Agro-Team Unseburg GmbH
Walter-Husemann-Straße 2, 39435 Bördeaue, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jeannette Glowienka seit 25.7.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Agro-Team Unseburg GmbHBördeaueJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bilanz zum 30. Juni 2023Agro-Team Unseburg GmbHAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023Agro-Team Unseburg GmbHUnseburg
AnhangA Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Agro-Team Unseburg GmbH hat ihren Sitz in 39435 Bördeaue, OT Unseburg und ist eingetragen beim Amtsgericht Stendal unter Register - Nr. HRB 113266. Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. des HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 -251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 265, 268 - 274a HGB, §§ 276 - 277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB aufgestellt. Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der § 266 HGB und § 275 sowie § 42a GmbHG Anwendung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Umlaufvermögen Vorräte Die Handelswaren und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, werden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Periodengerecht abgegrenzt werden im Wesentlichen Ausgaben für Versicherungsprämien, KFZ-Steuer und Beiträge sowie Finanzierungskosten für Kredite Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist zum Nennbetrag angesetzt, beträgt € 25.000 und ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und gewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Periodengerecht abgegrenzt werden im Wesentlichen Aufwendungen für Zinszahlungen. Latente Steuern Die latente Steuerbelastung wurde nach der Bilanzpostenmethode ermittelt. Der Erhöhungsbetrag gegenüber dem Vorjahr von EUR 60.240 wurde in der GuV als Aufwand unter Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen. C Erläuterungen zur Bilanz Angabe zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 5.837 (Vorjahr: TEUR 5.128) Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren beträgt TEUR 7.297 (Vorjahr: TEUR 5.857). Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEUR 1.601 (Vorjahr: TEUR 1.083). Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
Unter den Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen gegenüber nahestehenden Unternehmen von TEUR 1.827 (Vorjahr TEUR 1.608) und gegenüber Gesellschaftern von TEUR 2.586 (Vorjahr TEUR 2.723) ausgewiesen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen keine Haftungsverhältnisse. D. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 52. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:
E. Vorgänge besonderer Art die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres liegen nicht vor.
Unseburg, den 04. Juli 2024 Jeanette Glowienka, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/20231. Grundlagen des Unternehmens Wir - die Agro-Team Unseburg GmbH (ATU) - sind ein Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit eigener Speditionssparte. Die ATU ist ein leistungsstarker Handelspartner für Kartoffeln, Zwiebeln, Getreide und andere Agrargüter sowie Anbieter von Dienstleistungen im landwirtschaftlichen Sektor. Nahestehende und verbundene Agrarbetriebe produzieren Kartoffeln, Zwiebeln, Getreide inklusive Mais sowie Ölsaaten und liefern diese Produkte zur Weitervermarktung an die ATU. Darüber hinaus versorgen wir die Produzenten mit Betriebsmitteln, wie Saat- und Pflanzgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Diesel sowie den erforderlichen Dienstleistungen. Damit sind wir ein wichtiger Bestandteil der vor- und nachgelagerten Agrarwirtschaft. 2. Branchenentwicklung Der Geschäftsverlauf der ATU im Berichtszeitraum 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 ist weitgehend von der Erntesaison 2022 und der Ernteerstellung 2023 abhängig. Dementsprechend wird auf die Witterungsfaktoren von Herbst 2021 bis Frühjahr 2023 eingegangen. Hinsichtlich der Lage der Landwirtschaft zur Ernte 2022 stützen wir uns auf die Berichterstattung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und die Ernteberichterstattung 2022 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf Bundesebene und gehen im weiteren Verlauf auf Sachsen-Anhalt näher ein. a) Wetterbedingungen im Wirtschaftsjahr 2021/2022 Deutschland / Sachsen-Anhalt Ein warmer und zu trockener Herbst 2021 mit reichlich Sonnenschein. Einem sehr warmen Spätsommer im September folgte ein ausgeprägter Altweibersommer und ein goldener Oktober. Einzig der November präsentierte sich zumeist im Einheitsgrau und zum Ende sogar mit Flockenwirbel bis in mittlere Lagen. Kältere Abschnitte sowie Niederschlagsperioden blieben selten und kurz. Der Temperaturdurchschnitt lag bei 9,8 °C, Bundesweit summierten sich im Mittel rund 130 l/m 2 Niederschlag und die Sonnenscheindauer lag bei rund 350 Stunden. Sachsen-Anhalt meldete eine Durchschnittstemperatur von 10,3 °C und die Sonne schien über 340 Stunden. Pabstorf im Harzkreis, registrierte am 9. September mit 30,0 °C den bundesweit heißesten Tag im Herbst. Mit einer Niederschlagsmenge von knapp 120 l/m 2 erreichte Sachsen-Anhalt genau sein Soll. Der Winter 2021/22 in Deutschland war der elfte zu warme Winter in Folge mit einer Durchschnittstemperatur von 3,3 °C. Mit annähernd 200 l/m 2 Niederschlag übertraf er seinen Klimawert, der im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 bei 181 l/m 2 liegt, deutlich. Mit gut 165 Stunden überschritt die Sonnenscheindauer ihr Soll von 153 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um etwa 9 %. Für Sachsen-Anhalt errechneten die Klimaexpert:innen durchschnittlich 3,6 °C und annähernd 160 Sonnenstunden. Mit fast 130 l/m 2 Niederschlag präsentierte sich Sachsen-Anhalt leicht über dem Klimawert (Mittelwert 1961-1990) - und war trotzdem das niederschlagsärmste Bundesland. Die Mitte Februar vorherrschende Sturmserie führte regional zu teils enormen Schäden. Der Frühling 2022 reihte sich wieder in die Serie zu warmer und zu trockener Frühjahre ein. Im Zeitraum März bis Mai 2022 lag der Temperaturdurchschnitt bei 9 °C. Bereits zum neunten Mal in Folge konnte der Frühling 2022 sein Niederschlagssoll von186 l/m 2 (Mittelwert 1961-1990) nicht erfüllen. Mit rund 125 l/m 2 erreichte er 2022 nur 67 %. Mit nahezu 675 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer im Frühjahr 2022 ihr Soll von 467 Stunden deutlich um 45 %. Sachsen-Anhalt ordnete sich mit aufgerundet 670 Stunden bei den sonnenscheinarmen Regionen und mit einer Niederschlagsmenge von abgerundet 70 l/m 2 bei den trockenen Bundesländern ein. Hier sorgte der Frühling 2022 für eine Mitteltemperatur von 9,0 °C. b) Wetterbedingungen im Wirtschaftsjahr 2022/2023 Deutschland / Sachsen-Anhalt Der Sommer 2022 in Deutschland war einer der Sonnigsten, Trockensten und Wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn. Der Temperaturdurchschnitt lag bei 19,2 °C und es fielen nur rund 145 l/m 2 Niederschlag. Mit 820 Sonnenstunden wurde er der neue Rekordsommer. Die deutlich zu trockene und überdurchschnittlich warme und sonnenscheinreiche Sommerwitterung ließ die Böden stark austrocknen. Dabei nahm der Rückgang der Bodenfeuchte in Deutschland einen ähnlichen Verlauf wie im Dürrejahr 2018. Sachsen-Anhalt: Der Juni, Juli und August 2022 brachten im Mittel außergewöhnlich warme 19,5 °C (Mittelwert 1961-1990 16,9 °C). Am 20.7. wurde erstmals seit Aufzeichnungsbeginn ein Tageshöchstwert von 40,0 °C in Pabstorf, Landkreis Harz, gemessen. Magere 100 l/m 2 (Mittelwert 1961-1990 174 l/m 2 ) Wasser gab es von oben. Dagegen brillierte die Sonne mit 810 Stunden (Mittelwert 1961-1990 610 Stunden). Letzte Prognosen zeigen damit einen neuen Sommerrekord bzgl. der Sonnenscheindauer. Der Herbst 2022 war in Deutschland der drittwärmste seit dem Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881. Er war zugleich leicht überdurchschnittlich nass und recht sonnig. Das Temperaturmittel lag bei 10,8 °C, es fielen deutschlandweit im Mittel rund 205 l/m 2 Niederschlag und die Herbstsonne präsentierte sich mit gut 370 Stunden. In Sachsen-Anhalt erreichte der Herbst eine Durchschnittstemperatur von 10,7 °C. Auf den wärmsten Oktober folgten am 19. und 20.11. die bislang kältesten Tage des Jahres. Das kurze kräftige Frösteln machte aber die Novembersonne wieder gut. Sie zeigte sich ungewöhnlich oft. Im gesamten Herbst wurden herausragende 415 Stunden gemessen - Platz 2 der sonnigsten Regionen. Die Niederschlagsmenge lag bei 116 l/m 2. Winter 2022/2023: Deutschland erlebte den zwölften zu warmen Winter in Folge. Das Gebietsmittel der Wintertemperatur lag unter dem Strich bei 2,9 °C und damit 2,7 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Es fielen rund 170 l/m 2 Niederschlag (Mittelwert 1961 bis 1990 mit 181 l/m 2 ) und die Sonne schien recht durchschnittlich mit rund 160 Stunden (153 Stunden Mittelwert 1961 bis 1990). Sachsen-Anhalt: Hier nahm der Winter einen recht milden Verlauf. 2,9 °C zeigten die Thermometer im Gebietsmittel. Mit den milden Luftmassen zogen größere Niederschlagsmengen heran. Knapp 500 l/m 2 meldete der Harz. An mindestens 50 Tagen fiel dieser dort als Schnee. In der Ebene kamen überdurchschnittliche 148 l/m 2 zusammen. Ausgewogen lang schien die Sonne mit rund 150 Stunden in den letzten drei Monaten. Der Frühling 2023 war insbesondere in Sachen Niederschlag auffällig. So brachte der März so viel Niederschlag wie seit 2001 nicht mehr. Und auch der April war in diesem Jahr so verregnet wie zuletzt vor 15 Jahren. Erst im Maiverlauf ging der Niederschlag landesweit zurück. Dabei wurde im Nordosten die Trockenheit so markant wie selten zuvor. Das Gebietsmittel der Frühjahrstemperatur lag bei 8,7 °C und damit 1,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Rund 200 l/m 2 Niederschlag fielen (Mittelwert 1961 bis 1990 186 l/m 2 ) und die Sonne schien fast 500 Stunden (467 Stunden Mittelwert 1961 bis 1990). Sachsen-Anhalt war im Frühjahr mit 132 l/m 2 nach Mecklenburg-Vorpommern die zweittrockenste Region. Vor allem der Mai hinterließ eine außergewöhnliche Trockenheit. Dagegen war der April der nasseste seit 2008 und auch der März brachte vergleichsweise ungewöhnlich hohe Niederschlagsmengen. Die Sonne präsentierte sich in den letzten drei Monaten fast 500 Stunden. Dabei lag die Gebietsmitteltemperatur bei 8,8 °C. c) Ernteentwicklung Ernte 2022 bundesweit /Sachsen Anhalt Getreide und Raps Nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) beläuft sich die Getreideernte im Jahr 2022 auf etwa 43 Millionen Tonnen. Damit wurden knapp 2 % mehr geerntet als im vergangenen Jahr (42,0 Mio. t). Die aktuelle Erntemenge liegt allerdings immer noch sehr deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2014-2021 (ohne das extreme Trockenjahr 2018) in Höhe von 45,6 Millionen Tonnen. Die Winterrapsernte beziffert der DBV auf gut 4 Millionen Tonnen. Die Getreideernte 2022 fällt quantitativ gesehen im Gegensatz zum letzten Jahr etwas besser aus. Die Qualitäten speziell beim Weizen lassen aber vielfach zu wünschen übrig. Winterweizen ist nach wie vor die bedeutendste Getreideart im bundesdeutschen Ackerbau mit einer Fläche von rund 2,9 Millionen Hektar. Im Bundesdurchschnitt wurde ein Ertrag von 7,5 t/ha erzielt, daraus ergibt sich eine Erntemenge von 21,8 Millionen Tonnen (Vorjahr: 21,0 Mio. t). Das ist nach wie vor aber deutlich weniger als im Mittel der Jahre 2014-2021 mit einer durchschnittlichen Erntemenge von knapp 24 Millionen Tonnen. Der Anbau von Wintergerste erfolgte auf einer Fläche von rund 1,21 Millionen Hektar. Der Ertrag liegt im Bundesdurchschnitt bei 7,7 t/ha, damit schneidet die Wintergerste besser ab als im langjährigen Mittel (7,2 t/ha). In Summe wurden in 2022 ca. 9,3 Millionen Tonnen geerntet, was einer Steigerung von 5 % zum vergangenen Jahr entspricht. Die wichtigste Ölpflanze im deutschen Anbau ist Winterraps. Zur Ernte 2022 wurde Raps auf einer Fläche von ca. 1,1 Millionen Hektar angebaut, was einem Anstieg von knapp 9 % entspricht. Die Rapserträge liegen mit 3,7 t/ha leicht über dem Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2021 (3,6 t/ha). Insgesamt wurden 4 Millionen Tonnen geerntet. Die Erntebilanz für Sachsen-Anhalt im Jahr 2022 zeigt folgende Ergebnisse: Die Landwirte ernteten insgesamt 3,29 Millionen Tonnen Getreide, sowie 0,49 Millionen Tonnen Winterraps. Damit wurden laut Angaben des Statistischen Bundesamtes 0,9 % weniger Getreide, aber 11 % mehr Winterraps eingefahren als im Erntejahr 2021. Der Hektarertrag bei Getreide verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % auf 6,37 t/ha. Dagegen erhöhte sich dieser beim Winterraps um 6,0 % auf 3,82 t/ha. Landesweit betrug die Ackerfläche zur Ernte 2022 bei Getreide 517.100 ha und bei Winterraps 127.200 ha. Winterweizen war mit einer Anbaufläche von 308.700 Hektar nach wie vor die mit Abstand wichtigste Acker- und Getreidekultur (2021 297.200 ha) in Sachsen-Anhalt. Die Erntemenge mit 2,07 Millionen Tonnen hatte einen Anteil von 62,9 % an der gesamten Getreideernte. Damit war der Winterweizen in vielen Betrieben die Hauptkultur und blieb weiterhin die anbaustärkste Getreideart seit Jahren. Dennoch wurden 2,8 % weniger Erntemenge gegenüber dem Vorjahr und 6,9 % weniger im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt (2016 - 2021) eingefahren. Der Hektarertrag lag mit 6,71 t/ha um 6,5 % unter dem Vorjahresertrag. Die Wintergerste als zweitwichtigste Getreidekultur mit einer Anbaufläche von 94.100 Hektar konnte mit 7,81 t/ha ein um 10 % höheren Ertrag gegenüber dem Erntejahr 2021 erreichen Die Erntemenge lag mit 735.000 t um 4,3 % höher als im Vorjahr. Kartoffeln und Zwiebeln Nach der Bodennutzungshaupterhebung beläuft sich die Kartoffelanbaufläche in Deutschland im Jahr 2022 auf rund 266.800 Hektar. Damit wurde das Vorjahresniveau um 3,3 % übertroffen, der sechsjährige Durchschnitt um 3,4 %. Niedersachsen bleibt weiterhin das bedeutendste Kartoffelanbaugebiet in Deutschland und konnte seinen Flächenanteil auf rund 46 % ausbauen. Es folgen Bayern und Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von jeweils 15 % an der deutschen Kartoffelfläche. Sowohl in Niedersachsen als auch in Nordrhein-Westfalen wurde der Anbau im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 5 % ausgeweitet. Der durchschnittliche Hektarertrag betrug 40,11 t/ha (-8,4 % zu 2021/ -4,5 % zum sechsjährigen Mittel 2016-2021). 2022 wurde eine Kartoffelernte von 10,7 Millionen Tonnen eingebracht (-5,6 % zu 2021/-1,4 % zum sechsjährigen Mittel 2016-2021). Die am häufigsten angebauten Kartoffelsorten waren in 2022 unter den Speisekartoffeln "Belana", auch wenn nur noch mit 4,6 %, gefolgt von den Sorten "Amanda" und "Gala" mit 1,6 % sowie bei den Wirtschaftskartoffeln unverändert "Fontane" mit 8,9 % und "Kuras" mit 2,6 %. In Sachsen-Anhalt wurden 2022 454.700 t Kartoffeln von den heimischen Äckern geerntet. Damit lag das Ernteergebnis deutlich unter dem 3-jährigen Jahresmittel (2019 - 2021) von 539.300 t. Der Hektarertrag lag mit 33,73 t/ha leicht unter dem Jahresmittel von 36,60 t/ha. Die maximalen Erträge wurden 2021 mit 40,87 t/ha erreicht. In Deutschland bauten im Jahr 2022 insgesamt 1.651 Betriebe Speisezwiebeln an. Auf einer Fläche von gut 15.000 Hektar (+ 4% zu 2021) wurde bei einem durchschnittlichen Ertrag von rund 38 t/ha (-21 % zu 2021) eine Gesamtmenge von gut 578.000 Tonnen ( -13% zu 2021) erzielt. Damit waren erneut die Speisezwiebeln die Gemüseart mit der zweitgrößten Erntemenge. Die Zwiebel ist in Sachsen-Anhalt das Gemüse mit der größten Anbaufläche. Auf rund 1.130 ha von insgesamt etwa 4.200 Hektar für den Gemüseanbau wurde sie 2022 angebaut. 42 landwirtschaftliche Betriebe konnten in dem Jahr 31.200 t Speisezwiebeln ernten. Das waren 13.715 t oder 31 % weniger als 2021. Beim Hektarertrag ergab sich mit 27,61 t/ha ein Minus um 12,42 t/ha bzw. 31 % gegenüber dem Vorjahr. d) Marktpreise Der Russland-Ukraine-Krieg hat zu einem deutlichen Anstieg des Weizenpreises an der Pariser Terminbörse im Jahr 2022 geführt. Bereits Mitte Februar, also kurz vor dem russischen Überfall auf die Ukraine, begann ein neuer Höhenflug, der mit einem Höchststand 438,25 Euro je Tonne Mitte Mai 2022 endete. Am 22. August erreichte der Schlusskurs noch 321,50 Euro je Tonne. Die deutschen Getreidepreise folgen dem Entwicklungstrend auf internationaler Ebene, das heißt nach einem Höchststand im Laufe des Frühjahrs sind die Preise seit Anfang Juni stark rückläufig, liegen aber noch durchgängig über dem Vorjahresniveau. Durchschnittliche Getreidepreise in Deutschland in der 33.KW: Brotgetreide: 311,70 €/t (219,50 €/t VJ) Futterweizen: 293,70 €/t (208,00 €/t VJ) Futtergerste: 261,90 €/t (193,10 €/t VJ) Im Sog der internationalen Preisentwicklung erreichten auch die Rapspreise in Deutschland Rekordwerte. Es erfolgte ein stetiger Anstieg bis auf 956 €/t im April 2022. Seither sinken die Preise wieder, liegen aber immer noch über dem Niveau des jeweiligen Vorjahreszeitraums. In der 33. Kalenderwoche beliefen sich die Rapspreise am europäischen und deutschen Markt auf knapp 613 €/t; das waren rund 13 % mehr als im Vorjahr (543 €/t). Mit knapp 800 €/t lagen die Preise für Frühkartoffeln zum Saisonstart 2022 über den Werten des Vorjahres von etwa 690 €/t. Aufgrund zunehmender Marktbeschickung bei gleichzeitig zurückhaltender Nachfrage gab es etwa Mitte Juni eine deutliche Preiskorrektur nach unten, und die Vorjahreslinie wurde danach anhaltend unterschritten. Erst Ende Juli / Anfang August stellte sich ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ein. Zum Saisonende in der 32. Kalenderwoche wurde im Schnitt mit 301,80 €/t ein nur geringfügig höherer Preis als im Vorjahr (298,90 €/t) erzielt, und dies bei deutlich gestiegenen Produktionskosten. Die Preise für die festkochenden Anschlusssorten starteten in der 32. Kalenderwoche mit durchschnittlich 310 €/t, bei einer regionalen Schwankungsbreite zwischen 280 und 340 €/t, und fielen in der 33. Kalenderwoche zurück auf 275 €/t. Der Preis für Zwiebeln lag bei Vermarkungsbeginn Anfang August bei 490 €/t (VJ 480 €/t) Der durchschnittliche Marktpreis in der 33. KW lag bei 355 €/t (VJ 220 €/t). Ab der 40. KW stieg der Preis auf durchschnittlich 390 €/t (VJ 160 €/t) und im 1. Quartal 2023 sogar auf bis zu 500 €/t. Bei gelben Speisezwiebeln führten Flächeneinschränkungen und Ertragseinbußen zu einem spürbar knappen Angebot. Damit wurde der sonst saisonübliche Preisrückgang gestoppt. 3. Geschäftsverlauf /Ertragslage Die Umsatzentwicklung war sehr zufriedenstellend. Der Umsatz stieg von 16,95 Mio. € im Vorjahr auf 19,72 Mio. € also um 16,37 % - im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Marktpreise für Getreide sowie des Ausbaus im Bereich Dünger- / Gärrestlagerung und -handel. Das Rohergebnis liegt mit 6,69 Mio. € 4,07 % unter dem Vorjahr mit 6,97 Mio. €, was auf den um 61,83 % angestiegen Materialaufwand (Wareneinsatz + Betriebsstoffe + Fremdleistungen) zurückzuführen ist. Gestiegener Personalaufwand (+ 4,35 %) und sonstiger Betriebsaufwand (+9,01 %) sowie höhere Abschreibungen um 3,38 % und gestiegene Zinsaufwendungen um 19,42 % zum Vorjahr führen zu einer Minderung des Betriebsergebnisses um 34,31 %. Demgegenüber stehen Anlagenzugange in Höhe von ca. 4,23 Mio. €. Insgesamt hat sich der Jahresüberschuss um 39,08 % auf 699 TEUR verringert. In dem Wirtschaftsjahr liegt unsere Umsatzrentabilität bei 3,45 % und unsere Eigenkapitalquote bei 41,35 %. 4. Personal Im Bereich der Geschäftsführung gab es keine Veränderungen. Zum Bilanzstichtag 30.06.2023 hat die ATU insgesamt 52 Mitarbeiter (VJ: 51) beschäftigt, davon 14 Aushilfen (VJ: 12). 5. Finanzlage Der Anteil an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich um 2,34 Mio. € erhöht durch die Finanzierung von Anlagenzugängen. Die Zahlungsfähigkeit der ATU war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Es wird stets innerhalb vereinbarter Ziele, wenn möglich mit Skonto, gezahlt. Durch Eigenmittel und die Kreditlinien unserer Hausbank verfügen wir über eine sehr gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung. Unseren Kapitaldienst konnten wir zu jedem Zeitpunkt im Jahr ordnungsgemäß bedienen. Investitionen wurden in den Bereichen Beregnungssystem, erneuerbare Energien/ PV -Anlagen, Gülle-/Gärresttechnik und -lagerung sowie Landmaschinen durchgeführt. 6. Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement Die Zertifikate in den Bereichen Lagerung, Handel und Transport (GMP + B3 und MP + B4) sowie Nachhaltigkeit nach dem System REDcert- EU, QS- und Regionalfenster e.V. wurden uns wieder erteilt. 7. Chancen- und Risikobericht a) Risiken Energiekosten: Die Inflationsrate, getrieben durch den Ukraine - Krieg und anhaltend gestörte internationale Lieferketten, erreichte 2022 über 7 % und bleibt 2023 mit knapp 6 % auf hohem Niveau. Inflation ist für uns ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind zwar auch die Markt- und Erzeugerpreise im Jahresverlauf 2022 auf neue Höchstwerte geklettert, dem stehen jedoch sich ständig weiter verteuernde Betriebskosten gegenüber. Dazu gehören vor allem die Kosten für Energieprodukte (Strom und Kraftstoff) und Düngemittel. Die ATU setzt weiterhin auf eigene Erzeugungskapazitäten, in Form von Eigenverbrauch-PV-Anlagen sowie langfristigen Strombezugsverträgen. Politik: Die Ertragslage der ATU unterliegt sowohl der Agrarpolitik der EU als auch den gesetzlichen Rahmenbedingungen Deutschlands. Langfristige Strategieplanungen sind nur mit Einschränkungen möglich und durchführbar. Unsere Wettbewerbsfähigkeit behalten wir uns durch unsere Innovation und Flexibilität bei. Personalrisiken: Der deutsche Agrarsektor verzeichnet eine immer weiter zunehmende Professionalisierung. Dementsprechend benötigen wir für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung bei zunehmender Wettbewerbsintensität fachlich qualifiziertes Personal. Die ATU versucht einerseits durch intelligente Systeme weniger qualifiziertes Personal zu unterstützen, zum anderen höher qualifizierte Mitarbeiter regelmäßig zu schulen und weiter zu bilden. Darüber hinaus ergeben sich auch hinsichtlich steigender Lohnkosten Risiken für den wirtschaftlichen Erfolg. b) Chancen Zur Absicherung von Qualitätsprodukten (Kartoffeln und Zwiebeln) in trockenen Jahren, werden wir weiterhin unsere Beregnungssystem ausbauen und optimieren. Unsere, in den letzten Jahren getätigten, umfangreichen Investitionen in Dünger -und Gärrestlager versetzen uns in die Lage, flexibel und just in time zu handeln sowie auf Neuerungen der Agrarpolitik zu reagieren. Durch Anschaffung neuer Techniken und Technologien sind wir völlig unabhängig und flexibel aufgestellt. Um der Volatilität der Landwirtschaftsbranche zu begegnen, setzt die ATU außerdem auf Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem Geschäftsfeld der Erneuerbaren Energien, welche stets und ständig auf- und ausgebaut werden. 8. Risikomanagement Die Überwachung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterliegen dem Debitorenmanagement. Es findet eine systematische und regelmäßige Kontrolle der Außenstände durch die Finanzbuchhaltung und Geschäftsführung statt. 9. Zweigniederlassungsbericht Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Unseburg. Die Standorte Klein Quenstedt und Altenweddingen sind unselbständige Niederlassungen, wobei Klein Quenstedt mit einem Dünger-, Gärrest- und Getreidelager ausgestattet ist und Altenweddingen nur als Maschinenabstellplatz genutzt wird. 10. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023/2024 Hohe Steigerungen der Betriebsausgaben und eine stark gestiegene Inflation kennzeichneten das Vorjahr. Im laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 normalisiert sich die Situation etwas. Aber auch die Marktpreise, vor allem im Getreide - und Rapsbereich sind gesunken, so dass wir von einem ähnlichen Ergebnis wie im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2022/2023 ausgehen.
Unseburg, 13. August 2024 Jeanette Glowienka, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Agro-Team Unseburg GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Agro-Team Unseburg GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Agro-Team Unseburg GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Bad Homburg, den 24. September 2024 R+K
Treuhandgesellschaft mbH
Riepe, Wirtschaftsprüfer |
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