Quandoo GmbH
Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Rodewyk seit 27.5.2025 | Geschäftsführer |
Kerstin Ulrike Toschka seit 10.10.2023 | Prokura |
Akinori Kaminishizono seit 10.10.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Recruit Co. Ltd. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Quandoo GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Quandoo GmbH, Berlin, im Nachfolgenden "Quandoo" genannt, ist Anbieter einer technologieunterstützten Reservierungsplattform für Restaurants in den Gebieten Europa und Asien, mit der Vision, sich zur weltweit führenden Commerce-Plattform, für alle Arten von Transaktionen zwischen Restaurant und Gast, zu entwickeln. Quandoo verbindet Gäste mit Restaurants in 13 Ländern mit Hilfe eines personalisierten Reservierungssystems. Quandoo ist nach Auffassung der Geschäftsführung der einfachste Weg für Gäste, neue Restaurants zu entdecken, online einen Tisch zu reservieren, in den Genuss exklusiver Angebote zu kommen und ihr Erlebnis anschließend zu bewerten. Als strategischer Investor hält die Recruit Co., Ltd., ansässig in 1-9-2 Marunouchi, Chiyoda-ku, Tokio 100-6640, Japan, 100 % der Anteile der QuandooGmbH. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand der Entwicklungstätigkeit ist die Weiterentwicklung unserer Technologie für das "Reservation Management System", welche die Verfügbarkeit der Tische unserer Partnerrestaurants in Echtzeit über Online- und mobile Kanäle effizienter erreichbar macht. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich darauf, die Effizienz und Relevanz unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Das wichtigste Thema im Jahr 2023 war die Einführung eines neuen Produkts 'Quandoo für Restaurant Pro' zur Verwaltung von Restaurantreservierungen. Dieses Produkt verfügt über einen wettbewerbsfähigen Funktionsumfang, der an die Geschäftsbedürfnisse der Restaurants angepasst werden kann. Wir bieten erschwingliche und flexible Preise mit einfacher Einarbeitung, wie benutzerfreundliches Design und Selbstbedienungssupport. Wir arbeiten auch mit anderen Partnern zusammen, um Online-Buchungen direkt in die bereits verwendete Reservierungssoftware für Restaurants zu integrieren. Im Geschäftsjahr 2023 erfasste der Konzern Entwicklungskosten in Höhe von T€ 4.446 (Vorjahr: T€ 3.545). Forschungskosten bestehen in unwesentlicher Höhe. Die Anzahl der Mitarbeiter, die im Geschäftsjahr 2023 in der Forschung und Entwicklung tätig waren, belief sich auf 82 (Vorjahr: 86), und die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter, die während des Jahres in der Forschung und Entwicklung tätig waren, betrug 70 (Vorjahr: 62). Alle Entwicklungsaktivitäten werden von der Muttergesellschaft, der Quandoo GmbH, durchgeführt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Es gibt eine Vielzahl von Anbietern in verschiedenen Ländern, die sich auf Nischen des komplexen Marktes konzentrieren. Der Konzern begegnet dieser Entwicklung durch eine stetige Verbesserung seines Kerngeschäfts, eine hohe Qualität und verstärkte Serviceaktivitäten. Auch wenn mit der Lockerung der COVID-19-Beschränkungen eine gewisse Erholung zu beobachten war, stand das Gaststättengewerbe im Jahr 2023 immer noch vor großen Herausforderungen. Der Inflationsdruck führte zu erheblichen Preissteigerungen bei Rohstoffen und Arbeitskräften, was viele Restaurants dazu zwang, die Menüpreise zu erhöhen, was wiederum kostensensible Gäste abschrecken könnte. Der Arbeitskräftemangel hat das Gaststättengewerbe erheblich beeinträchtigt. Viele Restaurants haben ihre Betriebszeiten weiter angepasst und waren gezwungen, die Öffnungszeiten zu verkürzen, ihre Speisekarte zu ändern, Tische zu reservieren usw. Darüber hinaus haben die Kunden auch die gestiegenen Preise auf der Speisekarte aufgrund der Inflation und der Probleme in der Lieferkette zu spüren bekommen. Immer mehr Verbraucher wendeten sich Online-Reservierungsplattformen zu, um sich mit Hilfe von Sonderangeboten und Rabatten ein Restaurant zu sichern. Hier kommt unsere Online-Restaurantplattform ins Spiel, um das Geschäft der Restaurants zu unterstützen. 2. Geschäftsverlauf Die finanziellen Ergebnisse und Aussichten des Unternehmens hängen fast ausschließlich von der Erbringung restaurantbezogener Dienstleistungen und den Franchise Fees von den Tochterunternehmen ab. Obwohl die Zahl der Buchungen und die Anzahl der Restaurants, die unsere Plattform nutzen, im Geschäftsjahr gestiegen ist, verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang des Rohergebnisses um T€ 3.554 auf T€12.025. Ursächlich hierfür sind vor allem die gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Einzahlungen zuvor abgeschriebener Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Auch der operative Cashflow war im Geschäftsjahr weiterhin mit T€ 13.937 deutlich negativ und die Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung Ihres Gesellschafters abhängig. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Gastronomiebranche in der Nach-Corona-Zeit hat unser Fokus auf Akquise und die Betreuung unserer Kunden sich positiv auf unsere Geschäftsentwicklung ausgewirkt, auch wenn wir unsere im Vorjahr gesetzten Ziele nicht vollständig erreichen konnten. Auch bei einigen unserer Tochterunternehmen zeigten sich im Geschäftsjahr positive Entwicklungen. 3. Lage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar: a) Ertragslage Unsere Haupteinnahmequellen sind zum einen die monatlichen Abonnementgebühren und die transaktionsbasierten Reservierungsgebühren der Restaurants in Deutschland und andererseits die Franchisegebühren von den Tochtergesellschaften. Das Rohergebnis sank um T€ 3.554auf T€ 12.025. Die Umsatzerlöse außerhalb der Gruppe stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 6 %. Die für das Jahr 2023 gesteckten Ziele für die Umsatzerlöse außerhalb der Gruppe wurden um 29 % verfehlt. Die Abweichung zwischen den Plan- und Ist-Zahlen ist hauptsächlich auf die schwächere Kundennachfrage und die gesamtwirtschaftliche Situation zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die geringeren Einzahlungen aus zuvor abgeschriebenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und geringere Einnahmen aus konzerninternen Franchisegebühren aus. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€1.509 auf T€ 13.977, was im Wesentlichen auf die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter zurückzuführen ist. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 156 Mitarbeiter (Vorjahr: 145 Mitarbeiter). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr T€ 281 (Vorjahr: T€ 331). Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände, wie in den Vorjahren, nicht ausgeübt. Aufgrund von Unsicherheiten über deren langfristige Werthaltigkeit hätten sie nach den einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften ohnehin vollständig abgeschrieben werden müssen. Aufgrund der erheblichen und negativen finanziellen Auswirkungen der geringeren Kundennachfrage nach Online-Reservierungen, auch in der Folgezeit, haben wir Beteiligungen, konzerninterne Darlehensforderungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen neu bewertet. Nach einem Impairment-Test zum 31. Dezember 2023 wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€5.370 (Vorjahr: T€ 6.520) abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2023 wurden Darlehen an die Tochtergesellschaft in Singapur in Höhe von T€ 2.014, an der Tochtergesellschaft in Australien in Höhe von T€ 1.409, an der Tochtergesellschaft in Schweiz in Höhe von T€147, an der Tochtergesellschaft in Niederlande in Höhe von T€ 140, an der Tochtergesellschaft in Österreich in Höhe von T€ 117, an der Tochtergesellschaft in Hongkong in Höhe von T€ 65 sowie an der Tochtergesellschaft in der Türkei in Höhe von T€ 52 abgeschrieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um T€2.274 auf T€9.371 aufgrund der Reduzierung der Marketingkampagnen. Insgesamt verzeichnete Quandoo ein negatives EBITDA von T€ 11.323. Das EBITDA weist damit eine negative Veränderung von T€ 2.790 gegenüber dem Vorjahr (T€ 8.533) auf. Allerdings liegt das EBITDA um T€4.158 höher als geplant. Dies liegt vor allem an den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Begleichung von abgeschriebenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen. b) Finanzlage Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um T€ 1.228auf T€ 1.842. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Geschäftsjahr ein negativer operativer Cashflow von T€13.937 erwirtschaftet. Die Investitionen in das Anlagevermögen führten zu einem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 34. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein positiver Cashflow in Höhe von T€ 15.200, der ausschließlich aus der Aufnahme eines Darlehens bei Recruit Global Treasury Services Ltd, London, UK, resultierte. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Mit diesen Maßnahmen war die Gesellschaft im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 0,12% (Vorjahr: 0,70%) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten können derzeit innerhalb der Zahlungsfristen beglichen werden. Die liquiden Mittel, kurzfristigen Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Vorräte (T€ 3.568) sind um 96% niedriger als die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen (T€ 98.690). Der Grund dafür ist im Wesentlichen die Verbindlichkeit aus dem Darlehen des Gesellschafters i. H. v. T€95.281 und die Abschreibung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€5.370. Durch die Gewährung eines zusätzlichen Darlehens (T€ 15.200) zuzüglich Zinsen durch die Recruit Global Treasury Services Ltd, London, England, in Höhe von insgesamt T€18.468 erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 die Liquidität der Quandoo GmbH. Die Kapitalrücklage blieb unverändert zu 2022 bei T€154.070. Quandoo weist am Ende des Berichtsjahres einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von T€82.215 aus. Im Prognosezeitraum sind bei der Gesellschaft negative Cashflows geplant. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die Recruit Gruppe. Die finanzielle Abhängigkeit von dieser finanziellen Unterstützung stellt ein bestandsgefährdendes Risiko wegen wesentlicher Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit dar. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher auf die finanzielle Unterstützung durch die Recruit Co., Ltd., Tokio, Japan angewiesen, die mit Schreiben vom 17. Mai 2024 eine Patronatserklärung abgegeben hat, wonach sie sich verpflichtet bis 31. Dezember 2025 die Gesellschaft finanziell bis zu einem Gesamtbetrag von EUR 134 Mio. so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen. c) Vermögenslage Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. Unter den Immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€102 ist nur entgeltlich erworbene Software enthalten. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Im Geschäftsjahr 2023 werden in der Bilanz Sachanlagen i. H. v. T€958 (Vorjahr: T€1.081) ausgewiesen, wobei im Geschäftsjahr keine wesentlichen Investitionen vorgenommen wurden. Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich im Geschäftsjahr um T€654 auf T€7.728 verringert aufgrund der Rückzahlung aus der Kapitalrücklage der Tochtergesellschaft in Italien in derselben Höhe. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr um T€2.636 auf T€3.848 gesunken. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt T€1.308 an die Tochterunternehmen ausgeliehen. Im Zusammenhang mit der Bewertung der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag wurden Ausleihungen an Tochtergesellschaften in Singapur in Höhe von T€ 2.014, an der Tochtergesellschaft in Australien in Höhe von T€ 1.409, an der Tochtergesellschaft in Schweiz in Höhe von T€ 147, an der Tochtergesellschaft in Niederlande in Höhe von T€ 140, an der Tochtergesellschaft in Österreich in Höhe von T€ 117, an der Tochtergesellschaft in Hongkong in Höhe von T€65 sowie an der Tochtergesellschaft in der Türkei in Höhe von T€ 52 abgeschrieben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 467) mit T€ 451 nahezu konstant. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sind im Vergleich zum Vorjahr um T€2.229 auf T€814 gesunken und umfassen hauptsächlich Weiterbelastungen von Marketingaufwendungen an Tochterunternehmen. Nach einem Wertminderungstest zum 31. Dezember 2023 wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€5.370 abgeschrieben. Aufgrund des negativen Jahresfehlbetrags i. H. v. € 22,3 Mio. verschlechterte sich das negative Eigenkapital von € 59,9 Mio. auf € 82.2 Mio. Der Anstieg der Verbindlichkeiten um T€18.361 auf T€97.078 ist hauptsächlich auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, um T€18.506 zurückzuführen und ist im Wesentlichen auf den auf die Aufnahme eines Darlehens vom Gesellschafter nebst Zinsen i. H. v. T€18.468 zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um T€303 auf T€ 718, überwiegend aufgrund der Umsatzsteuerzahllast. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um T€449 auf T€121. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€656 auf T€1.612 v.a. aufgrund reduzierter Boni und Abfindungen gesunken. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren waren im vergangenen Jahr auf die wesentlichen Kennzahlen Umsatzerlöse außerhalb der Gruppe und EBITDA ausgerichtet. Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren waren die Anzahl der Restaurants und die Anzahl der Reservierungen. Aufgrund der beschleunigten Umstellung von Offline- auf Online-Restaurantreservierungen verzeichnete die Quandoo GmbH im Jahr 2023 einen Anstieg der Reservierungen um 20% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022, der jedoch um 24 % geringer ausfiel als geplant. Die Gesamtzahl der Restaurants, die unseren Service nutzen, hat sich im Jahresvergleich um 11% erhöht, von 2.132 auf 2.373. Im Vergleich zu der geplanten Anzahl an Restaurants 2.915 sind es somit 19% weniger. Auch in 2023 wurde die Vertriebsstrategie verfolgt, sich auf Restaurants mit hohem Reservierungsumfang zu konzentrieren. Außerdem wurden weitere Kostenmanagement Tools eingeführt und optimiert, um ein effektives Controlling gestalten zu können. 5. Gesamtaussage Da die Zahl der Buchungen aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Onlinebuchungen zunahm, stiegen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings war das EBITDA in diesem Jahr niedriger als im letzten Jahr, da die Betriebskosten, wie z. B. die Lohnkosten, gestiegen sind. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen können durch liquide Mittel, das Warenlager und kurzfristige Forderungen nicht gedeckt werden, weil die Gesellschaft ein Darlehen vom Gesellschafter i. H. v. insgesamt T€95.281 aufgenommen hat. III. Prognosebericht Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Gesellschaft wird weiterhin die Akquise von Partnerrestaurants, die gezielte Betreuung von Bestandskunden sowie das Nutzerwachstum forcieren. Über verschiedene Maßnahmen soll auch die Wiederkehrrate der Nutzer optimiert werden. Bereits implementierte Kostenmanagement-Tools werden weiterhin gepflegt, optimiert und unterstützen beim Kostenmanagement. Bezüglich der Anzahl der Restaurants plant die Gesellschaft eine Steigerung von 11%. Die Anzahl der Online-Reservierungen in 2024 soll um die 27% steigen. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 eine Steigerung der Umsatzerlöse außerhalb der Gruppe von ca. 23 % im Vergleich zu 2023 und ein negatives EBITDA. Voraussichtlich wird der negative Betrag im Vergleich zu 2023 um 36% schlechter ausfallen. Nach den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2024 ist das Unternehmen auf dem Kurs die geplanten Werte zu erreichen. Die Auswirkungen einer Eintrübung der Konjunkturaussichten, die hohen Inflationsraten und die daraus resultierende finanzielle Belastung für die Restaurantbesucher sind sehr ungewiss, schwer prognostizierbar und daher in unserer Prognose noch nicht berücksichtigt. IV. Chancen- und Risikobericht Im Rahmen des Finanzmanagements werden Chancen und Risiken fortlaufend überwacht, quantifiziert und nach den Unternehmenszielen entsprechend aktiv gesteuert: Kostenreduzierungsmaßnahmen zur Verbesserung des EBITDA; monatliche Analysen der Plan-/Ist-Abweichungen in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung; Liquiditätssteuerung ausgehend von der mittelfristigen Unternehmensplanung und aktuellen Hochrechnung und Abweichungsanalysen des Working Capitals. 1. Risikobericht Wettbewerbsrisiko Die Wettbewerbsrisiken haben zugenommen und fokussieren sich mittlerweile auf wenige große Wettbewerber, die zum Teil auch mit beitragsfreien Produkten versuchen mehr Marktanteile zu erlangen. Da wir uns mit unseren Technologien und Dienstleistungen im Reservierungsmarkt gegenüber unseren Konkurrenten differenzieren und echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass sich unsere Marktanteile mittel- und langfristig ausweiten. Um dem verstärkten Wettbewerbsdruck begegnen zu können, positioniert sich Quandoo als ganzheitliche Reservation Management Lösung mit einem verstärkten Servicefokus. Umsatzrisiko Eine Verschlechterung der Wirtschaftssituation brachte die Gastronomiebranche in eine schwierige Lage, die auch mit einem Arbeitskräftemangel und Lieferengpässen konfrontiert war. Diese Faktoren können das Geschäft einschränken, eine geringere Kundenzufriedenheit verursachen und damit zu einer Verschlechterung der Finanzlage führen, was die Zahlungsfähigkeit vieler Restaurants gefährden kann. Zudem könnten sich hohe Inflationsraten und die daraus resultierende Einkommensbelastung für die Restaurantbesucher negativ auf das Konsumverhalten und damit auch auf unseren Umsatz auswirken. Liquiditätsrisiko Der strategische Ausbau unserer Marktposition und der gewachsene Konkurrenzdruck in internationalen Märkten hat zu einem zunehmenden Liquiditätsbedarf geführt, der über die Recruit Gruppe bereitgestellt wird. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft wird laufend überwacht. Vor dem Hintergrund gestiegener Anforderungen an die Planung, Steuerung und Überwachung der unternehmerischen Tätigkeiten, wurde der Fokus auf die Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Prozesse und Strukturen gelegt. Die Finanzierung von Quandoo erfolgt durch den Gesellschafter, in der Regel durch Darlehen. Im Prognosezeitraum sind bei der Gesellschaft negative Cashflows geplant. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die Recruit Gruppe. Die finanzielle Abhängigkeit von dieser finanziellen Unterstützung stellt ein bestandsgefährdendes Risiko wegen wesentlicher Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit dar. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher auf die finanzielle Unterstützung durch die Recruit Co., Ltd., Tokio, Japan, angewiesen, die mit Schreiben vom 17. Mai 2024 eine Patronatserklärung abgegeben hat, wonach sie sich verpflichtet bis 31. Dezember 2025 die Gesellschaft finanziell bis zu einem Gesamtbetrag von EUR 134 Mio. so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen. 2. Chancenbericht Unsere Technologie hat sich über die Jahre als sehr effektiv und effizient im Wettbewerbsvergleich bewiesen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch stetige Innovation sowie immer effizienter werdende interne Prozesse um. Wir prognostizieren ein Umsatzwachstum aufgrund eines Anstiegs des Volumens von Online- Reservierungen, das hauptsächlich auf eine beschleunigte Änderung des Bestellverhaltens der Verbraucher und eine geänderte Betriebsstrategie der Restaurants zurückzuführen ist. Der Trend in der Welt nach der Pandemie geht eindeutig in Richtung von Offline- zu Online- Reservierungen. Mit Recruit Co., Ltd., als Gesellschafter ergeben sich in den nächsten Jahren große Chancen für die Verbesserung und Weiterentwicklung bestehender und neuer Prozesse und sowie des Kerngeschäfts. Durch Synergieeffekte eröffnet sich uns eine Reihe neuer Möglichkeiten, unser Angebot weiterhin zu verbessern und uns nachhaltig gegenüber Mitbewerbern zu differenzieren. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin mit Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit, Service und einem hohen Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vor allem in einem komplexen Wettbewerbsumfeld. Vor dem Hintergrund unseres Wachstums, der finanziellen Unterstützung und der Synergieeffekte mit Recruit Co., Ltd., Tokio, Japan, sowie unserer flexiblen Technologie, sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.
Berlin, 11. Juli 2024 Quandoo GmbH gez. Hidetaka Kawashima gez. Akinori Kaminishizono BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Abschluss Die Quandoo GmbH (im Folgenden "die Gesellschaft" oder "Quandoo") ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 145743 B eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in der KulturBrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen (§§ 276, 288 Abs. 2 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß §275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen unverändert den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss wird unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Im Hinblick auf ein bestandsgefährdendes Risiko wird auf die Ausführungen im Lagebericht in Abschnitt II.3b "Finanzlage" und Abschnitt IV.1. "Risikobericht" verwiesen. Für das Geschäftsjahr 2024 sind bei der Gesellschaft negative operative Cashflows geplant, weswegen die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung durch die Recruit Co., Ltd., Tokio, Japan, angewiesen ist. Mit einer Patronatserklärung vom 17. Mai 2024 verpflichtet sich diese bis 31. Dezember 2025 die Gesellschaft finanziell bis zu einem Gesamtbetrag von 134 Mio. EUR so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden unverändert zum Vorjahr nach §252Abs. 1 Nr. 3 HGB einzeln bewertet. AKTIVA Anlagevermögen Das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt. Die aktivierten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Mieterumbauten wurden unter der Bilanzposition Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um die Abschreibungen angesetzt. Die weiteren Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei der Bemessung der Abschreibungen auf Zugänge des laufenden Geschäftsjahres wurde die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen entsprechen, zugrunde gelegt. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden ausschließlich linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Sachanlagen liegt zwischen 1 und 13 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Computerhardware (einschließlich der dazu gehörenden Peripheriegeräte) sowie die für die Dateneingabe und -verarbeitung erforderliche Betriebs- und Anwendersoftware wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem Jahr zugrunde gelegt. Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern erforderlich auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Ausleihungen wurden grundsätzlich zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Umlaufvermögen Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Bewertung von Forderungen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet gezahlte Beiträge bzw. fällige Ausgaben, die gemäß § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. PASSIVA Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Als Kapitalrücklage werden gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB die Beträge ausgewiesen, die bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Bezugsanteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt werden. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Beträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Sie werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die Verpflichtung nach den Verhältnissen am Abschlussstichtag zu erfüllen. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. In passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Voraus vereinnahmte Umsätze ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden entsprechend § 256a Satz 1 HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen Finanzanlagen werden nach dem Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Aufgrund der erheblichen und negativen finanziellen Auswirkungen des wirtschaftlichen Abwärtstrends haben wir die Bewertung von Beteiligungen, konzerninternen Darlehensforderungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen überprüft. Zum 31. Dezember 2023 wurden Ausleihungen an der Tochtergesellschaft in Singapur in Höhe von T€2.014, an der Tochtergesellschaft in Australien in Höhe von T€1.409, an der Tochtergesellschaft in Schweiz in Höhe von T€147, an der Tochtergesellschaft in Niederlande in Höhe von T€140, an der Tochtergesellschaft in Österreich in Höhe von T€117, an der Tochtergesellschaft in Hongkong in Höhe von T€65 sowie an der Tochtergesellschaft in der Türkei in Höhe von T€52 abgeschrieben. Anteilsbesitz
Ein ungeprüfter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 lag für alle Beteiligungsverhältnisse vor. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Ansprüche aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung haben wir die Bewertung von Beteiligungen, konzerninternen Darlehensforderungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen angepasst. Nach einem Wertminderungstest zum 31.Dezember 2023 wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€5.370 abgeschrieben. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter Recruit Co., Ltd., Tokio, Japan, in Höhe von T€ 21 (Vorjahr: T€ 15) enthalten. Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen beträgt wie im Vorjahr nicht mehr als ein Jahr. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage blieb unverändert in der Höhe des Vorjahresbetrags (T€ 154.070). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€96.238 (Vorjahr: T€77.732) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€957 (Vorjahr: T€919) enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€95.281 (Vorjahr: T€76.813) enthalten Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Recruit Global Treasury Services Ltd, London, England, aus dem Internal-Cash-Management-System. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten hauptsächlich Verpflichtungen an das Finanzamt aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 415 (Vorjahr: T€ 379) sowie aus der Umsatzsteuer in Höhe von T€ 255. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Abschreibungen Nach einem Wertminderungstest zum 31. Dezember 2023 wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 5.370 sowie Finanzanlagen in Höhe von T€3.944 abgeschrieben. Periodenfremde Erträge Wesentliche periodenfremde Erträge resultierten aus der Zahlung in den Vorjahren abgeschriebener Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.241 (Vorjahr:T€6.380) und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 6 (Vorjahr:T€ 83). 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Am Abschlussstichtag bestehen weder Eventualverbindlichkeiten noch andere nicht aus der Bilanz ersichtliche wesentliche Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus einem am 21./22. Februar 2018 geschlossenen Mietvertrag zur Nutzung einer 1.692m 2 großen Gebäudefläche sind bis zum 31. Juli 2029 monatlich € 41.616,31 Nettomiete zu zahlen. Zum 1.Januar eines jeden Jahres wird die Netto-Grundmiete um 4 % erhöht ("Staffelmiete"). Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer nach § 285 Nr. 7 HGB stellt sich wie folgt dar:
Geschäftsführung
Den Mitgliedern der Geschäftsführung sind für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Bezüge in Höhe von insgesamt 1.400 T€ gewährt worden. Beirat
Die Beiratsmitglieder haben von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen berechnete Gesamthonorar des gesetzlichen Abschlussprüfers beträgt T€ 51. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Quandoo GmbH wird in den Konzernabschluss der Recruit Co., Ltd., Tokio, Japan, einbezogen. Sie erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis. Die Quandoo GmbH stellt außerdem das Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen dar. Nach §293 Abs.1 HGB ist die Quandoo GmbH von einer Konzernabschlusserstellung befreit. Die Recruit Holdings Co., Ltd., Tokio, Japan, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen. Dieser ist am Sitz der Recruit Holdings Co., Ltd. erhältlich. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne des §285 Nr. 21 HGB wurden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag von EUR 22.274.309,02 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Es besteht ein bestandsgefährdendes Risiko, da das Unternehmen auf die finanzielle Unterstützung von Recruit Co. Ltd., Tokio, Japan, wie im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschrieben, angewiesen ist. Über weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist nicht zu berichten.
Berlin, 11. Juli 2024 Quandoo GmbH gez. Hidetaka Kawashima gez. Akinori Kaminishizono Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Quandoo GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Quandoo GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Quandoo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang und die Angaben in Abschnitt II.3.b "Finanzlage" und Abschnitt IV.1 "Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft im Prognosezeitraum negative Cashflows plant. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher auf die finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft Recruit Co. Ltd., Tokio, Japan, angewiesen, die mit Schreiben vom 17. Mai 2024 eine Patronatserklärung abgegeben hat, wonach sie sich verpflichtet, bis 31.Dezember 2025 die Gesellschaft finanziell bis zu einem Gesamtbetrag von EUR134 Mio. so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beitrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin,11. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
gez. Wehner, Wirtschaftsprüfer gez. Bilz, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 11.9.2024. |
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