GWTS Bau GmbH
Selbe AdresseGarten- und Landschaftsbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Ludwig seit 1.9.2025 | Prokura |
Lino Alexander Nilsson seit 20.5.2020 | Geschäftsführer |
Leif Göran Nilsson seit 7.6.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% | |
Leona Beverly Nilsson | 33.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 50.00% | |
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Coffema International GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Coffema ist Anbieter für professionelle Kaffeemaschinen, Espressomaschinen und Vending Automaten für die professionelle Außer-Haus-Verpflegung. Zielgruppe sind alle gewerblich geprägten Kunden, die Bedien- und/oder Selbstbedienungskonzepte anbieten. Darüber hinaus betreibt Coffema eine der größten neutralen Serviceorganisationen für Kaffeemaschinen- und Vendingmaschinentechnik in Deutschland. Die Spezialisierung reicht über alle Maschinentechnologien hinweg. Die Coffema bietet Einzel- und Systemkunden umfangreiche Servicekonzepte aus einer Hand, zentral gesteuert. In Kombination hierzu bietet Coffema maßgeschneiderte Finanzierungen in Form von Mietangeboten und Pay per Cup Konzepten an, die über eigene Finance Tochtergesellschaften in den Landesgesellschaften abgewickelt werden. Forschung und Entwicklung wird nicht betrieben. Das Unternehmen führt sein Geschäft auch in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Polen, Schweiz, Dänemark und den Vereinigten Arabischen Emiraten aus. Zweigniederlassungen bestehen nicht. 2. Ziele und Strategien Als führender Anbieter der Branche mit einem starken direkten und indirekten Vertrieb und jeweils national professionell aufgestellten Serviceteams hat Coffema eine ideale Positionierung in seinen Märkten. Für Großkunden im Bereich Service und Full Operating gibt es wenig Alternativen zu Coffema. Wachstumspotential über Neukunden bietet sich trotz des starken Wettbewerbsumfelds im Vertrieb und Service ständig. Für Coffema gilt das Ziel, ihre Positionierung weiter abzusichern und Marktanteile auszubauen. Dies auch unter der Einbeziehung der eigenen Finanzierungsgesellschaft, der Coffema Vermietungs GmbH mit ihren Töchtern in den jeweiligen Landesgesellschaften. B. Wirtschaftsbericht 1. Allgemeines Das im Vorjahr geplante Vorsteuerergebnis von EUR 1,3 Mio. wurde mit EUR 1,6 Mio. übertroffen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf rd. EUR 30 Mio., womit der Planumsatz von EUR 29 Mio. übertroffen wurde. Der in 2022 eingeführte 2-Lieferantenstrategie auf Exklusivbasis mit den Kaffeemaschinenherstellern Carimali und Eversys und die damit einhergehende Sortimentsoptimierung hat nachhaltig Wachstumsimpulse gesetzt und konnte zur Umsatzentwicklung maßgeblich beitragen. Im Zuge der Übernahme des Eversys Geschäfts in Deutschland wurde auch das bestehende Händlergeschäft übernommen, so dass sich hier für Coffema eine neue Zielgruppe erschlossen hat, die bei Coffema zur Umstellung zu einem hybriden Vertriebskonzept geführt hat. Mit den Händlern ergeben sich Synergien sowohl im Vertriebsgeschäft als auch im Servicebereich. Insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels können hier positive Effekte erzielt werden. Eversys besetzt im Coffema Portfolio das High End Segment. Carimali Maschinen positionieren sich preislich und leistungsbezogen unter Eversys und bedienen somit das Value for Money Segment. Hier befindet sich im deutschen Markt der größte Wettbewerb. Eversys hingegen bedient ein Segment, in dem wir auf wenig Wettbewerb stoßen. Alle Tochtergesellschaften konnten wie im Vorjahr, mit Ausnahme der Tochter in Polen, positiv zum Gruppenergebnis beitragen. Für Coffema Polen wurden aber umfassende Maßnahmen zur Kostenreduzierung ergriffen, die dazu geführt haben, dass das Jahresergebnis gegenüber 2022 verbessert werden konnte mit weiter positiven Tendenzen für 2024. 2. Entwicklung der Branche und des gesamtwirtschaftlichen Umfelds Im Jahr 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Deutsche Wirtschaft bewegt sich seit fast 4 Jahren in einem nahezu andauernden Krisenmodus. Auf die Corona Krise folgte der russische Angriff auf die Ukraine. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Hinzu kommen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen. Speziell das für Coffema relevante Gast- und Beherbergungsgewerbe in Deutschland konnte sich in 2023 gegenüber 2022 leicht erholen. Das Gastgewerbe hat real 1,1 % und nominal 8,5 % mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Zu beachten ist, dass im Vergleich zum Vor Corona Jahr 2019 der reale Gastgewerbeumsatz in 2023 immer noch 11,3 % niedriger lag. Kaffee ist seit vielen Jahren das Lieblingsgetränk in Deutschland und ist es auch im Jahr 2023 geblieben. Es wurde mehr Kaffee gekauft als je zuvor. Mit 479.700 Tonnen lag der Absatz von Röstkaffee auf einem Rekordhoch. Kaffee ist krisenfest. Es gibt aber eine signifikante Verschiebung der Orte des Kaffeekonsums und des Kaffeesegments. Zum einen gibt es einen klaren Trend zum Außer-Haus Konsum, im Gegensatz zum Konsum zu Hause, zum anderen ist der Anteil "Ganze Bohne" am gesamten Kaffeekonsum um 8 % auf 44 % gestiegen. Beide Entwicklungen sind für Coffema als Außer-Haus Anbieter und Anbieter von Maschinentechnik für die "Ganze Bohne" positiv zu bewerten. 3. Geschäftsverlauf und Lage Im Jahre 2023 legte der Deckungsbeitrag - aus den Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen nach Abzug des Materialaufwands - um TEUR 820 bzw. 4,7 % auf TEUR 18.088 zu. Der relative Anteil an den Umsatzerlösen beträgt 60,2 % (Vorjahr: 63,4 %) und liegt unter dem Vorjahresniveau. Grund hierfür waren die Preissteigerungen im Wareneinkauf, die nicht oder nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden konnten und die Umstellung auf den neuen Lieferanten Eversys. Coffema erzielt jedoch bei hochpreisigen Eversys Produkten hohe absolute Deckungsbeiträge bei nahezu gleicher investierter Zeit in seine vertrieblichen Aktivitäten pro Gerät. Der Deckungsbeitrag ist der bedeutsamste, finanzielle Leistungsindikator für das Jahr 2023. Die Geschäftsführung nutzt diesen Leistungsindikator neben der Kalkulation der Umsatzrendite zur internen Steuerung des Unternehmens. Positiv zu erwähnen, ist die weiter hohe Zahlungsmoral und die geringe Ausfallquote bei fälligen Forderungen in 2023. Die Anzahl von Forderungsausfällen ist rückläufig gegenüber 2022. Gesamtaussage: Unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Ukraine Krieges, der Lieferengpässe, der Preiserhöhungen und des Fachkräftemangels in Kombination mit einem erhöhten Zinsniveau zur Refinanzierung unserer Finanzierungsgesellschaften verlief das Geschäftsjahr zufriedenstellend. C. Ertragslage 1. Allgemeines Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,9 Mio. bzw. 10 % auf EUR 30,1 Mio. (Vorjahr: EUR 27,2 Mio.) gestiegen. Umsatztreiber waren die Vertriebs- und Serviceerlöse in gleichem Maße. Das ordentliche Betriebsergebnis (EBIT) lag in 2023 bei EUR 1,3 Mio. und somit leicht über dem Vorjahr mit EUR 1,2 Mio. Dies führte zu einer Umsatzrendite im operativen Ergebnis von 4,4 % (Vorjahr: 4,4 %). Insgesamt wurde ein Ergebnis vor Steuern von EUR 1,6 Mio. (+2,3 % zum Vorjahr) erzielt. 2. Geschäftsbereich Vertrieb Im Geschäftsbereich Vertrieb ist der Umsatz in 2023 im Kerngeschäft von EUR 9 Mio. auf EUR 11,5 Mio. gestiegen (nicht berücksichtigt ist der Unternehmensbereich Chambrair). Die eigene Finanzierungsgesellschaft, die Coffema Vermietungs GmbH, hat sich in 2023 weiter zum erfolgreichen Motor des Vertriebsgeschäfts entwickelt. Insbesondere konnten wir über die Finanzierungsinstrumente der Coffema Vermietungs GmbH Investitionszurückhaltung in unsere Kundschaft auflösen und mit attraktiven Angeboten zum Kaufabschluss überzeugen. Die Coffema Vermietungs GmbH zu den bestehenden Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Dänemark und Polen eine weitere Tochter in der Schweiz gegründet, um das erfolgreiche Finanzierungsgeschäft auch in den Coffema-Auslandsgesellschaften weiter zu forcieren. Durch die aktuelle Marktsegmentierung der Kaffeeröster, mit einer starken Entwicklung hin zu kleinen, aber sehr spezialisierten Röstern mit hohen Kaffeequalitäten, ist die Finanzierungskraft dieser für Kaffeemaschinen gering. Die Coffema Vermietungs GmbH schließt diese Lücke ideal und bietet sich somit als hochattraktiver Partner in der Branche an. Auch die verbesserte Kundenbindung und die erhöhte Abschlussrate von Folgegeschäft sprechen für das Angebot der Coffema Vermietungs GmbH. In Kombination zum Mietangebot wurde zusätzlich ein Pay per Cup Konzept eingeführt, welches auch die Belieferung von Kaffee (Anbieterneutral) enthält. Grundsätzlich lässt sich für 2023 festhalten, dass das verbesserte Vertriebsergebnis (nach Bereinigung) auf Basis einer in den letzten Jahren verstärkten Ausrichtung auf das Key Account Geschäft entstanden ist und auf die Erweiterung des Portfolios an High End Table Top Geräten und Automaten zur Selbstbedienung. 3. Geschäftsbereich Service Mit 24.900 aktiven Kunden betreut der Coffema Service einen der größten Maschinenparks in Deutschland. Die Spezialisierung reicht über verschiedenste Maschinentechnologien (Kaffeemaschinen, Vendinggeräte, Wasserspender) hinweg. Der Coffema Service bietet Einzel- und Systemkunden umfangreiche Servicekonzepte aus einer Hand, zentral gesteuert. Die Serviceangebote werden zunehmend kombiniert mit Telemetrieanwendungen, die die Maschinen in die Lage versetzen, bidirektional Daten zu senden und zu empfangen. Genutzt werden diese Daten zu Reporting- und Servicezwecken. Coffema bietet damit einen entscheidenden Mehrwert für seine Kunden und ist damit Vorreiter in der Branche. Telemetrieanwendungen haben oberste Priorität für Coffema. Wir investieren ständig in Weiterentwicklungen, um unseren Kunden modernste Lösungen anzubieten. Dies auch vor dem Hintergrund einer verbesserten Quote der technischen Problemlösung via Telemetrie oder Telefon. Eine höhere Quote in diesem Bereich entlastet den Aussendienst und führt zu höheren Margen der bestehenden Wartungsverträge. Im Gesamtjahr 2023 konnte der Umsatz im Servicebereich mit EUR 17,3 Mio. um EUR 1,5 Mio. (+ 10 %) gesteigert werden. Auch im Geschäftsbereich Service hat die Coffema Vermietungs GmbH dazu beigetragen, den Serviceumsatz zu steigern. Jede Maschine, die vermietet wird, ist auch immer mit einem Wartungsvertrag gekoppelt. 4. Geschäftsbereich Vermietung Immobilien und übrige Umsätze Die Vermietung der eigenen Immobilien führte in 2023 zu einem Umsatz von EUR 0,5 Mio., welcher sich nahezu auf Vorjahresniveau (EUR 0,6 Mio.) bewegt. Der sukzessive Verkauf der einzelnen Wohnungen in Dubai hat zu einem Umsatzrückgang geführt. Die Umsätze der übrigen Geschäftsbereiche des Vertriebs betrugen EUR 1,0 Mio. und verzeichneten einen Rückgang von EUR 0,2 Mio. im Vergleich zur Vorperiode. Die Bereiche Chambrair (EUR 0,4 Mio.; Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) und Vermietung Maschinen (EUR 0,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) lagen unter dem Vorjahr. 5. Auftragslage, wesentliche Aufwendungen und Erträge Die Auftragslage führte im Geschäftsjahr 2023 zu einer hohen Auslastung unserer Serviceorganisation. Der Anstieg der Personalkosten lehnte sich an die positive Umsatzentwicklung an. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund des weiter gestiegenen Lohn- und Gehaltsniveaus gegenüber dem Vorjahr um 6 % auf EUR 11,5 Mio. Die Abschreibungen betrugen wie im Vorjahr EUR 0,4 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit knapp EUR 4,9 Mio. über dem Vorjahreswert (EUR 4,8 Mio.). Für den Anstieg der Aufwendungen waren zum Vorjahreszeitraum erhöhte Raumkosten verantwortlich. Zusätzlich zu den laufenden Aufwendungen entstand aus dem Verkauf der Wohnungen in Dubai ein Verlust in Höhe von EUR 0,2 Mio. Insgesamt lagen die Betriebsaufwendungen mit EUR 16,8 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 16,1 Mio., was einer Steigerung von 4 % entsprach. Die Beteiligungserträge lagen mit EUR 0,8 Mio. über dem Vorjahresniveau von EUR 0,7 Mio. und spiegeln die ebenfalls positive Entwicklung der Tochterunternehmen wider. Demgegenüber stehen wie im Vorjahr Abschreibungen im Verbundbereich in Höhe von EUR 0,3 Mio. Der Zinsaufwand stieg um EUR 0,1 Mio. auf EUR 0,2 Mio. und ist dem allgemein steigendem Zinsniveau geschuldet. Insgesamt lag das Finanzergebnis mit EUR 0,2 Mio. rund 30 % unter dem Niveau des Vorjahres. D. Finanzlage 1. Allgemein Die bilanzielle und finanzielle Basis des Jahres 2023 ist gut. Die Eigenkapitalquote 2023 beträgt 39 % (Vorjahr: 36 %) bei einer im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,4 Mio. gesunkenen Bilanzsumme von EUR 19,6 Mio. 2. Investitionen Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.224. Hauptsächlich wurde in Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 148) und in das Finanzanlagevermögen (TEUR 986) investiert. Davon wurde eine bestehende Beteiligung um TEUR 300 erhöht. Bei den übrigen Investitionen handelte es sich im Wesentlichen um ausgereichte Darlehen im Verbundbereich. 3. Fremdfinanzierung Die eigene Immobile ist langfristig über eine Hausbank finanziert. Im Vorjahresvergleich haben die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 1,7 Mio. auf EUR 8,5 Mio. abgenommen. Die langfristigen Zinskonditionen liegen im Wesentlichen bei Zinssätzen von durchschnittlich 4,5 %. Kurzfristige Zinskonditionen liegen auf Euribor 3 Monats Basis. Die zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung gestellte Kreditlinie ist zum Stichtag zu 66 % (Vorjahr: 57 %) in Anspruch genommen. 4. Liquidität Die Zahlungsfähigkeit der Coffema war unterjährig jederzeit gegeben. Zum Bilanzstichtag verfügte die Coffema über frei verfügbare liquide Mittel von EUR 0,6 Mio. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (EUR 0,9 Mio.) und der Cashflow aus Investitionstätigkeit (EUR 1,1 Mio.) waren jeweils positiv. Zusammen mit dem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 2,7 Mio. hat sich die freie Liquidität im Stichtagsvergleich um EUR 0,7 Mio. verringert. Im Hinblick auf die Liquiditätslage ist festzuhalten, dass sich in 2023 die Betriebsmittelguthaben (kurzfristige Forderungen + liquide Mittel ./. kurzfristige Verbindlichkeiten (ohne kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; Liquidität 2. Grades) von ca. EUR 2,7 Mio. auf ca. EUR 2,1 Mio. abgenommen haben. Diese Schwankung befindet sich im üblichen Rahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind somit zu 100 % durch die kurzfristig liquidierbaren Mittel gedeckt. Die Liquiditätslage ist gut. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. E. Vermögenslage und Kapitalstruktur Mit EUR 19,6 Mio. ist die Bilanzsumme um EUR 1,4 Mio. bzw. rund 7 % zum Vorjahresstichtag gesunken. Das Anlagevermögen nahm per Saldo von EUR -1,9 Mio. auf EUR 8,7 Mio. ab. Den überwiegenden Zugängen im Finanzanlagevermögen standen Abgänge im Sachanlagevermögen, insbesondere durch den Verkauf von Immobilien, gegenüber. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um 26 % auf EUR 3,4 Mio. Das Umlaufvermögen von EUR 10,8 Mio. (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.) hat sich in der Zusammensetzung zum Vorjahr verändert. Im Vorjahresvergleich erhöhten sich die Vorräte um EUR 0,7 Mio. auf EUR 6,1 Mio. Grund hierfür war die gute Auftragslage zum Ende des Jahres. Die Vorratsintensität erhöhte sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 32 % (Vorjahr: 26 %). Der Bestand an liquiden Mitteln verringerte sich im Vorjahresvergleich von EUR 1,3 Mio. auf EUR 0,6 Mio. Risiken im Umlaufvermögen wurden unterjährig verfolgt und mit angemessenen Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als größter Posten der Passivseite reduzierten sich durch die Rückführung kurzfristiger Darlehen um EUR 1,7 Mio. auf EUR 8,5 Mio. Der relative Anteil an der Bilanzsumme beträgt 44 % (Vorjahr: 48 %). Die Finanzierung erfolgte somit im Wesentlichen über die Hausbanken. Die übrigen Verbindlichkeiten sind in Höhe und Zusammensetzung gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert, wobei die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 1,3 Mio. leicht unter dem Vorjahreswert liegen. Die Rückstellungen, sowohl insgesamt als auch bei den Einzelposten, zeigten keine nennenswerten Veränderungen zum Vorjahresstichtag auf. F. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 1. Allgemeiner Risikobericht Grundsätzlich bestehen für unser Unternehmen die allgemeinen Risiken, denen eine Unternehmung durch konjunkturelle Entwicklungen und Wettbewerber ausgesetzt ist. Für den zukünftigen Erfolg der Coffema ist es wichtig, wie in den Vorjahren auch, Trends zu erkennen und den wandelnden Ansprüchen unserer Kunden zu entsprechen. Die Ausweitung des Ukraine Krieges, weiterbestehende Lieferengpässe, gestiegenen Refinanzierungskosten, der Fachkräftemangel und höhere Lohnforderungen haben Einfluss auf unser Geschäft. Hier muss über Preisanpassungen und effizientere Prozesse in den einzelnen Abteilungen gegengesteuert werden. Grundsätzlich hat sich die Risikolage nicht weiter verschärft und es muss beobachtet werden, ob die gestiegenen Finanzierungskosten Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden hat. 2. Spezieller Risikobericht Mit den "Top 3 Service Kunden" werden ca. 29 % des gesamten Serviceumsatzes erzielt, mit denen langfristige Vertragsverhältnisse bestehen. Somit ist die Abhängigkeit von diesen Service-Großkunden vertraglich abgesichert, so dass diese für Coffema eine geringe Risikorelevanz haben. Die Personalbeschaffung für die technischen Berufe innerhalb der Coffema Gruppe hat sich bis zum 2. Quartal 2023 leicht verbessert. Dies insbesondere in Bezug auf die Anzahl der Bewerber. Wir müssen beobachten, wie sich die Situation im Laufes des Jahres auch unter Berücksichtigung der bestehenden Inflation und den damit einhergehenden hohen Lohnforderungen verhält und entsprechend reagieren. Bei Vertragsverhältnissen, die zum jetzigen Zeitpunkt ungekündigt sind, wird für die Finanz- und Ertragsplanung 2024 unterstellt, dass die Vertragsbeziehungen fortbestehen. Die Top 3 Service Kunden binden knappe personelle Kapazitäten, die zurzeit deswegen nicht anders eingesetzt werden können. Für den Fall, dass Verträge im wesentlichen Umfang wegfallen würden, kann das freigesetzte Personal auf anderen Projekten eingesetzt werden und uns somit mehr Flexibilität geben. Preisänderungsrisiken sowohl auf der Beschaffungs- als auch Absatzseite bestehen aufgrund der Vertragsverhältnisse in erhöhtem Umfang. Preiserhöhungsankündigungen seitens unserer Lieferanten sowohl für Maschinen als auch für Ersatzteile haben uns in 2023 nur in geringem Umfang erreicht. Hier setzt sich die Entspannung im Vergleich zum Jahr 2022 fort. Preiserhöhungen im Maschinenbereich können wir zurzeit nicht an unsere Kunden weitergeben. Die Erhöhung von Ersatzteilpreisen ist bedingt und eher mittelfristig möglich. Durch bestehende Wartungsverträge mit unseren Kunden kann eine Preiserhöhung für Ersatzteile nur indirekt und verzögert über eine Erhöhung der Wartungspauschalen erfolgen. Die Erhöhung der Pauschalen für die Wartungsverträge (ca. 7.900 Stück) ist alle 12 Monate möglich. Risiken aus Zusagen für Altersversorgung werden nicht gesehen. Die Risiken aus der Produkthaftung werden, sofern möglich, auf die Hersteller übertragen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken bei Forderungen verfügt die Unternehmung über ein effizientes Mahnwesen. Wie bei allen Unternehmen hängt der reibungslose Ablauf der Geschäftsprozesse von der IT-Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden stellen ernsthafte Bedrohungen für die Funktionsfähigkeit der IT und des gesamten Unternehmens dar. Da bisher keine derartigen Vorfälle eingetreten sind und Coffema Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hat, schätzen wir das Risiko als gering und beherrschbar ein. 3. Risikobericht Finanzinstrumente Die Finanzierungsstruktur des Gebäudes Obenhauptstraße 10 ist in 2015 von der Refinanzierung in Schweizer Franken auf den Euro umgestellt worden. Dadurch sind Risiken aus zukünftigen Kursschwankungen nicht mehr gegeben. Die vergangene und die zukünftige Zinsstruktur ist durch ein Swap-Sicherungsgeschäft so festgelegt worden, dass zukünftig eine gedeckelte Zinshöhe greift. Damit haben sich auch die Risiken aus Zinsschwankungen reduziert. Das Darlehen läuft bis zum 31.12.2025. In Bezug auf die Tochterunternehmen liegen Liquiditätsrisiken vornehmlich im teilweisen Ausfall der ausgereichten Darlehen. Weiterhin kann es je nach Geschäftsentwicklung von Tochtergesellschaften notwendig sein, diesen weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen. Dies betrifft insbesondere das wachsende Finanzierungsgeschäft unserer Finanzierungsgesellschaften. Zudem bestehen Liquiditätsrisiken aus den Haftungsverhältnissen für Tochtergesellschaften. Die wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Auswirkungen des Ukraine Krieges gelten gleichermaßen auch für die Tochtergesellschaften der Coffema. Bei möglicher anhaltender negativer oder eine von den Erwartungen abweichende Geschäftsentwicklung von Tochtergesellschaften könnte es zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze kommen, die sich dann negativ auf die Ertragslage auswirken. Abschließende Risikobewertung: Gegenwärtig erkennen wir keine konkreten Risiken, die sowohl einzeln als auch aggregiert den Fortbestand der Coffema gefährden oder wesentlich beeinträchtigen könnten, sind uns aber der zunehmenden Risiken bewusst und wollen diesen durch eine verstärktes Risikomanagement begegnen. 4. Chancenbericht Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Bedarf an modernster Kaffeemaschinentechnologie, dem dazugehörigen technischen Service und den passenden Finanzierungsinstrumenten ungebrochen sein wird. Aktuelle Konsumstudien bestätigen, dass Kaffee das Konsumgut ist, auf das am seltensten verzichtet wird. Verzicht findet auf anderen Ebenen statt. Aufgrund des ideal abgestimmten Maschinenportfolios für den Vertrieb und den Service und einem weiteren Rückgang der Preissteigerungen bei gleichzeitig höheren Löhnen in Deutschland rechnen wir in 2024 mit einem Geschäftsverlauf über Vorjahresniveau. Durch langfristige Vertragsabschlüsse mit unseren Lieferanten besteht die Sicherheit, als Exklusivanbieter für diese innovativen und wettbewerbsstarken Produkte unsere Marktanteile in den nächsten Jahren weiter zu erhöhen. Der zum Jahresstart 2022 abgeschlossene Vertrag auf Exklusivbasis mit dem Kaffeemaschinenhersteller Eversys öffnete für Coffema Türen in ein Kundensegment, das vorher von Coffema nicht bedient werden konnte. Diese Entwicklung hat sich in 2023 sehr positiv dargestellt und bietet in 2024 Potentiale, das Geschäft weiter auszubauen. Das Potential zur Gewinnung neuer Servicekunden ist hoch, da es keinen Wettbewerb für Service an professionellen Kaffeemaschinen auf vergleichbarem technischen Niveau mit nationaler Ausrichtung in unseren Märkten gibt. Durch den Erfolg unseres Servicekonzepts werden wir vermehrt von Großkunden auf den Ausbau unserer europäischen Servicestrukturen angesprochen. Wir haben dies als strategisch sinnvolle Option eingestuft und werden in den nächsten Jahren in den Aufbau weiterer Gesellschaften im europäischen Ausland investieren. Dies unter der Nebenbedingung des Fachkräftemangels und des bestehenden Lohnniveaus. Neugeschäft wird nicht zu Lasten des Bestandsgeschäfts aufgenommen. Zusätzlich ergeben sich Chancen im Service und Vertrieb von Vending Snack- und Kaltgetränkeautomaten. Insbesondere durch die Coronapandemie und Personalknappheit erlebt diese Gerätegattung durch ihren Selbstbedienungscharakter weiter eine starke Nachfrage, die uns auch viele neue Konsumstandorte in 2024 erschließen wird. Von diesen sogenannten Vendingautomaten sind zurzeit in Deutschland 612.900 Stück in Betrieb. Hier erschließt sich für Coffema ein interessanter Markt. Coffema hat alle seine Mitarbeiter für diese Produktgattung geschult und unterstützt den Vertrieb intensiv über Marketingaktivitäten. Weitere Schwerpunkte der Vertriebsaktivität setzen wir im Key Account Bereich und dort vor allem bei Systemgastronomen, Hotelketten, Tankstellen, Bäckereien und anderen Formen von filialisierten Betrieben. Als führender Anbieter der Branche mit einem starken Vertrieb und einem professionellen, bundesweit aufgestellten und neutralen Service, kombiniert mit der eigenen Finanzierungsgesellschaft, hat Coffema eine ideale Positionierung im Markt. Wachstumspotential über Neukunden bietet sich ständig. Es bleibt aber wichtig, das vorhandene Personal weiter auf neue Produkte zu trainieren. Nur so ist es möglich, auf qualitativ höchstem Niveau Dienstleistungen zu erbringen und in der Folge Neugeschäft zu generieren. Für die nahe Zukunft gibt es ein erhöhtes Risiko durch hohe Refinanzierungskosten und zunehmender Wettbewerbsintensität, insbesondere aus dem asiatischen Raum. Hier könnte aber auch für die Zukunft eine Chance in einer strategischen Partnerschaft mit einem asiatischen Anbieter für den europäischen Raum liegen. Es wird weiterhin erwartet, dass sich wegen der Lage in der Ukraine Risiken für Coffema ergeben können. Trotz Fokussierung auf das mittel- bis langfristige profitable Wachstum von Coffema besteht ein geringes Risiko einer temporär schwächeren Rendite des Unternehmens als die angestrebte Vorsteuerrendite von rund 6 %. Etwaigen kurzfristigen Schwankungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten begegnet die Geschäftsführung mit einer Liquiditätspolitik, die auf einem angemessenen Bestand an liquiden Mitteln sowie einer hohen Eigenkapitalquote basiert. Darüber hinaus verfolgt die Unternehmensleitung einen positiven Free Cashflow und eine ausgewogene Balance zwischen langfristig wirkenden Wachstumsinvestitionen und kurzfristiger Profitabilität. 5. Prognosebericht Der frei verfügbare Finanzmittelbestand in Verbindung mit den eingeräumten Kreditlinien wird auch in 2024 jederzeit die Zahlungsfähigkeit der Coffema gewährleisten. Für 2024 sind neben notwendigen Ersatzinvestitionen weitere Investitionen in IT-Projekte geplant. Insbesondere in eine M2M Plattform soll investiert werden. Über einen 3-Jahreszeitraum haben wir ca. EUR 300.000 budgetiert. Die Auftragslage im Vertrieb und Service liegt Anfang 2024 über Vorjahresniveau. Wir erwarten für das Jahr 2024 mit EUR 31 Mio. einen Umsatz über Vorjahresniveau und ein Ergebnis vor Steuer von ca. EUR 1,3 Mio. Für die operative Umsatzrendite wird ein leichter Anstieg erwartet. Den Prognosen liegen eine im Vergleich zu 2023 im Wesentlichen unveränderte Geschäftsentwicklung zugrunde. Bis 2019 lag der Anteil des Umsatzes am Deckungsbeitrag zwischen 65 und 67 %. Für das Jahr 2022 lag er bei 63 %. Aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen im Jahr 2023 konnte keine Steigerung erzielt werden. Ziel ist es, das Niveau vor Corona wieder zu erreichen. Für das Jahr 2025 erwarten wir bei veränderten Rahmenbedingungen ein Umsatz- und Ergebnisniveau oberhalb von 2024. Die Plandaten zur zukünftigen Entwicklung beruhen auf Annahmen und Einschätzungen, die Coffema zum Zeitpunkt der Berichtserstellung zur Verfügung standen. Diesen Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen, daher können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen.
Hamburg, den 19.07.2024 Coffema International GmbH Leif Fredrik Nilsson, Geschäftsführer Leif Nilsson, Geschäftsführer Lino Nilsson, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Coffema International GmbH ist nach den Bestimmungen der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß §§ 276 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Hamburg und ist unter der Registernummer HRB 38374 beim Amtsgericht Hamburg eingetragen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder, falls erforderlich, auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden weiterhin innerhalb der steuerrechtlich zugelassenen Nutzungsdauer linear vorgenommen, da die handels- und steuerrechtliche Restnutzungsdauern identisch sind. Der bei der Anwachsung der Chambrair GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2014 entstandene und aktivierte Firmenwert wird planmäßig über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Die Schätzung dieser Nutzungsdauer leitete sich aus einer Renditeeinschätzung im Hinblick auf das Chambrair-Geschäft von 6,6 % ab. In den Vorjahren wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die planmäßige Abschreibung betrug im Geschäftsjahr EUR 5.244,00 (Vorjahr EUR 5.244,00). Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschläge für Wertminderungen aufgrund fehlender Gängigkeit werden vorgenommen. Ungängige bzw. veraltete Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens werden laufend aus dem Bestand genommen. Die Vorräte sind frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalbeträgen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % (Vorjahr 1,0 %) der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Auszahlungen aktiviert bzw. Einzahlungen passiviert, die Aufwendungen bzw. Erträge für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes der Coffema von aktuell 33 % und umfasst die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Das handelsrechtliche Passivierungswahlrecht nach Artikel 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird in Anspruch genommen. Den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Das Gutachten basiert auf den Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G. Die Verpflichtung gegenüber dem Anwärter, Leif Nilsson, aus individueller Zusage wird nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bzw. Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Der Berechnung wurde ein prognostizierter Zins von 1,82 % zugrunde gelegt. Die Ermittlung der Verpflichtung aus individuellen Zusagen erfolgt ohne Berücksichtigung eines Gehaltstrends. Der Rententrend wird mit 1,00 % p.a. angesetzt. Eine Fluktuation wird nicht berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung unter Berücksichtigung eines siebenjährigen Durchschnittszinssatz in Höhe von 1,74 % beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 551.483,00. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Abs. 6 HGB beträgt EUR 5.011,00 und ist ausschüttungsgesperrt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung voraussichtlich notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit in den Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten Fremdwährungsbeträge erfasst sind, deren Restlaufzeit unter einem Jahr liegt, erfolgte die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Längerfristige Forderungen und Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Anschaffungskosten bzw. dem Stichtagskurs verlustfrei unter Beachtung des Realisationsprinzips und des Imparitätsprinzips bewertet. C. Erläuterungen und Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr sowie die Abschreibung ergeben sich aus der Anlage zum Anhang. Der bei der Anwachsung der Chambrair GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2014 entstandene und aktivierte Firmenwert wurde im Geschäftsjahr außerplanmäßig in Höhe von EUR 31.433,00 vollständig abgeschrieben. Finanzanlagen Im Folgenden werden die Unternehmen gem. § 285 Nr. 11 HGB angegeben:
Die Daten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. * Mittelbar über die Coffema B.V., Rotterdam (Niederlande), beteiligt. ** nach Ergebnisabführung von der Coffema Service B.V. *** nach Ergebnisabführung an die Coffema B.V. Bei den folgenden Beteiligungen ist eine höhere außerplanmäßige * bzw. eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB ** unterblieben:
Der Zeitwert gibt jeweils den unteren Wert der ermittelten Bandbreite an. Die Bewertung erfolgte je Beteiligung mittels des Ertragswertverfahrens. Die verwendeten Diskontierungsraten betragen 17 % (DE) und 14 % (DK) in denen spezielle Risikozuschläge enthalten sind. Der Planung der Geschäftsführung der jeweiligen Tochtergesellschaft liegt als wesentliche Annahme zugrunde, dass sich die für 2024 und Folgejahre vorgesehenen Umsatz- und Ertragsvolumina fast vollständig erreichen lassen. Die Beurteilung der Werthaltigkeit und Realisierbarkeit der Planungen verlangt Ermessungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter. Diese Ermessungsentscheidungen betreffen insbesondere die Schätzung zukünftiger Zahlungsströme der Tochtergesellschaft, die Ausschüttungen an den Anteilseigner ermöglichen sollen. Die Geschäftsführung der Coffema geht davon aus, dass sich die der Bewertung zugrundeliegenden Ertragserwartungen nachhaltig erfüllen werden, sodass jeweils keine dauerhafte Wertminderung der Beteiligung an den Tochtergesellschaften vorliegt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. EUR 260.945,08 (Vorjahr EUR 354.162,56) enthalten. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.565.177,33 (Vorjahr EUR 1.408.085,54) enthalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich in 2023 wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten stellen sich wie folgt dar:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von über 5 Jahren EUR 780.000,00. Weitere Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen nicht. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 1.380.000,00 durch Grundpfandrechte an dem Betriebsgrundstück Obenhauptstr. 10, 22355 Hamburg besichert. Des Weiteren bestehen für die Verbindlichkeiten, abgesehen von Eigentumsvorbehalten, keine Sicherungsrechte. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. EUR 18.299,30 (Vorjahr EUR 8.993,38) ausgewiesen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) ausgewiesen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 141.649,88 (Vorjahr EUR 136.115,85) enthalten. Die Immobilie Obenhauptstraße 10 ist über ein Darlehen in Höhe von EUR 2,34 Mio. umfinanziert (Grundgeschäft) und über einen Zinsswap (Sicherungsgeschäft) abgesichert. Beide Geschäfte bilden eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB. Das Sicherungsgeschäft wurde zum Ausgleich vergangener und zukünftiger Zinsschwankungen gebildet. Für die Folgejahre (Laufzeit Darlehen zehn Jahre) sind je nach Zinsentwicklung der gebildete Aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 38.800,00 (Vorjahr EUR 58.200,00) und die gebildete sonstige Verbindlichkeit in Höhe von EUR 59.960,00 (Vorjahr EUR 89.940,00) so aufzulösen, dass Zinsaufwendungen von 4,5 % entstehen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Gesamtwert der Swapgeschäfte nach der mark-to-market-Methode EUR 240.474. D. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 22.118,78 (Vorjahr EUR 217,31). Der Aufwand für Altersversorgung setzt sich aus der Zinskomponente in Höhe von EUR 10.134,00 (Vorjahr EUR 10.909,00) die unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen wird, und dem Dienstzeitaufwand in Höhe von EUR -32.981,00 (Vorjahr EUR -24.946,00), der unter dem Personalaufwand ausgewiesen wird, zusammen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhalten Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 29.340,15 (Vorjahr: EUR 18.803,12). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von EUR 6.184,27 wie im Vorjahr Aufwendungen aus der Anwendung der Übergangsvorschriften zum BilMoG (Art. 67 EGHGB). Die Erträge aus Beteiligungen enthalten Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 800.000,00 (Vorjahr EUR 700.000,00). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 278.700,00 (Vorjahr EUR 157.500,00) sind außerplanmäßig und außergewöhnlicher Natur. Aufgrund der seit Jahren bestehenden Verlustsituation der Coffema International Poland Spolka z o.o. wurden die von der Coffema gewährten Darlehen wertberichtigt (EUR 200.000,00). Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Darlehen verlangt Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter. Diese Ermessensentscheidungen betreffen insbesondere die Schätzung zukünftiger Zahlungsströme der Tochtergesellschaft, die es ermöglichen sollen, die Darlehen zu tilgen. Weiterhin wurde ein Beteiligungsansatz in Höhe von EUR 78.700,00 vollständig auf EUR 0,00 abgeschrieben. Die Zinsen und ähnliche Erträge erhalten Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 5.898,58 (Vorjahr EUR 3.210,81) E. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Betrag für nicht passivierte Rückstellungen für Anwartschaften auf Pensionen gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB EUR 6.184,26. Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt EUR 3,5 Mio., davon aus den Mietverträgen für die verschiedenen Standorte der Coffema EUR 2,1 Mio.; davon sind in 2024 fällig EUR 0,6. Weiterhin aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt EUR 1,3 Mio.; davon in 2024 fällig EUR 0,9. Der Vorteil der Miet- und Leasingverträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb. Risiken können sich aus der Laufzeit ergeben Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 3,5 Mio.; davon in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen und gestellten Sicherheiten wird als gering eingeschätzt, da die verbundenen Unternehmen aufgrund ihrer gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens die zugrundeliegenden Verpflichtungen erfüllt haben und auch zukünftig erfüllen werden. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. F. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmer waren durchschnittlich während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 179 2. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Geschäftsführer Herrn Leif Nilsson (Kaufmann), Herrn Leif Fredrik Nilsson (Kaufmann) und Herrn Lino Nilsson (Kaufmann) geführt. Alle Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 HGB Gebrauch gemacht. 3. Kredite an Geschäftsführer
4. Unbeschränkte Haftung Die Coffema ist, zusammen mit drei weiteren Gesellschaftern, unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Nilsson Mövengrund GbR mit Sitz in Hamburg. 5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Coffema gewährt im Verbundbereich in der Regel mittel- und langfristige Darlehen. Die Darlehenskonditionen variieren je Gesellschaft und sind geprägt von diesen Mutter-Tochter-Beziehungen. Gleiches gilt für kurzfristige Darlehensgewährungen an nahestehende Personen. 6. Nachtragsbericht Am 16. Januar 2023 haben die Gesellschafter eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1,1 Mio. beschlossen. Dies führt zur Verminderung des Eigenkapitals. Die am 24. Januar 2023 erfolgte Auszahlung vermindert den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. In den ersten fünf Monaten 2024 wurden zwei weitere Wohnungen in Dubai verkauft. Die Einzahlungen in Höhe von insgesamt EUR 1,0 Mio. erhöhen den Cashflow aus der Investitionstätigkeit. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, den 19.07.2024 Coffema International GmbH Leif Nilsson Leif Fredrik Nilsson Lino Nilsson Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Geschäftsführung Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.08.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Coffema International GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Coffema International GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Coffema International GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 19. Juli 2024 LPA-GGV
Hansa GmbH
gez. Dr. Jeß, Wirtschaftsprüfer gez. Vick, Wirtschaftsprüfer |
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