Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 75
Eingetragen
21.1.1932
Branche
Großhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und ReinigungsmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Der Handel mit Waren aller Art, insbesondere der Vertrieb der von der Firma Werner & Mertz Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter den Markenzeichen ERDAL und REX hergestellte Erzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Hötzel
seit 23.7.2025
Geschäftsführer
Bent Albrecht Melzer
seit 14.1.2022
Prokura
Prokura
Ralph Harald Wenner
seit 11.9.2014
Geschäftsführer
Irena Christine Geier
seit 28.5.2013
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Werner & Mertz GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Werner & Mertz GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ERDAL-REX GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.931,00 7.925,00
2. Geleistete Anzahlungen 552.190,65 0,00
558.121,65 7.925,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.723,00 4.502,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.465.340,80 9.465.340,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 36.828,32 36.614,74
2. Waren 10.422.062,84 8.034.392,29
10.458.891,16 8.071.007,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.784.296,54 19.409.141,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.385.063,92 35.103.305,73
3. Sonstige Vermögensgegenstände 25.037,93 41.695,19
56.194.398,39 54.554.142,39
III. Flüssige Mittel 8.678,31 45.611,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 50.957,44 9.772,70
76.739.110,75 72.158.301,85

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 8.306.834,35 8.306.834,35
8.406.834,35 8.406.834,35
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 953.573,00 1.096.713,00
2. Sonstige Rückstellungen 14.855.951,16 22.285.179,07
15.809.524,16 23.381.892,07
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.407.262,37 2.166.246,96
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 50.008.065,21 36.942.582,89
3. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: EUR 45.856,11 (i. V. EUR 47.231,55)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.192,01 (i. V. EUR 45,19) 1.107.424,66 1.260.745,58
52.522.752,24 40.369.575,43
76.739.110,75 72.158.301,85

Gewinn- und Verlustrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 207.542.489,27 196.717.529,46
2. Sonstige betriebliche Erträge
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 38,15 (i. V. EUR 0,00) 2.379.104,58 1.758.004,42
209.921.593,85 198.475.533,88
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 159.508.199,81 111.783.395,20
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.175.094,32 3.365.551,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
davon für Altersversorgung: EUR 55.550,41 (i. V. EUR 67.870,27) 575.814,56 598.426,16
3.750.908,88 3.963.977,77
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.630,10 7.315,42
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG): EUR 12.910,00 (i. V. EUR 12.910,00) 45.212.173,96 48.627.819,80
1.445.681,10 34.093.025,69
7. Erträge aus Beteiligungen 1.500.000,00 500.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.500.000,00 (i. V. EUR 500.000,00)
8. Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen 42.681,03 0,00
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 1.429,33
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 207.895.468,09
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.181.308,05 (i. V. EUR 568.993,94) 2.289.966,31 602.964,55
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 42.392,86
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Abzinsung: EUR 18.982,00 (i. V. EUR 22.284,00) 447.293,05 156.052,16
3.385.354,29 905.948,86
13. Ergebnis nach Steuern = Ergebnis vor Gewinnabführung 4.831.035,39 34.998.974,55
14. Aufwand aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags -4.831.035,39 -34.998.974,55
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Firma: ERDAL-REX GmbH
Sitz: Rheinallee 96, 55120 Mainz
Handelsregister: HRB Nr. 75. Handelsregister B des Amtsgerichtes Mainz.

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Form der Darstellung im Jahresabschluss wurde gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer, die überwiegend bei 3 bis 5 Jahren liegt, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Die zu Grunde gelegten Abschreibungsdauern betragen bei:

Technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre

Betriebs- und Geschäftsausstattung und anderen Anlagen 3 bis 10 Jahre

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden linear abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung im Anlagevermögen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten und die Folgebewertung unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden als biometrische Rechnungsgrundlage die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83 % verwendet. Dabei wurde nach § 253 Abs. 2 HGB der Durchschnittszinssatz, ermittelt über die letzten 10 Jahre, verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen unter Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinses (1,76 %) und des 10-Jahres- Durchschnittszinses (1,83 %) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.

Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,00 - 5,00 % berücksichtigt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der Zuführungsbetrag beträgt jährlich TEUR 13. Demnach sind der Rückstellung bis zum 31.12.2024 noch TEUR 13 zuzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden auf Ebene der Organträgerin Werner & Mertz GmbH verrechnet. Angaben zu Differenzen zwischen Steuer- und Handelsbilanz sowie zum Steuersatz erfolgen bei der Organträgerin.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Anteilsbesitz

Anteilsbesitz der Erdal-Rex GmbH zum 31. Dezember 2023

Name und Sitz der Gesellschaft Währung Devisenmittelkurs vom 31.12.2023 Anteil am Kapital in % Eigenkapital am 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
Unmittelbarer Anteilsbesitz
Inland Frosch sales team GmbH, Mainz EURO 100,00 108.172,35 Ergebnisabführungsvertrag
Ausland Erdal GmbH Hallein / Österreich EURO 100,00 4.355.677,78 1.600.484,77
Werner & Mertz Benelux Consumer S.A. / N.V., Baulers / Belgien EURO 100,00 632.614,08 76.050,07
Bufalo Werner & Mertz S.A. Barcelona / Spanien EURO 100,00 2.884.280,98 119.056,12
Werner & Mertz France S.A.S.U. Saint Aubin / Frankreich EURO 100,00 4.833.907,22 249.470,04

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 39.385 (Vj. TEUR 35.103) resultieren aus Liefer- und Leistungsaustausch sowie einer Forderung aus einem Cash-Pool-Vertrag mit der Werner & Mertz GmbH in Höhe von TEUR 39.082.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage bleibt mit TEUR 8.307 unverändert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 13.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Werbekostenzuschüsse, Kundenboni, Mitarbeitervergütungen und Kundenreklamationen gebildet. Vor allen Dingen aufgrund einer unterjährigen Umstellung auf höhere Vorauszahlungen mit ausgewählten Kunden sind die sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.429 auf TEUR 14.856 zurückgegangen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Gesamt Restlaufzeit
bis 1 Jahr bis 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 1.407 1.407 0 0
(Vorjahr) (2.166) (2.166) (0) (0)
- gegenüber verbundenen Unternehmen 50.008 48.919 0 1.089
(Vorjahr) (36.943) (35.830) (0) (1.113)
- Sonstige 1.108 1.108 0 0
(Vorjahr) (1.261) (1.261) (0) (0)
Gesamt 52.523 51.434 0 1.089
(Vorjahr) (40.370) (39.257) (0) (1.113)

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 48.375 (Vj. TEUR 34.999). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert zum einen aus der Ergebnisabführung TEUR 4.831 (Vj. TEUR 34.999) und der im Mai 2023 geschlossenen Zusatzvereinbarung über das zentrale Cash-Management-System, in der ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 35.000 bis zum 31.12.2024 als nicht fällig gestellt wurde.

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsaustausch sowie übernommenen Pensionsverpflichtungen.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestand eine gesamtschuldnerische Mithaftung der Erdal-Rex GmbH aus gewährten Kreditlinien in Höhe von gesamt TEUR 15.500 sowie sechs Darlehen der Werner & Mertz GmbH, Mainz, in Höhe von gesamt TEUR 34.200. Außerdem hat die Gesellschaft Bürgschaften für die Werner & Mertz GmbH in Höhe von TEUR 10.000 übernommen. Diese dienen als Sicherheit für ein Darlehen in Höhe von TEUR 6.000 sowie gewährte Kreditlinien in Höhe von TEUR 4.000. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko der Inanspruchnahme als gering ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.181 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 9.856). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
p.a.
Vertriebsleistung 3.180
Diverse Dienstleistungen wie z. B. Kosten der Finanzbuchhaltung, rechtliche Beratung, Treasury Management usw. 3.549
Produktentwicklung 2.225
IT-Dienstleistungen 813
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen 89
9.856

Die zugrunde liegenden Verträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen. Sie können mit einer Frist von drei bis sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres gekündigt werden.

Gegenüber anderen Unternehmen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.325. Dabei handelt es sich überwiegend um Verpflichtungen gegenüber Werbeagenturen und Handelspanels (TEUR 818) sowie Leasingverpflichtungen von Firmenfahrzeugen (TEUR 120).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022 Veränderungen %
Umsatzerlöse TEUR TEUR TEUR
Inland 174.781 170.178 4.603 2,7
Ausland 32.762 26.540 6.222 23,4
Gesamt 207.542 196.718 10.825 5,5

Die Umsatzerlöse im Ausland haben sich besonders im asiatischen Raum positiv entwickelt.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen:

2023 2022
% %
Waschmittel und Wäschepflege 31,3 29,9
Haushaltsreiniger 22,7 23,3
Spülmittel 19,6 18,6
WC- und Sanitärreiniger 11,5 12,1
Körperpflege und Kosmetik 5,4 6,2
Wohnraumpflege 3,5 3,8
Lufterfrischer 2,2 2,8
Schuhpflege 2,8 2,6
Sonstige 0,9 0,7
Segmentübergreifende Mischartikel 0,1 0,0
100,0 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die Position enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.598 (Vj. TEUR 1.040). Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 913 (Vj. TEUR 824) und Auflösungen von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 650 (Vj. TEUR 18).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 65 (Vj. TEUR 316) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von TEUR 13, die aus der Anwendung von Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB resultieren. Daneben enthält der Posten im Wesentlichen Aufwendungen für Vertriebsaufwendungen (TEUR 17.801), Werbemittel (TEUR 12.916) sowie Verwaltungsaufwendungen (TEUR 13.467).

Erträge aus Beteiligungen

Die Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 1.500 resultieren aus der Gewinnausschüttung der Erdal GmbH, Hallein, Österreich (Vj. TEUR 500).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern werden auf Ebene der ertragsteuerlichen Organträgerin Werner & Mertz GmbH berechnet.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Herr Reinhard Kai Schneider, Mainz, geschäftsführender Gesellschafter

Herr Rene Bowitz, Kurort Jonsdorf, Geschäftsführer Vertrieb

Herr Ralph Wenner, Hochheim am Main, kaufmännischer Geschäftsführer

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da im Berichtsjahr 2023 nur einer der drei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezogen hat.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023
Gesamtbelegschaft 41
- davon tariflich Angestellte 27
- davon außertarifliche Arbeitnehmer 14

Nachtragsbericht

Vorgänge nach dem Abschluss des Geschäftsjahres von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ereignet.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der Werner & Mertz GmbH in Mainz, die ihrerseits in den Konzernabschluss der Werner & Mertz GmbH & Co KG in Hallein/Österreich einbezogen wird. Letztere stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, der am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich ist.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichts ist die ERDAL-REX GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die Werner & Mertz GmbH & Co KG einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB mit befreiender Wirkung für die Gesellschaft erstellt, welcher im österreichischen Firmenbuch in der deutschen Sprache veröffentlicht wird.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 39 und fällt ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen an.

 

Mainz, 06. Mai 2024

Geschäftsführung

Reinhard Kai Schneider

René Bowitz

Ralph Wenner

Entwicklung des Anlagevermögens der ERDAL-REX GmbH, Mainz, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 166.217,15 0,00 0,00 166.217,15
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 552.190,65 0,00 552.190,65
166.217,15 552.190,65 0,00 718.407,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 428.515,25 0,00 0,00 428.515,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.716,65 857,10 0,00 57.573,75
485.231,90 857,10 0,00 486.089,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.565.339,80 0,00 0,00 9.565.339,80
10.216.788,85 553.904,85 0,00 10.770.693,70
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 158.292,15 1.994,00 0,00 160.286,15
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
158.292,15 1.994,00 0,00 160.286,15
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 428.515,25 0,00 0,00 428.515,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.214,65 2.636,10 0,00 54.850,75
480.729,90 2.636,10 0,00 483.366,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 99.999,00 0,00 0,00 99.999,00
739.021,05 4.630,10 0,00 743.651,15
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.931,00 7.925,00
2. Geleistete Anzahlungen 552.190,65 0,00
558.121,65 7.925,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.723,00 4.502,00
2.723,00 4.502,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.465.340,80 9.465.340,80
10.027.042,55 9.477.767,80

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

ERDAL-REX GmbH, Mainz

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell und organisatorische Struktur

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Ertragslage

Vermögenslage

Finanzlage

Gesamtaussage

3. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Preis-, Absatz- und Kostenrisiken

4. Prognosebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell und organisatorische Struktur

Die Gesellschaft betreibt Handel mit Waren aller Art, insbesondere den Vertrieb der von der Werner & Mertz GmbH (kurz "W&M") unter den Markenzeichen FROSCH, ERDAL, EMSAL, TUBA, RORAX und BIONICDRY hergestellten Erzeugnisse. Geschäftspartner sind im Inland im Wesentlichen die deutschen Drogeriefachmärkte und Lebensmitteleinzelhändler (Verbraucher- und Supermärkte) sowie Cash & Carry-, Baumärkte und Online Pure Händler). Im Ausland erfolgt das Geschäft mit Distributoren, die die Ware an den örtlichen Handel selbstständig weitervermarkten. Zur Unterstützung der Vermarktung im In- und Ausland sind die wichtigsten Organisationseinheiten das Key-Account-Management, das Marketing, der Vertriebsinnendienst und im Inland der Vertriebsaußendienst. Sämtliche kaufmännischen Dienstleistungen sowie Forschungsleistungen werden von der W&M bezogen.

Die Erdal-Rex GmbH (kurz Erdal-Rex) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Werner & Mertz GmbH mit Sitz in Mainz.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator für die Gesellschaft ist die Nachhaltigkeit.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Gesamtjahr 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Für das Jahr 2024 wird ein leichter Anstieg des wirtschaftlichen Wachstums um 0,2 % prognostiziert.

Im Jahresverlauf stagnierte die Konjunktur in den ersten drei Quartalen und schwächte sich dann zum Ende des Jahres im vierten Quartal ab. Dieser Rückgang lässt sich auf die anhaltenden Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs zurückführen. Die anhaltend hohen Inflationsraten schwächten die Kaufkraft und die gestiegenen Finanzierungskosten wirkten investitionshemmend. In der Industrie war die Nachfrage besonders aus dem Ausland schwach. Neben geringen Auftragseingängen wurde die wirtschaftliche Produktivität durch relativ hohe Krankenstände und unbesetzte Stellen aufgrund des Fachkräftemangels ausgebremst. Der private Konsum ging um 0,8 % zurück und der Einzelhandel verzeichnete einen Umsatzrückgang von 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Inflationsrate, die Preisniveauentwicklung gegenüber dem Vorjahr, lag im Jahr 2023 durchschnittlich bei 5,9 %. Im Jahresverlauf war die Inflationsrate rückläufig. Im Januar 2024 lag sie mit 2,9 % auf dem niedrigsten Niveau seit Juni 2021. Diese Entwicklung lässt sich auf weiter sinkende Energiepreise und geldpolitische Maßnahmen der EZB zurückführen. Für den weiteren Jahresverlauf wird eine Stabilisierung und weitere Annäherung an die Zwei-Prozent-Marke prognostiziert.

Das Konsumklima in Deutschland verbesserte sich zwar in der ersten Jahreshälfte 2023, verblieb bis Jahresende allerdings auf einem niedrigen Niveau. Im Februar 2024 lag der GfK-Konsumklima-Index bei einem Wert von -29,6 Punkten im Vergleich zu -33,8 Punkten im Februar 2023.

Trotz der schwachen Konjunktur zeigt sich der Arbeitsmarkt robust. Die Arbeitslosigkeit stieg im Berichtsjahr zwar leicht, für den Jahresverlauf 2024 wird laut IAB-Arbeitsmarktbarometer wieder eine moderat steigende Erwerbstätigkeit erwartet.

Die Wachstumsrate der Weltwirtschaft nahm um 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr ab und lag bei unterdurchschnittlichen 2,9 %. Die gestiegenen Zinsen und die hohe Lagerhaltung als Folge von Lieferkettenstörungen aufgrund geopolitischer Konflikte dämpften die globale Industriekonjunktur. Für 2024 wird von einem leichten Anstieg auf 3,1 % ausgegangen.

Die Verlangsamung der Weltkonjunktur und die verminderte Binnennachfrage erklären die Entwicklung des Außenhandels. Die Exporte gingen in 2023 um 1,8 % zurück und die Importe sanken um 3,0 %. Sowohl bei den Ausfuhren als auch bei den Einfuhren von Waren und Dienstleistungen wird im Laufe des Jahres nur mit einer leichten Zunahme gerechnet.

Der Ausblick auf das Jahr 2024 bleibt verhalten. Es wird von einem leichten Anstieg der Inlandsnachfrage ausgegangen. Für Erholung sorgen die nachlassende Inflation sowie steigende Reallöhne, die Kaufkraftverluste des Vorjahres ausgleichen. Dem entgegen stehen vor allem das geringe Wachstum im Welthandel und das hohe Zinsniveau, das sich investitionshemmend auswirkt.

Geschäftsverlauf und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachhaltigkeit, Ökologie und Gesundheitsorientierung der Verbraucher waren auch in 2023 wichtig, wurden aber überlagert durch die nach wie vor hohe Inflation und das Bemühen der Verbraucher, die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten zu beherrschen. Hinsichtlich der Erreichung unserer Ziele im Hinblick auf die Nachhaltigkeit verweisen wir auf unsere nachhaltigkeitsbezogene Umwelterklärung für das Jahr 2023 auf unserer Website (https://werner-mertz.de/nachhaltigkeitsmanagement-nach-emas/).

Insgesamt entwickelte sich der FMCG-Markt (Fast Moving Consumer Goods Total) in Deutschland 2023 um +8,3 % (FMCG barcoded). Dieses Wachstum war allein getrieben durch steigende Preise (+9,4 %, Preisentwicklung bezahlte Preise, Barcoded FMCG) - die Mengen sanken um -1,1 %. (Quelle: Consumer Panel Service GfK | Consumer Scan CP+ 2.0 | FMCG | Jahr 2023 vs. Vj).

Das Wachstum kam gleichermaßen aus den Warengruppen der Lebensmittel, Haushalts-, Körperpflege und Tiernahrung. Die Warengruppen der Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel konnten allerdings in 2023 nur um +4,2 % wachsen und so trotz stark steigender Preise nur unterproportional zum Wachstum beitragen. (Quelle: Consumer Panel Service GfK | Consumer Scan CP+ 2.0 | FMCG barcoded + Frische | Jahr 2023 vs. Vj).

Das stärkste Wachstum der FMCG-Vertriebsschienen verzeichnete in 2023 der Sektor des E-Commerce - allerdings weiter auf immer noch niedrigem Niveau (2,9 % Anteil an FMCG Gesamt). Die Drogeriemärkte mit einem Marktanteil von 6,3 % als Fachmarkt wuchsen stark mit 11,5 %, gefolgt von den Discountern mit +10,3 %. Der Sektor der Lebensmitteleinzelhändler (Anteil 28,6 %) wuchs unterproportional um +6,2 %. Damit bauten die Discounter ihre Marktführung auf 37,8 % weiter aus. Die SB-Warenhäuser (Anteil 11,9 %) wuchsen zwar wieder (+6,6 %) - allerdings auch unterproportional.

Nach den massiven Kostensteigerungen in 2021 und 2022 beruhigte sich dieser Trend in 2023 deutlich - blieb aber auf hohem Niveau. Die Lieferanten und der deutsche Handel gaben diese als Preissteigerungen sukzessive auch in 2023 an die Verbraucher weiter. Der Preiskampf der Händler untereinander legte aber auf höherem Niveau wieder deutlich zu und wurde vorwiegend über hohe Angebotsrabatte in allen Warengruppen ausgetragen.

Der Umsatz der Erdal-Rex konnte um +5,5 % wachsen. Diese Entwicklung war durch notwendige Preiserhöhungen in den letzten beiden Geschäftsjahren getrieben.

Durch die in den vergangenen Jahren erarbeitete hohe Akzeptanz der Marken der Erdal-Rex wurden die höheren Verkaufspreise von den Verbrauchern weitestgehend akzeptiert. Überproportionale Mengeneffekte blieben aus und ab der Mitte des Jahres stabilisierten sich diese vollständig, um im 4.Quartal wieder leicht zu steigen. Die Hauptmarke Frosch genießt weiter höchstes Vertrauen beim Verbraucher und steigerte dieses auch in 2023 erneut. Frosch bleibt mit hohem Abstand die "Most Trusted Brand" (Quelle: Reader's Digest, Trusted Brands 2023 Deutschland, Institut: Dialego Aachen).

Insgesamt stieg auch in 2023 die Preisorientierung der deutschen Verbraucher (Anteil 54 %) zu Ungunsten der Qualitätsorientierung (Anteil 46 %) - sie bleibt allerdings im Langzeittrend stabil (45 %). Die ab Mitte 2022 startende generelle Kaufzurückhaltung der Verbraucher setzte sich auch in 2023 fort. Dies führte zunächst auch im Bereich der Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel (WPR) zu einem allgemeinen Umsatzrückgang von -1,4 % - beruhigte sich aber im Laufe des Jahres wieder (2022 -6,4 %). Deutliche Preissteigerungen in Höhe von +10,7 % hoben die Umsatzentwicklung auf +9,1 %. (Quelle: NIQ Market Track, WPR Total und W&M, LEH+DM Deutschland 2023 vs. Vj). Besonders profitierten dabei die Handelsmarken, die nach hohen Preissteigerungen im Vorjahr, in 2023 deutlich stabilere Preise zeigten und deshalb im Absatz stark zulegen konnten.

Gemessen an den beschriebenen allgemeinen Marktentwicklungen konnte sich die Erdal-Rex gut behaupten. Trotz eines Mengenrückgangs von - 2,5 % konnte die Erdal-Rex GmbH in den WPR-Warengruppen durch Preissteigerungen von +8 % in Summe ein Umsatzwachstum von +5,5 % erreichen (Quelle: NIQ Market Track, WPR Total und W&M, LEH+DM Deutschland, Jahr 2023 vs. Vj).

Zurückzuführen ist das unter anderem auf die wirkungsvolle Haupt-Kampagne "Frosch für Kreislaufwirtschaft". Diese hauptsächlich über Print und Social-Media ausgespielten Werbungen haben nach unserer Wahrnehmung das Vertrauen in die Marke weiter gestärkt. In diesem Zuge konnten deutliche Distributionssteigerungen unter anderem in den Waschmittel-Segmenten erreicht werden.

Darüber hinaus konnte sich Frosch vor allem im Wettbewerb der Öko-Wasch- Putz- und Reinigungsmittel behaupten und seine Anteile ausbauen. Sowohl die Wettbewerber konventioneller Marken mit Öko-Positionierung als auch die reinen Öko-Marken verloren in 2023 Umsatz und Marktanteile (Quelle: NIQ Market Track, WPR Total, LEH+DM Deutschland, Umsatz in €, Veränderung Umsatz vs. Vj in %).

Die Marken Erdal und Emsal konnten ebenfalls ihre Marktanteile in 2023 weiter steigern. Erdal profitiert dabei von zunehmenden Listungen und Distributionen im deutschen Handel. Emsal konnte große Anteile des wichtigsten Wettbewerbers übernehmen. Rorax steigerte den Umsatz stark, musste aber bei Rohrreinigern leichte Marktanteile abgeben. (Quelle: NIQ, MarketTrack, Schuhpflege, Bodenpflege, Rohrreiniger, LEH + DM, Deutschland, Jahr 2023, Jahr 2023 vs. Vj).

Für den Bereich des Internationalen Exports der Consumer Sparte konnten die Ziele vollständig realisiert werden. Träger des Wachstums sind in 2023 das Baltikum, die Kaukasusregion und Teile Asiens.

Ertragslage

Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden letzten Geschäftsjahre ergibt sich nach Zusammenfassungen und Verrechnungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, die nachfolgende Ertragsübersicht.

Der Anhang enthält weitere Aufgliederungen und Erläuterungen der Posten des Jahresabschlusses.

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 207.543 100,0 196.718 100,0
Gesamtleistung 207.543 100,0 196.718 100,0
Materialaufwand 159.508 76,9 111.783 56,8
Personalaufwand 3.751 1,8 3.964 2,0
Abschreibungen 5 0,0 7 0,0
Sonstiger Betriebsaufwand ./. übrige betriebliche Erträge 42.833 20,6 46.870 23,8
Steuern (ohne Ertragsteuern) 0,0 0 0,0
Betrieblicher Aufwand 206.097 99,3 162.625 82,6
Betriebsergebnis 1.446 0,7 34.093 17,4
Beteiligungs- und Finanzergebnis 3.385 906
Ergebnis vor Gewinnabführung 4.831 34.999
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse 10.825 5,5
Gesamtleistung 10.825 5,5
Materialaufwand 47.725 42,7
Personalaufwand -213 -5,4
Abschreibungen -2 -28,6
Sonstiger Betriebsaufwand ./. übrige betriebliche Erträge -4.037 -8,6
Steuern (ohne Ertragsteuern) 0
Betrieblicher Aufwand 43.473 26,7
Betriebsergebnis -32.648 -95,8
Beteiligungs- und Finanzergebnis 2.479 > 100,0
Ergebnis vor Gewinnabführung -30.168 -86,2

Die Umsatzerlöse wurden größtenteils aus dem Verkauf der von Werner & Mertz GmbH bezogenen Waren erzielt. Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte zum Großteil (84 %) im Inland, so dass die Umsatzentwicklung nach wie vor stark von der Konjunktur in Deutschland abhängig ist. Die Umsatzentwicklung im Ausland hat sich ebenfalls verbessert (siehe Punkt Geschäftsverlauf). Eine Analyse der Umsatzerlösen nach Warengruppen stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
% %
Waschmittel und Wäschepflege 31,3 29,9
Haushaltsreiniger 22,7 23,3
Spülmittel 19,6 18,6
WC- und Sanitärreiniger 11,5 12,1
Körperpflege und Kosmetik 5,4 6,2
Wohnraumpflege 3,5 3,8
Lufterfrischer 2,2 2,8
Schuhpflege 2,8 2,6
Sonstige 1,0 0,7
100,0 100,0

Der Materialaufwand entsteht ausschließlich aus dem Bezug von Markenprodukten und Handelswaren von den produzierenden Gesellschaften der Gruppe. Aufgrund gestiegener Beschaffungspreise für Rohstoffe und Verpackungsmaterialien bis weit ins Jahr 2023 hinein, ist ein Anstieg des Materialaufwands zu verzeichnen gewesen. Darüber hinaus wurde die Erdal-Rex GmbH in 2023 in das konzernweite Transferpricing zur besseren Steuerung des Ergebnisses und der Bewältigung der Preissteigerungen auf Rohstoff- und Beschaffungsseite aufgenommen. Die Beschaffungsmenge ist aufgrund weitestgehend konstanter Absatzmenge in einem konjunkturell schwierigen Marktumfeld ebenfalls konstant geblieben. Insbesondere dieser Umstand führte zu einer deutlichen Erhöhung des Materialaufwandes gegenüber dem Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2023 sank der Personalaufwand vor allem wegen unterjähriger personellen Nachbesetzungen, die mit leichtem zeitlichen Versatz erfolgten.

Der Rückgang des sonstigen Betriebsaufwands als Differenz zwischen sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf niedrigere Werbeaufwendungen von TEUR 3.665 und sonstigen Vertriebskosten von TEUR 153 zurückzuführen.

Das Beteiligungs- und Finanzergebnis erhöhte sich um TEUR 2.479 auf TEUR 3.385 gegenüber dem Vorjahr. Hauptgrund dafür ist das deutlich gestiegene Zinsniveau im Bereich der sonstigen Zinserträge und eine höhere Gewinnausschüttung der österreichischen Tochtergesellschaft gegenüber dem Vorjahr.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.581 erhöht.

Dies resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus den um TEUR 4.282 gestiegenen Forderungen gegenüber verbundener Unternehmen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren dagegen stichtagsbedingt rückläufig.

Auf der Passivseite verringerten sich die sonstigen Rückstellungen wegen höherer unterjähriger Abschlagszahlungen von Kundenboni und Werbekostenzuschüssen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 36.943 um TEUR 13.065 auf TEUR 50.008 gestiegen. Zwar ist die Gewinnabführung an die Werner & Mertz GmbH gegenüber dem Vorjahr um TEUR 30.168 gesunken, aber durch eine Änderung der Fristigkeit bei der Aktualisierung des Cash-Pool-Vertrages mit der W&M gibt es keine Verrechnung mehr zwischen den Forderungen und den Verbindlichkeiten. Die entsprechende Forderung hat nun eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren (TEUR 39.082).

Finanzlage

Die Liquidität und die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt.

Ein Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft besteht nur dann, wenn die Liquiditätsreserven für die zeitgerechte Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen nicht mehr ausreichen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit einer auf einen festen Planungshorizont ausgerichteten Liquiditätsvorschau mit wöchentlicher Liquiditätsanalyse im Rahmen des Konzerns. Der Konzern prüft im Weiteren die nachhaltige Ergänzung der Darstellung in der Konzernliquiditätssteuerung im Hinblick auf die gesonderte Darstellung der einzelnen Konzerngesellschaften.

Als umsatzkräftige Gesellschaft kann die Erdal-Rex GmbH ihren Kapitalbedarf ohne Probleme aus eigenen Mitteln decken, der Eaus dem operativen Geschäft generiert wird. Überdies gibt es einen Cash-Pool-Vertrag mit der Werner & Mertz GmbH. Daneben bestehen mit weiteren Konzerngesellschaften gemeinsame Kreditlinien, die nicht in Anspruch genommen sind. Das Risiko ist somit als gering einzustufen.

Gesamtaussage

Trotz gestiegener Umsätze (+TEUR 10.825) beträgt das Ergebnis 2023 vor Gewinnabführung gegenüber 2022 lediglich EUR 4.831 (Vj: TEUR 34.999) und liegt somit um TEUR 30.168 unter dem Vorjahr. Dies hängt zum Großteil, wie bereits im Rahmen der Ertragslage erläutert, mit der Einbeziehung der Erdal-Rex GmbH in das konzernweit gültige Transferpricing-Modell in 2023 zusammen.

Die Vermögenslage ist im Wesentlichen unverändert, die Steigerung der Bilanzsumme beläuft sich auf 6,3 %. Die Gründe hierfür wurden im Rahmen der Vermögenslage bereits erläutert.

Eine wesentliche Verschlechterung der Finanzlage liegt bei der Gesellschaft nicht vor.

3. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Ziel des im Konzern im Jahre 2001 eingeführten Risikomanagement-Systems ist es, durch das frühzeitige Erkennen von potenziellen, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gefährdenden Risiken Handlungsspielräume zu schaffen, die die langfristige Sicherung von bestehenden sowie den Aufbau von neuen Erfolgspotenzialen ermöglichen und damit den Fortbestand des Unternehmens sichern.

Mitarbeiter des Werner & Mertz-Konzerns verpflichten wir auf die Einhaltung von Anweisungen und Verhaltensregelungen durch Teilnahme an Schulungen sowie an Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Die Geschäftsführung übt Überwachungs- und Kontrollfunktionen über die wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäftes aus. Sie wird hierbei durch ein hausinternes Qualitätssicherungsmanagement unterstützt.

Preis-, Absatz- und Kostenrisiken

Ein weiter steigendes Risiko für das kommende Geschäftsjahr ist nach wie vor der Margendruck seitens des Handels. Die Konzentration des Einzelhandels ist weiter sehr hoch und erschwert unsere Verhandlungsspielräume. Hinzu kommt, dass in 2024 wenig signifikante Kostenentlastungen zu erwarten sind. Diesem Umstand wird durch laufende Innovationen und durch konsequenten Ausbau der ökologischen Vorteile unserer Produkte gegengesteuert. Vor allem die Pionierstellung im Nachhaltigkeitsbereich stärkt die hohe Einzigartigkeit der Marke Frosch und damit das Verbrauchervertrauen, die es auch Mitbewerbern sehr erschwert, in diesem Bereich Fuß zu fassen. Dies ist aktuell um so stärker einzuschätzen, da nach unserer Wahrnehmung die Aktivitäten als auch Ergebnisse der Mitbewerber im Markt der ökologischen WPR deutlich negativ sind.

Die maßgeblichen Herausforderungen in 2024 sind einerseits die Absatzsituation wieder stärker zu aktivieren und gleichzeitig die Preissituation stabil zu halten.

Die Risiken aus Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsproblemen als auch das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen sind nicht zuletzt aufgrund der stabilen Umsatzentwicklung und des bestehenden Cash-Pool-Vertrages mit der Werner & Mertz GmbH als gering einzustufen. Mögliche Forderungsausfallrisiken werden durch abgeschlossene Warenkreditversicherungen deutlich reduziert.

Die derzeitige Situation zeigt, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und bestanden haben.

Die Personalbeschaffung im Arbeitsmarkt wird für die qualifizierte Besetzung offener Stellen auf allen Ebenen zunehmend schwieriger. Verbleibende geeignete Bewerber haben durchgehend hohe Erwartungen an das Entgeltniveau und die betrieblichen Rahmenbedingungen.

Im Zuge der rückläufigen Konjunktur sanken in 2023 auch die Frachtraten. Dies wird bei Neuverhandlung der Distributions-Frachtrahmenverträge mit den Transportdienstleistern zu weiteren Kosteneinsparungen führen.

Hinsichtlich der Chancen verweisen wir auf die Ausführungen unter der Rubrik "Wirtschaftliche Rahmenbedingungen" und "Prognosebericht".

4. Prognosebericht

Ein Ausblick bleibt herausfordernd. Risiken bestehen weiter bei den Preisentwicklungen bei Roh-, Packstoffen und Energie. Die Eintrittswahrscheinlichkeit schätzen wir aber aufgrund der aktuellen Entwicklung als gering ein. Das angestrebte, organische Wachstum wird über den Ausbau erfolgreicher Produktgruppen vorangetrieben und durch konsequente Investitionen in die Markenstärke abgesichert.

Im Inland sehen wir weiterhin den Mega-Trend des Verbraucherwunschs nach Produkten, die Nachhaltigkeit und im Kreislauf geführt sind. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend weiterhin hoch bleibt und langfristig unsere Bemühungen unterstützt.

Derzeit sind diese Kundenwünsche von nebengelagerten Themen wie steigende Lebenshaltungskosten noch überlagert - gegen Ende des Jahres 2023 sahen wir aber schon eine Entspannung und eine wieder stärker werdende Zuwendung zu ökologischen Produktalternativen. Die Top-Themen der nächsten 10 Jahre werden allerdings ausschließlich Themen mit Umweltgesichtspunkten sein (Quelle: World Economic Forum (WEF), Risikomanagerumfrage 2023). Dieser langfristigen Prognose folgt unsere konsequente Verbraucher-Kommunikation.

Aufgrund der im Wesentlichen nur konzerninternen Ausschüttungen während der vergangenen Jahre und des bestehenden Cash-Pool-Vertrages mit der Werner & Mertz GmbH sind Liquidität und Finanzierung des Unternehmens aus Sicht der Geschäftsführung sichergestellt.

Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts hatten in 2023 keine große Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Letztere wird von uns fortlaufend analysiert und bei Bedarf werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Langfristig gehen wir davon aus, dass die Themen rund um die Nachhaltigkeit wieder stärker in den Fokus treten werden und dies positive Einflüsse auf die Entwicklung der Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung haben wird.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung auch für das Jahr 2024 sowohl vom Umsatz als auch vom Ergebnis vor Ergebnisabführung her jeweils ein Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich.

 

Mainz, 06. Mai 2024

Geschäftsführung

Reinhard Kai Schneider

René Bowitz

Ralph Wenner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Erdal-Rex GmbH, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Erdal-Rex GmbH, Mainz,-bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Erdal-Rex GmbH, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 7. Mai 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer

Jan Rossel, Wirtschaftsprüfer

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