Bau und Service Leipzig GmbH

Berliner Straße 25, 04105 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 17074
Eingetragen
8.8.2000
Branche
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauBetrieb von KläranlagenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Gegenstand
die Erbringung von Dienstleistungen aller Art für Anlagen, die der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung einschließlich Klärung des Abwassers dienen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andre Parchwitz
seit 20.9.2022
Prokura
Torsten Michael
seit 9.8.2022
Geschäftsführer
Sylvia Treber
seit 5.5.2004
Prokura
Nikolaus Meier
seit 23.9.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stadt Leipzig
74.65%
Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Leipzig-Land
25.35%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bau und Service Leipzig GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Bau und Service Leipzig GmbH, Leipzig

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen des Unternehmens

2 Wirtschaftsbericht

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1 Grundlagen des Unternehmens

Als Netzservicegesellschaft der Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH (nachfolgend Wasserwerke) versteht sich die Bau und Service Leipzig GmbH (nachfolgend Bau und Service Leipzig) als regionaler Dienstleister rund um die Anlagen und Netze der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Insgesamt 173 qualifizierte Mitarbeiter, davon 33 Ingenieure und 16 Meister und Poliere verschiedener Fachrichtungen, unterstützen die Wasserwerke bei der Betreuung von rund 420 Anlagen der Wasserver- und Abwasserentsorgung, des über 6.500 km langen Rohr- und Kanalnetzes sowie der 240 Trinkwasserbrunnen im Großraum Leipzig. Ein ganzjähriger Bereitschaftsdienst, der alle relevanten Sparten abdeckt, trägt entscheidend zur Versorgungssicherheit der Kunden der Wasserwerke bei.

Das Leistungsspektrum der Bau und Service Leipzig beinhaltet dabei die Steuerung der Investitionsvorhaben der Wasserwerke im Rahmen des Projektmanagements, die komplette Abwicklung der auftretenden Havarien an den Trink- und Abwassernetzen, die Wartung, Instandhaltung, Reparatur und Errichtung von Anlagen und Netzen und die Erbringung sonstiger Dienstleistungen wie das komplette Wasserzählermanagement, die Stellung von Wasserwagen zur temporären Trinkwasserversorgung oder der Schlammentsorgung von dezentralen Sammelpunkten.

Die Bereiche Netzservice, Investitionsmanagement sowie Mechanik und Elektrotechnik tragen der geforderten Spezialisierung Rechnung. Eigene Werkstätten in den Bereichen Schlosserei/Schweißerei, Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Wasserzähler und Pumpen erlauben nicht nur die Realisierung individueller Kundenwünsche, sondern garantieren auch eine stetige Einsatzbereitschaft außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeiten. Ergänzt wird das Leistungsspektrum der Bau und Service Leipzig durch die Tochtergesellschaft LSI GmbH (nachfolgend LSI), die, ebenfalls in Rundum-Bereitschaft, Verkehrssicherungsmaßnahmen und Deckenschlussleistungen aller Art ausführt.

Wichtige Verträge mit den Wasserwerken

Ein Gesamtvolumen von nahezu 15.000 TEUR im Jahr 2024 spiegelt die Bedeutung des Rahmenvertrages über die Erbringung von Leistungen im Massengeschäft für die Geschäftsentwicklung der Bau und Service Leipzig wider. Dieser Vertrag, der ursprünglich eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 hatte, wurde mit den Rahmenvertragsfirmen der LWW und der Bau und Service für den Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 30. Juni 2027 neu verhandelt und abgeschlossen. Die Verrechnungspreise wurden, basierend auf der Indexentwicklung für Ortskanäle in Sachsen, fest für diesen Zeitraum vereinbart. Innerhalb dieses Vertrages entfällt ab dem 1. April 2025 die Bauleitung von Maßnahmen der partiellen Kanalsanierung, ausgeführt durch Drittunternehmen. Diese Änderung wurde nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Bau und Service ab dem Geschäftsjahr 2025 mit eigenen Leistungen in die Ausführung entsprechender Leistungen einsteigen möchte, notwendig.

Der Rahmenvertrag zur Erbringung von Leistungen der händischen Kanalsanierung wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2022 neu mit den Wasserwerken abgeschlossen. Die Vertragspreise wurden zum 1. Januar 2025 aktualisiert, die Laufzeit reicht aktuell bis zum 31. Dezember 2025.

Der übergeordnete Rahmenvertrag über die Erbringung von Dienst- und Werkvertragsleistungen regelt die Grundsätze der Zusammenarbeit zwischen den Wasserwerken und der Bau und Service Leipzig. Die unter diesem Rahmenvertrag geregelten Leistungsscheine, die unter anderem die Leistungspakete Serviceleistungen an technischen Anlagen und Gebäuden, Brunnenregenerierung, Wasserzählermanagement und Projektsteuerung beinhalten, wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2025 neu verhandelt. Die Laufzeit dieser Vertragsinhalte geht zunächst bis zum 31. Dezember 2025.

Im Rahmen eines firmenübergreifenden Projektes zwischen den Wasserwerken und der Bau und Service wird die gesamte Vertragsstruktur derzeit überarbeitet. An die Stelle des bestehenden Rahmenvertrages über die Erbringung von Dienst- und Werkvertragsleistungen wird dann ein Kooperationsvertrag treten, der alle Grundzüge der Zusammenarbeit regelt. Hierarchisch darunter werden die Einzelleistungen dann in separaten Leistungsverträgen beschrieben. Mit dem Inkrafttreten dieser Vertragsstruktur wird im laufenden Geschäftsjahr 2025 gerechnet. Auswirkungen auf die Leistungsinhalte und Verrechnungspreise ergeben sich hieraus nicht.

Zum 1. Januar 2024 wurden ebenfalls die dem Vertrag zur Auswechslung von Trinkwasserleitungen in Kollektoren zugrundeliegenden Preise angepasst und eine Laufzeitverlängerung bis zum 31. Dezember 2025 vereinbart. Dieser Vertrag ist insbesondere auch deshalb von Bedeutung, da die Leistungen witterungsunabhängig ganzjährig ausgeführt werden können.

Die erfolgten Aktualisierungen der Leistungsverträge und die auf zwölf Monate begrenzten Laufzeiten tragen dem Risiko sich ständig verändernder Beschaffungspreise Rechnung. Dies betrifft sowohl die Bezugskosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, wie auch die Entwicklung der bezogenen Leistungen und, infolge der insgesamt daraus resultierenden Inflationsrate auch die Personalkosten.

Die mit Wirkung zum 1. Januar 2024 abgeschlossenen Verträge mit den Wasserwerken, in dem die Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Personalverwaltung, Recht und Versicherung, IT-Dienstleistungen und Arbeitssicherheit für die Bau und Service geregelt ist, bestehen unverändert weiter.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2024 wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch den kaufmännischen Geschäftsführer, Herrn Nikolaus Meier, und den technischen Geschäftsführer, Herrn Torsten Michael, geführt. Die Geschäftsführeridentität bei der Bau und Service Leipzig GmbH und der LSI GmbH bestand damit wieder ganzjährig.

2 Wirtschaftsbericht

Besonderheiten des Geschäftsjahres

Das Geschäftsjahr 2024 wurde nicht wesentlich von besonderen Vorkommnissen beeinflusst. Auswirkungen aus der Corona-Pandemie oder des Russland-Ukraine-Krieg auf den Geschäftsverlauf bestanden nicht.

Eine große Herausforderung lag erneut in der Rekrutierung geeigneten Fachpersonals. Dabei gelang es in vielen Bereichen, den Mitarbeiterbedarf zu decken. Entsprechend erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten von 151 im Vorjahr auf nunmehr 161 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die insgesamt positive Entwicklung konnte jedoch nicht über alle Berufsbilder festgestellt werden. Hier bestehen gerade im Bereich von spezialisierten gewerblichen Fachkräften im Brunnenbau massive Engpässe auf dem Arbeitsmarkt. Generell wird die Gewinnung geeigneter Fachkräfte auch in den nächsten Jahren die große Herausforderung sein. Auf die Ausführungen im Prognose- und Risikobericht wird verwiesen.

Ganzjährig bestand eine stabile Auftragslage und sehr gute Produktionsbedingungen.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 basierte auf einer Gesamtleistung, definiert als Summe der Umsatzerlöse korrigiert um die Veränderung der unfertigen Leistungen, von insgesamt 25.039 TEUR. Mit einem tatsächlich realisierten Wert von 32.972 TEUR konnte die Planung deutlich übertroffen werden. Maßgeblich für diesen Geschäftsverlauf war vorrangig das gegenüber Planung deutlich höhere Auftragsvolumen des Unternehmensbereiches Netzservice (+ 6.109 TEUR gg. Plan) und die Entwicklung im Unternehmensbereich Investitionsmanagement (+ 1.194 TEUR gg. Plan).

Auch die Unternehmensbereiche Mechanik (+ 327 TEUR) und Elektrotechnik (+ 204 TEUR) lagen über den Planwerten.

Darüber hinaus haben die guten Witterungsbedingungen bis zum Jahresende und der ganzjährig kontinuierliche Auftragseingang zu dem positiven Geschäftsverlauf beigetragen.

Das Geschäftsjahr stellt sich damit sehr zufriedenstellend dar.

Umsatz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 deutlich um 17,6 % von 28.029 TEUR im Vorjahr auf nunmehr 32.947 TEUR. Unter Berücksichtigung der Veränderung des Bestandes der unfertigen Leistungen erhöht sich die Gesamtleistung auf 32.972 TEUR (Vj.: 27.598 TEUR). Der Bestand der unfertigen Leistungen lag mit 1.733 TEUR geringfügig über dem Vorjahreswert (Vj. 1.709 TEUR). Der Zugang im Berichtsjahr liegt damit bei 25 TEUR (Vj.: Verringerung 431 TEUR).

Der Umsatzanteil des Unternehmensbereiches Netzservice beträgt im Berichtsjahr 58,4 % (Vj.: 60,6 %). Die weiteren Umsatzanteile verteilen sich auf die Fachbereiche Mechanik mit 13,8 % (Vj.: 13,2 %), Elektrotechnik mit 12,4 % (Vj.: 11,2 %), Investitionsmanagement mit 11,8 % (Vj.: 11,3 %) und das Team Fuhrpark/Sonstige Dienstleistungen mit 3,4 % (Vj.: 3,5 %).

Absolut erhöhte sich die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Veränderung der unfertigen Leistungen) im Unternehmensbereich Netzservice um 15,0 % von 16.894 TEUR im Vorjahr auf nunmehr 19.428 TEUR. Die Mehrleistung resultiert vornehmlich aus der sehr guten Auftragssituation im Havariemanagement.

Der Unternehmensbereich Mechanik liegt mit einer Gesamtleistung von 4.458 TEUR um 21,0 % über dem Niveau des Vorjahres von 3.684 TEUR. Signifikante Leistungszuwächse ergaben sich auch in den Unternehmensbereichen Investitionsmanagement mit nunmehr 3.975 TEUR (Vj. 2.935 TEUR) und Elektrotechnik mit 3.910 TEUR (Vj. 3.039 TEUR). Im Team Fuhrpark/Sonstige Dienstleistungen konnte mit 1.116 TEUR (Vj. 985 TEUR) das Vorjahresniveau ebenfalls übertroffen werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr auf 513 TEUR (Vj.: 855 TEUR). Wie in den Vorjahren werden hier die Skontoerträge nicht berücksichtigt, da diese gegen die Aufwendungen für bezogene Leistungen verrechnet werden. Die Skontoerträge spiegeln die gute Finanzlage des Unternehmens wider und belaufen sich im Geschäftsjahr 2024 auf insgesamt 382 TEUR (Vj.: 320 TEUR). Das Vorjahr war wesentlich durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen beeinflusst (422 TEUR).

Unter Berücksichtigung aktivierter Eigenleistungen in Höhe von 7 TEUR (Vj.: 40 TEUR) liegt die Betriebsleistung gemäß Gewinn- und Verlustrechnung mit insgesamt 33.492 TEUR um 17,5 % über dem Niveau des Vorjahres mit 28.493 TEUR.

Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe liegt mit 1.490 TEUR trotz deutlich gestiegener Gesamtleistung auf dem Niveau des Vorjahres (1.443 TEUR). Dieser Sachverhalt resultiert aus dem Leistungszuwachs in den Bereichen, bei denen vorrangig bezogene Leistungen oder eigene Ingenieur- beziehungsweise Lohnleistungen zum Tragen kommen.

Die bezogenen Leistungen erhöhten sich entsprechend deutlich von 12.617 TEUR auf nunmehr 14.915 TEUR. Dabei stiegen die bezogenen Nachunternehmerleistungen in der Havariebeseitigung und Instandhaltung von 10.032 TEUR auf 11.594 TEUR und bei den erbrachten eigenen Bauleistungen von 465 TEUR auf 950 TEUR.

Die von der LSI GmbH bezogenen Leistungen in der Baustellensicherung und im Deckenschluss haben sich von 1.034 TEUR auf 1.205 TEUR erhöht. Bei den für die Wasserwerke organisierten Dienstleistungen für Anlagen und Gebäude ergab sich eine moderate Aufwandserhöhung 500 TEUR auf 532 TEUR.

Die Kosten für Fahrzeugpflege, Leasing, Fremdgeräte und Kundendienst stiegen von 655 TEUR auf 746 TEUR. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus den deutlich erhöhten Leasingkosten (+ 76 TEUR), die auf dem, der Beschäftigtenzahl angepassten, erweiterten Fuhrpark beruhen.

Mit dem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl um 10 Beschäftigte erhöhte sich aufgrund des erhöhten Eigenleistungsanteils auch der Rohertrag. Dieser liegt nunmehr mit 17.087 TEUR um 2.655 TEUR über dem Niveau des Vorjahres mit 14.432 TEUR. Die Personalkosten entwickelten sich entsprechend im Berichtsjahr und stiegen um 1.487 TEUR auf nunmehr 10.774 TEUR (Vj.: 9.287 TEUR). Neben der im Berichtsjahr geltenden Tariferhöhung von 5,1 % wirkte sich hier vor allem die erhöhte Beschäftigtenzahl aus.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 406 TEUR (Vj.: 338 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 2.697 TEUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vj.: 2.094 TEUR). Hier wirken sich vor allem erhöhte Aufwendungen für die Zuführung von Rückstellungen (+ 582 TEUR gg. Vj.) aus.

Das Ergebnis vor Steuern der Bau und Service Leipzig liegt mit 3.192 TEUR über dem Niveau des Vorjahres von 2.707 TEUR.

Ergebnisentwicklung

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung liegt mit 3.182 TEUR im Berichtsjahr um 18,0 % über dem Niveau des Vorjahres mit 2.696 TEUR. Dabei fallen im Berichtsjahr wieder keine Beteiligungserträge an.

Das Jahresergebnis vor Steuern wird insgesamt in Höhe von 296 TEUR (Vj.: 382 TEUR) durch das neutrale Ergebnis positiv beeinflusst. Aus periodenfremden Umsatzerlösen resultieren 177 TEUR (Vj. negative Umsatzerlöse 72 TEUR). Weiterhin tragen hier die neutralen beziehungsweise periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 65 TEUR (Vj.: 422 TEUR), Lieferantenboni für Vorjahre von 17 TEUR (Vj.: 27 TEUR), Gewinnen aus dem Abgang des Anlagevermögens von 33 TEUR (Vj.: 28 TEUR) und sonstige aperiodische Erträge von 23 TEUR (Vj .: 12 TEUR) bei. Als periodenfremde Aufwendungen stehen sonstige aperiodische Aufwendungen von 19 TEUR (Vj.: 35 TEUR) gegenüber.

Gemäß dem am 15. November 2002 mit der Gesellschafterin abgeschlossenen und im Oktober 2014 angepassten Ergebnisabführungsvertrag erfolgt die vollständige Abführung des Jahresergebnisses in Höhe von 3.182 TEUR (Vj.: 2.696 TEUR) an die Gesellschafterin.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöht sich von 11.496 TEUR im Vorjahr auf nunmehr 13.145 TEUR. Da das Eigenkapital durch die vollständige Ergebnisabführung bei 1.467 TEUR verbleibt, verringert sich die Eigenkapitalquote entsprechend gegenüber dem Vorjahr von 12,8 % auf 11,2 % der Bilanzsumme.

Die Investitionssumme im Berichtsjahr liegt mit 395 TEUR unter der Summe aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von 406 TEUR. Das Anlagevermögen verringert sich geringfügig von 2.395 TEUR im Vorjahr auf 2.362 TEUR. Das Anlagenvermögen ist durch Eigen- sowie mittel- und langfristiges Fremdkapital einschließlich Sonderposten gedeckt (102,1 %; VJ.: 113,0 %).

Das Umlaufvermögen erhöht sich von 9.091 TEUR auf 10.774 TEUR. Bei einem Bestand an unfertigen Bauleistungen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (Erhöhung 25 TEUR) resultiert diese Entwicklung aus der deutlichen Zunahme der Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (einschließlich Gesellschafter) erhöhen sich von 7.672 TEUR auf 9.106 TEUR. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.346 TEUR (Vj.: 5.753 TEUR), Forderungen aus Cash Management von 2.617 TEUR (Vj.: 1.903 TEUR) und sonstige Forderungen von 143 TEUR (Vj.: 16 TEUR). Aus Cash Management gegen die Tochtergesellschaft bestehen zum 31. Dezember 2024 dagegen Verbindlichkeiten in Höhe von 894 TEUR (Vj.: 853 TEUR).

Die Summe der sonstigen Rückstellungen erhöht sich im Berichtsjahr von 3.857 TEUR auf 4.604 TEUR. Während sich die Rückstellungen für ausstehende Aufwandsrechnungen aus Umsatzabgrenzung um 631 TEUR verringerten, erhöhten sich die Rückstellung für sonstigen Personalaufwand um 256 TEUR und für sonstige Verbindlichkeiten um 1.056 TEUR. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten wirkte sich insbesondere die Umstellung der Abrechnungsmodalitäten für die Leistungen der Projektsteuerung erhöhend aus. Für die nötigen Abgrenzungen für noch zu erbringende Restleistungen wurden 1.514 TEUR eingestellt (Vj. 546 TEUR).

Die Verbindlichkeiten liegen mit 6.937 TEUR über dem Niveau des Vorjahres 6.002 TEUR. Gegenüber verbundenen Unternehmen (einschließlich Gesellschafter) bestehen Verbindlichkeiten hauptsächlich aus Lieferungen und Leistungen von 226 TEUR (Vj.: 276 TEUR), aus Cash Management von 894 TEUR (Vj.: 853 TEUR), aus Darlehen 411 TEUR (Vj. 457 TEUR) und aus Ergebnisabführung von 3.182 TEUR (Vj.: 2.696 TEUR).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten erhöhen sich stichtagsbedingt von 839 TEUR im Vorjahr auf nunmehr 1.203 TEUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 1.017 TEUR (Vj.: 853 TEUR). Diese Erhöhung ist ebenfalls stichtagsbedingt.

Finanzlage

Im Rahmen des Cash-Management-Systems der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, in das die Bau und Service seit November 2001 über die Kreditrahmen- und Cashmanagement-Vereinbarung mit den Wasserwerken integriert ist, resultieren zum Stichtag im Saldo Forderungen in Höhe von 1.723 TEUR (Vj.: 1.050 TEUR). Diese Entwicklung beruht unter anderem auf dem guten Abrechnungsstand zum Ende des Geschäftsjahres und aus dem Abschluss eines Zahlungsplanes für die Großvorhaben aus der Projektsteuerung.

Innerhalb des Cash-Management-Systems verfügt das Unternehmen über einen Kreditrahmen von 1.000 TEUR. Eine Inanspruchnahme liegt zum Bilanzstichtag nicht vor.

Die unterjährig gute Liquiditätslage des Unternehmens spiegelt sich in den geringen Zinsaufwendungen von insgesamt 28 TEUR (Vj.: 13 TEUR), denen Zinserträge von 9 TEUR (Vj.: 7 TEUR) gegenüberstehen, wider. Von den Zinsaufwendungen entfallen 6 TEUR auf die Aufzinsung der Rückstellungen (Vj.: 4 TEUR), 3 TEUR (Vj. 6 TEUR) auf Inanspruchnahme CashPool und 19 TEUR auf Gesellschafterdarlehen (Vj. 3 TEUR). Zinserträge auf die Abzinsung von Rückstellungen liegen im Geschäftsjahr bei 8 TEUR (Vj.: 7 TEUR). Eine Verzinsung von CashPool-Guthaben erfolgt nicht.

Da die Liquiditätslage jederzeit eine Skontierung von Lieferantenrechnungen zuließ, beträgt die Summe der Skontoerträge 382 TEUR (Vj.: 320 TEUR).

Die ursprüngliche Investitionsplanung gemäß Wirtschaftsplan 2024 mit Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 815 TEUR und in geringwertige Wirtschaftsgüter von 15 TEUR, also insgesamt 830 TEUR, wurde im abgeschlossenen Geschäftsjahr mit Investitionen in Höhe von insgesamt 379 TEUR wesentlich unterschritten. Entgegen der Ursprungsplanung, die eine Fertigstellung der Aufbauten eines Spezialfahrzeuges für das erste Quartal 2024 vorsah, erfolgte die Lieferung bereits im Geschäftsjahr 2023. Die für das Berichtsjahr geplanten Investitionen für diesen Aufbau in Höhe von 336 TEUR entfielen damit komplett.

Im Geschäftsjahr beläuft sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf TEUR 3.799 (Vj.: TEUR 3.790). Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen neben dem verbesserten Ergebnis vor Ergebnisabführung und aus der Zunahme der Rückstellungen.

Im Bereich der Investitionstätigkeit ist ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 362 (Vj.: TEUR 828) zu verzeichnen, wobei TEUR 379 in Sachanlagen investiert und Einzahlungen aus Abgängen aus dem Sachanlagevermögen einen Mittelzufluss von TEUR 33 (Vj.: TEUR 29) realisiert wurden.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr TEUR 3.437 (Vj.: TEUR 2.962) und resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen aus Cash-Management um TEUR 673 und dem Mittelabfluss aus Ergebnisabführung von TEUR 2.696.

Insgesamt stellt sich der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr unverändert dar und umfasst ausschließlich flüssige Mittel in Höhe von TEUR 1. Der Finanzmittelbedarf aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr konnte durch den Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft finanziert werden.

Zum 31. Dezember 2024 beträgt das Bestellobligo 1.036 TEUR; Vj.: 2.241 TEUR). Davon betreffen 46 TEUR; Vj.: 26 TEUR) Investitionen in das betriebliche Anlagevermögen.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl nach § 267 Abs. 5 HGB lag im Berichtsjahr ohne Berücksichtigung der Geschäftsführer bei 166 (Vj.: 151) Arbeitnehmern, davon 66 (Vj.: 63) Angestellte und 96 (Vj.: 88) gewerbliche Mitarbeiter. Zudem werden vier Auszubildende (Vj.: vier) beschäftigt.

Für Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr 146 TEUR (Vj.: 108 TEUR) aufgewendet. Der Anstieg der Aufwendungen resultiert nicht zuletzt aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl.

Zertifikate, Zulassungen, Aus- und Weiterbildung

Im Berichtsjahr erfolgte durch den TÜV Süd die erfolgreiche Rezertifizierung der Bau und Service als Fachbetrieb nach WHG. Ebenfalls erfolgreich lief die Rezertifizierung nach DVGW GW 301 und das Überwachungsaudit durch den Güteschutz Kanalbau für das Gütezeichen Sanierung.

Im November 2016 erfolgte das Audit zur Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001. Die Bau und Service hat die Zertifizierung mit Datum vom 9. Dezember 2016 erhalten und im Geschäftsjahr 2024 wieder erfolgreich verteidigt.

Alle weiteren Zertifikate und Zulassungen hatten im Berichtsjahr Bestand.

Ebenso erfolgte im Geschäftsjahr erneut die erfolgreiche Durchführung des CrefoZert Verfahrens.

Insgesamt wurden zur Aus- und Weiterbildung der Angestellten und gewerblichen Mitarbeiter 135 TEUR (Vj.: 153 TEUR) für externe Bildungsorganisationen aufgewendet. Für die Erhaltung der Zulassungen im Fachbereich Elektrotechnik müssen, ebenso wie bei den seitens DVGW und Güteschutz Kanalbau geforderten Fortbildungsmaßnahmen, umfangreiche Aufwendungen getragen werden.

Für den Bereich Brunnenbau wird derzeit ein Konzept zur Aus- und Weiterbildung von Baufacharbeitern anderer Spezialisierungen zum Brunnenbauer zusammen mit externen Bildungseinrichtungen entwickelt. Damit soll mittelfristig der bestehende Facharbeitermangel in diesem Gewerk ausgeglichen werden.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Nach den Erfahrungen der beiden letzten Geschäftsjahre geht die Geschäftsführung davon aus, dass die großen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie überstanden sind. Dabei wurden in vielen Bereichen die technischen Voraussetzungen für eine Tätigkeit im Mobile- oder Home-Office geschaffen. Diese hybride Arbeitsweise wird im Hinblick auf die Erwartungen der Beschäftigten aber auch zur Beibehaltung flexibler Reaktionsmöglichkeiten auf zukünftige Herausforderungen weitergelebt.

Gemäß dem genehmigten Wirtschaftsplan der Bau und Service für das Geschäftsjahr 2025 plant das Unternehmen unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge mit einer Gesamtleistung in Höhe von 32.467 TEUR.

Soweit noch Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges bezüglich der Entwicklung der Bezugskosten, die auch im Berichtsjahr nur noch geringeren Schwankungen unterlagen, bestehen, wurden diese in der Planung und der Vertragsgestaltung berücksichtigt. Konkret heißt dies, dass wieder alle relevanten Leistungsverträge geprüft und, soweit angebracht, mit Wirkung zum 1. Januar 2025 neu verhandelt wurden. Die Laufzeit dieser Verträge beträgt generell nur zwölf Monate. Es wird insofern davon ausgegangen, dass dies den bestehenden Risiken ausreichend Rechnung trägt.

Eine Ausnahme von dieser Regelung stellt der Vertrag zur Abwicklung des Massengeschäftes dar. Die Wasserwerke haben hier die bestehenden Vereinbarungen mit den ausführenden Bauunternehmen dahingehend abgewandelt, dass die Bindung an den Preisindizes für Ortskanäle in Sachsen beendet wurde. Stattdessen wurden nun feste Zuschläge für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Da die Bau und Service hier vor allem die Abwicklung dieser Vorhaben als bauüberwachendes Unternehmen wahrnimmt, bestehen aus dieser Änderung keine zusätzlichen Risiken für das Unternehmen.

Mit dem Geschäftsjahr 2025 geht die Geschäftsführung wieder von einer kontinuierlichen Leistungssteigerung aus. Dies erfolgt in Anlehnung an die mittelfristige Planung der Wasserwerke, die für die nächsten Jahre mit einem deutlich steigenden Investitionsvolumen plant.

Die allgemeine Preisentwicklung spiegelte sich natürlich auch in der Erwartungshaltung der Beschäftigten wider. Die Tariferhöhung zum 1. Januar 2025, die noch aus dem Tarifabschluss vom 1. Januar 2024 resultiert, beträgt 5,3 %. Der Abschluss hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2025. Dementsprechend stehen im Geschäftsjahr 2025 Tarifverhandlungen an.

Die Personalplanung wird auch in den nächsten Jahren der gesteigerten Umsatzerwartung angepasst werden. Dies betrifft insbesondere das Team Abwasser mit dem zusätzlich geplanten Geschäftsfeld der partiellen Kanalsanierung, das Team Brunnenregenerierung mit dem erhöhten Leistungsumfang bei der Instandhaltung der Trinkwasserbrunnen des Canitzer Typs und das Team Projektsteuerung, das ein größeres Investitionsvolumen der Wasserwerke zu betreuen hat. Der Rekrutierung und Ausbildung geeigneten Fachpersonals wird hierbei eine Schlüsselrolle zukommen, was sich sowohl in geänderten Rekrutierungsstrategien als auch angepassten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen widerspiegeln wird. Unterstützende Maßnahmen wurden mit Hilfe der Fachabteilungen Personal und Öffentlichkeit der Wasserwerke eingeleitet und teilweise bereits im Berichtsjahr 2024 umgesetzt.

Darüber hinaus werden kleinere Kapazitätsanpassungen in den Teams entsprechend der Entwicklung der Auftragslage vorgenommen. Ein Ausgleich der altersbedingten Fluktuation ist in jedem Fall vorgesehen.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird vorrangig mit einer Erhöhung der Mietnebenkosten gerechnet. Weiterhin ergaben sich aus dem Abschluss des aktualisierten Dienstleistungsvertrages mit den Wasserwerken zum 1. Januar 2024 Mehraufwendungen. Gerade für den Bereich der geplanten Digitalisierungsmaßnahmen wird hier mit einer weiteren deutlichen Kostensteigerung gerechnet. Dies wird sowohl für die Leistungsbeziehungen zu den Wasserwerken im Hinblick auf die IT-Basisprogramme als auch bezüglich der anstehenden Transformationen des ERP- und Dokumentenmanagementsystems für die Geschäftsbeziehung mit dem Baurechenzentrum Nürnberg erwartet.

Aus diesen Annahmen resultierend plant die Geschäftsführung mit einem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 2.287 TEUR für das kommende Geschäftsjahr 2025. Dabei berücksichtigt sind Beteiligungserträge in Höhe von 259 TEUR seitens der LSI. Insgesamt liegt die Ergebniserwartung unter Berücksichtigung der beschriebenen Faktoren also deutlich unter den Ergebnissen der beiden letzten Geschäftsjahre, trägt jedoch der erwarteten Entwicklung der Personal- und Personalrekrutierungskosten sowie der IT-Kosten Rechnung.

Chancenbericht

Aus dem derzeitigen Planungsstand der L-Gruppe lassen sich für die nächsten Jahre deutlich erhöhte Investitionen der Stadtwerke, Verkehrsbetriebe und Wasserwerke erwarten. Für die Bau und Service folgt daraus, dass für den Planungshorizont mit einem seitens der Wasserwerke insgesamt steigenden Investitions- und Aufwandsbudget zu rechnen ist. Die Bau und Service Leipzig kann darauf reagieren, indem sie ihr Angebot in einigen Bereichen erweitert und flexibler gestaltet.

Die Erhöhung der Baupreise führt, soweit die Abrechnungsbasis für die BSL in prozentualer Abhängigkeit zu den Baukosten erfolgt, zu einer Umsatzsteigerung. Dies ist vor allem im Team Havariemanagement und in der Projektsteuerung zu erwarten.

Das Geschäftsfeld der händischen Kanalsanierung hat sich in den letzten Jahren etabliert. Zusätzlich soll das Leistungsangebot im Team Abwasser um Leistungen der partiellen Kanalsanierung in nicht begehbaren Kanälen erweitert werden. Mit dem Ausbau des Leistungsspektrums lässt sich nicht nur die Bauleistung erhöhen, sondern auch flexibler auf technische Anforderungen und mögliche Technologiewandel reagieren. Neben einem Ergebnisbeitrag bleibt auch eine zukünftige Sicherstellung der Auftragslage zu erwarten. Im Berichtsjahr 2024 erfolgte hierzu die technische Planung zu den erforderlichen Investitionen, die im vierten Quartal 2024 beauftragt wurden. Ab Februar 2025 läuft nunmehr die Rekrutierung geeigneter Fachkräfte für diese Spezialleistung. Mit einer Aufnahme dieser Leistungen wird ab dem dritten Quartal 2025, mit einem positiven Ergebnisbeitrag ab dem Geschäftsjahr 2027 gerechnet.

Der Umfang der geplanten mittelfristigen Investitionen der Wasserwerke hat sich im Berichtsjahr deutlich erhöht. Gleichzeitig liegen für das Großvorhaben Klärwerk Rosental die erforderlichen Genehmigungen für den Ausbau vor. Begleitend mit dieser Entwicklung wurden im Bereich Investitionsmanagement bereits zusätzliche Personalkapazitäten aufgebaut. Die Summe der zukünftig zu betreuenden Investitionsvorhaben wird einen weiteren Personalaufbau mit entsprechend steigenden Umsätzen bedingen. Gleichzeitig ist geplant, für das Projektteam im Klärwerk Rosental noch erweiterte Leistungsbilder zur Unterstützung bereitzustellen.

Die Neugestaltung des Instandhaltungsprozesses für wasserwirtschaftliche Anlagen, firmenübergreifend über die Bereiche der Wasserwerke und der Bau und Service Leipzig, wurde abschließend abgestimmt und befindet sich jetzt in der praktischen Umsetzung. Seitens der Bau und Service Leipzig betrifft dies vorrangig die Unternehmensbereiche Mechanik und Elektrotechnik. Durch die Integration der Bereiche in den Gestaltungsprozess und der zukünftig geplanten mobilen IT-Unterstützung ist mittelfristig mit einer Optimierung der Abläufe zu rechnen.

Die erforderlichen Investitionen der für die Regenerierung der Trinkwasserbrunnen des Canitzer Typs benötigten Hochdrucktechnik konnte im vierten Quartal 2023 abgeschlossen werden. Die Aufnahme der Leistungen in größerem Umfang erfolgte im Berichtsjahr 2024 mit positiven Ergebnissen. Die in diese Technologie gesetzten Erwartungen wurden erfüllt. Aufgrund der Anzahl der Trinkwasserbrunnen dieses Typs und des geplanten Regenerierzyklus ist mittelfristig mit dem Aufbau zusätzlicher Kapazitäten zu rechnen. Dies bedingt auch einen Aufbau der Beschäftigten (auf die Ausführungen im Punkt Zertifizierungen wird verwiesen). Damit wird eine weitere Ausdehnung des bisherigen Leistungsumfanges für dieses Team erwartet.

Die Aufgabenstellungen im Bereich Elektrotechnik haben sich in den letzten Jahren deutlich erweitert. Insbesondere bei den Themen Automatisierungstechnik, Explosionsschutz und Dokumentation elektrischer Anlagen mit E-PLAN ergaben sich neue bzw. erweiterte Arbeitsgebiete. Mit der Neugestaltung der Instandhaltungsprozesse wird auch diesem Umstand Rechnung getragen. Die Einarbeitung der in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 neu eingestellten Fachkräfte wurde erwartungsgemäß im Berichtsjahr abgeschlossen. Damit konnte die erwartete Umsatzsteigerung realisiert werden. Für die folgenden Jahre wird auch hier mit einem weiter steigenden Auftragseingang gerechnet.

Risikobericht

Im Rahmen des konzerneinheitlichen Risikomanagementsystems greift die Bau und Service auf das System „RiskMonitorTM-Report“ zurück. Dieses enthält Informationen über die vorhandenen betrieblichen Risiken und die Aufgabenverteilung innerhalb des Risikomanagements sowie Festlegungen zum Berichtswesen. Den wesentlichen Risiken wurden Frühwarnindikatoren und Schwellenwerte zugeordnet. Maßnahmen zur Risikoerkennung und -analyse, zu den Verantwortlichkeiten und den Aufgaben sowie die getroffenen Maßnahmen zur Risikoabwehr sind darüber hinaus in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Eine Anpassung erfolgt über eine Risikoinventur, in der identifizierte Risiken analysiert und bewertet bzw. neu bewertet werden und Frühwarnindikatoren sowie Schwellenwerte definiert bzw. angepasst werden. Die letzte gemeinsame Sitzung der Risikoausschüsse der Bau und Service und LSI fand am 21. November 2023 statt. Die Betrachtung der Risiken erfolgt bei der Bau und Service nach Abzug und Abwägung der Gegenmaßnahmen.

Die Entwicklung der Bau und Service ist vorrangig von den Investitionen der öffentlichen Auftraggeber, im speziellen der Wasserwerke abhängig. Obwohl sich diese Entwicklung auf Basis der bekannten Planungen nunmehr sehr positiv darstellt, bleibt abzuwarten, welche zukünftigen Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Krieg resultieren. Insbesondere also, ob die für die Umsetzung der Investitionsplanungen benötigten finanziellen Mittel bereitstehen werden.

Da in vielen Bereichen die Organisation des Leistungsprozesses einen Ausgleich eines Auftragsrückganges durch die Kompensation von normalerweise bezogenen Leistungen zuließe, wird dieses Risiko insgesamt nur als geringes Risiko eingeschätzt.

Die Einführung des Stichprobenverfahrens bei Trinkwasserzählern erfolgte planmäßig im Geschäftsjahr 2023. Der damit einhergehende Auftragsrückgang beim Team Wasserzählermanagement, der sich aus der Verringerung der jährlich zu wechselnden Einheiten ergibt, konnte im Berichtsjahr 2024 durch die Erbringung anderer Leistungen kompensiert werden. Ob es weiterhin möglich ist, andere Leistungsfelder wie die Betreuung der Trinkwasserbrunnen an öffentlichen Orten und Einrichtungen zur Kompensation auszubauen, ist zu prüfen. Insgesamt wird dieses Risiko, auch vor dem Hintergrund der bereits erfolgten Reduzierung der Beschäftigtenzahl aber als geringes Risiko eingeschätzt.

Mit der händischen Kanalsanierung verbinden die Wasserwerke die Absicht, die Nutzungsdauer des vorhandenen begehbaren Kanalnetzes signifikant zu verlängern. Entsprechend der mehrjährigen Erfahrungswerte gibt es bei diesem Leistungsbild keine erhöhten Gewährleistungsrisiken. Eine weitere Betrachtung über das normale Leistungsrisiko hinaus erfolgt damit nicht mehr.

Aufgrund der allgemeinen Arbeitsmarktlage konnten bei der Rekrutierung von Fachkräften in einigen Bereichen Verbesserungen festgestellt werden. So konnten die im Berichtsjahr vakanten Stellen in der Projektsteuerung, im Bereich Elektrotechnik und in der händischen Kanalsanierung besetzt werden. Oftmals sinkt jedoch das Potential vieler Bewerber und führt zu steigenden Ausgaben für die nötige Aus- und Weiterbildung, vor allem auch für den Erwerb der nötigen Berechtigungen zum Führen von Kraftfahrzeugen und Baumaschinen oder zur Ausführung von Tätigkeiten, die einer speziellen Zertifizierung, wie die Durchführung von Schalthandlungen an elektrischen Anlagen, bedürfen. Darüber hinaus besteht immer noch ein erhöhter Wettbewerb unter den Bauunternehmen um geeignete Fachkräfte.

Diese Entwicklung findet sich zum einen in stärker steigenden Personalkosten und zum anderen, bei speziellen Berufsbildern, in einem steigenden Rekrutierungsaufwand wieder. Inwieweit diese zusätzlichen Kosten dauerhaft über die Preise an die Auftraggeber weitergereicht werden können, bleibt abzuwarten. Gleichzeitig besteht jedoch auch das Risiko, dass Stellen generell nicht mehr besetzt werden können und dies zu Leistungseinschränkungen führen wird. Das Risiko Fachkräftegewinnung wird als moderates Risiko eingeschätzt.

Zunehmende Umweltauflagen können zu Einschränkungen für den verfügbaren Maschinen- und Gerätepark führen. Soweit entsprechende Forderungen nur einen Teil der bauausführenden Unternehmen betreffen, kann daraus eine ungleiche Kostenstruktur bei den handelnden Unternehmen resultieren, die letztendlich dazu führen würde, dass die Leistungen des Unternehmens nicht mehr wettbewerbsfähig erbracht werden können. Dieses Risiko wird als moderates Risiko eingeschätzt.

Weiterhin bedarf ein stärker elektrifizierter Fuhr- und Maschinenpark einer angepassten Ladeinfrastruktur inklusive benötigter Schnelllademöglichkeiten. Die Anforderungen wurden ermittelt, die Infrastruktur soll am Hauptsitz der Bau und Service entsprechend eingerichtet werden. Bis zu einer endgültigen Inbetriebnahme bleibt hier das Risiko einer Nutzungseinschränkung für Fahrzeuge und Geräte. Dieses Risiko wird als geringes Risiko eingeschätzt.

Die aus den Kriegshandlungen in Europa (Russland-Ukraine-Krieg) resultierenden Auswirkungen auf die Beschaffungspreise und die Verfügbarkeit von Gütern haben sich im Berichtsjahr auf ein Normalmaß eingependelt. Die Leistungsverträge und Vertragslaufzeiten wurden angepasst. Die Störungen der Lieferketten, die in der Vergangenheit zu unkalkulierbaren Verzögerungen führten, liegen nicht mehr vor, benötigte Maschinen und Geräte sind mit normalen Lieferfristen verfügbar.

Für bitumenbasierte und bauchemische Materialien wird weiterhin keine Unterbrechung der Lieferketten erwartet. Es wird also für die Geschäftstätigkeit davon ausgegangen, dass diese Materialien unterjährig verfügbar sind.

Die vorgenannten Sachverhalte, die aus dem Russland-Ukraine-Krieg resultieren können, werden als laufend zu beobachtendes, jedoch derzeit geringes Risiko eingeschätzt.

Die getroffenen internen Maßnahmen zur Gegensteuerung, also die vorausschauende Beschaffung von Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen sowie die Prüfung der Vorräte und, soweit möglich, Schaffung entsprechender Puffer wurden wieder auf ein wirtschaftlich sinnvoll zu vertretendes Niveau zurückgefahren. Ebenso wurde die Beschaffung von Fahrzeugen und Geräten wieder auf die üblichen Prozesse, Leasing bei PKW und Transportern, Kauf bei LKW und Maschinen zurückgeführt. Ein erhöhtes Risiko wird hier nicht mehr gesehen.

Aus der Umsetzung des betrieblichen Datenschutzes ergeben sich ständig steigende Anforderungen. Soweit dies die Ausstattung der Hardware und der durch die Wasserwerke betreuten Software betrifft, wird diesen durch die bei den Wasserwerken geltenden Regelungen zum ISMS Rechnung getragen. Für die Softwareprodukte des Baurechenzentrums (ERP-System) und Allgeier (DMS-metasonic) liegen diese Anforderungen bei der Bau und Service. Die nötige Umsetzung eines Löschkonzeptes erfordert die Bereitstellung größerer interner und externer Personalressourcen. Nachdem mit der Konzeption im Berichtsjahr 2024 begonnen wurde, soll die Einführung abgestimmter Prozesse und die Fortführung der Löschung von Altdaten im Geschäftsjahr 2025 weitergeführt und abgeschlossen werden. Fehlende Ressourcen könnten hier weiterhin zu einer Verzögerung der Einführung der gesetzlich vorgeschriebenen Prozesse zum Vorhalten benötigter und Löschen von nicht mehr benötigten Daten führen. Dieses Risiko wird als mittleres Risiko eingeschätzt.

Generell wird auch in Zukunft die umfangreiche Risikovorsorge der Geschäftsführung dazu beitragen, unnötige Risiken zu vermeiden, jedoch aussichtsreiche Chancen zu nutzen. Die laufende Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter ist hierfür ebenso fester Bestandteil der Unternehmenspolitik wie die weitere Durchführung von Investitionen, die den Gerätepark auf dem Stand der Technik halten sollen und eine Umsetzung der gesetzten Energieziele gewährleisten. Damit werden unnötige Belastungen von Mitarbeitern und Umwelt verhindert.

Die Abwägung aller Chancen und Risiken führt in Verbindung mit den vorliegenden wirtschaftlichen Bedingungen, hier insbesondere des Leistungsangebotes des Unternehmens, der Auftragslage und der Auftraggeberstruktur mit hohem Konzernanteil sowie der bestehenden Liquiditätslage dazu, dass von der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung des Geschäftsbetriebes ausgegangen wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte entsprechend unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Der Geschäftsführung liegen keine Informationen oder Hinweise vor, die einer Fortführung des Unternehmens aus tatsächlichen oder rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen würden.

 

Leipzig, den 21. März 2025

Bau und Service Leipzig GmbH

Nikolaus Meier, Geschäftsführer

Torsten Michael, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Bau und Service Leipzig GmbH, Leipzig

Aktiva

31.12.2024 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 334,00 1
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 546.226,00 487
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.319.228,00 1.411
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 354,59 0
1.865.808,59 1.898
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 495.500,00 495
2.361.642,59 2.394
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 111.265,14 75
2. Unfertige Leistungen 1.733.212,40 1.709
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -222.421,72 -401
1.622.055,82 1.383
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.860,87 16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.105.542,79 7.672
3. Sonstige Vermögensgegenstände 27.121,32 19
9.151.524,98 7.707
III. Kassenbestand 915,63 1
10.774.496,43 9.091
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.701,60 11
13.144.840,62 11.496

Passiva

31.12.2024 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Kapitalrücklage 503.034,63 503
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 463.509,43 464
1.466.544,06 1.467
B. Sonderposten für Zuschüsse und Fördermittel
Fördermittel von Dritten zum Anlagevermögen 68.239,77 97
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 68.897,00 73
2. Sonstige Rückstellungen 4.603.879,80 3.857
4.672.776,80 3.930
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.203.043,15 839
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.717.357,72 4.310
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.016.879,12 853
davon aus Steuern: 998.521,78 EUR (Vorjahr: 847 TEUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1.055,65 EUR (Vorjahr: 1 TEUR)
6.937.279,99 6.002
13.144.840,62 11.496

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

Bau und Service Leipzig GmbH, Leipzig

2024 2023
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 32.947.283,20 28.029
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen 24.550,01 -431
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 6.763,80 40
4. Sonstige betriebliche Erträge 513.026,71 855
33.491.623,72 28.493
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.489.616,93 1.444
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.914.926,62 12.617
16.404.543,55 14.061
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.893.478,84 7.690
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.880.221,91 1.597
davon für Altersversorgung: 88.313,26 EUR (Vorjahr: 64 TEUR)
10.773.700,75 9.287
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 405.656,23 338
405.656,23 338
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.696.596,19 2.094
3.211.127,00 2.713
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.883,37 7
davon aus Abzinsung von Rückstellungen: 8.380,25 EUR (Vorjahr: 7 TEUR)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.616,06 13
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: 5.553,59 EUR (Vorjahr: 4 TEUR)
davon an verbundene Unternehmen: 22.062,47 EUR (Vorjahr: 9 TEUR)
-18.732,69 -6
11. Ergebnis vor Steuern 3.192.394,31 2.707
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,68 0
13. Ergebnis nach Steuern 3.192.397,99 2.707
14. Sonstige Steuern 10.674,26 11
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3.181.723,73 2.696
16. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Bau und Service Leipzig GmbH, Leipzig

Inhaltsverzeichnis

1 Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

2 Erläuterungen zu den Posten von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.2 Erläuterungen zur Bilanz

2.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3 Angaben zum Jahresergebnis

4 Ergänzende Angaben

4.1 Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB

4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3 Angaben zu den Organen

4.4 Abschlussprüferhonorar

4.5 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

4.6 Anteilsbesitz der Bau und Service Leipzig GmbH zum 31. Dezember 2024 (§ 285 Nr. 11 HGB)

5 Nachtragsbericht

1 Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

Die Bau und Service Leipzig GmbH (Bau und Service Leipzig) hat ihren Sitz in Leipzig. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 17074 eingetragen.

Die Bau und Service Leipzig ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Handelsgesetzbuch (HGB).

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 HGB. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen mit den Vorräten verrechnet ausgewiesen (§ 268 Abs. 5 Satz 2 HGB).

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, überwiegend im Anhang aufgeführt.

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, an denen die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Leipzig (LVV), direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist (Control-Konzept).

2 Erläuterungen zu den Posten von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (Softwarelizenzen) werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die im Wesentlichen der in den amtlichen AfA-Tabellen vorgegebenen Nutzungsdauer entsprechen, zur Anwendung. Die Abschreibungen erfolgen monatlich, beginnend im Monat der Anschaffung.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten betrieblichen Ausrüstungen werden auf der Grundlage direkt zurechenbarer Material- und Fertigungseinzelkosten ermittelt. Der Ansatz der Herstellungskosten beinhaltet darüber hinaus angemessene Teile der Gemeinkosten für Material und Fertigung einschließlich der Abschreibungen, sofern sie die Fertigung betreffen.

Selbstständig nutzbare und bewegliche Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen und deren Wertgrenze 250,00 EUR nicht übersteigt, werden im Jahr der Anschaffung im Aufwand erfasst und nicht im Anlagevermögen abgebildet.

Für die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR wurde die Sofortabschreibung im Anschaffungsjahr analog § 6 Abs. 2 EStG gewählt.

Die Wahlmöglichkeit analog § 6 Abs. 2a EStG wird seit dem Geschäftsjahr 2010 nicht mehr angewandt.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wird das Anlagevermögen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Für die Bewertung der unfertigen Leistungen werden zwei Bewertungsverfahren, die Bewertung zu Herstellungskosten und die retrograde Bewertung, angewendet.

Die unfertigen Leistungen der Unternehmensbereiche Netzservice, Mechanik und Elektrotechnik wurden mit den angefallenen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten berücksichtigen Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit es der Fertigung gedient hat. Weiterhin umfassen die Herstellungskosten auch angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung. Durch den Vergleich des stichtagsbezogenen Baufortschritts der unfertigen Leistungen mit den vertraglich vereinbarten Auftragswerten wird die verlustfreie Bewertung gewährleistet. Ab dem Geschäftsjahr 2021 werden die unfertigen Leistungen des Unternehmensbereiches Projektmanagement retrograd auf Basis der vertraglich vereinbarten Entgelte ermittelt. Die vertraglich vereinbarten Entgelte gliedern sich in einzelne bewertete Leistungsphasen. Aus der Zuordnung des stichtagsbezogenen Leistungsstandes zu den definierten Leistungsphasen wird der Stand der unfertigen Leistungen abgeleitet. Bereinigt werden die unfertigen Leistungen kalkulatorisch um Wagnis und Gewinn und um bereits abgerechnete Teilleistungen.

Die in Anwendung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB mit den Vorräten verrechneten erhaltenen Anzahlungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden entsprechend den allgemeinen Grundsätzen gemäß § 252 HGB und unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Der Nennwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde, soweit diese Forderungen nicht verbundene bzw. öffentliche Auftraggeber betreffen, pauschaliert nach dem Alter der Forderungen wertberichtigt.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen der Bilanzposten ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aufgrund der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der LVV als Organträgerin, ist die LVV alleinige Steuerschuldnerin, d. h. auch tatsächliche und latente Steuern der Bau und Service (Organgesellschaft) sind vollständig im Jahresabschluss der LVV auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Unter den Sonderposten für Zuschüsse und Fördermittel werden Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm des Bundes 2020/2021 zur Umsetzung des Wassersicherstellungsgesetzes ausgewiesen, die dem Unternehmen im Geschäftsjahr 2021 zugeflossen sind sowie Zuschüsse des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen für Leistungen zur Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen gem. § 160 Abs. 5 SGB IX in Verbindung mit § 15 SchwbAV, die im Geschäftsjahr 2023 zugeflossen sind. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt mit Zugang der Anlagegüter zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Sachanlagen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden alle bestellten Anlagegüter vollständig geliefert und die Maßnahmen gegenüber der Landesdirektion Sachsen und dem Kommunalen Sozialverband Sachsen schlussgerechnet. Für die in den Jahren 2022 und 2023 zugegangenen und aktivierten Anlagegüter werden die Fördermittel jährlich anteilig aufgelöst und als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bei der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Um die Preissteigerungen im Rückstellungszeitraum abzubilden, finden differenzierte Betrachtungen der Preissteigerungsraten bei den einzelnen Rückstellungen statt.

Für Rückstellungen, die auf Basis von Lohnkosten ermittelt werden, wird für den Rückstellungszeitraum ein Gehaltstrend von 2,5 % jährlich unterstellt.

Bei der Berechnung der Gewährleistungsrückstellungen finden die Preisindizes für Bauwerke im Freistaat Sachsen, veröffentlicht durch das statistische Landesamt des Freistaates Sachsen im Dezember 2024, Anwendung. Für die Ermittlung der Preissteigerungsrate im Gewährleistungszeitraum wird der Preisindex für Ortskanäle für die Berechnung zugrunde gelegt. Für Gewährleistungsrisiken werden 0,25 % p.a. der gewährleistungsbehafteten Umsätze über den Gewährleistungszeitraum von fünf Jahren zurückgestellt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die Bewertung der Rückstellungen für die Jubiläumszahlungen und für die Verpflichtungen zum Rentenminderungsausgleich erfolgten nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck.

Die Abzinsung der Verpflichtungen zu den Jubiläumszahlungen erfolgte auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittzins nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt (Vereinfachungsregelung). Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank verbindlich festgesetzte und veröffentlichte Zinssatz für November 2024 mit 1,94 % zugrunde. Der Gehaltstrend wird mit 1,50 % p.a. und die Fluktuationsrate mit 1,00 % p.a. berücksichtigt.

Die Abzinsung der Verpflichtungen zum Rentenminderungsausgleich erfolgte auf Basis des 10-Jahres- Durchschnittzins nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt (Vereinfachungsregelung). Der Berechnung liegt der von der Deutschen Bundesbank für November 2024 verbindlich festgesetzte und veröffentlichte Zinssatz von 1,88 % zugrunde. Der Rententrend wird mit 1,50 % p.a. berücksichtigt.

Der nach § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnde Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 282 EUR.

Mit dem Tarifvertrag über Langzeitkonten vom 30. August 2019 regelte die Bau und Service die Einführung und den Umgang mit Langzeitkonten. Demnach können die Mitarbeiter Gehaltsbestandteile und/ oder Urlaubstage beziehungsweise erbrachte Überstunden in Wertkonten umwandeln. Diese Wertguthaben werden zugunsten der Mitarbeiter angelegt (Deckungsvermögen). Wertsteigerungen stehen den Mitarbeitern zu, wobei die Bau und Service mindestens den angelegten Betrag garantiert. Die Mitarbeiter können die hinterlegten Beträge zur Finanzierung einer längerfristigen Freistellungsphase verwenden. Gemäß § 246 Abs. 2 HBG erfolgte eine Verrechnung des Zeitwertes der Wertkonten (230 TEUR), der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, mit der dazu gebildeten Rückstellung (230 TEUR). Erträge aus Wertsteigerungen werden mit den Aufwendungen zur Dotierung der Rückstellung verrechnet (2 TEUR).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

2.2 Erläuterungen zur Bilanz

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens werden in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Die Vorräte 1.622 TEUR (Vj.: 1.383 TEUR) beinhalten Lagermaterial (111 TEUR; Vj.: 75 TEUR) und unfertige Leistungen (1.733 TEUR; Vj.: 1.709 TEUR). Den unfertigen Leistungen stehen erhaltene Kundenanzahlungen von 222 TEUR (Vj.: 401 TEUR) gegenüber.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen mit 6.342 TEUR (Vj.: 5.753 TEUR) und Cash-Pooling (2.617 TEUR; Vj.: 1.903 TEUR) sowie Steueransprüche aufgrund steuerlicher Organschaft (143 TEUR; Vj.: 16 TEUR). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 8.836 TEUR (Vj.: 7.657 TEUR) auf die Gesellschafterin Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH (Wasserwerke). Die umsatzsteuerliche Organschaft hat seit dem 1. Januar 2014 nur noch mit dem verbundenen Unternehmen LSI GmbH, Leipzig (LSI), Bestand.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen 27 TEUR (Vj.: 19 TEUR) werden ab dem Geschäftsjahr 2024 auch die Forderungen aus Vorsteuerabzug Folgejahr 9 TEUR ausgewiesen.

Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

Der Kassenbestand zum 31. Dezember 2024 belief sich auf 1 TEUR.

Der Rechnungsabgrenzungsposten (9 TEUR; Vj.: 10 TEUR) besteht im Wesentlichen aus der Abgrenzung von KFZ-Steuern (5 TEUR) sowie aus der Abgrenzung von sonstigen Kosten.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen setzt sich aus auflösungsfähigen Fördermitteln von 68 TEUR (Vj.: 97 TEUR) für die in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 zugegangenen und aktivierten Wirtschaftsgüter zusammen.

Unter Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden die Verpflichtungen aus dem Rentenminderungsausgleich 69 TEUR (Vj.: 73 TEUR) ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Rückstellungen

in TEUR

31.12.2024 31.12.2023
Ausstehende Eingangsrechnungen 1.031 1.669
Gewährleistungsverpflichtungen 99 119
Sonstiger Personalaufwand 843 567
Jahresabschluss, Prüfung, Offenlegung 259 241
Restleistungen 50 4
Sonstige Verbindlichkeiten 2.322 1.257
4.604 3.857

Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Verbindlichkeiten

in TEUR

Restlaufzeit Gesamt
bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre 31.12.2024
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.203 0 0 1.203
(839) (0) (0) (839)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen 4.351 229 137 4.717
(3.899) (229) (182) (4.310)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.017 0 0 1.017
(853) (0) (0) (853)
6.571 229 137 6.937
(5.591) (229) (182) (6.002)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf die Ergebnisabführung (3.182 TEUR; Vj.: 2.696 TEUR), auf Cash Management (894 TEUR; Vj.: 853 TEUR), auf Darlehen (411 TEUR; Vj.: 457 TEUR), auf Lieferungen und Leistungen (226 TEUR; Vj.: 276 TEUR), auf Steuererstattungen aufgrund steuerlicher Organschaft (4 TEUR; Vj.: 25 TEUR) und auf Darlehenszinsen (0 TEUR; Vj.: 3 TEUR).

Bei der Verbindlichkeit aus Darlehen (411 TEUR) handelt es sich um ein Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung eines Saug-Spülfahrzeuges, welches im November 2023 ausgereicht wurde. Die Laufzeit des Darlehens endet im Dezember 2033.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 3.667 TEUR (Vj.: 3.285 TEUR) auf die Wasserwerke (Gesellschafterin).

Die sonstigen Verbindlichkeiten von 1.017 TEUR (Vj.: 853 TEUR) beinhalten Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt von 921 TEUR (Vj.: 766 TEUR), Lohnsteuerverbindlichkeiten 78 TEUR (Vj.: 81 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten von 18 TEUR (Vj.: 6 TEUR). Abweichend zum Vorjahr werden die Forderungen aus Vorsteuerabzug Folgejahr (Vj.: 5 TEUR) unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen und nicht mit den Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer saldiert.

2.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse von 32.947 TEUR (Vj.: 28.029 TEUR) wurden im Inland erzielt und entfallen auf:

Umsatzerlöse

in TEUR
31.12.2024
Erlöse Fachbereich Netzservice 19.228
davon Reparaturen im Trinkwassernetz 1.341
davon Reparaturen im Abwassernetz 3.893
davon Havariemanagement 13.658
davon aus SiGe-Koordinationsleistungen 41
davon aus Landschaftspflegearbeiten 295
Erlöse Fachbereich Mechanik 4.540
davon Mechanische Arbeiten an betrieblichen Anlagen 1.845
davon Zählerwechsel und Messstellenumbau 1.480
davon Brunnensanierung und Pumpenreparaturen 1.215
Erlöse Fachbereich Elektrotechnik 4.065
davon Bau und Instandhaltung von elektrischen Anlagen 2.791
davon Planung und Dokumentation von elektrischen Anlagen 1.274
Erlöse aus Investitionsmanagement 3.903
Erlöse Team Fuhrpark 1.126
davon sonstige Dienstleistungen 503
davon Bereitstellung von Wasserwagen und Schlammentsorgung 623
Erlöse aus sonstigen Dienstleistungen 85
davon kaufmännische Tätigkeiten 76
davon übrige 9
32.947

Periodenfremde Umsatzerlöse (193 TEUR) aus der Korrektur der Umsatzabgrenzung zum 31. Dezember 2023 (TEUR 176) sowie aus Nachberechnungen für das Geschäftsjahr 2023 (TEUR 17) erhöhen die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neutrale und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (65 TEUR), aus dem Abgang von Anlagevermögen (33 TEUR), aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und Fördermittel (29 TEUR), aus Lieferantenboni Vorjahre (17 TEUR), aus Aufwandszuschüssen zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen gemäß SGB IX i. V. m. § 27 SchwbAV (16 TEUR) sowie sonstige periodenfremde Erträge (7 TEUR).

Der Materialaufwand enthält 13 TEUR periodenfremde Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen von 1 TEUR für Sozialversicherungsbeiträge ausgewiesen, die aus Prüfungsfeststellungen der Rentenversicherung Bund resultieren.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von 5 TEUR ausgewiesen.

Die Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Abzinsung längerfristiger Rückstellungen 8 TEUR (Vj.: 7 TEUR) und enthalten periodenfremde Zinserträge aus Steuererstattungen von 1 TEUR (Vj.: 0 TEUR).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus der Inanspruchnahme des Gesellschafterdarlehens 19 TEUR (Vj.: 3 TEUR) und des Cash Pools von 3 TEUR (Vj.: 6 TEUR) sowie aus der Aufzinsung längerfristiger Rückstellungen 6 TEUR (Vj.: 4 TEUR).

3 Angaben zum Jahresergebnis

Ergebnisverwendungsbeschluss (§ 285 Nr. 34 HGB)

Gemäß dem am 15. November 2002 mit der Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag wird das zum 31. Dezember 2024 ausgewiesene Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in voller Höhe an die Muttergesellschaft abgeführt. Der abzuführende Betrag beläuft sich auf 3.181.723,73 EUR.

4 Ergänzende Angaben

Alleinige Gesellschafterin ist die Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH. Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig GmbH und die Bau und Service Leipzig GmbH sind verbundene Unternehmen der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH und werden in deren für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

4.1 Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB

Der übergeordnete LVV-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung („Pillar 2“). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes („MinStG“) in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15 % aufweist.

Die Gesellschaft Bau und Service ist Teil einer Mindeststeuergruppe i.S.v. § 3 Abs. 1 MinStG für welche die LVV Gruppenträger i.S.v. § 3 Abs. 3 MinStG ist. Für diese Mindeststeuergruppe ist für 2024 für Deutschland auf Basis der sog. CbCR Safe Harbour Regelungen (§ 84 MinStG) nicht mit einer Steuerbelastung (nationale Ergänzungssteuer) nach dem Mindeststeuergesetz zu rechnen und mithin ist die Gesellschaft Bau und Service der LVV nicht zum Ausgleich für etwaige Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet.

4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Per 31. Dezember 2024 bestehen insgesamt 94 Leasingverträge über betriebliche Kfz ausschließlich mit verbundenen Unternehmen. Darunter fallen 24 Leasingverträge für Ersatz- oder Neubeschaffungen von Fahrzeugen im Geschäftsjahr 2025. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit von 12 bis 72 Monaten. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesen Leasingverträgen belaufen sich auf 1.647 TEUR.

Die Leasingverträge über die betrieblichen Kfz wurden für alle Pkw und fast alle Transporter des Unternehmens abgeschlossen. Die Anzahl der zum Fuhrpark der Bau und Service Leipzig gehörenden Elektrofahrzeuge ist seit 2016 kontinuierlich auf 33 Fahrzeuge im Geschäftsjahr 2024 gestiegen. Vorteile des Leasings ergeben sich aus der hohen Flexibilität.

Mit den Wasserwerken wurde im Dezember 2023 ein neuer Dienstleistungsvertrag über die Erbringung von kaufmännischen, rechtlichen und technischen Beratungs- und Unterstützungsleistungen abgeschlossen, der den bisherigen Dienstleistungsvertrag ablöst. Dieser neue Dienstleistungsvertrag regelt die Leistungserbringung der Wasserwerke für die Bau und Service Leipzig in den Bereichen IT-Infrastruktur, Rechts- und Versicherungsbetreuung, Personalabrechnung und Personalbetreuung sowie Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Die Aufwendungen belaufen sich ab 1. Januar 2024 auf 195 TEUR jährlich. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2027 und verlängert sich automatisch um weitere fünf Jahre, wenn keine Kündigung erfolgt.

Die Nutzung der von den Wasserwerken ab 1. Oktober 2022 zur Verfügung gestellten Kopierstationen wurde aus dem ausgelaufenen Dienstleistungsvertag (4. Nachtrag) herausgelöst und in einen separaten Vertrag überführt. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2023 und verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, sofern keine Kündigung erfolgt. Die jährlichen Aufwendungen für die Nutzung der Kopierstationen werden mit 10 TEUR veranschlagt.

Die Bau und Service Leipzig hat die zur Durchführung ihrer Geschäftstätigkeit erforderlichen Büro- und Werkstatträume von den Wasserwerken angemietet. Der Mietvertrag wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Mietaufwendungen inklusive Nebenkosten belaufen sich jährlich auf 364 TEUR.

Zum 31. Dezember 2024 beträgt das Bestellobligo 1.036 TEUR. Davon betreffen 46 TEUR Investitionen in das betriebliche Anlagevermögen.

4.3 Angaben zu den Organen

Der Geschäftsführung gehören an:

Herr Nikolaus Meier, kaufmännischer Geschäftsführer

Herr Torsten Michael, technischer Geschäftsführer.

Im Jahr 2024 haben zwei Geschäftsführer Vergütungen von der Bau und Service Leipzig erhalten (Angaben in TEUR):

Festes Jahresgrundgehalt Sonstige Bezüge Erfolgsabhängige Vergütungen Gesamtvergütung Geleistete Zahlungen im Falle der Beendigung s der Tätigkeit (Abfindungen)
Meier, Nikolaus 127 8 30 165 0
Michael, Torsten 127 10 30 167 0
254 18 60 332 0
in TEUR
Art der Altersversorgung* Altersversorgung (Beitrags-) Aufwand Im Geschäftsjahr 2024 gezahlte Beträge
Gesamtvergütung davon erfolgsabhängige Vergütung
Meier, Nikolaus A 8 173 30
Michael, Torsten A 8 174 30
0 15 347 60

* A - beitragsorientierte Leistungszusage

4.4 Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet (Aufnahme der Angaben in einen das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss).

4.5 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB)

2024 2023
Angestellte 65 63
Gewerbliche Mitarbeiter 96 88
161 151

4.6 Anteilsbesitz der Bau und Service Leipzig GmbH zum 31. Dezember 2024 (§ 285 Nr. 11 HGB)

Verbundene Unternehmen

Abkürzung Gesellschafter Anteil am gezeichneten Kapital Eigenkapital des Geschäftsjahres Ergebnis des Geschäftsjahres
% TEUR TEUR
LSI GmbH LSI Bau und Service Leipzig 100 2.680 378

Die Bau und Service Leipzig stellt aufgrund § 293 HGB (größenabhängige Befreiungen) keinen Teilkonzernabschluss auf.

5 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nicht bereits im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 sowie im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 Erwähnung fanden, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.

 

Leipzig, den 21. März 2025

Bau und Service Leipzig GmbH

Nikolaus Meier, Geschäftsführer

Torsten Michael, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Bau und Service Leipzig GmbH, Leipzig

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 466.333,14 15.600,00 0,00 481.933,14
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.749.300,93 160.658,24 47.052,33 1.862.906,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.869.647,68 218.006,47 154.223,57 3.933.430,58
3. Geleistete Anzahlung, Anlagen im Bau 0,00 354,59 0,00 354,59
5.618.948,61 379.019,30 201.275,90 5.796.692,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 495.500,00 0,00 0,00 495.500,00
6.580.781,75 394.619,30 201.275,90 6.774.125,15
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 465.500,14 16.099,00 0,00 481.599,14
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.262.323,93 101.356,14 46.999,23 1.316.680,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.458.228,68 288.201,09 132.227,19 2.614.202,58
3. Geleistete Anzahlung, Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.720.552,61 389.557,23 179.226,42 3.930.883,42
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.186.052,75 405.656,23 179.226,42 4.412.482,56
in EUR
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 334,00 833,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 546.226,00 486.977,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.319.228,00 1.411.419,00
3. Geleistete Anzahlung, Anlagen im Bau 354,59 0,00
1.865.808,59 1.898.396,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 495.500,00 495.500,00
2.361.642,59 2.394.729,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bau und Service Leipzig GmbH, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bau und Service Leipzig GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bau und Service Leipzig GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 25. März 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Antje Strom, Wirtschaftsprüfer

Anke Wolf, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss der Bau und Service Leipzig GmbH zum 31.12.2024 wurde am 28.03.2025 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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