Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 12482
Eingetragen
23.4.2010
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Matratzen
Gegenstand
Herstellung von medizintechnischen Geräten, Matratzen und textiler Güter jeder Art und sich daraus ergebende Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Markus Langela
seit 2.12.2020
Prokura
Christian Maruhn
seit 5.8.2020
Vorstandsmitglied
Marc Handlöchten
seit 23.1.2015
Prokura
Helmut Wessels
seit 21.12.2012
Vorstandsmitglied
Andreas Funke
seit 21.12.2012
Vorsitzender des Vorstands
Patricia Funke
seit 21.12.2012
Vorstandsmitglied
Daniel Funke
seit 21.12.2012
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Funke Medical AG

Raesfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019

ANHANG

Inhalt

I. Allgemeine Angaben

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

2. Latente Steuern

3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

4. Eigenkapital

5. Verbindlichkeiten

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

V. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

2. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

3. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Unternehmensorgane

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht)

5. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Funke Medical AG im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter der Nummer HRB 12482 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist 46348 Raesfeld, Ährenfeld 10.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Unter Anpassung des Vorjahres erfolgte eine Anpassung des Ausweises der Aufwendungen für Leiharbeiter aus der Position "Löhne und Gehälter" in die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" (TEUR 80; Vorjahr TEUR TEUR 128). Des Weiteren wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 15) für Altersversorgung unter Anpassung des Vorjahres nicht mehr unter der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" sondern unter der Position "Soziale Aufwendungen und Aufwendungen für Altersversorgung" berücksichtigt. Des Weiteren wurde der Ausweis von Grundstückserträgen unter Anpassung des Vorjahres von den "sonstigen betrieblichen Erträgen" in die "Umsatzerlöse" angepasst (TEUR 14; Vorjahr TEUR 10).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten berücksichtigt. Soweit Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert oder Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, erforderlich waren, wurden diese in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen und Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen erfasst, die Aufwand nach dem Stichtag betreffen.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den Bilanzposten gemäß Handels- und Steuerbilanz gebildet. Die Bewertung erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Höhe der Rückstellung wurde durch die GBG-Consulting für betriebliche Altersversorgung GmbH unter Berücksichtigung der Projected-Unit-Credit-Methode unter Anwendung der biometrischen Grundlagen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. K. Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß 2,94 % sowie ohne Gehalts- und Rententrend entsprechend den vertraglichen Regelungen ermittelt.

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB sind die Wertpapiere als Deckungsvermögen, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dient, mit der Pensionsverpflichtung saldiert worden. Die Bewertung erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert.

Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/2019 ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Teil dieses Anhangs ist.

Das Sachanlagevermögen der Funke Medical AG enthält ein Geschäftsgrundstück nebst aufliegendem Gebäude, das der Gesellschaft "quoad sortem" - dem Werte nach - überlassen wird. Dementsprechend erfolgt die Bilanzierung des Grundstücks nebst Gebäude aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums. Das zivilrechtliche Eigentum entfällt hingegen auf den Hauptaktionär der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen für Entwicklung von insgesamt TEUR 23 (2017/2018: TEUR 33) getätigt. Diese Aufwendungen wurden ausschließlich für Entwicklungen aufgewendet, in voller Höhe aktiviert und unter "selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens" ausgewiesen.

Zum 30. Juni 2019 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 32, die auf die Aktivierung von Entwicklungskosten abzgl. der hierauf entfallenen passiven latenten Steuern entfallen.

2. Latente Steuern

Aus den latenten Steuern ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 3.

3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt aus der Saldierung des beizulegenden Werts des Deckungsvermögens i.S.d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von EUR 107.033,00 mit der dem Erfüllungsbetrag für korrespondierende Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 87.257,00.

Gem. § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich per 30.06.2019 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 11.014,00, der ausschüttungsgesperrt ist.

4. Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 112.300,00 (Vorjahr: EUR 112.300,00). Das Grundkapital ist eingeteilt in 1.123 Aktien im Nennbetrag in Höhe von EUR 100,00. Es wird unterschieden in 1.000 Aktien mit Gewinnbezugsrecht und 123 Aktien ohne Gewinnbezugsrecht.

5. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten hat ein Betrag in Höhe von EUR 2.483.486,24 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretungen besichert.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von TEUR 520.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 2) enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl beträgt 62,25 (Vorjahr 54,25).

2. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Dipl.-Bw. Andreas Funke ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender
Helmut Wessels ausgeübter Beruf: Vorstand sales
Patricia Funke ausgeübter Beruf: Vorstand Marketing

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Dipl. Oec. Jürgen Steverding ausgeübter Beruf: Unternehmensberater
Karin Wessels ausgeübter Beruf: Bilanzbuchhalterin
Bernhard Funke ausgeübter Beruf: Rentner

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Dipl. Oec. Jürgen Steverding.

Auf die Angabe der Organvergütung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Unternehmensorgane

Zu den zu Gunsten einzelner Vorstandsmitglieder vergebenen Krediten wird ausgeführt:

Kreditentwicklung Betrag
Euro
Stand bisheriger Kredite 172.242,60
Rückzahlungen im Berichtsjahr 30.675,22
Neuvergaben im Berichtsjahr 40.523,22
= neuer Kreditbestand 182.090,60

Kreditkonditionen neu vergebener Kredite

Zinssatz 1,12%
Laufzeit unbestimmt
Sicherheiten vorhanden

Der Gesamtbetrag der Forderungen gegen Mitglieder des Vorstands beläuft sich auf Euro 182.090,60.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

5. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Aktionären die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 430.479,54. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von Euro 1.513.117,63, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

 

Raesfeld, 27. November 2019

Andreas Funke

Helmut Wessels

Patricia Funke

Festellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2019 wurde in der Gesellschafterversammlung am 27. November 2019 ordnungsgemäß festgestellt.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE GESCHÄFTSJAHRE 2018/2019 und 2017/2018

2018/2019 2017/2018
1. Rohergebnis   5.393.116,28 4.776.155,25
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -2.255.908,57 -1.982.081,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -402.845,02 -349.479,49
davon für Altersversorgung 26.166,76 € (Vorjahr: 25.449,77 €)
3. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -359.838,98 -366.406,13
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -55.244,16 -83.328,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.565.851,33 -1.373.607,16
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.988,72 1.800,64
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -25.649,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -93.264,92 -96.887,79
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -201.508,04 -156.956,44
9. Ergebnis nach Steuern 434.994,98 369.208,97
10. sonstige Steuern -4.515,44 -1.849,32
11. Jahresüberschuss 430.479,54 367.359,65
12. Gewinnvortrag 1.082.638,09 715.278,44
13. Bilanzgewinn 1.513.117,63 1.082.638,09

BILANZEN ZUM 30. JUNI 2019 und 2018

AKTIVA

2019 2018
A. ANLAGEVERMÖGEN:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 45.874,00 33.391,75
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.119,00 29.728,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.204.133,72 4.039.374,72
2. technische Anlagen und Maschinen 767.143,00 810.627,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 765.094,00 789.216,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.655,00 16.742,83
III. Finanzanlagen:
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.501,00 43.150,00
B. UMLAUFVERMÖGEN:
I. Vorräte 929.696,20 834.600,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 653.188,07 669.001,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 55.954,68 112.746,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 61.809,48 57.536,13
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 6.940,00 0,00
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 19.876,00 22.859,00
  7.583.985,15 7.458.973,97

PASSIVA

2019 2018
A. EIGENKAPITAL:
I. Gezeichnetes Kapital 112.300,00 112.300,00
II. Kapitalrücklagen 472.926,71 472.926,71
III Gewinnrücklagen 11.230,00 11.230,00
IV. Bilanzgewinn 1.513.117,63 1.082.638,09
B. RÜCKSTELLUNGEN: 282.918,98 280.804,88
C. VERBINDLICHKEITEN:
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.617.187,31 4.709.933,63
2. Übrige 557.054,52 789.140,66
- davon aus Steuern: T€ 69,7 (Vorjahr: T€ 111,7)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: T€ 1,0 (Vorjahr: T€ 5,3)
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 17.250,00 0,00
7.583.985,15 7.458.973,97

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2018/2019

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
01. Jul. 2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30. Jun. 2019
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte an ähnliche Rechte und Werte 33.391,75 27.774,79 0,00 0,00 61.166,54
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.879,72 39.509,00 0,00 0,00 152.388,72
3. Geschäfts- oder Firmenwert 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
171.271,47 67.283,79 0,00 0,00 238.555,26
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.798.242,12 13.464,91 0,00 287.574,67 5.099.281,70
2. technische Anlagen und Maschinen 979.836,59 34.926,03 0,00 12.050,00 1.026.812,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.158.414,41 72.022,83 17.223,27 0,00 1.213.213,97
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.742,83 292.536,84 0,00 -299.624,67 9.655,00
6.953.235,95 412.950,61 17.223,27 0,00 7.348.963,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.150,00 0,00 0,00 0,00 43.150,00
7.167.657,42 480.234,40 17.223,27 0,00 7.630.668,55
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01. Jul. 2018 Zugänge Abgänge 30. Jun. 2019
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte an ähnliche Rechte und Werte 0,00 15.292,54 0,00 15.292,54
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.151,72 22.118,00 0,00 105.269,72
3. Geschäfts- oder Firmenwert 24.999,00 0,00 0,00 24.999,00
108.150,72 37.410,54 0,00 145.561,26
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 758.867,40 136.280,58 0,00 895.147,98
2. technische Anlagen und Maschinen 169.209,59 90.460,03 0,00 259.669,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 369.198,41 95.687,83 16.766,27 448.119,97
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.297.275,40 322.428,44 16.766,27 1.602.937,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.649,00 0,00 25.649,00
1.405.426,12 385.487,98 16.766,27 1.774.147,83
NETTOBUCHWERTE
30. Jun. 2019 30. Jun. 2018
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE:
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte an ähnliche Rechte und Werte 45.874,00 33.391,75
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.119,00 29.728,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
92.994,00 63.120,75
II. SACHANLAGEN:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.204.133,72 4.039.374,72
2. technische Anlagen und Maschinen 767.143,00 810.627,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 765.094,00 789.216,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.655,00 16.742,83
5.746.025,72 5.655.960,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.501,00 43.150,00
5.856.520,72 5.762.231,30

LAGEBERICHT

INHALT

I. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

II. Forschung und Entwicklung

III. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

IV. Lage des Unternehmens

1. Ertragslage

2. Vermögenslage

3. Finanzlage

V. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Voraussichtliche Entwicklung

2. Chancen

3. Risiken

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Die Funke Medical AG, eingetragen beim Amtsgericht Coesfeld unter HRB 12482, ist zum 30.06.2019 mit einem Grundkapital von 112.300 Euro ausgestattet. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Medizinprodukte und medizinische Hilfsmittel. Die Funke Medical AG hat ihren Sitz in Raesfeld, wo sie drei Standorte betreibt. Im Kalenderjahr 2018 wurde der neue Produktionsstandort 'Roringskamp' mit einem Investitionsvolumen von ca. 3,8 Mio. Euro in Betrieb genommen. Der Vertriebsstandort 'Ridderskamp' wurde im Wirtschaftsjahr 2018/19 für ca. TEUR 380 erweitert um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden ohne die Lieferfristen zu verlängern. Für den Vertrieb bedient man sich eines Teams von Außendienstmitarbeitern, welche im In- und europäischen Ausland tätig sind. Der außereuropäische Handel findet zum Großteil über vor Ort ansässige Distributoren statt.

II. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung findet in unserem Unternehmen im Rahmen neuer Kundenlösungen im Matratzenbereich statt. Des Weiteren wurde in den vergangenen Geschäftsjahren ein Fortbildungstool zur Erlangung der Zertifizierung zum Medizinprodukteberater entwickelt.

III. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

Während sich gesamtwirtschaftlich gesehen die Konjunktur in Deutschland abschwächt, ist im Bereich medizinischer Hilfsmittel keine Eintrübung zu erkennen. Im Gegenteil ist, demographisch bedingt, eher mit einer Geschäftsausweitung zu rechnen.

Durch die Einführung der MDR (medical device regulation; EU-Verordnung 2017/745), die insbesondere die bisherige Medizinprodukterichtlinie MDD (EU-Richtlinie 93/42/EWG) ersetzt, wird die Branche vor anspruchsvolle Aufgaben gestellt, mit denen sich die Funke Medical AG frühzeitig auseinandergesetzt hat. Unabhängig von der dreijährigen Übergangsfrist (zwingende Anwendung ab 26. Mai 2020) werden bereits seit 2018 sämtliche Hilfsmittelprodukte bei der Funke Medical AG entsprechend der Verordnung produziert und z.B. mit einem eindeutigen UDI-Code versehen. Generell ist zu konstatieren, dass die Funke Medical AG bei der Umsetzung der MDR eine Vorreiterrolle einnimmt und als eines der wenigen Unternehmen die Anforderungen der MDR erfüllt. Auch durch die Tatsache sich frühzeitig an die neuen Vorschriften angepasst zu haben, wird eine Stärkung der Position im Markt erwartet (mit den entsprechenden Umsatzzuwächsen). Vor allem bei öffentlichen Ausschreibungen, welche im Besonderen die Einhaltung der MDR voraussetzen, wird die Funke Medical AG einen Startbonus innehaben, da viele Wettbewerber erst die MDR-Konformität erlangen müssen und somit keine Berücksichtigung bei der Auftragsvergabe finden dürfen.

Während sich die Inlandsumsätze im Geschäftsjahr ungefähr auf Vorjahresniveau eingependelt haben, hat der Auslandsumsatz, hier besonders der innergemeinschaftliche, ein Wachstum von annähernd 50% zu verzeichnen, was sicher auch der Implementierung eines für Europa zuständigen Außendienstmitarbeiters zuzuschreiben ist.

Zusätzlich wurden die Aktivitäten außereuropäisch ausgeweitet (Kanada, Südkorea u.a.). Durch die günstige Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt konnte sowohl die Umsatzausweitung, sowie die Aufstockung des Lagerbestandes aus Eigenmitteln betrieben werden.

IV. Lage des Unternehmens

1. Ertragslage

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2018/2019 ist maßgeblich durch das erzielte Umsatzwachstum (7,0 %) geprägt, das im Wesentlichen im Ausland (insbesondere EU-Ausland) generiert wurde. Durch den unterproportionalen Anstieg der Materialaufwendungen hat sich das Rohergebnis um TEUR 617 (12,9 %) verbessert.

Der Personalaufwand ist durch die Aufstockung der Belegschaft sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch Sondereffekte (z.B. Messekosten) absolut sowie relativ um jeweils 14,0 % gestiegen.

Das EBITDA verbesserte sich um 9,1 %. Es ergibt sich eine EBITDA-Marge von 14,8 % (Vorjahr 14,5 %).

Insbesondere durch eine verbesserte Materialaufwandsquote (Minderung von 37,6 % auf 35,7 %) sowie eine Erhöhung der Umsatzerlöse um 7,0 % ergibt sich eine Verbesserung des Jahresergebnisses um 17,2 % von TEUR 367 im Vorjahr auf TEUR 430 im Geschäftsjahr.

2. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Funke Medical AG ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Trotz der Geschäftserweiterung der vergangenen Geschäftsjahre und der damit verbundenen Erhöhung der Bilanzsumme (Investitionen in Höhe von 4,2 Mio. €, vgl. oben) besteht eine beachtliche Eigenkapitalquote von 27,8% (Vorjahr 22,5 %).

Die Verbesserung der Eigenkapitalquote ergibt sich dabei insbesondere aus der Thesaurierung der laufenden Jahresüberschüsse.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018/2019 auf T€ 67 bzw. T€ 413. Durch den Bau des neuen Standortes 'Roringskamp' und die Erweiterung des Standortes 'Ridderskamp' ist die Anlagenintensität mit 77,2% sehr hoch.

3. Finanzlage

Die Finanzlage ist sehr solide, die Bestandserhöhung bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, sowie der Halbzeuge und Fertigwaren konnte vollumfänglich aus Eigenmitteln finanziert werden. Die Verbindlichkeiten setzen sich ausschließlich aus langfristigen Investitionsdarlehen, sowie in äußerst geringem Maße aus Lieferantenverbindlichkeiten zusammen (Quote: 2,8%). Die Finanzierung der Erweiterungen des Anlagevermögens erfolgte im Wesentlichen mit langfristiger Kreditaufnahme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten minderten sich von 63,1 % auf 60,9 % der Bilanzsumme.

Durch die Tatsache, dass Lieferantenrechnungen durchgehend innerhalb eingeräumter Skontofristen bezahlt wurden, konnte die durchschnittliche Laufzeit der Lieferantenverbindlichkeiten, trotz einiger großer Lieferanten mit langen Zahlungszielen, mit 26 Tagen sehr kurz gehalten werden.

Umgekehrt konnte durch ein konsequentes Debitorenmanagement die durchschnittliche Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 20 Tagen sehr kurz und die Forderungsquote (LuL) mit 5,7% sehr niedrig gehalten werden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Wirtschaftsjahr 2018/19 TEUR 608 (Vorjahr: TEUR 802).

V. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Voraussichtliche Entwicklung

Durch die Wiederinbetriebnahme des bei Wartungsarbeiten in 2016 zerstörten TDI-Werks der BASF in Ludwigshafen ist der Rohstoffpreis für das zum Schäumen benötigte Produkt TDI wieder auf Normallevel gesunken und wird dort voraussichtlich auch bleiben. Die gesunkenen Rohstoffpreise werden sich durch den Umschlag der auf Lager produzierten Produkte im Verlauf des nächsten Geschäftsjahres voll durchschlagen.

Aufgrund einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung ist von einem erhöhten Bedarf an medizinischen Hilfsmitteln, wie den von der Funke Medical AG produzierten Sitzkissen, Lagerungshilfen und Pflegematratzen auszugehen.

Unsere Planungen gehen von einem Umsatzwachstum und einer Steigerung des Betriebsergebnisses im prozentualen Bereich des Vorjahres aus.

2. Chancen

Das Inkrafttreten der MDR und das planmäßige Auslaufen der Übergangsregeln erhöhen den Anpassungsdruck auf die Wettbewerber. Den Vorsprung, den sich die Funke Medical AG dadurch erarbeitet hat in dem sie aktuell schon sämtliche Vorgaben der MDR erfüllt, ist eine Chance weitere Marktanteile zu erlangen, immer dann, wenn der Wettbewerb keine zugelassenen Hilfsmittel anbieten kann.

Durch die Entwicklung neuer Produkte, hier im Besonderen das XAIR hybrid, welches ein weiteres Produkt mit Alleinstellungsmerkmal (USP) am Markt sein wird, und die ohnehin vorhandene gute Positionierung auf dem Markt der Medizinischen Hilfsmittel, gepaart mit dem Umstand, dass man zur Zeit als einer der wenigen Anbieter entsprechend der MDR-Verordnung produziert, schafft die realistische Chance die Marktanteile, national wie international, auszubauen.

Durch die Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte 'Roringskamp' können umgehend weitere Kapazitäten geschaffen werden, so dass eine Nachfrageausweitung nicht zu Engpässen führt und auch die Marge nicht beeinträchtigt wird. Im Gegenteil wurde Wachstum hier einkalkuliert.

3. Risiken

Durch den sukzessiven Rückzug aus dem klassischen Bedding-Geschäft ist hier das Risiko des Preisverfalls, das klassische Matratzenhersteller bedroht, minimal. Viel größer ist das Risiko, dass das sich verändernde Konsumverhalten auf dem Markt in China zu Rohstoffengpässen führen kann.

Des Weiteren wird durch den gestiegenen Versandhandel und damit einhergehenden Engpässen auf dem Logistikmarkt mit Preissteigerungen für die Frachten zu rechnen sein. Steigende Umweltauflagen und die Bepreisung von Schadstoffemissionen tun ihr Übriges.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und den vorhandenen liquiden Mitteln. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzdisposition verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

 

Raesfeld, 27. November 2019

Andreas Funke

Helmut Wessels

Patricia Funke

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Funke Medical AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Funke Medical AG - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli bis 30. Juni 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Funke Medical AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli bis 30. Juni 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lohne, den 27. November 2019

MSH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sieverding, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

der Funke Medical AG, Raesfeld

1.

Während des Berichtszeitraumes hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten und Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand hat uns regelmäßig über die Lage der Gesellschaft sowie alle wesentlichen Vorgänge informiert. Daraus resultierende Fragestellungen wurden zeitnah mit dem Vorstand diskutiert.

2.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat und insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende vom Vorstand persönlich regelmäßig über die Entwicklung des Geschäftes und die Lage der Gesellschaft berichten lassen und die Geschäftsführung überwacht. Insbesondere die dynamische Entwicklung im Exportgeschäft sowie Kooperationen mit wesentlichen Lieferanten wurden überwachend begleitet.

3.

Es wurden alle Maßnahmen, die nach Gesetz oder Satzung der Zustimmung bedürfen, eingehend erörtert und die notwendigen Entscheidungen getroffen. Hierzu zählen vor allem die Erörterung des Businessplanes einschließlich Investitionen und Finanzierung sowie der intensiven Diskussion der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft.

4.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Geschäftsjahres 2018/2019 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Die testierenden Abschlussprüfer haben an der Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und über die Prüfungshandlungen und -ergebnisse des Jahresabschlusses berichtet. Sie standen für Erläuterungen zur Verfügung.

5.

Der Aufsichtsrat hat nach eingehender Erörterung und Beratung die Ausführungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach abschließender Prüfung hat der Aufsichtsrat daher den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht, den Jahresabschluss und den Vorschlag zur Gewinnverwendung per 30.06.2019 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat tagte drei Mal im Geschäftsjahr 2018/2019 und setzte sich zum 30.06.2019 wie folgt zusammen:

Jürgen Steverding, Rhede

Karin Wessels, Rhede

Bernhard Funke, Raesfeld

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen besonderen Dank und seine Anerkennung für die geleistete Arbeit und das erzielte Ergebnis aus.

 

Raesfeld, 27.11.2019

Funke Medical AG

Der Aufsichtsrat

Jürgen Steverding, Vorsitzender

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