Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 515483
Vorher
Fidelis F18-131 VV GmbHRes Publica GmbHPDV Holding GmbH
Eingetragen
19.11.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten
Gegenstand
ist die Herstellung, der Vertrieb von Hardund Softwareprodukten sowie die Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Maik Hofmann
seit 7.5.2024
Prokura
Dirk Nerling
seit 21.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Selectio Investment II S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
PDV Verwaltungs GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PDV GmbH

Erfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht zum Rumpfgeschäftsjahr 2021

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Forschung und Entwicklung

1.3 Standorte

1.4 Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Der Markt

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognose

3.2 Risikobericht

3.3 Chancenbericht

4 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der PDV GmbH (nachfolgend "PDV") basiert auf der Herstellung und dem Verkauf von Produkten zur Digitalisierung der Branche Öffentliche Verwaltung, rund um das Thema Enterprise Contentmanagement (ECM) und insbesondere der E-Akte. Darüber hinaus unterstützt die PDV ihre Kunden mit Dienstleistungen zu Implementierung, Rollout, Schulung, Betrieb, Anpassung und Wartung der PDV-Produkte.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die VIS Produktfamilie wurde im Berichtsjahr durch die neue Version VIS 6.3 erweitert, die im Dezember 2021 erschienen ist.

VIS Polizei

Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich der Entwicklung ist die neue Branchenlösung VIS Polizei. Ziel ist es, nach der Ausstattung der Justizbehörden der Bundesländer mit der Branchenlösung VIS Justiz auch für die Polizei eine leistungsfähige Branchenlösung bereitzustellen, welche die Verwaltungs-, Ermittlungs- und Kriminalakte in elektronischer Form abbildet und die gängigen Fachverfahren integriert. Darüber hinaus soll die Lösung einen möglichst durchgängigen Informations- und Dokumentenaustausch zwischen Polizei, Staatsanwaltschaften sowie Gerichten auf der Basis verabschiedeter gültiger Standards sicherstellen.

VIS-Scan

Das Produkt VIS Scan wurde durch die neue Versionen 3.3 im Berichtsjahr weiterentwickelt.

VIS-Mobile

Der VIS MobileClient wurde weiterentwickelt und die Freigabe für alle Kunden ist mit der Version 6.3 Ende 2021 erfolgt.

1.3 Standorte

Die deutschlandweite Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der PDV kann besser kundennah aus regionalen Repräsentanzen bedient werden. Daher wächst die PDV aktuell neben der Hauptniederlassung in Erfurt auch an den Standorten Berlin, Chemnitz, Stuttgart, Hannover und Kiel.

1.4 Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30.11.2021 ist das Geschäftsjahr der PDV zukünftig das Kalenderjahr. Das am 01.10.2021 begonnene Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr und endet am 31.12.2021.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Der Markt

Der Markt für die elektronische Aktenführung und elektronische Verwaltungsarbeit in Deutschland verzeichnet weiterhin eine konstant wachsende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen. Neben der Bedienung des "klassischen" E-Akte Marktes aus Bund, Ländern und Kommunen, führte auch die Etablierung von VIS-Justiz, als weitere Branche innerhalb der öffentlichen Verwaltung, für die PDV zu einer stabilen und auf Wachstum ausgerichteten Auftragslage. Das neue Produkt VIS Polizei wird zukünftig neue Marktchancen ermöglichen.

Die von der Bundesregierung und den Landesregierungen beschlossenen E-Government- sowie E-Justice Gesetze führen mit zeitlicher Verzögerung zu einer steigenden Anzahl von Planungen und Ausschreibungen bei Kunden der öffentlichen Verwaltung. Diese Entwicklung wird ebenfalls durch eine vermehrt auf die öffentliche Verwaltung zukommende Notwendigkeit der Lösung der Demografie-Thematik unterstützt. Die öffentliche Verwaltung wird durch die Pensionierung der Mitarbeiter mit weniger Personal ihre Leistungen erbringen müssen. Damit verbunden stellen die notwendigen Digitalisierungen von Akten und Geschäftsprozessen eine solide Optimierung dar. Durch die Corona-Pandemie ist vielen Verantwortlichen der zusätzliche Nutzen einer digitalisierten Verwaltung deutlich vor Augen geführt worden.

Neben den Ausgaben für die IT-Sicherheit und Cloud-Dienste zählt die Digitalisierung und damit ECM-Software zu den Markttreibern der IT-Industrie.

Unser Markt

Innerhalb der öffentlichen Verwaltung gehören einzelne Sektoren wie Bund, Landesverwaltungen, Kommunen und Branchen, wie Justiz oder Polizei, zu den Gruppen mit der höchsten Wachstumsdynamik und stellen somit aus Sicht von PDV die Zielgruppen der nächsten Jahre dar.

Darüber hinaus werden auch weiterhin kontinuierlich neue Kunden aus den Sektoren Kirchen, Medienanstalten und Krankenkassen gewonnen und bedient.

2.2 Geschäftsverlauf

Durch die Änderung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr sind die für das Rumpfgeschäftsjahr (01.10. - 31.12.2021) ermittelten Geschäftszahlen nicht einfach mit dem Vorjahresabschluss (01.10.2020 - 30.09.2021) vergleichbar. Zur besseren Vergleichbarkeit beziehen sich die aufgeführten Vorjahreszahlen daher auf den vergleichbaren Zeitraum 01.10.-31.12 des Vorjahres. Sie geben somit aber nicht die Zahlen des vorangegangenen Geschäftsjahres wieder. Ferner ist zu berücksichtigen, dass der vergleichbare Vorjahreszeitraum nicht durch Jahresabschlussbuchungen beeinflusst wurde. Ein Vergleich mit Prognosezahlen ist nicht aussagefähig. Die Prognose bezog sich auf das Geschäftsjahr für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 und sah ein prozentuales Wachstum von Umsatzerlösen und EBITDA im unteren zweistelligen Bereich vor.

Die PDV GmbH hat das Rumpfgeschäftsjahr mit einer Gesamtleistung von 8,0 Mio.°€ abgeschlossen. Die Gesamtleistung der PDV im Vorjahreszeitraum betrug 9,2 Mio.°€. Die um knapp 1.3 Mio.°€ gesunkene Gesamtleistung wurde insbesondere durch einen Umsatzrückgang bei den Dienstleistungen (-1,0 Mio.°€) und einem Rückgang der aktivierten Eigenleistung um 0,6 Mio.°€ verursacht.

Eine wesentliche Grundlage für den Umsatzrückgang liegt darin begründet, dass ein Teil bereits geleisteter Dienstleistungen noch nicht im Umsatz ausgewiesen werden konnte und somit nur die Bestandsveränderung beeinflusst hat (+0,9 Mio.°€). Die auf diesen Teil entfallende Marge ist naturgemäß in der Gesamtleistung noch nicht enthalten.

Grundsätzlich hat sich auch im Rumpfgeschäftsjahr das Geschäft positiv weiterentwickelt. Basis ist hier das stabile und erfolgreiche Projektgeschäft bei Bestandskunden. In diesem Bereich hat es einen weiteren Ausbau der digitalisierten Arbeitsplätze gegeben.

Die bestehenden Projekte in den Erzbistümern München und Freising, Freiburg, Paderborn, und Münster sowie Projekte bei der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und Bremen verlaufen planmäßig und tragen zum Geschäftsverlauf bei.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage:

Das unbereinigte EBITDA für das Rumpfgeschäftsjahr liegt mit 1,5 Mio.°€ unter dem Vorjahreswert in Höhe von 2,9 Mio.°€. Ein Teil des Rückgangs ist auf fehlende Marge bei dem oben bereits geschilderten Bestandsaufbau zurückzuführen. Ferner war die aktivierte Eigenleistung im Vorjahresquartal um 0,6 Mio.°€ höher.

Die hohen Abschreibungsbeträge der PDV sind zum größten Teil das Ergebnis des Gesellschafterwechsels mit entsprechender Kaufpreisallokation auf Firmenwert, Auftragsbestand, PDV-Software und Dachmarke. Die Gesamt-Abschreibungen betragen im Rumpfgeschäftsjahr 1,9 Mio.°€. Darin enthalten sind Abschreibungen auf das operative Anlagevermögen der PDV mit 0,1 Mio.°€.

Das Rumpfgeschäftsjahr der PDV GmbH endet mit einem Jahresfehlbetrag von -0,2 Mio.°€.

Das Rumpfgeschäftsjahr der PDV enthält Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mio.°€, die aufgrund ihres einmaligen und ungewöhnlichen Charakters bereinigt wurden.

Übersicht der bedeutenden Finanzzahlen

GuV Rumpf GJ 2021 Vorjahr Delta Delta
in %
Umsatz 7.039 8.081 -1.043 -13%
Bestandsänderung 914 523 391
aktivierte Eigenleistung 0 631 -631 -100%
Gesamtleistung 7.953 9.236 -1.283 -14%
Materialaufwand -1.769 -1.923 154 -8%
Rohertrag 6.184 7.313 -1.129 -15%
Personalaufwand -4.035 -3.685 -350 9%
sonst. betriebl. Aufwand -844 -828 -16 2%
sonst. betriebl. Ertrag 156 87 69 79%
EBITDA 1.462 2.888 -1.426 -49%
Adjustierungen 96 101 -5 -5%
adj. EBITDA 1.558 2.989 -1.431 -48%
adj. Cash EBITDA 1.558 2.357 -800 -34%
Abschreibungen -1.929 -1.760 -170 10%

Der Umsatz von 7,0 Mio.°€ (Vorjahr 8,1 Mio.°€) verteilt sich auf die nachfolgenden Erlöskategorien:

52 % (58% im Vorjahresquartal) Projektdienstleistungen,
36 % (29 % im Vorjahresquartal) Wartungs- und Supportleistungen,
11 % (11 % im Vorjahresquartal) VIS-Produkte und
1 % (1 % im Vorjahresquartal) Fremdprodukte.

Die Anteile der Umsatzkategorien haben sich für das Rumpfgeschäftsjahr der PDV gegenüber dem Vorjahresquartal insbesondere im Dienstleistungsbereich stark geändert. Dies ist auf den bereits geschilderten Bestandsaufbau zurückzuführen. Der höhere Anteil des Wartungsgeschäftes ist auch auf das hohe Wachstum in diesem Bereich (+13%) zurückzuführen.

Aufgrund einer guten Auftragslage für das nächste Geschäftsjahr wird sich die Umsatzentwicklung wieder positiv darstellen.

Die Höhe der sonstigen betrieblichen Erträge (0,2 Mio.°€, Vorjahr 0,1 Mio.°€) ergab sich im Wesentlichen aus der Verrechnung von Sachbezügen.

Die Verringerung des Materialaufwandes (1,8 Mio.°€, Vorjahr 1,9 Mio.°€) ist auf einen deutlich geringeren Einkauf von Fremdleistungen zurückzuführen.

Durch die vermehrte Einstellung neuer zusätzlicher Mitarbeiter steigt der Personalaufwand auf 4,0 Mio.°€ (Vorjahr 3,7 Mio.°€).

Das gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio.°€ verringerte bereinigte Cash-EBITDA (ohne aktivierte Eigenleistung) resultiert primär aus dem verminderten Umsatz. Zusätzlich belastet der Personalaufwand und der sonstige betriebliche Aufwand das Ergebnis.

Vermögens- und Finanzlage:

Zum 31.12.2021 belief sich das Gesamtvermögen auf 115,2 Mio.°€ (30.09.2021: 113,2 Mio.°€).

Das Stammkapital der PDV beläuft sich auf 25 T€. Die von den Gesellschaftern im Jahr 2019 und 2021 eingebrachte Kapitalrücklage beträgt 34,1 Mio.°€.

Die Gesellschafterdarlehen inklusive der kapitalisierten Zinsen betrugen zum 31.12.2021 43,6 Mio.°€. Der im Geschäftsjahr noch nicht kapitalisierte Zinsaufwand betrug 2,0 Mio.°€.

Die Summe der Fremdkapitaldarlehen betrug zum 31.12.2021 22,6 Mio.°€ und entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 19,6%.

Das Anlagevermögen zum 31.12.2021 betrug 98,7 Mio.°€ (30.09.2021: 100,6 Mio.°€).

Der Finanzmittelfonds, bestehend aus den flüssigen Mitteln, hat sich gegenüber dem Abschluss zum 30.09.2021 um 4,4 Mio.°€ erhöht. Dies ist insbesondere auf die hohe Zahlungsbereitschaft der öffentlichen Hand hinsichtlich der ausstehenden Forderungen zum Jahresende zurückzuführen. Korrespondierend sind die Forderungen stark gesunken.

Aus der Finanzierungstätigkeit gab es einen Mittelabfluss in Höhe von 5,7 Mio.°€, der durch die Teilrückzahlung eines Bankkredits verursacht wurde. Die Tochtergesellschaften haben in Höhe von 2,9 Mio.°€ Darlehen an die PDV gewährt. Im Saldo ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von 2.8 Mio°€.

Der Mittelabfluss aus operativer Investitionstätigkeit resultiert aus Investitionen in Anlagevermögen (0,2 Mio.°€).

Bestehende Bankavale (Bürgschaften) betreffen Erfüllungsbürgschaften bei Kundenverträgen und die Absicherung eines Beschaffungsgeschäfts.

Die Finanzierung des operativen Geschäfts der Gesellschaft erfolgt aus dem operativen Cashflow.

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie sind keine Engpässe im Zahlungsfluss zu erwarten.

Die Vermögens-/Finanz- und Ertragslage stellte sich aus Sicht der Geschäftsführung als zufriedenstellend dar.

Personal

Die PDV GmbH beschäftigte zum 31.12.2021 262 Mitarbeiter (Vorjahr 265). Davon befinden sich 18 (Vorjahr 19) in Ausbildung (Duale Hochschule Gera, Internationale Berufsakademie) bzw. sind Werkstudenten. Festangestellte Mitarbeiter (ohne Studenten/ Praktikanten) sind somit um 2 Mitarbeiter von 246 auf 244 gesunken.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognose

Die steigende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung führt zu einer positiven Prognose.

Der historische erfolgreiche Geschäftsverlauf wird sich im neuen Geschäftsjahr im weiteren Aufbau von Personalressourcen widerspiegeln.

Umsatzerlöse sowie auch das EBITDA sollen im Kalenderjahr 2022 ein prozentuales Wachstum im unteren zweistelligen Bereich erzielen. Dieses Wachstum bedingt auch einen weiteren Anstieg der Mitarbeiterzahl. Gleichzeitig soll die bestehende Mitarbeiterbindung weiter erhöht werden.

Grundsätzlich ist die Prognosefähigkeit infolge der noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eingeschränkt.

3.2 Risikobericht

Trotz der grundsätzlich positiven Marktbewertung sind einzelne Risikofaktoren nicht auszuschließen. Politische Veränderungen können zu einem Wandel der in den Haushalten der jeweiligen Länder niedergelegten Präferenzen führen. Dies kann einen negativen Einfluss auf die Prioritäten von Politik/ Verwaltung und somit auch auf deren Haushalte zur Folge haben. In der Folge kann das Auftragsvolumen der PDV sich unter Umständen nachteilig verändern.

Des Weiteren bestehen für die Gesellschaft Risiken durch den mittelbaren Einfluss der Konjunktur auf die Haushalte der öffentlichen Kunden, was wiederum bei Neukunden- und der Dienstleistungsakquise zu weniger Ausschreibungen und Aufträgen führen könnte.

Weiterhin besteht das Risiko, dass PDV sich nicht gegen den Wettbewerb in Ausschreibungen durchsetzen kann und die geplanten Umsätze nicht erreicht werden können. Um dieses Risiko zu minimieren, bemüht sich die PDV, Ausschreibungen in einer sehr hohen Qualität zu beantworten und die Produkte der PDV entsprechend den Marktanforderungen kontinuierlich zu modernisieren.

Für das Kalenderjahr 2022 sehen wir kein Auslastungsrisiko der Mitarbeiter der PDV, vielmehr sind fehlende Ressourcen bei den anstehenden Projektbeauftragungen für die Unterstützung von Rollouts und Anpassungen denkbar. Diesen beugen wir durch unser geplantes Mitarbeiterwachstum vor, indem die Personalausstattung dem wachsenden Bedarf unserer Auftragslage angepasst werden soll.

Die Verfügbarkeit von geeignetem IT-Personal könnte aufgrund der dynamischen Marktentwicklung zum Wachstumshemmnis werden, dem wir mit regionalem Wachstum entgegentreten möchten.

Corona-Pandemie

PDV ist aufgrund seines Geschäftsmodells und seiner solventen Kundenbasis auch im zweiten Jahr nicht in besonderem Maße von der Corona-Pandemie betroffen. Zwar können kurzfristige Auftragsverschiebungen (insb. im Schulungsbereich) eine temporäre Belastung darstellen. Schulungen können dann aber meist remote durchgeführt werden. Auch kann es durch eine Infektion eines Mitarbeiters zur Schließung von Büroräumen kommen. Die hieraus resultierenden negativen Effekte können aber über Home-Office Regelungen aufgefangen werden. Grundsätzlich wird der Wert der PDV-Produkte gerade auch in Pandemie-Zeiten als sehr hoch eingeschätzt.

Mittel- bis langfristig könnte die wirtschaftliche Entwicklung und die Auftragslage der PDV durch eine eventuell erforderliche restriktivere Haushaltspolitik in den einzelnen Bundesländern negativ beeinflusst werden.

Die Risikolage der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Sämtliche Risiken werden aus Sicht der Geschäftsführung als beherrschbar eingestuft.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

3.3 Chancenbericht

Für PDV bietet sich in den nächsten Jahren die Chance, sich als erfolgreicher Produkthersteller und überregionaler IT-Dienstleister im Bereich der Öffentlichen Verwaltung weiter zu etablieren.

Im durch PDV bearbeiteten Markt der Landesverwaltungen ergeben sich Chancen in den Verwaltungen durch weiteren Rollout der Digitalisierung von Arbeitsplätzen.

Im kommunalen Umfeld kann PDV den Rollout-Stand der Bestandskunden weiter vorantreiben. Die weiter vervollständigte Anzahl von Schnittstellen zu kommunalen Fachverfahren und die kommunalen Fachschalen ermöglichen in diesem Marktbereich einen standardisierten Rollout.

Die gute Positionierung als Anbieter im Bereich der Justiz für Verwaltungs- und Verfahrensakten bietet der PDV die Chance den Rollout gemeinsam mit den Auftraggebern zu gestalten.

Die durchgeführten Projekte zusammen mit den Polizeibehörden (insbesondere in Baden-Württemberg) eröffnen ein weiteres Feld der Auftragsgenerierung im Rollout gemeinsam mit den Auftraggebern.

4 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die PDV erhält viele Aufträge über Ausschreibungen im öffentlichen Sektor. Die Vergabe dieser Aufträge ist oft mit der Ausreichung von Bürgschaften verbunden. Die Sparkasse Mittelthüringen unterstützt die PDV hierbei durch einen Aval-Rahmenvertrag.

PDV hat von allen Geschäftsbanken die Mitteilung über die Erhebung von Verwahrentgelten für Sichteinlagen erhalten.

PDV nutzt keine derivativen Finanzinstrumente.

 

Erfurt, den 05.05.2022

Geschäftsführer

Dirk Nerling

Benno Gerhardus

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
30.09.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.987.016,00 2.113.526,00
2. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Entwicklung 0,00 190.969,72
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.356.226,04 9.505.114,04
4. Geschäfts- oder Firmenwert 65.923.627,00 67.287.564,00
77.266.869,04 79.097.173,76
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 640.934,00 683.854,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.845,44 0,00
649.779,44 683.854,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.798.356,60 20.798.356,60
2. Genossenschaftsanteile 500,00 500,00
20.798.856,60 20.798.856,60
98.715.505,08 100.579.884,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 2.318.275,26 1.404.108,28
2. Waren 1.088.984,81 170.049,94
3. Geleistete Anzahlungen 1.300,00 0,00
3.408.560,07 1.574.158,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 616.342,43 4.707.124,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.646.074,97 1.097.451,53
3. Forderungen gegen Gesellschafter 16.760,56 16.244,07
4. sonstige Vermögensgegenstände 177.121,78 151.966,46
3.456.299,74 5.972.786,99
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.198.380,67 4.804.021,58
16.063.240,48 12.350.966,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 352.729,38 211.944,10
D. Aktive Latente Steuern 12.191,00 11.749,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 15.423,00 17.522,00
115.159.088,94 113.172.066,25

Passiva

31.12.2021
30.09.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 34.066.387,20 34.066.387,20
III. Bilanzverlust -12.215.768,45 -12.036.216,57
21.875.618,75 22.055.170,63
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.437.686,60 2.930.370,60
2. Sonstige Rückstellungen 7.214.116,51 7.229.413,98
10.651.803,11 10.159.784,58
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.580.000,00 28.280.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.102.232,28 1.411.885,73
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 689.413,61 545.541,14
4. Sonstige Verbindlichkeiten 49.446.997,78 45.804.700,53
(davon aus Steuern € 901.206,92; Vorjahr € 741.286,35)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.261,62; Vorjahr € 3.989,12)
77.818.643,67 76.042.127,40
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.093.057,41 1.042.145,64
E. Passive Latente Steuern 3.719.966,00 3.872.838,00
115.159.088,94 113.172.066,25

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2021

01.10.2021-31.12.2021
01.10.2020- 30.09.2021
1. Umsatzerlöse 7.038.720,39 36.003.448,35
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 914.166,98 99.262,53
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 1.609.787,45
4. Sonstige betriebliche Erträge 156.170,51 547.678,93
(davon aus der Währungsumrechnung € 3,09; Vorjahr € 6,81)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -26.799,92 -667.456,88
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.742.323,24 -7.450.711,55
-1.769.123,16 -8.118.168,43
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.398.690,45 -12.880.170,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -635.846,83 -2.506.462,47
(davon für Altersversorgung € 15.229,91; Vorjahr € 37.317,96)
-4.034.537,28 -15.386.632,47
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.929.330,36 -7.225.491,81
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -843.797,57 -3.150.729,87
(davon aus der Währungsumrechnung € 725,09; Vorjahr € 294,64)
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.548.623,44 1.097.451,53
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.548.623,44; Vorjahr € 1.097.451,53)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127,06 41,95
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -755.237,17 -3.207.215,77
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 0,00; Vorjahr € 2.626,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -502.985,16 -2.557.006,02
(davon latente Steuern € 153.314,00; Vorjahr € 129.403,00)
13. Ergebnis nach Steuern -177.202,32 -287.573,63
14. Sonstige Steuern -2.349,56 -7.302,45
15. Jahresfehlbetrag -179.551,88 -294.876,08
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -12.036.216,57 -11.741.340,49
17. Bilanzverlust -12.215.768,45 -12.036.216,57

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 31. Dezember 2021

A. Allgemeine Angaben

Firma: PDV GmbH
Sitz: 99097 Erfurt
Registergericht: Jena
Handelsregistereintrag: HRB 515483
Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30.11.2021 das Kalenderjahr. Das am 01.10.2021 begonnene Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr und endet am 31.12.2021.

Der Jahresabschluss der PDV GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrags zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt zum 31.12.2021 unter Beachtung der §§ 266 und 275 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BiLRUG). Soweit nachfolgend Angaben zum Vorjahr getätigt werden, so beziehen sich diese Werte auf das Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist eingeschränkt.

Die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

B. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Folgende Nutzungsdauern wurden zugrunde gelegt:

Ähnliche Rechte und Werte 1-15 Jahre
Selbst geschaffene Softwareprodukte 3-15 Jahre

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Einzelheiten dazu ergeben sich aus der als Anlage IV beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 2021. Die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes erfolgt linear auf Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die 15 Jahre beträgt und sich aus der Einschätzung der Laufzeit wichtiger Verträge des Unternehmens ergibt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für die Betriebs- und Geschäftsausstattung sind den einzelnen Sachanlagen Nutzungsdauern von 3-13 Jahre zugrunde gelegt worden.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten bewertet, in Einzelfällen mit dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurden 76 % der Geschäftsanteile an der comundus regisafe GmbH mit Sitz in Waiblingen erworben. Die aktivierten Anschaffungskosten im Finanzanlagevermögen enthalten neben dem sofort fälligen Barkaufpreis die Anschaffungsnebenkosten sowie einen zusätzlichen Kaufpreisanteil aus der getroffenen Earn Out-Vereinbarung gemäß Anteilskaufvertrag.

Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der CC e-gov GmbH mit Sitz in Hamburg erworben. Die aktivierten Anschaffungskosten im Finanzanlagevermögen enthalten neben dem sofort fälligen Barkaufpreis die Anschaffungsnebenkosten sowie einen zusätzlichen Kaufpreisanteil aus der getroffenen Earn Out-Vereinbarung gemäß Anteilskaufvertrag.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

In Arbeit befindliche Aufträge werden mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Gemeinkostenzuschläge gemäß der handelsrechtlichen Wertuntergrenze angesetzt.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände werden mit den Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Dabei werden latente Forderungsausfallrisiken durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern.

Der Posten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB gebildet und enthält mit TEUR 15 den verbleibenden Teil des Deckungsvermögens nach Verrechnung mit der Pensionsverpflichtung (TEUR 116). Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden die Rückstellungen auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens gebildet.

Die Pensionsverpflichtungen wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem vorhandenen Deckungsvermögen saldiert. Das Deckungsvermögen besteht aus einer Rückdeckungsversicherung bei der Swiss Life AG, die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Wert und betragen TEUR 131.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen wurden in Höhe von 1,00 % bis 2,00 % des risikobehafteten Nettoumsatzes gebildet. Dabei wurden Erfahrungswerte der Vergangenheit, Erkenntnisse aus der Auftragsbearbeitung und Ist-Zeiterfassung sowie eventuell bestehende Rückgriffsrechte auf Vorlieferanten bzw. Dienstleister bei der Bewertung berücksichtigt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden die Rückstellungen auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens vom 29.12.2021 gebildet.

Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einer Rückdeckungsversicherung saldiert. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die "projected unit credit method" angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,87 % (Vorjahr 1,98 %)

Rententrend 0,00 % (Vorjahr 0,00 %)

erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 % (Vorjahr 0,00 %)

zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G

Für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB der 10-Jahresdurchschnittszinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,87 % verwendet. Es ergibt sich ein Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 116. Der zur Ausschüttung gesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 7.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten einschließlich der erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind aus dem beigefügtem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Abschreibung

Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres je Posten der Bilanz sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anteilsbesitz

Die PDV GmbH hält 100 % an der CC e-gov GmbH, Hamburg. Die CC e-gov GmbH weist im Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Oktober bis 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 595 und einen an die PDV GmbH abzuführenden Gewinn in Höhe von TEUR 373 aus.

Die PDV GmbH hält 76 % an der comundus regisafe GmbH, Waiblingen. Die comundus regisafe GmbH weist im Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Oktober bis 31. Dezember 2021 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 25 und einen an die PDV GmbH abzuführenden Gewinn in Höhe von TEUR 1.175 aus.

Waren

In den Waren sind erworbene Lizenzen und Wartungsleistungen ausgewiesen, die zum Bilanzstichtag noch nicht an Kunden geliefert bzw. weiterberechnet wurden.

Angabe zu Forderungen

Der Nennwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt TEUR 625 (Vorjahr TEUR 4.726). Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Wertberichtigungen wurden in Höhe von TEUR 8 gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und beinhalten ausschließlich Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich sonstige Forderungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 177 (Vorjahr TEUR 152) und haben in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr TEUR 74) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Dabei handelt es sich überwiegend um Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr TEUR 47) aus dem Veranlagungszeitraum 2021. Weitere sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 72 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Siehe Absatz Verrechnung von Vermögenswerten und Schulden.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 25, die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 34.066.

Im Eigenkapital sind aus der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände abzüglich latenter Steuern ein Betrag in Höhe von TEUR 1.378 (Vorjahr TEUR 1.560) sowie aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 8) zur Ausschüttung gesperrt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Berücksichtigung des Gewinnverwendungsvorschlags der Geschäftsführung. Im Bilanzverlust enthalten ist der Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 12.036.

Rückstellungen

Im Posten Rückstellungen TEUR 10.652 (Vorjahr TEUR 10.160) sind die nachfolgenden, nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Steuerrückstellungen (TEUR 3.438)

Personalkosten, einschließlich Nebenabgaben (TEUR 1.952)

Earn Out Verpflichtungen (TEUR 4.920)

Die Steuerrückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Verpflichtungen der Gesellschaft für die Veranlagungszeiträume 2020 und 2021 zusammen. Rückstellungen für Earn Out-Verpflichtungen wurden gebildet im Zusammenhang mit dem Erwerb der Geschäftsanteile an den Firmen CC e-gov GmbH, Hamburg und comundus regisafe GmbH, Waiblingen.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte TEUR 131 (Vj. TEUR 132)
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden TEUR 116 (Vj. TEUR 114)
Aktiver Unterschiedsbetrag TEUR 15 (Vj. TEUR 18)

Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen

Zuführung Pensionsrückstellung (Anteil Zinsaufwand) TEUR 0 (Vj. TEUR 3)
Zuführung Pensionsrückstellung (incl. Zinseffekt) TEUR 2 (Vj. TEUR 2)
Reduzierung Aktivwerte Rückdeckungsversicherung TEUR 1 (Vj. TEUR 3)

Angabe zu Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 22.580 (Vorjahr TEUR 28.280) sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr i.H.v. TEUR 1.580 (Vorjahr TEUR 3.080) und einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 21.000 (Vorjahr TEUR 25.200) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Darlehen in Höhe von TEUR 2.900 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, sowie Zinsen in Höhe von TEUR 6. Die Zinsverbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Ausweis als sonstige Verbindlichkeiten).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 43.569 (Vorjahr TEUR 43.298) sowie aufgelaufene Zinsen in Höhe von TEUR 1.982 (Vorjahr TEUR 1.679). Die Darlehen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von 10 Jahren und sind einschließlich der aufgelaufenen Zinsen endfällig.

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind analog des Vorjahres wie folgt besichert:

Pfandrechte an sämtlichen relevanten Konten, die der Pfandgeber bei einer Bank in der Bundesrepublik Deutschland führt;

Sicherungsabtretung von Rechten des geistigen Eigentums;

Sicherungsabtretung von Darlehen an verbundene Unternehmen, aus Versicherungen und aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr nicht besichert.

Andere aktivierte Eigenleistungen / Latente Steuern

Im Berichtszeitraum sind insgesamt TEUR 955 Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, davon entfallen auf aktivierte Herstellungskosten selbst geschaffener bzw. fertiggestellter Software-Produkte TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.610).

Latente Steuern wurden mit einem Steuersatz von 32,3 % ermittelt. Auf die Saldierung von aktiven und passiven Abgrenzungen wurde verzichtet. Die aktive Abgrenzung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr TEUR 12) entfällt auf die Pensionsverpflichtungen, die passive Abgrenzung in Höhe von TEUR 3.720 (Vorjahr TEUR 3.873) auf die im Rahmen der Verschmelzung durchgeführten Neubewertung immaterieller Vermögensgenstände (Dachmarke "PDV", Auftragsbestand und Softwareentwicklungen), sowie auf die in den Geschäftsjahr 2020 und 2021 aktivierten Eigenleistungen im Bereich der Softwareentwicklung. Die Höhe der aktiven latenten Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die passiven latenten Steuern haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 153 vermindert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die verrechneten Kfz-Sachbezüge in Höhe von TEUR 60, sowie Erträge aus erhaltenen Zuschüssen in Höhe von TEUR 31.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Rechts- und Beratungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 179.

D. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse

Künftige Vermögensbelastungen auf Grund von Eventualverbindlichken aus Haftungsverhältnissen gemäß § 251 HGB sind nicht zu erwarten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.266 (Vorjahr TEUR 2.370) bestehen aus Mietverträgen für Geschäftsstellen und für Einrichtung in Höhe von TEUR 1.847 sowie aus Fahrzeug- und Fahrrad-Leasing in Höhe von TEUR 419.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Dirk Nerling, ausgeübter Beruf: Datenverarbeitungskaufmann

Geschäftsführer: Benno Gerhardus, ausgeübter Beruf: CFO der PDV GmbH

Die Angabe der Gesamtbezüge entfällt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

31.12.2021 30.09.2021
leitende Angestellte 3 3
Angestellte 241 223
Gesamt 244 226

Im Geschäftsjahr waren zudem 18 (Vorjahr: 20) BA-Studenten beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer inkl. der BA-Studenten beträgt damit 262 (Vorjahr: 246).

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist zur Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht gemäß § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet. Die PDV GmbH, Erfurt, stellt für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf.

Nachtragsbericht

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2021 haben.

In der aktuellen Corona-Krise entstehen auch für die PDV GmbH zusätzliche Risiken. Kurzfristige Auftragsverschiebungen können eine Belastung darstellen und damit negative Auswirkungen auf Umsatzerlöse und Jahresergebnis haben. Grundsätzlich kann PDV aufgrund der solventen Kundenbasis und der gerade in dieser Zeit erkennbaren Vorteile einer Digitalisierung diese Risiken jedoch gut managen.

Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind derzeit schwer abschätzbar.

Im Rahmen eines Gesellschafterwechsels bei der Muttergesellschaft der PDV GmbH (PDV Verwaltungs GmbH) wurde das bestehende Bankdarlehen der PDV GmbH bei der Skandinaviska Enskilda Banken AB (PUBL), Frankfurt Branch, durch ein Darlehen der Selectio BidCo GmbH (der neuen Muttergesellschaft der PDV Verwaltungs GmbH) am 11.01.2022 abgelöst.

 

Erfurt, den 05. Mai 2022

Geschäftsführer

Dirk Nerling

Benno Gerhardus

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.10.2021
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.173.246,00 0,00 190.969,72 0,00 3.364.215,72
2. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Entwicklung 190.969,72 0,00 -190.969,72 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.165.241,65 0,00 0,00 0,00 15.165.241,65
4. Geschäfts- oder Firmenwert 81.836.228,40 0,00 0,00 0,00 81.836.228,40
100.365.685,77 0,00 0,00 0,00 100.365.685,77
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.329.263,88 56.113,64 0,00 34.107,96 1.351.269,56
2. Geleistete Anzahlungen im Bau 0,00 8.845,44 0,00 0,00 8.845,44
1.329.263,88 64.959,08 0,00 34.107,96 1.360.115,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.798.356,60 0,00 0,00 0,00 20.798.356,60
2. Genossenschaftsanteile 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
20.798.856,60 0,00 0,00 0,00 20.798.856,60
122.493.806,25 64.959,08 0,00 34.107,96 122.524.657,37
Abschreibungen
01.10.2021
Zugänge
Abgänge
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.059.720,00 317.479,72 0,00 1.377.199,72
2. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Entwicklung 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.660.127,61 148.888,00 0,00 5.809.015,61
4. Geschäfts- oder Firmenwert 14.548.664,40 1.363.937,00 0,00 15.912.601,40
21.268.512,01 1.830.304,72 0,00 23.098.816,73
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.409,88 99.025,64 34.099,96 710.335,56
2. Geleistete Anzahlungen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
645.409,88 99.025,64 34.099,96 710.335,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
21.913.921,89 1.929.330,36 34.099,96 23.809.152,29
Restbuchwerte
31.12.2021
30.09.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.987.016,00 2.113.526,00
2. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Entwicklung 0,00 190.969,72
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.356.226,04 9.505.114,04
4. Geschäfts- oder Firmenwert 65.923.627,00 67.287.564,00
77.266.869,04 79.097.173,76
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 640.934,00 683.854,00
2. Geleistete Anzahlungen im Bau 8.845,44 0,00
649.779,44 683.854,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.798.356,60 20.798.356,60
2. Genossenschaftsanteile 500,00 500,00
20.798.856,60 20.798.856,60
98.715.505,08 100.579.884,36

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PDV GmbH, Erfurt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PDV GmbH, Erfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom Oktober 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PDV GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Erfurt, den 5. Mai 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katrin Bock, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 26.08.2022 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.