Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 9879
Vorher
Horvath & Partner GmbH
Eingetragen
23.12.1981
Branche
UnternehmensberatungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Managementberatung durch Entwicklung und Realisierung innovativer und integrierter Strategie-, Prozessgestaltungs- und Steuerungskonzepte einschließlich ihrer IT-Umsetzung. Die Tätigkeit wird ergänzt und unterstützt durch Fortbildungsaktivitäten auf betriebswirtschaftlichem Gebiet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Schmidt
seit 29.5.2025
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Andreas Götz
seit 11.4.2024
Prokura
Steven Malbrant
seit 4.12.2023
Prokura
Fabian Goretzki
seit 30.8.2023
Prokura
Simon Schmid
seit 30.8.2023
Prokura
Markus Wenzel
seit 30.8.2023
Prokura
Prokura
Sebastian Wichert
seit 30.8.2023
Prokura
Prokura
Prokura
Lisa-Marie Luft
seit 21.3.2023
Prokura
Michael Hanser
seit 21.3.2023
Prokura
Sabine Rauleder
seit 21.3.2023
Prokura
Prokura
Jan Eilers
seit 21.3.2023
Prokura
Zsófia Otte
seit 21.3.2023
Prokura
Gregory Neff
seit 21.3.2023
Prokura
Prokura
Paul Resch
seit 21.3.2023
Prokura
Tobias Gold
seit 21.3.2023
Prokura
Rick Zebahl
seit 21.3.2023
Prokura
Sonja Köberlein
seit 21.3.2023
Prokura
Gudrun Lindemann
seit 21.3.2023
Prokura
Sofya Gold
seit 21.3.2023
Prokura
Xenia Miete
seit 21.3.2023
Prokura
Angelina Brehm
seit 21.3.2023
Prokura
Jana Mandrekar
seit 21.3.2023
Prokura
Alexander Nerlich
seit 21.3.2023
Prokura
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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Horváth 4G Beteiligungs GmbH

Stuttgart

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Zusammenfassung

Im Frühjahr 2023 ist die Weltkonjunktur weiterhin auf einem schwachen Niveau. Die Inflation schmälert die Kaufkraft der privaten Haushalte, insbesondere in den USA und im Euroraum. Dadurch wird die gesamtwirtschaftliche Nachfrage gedämpft. Steigende Zinsen führen zudem zu einem Rückgang höherer Investitionen privater Haushalte wie auch Unternehmen. Zwar verbessert die Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft nach dem Ende der Covid-19-Pandemie die wirtschaftlichen Aussichten vor allem in Asien; das dortige verarbeitende Gewerbe bekommt aber das Auslaufen des Booms für IT-Güter und Halbleiter zu spüren. In Europa belasten hohe Energiepreise die Haushalte und Unternehmen. Seit dem Sommer des vergangenen Jahres sind jedoch die Energiepreise deutlich zurückgegangen. Dem Rückgang der Erdöl- und Gaspreise und dem Ausbleiben einer akuten Energiekrise in Europa ist es zu verdanken, dass die globale Produktion im vierten Quartal 2022 nicht einbrach, sondern in etwa stagnierte. Die zurückgehenden Energiepreise und die konstante (wenn auch höher als gewohnte) Inflation führte gegen Ende des vergangenen Jahres dazu, dass sich die Stimmung der Wirtschaftsakteure leicht aufgehellt hat. 1

Zudem ist der Arbeitsmarkt robust: Die Beschäftigung stieg bis zuletzt kräftig und die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Auf der anderen Seite zeigen die Zinserhöhungen Wirkung, denn die Anlageinvestitionen sind schon seit dem Frühjahr 2022 rückläufig, darunter die in Bauten sehr deutlich. Turbulent verlief das Schlussquartal 2022 in China: Im November kam es zu einem weiteren Ausbruch der Pandemie, währenddessen die Null-Covid-Politik abrupt aufgegeben wurde. Die Produktion wurde so zunächst von den Lockdowns und dann von einer massiven Infektionswelle beeinträchtigt. Sie stagnierte im vierten Quartal. 2 Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft wuchs 2022 um 3,2 Prozent. 3

1 Vgl. Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2023, S. 13.
2 Vgl. Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2023, S. 13.
3 Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Weltwirtschaft im Frühjahr 2023, Kieler Konjunkturberichte, S. 8.

Im Euroraum ist der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Schlussquartal 2022 zum Stillstand gekommen. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal noch um 0,4 Prozent gestiegen war, hat es im vierten Quartal stagniert. Eine über mehrere Quartale rückläufige Wirtschaftsleistung, die vor einigen Monaten angesichts sehr hoher Energiepreise und düsterer Erwartungen bei Unternehmen und insbesondere Verbrauchern unabwendbar erschien, zeichnet sich nun nicht mehr ab. Die Preisnotierungen für Energie sind inzwischen auf moderatere Niveaus zurückgegangen. Dadurch haben sich die Stimmungsindikatoren etwas erholt, wodurch sich die konjunkturellen Aussichten in Europa aufgehellt haben. 4 Das Bruttoinlandsprodukt stieg in der Eurozone 2022 um 3,5 Prozent an. 5

Die wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland ist Ausdruck einer Abkühlung und weniger eine rezessive Tendenz. Im Schlussquartal des vergangenen Jahres gab die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent nach. Sie lag damit kaum höher als zu Jahresbeginn 2022. In den Quartalen zuvor war die Wirtschaftsleistung jeweils leicht gestiegen (um 0,8 Prozent in Q1, um 0,1 Prozent in Q2, um 0,5 Prozent in Q3). Maßgeblich für die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung war die durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelöste Energiekrise, die die postpandemische Erholung stark gebremst hat. So fiel bereits die Zuwachsrate im Jahr 2022 mit 1,8 Prozent deutlich geringer aus als vor Beginn des Krieges erwartet worden war. Weniger klar ist indes, ob sich hieraus auf eine (destabilisierende) rezessive Tendenz schließen lässt. Die hohe Inflation schmälert die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und führt zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben in Deutschland im laufenden Jahr. Von weltwirtschaftlicher Seite zeichnen sich keine größeren Impulse ab. Allerdings können die Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe die angehäuften Auftragsbestände nun sukzessive abarbeiten und so die Lieferengpässe reduzieren. 6

Die Consultingbranche setzte 2022 ihre Erholung vom corona-bedingten Umsatzrückgang im Jahr 2020 weiter fort. Die Wachstumsrate des Umsatzes von 10,3 Prozent im Jahr 2021 konnte im abgelaufenen Jahr um fast 5 Prozentpunkte übertroffen werden. Das Branchenplus von 15 Prozent ist gleichzeitig das stärkste Marktwachstum in den letzten 20 Jahren. Zu dem für die meisten Branchenteilnehmer sehr guten Geschäftsjahr 2022 trugen mit dem Gesundheitswesen (+21,0 Prozent), der Chemie- & Pharmaindustrie (+20,5 Prozent) und den Energie- und Wasserversorgern (+19,0 Prozent) drei Branchen bei, die für knapp ein Fünftel des Gesamtmarktumsatzes stehen. 7

Der gesamte Umsatz im Unternehmensberatungsmarkt 2022 in Deutschland umfasste 43,7 Mrd. Euro. Das mit einem Marktanteil von 43,5 Prozent größte Beratungsfeld Organisations- und Prozessberatung konnte ein Umsatzwachstum von 13,5 Prozent erzielen. Zweitgrößtes Beratungsfeld ist die Strategieberatung mit einem Marktanteil von 25,5 Prozent und einem Umsatzwachstum von 17,0 Prozent. Darauf folgt die IT-Beratung mit einem Marktanteil von 22,5 Prozent (Umsatzwachstum: 15,5 Prozent). Das kleinste Feld der vier Hauptberatungsfelder ist die Human Resources Beratung mit einem Marktanteil von 8,5 Prozent und einem Umsatzwachstum von 15,5 Prozent. 8

Horváth beendete das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Umsatzwachstum von 21,9 Prozent. Damit ist die Horváth Gruppe stärker als die Consultingbranche in Deutschland gewachsen und konnte die Planung für das Geschäftsjahr übertreffen.

4 Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Euroraum im Frühjahr 2023, Kieler Konjunkturberichte, S. 3.
5 Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Weltwirtschaft im Frühjahr 2023, Kieler Konjunkturberichte, S. 10.
6 Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2023, Kieler Konjunkturberichte, S. 3.
7 Vgl. BDU Facts and Figures zum Beratungsmarkt 2023, S. 5.
8 VgI. BDU Facts and Figures zum Beratungsmarkt 2023, S. 6 + S. 10.

Umsatz und Ergebnis der Horváth Gruppe

Der Gruppenumsatz von Horváth ist im Geschäftsjahr 2022/2023 von EUR 216,6 Mio. um 21,9 Prozent auf EUR 264,0 Mio. gestiegen.

Das Beratungsvolumen mit Subunternehmen ist im Geschäftsjahr 2022/2023 um 25,3 Prozent auf EUR 47,4 Mio. gestiegen (Vorjahr EUR 37,9 Mio.).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 20,7 Prozent gestiegen. In diesem Wert enthalten sind Personalanpassungen und Gehaltserhöhungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 43,9 Prozent auf EUR 44,7 Mio. gestiegen (Vorjahr EUR 31,1 Mio.).

Das Ergebnis (EBIT - Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und sonstigen Steuern) ist um ca. 8,3 Prozent von EUR 26,6 Mio. auf EUR 28,8 Mio. gestiegen. Die Rendite (EBIT zu Umsatz) der Gruppe liegt bei 10,9 Prozent (Vorjahr 12,3 Prozent). Der Planwert wurde damit übertroffen, der Vorjahreswert allerdings nicht erreicht.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Umsatzes, des EBIT und des Konzernjahresüberschusses (vor nicht beherrschenden Anteilen) für die Geschäftsjahre 2021/2022 und 2022/2023 auf.

GJ 2021/2022 GJ 2022/2023 Steigerung GI 2021/2022 -
TEUR TEUR GJ 2022/2023
Umsatz 216.624 264.028 + 21,9 %
EBIT 26.555 28.754 + 8,3 %
Konzernjahresüberschuss (vor nicht beherrschenden Anteilen) 19.132 19.582 +2,4 %

Geschäftsverlauf in Regionen und Geschäftsfeldern gemäß jeweiligem Einzelabschluss

Deutschland ist der größte Markt der Horváth Gruppe. Dort ist der Umsatz trotz erneuter Corona- Einschränkungen im Geschäftsjahr 2022/2023 deutlich gestiegen. Die Horváth & Partner GmbH verbuchte ein Umsatzwachstum von EUR 159,4 Mio. im Geschäftsjahr 2021/2022 auf EUR 193,7 Mio. im Geschäftsjahr 2022/2023. Auch das EBIT der Horváth & Partner GmbH liegt mit EUR 20,7 Mio. deutlich über dem Wert des Vorjahres (EUR 16,7 Mio.).

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz unserer österreichischen Tochtergesellschaft von EUR 14,8 Mio. auf EUR 17,8 Mio. gestiegen. Auch beim EBIT verzeichnet die österreichische Gesellschaft einen Anstieg von EUR 2,4 Mio. im vorherigen Geschäftsjahr auf EUR 2,6 Mio. im Geschäftsjahr 2022/2023. Während die Gesellschaft das geplante Umsatzziel erreichen konnte, wurde das EBIT-Ziel verfehlt.

Der Umsatz der Schweizer Tochtergesellschaft ist im Geschäftsjahr 2022/2023 deutlich auf EUR 37,5 Mio. gestiegen (Vorjahr EUR 30,3 Mio.). Das EBIT liegt mit EUR 6,2 Mio. über dem Wert des Vorjahres (EUR 6,0 Mio.). Die Umsatz- und EBIT-Ziele wurden in der Schweiz übertroffen.

Unsere ungarische Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatz von EUR 15,4 Mio. und verbuchte damit ebenfalls ein Wachstum im Vergleich zu EUR 13,8 Mio. im Vorjahr. Das EBIT der Gesellschaft ist von EUR 1,6 Mio. im Geschäftsjahr 2021/2022 auf EUR 1,7 Mio. gestiegen. Mit diesen Ergebnissen konnten sowohl Umsatz- als auch EBIT-Ziele übertroffen werden.

Bei der rumänischen Tochtergesellschaft lag der Umsatz des Geschäftsjahres 2022/2023 bei EUR 6,5 Mio. (Vorjahr EUR 5,4 Mio.). Das EBIT der Gesellschaft ist mit TEUR 93 im Geschäftsjahr 2022/2023 unter dem Wert des Vorjahres (TEUR 244). Die Gesellschaft konnte das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2022/2023 erreichen. Das EBIT-Ziel wurde verfehlt.

Unsere Tochtergesellschaft Horvath & Partner Middle East GmbH verbuchte im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Umsatzwachstum von EUR 4,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 6,7 Mio. Das EBIT der Gesellschaft ist nahezu unverändert (Geschäftsjahr 2021/2022: TEUR 19; Geschäftsjahr 2022/2023: TEUR 10).

Der Umsatz unserer Tochtergesellschaft Horvath Saudi Arabia LLC in Riad ist von EUR 6,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 9,1 Mio. gestiegen. Das EBIT der Gesellschaft liegt mit TEUR 652 unter dem Wert des Vorjahres (TEUR 917).

Bei unserer Tochtergesellschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika ist der Umsatz von EUR 4,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 4,0 Mio. im Geschäftsjahr 2022/2023 zurückgegangen. Das EBIT der Gesellschaft ist von EUR 1,0 Mio. im Vorjahr auf TEUR -315 gesunken. Die geplanten Umsatz- und EBIT-Ziele konnten nicht erreicht werden.

Die CONSULT ING Horváth Engineers GmbH, an der die Horváth Gruppe über die Horváth & Partner GmbH mit 67,33% beteiligt ist, beendete das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Umsatz in Höhe von EUR 3,1 Mio. (Vorjahr EUR 3,8 Mio.) und einem EBIT von TEUR -225 (Vorjahr TEUR 220). Die Umsatz- und EBIT-Ziele für das Geschäftsjahr wurden nicht erreicht.

Unsere Tochtergesellschaft in Italien verbuchte ein Umsatzwachstum von TEUR 434 im Geschäftsjahr 2021/2022 auf EUR 1,7 Mio. im Geschäftsjahr 2022/2023. Auch das EBIT ist von TEUR 55 im vergangenen Geschäftsjahr auf TEUR 556 im Geschäftsjahr 2022/2023 gestiegen. Damit wurden die Umsatz- und EBIT-Ziele für das Geschäftsjahr übertroffen.

Die Geschäftsfelder von Horváth sind nach Kompetenzen (Functional Competence Center) und nach Branchen (Industry Competence Center) organisiert. Das Geschäftsjahr 2022/2023 verlief sowohl bei den Functional Competence Centern als auch bei den Industry Competence Centern gut bis sehr gut. Das Geschäftsvolumen wuchs im Vergleich zum Vorjahr in nahezu allen Geschäftsfeldern.

Strategische Ausrichtung

Die Horvath Gruppe führte im Geschäftsjahr 2022/2023 eine strategische Ausrichtung mit dem zentralen Begriff der "Flagship Company" durch. Mit dem Begriff der Flagship Company vereinen wir die übergeordneten strategischen Ziele der Horvath Gruppe. Unsere Mission ist es, als Flagship Company unsere Kunden in der Transformation von Strukturen, Prozessen und Organisationen zu unterstützen. Wir bauen auf unseren Kompetenzen und Erfahrungen im Performance Management auf und wollen zu einem strategischen Partner für unsere Kunden werden. Die Vision der Horvath Gruppe ist es, Teil des führenden Beratungsnetzwerks im europäischen Raum zu werden. So können wir sicherstellen, dass wir unsere Kunden sowohl lokal wie auch regional und global in der Transformation der Organisationen unterstützen. Darüber hinaus möchten wir durch unsere Tätigkeiten einen nachhaltigen Einfluss auf den unternehmerischen Erfolg unserer Gesamtwirtschaft haben, dies betrifft sowohl ökonomische wie auch ökologische und soziale Aspekte.

Damit wir unseren Ansprüchen der Flagship Company gerecht werden können, haben wir strategische Initiativen im Geschäftsjahr 2022/2023 weiter vorangetrieben. Diese Initiativen umfassen die Bereiche Corporate Transformation, Finance Transformation, Green Transformation, Global Delivery, Internationalisierung und Transformation by S/4 HANA.

Die erstgenannte strategische Initiative, Corporate Transformation, wurde insbesondere durch die Neuaufstellung interner Kompetenzcenter umgesetzt. Im Kompetenzgebiet Controlling & Finance haben wir auf branchenübergreifende Trends wie Digitalisierung und Individualisierung reagiert und die bisherige Struktur der Kompetenzcenter angepasst. Unser Ziel ist es, unsere Position als Nummer 1 in der CFO-Beratung weiter zu stärken. Deshalb haben wir an der Verfeinerung unserer Strategie gearbeitet und die Frage erörtert, welche organisatorische Aufstellung die beste ist, um die Strategie zu erreichen. Wir werden im Geschäftsjahr 2023/2024 den Flagship-Company-Ansatz in Controlling & Finance leben. Das bedeutet, dass wir uns als die vertrauenswürdigen CFO-Berater positionieren und einen ganzheitlichen Beratungsansatz sicherstellen wollen. Die Konsequenz, dass wir uns auf die individuellen Herausforderungen unserer Kunden konzentrieren, bedeutet, dass wir systematisch zwischen verschiedenen Kompetenzcentern zusammenarbeiten müssen. Wir wollen die gesamte CFO-Agenda abdecken, bestehende Lücken schließen und unsere Position als "Thought Leader" in der CFO-Beratung weiter stärken. Deshalb haben wir im Geschäftsjahr 2022/2023 die Organisation darauf vorbereitet, die bestehende Struktur von Controlling & Finance zu ändern. C&F bestand bis zum Geschäftsjahr 2022/2023 aus vier Kompetenzzentren (CPA-Cost and Profit Accounting, Risiko und Compliance, CFO-Strategie und Organisation, PRC-Planung/Reporting & Konsolidierung). Im Geschäftsjahr 2023/2024 werden die beiden Kompetenzcenter CPA und Risk and Compliance zum neuen Kompetenzcenter "Operational Finance & Management Control" (OFMC) gebündelt. Die Kompetenzcenter CFO Strategy and Organization sowie PRC werden im neuen Kompetenzcenter "CFO Strategy & Performance Management" (CSPM) zusammengefasst. Zusätzlich wird eine neue BU "Sustainable Finance" im Kompetenzcenter CSPM etabliert.

Neben der organisatorischen Veränderung im Controlling & Finance Bereich werden wir uns weiter auf die Stärkung unserer Fähigkeiten bei Programmen zur EBIT-Verbesserung konzentrieren. Wir werden unser sehr schnell wachsendes Geschäft mit Private-Equity- Unternehmen weiter forcieren und unser M&A-Geschäft und die damit verbundenen Post- Merger-Integrationen vorantreiben. Darüber hinaus wollen wir die gesamte Personal- und HR- Seite in Transformationsprogrammen unterstützen.

Bei der Green-Transformation verfolgen wir drei strategische Richtungen. Dekarbonisierung, Wasserstoff und Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltiger Betrieb und Nachhaltigkeitsstrategien. In all diesen drei Themen sehen wir enormes Potenzial für Horváth. Dazu wird die im vergangenen Geschäftsjahr gegründete Taskforce weiterhin teamübergreifende Kompetenzen bündeln und unternehmensweite Vorgaben für die Durchführung solcher Aktivitäten erstellen.

In der Finance Transformation konzentrieren wir uns auf nachhaltige Finanzen. Wie bereits erwähnt, haben wir in C&F eine eigene Business Unit "Sustainable Finance" gegründet. Weitere Schwerpunktthemen sind die Datenstrategie und das Datenmanagement, um die Chief Data Offices unserer Kunden anzusprechen, das Working Capital Management, das angesichts der steigenden Inflationsrate immer wichtiger wird, sowie eine Öffentlichkeitskampagne, um unsere CFO Excellence am Markt zu platzieren.

In der strategischen Initiative "Integrierte Transformation durch S/4HANA" werden wir unsere Fähigkeiten auf allen End-to-End-Prozessen weiter ausbauen. Insbesondere in den Bereichen Operations und Sales erhoffen wir uns durch die flächendeckende Verwendung des neu eingeführten SAP S/4HANA Systems Prozessverbesserungen und Effizienzgewinne.

Aufgrund der hohen Bedeutung der digitalen Transformation und der Tatsache, dass die Digitalisierung ein kritischer Teil unseres gesamten Beratungsportfolios ist, heben wir dieses strategische Thema aus unserer Initiative heraus und verankern Horváth Digital im Geschäftsjahr 2023/2024 im Betriebsmodell unseres Tensors mit klaren Verantwortlichkeiten. Wir werden Horváth Digital als unsere gemeinsame Unternehmens-Submarke im Markt deutlich stärken, mit der wir unser gesamtes Framework zur digitalen Transformation bewerben. Intern werden wir unser digitales Framework nutzen, um interne Verantwortlichkeiten und unser Lösungsportfolio zu strukturieren. Für jedes Element unseres Frameworks übernimmt ein Partner die Verantwortung für das Thema und fungiert intern als Horváth Digital Topic Leader.

Das Kompetenzzentrum Digital Transformation wird in "Digital Transformation und Information Technology" (DT & IT) umbenannt und wird als funktionales Kompetenzzentrum für CIOs, CDOs und andere Digitalisierungs-Topmanager fungieren. Die zukünftige Ausrichtung des Kompetenzcenters besteht aus drei Säulen: Lösungen für die digitale Transformation wie digitale Strategie, digitales TOM und digital Engine sowie die Befähigung von Nicht-ERP-Technologien. Zweitens, IT-Management-Beratung wie IT-Strategie, IT-TOM, IT-Performance-Management und IT-Sourcing und drittens das Lösungsangebot für die spezifischen Bedürfnisse von Captive-IT- Dienstleistern.

Zusätzlich werden wir die organisatorischen Veränderungen im Kompetenzcenter Strategy & Transformation durchführen. Die beiden bestehenden Kompetenzcenter Strategy & Innovation (SI) sowie Organization & HR, Performance Improvement, Change (OPC) werden zu einem neuen Kompetenzcenter Strategy & Transformation zusammengefasst. Diese enthalten die fünf Business Units beider bisheriger Kompetenzcenter (Innovation, Strategy, Organization & HR, Performance Improvement und People & Change). Dadurch können wir die gestartete Transformation des Kompetenzfeldes weiter vorantreiben und die cross-funktionale Zusammenarbeit zwischen den Business Units weiter stärken.

Neben den internen organisatorischen Veränderungen haben wir die Internationalisierung der Horváth Gruppe weiter vorangetrieben. In den USA konnten wir unsere Kundenbasis verbreitern - dies ist eine wichtige Grundlage für weiteres Wachstum. Das Projektgeschäft der Horváth Italia hat sich sehr positiv und profitabel entwickelt. Zusätzlich konnte eine neue Gesellschaft in Dänemark zum 01.04.23 etabliert werden. In unseren etablierten Märkten blicken wir positiv auf die dortigen Wachstumschancen. Wir sind weiterhin aktiv in der Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen in der globalen Beratungs-Allianz Cordence Worldwide. Die Zusammenarbeit im Netzwerk soll dazu beitragen, dass wir außerhalb unserer angestammten Kernmärkte Projekte durchführen und Umsätze erzielen können.

Investitionen und Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir TEUR 3.334 in Sachanlagen und TEUR 104 in immaterielle Vermögenswerte investiert. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden insbesondere Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnik sowie Büro- und Geschäftsausstattung getätigt. In den immateriellen Vermögenswerten sind Implementierungskosten für das ERP-System, neue Softwaremodule und Lizenzkosten enthalten.

Die investierten Mittel sind mit TEUR 3.438 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 3.965) zurückgegangen. Den Investitionen stehen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.226 gegenüber.

Cashflow und Kapitalflussrechnung

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt EUR 12,9 Mio.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt EUR -3,0 Mio.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR - 26,0 Mio.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme beträgt EUR 121,4 Mio. nach EUR 116,6 Mio. im Vorjahr.

Das Vermögen setzt sich zu 6,8 Prozent aus Anlagevermögen, 91,2 Prozent aus Umlaufvermögen und 2,0 Prozent aus Rechnungsabgrenzungsposten zusammen. Beim Umlaufvermögen bilden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 69,0 Mio. (im Vorjahr EUR 54,6 Mio.) und die flüssigen Mittel mit EUR 31,3 Mio. (im Vorjahr EUR 47,4 Mio.) die größten Posten.

Das Eigenkapital beläuft sich auf EUR 44,0 Mio. (Vorjahr EUR 44,2 Mio.).

Die Schulden betragen EUR 77,4 Mio. und setzen sich aus EUR 39,9 Mio. Rückstellungen, EUR 36,9 Mio. Verbindlichkeiten und EUR 0,6 Mio. Rechnungsabgrenzungsposten zusammen. Die größten Positionen im Bereich Rückstellungen sind variable Gehaltszahlungen und Urlaub. Bei den Verbindlichkeiten entfallen EUR 8,0 Mio. auf Darlehen von Kreditinstituten und EUR 10,6 Mio. auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Mitarbeiterzahl der Horváth Gruppe

Zum Ende des Geschäftsjahres waren in der Horváth Gruppe 1.258 Mitarbeiter (ohne Aushilfen und Praktikanten) beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt waren 1.164 Mitarbeiter (ohne Aushilfen und Praktikanten) im Konzern beschäftigt. Davon wurden in der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz durchschnittlich 918 Mitarbeiter und in Ungarn 176 Mitarbeiter beschäftigt.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 beabsichtigen wir, die Mitarbeiterzahl entsprechend den Wachstumsanforderungen zu steigern und Fluktuation zu ersetzen.

Anerkennung und Dank

Die Horvath Gruppe konnte trotz des starken Wettbewerbs im Beratungsmarkt das Geschäftsjahr mit einem über Plan liegenden Geschäftsvolumen abschließen. Dies verdankt Horváth dem hohen Engagement und der professionellen, motivierten Arbeit unserer Mitarbeiter. Die Geschäftsführung bedankt sich bei allen Kolleginnen und Kollegen sehr herzlich für ihre Beiträge zu den sehr guten Ergebnissen des Geschäftsjahres 2022/2023.

Chancen

Der Beratungsmarkt entwickelt sich trotz verschiedener Herausforderungen wie der andauernden Ukraine-Krise und der Entwicklung der Inflation sehr positiv. Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben nach Jahren geringerer Investitionen einen großen Nachholbedarf. Durch unsere strategischen Initiativen sind wir auf die Veränderungen der Märkte vorbereitet und können mit unserem erfahrenen und kompetenten Team Unternehmen helfen, neue Transformationsprojekte umzusetzen und Organisationen, Prozesse und Systeme an die neuen Herausforderungen anzupassen.

Insbesondere im Bereich der Nachhaltigkeit sehen wir sehr große Chancen für unsere Gruppe. So besteht für große börsennotierte Unternehmen schon ein Teil der verpflichtenden Berichterstattung der unternehmerischen Tätigkeit aus der Offenlegung von Maßnahmen im Thema "Corporate Social Responsibility" (CSR) sowie Nachhaltigkeit ("ESG-Reporting"). Nun weitet die EU die Berichtspflicht massiv aus. In den nächsten Jahren sollen neben börsennotierten großen Unternehmen auch börsennotierte kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Nicht-EU-Unternehmen ökologische, soziale und Governance-Aspekte berichten. In diesem Gebiet wird der Beratungsbedarf sehr groß sein, so dass wir durch unser fundiertes Wissen und Expertise unterstützen können.

Eine weitere Chance bietet der steigende Bedarf nach strategischer Beratung, insbesondere im Hinblick auf Ausrichtung des Unternehmens, Maßnahmen für das Portfolio, Risikomanagement sowie Kapitalmanagement. In diesem Gebiet sind wir durch unsere interne Neuausrichtung auf den wachsenden Beratungsmarkt vorbereitet.

Auf dem wachsenden internationalen Markt müssen sich die Beratungsunternehmen einem zunehmenden internationalen Wettbewerb stellen. Durch unsere Aktivitäten im Bereich der Internationalisierung, wie der Gründung der Tochtergesellschaft in Dänemark sowie der Etablierung der Tochtergesellschaften in Italien sowie den Vereinigten Staaten von Amerika, sind wir sehr gut für die Anforderungen eines internationalen Marktes gewappnet. Wir können auf die internationalen wie auch nationalen Anforderungen der Kunden reagieren und top-ausgebildete Experten an verschiedenen Standorten zur Verfügung stellen.

Zusätzlich sehen wir auch einen Umbruch in den Anforderungen unserer Kunden. So wird zunehmend eine umfassende Beratung bei Transformationsprojekten angefragt. Durch die Erweiterung unseres Portfolios mit der Etablierung des Application Consultings können wir den Kunden eine vollumfängliche Lösung aus einer Hand präsentieren.

Horváth plant für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Umsatz- sowie Mitarbeiterwachstum.

Risiken

Auch wenn wir dem kommenden Geschäftsjahr 2023/2024 mit positiven Erwartungen im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung der Horváth Gruppe entgegensehen, müssen wir mit erheblichen Risiken für das Geschäftsjahr rechnen: Steigende Inflation, Ukraine-Krise sowie weitere politische Unruhen sind als Hauptrisiken zu nennen. Trotz der globalen Reichweite der genannten Krisen sehen wir keine unmittelbar existenzbedrohenden Risiken für die Horváth Gruppe.

Die aktuelle Inflation sowie die Entwicklung in den kommenden Monaten und Jahren stellen für die Horvath Gruppe derzeit ein großes Risiko dar. Zum einen sind wir von den Preiserhöhungen unserer Dienstleister betroffen. Zum anderen müssen wir ebenso mit hohen Kostensteigerungen für Energie in unseren Büros bzw. der Firmenwagen-Flotte rechnen. Auch werden wir einen hohen Anstieg bei den Personalkosten in unserer Kostenstruktur spüren. Diese Kostensteigerungen wollen wir durch eine verbesserte Preisdurchsetzung am Markt sowie ein aktiveres Kostenmanagement unsererseits ausgleichen.

Die seit nunmehr über einem Jahr andauernde Ukraine-Krise hat geringe Auswirkungen auf Aktivitäten der Horváth Gruppe. Die Horváth Gruppe hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 keine Projektaktivitäten in Russland, Belarus oder in der Ukraine. Aufgrund der politischen Spannungen in diesen Gebieten werden wir unsere Position aus dem vergangenen Geschäftsjahr nicht ändern: Es wird im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 keine Projekte, Akquise-Tätigkeiten oder Marktbearbeitungstätigkeiten unsererseits in Russland geben. Der Rückzug aus der russischen Wirtschaft wird auch bei einigen unserer Kunden zu Umsatz- und Gewinneinbußen führen.

Weitere soziale oder politische Unruhen sind ebenfalls potenzielle Risiken, die unser Geschäft im Geschäftsjahr 2023/2024 beeinflussen können. Durch unsere Internationalisierung in den vergangenen Jahren sind wir in immer mehr Märkten aktiv, in denen es zu Spannungen unterschiedlichster Art kommen kann. In den Vereinigten Staaten von Amerika erfolgt beispielsweise im Jahr 2024 eine Präsidentschaftswahl. Die Vorwahlen erstrecken sich über einen Zeitraum von sechs Monaten. Bei der derzeitigen politischen Landschaft könnte dies ein Risiko für unsere Tochtergesellschaft in den USA sein. Seit Beginn des Jahres 2023 nimmt die Zahl der Bootsflüchtlinge in Italien stark zu. Die italienische Regierung hat aus diesem Grund den nationalen Notstand ausgerufen, der sechs Monate gelten soll. Vor allem südliche Regionen spüren vermehrt die Auswirkungen der wachsenden Migration. Dortige soziale und gesellschaftliche Unruhen sind daher ein Risiko für unsere Tochtergesellschaft Horváth Italia. Die politische und finanzwirtschaftliche Lage in Ungarn kann zu einem Risiko für unsere Tochtergesellschaft führen. Vor allem das Geschäft am lokalen Markt ist stark von der Politik abhängig. Die hohe lokale Inflation sowie die Wechselkursentwicklungen gilt es unsererseits zu beobachten.

Neben den genannten Risiken werden in unserem Risikomanagement im Rahmen eines kontinuierlichen Steuerungsprozesses Risiken analysiert und deren Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell evaluiert. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil unserer strategischen und wertorientierten Unternehmenssteuerung. Wir richten unsere Planungs- und Entscheidungsprozesse daran aus, Risiken frühzeitig zu erkennen sowie Chancen konsequent zu nutzen. Den Risikomanagementprozess steuern wir u.a. durch ein umfassendes Frühwarnsystem, Berichtssysteme auf Konzern- und Gesellschaftsebene sowie ein ausgeprägtes Liquiditätsmanagement. Zudem werden die Gesellschafter sowie der Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikoeinschätzung durch entsprechende Berichte informiert.

Ausblick und Prognose für das Geschäftsjahr 2023/2024

Einige der ungünstigen Rahmenbedingungen, die für die Abschwächung der Weltkonjunktur im vergangenen Jahr wesentlich verantwortlich waren, haben sich zuletzt verbessert. So sind die Rohstoffpreise und insbesondere die Preise für Energie wieder deutlich gesunken. In der Folge hat sich die Inflation etwas verringert. Auch haben sich mit der Abkehr von der Null-Covid-Politik in China die Aussichten verbessert, dass sich die Konjunkturentwicklung dort verstetigen kann, und Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität immer weniger. In der Folge hat sich die Stimmung bei Unternehmen und Haushalten weltweit aufgehellt. Das Risiko eines Abrutschens in eine ausgeprägte Rezession ist deutlich gesunken. Allerdings ist das Niveau von umfragebasierten Frühindikatoren wie den Einkaufsmanagerindizes sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch in den Dienstleistungsbereichen insgesamt noch recht niedrig und deutet nicht auf eine rasche Belebung der Konjunktur hin. Ausschlaggebend für die nach wie vor gedämpften wirtschaftlichen Aussichten ist die scharfe Straffung der Geldpolitik, die zu deutlich höheren Finanzierungskosten geführt hat und die Ausgabeneigung bremst. 9

Der Internationale Währungsfonds rechnet mit einem Wachstum der Wirtschaft von 2,8 Prozent für 2023 und einem Wachstum von 3,0 Prozent für 2024. 10 Das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) prognostiziert eine ähnliche Entwicklung, mit einem Wachstum von 2,5 Prozent in 2023 und 3,2 Prozent im Folgejahr. 11

Für die Eurozone wiederum prognostiziert der Internationale Währungsfonds für das Jahr 2023 ein Wachstum des BIP um 0,8 Prozent, für 2024 veranschlagt man ein Wachstum von 1,4 Prozent. 12 Das IfW Kiel rechnet für 2023 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone von 1,1 Prozent, im Jahr 2024 geht man von einem Wachstum von 1,6 Prozent aus. 13

9 Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Weltwirtschaft im Frühjahr 2023, Kieler Konjunkturberichte, S. 8.
10 Vgl. IMF World Economic Outlook April 2023, S. 9.
11 Vgl. Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Weltwirtschaft im Frühjahr 2023, Kieler Konjunkturberichte, S. 10.
12 Vgl. IMF World Economic Outlook April 2023, S. 9.
13 Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Euroraum im Frühjahr 2023, Kieler Konjunkturberichte, S. 10.

Positiv wirkt sich in der Eurozone aus, dass die Energiepreise auf einem konstanten Niveau sind, auch wenn sie noch erheblich über den Vorkrisenniveaus liegen. So wird der Verbrauch in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Gerade beim privaten Verbrauch gibt es im Nachgang der Covid-Pandemie weiterhin Aufholpotenzial. Die Konjunktur wird wohl nach und nach wieder in Schwung kommen, allerdings ist dieser im internationalen Vergleich noch aufgrund der politischen Unsicherheit etwas gebremst. 14

Die angebotsseitigen Störungen, die die deutsche Wirtschaft seit geraumer Zeit belasten, haben nachgelassen. Ein merklicher Rückgang der Inflationsraten wird jedoch noch etwas auf sich warten lassen, da der Nachfragesog vorerst kaum geringer werden dürfte. Dazu tragen neben den staatlichen Entlastungsmaßnahmen auch die absehbar hohen Lohnsteigerungen bei. Die Inflationsrate wird im Jahr 2023 mit 6,0 % nur wenig niedriger liegen als im Vorjahr. Erst im kommenden Jahr dürfte die Rate, insbesondere aufgrund der rückläufigen Energiepreise, spürbar sinken. Der Rückgang der Kerninflationsrate (der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) fällt zunächst deutlich schwächer aus. 15

Nach den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im ersten Quartal 2023 um 0,1 Prozent leicht steigen und im zweiten Quartal mit 0,2 Prozent ein nur geringfügig stärkeres Wachstum erzielen. Insgesamt gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute 2023 von einem Wachstum des deutschen BIP um 0,3 Prozent aus. 2024 soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 Prozent steigen. 16 Der internationale Währungsfonds veranschlagt einen leichten Rückgang des BIP um -0,1 Prozent für 2023 und ein Wachstum von 1,1 Prozent für 2024. 17 Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) prognostiziert für 2023 einen Zuwachs des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent, im Jahr 2024 geht man von einem Wachstum von 1,4 Prozent aus. 18 In der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute im Jahr 2023 ein Wachstum des BIP der Eurozone um 0,9 Prozent, während man 2024 ein Wachstum von 1,6 Prozent erwartet. 19

Den zurückhaltenden Prognosen der deutschen Wirtschaft zum Trotz blickt der Consultingmarkt dem laufenden Geschäftsjahr positiv entgegen. Der BDU-Geschäftsklimaindex hat im Vergleich zum Vorquartal nochmals zugelegt und übersteigt den ifo-Index weiterhin deutlich. 46 Prozent der Markteilnehmer liegen Ende März 2023 über ihrem Forecast, während nur 7 Prozent die Planung bislang nicht einhalten konnten.

Allerdings ist der Ausblick auf die kommenden sechs Monate nicht nur von Optimismus geprägt. Zwar rechnen 42 Prozent der Unternehmen mit einer (nochmaligen) Verbesserung ihrer Geschäftslage, wobei lediglich 7 Prozent mit einem Umsatzrückgang rechnen. Jedoch ist international der Boom der Unternehmensberatungs-Branche etwas ins Stocken geraten. Für negative Schlagzeilen hatten jüngst mögliche Stellenstreichungen bei einzelnen Beratungen wie McKinsey oder Accenture gesorgt. 20

14 Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Euroraum im Frühjahr 2023, Kieler Konjunkturberichte, S. 15ff.
15 Vgl. Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2023, S. 3.
16 Vgl. Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2023, S. 35.
17 Vgl. IMF World Economic Outlook April 2023, S. 9.
18 Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2023, Kieler Konjunkturberichte, S. 5.
19 Vgl. Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2023.
20 VgI. Handelsblatt Beratungen wollen in Deutschland weiter zweistellig wachsen, S. 3.

Das prognostizierte Gesamtmarktvolumen für 2023 beträgt EUR 49 Mrd., was einem Branchenwachstum von 12 Prozent entspricht. Wie bereits in den Vorjahren wächst mit der Größe der Beratungsunternehmen ebenfalls die Höhe des erwarteten Umsatzplus. So gehen große Beratungen von einem 16-prozentigen Plus aus, kleinere und Einzelberatungen lediglich von 6 bis 7 Prozent. Die Betrachtung nach Beratungsfeldern zeigt eine nahezu einheitliche optimistische Aussicht mit prognostizierten Wachstumsraten von 12,5 Prozent in der IT-Beratung, 12 Prozent in der HR-Beratung und jeweils 11,5 Prozent in der Organisations- & Prozessberatung sowie in der Strategieberatung. 21

Der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einer Gesamtleistung (inkl. sonstiger betrieblicher Erträge) von EUR 310,0 Mio. (Vorjahr Ist EUR 270,4 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung von etwa 15 Prozent. Damit liegt der geplante Umsatz über der Wachstumsprognose der Consultingwirtschaft. Die Planung geht von einem Ergebniswachstum sowie einer Rendite (EBIT zu Umsatz) im niedrigen zweistelligen positiven Prozentbereich aus.

Investitionen sind für das Geschäftsjahr 2023/2024 insbesondere in strategische Projekte wie Green Transformation, Corporate Transformation oder die Etablierung von Horváth als Flagship Company geplant.

Das gesamte Horváth Team ist mit großer Motivation und Engagement in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die vorliegenden Informationen stimmen uns hinsichtlich der Erreichbarkeit unserer Ziele für das Geschäftsjahr 2023/2024 grundsätzlich optimistisch.

 

Stuttgart, 17. Juli 2023

Horváth 4G Beteiligungs GmbH

Geschäftsführung

Kai Grönke

Dr. Andreas Renner

21 Vgl. BDU Facts and Figures zum Beratungsmarkt 2023, S. 12.

Konzernbilanz zum 31. März 2023

Aktiva

Stand am 31.3.2023 Stand am 31.3.2022
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.592 2.222
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 6
3. Geleistete Anzahlungen 84 25
1.676 2.253
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.532 1.504
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4,625 3.208
6.157 4.712
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6 0
2. Beteiligungen 400 400
406 400
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 3.963 2.526
2. Waren 2 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 8
3.965 2.534
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 70.169 54.574
2. Sonstige Vermögensgegenstände 5.341 3.022
75.510 57.596
III. Flüssige Mittel 31.285 47.405
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.447 1.685
121.446 116.585

Passiva

Stand am 31.3.2023 Stand am 31.3.2022
TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.608
(i. V. 3.476)
Nennwert eigene Anteile -66
(i. V. 0)
Ausgegebenes Kapital 3.542 3.476
II. Kapitalrücklage 5.032 3.687
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 17.501 21.208
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -631 -743
V. Konzernbilanzgewinn 18.604 16.499
VI. Nicht beherrschende Anteile 0 98
44.048 44.225
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.110 2.178
2. Steuerrückstellungen 5.111 3.421
3. Sonstige Rückstellungen 32.643 27.895
39.864 33.494
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.000 14.000
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.431 1.516
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.629 10.088
4. Sonstige Verbindlichkeiten 15.874 12.705
36.934 38.309
D. Rechnungsabgrenzungsposten 600 557
121.446 116.585

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 264.028 216.624
2. Erhöhung (i. V. Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen 1.431 -253
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.990 3.019
270.449 219.390
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 352 464
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 47.446 37.862
47.798 38.326
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 129.914 107.487
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 17.065 14.314
146.979 121.801
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.226 1.643
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.692 31.065
8. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 28.754 26.555
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145 207
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 638 542
-493 -335
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.626 7.024
12. Ergebnis nach Steuern 19.635 19.196
13. Sonstige Steuern 53 64
14. Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnis nicht beherrschende Anteile 19.582 19.132
15. Ergebnis nicht beherrschende Anteile -63 49
16. Konzernjahresüberschuss 19.645 19.083
17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -1.041 -2.584
18. Konzernbilanzgewinn 18.604 16.499

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Horváth 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart, im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.4.2022 Währungsanpassung Zugänge Abgänge Stand am 31.3.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.010 -5 15 448 5.572
2. Geschäfts- oder Firmenwert 282 0 0 0 282
3. Geleistete Anzahlungen 25 0 89 30 84
6.317 -5 104 478 5.938
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.782 31 131 3 1.941
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.267 -10 3.203 1.369 9.091
9.049 21 3.334 1.372 11.032
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 6 0 6
2. Beteiligungen 400 0 0 0 400
400 0 6 0 406
15.766 16 3.444 1.850 17.376
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.4.2022 Währungsanpassung Zugänge Abgänge Stand am 31.3.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.788 -1 641 448 3.980
2. Geschäfts- oder Firmenwert 276 0 6 0 282
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
4.064 -1 647 448 4.262
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 278 2 131 2 409
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.059 -7 1.448 1.034 4.466
4.337 -5 1.579 1.036 4.875
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
8.401 -6 2.226 1.484 9.137
Buchwerte
Stand am 31.3.2023 Stand am 31.3.2022
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.592 2.222
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 6
3. Geleistete Anzahlungen 84 25
1.676 2.253
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.532 1.504
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.625 3.208
6.157 4.712
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6 0
2. Beteiligungen 400 400
406 400
8.239 7.365

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnis nicht beherrschende Anteile 19.582 19.132
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.226 1.643
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 4.591 -2.841
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 211 -430
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -18.803 -9.186
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.324 2.424
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -33 0
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 613 539
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 8.626 7.024
-/+ Ertragsteuerzahlungen -7.439 -6.699
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 12.898 11.606
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 30 22
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -104 -1.284
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 369 140
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.334 -2.681
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6 -198
+ Erhaltene Zinsen 25 3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.020 -3.998
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 1.477 88
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 5.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -6.000 -1.000
+ Einzahlungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von eigenen Anteilen 286 132
- Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von eigenen Anteilen -10.797 -6.448
- Gezahlte Zinsen -603 -502
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -10.344 -10.547
- Gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter -34 -10
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -26.015 -13.287
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -16.137 -5.679
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 17 294
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 47.405 52.790
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.285 47.405
Finanzmittelfonds Flüssige Mittel 31.285 47.405
31.285 47.405

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022/2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile
in TEUR Stammeinlagen Stammeinlagen Summe
Stand am 31.3.2021 3.388 -132 3.256
Ausgabe von Anteilen 88 0 88
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 132 132
Ausschüttung 0 0 0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 0 0
Stand am 31.3.2022 3.476 0 3.476
Ausgabe von Anteilen 132 0 132
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 -66 -66
Ausschüttung 0 0 0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 0 0
Stand am 31.3.2023 3.608 -66 3.542
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
in TEUR nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Andere Gewinnrücklagen Summe
Stand am 31.3.2021 3.687 13.393 17.080
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0 5.231 5.231
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 2.584 2.584
Stand am 31.3.2022 3.687 21.208 24.895
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 -10.903 -10.903
Ausschüttung 0 0 0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0 6.155 6.155
Währungsumrechnung 0 0 0
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 1.345 0 1.345
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 1.041 1.041
Stand am 31.3.2023 5.032 17.501 22.533
Eigenkapital des Mutterunternehmens
in TEUR Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn Summe
Stand am 31.3.2021 -1.217 15.778 34.897
Ausgabe von Anteilen 0 0 88
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 132
Ausschüttung 0 -10.547 -10.547
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0 -5.231 0
Währungsumrechnung 474 0 474
Konzernjahresüberschuss 0 19.083 19.083
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -2.584 0
Stand am 31.3.2022 -743 16.499 44.127
Ausgabe von Anteilen 0 0 132
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 -10.969
Ausschüttung 0 -10.344 -10.344
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0 -6.155 0
Währungsumrechnung 112 0 112
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 0 1.345
Konzernjahresüberschuss 0 19.645 19.645
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -1.041 0
Stand am 31.3.2023 -631 18.604 44.048
Nicht beherrschende Anteile
in TEUR Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste Summe
Stand am 31.3.2021 8 51 59
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Ausschüttung 0 -10 -10
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 49 49
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 0 0
Stand am 31.3.2022 8 90 98
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Ausschüttung 0 -35 -35
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 -63 -63
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 0 0
Stand am 31.3.2023 8 -8 0
Konzerneigenkapital
in TEUR Summe
Stand am 31.3.2021 34.956
Ausgabe von Anteilen 88
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 132
Ausschüttung -10.557
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0
Währungsumrechnung 474
Konzernjahresüberschuss 19.132
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0
Stand am 31.3.2022 44.225
Ausgabe von Anteilen 132
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile -10.969
Ausschüttung -10.379
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung 0
Währungsumrechnung 112
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 1.345
Konzernjahresüberschuss 19.582
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0
Stand am 31.3.2023 44.048

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Vorbemerkung

Die Horvath 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart, HRB 724649), ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt. Zur besseren Verständlichkeit werden die Werte auf Tausend Euro gerundet.

In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas wurde die Position "Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

Der Konzernabschluss zum 31. März 2023 umfasst die Muttergesellschaft sowie vier (i. V. vier) inländische und acht (i. V. acht) ausländische Tochtergesellschaften.

In den Konzernabschluss der Horváth 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart, sind die folgenden Unternehmen einbezogen worden, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt:

Nr. Name und Sitz Währung Anteil am Kapital % Gehalten von Nr. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
I. Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden
1 Horváth 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart EUR - -
2 Horváth AG, Stuttgart EUR 100 1 01.04.2007
3 Horváth & Partner GmbH, Stuttgart EUR 100 2 01.04.2007
4 Horvath & Partner Management Consulting GmbH, Wien/Österreich EUR 100 3 01.04.2007
5 Horvath & Partner Middle East GmbH, Wien/Österreich EUR 100 4 01.04.2012
6 Horvath Saudi Arabia LLC, Riad/Königreich Saudi-Arabien SAR 100 3 und 5 20.07.2016
7 Horvath & Partners Management Consulting Corporation, Wilmington (Delaware)/USA USD 100 3 13.06.2019
8 Horváth & Partner AG, Zürich/Schweiz CHF 100 3 01.04.2007
9 IFUA Horváth & Partners Consulting Kft., Budapest/Ungarn HUF 100 2 01.04.2007
10 Horváth Akademie GmbH, Stuttgart EUR 100 3 01.04.2007
11 CONSULT ING Horváth Engineers GmbH, Berlin EUR 67,3 3 21.04.2017
12 Horváth & Partners Management Consulting Srl., Bukarest/Rumänien RON 100 2 01.04.2007
13 Horváth Italia S.r.l, Rom/Italien EUR 100 2 13.10.2021
II. Assoziierte Unternehmen, die nach § 311 Abs. 2 HGB nicht einbezogen wurden
14 evety GmbH, Essen EUR 20 3 -

Auf die evety GmbH, Essen, wurde die Equity-Konsolidierung in Anwendung des § 311 Abs. 2 HGB nicht angewendet, da die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

Mit Wirkung zum 1. April 2023 wurde die Horváth Denmark ApS, Kopenhagen/Dänemark, eine 100%-Tochtergesellschaft der Horvath GmbH, gegründet. Die Gesellschaft wird erstmals im folgenden Geschäftsjahr in den Konsolidierungskreis einbezogen. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt TDKK 45.

C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. März 2023.

Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert.

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode.

Hierbei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 und Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a. F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Aus der Erstkonsolidierung zum 1. April 2007 entstand ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 6.803, welcher nach § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. in Höhe von TEUR 6.248 mit der Kapitalrücklage des Mutterunternehmens sowie in Höhe von TEUR 555 mit Gewinnrücklagen verrechnet wurde.

Die Geschäfts- und Firmenwerte aus Erstkonsolidierungen ab dem 1. Januar 2010 werden linear über die geplante Nutzungsdauer bzw. auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells linear über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben.

Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. März 2023 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis.

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 enthält der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile außerdem Anteile an den aufgedeckten stillen Reserven und Lasten sowie die anteiligen Ergebnisbestandteile aus der Folgekonsolidierung der entsprechend der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Aus Vereinfachungsgründen wurden währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung und Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung konzerninterner Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam berücksichtigt.

Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf die Durchführung einer Drittschuldenkonsolidierung verzichtet.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen konsolidiert.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie aus Vorratsbeständen konzerninterner Lieferungen waren nicht zu eliminieren.

Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde - soweit notwendig - auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen.

Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Durchschnittsermittlung erfolgt vereinfachend mit dem Mittelwert der Abrechnungsperiode.

Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten der auf fremde Währung lautenden Abschlüsse einbezogener Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des Eigenkapitals von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, werden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet.

Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet.

D. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände enthalten Softwareprogramme und Lizenzen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und fünfzehn Jahren.

Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode (in Vorjahren zum Teil degressiv) abgeschrieben. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird Gebrauch gemacht, sofern dies zu einer höheren Abschreibung führt. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im maßgebenden Wirtschaftsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, die einen angemessenen Zuschlag für allgemeine Verwaltungskosten beinhalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Ein Rententrend sowie eine Fluktuationsrate waren nicht zu berücksichtigen.

Der Rechnungszinssatz basiert - entsprechend der gesetzlichen Regelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB - auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt zum Abschlussstichtag 1,79 % (im Vorjahr: 1,81 %).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. März 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 11 (Unterschiedsbetrag).

In den sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen für künftige Ansprüche aus Altersteilzeitverträgen enthalten. Diese Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des vertraglich zugesicherten Erfüllungsbetrags bewertet.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Aktive latente Steuern gem. § 274 Abs. 1 HGB wurden nicht aktiviert. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden mit latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen verrechnet und zusammengefasst ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 442 (i. V. TEUR 432) mit Restlaufzeiten von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände besitzen, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 1.243.960,37 (i. V. EUR 0,00) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten außerdem einen Betrag in Höhe von TEUR 212 (i. V. TEUR 0), der rechtlich erst im Folgejahr entsteht.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vorräten, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden länderspezifischen Steuersatz. Bei einbezogenen inländischen Kapitalgesellschaften beträgt der Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer insgesamt 31 %. Die länderspezifischen Steuersätze der ausländischen Tochtergesellschaften liegen zwischen 9 % und 25 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2022/2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Des Weiteren werden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet. Im Geschäftsjahr sind keine angefallen.

5. Eigenkapital

Das Stammkapital der Horváth 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart, beträgt TEUR 3.608 (i. V. TEUR 3.476) und ist in voller Höhe geleistet.

Der Konzernbilanzgewinn entspricht dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft und enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 0. Der Unterschiedsbetrag, aus dem gegenüber dem Jahresergebnis des Mutterunternehmens höheren oder niedrigeren Konzernjahresergebnis, wird mit den Konzerngewinnrücklagen verrechnet und als zusätzliche Einstellung in bzw. Entnahme aus andere Gewinnrücklagen dargestellt.

Der Konzernbilanzgewinn hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

2022/2023
TEUR
Vortrag zum 1. April 2022 16.499
Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Rahmen der Gewinnverwendung -6.155
Ausschüttung an die Gesellschafter -10.344
Konzernjahresüberschuss 2022/2023 19.645
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -1.041
Stand 31. März 2023 18.604

Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel:

Bezüglich des am Bilanzstichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehenden Betrags verweisen wir auf den Jahresabschluss der Horváth 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen (TEUR 29.500), ausstehende Rechnungen/bezogene Leistungen (TEUR 2.982), Kfz-Aufwand (TEUR 203), Gewährleistungsansprüchen (TEUR 297) und Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 35).

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.3.2023
TEUR
Altersteilzeitverpflichtung 519
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) -519
Altesteilzeitrückstellung 0
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 519

Der verrechnete Aufwand aus dem Deckungsvermögen beträgt in 2022/2023 TEUR 5 (i. V. TEUR 5).

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:

31.3.2023 31.3.2022
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.000 6.000
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 7.000 8.000
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 0
8.000 14.000

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.987 (i. V. TEUR 1.732) mit einer Laufzeit von über einem Jahr enthalten.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.3.2023 31.3.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 9.870 9.238
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 484 271
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 5.520 3.196
15.874 12.705

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach Regionen wie folgt: Deutschland (TEUR 180.439), übriges Europa (TEUR 69.549), Asien/Mittlerer Osten (TEUR 9.924) sowie USA (TEUR 4.116). Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Beratungserlöse.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 935 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und Erträge aus der Herabsetzung der EWB auf Forderungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.080 (i. V. TEUR 447) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Erträge TEUR 44 (i. V. TEUR 282).

3. Personalaufwand

In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.950 (i. V. TEUR 1.947) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 29, insbesondere aus Aufwendungen für Vorjahre sowie Forderungsverluste in Höhe von TEUR 334 ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.026 (i. V. TEUR 375). Davon entfallen auf unrealisierte Aufwendungen TEUR 182 (i. V. TEUR 185).

5. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 35 (i. V. TEUR 40) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

6. Steuern

Im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag sind saldierte periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 560 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7 enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten keine Aufwendungen/Erträge aus latenten Steuern.

7. Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile

Die Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile setzen sich wie folgt zusammen:

2022/2023
TEUR
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an Jahresfehlbeträgen -63
Jahresüberschüssen 0
-63

F. Sonstige Angaben

1. Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Erstellung des Lageberichts der Horváth & Partner GmbH, Stuttgart, verzichtet.

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird zudem auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der Horváth AG, Stuttgart, sowie der Horváth & Partner GmbH, Stuttgart, verzichtet.

2. Personal

Im Jahresdurchschnitt waren 1.164 (i. V. 1.005) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern beschäftigt.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Angestellten beträgt:

2022/2023
Anzahl
Berater/Training 873
Verwaltung 291
1.164

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Horváth-Gruppe hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen.

Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt:

31.3.2023 31.3.2022
TEUR TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen
Restlaufzeit bis 1 Jahr 6.904 6.422
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 18.134 17.660
Restlaufzeit über 5 Jahre 23.290 27.494
48.328 51.576

4. Bewertungseinheiten

Die im Berichtsjahr gebildeten Bewertungseinheiten sind im nachfolgenden Bewertungsspiegel dargestellt:

Risiko Grundgeschäft
Variable Art Art Währung Betrag
Zins Vorangegangener Zahlungsstrom Variabel verzinsliches Darlehen TEUR 8.000
Risiko Sicherungsinstrumente Art der Bewertungseinheit Prospektive Effektivität
Variable Risiko Währung Betrag
Zins Swap TEUR 8.000 Micro- Hedge Laufzeit- und Volumenkongruenz

5. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Der Aufwand für den Konzernabschlussprüfer setzt sich im Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 87

6. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds enthält Zahlungsmittel. Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 erstellt.

7. Organe des Mutterunternehmens

Geschäftsführer sind:

 

Dr. Andreas Renner, Stuttgart

 

Kai Grönke, München

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

9. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 18,6 Mio. wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende an die Gesellschafter über EUR 11,1 Mio. und Einstellung der verbleibenden EUR 7,5 Mio. in die anderen Gewinnrücklagen.

 

Stuttgart, 17. Juli 2023

Horváth 4G Beteiligungs GmbH

Geschäftsführung

Kai Grönke

Dr. Andreas Renner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Horváth 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Horváth 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Horváth 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehrfortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 17. Juli 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Matthias Spingler, Wirtschaftsprüfer

Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Konzernabschluss der Horváth 4G Beteiligungs GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr 2022/2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 25. September 2023 gebilligt worden.

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