Funke Medical GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Langela seit 2.12.2020 | Prokura |
Christian Maruhn seit 5.8.2020 | Vorstandsmitglied |
Marc Handlöchten seit 23.1.2015 | Prokura |
Helmut Wessels seit 21.12.2012 | Vorstandsmitglied |
Andreas Funke seit 21.12.2012 | Vorsitzender des Vorstands |
Patricia Funke seit 21.12.2012 | Vorstandsmitglied |
Daniel Funke seit 21.12.2012 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Funke Medical AGRaesfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019ANHANGInhalt I. Allgemeine Angaben II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Latente Steuern 3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 4. Eigenkapital 5. Verbindlichkeiten 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Zinsen und ähnliche Aufwendungen V. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats 3. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Unternehmensorgane 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht) 5. Vorschlag zur Ergebnisverwendung I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Funke Medical AG im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter der Nummer HRB 12482 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist 46348 Raesfeld, Ährenfeld 10. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Unter Anpassung des Vorjahres erfolgte eine Anpassung des Ausweises der Aufwendungen für Leiharbeiter aus der Position "Löhne und Gehälter" in die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" (TEUR 80; Vorjahr TEUR TEUR 128). Des Weiteren wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 15) für Altersversorgung unter Anpassung des Vorjahres nicht mehr unter der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" sondern unter der Position "Soziale Aufwendungen und Aufwendungen für Altersversorgung" berücksichtigt. Des Weiteren wurde der Ausweis von Grundstückserträgen unter Anpassung des Vorjahres von den "sonstigen betrieblichen Erträgen" in die "Umsatzerlöse" angepasst (TEUR 14; Vorjahr TEUR 10). 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten berücksichtigt. Soweit Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert oder Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, erforderlich waren, wurden diese in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen und Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen erfasst, die Aufwand nach dem Stichtag betreffen. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den Bilanzposten gemäß Handels- und Steuerbilanz gebildet. Die Bewertung erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Höhe der Rückstellung wurde durch die GBG-Consulting für betriebliche Altersversorgung GmbH unter Berücksichtigung der Projected-Unit-Credit-Methode unter Anwendung der biometrischen Grundlagen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. K. Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß 2,94 % sowie ohne Gehalts- und Rententrend entsprechend den vertraglichen Regelungen ermittelt. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB sind die Wertpapiere als Deckungsvermögen, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dient, mit der Pensionsverpflichtung saldiert worden. Die Bewertung erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert. Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/2019 ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Teil dieses Anhangs ist. Das Sachanlagevermögen der Funke Medical AG enthält ein Geschäftsgrundstück nebst aufliegendem Gebäude, das der Gesellschaft "quoad sortem" - dem Werte nach - überlassen wird. Dementsprechend erfolgt die Bilanzierung des Grundstücks nebst Gebäude aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums. Das zivilrechtliche Eigentum entfällt hingegen auf den Hauptaktionär der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen für Entwicklung von insgesamt TEUR 23 (2017/2018: TEUR 33) getätigt. Diese Aufwendungen wurden ausschließlich für Entwicklungen aufgewendet, in voller Höhe aktiviert und unter "selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens" ausgewiesen. Zum 30. Juni 2019 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 32, die auf die Aktivierung von Entwicklungskosten abzgl. der hierauf entfallenen passiven latenten Steuern entfallen. 2. Latente Steuern Aus den latenten Steuern ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 3. 3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt aus der Saldierung des beizulegenden Werts des Deckungsvermögens i.S.d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von EUR 107.033,00 mit der dem Erfüllungsbetrag für korrespondierende Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 87.257,00. Gem. § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich per 30.06.2019 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 11.014,00, der ausschüttungsgesperrt ist. 4. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 112.300,00 (Vorjahr: EUR 112.300,00). Das Grundkapital ist eingeteilt in 1.123 Aktien im Nennbetrag in Höhe von EUR 100,00. Es wird unterschieden in 1.000 Aktien mit Gewinnbezugsrecht und 123 Aktien ohne Gewinnbezugsrecht. 5. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten hat ein Betrag in Höhe von EUR 2.483.486,24 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretungen besichert. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von TEUR 520. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 2) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl beträgt 62,25 (Vorjahr 54,25). 2. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Dipl. Oec. Jürgen Steverding. Auf die Angabe der Organvergütung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Unternehmensorgane Zu den zu Gunsten einzelner Vorstandsmitglieder vergebenen Krediten wird ausgeführt:
Kreditkonditionen neu vergebener Kredite
Der Gesamtbetrag der Forderungen gegen Mitglieder des Vorstands beläuft sich auf Euro 182.090,60. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben. 5. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Aktionären die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 430.479,54. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von Euro 1.513.117,63, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.
Raesfeld, 27. November 2019 Andreas Funke Helmut Wessels Patricia Funke Festellung Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2019 wurde in der Gesellschafterversammlung am 27. November 2019 ordnungsgemäß festgestellt. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE GESCHÄFTSJAHRE 2018/2019 und 2017/2018
BILANZEN ZUM 30. JUNI 2019 und 2018AKTIVA
PASSIVA
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2018/2019
LAGEBERICHTINHALT I. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen II. Forschung und Entwicklung III. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf IV. Lage des Unternehmens 1. Ertragslage 2. Vermögenslage 3. Finanzlage V. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 1. Voraussichtliche Entwicklung 2. Chancen 3. Risiken VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen Die Funke Medical AG, eingetragen beim Amtsgericht Coesfeld unter HRB 12482, ist zum 30.06.2019 mit einem Grundkapital von 112.300 Euro ausgestattet. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Medizinprodukte und medizinische Hilfsmittel. Die Funke Medical AG hat ihren Sitz in Raesfeld, wo sie drei Standorte betreibt. Im Kalenderjahr 2018 wurde der neue Produktionsstandort 'Roringskamp' mit einem Investitionsvolumen von ca. 3,8 Mio. Euro in Betrieb genommen. Der Vertriebsstandort 'Ridderskamp' wurde im Wirtschaftsjahr 2018/19 für ca. TEUR 380 erweitert um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden ohne die Lieferfristen zu verlängern. Für den Vertrieb bedient man sich eines Teams von Außendienstmitarbeitern, welche im In- und europäischen Ausland tätig sind. Der außereuropäische Handel findet zum Großteil über vor Ort ansässige Distributoren statt. II. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung findet in unserem Unternehmen im Rahmen neuer Kundenlösungen im Matratzenbereich statt. Des Weiteren wurde in den vergangenen Geschäftsjahren ein Fortbildungstool zur Erlangung der Zertifizierung zum Medizinprodukteberater entwickelt. III. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf Während sich gesamtwirtschaftlich gesehen die Konjunktur in Deutschland abschwächt, ist im Bereich medizinischer Hilfsmittel keine Eintrübung zu erkennen. Im Gegenteil ist, demographisch bedingt, eher mit einer Geschäftsausweitung zu rechnen. Durch die Einführung der MDR (medical device regulation; EU-Verordnung 2017/745), die insbesondere die bisherige Medizinprodukterichtlinie MDD (EU-Richtlinie 93/42/EWG) ersetzt, wird die Branche vor anspruchsvolle Aufgaben gestellt, mit denen sich die Funke Medical AG frühzeitig auseinandergesetzt hat. Unabhängig von der dreijährigen Übergangsfrist (zwingende Anwendung ab 26. Mai 2020) werden bereits seit 2018 sämtliche Hilfsmittelprodukte bei der Funke Medical AG entsprechend der Verordnung produziert und z.B. mit einem eindeutigen UDI-Code versehen. Generell ist zu konstatieren, dass die Funke Medical AG bei der Umsetzung der MDR eine Vorreiterrolle einnimmt und als eines der wenigen Unternehmen die Anforderungen der MDR erfüllt. Auch durch die Tatsache sich frühzeitig an die neuen Vorschriften angepasst zu haben, wird eine Stärkung der Position im Markt erwartet (mit den entsprechenden Umsatzzuwächsen). Vor allem bei öffentlichen Ausschreibungen, welche im Besonderen die Einhaltung der MDR voraussetzen, wird die Funke Medical AG einen Startbonus innehaben, da viele Wettbewerber erst die MDR-Konformität erlangen müssen und somit keine Berücksichtigung bei der Auftragsvergabe finden dürfen. Während sich die Inlandsumsätze im Geschäftsjahr ungefähr auf Vorjahresniveau eingependelt haben, hat der Auslandsumsatz, hier besonders der innergemeinschaftliche, ein Wachstum von annähernd 50% zu verzeichnen, was sicher auch der Implementierung eines für Europa zuständigen Außendienstmitarbeiters zuzuschreiben ist. Zusätzlich wurden die Aktivitäten außereuropäisch ausgeweitet (Kanada, Südkorea u.a.). Durch die günstige Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt konnte sowohl die Umsatzausweitung, sowie die Aufstockung des Lagerbestandes aus Eigenmitteln betrieben werden. IV. Lage des Unternehmens 1. Ertragslage Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2018/2019 ist maßgeblich durch das erzielte Umsatzwachstum (7,0 %) geprägt, das im Wesentlichen im Ausland (insbesondere EU-Ausland) generiert wurde. Durch den unterproportionalen Anstieg der Materialaufwendungen hat sich das Rohergebnis um TEUR 617 (12,9 %) verbessert. Der Personalaufwand ist durch die Aufstockung der Belegschaft sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch Sondereffekte (z.B. Messekosten) absolut sowie relativ um jeweils 14,0 % gestiegen. Das EBITDA verbesserte sich um 9,1 %. Es ergibt sich eine EBITDA-Marge von 14,8 % (Vorjahr 14,5 %). Insbesondere durch eine verbesserte Materialaufwandsquote (Minderung von 37,6 % auf 35,7 %) sowie eine Erhöhung der Umsatzerlöse um 7,0 % ergibt sich eine Verbesserung des Jahresergebnisses um 17,2 % von TEUR 367 im Vorjahr auf TEUR 430 im Geschäftsjahr. 2. Vermögenslage Die Vermögenslage der Funke Medical AG ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Trotz der Geschäftserweiterung der vergangenen Geschäftsjahre und der damit verbundenen Erhöhung der Bilanzsumme (Investitionen in Höhe von 4,2 Mio. €, vgl. oben) besteht eine beachtliche Eigenkapitalquote von 27,8% (Vorjahr 22,5 %). Die Verbesserung der Eigenkapitalquote ergibt sich dabei insbesondere aus der Thesaurierung der laufenden Jahresüberschüsse. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018/2019 auf T€ 67 bzw. T€ 413. Durch den Bau des neuen Standortes 'Roringskamp' und die Erweiterung des Standortes 'Ridderskamp' ist die Anlagenintensität mit 77,2% sehr hoch. 3. Finanzlage Die Finanzlage ist sehr solide, die Bestandserhöhung bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, sowie der Halbzeuge und Fertigwaren konnte vollumfänglich aus Eigenmitteln finanziert werden. Die Verbindlichkeiten setzen sich ausschließlich aus langfristigen Investitionsdarlehen, sowie in äußerst geringem Maße aus Lieferantenverbindlichkeiten zusammen (Quote: 2,8%). Die Finanzierung der Erweiterungen des Anlagevermögens erfolgte im Wesentlichen mit langfristiger Kreditaufnahme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten minderten sich von 63,1 % auf 60,9 % der Bilanzsumme. Durch die Tatsache, dass Lieferantenrechnungen durchgehend innerhalb eingeräumter Skontofristen bezahlt wurden, konnte die durchschnittliche Laufzeit der Lieferantenverbindlichkeiten, trotz einiger großer Lieferanten mit langen Zahlungszielen, mit 26 Tagen sehr kurz gehalten werden. Umgekehrt konnte durch ein konsequentes Debitorenmanagement die durchschnittliche Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 20 Tagen sehr kurz und die Forderungsquote (LuL) mit 5,7% sehr niedrig gehalten werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Wirtschaftsjahr 2018/19 TEUR 608 (Vorjahr: TEUR 802). V. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 1. Voraussichtliche Entwicklung Durch die Wiederinbetriebnahme des bei Wartungsarbeiten in 2016 zerstörten TDI-Werks der BASF in Ludwigshafen ist der Rohstoffpreis für das zum Schäumen benötigte Produkt TDI wieder auf Normallevel gesunken und wird dort voraussichtlich auch bleiben. Die gesunkenen Rohstoffpreise werden sich durch den Umschlag der auf Lager produzierten Produkte im Verlauf des nächsten Geschäftsjahres voll durchschlagen. Aufgrund einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung ist von einem erhöhten Bedarf an medizinischen Hilfsmitteln, wie den von der Funke Medical AG produzierten Sitzkissen, Lagerungshilfen und Pflegematratzen auszugehen. Unsere Planungen gehen von einem Umsatzwachstum und einer Steigerung des Betriebsergebnisses im prozentualen Bereich des Vorjahres aus. 2. Chancen Das Inkrafttreten der MDR und das planmäßige Auslaufen der Übergangsregeln erhöhen den Anpassungsdruck auf die Wettbewerber. Den Vorsprung, den sich die Funke Medical AG dadurch erarbeitet hat in dem sie aktuell schon sämtliche Vorgaben der MDR erfüllt, ist eine Chance weitere Marktanteile zu erlangen, immer dann, wenn der Wettbewerb keine zugelassenen Hilfsmittel anbieten kann. Durch die Entwicklung neuer Produkte, hier im Besonderen das XAIR hybrid, welches ein weiteres Produkt mit Alleinstellungsmerkmal (USP) am Markt sein wird, und die ohnehin vorhandene gute Positionierung auf dem Markt der Medizinischen Hilfsmittel, gepaart mit dem Umstand, dass man zur Zeit als einer der wenigen Anbieter entsprechend der MDR-Verordnung produziert, schafft die realistische Chance die Marktanteile, national wie international, auszubauen. Durch die Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte 'Roringskamp' können umgehend weitere Kapazitäten geschaffen werden, so dass eine Nachfrageausweitung nicht zu Engpässen führt und auch die Marge nicht beeinträchtigt wird. Im Gegenteil wurde Wachstum hier einkalkuliert. 3. Risiken Durch den sukzessiven Rückzug aus dem klassischen Bedding-Geschäft ist hier das Risiko des Preisverfalls, das klassische Matratzenhersteller bedroht, minimal. Viel größer ist das Risiko, dass das sich verändernde Konsumverhalten auf dem Markt in China zu Rohstoffengpässen führen kann. Des Weiteren wird durch den gestiegenen Versandhandel und damit einhergehenden Engpässen auf dem Logistikmarkt mit Preissteigerungen für die Frachten zu rechnen sein. Steigende Umweltauflagen und die Bepreisung von Schadstoffemissionen tun ihr Übriges. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und den vorhandenen liquiden Mitteln. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzdisposition verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Raesfeld, 27. November 2019 Andreas Funke Helmut Wessels Patricia Funke BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Funke Medical AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Funke Medical AG - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli bis 30. Juni 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Funke Medical AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli bis 30. Juni 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lohne, den 27. November 2019 MSH
GmbH
Sieverding, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratesder Funke Medical AG, Raesfeld
Der Aufsichtsrat tagte drei Mal im Geschäftsjahr 2018/2019 und setzte sich zum 30.06.2019 wie folgt zusammen:
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen besonderen Dank und seine Anerkennung für die geleistete Arbeit und das erzielte Ergebnis aus.
Raesfeld, 27.11.2019 Funke Medical AG Der Aufsichtsrat Jürgen Steverding, Vorsitzender |
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