Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 335019
Vorher
AVR Gewerbe Service GmbH
Eingetragen
19.9.1994
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenSonstige Verwertung von AbfällenSammlung gefährlicher Abfälle
Gegenstand
die Sammlung, der Transport, die Behandlung und Verwertung von Abfällen; der Betrieb von Abfallverwertungs- und Beseitigungsanlagen einschließlich der Rekultivierung und Nachsorge von Deponieeinrichtungen. Die Gesellschaft soll insbesondere die abfallpolitischen Zielsetzungen des Rhein-Neckar-Kreises fördern und unterstützen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Schmitz
seit 7.5.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
AVR - Ver- und Entsorgungs-GmbH
51.00%
49.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AVR - Ver- und Entsorgungs-GmbH
Germany
51.000 €
51.00%
REMONDIS Kommunale Dienste Südwest GmbH
Germany
49.000 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVR GewerbeService GmbH

Sinsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

Zum Vergleich 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 258,04 567,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.319.463,71 2.416.394,81
2. technische Anlagen und Maschinen 1.501.847,92 1.129.021,04
3. Fuhrpark 2.838.106,89 2.241.049,03
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 855.499,80 1.027.378,91
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 214.204,05 241.546,40
7.729.122,37 7.055.390,19
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.150,00 1.150,00
1.150,00 1.150,00
7.730.530,41 7.057.107,88
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 127.225,76 185.567,75
2. fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 0,00
127.225,76 185.567,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.395.618,63 2.568.718,76
2. Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen 7.159,31 8.089,62
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (0,00)
3. sonstige Vermögensgegenstände 223.637,76 305.029,33
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 0,00 (0,00)
2.626.415,70 2.881.837,71
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.107.434,22 3.236.723,58
4.861.075,68 6.304.129,04
12.591.606,09 13.361.236,92

PASSIVSEITE

Zum Vergleich 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 2.975.554,90 2.975.554,90
III. Gewinnrücklagen 926.817,58 926.817,58
IV. Gewinnvortrag 1.511.066,69 868.119,40
V. Jahresüberschuss 1.074.084,81 1.642.947,29
6.587.523,98 6.513.439,17
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 503.082,81 709.960,00
2. sonstige Rückstellungen 316.610,00 259.724,00
819.692,81 969.684,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.610.333,16 4.240.555,40
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 599.666,52 (630.222,24)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 1.512.000,00 (1.708.889,04)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.258.331,32 1.202.136,41
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.258.331,32 (1.202.136,41)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 91.255,79 286.804,13
4. sonstige Verbindlichkeiten 224.469,03 148.617,81
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 224.469,03 (148.617,81)
- davon aus Steuern: EUR 39.477,90 (44.545,84)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.601,23 (923,38)
5.184.389,30 5.878.113,75
37.328,43
12.591.606,09 13.361.236,92

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Zum Vergleich 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.506.355,10 19.097.714,37
2. Bestandsveränderungen 0,00 -3.535,16
3. sonstige betriebliche Erträge 58.244,30 226.966,40
17.564.599,40 19.321.145,61
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -72.782,13 -92.930,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.750.744,42 -7.116.024,35
-5.823.526,55 -7.208.954,41
Rohergebnis 11.741.072,85 12.112.191,20
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.040.770,05 -3.645.897,10
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -859.931,72 -793.998,35
- davon für Altersvorsorge: EUR 48.851,49 (53.482,55)
-4.900.701,77 -4.439.895,45
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.038.774,75 -986.256,79
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.176.639,63 -4.237.888,55
Betriebsergebnis 1.624.956,70 2.448.150,41
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.508,92 2.495,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -99.873,79 -67.688,52
-57.364,87 -65.193,52
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -461.631,71 -704.712,29
11. Ergebnis nach Steuern 1.105.960,12 1.678.244,60
12. sonstige Steuern -31.875,31 -35.297,31
13. Jahresüberschuss 1.074.084,81 1.642.947,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft unterliegt dem deutschen Handelsrecht. Sie ist wie folgt im Handelsregister eingetragen:

Firmenname: AVR GewerbeService GmbH
Firmensitz: Sinsheim
Registergericht: Mannheim
Handelsregister-Nummer: HRB 335019

Gliederung

Der Jahresabschluss der AVR GewerbeService GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in der Fassung des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbH Gesetzes in der aktuell gültigen Fassung aufgestellt.

Der Bilanz wurde das Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB zugrunde gelegt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem.

§ 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Bestandsnachweise

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, das Sachanlagevermögen sowie die Finanzanlagen werden in einem Bestandsverzeichnis geführt, aus dem sich auch die für den Anlagespiegel erforderlichen Daten ergeben.

Über Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen Saldenlisten vor.

Die übrigen Posten des Umlaufvermögens sind durch geeignete Unterlagen nachgewiesen.

Der Nachweis der liquiden Mittel erfolgt durch Kassenbücher und durch aktuelle Tagesauszüge. Kassenprotokolle und Bankbestätigungen liegen vor.

Für die sonstigen Rückstellungen sind zweckdienliche Nachweise für Ansatz und Bewertung gegeben.

Bewertung

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer aktiviert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordnungsfähigen Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abgänge werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Bei allen Behältern, die vor dem 1. Januar 2008 nicht als GWG sofort abgeschrieben wurden, wird der Abgang zum Ende des zehnten Kalenderjahres - vom Anschaffungsjahr an gerechnet - unterstellt. Leistungsbedingter Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst, die auf der Grundlage tatsächlicher Nutzungsdauern bemessen werden.

Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer mit steuerlich höchstzulässigen Sätzen vorgenommen. Die Abschreibungen werden pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG von 250 € bis 1.000 € werden ab 2008 entsprechend den steuerlichen Vorgaben in einem Sammelposten aktiviert und dieser über 5 Jahre aufgelöst.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind mit den Herstellungskosten einschließlich angemessener Teile der Verwaltungskosten oder mit ihren niedrigeren beizulegenden Werten ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die latenten Steuern sind auf die gegenüber der Steuerbilanz abweichenden Bilanzansätze in einem gesonderten Abgrenzungsposten erfasst und wurden nach der Liability-Methode und der Comprehensive-Methode ermittelt. Nach der Liability-Methode werden die aktuellen oder, sofern absehbar, künftigen Steuersätze angewandt. Gemäß der Comprehensive-Methode werden latente Gewinnsteuern auf alle temporären Differenzen zwischen den Werten der Steuerbilanz und den Werten der Handelsbilanz berücksichtigt. Die latenten Steuern - unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer sowie des Solidaritätszuschlages werden für den Jahresabschluss mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 29,8 % bewertet. Im Rahmen der Gesamtbetrachtung ergibt sich ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern. Das Wahlrecht, den Aktivüberhang an latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB anzusetzen, wird nicht in Anspruch genommen. Der Überhang aktiver latenter Steuern resultiert im Saldo aus Buchwertdifferenzen aufgrund der Bewertungsunterschiede in der Steuerbilanz.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den Lebensarbeitszeitkonten betrifft Ansprüche der Mitarbeiter aus Gehaltsumwandlungen, nicht genommenen Urlaubsansprüchen und Sonderzahlungen. Zur Absicherung der Ansprüche ist eine Rückdeckungsversicherung vorhanden, welche dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dient. Die Altersversorgungsverpflichtungen aus den Lebensarbeitszeitkonten wurden gemäß dem Saldierungsgebot § 246 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB mit dem Aktivwert zu einem Posten zusammengefasst. Der saldierte Wert ist in diesem Fall gleich Null. Für Leistungen, die nicht aus dem Wertguthaben finanziert werden, ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen eine Rückstellung zu bilden. Die Rückstellungsbildung für das Geschäftsjahr erfolgt auf Grundlage des versicherungsmathematischen Gutachtens der compertis Beratungsgesellschaft für betriebliches Vorsorgemanagement mbH, Wiesbaden. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt auf Grundlage folgender versicherungsmathematischer bzw. ökonomischer Prämissen: Der Rechnungszins von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) p.a wurde nach der Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bestimmt. Bei der künftigen Rendite des Wertguthabens wurde ein Wert von 2,45 % (Vorjahr: 1,45 %) zu Grunde gelegt. Der berücksichtigte Gehaltstrend liegt, wie im Vorjahr, bei 2,0 % p.a. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten und die Fluktuation bestimmen sich aus den HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck. Bei der Berechnung wurde für jeden Mitarbeiter ein erwartetes mittleres Alter bei Fälligkeit der Leistung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

B. Angaben zur Bilanz

Aktivseite

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Es besteht eine Beteiligung von 1 T€ am Stammkapital der BGV-Versicherung AG.

Die Vorräte in Höhe von 127 T€ (Vorjahr: 186 T€) beinhalten im Wesentlichen sortierte Wertstoffe sowie den Dieselbestand am Standort Heidelberg.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 224 T€ (Vorjahr: 305 T€) bestehen im Wesentlichen aus debitorischen Kreditoren in Höhe von 92 T€ (Vorjahr: 170 T€), Versicherungserstattungen 8 T€ (Vorjahr: 2 T€) sowie Forderungen gegen Mitarbeiter und Mitarbeiterdarlehen in Höhe von 8 T€ (Vorjahr: 6 T€). Darüber hinaus sind noch Vorsteuererstattungsansprüche, welche erst im Folgejahr abzugsfähig sind, in Höhe von 112 T€ (Vorjahr: 127 T€) enthalten.

Passivseite

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 100 T€.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 2.976 T€.

Die Gewinnrücklagen betragen 927 T€ (Vorjahr: 927 T€) und resultieren aus Jahresüberschüssen früherer Jahre.

Der Gewinnvortrag in Höhe von 1.511 T€ resultiert im Wesentlichen aus den Jahresüberschüssen 2018 - 2022.

Die Steuerrückstellungen betreffen die Veranlagungszeiträume 2022 und 2023 in Höhe von 503 T€. Für den Veranlagungszeitraum 2023 wurden Steuerrückstellungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 33 T€ und Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von 33 T€ gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

In T€ 2023 2022
Unterlassene Instandhaltung 9,9 23,6
Urlaub und Überstunden 209,8 125,3
Abfallverwertung 23,9 51,7
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 24,2 25,3
Jahresabschluss, Prüfungs- und Beratungskosten 10,0 11,0
Ausstehende Rechnungen 7,2 0,0
Berufsgenossenschaft/Schwerbehindertenabgabe 21,0 20,0
Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten 2,5 2,8
Sonstige Rückstellungen 8,1 0,0
316,6 259,7

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Verbindlichkeiten § 285 Nr. 2 HGB Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr § 268 Abs. 5 HGB mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren § 285 Nr.1a HGB
in T€ in T€ in T€ in T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.610 600 3.010 1.512
2. aus Lieferungen und Leistungen 1.258 1.258 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 91 91 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 225 225 0 0
5.184 2.174 3.610 1.512

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 91 T€ (Vorjahr: 287 T€) betreffen vollständig den Gesellschafter AVR UmweltService GmbH (Vorjahr: 278 T€) und resultieren mit 84 T€ im Wesentlichen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der AVR UmweltService GmbH und mit 7 T€ aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus bestanden im Vorjahr noch Verbindlichkeiten gegenüber der AVR Energie GmbH in Höhe von 1 T€.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 225 T€ (Vorjahr: 149 T€) bestehen im Wesentlichen aus noch nicht ausbezahlten Zinsen und Tilgungen für Darlehen 103 T€ (Vorjahr: 46 T€), der Lohn- und Kirchensteueranmeldung Dezember 2023 in Höhe von 39 T€ (Vorjahr: 45 T€), Verbindlichkeiten gegenüber Krankenkassen 4 T€ (Vorjahr: 1 T€), Kautionen 31 T€ (Vorjahr: 19 T€) sowie kreditorischen Debitoren von 48 T€ (Vorjahr: 38 T€).

Nicht in der Bilanz und den Bilanzvermerken ausgewiesen sind die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

a)

Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen über Grundstücke und Gebäude mit unbestimmter und bestimmter Laufzeit bei einem Jahresentgelt von 515 T€.

b)

Das Bestellobligo beträgt rd. 490 T€ für Zahlungsverpflichtungen aus offenen Bestellungen, die noch zu regulieren sind.

Bei den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB handelt es sich um Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen und Mietverträgen für eine Betriebsstätte. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalschonung erreicht wird. Ein Risiko besteht darin, dass die geleasten und gemieteten Gegenstände nicht benötigt werden. Eine Chance besteht darin, dass die Kapitalbindung vermieden wird und durch die Mietverträge das wirtschaftliche Risiko nicht auf die AVR GewerbeService GmbH übergeht.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse von 17.506 T€ (Vorjahr: 19.098 T€) wurden im laufenden Geschäftsjahr ausschließlich im Inland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 58 T€ (Vorjahr: 227 T€) resultieren überwiegend aus Versicherungserstattungen und den Sachbezügen für KFZ-Gestellung an Mitarbeiter. Darüber hinaus sind noch Erlöse aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 73 T€ (Vorjahr: 93 T€) bestehen im Wesentlichen aus Kosten für Strom, Gas und Wasser / Abwasser.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 5.751 T€ (Vorjahr: 7.116 T€) bestehen überwiegend aus Verwertungskosten, Fremdpersonalkosten und Transportkosten.

Der Personalaufwand für Löhne und Gehälter beträgt 4.041 T€ (Vorjahr: 3.646 T€). Für soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung wurden 860 T€ (Vorjahr: 794 T€) aufgewendet. Der Anteil für die Altersversorgung beträgt 49 T€ (Vorjahr: 53 T€).

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 1.039 T€ (Vorjahr: 986 T€).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.177 T€ (Vorjahr: 4.238 T€) sind Grundstücksaufwendungen von 740 T€ (Vorjahr: 634 T€) enthalten. Die Aufwendungen betreffen vor allem die Betriebsstätte Heidelberg. Des Weiteren sind Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 1.183 T€ (Vorjahr: 1.025 T€), Vertriebsaufwendungen von 111 T€ (Vorjahr: 120 T€), Reparatur und Instandhaltungskosten für Gebäude, Maschinen und Behälter in Höhe von 649 T€ (Vorjahr: 724 T€), Kfz-Kosten in Höhe von 1.473 T€ (Vorjahr: 1.598 T€) sowie neutrale Aufwendungen in Höhe von 22 T€ (Vorjahr: 137 T€) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge von 43 T€ (Vorjahr: 2,4 T€) setzen sich im Wesentlichen aus Zinserträgen von einer kurzfristigen Geldanlage bei einem Kreditinstitut in Höhe von 6 T€ (Vorjahr: 0 T€) und Erträgen aus Sicherungsgeschäften (Zinsswap) in Höhe von 37 T€ zusammen. Der Zinsertrag des Vorjahres resultierte aus Gewerbesteuerzinsen für die Jahre 2018 und 2019.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 100 T€ (Vorjahr: 68 T€) betreffen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten.

Die Ertragsteuerbelastung ergibt sich aus der Gewerbesteuerbelastung und der Körperschaftsteuerbelastung sowie dem darauf entfallenden Solidaritätszuschlag 2023.

Die sonstigen Steuern von 31 T€ betreffen die Kfz-Steuer des lfd. Geschäftsjahres sowie Grundsteuer.

D. Sonstige Angaben

Angaben zu Gesellschaftsorganen

Geschäftsführer:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war zum Geschäftsführer

 

Herr Martin Schmitz

bestellt. Auf die Angaben der Geschäftsführer-Vergütung gem. § 285 Nr. 9a HGB wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat:

Der Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Landrat Stefan Dallinger, Vorsitzender

Siegfried Rehberger, Geschäftsführer Remondis Mannheim, Stellvertretender Vorsitzender bis 31.03.2023

Thomas Drewer, Geschäftsführer Remondis Mannheim Stellvertretender Vorsitzender ab 01.04.2023

Kreisrat Frank Werner, Bürgermeister, Angelbachtal, Stellvertretender Vorsitzender

Kreisrat Ralf Frühwirt, Dozent, Leimen,

Sebastian Klein, Remondis Mannheim, ab 01.04.2023

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr 2023 Bezüge in Höhe von 2,1 T€ gewährt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt 6,4 T€. Es entfällt in vollem Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen.

Mitarbeiteranzahl

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 96 Mitarbeiter (Vorjahr: 91) inklusive 2 Auszubildende beschäftigt. Auf den Verwaltungsbereich entfielen 18 und auf den gewerblichen Bereich 78 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Derivative Finanzinstrumente

Bei den derivativen Finanzinstrumenten nutzt die AVR GewerbeService GmbH außerhalb der Börse gehandelte OTC-Instrumente. Dazu gehören insbesondere Zinssatzswaps. Die Geschäfte werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken abgeschlossen. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei der AVR GewerbeService nicht zu Handelszwecken genutzt.

Um zukünftige Zinserhöhungsrisiken bei langfristigen Krediten zu minimieren, wurden Forward Zinsswaps abgeschlossen. Dieser Swap wurde für ein in der Zukunft auslaufendes Darlehen für die Laufzeit von 25 Jahren beginnend ab 02.01.2018 abgeschlossen. Durch den Zinssatztausch zwischen Kreditinstituten und der AVR GewerbeService GmbH ergibt sich im Saldo für die AVR GewerbeService GmbH ein vorab festgelegter Zinssatz, vergleichbar mit einer Festsatzfinanzierung.

Die abgeschlossenen Swaps dienen ausschließlich der Absicherung eines niedrigen Zinsniveaus und werden nicht spekulativ gehandelt. Die Bewertung der Zinsderivate erfolgte auf Basis einer marktnahen Bewertung unter Berücksichtigung der Zinskurve (Barwertmethode), die sich mit der Bewertungsmitteilung des Kreditinstitutes zum Bilanzstichtag deckt.

Die AVR GewerbeService GmbH hat derzeit einen laufenden Swapvertrag, der in der folgenden Tabelle dargestellt wird (§ 285 Nr. 23 HGB):

Swap Nr. Abschlusszeitpunkt Laufzeit in Jahren Beginn Ende Gesicherter Zins (ohne Marge) Barwert 2023 Buchwert der abgesicherten Darlehen zum 31.12.2023
5495178 01/ 2018 25 02.01.2018 30.12.2042 1,505% 199 T€ 2.052 T€
199 T€ 2.052 T€

Zur Berechnung der Gesamtbelastung der AVR GewerbeService GmbH muss aus der kongruenten variablen Finanzierung noch die aktuell bankübliche Marge von 0,5 - 1,0% zum gesicherten Festzinssatz addiert werden. Der dargestellte positive Barwert in Höhe von 199 T€ stellt lediglich den theoretischen Wert des Swapgeschäftes zum 31.12.2023 bei Verkauf des Swaps dar. Da die AVR GewerbeService GmbH den Swap nicht zu Handelszwecken nutzt und damit der Vertrag bis zum Ende der Laufzeit erfüllt wird, sind aus dem positiven Barwert keine Risiken aus drohenden Verlusten für die Gesellschaft vorhanden. Für Swapgeschäfte ist im Unterschied zu Capgeschäften keine Prämie zu entrichten. Deshalb existiert kein Buchwert für die Swapgeschäfte. Zum Abschlussstichtag sind 2.052 T€ der Darlehen bei der AVR GewerbeService GmbH über Swaps besichert.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 1.074.084,81 €

unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von 1.511.066,69 €
ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 2.585.151,50 €.
Von dem Bilanzgewinn werden 1.000.000,00 €
an die Gesellschafter ausgeschüttet und 1.585.151,50 €

auf neue Rechnung vorgetragen.

Über die Verwendung des Bilanzgewinns entscheidet, nach Feststellung des Jahresergebnisses, gemäß § 10 Abs. (2) Ziffer 2.4 des Gesellschaftsvertrages, aufgrund der Vorberatungen und Empfehlung durch den Aufsichtsrat § 8 Abs. (9) Ziffer 9.12 die Gesellschafterversammlung.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung eingetreten.

 

Sinsheim, 15. März 2024

Martin Schmitz, Geschäftsführer

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- Herstellungs- kosten 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Vertragsrechte 0,00 0,00 0,00 1.093.362,02
0,00 0,00 0,00 1.093.362,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
Erbbaurechte 0,00 0,00 0,00 21.617,25
Gebäude 0,00 0,00 0,00 2.454.015,03
Außenanlagen fremd. Grundstücke 0,00 0,00 0,00 433.236,75
0,00 0,00 0,00 2.908.869,03
2. Technische Anlagen und Maschinen
Maschinen 635.327,10 143.927,60 0,00 3.844.017,57
Betriebsvorrichtung 0,00 0,00 0,00 128.163,09
635.327,10 143.927,60 0,00 3.972.180,66
3. Fuhrpark
PKW 0,00 0,00 0,00 89.479,75
LKW 828.016,40 185.968,59 220.303,36 6.581.685,33
828.016,40 185.968,59 220.303,36 6.671.165,08
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Hardware 4.167,00 0,00 0,00 58.972,04
Container und Absetzmulden 21.348,10 9.719,04 0,00 2.693.797,38
Sonstige BGA 8.822,26 0,00 21.243,04 419.614,01
GWG 0,00 0,00 0,00 242.016,61
GWG Sammelposten 250€ - 1.000€ 4.281,08 44.240,48 0,00 98.193,96
38.618,44 53.959,52 21.243,04 3.512.594,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Geleistete Anzahl. und Anlagen im Bau 214.204,05 0,00 -241.546,40 214.204,05
1.716.165,99 383.855,71 0,00 17.279.012,82
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 1.150,00
0,00 0,00 0,00 1.150,00
1.716.165,99 383.855,71 0,00 18.373.524,84
Kumulierte Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Zugang Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Vertragsrechte 1.092.794,33 309,65 0,00 1.093.103,98
1.092.794,33 309,65 0,00 1.093.103,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
Erbbaurechte 1.814,55 628,64 0,00 2.443,19
Gebäude 346.431,35 74.364,09 0,00 420.795,44
Außenanlagen fremd. Grundstücke 144.228,32 21.938,37 0,00 166.166,69
492.474,22 96.931,10 0,00 589.405,32
2. Technische Anlagen und Maschinen
Maschinen 2.259.095,11 257.030,53 143.927,60 2.372.198,04
Betriebsvorrichtung 92.665,01 5.469,69 0,00 98.134,70
2.351.760,12 262.500,22 143.927,60 2.470.332,74
3. Fuhrpark
PKW 74.023,61 3.434,70 0,00 77.458,31
LKW 3.493.741,27 447.827,20 185.968,59 3.755.599,88
3.567.764,88 451.261,90 185.968,59 3.833.058,19
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Hardware 48.656,01 5.252,85 0,00 53.908,86
Container und Absetzmulden 1.871.076,42 167.099,13 5.750,40 2.032.425,15
Sonstige BGA 217.146,39 35.781,23 0,00 252.927,62
GWG 242.012,61 0,00 0,00 242.012,61
GWG Sammelposten 250€ - 1.000€ 100.421,70 19.638,67 44.240,41 75.819,96
2.479.313,13 227.771,88 49.990,81 2.657.094,20
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Geleistete Anzahl. und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.891.312,35 1.038.465,10 379.887,00 9.549.890,45
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
9.984.106,68 1.038.774,75 379.887,00 10.642.994,43
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Vertragsrechte 258,04 567,69
258,04 567,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
Erbbaurechte 19.174,06 19.802,70
Gebäude 2.033.219,59 2.107.583,68
Außenanlagen fremd. Grundstücke 267.070,06 289.008,43
2.319.463,71 2.416.394,81
2. Technische Anlagen und Maschinen
Maschinen 1.471.819,53 1.093.522,96
Betriebsvorrichtung 30.028,39 35.498,08
1.501.847,92 1.129.021,04
3. Fuhrpark
PKW 12.021,44 15.456,14
LKW 2.826.085,45 2.225.592,89
2.838.106,89 2.241.049,03
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Hardware 5.063,18 6.149,03
Container und Absetzmulden 661.372,23 811.091,90
Sonstige BGA 166.686,39 172.402,32
GWG 4,00 4,00
GWG Sammelposten 250€ - 1.000€ 22.374,00 37.731,66
855.499,80 1.027.378,91
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Geleistete Anzahl. und Anlagen im Bau 214.204,05 241.546,40
7.729.122,37 7.055.390,19
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.150,00 1.150,00
1.150,00 1.150,00
7.730.530,41 7.057.107,88

Lagebericht 2023

der AVR GewerbeService GmbH

A) Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft ist auf dem Gebiet der gewerblichen Abfallwirtschaft tätig. Unsere Kernkompetenzen sind umfassende, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Entsorgungsleistungen für Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe. Damit sind wir ein zentraler Baustein in der AVR Wertschöpfungskette "aus Müll wird grüne Energie".

Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb konzipiert die AVR GewerbeService GmbH perfekte Komplettlösungen für alle Anforderungsprofile und garantiert dabei in allen Stufen der Entsorgungskette eine durchgängige und gleichbleibende Qualität. Das Entsorgungsgebiet erstreckt sich über den gesamten Rhein-Neckar-Kreis, die Stadt Heidelberg, den Landkreis Bergstraße bis hinein in den Landkreis Karlsruhe. Zu den zahlreichen, zufriedenen Kunden gehören beispielsweise so bekannte Namen wie die Heidelberger Druckmaschinen AG, Evo-Bus, ALDI, ABB, die Dualen Systeme oder Henkel. Selbstverständlich sind wir jenseits unserer Industrieaufträge auch in anderen Bereichen aktiv. Neben den täglichen Aufgaben bei unseren Firmenkunden entsorgen wir den Müll von regionalen Großveranstaltungen und Messen und setzen hier die speziellen Anforderungsprofile der Veranstalter bedarfsgerecht und professionell um. Gleiches gilt für individuelle und maßgeschneiderte Konzepte bei Werksentsorgungen. Der Kundenstamm der Gesellschaft setzt sich sowohl aus Großfirmen mit umfassender Werksentsorgung als auch aus einer Vielzahl von kleineren und einigen mittleren Betrieben zusammen, bei denen Abfälle zur Verwertung sowie Baustellenabfälle erfasst und einer Verwertung zugeführt werden.

B) Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Prognosen der wirtschaftlichen Entwicklung bilden die Basis für viele Planungen der Unternehmen. Wie sich die Wirtschaft in Zukunft entwickelt, lässt sich nur schätzen. Regierungen, internationale Organisationen und Wirtschaftsforscher versuchen regelmäßig, die konjunkturelle Entwicklung anhand verschiedener Annahmen möglichst genau vorherzusagen.

Die Rezession, Inflation, stark gestiegenen Energiepreis, hohe Zinsen und die geopolitischen Konflikte in Europa und der Welt belasten die wirtschaftlichen Aussichten erheblich.

Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug die Inflationsrate lt. Statistischem Bundesamt 5,9 %. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand.

Auch im Jahr 2023 setzte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre restriktive Geldpolitik fort. Im Februar, März, Mai, Juni und Juli des vergangenen Jahres 2023 wurden daher Leitzinserhöhungen von je 0,50 Prozentpunkte beschlossen. Die letzte Leitzinserhöhung im September 2023 belief sich auf 0,25 Prozentpunkte. Seit dem 14.09.2023 verharrt der Leitzins der EZB (Hauptrefinanzierungsgeschäft) bei 4,50 %. Im letzten Quartal des Jahres 2023 verzichtete die EZB auf weitere Zinserhöhungen.

Die schwache Konjunktur ist auch nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorüber gegangen. Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten ist der Arbeitsmarkt aber nach wie vor stabil: Erwerbstätigkeit und Beschäftigung sind so hoch wie nie zuvor und auch 2023 zählt zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung 1990. Im Jahr 2023 betrug die Arbeitslosenquote 5,7 % und ist somit um 0,4 % Prozentpunkte höher als im Vorjahr 2022.

Geschäftsverlauf

Insgesamt verzeichnet die Branche einen mengenmäßigen Rückgang der Gewerbeabfälle. Gestiegenen Bauzinsen und die damit verbundene geringere Bautätigkeit sowie hohe Materialkosten führen zu einem geringeren Anfall von Baumischabfällen. Die immer noch hohen Energiekosten und die Konjunktur spielen ebenso eine Rolle. Industrieunternehmen produzierten weniger und somit gingen auch die Produktionsabfälle zurück. Im Handel, Gastronomie und bei Messen fallen hingegen im Vergleich zu den pandemiegeprägten Vorjahren wieder mehr Gewerbeabfälle an. Der Altpapiermarkt war im letzten Jahr durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet. Zum Jahresende wurden wir aufgrund umfangreicher gesetzlicher Veränderungen gezwungen unsere Preise zum 01.12.2023 und zum 01.01.2024 anzupassen. So wird zum 01.12.2023 von der Bundesregierung die LKW Maut auf Bundesstraßen und Autobahnen durchschnittlich um 80% erhöht. Die Erhöhung der Mautkosten ist eine CO 2 Steuer von 200 €/Tonne (Ausstoß von Abgasen). Dies betrifft neben den direkten Transporten von unseren Kunden zu unseren Umschlaganlagen auch die nachgelagerten Transporte von Abfällen zu den Verwertungs- und Endbehandlungsanlagen. Die Verwertungskosten für thermisch zu verwertende Abfälle werden aufgrund der Novellierung des Brennstoffemissionshandelgesetzes (BEHG), welches am 01.01.2024 in Kraft tritt, weitere erhebliche Kostensteigerungen verursachen. Beide gesetzliche Änderungen werden erhebliche Auswirkungen auf die Kosten der Logistik und Abfallbehandlung haben.

Des Weiteren wurden wir im Geschäftsjahr 2023 von der DEKRA wieder als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert und bestätigt. Auch konnten wir unsere Auszeichnung für erfolgreiche familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bestätigen und sind folglich berechtigt, das Zertifikat "Beruf und Familie" zu führen. Im September haben wir als Teil der AVR Unternehmen am Tag der offenen Tür auf der AVR Anlage in Sinsheim teilgenommen. Über 4.000 Besucherinnen und Besucher sorgten für eine gute Resonanz. Wir konnten dabei den Gästen einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen geben und dabei unsere vielfältigen Entsorgungs- und Verwertungsleistungen näherbringen.

Mit dem Geschäftsverlauf und der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 sind wir unter diesen Rahmenbedingungen zufrieden. Unsere Geschäftszahlen bestätigen unsere Strategie. Unser Anliegen ist es, unsere Kunden aktiv zu begleiten. Dabei haben wir unsere Ziele, insbesondere im Hinblick auf Umsatz und Jahresüberschuss übertreffen können. Unsere Vermögens- und Kapitalstruktur ist weiterhin ausgewogen und Ausdruck der stabilen wirtschaftlichen Lage unseres Unternehmens.

Weitere außergewöhnliche bzw. einmalige Entwicklungen oder Ereignisse, die den Geschäftsverlauf wesentlich beeinflusst haben, fanden nicht statt.

Ertragslage

Im Berichtsjahr ergibt sich eine Jahresleistung (Umsatzerlöse zzgl. sonstiger Erträge) von 17.565 T€ (Vorjahr: 19.321 T€). Die Jahresleistung sinkt somit um 1.756 T€ gegenüber dem Vorjahr. Wesentliche Ursache für diesen Rückgang sind die geringeren Erlöse aus der Verwertung von Abfällen, insbesondere Papier-Pappe-Kartonage und Schrott.

Der Materialaufwand sinkt in Summe um 1.385 T€ auf 5.824 T€ was im Wesentlichen auf geringere Verwertungskosten, vor allem aus dem Bereich (PPK) Papier-Pappe-Kartonage, zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand steigt auf 4.901 T€ (Vorjahr: 4.440 T€) an. Im Verhältnis zum Rohertrag erhöht sich die Personalkostenquote auf 41,7% (Vorjahr: 36,6%). In der Gesellschaft wurden durchschnittlich 96 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 91 Mitarbeiter). Die Gesamtzahl der Mitarbeiter setzt sich zusammen aus 78 gewerblich Beschäftigten und 18 kaufmännisch Beschäftigten. Die Steigerung des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf die höhere Anzahl von Mitarbeitern sowie tarifliche Lohnerhöhungen in Höhe von 4,5% zurückzuführen. Darüber hinaus wurde eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 121 T€ an die Mitarbeiter ausbezahlt.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen betragen 1.039 T€ (Vorjahr: 986 T€). Die Investitionen des Jahres 2023 betrafen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen, den Fuhrpark sowie Abfallcontainer.

Daneben ergibt sich ein sonstiger betrieblicher Aufwand, der sich mit 4.176 T€ (Vorjahr: 4.237 T€) auf Vorjahresniveau bewegt. Die wesentlichen Aufwandsposten sind dabei die Fuhrparkaufwendungen, insbesondere die Kosten für Kraftstoffe, sowie Reparatur und Instandhaltungsaufwendungen.

Die Zinserträge setzen sich im Wesentlichen aus Zinserträgen von einer kurzfristigen Geldanlage bei einem Kreditinstitut in Höhe von 6 T€ und Erträgen aus Sicherungsgeschäften (Zinsswap) in Höhe von 37 T€ zusammen. Um zukünftige Zinserhöhungsrisiken bei langfristigen Kreditfinanzierungen mit variablem Darlehenszinssatz zu minimieren, wurde ein Forward Zinsswap abgeschlossen. Aus diesem Sicherungsgeschäft wurden erstmalig Erträge erzielt. Im Gegenzug sind die Zinsaufwendungen aus der variablen Kreditfinanzierung angestiegen.

Die Zinsaufwendungen von 100 T€ (Vorjahr: 68 T€) betreffen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten. Aufgrund der variablen Darlehensfinanzierung steigen die Zinsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr. Um dieses Zinserhöhungsrisiko zu begrenzen, wurde ein Sicherungsgeschäft abgeschlossen aus den Erträgen erzielt werden. Im Saldo ergibt für die AVR GewerbeService GmbH ein vorab festgelegter Zinssatz, vergleichbar mit einer Festsatzfinanzierung.

Das Rohergebnis ist um 371 T€ gesunken, die Personalkosten stiegen um 461 T€, die Abschreibungen um 53 T€ bei 61 T€ geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Insgesamt ergibt sich eine Verschlechterung des Jahresüberschusses um 569 T€.

Der unterhalb des Vorjahres liegende Gewinn von insgesamt 1.074 T€ führt zu folgenden Rentabilitätskennzahlen:

2023 2022
Gesamtkapitalrentabilität 12,9% 18,1%
Eigenkapitalrentabilität 16,3% 25,2%

Gesamtkapitalrentabilität = ((Ergebnis v. Ertragssteuern + Zinsaufwand) x 100%)) / Gesamtkapital zum Bilanzstichtag

Eigenkapitalrentabilität = (Jahresüberschuss x 100%) / Eigenkapital zum Bilanzstichtag

Finanzlage

Die Investitionen in das Anlagevermögen sind durch Eigenkapital und Darlehen finanziert. Investitionen wurden in Höhe von 1.716 T€ im Wesentlichen für den Ersatz von Fahrzeugen und Maschinen sowie Abfallcontainer getätigt.

Der Cash Flow nach DVFA/SG beträgt 2.113 T€ (Vorjahr: 2.629 T€). Das Anlagevermögen in Höhe von 7.730 T€ (Vorjahr: 7.057 T€) ist durch langfristiges Kapital von insgesamt 8.100 T€ (Vorjahr: 8.222 T€) gedeckt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um 769 auf 12.592 T€ (Vorjahr: 13.361 T€) verringert. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 673 T€ und das Umlaufvermögen verringerte sich um 1.442 T€. Die Abschreibungen lagen um 53 T€ über denen des Vorjahres. Die Reduzierung der Bilanzsumme ist dabei auf geringere flüssige Mittel zurückzuführen.

Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses 2023 (+1.074 T€) bei gleichzeitiger Gewinnausschüttung an die Gesellschafter (-1.000 T€) auf 6.588 T€. Bezogen auf die Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 52,3% (Vorjahr: 48,7%).

Die sonstigen Rückstellungen erhöhen sich von 260 T€ um 57 T€ auf 317 T€, vor allem durch den Anstieg der Rückstellungen, die im Zusammenhang mit dem Personal stehen für Urlaub und Überstunden bei gleichzeitigem Rückgang der Rückstellungen für Abfallverwertungskosten.

Die Summe der Verbindlichkeiten reduzierte sich von 5.878 T€ im Vorjahr um 694 T€ auf 5.184 T€. Der Anteil, der auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfällt, liegt bei 3.610 T€ (69,6%). Auf verbundene Unternehmen entfallen 91 T€ (1,8 %). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 1.258 T€ (24,3 %) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten auf 225 T€ (4,3 %).

Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2023 wurden rd. 23.000 Tonnen (Vorjahr: rd. 24.000 Tonnen) an Abfallmenge energetisch verwertet. Die Anzahl der Kundenverträge und der Vertragsbestand von über 4.000 Kunden bleiben zum Vorjahr weiterhin konstant.

Gesamtaussage

Das Jahresergebnis 2023 liegt unter dem Vorjahresergebnis. Im Vergleich zur Planung 2023 ist das Ergebnis mit 1.074 T€ um 244 T€ besser als der Planwert von 830 T€. Der Anstieg des Ergebnisses 2023 gegenüber der Planung für das Jahr 2023 ist im Wesentlichen auf geringere Verwertungskosten im Bereich Abfälle zur Verwertung bei ebenfalls geringeren Verwertungserlösen als erwartet zurückzuführen.

C) Prognose / Chancen und Risiken

Prognosebericht

Die Planung weist für 2024 höhere Erlöse aus. Hauptursächlich für die Erhöhung der Erlöse sind die sich erholenden Preis- und Mengenentwicklungen. Insgesamt wird mit einem Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2024 von 650 T€ geplant. Für 2024 wird mit Investitionen in Höhe von 3.036 T€ geplant. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Ersatzbeschaffungen aufgrund des altersbedingten Verschleißes für Fahrzeuge, Arbeitsmaschinen sowie Container und Behälter. Die Investitionen sollen vollständig durch die Aufnahme von Darlehen erfolgen.

Chancen- und Risikobericht

Für die Gesellschaft wurde ein Berichtswesen eingerichtet und ein monatliches Ergebnisreporting installiert. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über einen Planungsprozess, der die jährliche Budgetierung inklusive Mittelfristplanung gewährleistet. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaft überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht.

Aus dem Abfuhr- und Entsorgungsbetrieb resultieren betriebliche Risiken, wie z. B. dem Ausfall von Fahrzeugen oder Maschinen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit einer systematischen Planung und Instandhaltung des Fuhrparks und der technischen Anlagen. Das Risiko weiter steigender Verwertungskosten bei der Entsorgung von Abfällen zur thermischen und energetischen Verwertung wird anteilig durch Preiserhöhungen ausgeglichen. Eventuelle Mindermengen bei einzelnen Kunden können aufgrund der ausgeglichenen Kundenstruktur in den meisten Fällen ausgeglichen werden, die Gesamtmenge konnte in den letzten Jahren, mit Ausnahme des Jahres 2020, 2022, und 2023 kontinuierlich gesteigert werden.

Ein Finanzierungsrisiko kann durch Liquiditätsprobleme oder Forderungsausfälle entstehen. Die Gesellschaft verfügt über genügend Eigenkapital, sodass Liquiditätsprobleme nicht zu erwarten sind. Auch größere Forderungsausfälle sind bedingt durch schnelle Reaktionsmöglichkeiten unwahrscheinlich. Hinweise auf den Eintritt weiterer wesentlicher Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben, sind derzeit nicht bekannt.

Die Inflation, steigende Zinsen, die anhaltend hohen Energiepreise, der Krieg in Europa belasten wie auch schon im Vorjahr die wirtschaftlichen Aussichten. Als Folge dieser Herausforderungen kann es in den bestehenden Lieferungs- und Leistungsbeziehungen- je nach deren Art und Umfang - zu Einschränkungen kommen. Eine laufende Überwachung und Beurteilung der hieraus resultierenden Risiken auf Geschäftsfeld- und Gesellschaftsebene ermöglichen die zeitnahe Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen. Hinsichtlich möglicher Konsequenzen und wesentlicher Risiken sehen wir weiterhin im Bereich der Lieferketten ein hohes Risiko insbesondere hinsichtlich der Energiepreise. Wir konnten bereits in den Vorjahren die steigenden Kosten und daraus entstehenden Folgen erleben. Des Weiteren sind auch Cyberangriffe auf die kritische Infrastruktur und Unternehmen nicht auszuschließen. Solche Risiken können sich dann mittelbar auch auf die gesamte Wirtschaft und die Finanzmärkte auswirken. Weitere Risiken für unser Unternehmen sind derzeit noch nicht abschätzbar.

Hinweise auf den Eintritt wesentlicher Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf das Unternehmen haben, sind derzeit nicht bekannt.

 

Sinsheim, den 15. März 2024

Die Geschäftsführung

Martin Schmitz

Bericht des Aufsichtsrates

zur AVR GewerbeService GmbH

Informationen durch die Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat der AVR GewerbeService GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung laufend überwacht. Er hat sich von der Geschäftsführung regelmäßig, zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung und Unternehmensplanung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle schriftlich und mündlich unterrichten lassen und mit der Geschäftsführung hierüber beraten.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Die Geschäftsführung unterrichtete den Aufsichtsrat in seinen ordentlichen Sitzungen über die Lage und Entwicklung sowie Fragen der strategischen und operativen Weiterentwicklung der Gesellschaft durch schriftliche und mündliche Berichte sowie ausführliche Erläuterungen. Der Aufsichtsrat hat sich dabei von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Die drei Sitzungen des Aufsichtsrats fanden am 10. Mai, 12. Juli und am 6. Dezember 2023 statt. Der Aufsichtsrat hat sich mit der Überwachung der laufenden Geschäfte der Gesellschaft und der Vorbereitung der für die Gesellschafterversammlung anstehenden Beschlüsse beschäftigt. Insbesondere wurden die Auswirkungen der immer noch anhaltend hohen Energiepreise sowie die Strategie im Umgang mit weiteren Herausforderungen wie die Erhöhung der Mautkosten aufgrund der Novellierung des Brennstoffemissionshandelgesetzes (BEHG) beraten. Des Weiteren war ein Schwerpunkt der Wirtschaftsplan 2024 und die mittelfristige Planung bis 2028.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist

 

Herr Siegfried Rehberger, Geschäftsführer Remondis Mannheim, Stellvertretender Vorsitzender bis 31.03.2023

Neu im Aufsichtsrat ist

 

Sebastian Klein, Remondis Mannheim, ab 01.04.2023

Herr Thomas Drewer, Geschäftsführer Remondis Mannheim wurden ab dem 01.04.2023 als Nachfolger von Herrn Rehberger zum Stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt. Weitere Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

Prüfungsbericht und Jahresabschluss 2023

Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Prüfungsbericht von WIBERA Wirtschaftsberatung AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht eingehend geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB versehen. Der Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hat allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vorgelegen. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung Kenntnis genommen. Er hat den vorgelegten Jahresabschluss, den Lagebericht und den Ergebnisverwendungsvorschlag geprüft und empfiehlt der Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit.

 

Sinsheim, 19. April 2024

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats

Stefan Dallinger

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

der AVR Gewerbe Service GmbH

Der Feststellung des Jahresabschlusses 2023 der AVR GewerbeService GmbH sowie der Ergebnisverwendung wird zugestimmt und der Gesellschafterversammlung gemäß § 10 Abs. 2 Ziffer 2.4 vorgeschlagen, dem Jahresabschluss, Lagebericht und der Ergebnisverwendung zuzustimmen, sowie dem Geschäftsführer und dem Aufsichtsrat gemäß § 10 Abs. 2 Ziffer 2.5 Entlastung zu erteilen.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 1.074.084,81 €

unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von 1.511.066,69 €
ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 2.585.151,50 €.
Von dem Bilanzgewinn werden 1.000.000,00 €
an die Gesellschafter ausgeschüttet und 1.585.151,50 €

auf neue Rechnung vorgetragen.

Beschluss der Gesellschafterversammlung der AVR Gewerbe Service GmbH:

Die Gesellschafterversammlung der AVR Gewerbe Service GmbH hat in der Sitzung am 13. Mai 2024 den Jahresabschluss 2023 wie folgt festgestellt:

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 1.074.084,81 €
unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von 1.511.066,69 €
ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 2.585.151,50 €.
Von dem Bilanzgewinn werden 1.000.000,00 €
an die Gesellschafter ausgeschüttet und 1.585.151,50 €

auf neue Rechnung vorgetragen.

Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung werden Entlastung erteilt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AVR GewerbeService GmbH, Sinsheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AVR GewerbeService GmbH, Sinsheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVR GewerbeService GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsart ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungenkollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ord-nungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 15. März 2024

WIBERA Wirtschaftsberatung
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Andrea Ehrenmann, Wirtschaftsprüferin

Thomas Büchler, Wirtschaftsprüfer

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