Boeser Frischfleisch GmbH
Gottlieb-Daimler-Straße 1, 50226 Frechen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ben Boeser seit 19.3.2026 | Prokura |
Tim Boeser seit 19.3.2026 | Prokura |
Axel Boeser seit 11.1.2002 | Geschäftsführer |
Christian Boeser seit 11.1.2002 | Geschäftsführer |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 64.66% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Boeser Frischfleisch GmbHFrechenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlage des Unternehmens Die Boeser Frischfleisch GmbH ist ein mittelständisches Fleischzerlegungsunternehmen mit Sitz in Frechen und einer Niederlassung in Schöppingen. Die Geschäftstätigkeit besteht aus der Zerlegung von Schweinehälften in verschiedenste Produkte. Die Rückverfolgung der zerlegten Produkte ist jederzeit gegeben. Als zertifizierter und qualitätsorientierter Zerlegebetrieb garantiert die Boeser Frischfleisch GmbH eine professionelle sowie hygienische Durchführung der gesamten Prozesskette. Unser Betrieb ist IFS,Qs- und ITW (Initiative Tierwohl) zertifiziert. Wir vertreiben unsere Produkte überwiegend an Großabnehmer in Europa. In untergeordnetem Maße werden nach wie vor Metzgereien und Zulieferer von Gastronomiebetrieben beliefert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche & branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter for Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. https://www.destatis.de Im Jahr 2023 wurden in deutschen Schlachthöfen rund 43,8 Millionen Schweine geschlachtet (Vorjahr 47 Millionen). Die Schweine stammten dabei zum größten Teil aus der inländischen Zucht, etwa 1,5 Millionen Tiere kamen aus Zuchtbetrieben aus dem Ausland. Im Vergleich zu den Vorjahren ging die Anzahl der Schweineschlachtungen in Deutschland zurück. Dennoch produziert die deutsche Fleischverarbeitung weiterhin mehr Schweinefleisch, als auf dem nationalen Markt abgesetzt werden kann. Der Grad der Selbstversorgung für Schweinefleisch belief sich zuletzt auf rund 126 % (Vorjahr 132 %). Die deutsche Fleischindustrie exportiert damit jährlich über 2 Millionen Tonnen Schweinefleisch (Vorjahr 2,3 Millionen Tonnen), davon verbleibt der größte Exportanteil in der Europäischen Union. Im globalen Fleischmarkt gilt China als größter Produzent von Schweinefleisch. Nach Angaben der USDA brach die Produktion von Schweinefleisch im "Reich der Mitte" jedoch im Jahr 2019/20 drastisch ein. Ein Grund ist die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, die den Schweinebestand in der chinesischen Landwirtschaft stark einbrechen ließ. Der chinesische Import von Schweinefleisch ist dadurch zwischenzeitlich angestiegen, um den nationalen Bedarf zu decken. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/459142/umfrage/schweineschlachtungen-in-deutschland/ Im Jahr 2023 hat sich der Erzeugerpreisindex für Fleisch und Fleischerzeugnisse in Deutschland gegenüber 2022 um rund 12,58 Prozent erhöht. Mit 137,8 Punkten erreichte der Erzeugerpreisindex für Fleisch und Fleischerzeugnisse damit den höchsten Wert im beobachteten Zeitraum. Der Verbraucherpreisindex für Schweinefleisch in Deutschland ist 2023 um 27,9 Prozent gegenüber 2020 gestiegen. Mit 127,9 Punkten erreichte der Verbraucherpreisindex für Schweinefleisch damit den höchsten Wert im beobachteten Zeitraum. Bemerkenswert ist, dass der Verbraucherpreisindex für Schweinefleisch in den letzten Jahren kontinuierlich anstieg. Lag der Erzeugerpreis zu Beginn des Jahres 2023 bei rund 2,0 €/kg, stieg er bis Ende Juli auf 2,50/kg, sank dann aber wieder bis zum Jahresende auf rund 2,10 €/kg. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/459142/umfrage/schweineschlachtungen-in-deutschland/ https://www.rvv-verbund.de/preisnotierungen/preistabelle-schlachtschweine.html https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1128250/umfrage/verbraucherpreisindex-fuer-schweinefleisch-in-deutschland 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs Trotz der weiterhin schwierigen negativen Rahmenbedingungen verlief der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 nach Ansicht der Geschäftsführung zufriedenstellend. Die Umsätze erhöhten sich um 23,17 % (38.814 T Euro), korrespondierend stieg der Materialaufwand um 25,92 % (37.284 T Euro), was zu einer Steigerung des Rohergebnisses um 2.411 T Euro führte. Dies entspricht einem Plus von 9,79 %. Durch eine weiterhin gute Positionierung am Markt und eine stetige Lieferfähigkeit konnten in bestimmten Produktsegmenten weiterhin gute Margen erzielt werden. Aufgrund einer sich weiterhin auf einem hohen Niveau befindlichen Inflationsrate stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere die Personalkosten und die laufenden Kfz Betriebskosten. Nach der starken Erhöhung der Energiekosten im Jahre 2022 sanken diese 2023 erfreulicherweise wieder deutlich. 1.604.000 Einhergehend mit einer Inflation auf weiterhin hohem Niveau wurde als Gegenmaßnahme der Zentralbanken das Zinsniveau weiter erhöht, was sich insbesondere steigernd auf die Finanzierungskosten auswirkte. Trotz der beschriebenen Erhöhung des Umsatzes um 38.814 T Euro und dem Anstieg des Rohergebnisses um 2.411 T Euro stieg der Jahresüberschuss aufgrund der beschriebenen geringeren Kostensteigerungen im Jahr 2023 auf 1.778 T Euro (Vorjahr 1.604 T Euro). Abschließend wird die Ergebnisentwicklung von der Geschäftsführung als zufriedenstellend bewertet. 3. Vermögens- Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage
Das Betriebsergebnis erhöhte sich durch die Umsatzsteigerung und durch einen unterproportionalen Anstieg des Wareneinsatzes. Die Folge ist eine Steigerung des Jahresüberschusses. Der Gesamtumsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr von 167.492 T € im Jahr 2022 auf 206.306 T € im Jahr 2023 (Steigerung 23,17 %). Ursächlich für die Umsatzsteigerung waren hauptsächlich Preissteigerungen bei ähnlichen Mengen wie im Vorjahr. Über den Verlauf der Verkaufspreise wurde bereits oben unter den branchenbezogenen Rahmenbedingungen berichtet. Durch eine weiterhin gute Positionierung am Markt und eine stetige Lieferfähigkeit konnten in bestimmten Produktsegmenten bessere Margen erzielt werden. Außerdem ist weiterhin durch den Wegfall der China-Exporte aus Deutschland aufgrund der Afrikanischen Schweinpest die Chancengleichheit am deutschen und europäischen Markt für die Marktteilnehmer wiederhergestellt. Der Vorteil einzelner großer Betriebe entfällt. Dies führte zu einer Erhöhung des Rohergebnisses. Ursächlich für die Verschlechterung des Finanzergebnisses ist die Erhöhung der Zinsaufwandes für die durch das Unternehmen in Anspruch genommenen Factoringzinsen. Gründe sind in erster Linie das gestiegene Zinsniveau, aber auch die Steigerung des Umsatzes mit einer einhergehende höheren Forderungsumschlagshäufigkeit. Die Zinsaufwendungen durch das Factoring erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich (215 T €) . Der Zinsaufwand für langfristige Verbindlichkeiten stieg ebenso deutlich (78 T €) aufgrund der Steigerung des allgemeinen Zinsniveaus. Im Berichtsjahr 2023 wurde das Jahresergebnis lediglich durch die laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag beeinflusst. Wie bereits beschrieben, war der Haupteinflussfaktor für das gestiegene Betriebsergebnis die Erhöhung des Rohergebnisses bei einer unterproportionaler Steigerung des Gesamtkosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen in der Summe (746.615 T Euro). Die Personalkosten stiegen (790 T Euro) durch allgemeine Lohnsteigerungen und die Erhöhung des Mindestlohns. Die Raumkosten verminderten sich (202 T Euro), die Ausgaben für Fahrzeugkosten stiegen (45 T EURO). Sachversicherungen und sonstige Beiträge erhöhten sich (38 T Euro). Die arbeitsmedizinischen Kosten konnten durch das endgültige Auslaufen der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr weiter gesenkt werden (41 T EURO). Die Gründe für die geringeren Raumkosten sind die erheblich gesunkenen Energiekosten (307 T Euro). Bei den Fahrzeugkosten verminderten sich zwar die Kosten für Diesel (57 T Euro). Die Kosten für Reparaturen im Bereich des Fuhrparks erhöhten sich im Berichtsjahr (8 T Euro). Die KfZ-Versicherungen stiegen (36 T Euro), ebenso wie die Mautkosten (55 T Euro). Die Kosten für Reparaturen und Instandhaltung erhöhten sich (474 T Euro). Ursächlich waren hier Reparaturkosten im Bereich der Klima- und Kälteanlage. Die verschiedenen betrieblichen Kosten erhöhten sich in der Summe insgesamt geringfügig (23 T Euro), hervorzuheben sind hierbei folgende Positionen: Die allgemeinen Factoringkosten (Anstieg um 15 T Euro) stiegen korrespondierend zu den oben beschriebenen Factoringzinsen, ebenso wie die Mieten für bewegliche Wirtschaftsgüter (Anstieg um 34 T Euro) und der sonstige Betriebsbedarf in Frechen (Anstieg um 45 T Euro) verursacht durch Berufsbekleidung. Im Gegenzug sanken exemplarisch die Rechts- und Beratungskosten um 15 T Euro und der sonstige Betriebsbedarf ins Schöppingen um 56 T Euro. Ursächlich hierfür waren geringere Kosten bei den externen Beratungskosten im Bereich Personal und im Bereich des sonstigen Betriebsbedarfs (insbesondere Berufsbekleidung) in Schöppingen. Insgesamt begründet die Geschäftsführung die Steigerung der verschiedenen betrieblichen Kosten mit allgemeinen Preissteigerungen. Die Steigerung des Umsatzes und des Rohgewinns konnten die Steigerung der sonstigen betrieblichen Kosten mehr als ausgleichen, folglich erhöhte sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr (545 T Euro). b) Finanzlage Die Eigenkapitalquote sank leicht und belief sich im Jahre 2023 auf 44 % (Vorjahr 47 %). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 3.909 T Euro, was insbesondere durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1.602 T Euro und die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 2.213 T Euro verursacht wurde. Diese Erhöhung des Volumens der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert insbesondere aus der beschriebenen Steigerung der Einkaufspreise, die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultierte aus der höheren Investitionstätigkeit. Investitionen wurden aufgrund der Coronapandemie z.T. von 2022 auf 2023 verschoben. Bestellungen im Bereich des Fuhrparks konnten 2023 erst geliefert werden, da Lieferengpässe bestanden. Insbesondere mittel- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch die beschriebene Investitionstätigkeit um 1.664 T Euro. Auch die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 94 T Euro. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr 2023 ausschließlich im Rahmen der fremdfinanzierten Ersatzinvestitionen in das Anlagevermögen investiert. Das Volumen (3.338 T €) lag insgesamt deutlich über dem Niveau des Vorjahres (1.857 T Euro). Bei den fremdfinanzierten Ersatzinvestitionen handelt es sich zum Teil um Sale-and-lease-back-Konstruktionen, die unverändert genutzt werden. Diese wurden getätigt, um die Liquidität zu stärken. Aufgrund der hohen Investitionstätigkeit erhöhten sich die langfristigen Verbindlichkeiten, die Geschäftsleitung folgt zum großen Teil hier der Prämisse der fristenkongruenten Finanzierung. Die Boeser Frischfleisch GmbH nutzt das Finanzierungsinstrument des Factorings zur Erhöhung der Liquidität. Bei der Analyse der Liquiditätslage ergibt sich folgendes Bild: Die liquiden Mittel erhöhten sich im Berichtsjahr 2023 um 52 T Euro zum Vorjahr. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.264 T Euro. Dies liegt in erster Linie an der Erhöhung Warenbestandes (1.078 T Euro) und die zum 31.12. des Berichtsjahres wertstellungsbedingte Erhöhung der Forderungen gegenüber der Factoringbank (288 T Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 79 T Euro. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. c) Vermögenslage Aktiva
Die mittelfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 2.649 T Euro durch die Vergabe von mittelfristigen Darlehen, die zu großen Teilen im Anhang bereits erläuterungspflichtig waren. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.126 T Euro erhöht. Nach etwas geringeren Erweiterungsinvestitionen im Geschäftsjahr 2022 fielen diese im Jahr 2023 wieder höher aus, sodass der Saldo aus Zugängen, Abgängen und Abschreibung insgesamt positiv war. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch die bereits beschriebenen fremdfinanzierten Investitionstätigkeiten um 1.664 T Euro vermindert. Sie betrugen 25,59 % der Bilanzsumme. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Hauptaugenmerk der Geschäftsführung liegt bei den finanziellen Leistungsindikatoren auf: • Rohgewinn • EBITDA • Eigenkapitalquote Zur Unternehmenssteuerung haben für uns insbesondere der Rohgewinn und die Eigenkapitalquote eine große Bedeutung. Der Rohgewinn erhöhte sich um 2.411 T Euro. Dies entspricht einem Plus von 9,79 % Das Jahresergebnis erhöhte sich um 174 T Euro und führte zu einer Erhöhung des Eigenkapitals i.H.v. 27,1 % während die Eigenkapitalquote leicht sank auf 44 % (Vorjahr 47). Das EBITDA erhöhte sich von 3.716 T Euro auf 4.476 T Euro um 20,45 %. 5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Kundenbelange Wir sind überzeugt, dass die Zufriedenheit unserer Kunden der wichtigste Faktor für den Unternehmenserfolg darstellt. Deshalb richten wir sämtliche Aktivitäten nah am Kunden aus und bilden so eine wichtige Grundlage zur langfristigen Kundenbindung. Der Erhalt der Kundenzufriedenheit wird täglich bei persönlichen Kundengesprächen sichergestellt. Dieser persönliche und direkte Kontakt mit unseren Kunden bietet uns die Möglichkeit den teilweisen sehr speziellen Wünschen unseren Kunden gerecht zu werden und unsere Dienstleistung exakt an diese anzupassen. Dabei steht die Qualität unserer Produkte an oberster Stelle, welche durch den persönlichen Austausch mit unseren Kunden stetig verbessert und optimiert wird. Durch den eigenen Fuhrpark sind wir in der Lage, die bestellte Ware schnell und flexibel auszuliefern und runden damit unser Dienstleistungsangebot optimal ab. Umwelt Seit Ende 2019 wird auf allen dafür geeigneten Dachflächen eine Photovoltaikanlage betrieben und im Durchschnitt ca. 300.000 kWh erzeugt, hierdurch wird eine Einsparung von ca. 300 Tonnen CO 2 -Emissionen erreicht. Ein bestehendes Energiemanagement-System ermöglicht eine detaillierte Analyse der verbrauchten Rohstoffe und einen entsprechenden Maßnahmenplan zur Optimierung der Verbräuche. Durch regelmäßige Audits ist sichergestellt, dass die Erreichung der gesetzten Ziele überprüft wird und ggf. weitere Maßnahmen zur Einsparung von Ressourcen festgelegt werden. Der Fuhrpark wurde im Jahr 2022 bereits teilweise modernisiert und durch Kraftfahrzeuge mit neuester umweltschonender Technik ausgestattet. Die Modernisierung wurde im Jahre 2023 weiter ausgeweitet. Es wurde im Jahre 2023 die Klima-/Kälteanlage investiert, bzw. die bestehende modernisiert und teilweise neue Technische Elemente verbaut. Im Bereich der PKW werden Elektrofahrzeuge bzw. Hybridmodelle bevorzugt. Mitarbeiterbelange Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben gab es in den Jahren 2020 und 2021 eine Umstellung vom Personalvermittler hin zu eigenen Mitarbeitern in der Produktion. Dadurch haben sich zwar die Personalkosten erheblich gesteigert, aber die Produktivität ist wegen der deutschen Anstellungsverträge ebenfalls gestiegen. Darüber hinaus werden den Mitarbeitern, die aus dem europäischen Ausland zugewandert sind, Unterkünfte zur Verfügung gestellt. Der tägliche Shuttle-Service zum Betrieb bzw. zur Wohnung wird durch den Einsatz von Sammeltransportern ermöglicht. Bei Behördengängen oder Arztbesuchen sowie bei sämtlichen Angelegenheit, die einen guten Lebensstandard ermöglichen, steht bei Bedarf ein Betreuer zur Verfügung bzw. kümmert sich die Verwaltung um eine zeitnahe Umsetzung. Die Mitarbeiter werden durch regelmäßige Schulungen gut ausgebildet und an die Anforderungen der Produktion optimal herangeführt. Darüber hinaus werden diverse zahlreiche freiwilligen soziale Leistungen angeboten um die Mitarbeiterbindung zu stärken. 6. Zweigniederlassungsbericht Die Boeser Frischfleisch GmbH verfügt neben dem Standort in Frechen noch über einen weiteren Produktionsstandort in Schöppingen/Westfalen mit weitehin rund 100 Mitarbeiter*innen. Der Anteil am Gesamtumsatz der Zweigniederlassung betrug 52 %. III. Prognosebericht Auch das Jahr 2024 wird ein schwieriges Jahr für die fleischverarbeitende Industrie werden. Jedoch werden sich die Problemfelder erweitern. Die Afrikanischen Schweinepest wird die Branche weiter fordern. Die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Energiekrise mit staken Preissteigerungen konnte gemeistert werden, die Energiekosten sanken im Jahre 2023 wieder deutlich und die im Jahre 2023 stark gestiegene Inflation ging im Jahre 2024 wieder zurück. Die Versorgungslage ist aktuell ausreichend. Die Branche hofft aber gleichzeitig auf die Möglichkeit, im Verkauf höhere Preise umzusetzen und die Margen weiter zu verbessern. Im Jahresverlauf betrachtet bleibe die Nachfrage noch hinter den Erwartungen zurück. Dies spiegelt sich auch in dem Erzeugerpreis für Schlachtschweine wieder: Lag dieser zum Jahresanfang 2024 bei rund 2,10 €/kg, verminderte er sich im Laufe von acht Monaten im Jahre 2024 leicht auf rund 2,00 €/kg. Die Geschäftsführung gibt aus heutiger Sicht folgenden Ausblick für das Geschäftsjahr 2024: - Die Boeser Frischfleisch GmbH erwartet für das Gesamtjahr 2024, dass die Umsatzerlöse 2024 auf einem ähnlichen Niveau bleiben wie 2023. - Die Boeser Frischfleisch GmbH erwartet für das Gesamtjahr 2024 einen Jahresüberschuss i.H.v. 1.200 T bis 1.500 T Euro Der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr 2023 sank zwar um 2,5 % (Stand August 2024), der Rohgewinn stieg aber im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um etwa 1,5 % (Stand August 2023). Die Margen konnten aufgrund der bereits zuvor beschriebenen Gründe weiter verbessert werden. Besondere Herausforderungen ergeben sich für die gesamte Fleischwirtschaft zusätzlich aus der weiterhin aktuellen gesellschaftlichen Diskussion über die Ausgestaltung der landwirtschaftlichen Erzeugung sowie die Verbesserung des Tierwohls. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir nach dem bisherigen Geschäftsverlauf trotz der beschriebenen ungewissen Entwicklung ein positives Ergebnis. Prognose zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren: Kundenzufriedenheit Die Kundenzufriedenheit soll zukünftig durch eine noch individuellere Betreuung von unseren speziell geschulten Sachbearbeitern gesteigert werden. Um die Produktqualität insgesamt noch weiter zu verbessern, sind in einigen Bereichen personelle Umstrukturierungen vorgesehen. Geplant sind zudem Kundenumfragen, mit dessen Hilfe wir unseren Kunden die Möglichkeit geben können, unsere Dienstleistung zu bewerten und Verbesserungsvorschläge zu äußern. Umwelt Mithilfe der weiter oben beschriebenen Maßnahmen im Bereich Umwelt und der jährlichen Durchführung eines Energiemanagementaudits gehen wir davon aus, den produktionsbedingten Energieverbrauch und die CO 2 -Emissionen bestmöglich zu reduzieren. Deshalb wird zukünftig auch bei Anschaffungen von technischen Anlagen und sonstiger Betriebsausstattung ein besonderer Wert auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gelegt. Mitarbeiterbelange Unser Ziel ist es, unsere Mitarbeiter langfristig an unser Unternehmen zu binden und Ihnen innerhalb unseres Betriebs verschiedenste Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten. Zudem streben wir an, die Integration unserer zugewanderten Mitarbeiter auch außerhalb der Tätigkeit im Betrieb stetig zu verbessern, um Ihnen eine Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Unterstützung soll durch spezielle Betreuungsteams in diesem Bereich weiter ausgebaut werden. Zukünftig soll mithilfe von regelmäßigen Mitarbeiterumfragen und Teammeetings die Zufriedenheit der Mitarbeiter analysiert und weiter verbessert werden. IV. Chancen und Risikobericht Im Wettbewerb am Markt besteht ein Risiko durch die erhebliche Konkurrenz in unserer Branche. Als Chance sehen wir aber unsere Erfahrung, Zuverlässigkeit, hohe Qualität und Flexibilität. Dies bedeutet, insbesondere schnell und flexibel auf individuelle Kundenwünsche einzugehen. Die bereits erfolgten Maßnahmen und Investitionen in Bezug auf Energiemanagement und Umweltschutz verbunden mit der kontinuierlichen Verbesserung und Erweiterung der internen Prozessabläufe sowie intensivierte Vertriebsaktivitäten versprechen eine Verstetigung unserer positiven Entwicklung und Verbesserung der Produktivität. Risiken für die Zukunft liegen in der Frage der Versorgung mit Schlachtvieh. Der Rückgang der Schweinehaltung führt zwingend zu einer Verknappung des Angebots an Schlachtvieh. Hier besteht das Risiko der fehlenden Mengen und der Durchsetzbarkeit erforderlicher höherer Abnehmerpreise. Hierdurch nimmt der Druck in der Wertschöpfungskette weiter zu und der Strukturwandel in der Schlachtbranche schreitet voran. Strukturelle Gründe sind die Ursache, dass deutschlandweit immer mehr große Schlachthöfe schließen oder von großen Marktteilnehmern gekauft werde. Die Schließungen werden damit begründet, dass die für eine wirtschaftliche tragfähige Zukunft erforderlichen Bedingungen nicht mehr zu realisieren sind. Bei einem Kauf von großen Markteilnehmern stehen die geschlachteten Mengen den Mitkonkurrenten nicht mehr zur Verfügung. Ein weiteres Risiko stellt nach wie vor der Verlauf der Afrikanischen Schweinepest dar. Der Bestand der Afrikanischen Schweinepest in Europa bedeutet einen Exportstopp nach China. Als Chance kann aber die weitere bestehende Nachfrage in Deutschland gesehen werden. Auch die fleischverarbeitende Industrie wird, wie die Gesamtwirtschaft, den Klimawandel und den Kostendruck zu meistern haben. Das Risiko besteht in der Umlage der Kostensteigerung auf die Verkaufspreise und Akzeptanz am Markt. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die wesentlichen durch das Unternehmen verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Darlehens- und Kontokorrentkonten gegenüber Gesellschaftern. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung des Anlagevermögens und der Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Das Unternehmen verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Dem gegenüber werden keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand des Unternehmens gehalten. Zur Steuerung der Risiken, die sich aus den Finanzinstrumenten ergeben können, beschließt die Unternehmensleitung bezogen auf die Risikoarten jeweils entsprechende Strategien und Verfahren, die im Folgenden dargestellt werden: Zinsrisiko Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden auf Grundlage des Durchschnittszinses des EURIBOR-Dreimonatsgeld verzinst. Zwar ist das Zinsniveau in Europa gestiegen und das Risiko einer weiteren Zinserhöhung für die nächsten 12 Monate nicht auszuschließen, aber aufgrund der guten Liquidität wurde die Kreditlinie lediglich zur Zwischenfinanzierung zwischen Ende November 2023 und Anfang Juni 2024 in Höhe von 500 T Euro in Anspruch genommen. Aktuell (August 2024) wird die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Für die weiteren langfristigen Verbindlichkeiten ist das Unternehmen keinem Risiko aus Schwankungen von Marktzinssätzen aus langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgesetzt, da für diese langfristigen Verpflichtungen über die Gesamtlaufzeit jeweils ein fester Zinssatz vereinbart wurde. Zinssensitivitäten für diesen Teil sind damit ausgeschlossen. Währungsrisiko Da alle Geschäftsbeziehungen ausschließlich in Euro abgewickelt werden, bestehen am Bilanzstichtag keine Währungsrisiken. Kreditrisiko Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein ausgeprägtes Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsverbindung stets über die Bonität unserer Kunden. Die Forderungen an Kunden sind überwiegend durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft weiterhin das Forderungsmanagement gemeinsam mit einem Factoringunternehmen erfolgreich betrieben. Ziel der Zusammenarbeit ist, die Lieferantenrechnungen schneller zu begleichen und das Umsatzwachstum zu finanzieren. Für die darüber hinaus bestehenden finanziellen Vermögenswerte gilt: Zweifelhafte finanzielle Vermögenswerte, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Uneinbringlichkeit festgestellt wurde oder die tatsächlich ausfallen, werden zum Abschlussstichtag vollständig abgeschrieben. Bestehen an der Einbringlichkeit Zweifel, wird dem Ausfallrisiko durch eine entsprechende Wertberichtigung auf den wahrscheinlich realisierbaren Wert Rechnung getragen. Zusätzlich wird eine aus Erfahrungswerten abgeleitete Wertberichtigung auf Portfoliobasis gebildet. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt ebenso wie der Verbrauch von Beträgen zulasten des Wertberichtigungskontos vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Bei hohem Grad der Verlässlichkeit wird eine direkte Abschreibung vorgenommen; bei niedrigem Grad der Verlässlichkeit wird das Ausfallrisiko über Wertberichtigungskonten abgebildet. Entfallen die Gründe für eine Wertberichtigung, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Unternehmens wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Rohstoffpreisrisiko Durch die sehr hohe Umschlaghäufigkeit ist das Rohstoffpreisrisiko sehr gering. Die an einem Tag eingehenden Wareneingänge werden sofort verarbeitet und verlassen am Folgetag wieder das Unternehmen auf dem Weg zum Kunden. Folglich reagiert der Markt schnell auf Preisänderungen. Steigerungen auf der Einkaufseite haben korrespondierend Steigerung der Verkaufspreise zur Folge. Wie schon beschrieben wird durch das Factoring der Forderungen aus Lieferung und Leistung und die Steigerung der Liquidität eine hohe Skontierfähigkeit bei der Zahlung der Lieferantenverbindlichkeiten erreicht, was zu einer Erhöhung der Marge führt. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko Das Unternehmen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses durch Liquiditätsanalysen und Planungen. Das Ziel des Unternehmens ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen sowie Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren. Aufgrund der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag in Höhe von 612T Euro (Vorjahr: 560 T Euro) wird zum 31. Dezember 2023 kein Liquiditätsrisiko gesehen.
Frechen, am 19.12.2024 gez. Christian Boeser, Geschäftsführer gez. Axel Boeser, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Boeser Frischfleisch GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Einzelpositionen des veröffentlichten Jahresabschlusses sind auf volle Euro auf- bzw. abgerundet. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Passive latente Steuern wurden aufgrund der Passivierungspflicht nach § 274 Abs. 1 S. HGB i.H.v. Euro 8.840,03 gebildet (Vorjahr: Euro 8.825,09). Diese resultieren aus Differenzen von handels- und steuerlichen Wertansätzen des Anlagevermögens aus Vorjahren. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Forderungen Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 2.985.262,53 (Vorjahr: Euro 336.426,67). Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge für noch nicht vereinnahmte wertstellungsbedingte Forderungen gegenüber der Factoringbank (T Euro 2.889) erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind solche nicht unerheblichen Rückstellungen für Urlaub und Überstunden (T€ 157), Aufbewahrung (T€ 12), für Tantiemen (T€ 200) sowie für Abschluss und Prüfungskosten (T€ 69) enthalten. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 350.079 (Vorjahr: Euro 51.782). Hiervon entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Euro 350.079 (Vorjahr: Euro 51.782). Die Verbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit der Finanzierung des langfristigen Anlagevermögens. Als Darlehenssicherheit für die Kreditinstitute wurden die finanzierten Vermögensgegenstände sicherungsübereignet. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte gesichert sind, beträgt Euro 4.869.280 (Vorjahr: Euro 2.656.657). Latente Steuern Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen: Unterschiedliche Abschreibungsmethoden zwischen Handels- und Steuerbilanz.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 32,03 %. Sonstige Pflichtangaben Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: keine. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung: Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Die Angaben beinhalten nicht diejenigen Beträge, die den Geschäftsführern zuzurechnen sind und über die bereits oben berichtet wurde. Nicht in der Bilanz enthaltene finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der nicht in der Bilanz enthaltenen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf EUR 2.363.018,50 (Vorjahr: EUR 2.812.828,59). Hierbei handelt es sich um zukünftige Verpflichtungen aus Mietverträgen und Leasingverträgen. Der Abschluss der Leasingverträge dient der Stärkung der Liquidität. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2023 waren im Unternehmen durchschnittlich 331 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon entfallen: - zwei auf die Geschäftsführung - 21 auf den kaufmännischen Bereich - 17 auf den technischen Bereich - 28 auf den Transport- und Fahrbereich - 262 auf die Zerlegung - 1 auf den Bereich Reinigung Unterschrift der Geschäftsleitung
Frechen, den 19. Dezember 2024 gez. Christian Boeser, Geschäftsführer gez. Axel Boeser, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Boeser Frischfleisch GmbH, Frechen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Boeser Frischfleisch GmbH, Frechen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Boeser Frischfleisch GmbH, Frechen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
München, 17. Dezember 2024 Römer
Treuhand GmbH
Römer, Wirtschaftsprüfer |
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