Getinge Hospital Solutions GmbHLiquidiert

Kehler Straße 31, 76437 Rastatt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 712508
Vorher
MAQUET Hospital Solutions GmbH
Eingetragen
9.8.2011
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Die Planung, Errichtung und Ausstattung, Um- und Ausbau von Bauwerken auf dem Gebiet des Gesundheitswesens im In- und Ausland und die Durchführung des Projektmanagements für diese Bauten und Einrichtungen, sowie der Verkauf von medizinisch-technischen Produkten und Dienstleistungen aller Art und der Handel mit den genannten Erzeugnissen, insbesondere unter der Marke "MAQUET", aber auch anderen Produktbezeichnungen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Getinge Hospital Solutions GmbH

Rastatt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

A. Grundlagen

1. Geschäftstätigkeit

Der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und der Vertrieb von modularen Räumen für Operationssäle, Intensiv- und Aufwachbereiche, die Zentralsterilisation sowie weitere funktionsspezifische Bereiche im Krankenhaus.

Am Standort in Rastatt werden diese Räume geplant, technisch geklärt und auf die Kundenwünsche angepasst. Des Weiteren werden für den Kunden das Projektmanagement sowie die komplette Abwicklung und Logistik für den Auftrag übernommen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Marktsituation und Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Allerdings ist der Markt für modulare Raumsysteme im Jahr 2019 zurückgegangen. Wir beobachten zudem einen Verdrängungswettbewerb auf den etablierten Märkten, wie im Nahen Osten.

Nach wie vor erfahren wir wenig Impulse aus den Regionen Osteuropa und Russland sowie Lateinamerika.

2. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Das Jahr 2019 war geprägt vom deutlichen Umsatzrückgang verglichen mit dem Geschäftsjahr 2018. Die entsprechend freien Kapazitäten wurden dazu genutzt, unsere Einkaufsaktivitäten zu stärken. Ein beachtenswerter Vorgang im Jahr 2019 war die einseitige Kündigung des Produktions- und Liefervertrages seitens unseres größten Lieferanten, verbunden mit einer kräftigen Erhöhung der Einkaufpreise. Als Reaktion wurden die bereits begonnenen Aktivitäten für eine globalere Beschaffung deutlich verstärkt.

3. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2019 belief sich der Umsatz der Getinge Hospital Solutions GmbH auf 15,4 Mio. EUR und lag damit um 11,4 Mio. EUR unter dem Vorjahresumsatz von 26,8 Mio. EUR.

Der im Vorjahr für 2019 prognostizierte Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich konnte nicht erreicht werden, u. a. weil einige Großprojekte aufgrund von Bauverzögerungen länger als geplant andauerten, und viele Projekte sich bezüglich der Ausführung komplett oder teilweise in das kommende Jahr verschoben haben. Des Weiteren hatten wir im Jahre 2018 einen Sondereffekt durch ein außergewöhnlich großes Projekt aus Osteuropa das sich in 2019 nicht wiederholt hat.

Der Auftragseingang hat sich von 17,0 Mio. EUR im Jahr 2018 auf 11,7 Mio. EUR im Berichtsjahr vermindert.

Am Geschäftsjahresende 2019 lag der Auftragsbestand mit 10,9 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 16,0 Mio. EUR.

Das Ergebnis nach Steuern hat sich 2019 gegenüber dem Vorjahr von -0,8 Mio. EUR auf -4,5 Mio. EUR verschlechtert. Das Ergebnis verringerte sich insbesondere aufgrund fehlender Umsätze und der damit verbundenen schlechteren Fixkostenabdeckung. Ein weiterer Effekt war die Abrechnung einiger Projekte mit einer unterdurchschnittlichen Marge Aufgrund der vorstehend beschriebenen Effekte konnte das im Vorjahr für 2019 prognostizierte ausgeglichene Ergebnis nach Steuern nicht erreicht werden.

4. Beschaffung

Die Beschaffung von Handelswaren erfolgte wie im Vorjahr im Wesentlichen über unseren Hauptlieferanten mit einem Anteil von 55,2 % (Vorjahr: 51,4%). Um Beschaffungsengpässe zu vermeiden, werden Verträge mit weiteren Lieferanten in unterschiedlichen Regionen abgeschlossen. Dadurch werden die Beschaffungsprozesse flexibler und die Prozesse optimiert. Ebenso soll dadurch auch eine Optimierung bei den Einkaufspreisen erreicht werden.

5. Investitionen

Die Investitionen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 59 (Vorjahr: 16 TEUR) und betrafen Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 16) und Software / Lizenzen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 0).

6. Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 52 (Vorjahr: 52).

Der gesamte Personalaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich auf 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR).

7. Umweltschutz und Qualitätsmanagement

Zur Umsetzung des Unternehmensziels Umweltschutz gibt es Arbeitsanweisungen zur Handhabung umweltgefährdender Materialien sowie zur Energieeinsparung, deren Einhaltung regelmäßig kontrolliert wird.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Überwachungs-Audit durch den TÜV-Rheinland durchgeführt. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit bis April 2021.

Die Gesellschaft ist nach ISO 9001:2015 und SCC ** 2011 zertifiziert.

8. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Steuerungsgrößen und Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Ergebnis nach Steuern.

9. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf 20,1 Mio. EUR und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. EUR erhöht.

Die wesentlichen Positionen beinhalten folgende Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr:

a) auf der Aktivseite

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Vorratsvermögen um 0,1 Mio. EUR nur geringfügig gestiegen. Die Unfertigen Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. EUR, da sich die Fertigstellung einiger Projekte in das folgende Geschäftsjahr verschoben hat.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vor allem aufgrund der Verringerung der im Rahmen der bestehenden Factoringvereinbarung veräußerten Forderungen um 0,2 Mio. EUR gestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich insgesamt um 0,5 Mio. EUR im Wesentlichen durch höhere Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag (4,5 Mio. EUR; Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) erhöht. Gegenläufig hierzu haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen um 1,4 Mio EUR auf 4,9 Mio EUR (Vorjahr: 6,3 Mio EUR) und die Cash-Pool-Forderungen um 1,8 Mio EUR auf 5,0 Mio EUR (Vorjahr: 6,8 Mio EUR) verringert.

b) auf der Passivseite

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um 0,7 Mio. EUR.

Die sonstigen Rückstellungen sanken um 0,7 Mio. EUR aufgrund geringerer Rückstellungen für bezogene Leistungen infolge der gesunkenen Umsatzerlöse sowie geringerer Personalrückstellungen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhten sich um 2,1 Mio. EUR im Wesentlichen durch Anzahlungen aus der Region Middle-East.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderten sich um 1,0 Mio. EUR. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber der Getinge Group Middle East FZ LLC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (TEUR 70; Vorjahr: TEUR 202), der Getinge Group Hong Kong Limited, Hong Kong (TEUR 53; Vorjahr: TEUR 258), sowie der Maquet GmbH, Rastatt, (TEUR 23; Vorjahr: TEUR 444).

Finanzlage

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pool der Getinge Gruppe teil. Dadurch stellt die Gesellschaft ihre liquiden Mittel den Konzerngesellschaften zur Verfügung bzw. entleiht kurzfristig liquide Mittel. Die Forderungen aus dem Cash-Pool haben sich im Geschäftsjahr um 1,8 Mio. EUR verringert und betrugen zum Bilanzstichtag 5,0 Mio. EUR.

Die Cash Earnings (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zuzüglich Abschreibungen zuzüglich Zunahmen/abzüglich Abnahme langfristiger Rückstellungen) waren aufgrund des negativen Jahresergebnisses von -4.453 TEUR (Vorjahr -773 TEUR) mit -3.824 TEUR (Vorjahr -20 TEUR) negativ. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit schloss mit einem Auszahlungsüberschuss in Höhe von -2.561 TEUR (Vorjahr: Einzahlungsüberschuss 1.976 TEUR) ab.

Das Vorjahresergebnis (Jahresfehlbetrag von 773 TEUR) wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der MAQUET GmbH, Rastatt, übernommen.

Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern lag bei -4,3 Mio. EUR (Vorjahr: -0,8 Mio. EUR).

Ursachen:

Der Gesamtumsatz fiel um 42,5% auf 15,4 Mio. EUR (Vorjahr: 26,8 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 0,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

Die Bestandsveränderung ist im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR gestiegen, die Materialaufwendungen lagen mit 12,6 Mio. EUR um 34,7% unter dem Vorjahresaufwand von 19,3 Mio. EUR. Die Materialquote (Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen zuzüglich der Bestandsveränderung) hat sich auf 72,3% erhöht (Vorjahr: 67,3 %).

Die Personalkosten verringerten sich um 3,9 % von 5,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,9 Mio. EUR in 2019. Der Rückgang ist vor allem auf die geringeren Rückstellungen für Geschäftsführungs- und Mitarbeiterboni zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 1,0 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf um 0,6 Mio. EUR verringerte bezogene Fremdleistungen (1,5 Mio. EUR; Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) zurückzuführen.

Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen verringerte sich im Berichtsjahr auf

-0,7 Mio. EUR (Vorjahr: -0,5 Mio. EUR). Dies resultiert hauptsächlich aus dem Anstieg der Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen um 0,1 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).

Der Jahresfehlbetrag 2019 vor Ergebnisabführung beläuft sich auf 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) und wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der MAQUET GmbH, Rastatt übernommen.

Der Geschäftsverlauf im Hinblick auf das operative Geschäft der Getinge Hospital Solutions GmbH wird von der Geschäftsführung aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren Aufwendungen insgesamt als nicht zufriedenstellend beurteilt.

C. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement-System der Getinge AB eingebunden.

Unter den Risiken der zukünftigen Entwicklung, die in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt sind, sind folgende besonders hervorzuheben:

1. Markt- und Konjunkturrisiken

Der für unseren Umsatz wichtige Markt in Middle East wird sich in absehbarer Zeit nicht deutlich erholen, da Kaufimpulse aus Saudi-Arabien fehlen und weitere Wettbewerber in den schrumpfenden Markt einsteigen. Das Preisniveau entwickelt sich dementsprechend nach unten. Nach wie vor gehen wir nicht von einer Erholung der Märkte in Lateinamerika und Russland aus.

Dem Trend zu einer niedrigeren Marge, werden wir mit einem stringenten Kostenmanagement und einem Abbau von Überstunden begegnen. Eine der großen Herausforderungen ist es weiterhin, dem Preisdruck im Bereich der Wandsysteme durch eine vermehrte Anzahl von Wettbewerbern zu begegnen. Hier werden wir viele Kapazitäten aufwenden und die Verarbeitung alternativer Wandmaterialien untersuchen, um dadurch ein breiteres Qualitäts- und Preisspektrum für unseren Kunden bieten zu können.

2. Währungsrisiken

Da nur rund 61% des Umsatzes in EUR fakturiert wurden, bestehen Umsatz- und Ertragsrisiken durch Kursveränderungen. Das Währungsrisiko wird zentral im Konzern gesichert, die Risiken gegenläufiger Wechselkursänderungen werden dadurch zu einem Großteil auf Konzernebene abgefangen.

3. Beschaffungsrisiken

Lieferantenengpässe könnten die termingerechte Belieferung der Kunden gefährden. In 2019 hat die Gesellschaft die Lieferprozesse mit den wichtigsten Lieferanten weiterhin optimiert um die Projekte gut mit den Produkten versorgen zu können.

Die Abhängigkeit von einzelnen großen Lieferanten soll sukzessive durch den Aufbau weiterer Lieferanten für die gesamte Produktpalette verringert werden.

4. Forderungsausfallrisiken

Da rund 98 % des Umsatzvolumens mit Unternehmen der Getinge-Gruppe erzielt wird, ist die Finanzierung der erwarteten Aufträge gesichert. Forderungsausfallrisiken sind damit von untergeordneter Bedeutung.

5. Risiken in Zusammenhang mit der Corona Pandemie

Seit Januar 2020 breitet sich weltweit das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 aus, durch das die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann und in Folge die sogenannte weltweite Corona Pandemie ausgelöst hat. Durch die von der Bundesregierung entschiedenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie Kontaktbeschränkung oder der Schließung von Betrieben kann es zu Engpässen in der Beschaffung von Materialien kommen.

Für den Absatz der Getinge Hospital Solutions GmbH sind die Auswirkungen durch die Corona Pandemie schwer abschätzbar, jedoch besteht das Risiko, dass aufgrund der Einschränkung von elektiven Engriffen in Krankenhäusern die Nachfrage nach modularen Räumen zurückgeht.

6. Zusammenfassung

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich mit Ausnahme der Corona Pandemie gegenüber dem Vorjahr keine wesentliche Veränderung in der Risikoeinschätzung ergeben hat. Trotz des erwarteten Nachfragerückgangs infolge der Corona Pandemie bestehen für die GETINGE Hospital Solutions GmbH insgesamt keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken, da die Finanzierung der Gesellschaft über die Einbindung in den Cash Pool der Getinge-Gruppe sichergestellt ist.

7. Chancen

Die Chancen der zukünftigen Entwicklung sind in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt.

Als Teil der Getinge-Gruppe ist die GETINGE Hospital Solutions GmbH international das einzige Unternehmen, das ein derart umfassendes und abgestimmtes Gesamtprogramm an Produkten in Operationssaal und Intensivpflege als Gesamtpaket anbieten kann.

Chancen werden im Bereich von Medizinischen Versorgungszentren sowie in dem Wachstum in den Märkten in Südostasien gesehen. Hier manifestiert sich der Trend zu günstigeren Gesamtlösungen ("Value Segment").

D. Ausblick

Für 2020 gehen wir auf Grund des weiterhin niedrigeren Auftragsbestandes und den Auswirkungen der Corona Pandemie von deutlich niedrigeren Umsätzen als in 2019 aus. Das Ergebnis nach Steuern wird infolge der erwarteten geringeren Umsätze wie in 2019 (trotz Gegenmaßnahmen) ebenfalls deutlich unter dem in 2019 erzielten Ergebnis nach Steuern liegen.

 

Rastatt, den 26. Juni 2020

Thomas Schneider, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.250,00 740,00
7.250,00 740,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 502,00 734,00
63.598,00 39.262,00
64.100,00 39.996,00
71.350,00 40.736,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 322.628,93 1.230.758,82
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.351.551,35 2.371.802,00
3. Waren 388.400,26 1.391.512,98
5.062.580,54 4.994.073,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 270.194,26 66.963,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.628.859,14 14.123.922,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 21.395,05 197.077,15
14.920.448,45 14.387.962,20
19.983.028,99 19.382.036,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.211,95 2.207,66
20.064.590,94 19.424.979,66

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 3.551.274,25 3.551.274,25
3.577.274,25 3.577.274,25
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.347.221,00 5.613.230,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.564.600,64 2.285.950,33
7.911.821,64 7.899.180,33
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.353.950,10 4.245.120,63
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.868.680,32 2.318.431,86
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 278.683,55 1.318.749,86
4. Sonstige Verbindlichkeiten 74.181,08 66.222,73
- davon aus Steuern: EUR 71.983,19 (Vorjahr: EUR 62.728,25)
8.575.495,05 7.948.525,08
20.064.590,94 19.424.979,66

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019
EUR
2018
EUR
1. Umsatzerlöse 15.427.714,47 26.815.579,21
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.979.749,35 1.863.435,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 106.587,76 103.731,08
- davon Erträge aus Währungsumrechnung: EUR 71.749,65 (Vorjahr: EUR 72.162,64)
17.514.051,58 28.782.745,30
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -10.815.864,05 -16.180.761,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.769.755,75 -3.114.788,69
-12.585.619,80 -19.295.550,25
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.041.349,18 -4.150.413,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -822.074,40 -912.513,68
- davon für Altersversorgung: EUR -127.373,63 (Vorjahr: EUR -257.728,43)
-4.863.423,58 -5.062.926,89
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -28.659,82 -42.068,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.643.164,40 -4.612.938,19
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR -3.793,53 (Vorjahr: EUR -192.598,83)
-21.120.867,60 -29.013.483,97
-3.606.816,02 -230.738,67
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.463,37 121.996,04
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 27.164,49 (Vorjahr: EUR 79.708,25)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -688.034,09 -657.996,81
- davon an verbundene Unternehmen: EUR -7,09 (Vorjahr: EUR -16,75)
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung: EUR -688.027,00 (Vorjahr: EUR -601.217,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.935,55 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -4.271.322,29 -766.739,44
12. Sonstige Steuern -181.594,39 -6.321,15
13. Erträge aus Verlustübernahme 4.452.916,68 773.060,59
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

I. VORBEMERKUNG

Die GETINGE Hospital Solutions GmbH, mit Sitz in Rastatt, ist unter HRB 712508 im Handelsregister Mannheim eingetragen.

II. ALLGEMEINE ANGABEN

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die GETINGE Hospital Solutions GmbH, Rastatt, ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gemäß § 252 Abs. 1 Satz 6 HGB beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Entsprechend der HGB-Regelungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die folgenden Angaben als sogenannte davon-Vermerke ausgewiesen:

Erträge aus der Währungsumrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge"

Aufwendungen für Altersversorgung unter dem Posten "Personalaufwand"

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen"

Zinserträge aus verbundenen Unternehmen unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge"

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen"

Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen"

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr maßgebend.

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über fünf Jahre abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

(2) Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird über einen Zeitraum zwischen drei und dreizehn Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Zugänge werden linear ab dem Monat der Betriebsbereitschaft abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind, wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt.

Von der degressiven Abschreibung wird auf die lineare übergegangen, sobald sich durch die lineare Abschreibung höhere Abschreibungsbeträge ergeben. Die steuerliche Abschreibung erfolgt analog. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bis zu einem Wert von 250 EUR werden mit der Anschaffung bzw. Herstellung in den Aufwand gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG, deren Wert über 250 EUR liegt, jedoch 1.000 EUR nicht übersteigt, werden im Anlagenspiegel als Sammelposten dargestellt und über fünf Jahre abgeschrieben.

(3) Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Soweit in Einzelfällen niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorlagen, wurden diese angesetzt. Unfertige Erzeugnisse sind zu den Herstellungskosten bewertet, die die Einzelkosten für Material und Lohn, die anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung verursachten Werteverzehr des Anlagevermögens umfassen. Für die erkennbaren Bestandsrisiken einschließlich niedrigerer Verkaufspreise wurden entsprechende Abschläge berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

(5) Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

(6) Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

(7) Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt.

(8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2019 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 2,71 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,25 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,0 % p.a. unterstellt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes bei Pensionsrückstellungen werden im Finanzergebnis gezeigt.

(9) Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Weiterhin wurde die IDW-Stellungnahme (IDW RS HFA3: Stand 19.06.2013) berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,58 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % unterstellt. Etwaige Zuschüsse bei Ersatzleistungen wurden angerechnet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungs-mathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Der Zinssatz beträgt 1,97 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,0 % p.a. unterstellt.

(10) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennwert in der Bilanz ausgewiesen.

(11) Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

(12) Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag oder zu den vom Getinge-Konzern fixierten Umrechnungskursen umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde - sofern Umrechnungskurse nicht vom Getinge-Konzern fixiert wurden - das Imparitätsprinzip des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB beachtet.

(13) Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin Getinge Holding B.V. & Co. KG, Rastatt, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die latenten Steuern auf temporäre Differenzen der Gesellschaft im Abschluss der Getinge Holding B.V. & Co. KG, Rastatt, erfasst.

IV. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

(2) Das Vorratsvermögen beläuft sich auf TEUR 5.063 (Vorjahr: TEUR 4.994).

(3) Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

(4) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 67). Es handelt sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber Kunden im Ausland. Die Gesellschaft hat insgesamt Forderungen in Höhe von TEUR 1.370 TEUR (Vorjahr: TEUR 1.725) im Rahmen einer einzelnen Factoringvereinbarung veräußert. Mit dem Factoring Vertrag werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert.

(5) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 14.629 (Vorjahr: TEUR 14.124) und umfassen mit TEUR 4.922 (Vorjahr: TEUR 6.312) solche aus Lieferungen und Leistungen hauptsächlich gegenüber der Getinge Group Middle East FZ-LLC, Dubai (TEUR 1.346; Vorjahr: TEUR 4.694), der Getinge South East Asia Pte Ltd, Singapur (TEUR 962; Vorjahr: TEUR 332), der Getinge Belgium NV, Erpe-Mere (TEUR 908; Vorjahr: TEUR 79), der Maquet Tibbi Sistemler San ve Tic.A.S., Istanbul (TEUR 396; Vorjahr: TEUR 60). Sie enthalten darüber hinaus Cash-Pool-Forderungen gegenüber der Getinge Treasury AB, Göteborg, Schweden, in Höhe von TEUR 4.952 (Vorjahr: TEUR 6.800), Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der MAQUET GmbH, Rastatt, in Höhe von TEUR 4.453 (Vorjahr: TEUR 773), sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 240). Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin MAQUET GmbH in Höhe von TEUR 4.663 (Vorjahr: TEUR 775).

(6) Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 21; Vorjahr: TEUR 197) beinhalten im Wesentlichen Forderungen an Mitarbeiter aus negativem Zeitguthaben TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 6) und Forderungen aus ausländischen Umsatzsteuern in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 188).

(7) Eigenkapital

Das Stammkapital der GETINGE Hospital Solutions GmbH, Rastatt beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26. Es wird von der alleinigen Gesellschafterin MAQUET GmbH, Rastatt, gehalten.

Der Jahresfehlbetrag (TEUR 4.453) wird gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag von der MAQUET GmbH, Rastatt, ausgeglichen und ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

(8) Die Rückstellungen für Pensionen belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 6.347 (Vorjahr: TEUR 5.613).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 877 TEUR und unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen wurde im Gesetz nicht geregelt. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat im Schreiben vom 23. Dezember 2016 bestätigt, dass eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre auf die Gewinnabführung nicht in Betracht kommt, sodass Gewinne, die auf der Anwendung des § 253 HGB beruhen, vollständig an den Organträger abgeführt werden können.

(9) Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.565 (Vorjahr: TEUR 2.286) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und bezogene Leistungen (TEUR 1.082; Vorjahr: TEUR 1.533), für Jahresvergütung und ERA-Bonus (TEUR 184; Vorjahr: TEUR 353), für Urlaubsanspruch und Zeitguthaben der Mitarbeiter (TEUR 163; Vorjahr: TEUR 180) sowie Altersteilzeit (TEUR 11; Vorjahr: TEUR 147).

(10) Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ist in folgendem Spiegel dargestellt:

Verbindlichkeitenspiegel
in TEUR
mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag 31.12.2019 < 1 Jahr >1 Jahr davon < 5 Jahre davon >5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.354 6.354 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.869 1.869 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 279 279 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 74 74 0 0
Total 8.576 8.576 0 0
Verbindlichkeitenspiegel mit einer Restlaufzeit von
in TEUR Gesamtbetrag 31.12.2018 < 1 Jahr >1 Jahr davon < 5 Jahre davon >5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.245 4.245 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.319 2.319 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.319 1.319 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 66 66 0 0
Total 7.949 7.949 0 0

(11) Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen belaufen sich auf TEUR 6.354 (Vorjahr: TEUR 4.245).

(12) Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 1.869 (Vorjahr: TEUR 2.318).

(13) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 1.319). Sie betreffen im Wesentlichen solche aus Lieferungen und Leistungen hauptsächlich gegenüber der Getinge Infection Control AB, Getinge, (TEUR 86; Vorjahr TEUR 48), der Getinge Group Middle East FZ LLC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (TEUR 70; Vorjahr: TEUR 202), der Getinge Group Hong Kong Limited, Hong Kong (TEUR 53; Vorjahr: TEUR 258), sowie der Maquet GmbH, Rastatt, (TEUR 23; Vorjahr: TEUR 444). Die Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen enthalten solche gegen die Gesellschafterin MAQUET GmbH in Höhe von 23 TEUR (Vorjahr: 446 TEUR).

(14) Die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 66) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus noch abzuführender Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 72; Vorjahr: TEUR 63).

(15) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2019
TEUR
2018
TEUR
Inland 1.099 3.361
Ausland
Europa 6.577 7.286
Mittlerer Osten 4.506 11.154
Asien/Pazifik 2.202 2.960
Afrika 481 1.268
Nordamerika 279 590
Südamerika 111 15
Sonstige Umsätze 173 182
Gesamt 15.428 26.816

Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen mit 173 TEUR (Vorjahr: 182 TEUR) im Wesentlichen solche aus Verrechnungen von Dienstleistungen an Konzerngesellschaften im Rahmen von Projekten.

((14) Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 107, Vorjahr: TEUR 104) werden unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 21; Vorjahr: TEUR 20), Erträge aus privater Kfz-Nutzung (TEUR 12; Vorjahr: 2), Wechselkursgewinne (TEUR 72; Vorjahr: TEUR 72) und Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 1; Vorjahr: TEUR 7) ausgewiesen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie aus ausgebuchten Forderungen sind periodenfremd.

(15) Der Materialaufwand ist aufgrund des geringeren Umsatzes um TEUR 6.710 auf TEUR 12.586 (Vorjahr: TEUR 19.296) gesunken.

(16) Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 5.063) um TEUR 200 auf TEUR 4.863 verringert.

(17) Die Abschreibungen sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt.

(18) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2019
TEUR
2018
TEUR
Fremdleistungen 1.546 2.121
Reisekosten 423 498
Frachten 255 314
IT Equipment Miete und Dienstleistungen 254 198
Mieten, Pachten, Leasing 163 156
Wartung, Instandhaltung 88 83
Leih-/Zeitarbeit 75 108
Rechts- und Beratungskosten 68 149
Aufwendungen aus Konzernumlage 64 196
Wechselkursdifferenzen 4 193
Sonstige 703 597
Summe 3.643 4.613

(19) Die Zinsen und ähnlichen Erträge umfassen mit TEUR 27 die Verzinsung der Ergebnisübernahme des handelsrechtlichen Verlusts des Geschäftsjahres 2018 (Vorjahr: TEUR 80) sowie die Verzinsung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 42).

(20) Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen umfassen im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (TEUR 688; Vorjahr: TEUR 601).

(21) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen Quellensteueraufwendungen aus Konzernverrechnungen.

(22) Die sonstigen Steuern umfassen hauptsächlich solche aus nicht abziehbaren Vorsteuern auf Auslandsrechnungen (TEUR 182; Vorjahr: TEUR 6).

(23) Die Erträge aus Verlustübernahme betreffen die Übernahme des Jahresfehlbetrages (TEUR 4.453; Vorjahr: TEUR 773) durch die MAQUET GmbH, Rastatt, infolge des mit der Gesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrages.

V. SONSTIGE ANGABEN

(1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Leasingverträgen für Fahrzeuge, Diensträder sowie einen Drucker für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2023 belaufen sich auf:

Jahr TEUR
2020 81
2021 42
2022 16
2023 1
140

Die Leasingverträge wurden vor dem Hintergrund der Optimierung der Kapitalbindung und dem flexibleren Austausch der Leasinggegenstände gegenüber Anlagengegenständen geschlossen. Die Leasingverträge enthalten keine Verpflichtungen zur Übernahme der Leasinggegenstände nach Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Fahrzeuge und Hardwaregeräte nicht mehr vollständig genutzt werden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mieten, Betriebsnebenkosten und Dienstleistungen belaufen sich auf TEUR 438. Diese bestehen mit 266 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen und mit 172 TEUR gegenüber einem externen Speditionsunternehmen und beziehen sich entsprechend der vereinbarten Kündigungsfrist auf den Zeittraum von einem Jahr.

Über die oben aufgeführten Verpflichtungen hat die Gesellschaft keine signifikanten außerbilanziellen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB.

(2) Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr wurden folgende Honorare des Abschlussprüfers der Pricewaterhouse-Coopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Aufwand erfasst:

Abschlussprüfung: TEUR 15

(3) Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der GETINGE Hospital Solutions GmbH, Rastatt, erfolgte bis zum 29.04.2020 durch den Geschäftsführer Dr. Björn M. Werner, Kaufmann, Dreieich, ab 29.04.2020 durch Herrn Thomas Schneider, Kaufmann, Rastatt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2019 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

(4) Zahl der Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2019
Gewerbliche Arbeitnehmer 10
Angestellte 42
Gesamt 52

(5) Ergebnisabführung

Zwischen der MAQUET GmbH, Rastatt und der GETINGE Hospital Solutions GmbH, Rastatt, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

In 2019 wurde ein Verlust in Höhe von TEUR 4.453 TEUR (Vorjahr: 773 TEUR) übertragen.

(6) Konzernverhältnisse Die GETINGE Hospital Solutions GmbH, Rastatt, ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der MAQUET GmbH, Rastatt.Der Jahresabschluss der GETINGE Hospital Solutions GmbH, Rastatt, wird in den Konzernabschluss der Getinge AB, Göteborg, Schweden einbezogen. Die Getinge AB, Göteborg, Schweden, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist im schwedischen Register unter Bolagsverket, 85181 Sundsvall, auf dessen Website www.bolagsverket.se einsehbar. Darüber hinaus wird der übersetzte Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger unter der Getinge Holding B.V. & Co. KG, Rastatt, veröffentlicht.

(7) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Seit Januar 2020 breitet sich weltweit das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 aus, durch das die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann und in Folge die sogenannte weltweite sogenannte Corona Pandemie ausgelöst hat. Es handelt sich insoweit um ein wertbegründendes Ereignis im Geschäftsjahr 2020. Produkte der Getinge Hospital Solutions GmbH werden vor allem im OP-Umfeld eingesetzt und es wird daher mit einer negativen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gerechnet, bedingt durch die Reduktion der elektiven Eingriffe in Krankenhäusern.

Im Juni 2020 wurde entschieden das globale Variop-Geschäftsmodell in ein anderes Set-Up zu überführen, um näher an unseren Endkunden und wettbewerbsfähiger zu sein. Dazu wird ein zentrales Einkaufszentrum in Indien für die weltweite Beschaffung eingerichtet und die Planungs-, Projekt- und Vertriebsaktivitäten sollen in die Vertriebsgesellschaften integriert werden. Die Gesellschaft wird nach Abschluss aller bestehenden Projekte ihre Geschäftstätigkeit wahrscheinlich in 2021 einstellen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Rastatt, den 26. Juni 2020

Thomas Schneider, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2019

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
in EUR
01. Jan 19 Zugänge Abgänge 31. Dez 19
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 340.788,50 7.500,00 0,00 348.288,50
340.788,50 7.500,00 0,00 348.288,50
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und
Maschinen 12.146,81 0,00 0,00 12.146,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 393.603,01 51.773,82 26.580,24 418.796,59
405.749,82 51.773,82 26.580,24 430.943,40
Summe Anlagevermögen 746.538,32 59.273,82 26.580,24 779.231,90
Kumulierte Abschreibungen
in EUR
01. Jan 19 Zugänge Abgänge 31. Dez 19
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 340.048,50 990,00 0,00 341.038,50
340.048,50 990,00 0,00 341.038,50
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und
Maschinen 11.412,81 232,00 0,00 11.644,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 354.341,01 27.437,82 26.580,24 355.198,59
365.753,82 27.669,82 26.580,24 366.843,40
Summe Anlagevermögen 705.802,32 28.659,82 26.580,24 707.881,90
Restbuchwerte
in EUR
31. Dez 19 31. Dez 18
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.250,00 740,00
7.250,00 740,00
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und
Maschinen 502,00 734,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.598,00 39.262,00
64.100,00 39.996,00
Summe Anlagevermögen 71.350,00 40.736,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Getinge Hospital Solutions GmbH, Rastatt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Getinge Hospital Solutions GmbH, Rastatt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Getinge Hospital Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 26. Juni 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer

ppa. Kerstin Riewe, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde am 27.08.2020 festgestellt.

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