Volksbank Greven eGLiquidiert

Greven

Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt GnR 130
Eingetragen
10.7.1901
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Immobilien und Reisen; Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Greven eG

Greven

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der Volksbank Greven eG, 48268 Greven

I. Grundlagen des Instituts

Geschäftsmodell

Wir verstehen uns als regional tätiges Kreditinstitut, welches primäre Geschäftsaktivitäten auf die Mitglieder, die zugleich Eigentümer des Instituts sind, und Kunden ausrichtet.

Derzeit verfügen wir neben der Hauptstelle über zwei Niederlassungen, eine Geschäftsstelle, zwei SB-Filialen und einen externen Geldautomaten.

Wir können als Allfinanzdienstleister sämtliche finanziellen und versicherungsbezogenen Bedürfnisse unserer Mitglieder und Kunden bedienen. Wir bieten insbesondere Produkte im Einlagen- und Kreditgeschäft sowie im Vermittlungs- und Wertpapierdienstleistungsgeschäft an.

Unsere Geschäftsprozesse sind unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Effizienz strikt auf die Mitglieder- und Kundenbedürfnisse ausgerichtet.

Unser primäres Geschäftsgebiet umfasst die Region Altenberge, Greven und Nordwalde.

Wir sind unmittelbar durch demografische Entwicklungen, aber besonders stark von konjunkturellen, politischen und regulatorischen Entwicklungen sowie Veränderungen an den Finanzmärkten beeinflusst.

II. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Der Konjunkturaufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich im Jahr 2018 weiter fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,4 %. Somit fiel der Aufschwung im Vergleich zu 2017 (+2,2 %) deutlich schwächer aus, was sich mit angebotsseitigen Engpässen bei den Arbeitskräften und Streiks begründen lässt. Zudem fiel die Nachfrage durch den gedämpften Welthandel etwas schwächer aus.

In guter Verfassung zeigte sich der Arbeitsmarkt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der im Inland beschäftigten erwerbstätigen Menschen um 569.000 auf 44,8 Millionen. Der Trend der Vorjahre konnte durch deutlich mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte fortgesetzt werden. Die Arbeitslosenzahl sank um 193.000 auf 2,3 Millionen. Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zu 2017 um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2 % zurück.

Bei den Verbraucherpreisen konnte ein deutlicher Anstieg festgestellt werden. Im Jahresverlauf schwankte die Inflationsrate zwischen 1,1 % und 2,3 % und war damit so hoch wie seit mehreren Jahren nicht mehr. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise 2018 um 1,8 %. Haupttreiber der Verteuerung waren aufgrund hoher Ölpreise und schwacher Ernten die Energie- und Nahrungsmittelpreise.

Die politische Lage hatte großen Einfluss auf die Renditen am Aktienmarkt. Nach positiven Signalen zu Jahresbeginn durch die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum und die US-Steuerreform führten jedoch vor allem der Handelskonflikt zwischen China und den USA und die Enttäuschung der Marktteilnehmer über das Scheitern eines geregelten Brexit zu einer deutlich schlechteren Situation an den Aktienmärkten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Jahresende 2018 das Ankaufprogramm für Anleihen beendet. Damit entfernte sich die EZB ein Stück von ihrer sehr lockeren Geldpolitik, beließ jedoch die Leitzinsen auf deren historisch niedrigen Niveaus. Der EZB-Hauptrefinanzierungssatz für Finanzinstitute des Euroraums liegt weiterhin bei 0,0 % und der Einlagensatz bei -0,4 %.

Wegen der positiven Konjunkturerwartungen stiegen die Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen zu Jahresbeginn zunächst auf 0,76 %, schwächten zum Jahresende allerdings wieder auf 0,25 % ab. Ausschlaggebend dafür war die hohe Volatilität durch den Handelskonflikt, die Unsicherheiten über den Ablauf des Brexit und die nachlassende Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte.

Der Euro hat sich in 2018 deutlich abgewertet. Zum Ende des Jahres notierte der Kurs gegenüber dem Greenback bei 1,15 US-Dollar. Ausgelöst wurde die Abwertung durch steigende US-Zinsen und Sorgen des EZB Präsidenten über eine abnehmende Konjunkturdynamik.

Der deutsche Leitindex startete zunächst erfreulich in das Jahr 2018. Der DAX konnte innerhalb weniger Wochen durch einen Anstieg um 700 Punkte das Jahreshoch von 13.559 Punkten erreichen. Daraufhin entwickelte sich der DAX volatil, aber unentwegt abwärts. Zum Jahresende stand der DAX mit 10.559 Punkten 18 % unter dem Jahresanfang. Die Belastungsfaktoren waren wie an den Renten- und Devisenmärkten sowohl geopolitisch als auch konjunkturell geprägt. Neben Sondereffekten bei einigen Unternehmen belastete den DAX insbesondere die hohe Exportabhängigkeit der deutschen Unternehmen.

Die 875 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken und sonstigen Genossenschaftsbanken konnten 2018 weiter kräftig zulegen. Die besonders starke Kundenorientierung und eine konservative Geschäftspolitik ließen die Kundenvolumina im Kredit- und Einlagengeschäft erneut deutlich wachsen. Die Bilanzsumme stieg um EUR 44 Mrd. auf EUR 935 Mrd. (+ 4,9 %). Zudem stiegen die Mitgliederzahlen der Kreditgenossenschaften weiter an. Mit mehr als 45.000 neuen Mitgliedern und einem Wachstum von knapp 0,2 % gegenüber dem Vorjahr zählten die Volksbanken und Raiffeisenbanken Ende 2018 18,6 Millionen Personen und Unternehmen zu ihren Mitgliedern.

Im Kreditgeschäft konnte die Kreditvergabe an Nichtbanken erneut gesteigert und an die guten Vorjahre angeknüpft werden. Durch einen Zuwachs von 5,7 % steigerten die Kreditgenossenschaften die Summe der herausgegebenen Kredite um EUR 32 Mrd. auf EUR 590 Mrd. Die langfristigen Forderungen wuchsen mit 5,5 % auf EUR 522 Mrd., die kurz- und mittelfristigen stiegen jeweils um 8,0 % beziehungsweise 7,1 % auf EUR 34 Mrd. in beiden Fällen. Wachstumstreiber war insgesamt die rege Nachfrage nach langfristigen Wohnungsbaukrediten und das Wachstum im Firmenkundenbereich durch die gute deutsche Konjunktur.

Durch eine deutliche Erhöhung der Kundeneinlagen konnte das Wachstum bei den Kundenkrediten mehr als vollständig refinanziert werden. Insgesamt stiegen die Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften um EUR 34 Mrd. oder 5,2 % auf EUR 697 Mrd. Das starke Wachstum der täglich fälligen Verbindlichkeiten um EUR 33,7 Mrd. oder 7,9 % auf EUR 458 Mrd. war hauptsächlicher Treiber der Entwicklung. Somit sind fast zwei Drittel der Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften kurzfristige Sichteinlagen. Auch der Termineinlagenbestand konnte um 1,9 % auf rund EUR 47 Mrd. gesteigert werden. Die Spareinlagen wuchsen nur leicht mit 0,2 % auf EUR 186 Mrd. und der Bestand an Sparbriefen sank deutlich um 11,7 % auf EUR 5 Mrd.

Grundlage der soliden Geschäftspolitik der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist weiterhin neben jederzeit ausreichender Liquidität eine angemessene und robuste Eigenkapitalausstattung und -bildung. Die Kreditgenossenschaften konnten ihr bilanzielles Eigenkapital um 4,0 % auf EUR 52,4 Mrd. steigern. Dabei legten die Rücklagen um 4,3 % auf EUR 40,0 Mrd. und die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) um 3,1 % auf EUR 12,4 Mrd. zu. Insgesamt sind die Kreditgenossenschaften mit einer Eigenkapitalquote, dem Verhältnis von bilanziellem Eigenkapital zur Bilanzsumme, in Höhe von 5,6 % ausreichend mit Wachstumsspielraum ausgestattet, um den Kreditwünschen von Privat- und Firmenkunden nachkommen zu können.

Wesentlicher Mitbewerber für die Bank ist die Kreissparkasse Steinfurt.

2. Entwicklung der Volksbank Greven eG

Die Geschäftsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2018 insgesamt zufriedenstellend. Im Vergleich mit den übrigen Kreditgenossenschaften fiel sowohl das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen als auch die Steigerung der bilanziellen Kundenforderungen höher aus. Auch die Bilanzsummensteigerung lag prozentual über der Bilanzsummensteigerung aller deutschen Genossenschaftsbanken. Abweichungen zu den Prognosen des Vorjahres werden im Folgenden dargestellt.

Bilanzsumme Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
  667.227 609.566 57.661 9,5

Die Bilanzsumme der Volksbank Greven eG stieg im Berichtsjahr kräftig um EUR 57,7 Mio. auf EUR 667,2 Mio. Das im Vorjahr prognostizierte Wachstum von ca. EUR 24 Mio. wurde deutlich übertroffen. Ursächlich für diese Entwicklung war vor allem die deutliche Zunahme der Kundeneinlagen und der Bankrefinanzierungen. Diese Mittel wurden überwiegend zur Finanzierung des Anstiegs der Kundenforderungen sowie der Liquiditätsvorhaltungen in Form von kurzfristigen Forderungen gegenüber unserer Zentralbank, der DZ BANK AG, und der festverzinslichen Wertpapieranlagen eingesetzt.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Barreserve 12.794 10.395 2.399 23,1
Kundenforderungen 502.584 465.453 37.131 8,0
Wertpapieranlagen 116.080 104.545 11.535 11,0
Forderungen an Banken 12.748 5.389 7.359 136,6

Unsere Kundenforderungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 37,1 Mio. oder 8,0 %. Diese positive Entwicklung resultiert aus der hohen Nachfrage unserer Kunden nach Wohnungsbau- und Investitionsfinanzierungen. Das angestrebte Wachstumsziel (Prognose) von EUR 25 Mio. wurde übertroffen.

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Wertpapieranlagen haben sich im Berichtszeitraum insgesamt um EUR 18,9 Mio. auf EUR 128,8 Mio. erhöht.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bankrefinanzierungen 168.583 150.606 17.977 11,9
Kundengelder 421.275 386.034 35.241 9,1
- Spareinlagen 84.914 74.418 10.496 14,1
- täglich fällige Einlagen 302.112 278.212 23.900 8,6
- Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 34.249 33.404 845 2,5

Die Bankrefinanzierungen sind insgesamt um EUR 18,0 Mio. auf EUR 168,6 Mio. gestiegen, wobei der Bestand an Förderkrediten (zweckgebundene Refinanzierungen) über Plan ausgebaut werden konnte und darüber hinaus globale Refinanzierungsmittel bei unserer Zentralbank aufgenommen wurden.

Trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus konnte der Bestand der Kundeneinlagen gegenüber dem Vorjahr um EUR 35,2 Mio. oder 9,1 % erneut gesteigert werden. Der Einlagenzuwachs ging sowohl auf den Anstieg der Spareinlagen als auch der täglich fälligen Einlagen zurück.

Mit dem Ergebnis wurde das erwartete Wachstum von EUR 7,5 Mio. deutlich übertroffen. Der Anteil der täglich fälligen Einlagen an der Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag rund 45 %. Zusätzlich investieren unsere Kunden im Rahmen von Anlagestrukturberatungen in Wertpapier- und Fondsanlagen.

Außerbilanzielles Geschäft

Im außerbilanziellen Geschäft betrugen die Eventualverbindlichkeiten EUR 17,0 Mio. (Vorjahr EUR 11,1 Mio.).

Die unwiderruflichen Kreditzusagen stiegen geringfügig um EUR 1,1 Mio. auf EUR 48,9 Mio. Die offenen Zusagen aus Kreditkartenkonten in Höhe von EUR 12,4 Mio. (Vorjahr EUR 12,8 Mio.) werden weiterhin als widerrufliche Kreditzusagen angesehen. Außerbilanzielle Geschäfte tätigte die Bank außerdem in Form von Devisentermingeschäften mit Kunden, die durch exakt deckungsgleiche Gegengeschäfte mit der genossenschaftlichen Zentralbank geschlossen wurden. Darüber hinaus bestehen nom. EUR 39,0 Mio. Zins-Swaps zur Begrenzung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-Passiv-Steuerung), die dem Anlagebuch zugeordnet sind.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 1.105 994 111 11,2
Vermittlungserträge 1.705 1.285 420 32,7
Erträge aus Zahlungsverkehr 2.258 2.095 163 7,8

Wesentliche Bestandteile des Dienstleistungs- bzw. Provisionsgeschäfts sind neben dem Bereich Zahlungsverkehr und Kontoführung die Vermittlung von Versicherungen, Bausparverträgen und Krediten sowie die Depotverwaltung.

Die Provisionen aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung sind der Hauptprovisionsträger der Bank. Im Wertpapier- und Depotgeschäft bewegten sich die Umsätze aus Käufen und Verkäufen deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die geplanten Provisionserträge wurden leicht übertroffen. Die Erträge im Zusammenhang mit der Vermittlung von Versicherungen und Bausparprodukten sowie aus dem Kreditvermittlungsgeschäft lagen deutlich über den Planwerten. Das Dienstleistungsgeschäft hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt. Die Steigerung des Provisionsergebnisses um knapp 24 % liegt deutlich über unserer geplanten Steigerung von rund 4 %.

Personal- und Sozialbereich

Die fachliche und persönliche Qualifikation unserer Mannschaft hatte auch in 2018 wieder einen besonders hohen Stellenwert. So haben wir unsere Mitarbeiter an insgesamt 411 Tagen für Fortbildungsmaßnahmen freigestellt. Zudem stellen wir regelmäßig durch moderne Bildungsangebote und Webinare die Sachkunde unserer Mitarbeiter sicher. Über gezielte Personalentwicklungs-/Karrierepläne bereiten wir unsere Mitarbeiter auf neue berufliche Herausforderungen vor.

Zum Stichtag 31.12.2018 waren für die Volksbank 80 vollzeitbeschäftigte und 28 teilzeitbeschäftigte Angestellte aktiv tätig. In der passiven Phase der Altersteilzeit befanden sich zum Jahresende zwei Mitarbeiter.

Herzlich gratuliert haben wir zu einem 45-jährigen, einem 35-jährigen, einem 25-jährigen sowie drei 10-jährigen Dienstjubiläen.

Ergänzende Erläuterungen zum Geschäftsverlauf

In 2017 haben wir Gespräche mit der Vereinigten Volksbank Münster eG sowie der VR-Bank Kreis Steinfurt eG über eine verstärkte Zusammenarbeit geführt. Die Aufsichtsräte und Vorstände haben in 2017 einen Kooperationsvertrag mit Fusionsabsicht geschlossen.

III. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Volksbank Greven eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagefragen sicherstellt.

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken, die sich insbesondere in Form von Adressenausfall- und Marktpreisrisiken (z. B. Zinsänderungs-, Währungs- und Kursänderungsrisiken), Liquiditäts- und operationellen Risiken zeigen.

Zur Beurteilung der Wesentlichkeit verschafft sich die Geschäftsleitung einmal im Jahr im Rahmen einer Risikoinventur einen Überblick über die Risiken unserer Bank. Bei der Beurteilung der Risiken werden potenzielle Risikokonzentrationen berücksichtigt.

Durch eine Eckwertplanung über einen Zeitraum von fünf Jahren und mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Wichtigkeit. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns aber zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen haben wir für Marktpreis-, Adressenausfall-, Liquiditäts-, operationelle und sonstige Risiken Kennzahlen und Volumenslimite bzw. in Teilbereichen auch Zielgrößen definiert. Das Risikocontrolling beinhaltet ferner die Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung der Risiken. Über die Ergebnisse der zu diesem Zweck durchgeführten Analysen und Auswertungen, die auch Stress-Szenarien umfassen, werden der Vorstand und die betreffenden Unternehmensbereiche durch vierteljährliche Risikoreports informiert.

Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen einer aktiven und bewussten Steuerung der identifizierten Risiken.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und ggf. der Migration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Ausmaß übersteigen. Das Adressenausfallrisiko umfasst das Kreditrisiko, das Kontrahenten- und Emittentenrisiko, das Länderrisiko, das Spreadrisiko sowie Migrationsrisiken.

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Kundenkreditgeschäft) basiert insbesondere auf Kreditratings nach Verfahren der genossenschaftlichen Organisation.

Die Verfahren ermöglichen, für alle wesentlichen Kreditsegmente Ausfallwahrscheinlichkeiten ("erwartete Verluste") zu ermitteln und die Kredite Risikoklassen zuzuordnen. Unser Kundenkreditvolumen ist zu einem Großteil mit diesen Verfahren klassifiziert.

Die Ausfallrisiken im Kreditportfolio bemisst die Bank nach aggregierten Blankoanteilen (Risikovolumen) in den einzelnen Risikoklassen. Die für die Höhe der Blankoanteile zugrunde liegenden Kreditsicherheiten werden nach Wertermittlungsrichtlinien, die sich an den Richtlinien der genossenschaftlichen FinanzGruppe orientieren, angesetzt. Besonderes Augenmerk legt die Bank im Rahmen ihrer Kreditrisikostrategie auf die Kredite mit den höchsten Blankoanteilen.

Über die "erwarteten Verluste" hinaus ermitteln wir die "unerwarteten Verluste" mittels eines Credit Value at Risk (CVaR), der neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten die Granularität des Kreditportfolios, insbesondere nach der Größenstruktur der ungesicherten Kreditzusagen, berücksichtigt. Das Risikomaß CVaR gibt die "unerwarteten Verluste" an, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,0 % innerhalb von zwölf Monaten nicht überschritten werden.

Die Ratingergebnisse werten wir auf aggregierter Basis u. a. nach Volumina, Blankoanteilen und Verlustpotenzial aus. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen und Größenklassen.

Die Streuung der Kundenforderungen nach Branchen und Größenklassen ist ausgewogen. Nennenswerte Forderungen an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland bestehen nicht.

Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur und unserer geschäftspolitischen Ausrichtungen entfallen wesentliche Teile unseres Kreditvolumens auf den Dienstleistungssektor, den Landwirtschaftsbereich sowie auf die private Wohnungsbaufinanzierung.

Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind hinreichend wertberichtigt. Der Umfang der vollwertigen, aber nach unserer Einschätzung mit erhöhten Risiken behafteten Forderungen ist überschaubar; für hierin enthaltene Ausfallgefahren bestehen nach unserer Einschätzung ausreichende Abschirmungsmöglichkeiten sowohl aus dem laufenden Ergebnis als auch in Form von Vorsorgereserven.

Das Adressenausfallrisiko im Eigengeschäft ermittelt die Bank aus der Simulation von Ratingmigrationen und Spreadschwankungen. Ausfallrisiken im Eigengeschäft begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass wir Anlagegrenzen in den jeweiligen Asset- und Ratingklassen festgesetzt haben. Ein schlechteres Rating als BB nach Standard & Poor's nehmen wir nicht in den Bestand. Zusätzlich unterhalten wir einen Bestand von Investmentfondsanteilen, welche von erfahrenen Fondsgesellschaften gemanagt werden. Die Ausfallrisiken steuern wir über Risikokennzahlen, die von den Fondsgesellschaften zur Verfügung gestellt werden.

Beteiligungsrisiken wurden ebenfalls als wesentlich identifiziert und den Adressenausfallrisiken zugeordnet. Die Bank unterhält fast ausschließlich Beteiligungen an Unternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Für diese als risikoarm eingestuften Beteiligungen erfolgen jährlich Risikobewertungen sowie eine quartalsweise Darstellung im Managementbericht. Die Beteiligungsrisiken werden im Limitsystem der Bank aus technischen Gründen unter den weiteren wesentlichen Risiken berücksichtigt.

Die zum 31.12.2018 gemessenen Risiken lasten unser Verlustlimit für Adressenausfallrisiken einschließlich Eigenanlagen zu 78 % aus.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Marktpreisrisiken

Die Genossenschaft ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Zinsänderungsrisiken messen wir mithilfe dynamischer Zinselastizitätsbilanzen. Ausgehend von unseren Zinsprognosen (Prognosen der DZ BANK AG) werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis und das Folgejahr ermittelt. Der Vorstand hat die maximal akzeptable Abweichung vom Prognosewert in Abhängigkeit von der Risikodeckungsmasse, die der Genossenschaft zur Verfügung steht, auf ein vertretbares Maß begrenzt. Nach den zum 31.12.2018 gemessenen Zinsänderungsrisiken (einschließlich Kursrisiken in festverzinslichen Wertpapieren) werden Zinsveränderungen, die in der Ad-hoc Betrachtung unsere Zinsprognose um 0,5 Prozentpunkte übersteigen (bzw. unterschreiten), unser vorausberechnetes Ergebnis mit TEUR 127 entlasten (bzw. um TEUR 1.358 entlasten).

Zur Steuerung der globalen Zinsänderungsrisiken setzen wir Zinssicherungsinstrumente ein. Dabei handelt es sich um Zinsswaps mit einem Volumen von TEUR 39.000.

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum Bilanzstichtag war keine Rückstellung zu bilden.

Unseren Wertpapierbestand haben wir überwiegend der Liquiditätsreserve zugeordnet und insoweit nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Davon entfallen EUR 20,3 Mio. auf Investmentanteile und in geringem Umfang auf Aktien. Einen geringen Teil unserer Wertpapiere halten wir im Anlagevermögen, das nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet wurde (unterlassene Abschreibungen TEUR 27).

Ungedeckte Währungspositionen bestehen aus der Aufnahme von globalen Refinanzierungsmitteln in Schweizer Franken im Gegenwert von TEUR 2.920 (ohne Zinsabgrenzungen).

Die zum 31.12.2018 gemessenen Risiken lasten unser Verlustlimit für Marktpreisrisiken zu 79 % aus.

Ein Handelsbuch unterhalten wir nicht.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit nicht gegeben ist, weil die benötigten Finanzmittel nicht zur Verfügung stehen. Das Liquiditätsrisiko umfasst das Abrufrisiko, das Terminrisiko sowie das Liquiditätsanpassungsrisiko. Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements getätigten Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren tragen neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung.

Durch die überwiegende Refinanzierung durch Kundeneinlagen hat das Refinanzierungsrisiko für uns eine geringe Bedeutung.

Damit ein Liquiditätsengpass frühzeitig erkannt wird und ggf. liquiditätsstützende Maßnahmen ergriffen werden können, ist ein Warnsystem eingerichtet, das sich u. a. an der LCR-Kennziffer orientiert. Für den Fall eines Liquiditätsengpasses ist ein Notfallplan festgelegt, in dem weitere geeignete Maßnahmen zur Liquiditätssicherung beschrieben sind.

Unplanmäßige Entwicklungen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Liquiditätslage haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Operationelle Risiken

Neben Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken hat sich unsere Bank auch auf operationelle Risiken (z. B. Betriebsrisiken im IT-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z. B. im EDV-Bereich oder im Formular- und Rechtswesen). Versicherbare Gefahrenpotenziale, z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Über eine jährliche Inventur werden Schadensfälle ermittelt und in einer Schadensdatenbank verschiedenen Schadensfallkategorien zugeordnet. Die Interne Revision unterrichtet die Geschäftsleitung mindestens jährlich über die bedeutenden Schadensfälle sowie die wesentlichen operationellen Risiken.

Darüber hinaus trägt die Struktur diverser Sonderstellen (Compliance-, Sicherheits-, Geldwäsche- und Datenschutzbeauftragte) zur Risikobegrenzung bei.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Zusammenfassende Risikoeinschätzung

Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Die Eigenmittelanforderungen hat das Institut jederzeit eingehalten. Zum Stichtag 31.12.2018 beläuft sich die Gesamtkapitalquote auf 16,1 % und liegt damit über der Mindestanforderung. Die für die Gesamtkapitalquote berücksichtigten Eigenmittel belaufen sich auf TEUR 74.156.

Durch die Basel III-Anforderungen, die seit 01.01.2014 zur Anwendung kommen, ergeben sich erhöhte Eigenmittelanforderungen. Unter Berücksichtigung dieser Änderungen ist die Risikotragfähigkeit nach derzeitigem Planungsstand auch im Jahr 2019 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation der Bank gegeben. Die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen ist gewährleistet.

Die Risikolage ist insgesamt als günstig einzustufen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

2. Vermögenslage

Eigenmittel

Unsere Vermögenslage ist geordnet.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten nach der CRR stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 68.333 65.319 3.014 4,6
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 74.156 70.853 3.303 4,7
Harte Kernkapitalquote 14,1 % 14,5 %    
Kernkapitalquote 14,1 % 14,5 %    
Gesamtkapitalquote 16,1 % 16,8 %    

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden von uns im Geschäftsjahr 2018 jederzeit eingehalten. Durch die Zuführung des Gewinns aus dem Vorjahr wurden die Rücklagen um TEUR 283 oder 1,2 % erhöht. Durch die Einstellung von TEUR 2.600 in den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB werden wir unsere Eigenmittel weiter stärken. Die im Vorjahr prognostizierte Stärkung der Eigenmittel aus dem Jahresergebnis 2017 ist eingetreten.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen am gesamten Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten) hat sich im Geschäftsjahr von ca. 75 % auf ca. 73 % geringfügig verringert. Von den Kundenkrediten entfallen auf Unternehmen und Gewerbetreibende ca. 54 % und auf den privaten Sektor ca. 46 %. Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen unserer Bank (Bilanzwerte) setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen (mit Zinsabgrenzungen) Berichtsjahr 2017 *) Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 8.220 9.149 -929 -10,2
Liquiditätsreserve 107.861 95.396 12.465 13,1

* ) im Vorjahr ohne Zinsabgrenzungen

Unser Wertpapierbestand teilt sich in EUR 95,7 Mio. (Vorjahr EUR 83,1 Mio.) festverzinsliche Wertpapiere und EUR 20,3 Mio. (Vorjahr EUR 21,5 Mio.) Investmentfondsanteile und Aktien auf. Von den festverzinslichen Wertpapieren entfallen EUR 26,3 Mio. (Vorjahr EUR 23,3 Mio.) auf Anleihen und Schuldverschreibungen öffentlicher Emittenten, EUR 41,7 Mio. (Vorjahr EUR 37,5 Mio.) auf Anleihen und Schuldverschreibungen von Kreditinstituten, EUR 27,0 Mio. (Vorjahr EUR 21,6 Mio.) auf Anleihen und Schuldverschreibungen von Nichtbanken und EUR 0,8 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.) auf Stückzinsen.

Wir halten Anteile in Höhe von EUR 13,9 Mio. (Vorjahr EUR 16,5 Mio.) an Fonds mit Anleihen und Rentenpapieren deutscher und internationaler Emittenten sowie Anteile von EUR 5,5 Mio. (Vorjahr EUR 4,9 Mio.) an offenen Immobilienfonds mit Anlageschwerpunkt in deutschen bzw. europäischen Gewerbeimmobilien.

Durch Umwandlung einer Aktienanleihe im Geschäftsjahr führen wir zum Bilanzstichtag außerdem eine Aktienposition in Höhe von EUR 0,9 Mio.

Fremdwährungsanleihen bestehen nicht.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gegeben. Die Liquiditätskennzahl (Liquidity Coverage Ratio - LCR) haben wir eingehalten.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen ist.

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2017 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 12.449 11.879 570 4,8
Provisionsüberschuss 2) 5.390 4.351 1.039 23,9
Sonstige betriebliche Erträge 230 1.038 -808 -77,8
Verwaltungsaufwendungen 11.791 11.227 564 5,0
a) Personalaufwendungen 7.918 7.314 604 8,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.873 3.913 -40 -1,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 916 491 425 86,6
Bewertungsergebnis 4) 617 392 225 57,4
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 5.432 5.416 16 0,3
Steueraufwand 2.252 1.492 760 50,9
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.600 3.400 -800 -23,5
Jahresüberschuss 579 524 55 10,5

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der anhaltende Druck auf die Zinsmarge, insbesondere getrieben durch das derzeitige Niedrigzinsumfeld, hält an. Das rückläufige Zinsergebnis im Wertpapierbereich konnte insbesondere durch Erträge aus der vorzeitigen Auflösung eines Sicherungsgeschäftes sowie durch Erträge aus einem längerfristigen Refinanzierungsgeschäft überkompensiert werden. Insgesamt wurde ein höherer Zinsüberschuss als geplant erreicht.

Das gesamte Provisionsergebnis aus dem Dienstleistungsgeschäft konnte kräftig um 23,9 % gesteigert werden. Diese Entwicklung ist überwiegend auf höhere Erträge aus der Kontoführung und dem Zahlungsverkehr sowie dem Vermittlungsgeschäft verbunden mit gesunkenen Aufwendungen zurückzuführen. Insbesondere das Kreditvermittlungsgeschäft konnte weiter ausgebaut werden.

Die Verwaltungsaufwendungen liegen aufgrund der Entwicklung der Personalaufwendungen deutlich über unserer Vorjahresplanung. Ursächlich dafür sind insbesondere ungeplante Gehaltsanpassungen sowie höhere Aufwendungen für Pensionsrückstellungen.

Die im Vorjahr erhöhten sonstigen betrieblichen Erträge waren im Wesentlichen durch frei gewordene Rückstellungen im Zusammenhang mit Sondereffekten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie durch Währungsumrechnung eines in Fremdwährung aufgenommenen Globaldarlehens geprägt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führte diese Währungsumrechnung zusammen mit Aufzinsungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Bildung von langfristigen Rückstellungen zu einer Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Der Ertragsüberhang aus der Bewertung konnte trotz hoher Wertkorrekturen im Wertpapiereigengeschäft im Gegensatz zum Vorjahr weiter gesteigert werden. Ursächlich dafür waren günstige Entwicklungen im Kundenkreditgeschäft, die entgegen unserer Planungen zu einer deutlichen Reduzierung der Kreditrisikovorsorgen führten.

Der Steueraufwand ist um TEUR 760 gestiegen. Nach Abzug der Steuern sowie der Einstellung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 579. Bedingt durch das positive Zins- und Provisionsergebnis sowie das Bewertungsergebnis hat sich der Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit geringfügig erhöht.

Neben dem Jahresüberschuss ist das Betriebsergebnis vor Bewertung für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung. Es ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich des Steueraufwandes und des Bewertungsergebnisses sowie bereinigt um wesentliche periodenfremde Erfolgsposten, Sondereinflüsse bzw. Zuführungen/Auflösungen der Vorsorgereserven bzw. des Fonds für allgemeine Bankrisiken.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich in 2018 auf TEUR 4.668 (Vorjahr TEUR 4.241) bzw. auf 0,72 % (Vorjahr 0,70 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme besser entwickelt als geplant. In dem Betriebsergebnis vor Bewertung sind im Wesentlichen erhaltene Vorfälligkeitsentschädigungen, Erträge aus der vorzeitigen Auflösung eines Swapgeschäftes sowie Erträge im Zusammenhang mit einem längerfristigen Refinanzierungsgeschäft (GLRG-II) nicht enthalten. Wesentliche Aufwendungen aus der Bewertung eines in Fremdwährung aufgenommenen Darlehens sowie aus diversen Umbaumaßnahmen in unseren Bankgebäuden sind ebenfalls nicht in das Betriebsergebnis vor Bewertung eingegangen.

Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio), die wir als Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ermittelt haben, hat sich im Vergleich zum Vorjahr und entgegen unserer Prognose von 73,2 % auf 72,1 % verbessert.

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr unverändert 0,09 %.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Die Geschäfte unserer Bank haben sich insgesamt zufriedenstellend entwickelt. Die Vermögens- und Finanzlage der Bank sind geordnet, die Ertragslage 2018 übertraf insgesamt unsere Erwartungen. Abweichungen zu den in der Vorperiode berichteten Prognosen haben wir vorstehend erläutert.

IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung unseres Institutes für das Jahr 2019 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Die Bilanzsumme wird aufgrund unserer Wachstumserwartung im Kundeneinlagengeschäft und bei einem nahezu unveränderten Bestand an Bankenverbindlichkeiten um ca. EUR 20 Mio. auf etwa EUR 682 Mio. steigen.

In Erwartung einer positiven regionalen Wirtschaftsentwicklung gehen wir für das Jahr 2019 von einem anhaltenden Wachstum in Höhe von EUR 26 Mio. im Kundenkreditgeschäft aus.

Diese Prognose basiert auch auf der Prämisse eines in allen Laufzeitbereichen moderat ansteigenden Zinsniveaus. Dies erwarten wir zunächst leicht ansteigend im 1. Halbjahr und dann in der 2. Jahreshälfte in ausgeprägterer Form. Zudem rechnen wir für 2019 mit einer weiterhin hohen Nachfrage im Bereich der Baufinanzierungen, aus dem wir einen Anteil von etwa EUR 10 Mio. am Wachstum erwarten. Auch im gewerblichen Kreditgeschäft wird das Nachfrageverhalten nach unserer Einschätzung auf regionale Anbieter ausgerichtet bleiben.

Unsere Eigenanlagen planen wir aus Gründen der Liquiditätssteuerung in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Im Einlagengeschäft gehen wir trotz des anhaltenden Konkurrenzdrucks für 2019 von einem Wachstum von ca. EUR 12,5 Mio. aus. Das Anlageverhalten unserer Kunden wird auch im Planjahr 2019 eher kurzfristig ausgerichtet sein. Vor dem Hintergrund der andauernden Niedrigzinsphase steht die Vermögensstrukturierung weiterhin im Fokus der Beratung. Hieraus erwarten wir unterstützende Impulse, um das Wachstum im kommenden Geschäftsjahr auf dem geplanten Wachstumspfad zu kanalisieren.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden fällige Refinanzierungen durch erwartete Zuwächse im Förderkreditbestand nahezu ausgeglichen. Per Saldo erwarten wir im Geschäftsjahr 2019 keine nennenswerte Veränderung in der Gesamtposition von ca. EUR 169 Mio.

Für das Dienstleistungsgeschäft erwarten wir nach wie vor einen wesentlichen Beitrag aus der Kreditvermittlung. Das aktuell niedrige Zinsniveau und der Wunsch nach attraktiven Anlagemöglichkeiten unterstützt hier gleichermaßen. Unser Baufinanzierungs-Team und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit einigen Vermittlungsbüros der InterHyp werden auch 2019 zu einer positiven Entwicklung beitragen. Diesen Geschäftszweig wollen wir als wesentliches Standbein unserer Dienstleistungen weiterentwickeln. Unsere größte Vermittlungsposition bleibt das Wertpapiergeschäft. Auch hier sehen wir für 2019 besonders im Union-Geschäft wesentliche Wachstumschancen. Die anhaltend niedrigen Zinsen für Geldanlagen und positive Effekte aus der Vermögensstrukturberatung sind hier die Impulsgeber.

Wesentliche Chancen sehen wir im Hinblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf insbesondere, wenn die positiven Effekte im Dienstleistungsgeschäft über die Erwartung hinaus in deutlich stärkerer Ausprägung auftreten und daraus höhere Wertpapierumsätze oder auch höhere Vermittlungserfolge in der Kredit- und Geldanlagenvermittlung als prognostiziert resultieren. Die weiterhin lebendige wohnwirtschaftliche Bautätigkeit und unsere gezielte Ausrichtung auf dieses Marktsegment bieten Chancen, über das Erwartete hinaus zu partizipieren.

Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung des Jahres 2019 resultieren vorwiegend aus einem unerwartet hohen Zinsanstieg, der sich negativ auf das geplante Kreditwachstum auswirken kann. Wieder anwachsende Unsicherheiten an den Finanzmärkten können zu spürbaren Einschnitten im Wertpapier- und Fondsvermittlungsgeschäft führen. Bei einer von uns derzeit nicht erwarteten Verschärfung der Finanzkrise aufgrund einer möglichen drohenden Zahlungsunfähigkeit von Staaten der Eurozone könnte ein Teil der im Eigenbestand der Bank gehaltenen Wertpapiere Kursverluste erleiden.

Vermögenslage

Nach unseren Planungsrechnungen, die insbesondere auf den zuvor genannten bzw. den zur Ertragslage dargestellten Prämissen beruhen, erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen und des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Die Feststellung des Jahresabschlusses bzw. die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2018 wird, wenn die Vertreterversammlung dem Vorschlag zustimmt, zu einer weiteren Erhöhung der Eigenmittel im Sinne des Artikels 72 der CRR führen.

Die im Abschnitt IV. dargestellten Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung werden nach unserer Einschätzung keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögenslage des Jahres 2019 haben.

Die Umsetzung der CRR und CRD IV hat Auswirkungen auf unsere Kapitalplanung. Wir erwarten unter den derzeitigen Rahmenbedingungen keine außergewöhnlichen Belastungen sowie Risiken aus der Umsetzung. Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung werden wir auch 2019 mit Spielraum einhalten.

Finanz- und Liquiditätslage

Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Mindestreservebestimmung sowie aus der CRR und CRD IV, insbesondere die LCR, werden wir auch im Jahr 2019 einhalten. Im Rahmen unserer Liquiditätssteuerung über die LCR-Kennzahl verfolgen wir eine komfortable Liquiditätshaltung, die bei einer vorgegebenen Untergrenze von 100 % durch eine installierte Warngrenze von 120 % und einem definierten Maßnahmenpaket zur Verhinderung von potenziellen Liquiditätsengpässen, das bereits ab einer LCR von 110 % greift, geregelt ist.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist aufgrund der ausgewogenen Liquiditätsvorsorge und der ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten bei der EZB und der genossenschaftlichen Zentralbank auch im Jahr 2019 nicht zu rechnen.

Ertragslage

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die von einem nahezu unveränderten Zinsniveau bei den kurzen bis mittleren Laufzeiten und im Laufe des Jahres von einem leichten Anstieg der langfristigen Zinsen ausgeht, sowie unter Berücksichtigung unserer dargestellten Erwartungen zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit- und Einlagengeschäft und der rückläufigen Bestandsverzinsung unserer Aktiva rechnen wir für das Jahr 2019 mit einem gegenüber 2018 leicht sinkenden Zinsergebnis auf ca. TEUR 11.880.

Unser Provisionsergebnis war im Jahr 2018 durch das Wachstum im Kreditvermittlungsgeschäft geprägt und ist deutlich über dem Planwert ausgelaufen. Auch im Jahr 2019 werden die Provisionserträge aus der Kontoführung und dem Zahlungsverkehr sowie aus dem Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft geprägt sein. Das überdurchschnittlich hohe Vorjahresniveau wird die Bank gemäß ihrer Planung (Reduzierung um ca. 1,0 %) nicht ganz erreichen.

Die Personalaufwendungen werden sich nach unseren Planungen 2019 auf ca. TEUR 7.800 belaufen. Dabei haben wir tarifliche Gehaltssteigerungen eingerechnet. Unsere Personalplanung berücksichtigt für 2019 bereits getroffene und noch geplante Veränderungen in unserem Mitarbeiterbestand.

Für die sonstigen Verwaltungsaufwendungen planen wir für 2019 einen moderaten Anstieg gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Während der Personalaufwand ggü. Vorjahr leicht niedriger geplant ist, kalkuliert die Bank den Sachaufwand in den Bereichen Beiträge, Raum-, Instandhaltungs- und IT-Aufwand mit leicht höheren Aufwendungen.

Insgesamt erwarten wir für 2019 ggü. Vorjahr ein leicht höheres Betriebsergebnis vor Bewertung (TEUR +100) von rund TEUR 4.750. Auf der Grundlage der erwarteten Erträge und Aufwendungen für das Jahr 2019 rechnen wir mit einer gegenüber dem Vorjahr um -0,4 Prozentpunkte auf 71,8 % verbesserten Cost-Income-Ratio.

Aus der Bewertung von Kundenforderungen planen wir für 2019 mit einem negativen Bewertungsergebnis, welches dem erwarteten Verlust aus unseren Ratingverfahren entspricht.

Aus der Bewertung der Wertpapiere wird sich bei der von uns unterstellten Zins- und Börsenentwicklung für 2019 voraussichtlich ein nahezu neutrales Bewertungsergebnis von ca. TEUR -9 ergeben.

Das Bewertungsergebnis, sowohl aus der Bewertung von Kundenforderungen als auch aus der Bewertung der Wertpapiere, ist aufgrund der realwirtschaftlichen bzw. der an den Kapitalmärkten bestehenden Unsicherheiten mit Unwägbarkeiten behaftet, denen wir mit den in diesem Abschnitt dargestellten Risikomanagementsystemen begegnen.

Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen rechnen wir für das Jahr 2019 mit einem Jahresüberschuss von etwa TEUR 500.

Die im Zusammenhang mit der prognostizierten Ertragslage stehenden Risiken resultieren insbesondere aus dem Zinsänderungsrisiko und den Adressenausfallrisiken, die wir in diesem Abschnitt ausführlich erläutert haben.

Zusätzliche Ertragschancen sehen wir für den Fall eines oberhalb unserer Erwartungen liegenden Wertpapier- und Vermittlungsgeschäftes.

Gesamtaussage zur prognostizierten Lage und zum Geschäftsverlauf

Insgesamt erwarten wir, dass sich unsere Geschäfte trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes zufriedenstellend entwickeln werden.

Wir rechnen unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einer angemessenen Vermögens- , Finanz- und Ertragslage.

Wir sind zuversichtlich, dass es uns - wie in den Vorjahren - gelingen wird, mit Qualität im Beratungs- und Dienstleistungssektor des von den über 12.000 Mitgliedern der Bank nachhaltig befürworteten genossenschaftlichen Geschäftsmodells, die gesteckten Ziele auch im Jahr 2019 zu erreichen.

V. Zweigniederlassungen

In den Geschäftsgebieten Altenberge und Nordwalde sind wir jeweils mit einer Zweigniederlassung vertreten. Sie firmieren als Volksbank Altenberge Zweigniederlassung der Volksbank Greven eG und Volksbank Nordwalde Zweigniederlassung der Volksbank Greven eG. Die Geschäftsstruktur der beiden Niederlassungen entspricht im Wesentlichen der des Gesamtinstitutes.

 

Greven, 15. Februar 2019

Volksbank Greven eG

Der Vorstand

Hartmann

Dertwinkel

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2018

Volksbank Greven eG, Greven

Genossenschaftsregisternummer 130 beim Amtsgericht Steinfurt

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     4.660.748,06   4.894
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     8.132.805,39   5.501
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 8.132.805,39       (5.501)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 12.793.553,45 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     11.706.640,13   3.580
b) andere Forderungen     1.041.464,83 12.748.104,96 1.809
4. Forderungen an Kunden       502.584.225,98 465.453
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 223.472.034,46       (227.184)
Kommunalkredite 5.670.622,32       (6.662)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   26.555.788,70     23.558
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 22.830.118,84       (20.919)
bb) von anderen Emittenten   69.193.211,62 95.749.000,32   59.534
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 55.110.906,28       (46.259)
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 95.749.000,32 0
Nennbetrag 0,00       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       20.331.185,48 21.453
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     18.192.413,03   18.292
darunter:          
an Kreditinstituten 544.639,08       (654)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     145.550,00 18.337.963,03 163
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 140.000,00       (140)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       760.825,30 943
darunter: Treuhandkredite 760.825,30       (943)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     30.208,00   35
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 30.208,00 0
12. Sachanlagen       3.120.769,91 3.396
13. Sonstige Vermögensgegenstände       684.632,73 842
14. Rechnungsabgrenzungsposten       86.426,95 113
15. Aktive latente Steuern       0,00 0
16. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung       0,00 0
Summe der Aktiva       667.226.896,11 609.566

Passivseite

         
  Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     535,78   50
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     168.582.034,24 168.582.570,02 150.556
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   83.811.958,21     72.925
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   1.101.787,03 84.913.745,24   1.493
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   302.111.752,23     278.212
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   34.249.131,45 336.360.883,68 421.274.628,92 33.404
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       760.825,30 943
darunter: Treuhandkredite 760.825,30       (943)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       725.536,03 623
6. Rechnungsabgrenzungsposten       18.873,55 11
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     5.035.696,00   4.465
b) Steuerrückstellungen     778.635,32   0
c) andere Rückstellungen     1.717.137,91 7.531.469,23 1.565
8. [gestrichen]       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       37.500.000,00 34.900
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     6.212.513,15   6.137
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   5.769.000,00     5.699
cb) andere Ergebnisrücklagen   18.272.209,41 24.041.209,41   18.059
d) Bilanzgewinn     579.270,50 30.832.993,06 524
Summe der Passiva       667.226.896,11 609.566
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   17.041.738,40     11.069
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 17.041.738,40   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   48.867.895,83 48.867.895,83   47.781
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   12.054.907,39     11.608
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   1.253.313,27 13.308.220,66   1.414
2. Zinsaufwendungen     1.823.657,44 11.484.563,22 2.173
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     548.697,00   620
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     415.560,95   410
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 964.257,95 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     5.881.522,27   4.961
6. Provisionsaufwendungen     491.640,29 5.389.881,98 610
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       229.649,59 1.038
9. [gestrichen]       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   6.449.428,03     6.075
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   1.468.117,45 7.917.545,48   1.239
darunter: für Altersversorgung 358.504,54       (182)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     3.873.278,83 11.790.824,31 3.913
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       546.716,19 527
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       916.266,97 491
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00   0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     687.712,61 687.712,61 293
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     70.695,90   0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00 -70.695,90 100
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. [gestrichen]       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       5.431.561,98 5.416
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     2.205.643,07   1.471
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     46.648,41 2.252.291,48 21
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken       2.600.000,00 3.400
25. Jahresüberschuss       579.270,50 524
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        579.270,50 524
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        579.270,50 524
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     0,00   0
b) in andere Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn       579.270,50 524

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie in anderen Aktivposten enthaltene Forderungen wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist ausreichend Rechnung getragen.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" sowie "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Lag der Bewertungskurs des Stichtages über dem Buchwert, wurden die Wertpapiere mit dem höheren Wert, maximal mit den Anschaffungskosten, angesetzt.

Die wie Anlagevermögen behandelten "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip).

Anschaffungskosten über pari werden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Der Gesamtbetrag der unterlassenen Abschreibungen beträgt EUR 27.203,38. Der Wert der in Vorjahren auf den niedrigeren Einlösungskurs abgeschriebenen Wertpapiere des Anlagevermögens wurde beibehalten.

Derivative Finanzinstrumente

Die zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen derivativen Geschäfte werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuches nach Maßgabe des IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2018 war keine Rückstellung zu bilden.

Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund eines eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, werden in ihre Komponenten zerlegt und einzeln nach den für diese geltenden Vorschriften bilanziert und bewertet. Die getrennte Bilanzierung erfolgt insbesondere, wenn ein eingebettetes Derivat bedingte oder unbedingte Abnahmeverpflichtungen für weitere Finanzinstrumente zu festgelegten Konditionen vorsieht, sodass die Möglichkeit besteht, dass die Abnahme der weiteren Finanzinstrumente nicht zum künftigen beizulegenden Zeitwert erfolgt.

Die Anschaffungskosten der getrennt bilanzierten Einzelkomponenten ergeben sich aus der Aufteilung der (gesamten) Anschaffungskosten des strukturierten Finanzinstruments im Verhältnis der beizulegenden Zeitwerte der Einzelkomponenten. Sofern der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats nicht separat ermittelt werden kann, ergibt sich sein Wert als Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert des strukturierten Finanzinstruments insgesamt und dem beizulegenden Zeitwert des Basisinstruments.

Der Umfang derivativer Geschäfte sowie ergänzende Angaben zu ihrer Bewertung sind im Abschnitt D. aufgeführt.

Dienen derivative Finanzinstrumente (Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von schwebenden Geschäften werden Bewertungseinheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach den Vorschriften von § 254 HGB. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Das Volumen der schwebenden Geschäfte mit abgesichertem Währungsrisiko (Micro-Hedges) beträgt TEUR 1.810 (Bank- und Kundengeschäfte).

Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stimmen jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein ("Critical Term Match"). Daher haben sich die gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen.

Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung einen vollständigen Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten sowie in Einzelfällen mit dem beizulegenden Wert bilanziert. Die im Geschäftsjahr erworbenen Aktien der DZ HYP AG sind durch Verschmelzung der WL BANK AG mit der DG HYP AG zur DZ HYP AG entstanden. Die Aktien wurden nach Tauschgrundsätzen mit dem Buchwert der hingegebenen Vermögensgegenstände aktiviert.

Einzelne Beteiligungen resultieren aus in Vorjahren geschlossenen Tauschgeschäften, wobei die Anschaffungskosten nach Tauschgrundsätzen unter Gewinnrealisierung ermittelt wurden. Bei einer Beteiligung haben wir im Geschäftsjahr eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung vorgenommen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Angeschaffte Standardsoftware bis zu EUR 250 netto wurde im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Die Sachanlagen wurden zu den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, vorgenommen. Auf Gebäude wurden lineare Abschreibungen bzw. Abschreibungen mit fallenden Staffelsätzen verrechnet. Die beweglichen Anlagegegenstände und Betriebsvorrichtungen wurden teils linear und bis zum 31.12.2009 teils degressiv nach steuerrechtlichen Vorgaben abgeschrieben.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Aktive latente Steuern

Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte grundsätzlich zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) bewertet. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels modifiziertem Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) zugrunde gelegt. Laufende Renten- und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern bzw. deren Hinterbliebene sind mit dem Barwert angesetzt. Es wurde eine Rentendynamik von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen wurden gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Dabei wurde ein Abzinszungszinssatz von 3,21 % (Vorjahr 3,68 %) angewandt.

Die Altersteilzeitrückstellungen werden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach der Stellungnahme des IDW RS HFA 3 i. d. F. vom 19.06.2013. Der Rechnungszinsfuß beträgt 0,82 % (Vorjahr 1,26 %). Es wurde ein Gehaltstrend von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) unterstellt. Als Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde gelegt.

Den Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde, die auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) von 2,32 % (Vorjahr 2,80 %) beruhen. Die Vereinfachungsregeln des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden bei der Abzinsung in Anspruch genommen. Es wurde ein Gehaltstrend von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) zugrunde gelegt. Die Jubiläumsgeldverpflichtungen werden mittels Teilwertverfahren angesetzt.

Die übrigen Rückstellungen sind ebenfalls ausreichend bemessen und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung.

Währungsumrechnung

Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden wie folgt auf Euro umgerechnet:

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Für die Umrechnung noch nicht abgewickelter Termingeschäfte wurde der Terminkurs des Bilanzstichtages zugrunde gelegt.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Als besonders gedeckt werden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Fremdwährungsposten, die nicht nach § 340h HGB besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben sowie weder dem Handelsbestand zugeordnet noch bezüglich des Währungsrisikos in eine Bewertungseinheit i. S. d. § 254 HGB einbezogen sind, sind maximal mit den Anschaffungskursen bewertet.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung werden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen und sonstigen Wahlrechten

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht (vgl. Erläuterungen im Abschnitt E.).

Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des für die Abzinsung der Altersversorgungsrückstellungen maßgeblichen Zinssatzes sind unter Ausübung des Wahlrechts unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst (vgl. Abschnitt F.).

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2018

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte        
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 456.631,52 11.140,48 (a) 0,00 (a) 467.772,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b)  
Sachanlagen        
a) Grundstücke und Gebäude 8.996.935,84 33.163,70 (a) 0,00 (a) 8.950.683,84
    0,00 (b) 79.415,70 (b)  
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.843.832,42 226.539,20 (a) 0,00 (a) 3.951.576,89
    0,00 (b) 118.794,73 (b)  
Summe a 13.297.399,78 270.843,38 (a) 0,00 (a) 13.370.032,73
    0,00 (b) 198.210,43 (b)  
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugänge (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgänge (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag (Vorjahr)
EUR
Immaterielle Anlagewerte            
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)   (0,00)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 421.549,52 16.014,48 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 437.564,00 30.208,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)   (35.082,00)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)   (0,00)
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 0,00 0,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 0,00 (b)   (0,00)
Sachanlagen            
a) Grundstücke und Gebäude 6.629.252,92 209.449,71 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 6.759.286,93 2.191.396,91
    0,00 (b) 0,00 (b) 79.415,70 (b)   (2.367.682,92)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.815.460,42 321.252,00 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 3.022.203,89 929.373,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 114.508,53 (b)   (1.028.372,00)
Summe a 9.866.262,86 546.716,19 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 10.219.054,82 3.150.977,91
    0,00 (b) 0,00 (b) 193.924,23 (b)   (3.431.136,92)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 9.730.275,00 -1.606.881,77 8.123.393,23
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 18.613.589,76 -275.626,73 18.337.963,03
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe b 28.343.864,76 -1.882.508,50 26.461.356,26
Summe a und b 41.641.264,54   29.612.334,17

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 12.471.685,10 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden keine im Geschäftsjahr 2019 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 95.749.000,32 89.852.889,84 5.896.110,48 1.924.884,08
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 10.472.263,08 915.135,00 9.557.128,08 0,00

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang: Staatsanleihen mit einem Bilanzwert in Höhe von EUR 1.924.884,08.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Wir erwarten die Rückzahlung zum Nennwert.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0,00 0,00 12.718.232,53 5.124.350,10
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0,00 0,00 19.339.737,28 18.821.960,72

Beteiligungen

Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) WGZ 2. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,50 2018 3.387.042 2018 75.430
b) GAD Beteiligungs GmbH & Co. KG, Münster 0,23 2018 118.028 2018 2.991

Die Gesamtbeteiligung am DZ BANK-Konzern beträgt EUR 17.646.007,18 und besteht in Höhe von EUR 606.610,90 aus direkt gehaltenen Beteiligungen an Unternehmen des DZ BANK-Konzerns und indirekt in Höhe von EUR 17.039.396,28 aus Beteiligungen an Holdinggesellschaften.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 2.191.396,91 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 929.373,00, enthalten.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind abgegrenzte Prämien für strukturierte Produkte in Höhe von EUR 81.735,97 (Vorjahr EUR 108.981,27) enthalten.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Unwesentliche passive Steuerlatenzen werden u. a. durch höhere aktive Steuerlatenzen aus Rückstellungen mehr als ausgeglichen. Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 31,5 % zugrunde gelegt.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- Aktiva 3 1.041.464,83 1.041.464,83
- Aktiva 4 402.322,81 432.163,89
- Aktiva 5 1.262.396,37 1.262.396,37

Für die nachrangigen Vermögensgegenstände in Aktiva 4 bestehen in voller Höhe Haftungsfreistellungen der öffentlichen Hand.

Fremdwährungsposten

Neben Sortenbeständen in Höhe von EUR 21.343,18 enthalten die Vermögensgegenstände Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.475.330,81

Restlaufzeitspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 0,00 0,00 1.039.500,00 0,00
Forderungen an Kunden (A 4) 17.024.514,81 50.376.415,67 137.777.249,81 281.056.747,36

In den Forderungen an Kunden sind EUR 16.241.764,83 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 24.239.875,41 9.585.801,25 62.777.907,38 71.898.212,00
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2 a ab) 29.629,26 1.054.800,00 15.054,74 2.303,03
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2 b bb) 25.921.547,95 6.902.719,58 1.424.863,92 0,00

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P1) sind EUR 151.755.592,23 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 2.298,92 (Vorjahr EUR 5.601,65) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0,00 0,00 151.755.592,23 133.605.600,92
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 0,00 0,00 1.897,33 4.447,25

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben      
a) der verbleibenden Mitglieder     6.059.140,79
b) der ausscheidenden Mitglieder     152.172,36
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen     1.200,00
Rückständige fällige Pflicheinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 0,00  

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2018 5.699.000,00 18.058.957,51
Einstellungen    
aus Bilanzgewinn des Vorjahres 70.000,00 213.251,90
Stand 31.12.2018 5.769.000,00 18.272.209,41

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Sie unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung von Risiken gewährleisten.

Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten zeigen nicht die zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da sie nach unserer Einschätzung überwiegend ohne Inanspruchnahmen auslaufen werden.

Durch Übertragung von Vermögensgegenstände gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 135.263.743,40

Fremwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 4.384.142,96 und in den unter dem Strich vermerkten Eventualverbindlichkeiten im Gegenwert von EUR 206.022,63 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente des Nichthandelsbestandes:

Nominalbetrag
Restlaufzeit   beizulegender Zeitwert
<= 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
>5 Jahre
TEUR
Summe
TEUR
TEUR
Zinsbezogene Geschäfte          
OTC-Produkte          
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 0 39.000 39.000 -1.238
Währungsbezogene Geschäfte          
OTC-Produkte          
- Devisentermingeschäfte 1.810 0 0 1.810 2
Aktien-/Indexbezogene Geschäfte          
OTC-Produkte          
- Aktien-/Index-Opt. - Käufe 1.040 0 0 1.040 78

Die Zinsswaps sind mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag angegeben. Dabei wurden die variablen Zinszahlungsströme mit Forward Rates - abgeleitet aus der aktuellen Zinsstrukturkurve - berechnet und diese - ebenso wie die fixen Zahlungsströme - mit der Swapkurve diskontiert. Die auf den Zeitraum vom jeweils letzten Zinstermin bis zum Bilanzstichtag entfallenden und im Jahresabschluss bereits berücksichtigten Zinsen sind im beizulegenden Zeitwert der Zinsswaps enthalten. Die Swapgeschäfte wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv-Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte zu den entsprechenden Devisenterminkursen. Die Geschäfte wurden vollständig dem Anlagebuch zugeordnet und betreffen Kundengeschäfte, für die wir jeweils fristenkongruente Gegengeschäfte mit unserer genossenschaftlichen Zentralbank abgeschlossen haben.

Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte wurde aus den Barwerten der gegenläufigen Zahlungsströme (in Fremdwährung und Euro) unter Anwendung der Zinsstrukturkurve der jeweiligen Währung ermittelt.

Die Optionen des Nichthandelsbestandes sind als eingebettete Derivate Bestandteil von getrennt zu bilanzierenden strukturierten Finanzinstrumenten und werden nach dem Restwertverfahren bewertet.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV 1) in Höhe von EUR 4.302,74 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV 2) aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 208.156,95 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten.

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden insgesamt unter den Zinsaufwendungen (GuV 2) erfasst. Dadurch haben sich die Zinsaufwendungen per Saldo um EUR 112,64 (Vorjahr EUR 5.121,32) erhöht.

Provisionserträge

Die Provisionserträge (GuV 5) aus für Dritte erbrachten Dienstleistungen für die Vermittlung von Fondsgeschäften und Kreditgeschäften sind in Bezug auf die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (GuV 8) betreffen mit EUR 770,59 (Vorjahr EUR 1.431,72) Erträge aus der Währungsumrechnung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) betreffen mit EUR 3.232,86 (Vorjahr EUR 661,50) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung und mit EUR 118.525,52 Aufwendungen aus der Bewertung von in Fremdwährung aufgenommener Darlehen (Vorjahr EUR 281.501,14 Erträge). Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind mit EUR 564.803,54 (Vorjahr EUR 425.890,83) enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf EUR 33.888,81 und der früheren Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen auf EUR 200.894,64. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2018 Pensionsrückstellungen in Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwertes von EUR 3.255.321,00.

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen für Mitglieder des Vorstands EUR 1.272.764,95 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 13.305.123,00.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 811.894,00. Dem ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrag stehen frei verfügbare Rücklagen in mindestens gleicher Höhe gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von EUR 1.540.696,00. Der Betrag resultiert aus Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund).

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2018 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 82 28
Gewerbliche Mitarbeiter 1 1
  83 29

Außerdem wurden durchschnittlich elf Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Nachfolgende Tabelle zeigt die Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr:

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2018 12.640 41.677 10.419.250,00
Zugang 2018 364 1.397 349.250,00
Abgang 2018 366 1.115 278.750,00
Ende 2018 12.638 41.959 10.489.750,00
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 51.710,01
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 70.500,00
Höhe des Geschäftsanteils EUR 150,00
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 250,00

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e. V.

Peter-Müller-Straße 26

40468 Düsseldorf

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Hartmann, Andreas, Bankvorstand für die Marktfolge, Banksteuerung, Qualitätssicherung, Zahlungssysteme, Revision und Personal

Dertwinkel, Dietmar, Bankvorstand für den Marktbereich, die Firmenkunden-, Privatkunden-, Filialkundenbank und den Handelsbereich

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Bange, Hubertus, - Vorsitzender - , selbstständiger Rechtsanwalt und Notar

Köster, Markus, - stellvertretender Vorsitzender - , selbstständiger Kaufmann

Schulze Isfort, Rainer, selbstständiger Landwirt

Schoo, Georg, selbstständiger Kaufmann

Lüke, Andrea, Geschäftsführerin, Stadtwerke Greven GmbH

Veit, Dr. Jochen, Facharzt für Allgemeinmedizin

Sahle, Tessa, Mitgesellschafterin Sahle-Unternehmensgruppe - Bereich Finanzen

Klaholz, Dr. Thomas, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 579.270,50 wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 244.222,26
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen  
a) Gesetzliche Rücklage 70.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 265.048,24
  579.270,50

 

Greven, 15. Februar 2019

Volksbank Greven eG

Der Vorstand

Hartmann

Dertwinkel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank Greven eG, Greven

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Greven eG, Greven (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Forderungen an Kunden

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 502,6 Mio. EUR. Dies entspricht 75,3 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 48,9 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 17,0 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Systeme bzw. Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In Folge dessen haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Systeme bzw. Prozesse durch Prüfung in ausgewählten Einzelfällen überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten Kontrollen der Bank ab.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten. Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zur Bewertung und zum Risikomanagement der Kundenforderungen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht 2018. Der Geschäftsbericht 2018 wird uns nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Prüfung der Meldungen für gezielt längerfristige Refinanzierungsgeschäfte des Eurosystems (GLRG II)

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Norbert Singer.

 

Düsseldorf, 24. Mai 2019

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Dieter Schulz, Wirtschaftsprüfer

Norbert Singer, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 26.06.2019 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2018 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 579.270,50 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2018

der Volksbank Greven eG

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert zwei Ausschüsse eingerichtet.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr viermal. Wesentliche Themen bildeten die Organisationsentwicklung der Bank, die Ertrags- und Risikolage sowie Berichte über die Feststellungen der Internen Revision und der Jahresabschluss. Außerdem wurden die Erkenntnisse aus der Vorbereitung auf das neue IT-System "agree21" des Rechenzentrums besprochen. Der Prüfungsausschuss überzeugte sich durch eigene Prüfungshandlungen von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres hat der Prüfungsausschuss die Kasseninventur begleitet und geprüft.

Der Kreditausschuss trat im Jahr 2018 zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Er hat sich umfassend über die Risikolage informiert. Hierbei wurden regelmäßig der Kreditrisikobericht und weitere Einzelanalysen betrachtet.

Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrung in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25d Abs. 11 Satz 2 Nr. 3 und 4 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen überprüft. Der Aufsichtsrat ist zudem frei von Interessenskonflikten. Die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 36 Abs. 4 GenG werden somit erfüllt.

Der vorliegende Jahresabschluss 2018 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Bericht der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung und den Lagebericht werden wir entgegennehmen und kritisch prüfen.

Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen der gemeinsamen Prüfungsschlusssitzung (§ 57 Abs. 4 GenG) mit den Prüfungsfeststellungen bezüglich der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems intensiv befasst. Außerdem haben wir uns über Besonderheiten und ggf. aufgetretene Unstimmigkeiten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung informiert; solche traten nicht auf.

Der Aufsichtsrat hat sich hinreichend von der ordnungsgemäßen Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses überzeugt und dazu beigetragen, dass die Rechnungslegung ordnungsgemäß ist. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Ein Prüfungsschwerpunkt wurde durch den Aufsichtsratsvorsitzenden nicht gesetzt.

Der Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. hat uns gegenüber die Unabhängigkeit der an der Abschlussprüfung beteiligten Mitarbeiter bestätigt.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2018 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Köster, Herr Schoo und Herr Dr. Veit aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Greven, 22. Mai 2019

Vorsitzender der Aufsichtsrates

Hubertus Bange

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2018

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Greven eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Greven eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Greven eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018 TEUR 18.068.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 99,9.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 5.432.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 2.206 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Greven eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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5 nahegelegene Organisationen

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