Korzilius GmbHLiquidiert

56424 Mogendorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 21376
Eingetragen
23.12.2008
Branche
Herstellung von keramischen Haushaltswaren und ZiergegenständenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Isolatoren und Isolierteilen aus Keramik
Gegenstand
Die Herstellung von und der Handel mit keramischen und Kunststofferzeugnissen aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Boguslaw Korneta
seit 16.11.2021
Liquidator
Ewa Magdalena Famula
seit 29.7.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 6 angezeigt

12.750 €
51.00%
10.500 €
42.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Korzilius GmbH

Mogendorf

Jahresabschluss zum 31.12.2010

Bilanz

Aktiva

  31.12.2010
Euro
31.12.2009
TEuro
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 222.426,00 253,5
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.582.097,00 1.634,0
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.145.203,00 1.329,3
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.618,00 202,2
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 93.753,17 47,8
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 5.227.591,26 4.252,6
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 630.473,48 602,5
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 71.808,06 117,9
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.792,36 31,2
Summe 9.129.762,33 8.471,0

Passiva

   
  31.12.2010
Euro
31.12.2009
TEuro
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25,0
II. Kapitalrücklage 5.751.000,00 5.751,0
III. Verlustvortrag -3.118.301,60 -746,7
IV. Jahresfehlbetrag -1.686.824,02 -2.371,6
B. Rückstellungen 299.472,00 551,3
C. Verbindlichkeiten 7.859.415,95 5.262,0
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 2.213.865,94 (i.V. T€ 2.616,2)    
Summe 9.129.762,33 8.471,0

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

  2010
2009
T€
1.-5. Rohergebnis   8.183.026,89 6.754,5
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -4.328.844,24   -4.343,9
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -930.284,10   -994,8
- davon für Altersversorgung € 113.869,64 (i.V. € 29.846,80)      
  -5.259.128,34 -5.259.128,34 -5.338,7
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen   -501.460,21 -415,0
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -3.757.852,65 -3.158,0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 487,14   0,8
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -313.589,92   -178,4
- davon an verbundene Unternehmen € 0,00 (i.V. € 0,00)      
  -313.102,78 -313.102,78 -177,6
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.648.517,09 -2.334,8
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00 0,0
13. Sonstige Steuern   -38.306,93 -36,8
14. Jahresfehlbetrag   -1.686.824,02 -2.371,6

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

der Korzilius GmbH, Mogendorf

Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften

Der Jahresabschluss der Korzilius GmbH, Mogendorf, für das Geschäftsjahr 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht angepasst.

Zum 01.01.2010 war aufgrund des Übergangs auf die Rechnungslegungsvorschriften nach BilMoG kein außerordentliches Ergebnis zu erfassen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene, immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach Anschaffungspreisminderungen, aktiviert. Die Abschreibung auf das Sachanlagevermögen erfolgt sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang erfasst.

Bei den Zugängen von beweglichen Anlagegegenständen erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Seit 2008 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter in Anlehnung an steuerliche Grundsätze mit AK/HK zwischen € 150,00 und € 1.000,00 in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

· Gebäude 25 Jahre
· Technische Anlagen und Maschinen 5 - 11 Jahre
· Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 8 Jahre

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden mit Anschaffungskosten, in Einzelfällen zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Auf Grund verlustfreier Bewertung waren Abwertungen auf den zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert notwendig. Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen mit den Vorräten verrechnet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet sind, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 2% auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

1. Anlagevermögen

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand am 01.01.2010
Zugänge
Umbuchung
Abgänge
Stand am 31.12.2010
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 306.600,00 205,00 0,00 0,00 306.805,00
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.713.810,25 47,13 0,00 0,00 1.713.857,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.769.034,03 114.121,74 47.771,41 0,00 1.930.927,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.855,89 41.530,93 0,00 65.872,27 282.514,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.771,41 93.753,17 -47.771,41 0,00 93.753,17
  3.837.471,58 249.452,97 0,00 65.872,27 4.021.052,28
  4.144.071,58 249.657,97 0,00 65.872,27 4.327.857,28
  Abschreibungen
  Stand am 01.01.2010
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2010
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 53.049,00 31.330,00 0,00 84.379,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.821,25 51.939,13 0,00 131.760,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 439.759,03 345.965,15 0,00 785.724,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.628,89 72.225,93 21.958,27 154.896,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  624.209,17 470.130,21 21.958,27 1.072.381,11
  677.258,17 501.460,21 21.958,27 1.156.760,11
  Buchwerte
  Stand am 31.12.2010
Stand am 31.12.2009
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 222.426,00 253.551,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.582.097,00 1.633.989,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.145.203,00 1.329.275,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.618,00 202.227,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 93.753,17 47.771,41
  2.948.671,17 3.213.262,41
  3.171.097,17 3.466.813,41

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr- eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Guthaben bei Kreditinstituten

Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind T€ 18 als Sicherheit hinterlegt.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzung betrifft unter anderem ein Disagio i.H.v. insgesamt € 2.727,50 (i. V. T€ 7,5), das seit 2009 linear über eine Gesamtlaufzeit von rund 3 Jahren aufgelöst wird.

PASSIVA

1. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

  Gesamtbetrag 31.12.2010
bis zu einem Jahr
Stand am 31.12.2010 7.859.415,95 4.259.415,95
Vergleich 31.12.2009 5.261.979,29 3.761.979,29

Die Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von € 1,5 Mio. Verpflichtungen für die eine Rangrücktrittserklärung abgegeben wurde.

Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  fällig 2011
T€
fällig 2012 - 2015
T€
Miet- und Leasingverpflichtungen 148 347

2. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

  2010 Ø 2009 Ø
Angestellte 42 39
Gewerbliche Arbeitnehmer 97 102
  139 141

3. Geschäftsführung

-Boguslaw Korneta, Ransbach-Baumbach

-Piotr Fidos, Mogendorf (bis 19. Juli 2010)

 

Mogendorf, den 27. November 2011

Boguslaw Korneta, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

Korzilius GmbH Mogendorf

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

1.1 Gesamtwirtschaft

Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Vorjahr von 4,7% konnte in 2010 ein Anstieg von 3,6% verzeichnet werden.

Die Exporte brachen im Jahr 2009 um ca. -14% ein und stiegen im Jahr 2010 um 14,8% an. Damit nähert sich das Exportvolumen seinem Rekordniveau aus dem Jahr 2008. 2010 wird es diesen Wert voraussichtlich nur knapp verfehlen. Im Jahr 2011 werden die Exporte die Rekordmarke von 2008 überspringen. Die Zuwachsrate wird jedoch mit +7,4% deutlich geringer liegen. Im Jahr 2010 wurden somit die Einbrüche der Krise kompensiert und 2011 wieder mit Zuwächsen zu rechnen ist.

1.2 Branche

Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind in 2010 gegenüber dem Vorjahr um 0,6% zurückgegangen. Hauptursache dafür ist die Entwicklung des öffentlichen Baus, der trotz Konjunkturpaketen um 1,9% nachgab.

In 2010 wurde der Bau von 187.667 Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt. Dies entspricht einem Zuwachs von 5,5% bzw. 9.728 Wohnungen gegenüber dem Vorjahr. Von den genehmigten Wohnungen entfallen 164.629 (+6,8%) auf Neubauwohnungen in Wohngebäuden. Dabei fiel der Anstieg an von Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser (+8,5%) etwas höher aus als der Anstieg für Einfamilienhäuser (+5,0%) und Zweifamilienhäuser (+5,6%).

Der Fliesenverbrauch in Deutschland wird in 2010 auf 108 Mio. m² geschätzt.

2. Umsatzentwicklung Korzilius GmbH

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2010 um 26% über dem Umsatz des Vorjahres.

Der Rohertrag stieg gegenüber dem Vorjahr von 50,6% auf 53,2%.

Die in 2009 begonnene Vertriebsstrategie, basierend auf einer gezielten Kundensegmentierung verbunden mit einer darauf abgestimmten POS - Vermarktung (Point of sale), wurde in 2010 konsequent fortgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Handel wurden Ausstellungen gezielt neu gestaltet und die Produkte in hochwertigen Ausstellungsmöbeln präsentiert.

Die eingeschlagene Vertriebsstrategie zeigte in Deutschland erste Erfolge, indem der stetige Umsatzrückgang der letzten Jahre gestoppt werden konnte und zudem noch ein Umsatzplus gegenüber 2009 erzielt wurde. Im Ausland konnten die Umsätze bis auf wenige Ausnahmen teilweise deutlich gesteigert werden.

Der eingeschlagene Weg der zentralen Vermarktung in Osteuropa durch die in Polen ansässige Tubadzin-Gruppe hat sich als absolut richtig erwiesen. Die Umsatzsteigerung im osteuropäischen Markt lag trotz des unverändert schwachen Zloty bei 90%.

Nach einem Umsatzrückgang im Vorjahr konnten die Umsätze in Skandinavien und der Schweiz mit je rund 40% deutlich gesteigert werden.

Verloren haben die Umsätze in Luxemburg und Frankreich. Nachdem die vakante Stelle des Handelsvertreters für Luxemburg Mitte des Jahres neu besetzt wurde, konnte der Negativtrend in Luxemburg aber bereits im zweiten Halbjahr umgekehrt werden.

3. Personalentwicklung Korzilius GmbH

Die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer lag in 2010 bei durchschnittlich 146; davon entfallen auf die Angestellten 45 und auf die gewerblichen Arbeitnehmer 101. Im Laufe des Jahres wurden 2 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Im Vertrieb- und Verwaltungsbereich wurden 4 Arbeitnehmer neu eingestellt, im Produktionsbereich konnte 1 Person neu eingestellt werden.

4. Vermögens- und Ertragslage Korzilius GmbH

Zur Beurteilung der Finanzlage dient nachstehende Kapitalflussrechnung.

Kapitalflussrechnung 2010
T€
2009
T€
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -2.440 -4.018
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -204 -605
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 2.598 4.616
Zahlungswirksame Veränd. des Finanzmittelbestandes -46 -7
Flüssige Mittel Jahresanfang 118 125
Flüssige Mittel Jahresende 72 118
Bilanzkennzahlen 2010 2009
  T€ T€
Bilanzsumme 9.130 8.471
Eigenkapital 971 2.658
Eigenkapitalquote 11% 31%
Rückstellungen 3% 7%
Mittelfristige Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 1% 6%
Mittelfristige Verbindlichkeiten gg. Nahesteh. Unternehmen 38% 12%
Kurzfristige Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 23% 25%
Kurzfristige Verbindlichkeiten gg. Nahesteh. Unternehmen 16% 12%
Lieferantenverbindlichkeiten/Sonst. Verbindlichkeiten 7% 8%
Anlagevermögen 35% 41%
Vorräte 69% 66%
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -12% -15%
Forderungen/Sonst. Vermögensgegenstände/RAP 7% 7%
Liquide Mittel 1% 1%

Die Bilanzsumme hat sich von 8.471 T€ in 2009 auf 9.130 T€ in 2010 - insbesondere durch den weiteren Aufbau des Vorratsvermögens - erhöht. Finanziert wurde der Vermögensaufbau sowie der Cash-Flow-Verlust aus dem Jahresfehlbetrag durch die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 3,0 Mio. eines nahestehenden Unternehmens.

Nachfolgend wird die Ergebnisrechnung in Relation zur Gesamtleistung dargestellt.

Ertragslage 2010 2009
Rohertrag 53,2% 50,6%
Personalaufwand -42,0% -44,4%
Abschreibungen -3,7% -3,5%
Sonstige betrieblichen Aufwendungen -19,6% -21,7%
  -65,3% -69,6%
Betriebsergebnis -12,1% -19,0%
Finanzergebnis -2,3% -1,5%
Neutrales Ergebnis 1,9% 0,3%
Jahresfehlbetrag -12,5% -20,2%

Für 2010 wird ein Jahresfehlbetrag von 1,7 Mio. nach einem Fehlbetrag von 2,4 Mio. in 2009 ausgewiesen. Der absolute Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Kosten für Materialaufwand, Provisionen und Ausgangsfrachten) hat sich absolut von 5.945 T€ auf 7.149 T€ erhöht, dadurch wurde der Aufbau der operativen Kosten von 8.169 T€ auf 8.781 T€ kompensiert, so dass das Betriebsergebnis von -2.224 T€ in 2009 auf -1.632 T€ in 2010 gestiegen ist.

B. Darstellung der Lage des Unternehmens

1. Umsatz- und Ergebnissituation aktuell

Per 31.10.2011 liegt der Umsatz um 3% unter Vorjahr. Während im Inland ein Umsatzplus von 3% zu verzeichnen ist, hat sich der Auslandsumsatz, insbesondere im west-europäischen Ausland, abgeschwächt.

Aus dem fehlenden Umsatz resultiert zum 31.10.2011 ein vorläufiger Fehlbetrag von € 1,5 Mio.

2. Liquiditätssituation

Durch eine von Dezember 2010 bis Mitte/Ende Februar 2011 laufende Kurzarbeitsphase konnten die Ausgaben für Material und Personal deutlich reduziert werden. Die weitere Umlauffinanzierung wurde durch Vorauskassen der Tubadzin-Gruppe sichergestellt. Bis zum Berichtstag konnte allen Zahlungsverpflichtungen weitestgehend fristgerecht nachgekommen werden.

Bis zum Jahresende werden zur Deckung des laufenden Liquiditätsbedarfs zusätzliche Mittel benötigt. Die Gesellschafter haben die Bereitstellung dieser zusätzlichen liquiden Mittel auf Anforderung zugesagt. Auch über das Jahr 2011 hinaus wird der Fortbestand des Unternehmens durch kurzfristige Liquiditätszusagen des Gesellschafters gesichert werden müssen, da kurzfristige Liquiditätsengpässe nicht ausgeschlossen werden können.

3. Risikomanagement

Im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeiten als Produktionsunternehmen sind wir einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unsere Risikopolitik besteht darin, vorhandene Chancen zu nutzen und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu begrenzen. Dabei ist das Risikomanagement ein untrennbarer Bestandteil des Geschäftsprozesses und der Unternehmensentscheidungen.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäftes ist das Controlling ein wichtiges Element. Signifikante Abweichungen werden in monatlichen Auswertungen erfasst und erörtert. Forecastermittlungen auf das Jahresende bilden die Grundlage der Geschäftsführung für den zukünftigen wirtschaftlichen und bilanziellen Erfolg.

IT Risiken werden durch den Einsatz technischer Schutzmaßnahmen wie Firewallsysteme, Zugangs- und Zugriffskontrollen reduziert.

Produkt- und Umweltschutzrisiken begegnen wir insbesondere durch Maßnahmen der Qualitätssicherung. Hierzu gehören die ständige Verbesserung der Produktionsverfahren sowie die konsequente Weiterentwicklung unserer Produkte nach den neusten Erkenntnissen der Fertigungstechnik und des Umweltschutzes.

Finanz- und Währungsrisiken werden durch die ausschließlich in Euro durchgeführte Fakturierung minimiert.

Zinsänderungsrisiken werden durch Abschluss von Darlehensverträgen mit festen Zinsvereinbarungen begegnet.

Wechselkurs-, Umwelt-, Finanzierungs-, Liquiditäts- und andere betriebliche Risiken über die bereits genannten hinaus sind derzeit nicht erkennbar.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind kaum zu verzeichnen.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt.

Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über einen Bankkredit sowie zwei Darlehen eines nahestehenden Unternehmens.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

4. Ausblick, Chancen und Risiken der weiteren Entwicklung

Die Rückgänge im deutschen Wohnungsbau erholen sich nur langsam. So setzte sich der Erholungstrend aus 2009 in 2010 ebenfalls fort und es konnte sowohl im Privatwohnungsbau als auch im öffentlichen Bau ein Wachstum verzeichnet werden.

Der private Verbrauch erhält deutliche Impulse aufgrund der sinkenden Arbeitslosigkeit und der damit steigenden Kaufkraft, die zudem durch Lohnsteigerungen gestärkt wird. Im Verlauf des Jahres 2010 gerieten die Baupreise von der Kostenseite wieder unter Druck. Die Hypothekenzinsen blieben 2010 deutlich unter ihrem langjährigen Durchschnitt. Die Fördermaßnahmen für Modernisierungen werden im Rahmen der Sparmaßnahmen etwas zurückgehen.

Gerade der Wohnungsbau erhält durch Knappheiten im Mietwohnbau, durch steigende Zuversicht und Kostenvorteile im Eigenheimbau positive Impulse. Insgesamt ergibt sich für das Bauvolumen somit ein Ende der rezessiven Tendenz mit Zuwächsen in einzelnen Marktsegmenten, die aber insgesamt nur einen schwachen Aufschwung bringen. Förderlich für den privaten Wohnungsbau ist sicherlich die weiterhin anhaltend niedrige Zinssituation am deutschen Bankenmarkt.

Der Fliesenverbrauch stabilisierte sich 2010 im Inland auf rund 108 Mio. m². Für das Jahr 2011 erwartet man ein leichtes Wachstum von 3 - 4%.

In 2010 wurde der eingeschlagenen Weg der Markenpositionierung, insbesondere im Fachhandel, weiter fortsetzt. Nur so wird es auch in Zukunft gelingen, eine nachhaltige Nachfrage nach ertragsstarken und werthaltigen Sortimenten zu schaffen. Der nach wie vor durch Produktionsüberkapazitäten geprägte deutsche Markt mit der daraus resultierenden Preisaggressivität der Wettbewerber bestärkt Korzilius in dem eingeschlagenen Weg hin zur Markenpositionierung.

Es ist deutlich zu erkennen, dass vermehrt großformatige Produkte für Wand- und Bodenbeläge nachgefragt werden. Aus dieser Erkenntnis heraus hat man sich auch bei Korzilius entschieden in höherwertige großformatige Bodenformate zu investieren und die vorhandenen Großformate bis 30x90 cm um Großformate bis 40x80 cm - speziell für den Bodenbereich - zu ergänzen. Mit dem Format 40x80 cm ist Korzilius überzeugt auch ein gut händelbares Format für den Fliesenleger gewählt zu haben.

Da sich eine deutliche Entwicklung des deutschen Marktes in Richtung eines Renovierungs- und Sanierungsmarktes abzeichnet, bleibt es auch für uns in der Produktausrichtung unumgänglich neue Wege in der Produktpräsentation und Produktvermarktung bei unseren Kunden zu gehen. Gerade die höherwertige emotionalisierte Präsentation dieser Produkte erfordert eine konzeptionelle Unterstützung am Point of Sale. Bei einer Vielzahl von Kunden wurden hochwertige Anwendungsbeispiele und Shop in Shop Konzepte installiert, mit dem Ziel mehr Begeisterung für Gestaltungslösungen mit Keramik zu schaffen.

Wie in den Vorjahren wurden auch in 2010 entsprechende Investitionen in die Verbesserung der technischen Anlagen getätigt, um die Voraussetzung für die Entwicklung neuer Großformate für den Boden zu schaffen.

In Osteuropa entwickelt sich die Vertriebsaktivität über die Plattform der in Polen ansässigen Tubadzin-Gruppe für sämtliche Korzilius-Produkte sehr positiv. Dem wieder wachsenden russischen Markt wurde man beispielsweise mit einer Investition in einen eigenen Ausstellungsraum in Moskau - sowohl für Produkte der Tubadzin-Gruppe als auch für Korzilius - gerecht. Das neuwertige Konzept natura di terra aus dem Hause Korzilius konnte sich auch in diesem Jahr weiterhin gut in diesen Märkten etablieren.

Der Umsatz des Jahres 2011 wird auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Daher wird auch in 2011 noch kein positives Ergebnis erzielt werden können. Nach heutigem Stand wird mit einem Ergebnis zwischen T€ -2.200 und T€ -2.400 gerechnet. Für das Jahr 2012 erwarten wir ein Ergebnis in der Größenordnung von T€ -1.600 bis T€ -1.800.

C. Nachtrag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich insoweit ergeben, dass zur Vermeidung einer Überschuldung und drohenden Zahlungsunfähigkeit der Korzilius GmbH mit einem Darlehensgeber eine weitere Rangrücktrittsvereinbarung über € 2,2 Mio. geschlossen wurde, so dass nunmehr eine Rangrücktritt in Höhe von € 3,7 Mio. besteht. Die Gesellschafter haben bereits für das Jahr 2012 weitere Finanzierungszusagen getroffen.

 

Mogendorf

Korzilius GmbH

Sonstiges: Beschluss / Feststellung

Der Jahresabschluss wurde mit Beschluss vom 13.12.2011 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Korzilius GmbH, Mogendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben die Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs-grundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und die Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort wird ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund einer angespannten Liquiditätslage und defizitären Ertragslage bedroht ist. Zur Deckung des laufenden Liquiditätsbedarfs werden zusätzliche Finanzmittel benötigt.

 

Andernach, den 28. November 2011

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