Dirty Jerz GmbHLiquidiert

80807 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 154079
Vorher
Blitz 04-230 GmbH
Eingetragen
28.9.2004
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit SchuhenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Gegenstand
Handel, Vertrieb und Vermarktung von Textilien, Schuhen und Accessoires.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert99.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Unlimited International LLC
99.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Unlimited International LLC
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
7.50%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dirty Jerz GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) hat sich die wirtschaftliche Lage im Verlauf des Jahres 2011 weiterhin sehr heterogen entwickelt. In den Ländern des Euroraums wurde die konjunkturelle Entwicklung durch die Zuspitzung der Staatsschuldenkrise massiv beeinflusst. Das reale BIP der Eurozone stieg im Gesamtjahr 2011 um 1,4 % (Vorjahr: 1,9 %), wenngleich die Differenzen in der Konjunkturdynamik zwischen den einzelnen Ländern stark ausgeprägt waren. Am stärksten zeigte sich der Zuwachs in der Slowakei, in Österreich und in Deutschland, während die Produktion in Griechenland und Portugal weiter zurückging. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Euroraum verblieb auch im Jahr 2011 mit 10,2 % (Vorjahr: 10,1 %) auf einem hohen Niveau, wobei sich die Lage in den ohnehin stark von der Krise betroffenen Ländern weiter deutlich verschlechterte. In den übrigen Ländern der EU entwickelte sich die Konjunktur vergleichsweise robust, wenngleich auch hier große Unterschiede zwischen den einzelnen Volkswirtschaften sichtbar wurden. So befanden sich in dieser Ländergruppe mit Litauen, Lettland, Polen und Schweden die Länder der EU mit den höchsten Wachstumsraten des BIP. 1

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 wieder kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Jahr 2011 preisbereinigt um 3,0 Prozent zu, nachdem es im Jahr zuvor bereits um 3,7 % zugelegt hatte. Allerdings hat im Laufe des vergangenen Jahres die Verschuldung in einer Reihe von Industriestaaten -oft gepaart mit Zweifel an deren Wettbewerbsfähigkeit - zu einer deutlichen Verunsicherung an den Kapitalmärkten geführt. Dadurch trübten sich auch die Konjunkturerwartungen der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2011 merklich ein. Das Wachstum verlor an Fahrt. Deutschland fungierte dennoch als Stabilitätsanker und Wachstumsmotor für Europa.2

Der deutsche Modehandel schloss 2011 durchschnittlich mit einem Umsatzpari ab. Nach einem Bilderbuchstart im Januar mit einem Umsatzplus von durchschnittlichen 10 %, hatten sich die Umsätze auch in den Folgemonaten positiv entwickelt. Trotz einer leichten Eintrübung des Konsumklimas nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima, stabilisierte sich der Umsatz auf hohem Niveau. Nach einem starken April und Mai lag der Modehandel aufgelaufen bei plus 4 %. Dem für die Händler erfreulichen ersten Halbjahr, folgte im Herbst eine Durststrecke, welche die positiven Ergebnisse aus dem ersten Halbjahr hat schmelzen lassen. Hauptgrund hierbei war das unübliche Wetter. Anfang/Mitte September, während sich auf den Verkaufsflächen die Winterware stapelte, kletterte das Thermometer bis auf 33 Grad. Für den deutschen Modehandel bedeutete dies, dass der Umsatz in den Keller ging und das erarbeitete Umsatzplus komplett auf zehrte.3

Der Vertikalisierungstrend setzte sich auch in 2011 weiter fort und hatte eine massive Umsatzumverteilung zur Folge. Vertikale Unternehmen wie H&M, Zara & Co. haben dem unabhängigen Facheinzelhandel vor allem im jungen Segment massive Umsatz- und Rohertragseinbußen beschert und das Sterben kleinerer unabhängiger, spezialisierter Textileinzelhändler in Deutschland und auch in angrenzenden Ländern weiter vorangetrieben.

2. Umsatz- und Geschäftsverlauf

Unsere Gesamtumsätze waren in 2011 im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Mit 13.827 TEUR lagen die Umsätze um 232 TEUR (-1,6%) unter dem Vorjahr (14.060 TEUR).

Unsere Umsätze setzen sich aus Großhandelsumsätzen mit unabhängigen Textileinzelhändlern sowie aus Umsätzen mit eigenen Tochterunternehmen zusammen, die wiederum selbst Einzelhandelsflächen jeglicher Art betreiben.

Unsere Großhandelsumsätze sind auch in 2011 mit -24% weiter deutlich rückläufig und liegen bei T€ 6.197 (VJ T€ 7.944). Dies ist zum Großteil dem Wegbrechen der unabhängigen und kleineren Einzelhändler geschuldet.

Die Umsatzentwicklung mit den eigenen Einzelhandelsflächen bzw. mit den eigenen Tochterunternehmen ist hingegen stark wachsend. Die Umsätze innerhalb unseres Teilkonzerns stiegen in 2011 um T€ 1.449 (+21%) auf 7.564 TEUR.

Unser Augenmerk galt 2011 vor allem dem Aufbau und der Erweiterung der notwendigen Prozesse für die Steuerung der eigenen Filialen.

3. Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres beliefen sich auf T€ 17. Der Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ -1.301. Wesentliche Anlagenabgänge waren nicht zu verzeichnen.

B. Darstellung des Geschäftsergebnisses und der Lage

1. Darstellung der Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich weiterhin unbefriedigend dar. Die Umsatzerlöse sanken in 2011 um 1,6% gegenüber Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres beträgt T€ -1.231 (Vj.: T€ -1.403).

2. Darstellung der Finanzlage

Der Finanzmittelbedarf des laufenden Geschäftsjahres konnte nicht aus dem operativen Cash Flow erwirtschaftet werden. Da die Einkäufe der Gesellschaft fast vollständig innerhalb des Mutterkonzerns abgewickelt werden, war und ist der Finanzmittelbedarf durch die interne Lieferantenvorfinanzierung abgesichert. Die anfallenden externen finanziellen Verpflichtungen wurden stets - unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt.

Der Finanzmittelbestand beträgt zum Jahresende 2011 T€ 1.018 (Vj.: T€ 447).

3. Darstellung der Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 889 auf T€ 15.427.

Das Anlagevermögen ist um T€ 353 auf T€ 1.368 gesunken. T€ 304 resultieren aus den Finanzanlagen.

Das gesamte Umlaufvermögen bewegt sich mit T€ 12.214 auf Vorjahresniveau (Vj T€ 12.142). Der Warenbestand ging um T€ 401 auf T€ 3.909 zurück. Die Forderungen gegenüber eigene Unternehmen stiegen um T€ 342 auf T€ 5.712.

Die liquiden Mittel betragen T€ 1.018.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 15.243 bestehen mit T€ 14.850 (Vj: T€ 13.866) hauptsächlich gegenüber verbundenen Unternehmen.

Es besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T€ 1.838 (Vj: T€ 607).

Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung und zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft hat eine asiatische Schwestergesellschaft auf schuldrechtlicher Basis Genussrechtskapital mit Eigenkapitalcharakter in Höhe von T€ 4.000 mit Vereinbarung vom 16./21. Mai 2012 und in Höhe von T€ 2.000 mit Vereinbarung vom 20.12.2012 geschaffen. Zudem gewährt die Ecko Asia Trading Ltd. eine qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarung in Höhe von maximal 2,0 Mio. US-Dollar.

C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das Geschäftsjahr 2011 verlief in Bezug auf die Großhandelsbemühungen wenig erfolgreich. Der Fokus lag daher im verstärkten Aufbau der eigenen Retailstrukturen bzw. der eigenen Handelsflächen über unsere Tochtergesellschaften.

Die Verkaufserfolge auf den eigenen Flächen zeigen, dass unsere Marken weiterhin im Markt gefragt sind. Daher gilt es künftig auch unter angespannten Budgetbedingungen die Marketinganstrengungen weiter auszubauen. Ebenso ist es wichtig, den Umbruch innerhalb der Großhandelslandschaft in den nächsten 2-3 Jahren zu schaffen. Ziel ist, dass neue Key account Kunden und neue Absatzkanäle in den Vordergrund rücken, da die kleineren Textileinzelhändler weiter an Bedeutung verlieren werden.

Die Geschäftsentwicklung zum 30.09.2012 läuft erwartet schlecht.

2012 wird für uns noch ein sehr schwieriges Jahr werden. Es gilt unrentable Handelsflächen zu schließen und neue Vertriebs- und Absatzfelder zu gewinnen. Daher rechnen wir mit einer ähnlichen Verlustsituation wie in 2011.

Für 2013 rechnen und planen wir erstmals mit einer deutlichen Verbesserung der Verlustsituation. Ab 2014 gehen wir wieder von einer positiven und stark steigenden Ertragsentwicklung aus.

Bonitätsrisiken wird dadurch begegnet, indem die Gesellschaft vorwiegend Umsätze mit Kunden tätigt, deren Bonität von der Geschäftsführung vorab als ausreichend eingestuft wird. Daneben werden zur Einschränkung des Zahlungsausfallrisikos in Teilbereichen Anzahlungen vereinbart. Für Ausfallrisiken im Forderungsbereich ist durch Wertberichtigungen Vorsorge getroffen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Vertriebstochtergesellschaften bestehen in der jeweiligen Landeswährung. Absicherungsgeschäfte wurden für diese Forderungen nicht getätigt. Insofern besteht auf Gesellschaftsebene die Gefahr von Kursverlusten. Preisänderungsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf Finanzinstrumente sind von untergeordneter Bedeutung.

Für erkennbare Risiken sind ausreichend Rückstellungen gebildet und andere geeignete Gegenmaßnahmen durchgeführt worden.

Unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen und Umstände gehen wir von einem Fortbestand des Unternehmens unter der Voraussetzung aus, dass die derzeit bestehende Darlehensgewährung durch Konzernunternehmen solange aufrechterhalten bleibt, bis eine Tilgung dieser Darlehen ohne Gefährdung der Liquiditätslage möglich wird.

D. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung und zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft hat eine asiatische Schwestergesellschaft auf schuldrechtlicher Basis Genussrechtskapital mit Eigenkapitalcharakter in Höhe von T€ 4.000 mit Vereinbarung vom 16./21. Mai 2012 und in Höhe von T€ 2.000 mit Vereinbarung vom 20.12.2012 geschaffen.

E. Darstellung der Risikomanagementziele und -methoden

Für das Geschäftsjahr 2012 haben wir uns vorgenommen unser stetiges Bemühen um Verbesserung in sämtlichen Bereichen fortzuführen.

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um bestandsgefährdende Risiken oder Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben, frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Unterstützt wird dieses Risikomanagementsystem durch ein monatliches Berichts- und Controlling-System dem auch die Tochterunternehmen angeschlossen sind.

 

München, den 26. April 2013

Christian Krieger, Geschäftsführer

1 Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: Weltkonjunktur im Frühjahr 2012

2 Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2012 des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

3 Quelle: Textil Wirtschaft vom 05.01.2012

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen 1.368.222,17 1.721.401,49
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.804,28 31.229,88
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.804,28 31.229,88
II. Sachanlagen 140.821,38 176.387,86
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.042,67 4.864,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 136.778,71 171.523,01
III. Finanzanlagen 1.209.596,51 1.513.783,75
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.209.596,51 273.783,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.105.000,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 135.000,00
B. Umlaufvermögen 12.214.039,89 12.142.478,36
I. Vorräte 3.908.622,22 4.310.271,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.287.152,71 7.384.867,28
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.491.940,85 1.530.171,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.712.046,71 5.370.164,93
3. sonstige Vermögensgegenstände 83.165,15 484.530,96
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 36.561,72 36.379,82
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.018.264,96 447.339,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.702,34 67.519,34
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.837.772,77 606.892,70
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.426.737,17 14.538.291,89

Passiva

   
  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 125.000,00 125.000,00
III. Verlustvortrag 756.892,70 -646.008,00
IV. Jahresfehlbetrag 1.230.880,07 1.402.900,70
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.837.772,77 606.892,70
B. Rückstellungen 183.570,36 157.287,03
C. Verbindlichkeiten 15.243.166,81 14.381.004,86
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 173.099,32 267.155,78
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.849.559,01 13.865.498,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 220.508,48 248.350,66
davon aus Steuern 135.225,52 143.841,07
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.172,99 510,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.426.737,17 14.538.291,89

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2011 - 31.12.2011
EUR
1.1.2010 - 31.12.2010
EUR
1. Rohergebnis 3.329.472,35 4.088.061,24
2. Personalaufwand 1.174.504,41 1.098.755,39
a) Löhne und Gehälter 984.480,23 907.566,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 190.024,18 191.188,91
davon für Altersversorgung 12.278,00 18.067,32
3. Abschreibungen 260.406,00 67.205,57
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 70.406,00 67.205,57
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 190.000,00 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.979.892,58 3.808.799,95
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 625.853,90 733.990,61
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.970,01 60.217,10
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.187,24 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 333,54 0,00
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme 174.577,01 569.459,06
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.236.458,42 -1.395.941,63
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -7.276,85 5.150,57
11. sonstige Steuern 1.698,50 1.808,50
12. Jahresfehlbetrag 1.230.880,07 1.402.900,70

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

A. Allgemeine Angaben

1. Grundlagen der Erstellung

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Zugangsbewertung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens erfolgt höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die beweglichen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend der voraussichtlichen betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beiliegenden Anlagenspiegel verwiesen.

Bei geringwertigen Vermögensgegenständen (steuerlich: geringwertige Wirtschaftsgüter) des Sachanlagevermögens werden die jeweils geltenden steuerlichen Vorschriften des Einkommensteuergesetzes angewendet, da diese der handelsrechtlichen Nutzungsdauer nicht entgegenstehen.

Im Finanzanlagevermögen werden Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen, sofern sie dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, erfolgt der Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag in Höhe ihrer Anschaffungskosten angesetzt. Die Berücksichtigung des Niederstwertprinzips erfolgt für Einzelrisiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Grundlagen der Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassabrief- bzw. -geldkurs (ggf. Devisenkassamittelkurs) umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schuldenin fremder Währung mit einer Restlaufzeit = einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Das Imparitätsprinzip wird in diesen Fällen nicht beachtet.

Die Verbindlichkeiten in US-Dollar werden zum 31.12.2011 zum abgesicherten US-Dollarkurs bewertet.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Unter den Finanzanlagen werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:

  Anteil am Eigenkapital
%
Höhe des Eigenkapitals 2011
Ergebnis des Geschäftsjahres
Dirty Jerz Outlet 2 GmbH, Parndorf 100 94.189 - 168.271
Dirty Jerz Outlet NL B. V., Venlo 100 222.823 25.095
Dirty Jerz Retail GmbH *) 100 25.000 0
Dirty Jerz Outlet DK ApS 100 -183.117 - 81.948
Dirty Jerz Outlet CH GmbH 95 - 162.839 - 127.376
Dirty Jerz Outlet CZ s.r.o. 90 -583 -137.793
Dirty Jerz Trademarks GmbH 93 812.040 - 67.502
Dirty Jerz Outlet PL Sp. z o.o. 100 - 45.447 - 50.615

*) Mit der Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Grundlage für dieses Rechtsverhältnis ist der Gewinnabführungsvertrag vom 15.11.2006. Die Dirty Jerz GmbH hat von der Dirty Jerz Retail GmbH in 2011 einen Verlust in Höhe von € 174.577,01 übernommen.

2. Rückstellungen

Durch die Ausübung des Wahlrechts gem. Art. 67 Abs. 1 S.2 EGHGB ist im Berichtsjahr ein Überdeckungsbetrag in Höhe von € 4.259,39 entstanden.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Lizenzgebühren, Rückbauverpflichtungen, Provisionsansprüche für Handelsvertreter, Kundenretouren, Rechtsanwaltskosten, Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten sowie Aufbewahrungskosten.

3. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 8.602.744,29 (Vj. € 6.563.879,26) enthalten.

C. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wie folgt:

  jährlich (2012)
gesamt
Raummieten 158.613 537.043
Kfz-Leasing 31.663 46.953

2. Außerbilanzielle Verpflichtungen

Beim Kfz-Leasing handelt es sich um Operating-Leasing für die Finanzierung des Fuhrparks.

3. Derivative Finanzinstumente und Bewertungseinheiten

Zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Hierbei wurden im Berichtsjahr Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Stand zum 31.12.2011:

Nominal: T€ 1.081
Marktwert: +T€ 66

Derivative Finanzinstrumente werden teilweise mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bewertungseinheiten im Rahmen von einzelnen Devisensicherungsgeschäften bestanden zum Bilanzstichtag für Fremdwährungs-verbindlichkeiten in Höhe von T€ 12. Die Grundgeschäfte lauten auf US-Dollar.

4. Geschäftsführung

Geschäftsführer

Herr Sascha Kautschitsch, Kaufmann (bis 30. April 2011)

Herr Christian Krieger, Kaufmann

5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Durch die Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgen keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung.

6. Kredite an Geschäftsführer

An einen Geschäftsführer war bis zum 31. August 2011 ein Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 135 ausgereicht. Das Darlehen wurde mit 3,5 % p. a. verzinst.

7. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Unlimited International, LLC, USA ist Mutterunternehmen der Dirty Jerz GmbH und besitzt eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 100 %.

8. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 20 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 20 Angestellte.

 

München, den 26. April 2013

Christian Krieger, Geschäftsführer

Anlagespiegel

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.01.2011
Zugang
Abgang
Umbuchungen
Stand 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.883,45 4.612,47 0,00 0,00 75.495,92
  70.883,45 4.612,47 0,00 0,00 75.495,92
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.400,00 0,00 0,00 0,00 7.400,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 439.948,19 17.268,87 503,36 0,00 456.713,70
  447.348,19 17.268,87 503,36 0,00 464.113,70
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 292.082,16 15.000,00 0,00 925.000,00 1.232.082,16
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.105.000,00 0,00 180.000,00 -925.000,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 135.000,00 0,00 135.000,00 0,00 0,00
  1.532.082,16 15.000,00 315.000,00 0,00 1.232.082,16
  2.050.313,80 36.881,34 315.503,36 0,00 1.771.691,78
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.01.2011
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.653,57 18.038,07 0,00 57.691,64
  39.653,57 18.038,07 0,00 57.691,64
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.535,15 822,18 0,00 3.357,33
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.425,18 51.545,75 35,94 319.934,99
  270.960,33 52.367,93 35,94 323.292,32
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.298,41 4.187,24 0,00 22.485,65
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  18.298,41 4.187,24 0,00 22.485,65
  328.912,31 74.593,24 35,94 403.470,61
  Restbuchwerte
  Buchwerte 31.12.2011
Buchwerte 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.804,28 31.229,88
  17.804,28 31.229,88
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.042,67 4.864,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 136.778,71 171.523,01
  140.821,38 176.387,86
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.209.596,51 273.783,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.105.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 135.000,00
  1.209.596,51 1.513.783,75
  1.368.222,17 1.721.401,49

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde zur Wahrung der gesetzlich vorgeschriebenen Offenlegungsfrist vor der Feststellung offengelegt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dirty Jerz GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Dirty Jerz GmbH, München, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weise ich pflichtgemäß auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt C und D des Lageberichts hin. Dort wird sinngemäß ausgeführt, dass der Jahresabschluss trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt worden ist, weil die Rechtsfolgen dieser Überschuldung durch eine Rangrücktrittsvereinbarung mit der Schwestergesellschaft Ecko Asia Trading Ltd., Hong Kong, über Verbindlichkeiten in Höhe von maximal Mio. US-Dollar 2,0 teilweise beseitigt worden sind. Zur Beseitigung der Überschuldung und zur Stärkung des Eigenkapitals, wurde mit Vereinbarung vom 16./21. Mai 2012 und vom 20. Dezember 2012 Genussrechstkapital mit Eigenkapitalcharakter in Höhe von Mio. EUR 6,0 geschaffen. Des Weiteren weisen die gesetzlichen Vertreter darüber hinaus ausdrücklich darauf hin, dass die Fortführung des Unternehmens von der fortwährenden Darlehensgewährung durch die Schwestergesellschaft abhängt.

 

München, den 26. April 2013

Forster Alexander, Wirtschaftsprüfer

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