aetka AG
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Toni Burger seit 11.8.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KOMSA AGHartmannsdorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022Gliederung 1 An unsere Aktionäre:innen 2 Grundlagen des Konzerns 3 Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 3.2 Erläuterungen zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der KOMSA-Gruppe 3.2.1 Entwicklung der Gesamtleistung der KOMSA-Gruppe 3.2.2 Entwicklung der Ertragslage der KOMSA-Gruppe 3.2.3 Aktiva der KOMSA-Gruppe 3.2.4 Passiva der KOMSA-Gruppe 3.2.5 Kapitalflussrechnung der KOMSA-Gruppe 3.2.6 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren der KOMSA Gruppe 3.3 Erläuterungen zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der KOMSA AG 3.3.1 Entwicklung der Gesamtleistung der KOMSA AG 3.3.2 Entwicklung der Ertragslage der KOMSA AG 3.3.3 Entwicklung der Aktiva der KOMSA AG 3.3.4 Entwicklung der Passiva der KOMSA AG 3.3.5 Kapitalflussrechnung der KOMSA AG 3.3.6 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren der KOMSA AG 4 Risiko - und Chancenbericht 4.1 Grundlagen des Risiko- und Chancenmanagements 4.2 Risiko- und Chancenmanagement 4.3 Erläuterung wesentlicher Einzelrisiken und -chancen 4.4 Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation des Konzerns und der KOMSA AG 5 Prognosebericht 6 Schlusserklärung des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Abs. 3 Satz 3 Aktiengesetz 1 An unsere Aktionäre:innenKOMSA hat seinen Marktanteil als größter Vertriebs-, Marketing- und Dienstleistungsanbieter für globale Telekommunikationsmarken im Geschäftsjahr 2021/22 weiter ausgebaut. Wir haben das zweite Geschäftsjahr in Folge besser abgeschlossen als ursprünglich erwartet und starten mit sehr guten Ergebnissen in das 30ste Jahr der Unternehmensgeschichte. Durch das große Engagement der gesamten KOMSA-Mannschaft haben wir das Wachstum des letzten Jahres fortgesetzt und mit 1,45 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,37 Mrd. Euro) die höchste Gesamtleistung in der Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. Obwohl KOMSA von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie, Lieferkettenunterbrechungen und des Ukraine-Krieges beeinflusst war und ist, haben wir unser Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) überproportional um 55,9 % auf 36,5 Mio. Euro (Vorjahr 23,4 Mio. Euro) gesteigert und damit einen Ergebnisrekord erzielt. Unter Berücksichtigung der einmaligen Sondereffekte aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenständen ergibt sich ein EBITDA von 26,9 Mio. Euro (+14,9% im Vergleich zum Vorjahr). Das normalisierte operative Ergebnis liegt deutlich über unserer Prognose. Durch erfolgreiche Vertriebsoffensiven, strikte Kostenkontrolle und ein aktives Working Capital Management hat KOMSA den frei verfügbaren Cashflow (Summe aller Cashflows) deutlich gesteigert. Die erfolgreiche Platzierung eines Schuldscheindarlehens über 100 Mio. Euro bestätigt die Investment-Grade-Bonität von KOMSA und sorgt in den nächsten Jahren für finanzielle Stabilität. KOMSA weist eine Netto-Liquidität 2 von 49,3 Mio. Euro (Vorjahr: 16,4 Mio. Euro) aus. Als größtes Familienunternehmen in Ostdeutschland ist KOMSA mit einer Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals von 23,5 % und einer operativen Gesamtkapitalrentabilität von 16,7 % finanziell grundsolide aufgestellt. Mit der erfolgreichen Umsetzung der Projekte Transformation 2020 und Optimierung 2021 schafften wir in den letzten zwei Jahren die strukturellen Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Die neu entwickelte Strategie der Geschäftsfelder Handel und Dienstleistungen zeigt den Weg in die Zukunft auf. Die Handelsstrategie ist auf das weitere Zusammenwachsen von TK- und IT-Anwendungen ausgerichtet. Als Value-Added Distributor strebt KOMSA weitere Marktanteilsgewinne an. Dies soll durch den Ausbau der Zusatzdienstleistungen und der Vertriebsinfrastruktur sowie der Nutzung der Cross- und Upselling Potenzialen ermöglicht werden. Zudem wird das Geschäftsfeld Handel die bereits eingeleitete Kundensegmentierung und Digitalisierung von Prozessen weiter vorantreiben. Das Geschäftsfeld Dienstleistungen hat die Strategie auf die sich aus der stärkeren Vernetzung von Nutzern entstehenden Komplexität ausgerichtet. KOMSA wird die Wertschöpfungstiefe ausbauen und zukünftig Betreibermodelle für mobile Geräte und digitale Klassenzimmer auf Basis einer monatlichen Pauschale anbieten (Device-as-a-Service). Darüber hinaus sieht die Strategie eine forcierte Vermarktung von Managed Logistics und Fulfillment-Dienstleistungen vor. Außerdem wird KOMSA die technischen Kompetenzen und ESD-konforme Infrastruktur für die Vor- und Rückwärtslogistik sowie die Reparatur von Photovoltaikwechselrichtern nutzen. Unser Team leistet einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg und stellt sich immer wieder auf die schnellen Veränderungen in unserer Branche ein. Für das außergewöhnliche Engagement und Vertrauen bedankt sich der Vorstand bei allen Komsianer:innen. Insbesondere die letzten Monate haben gezeigt, dass unsere einzigartige Unternehmenskultur in einem dynamischen Umfeld ein starkes Fundament ist. Darauf werden wir auch in Zukunft setzen. Der Vorstand blickt deshalb optimistisch in die Zukunft und rechnet mit einem Umsatz- und Ergebniswachstum im einstelligen Prozentbereich im Geschäftsjahr 2022/23. 2 Grundlagen des Konzerns 3Der KOMSA Konzern (KOMSA) liefert ITK-Hard- und Software, die zehntausende Menschen jeden Tag nutzen. Die hohe Vertriebsspezialisierung, der technische 2nd Level Support und die Integration in die IT- und Logistikprozesse der Partner sind strategische Differenzierungsmerkmale der KOMSA. Die Vermittlung von Mobilfunk- und Festnetzverträgen, das Angebot von Betreibermodellen für Smartphones, Tablets und Laptops (Device-as-a-Service, DaaS) sowie After Sales Dienstleistungen für elektronische Geräte runden das Leistungsspektrum der KOMSA ab. Die Geschäftstätigkeit hat überwiegend einen transaktionalen Charakter und konzentriert sich hauptsächlich auf Deutschland und Polen. KOMSA hat keine Geschäftspartner in Russland und der Ukraine. Beteiligungsstruktur Die KOMSA AG mit Sitz im sächsischen Hartmannsdorf und ihre Tochtergesellschaften bilden einen der führenden europäischen Distributoren und Dienstleister entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche.
Die KOMSA AG agiert als Konzern-Mutterunternehmen und hält direkt oder indirekt 100% der Anteile an allen zur KOMSA-Gruppe gehörenden operativen Gesellschaften. Die konzernintern erbrachten Leistungen werden im Rahmen der internen Leistungsverrechnung in der KOMSA-Gruppe untereinander abgerechnet. Mit allen deutschen Tochterunternehmen bestehen Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge sowie eine umsatzsteuerliche und ertragsteuerliche Organschaft. Steuerungsstruktur und rechtliche Struktur Das Geschäft der KOMSA-Gruppe gliedert sich in die zwei strategischen Geschäftsfelder (SGF) Handel und Dienstleistungen sowie die operativen Einheiten und Zentralfunktionen. Zum SGF Handel zählt neben der KOMSA AG auch die Tochtergesellschaft aetka AG (aetka). Das SGF Dienstleistung ist in der Gesellschaft KOMSA Services GmbH (KOMSA Services) und die operativen Einheiten in der Tochtergesellschaft w-support.com GmbH (w-support) gebündelt. Alle Zentralfunktionen und konzerninternen Services sind in der KOMSA Management GmbH (KOMSA Management) zusammengefasst.
Vorstand und Executive Management Committee Der Vorstand der KOMSA AG setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen: Pierre-Pascal Urbon als Vorstandsvorsitzenden (CEO) und Finanzvorstand (CFO), Steffen Ebner als Vorstand Vertrieb (CSO), Sven Mohaupt als Vorstand Operations (COO) und Katrin Haubold als Vorstand People & Culture (CHRO). Der Vorstand verfügt über weitreichende Erfahrung in der strategischen Ausrichtung und operativen Steuerung großer, international operierender Unternehmen. Die Erfahrungen und Qualifikationen der Vorstandsmitglieder ergänzen sich gut, um die nächste Entwicklungsstufe der KOMSA einzuleiten. Der Vorstand hat mit dem Executive Management Committee (EMC) das Management der Unternehmensgruppe auf eine breitere Basis gestellt. Das EMC arbeitet eng mit dem Vorstand zusammen und ist für bereichsübergreifende operative Fragestellungen verantwortlich. Die Executive Vice Presidents der Bereiche Sales, Service, Product Management, Operations, Finance und Legal gehören dem Gremium an. Sprecher des EMC ist Michael Hensen, Executive Vice President Legal, Compliance & Risk. Geschäftsmodell KOMSA konzentriert sich auf die digitale Telekommunikation und unterhält seit vielen Jahren enge Kontakte auf verschiedenen Ebenen zu über 200 nationalen und internationalen Technologiepartnern. Das Sortiment umfasst 35.000 Artikel der digitalen Welt und reicht von Unified Communication- und Data Voice-Lösungen, IP- und Cloud Technologien bis hin zu Smartphones, Tablets und Notebooks sowie Smarthome Komponenten und Zubehör. Durch das fundierte Technologieverständnis kann KOMSA aus unterschiedlichen Komponenten Gesamtlösungen für verschiedene Anwendungsbereiche konzipieren und neue TK-Lösungen in die bestehenden technischen Infrastrukturen der Kunden integrieren. Mit dem Spezialwissen über die Funktionsweise und Relevanz der unterschiedlichen Absatzkanäle berät KOMSA Hersteller optimal bei der Ausrichtung der Vermarktungsstrategie. Der Vertrieb hat Zugang zu über 20.000 Handelspartnern mit 35.000 Point-of-Sales. Die Tochtergesellschaft aetka AG ist eine Fachhandelskooperation von fast 2.000 Fachgeschäften, Mobilfunkshops und Systemhäusern. Die Ladengeschäfte liegen flächendeckend über ganz Deutschland verteilt und stellen quasi einen steuerbaren Absatzkanal dar. Über die Fachhandelskooperation werden insbesondere Mobil- und Festnetzverträge für alle Netzbetreiber vermittelt. Die aetka Kooperationspartner können zudem den hauseigenen Mobilfunktarif aetkaSMART anbieten, um sich vom Wettbewerb abzuheben. KOMSA ist Spezialist für digitale Infrastrukturen. So treibt KOMSA beispielsweise die Digitalisierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen voran. Das Leistungsspektrum umfasst Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette digitaler Produkte einschließlich Hardware-Beschaffung, Lifecycle-Management, Reparatur, Finanzierung und Wiederverwertung. KOMSA kann alle Leistungen für das DaaS-Angebot aus einer Hand anbieten und verfügt über eine technische Infrastruktur, um mehrere Tausend Geräte effizient zu verwalten. KOMSA investierte über viele Jahre in die technische Infrastruktur für After-Sales-Dienstleistungen. Auf einer Fläche von 3.600 qm mit ESD-konformen Böden und Arbeitsplätzen werden mechanische und elektrische Reparaturen bis auf Komponentenebene inner- und außerhalb der Garantiezeit durchgeführt. Der After-Sales Betrieb ist von allen wichtigen Technologiepartnern wie beispielsweise Apple, Samsung, Xiaomi, Huawei, Honor und Oppo sowie nach ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement) zertifiziert. Die Logistikflächen von insgesamt 32.000 qm befinden sich an den Standorten Hartmannsdorf (Sachsen) und Erfurt (Thüringen). Beide Standorte profitieren vor allem von den verkehrsgünstigen Lagen an Autobahnen (Ost-West-Tangente) sowie der guten Anbindung an das ICE-Güterverkehrszentrum in Erfurt und dem weltweit größten DHL-Luftfahrtdrehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle. Durch das selbstentwickelte IT-System kann KOMSA Dienstleistungen anbieten, die spezifisch für die TK-Distribution sind. Für die Digitalisierung der KOMSA Intralogistik verliehen 2018 bzw. 2019 die Bundesvereinigung Logistik bzw. die European Logistics Association Logistikpreise. 3 Wirtschaftsbericht3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamte wirtschaftliche Situation war auch im Jahr 2021 durch die weltweite COVID-19-Pandemie geprägt. So beeinträchtigte die 0-Covid-Politik in China die Lieferströme von Waren und die Pandemie-Restriktionen den stationären Einzelhandel. Dennoch konnte sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte sowohl in Deutschland als auch weltweit erholen. Nach dem Rückgang im Jahr 2020 um 4,6% stieg das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2021 um 2,7% an. Der russische Angriff auf die Ukraine und die anhaltend starke Nachfrage insbesondere nach Gütern und Waren führte 2022 zu deutlich gestiegenen Energiepreisen und zu einer hohen Inflation im Euro-Raum und weltweit. Durch die eher zögerliche Erhöhung der Zinsen durch die Zentralbanken erhöhten sich im ersten Halbjahr 2022 die substanziellen Risiken für die Konjunktur in Deutschland, dem Euro-Raum und weltweit. Noch im Frühjahr ging die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für 2022 von einem Wachstum der deutschen Wirtschaft um 3,6% aus, nach Kriegsausbruch wurde die Prognose in der Frühjahrsprojektion auf 2,2% korrigiert. 4 Die Branche, in der KOMSA agiert, ist von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie den Megatrends 5G-Technologiestandard, Cloud Computing, Mobile Working und den Klimazielen geprägt. Das Volumen des deutschen ITK-Marktes ist vom Jahr 2020 zum Jahr 2021 um 3,9% auf 178,4 Mrd. Euro gestiegen. Besonders stark verlief der Anstieg im Marktsegment Informationstechnologie (IT) mit 6,3%, im Marktsegment Telekommunikation fiel das Wachstum mit 1,2% vergleichsweise niedrig aus. KOMSA agiert mit dem Produkt- und Leistungsportfolio in beiden Segmenten und konnte von dieser Entwicklung profitieren. Vor Beginn des Ukraine-Krieges prognostizierte der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche (Bitkom) für das Jahr 2022 ein Marktwachstum von 3,6% für Produkte und Lösungen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Mit Beginn des Krieges in der Ukraine haben sich die Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung eingetrübt. Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des Krieges und Inflationsängste wirkten sich negativ auf die Stimmung der Verbraucher aus. Die ITK-Branche reagiert robuster als andere Wirtschaftszweige auf die veränderten Rahmenbedingungen. 5 Laut verschiedener Prognosen wird der weltweite ITK-Markt getrieben durch globale Digitalisierungstrends weiterwachsen. 3.2 Erläuterungen zur Ertrags - , Vermögens - und Finanzlage der KOMSA - Gruppe 3.2.1 Entwicklung der Gesamtleistung der KOMSA - Gruppe KOMSA konnte die im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielte Konzern-Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % steigern und hat mit 1.448,1 Mio. Euro die höchste Gesamtleistung der Konzerngeschichte erwirtschaftet. Das geplante Wachstumsziel wurde erreicht. Damit hat sich KOMSA trotz der negativen Rahmenbedingungen von weltweiten Materialengpässen in der Digitalbranche und von Corona-bedingten Restriktionen im Handelsgeschäft positiv entwickelt. Das Wachstum resultiert vor allem aus dem fortwährenden Trend zum mobilen Arbeiten und digitalen Lernen, den die Corona-Pandemie deutlich beschleunigt hat. Als größter deutscher Telekommunikations-Distributor bringt KOMSA die Mobilfunk-Kompetenz ein und liefert die Technik, die für dezentrales Arbeiten und Lernen benötigt wird. Im Rahmen der Transformation 2020 wurde die Konzernstruktur vereinfacht und neu gegliedert. Die Geschäftsentwicklung wird seither in der untenstehenden Struktur abgebildet:
Die Geschäftsentwicklung der KOMSA-Gruppe wird von der Strategie der verschiedenen Hersteller und Handelspartnern beeinflusst. So überprüfen Hersteller und Handelspartner immer wieder ihre strategischen Überlegungen, ob sie ihr Geschäft direkt, d.h. ohne zwischengeschaltete Distributionsfunktion, oder indirekt abwickeln. Vor diesem Hintergrund verfolgt KOMSA seit vielen Jahren die Strategie, sich hinsichtlich der Anzahl von Partnern in der Beschaffung und im Absatz breit diversifiziert aufzustellen. KOMSA hat das Portfolio im Geschäftsjahr 2021/22 gestrafft. Darüber hinaus ist es KOMSA gelungen, mit Microsoft einen strategisch wichtigen Technologiepartner zu gewinnen. KOMSA übernimmt ab 2022 beispielsweise die Vermarktung der Microsoft Cloud Azure und der Microsoft Office 365-Anwendungen. Außerdem ist KOMSA im eigenen Bestand für die Integration von Microsoft Voice verantwortlich. Durch die gute Positionierung als Technologieanbieter im deutschen ITK-Markt und die forcierten Vertriebsmaßnahmen erhöhte sich die Gesamtleistung im SGF Handel um 4,2 %. Alle Absatzkanäle und Produktkategorien haben zum Wachstum beigetragen. Besonders erfreulich haben sich die Online-Absatzkanäle und der Fachhandelkanal der aetka entwickelt. Starke Wachstumsimpulse gingen insbesondere von Notebooks und Tablets sowie von Audioprodukten aus. Insgesamt ist KOMSA im strategischen Geschäftsfeld Handel in Deutschland im Geschäftsjahr 2021/22 stärker als der Gesamtmarkt gewachsen und hat Marktanteile gewonnen. Der Erfolg der KOMSA spiegelt sich auch in den Preisen und Kundenbewertungen wider. So wurde KOMSA im Geschäftsjahr 2021/22 zum Beispiel durch das Prädikat "Premium Distributor" der Fachzeitschrift "Telecom Handel" ausgezeichnet und durch die Auszeichnung mit dem "Channel Excellent Award" der Fachzeitschrift "Channel Partner" die Leistungsfähigkeit von Kunden und Branchenkennern bestätigt. 6 Mit den Angeboten des strategischen Geschäftsfelds Dienstleistungen hilft KOMSA Großunternehmen und öffentlichen Auftraggebern, die Komplexität der Abläufe zu reduzieren, Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern. KOMSA stellt durch ein professionelles Gerätemanagement inzwischen für mehr als 500.000 mobile Geräte die technische Verfügbarkeit sicher. Die dafür erforderliche technische Infrastruktur wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Investitionen in die Automatisierung weiter verbessert. Im Geschäftsjahr 2021/2022 setzte sich die positive Entwicklung des Dienstleistungsbereichs fort. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 9,6 % insbesondere durch das Wachstum im Bereich Mobile Life Cycle Management und durch die Übernahme logistischer Outsourcing-Prozesse. Die Corona-Pandemie führte zudem zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach technischer Ausrüstung, um dezentrales Arbeiten und Lernen sicherzustellen. Der Konzernbereich Operations umfasst das Angebot von logistischen Dienstleistungen und After-Sales-Services für Kunden der ITK-Branche und von Endverbrauchern. Die Logistikdienstleistungen werden nahezu vollständig konzernintern erbracht und über die Bereiche Handel und Dienstleistungen an externe Kunden vertrieben. KOMSA zeichnet sich in diesem Zusammenhang damit aus, dass die Ware bei einer Bestellung bis 19.30 Uhr noch am gleichen Tag an den Kunden in Deutschland versendet wird. Zudem versendet KOMSA im Auftrag der Kunden Pakete direkt an den Endkunden (sog. Drop-Shipment). Das starke Wachstum spiegelt sich auch in der logistischen Dienstleistung wider. Die Paketsendungen erhöhten sich auf über 30.000 Stück pro Tag. Die hohe Flexibilität in der Auslastung im Verhältnis von 1:2 wird durch moderne Arbeitszeitkonzepte und die mehrfach ausgezeichnete Infrastruktur ermöglicht. Die After-Sales-Services umfassen die Reparatur und die Aufbereitung von elektronischen Geräten. KOMSA verfügt über zertifizierte Testeinrichtungen und beschäftigt über 200 Techniker und Mitarbeitende in diesem Bereich. Durch automatisierte Schnittstellen können Hersteller und Netzbetreiber unkompliziert mobile Geräte in und außerhalb der Garantiezeit bei KOMSA reparieren lassen. So ist KOMSA beispielsweise von Apple, Samsung, Honor, Huawei, Sony, Oppo, Xiaomi und weiteren Herstellern als professioneller Reparaturbetrieb zertifiziert. Durch die Covid-19 Pandemie reduzierte sich die Anzahl der Reparaturen im Vergleich zum Vorjahr. Ein Teil dieser Veränderung konnte durch einen Anstieg bei den Aufbereitungen kompensiert werden, in Summe sind die Umsatzerlöse des Bereichs Operations um 17,8 % gesunken. Der Bereich International umfasst die polnischen Tochtergesellschaften. Im September 2021 wurde das lokale Management ausgetauscht und die Vermarktungsstrategie angepasst. Die Maßnahmen führten zu einer Verbesserung der vertrieblichen Aktivitäten und zu einem deutlichen Wachstum von 16,3 % im Vergleich zum Vorjahr. KOMSA hat im März 2022 einige nicht betriebsnotwendige Vermögensgegenstände verkauft, der Saldo aus Erlös aus diesem Anlagenverkauf und der Aufwand für den Abgang des Vermögensgegenstandes ist Bestandteil der sonstigen betrieblichen Erträge (9,6 Mio. Euro). 3.2.2 Entwicklung der Ertragslage der KOMSA - Gruppe Im Geschäftsjahr 2021/22 konnte KOMSA das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr um 55,9 % auf 36,5 Mio. Euro steigern und damit die Prognose übertreffen. Im operativen Ergebnis sind die positiven Sondereffekte aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens in Höhe von 9,6 Mio. Euro enthalten. Das normalisierte EBITDA betrug 26,9 Mio. Euro (+14,9% im Vergleich zum Vorjahr). Die Ergebnisverbesserung resultiert aus dem höheren Umsatz und einer verbesserten Preisqualität. Darüber hinaus zeigte die konsequente Umsetzung der Kostendisziplin bei Sachkosten sowie die konservative Vorgehensweise bei Personaleinstellungen Wirkung. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres beschäftigte die KOMSA-Gruppe 1.201 Mitarbeiter:innen inklusive Auszubildender und Aushilfen (Vorjahr: 1.264 Mitarbeiter:innen). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich um 91,8 % auf 29,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2021/2022. Die Ergebnisverbesserung zwischen EBITDA und EBT resultiert aus dem geringeren Zinsaufwand in Folge eines optimierten Working Capital Managements und geringere planmäßige Abschreibungen. Das normalisierte EBT betrug 19,4 Mio. Euro und lag deutlich über dem Planwert. Das entspricht einer Steigerung von 28,2 % zum Vorjahr. Die Entwicklung der Ertragskennzahlen zeigt untenstehende Übersicht:
Die strategischen Geschäftsfelder Handel und Dienstleistungen haben ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Im SGF Handel erhöhte sich die absolute Profitabilität durch positive Skaleneffekte, insbesondere im Online-Geschäft. Das SGF Dienstleistung profitierte von Ergebnisbeiträgen aus der Übernahme von logistischen Outsourcing-Prozessen. Darüber hinaus wirkten sich das Mobile Life Cycle Geschäft positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. Aufgrund der anhaltenden Covid-Pandemie konnte der Bereich Operations kein positives Ergebnis erwirtschaften. Die Profitabilität wurde durch den Rückgang im Reparaturgeschäft, den Betriebsunterbrechungen in Folge der Pandemie und dem höheren Einsatz von Zeitarbeitskräften negativ beeinflusst. Der Bereich International hat sich aufgrund des starken Umsatzwachstums erfreulich entwickelt, wenngleich die Ergebnisentwicklung wegen leicht sinkender Rohmargen hinter dem Umsatzanstieg zurückbleibt. 3.2.3 Aktiva der KOMSA - Gruppe Zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 erhöhte sich die Bilanzsumme um 38,9 % auf 477,5 Mio. Euro (Vorjahr: 343,8 Mio. Euro). Das Anlagevermögen machte 9,5 % (Vorjahr: 15,8 %) und das Umlaufvermögen 89,9 % (Vorjahr: 83,6 %) der Bilanzsumme aus. Die Vermögensentwicklung zeigt die folgende Übersicht:
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 8,8 Mio. Euro gesunken. Vor dem Hintergrund der anhaltend schwer prognostizierbaren Geschäftsentwicklung hat der Vorstand die Investitionen im Wesentlichen auf Erhaltungsmaßnahmen reduziert. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 Investitionen von 2,2 Mio. Euro durchgeführt (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro). Von den Investitionen entfallen 1,6 Mio. Euro auf Sachanlagen und 0,6 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände. Zudem hat KOMSA die günstigen Marktbedingungen genutzt, um nicht betriebsnotwendiges Vermögen in Höhe von 5,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro) zu veräußern. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro). Die deutliche Erhöhung des Umlaufvermögens auf 429,3 Mio. Euro (Vorjahr: 287,4 Mio. Euro) liegt in der positiven Geschäftsentwicklung und in der Ausrichtung auf die strategischen Schwerpunkte im SGF Dienstleistungen begründet. Das vor allem durch das SGF Handel getriebene Umsatzwachstum führt zu Anstiegen im Vorratsbestand (+15,0 Mio. Euro) und in der Summe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen. (im Saldo +19,5 Mio. Euro). Der Anstieg dieser Working-Capital-Komponenten wurde durch die Weiterentwicklung der entsprechenden Controllinginstrumente flankiert, sowohl die Steuerung von Umschlagsgeschwindigkeit und Altersstruktur im Lager als auch Instrumente des Forderungscontrollings wurden wirksam weiterentwickelt. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ansprüche gegenüber Partnern aus Bonusvereinbarungen ausgewiesen (35,1 Mio. Euro), die im Vorjahr bereits als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert werden konnten. Außerdem enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände einen Kaufpreisanspruch aus dem Verkauf von Anlagevermögen (13,1 Mio. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände steigen in Summe auf 69,5 Mio. Euro (Vorjahr: 39,6 Mio. Euro). Der größte Effekt im Anstieg des Umlaufvermögens ist auf den Anstieg der der liquiden Mittel auf 168,0 Mio. Euro (Vorjahr: 60,5 Mio. Euro) zurückzuführen. KOMSA hat durch die Platzierung eines 100 Millionen Euro Schuldscheindarlehens im Dezember 2021 die Voraussetzungen für die Umsetzung der Wachstumsstrategie insbesondere im SGF Dienstleistungen geschaffen, im Fokus steht dabei die Umsetzung des neuen Geschäftsmodells "Device-as-a-Service". 3.2.4 Passiva der KOMSA - Gruppe Der Anstieg der Passiva um 38,9 % resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten, der Lieferverbindlichkeiten und des Eigenkapitals. Das wirtschaftliche Eigenkapital umfasst neben dem bilanziellem Eigenkapital 70 % des Sonderposten, 30 % des Sonderpostens werden dem wirtschaftlichen Fremdkapital zugerechnet. Das wirtschaftliche Eigenkapital erhöhte sich durch die Thesaurierung von 80% des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2020/2021 sowie durch den Anstieg im aktuellen Konzernbilanzgewinn um 20,4 % auf 112,4 Mio. Euro und überschreitet damit erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von 100 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des absolut höheren Anstiegs im Fremdkapital von 27,1 % im Vorjahr auf jetzt 23,5 % gesunken. Mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital wird das gesamte Anlagevermögen und 15,5 % des Umlaufvermögens (Vorjahr: 13,1 %) finanziert.
Die Rückstellungen sind um 1,8 % auf 49,0 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 48,1 Mio. Euro). Der Anstieg ist auf die geschäfts- und stichtagsbedingt höheren Rückstellungen für vereinbarte Kundenkonditionen sowie auf Rückstellungen für Eingangsrechnungen, Personalaufwendungen und Ertragsteuern zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich aus einem neu aufgenommenen Schuldscheindarlehen sowie einem KfW-Investitionskredit (Energie) zusammen. KOMSA hat im Dezember 2021 ein Schuldscheindarlehen in zwei Valuten mit einem Gesamtvolumen von 100 Mio. Euro erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Ursprünglich war ein Volumen von lediglich 70 Mio. Euro vorgesehen. Aufgrund der sehr starken Investorennachfrage aus dem In- und Ausland wurde das Gesamtvolumen deutlich aufgestockt. Den institutionellen Investoren wurden sowohl feste als auch variable Verzinsungsvarianten für eine Laufzeit von fünf Jahren angeboten. Die attraktiven Konditionen spiegeln dabei die sehr gute Bonität der KOMSA wider, die einem Investment-Grade-Rating entsprechen. Die Begebung erfolgte am unteren Ende der Preisspanne. Mit dem neuen Schuldscheindarlehen wurden u.a. fällige Schuldschein-Verbindlichkeiten abgelöst. Im Juli 2022 fließt KOMSA die verbliebene offene Summe von 10 Mio. Euro aus der Schuldscheintransaktion zu. Eine weitere Fälligkeit aus im Jahr 2015 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 22 Mio. Euro wird dann im Juli 2022 durch die neu aufgenommenen Mittel bedient. Mit Abschluss diese Transaktion wurde die Finanzierung von KOMSA langfristig gesichert und zu besseren Konditionen stabilisiert. Neben den ausgewiesenen Kreditverbindlichkeiten verfügt KOMSA über zugesagte, aber zum Stichtag nicht genutzte Linien bei Banken in Höhe von 5,4 Mio. Euro. KOMSA verfügt außerdem über zum Stichtag nicht in Anspruch genommene Zusagen im Rahmen vereinbarter Forderungsverkaufsprogramme in Höhe von 45,6 Mio. Euro. Im Rahmen von Reverse-Factoring- und Kreditkarten-Finanzierungen hat KOMSA zugesagte Linien in Höhe von 46,0 Mio. Euro zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Die Veränderung der Finanzierungsstruktur durch Aufnahme des Schuldscheindarlehens führt zu zukünftig niedrigeren Finanzierungskosten, da die neuen Finanzierungsinstrumente zu besseren Konditionen abgeschlossen wurden. Hinsichtlich der in den Kreditverträgen vereinbarten Financial Covenants besteht aktuell kein Risiko vorzeitiger Rückzahlungsverpflichtungen oder wesentlicher Konditionsverschlechterungen. Die Netto-Verbindlichkeit der KOMSA, die sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich der liquiden Mittel ergibt, reduzierte sich zum Stichtag um 32,8 Mio. Euro auf -49,3 Mio. Euro (Vorjahr: -16,4 Mio. Euro). Bezogen auf das operative Ergebnis (EBITDA) ergibt sich ein Verschuldungsfaktor von -1,4x (Vorjahr -0,7x). Diese deutliche Verbesserung unterstützte die von Geschäftsbanken und Warenkreditversicherern vergebene Investment Grade Bonität. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens und der Produktmixverschiebung um 18,2 % auf 169,6 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 143,5 Mio. Euro). KOMSA hat wie im Vorjahr die Möglichkeiten der Innenfinanzierung stark genutzt. So wurde 88,4 % des Vorratsvermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen finanziert (Vorjahr: 76,7 %). 3.2.5 Kapitalflussrechnung der KOMSA - Gruppe Die positive Geschäftsentwicklung der KOMSA spiegelt sich auch in der zusammengefassten Kapitalflussrechnung wider. Der Finanzmittelfonds besteht zum Stichtag aus liquiden Mitteln. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 Mio. Euro gesunken. Die Veränderung ergibt sich insbesondere aus der geschäftsbedingt höheren Mittelbindung in Vorräten und Forderungen. Die konservative Investitionspolitik des Vorstands und der Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenständen führte zu einem Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro). Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Saldo aus der Tilgung von Krediten und der Neuaufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 70,5 Mio. Euro (Vorjahr -10,2 Mio. Euro). Die Schuldscheintransaktion ist unter Gliederungspunkt 3.2.4 detailliert beschrieben. Durch den positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Aufnahme neuer Mittel im Rahmen der Schuldscheintransaktion steigen die liquiden Mittel um 107,4 Mio. Euro auf 168,0 Mio. Euro zum Geschäftsjahresende (Vorjahr: 60,6 Mio. Euro). Die nach DRS 21 aufgestellte Konzern-Kapitalflussrechnung ergibt folgendes Bild, unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit wurde auf einen separaten Ausweis der wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds verzichtet:
Die Zahlungsfähigkeit des KOMSA-Konzerns war im Berichtszeitraum stets gegeben und ist nach aktuellem Stand auch zukünftig gesichert. Der Konzern verfügt zum 31. März 2022 über freie Linien aus dem Verkauf von Kundenforderungen und Factoring in Höhe von 45,6 Mio. Euro sowie nicht abgerufene Betriebsmittelkredite in Höhe von 5,4 Mio. Euro. 3.2.6 Finanzielle und nicht - finanzielle Leistungsindikatoren der KOMSA Gruppe Der Vorstand hat zur Steuerung der KOMSA-Gruppe ein Kennzahlensystem etabliert, dass die Steuerungsgrößen Gesamtleistung, Deckungsbeitrag, Personalkosten und Mitarbeiterzahl, das operative Ergebnis (EBITDA) sowie die Investitionen und das Netto-Umlaufvermögen umfasst. Zudem wurde die Gesamtkapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE) 7 als zentrale Steuerungsgröße eingeführt. Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat KOMSA eine Gesamtkapitalrendite von 22,4 % (Vorjahr: 13,0 %) erzielt. Bezogen auf das operative Ergebnis ohne Sondereffekte aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens ergibt sich eine operative Gesamtkapitalrendite von 16,7 %. Damit hat KOMSA die Kapitalkosten erwirtschaftet. Zur operativen Unternehmenssteuerung werden neutrale Sondereffekte, wie z.B. das Ergebnis aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens, nicht betrachtet. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung ausgewählter finanzieller operativer Kennzahlen:
Ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 haben alle Mitarbeiter:innen der KOMSA eine variable Vergütung, die sich am ROCE orientiert. Komsianer:innen der strategischen Geschäftsfelder Handel und Dienstleistungen haben zusätzlich noch variable Vergütungsbestandteile, die sich am EBITDA der Gruppe und dem Deckungsbeitrag orientieren. Mitarbeiter:innen der operativen Einheiten erhalten zudem Leistungsprämien. Neben diesen finanziellen Leistungskennzahlen überwacht und steuert das Management verschiedene Zusammenhänge mit Hilfe nicht-finanzieller Leistungsindikatoren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung der Kundenbeziehungen und des Wettbewerbsumfeldes. Dazu werden regelmäßige Kundenbewertungen wie z.B. die "Leserwahl Distribution" der Fachzeitschrift Telecom Handel ausgewertet und die Ergebnisse in den einzelnen Kategorien analysiert und Maßnahmen zur Verbesserung der Positionierung von KOMSA abgeleitet. Zur Einordnung der Entwicklung von KOMSA im Wettbewerbsumfeld werden regelmäßig Studien von Marktforschungsunternehmen zur Markt- und Marktanteilsentwicklung ausgewertet. Ein weiterer Schwerpunkt der Steuerung nicht-finanzieller Leistungskennzahlen liegt im Bereich Personalmanagement und -entwicklung. KOMSA setzt auf stetige Mitarbeiterförderung und -weiterentwicklung, aktives Mitgestalten sowie eine transparente Unternehmenskultur. Mit der Betriebskindertagesstätte "Weltenbaum" unterstützt KOMSA die Mitarbeiter:innen, Familie und Beruf gut miteinander zu vereinbaren. KOMSA-Mitarbeiter:innen profitieren von zahlreichen zusätzlichen Leistungen wie z.B. Betriebliche Altersvorsorge, flexible Arbeitszeitmodelle, Sport- und Gesundheitsangebote und Sonderkonditionen. Die Wirkung der Instrumente und Maßnahmen wird durch verschiedene Indikatoren im Personalbereich gemessen und überwacht, wie z.B. der Fluktuationsquote, die mit 12,1 % im Geschäftsjahr 2021/2022 zum Vorjahr stabil und unter dem Durchschnitt deutscher Unternehmen liegt. Definiertes Ziel von KOMSA ist es, eine nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensentwicklung durch ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortliches Handeln sicherzustellen. Entscheidungen trifft das Management langfristig orientiert, Partnerschaften werden auf lange Sicht geplant. Mit dem klaren Bekenntnis zum Firmensitz in Hartmannsdorf stärkt KOMSA die Region und wurde zum festen Lebensmittelpunkt vieler Mitarbeiter:innen, die Schaffung guter Bedingungen und langfristiger Perspektiven ist im Unternehmensleitbild verankert. 3.3 Erläuterungen zur Ertrags - , Vermögens - und Finanzlage der KOMSA AG 3.3.1 Entwicklung der Gesamtleistung der KOMSA AG Die KOMSA AG hat die im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielte Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % gesteigert und mit 1.230 Mio. Euro die höchste Gesamtleistung der Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. Das geplante Wachstumsziel wurde erreicht. Damit hat sich die KOMSA AG trotz der negativen Rahmenbedingungen von weltweiten Materialengpässen in der Digitalbranche, von Corona-bedingten Restriktionen im Handelsgeschäft und von stagnierendem Konsumverhalten, positiv entwickelt. Das Wachstum resultiert vor allem aus dem fortwährenden Trend zum mobilen Arbeiten und digitalen Lernen, den die Corona-Pandemie deutlich beschleunigt hat. Als größter deutscher Telekommunikations-Distributor bringt die KOMSA-Gruppe die Mobilfunk-Kompetenz ein und liefert die Technik, die für dezentrales Arbeiten und Lernen benötigt wird.
Die Geschäftsentwicklung der KOMSA AG wird von der Strategie der verschiedenen Hersteller und Handelspartnern beeinflusst. So überprüfen Hersteller und Handelspartner immer wieder ihre strategischen Überlegungen, ob sie ihr Geschäft direkt, d.h. ohne zwischengeschaltete Distributionsfunktion, oder indirekt abwickeln. Vor diesem Hintergrund verfolgt die KOMSA AG seit vielen Jahren die Strategie, sich hinsichtlich der Anzahl von Partnern in der Beschaffung und im Absatz breit diversifiziert aufzustellen. Das Unternehmen konnte das Portfolio weiter ausbauen und hat unter anderem Microsoft als Technologiepartner gewonnen. Aufgrund der hohen technischen Kompetenz und des spezialisierten Vertriebs übernimmt die KOMSA AG auch die Integration von Data-Voice-Lösungen. Durch die gute Positionierung als Technologieanbieter im deutschen ITK-Markt und die forcierten Vertriebsmaßnahmen erhöhte sich die Gesamtleistung im Handel mit ITK-Hardware um 5,1 %. Alle Absatzkanäle und Produktkategorien haben zum Wachstum beigetragen. Die online-Vertriebskanäle wachsen überdurchschnittlich, hier wurden neue Kunden und online-Plattformen angebunden. Mit der neuartigen Distributionsleistung "Drop-Shipment" 11 bietet die KOMSA AG eine Lösung für verändertes Nachfrageverhalten im E-Commerce-Business an. KOMSA erzielt 93,1 % der Umsatzerlöse im Inland (Vorjahr: 92,2 %) und ist auf dem fokussierten inländische IKT-Markt stärker gewachsen als im Ausland. Aus Produktbereichs-Sicht gehen starke Wachstumsimpulse insbesondere von Mobile Devices und Audioprodukten (Communication & Docs) aus - wesentliche Hardware-Produkte zum dezentralen Arbeiten und Lernen. Im Verkauf an Systemhäuser und Systemintegratoren bietet die KOMSA AG ein Portfolio aus komplexen Telekommunikationslösungen, Netzwerk- und Unified-Communications-Lösungen im Produktbereich Data Voice an. Dieser Bereich konnte durch die vertragliche Bindung weiterer namhafter Hersteller solcher Lösungen Wachstum generieren.
Der Erfolg der KOMSA AG spiegelt sich auch in Preisen und Kundenbewertungen wider. So wurde das Unternehmen im Geschäftsjahr 2021/22 zum Beispiel durch das Prädikat "Premium Distributor" der Fachzeitschrift "Telecom Handel" ausgezeichnet und durch die Auszeichnung mit dem "Channel Excellent Award" der Fachzeitschrift "Channel Partner" die Leistungsfähigkeit von Kunden und Branchenkennern bestätigt. 12 Die ausgewiesenen Dienstleistungserlöse sind nur ein Teil der im KOMSA Konzern erbrachten Dienstleistungen und umfassen hauptsächlich Dienstleistungserlöse aus der Vermittlung von Netzzugängen (Vermittlungsprovisionen verschiedener Netzbetreiber) und aus der Abrechnung v.a. logistischer Dienstleistungen an die Absatzkanäle des Handelsbereichs. Die KOMSA AG hat im Geschäftsjahr 2021/2022 nicht für das originäre Geschäft genutzte Immobilien verkauft, der Saldo aus dem Erlös aus diesem Anlagenverkauf und dem Aufwand für den Abgang des Vermögensgegenstandes ist Bestandteil der sonstige betrieblichen Erträge (9,6 Mio. Euro). 3.3.2 Entwicklung der Ertragslage der KOMSA AG Im Geschäftsjahr 2021/22 konnte die KOMSA AG das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr um 78,5 % steigern. Mit 36,1 Mio. Euro EBITDA hat KOMSA die Prognose übertroffen. In diesem Ergebnis ist der oben beschriebene positive Sondereffekt aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens in Höhe von 9,6 Mio. Euro enthalten. Bei Betrachtung der Ergebnisse ohne diesen positiven Ergebniseffekt und ohne Betrachtung der mit diesen Transaktionen verbundenen Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro ergibt sich ein EBITDA von 26,8 Mio. Euro und somit eine Steigerung um 35,4 %. Die Ergebnisverbesserung resultiert aus dem höheren Umsatz und einer verbesserten Preisqualität. Darüber hinaus zeigte die konsequente Umsetzung der Kostendisziplin bei Sachkosten sowie die restriktive Vorgehensweise bei Personaleinstellungen Wirkung. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres beschäftigte die KOMSA AG 302 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 308 Mitarbeiter:innen), in der KOMSA Gruppe waren zum 31. März 2022 insgesamt 1.201 Mitarbeiter:innen beschäftigt (Vorjahr 1.264 Mitarbeiter:innen). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich um 118,2 % auf 30,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2021/2022. Die Ergebnisverbesserung zwischen EBITDA und EBT resultiert aus dem geringeren Zinsaufwand in Folge eines optimierten Working Capital Managements und geringere planmäßige Abschreibungen. Ohne Einbezug der erwähnten Sondereffekte ergibt sich ein operatives EBT in Höhe von 21,0 Mio. Euro, was einer Steigerung zum Vorjahr von 56,0 % entspricht, das erwirtschaftete operative Vorsteuerergebnis liegt 43,0 % über dem Plan. Die Entwicklung der Ertragskennzahlen zeigt untenstehende Übersicht:
Das für die Ergebnisentwicklung der KOMSA AG maßgebliche SGF 13 Handel des KOMSA-Konzerns hat ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Die absolute Profitabilität erhöhte sich durch positive Skaleneffekte, insbesondere im Online-Geschäft. Die im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge im Konzern übernommenen Ergebnisse der Tochterunternehmen tragen zur positiven Entwicklung der Ertragslage der KOMSA AG bei. Die aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen übernommenen Ergebnisse von Tochterunternehmen sind um 5,1 Mio. Euro auf 19,5 Mio. EUR gestiegen. Die im letzten Jahr abgegebene Prognose wurde damit übertroffen. Die Entwicklung der aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge von den Tochterunternehmen übernommenen Ergebnisse zeigt die folgende Tabelle.
Den höchsten Ergebnisbeitrag liefert das Tochterunternehmen aetka, das im Konzernbereich Handel den Verkauf an Fachhandelspartner verantwortet und dazugehörige Kooperationsleistungen anbietet. Das von aetka übernommene Ergebnis ist um 22,6 % gestiegen, die erzielte Gesamtleistung der aetka AG ist um 9,9 % gestiegen. Ursache dafür ist die positive Entwicklung im Kartengeschäft, also der Vermittlung von Netzzugangsverträgen an aetka-Händler. Die Anzahl der vermarkteten Verträge ist gestiegen, dadurch steigt der gesamte Dienstleistungsumsatz von aetka um 8,1 %. Die gestiegene Anzahl an Freischaltungen wird ebenso positiv auf das Ergebnis. Außerdem konnte sich aetka im Geschäftsjahr 2021/2022 in einem Rechtsstreit abschließend erfolgreich verteidigen und eine im Vorjahr gebildete Rückstellung periodenfremd auflösen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023 zeigt eine weiterhin positive Entwicklung von aetka. Die Trends zu weiterer Digitalisierung und zu dezentralem Arbeiten und Lernen führen zu einer weiterhin starken Nachfrage nach passenden Lösungen, die initiierte Vertriebsoffensive von aetka wird zur Erzielung weiterer Marktanteile führen. Das aus dem prognostizierten Geschäftswachstum resultierende Ergebnis vor Steuern wird sich auf Vorjahresniveau bewegen. Für das in der KOMSA Services konzentrierte Strategische Geschäftsfeld Dienstleistungen gibt es positive Entwicklungsaussichten, hier liegt erhebliches Potential in der Umsetzung der Dienstleistungsstrategie des KOMSA-Konzerns. Grundlage dafür bilden die in den vergangenen Jahren aufgebauten Marktanteile sowie das aktuell weiterentwickelte entwickelte Leistungsportfolio. In den strategischen Schwerpunkten "Device-as-a-Service" und "Circular Economy" hat KOMSA Leistungspakete entwickelt, die von den aktuellen Trends zur Full-Service-Miete von Kommunikationslösungen und zur nachhaltigen Mehrfachnutzung hochwertiger technischer Geräte profitieren. Diese Wachstumschancen bilden die Basis für ein geplantes Ergebniswachstum im zweistelligen Bereich. Die w-support.com als Tochterunternehmen für den Konzernbereich Operations agiert als Partner von Hardware-Herstellern im After Sales Bereich sowie als konzerninterner Dienstleister für Logistik-, Retouren- und Fertigungsleistungen. Das After Sales Geschäft konnte im Jahr 2020/2021 und kann im Jahr 2021/2022 nicht kostendeckend abgebildet werden. Hier wirken rückläufige Reparaturvolumen aufgrund der Corona-Pandemie und aufgrund technologischer Entwicklungen negativ auf das Unternehmensergebnis. Zusätzlich steigen die Kosten je Reparatur aufgrund schwieriger Disposition der Ressourcen durch starke Schwankungen in der Auslastung. w-support arbeitet mit Hochdruck an der Verbesserung der Kostenstruktur und an der Erweiterung des Leistungsportfolios, um das After Sales Geschäft zukünftig gewinnbringend zu betreiben. Der Leistungsbereich Logistik arbeitet kostendeckend im KOMSA Konzern. w-support hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Ertrag aus der 80%igen Beteiligung am polnischen Tochterunternehmen w-support.pl Sp. z o.o. in Höhe von 1,7 Mio. Euro erzielt, der im Rahmen der Ergebnisabführung mit an KOMSA transferiert wurde. Dieser Ertrag stellt eine einmalige Ausschüttung und damit einen nicht-operativen Sondereffekt von w-support dar. Die Prognose des aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages auszugleichenden Verlustes von w-support für 2022/2023 liegt bei -1,4 Mio. Euro. Die Abschreibungen der KOMSA AG sind im Geschäftsjahr 2021/2022 um 0,3 Mio. Euro gesunken (-6,8 %). Das Finanzergebnis hat sich um 0,2 Mio. Euro verbessert (15,5 %), was auf eine geringere Inanspruchnahme von Finanzierungsmitteln aufgrund einer höheren Innenfinanzierung zurückzuführen ist. In Summe ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von 30,3 Mio. EUR und somit ein Anstieg um 118,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zur abgegebenen Prognose im Rahmen des vorigen Geschäftsjahresabschlusses 2020/2021 haben sich die Gesamtleistung und die erzielten Ergebnisse besser entwickelt als erwartet. Hierbei ist anzumerken, dass die Prognose vor dem Hintergrund der Unsicherheiten bezüglich der Auswirkungen der Corona-Pandemie entstanden ist. Im Verlauf des Geschäftsjahres hat sich gezeigt, dass die KOMSA AG besser mit den Auswirkungen umgehen kann und von dem durch Corona beschleunigten Digitalisierungstrend profitiert. Die Kostenbudgets wurden eingehalten und zum Teil unterschritten, was wiederum auf ein zurückhaltendes Kosten- und Investitionsmanagement zurückzuführen ist. Die beschriebenen Entwicklungen führen zu einem Ergebnis über Plan. 3.3.3 Entwicklung der Aktiva der KOMSA AG Zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 erhöhte sich die Bilanzsumme um 40,7 % auf 463,1 Mio. Euro (Vorjahr: 329,1 Mio. Euro). Das Anlagevermögen machte 10,8 % (Vorjahr: 17,8 %) und das Umlaufvermögen 88,8 % (Vorjahr: 81,7 %) der Bilanzsumme aus. Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 8,7 Mio. Euro gesunken. Vor dem Hintergrund der anhaltend schwer prognostizierbaren Geschäftsentwicklung hat der Vorstand die Investitionen im Wesentlichen auf Erhaltungsmaßnahmen reduziert. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 Investitionen von 2,4 Mio. Euro durchgeführt (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Von den Investitionen entfallen 1,5 Mio. Euro auf Sachanlagen und 0,9 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände. Zudem hat die KOMSA AG die günstigen Marktbedingungen genutzt, um nicht betriebsnotwendiges Vermögen in Höhe von 6,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) zu veräußern. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen 4,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro). Die deutliche Erhöhung des Umlaufvermögens auf 411,1 Mio. Euro (Vorjahr: 269,0 Mio. Euro) liegt in der positiven Geschäftsentwicklung des SGF Handel und in der Ausrichtung auf die strategischen Schwerpunkte im SGF Dienstleistungen begründet. Das vor allem durch das SGF Handel getriebene Umsatzwachstum führt zu Anstiegen im Vorratsbestand (+9,5 Mio. Euro) und in der Summe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstigen Vermögensgegenständen (+18,3 Mio. Euro im Saldo der beiden Positionen). Der Anstieg dieser Working-Capital-Komponenten wurde durch die Weiterentwicklung der entsprechenden Controllinginstrumente flankiert, sowohl die Steuerung von Umschlagsgeschwindigkeit und Altersstruktur im Lager als auch Instrumente des Forderungscontrollings wurden wirksam weiterentwickelt. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ansprüche gegenüber Partnern aus Bonusvereinbarungen ausgewiesen (35,1 Mio. Euro), die im Vorjahr bereits als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert werden konnten. Außerdem enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände einen Kaufpreisanspruch aus dem Verkauf von Anlagevermögen (13,1 Mio. Euro). Der größte Effekt im Anstieg des Umlaufvermögens ist auf den Anstieg der liquiden Mittel auf 163,4 Mio. Euro (Vorjahr: 52,5 Mio. Euro) zurückzuführen. Die KOMSA AG hat durch Platzierung eines 100 Mio. Euro Schuldscheindarlehens im Dezember 2021 die Voraussetzungen für die Umsetzung der Wachstumsstrategie insbesondere im SGF Dienstleistungen geschaffen, im Fokus steht dabei die Umsetzung des neuen Geschäftsmodells "Device-as-a-Service" im Tochterunternehmen KOMSA Services. Die Entwicklung von Anlage- und Umlaufvermögen zeigt die folgende Übersicht.
3.3.4 Entwicklung der Passiva der KOMSA AG Auf der Passivseite der Bilanz resultiert die um 40,7 % gestiegene Bilanzsumme im Wesentlichen aus der Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten durch Aufnahme des Schuldscheindarlehens, aus dem geschäftsbedingtem Anstieg der Lieferverbindlichkeiten und aus dem gestiegenen Eigenkapital. Das wirtschaftliche Eigenkapital umfasst neben dem bilanziellem Eigenkapital 70 % des Sonderposten, 30 % des Sonderpostens werden dem wirtschaftlichen Fremdkapital zugerechnet. Das wirtschaftliche Eigenkapital erhöhte sich durch die Thesaurierung von 80% des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2020/2021 sowie durch den Anstieg im aktuellen Jahresüberschuss um 23,7 % auf 107,2 Mio. Euro und überschreitet damit erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von 100 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des absolut höheren Anstiegs im Fremdkapital von 26,3 % im Vorjahr auf jetzt 23,2 % gesunken. Mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital werden das gesamte Anlagevermögen und 13,9 % des Umlaufvermögens (Vorjahr: 10,4 %) finanziert. Die Rückstellungen sind um 9,9 % auf 25,3 Mio. Euro gesunken (Vorjahr: 28,0 Mio. Euro). Der Rückgang ist auf die stichtagsbedingt niedrigeren Rückstellungen für vereinbarte Kundenkonditionen zurückzuführen, hier wurden Ansprüche von Partnern aufgrund ihres Charakters zu den sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich aus einem neu aufgenommenen Schuldscheindarlehen sowie einem KfW-Investitionskredit (Energie) zusammen. KOMSA hat im Dezember 2021 ein Schuldscheindarlehen in zwei Valuten mit einem Gesamtvolumen von 100 Mio. Euro erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Ursprünglich war ein Volumen von lediglich 70 Mio. Euro vorgesehen. Aufgrund der sehr starken Investorennachfrage aus dem In- und Ausland wurde das Gesamtvolumen deutlich aufgestockt. Den Investoren wurden sowohl feste als auch variable Verzinsungsvarianten für eine Laufzeit von fünf Jahren angeboten. Die attraktiven Konditionen spiegeln dabei die sehr gute Bonität der KOMSA wider, die einem Investment-Grade-Rating entsprechen. Die Begebung erfolgte am unteren Ende der Preisspanne. Mit dem neuen Schuldscheindarlehen wurden u.a. fällige Schuldschein-Verbindlichkeiten abgelöst. Im Juli 2022 fließt der KOMSA AG die verbliebene offene Summe von 10 Mio. Euro aus der Schuldscheintransaktion zu. Eine weitere Fälligkeit aus im Jahr 2015 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 22 Mio. Euro wird dann im Juli 2022 durch die neu aufgenommenen Mittel bedient. Mit Abschluss diese Transaktion wurde die Finanzierung der KOMSA AG langfristig gesichert und zu besseren Konditionen stabilisiert. Neben den ausgewiesenen Kreditverbindlichkeiten verfügt die KOMSA AG über zum Stichtag nicht in Anspruch genommene Zusagen im Rahmen vereinbarter Forderungsverkaufsprogramme in Höhe von 39,8 Mio. Euro. Im Rahmen von Reverse-Factoring- und Kreditkarten-Finanzierungen hat KOMSA AG zugesagte Linien in Höhe von 38,2 Mio. Euro zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Die Veränderung der Finanzierungsstruktur durch Aufnahme des Schuldscheindarlehens führt zu zukünftig niedrigeren Finanzierungskosten, da die neuen Finanzierungsinstrumente zu besseren Konditionen abgeschlossen wurden. Hinsichtlich der in den Kreditverträgen vereinbarten Financial Covenants besteht aktuell kein Risiko vorzeitiger Rückzahlungsverpflichtungen oder wesentlicher Konditionsverschlechterungen. Die Netto-Verschuldung der KOMSA, die sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich der liquiden Mittel ergibt, reduzierte sich zum Stichtag um 36,3 Mio. Euro auf -44,7 Mio. Euro (Vorjahr: -8,4 Mio. Euro). Bezogen auf das operative Ergebnis (EBITDA) ergibt sich ein Verschuldungsfaktor von -1,2x (Vorjahr -0,4x). Diese deutliche Verbesserung unterstützte die von Geschäftsbanken und Warenkreditversicherern vergebene Investment Grade Bonität. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der Entwicklung des Geschäftsvolumens und aufgrund von Veränderungen im Produktmix um 23,2 % auf 150,3 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 122,0 Mio. Euro). Die KOMSA AG hat wie im Vorjahr die Möglichkeiten der Innenfinanzierung stark genutzt. So wurden das Vorratsvermögen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen finanziert (Vorjahr: 84,1 %). Die Entwicklung von Anlage- und Umlaufvermögen zeigt die folgende Übersicht.
3.3.5 Kapitalflussrechnung der KOMSA AG Die positive Geschäftsentwicklung der KOMSA AG spiegelt sich auch in der Kapitalflussrechnung nach DRS 21 wider. Der Finanzmittelfonds besteht zum Stichtag aus liquiden Mitteln. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Mio. Euro gestiegen. Die Veränderung ergibt sich insbesondere aus dem höheren Periodenergebnis. Die konservative Investitionspolitik des Vorstands und der Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenständen führte zu einem Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit. Die Auszahlungen aufgrund von Investitionen in Finanzanlagen sind durch die Vergabe konzerninterner Darlehen an die polnischen Tochterunternehmen KOMSA Polska und w-support Polska gestiegen. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Saldo aus der Tilgung von Krediten und der Neuaufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 71,8 Mio. Euro (Vorjahr -9,4 Mio. Euro). Die Schuldscheintransaktion ist unter Gliederungspunkt 3.3.4 detailliert beschrieben. Durch den positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Aufnahme neuer Mittel im Rahmen der Schuldscheintransaktion steigen die liquiden Mittel um 110,9 Mio. Euro auf 163,4 Mio. Euro zum Geschäftsjahresende (Vorjahr: 52,5 Mio. Euro). Die nach DRS 21 aufgestellte Konzern-Kapitalflussrechnung ergibt folgendes Bild, unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit wurde auf einen separaten Ausweis der wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds verzichtet:
Die Zahlungsfähigkeit der KOMSA AG und damit des KOMSA-Konzerns war im Berichtszeitraum stets gegeben und ist nach aktuellem Stand auch zukünftig gesichert. Der Konzern verfügt zum 31. März 2022 über freie Linien aus dem Verkauf von Kundenforderungen und Factoring in Höhe von 39,8 Mio. Euro. Auch für die Geschäftsjahre 2022/2023 und 2023/2024 ist die Finanzierung der geplanten Umsatzziele und Investitionen gewährleistet. 3.3.6 Finanzielle und nicht - finanzielle Leistungsindikatoren der KOMSA AG Der Vorstand hat zur Steuerung der KOMSA-Gruppe ein Kennzahlensystem etabliert, dass die Steuerungsgrößen Gesamtleistung, Deckungsbeitrag, Personalkosten und Mitarbeiterzahl, das operative Ergebnis (EBITDA) sowie die Investitionen und das Netto-Umlaufvermögen umfasst. Zudem wurde die Gesamtkapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE) als zentrale Steuerungsgröße auf Konzernebene eingeführt. Ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 haben alle Mitarbeiter:innen der KOMSA eine variable Vergütung, die sich am ROCE orientiert. Komsianer:innen der strategischen Geschäftsfelder Handel und Dienstleistungen haben zusätzlich noch variable Vergütungsbestandteile, die sich am EBITDA der Gruppe und dem Deckungsbeitrag orientieren. Mitarbeiter:innen der operativen Einheiten erhalten zudem Leistungsprämien. Zur operativen Unternehmenssteuerung werden neutrale Sondereffekte, wie z.B. das Ergebnis aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens, nicht betrachtet. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung ausgewählter finanzieller operativer Kennzahlen:
Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat der KOMSA-Konzern eine Gesamtkapitalrendite von 22,4 % (Vorjahr: 13,0 %) erzielt. Bezogen auf das operative Ergebnis ohne Sondereffekte aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens ergibt sich eine operative Gesamtkapitalrendite von 16,7 %. Damit hat der Konzern die Kapitalkosten erwirtschaftet. Neben diesen finanziellen Leistungskennzahlen überwacht und steuert das Management verschiedene Zusammenhänge mit Hilfe nicht-finanzieller Leistungsindikatoren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung der Kundenbeziehungen und des Wettbewerbsumfeldes. Dazu werden regelmäßige Kundenbewertungen wie z.B. die "Leserwahl Distribution" der Fachzeitschrift Telecom Handel ausgewertet und die Ergebnisse in den einzelnen Kategorien analysiert und Maßnahmen zur Verbesserung der Positionierung der KOMSA AG abgeleitet. Zur Einordnung der Entwicklung von KOMSA im Wettbewerbsumfeld werden regelmäßig Studien von Marktforschungsunternehmen zur Markt- und Marktanteilsentwicklung ausgewertet. Ein weiterer Schwerpunkt der Steuerung nicht-finanzieller Leistungskennzahlen liegt im Bereich Personalmanagement und -entwicklung. KOMSA setzt auf stetige Mitarbeiterförderung und -weiterentwicklung, aktives Mitgestalten sowie eine transparente Unternehmenskultur. Mit der Betriebskindertagesstätte "Weltenbaum" unterstützt KOMSA die Mitarbeiter:innen, Familie und Beruf gut miteinander zu vereinbaren. KOMSA-Mitarbeiter:innen profitieren von zahlreichen zusätzlichen Leistungen wie z.B. Betriebliche Altersvorsorge, flexible Arbeitszeitmodelle, Sport- und Gesundheitsangebote und Sonderkonditionen. Die Wirkung der Instrumente und Maßnahmen wird durch verschiedene Indikatoren im Personalbereich gemessen und überwacht, wie z.B. der konzernweiten Fluktuationsquote, die mit 12,1 % im Geschäftsjahr 2021/2022 zum Vorjahr stabil und unter dem Durchschnitt deutscher Unternehmen liegt. Definiertes Ziel von KOMSA ist es, eine nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensentwicklung durch ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortliches Handeln sicherzustellen. Entscheidungen trifft das Management langfristig orientiert, Partnerschaften werden auf lange Sicht geplant. Mit dem klaren Bekenntnis zum Firmensitz in Hartmannsdorf stärkt KOMSA die Region und wurde zum festen Lebensmittelpunkt vieler Mitarbeiter:innen, die Schaffung guter Bedingungen und langfristiger Perspektiven ist im Unternehmensleitbild verankert. 4 Risiko- und Chancenbericht4.1 Grundlagen des Risiko - und Chancenmanagements Das unternehmerische Handeln der KOMSA AG und der gesamten KOMSA Gruppe ist mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund bewertet KOMSA ein wirksames Management von Chancen und Risiken als bedeutenden Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Wertes des Konzerns. Die Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des konzernweiten Systems der Führung und liegt in der Verantwortung von Vorstand und Executive Management Committee (EMC). Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controlling-Prozess, das konzerninterne Regelwerk aus Richtlinien und Verfahrensanweisungen sowie das Berichtswesen. Als Risiko definiert KOMSA ein Ereignis als Kombination aus Bedrohung und Schwachstelle, welches auf einen Unternehmenswert Einfluss nimmt und - bei Eintritt - zu einer negativen Abweichung vom geplanten EBIT führt. Eine Chance ist für KOMSA die Möglichkeit, dass ein Ereignis eintritt, das zu einer positiven Abweichung vom geplanten EBIT führt. In regelmäßigen Besprechungen zur Geschäftsentwicklung werden die Chancen und Risiken, die in den Strategien der Unternehmensbereiche qualitativ und quantitativ bewertet werden, aktualisiert und Ziele und Steuerungsmaßnahmen vereinbart. Zur besseren Koordination und Dokumentation des Risikomanagements wurde die Funktion eines Beauftragten für Risikomanagement geschaffen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde der Risikomanagementprozess durch Einsatz einer integrierten Softwarelösung optimiert. 4.2 Risiko - und Chancenmanagement Ziele des Risiko - und Chancenmanagements Im KOMSA-Konzern wird Risikomanagement als wesentlicher Bestandteil des laufenden Geschäfts und als wettbewerbliche Notwendigkeit betrachtet. Unter Risikomanagement wird die regelmäßige, systematische und frühzeitige Identifizierung und Bewertung relevanter Risiken für alle Konzernbereiche verstanden. Ziel des Risiko- und Chancenmanagements von KOMSA ist es, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, transparent darzustellen, zu beurteilen und zu steuern. Dabei muss KOMSA verantwortungsvoll mit Risiken umgehen und Risiken in einem tragbaren und kontrollierbaren Umfang akzeptieren sowie geeignete Maßnahmen im Umgang mit Risiken ergreifen. Dieses Vorgehen ist gleichzeitig die Grundlage dafür, auftretende Chancen nutzen zu können. Risiko - und Chancenmanagement - System Das Risiko- und Chancenmanagement-System gewährleistet, dass KOMSA zeitnah und sachgerecht auf Veränderungen reagieren kann. Darauf aufbauend werden entsprechende Maßnahmen zur Risikohandhabung und Chancenauswertung ausgewählt, umgesetzt und auf deren Wirksamkeit überprüft. Das Risikomanagementsystem besteht aus unterschiedlichen, miteinander verbundenen Planungs-, Kontroll- und Informationssystemen, die der regelmäßigen Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen unterliegen. In der Richtlinie zum Risikomanagement sind die Ziele, Strategien und die Organisation des Risikomanagements sowie die Grundsätze der Risikoanalyse und der Risikokommunikation verbindlich festgelegt. Sie enthält alle methodischen und organisatorischen Regelungen für den Umgang mit Risiken und Chancen, Anforderungen und Wertgrenzen sowie die einheitlichen Prozesse der Berichterstattung. Die wesentlichen kaufmännischen Funktionen sind zentral in der KOMSA Gruppe organisiert, die Zentralfunktionen beraten alle Bereiche übergreifend und wirken steuernd. KOMSA verfügt über ein risikoorientiertes Konzerncontrolling-System zur operativen und strategischen Steuerung von Geschäftsergebnissen und Kapitalbedarf. Risiko - und Chancenmanagement - Prozess Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden Risiken und Chancen regelmäßig durch ausgewählte Fach- und Führungskräfte erfasst, analysiert und bewertet. Zur Risikobewertung wird das System einer Matrixdarstellung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung (potenzieller Schaden oder Nutzen) nach einer im Risikomanagement-Handbuch definierten Klassifizierung genutzt. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Risikosteuerung vereinbart und bis zur Erledigung nachgehalten. Ziel dabei ist es, durch aktive Einflussnahme auf die identifizierten und bewerteten Risiken die Risikosituation von KOMSA zu verbessern. Geeignete Maßnahmen sind dabei z.B. die Bildung von Sicherheitsreserven oder die Übertragung von Risiken auf Dritte (z. B. Versicherungen). Der definierte Risikomanagementprozess erfolgt gestützt durch eine integrierte Softwarelösung, wird quartalsweise durchlaufen und durch die Beauftragten für das Risikomanagement koordiniert. Zur Bewertung der Risiken wird jedes Risiko in den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenhöhe kategorisiert. Dazu kommen folgende Bewertungskriterien zur Anwendung:
4.3 Erläuterung wesentlicher Einzelrisiken und - chancen KOMSA hat acht wesentliche Konzernrisiken identifiziert und bewertet sowie gleichzeitig mögliche Chancen aus diesen Wirkungsfeldern betrachtet. Die Bewertung erfolgt in den oben beschriebenen Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen. Risiken und Chancen in Zusammenhang mit bedeutenden externen Einflüssen: Covid - 19 Pandemie: Das Risiko einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist seit dem Jahr 2020 aufgrund der vorherrschenden Corona-Krise gestiegen. Die einschränkenden politischen Maßnahmen können zu Kauf- und Investitionszurückhaltung bei Geschäftskunden und Verbrauchern führen. Gleichzeitig ergeben sich Chancen durch die staatlichen Hilfsprogramme, die einer Rezession entgegenwirken sollen. Von diesen Maßnahmen kann KOMSA profitieren, da stark nachgefragte Produkte und Lösungen im Sortiment angeboten werden. Um die Risiken der Pandemie für KOMSA selbst zu steuern, arbeitet ein unternehmensweites Präventionsteam mit den Aufgaben, die gesetzlichen Anforderungen umzusetzen, die Gefährdungslage zu beurteilen und mit auf KOMSA zugeschnittenen Maßnahmen zu agieren. So haben sich beispielsweise ein Testzentrum für alle Mitarbeiter:innen, eine Homeoffice-Pflicht für Bürobereiche und getrennte Schichten in den operativen Bereichen bewährt. Das Risiko wird hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als häufig und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als bedeutend eingestuft. Handelsstreit: Als wesentliche gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Herausforderung beeinflusst die Entwicklung im Handelsstreit zwischen USA und China die wirtschaftliche Entwicklung der ITK-Branche und damit die Entwicklung von KOMSA. So können einzelne Maßnahmen der Akteure, wie zum Beispiel das US-amerikanische Handelsembargo aus dem Jahr 2020 bezüglich der Produkte chinesischer Hersteller, direkt Einfluss auf den Absatz von KOMSA haben. KOMSA steuert diese Risiken über geeignete Maßnahmen wie z. B. die Absicherung durch Regelungen von Rückgabe- und Rücktrittsrechten in den Lieferverträgen und ein breites Hersteller-Sortiment. Das Risiko wird hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als häufig und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als bedeutend eingestuft. Lieferengpässe durch die weltweite Verknappung von Halbleitern: Seit Beginn des Jahres 2021 zeigt sich, dass der weltweite Engpass in der Produktion von Halbleitern zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lieferketten führen kann. KOMSA ist in der Beschaffung der Produkte von dieser Entwicklung am Weltmarkt betroffen und hat Maßnahmen ergriffen, die Risiken zu steuern. Durch intensive Abstimmung mit Partnern auf Lieferanten- und Kundenseite werden die Lieferströme kurzfristig disponiert, KOMSA nutzt die finanzielle Stärke zur vorausschauenden Bevorratung, um Verfügbarkeitsschwankungen auszugleichen. Das Risiko wird hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als häufig und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als bedeutend eingestuft. Ukraine - Krieg: Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist die gesellschaftliche und gesamtpolitische Lage unsicherer und schwerer prognostizierbar geworden. Diese massive Störung der friedlichen Koexistenz und wirtschaftlichen Zusammenarbeit und das unnötige Leid unschuldiger Menschen hat erhebliche Auswirkungen auf die weitere Entwicklung. Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen dieser Auseinandersetzung und die höheren Energiekosten können zu Rückgängen in Investitionen und Konsum führen, was dann wiederum negativ auf die Geschäftsentwicklung von KOMSA wirken kann. Das Risiko wird hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als häufig und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als bedeutend eingestuft. KOMSA hat das abgelaufene Geschäftsjahr genutzt, um sich noch robuster und unabhängiger bezüglich der beschriebenen Risiken und Chancen durch externe Einflüsse aufzustellen. Sowohl bei der Beschaffung der Produkte als auch beim Absatz ist KOMSA von dieser Entwicklung am Weltmarkt betroffen und hat Maßnahmen ergriffen, die Risiken zu steuern. Durch intensive Abstimmung mit Partnern auf Lieferanten- und Kundenseite werden die Lieferströme kurzfristig disponiert. KOMSA nutzt die finanzielle Stärke zur vorausschauenden Bevorratung, um Verfügbarkeitsschwankungen auszugleichen. Auf der Beschaffungsseite ist KOMSA aufgrund der breiten Aufstellung an über 200 Hersteller und Netzbetreiber resilient genug, um den Ausfall Einzelner zu kompensieren. Im Produkt- und Leistungssortiment gibt es keinen Bereich, der über 30% Anteil besitzt, so dass eine verminderte Performance einzelner Segmente oder der Ausfall einzelner Hersteller oder Kunden durch die Gesamtheit aufgefangen werden kann. KOMSA unterhält keine Geschäftsbeziehung zu Partnern in Russland und der Ukraine. Zur nachhaltigen Absicherung der Stromversorgung plant KOMSA die Errichtung einer 1,3 MWh Photovoltaikanlage auf dem Firmengelände. Markt - und Wettbewerbsrisiken: Wettbewerb: Das Risiko der Abschwächung des Absatzes besteht für KOMSA im Wesentlichen durch Unsicherheiten der wirtschaftlichen Entwicklung und durch den Verdrängungswettbewerb innerhalb und außerhalb der gewählten Vertriebswege. Durch die weitere Verschmelzung von Telekommunikation und Informationstechnologie werden weiter neue Wettbewerber aus dem Bereich der IT-Distribution in den Telekommunikationsmarkt eintreten bzw. ihre Aktivitäten im TK-Bereich verstärken. Es kommt weiterhin verstärkt darauf an, den Kunden in jedem Vertriebskanal bedarfsgerechte Lösungen anzubieten. Durch den Abschluss von Kunden- und Lieferantenvereinbarungen könnten Risiken durch Preis- und Marktschwankungen, Gewährleistungsübernahmen, Transportschäden, Nichteinhaltung von Leistungszusagen oder unzureichende Rückdeckung entstehen. Disposition: Auf der Basis eines ausgebauten Vertragsmanagements, der Absicherung über eine breite Struktur von Lieferanten, Kunden und Dienstleistern, eines aktiven Versicherungsmanagements und der engen Kontaktpflege zu Kunden und Lieferanten werden die Verträge und Geschäftsbeziehungen laufend auf Risiken und Verbesserungspotentiale überprüft. Dispositionsrisiken in Beschaffungs- und Verkaufsvorgängen begegnet KOMSA durch eine tägliche prioritäten- und kennzahlenorientierte Prozesskontrolle, gestützt durch interne Genehmigungs- und Freigabeverfahren. Marktbeeinflussung und Kundenbasis: Weiterhin stellt der Weg- oder Ausfall bestimmter Lieferanten, Partner und Kunden ein Risiko für KOMSA dar. Ein solches Szenario kann bspw. durch Streiks, Naturkatastrophen, politische Unruhen, Wirtschaftskrisen und Ähnliches aber auch durch bewusste Entscheidung für einen anderen Wettbewerber oder ggf. durch die Fusion mit einem anderen Unternehmen eintreten. KOMSA begegnet diesen Risiken mit dem Ausbau einer breiten Kundenbasis und teilweise mit einer kundenspezifischen Ausrichtung von Prozessen und Dienstleistungen, dem Aufbau eines Systems zum Customer-Relationship-Management, einem Rating der Kunden und Lieferanten vor Listung sowie der bewussten Anfrage und Zusammenarbeit mit mehreren Wettbewerbern. Die beschriebenen Markt- und Wettbewerbsrisiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als bedeutend eingestuft. IT - Risiken: KOMSA verfügt über ein hochleistungsfähiges EDV- und TK-System. Potenzielle Risiken begegnet KOMSA durch ein ausgereiftes System an Überprüfungen und Sicherungsmaßnahmen. Risiken durch Cyberkriminalität, den Ausfall oder die Störung von IT-Systemen und damit einhergehenden Datenverlusten werden durch die kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung der IT-Sicherheit sowie den Einsatz von redundanten Rechenzentren und Notstromaggregaten für die Hauptanwendungen verringert. Es erfolgen regelmäßige Awareness Schulungen für alle Mitarbeiter:innen und eine laufende Überwachung (inkl. des notwendigen Patch-Managements) durch die IT. Netzwerke werden insbesondere durch den Einsatz aktueller und leistungsfähiger Firewalls, die E-Mail-Systeme durch dem Stand der Technik entsprechende Filter abgesichert. Die zentralisierte Verantwortung liegt im Bereich Operations & Technology. Auch die Absicherung gegen Softwareausfälle, Schadsoftware, Viren und Hackerangriffe liegt in der Verantwortung des IT-Bereichs von KOMSA. Das Managementsystem zur Informationssicherheit von KOMSA wurde im Jahr 2017 erstmals nach der Norm DIN:ISO 27001 zertifiziert und wird jährlich durch ein externes Überwachungsaudit entsprechend der Norm überprüft. Die beschriebenen IT-Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als bedeutend eingestuft. Sach - und Vermögensrisiken: Ausfall von Gebäuden oder Anlagen sowie Einbruch und Diebstahl: Für das operative das Geschäft sind Gebäude, Anlagen und Systeme unentbehrlich. Der reibungslose Betrieb ist Gefahren durch verschiedene Faktoren wie z.B. Naturkatastrophen, Unfälle, Verschleiß, Versorgungsausfälle oder höhere Gewalt ausgesetzt. KOMSA betreibt ein vorbeugendes Wartungs- und Instandhaltungsmanagement, um das Risiko von Ausfällen der Infrastruktur oder sonstige Beeinträchtigungen von Maschinen und Anlagen vorzubeugen. Gleichzeitig besteht aufgrund der hohen gelagerten Warenwerte ein hoher Anspruch an das Sicherheitsniveau, um unberechtigte Zugriffe zu verhindern. Für potenzielle Schäden ist, ergänzend zu den betriebsinternen Präventionsmöglichkeiten, eine angemessene Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung abgeschlossen. Diese gilt auch für den Verlust oder die Beschädigung von Betriebseinrichtung und Waren. KOMSA hat zahlreiche präventive Maßnahmen ergriffen und Krisenpläne für den Ernstfall erstellt. Werthaltigkeit von Warenbeständen: Geschäftsbedingt unterliegt die Ware im KOMSA-Eigentum einem im Vergleich zu anderen Branchen hohem Risiko von Wertverlusten. KOMSA begegnet diesem Risiko durch die Dokumentation rechtssicherer Vereinbarungen mit Lieferanten zu Konditionen, Rückgaberechten und Lagerwertausgleichen. Zudem wird Risikoware (in der Regel Bestände älter als 60 Tage oder Bestände nach Ablauf der Finanzierung durch den Hersteller) durch das Produktmanagement in enger Abstimmung mit dem Controlling aktiv gesteuert. Hierbei werden frühzeitig Möglichkeiten zur aktiven Steuerung analysiert und ergriffen, so dass aktuell im Durchschnitt rund 80 % des Lagers auf risikoloses Geschäft in enger Abstimmung mit den Hersteller entfallen. Die verbleibenden 20 % wurden zum Bilanzstichtag risikoarm bewertet und mit adäquaten Abschlägen versehen. Die Umschlaghäufigkeit liegt mit aktuell 23 Tagen (Vorjahr: 20 Tage) stabil auf niedrigem Niveau. Die beschriebenen Sach- und Vermögensrisiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als bedeutend eingestuft. Personalrisiken: Zu den Personalrisiken zählen hauptsächlich die Fluktuation sowie Schwierigkeiten in der Beschaffung qualifizierter Mitarbeiter:innen und Pflichtverletzungen durch Mitarbeiter:innen. Um diesen Risiken zu begegnen, wurden die Gehaltsstrukturen angepasst und jeder Komsianer am Erfolg der Unternehmensgruppe beteiligt. Zudem ist KOMSA bestrebt, die herausragende Position in der Region für die Rekrutierung neuer Mitarbeitenden aus dem In- und Ausland zu nutzen. Die Attraktivität als Arbeitgeber wird durch gezielte Maßnahmen zur z.B. Altersversorgung erhöht. Weiterhin wurde die KOMSA Akademie gebildet, die zahlreiche innerbetriebliche Weiterbildungen und Entwicklungsmöglichkeiten organisiert. KOMSA legt außerdem viel Wert auf die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte und bildet jährlich ca. 15 Auszubildende und duale Studenten an Berufsakademien in 7 Ausbildungsrichtungen aus. Somit ist KOMSA in der Lage, qualifiziertes Personal auch selbst im Unternehmen zu entwickeln. Mit einem überschaubaren Rahmen an innerbetrieblichen Richtlinien und Arbeitsanweisungen und die Kommunikation über die Leiter werden die Mitarbeiter:innen zu ihren Pflichten informiert, schwerwiegende Verstöße werden sanktioniert. Die beschriebenen Personalrisiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als mittel eingestuft. Organisations - und Prozessrisiken: Die Geschäftstätigkeit bei KOMSA kann durch Fehler, Fehleinschätzungen der Mitarbeiter:innen und Fehlentscheidungen des Managements gefährdet sein. Eine Stärke der Organisation von KOMSA sind flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege. Somit wird eine schnelle Reaktions- und Handlungsfähigkeit gewährleistet, jedoch entstehen auch Risiken. Prozessrisiken: Die Erfüllung der unterschiedlichen betrieblichen Leistungsaufgaben in den einzelnen Bereichen kann durch personelle Engpässe, interne Abstimmungsaufwände, unerwartete Kostensteigerungen oder technische Betriebsstörungen derart beeinträchtigt werden, dass die Ziele nicht rechtzeitig, nicht vollständig oder nur mit höheren Kosten erreicht werden können. Die Risikosituation wurde durch die Umsetzung der Projekte "Transformation 2020" und "Optimierung 2021" deutlich verbessert. Die Prozesse im Unternehmen werden systematisch erfasst und einheitlich dokumentiert. Verantwortungen werden nach der RASCI-Methode klar geregelt. In den Aktivitäten zur Prozessoptimierung wird verstärkt die Lean-Methodik eingesetzt. Wesentliche Geschäftsprozesse werden in spezifischen Richtlinien geregelt und durch mehrere Prüfebenen sowie unter Einbezug zentraler Bereiche wie Finance, Procurement und Legal bewertet. Datenqualität: Bei der Einführung neuer oder der Änderung bestehender operativer Prozesse und IT-Systeme können Verzögerungen, veraltete Systeme oder eine mangelhafte Stammdatenqualität eine effiziente Betriebsorganisation und Prozessabwicklung beeinträchtigen. Im Bereich des Dienstleistungsvertriebes wurde mit der integrierten Softwarelösung "ServiceNow" ein Tool zur Automatisierung und besseren Abbildung von Prozessen eingeführt. Auch hier greift das Optimierungsprojekt, welches Unternehmensprozesse End-to-End betrachten und die Qualität der verarbeiteten Daten verbessern soll. Management - und Leitungsrisiken: Managementfehler können erhebliche negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage von KOMSA haben. Das Risiko wird durch regelmäßige Schulungen und Ausbildung der Führungskräfte reduziert. Das 2020 begonnene umfangreiche Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte (Leadership Journey) wird auch 2021/22 und darüber hinaus fortgesetzt. Die beschriebenen Organisations- und Prozessrisiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als mittel eingestuft. Finanzwirtschaftliche Risiken: Liquiditäts - und Ausfallrisiken: Für bestehende Risiken von Liquiditätsengpässen und Forderungsausfällen wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Forderungsausfallsrisiken werden mit Hilfe geeigneter Instrumente laufend überwacht und begrenzt. Der Finanzmittelbedarf wird vorausschauend geplant und abgesichert. Zur Sicherung des zukünftigen Finanzbedarfs dient eine Struktur aus den Bausteinen Forderungsverkauf, Schuldscheindarlehen, Konsortialkredit, Betriebsmittelkredite und Reverse Factoring. Es besteht ein umfangreiches Berichts- und Kontrollsystem zur Sicherung von Eigenkapital und Rendite. Die aufgenommenen Darlehen und Kredite sind teilweise an die Einhaltung definierter Finanzkennzahlen gebunden. Für den Fall der Nichteinhaltung einzelner Finanzkennzahlen haben die Darlehensgeber zum einen die Möglichkeit eine Margenerhöhung durchzusetzen, was für KOMSA zu einer Erhöhung des Finanzaufwands führen würde. Zum anderen besteht die Möglichkeit seitens der Investoren, die Darlehen und Kredite zu kündigen. Eine entsprechende Überprüfung der Einhaltung der Kennzahlen wird regelmäßig vorgenommen. KOMSA überwacht über verschiedene Instrumente die Einhaltung dieser Kennziffern und kann somit rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten. Das Risiko der Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen wird aktuell als gering eingeschätzt. Zins - und Wechselkursrisiken: Bestehende Zinsänderungs- und Währungsrisiken werden durch die Nutzung unterschiedlicher Sicherungsinstrumente und Zahlungsbedingungen minimiert. Mit dem Einsatz von Derivaten werden vorhandene Zinsänderungsrisiken abgesichert. Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich abgesichert. Falls Fremdwährungspositionen ungesichert bleiben, dann nur in geringem Volumen und über sehr kurze Zeiträume. Für bestehende Fremdwährungsgeschäfte in PLN und USD wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Vorhandene Finanzderivate werden laufend überwacht und bewertet.
Die beschriebenen Finanzrisiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als bedeutend eingestuft. Rechts - und Compliance - Risiken: Compliance - Verstöße: Es besteht die Gefahr, dass KOMSA in rechtswidriges Geschäftsverhalten involviert wird oder einzelne Mitarbeiter:innen gegen Gesetze, den KOMSA-Verhaltenskodex oder Richtlinien verstoßen. Hierzu zählt insbesondere das Risiko von Korruption und Betrug. Der Verhaltenskodex verpflichtet alle Beschäftigten, im Rahmen ihrer Tätigkeit ethisch korrekt und gemäß den Gesetzen und Bestimmungen des Rechtssystems zu handeln. Diese Regelungen und Verpflichtungen werden durch konzernweit verpflichtende Trainings zu den Geschäftsgrundsätzen gefestigt. Zudem hat das Management alle Führungskräfte zu Compliance-Grundsätzen geschult und eingewiesen. Es existieren verschiedene Freigabe- und Kontrollmechanismen, um kartellrechtliche Risiken von vornherein zu minimieren. Es gibt für alle wesentlichen Geschäftssituationen klare Verhaltensregelungen. Datenschutz: Durch die europäische Datenschutz-Grundverordnung bestehen hohe organisatorische und technische Anforderungen an den Datenschutz. Die beträchtliche Höhe der bei Verstößen gegen das Datenschutzrecht drohenden Bußgelder stellt ein latentes Risiko für KOMSA dar. KOMSA begegnet dem datenschutzrechtlichen Risiken durch ein wirkungsvolles Datenschutzmanagement. Dieses beinhaltet u.a. regelmäßige Schulungen für aller Mitarbeiter:innen sowie in der Organisation bekannte und ausgebildete Datenschutz-Koordinator:innen. Diese setzen die zentral durch den Bereich Legal festgelegten Standards im Unternehmen um. Für spezielle Risiken im Bereich Operations, die im Umgang mit technischen Geräten, die personenbezogene Daten enthalten können, auftreten, besteht ein definierter Prozess mit technischen Maßnahmen zur Fehlervermeidung. Vertragsbruch und Rechtsstreitigkeiten: KOMSA ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben. Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten, Kunden, Beschäftigten und Dienstleistern können auftreten, aus denen sich sowohl vertragliche als auch gesetzliche Schadenersatzansprüche oder sonstige Verpflichtungen ergeben können. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten werden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Daneben sind Präventivmaßnahmen implementiert, wie z.B. eine Haftpflichtversicherung zur Abwehr gegenüber Haftpflichtansprüchen Dritter. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Versicherungsschutz für zukünftige Schadenersatzansprüche unzureichende Deckung bietet. KOMSA ist Partei in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren und beabsichtigt, sich in diesen Verfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen. Nach den aktuellen Verfahrensständen sind negative Folgen aus Rechts- und Patentstreitigkeiten nicht zu erwarten. Weitere gesetzliche Haftungsthemen wie die Betreiberverantwortung für die Liegenschaften und physischen Anlagen, die Haftung als Veranstalter, übernommene Produkthaftungsrisiken als Quasihersteller und die Haftung aus Marken und Urheberrechtsthemen werden regelmäßig bewertet. In allen Bereichen sind die Mitarbeiter:innen der Fachbereiche in die Themen eingewiesen und werden bei komplexeren Rechtsfragen durch den Bereich Legal und ggf. durch den Einbezug von externen Rechtsberatern unterstützt. Die beschriebenen Rechts- und Compliancerisiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und bezüglich der möglichen Netto-Schadenhöhe als bedeutend eingestuft. Weitere wesentliche Chancen KOMSA ist mit allen Unternehmensbereichen den unterschiedlichen Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Märkten der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche unterworfen. Die in diesem Bericht beschriebene Geschäftsentwicklung und die dargestellte Unternehmenslage ergeben innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Chancenpotenziale. Aus der Entwicklung des deutschen ITK-Marktes ergeben sich spezifische Chancen für die Geschäftsentwicklung von KOMSA. Nach dem krisenbedingten Rückgang im deutschen ITK-Markt im Jahr 2020 wächst das Marktvolumen wieder. Zum einen wirken Aufholeffekte in der Nachfrage positiv auf die Marktentwicklung. Zum anderen hält der durch die Pandemie ausgelöste Trend an, immer mehr mobil und digital zu arbeiten, zu lernen und zu kommunizieren. Diese Entwicklung ist ein Grund für die positive Prognose des Branchenverbandes Bitkom für das Jahr 2022. Auch nach Ausbruch des Ukraine-Krieges werden Geschäftsklima und Geschäftsaussichten in der Digitalbranche deutlich besser eingeschätzt als in der Gesamtwirtschaft. KOMSA wird mit der erreichten Marktstellung und mit dem angebotenen Produkt- und Leistungsportfolio von diesen Chancen profitieren. KOMSA startet im Jahr des 30-jähriges Bestehen in ein Jahrzehnt der Möglichkeiten - maßgeblich getrieben von 4 Faktoren, die der Digitalbranche in der kommenden Dekade Wachstumschancen bieten. Erstens: Der neue Mobilfunkstandard 5G. Zweitens: Die Fortsetzung des Mobile-Working-Booms. Durch beide Entwicklungen rechnet KOMSA mit einem sprunghaften Anstieg mobiler Geräte. Drittens: Cloud Computing, das inzwischen auch beim deutschen Mittelstand salonfähig wird und zu Investitionen in digitale Infrastrukturen führt. Und viertens: Das gesellschaftliche Streben nach einem nachhaltigeren Lebensstil, dem KOMSA mit seinem Circular Economy Ansatz Rechnung trägt. Für das SGF Handel ergeben sich Chancen in der weiterhin intensiven Vermarktung von Hardware und Netzzugängen, die Voraussetzungen für dezentrales Arbeiten und Lernen sind. Insbesondere für Vertriebskanäle im ETail 17 -Bereich hat KOMSA weitere Wachstumschancen aufgrund der realisierten digitalen Anbindungen von online-Plattformen und eCommerce-Lösungen. Gleichzeitig ergeben sich Wachstumspotentiale in den Vertriebskanälen des stationären Handels. Grundlage für diese Wachstumserwartungen sind Liefer- und Kooperationsverträge mit neu aufgenommenen Herstellern. Die Markt- und Technologieentwicklung erzeugt Impulse für die Nachfrage nach Dienstleistungen, von denen das SGF Dienstleistungen profitieren kann. Der Anstieg der Komplexität durch die Medienintegration und Kollaborationsfunktionen wird voraussichtlich dazu führen, dass Geschäftskunden verstärkt Prozesse auslagern. KOMSA verfügt über die technische Infrastruktur, Spezialkenntnisse und Kundenkontakte, um diese Nachfrage bedienen zu können. Insbesondere der Trend von Eigeninvestition durch Unternehmen in ITK-Infrastruktur hin zur zeitlichen begrenzten Miete mit nutzungsbezogenen Kosten bietet Chancen für den Dienstleistungsbereich. Das von KOMSA neu kreierte Leistungspaket "Device-as-a-Service", welches neben der Vermietung der Hardware Leistungen wie die Einrichtung und Konfiguration der Technik, die Reparatur im Defektfall sowie die Rücknahme der Geräte umfasst, kann die beschriebenen Chancenpotentiale realisieren. Chancen für die weitere Geschäftsentwicklung des Bereichs Operations ergeben sich aus der guten Marktstellung des Unternehmens mit einem breiten Zugang zu verschiedenen Kanälen für die Einsendung defekter Geräte und die Erbringung logistischer Dienstleistungen. Insbesondere das vorhandene Wissen und die technische Erfahrung im Umgang mit defekten und gebrauchten mobilen Geräten eröffnet Chancen, vom Nachhaltigkeitstrend und der Mehrfachverwendung zu profitieren. Die technische Expertise und moderne Infrastruktur der KOMSA-Gruppe kann zudem auch für die Reparatur von Photovoltaik-Wechselrichtern und das Management des Austauschprozesses genutzt werden. Die Wachstumsprognosen sowohl für den polnischen Gesamtmarkt als auch speziell für den Sektor "Telekommunikation und IT" sind auch in Polen positiv. Aus dieser Marktentwicklung ergeben sich Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung des Konzernbereichs International. 4.4 Gesamtaussage zur Risiko - und Chancensituation des Konzerns und der KOMSA AG Die Gesamtrisikosituation ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Zu den längerfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie und den weltwirtschaftlichen Auswirkungen der Knappheit von Halbleitern und elektronischer Komponenten ist mit Ausbruch des Ukraine-Krieges das Risiko aus geopolitischen Spannungen und Auseinandersetzungen zusätzlich hinzugekommen. Die Risiken aus dem Handelsstreit zwischen USA und China sind aufgrund der neuen US-Administration tendenziell gesunken. Der Wettbewerbsdruck in der ITK-Branche bleibt weiterhin hoch. KOMSA hat deshalb die Instrumente zur Risikoüberwachung und -steuerung verbessert, um risikoreiche Entwicklungen noch schneller zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. Wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, über den bisher beschriebenen Umfang hinaus, sind für einen überschaubaren Zeitraum von zwei Jahren nicht zu erkennen. Aus heutiger Sicht ist der Bestand von KOMSA nicht gefährdet und langfristig gesichert. Die Gesamtchancensituation ist im Vergleich zum Vorjahr stabil. Der durch die Covid-Pandemie beschleunigte Trend zum dezentralen Arbeiten und Lernen hat sich noch weiter verstärkt. Dies führt zu einer nachhaltig höheren Nachfrage nach ITK-Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang z. B. mit Mobile Workplaces. Der neue Dauerzustand dezentralen Arbeitens und Lernens erhöht die Chancen für KOMSA, das Geschäft mit passenden Produkten und Lösungen weiter auszubauen. Die hohe Innovationsgeschwindigkeit unterstützt auch die Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen, um Technologieentwicklungen unterschiedlicher Branchen zu harmonisieren. Zudem führen die Klimaziele zu einem stärkeren Ausbau Erneuerbarer Energien, so dass die Nachfrage nach Reparaturleistungen vor Ort zunehmen wird. KOMSA ist gut positioniert, um von diesen Chancen zu profitieren. 5 PrognoseberichtDie gesamtwirtschaftliche Lage wird von den gestiegenen Energiekosten, der anhaltenden Covid-Pandemie, der Knappheit von elektronischen Bauteilen und der deutlich gestiegenen Inflation beeinflusst. Eine Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023 und eine Mittelfristplanung sind deshalb schwierig. KOMSA simuliert deshalb in drei Szenarien (Worst Case, Management Case, Best Case) die Auswirkungen bei Veränderungen der Rahmenbedingungen. KOMSA verfügt im SGF Handel über ein diversifiziertes Herstellerportfolio und bedient alle maßgeblichen on- und offline-Absatzkanäle. Wachstumsimpulse ergeben sich aus der Konvergenz von TK und IT sowie neuen Technologien und Anwendungen. Im SGF Dienstleistungen ergeben sich Wachstumspotentiale durch den Ausbau der Kernaktivitäten Mobile Workplaces und Managed Logistics mit den neuen Lösungen für Device-as-a-Service und Circular Economy. Das SGF Handel plant im Management-Case ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich. Überproportionales Wachstum resultiert insbesondere aus den Online-Vertriebskanälen und dem Geschäft der aetka-Fachhandelskooperation. Unterproportional wachsen hingegen das Geschäft in Polen und die off-line Vertriebskanäle. Im SGF Dienstleistung führt der beschriebene Trend zu wiederkehrendem Geschäft durch mehr Vermietung anstelle einmaliger Hardware-Verkäufe zu einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich im Management-Case. Der reine Dienstleistungsanteil an der Gesamtleistung wird weiter steigen, da sich wichtige Wachstumsimpulse aus einer größeren Servicetiefe im Bereich Mobile Life Cycle Management ergeben. Zudem rechnet das Management mit einem Wachstum des Geschäfts mit Outsourcing von logistischen Dienstleistungen. Die Planung der operativen Einheiten folgt den strategischen Geschäftsfeldern Handel und Dienstleistungen. Die Produktivität soll mittelfristig durch die Investition in eine neue Packstrecke und die Automatisierung erhöht werden. Mit Einweihung des neuen Standorts in Erfurt hat KOMSA die Logistikkapazität auf insgesamt 32.000 m 2 erweitert und damit die Voraussetzung geschaffen, die komplette Auftragsabwicklung für Technologiepartner aus der Telekommunikation zu übernehmen. Durch die Standorterweiterung kann KOMSA zukünftig noch flexibler auf die individuellen Wünsche der Kunden eingehen. So spielen die Konfektionierung und der schnelle Versand der Ware direkt an Endkunden beim stark wachsenden E-Commerce-Geschäft eine immer größere Rolle. Das vorsichtige Planungsszenario des Bereichs International sieht ein im Vergleich zum Vorjahr stabiles Umsatzniveau vor und folgt damit dem allgemeinen Markttrend in Polen. Die Szenario-Analysen unterstellen nicht nur unterschiedliche Wachstumsraten für den Umsatz, sondern auch für die Strukturkosten der Gruppe. Der Management-Case geht von einer Fortsetzung der konservativen Personalpolitik und Maßnahmen zur Kostendisziplin aus. Einige langfristig wirkende Ausgaben zur Digitalisierung und Automatisierung werden als erhöhte Kostenpositionen im Geschäftsjahr 2022/2023 wirken, positive Nutzen- und Ergebniseffekte daraus ergeben sich in den darauffolgenden Jahren. Im Geschäftsjahr 2022/2023 begeht KOMSA das 30-jährige Jubiläum, die damit verbundenen einmaligen Kosten sind ergebniswirksam geplant. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) ist auf dem hohen Niveau des operativen Ergebnisses (ohne Sondereffekte) aus 2021/2022 geplant. Die Planungsszenarien für die nächsten Jahre sehen unterschiedlich hohe Investitionen vor. Im Management Case zählen dazu die Erneuerung der Paketförderstrecke, der Aufbau einer e-Commerce Plattform für das B2B-Geschäft sowie die Einführung von Lösungen mit künstlicher Intelligenz (KI). Die Investitionen liegen in diesem Fall auf dem Niveau der Abschreibungen. Bei der Entwicklung des Netto-Umlaufvermögens geht der Management Case von keinen signifikanten Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr aus. Die unterjährige Schwankung liegt aufgrund des saisonalen Geschäfts bei ca. 50 %. In Summe liegt damit der geplante Return on Capital Employed auf dem hohen Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund der sich deutlich verbesserten finanziellen Situation der KOMSA, geht die Planung in allen Szenarien von einer Ausschüttungsquote an die Aktionäre von 20 % aus. KOMSA hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr die Finanzierung neu strukturiert. Die Emission eines Schuldscheindarlehens sowie die Überprüfung und Optimierung der Bausteine für die kurzfristige Finanzierung haben die finanzielle Stabilität der KOMSA erhöht und führen zu einer effizienteren Kostenstruktur. KOMSA hat mit der Transformation 2020 und mit der Optimierung 2021 die strukturellen Voraussetzungen geschaffen, um von den Megatrends 5G-Technologie, Cloud Computing, Mobile Working und den Klimazielen zu profitieren. Mit unserer neuen Strategie für die SGFs Handel und Dienstleistungen zeigen wir den Weg auf, wie wir die sich abzeichnenden Chancen nutzen wollen. Wir setzen auch in Zukunft auf das einzigartige Engagement und die Leidenschaft der Komsianer:innen. Die Mitarbeiter:innen zeigen immer wieder, dass sie aus unserer Sicht das Unmögliche schaffen und schnell auf Veränderungen in der Branche reagieren können. In Zukunft werden die Anforderungen an unsere Mitarbeiter:innen weiter steigen. Damit bestimmt die Führungsqualität in agilen Teamstrukturen über unseren langfristigen Unternehmenserfolg. Wir investieren deshalb weiter in eine zukunftsfähige Mitarbeiter- und Führungskultur der Eigenverantwortung. Für die Weiterqualifizierung unserer Fach- und Führungskräfte entsprechend den strategischen Personalentwicklungsschwerpunkten investieren wir rund eine Million Euro pro Jahr. Vor dem Hintergrund positiv auf die ITK-Branche wirkender Megatrends, der guten Positionierung der KOMSA und unserer soliden finanziellen Situation blickt der Vorstand optimistisch in die Zukunft und rechnet mit einem Umsatz- und Ergebniswachstum im einstelligen Prozentbereich im Geschäftsjahr 2022/2023. Die Prognose zu den operativen Leistungsindikatoren Gesamtleistung und Deckungsbeitrag (EBITDA, EBIT, EBT) geht von weiterem Wachstum der Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022/2023 aus. Bei Personalkosten und Mitarbeiteranzahl wird kein nennenswerter Anstieg erfolgen, da das Geschäftswachstum durch Optimierungs- und Automatisierungsmaßnahmenrealisiert werden soll. Da die Optimierung und Weiterentwicklung von Prozessen und Systemen zu einem größeren Teil nicht Investitionen, sondern direkt Aufwand im Geschäftsjahr 2022/2023 erzeugen werden und im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum von KOMSA einmalige Kosten entstehen, geht der Vorstand von gleichbleibenden Ergebnissen aus. Im Netto-Umlaufvermögen prognostiziert KOMSA einen geschäftsbedingten Anstieg, der zu einem geringfügigen Rückgang im Return on Capital Employed auf 16 % führen kann. Die Prognose für die abzuführenden Ergebnisse der weiteren Tochterunternehmen ist positiv, so dass für das Geschäftsjahr 2022/2023 von einem Anstieg der operativen Ergebnisabführung ausgegangen wird. 6 Schlusserklärung des Vorstands
über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
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31.03.2022
EUR |
31.03.2021
EUR |
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| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 533.575,50 | 1.119.975,50 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.830.299,58 | 2.399.502,35 |
| 3. Software in Entwicklung und geleistete Anzahlungen | 295.684,11 | 16.236,54 |
| 2.659.559,19 | 3.535.714,39 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten | 36.885.690,12 | 44.585.637,60 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.472.378,00 | 1.763.747,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.872.669,76 | 4.266.997,12 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 606.280,23 | 158.346,50 |
| 42.837.018,11 | 50.774.728,22 | |
| 45.496.577,30 | 54.310.442,61 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.803.508,97 | 2.269.014,66 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 209.213,00 | 133.230,00 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 85.907.568,14 | 72.099.824,89 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 65.913,72 | 515.600,65 |
| 89.986.203,83 | 75.017.670,20 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 101.833.610,77 | 112.183.361,87 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 69.526.641,37 | 39.645.247,94 |
| 171.360.252,14 | 151.828.609,81 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 167.960.319,78 | 60.561.411,99 |
| 429.306.775,75 | 287.407.692,00 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.158.920,95 | 1.585.337,98 |
| D. Aktive latente Steuern | 558.000,00 | 505.000,00 |
| 477.520.274,00 | 343.808.472,59 | |
|
Passiva |
||
|
31.03.2022
EUR |
31.03.2021
EUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 1.511.780,00 | 1.511.780,00 |
| Abzüglich Nennbetrag der eigenen Aktien | 0,00 | -4.363,00 |
| Ausgegebenes Kapital | 1.511.780,00 | 1.507.417,00 |
| II. Kapitalrücklage | 660.494,66 | 560.581,96 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 17.028,50 | 17.028,50 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 85.187.855,04 | 77.153.691,48 |
| IV. Konzernbilanzgewinn | 24.556.206,34 | 13.525.434,07 |
| V. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung | -1.546.337,43 | -1.606.763,19 |
| 110.387.027,11 | 91.157.389,82 | |
| B. Sonderposten für Zuwendungen | ||
| Sonderposten aus Investitionszulagen und -zuschüssen | 2.827.174,67 | 3.046.908,67 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 583.220,23 | 541.786,56 |
| 2. Steuerrückstellungen | 6.730.800,00 | 1.977.100,00 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 41.638.796,71 | 45.566.434,21 |
| 48.952.816,94 | 48.085.320,77 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 118.672.782,31 | 44.109.375,00 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.502.221,64 | 3.809.600,52 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 169.613.507,33 | 143.544.386,08 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 14.523,78 | 2.695,35 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 24.420.426,55 | 9.728.537,97 |
| (davon aus Steuern EUR 6.712.622,06; Vorjahr EUR 3.812.039,14) | ||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 366.561,94; Vorjahr EUR 410.330,77) | ||
| 315.223.461,61 | 201.194.594,92 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 129.793,67 | 324.258,41 |
| 477.520.274,00 | 343.808.472,59 |
|
2021/2022
EUR |
2020/2021
EUR |
|
| 1. Umsatzerlöse | 1.432.397.116,50 | 1.361.089.826,41 |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 12.738,02 | 759.790,84 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,00 | 184.152,00 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 15.689.736,94 | 5.931.778,44 |
| 1.448.099.591,46 | 1.367.965.547,69 | |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.140.363.286,29 | 1.094.514.582,14 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 157.011.256,38 | 143.373.110,60 |
| 1.297.374.542,67 | 1.237.887.692,74 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 47.085.899,30 | 47.176.342,92 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 8.147.559,36 | 8.051.155,50 |
| (davon für Altersversorgung EUR 76.999,33; Vorjahr EUR 70.565,80) | ||
| 55.233.458,66 | 55.227.498,42 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 5.127.740,38 | 5.518.805,55 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 58.999.287,02 | 51.442.151,07 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 22.843,58 | 82.959,14 |
| 10. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 19.969,90 | 2.304,35 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 2.404.276,97 | 2.866.190,18 |
| (davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00; Vorjahr EUR 122.661,76) | ||
| (davon aus der Aufzinszung von Rückstellungen EUR 15.205,26; Vorjahr EUR Vorjahr EUR 17.309,12) | ||
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 8.085.216,40 | 4.552.336,43 |
| 13. Konzernjahresüberschuss / Ergebnis nach Steuern | 20.877.943,04 | 10.551.528,09 |
| 14. Konzerngewinnvortrag | 11.514.766,67 | 9.153.206,85 |
| 15. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 7.836.503,37 | 6.179.300,87 |
| 16. Konzernbilanzgewinn | 24.556.206,34 | 13.525.434,07 |
Die KOMSA AG (kurz: "KOMSA") ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz unter HR B 17771 eingetragen.
Der vorliegende Konzernabschluss für den Zeitraum vom 1. April 2021 bis 31. März 2022 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.
Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 298 i. V. m. § 266 und § 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern, die betragsmäßig unwesentlich sind, unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, so dass die Posten "sonstige Steuern" und "Ergebnis nach Steuern" entfallen.
Es können sich im Ausweis einzelner Posten Rundungsdifferenzen auf volle EUR ergeben.
In den Konzernabschluss sind neben der KOMSA alle konsolidierungspflichtigen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der KOMSA unmittelbar und mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellt sich zum 31. März 2022 im Einzelnen wie folgt dar:
| Nr. | Gezeichnetes Kapital | Anteil | ||
| TEUR | in % | gehalten von | ||
| KOMSA AG, Hartmannsdorf | (1) | 1.512 | ||
| Unmittelbare Beteiligungen | ||||
| w-support.com GmbH, Hartmannsdorf | (2) | 250 | 100 | (1) |
| w-support.pl Sp. z o.o., Wroclaw, Polen | 131 | 20 | (1) | |
| KOMSA Polska Sp. z o.o., Wroclaw, Polen | 261 | 100 | (1) | |
| aetka AG, Hartmannsdorf | (3) | 50 | 100 | (1) |
| aetka Sp. z o.o., Wroclaw, Polen | 15 | 10 | (1) | |
| Saxonum GmbH, Hartmannsdorf | 25 | 100 | (1) | |
| VerRi Versicherungsoptimierung und Risikomanagement Sachsen GmbH, Hartmannsdorf | 25 | 100 | (1) | |
| Kapps GmbH, Chemnitz | 50 | 100 | (1) | |
| Revived Products GmbH, Hartmannsdorf | 25 | 100 | (1) | |
| KOMSA Management GmbH, Hartmannsdorf | 25 | 100 | (1) | |
| KOMSA Services GmbH, Hartmannsdorf | 25 | 100 | (1) | |
| Mittelbare Beteiligungen | ||||
| w-support.pl Sp. z o.o., Wroclaw, Polen | 131 | 80 | (2) | |
| aetka Sp. z o.o., Wroclaw, Polen | 15 | 90 | (3) | |
Die Abschlüsse der einzelnen Tochterunternehmen werden nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Kapitalkonsolidierung wird entsprechend den Bestimmungen des § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen.
Die Kapitalkonsolidierung für erstmals in den Konzernabschluss einzubeziehende Gesellschaften erfolgt entsprechend § 301 Abs. 2 HGB auf den Erwerbszeitpunkt bzw. den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.
Ausleihungen sowie andere Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 303 HGB eliminiert, dies gilt auch für die Behandlung von Währungsumrechnungen
Die Leistungsbeziehungen zwischen den Konzerngesellschaften erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Etwaige Zwischenergebnisse auf konzerninterne Lieferungen und Leistungen wurden im Hinblick auf deren nur untergeordnete Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht eliminiert.
Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.
Die Währungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen, nicht in Euro bilanzierenden Unternehmen wird nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB durchgeführt. Danach erfolgt die Umrechnung des in die Erstkonsolidierung eingegangenen Eigenkapitals zum Mittelkurs des Zeitpunkts der Erstkonsolidierung. Sämtliche übrige Posten der Bilanz werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages angesetzt.
Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in einen gesonderten Posten innerhalb des Eigenkapitals eingestellt.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.
Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Im Berichtsjahr wurden folgende Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen:
Im Gliederungsschema der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte einmalig eine Umgliederung aus den Forderungen LuL in die sonstigen Vermögensgegenständen im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 48.120 für Erlösabgrenzungen. Das Gliederungsschema der sonstigen Verbindlichkeiten wurde um die Position Sonstige Verbindlichkeiten (Lieferantenboni) (TEUR 7.842) erweitert, wobei dies eine Reduzierung der Position Rückstellungen beinhaltet. Im Bilanzierungsansatz wurden bis zum Geschäftsjahr 2020/2021 Rückkaufsfälle saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Dieser Ansatz wird ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 unsaldiert in den Umsatzerlösen und Aufwendungen aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen (TEUR 19.539).
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, mit Ausnahme der Geleisteten Anzahlungen vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen sind neben Personaleinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Geleisteten Anzahlungen wurden zum Nennbetrag angesetzt.
Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die aktivierten Eigenleistungen beinhalten Personalkosten sowie anteilige Gemeinkosten.
Bei den planmäßigen Abschreibungen wird im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:
| •• Immaterielle Vermögensgegenstände | 3 bis 5 Jahre, |
| •• Gebäude und Grundstückseinrichtungen | 10 bis 50 Jahre, |
| •• Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 10 Jahre, |
| •• Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 14 Jahre. |
Seit dem Geschäftsjahr 2011 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150 bis EUR 410 im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang aus dem Anlagevermögen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden ausgewählte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150 bis EUR 410 teilweise aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das betraf vorrangig Einrichtungsgegenstände, die in größeren Stückzahlen angeschafft wurden. Ab dem Geschäftsjahr 2018/2019 wurde die Grenze für Geringwertige Wirtschaftsgüter aufgrund der gesetzlichen Regelung entsprechend auf die neuen Grenzwerte mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 bis EUR 800 angepasst.
In Vorjahren erhaltene Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen werden in einem Sonderposten für erhaltene Zuschüsse ausgewiesen, der über die Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst wird.
Das Vorratsvermögen (Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren) wurde zu Anschaffungskosten nach der Methode des gewogenen Durchschnitts, vermindert um Boni, Rabatte und Skonti, bewertet. Um den Bestandsrisiken Rechnung zu tragen, sind, soweit dies erforderlich war, Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (Marktpreis) vorgenommen worden.
Die unfertigen Leistungen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bestehend aus Fertigungs-, Material- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie angemessenen Teilen der jeweiligen Gemeinkosten bewertet.
Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nenn- bzw. Nominalwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen, in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEURO 558 resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden.
Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern aus der Bilanzüberleitung der Tochtergesellschaften Polen, Rückstellungen für Pensionen, sonstigen Rückstellungen und unfertigen Leistungen sowie passive latente Steuern aus Sonderabschreibungen und selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Barwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bei einem Zinssatz von 1,82 % gebildet. Lohn- und Gehaltssteigerungen, Fluktuation und Rentendynamik wurden aufgrund des Kreises der Berechtigten nicht berücksichtigt. Aufgrund des im März 2016 in Kraft getretenen Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditlinie (statt Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes Verwendung eines Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes) betrug der maßgebende Zinssatz 1,82 % statt 1,35 %. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (= fortgeführte Anschaffungskosten aus der verzinslichen Ansammlung der vom Versicherungsnehmer geleisteten Sparanteile der Versicherungsprämien zuzüglich etwa vorhandener Guthaben aus Überschussbeteiligungen).
Die Steuerrückstellungen und SonstigenRückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken - unter Berücksichtigung von angemessenen Kostensteigerungen - und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung und sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Vom Wahlrecht der Abzinsung von Rückstellungen mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert; Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
Einnahmen vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen, in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
|
31.03.2022
TEUR |
31.03.2021
TEUR |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 101.833 | 112.183 |
| davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 69.527 | 39.645 |
| davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 122 |
| 171.360 | 151.828 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 292 (Vorjahr TEUR 326), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um noch nicht fällige Vorsteuererstattungsansprüche.
Aktive latente Steuern
Für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen für selbsterstelltes immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen und ihren steuerlichen Wertansätzen, welche sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen, wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr TEUR 240) mit aktiven latenten Steuern aus Wertansatzunterschieden der Vorräte, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen, Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens sowie Grundstücken und Bauten in Höhe von TEUR 745 (Vorjahr TEUR 745) saldiert, so dass per Saldo aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 558 (Vorjahr TEUR 505) ausgewiesen werden. Es wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.
Eigenkapital
Zum Bilanzstichtag umfasst das Eigenkapital das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB, die Gewinnrücklagen, die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und den Konzernbilanzgewinn.
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft bestand das gesamte Geschäftsjahr 2021/2022 aus 1.511.780 Stück vinkulierten Namensaktien im Nennbetrag von je EUR 1,00.
Der Bestand an eigenen Aktien beträgt 0 Stück zu 0 EUR (Vorjahr 4.363 Stück zu TEUR 4,3 EUR von TEUR 1.507).)Die Aktien wurden zu einem Preis von EUR 69,20 je Stück verkauft, davon entsprechen EUR 1,00 dem gezeichneten Kapital und EUR 45,30 der Auffüllung eigener Anteile der Gewinnrücklage, der Erlös EUR 22,90 je Stück wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die Entwicklung der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
| EUR | |
| Stand am 1. April 2021 | 560.581,96 |
| Verkauf eigener Aktien | 99.912,70 |
| Stand am 31. März 2022 | 660.494,66 |
Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage und andere Gewinnrücklagen.
Die gesetzliche Rücklage beträgt zum 31. März 2022 unverändert gegenüber dem Vorjahr EUR 17.028,50.
Die Entwicklung der anderen Gewinnrücklagen im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
| EUR | |
| Stand am 1. April 2021 | 77.153.691,48 |
| Einstellungen aus dem Bilanzgewinn | 7.836.503,37 |
| Verkauf eigener Aktien | 197.660,19 |
| Stand am 31. März 2022 | 85.187.855,04 |
Gewinnvortrag
Der Gewinnvortrag beträgt EUR 3.678.263,30.
Entwicklung des Eigenkapitals
Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel gemäß des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 22 (DRS 22: Konzerneigenkapital).
Das Konzerneigenkapital entsprechend dem Konzerneigenkapitalspiegel enthält mit TEUR 214 Beträge, die gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegen. Davon betreffen TEUR 107 Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich passiver latenter Steuern hierauf, TEUR 44 die Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens abzüglich passiver latenter Steuern hierauf sowie TEUR 63 die Ausschüttungssperre gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 6 HGB. Damit stehen TEUR 102.592 zur Gewinnausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung.
Im Geschäftsjahr 2021/2022 weist die Gesellschaft einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 22.394.617,30 aus. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen zu beschließen, einen Anteil von 20 % (EUR 4.478.923,46) an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag den Gewinnrücklagen zuzuführen.
Sonderposten für Investitionszuschüsse in das Anlagevermögen
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse in das Anlagevermögen (TEUR 2.827; Vorjahr TEUR 3.047) wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB gebildet und enthält Zuschüsse für die im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" geförderten Investitionsvorhaben. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt parallel zur Abschreibung der geförderten Wirtschaftsgüter.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Für mittelbare Pensionsverpflichtungen gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wird keine Rückstellung gebildet. Eine Unterdeckung besteht zum Bilanzstichtag nicht.
Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen / Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 832. Diese wurden mit Deckungsvermögen (TEUR 249) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden folgende zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Vereinbarungen klassifiziert: Rückdeckungsversicherungen über HDI Lebensversicherung AG. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253. Abs 6 HGB (statt Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes Verwendung eines Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes) beträgt TEUR 63 und ist ausschüttungsgesperrt. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Aktivwert (auf einem aktiven Markt zustande gekommener Preis), der darin enthaltene Zinsanteil beträgt TEUR 8. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 205. Der Unterschiedsbetrag aus Zeitwert und Anschaffungskosten abzüglich darauf gebildeter passiver latenter Steuern beträgt T€ 44 und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 268. Abs. 8 HGB. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (TEUR 8) wurden mit den Zinszuführungen (TEUR 15) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 7 ist im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Rückstellungen für Kundenboni TEUR 6.624 (Vorjahr TEUR 15.678), Rückstellungen für Personalkosten TEUR 6.602 (Vorjahr TEUR 5.336), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 4.503 (Vorjahr TEUR 4.241), Rückstellungen für Kartenprovisionen an Händler TEUR 18.696 (Vorjahr TEUR 13.629) sowie Rückstellungen für Auswirkungen aus der laufenden Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 1.046 (Vorjahr TEUR 1.193) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen besitzen vollständig kurzfristigen Charakter.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten-Spiegel im Einzelnen dargestellt.
| 31.03.2022 | ||||
| Restlaufzeiten | Gesamt | |||
|
</= 1 Jahr
TEUR |
> 1 Jahr
TEUR |
> 5 Jahre
TEUR |
TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 23.439 | 95.234 | 0 | 118.673 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.502 | 0 | 0 | 2.502 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 169.613 | 0 | 0 | 169.613 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 15 | 0 | 0 | 15 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 24.420 | 0 | 0 | 24.420 |
| 219.989 | 95.234 | 0 | 315.223 | |
| 31.03.2021 | ||||
| Restlaufzeiten | Gesamt | |||
|
</= 1 Jahr
TEUR |
> 1 Jahr
TEUR |
> 5 Jahre
TEUR |
TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.437 | 38.672 | 0 | 44.110 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.810 | 0 | 0 | 3.810 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 143.544 | 0 | 0 | 143.544 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3 | 0 | 0 | 3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.729 | 0 | 0 | 9.729 |
| 162.523 | 38.672 | 0 | 201.195 | |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 3) resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstigen Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.
KOMSA hat mit Vertrag vom 22.12.2021 Schuldscheindarlehen (SSD) mit einem Volumen von 100 Mio EUR platziert. 90 Mio. EUR wurden per 28.12.2021 valutiert. Die restlichen 10 Mio. EUR werden im kommenden Geschäftsjahr 22/23 mit einem Teil fälliger SSD Tranchen (insgesamt 22 Mio. EUR) aus einem bestehenden SSD aus 2015 verrechnet. Der andere Anteil von 12 Mio. EUR fälliger SSD Tranchen aus 2015 wird aus Liquidität des bereits valutierten neuen SSD getilgt.
Die zum letzten Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen zusammen mit weiteren Tochtergesellschaften der KOMSA AG aus einem Kreditrahmenvertrag mit einem Bankenkonsortium vom 17. Juli 2019 und Nachtrag vom 25.02.2021 über 33 Mio. EUR (revolvierend / zum 31.03.2021 ungenutzt) und über 14 Mio. EUR (Kreditsaldo per 31. März 2021) wurden im Geschäftsjahr 2021/22 vollständig zurückgeführt. Der Kreditrahmenvertrag wurde vor dem Bilanzstichtag 31.03.2022 beendet.
Risikoabsicherungen und Bewertungseinheiten
Bewertungseinheiten werden grundsätzlich dort gebildet, wo Risiken aus Zinsänderungen oder Währungskursen durch den Einsatz von Finanzinstrumenten verringert oder neutralisiert werden.
a) Zinsabsicherungen
Methode: Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken variabel verzinster Verbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen der Euribor-Zinssätze ergeben, können Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden. Mit diesen Sicherungsmaßnahmen verfolgt KOMSA das Ziel, variabel verzinste Finanzierungsverbindlichkeiten in festverzinsliche zu transformieren und damit die Änderungsrisiken des Zahlungsstroms durch Zinserhöhungen aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu reduzieren.
Definition: KOMSA hat zur teilweisen Absicherung von Zinsrisiken einen Macro Hedge getätigt, wobei nach Definition damit ein Sicherungszusammenhang bezeichnet wird, bei dem die risikokompensierende Wirkung für eine Gruppe von mehreren Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet wird. Beispielsweise wird mit einem Zinsderivat das Risiko einer Gruppe aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten abgesichert.
Sicherungsinstrument: Mit Vertrag vom 27. Juni 2019 wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft "Cap" mit einem Nominalvolumen von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Für dieses Finanzierungsinstrument wurde ein negativer Barwert in Höhe von TEUR -4,3 zum 31. März 2022 (Vj. -0,5 TEUR) ermittelt. Die Absicherung begann am 1. Juli 2020 und endet am 30. Juni 2023.
Grundgeschäfte / abgesicherte Risiken: Die Zahlungsstromrisiken der Grundgeschäfte werden durch die Zinssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert (Bodensatzabsicherung). Dabei handelt es sich aktuell um Zinsänderungsrisiken aus dem variabel verzinsten Forderungsfinanzierungsprogramm (ABS Programm) und dem variablen Anteil langfristiger Schuldscheindarlehen.
Bilanzansatz: Mit der Bildung einer Bewertungseinheit (Makro Hedge) erfolgt unter Verwendung der Einfrierungsmethode kein bilanzieller Ausweis möglicher Wertänderungen in den Grundgeschäften und dem Sicherungsgeschäft.
b) Devisentermingeschäfte
Methode : Für die Absicherung eines - vergleichsweise geringen Geschäftsanteils in USD - hat KOMSA Devisentermingeschäfte (DTG) mit Banken abgeschlossen. Diese dienen der Mitigation von Währungskursrisiken und sind an entsprechende Aufträge (Kundenseite) sowie Bestellungen (Lieferantenseite) gekoppelt.
Definition: KOMSA tätigt zur Absicherung von grundgeschäftsbezogenen Währungsrisiken Sicherungsgeschäfte. Die Sicherungsgeschäfte werden die wie geschrieben ausschließlich grundgeschäftsbezogen abgeschlossen. Die dabei entstehenden Bewertungseinheiten können nach ihrem Sicherungsumfang weiter abgegrenzt werden: Mikro Hedge für Währungsrisiken und spezieller Makro Hedge (im Sinne eines erweiterten Mikro Hedge) für Währungsrisiken:
| • |
Mikro Hedge für Währungsrisiken: Ein DTG wird getätigt, um ein einzelnes Grundgeschäft unmittelbar durch ein einzelnes Sicherungsinstrument gegen Wertänderungen zu immunisiert wird. Er dient der Vermeidung von Wertverlustrisiken bei einzelnen und eindeutig differenzierbaren Aktiva und Passiva. |
| • |
spezieller Makro Hedge für Währungsrisiken: ein DTG wird getätigt, um Währungsrisiken aus zeitlich verschiedenen (jedoch inhaltlich weitestgehend gleichen) Grundgeschäften (z.B. Einkauf von Produkten in USD bei einem Lieferanten) mit einem Sicherungsinstrument abzusichern. Zur Reduzierung von Transaktionskosten wird der Sicherungszusammenhang also für mehrere gleichartige Grundgeschäfte zusammengefasst betrachtet. |
Grundgeschäft / abzusichernde Risiken : Im Vergleich zum Gesamtumsatz des Konzerns hat KOMSA einen sehr geringen Anteil an Fremdwährungsgeschäft. Der Anteil bezieht sich im Wesentlichen auf den Einkauf von Produkten und im Wesentlichen auf USD. Verkäufe in Fremdwährung erfolgen grundsätzlich nicht.
Sicherungsinstrumente : Für die Absicherung des Fremdwährungsgeschäftsanteils nutzt KOMSA klassische Devisentermingeschäfte (DTG) bei Banken. Zum Bilanzstichtag bestanden verschiedene DTG bei Banken, welche ein Gesamtvolumen zum Bilanzstichtag von ca. 3,5 Mio. USD absichern. Der kumulierte extern bewertete Marktwert dieser DTG betrug zum 31. März 2022 + 57 TEUR (Vj. - 71 TEUR).
Bilanzansatz: Mit der Bildung der Bewertungseinheiten (Mikro Hedges und spezielle Makro Hedges für Währungsrisiken) erfolgt unter Verwendung der Einfrierungsmethode kein bilanzieller Ausweis möglicher Wertänderungen in den Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften.
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
| 2021/2022 | 2020/2021 | |||
| TEUR | % | TEUR | % | |
| a) nach Tätigkeitsbereichen | ||||
| Handel mit Telekommunikationshardware | 1.254.789 | 87,6 | 1.201.728 | 88,3 |
| Dienstleistungserlöse | 263.839 | 18,4 | 235.510 | 17,3 |
| 1.518.629 | 106,0 | 1.437.238 | 105,6 | |
| Gewährte Skonti, Boni, Erlösschmälerungen | 86.231 | 6,0 | 76.148 | 5,6 |
| Umsatzerlöse | 1.432.397 | 100,0 | 1.361.090 | 100,0 |
| b) nach Regionen | ||||
| Inland | 1.202.094 | 83,9 | 1.145.908 | 84,2 |
| Polen | 137.208 | 9,6 | 116.732 | 8,6 |
| Restliches Ausland | 93.095 | 6,5 | 98.450 | 7,2 |
| Umsatzerlöse | 1.432.397 | 100,0 | 1.361.090 | 100,0 |
Sonstige betriebliche Erträge
Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2021/2022 insgesamt periodenfremde und neutrale Erträge in Höhe von TEUR 13.628 (Vorjahr TEUR 2.806) zu verzeichnen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.283 (Vorjahr TEUR 335), Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von TEUR 9.792 (Vorjahr TEUR 1.333), sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 320 (Vorjahr TEUR 598) und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 974 (Vorjahr TEUR 530). Darüber hinaus wurden Zuschüsse der Agentur für Arbeit in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 8) erzielt.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von T€ 9.603 aus der Veräußerung von Grundstücken und Gebäuden enthalten.
Periodenfremde und neutrale Aufwendungen
Die Aufwendungen für Vorjahre betragen TEUR 123 (Vorjahr TEUR 641) und betreffen u. a. Verwaltungsaufwendungen.
Fremdwährungen
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne von TEUR 627 (Vorjahr TEUR 658) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste von TEUR 536 (Vorjahr TEUR 681) enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind mit TEUR 54 (Vorjahr TEUR 110) Erträge aus der Anpassung passiver latenter Steuern sowie mit TEUR 1 Aufwendungen aus der Anpassung der aktiven latenten Steuern (Vorjahr Ertrag aus der Anpassung der aktiven latenten Steuern TEUR 80) enthalten. Die latenten Steuern resultieren ausschließlich aus dem unterschiedlichen bilanziellen Ansatz von Vermögenswerten und Schulden nach handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bestimmungen. Die Berechnung der Steuer erfolgt mittels eines Steuersatzes in Höhe von 30% für Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Des Weiteren bestehen periodenfremde Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre in Höhe von TEUR 280 (Vorjahr periodenfremde Aufwendungen TEUR 66).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
|
2022/2023
TEUR |
2023/2024
TEUR |
2024/2025 ff.
TEUR |
|
| Miet- und Pachtverträge | 679 | 610 | 578 |
| Leasing | 1.554 | 864 | 788 |
| Bestellobligo | 176.208 | 0 | 0 |
| 178.441 | 1.474 | 1.366 |
Zum 31. März 2022 betrug der kumulierte Saldo aller Leasingverbindlichkeiten KOMSA Deutschland TEUR 3.206. Darin enthalten sind ca. 0,3 Mio. EUR Kfz-Leasing für Tochtergesellschaften, welche an die Tochtergesellschaften über intracompany-Vereinbarungen weiterberechnet werden.
Außerbilanzielle Geschäfte
KOMSA AG hat gemeinsam mit der w-support.com GmbH, der aetka AG und ursprünglich der KOMSA Systems GmbH einen Rahmenvertrag vom 14. Dezember 2007 (zuletzt geändert am 25. März 2022) mit Elektra Purchase No. 17 S. A., Luxemburg, zu einem täglich revolvierenden, stillen Forderungsverkauf mit einer Linie über insgesamt 75 Mio. EUR abgeschlossen (ABS). Nach Verschmelzung der KOMSA Systems GmbH auf die KOMSA AG per 9.Oktober 2020 besteht der Rahmenvertrag nur noch für die KOMSA AG, w-support.com GmbH und aetka AG. Wesentlicher Inhalt ist der regresslose Verkauf von jeweils definierten Einzelforderungen, wodurch der Gesellschaft kurzfristig Liquidität bereitgestellt wird. Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für KOMSA nicht. Zum Bilanzstichtag war die Linie über alle beteiligten Gesellschaften mit 71 Mio. EUR genutzt (Vj. 56 Mio. EUR).
Desweiteren hat die KOMSA einen Factoringvertrag mit der Markant Finanz AG vom 7. Januar 2016 (zuletzt geändert 17. Dezember 2020) abgeschlossen. Inhalt ist der Verkauf von Forderungen gegenüber den Mitgliedern der Markant Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG (Zentralregulierer), wodurch der KOMSA vorfristig Liquidität zufließt. Die Markant Finanz AG trägt dabei für die von ihren angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Debitors (Delkredere). Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für KOMSA AG nicht. Die Inanspruchnahme des Factoringvertrages zum 31. März 2022 betrug KOMSA-konzernweit insgesamt 0,5 Mio. EUR (Vj. 2,2 Mio. EUR).
Gemeinsam mit der ehemaligen Noritel Mobile Kommunikation GmbH durch Verschmelzung jetzt KOMSA Services GmbH und der Revived Products GmbH hat KOMSA AG einen Rahmenvertrag mit der PB Factoring GmbH zum Ankauf von Forderungen mit einer Factoringlinie in Höhe von 40 Mio EUR abgeschlossen (Vertrag vom 25. Juni 2018 / zuletzt geändert am 19. November 2021). Wesentlicher Inhalt des Rahmenvertrages ist der Verkauf von jeweils definierten Einzelforderungen, wodurch der Gesellschaft kurzfristig Liquidität bereitgestellt wird. Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für die KOMSA nicht. Am Bilanzstichtag 31. März 2022 hat die KOMSA Gruppe die Factoringlinie über alle Gesellschaften insgesamt mit 4 Mio. EUR (Vj. 5,3 Mio. EUR) genutzt.
KOMSA AG verfügt über eine Linie zur Verlängerung von Zahlungszielen von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 50 Mio. EUR. Aus der Gesamtlinie von 60 Mio. EUR ist ein Teil (10 Mio. EUR) grundgeschäftsbezogen an die Tochtergesellschaft KOMSA Polska Sp. z o.o übertragen. Die Inanspruchnahme dieser Linie lag in Deutschland am Stichtag bei 13 Mio EUR (Vj. 9 Mio EUR), in Polen bei 2 Mio EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR).
Zur Verlängerung von Zahlungszielen von Lieferantenverbindlichkeiten verfügt die KOMSA AG über eine Linie in Höhe von 10 Mio. EUR bei einer Kreditkartengesellschaft. Die Inanspruchnahme der Linie (sonstige Verbindlichkeiten) lag zum Bilanzstichtag bei 8,8 Mio. EUR (Vj. 5,2 Mio. EUR).
KOMSA hat im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion mit der Deutsche Leasing AG 2017 (durch Erweiterungen in 2020 und 2021 zuletzt geändert am 28. Oktober 2021) einen Vertrag zur Finanzierung eines vollautomatisierten Lagers (Autostore) geschlossen. Zusätzliche Risiken aus dem Vertragsverhältnis ergeben sich für die KOMSA nicht. Zum 31. März 2022 betrug der kumulierte Saldo der Leasingverbindlichkeiten für das automatisierte Lager 1,57 Mio. EUR.
Kapitalflussrechnung
Ergänzend zur dargestellten Kapitalflussrechnung geben wir folgende Erläuterungen:
| • |
Unter den 2021/2022 getätigten Investitionen sind, wie im Vorjahr, keine zahlungsunwirksamen Geschäftsvorfälle zu verzeichnen. |
| • |
Der Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel und die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. |
Mitarbeiter :innen
Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021/2022 waren 1.141 (Vorjahr 1.185) angestellte Mitarbeiter:innen (ohne die 45 Auszubildende und ohne die 4 Vorstandsmitglieder) im Konzern beschäftigt. Hiervon sind 69 Mitarbeiter:innen in Polen angestellt, davon 8 über die mittelbaren Beteiligungen. Außerdem beschäftigte der Konzern durchschnittlich 38 ständige Aushilfen.
Organe
Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2021/2022 die folgenden Personen an:
| • |
Herr Pierre-Pascal Urbon - CEO (Chief Executive Officer) und CFO (Finanzvorstand), |
| • |
Herr Steffen Ebner - CSO (Chief Sales Officer), |
| • |
Herr Sven Mohaupt - COO (Chief Operations Officer), |
| • |
Frau Katrin Haubold - CPO (Chief People Officer). |
Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden an die Vorstände Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 3.594 gewährt.
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2021/2022 die folgenden Personen an:
| • |
Frau Kerstin Grosse - Vorsitzende, (Geschäftsführerin DEROSSI Invest GmbH, Hartmannsdorf), |
| • |
Herr Dr.-Ing. E.h. Bernt Gunnar Alban Grosse - Stellvertretender Vorsitzender, (Geschäftsführer DEROSSI Invest GmbH, Hartmannsdorf) |
| • |
Herr Jürgen Unger (Geschäftsführer Malmberge GmbH, Chemnitz). |
Aufsichtsratsvergütungen wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von TEUR 31 gezahlt.
Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Am Bilanzstichtag existierten gegenüber dem Vorstand und den Aufsichtsratsmitgliedern keine Forderungen aus Kreditverträgen.
Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag nicht.
Abschlussprüferhonorar
Der Konzernabschluss wird durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, geprüft. Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2021/2022 betrifft:
| • |
Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 167,7), |
| • |
andere Bestätigungsleistungen (TEUR 19), |
| • |
Steuerberatungsleistungen (TEUR 86). |
Konzernbeziehungen
Die Aktien der Gesellschaft befinden sich mehrheitlich im Besitz der DEROSSI Invest GmbH, Hartmannsdorf (HRB 19766 beim Amtsgericht Chemnitz), in deren Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) der Konzern einbezogen wird. Die zur Offenlegung dieses Konzernabschlusses gemäß § 325 HGB bestimmten Unterlagen sind über den elektronischen Bundesanzeiger erhältlich.
Befreiung von der Offenlegung
Die Vorschrift des § 264 Abs. 3 HGB zur Befreiung von der Offenlegung und Befreiung der Prüfungspflicht wurde auf alle inländischen Tochtergesellschaften angewendet. Ausgenommen ist die Erstellung eines gekürzten Jahresabschlusses ohne Anhang der Firma aetka AG. Die Zustimmungen der Gesellschafterversammlungen für die Erleichterung zur Erstellung bzw. Befreiung zur Offenlegung wurden entsprechend § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Besondere Ereignisse - Ausbruch des Ukraine - Krieges am 24. Februar 2022
Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist die gesellschaftliche und gesamtpolitische Lage unsicherer und schwerer prognostizierbarer geworden. Diese massive Störung der friedlichen Koexistenz und wirtschaftlichen Zusammenarbeit und das unnötige Leid unschuldiger Menschen hat erhebliche Auswirkungen auf die weitere Entwicklung. Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen dieser Auseinandersetzung und die höheren Energiekosten können zu Rückgängen in Investitionen und Konsum führen, was dann wiederum negativ auf die Geschäftsentwicklung von KOMSA wirken kann.
Die konkreten Auswirkungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen. Es ist ebenfalls noch nicht möglich, mit hinreichender Sicherheit vorherzusagen, in welchem Umfang sich eine weitere Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts auf die globale Konjunktur und das Branchenwachstum im Geschäftsjahr 2022/2023 auswirken wird. In der Ukraine oder in Russland hält KOMSA keine Tochtergesellschaften und Beteiligungen, ebenso bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu Partnern in Russland und der Ukraine. Bezogen auf die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von KOMSA ergeben sich momentan keine direkten Abhängigkeiten von wesentlicher Bedeutung.
Es ist nicht auszuschließen, dass sich eine weitere Eskalation des Konflikts und deren Wirkung auf die gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Entwicklung wesentlich negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von KOMSA auswirkt. KOMSA bewertet diese Risiken aktiv im bestehenden Risiko- und Chancenmanagement-System und leitet geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung ab. Eine wesentliche Gefahr für den Fortbestand von KOMSA ist aktuell nicht zu erkennen.
Hartmannsdorf, den 29. Juli 2022
Der Vorstand
gez. Pierre-Pascal Urbon, Vorsitzender, CEO, CFO
gez. Steffen Ebner, Vorstand, CSO
gez. Katrin Haubold, Vorstand, CPO
gez. Sven Mohaupt, Vorstand, COO
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||
|
01.04.2021
TEUR |
Zugänge
TEUR |
Abgänge
TEUR |
Umbu - chungen
TEUR |
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung
TEUR |
31.03.2022
TEUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 11.511 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11.511 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 14.021 | 321 | 0 | 0 | 0 | 14.342 |
| 3. Software in Entwicklung und geleistete | ||||||
| Anzahlungen | 16 | 279 | 0 | 0 | 0 | 295 |
| 25.548 | 600 | 0 | 0 | 0 | 26.148 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 65.689 | 63 | 8.035 | 27 | 0 | 57.744 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 8.923 | 6 | 0 | 0 | 0 | 8.929 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15.545 | 1.051 | 512 | 0 | 2 | 16.086 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 158 | 500 | 23 | -27 | -2 | 606 |
| 90.315 | 1.620 | 8.570 | 0 | 0 | 83.365 | |
| 115.863 | 2.220 | 8.570 | 0 | 0 | 109.513 | |
| Abschreibungen | |||||
|
01.04.2021
TEUR |
Zugänge
TEUR |
Abgänge
TEUR |
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung
TEUR |
31.03.2022
TEUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 10.391 | 586 | 0 | 0 | 10.977 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 11.621 | 890 | 0 | 0 | 12.511 |
| 3. Software in Entwicklung und geleistete | |||||
| Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 22.012 | 1.476 | 0 | 0 | 23.488 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 21.103 | 1.933 | 2.177 | -1 | 20.858 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 7.159 | 298 | 0 | 0 | 7.457 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.278 | 1.421 | 488 | 2 | 12.213 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 39.540 | 3.652 | 2.665 | 1 | 40.528 | |
| 61.552 | 5.128 | 2.665 | 1 | 64.016 | |
| Restbuchwerte | ||
|
31.03.2022
TEUR |
31.03.2021
TEUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 534 | 1.120 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.831 | 2.400 |
| 3. Software in Entwicklung und geleistete | ||
| Anzahlungen | 295 | 16 |
| 2.660 | 3.536 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 36.886 | 44.586 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.472 | 1.764 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.873 | 4.267 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 606 | 158 |
| 42.837 | 50.775 | |
| 45.497 | 54.311 | |
|
2021/2022
TEUR |
2020/2021
TEUR |
|
| Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) | 20.878 | 10.552 |
| Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens | 5.128 | 5.519 |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -3.886 | 8.622 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -159 | -511 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | 1 | -19 |
| Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -22.024 | 1.162 |
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 39.272 | 21.490 |
| Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -9.868 | -52 |
| Zinsaufwendungen/Zinserträge | 2.381 | 1.386 |
| Ertragsteueraufwand | 8.231 | 4.552 |
| Ertragsteuerzahlungen | -3.472 | -2.955 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 36.482 | 49.746 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -600 | -950 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -1.620 | -1.185 |
| Auszahlungen aus Zugängen von Wertpapieren | -19.940 | 0 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 2.673 | 3.788 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 15 | 17 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Wertpapieren | 19.916 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 23 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 467 | 1.670 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme vom Finanzkrediten | 90.000 | 0 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -15.437 | -8.788 |
| Gezahlte Zinsen | -2.404 | -1.386 |
| Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens | -2.011 | 0 |
| Verkauf eigene Anteile | 302 | 0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 70.450 | -10.174 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 107.399 | 41.242 |
| Zahlungsunwirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -23.439 | 0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 60.561 | 19.319 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 144.521 | 60.561 |
|
2021/2022
TEUR |
2020/2021
TEUR |
|
| Flüssige Mittel | 167.960 | 60.561 |
| Kurzfristige Bankverbindlichkeiten | -23.439 | 0 |
| 144.521 | 60.561 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens 1 | |||
| Gezeichnetes Kapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Summe | |
| EUR | EUR | EUR | |
| 31.03.2020 (= 01.04.2020) | 1.511.780,00 | - 4.363,00 | 1.507.417,00 |
| Einstellung in Rücklagen | |||
| Währungsumrechnung | |||
| Sonstige Veränderungen | |||
| Konzernjahresüberschuss | |||
| 31.03.2021 | 1.511.780,00 | - 4.363,00 | 1.507.417,00 |
| Einstellung in Rücklagen | |||
| Ausschüttung | |||
| Verkauf eigener Anteile | 4.363,00 | 4.363,00 | |
| Währungsumrechnung | |||
| Konzernjahresüberschuss | |||
| 31.03.2022 | 1.511.780,00 | - | 1.511.780,00 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens 1 | |||
| Rücklagen | |||
| Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | Gewinnrücklagen | ||
| EUR |
Gesetzliche Rücklage
EUR |
andere gewinnrücklagen Rücklage für
eigene Anteile
EUR |
|
| 31.03.2020 (= 01.04.2020) | 560.581,96 | 17.028,50 | - 197.660,19 |
| Einstellung in Rücklagen | |||
| Währungsumrechnung | |||
| Sonstige Veränderungen | |||
| Konzernjahresüberschuss | |||
| 31.03.2021 | 560.581,96 | 17.028,50 | - 197.660,19 |
| Einstellung in Rücklagen | 99.912,70 | 197.660,19 | |
| Ausschüttung | |||
| Verkauf eigener Anteile | |||
| Währungsumrechnung | |||
| Konzernjahresüberschuss | |||
| 31.03.2022 | 660.494,66 | 17.028,50 | - |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens 1 | |||
| Rücklagen | |||
| Gewinnrücklagen | |||
| andere gewinnrücklagen | Summe | ||
|
übrige Gewinnrücklagen
EUR |
Summe
EUR |
EUR | |
| 31.03.2020 (= 01.04.2020) | 71.172.050,80 | 70.974.390,61 | 70.991.419,11 |
| Einstellung in Rücklagen | 6.179.300,87 | 6.179.300,87 | 6.179.300,87 |
| Währungsumrechnung | |||
| Sonstige Veränderungen | |||
| Konzernjahresüberschuss | |||
| 31.03.2021 | 77.351.351,67 | 77.153.691,48 | 77.170.719,98 |
| Einstellung in Rücklagen | 7.836.503,37 | 8.034.163,56 | 8.034.163,56 |
| Ausschüttung | |||
| Verkauf eigener Anteile | |||
| Währungsumrechnung | |||
| Konzernjahresüberschuss | |||
| 31.03.2022 | 85.187.855,04 | 85.187.855,04 | 85.204.883,54 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens 1 | |||
| Rücklagen | Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung | Konzernbilanzgewinn | |
| Summe | |||
| EUR | EUR | EUR | |
| 31.03.2020 (= 01.04.2020) | 71.552.001,07 | - 1.305.944,32 | 9.153.206,74 |
| Einstellung in Rücklagen | 6.179.300,87 | - 6.179.300,87 | |
| Währungsumrechnung | - 300.818,87 | ||
| Sonstige Veränderungen | 0,11 | ||
| Konzernjahresüberschuss | 10.551.528,09 | ||
| 31.03.2021 | 77.731.301,94 | - 1.606.763,19 | 13.525.434,07 |
| Einstellung in Rücklagen | 8.134.076,26 | - 7.836.503,37 | |
| Ausschüttung | - 2.010.667,40 | ||
| Verkauf eigener Anteile | |||
| Währungsumrechnung | 60.425,76 | ||
| Konzernjahresüberschuss | 20.877.943,04 | ||
| 31.03.2022 | 85.865.378,20 | - 1.546.337,43 | 24.556.206,34 |
|
Konzerneigenkapital Summe
EUR |
|
| 31.03.2020 (= 01.04.2020) | 80.906.680,49 |
| Einstellung in Rücklagen | - |
| Währungsumrechnung | - 300.818,87 |
| Sonstige Veränderungen | 0,11 |
| Konzernjahresüberschuss | 10.551.528,09 |
| 31.03.2021 | 91.157.389,82 |
| Einstellung in Rücklagen | 297.572,89 |
| Ausschüttung | - 2.010.667,40 |
| Verkauf eigener Anteile | 4.363,00 |
| Währungsumrechnung | 60.425,76 |
| Konzernjahresüberschuss | 20.877.943,04 |
| 31.03.2022 | 110.387.027,11 |
1 Vom Eigenkapital des Mutterunternehmen steht am 31.03.2022 ein Betrag von TEUR 102.592 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung.
An die KOMSA AG, Hartmannsdorf
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der KOMSA AG, Hartmannsdorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KOMSA AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| • |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • |
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| • |
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| • |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 12. August 2022
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer
ppa. Marcus Engelmann, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat von dem beauftragten Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Querstraße 13 in 04103 Leipzig die folgenden Berichte erhalten und geprüft:
| • |
Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. März 2022, ausgestellt am 12. August 2022. |
| • |
Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. März 2022, ausgestellt am 12. August 2022. |
| • |
Bericht über die Prüfung des Berichts des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2021/2022 (Abhängigkeitsbericht), ausgestellt am 12. August 2022. |
Weiterhin hat der Vorstand dem Aufsichtsrat den Risikobericht und seinen Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinns zur Prüfung vorgelegt.
Allen Aufsichtsratsmitgliedern haben die vom Vorstand aufgestellten Berichte und Vorlagen sowie die entsprechenden Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer vorgelegen. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft und abschließend wurde darüber in der Sitzung vom 31. August 2022 verhandelt. Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung persönlich teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.
Der Aufsichtsrat erstattet der Hauptversammlung über das Ergebnis seiner Prüfung diesen Bericht.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr an insgesamt fünf Terminen ordentlich getagt, im Eilfall wurden außerordentliche Beschlüsse fernmündlich gefasst. Ausschüsse bestanden nicht. Regelmäßig hat der Vorstand an den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich berichtet über den Gang der Geschäfte und die Umsatzentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Rentabilität der Gesellschaft. Über Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sein können, hat der Vorstand den Aufsichtsrat rechtzeitig informiert.
Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegt worden. Weiterhin wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung (insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung). Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen und deren Ursachen wurden regelmäßig erörtert. Besonderer Schwerpunkt der Beratung und Berichterstattung im Geschäftsjahr 2020/21 war die Vorbereitung einer Investorenbeteiligung an der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat wurde fortlaufend über den Status des Vorhabens informiert.
In den Berichten und Informationen des Vorstands an den Aufsichtsrat und den Erörterungen des Aufsichtsrates wurde angemessen auf Tochterunternehmen eingegangen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat ausreichend über wichtige Vorgänge bei verbundenen Unternehmen mit erheblichem Einfluss auf die Lage der Gesellschaft informiert.
Die Informationen des Vorstandes waren zeitnah und ausreichend. Die Berichte des Vorstands entsprechen nach Ansicht des Aufsichtsrates den Grundsätzen einer gewissenhaften und getreuen Rechenschaft. Der Aufsichtsrat ist mit Art und Umfang der Geschäftsführung des Vorstandes vollumfänglich zufrieden.
Der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. März 2022 und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2021/2022 vom 12. August 2022 ist mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Es ergeben sich keine Bedenken gegen die Vollständigkeit und Richtigkeit der Prüfungsfeststellungen des Abschlussprüfers.
Sämtliche Probleme, Risiken und Geschäftsvorfälle, die dem Aufsichtsrat auf Grund der laufenden Informationen der Gesellschaft zur Verfügung standen, haben im Jahresabschluss ihren ausreichenden Niederschlag gefunden. Die wirtschaftliche Gesamtbeurteilung des Unternehmens durch den Vorstand im Lagebericht entspricht, nach den Informationen, die dem Aufsichtsrat vorliegen, den tatsächlichen Verhältnissen. Der Aufsichtsrat ist mit den vorgelegten Unterlagen, den Erklärungen des Vorstandes und den vom Abschlussprüfer festgestellten und in wesentlichen Punkten dargelegten Prüfungsergebnissen einverstanden und verzichtet auf eine weitere Stellungnahme.
Der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. März 2022 und des Konzernlageberichtes für das Geschäftsjahr 2021/2022 vom 12. August 2022 ist mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Es ergeben sich keine Bedenken gegen die Vollständigkeit und Richtigkeit der Prüfungsfeststellungen des Abschlussprüfers.
Alle Informationen zu Problemen, Risiken und Geschäftsvorfällen, die die Gesellschaft dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt hat, haben im Konzernabschluss ihren ausreichenden Niederschlag gefunden. Die wirtschaftliche Gesamtbeurteilung des Konzerns durch den Vorstand der Muttergesellschaft im Lagebericht entspricht, nach den Informationen, die dem Aufsichtsrat vorliegen, den tatsächlichen Verhältnissen. Der Aufsichtsrat ist mit den vorgelegten Unterlagen, den Erklärungen des Vorstandes und den vom Abschlussprüfer festgestellten und in wesentlichen Punkten dargelegten Prüfungsergebnissen einverstanden und verzichtet auf eine weitere Stellungnahme.
Der Abschlussprüfer prüfte auch den vom Vorstand erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht"). Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstandes und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwendungen erhoben.
Der vom Vorstand aufgestellte Abschluss des Geschäftsjahres 2021/2022 (Bilanzsumme 463.137.708,12 EUR; Jahresüberschuss 22.394.617,30 wird ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss 2021/2022.
Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss 2021/2022 (Konzern-Bilanzsumme 477.520.274,00 EUR; Konzernbilanzgewinn 24.556.206,34 EUR) wird ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Beschlussvorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinns vom 20. Oktober 2022 an.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2021/2022.
Hartmannsdorf, den 31.08.2022/25.10.2022
Der Aufsichtsrat
Kerstin Grosse, Vorsitzende
Der Konzernabschluss zum 31.03.2022 wurde am 31.08.2022 gebilligt.
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