TYROLIT Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TYROLIT GmbH & Co. KGNeuenradeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Tyrolit GmbH & Co. KG mit Sitz in Neuenrade ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Iserlohn unter der Nummer HRA 3901 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Personengesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Damit sind die Vorschriften zur Rechnungslegung von mittelgroßen Kapital- und Personengesellschaften uneingeschränkt anzuwenden. Sie erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in T€ angegeben. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgten gemäß den gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB. Die in den Vorjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert beibehalten worden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB waren nicht zu verrechnen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern werden anhand der betriebsindividuellen wirtschaftlichen Nutzbarkeit ermittelt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Gebäude beträgt 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen liegt zwischen 4 und 14 Jahren sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 14 Jahren. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Einstandspreisen zuzüglich anfallender Bezugsnebenkosten nach der Methode des gleitenden gewogenen Durchschnitts; die fertigen Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten entsprechenden nach § 255 Abs. 2 Satz 2 und Satz 3 HGB aktivierungsfähigen Einzel- und Gemeinkosten. Im Rahmen der Bewertung werden Abschläge vorgenommen, um eine Bewertung gemäß § 253 Abs. 4 HGB mit den niedrigeren Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten sicherzustellen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen entsprechend berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Kapitalanteile der Kommanditisten sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten eines Versicherungsmathematikers zugrunde. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Abweichend zum Vorjahr wird die Verpflichtung gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ermittelt. Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den letzten zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den letzten sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 T€ 3. Bezüglich dieses Betrages besteht eine Ausschüttungssperre, soweit die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des Ergebnisvortrages diesen Betrag nicht übersteigen. Die Berechnung zum 31. Dezember 2023 wurde unter Verwendung folgender Rechnungsgrundlagen durchgeführt:
Weitere Bewertungsparameter waren nicht zu berücksichtigen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Der Ansatz erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Devisenkassamittelkurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zum jeweiligen Transaktionskurs bzw. dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet (§ 256a HGB). III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens aufgegliedert nach Anschaffung- und Herstellungskosten sowie Abschreibungen (Bruttodarstellung) ergibt sich aus der diesem Anhang beigefügten Übersicht. Hierin sind als Anschaffungs- oder Herstellungskosten grundsätzlich die historischen Werte angesetzt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände alle innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von T€ 1.987 (Vorj.: T€ 1.839) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es sind Cashpool-Forderungen in Höhe von T€ 28 (Vorj.: T€ 86) enthalten. 3. Eigenkapital Das Haftkapital der Gesellschaft beträgt unverändert T€ 400 (Vorj. T€ 400). 4. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen betragen T€ 577 (Vorj. T€ 575). Bei den Begünstigten handelt es sich um ehemalige Angestellte und Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen. 5. Verbindlichkeiten Die Gliederung nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von T€ 503 (Vorj.: T€ 582) um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. T€ 6.286 (Vorj. T€ 2.334) stellen Cash Pool Verbindlichkeiten dar. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen T€ 0 (Vorj: T€ 0) auf Gesellschafter. 6. Passive latente Steuern Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Bildung einer Rücklage für Ersatzbeschaffung in der Steuerbilanz der Tochtergesellschaft Tyrolit GmbH & Co. KG & Co. KG im Zusammenhang mit dem Brand in Neuenrade in Höhe von T€ 13.216. Der Berechnung wurde ein Gewerbesteuersatz von 15,75 % zugrunde gelegt. 7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 keine. Sonstige langfristige Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 63 (Vorj.: T€ 79) über die nächsten vier Jahre. Dabei handelt es sich insbesondere um übliche Kfz-Leasingverträge (Operate-Leasing). Ausschlaggebend für den Abschluss dieser Geschäfte sind ausschließlich wirtschaftliche Gründe. Die Vorteile aus dem Abschluss der Leasingverträge sind die Liquiditätsschonung und die Vermeidung von Restwert- und Verwertungsrisiken. Risiken können sich aus den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen und der fehlenden Veräußerungsmöglichkeit vor Ende der Leasing- bzw. Mietvertrags ergeben. IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 132 (Vorj. T€ 141). 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 149 (Vorj. T€ 147). 3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge in Höhe von T€ 0 (Vorj.: T€ 5) von verbundenen Unternehmen enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 267 (Vorj.: T€ 135) an verbundene Unternehmen enthalten. Die Zinsaufwendungen enthalten mit T€ 7 (Vorj.: T€ 14) den Zinsanteil aus dem Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In dieser Position ist ein Aufwand aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von T€ 40 (Vorj. T€ 472) enthalten. 6. Angaben zu außergewöhnlichen Erträgen und Aufwendungen Aufgrund eines zwischen den deutschen und österreichischen Finanzbehörden erzielten Einigung im Zuge eines MLC (Multilateral Control - Multilaterale Kontrolle) muss für den erzielten Umsatz eine Markenlizenzgebühr von 1 % verrechnet werden. Daraus resultierend kam es im Vorjahr zu einer Nachbelastung für Markenlizenz in Höhe von T€ 127. Im Geschäftsjahr 2023 ist aus diesem Sachverhalt kein periodenfremder Aufwand entstanden. V. Sonstige Pflichtangaben 1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 85 (Vorj.: 89) Mitarbeiter beschäftigt und sind in nachfolgende Gruppen zu unterteilen:
2. Geschäftsführung Geschäftsführer obliegt der Tyrolit Verwaltungs GmbH, mit Sitz in Neuenrade, die im Geschäftsjahr 2023 durch ihre Geschäftsführer:
vertreten wurde. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 3. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin ist die TYROLIT Verwaltungs GmbH, Neuenrade, mit einem gezeichneten Kapital von T€ 26. 4. Mutterunternehmen Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB, das den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt, ist die New Tysa Holding SA, Männedorf/Schweiz und stellt für das Geschäftsjahr endend zum 31. Dezember 2023 den konsolidierten Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Für den kleinsten Kreis (Tyrolit GmbH, Maisach) wird die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB in Anspruch genommen. 5. Konzernabschluss Der Konzernabschluss der Tysa Holding SA, Männedorf/Schweiz, wird in Innsbruck beim Firmenbuchgericht hinterlegt. Die Tyrolit GmbH & Co. KG sowie deren Tochterunternehmen werden in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der New Tysa Holding SA wirkt daher befreiend gemäß § 292 HGB. 6. Beziehungen zu nahestehenden Personen Als nahestehende Personen sind insbesondere die Firmen der TYROLIT-Gruppe anzusehen. Die Gesellschaft bezieht Vorprodukte nahezu ausschließlich aus dem Konzernverbund. Weiterhin nimmt die Gesellschaft am konzerninternen Cash-Pooling-Verfahren teil. Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen wurden im Geschäftsjahr 2023 keine getätigt. 7. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 20 in voller Höhe in die Gewinnrücklage einzustellen. 8. Nachtragsbericht Es haben sich keine erwähnenswerten Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag ergeben.
Neuenrade, den 31. Mai 2024 Markus Weiss, Geschäftsführer Bernd Heinrich, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde am 25. Juni 2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Die Tyrolit GmbH & Co. KG ist als Hersteller von Präzisionswerkzeugen für die Automobilindustrie und deren Zulieferer tätig. Hinzu kommen Abrichtwerkzeuge für, unter anderem, die Turbinen - als auch der Werkzeugindustrie. Als Teil der weltweit operierenden Tyrolit Gruppe deckt die Tyrolit GmbH & Co. KG dieses Marktsegment für den Tyrolit Konzern ab. Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte fast ausschließlich über die Vertriebsstrukturen der Tyrolit Gruppe. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 durch hohe Zinsen, eine sich eintrübende Konjunktur und einer nach wie vor hohen Inflation geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt lag gemäß Statistischem Bundesamt (Destatis) im Jahr 2023 um -0,3 % niedriger als im Vorjahr. Im Geschäftsverlauf verzeichnete die Tyrolit GmbH & Co. KG ein Rohergebnis von T€ 8.999 aus ihrer Geschäftstätigkeit, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 1,2 Prozent bedeutet. 2. Geschäftsverlauf Die bedeutsamsten wirtschaftlichen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und die EBIT-Marge. Diese werden in nachfolgender Analyse erläutert. a) Ertragslage Die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliederte Wiedergabe der Gewinn- und Verlustrechnung der Geschäftsjahre 2023 und 2022 spiegelt die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wider.
Der ursprünglich für das Geschäftsjahr angepeilte Umsatz wurde dank einer steigenden Nachfrage nach den von der Gesellschaft produzierten Produkten leicht übertroffen. Das Rohergebnis lag mit 1,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge bezogen auf das Rohergebnis sank gegenüber dem Vorjahr bedingt durch höhere Personal- und Sachaufwendungen von 6,7 Prozent im Vorjahr auf 2,5 Prozent. Nach Berücksichtigung des höheren negativen Finanzergebnisses und des Ertrags aus der Anpassung der latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr ein leicht positives Jahresergebnis erzielt. b) Vermögenslage Die nachfolgende Übersicht zeigt die gegenüber dem Vorjahr eingetretenen Veränderungen im Vermögensaufbau, die unter Zusammenfassung gleichartiger Posten der jeweiligen Bilanz ermittelt wurde:
* davon T€ 28 Cash Pool (USD) Forderung
(Vorjahr T€ 85).
**davon T€ 6.286 Cash Pool (EUR)
Verbindlichkeit (Vorjahr T€ 2.334).
Die wesentlichen Änderungen in der Bilanz sind aktivseitig einerseits den ob des Wiederaufbaus nach dem Brandereignis wiederhergestellten Sachanlagen, erhöhten Vorräten und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zu begründen. Passivseitig erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich. Der Grund dafür liegt darin, dass sich die Tyrolit GmbH & Co. KG über den Cash Pool der Tyrolit Gruppe refinanziert. Die Eigenkapitalausstattung kann als gut bezeichnet werden. c) Finanzlage Ziel des Finanzmanagements ist die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität. Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling der Tyrolit - Gruppe teil; diese Position ist daher aus finanzwirtschaftlicher Sicht als liquide Mittel zu werten. Der Finanzmittelfonds, der sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie den Cash Pool Forderungen/Verbindlichkeiten zusammensetzt, ist zum Bilanzstichtag von einer Verbindlichkeit in Höhe von T€ 1.890 auf T€ 5.839 angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Auszahlungen für Investitionen in die Sachanlagen zurückzuführen. Die Geschäftsleitung stuft die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2023 als gut ein. III. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen. IV. Prognose, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht In unseren Planungen gehen wir davon aus, dass das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 nur leicht zulegen wird. Aufgrund der internationalen Ausrichtung vieler Abnehmer von Produkten der Tyrolit GmbH & Co. KG, ist neben einer stabilen Binnenwirtschaft und einem positiven Konsumverhalten insbesondere auch der Erfolg der globalen Automobilindustrie von entscheidender Bedeutung für den Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2024 wird bezogen auf das Berichtsjahr mit einem leichten Umsatzwachstum von 0,9 Prozent auf ca. T€ 14.800 gerechnet. Das EBIT soll bei ca. T€ 706 liegen. Daraus folgt eine erwartete EBIT-Marge in Höhe von 4,7 Prozent. 2. Risikobericht Im Rahmen des Risikomanagements strebt die Gesellschaft eine langfristige Sicherung der Geschäftsgrundlagen an. Das Risikomanagement ist die originäre Aufgabe der Geschäftsführung. Hierzu erfolgt regelmäßig eine Analyse der möglichen Risiken verbunden mit einer Risikogewichtung. An einer Verbesserung der Risikopositionen wird kontinuierlich gearbeitet, allerdings in dem klaren Bewusstsein, dass die Nutzung unternehmerischer Chancen auch bedeutet, die damit verbundenen Risiken in Kauf zu nehmen. Auch gehört hierzu, dass Risikomanagement effizient zu betreiben, Überorganisation zu vermeiden und die kurzfristige Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit sicherzustellen. Ziel des eingerichteten IKS (internen Kontrollsystems) ist es, mit den implementierten Methoden und Maßnahmen das Vermögen der Gesellschaft zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden. Nach Analyse der verschiedenen Funktionsbereiche der Gesellschaft werden die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Unvereinbare Tätigkeiten werden konsequent getrennt und es bestehen angemessene Kontrollspannen. Auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten wird strikt geachtet. Die wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der rechnungslegungsbezogenen aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen stellt die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher. Jedoch kann das installierte IKS keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der vorgegebenen Ziele geben. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Errichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aufgrund von simplen Fehlern oder Irrtümern in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Als Lieferant von hochwertigen Schleifwerkzeugen ist die künftige Entwicklung der Tyrolit GmbH & Co. KG in besonders hohem Maße von der weiteren konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und ob der internationalen Ausrichtung vieler Kunden auch indirekt vom weltweiten Wirtschaftswachstum abhängig. Sollte das aktuell hohe Zinsniveau oder beispielsweise durch diverse weltweite Brandherde entstehende Lieferkettenprobleme wider Erwarten zu stärkeren Beeinträchtigungen der Industrie führen, so würde sich dies in einem Rückgang der Nachfrage niederschlagen. Diesem Risiko wird durch ein umfangreiches Managementinformationssystem und der intensiven Analyse der Marktentwicklung Rechnung getragen, um so schnell geänderten Rahmenbedingungen entgegensteuern zu können. Die USD Long und die JPY Short Positionen werden jeweils im Zuge des monatlichen Intercompany Netting gekauft bzw. verkauft und somit innerhalb der Tyrolit Gruppe bestmöglich verwendet. Größere Risiken aus der Entwicklung der Rohstoffpreise werden aktuell nicht gesehen. Soweit sich die bezogene Ware preislich verteuert, sollen diese zusätzlichen Kosten an die Kunden weitergegeben werden. Mittel- und langfristig wird sich die zunehmende E-Mobilität und der daraus resultierende geringere Schleifmittelbedarf negativ auf die Nachfrage auswirken. Die Tyrolit Gruppe hat daher bereits entsprechende strategische Maßnahmen ergriffen, um diese Rückgänge durch Zuwächse in bisher noch wenig erschlossenen Branchen ausgleichen zu können. Die Tyrolit GmbH & Co. KG hat in Russland, der Ukraine und in Israel keine Aktivitäten. Des Weiteren sind bis dato in der Tyrolit Gruppe keine Lieferengpässe feststellbar, jedoch ist dies zukünftig nicht auszuschließen. Derzeit sind im Berichtszeitraum und für die Zukunft aufgrund der jederzeit durch den konzerninternen Cash Pool jederzeit vorhandenen Liquiditätsreserve sowie der aktuellen Geschäftsentwicklung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken erkennbar. 3. Chancenbericht Die Chancen der Tyrolit GmbH & Co. KG resultieren insbesondere auf der kontinuierlichen technologischen Weiterentwicklungen des Produktportfolios und deren weltweite Vermarktung über die Tyrolit Konzerngesellschaften. Zusätzlich sieht die Tyrolit Gruppe größere Chancen aus der Digitalisierung, welche sowohl die produktiven als auch administrativen Aktivitäten umfassen soll, um repetitive manuelle Tätigkeiten größtmöglich zu automatisieren.
Neuenrade, den 31. Mai 2024 Dr. Markus Weiss, Geschäftsführer Bernd Heinrich, Geschäftsführer Vorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Erleichterungen des § 327 HGB wurden in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Tyrolit GmbH & Co. KG, Neuenrade Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tyrolit GmbH & Co. KG, Neuenrade, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tyrolit GmbH & Co. KG, Neuenrade, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 31. Mai 2024 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Güntgen, Wirtschaftsprüfer Brandenburg, Wirtschaftsprüfer |
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