bei Mio. EUR 2,5 (Vorjahr: Mio. EUR 3,2). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Mio. EUR 15,9 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Die Investitionen in das immaterielle Vermögen von Mio. EUR 1,3 betrafen vorwiegend geleistete Anzahlungen für Lizenzen von Mio. EUR 1,0. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen beliefen sich auf Mio. EUR 14,7. Hierin enthalten sind Zugänge bei Grundstücken und Gebäuden von Mio. EUR 7,8 und Investitionen in Maschinen von Mio. EUR 3,1 sowie in sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung von Mio. EUR 1,4. Auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau entfielen Mio. EUR 2,4. Den Zugängen im Anlagevermögen stehen Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 6,4 entgegen, die zu 81,1 % (Mio. EUR 5,2) auf Sachanlagen entfallen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 14,8 auf Mio. EUR 174,5 (Vorjahr: Mio. EUR 159,7). Der Wert der Vorräte hat sich um Mio. EUR 9,8 auf nunmehr Mio. EUR 86,7 erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR 53,9 erhöht. Die Reduzierung des übrigen Umlaufvermögens um Mio. EUR 2,0 resultiert im Wesentlichen aus einer Verminderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Bedingt durch den Umsatzanstieg sind die Days Inventory Outstanding (DIO), ermittelt aus dem durchschnittlichen Vorratsbestand des Geschäftsjahres in Bezug zum Umsatz, von 93 Tagen im Vorjahr auf 81 Tage im Jahr 2021 gesunken. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt gestiegenen Forderungen erhöhte sich der Days Sales Outstanding (DSO), ermittelt aus dem durchschnittlichen Bestand an Forderungen aus Lieferung und Leistung des Geschäftsjahres im Verhältnis zum Umsatz, um einen Tag auf nunmehr 59 Tage. Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um Mio. EUR 24,3 auf Mio. EUR 126,4. Der passivische Unterschiedsbetrag als Teil des wirtschaftlichen Eigenkapitals verringerte sich im Berichtszeitraum planmäßig durch ratierliche Auflösung um Mio. EUR 0,5 auf nunmehr Mio. EUR 3,1. Die Bankverbindlichkeiten reduzierten sich im Geschäftsjahr um 61,0 % auf Mio. EUR 8,7. Diesen standen Mio. EUR 28,4 (Vorjahr: Mio. EUR 22,0) liquide Mittel gegenüber. Die Nettobankverschuldung, ermittelt aus Bankverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel, hat sich somit auf Mio. EUR -19,7 (Vorjahr: Mio. EUR +0,2) reduziert. Aufgrund der besseren Ertragslage liegt die Liquidität deutlich besser als in der Prognose für das Jahr 2021 antizipiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr um Mio. EUR 0,5 gegenüber dem Vorjahr reduziert. Finanzlage KAPITALSTRUKTUR Das Anlagevermögen des Konzerns ist zu 240 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr 228 %). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote, berechnet als Summe von Eigenkapital und Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung bezogen auf die Bilanzsumme, beträgt 56,3 % (Vorjahr: 51,0 %). LIQUIDITÄT Der nach DRS 21 ermittelte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt Mio. EUR 40,2 nach Mio. EUR 24,1 im Vorjahr (+66,5 %). Dem steht ein Netto-Kapitalabfluss von Mio. EUR 8,8 aus Investitionstätigkeit gegenüber (Vorjahr Mio. EUR 4,6). Das Working Capital, berechnet als Summe von Vorräten und Lieferforderungen abzüglich der Lieferverbindlichkeiten, hat sich insgesamt um Mio. EUR 10,9 auf Mio. EUR 107,5 (Vorjahr: Mio. EUR 96,6) erhöht und liegt damit leicht über dem Durchschnitt der letzten drei Jahre. Neben den liquiden Mitteln bestehen freie Verwendungsmöglichkeiten aus Kreditlinien in zweistelliger Millionenhöhe mit zum großen Teil mittel- und langfristigen Rahmenzusagen. Primäres Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Konzerns. Im Rahmen des monatlichen Berichtswesens sowie der entsprechenden finanzstruktur- und liquiditätsbezogenen Analysen wird diesem Anspruch ausreichend Rechnung getragen. Bei der zur freien Verfügung stehenden Liquidität hat die Sicherheit der Anlagen Vorrang vor Rentabilitätsaspekten. Leistungsindikatoren FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Zur Steuerung des Konzerns werden ausgewählte Finanzkennzahlen als Leistungsindikatoren verwendet. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind Umsatz, EBIT und Working Capital. Daneben wird fortlaufend die Entwicklung der Nettobankverschuldung aus der laufenden Geschäftstätigkeit beobachtet, um die jederzeitige Zahlungs- und strategische Handlungsfähigkeit des Konzerns sicherzustellen. Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ist im Kapitel "Lage des Konzerns" erläutert. In den durchgängig während des Geschäftsjahres erstellten Monatsauswertungen werden Veränderungen dieser Kennzahlen analysiert und in die kurz- und mittelfristige Planung sowie die hierauf basierende Entscheidungsfindung integriert. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Die Leistungsfähigkeit der ROTHENBERGER Group zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern auch in der Nachhaltigkeit ihres Handelns, sowohl unter Umweltgesichtspunkten als auch durch loyale und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch im zweiten Corona-Jahr, allen Problemen wie erneuten Lockdowns, mobilem Arbeiten, Materialknappheit und hoher Nachfrage zum Trotz haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vollen Einsatz gezeigt und in allen Unternehmensbereichen dazu beigetragen, dieses Jahr erfolgreich zu machen. Auch im Jahr 2021 stand der Schutz der Belegschaft und Kunden im Mittelpunkt. Hier konnte ROTHENBERGER in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt einen wesentlichen Beitrag leisten und bereits im Juni 2021 allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Impfangebot machen, was sehr gut angenommen wurde. Im Juni und Juli 2021 hat sich ein Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kelkheimer Standorte durch den Betriebsarzt eine Erst- und eine Zweitimpfung verabreichen lassen und somit einen wichtigen Beitrag in Puncto Eigenschutz und Schutz anderer geleistet. Im Dezember des Jahres 2021 konnte durch ROTHENBERGER ein Booster Angebot gemacht werden, das ebenfalls rege genutzt wurde. Des Weiteren bot ROTHENBERGER allen Mitarbeitern eine Grippeschutzimpfung an. Ein im Sommer durchgeführter Gesundheitstag mit Vorträgen zu gesunder Ernährung, Kursen zur Stärkung der Rückenmuskulatur und geführten E-Bike Touren wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gut angenommen. Im Rahmen der Entspannung der Corona-Restriktionen Mitte 2021 konnten auch wieder interne Schulungen angeboten werden und auch das ROTHENBERGER Sommerfest konnte stattfinden. Die geplante Weihnachtsfeier musste aufgrund steigender Inzidenzen zum Schutze aller kurzfristig abgesagt werden. Das im Jahr 2020 eingeführte Format der Mitarbeiterinformation "Stets Informiert", ist aufgrund großer positiver Resonanz fortgeführt worden. In einem zweiwöchentlichen Rhythmus informiert der Vorstand in einem 30-minütigen Onlinemeeting über aktuelle Themen, wie die wirtschaftliche Entwicklung, die Corona-Situation in der Firma, über Neuprodukte aber auch über aktuelle Themen aus Company Mood, einem Tool zur Abfrage der aktuellen Mitarbeiterzufriedenheit. Neben Umsatz- und EBIT-Zielen steht die Kundenzufriedenheit als drittes großes Ziel der ROTHENBERGER ONE Strategie im Mittelpunkt des täglichen Handelns. Geleitet von dem Grundsatz "Wir denken von außen nach innen" betrachtet die ROTHENBERGER Group die Welt aus den Augen ihrer Anwender und Kunden. Das Ziel ist, ihren Arbeitsalltag zu erleichtern und sie produktiver und effizienter zu machen. Aus Kunden sollen treue Fans werden, die die Marken und die Produkte uneingeschränkt weiterempfehlen. Das soll durch volle Verfügbarkeit der Produkte, die Erfüllung der fünf Erfolgsfaktoren und durch eine Qualität, die Erwartungen übertrifft, erreicht werden. Die Messung der Kundenzufriedenheit wurde im Jahr 2021 erneut in einem großen "NPS (Net Promoter Score) and customer satisfaction survey" vorgenommen. Der Net Promoter Score gibt an, wie wahrscheinlich es ist, ROTHENBERGER einem Kollegen zu empfehlen. Erfreuliche Ergebnisse der Studie sind, dass die Rückmeldungen von 745 auf 971 gesteigert werden konnte und dass der NPS von 21 Punkten im Jahr 2020 auf 25 Punkte im Jahr 2021 gesteigert werden konnte. NACHHALTIGKEIT Nachhaltigkeit war bei ROTHENBERGER schon immer ein Teil der Firmenphilosophie und ist ebenfalls Teil der Mission: "Wir verbinden Menschen mit Wasser und Energie. Sicher. Nachhaltig.". Auf dem Weg, nachhaltiger und ressourcenschonender zu werden, hat die ROTHENBERGER Group im Jahr 2021 große Anstrengungen unternommen und weitere Grundsteine gelegt: So hat sich ROTHENBERGER das Ziel gesetzt alle ROTHENBERGER Gruppenunternehmen in Deutschland bis zum Jahr 2025 klimaneutral in Scope 1 (direkt in der Organisation anfallende Treibhausgasemissionen) und Scope 2 (indirekte Treibhausgasemissionen) zu werden. Das bedeutet konkret, dass man anstrebt, CO 2 neutral bei Energieträgern für Heizung, Fuhrpark und Leckage bei Kühlmitteln, sowie CO 2 neutral bei eingekaufter Energie (Strom) zu werden. Um dieses Ziel in Angriff zu nehmen, wurden für alle deutschen ROTHENBERGER Gruppenunternehmen für das Jahr 2020 Emissionsberichte erstellt, welche die Grundlage für das weitere Vorgehen bilden. Auf den Dächern der vier Kelkheimer Standorte mit einer Fläche von ca. 5.000 qm wurden bereits im Jahr 2020 Solaranlagen installiert. Im Jahr 2021 konnten alle Anlagen ans Netz gebracht werden. Im Laufe des Jahres haben diese bereits 187,25 MWh Solarstrom produziert. Des Weiteren wurde die Möglichkeit einer PKW-Überlassungspauschale geschaffen und die Umrüstung von Neonlampen auf LED-Lampen wurde weiter vorangetrieben. CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY Die gesellschaftliche Verantwortung, verbunden mit nachhaltiger Wirtschaftlichkeit, ist den Verantwortlichen der ROTHENBERGER Group wichtig. Die internen Standards für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz sowie für Korruptionsbekämpfung und Einhaltung der Wettbewerbsgesetze sind im Code of Conduct der ROTHENBERGER Group niedergeschrieben. Dieser Code of Conduct wurde im Jahr 2020 überarbeitet und modernisiert und im Rahmen eines umfangreichen Compliance-Programms den Mitarbeitern am Standort Kelkheim vorgestellt. Das Compliance-Programm enthält unter anderem auch ein E-Learning, um die Inhalte des Code of Conduct durch praxisbezogene Beispiele noch stärker im Bewusstsein der Mitarbeiter zu verankern. Im Laufe des Jahres 2021 wurde das Programm gruppenweit ausgerollt, wobei insgesamt über 1.800 E-Learnings in den drei Kategorien Datenschutz, Korruptionsprävention sowie AGG und Gleichbehandlung absolviert wurden. Darüber hinaus wurden in allen Gesellschaften der ROTHEBERGER Group Compliance Officer benannt, die vor Ort die Umsetzung, Schulung und Einhaltung der Compliance-Vorgaben sicherstellen. Die ROTHENBERGER Group steht für die sieben Werte Zusammenhalt als Familie, Vertrauen, Verantwortung, Effizienz, Qualität, Mut und Unternehmergeist. Diese sieben Werte sind es auch, die in Zeiten von Mobile Office und hoher Belastung ein äußerst erfolgreiches Miteinander begründet haben. Sie stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar, der der ROTHENBERGER Group ein so erfolgreiches Jahr 2021 beschert hat. Als Teil der familien- und unternehmergeführten Dr. Helmut Rothenberger Holding kommt die ROTHENBERGER Group ihrer individuellen, gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung im direkten geographischen Umfeld in vielfältiger Weise nach. So sind zum Beispiel soziale Einsätze fester Bestandteil der Ausbildungspläne in deutschen Gesellschaften. Auch außerhalb von Ländern, in denen die ROTHENBERGER Group Unternehmenssitze unterhält, engagierte sich das Unternehmen über die 2008 gegründete Dr. Helmut Rothenberger -Tools for Life-Foundation. Ihr Auftrag: Die Stiftung hilft, Menschen in allen Regionen der Erde Zugang zu essenziellen Ressourcen wie Wasser, Energie und Bildung zu verschaffen. Trotz Corona-Pandemie konnte die Stiftung ihr Engagement im Jahr 2021 ausbauen. 13 Projekte in 8 Ländern, Deutschland eingeschlossen, wurden gefördert. Zudem wurde im Jahr 2021 der Stiftungszweck "Förderung des Klimaschutzes" in die Satzung der Stiftung aufgenommen. Dies soll noch einmal die herausragende Bedeutung des Klimaschutzes als eine der großen Herausforderungen unserer Zeit betonen und es ermöglichen, dass die Stiftung aktiv mit Projekten auch den Klimaschutz fördert. ERKLÄRUNG DES VORSTANDS NACH § 312 AKTG Die Dr. Helmut Rothenberger Holding GmbH, Salzburg/Österreich, ist gemäß einer Mitteilung nach § 20 AktG Mehrheitsgesellschafter der ROTHENBERGER AG. Der Vorstand der ROTHENBERGER AG hat aufgrund dessen einen Abhängigkeitsbericht erstellt und hierin die folgende Schlusserklärung abgegeben: "Nach den dem Vorstand der ROTHENBERGER AG im Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte und der Abgabe des Abhängigkeitsberichtes über das Geschäftsjahr 2021 bekannten Umständen hat die ROTHENBERGER AG bei allen Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2021 mit verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist durch keine Maßnahme oder unterlassene Maßnahme benachteiligt worden." Prognose-, Chancen- und Risikobericht PROGNOSEBERICHT Sämtliche Prognosen für das Jahr 2022 unterliegen den nur schwer prognostizierbaren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Weltwirtschaft. Zudem kann aus heutiger Sicht nicht abgeschätzt werden, inwieweit sich der Krieg in der Ukraine auf die wirtschaftliche Entwicklung in unseren Kernmärkten Deutschland und Europa auswirken wird. Es zeichnet sich ab, dass der Einmarsch Russlands in der Ukraine die Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Corona-Krise bremsen könnte. Auch wenn Russland nur die elftgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, ist Europa und im Speziellen Deutschland abhängig von russischem Gas und die weitere konjunkturelle Entwicklung ist entscheidend von Gas- und Ölpreisen beeinflusst. Die Weltbank erwartet für das Jahr 2022 ein deutlich schwächer werdendes Wachstum der Weltwirtschaft von 4,1 % gegenüber 5,5 % im Jahr 2021, wobei diese Prognose - wie die nachfolgend erläuterten Prognosen - vor Ausbruch des Ukraine-Krieges erstellt wurden. Hauptgründe hierfür werden in diversen Abwärtsrisiken wie steigende Inflationserwartungen, weiteren Corona-Wellen, nachlassender fiskalpolitische Unterstützung und weiter anhaltenden Lieferengpässen gesehen. Prognosen der Weltbank zufolge entwickeln sich die Schwellen- und Entwicklungsländer in puncto Wachstum besser (Erwartetes BIP Wachstum 2022: 4,6 %) als die Industrienationen (Erwartetes BIP Wachstum 2022: 3,8 %). In der EU-Herbstprognose 2021 zum Wirtschaftswachstum geht die europäische Kommission von einem Wachstum der EU-Wirtschaft für 2022 von 4,3 % aus (2023: 2,5 %). Das solide Wachstum dürfte von der Binnennachfrage getragen werden. Die sich verbessernde Arbeitsmarktlage und der erwartete Rückgang der Sparquote sollten den Konsum nachhaltig stützen. Allerdings wird betont, dass das positive Bild aus der Wachstumsprognose für das Jahr 2021 von 5 % und 4,3 % für 2022 von drei wesentlichen Risikofaktoren getrübt wird. Diese sind laut der Europäische Kommission eine deutliche Zunahme der CORONA-Neuansteckungen, die steigende Inflation, die vor allem durch den sprunghaften Anstieg der Energiepreise verursacht wird, und die Störung der Lieferketten. Die Aussichten für Deutschland sind verhalten. Die Bundesregierung sieht dieselben Risiken wir die Europäische Kommission oder die Weltbank und hat im Januar die Wachstumsprognose für das Jahr 2022 deutlich auf 3,6 % nach unten korrigiert. Noch im Herbst war die Vorgängerregierung von 4,1 % ausgegangen. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung hat bereits im Januar leicht nachgegeben. Verantwortlich dafür sind laut DIW allerdings die hohen Corona-Infektionszahlen im Januar. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) gehen in ihrer Prognose für 2022 von einem nominalen Wachstum der baugewerblichen Umsätze von 5,5 % aus. (Stand: 7. Dezember 2021). Diese positive Prognose wird von den Spitzenverbänden mit der hohen Nachfrage und entsprechender Auftragsbestände begründet. 4 % des Wachstums gehen alleinig auf weitere erwartete Preissteigerungen zurück. Mit einer Preisberuhigung rechnen die Verbände ab dem zweiten Quartal, wenn Kapazitäten in der Produktion wieder hochgefahren würden und die Störungen in den Lieferketten sich abmilderten. AUSBLICK DER ROTHENBERGER GROUP AUF DAS JAHR 2022 Unter Berücksichtigung der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen strebt die ROTHENBERGER Group ein Umsatzwachstum auf knapp unter Mio. EUR 400 an. Dabei sollen sowohl die Einführung von Neuprodukten, Gewinnung neuer Kunden und Eingehen von Partnerschaften, als auch die zum Ausgleich von Kostensteigerung notwendige Preiserhöhungen beitragen. Aufgrund der Inflationsrisiken wird für das Geschäftsjahr 2022 trotz des unterstellten Umsatzwachstum ein moderates EBIT Wachstum im unteren einstelligen Millionenbereich erwartet. Aufgrund des Wegfalls von steuerlichen Verlustvorträgen ist davon auszugehen, dass ein Teil des EBIT-Wachstums durch einen erhöhten Steueraufwand kompensiert wird. Insgesamt ist somit von einer Steigerung des Konzernjahresüberschusses im unteren einstelligen Millionenbereich auszugehen. Eine Einschätzung der Entwicklung des Working Capitals ist vor dem Hintergrund der Risiken im Beschaffungsmarkt und der Herausforderungen einer globalen Supply-Chain nur schwer einschätzbar. Nichtsdestotrotz strebt die ROTHENBERGER Group trotz Umsatzwachstum ein Working Capital auf dem Niveau von 2021 an. Auch hinsichtlich der Nettoverschuldung bzw. Nettobankguthaben strebt die ROTHENBERGER Gruppe eine weitere Verbesserung im unteren einstelligen Millionenbetrag an. RISIKEN IM KONZERN Das Geschäft der ROTHENBERGER Group beinhaltet keine besonderen Risiken aus Einzelgeschäften. Es gibt keinerlei Abhängigkeiten von dominierenden Kunden oder Produkten. Nicht auszuschließen sind allerdings vereinzelte Länderrisiken, insbesondere in den von Währungskursschwankungen betroffenen Ländern, wie beispielsweise Türkei, Brasilien und Südafrika, die im Rahmen der geographischen Diversifikation und aufgrund der Umsatzgröße in den betroffenen Ländern als nicht existentiell einzustufen sind. Darüber hinaus tragen außenwirtschaftliche Ungleichgewichte wie auch ein volatiler Finanzmarkt zu einer höheren Unsicherheit bei, die Einfluss auf das Investitions- und Konsumverhalten der Kunden haben können. Weitere Risiken bestehen möglicherweise in protektionistischen Tendenzen in der Wirtschaftspolitik einiger Staaten, die zur Implementierung von Handelsbeschränkungen führen und so den internationalen Warenaustausch behindern könnten. Im Rahmen der anhaltenden Corona-Pandemie sind zudem Unterbrechungen der Lieferkette und Nachfragerückgänge nicht auszuschließen. Bezüglich der möglichen Unterbrechung der Lieferkette arbeitet die ROTHENBERGER Group intensiv an möglichen Zweitlieferanten und einer höheren Bevorratung für betroffene Waren. Da die ROTHENBERGER Group mit rund 80 % den größten Teil ihres Umsatzvolumens in Europa erzielt, besteht eine vergleichsweise geringere Sensitivität bei Eintritt etwaiger Länderrisiken außerhalb Europas, soweit es die vorgenannten Einflussfaktoren betrifft. Aufgrund des geringen Umsatzanteils in Russland und der Ukraine (1,3 % des Gesamtumsatzes) sind die direkten Risiken aus dem Krieg in der Ukraine für die ROTHENBERGER Group gering. Allerdings ergeben sich aus dem Krieg indirekte Risiken, wie zum Beispiel Versorgungsengpässe und Preissteigerungen bei Energien, die aktuell nicht einschätzbar sind. Auch ein mögliches Liquiditätsrisiko ist als gering einzustufen, da ausreichend vorhandene und zu keiner Zeit vollumfänglich in Anspruch genommene Kreditlinien der ROTHENBERGER Group zur Verfügung standen und stehen. Das Hauptvolumen der Linien wurde im September 2021 im Rahmen einer Refinanzierung für die nächsten fünf Jahre kontrahiert. Die Finanzierungsverträge beinhalten teilweise Vereinbarungen, marktübliche Covenants einzuhalten. Sowohl zum Bilanzstichtag als auch im Jahr 2021 und darüber hinaus werden - nach der heutigen Einschätzung des Vorstands - die vereinbarten Klauseln sicher erfüllt. Risiken im Zusammenhang mit Zinsänderungen und -schwankungen sind aufgrund der Tatsache, dass der Großteil der Bankverbindlichkeiten einer langfristigen Zinsbindung unterliegen, nach heutigem Stand als gering einzuschätzen. Aus den internationalen Aktivitäten entstehen währungsbedingte externe Risiken, die - sofern signifikant - fallweise durch ein Währungsmanagement abgesichert werden. Die genutzten Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften, werden aber nicht zu Handels- und Spekulationszwecken genutzt. Zudem wirken Geschäfte in USD und GBP im Wege der natürlichen Absicherung der Zahlungsströme außerhalb des Euroraumes kompensierend. Positionen aus Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzerngesellschaften werden nur in spezifischen Fällen abgesichert und können somit Währungsgewinne bzw. -verluste in der Ergebniserrechnung des Jahres verursachen. Finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Forderungsausfällen wird durch ein proaktives Forderungsmanagement sowie durch den selektiven Einsatz von Kreditversicherungen begegnet. Neben einem detaillierten lokalen Monitoring werden wichtige Kundenbeziehungen auch auf globaler Ebene zentral überwacht. Operativen Risiken wird durch entsprechende Maßnahmen des Risikomanagements entgegengewirkt. RISIKOMANAGEMENT Der Vorstand der ROTHENBERGER AG trägt der Komplexität der Unternehmensstruktur durch systematische Planungs- und Controllingsysteme und die regelmäßige Überprüfung der Unternehmensrisiken Rechnung. Monatlich werden sowohl die Zahlen der Einzelgesellschaften als auch die Konzernzahlen aufbereitet und berichtet, sodass die Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt und analysiert werden können. Im Vertrieb und im Bereich Finanzen werden auch innerhalb kürzerer Fristen entsprechende Plausibilitätsanalysen getätigt. Bei negativen Abweichungen steuert die Geschäftsleitung unterjährig gegen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beobachtung des Marktes und des Wettbewerbs gelegt. In jährlichen Planungsrunden fließen diese Ergebnisse ein. Besonderen Raum nimmt angesichts immer höherer Anforderungen an die Langlebigkeit und Sicherheitsstandards von Produkten das Qualitätsmanagement ein. Hier werden fortlaufend Maßnahmen zur Optimierung von Prozessabläufen in der Produktion und Logistik identifiziert und umgesetzt. CHANCEN In einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung bieten sich für den Konzern vor allem Chancen in einer Expansion außerhalb der Grenzen Europas im Wege der weiteren Globalisierung. Aber auch die Kernmärkte der ROTHENBERGER Group gewähren die Möglichkeit, weiterhin an positiven konjunkturellen Entwicklungen teilzuhaben. Um diese Marktchancen weitreichender auszuschöpfen, wird die konsequente Umsetzung einer differenzierten Marktstrategie unter Einbeziehung aller Marken des Konzerns vorangetrieben. Durch den kontinuierlichen Ausbau des internationalen Netzwerks eröffnet die ROTHENBERGER Group allen ihren Marken zusätzliche Absatzchancen. Die verstärkte Nutzung der bestehenden Infrastruktur bietet die Möglichkeit, weitere Marken in bereits von der Marke ROTHENBERGER abgedeckten Märkten mit geringem Ressourceneinsatz zu vermarkten. Dieser Vorteil der bestehenden, globalen Präsenz soll verstärkt genutzt werden. AKTUELLE ENTWICKLUNG UND AUSBLICK Die ROTHENBERGER Group entwickelte sich in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 wie erwartet. Sowohl die Umsatzentwicklung mit einem Wachstum als auch das ebenfalls gestiegene operative Ergebnis, entsprachen in den ersten beiden Monaten des Jahres den Erwartungen. Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2022 davon aus, dass die geplanten Zielwerte bei allen wesentlichen wirtschaftlichen Leistungsdaten erreicht werden.
Kelkheim, den 17. März 2022 ROTHENBERGER AG Der Vorstand Dr. Christian Heine Christian Diehl Vorstandsvorsitzender Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021Der Sitz der Gesellschaft ist Spessartstraße 2-4, 65779 Kelkheim (Taunus). Die ROTHENBERGER AG ist beim Amtsgericht Königstein im Taunus unter HRB 5535 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde unter Anwendung und Beachtung der §§ 290 bis 315 HGB sowie unter Beachtung der Vorschriften des AktG aufgestellt. Sämtliche Werte werden in TEUR angegeben. I. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB bzw. gemäß § 310 Abs. 1 HGB neben der ROTHENBERGER AG die im Folgenden aufgeführten Gesellschaften einbezogen. Bei den Angaben über den Konsolidierungskreis wurde für mehrere Tochtergesellschaften die Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Direkt von der ROTHENBERGER AG, Kelkheim, gehaltene Anteile:
*) Fremdwährungspositionen im Gezeichneten
Kapital werden mit historischen Wechselkursen umgerechnet
Indirekt über die ROTHENBERGER Plastic Technologies GmbH, Hessisch Lichtenau, gehaltene Anteile:
Indirekt über die ROTHENBERGER S.A., Abadiano (Spanien), gehaltene Anteile:
Indirekt über die ROTHENBERGER UK Holdings Ltd., Kettering (Vereinigtes Königreich), gehaltene Anteile:
Indirekt über die Sievert AB, Solna (Schweden) gehaltene Anteile:
Indirekt über die ROTHENBERGER Middle East FZCO, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), gehaltene Anteile:
Der Einbezug in den Konzernabschluss erfolgt gemäß den Regelungen des § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB aufgrund des bestehenden Rechts, die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans zu bestellen und abzuberufen. Indirekt über die ROTHENBERGER Ireland Ltd., Shannon (Irland) gehaltene Anteile:
Indirekt über die RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge, Holzgerlingen, gehaltenen Anteile:
Indirekt über die KROLL Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH, Hünxe, gehaltene Anteile:
Zudem werden in den Konzernabschluss einbezogen:
At-equity bewertete Beteiligungen (assoziierte Unternehmen): Die ROTHENBERGER AG hält 21,36 % an der nexMart Beteiligungs GmbH & Co. KG, Stuttgart, die im Rahmen des Konzernabschlusses seit Juli 2012 at-equity bewertet wird:
Folgende Gesellschaften wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in die Konsolidierung einbezogen, weil ihre Umsatzerlöse in Summe weniger als 0,2 % des Konzernumsatzes ausmachen und ihr Jahresergebnis in Summe weniger als 0,1 % des Konzernergebnisses ausmacht: Die von der ROTHENBERGER AG, Kelkheim, gehaltenen Anteile:
Die von der RUKO GmbH Präzisionswerkzeuge, Holzgerlingen, gehaltenen Anteile an reinen Vertriebsgesellschaften:
Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt geändert. Mit Wirkung zum Dezember 2021 ist die bislang at-equity bilanzierte und unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesene KROLL REAL GmbH & Co. KG, Hünxe, nach Zahlung eines Abfindungsguthabens an den ausscheidenden Gesellschafter an die KROLL Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH angewachsen. Dies hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über eine betriebsindividuelle Nutzungsdauer von zwei bis maximal 15 Jahren linear abgeschrieben. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Das Engagement in Bezug auf die erworbenen Unternehmen ist langfristiger Natur und nachhaltig ausgerichtet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind profitabel, in ihren Märkten führende Unternehmen, die in stabilen Branchen tätig sind. Bei den Produkten der betreffenden Tochtergesellschaften ist grundsätzlich von einem langfristigen Lebenszyklus auszugehen, was dem Qualitätsgedanken der ROTHENBERGER-Gruppe ebenfalls Rechnung trägt. Aus den genannten Gründen werden Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung dieser produzierenden Gesellschaften über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, was der Dauer des erwarteten ökonomischen Nutzens entspricht. Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten im handelsrechtlich erforderlichen Mindestumfang abzüglich vorzunehmender Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von drei bis maximal 40 Jahren und entsprechend der betriebsindividuellen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter, die bis zum 31. Dezember 2017 zugegangen sind und Anschaffungskosten von mehr als EUR 150 netto bis zu EUR 1.000 netto aufweisen, wurden in Anlehnung an §6 Abs. 2a EStG in einem jahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst und aktiviert. Der Sammelposten wird linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2017 zugegangen sind und Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 netto aufweisen, werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Alle geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 werden im Jahr der Anschaffung in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe direkt aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Anlagegüter bei den ausländischen Konzerngesellschaften werden überwiegend im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Falle voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sind die Gründe für die Abschreibung entfallen, so werden Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten erfasst. Umlaufvermögen Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren mit durchschnittlichen Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt die Orientierung an den Wiederbeschaffungskosten des Beschaffungsmarktes. Bei Handelswaren erfolgt die Orientierung an den Wiederbeschaffungskosten des Beschaffungsmarktes sowie an den Verkaufspreisen des Absatzmarktes abzüglich noch anfallender Kosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen grundsätzlich neben den Einzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten und dem Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Im Falle von Bestandsrisiken aufgrund geringer Verwertbarkeit werden Abwertungen auf das Vorratsvermögen vorgenommen. Soweit fertige Erzeugnisse bzw. Handelswaren aus Lieferungen von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen stammen, werden diese unter Eliminierung von entstandenen Zwischengewinnen zu den Herstellungskosten der produzierenden Einheit verlustfrei bewertet. Die Bewertung der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit Anschaffungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert worden. Bestehenden Ausfallrisiken wurde durch entsprechende Wertberichtigungen in ausreichendem Umfang zur Berücksichtigung niedrigerer beizulegender Zeitwerte Rechnung getragen. Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der ROTHENBERGER-Gruppe zu Sicherungszwecken eingesetzt und mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt dagegen imparitätisch. Für negative Marktwerte werden dementsprechend Rückstellungen gebildet. Die sonstigen Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten bilanziert worden. Latente Steuern aus § 274 HGB Latente Steuern werden auf temporär und quasi-permanent abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz ermittelt. Darüber hinaus werden berücksichtigungsfähige Zins- und Verlustvorträge in die Ermittlung einbezogen. Ergibt sich aus der Gesamtbetrachtung dieser Differenzen ein Überhang an passiven latenten Steuern, so wird dieser bilanziert, wenn insgesamt in zukünftigen Geschäftsjahren mit einer Steuerbelastung zu rechnen ist. Bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern wurden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit diese innerhalb eines Prognosezeitraums von fünf Jahren voraussichtlich genutzt werden können. Der sich aus der Gesamtbetrachtung aller Differenzen ergebende Aktivüberhang wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht zum Ansatz gebracht. Soweit aktive latente Steuern den passiven Latenzen der Höhe nach entsprechen, werden diese verrechnet dargestellt. Die Bewertung erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz, der wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede gültig sein wird. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Pensionsrückstellungen werden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Erwartete künftige Gehalts- und Rentensteigerungen finden bei der Ermittlung mit jährlichen Steigerungsraten zwischen 0,0 % bis 2,0 % Berücksichtigung. Pensionsrückstellungen werden mittels versicherungsmathematischer Anwartschafts- bzw. Rentenbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen der SIEVERT AB, Solna (Schweden), erfolgt zum Barwert. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurde bis zum Geschäftsjahr 2015 anhand des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde der Zeitraum für die Ermittlung der Abzinsungszinssätze zur Bewertung von Pensionsrückstellungen verlängert. Der Rechnungszinssatz von 1,90 % (Vorjahr: 2,34 %) zum 31. Dezember 2021 wurde anhand des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 628 (Vorjahr: TEUR 856). Verrechnung von Deckungsvermögen mit Rückstellungen für Pensionen Bestimmte Vermögensgegenstände, die dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind und die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (sogenanntes Deckungsvermögen), werden zum beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, bewertet. Sie werden mit den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Daneben werden auch Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung dieser Vermögensgegenstände mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet. Der Ausweis des verbleibenden Betrags erfolgt im Finanzergebnis. Übrige Rückstellungen Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften mit dem Verpflichtungsüberschuss. Sie werden unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostensteigerungen zum erwarteten Erfüllungsbetrag dotiert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag bewertet. III. Währungsumrechnung Umrechnung der Fremdwährungsposten in den Jahresabschlüssen einbezogener inländischer und ausländischer Unternehmen Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen bzw. der Erfüllungsbetrag der Verbindlichkeiten aus Bezügen in fremder Währung werden zu den zum Zeitpunkt der Buchung der Geschäftsvorfälle gültigen Kursen bestimmt. Kurzfristige Vermögensgegenstände sowie kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Durchschnittskassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, werden nach der Fremdwährungsumrechnung unter Berücksichtigung von Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzip bilanziert. Einzeln kursgesicherte Forderungen oder Verbindlichkeiten werden zu Sicherungskursen angesetzt. Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Jahresabschlüsse einbezogener ausländischer Unternehmen Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen wurde unter Beachtung der Vorschriften des § 308a HGB vorgenommen. Danach ergeben sich für die Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse in fremder Währung die folgenden Grundsätze: Auf fremde Währung lautende Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das gezeichnete Kapital, die in Vorjahren dotierten Rücklagen sowie Ergebnisvorträge werden mit historischen Kursen umgerechnet. Aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen resultierende Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich der Abschreibungen werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Die im Rahmen der Währungsumrechnung entstandenen Differenzen werden in der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen. IV. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei den ab dem 1. Januar 2010 einbezogenen Gesellschaften gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Verrechnung gemäß § 301 Abs. 1 Satz 1 HGB wird auf der Grundlage der Wertansätze der Tochterunternehmen zu dem Zeitpunkt vorgenommen, in dem das Unternehmen erstmals die Voraussetzungen eines Tochterunternehmens erfüllt. Aktive Unterschiedsbeträge werden den Vermögensgegenständen zugeordnet, die stille Reserven enthalten. Darüberhinausgehende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben. Die Kapitalkonsolidierung bei den Gesellschaften, die bereits vor dem 1. Januar 2010 in den Konzernabschluss einbezogen worden sind, erfolgt weiterhin nach der Buchwertmethode. Die Verrechnung nach § 301 Abs. 1 Satz 1 HGB a.F. wurde dabei auf der Grundlage der Wertansätze der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss vorgenommen. Aus der Erstkonsolidierung der VIRAX S.A.S. im Konzernabschluss 2011 und der daraus erfolgten Aufdeckung der stillen Reserven nach Abzug latenter Steuern resultiert ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 3.023 (fortgeschriebener Wert zum 31. Dezember 2021), der gemäß § 309 Abs. 2 HGB über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände erfolgswirksam in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" aufgelöst wird (TEUR 481 p.a.), soweit er nicht auf Grund und Boden entfällt (TEUR 1.100 abzüglich latenter Steuern). Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus Vorjahren wurde in Höhe von TEUR 34 gemäß § 301 Abs. 3 HGB in einer gesonderten Position nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Weitere passivische Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 603 wurden entsprechend ihrem Charakter wie in den Vorjahren den Rücklagen zugeordnet. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen der ROTHENBERGER-Gruppe, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Sie werden gemäß den Vorschriften der §§ 311, 312 HGB nach der sogenannten Buchwertmethode mit dem Anteil am Kapital einbezogen, der dem Konzern gehört (at-equity). Ausleihungen und andere Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden verrechnet (§ 303 Abs. 1 HGB). Zwischenergebnisse, die auf Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden entsprechend § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Die Erlöse und anderen Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht als Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen auszuweisen waren (§ 305 Abs. 1 HGB). Auf unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich aus der Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen ergeben, werden gemäß § 306 HGB latente Steuern angesetzt. Aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen im Anlagevermögen ergaben sich keine Steuerabgrenzungen. Die latenten Steuern wurden mit unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Die Bandbreite der für die Bewertung zugrunde gelegten Steuersätze liegt zwischen 10 % und 40 %. V. Erläuterungen zum Konzernabschluss 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gemäß § 268 Abs. 2 HGB in einem Konzernanlagengitter als Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Der mit TEUR 978 (Vorjahr: TEUR 1.182) ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert entfällt mit TEUR 965 (Vorjahr: TEUR 1.129) auf aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen umfassen die Anteile an den nicht konsolidierten Tochtergesellschaften RUKO Bore og Skäreväktöj Aps (TEUR 17), ROTHENBERGER Slovakia s.r.o. (TEUR 31) und weiteren Gesellschaften (TEUR 26). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen umfassen langfristige Forderungen der ROTHENBERGER Italiana S.R.L. gegen die REAL Italy S.r.l. (TEUR 58) aus dem in 2012 erfolgten Immobilienverkauf, die mit zukünftigen Mietzahlungen verrechnet werden. Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen handelt es sich um die Anteile an der nexMart Beteiligungs GmbH & Co KG, Stuttgart (TEUR 2.067). Die Sonstigen Beteiligungen betreffen mit TEUR 42 die nexMart Schweiz AG, Wallisellen (Schweiz). 2. Vorräte Bei den fertigen Erzeugnissen und Waren wurden Zwischengewinne in Höhe von TEUR 4.251 (Vorjahr: TEUR 3.853) eliminiert. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die nicht konsolidiert sind, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 660) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 467 (Vorjahr: TEUR 1.094) enthalten. 4. Latente Steuern Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern auf Zwischengewinne im Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 749 resultieren vollumfänglich aus Konsolidierungsmaßnahmen des laufenden (TEUR 38) und vergangener (TEUR 711) Geschäftsjahre. Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultieren hauptsächlich aus der Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierung der VIRAX S.A.S. im Jahr 2011. Die passivierten latenten Steuerschulden haben sich von TEUR 1.153 zu Beginn des Geschäftsjahres um TEUR 38 auf TEUR 1.115 reduziert. Aus den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften ergab sich unter Berücksichtigung von Zins- und Verlustvorträgen ein aktivischer Überhang an latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nicht angesetzt wurde. Die latenten Steuern basieren auf Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen in folgenden Bilanzpositionen: Sachanlagevermögen, Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten. Die passiven latenten Steuern resultieren dabei aus Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens sowie aus Verbindlichkeiten. Die Differenzen bei den übrigen Bilanzposten führen zu aktiven latenten Steuern. 5. Gezeichnetes Kapital TEUR 39.000 Das gezeichnete Kapital wird durch 1.500.000 vinkulierte Namensaktien im Nennbetrag von EUR 26,00 repräsentiert. 6. Bilanzgewinn Auf der Hauptversammlung vom 18. Mai 2021 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020 des Mutterunternehmens einen Teilbetrag in Höhe von TEUR 7.020 als Dividende in Höhe von 4,68 EUR je Namensaktie auszuschütten. 7. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Die Position beinhaltet ausschließlich die Effekte aus der Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Jahresabschlüsse ausländischer Unternehmen gemäß § 308a HGB. 8. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital, an Ergebnisvorträgen und an Jahresergebnissen setzen sich wie folgt zusammen:
9. Pensionsrückstellungen Vermögensgegenstände, die dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind und die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (sogenanntes Deckungsvermögen), wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 4.655. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den fortgeführten Anschaffungskosten. Entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde dieses Deckungsvermögen in Höhe eines beizulegenden Zeitwerts von TEUR 4.655 mit Pensionsverpflichtungen in Höhe eines Erfüllungsbetrages von TEUR 13.376 verrechnet. Nach den Bestimmungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Vermögenserträge in Höhe von TEUR 152 mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 223 verrechnet. Der Aufwand aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes in Höhe von TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 490) wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. 10. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen kundenspezifische Rückstellungen TEUR 9.101; (Vorjahr: TEUR 7.234), personalspezifische Rückstellungen TEUR 11.248; (Vorjahr: TEUR 9.382), lieferantenspezifische Rückstellungen TEUR 5.343 (Vorjahr: TEUR 3.871) sowie übrige sonstige Rückstellungen TEUR 3.020; (Vorjahr: TEUR 2.374). Die kundenspezifischen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus noch zu gewährenden Boni und Provisionen, aus Gewährleistungen sowie aus noch ausstehenden Gutschriften. Die personalspezifischen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Resturlaub, variable Vergütungen, Abfindungen, Prämien und Jubiläumsgelder. Die übrigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Rechnungen, Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung sowie Zinsrückstellungen. 11. Verbindlichkeiten
Vorjahreszahlen:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht konsolidiert sind, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.605 (Vorjahr: TEUR 3.109) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 287) enthalten. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren in Höhe von TEUR 3.210 (Vorjahr: TEUR 746). Bei den Sicherheiten handelt es sich um Grundpfandrechte, Forderungsabtretungen sowie Sicherungsübereignungen. 12. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden insgesamt Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 2.534 (Vorjahr: TEUR 5.455), davon Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften für Dritte von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 555), Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten von TEUR 2.500 (Vorjahr: TEUR 3.200) und aus gesamtschuldnerischer Mithaftung von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.700). Unter Berücksichtigung der bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse ist die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen als gering einzustufen. Diese Einschätzung basiert auf den positiven Erfahrungen der Vergangenheit hinsichtlich des Zahlungsverhaltens der Parteien, zu deren Gunsten die Haftungsverhältnisse bestehen. 13. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Nicht bilanzierte Geschäfte der ROTHENBERGER-Gruppe betreffen hauptsächlich operative Leasingverträge. Diese Geschäfte dienen der Optimierung der Liquidität und beinhalten keine besonderen Risiken. 14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen am 31. Dezember 2021 im Wesentlichen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen. Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Investitionsvorhaben sowie aus anderen, nicht näher spezifizierten finanziellen Verpflichtungen wie folgt:
Davon entfallen TEUR 5.523 auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
2. Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:
3. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 6.352. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gemäß § 268 Abs. 2 HGB in einem Konzernanlagengitter als Anlage zum Konzernanhang dargestellt. 4. Periodenfremde Erträge/Aufwendungen Im Geschäftsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 2.553 (Vorjahr: TEUR 1.310) angefallen. Sie umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 2.109 (Vorjahr: TEUR 849) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 82). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 4 verrechnet (Vorjahr: periodenfremder Aufwand TEUR 127). Im Geschäftsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen von insgesamt TEUR 1.063 (Vorjahr: TEUR 1.529) angefallen. Sie umfassen unter anderem Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen von TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 879). 5. Zinsaufwendungen und -erträge Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen nach Verrechnung mit damit im Zusammenhang stehenden Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 336). Zusätzlich sind in den Zinsaufwendungen Aufwendungen aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes in Höhe von TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 490) enthalten. 6. Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung / Bedeutung Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung / Bedeutung haben sich in 2021 nicht ergeben. VII. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während des Geschäftsjahres 2021 betrug 1.552 (Vorjahr: 1.555). Hiervon waren 757 Angestellte und 795 gewerbliche Arbeitnehmer. VIII. Erhaltene Mitteilungen über Beteiligungen am Mutterunternehmen Die Dr. Helmut Rothenberger Holding GmbH, Anif/Salzburg (Österreich), ist nach einer Mitteilung gemäß § 20 AktG mehrheitlich an der ROTHENBERGER AG beteiligt. Die Dr. Helmut Rothenberger Holding GmbH, Anif/Salzburg (Österreich), ist somit herrschende Gesellschaft im Sinne des § 311 AktG. Die Rothenberger 4 x S Vermögensverwaltung GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, hält nach einer Mitteilung gemäß §20 AktG mehr als den vierten Teil der Aktien an der ROTHENBERGER AG. IX. Nachtragsbericht Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Am 24. Februar 2022 griffen russische Truppen das Staatsgebiet der Ukraine an. Es kann aus heutiger Sicht nicht abgeschätzt werden, inwieweit sich der andauernde Krieg in der Ukraine auf die gesamtwirtschaftliche Lage sowie die wirtschaftliche Entwicklung in unseren Kernmärkten Deutschland und Europa auswirken wird. Aufgrund des geringen Umsatzanteils in Russland und der Ukraine (1,3 % des Gesamtumsatzes) sind die direkten Risiken aus dem Krieg in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die ROTHENBERGER Konzern gering. Wir weisen in diesem Zusammenhang ergänzend auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht hin. X. Konzern-Kapitalflussrechnung Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds setzt sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt zusammen:
XI. Aufsichtsrat und Vorstand Den Aufsichtsrat bilden im Berichtsjahr: Dr. Helmut Rothenberger, Unternehmer, St. Anton / Österreich - Vorsitzender - Dr. Eberhard Weiershäuser, Bankier, Bad Homburg v. d. Höhe - Ehrenvorsitzender - Dr. Christoph Weiss, Vertreter der 10-P-Consult Deutschland GmbH (Ulm), Zürich / Schweiz - Stellvertretender Vorsitzender - Dr. Sabine Rothenberger, Juristin, St. Anton / Österreich Dr. Sandra Rothenberger, Dozentin, St. Anton / Österreich Martin Bertinchamp, Partner bei Triton Beteiligungsberatung GmbH, München Meinert Hahnemann, Berater, Stuttgart Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 165). Den Vorstand bilden im Berichtsjahr: Dr. Christian P. Heine, Kaufmann, CEO, Taunusstein-Wehen - Vorsitzender Philipp Kannengiesser, Dipl.-Kaufmann, CFO-COO, Königstein im Taunus bis 31.05.2021 Christian Diehl, Dipl.-Betriebswirt (FH), CFO, Frankfurt am Main ab 01.06.2021 Auf die Angabe zu den Bezügen des Vorstands wurde entsprechend § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB verzichtet. Für ehemalige Vorstandsmitglieder der Muttergesellschaft bestehen zum 31. Dezember 2021 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 10.686 (Vorjahr: TEUR 10.476) vor Verrechnung mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 4.283 (Vorjahr: TEUR 4.302). Die Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr TEUR 637. XII. Angabe Prüferhonorare Die für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechneten Honorare setzten sich wie folgt zusammen:
XIII. Mitteilung zu Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die folgenden Gesellschaften machen von der Befreiungsregelung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
XIV. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand der ROTHENBERGER AG schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens von TEUR 53.138, einen Betrag von TEUR 11.010 an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag von TEUR 42.128 als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Kelkheim, den 17. März 2022 Der Vorstand Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 (Bruttodarstellung)
Konzern-Kapitalflussrechnung 2021
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ROTHENBERGER AG, Kelkheim Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ROTHENBERGER AG, Kelkheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ROTHENBERGER AG, Kelkheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 17. März 2022 Deloitte
GmbH
Gerd Kreuzburg, Wirtschaftsprüfer Christian Machwirth, Wirtschaftsprüfer Liebe Aktionäre, der Aufsichtsrat der ROTHENBERGER AG hat den Vorstand im Berichtsjahr 2021 im Rahmen der gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen sowie der Geschäftsordnung fortlaufend begleitet und überwacht. Dies erfolgte unter anderem in vier quartalsweise einberufenen, ordnungsgemäß abgehaltenen Aufsichtsratssitzungen sowie regelmäßig durchgeführten Gesprächen des Vorsitzenden des Aufsichtsrates mit dem Vorstand. In diesen Sitzungen gab der Vorstand dem Aufsichtsrat einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen. Identifizierte sowie potenzielle Risiken für die Gesellschaft wurden ebenfalls vorgestellt und erörtert. Es bestand keine Veranlassung für den Aufsichtsrat, von seinem Prüfungs- und Einsichtsrecht nach § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen. Die erste ordentliche Aufsichtsratssitzung des Berichtsjahres 2021 fand am 17. März 2021 statt. Die anwesenden Abschlussprüfer der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, informierten über die Prüfung des Jahresabschlusses für das Jahr 2020 sowie des Konzernabschlusses der ROTHENBERGER AG für das Jahr 2020. Der Jahres- und Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat aufgrund eigener Prüfung gebilligt. Selbiges gilt für den Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG. Im Anschluss an den Bericht der Wirtschaftsprüfer bereitete sich der Aufsichtsrat auf die Hauptversammlung im Mai 2021 vor. Der Vorstand berichtete im Anschluss über die aktuelle Geschäftssituation per Februar 2021 sowie über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020. Weiterhin wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand der Corona Taskforce sowie zum Update des ROTHENBERGER ONE Strategiehandbuches informiert. Herr Sven Lindenfelser, Geschäftsführer KROLL Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH, stellte sich dem Aufsichtsrat vor und informiertet diesen über seine Ziele für die Gesellschaft. Zuletzt genehmigte der Aufsichtsrat anstehende Investitionen. Auf der zweiten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 18. Mai 2021 stellte sich Herr Christian Diehl, der zum 1. Juni 2021 zum Vorstandsmitglied der ROTHENBERGER AG bestellt wurde, dem Aufsichtsrat persönlich vor. Der Vorstand informierte über die aktuelle positive Geschäftsentwicklung per April 2021 sowie über die aktuellen Auswirkungen und Maßnahmen bzgl. der COVID-19-Pandemie. Weiterhin wurde der Aufsichtsrat über die Entwicklung des ROTHENBERGER ONE Strategiehandbuches informiert. Der Aufsichtsrat gab seine Zustimmung zur Schließung der Tochtergesellschaften ROTHENBERGER Chile und ROTHENBERGER Schweden. Herr Ronald Weber stellte sich als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft RUKO Präzisionswerkzeuge vor und erläuterte dem Aufsichtsrat seine Ziele für die Gesellschaft. Im Anschluss hieran behandelte der Aufsichtsrat die Tagesordnungspunkte der anstehenden Hauptversammlung. Auf der im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2020 wurde von den Aktionären die vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns angenommen. Den Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats wurden jeweils Entlastungen erteilt. Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, wurde erneut zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 benannt. Die dritte ordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 15. September 2021 statt. In dieser Sitzung wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über die aktuelle Geschäftssituation per August 2021, die aktuelle Corona Situation sowie den Umsetzungsstand der Projekte des ROTHENBERGER ONE Strategiehandbuches informiert. Weiterhin wurden umfangreiche Investitionen zur Kapazitätserweiterung und Rationalisierung vorgestellt und genehmigt. Darüber hinaus erteilte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zur Verlängerung des Club Deals für ein weiteres Jahr und der vorzeitigen Verlängerung des Vorstandsvertrages von Herrn Dr. Christian Heine bis Mitte 2025. In der vierten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 16. Dezember 2021 berichtete der Vorstand über die aktuellen Zahlen per November 2021, über den Forecast 2021 sowie über das Budget 2022. Nach ausführlicher Erörterung wurde das Budget für 2022 sowie das Gesamtinvestitionsvolumen genehmigt. Weiterhin erteilte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zum Kauf zweier Grundstücke in Estland durch SIEVERT Eesti AS sowie zum Verkauf des jetzigen Gebäudes. Des Weiteren wurde das Projekt SAP S4/Hanna sowie die Schließung von 2L GmbH vom Aufsichtsrat genehmigt. Im Anschluss hieran bekam der Aufsichtsrat ein Update zum aktuellen Stand der ROTHENBER ONE Strategie 2025 und wurde über die Marketingpläne der verschiedenen Produktfamilien informiert. Zusätzlich zu den vier Aufsichtsratssitzungen fanden an den gleichen Tagen jeweils auch Sitzungen des Personalausschusses statt. Der Personalausschuss erörterte vertraulich unter anderem Ein- und Austritte von Führungskräften, gesetzliche Vertretungsänderungen und sonstige Personalangelegenheiten. Herr Dr. Helmut Rothenberger hat als Vorsitzender des Gremiums jeweils die weiteren Aufsichtsratsmitglieder über die Inhalte und Entscheidungen informiert. Die seit 2020 jährliche Sitzung des Prüfungsausschusses fand am 16. März 2021 statt. Zum Aufgabenkreis des Prüfungsausschusses gehören, jeweils im Rahmen seiner Möglichkeiten, die Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll- sowie des Compliance-Management-Systems und der Abschlussprüfung. Die Sitzung umfasste neben dem Bericht der Wirtschaftsprüfer sowie des Vorstands zum Jahresabschluss 2020 einen Bericht des Vorstands und des Chief Compliance Officers zum Internal Audit und zu Compliance. Der Aufsichtsrat stellte in seinen Sitzungen jeweils fest, dass der Vorstand die Geschäfte des Unternehmens im Einklang mit dem Gesetz, der Satzung und der Geschäftsordnung führt und alle wesentlichen Entscheidungen mit dem Aufsichtsrat abstimmt und - sofern erforderlich - von diesem genehmigen lässt. Zudem überzeugte sich der Aufsichtsrat davon, dass der Vorstand die Geschäfte der ROTHENBERGER AG und ihrer Tochtergesellschaften fortlaufend ordnungsgemäß überwacht. Das Risikomanagementsystem hielt er in Übereinstimmung mit dem Bericht des Prüfungsausschusses für angemessen. Der Jahresabschluss der ROTHENBERGER AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurden unter Einbeziehung der Buchführung und des Konzernlageberichts der Gesellschaft durch den Abschluss- und Konzernabschlussprüfer, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen, die Berichte des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zur Einsicht zugegangen. Die das Geschäftsjahr 2021 betreffende Sitzung des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats fand am 16. März 2022 statt. Der Prüfungsausschuss hat darin den Jahresabschluss der ROTHENBERGER AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021 intensiv besprochen und geprüft. Die zuständigen Wirtschaftsprüfer nahmen an der Sitzung des Prüfungsausschusses und an der Aufsichtsratssitzung am Folgetag teil und berichteten ausführlich. Sie standen für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Bericht des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers wurde geprüft und einvernehmlich zur Kenntnis genommen. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses der ROTHENBERGER AG und des Konzernabschlusses durch den Abschluss- und Konzernabschlussprüfer ist der Aufsichtsrat aufgrund der Vorprüfung und Empfehlung des Prüfungsausschusses und seiner eigenen Prüfung beigetreten. Er hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Einzel- und Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss der ROTHENBERGER AG für das Geschäftsjahr 2021 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands ausführlich diskutiert und sich nach eigener Prüfung dem Vorschlag des Vorstands angeschlossen. Der Bericht über die Beziehungen von verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG ("Abhängigkeitsbericht") wurde dem Aufsichtsrat sowie dem Abschluss- und Konzernabschlussprüfer durch den Vorstand der ROTHENBERGER AG vorgelegt. Der Abschluss- und Konzernabschlussprüfer hat über das Ergebnis seiner Prüfung berichtet und folgenden uneingeschränkten Vermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind." Der Abhängigkeitsbericht und der darüber erstattete Prüfungsbericht des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Kenntnis gebracht. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht und den Prüfungsbericht ebenfalls eingehend geprüft. Er hat keine Einwendungen gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und gegen das Ergebnis der Prüfung durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erhoben. Die Schlusserklärung des Vorstands nach § 312 AktG wurde einvernehmlich durch den Aufsichtsrat akzeptiert. Der Aufsichtsrat dankt der engagierten Belegschaft, dem Vorstand und den Führungskräften für die geleistete Arbeit im Jahr 2021.
Kelkheim, 17. März 2022 Für den Aufsichtsrat |
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