STEINERT UniSort GmbH
Ostritzer Allee 10, 02763 Zittau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Stettler seit 2.10.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Jäger seit 1.2.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STEINERT UniSort GmbHZittauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das GESCHÄFTSJAHR 2023der STEINERT UniSort GmbH, Zittau1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell NIR-basierte Sensorsortiersysteme werden am Standort Zittau bereits seit den 1990er Jahren unter der Bezeichnung UniSort hergestellt. Ursprünglich als Spin-off aus dem Bereich des Sondermaschinenbaus hervorgegangen, repräsentieren die Produkte der UniSort-Familie heute das Kerngeschäft der STEINERT UniSort GmbH. Durch das Engagement der STEINERT GmbH im Jahr 2009 erfolgte die Integration der UniSort-Produkte in das weltweite Vertriebs- und Servicenetzwerk der STEINERT-Gruppe. Diese Gruppe hat Tochterunternehmen unter anderem in den USA, Australien und Brasilien etabliert. Die vollständige Übernahme aller Geschäftsanteile im Jahr 2021 markiert die konsequente Fortführung dieses Prozesses. Kunden und Geschäftspartner setzen auf modernste Sortiertechnik von STEINERT UniSort GmbH, die insbesondere bei der Rückgewinnung von sekundären Rohstoffen im täglichen Wertschöpfungsprozess einen bedeutenden Erfolg verspricht. Als Teil der Recyclingbranche trägt das Unternehmen wesentlich zur Schonung natürlicher Ressourcen und zur Reduzierung von Abfall bei. Dank innovativer Technologien und einem umfangreichen Dienstleistungsangebot ist das Unternehmen ein essenzieller Partner für Kunden weltweit, die ihre Recyclingprozesse verbessern möchten. 1.2. Forschung und Entwicklung In Europa werden jährlich über 50 Mio. Tonnen an Kunststoffen für die verschiedensten Anwendungen benötigt und in den Produktkreislauf eingebracht.(1) Die Vielfalt reicht von kurzlebigen Verpackungen über Elektronikgeräte und Haushaltsartikel bis hin zu langlebigen Produkten für die Automobil- und Bauindustrie. Im Bereich der Verpackungsabfälle haben sich Sortieraggregate und -prozesse über mehr als 25 Jahre etabliert. Trotzdem gibt es hier auch weiter einen kontinuierlichen Entwicklungsbedarf, der aus neuen Verpackungsmaterialien, höherer geforderter Reinheit bei gleichzeitiger Reduzierung manueller Sortierprozesse und einer größeren Sortiertiefe resultieren. Die Bereiche mit Materialströmen aus langlebigeren Produkten gewinnt zunehmend an Bedeutung und fordert auf Grund der Diversität der Produktströme und der notwendigen vorgelagerten Aufbereitungsprozesse neue Lösungen, sowohl in der Sortiertechnik als auch in der Entwicklung komplexer Sortiersysteme. Neben den Entsorgungs- und Recyclingunternehmen finden sich auch neue Anwendungen bei produzierenden Unternehmen zur Aufbereitung und Wiederverwendung von Produktionsabfällen. Hierbei geht es um sehr spezifische Lösungen, die ohne Anpassungen und Erweiterung der spektralen Sensorsysteme nicht umsetzbar sind. Dem entsprechend arbeiten die Mitarbeiter unserer eigenen Entwicklungsabteilung permanent an der Weiterentwicklung unserer Produktfamilie. Mit zunehmender Diversifizierung der Anwendungen gewinnen die Verfahren des maschinellen Lernens in der spektralen Klassifikation, KI-basierte Erkennungssysteme und Kombinationssensorik an Bedeutung. Dadurch werden neue Anwendungsfelder erschlossen, in denen allein über spektrale Merkmale oder intelligente Bildverarbeitung eine eindeutige Klassifikation nicht möglich ist. Zudem werden Informationen aus den Sortieraggregaten zunehmend in Datenbanken integriert und für die Prozessüberwachung, Optimierung und Qualitätssicherung genutzt. Für die Weiterentwicklung unserer bewährten Maschinen und neuer Technologien steht am Standort Zittau ein eigenes Technikum zur Verfügung. Hier werden nicht nur Prototypen getestet, sondern auch Kunden die Chance gegeben, unsere Fähigkeiten und Dienstleistungen kennenzulernen und mit ihren eigenen Anforderungen zu erproben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Umsatzentwicklung unter branchenbezogenen Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 28 % gesteigert werden. Der Hauptanteil des Umsatzes wird weiterhin in Europa erzielt, wobei der Anteil außerhalb Europas ebenfalls erhöht werden konnte. Die Stabilisierung der Zulieferketten führte zu einer termingerechteren Versorgung unserer Kunden mit Maschinen. Darüber hinaus konnte durch den Ausbau der Vertriebsstrukturen der Auftragseingang gesteigert werden. Die Märkte für unsere Technologie entwickeln sich weitestgehend positiv, und es konnten weitere Anwendungsfelder erschlossen werden, was ebenfalls zu einer positiven Entwicklung beigetragen hat. Das Thema Kreislaufwirtschaft, zu dem unsere Technologie einen positiven Beitrag leistet, gewinnt in vielen Märkten innerhalb und außerhalb Europas zunehmend an Bedeutung. Verpackungen werden in höheren Qualitäten sortiert, wodurch sie wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können. 2.2. Geschäftsverlauf und Ertragslage Zum Beginn des Geschäftsjahres 2023 wies die STEINERT UniSort GmbH einen Auftragsbestand von 12,6 Mio. Euro aus, der bis zum Ende des Jahres auf 15,3 Mio. Euro anwuchs. Das Volumen der eingegangenen Aufträge belief sich auf 20,4 Mio. Euro und lag damit auf einem ähnlichen Niveau wie im vorherigen Jahr. Diese Entwicklung zeigt, dass das Unternehmen in der Lage war, nahezu alle eingegangenen Aufträge zu erfüllen, ohne dass Kunden lange Wartezeiten oder Ausfälle erlebten. Darauf aufbauend überschritt das Ergebnis das Budget um 50 Prozent. Besonders in der zweiten Jahreshälfte verzeichnete das Auftragseingangsvolumen einen starken Anstieg. Der Umsatz verteilte sich gleichmäßig über das Jahr, was die optimale Nutzung der vorhandenen Kapazitäten ermöglichte und trotz kleinteiligem Geschäft zu einem solchen Umsatzergebnis führte. Insgesamt konnte im Jahr 2023 ein Umsatz von 19 Mio. Euro über alle Geschäftsbereiche hinweg erzielt werden, was einer Steigerung von fast 30 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zu Beginn des Jahres war das Unternehmen mit einer Vielzahl von Aufträgen konfrontiert, die aufgrund von Lieferengpässen im Jahr 2022 nicht abgeschlossen werden konnten. Trotz dieser angespannten Lage gelang es, die Lieferfähigkeit im Laufe des Jahres wiederherzustellen und die Situation am Beschaffungsmarkt spürbar zu verbessern, sodass aktuell keine Zulieferprobleme bestehen. Die gleichmäßige und dennoch enge Taktung der Aufträge ermöglichte die Bewältigung dieses Arbeitsvolumens, obwohl es die Produktionskapazitäten deutlich beanspruchte. Ein wichtiger Schritt für die Zukunft wird die Erweiterung der Produktionsfläche im kommenden Jahr sein. Dank des hohen Auftragsbestands konnte ein Umsatz generiert werden, der im Jahr 2023 zu einem Überschuss von 3,6 Mio. Euro vor Steuern führte. Für 2024 wird weiteres Wachstum erwartet, was durch den aktuell vorliegenden Auftragsbestand von nahezu 18 Mio. Euro bekräftigt wird. Dies deutet auf eine starke Nachfrage nach innovativen Lösungen im Bereich der Abfall- und Recyclingtechnik hin. Das Unternehmen plant daher, seine Kapazitäten in den kommenden Monaten zu erweitern und neue Technologien zu entwickeln, um den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Die STEINERT UniSort GmbH hat 2023 ihre Marktposition gestärkt und blickt mit hohem Auftragsbestand optimistisch auf weiteres Wachstum. Die signifikante Umsatzsteigerung und geplante Kapazitätserweiterungen unterstreichen das Ziel, die Führungsrolle in der Recyclingtechnologie auszubauen und auf die wachsende Nachfrage nach innovativen Lösungen zu reagieren. 2.3. Finanzlage Die STEINERT UniSort GmbH kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. Die Bilanzsumme sank leicht auf ein Niveau von 15,7 Mio. Euro. Das ist vor allem auf die Entwicklung im Umlaufvermögen sowie in den Verbindlichkeiten zurückzuführen. Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund einer Investition in Maschinen und Anlagen um rd. 0,6 Mio Euro auf 1,9 Mio Euro, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der geplanten Objekterweiterung für das Unternehmen stand. Im Bereich des Umlaufvermögens wurden die Vorräte marginal erhöht, demgegenüber jedoch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um mehr als 40 % gesenkt dank eines straffen Forderungsmanagements. In Summe sank das Umlaufvermögen von 15 Mio Euro auf 13,7 Mio Euro. Barmittelbestände bewegen sich mit leicht steigender Tendenz auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Absolut positiv stellt sich die Entwicklung des Eigenkapitals dar, welches sich im Vorjahresvergleich mit einem Zuwachs um mehr als 2,4 Mio Euro auf 10 Mio Euro erhöht hat. Die Eigenkapitalquote wurde somit von rd. 46 % in 2022 auf rd. 64 % im Berichtsjahr gesteigert und dokumentiert die Entwicklung finanzieller Stabilität des Unternehmens. Wie bereits in der Vergangenheit hat sich die Berichtsfirma im Geschäftsjahr 2023 ausschließlich aus Eigenmitteln bzw. Finanzmitteln der Muttergesellschaft finanziert. In Anspruch genommene Finanzmittel wurden planmäßig bedient und vereinbarungsgemäß zurückgeführt. Rückblickend kann eingeschätzt werden, dass der wirtschaftliche Erfolg in 2023 auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr fortgeführt wurde und das Unternehmen auf der Basis aller Umstände zum Berichtszeitpunkt zuversichtlich in ein erfolgreiches Jahr 2024 blicken kann. 2.4. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Der für 2023 geplante Umsatz wurde übertroffen. Trotz der angespannten Situation im Kunststoffsektor, in dem unsere Technologie eine Schlüsselrolle bei der Sortierung spielt, konnten wir in anderen Bereichen und Märkten Verstärkungen erzielen. Dies führte zu einer weiterhin soliden Entwicklung des Unternehmens. Obwohl der Maschinenbausektor in der Abfall- und Recyclingtechnik eine schwache Entwicklung zeigte, gelang es uns, unsere Marktpräsenz auszubauen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte für neue Anwendungsfelder trug ebenfalls dazu bei, dass das Unternehmen breiter aufgestellt und somit flexibler auf Marktschwankungen reagieren kann. Unsere gesamte Produktpalette ist solide positioniert und bietet auch in speziellen Märkten nachhaltige Lösungen für die zu sortierenden Produkte. 2.5. Prognosen zu Umsatz und Ergebnis Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir, basierend auf der generell positiven Stimmung in unserer Branche, ein ambitioniertes Wachstum mit einem Umsatzanstieg von über 18 %. Mit dem Ausbau unserer globalen Vertriebsaktivitäten sind wir auch für 2024 gut positioniert, um weiteres Wachstum zu erzielen. Viele Märkte erkennen die Notwendigkeit, in die Kreislaufwirtschaft zu investieren. Es werden diverse Maßnahmen ergriffen, um Produkte wieder in den Kreislauf zu integrieren. Die thermische Verwertung beinhaltet das Aussortieren von hochwertigen Kunststoffen vor der Verbrennung, um diese nachhaltig aufzubereiten. Deponien, die in vielen Ländern immer noch für die Entsorgung verschiedener Abfallströme genutzt werden, stehen oft in der Kritik. Viele Märkte bemühen sich, alternative Methoden zu finden, die das Sortieren und Separieren von Wertstoffen ermöglichen, um wertvolle Ressourcen zurückzugewinnen. Die Hersteller von Verpackungen werden zunehmend in die erweiterte Produzentenverantwortung (EPR) einbezogen, um sortierbare Produkte auf den Markt zu bringen. Unter Berücksichtigung des aktuellen Auftragsbestandes prognostizieren wir für das Jahr 2024 einen Auftragseingang von 22 Mio. Euro, was notwendig ist, um unseren Umsatzplan zu erfüllen. Die Rahmenbedingungen sind positiv, und es wird erwartet, dass wir diese Zahl sogar übertreffen können. Aufgrund von Investitionen, die das Wachstum des Unternehmens in den kommenden Jahren sichern sollen, wird das prognostizierte Ergebnis jedoch leicht niedriger als im Vorjahr ausfallen. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Chancen Die STEINERT UniSort GmbH ist gut positioniert, um das notwendige Wachstum zu realisieren. Die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens ist durch einen stabilen Vertrieb gewährleistet und bietet Potenzial für weitere Expansion. Die fortlaufende Entwicklung der Produkte in Verbindung mit dem Ausbau der Vertriebsaktivitäten bildet eine solide Basis für die Erweiterung der Marktpräsenz. Insbesondere die Entwicklung von Referenzprojekten im Bereich der Sekundärrohstoffsortierung stärkt unsere Position, um auf globalen Märkten zu expandieren. Dank qualifizierter Mitarbeiter ist die Unternehmung in der Lage, komplexe Sortierlösungen zu implementieren und nachhaltige Konzepte für die Abfallwirtschaft zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit der STEINERT-Gruppe bietet zusätzliche Möglichkeiten, unsere globale Präsenz zu stärken. Wir sehen erhebliches Wachstumspotenzial in Märkten, in denen die Nachfrage nach Sortiertechnologie zunehmen wird. 3.2. Risiken Die STEINERT UniSort GmbH befindet sich in einer stabilen und aussichtsreichen Position, mit positiven Prognosen für Umsatz und Auftragseingänge. Dies erfordert den Ausbau unserer Kapazitäten, sowohl in Bezug auf Produktionsflächen als auch bei der Einstellung von Mitarbeitenden quer durch alle Unternehmensbereiche. Unsere Produkte sind technisch anspruchsvoll und verlangen nach hochqualifizierten Fachkräften, insbesondere für die Montage. Der Fachkräftemangel stellt ein Risiko für unsere Expansionspläne dar. Deshalb nutzen wir diverse Rekrutierungsplattformen, um dieses Risiko zu minimieren. Politische Entscheidungen, vor allem hinsichtlich Energie- und Lohnpolitik, könnten unser Unternehmen beeinflussen. Um eine wirtschaftlich stabile Zukunft zu gewährleisten, ist es essenziell, politische Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und rechtzeitig angemessene Strategien zu entwickeln. Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist auch in den kommenden Wirtschaftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen, bestandsgefährdende Risiken sind vom jetzigen Standpunkt aus nicht abzusehen.
Zittau, 29. April 2024 STEINERT UniSort GmbH Geschäftsführung Andreas Jäger Bert Handschick (1) Statista Research Department. (2022). Verwendung von Kunststoff in Europa nach Einsatzgebieten. In Statista. Abgerufen am 31. März 2023, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/206528/umfrage/verwendung-von-kunststoff-in-europa-nach-einsatzgebieten/ BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023STEINERT UniSort GmbH, ZittauAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das GESCHÄFTSJAHR 2023der STEINERT UniSort GmbH, ZittauI. Allgemeine Angaben Die Firma STEINERT UniSort GmbH hat ihren Sitz in Zittau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden, Register-Nr. HRB 15945. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Der Anlagespiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Der Abschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum 1. Januar 2023 aus der Bilanz des Vorjahres übernommen. Die auf die Positionen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Ausweisgrundsätze entsprechen den Vorschriften des Dritten Buches HGB (§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen der §§ 264 ff. HGB. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Im Anhang ist der Anlagespiegel beigefügt, der Informationen über die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens enthält. Die Anfangsbestände im Anlagespiegel werden zu den ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angegeben. Bei Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen wurden diese zu Anschaffungskosten aktiviert und anschließend planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen, angesetzt. Dabei gab es im Jahr 2023 selbsterstellte Anlagen im Wert von EUR 180.423,63. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 netto wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Wenn der Wert von Gegenständen des Anlagevermögens nach den oben genannten Grundsätzen höher ist als der Wert, der ihnen am Bilanzstichtag zugewiesen wird, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Falls es sich später herausstellt, dass diese Gründe nicht mehr bestehen, wird der Betrag der Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung zurückerstattet. Dabei werden auch die Abschreibungen berücksichtigt, die in der Zwischenzeit vorgenommen worden wären. Ausgewählte Zugangspositionen bei Maschinen und Anlagen mussten im Geschäftsjahr aufgrund ihrer eingeschränkten Funktionsfähigkeit außerordentlich abgewertet werden in Höhe von EUR 561.512,00. 2. Umlaufvermögen Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden grundsätzlich zu Nominalwerten bilanziert. Da keine erkennbaren Einzelrisiken bestanden, waren keine Einzelwertberichtigungen erforderlich. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen gegen:
Im Bereich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Inland wurde die Verrechnung von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 13.742,09 vorgenommen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 11.135,49 (Vorjahr EUR 5.137,22) wurde für Ausgaben gebildet, soweit diese Aufwand der Folgejahre darstellen. 3. Eigenkapital Das Eigenkapital beziffert sich mit EUR 10.066.311,47. Das gezeichnete Kapital der STEINERT UniSort GmbH, das von der STEINERT GmbH, Köln, zu 100 % gehalten wird, beträgt im Berichtsjahr 2023 unverändert EUR 200.000,00 und wird in den Konzernabschluss einbezogen. 4. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe desjenigen Erfüllungsbetrags ausgewiesen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und Vorsicht zur Abgeltung der jeweiligen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten erforderlich sein wird. 5. Verbindlichkeiten Genau bestimmbare Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Sie belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt EUR 4.351.561,45 (Vorjahr: EUR 7.260.687,16). Diese im Folgenden aufgeführten Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 111.991,59 (Vorjahr: EUR 50.000,00). Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter i. H. v. EUR 2.841.689,40 wurden im Jahr 2023 vollständig zurückgezahlt. Hierbei handelt es sich um Verbindlichkeiten aus einem Gesellschafterdarlehen aus 2021. 6. Latente Steuern Latente Steuern wurden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 32,47 %. Im Geschäftsjahr beruhen die passiven latenten Steuern auf Differenzen im Bilanzposten Sachanlagevermögen. Sie wurden mit aktiven latenten Steuern auf Differenzen bei den sonstigen Rückstellungen verrechnet. Es ergibt sich ein Überhang passiver latenter Steuern. III. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB aus Leasing- und Mietverpflichtungen in Höhe von EUR 214.923. Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu 4,5 Jahren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien bzw. Leasinggeschäften bestehen wie folgt:
2. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der STEINERT UniSort GmbH wurde im Geschäftsjahr durch folgende Herren wahrgenommen: Peter Funke, Köln (bis 31. Dezember 2023) Bert Handschick, Zittau Andreas Jäger, Wuppertal (ab 1. Januar 2024) Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 54. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2023 (einschließlich Auslagenersatz und ohne Umsatzsteuer) beträgt:
5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach dem Jahresabschluss traten keine außerordentlichen Vorgänge auf, die das Geschäftsjahr zusätzlich beeinflussten. 6. Zugehörigkeit zum Firmenverband Unsere Gesellschaft gehört zum Firmenverband der Metalloxyd GmbH und wird in den von dieser Gesellschaft aufgestellten Konzernabschluss gemäß §§ 290 ff. HGB einbezogen. Die STEINERT UniSort GmbH ist von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 HGB befreit. Der gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellte Konzernabschluss der Metalloxyd GmbH wird im Unternehmensregister eingereicht und veröffentlicht. 7. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss soll vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt werden.
Zittau, 29. April 2024 STEINERT UniSort GmbH Geschäftsführung Andreas Jäger Bert Handschick Entwicklung des Anlagevermögens der STEINERT UniSort GmbH, Zittau im Geschäftsjahr 2023
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die STEINERT UniSort GmbH, Zittau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STEINERT UniSort GmbH, Zittau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STEINERT UniSort GmbH, Zittau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 29. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer Bernadette Liessem, Wirtschaftsprüferin Die Feststellung erfolgte am 2. Mai 2024. |
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