IAG - Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseEnergetische Verwertung von Abfällen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Naeve seit 21.5.2010 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RABA Ihlenberg GmbHSelmsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Lagebericht zum Geschäftsjahr 2008I. Geschäftsverlauf und RahmenbedingungenVor dem Hintergrund der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise ist es zu einem weltweiten Wirtschaftsabschwung gekommen, der insbesondere Deutschland hart getroffen hat. In dieser schwierigen Situation ist es den Unternehmen aller Branchen angeraten, sämtliche Ressourcen zu bündeln und optimal einzusetzen, um ihre kurz- bzw. mittelfristige Existenz zu sichern. Auch die große Mehrheit der privaten deutschen Entsorgungsunternehmen rechnen mit einer erheblichen Verschlechterung der geschäftlichen Lage in 2009. So erwarten ca. 71 % der Unternehmen rückläufige Umsätze. In allen Bereichen der Wirtschaft werden Insolvenzen angemeldet, Mitarbeiter freigestellt und Kurzarbeit verordnet bzw. ganze Produktionszweige eingestellt. Da die RABA Ihlenberg GmbH ein Teil des Wirtschaftskreislaufes ist und neben dem Siedlungsabfall im Wesentlichen Gewerbeabfälle annimmt, viele Unternehmen ihre Produktion aber auf ein Minimum zurückgefahren haben, trifft die derzeitige Wirtschaftskrise auch die RABA in vollem Umfang. Die Überkapazitäten der am Markt vorhandenen Entsorgungsanlagen und der Rückgang von Gewerbeabfällen aufgrund der wirtschaftlichen Situation führen zu weiter sinkenden Abfallpreisen. Darüber hinaus versuchen große Unternehmen der Branche mit zum Teil nicht auskömmlichen Preisen kleine und mittlere Unternehmen aus dem Markt zu drängen. Die geschilderte Lage spiegelt sich auch in der Geschäftsentwicklung der RABA Ihlenberg GmbH wieder. Die geplanten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 15 Mio. konnten um EUR 4,1 Mio. nicht erreicht werden. Damit lagen die Umsätze um 27 % hinter der Planung zurück. Um dem zunehmenden Verdrängungswettbewerb und dem Preiskrieg in der Abfallbranche standzuhalten, hat die RABA im Geschäftsjahr 2008 die Akquisitionsbemühungen verstärkt, den Sortier- und Wertschöpfungsprozess vertieft und intensiviert sowie neue Geschäftsfelder etabliert. Neben der ständigen Optimierung des Anlagenkonzeptes hinsichtlich der anfallenden Outputströme Biologie, Ersatzbrennstoffe und Wertstoffe wie Papier, Pappe, Metalle und Nichteisenmetalle hat die RABA im Zeitraum Juli bis September 2008 ihre Behandlungsanlage dahingehend umgebaut, dass nunmehr ebenfalls das Geschäftsfeld Sortierung von Leichtverpackungsmaterial am Markt angeboten werden kann. Im Geschäftsjahr 2008 unterhielt die RABA folgende Geschäftsfelder:
Behandlung von Hausmüll Die in der RABA Ihlenberg angenommene Siedlungsabfallmenge betrug im Wirtschaftsjahr 2008 rd. 48.600 Mg und liegt damit rd. 5 % unter der Planung und den Anlieferungen des Vorjahres. Behandlung von Gewerbeabfall Die zur Behandlung angelieferte Menge an Gewerbeabfällen betrug im Wirtschaftsjahr 2008 rd. 53.000 Mg und entsprach annähernd den Verhältnissen des Vorjahres, lag jedoch ca. 38 % unter der Planung für 2008. Ungefähr die Hälfte dieser Gewerbeabfallmenge wurde durch den ehemaligen Gesellschafter REMONDIS angeliefert, der sich vertraglich zur Anlieferung dieser Mengen verpflichtet hatte. Für das Jahr 2009 sind die eigenen Akquisitionsbemühungen dementsprechend zu verstärken, da dann dieser Vertrag nicht mehr besteht. Behandlung von Leichtverpackungsmaterial Im Jahr 2007 hat sich die RABA Ihlenberg an Ausschreibungen der Fa. Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH beteiligt und die Zuschläge für die Sortierung der in drei Gebietskörperschaften anfallenden Leichtverpackungen ab dem 01.01.2008 erhalten. Jedoch konnte erst nach dem Umbau der mechanischen Behandlungsanlage im September mit der Eigensortierung des Leichtverpackungsmaterials (ca. 3.000 Mg) begonnen werden. Zuvor erfolgte die Sortierung (ca. 4.450 Mg) über eine Fremdfirma. Ausgehend von den Erfahrungen des Geschäftsjahres 2008 hat sich die RABA in 2008 für die Sortierung weiterer LVP- Mengen beworben und den Zuschlag 2009 für insgesamt ca. 10.000 Mg LVP- Material erhalten. Die Erlöse aus der Vermarktung von Wertstoffen lagen ca. 7 % unter Plan, dies resultiert insbesondere aus der weit unter Plan liegenden Gewerbeabfallmenge. Im Geschäftsjahr 2007 wurde durch den Aufsichtsrat der IAG ein Sanierungskonzept für die RABA Ihlenberg beschlossen und durch die Geschäftsführung umgesetzt. An der Sanierung der Gesellschaft wurde auch im Geschäftsjahr 2008 konsequent weiter gearbeitet. Dazu wurde im Dezember 2008 zwischen der RABA Ihlenberg und der IAG ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Danach sind die in der RABA erwirtschafteten Gewinne an die IAG - Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft abzuführen und anfallende Verluste durch die IAG auszugleichen. Im Rahmen dieser Organschaft wird die Muttergesellschaft IAG den von der RABA im Geschäftsjahr 2008 erwirtschafteten Verlust in Höhe von TEUR 392 ausgleichen. II. Kommentierung der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage Das Unternehmen erzielte im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von TEUR ./. 392. Aufgrund des zwischen der RABA und der IAG geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird die IAG diesen Verlust ausgleichen, so dass das Jahresergebnis 0 EUR beträgt. Dieses Ergebnis ist nur eingeschränkt mit dem Jahresergebnis 2007 vergleichbar, da der im Vorjahr erzielte Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.152 durch den Überschuss im neutralen Ergebnis geprägt war, der durch einen Forderungsverzicht mit Besserungsschein der IAG erzielt werden konnte. Ein Vergleich der Betriebsergebnisse zeigt, dass dieses im Berichtsjahr um TEUR 1.131 verbessert werden konnte. Ursächlich hierfür ist insbesondere ein Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.512 = 16,1 % und eine Reduzierung der bezogenen Leistungen um TEUR 471 = 6,2 %. Der für das Jahr 2008 geplante Verlust konnte um TEUR 140 = 26,3 % unterschritten werden. Da die RABA auch im Wirtschaftsjahr 2008 nicht über ausreichende Entsorgungswege des in der Behandlungsanlage produzierten Ersatzbrennstoffes (EBS) verfügte, wurden rd. 36.600 Mg im Lager der IAG zwischengelagert. Hinsichtlich der Entsorgung von Ersatzbrennstoffen wird für die Zukunft mit deutlich fallenden Preisen gerechnet. Hinsichtlich der Entsorgung von EBS im Jahr 2009 wurden Verhandlungen mit mehreren Entsorgern geführt. Es ist beabsichtigt, einen Vertrag über die Entsorgung von 50.000 Mg EBS im Jahr 2009 zu einem auskömmlichen Preis zu schließen. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 295 auf TEUR 875 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Zusammenhang mit der Sortierung von Leichtverpackungsmaterial und einer generellen Lohnsteigerung um 6,5 %. Der Anstieg der Abschreibungen um TEUR 322 gegenüber dem Planwert resultiert aus dem Umbau der Abfallbehandlungsanlage für die Sortierung von Leichtverpackungsmaterial und der ganzjährigen Abschreibung der im Vorjahr durch die IAG im Wege der Sacheinlage eingebrachten Vermögensgegenstände. Das Finanzergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 335. Neben einem Anstieg der Zinserträge kam es gleichzeitig zu einer Reduzierung der Zinsaufwendungen durch die Rückzahlung des KfW-Darlehens aus dem ERP Umwelt- und Energiesparprogramm sowie planmäßigen Darlehenstilgungen. Vermögenslage Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen rd. EUR 2,2 Mio. Die Zugänge beinhalten im Wesentlichen die Investitionen in den Umbau der Anlage zur LVP- Sortierung (rd. EUR 2,0 Mio.) sowie Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 0,6 Mio. beinhalten ein Belieferungsrecht für Ersatzbrennstoffe. Der Rückgang der liquiden Mittel um rd. EUR 2,4 Mio. auf EUR 5,1 resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung eines Darlehens an die KfW. Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2008 TEUR 3.952. Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert aus der Zuführung eines Betrages von EUR 2 Mio. in die Kapitalrücklage durch die Muttergesellschaft IAG. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um rd. EUR 1,2 Mio. ist maßgeblich bedingt durch Rückstellungen für die Entsorgung des zwischengelagerten Ersatzbrennstoffes. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Berichtsjahr um rd. EUR 4,2 Mio. gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung eines Kredites aus dem ERP Umwelt und Energiesparprogramm in Höhe von EUR 3,2 Mio. sowie aus den planmäßigen Tilgungen der Darlehen. Finanzlage Die liquiden Mittel sind im Geschäftsjahr um rd. EUR 2,4. auf rd. EUR 5,1 Mio. gesunken. Die für Investitionen geleisteten Zahlungen (EUR 2,3 Mio.) konnten durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Die Reduzierung der liquiden Mittel resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Bankdarlehen in Höhe von rd. EUR 3,2 Mio. und den Tilgungsraten des KfW-Darlehens von rd. EUR 0,9 Mio. Darüber hinaus gab es einen Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von EUR 1,9 Mio. aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie eine Einzahlung durch die Muttergesellschaft IAG in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 2,0 Mio. III. Vorgänge besonderer Bedeutung nach Schluss der Wirtschaftsjahres (Nachtragsbericht)Im März 2009 wurde ein Liefer- und Abnahmevertrag zur Verwertung von Ersatzbrennstoffen über ca. 50.000 Mg Ersatzbrennstoffe im Jahr 2009 in das Ersatzbrennstoffheizkraftwerk in Hagenow geschlossen. Damit ist die in den immateriellen Vermögensgegenständen beabsichtigte Übertragung eines Belieferungsrechts für Ersatzbrennstoffe zustande gekommen. IV. RisikoberichtAus heutiger Sicht ist keine Risikoentwicklung erkennbar, die den Fortbestand der RABA gefährden könnte. Die RABA sieht sich im Wesentlichen folgenden Risiken ausgesetzt: a.) Risiko der Unterauslastung der Behandlungsanlage Durch den anhaltenden Konzentrations- und Verdrängungsprozess in der Entsorgungsbranche kann nicht mehr von einer kontinuierlichen Abfallanlieferung über einen längeren Zeitraum ausgegangen werden. Durch den Preiskampf unter den Entsorgern besteht ständig das Risiko, Kunden zu verlieren. Während die zu behandelnden Siedlungsabfallmengen durch langfristige Entsorgungsverträge gesichert sind, gibt es für die Behandlung von Gewerbeabfällen keine langfristige Andienungspflicht seitens der Kunden. Um dieses Risiko zu minimieren beteiligt sich die RABA an der Ausschreibung zur Verwertung von Leichtverpackungsmaterial. Hier bestanden im Berichtsjahr ganzjährig Verträge über die Behandlung von 15.000 Mg. In Abhängigkeit von der Entwicklung des Gewerbeabfallmarktes ist ein Ausbau des Bereiches Behandlung von Leichtverpackungsmaterialien geplant. Darüber hinaus muss der Vertrieb der IAG zur Vollauslastung der Behandlungsanlage jährlich rd. 50.000 Mg Gewerbeabfälle am Markt akquirieren. b.) Risiko sinkender Abfallpreise Gewerbeabfälle können derzeit branchenweit aufgrund ausreichender Anlagenkapazitäten problemlos entsorgt werden. Diese Überkapazitäten, insbesondere im Bereich der Verbrennungsanlagen führen generell zu sinkenden Entsorgungspreisen. Dieser Prozess wird voraussichtlich weiter anhalten, so dass permanent Maßnahmen zu treffen sind, um den Margenverlusten gegenzusteuern. c.) Risiko kurzfristiger Kostensteigerungen Die für die Behandlung von Abfällen zu erreichende Gewinnmarge wird im Wesentlichen von der Entwicklung folgender Kostengruppen bestimmt:
Um dem Risiko des Margenverlustes durch einen weiteren Anstieg dieser Kostengruppen entgegenzuwirken, arbeitet die RABA konsequent an der Umsetzung des erarbeiteten Kostensenkungskonzeptes. Der Kostensteigerung von Fremdleistungen wird insbesondere mit dem Abschluss von langfristigen Verträgen entgegengewirkt. d.) Umweltrisiken Um das mögliche Umweltrisiko, das beim Umgang mit Abfällen besteht, zu minimieren, hat die RABA eine Vielzahl von Vorsorgemaßnahmen getroffen. Dazu zählen insbesondere:
Alle abfallrechtlichen und vertraglichen Daten werden in einer Datenbank (AWIS Abfallwirtschaftssystem) erfasst und ausgewertet. Im Berichtsjahr wird dieses System in einer Datenbank bei der Muttergesellschaft IAG weiterentwickelt. Besondere Vorkommnisse waren im Geschäftsjahr 2008 nicht zu verzeichnen. V. PrognoseberichtIm ersten Quartal 2009 ist ein deutlicher Mengen- und Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der Mengenrückgang hat im Wesentlichen mit der allgemeinen konjunkturellen Lage zu tun und wirkt sich insbesondere auf den Bereich Gewerbeabfallmengen aus. Gerade in diesem Bereich sind am Markt weniger Abfallmengen zu einem nicht auskömmlichen Preis verfügbar. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die im Geschäftsjahr 2009 zur Behandlung angenommene Abfallmenge und die hieraus resultierenden Umsätze ca. 20 % unter den Planwerten liegen. Die im Berichtsjahr vorgenommene Anlagenspezifizierung, insbesondere für die Behandlung von LVP- Material bildet die Voraussetzung, dass sich die RABA in den folgenden Jahren erfolgreich an den Ausschreibungen der Leichtverpackungen, z. B. des Dualen System Deutschland (DSD) beteiligen kann. Mittelfristige Zielsetzung ist eine ausgeglichene Ergebnissituation und eine nachhaltige stabile finanzielle Lage des Unternehmens. Die Geschäftsführung prognostiziert für das Wirtschaftsjahr 2009 Umsatzerlöse von rd. TEUR 9.900 und ein Jahresergebnis vor Verlustübernahme von rd. TEUR 857. Für die Wirtschaftsjahre 2010 und 2011 werden Umsatzerlöse von rd. TEUR 11.700 bzw. 12.200 prognostiziert und Jahresüberschüsse vor Gewinnabführung von rd. TEUR 104 bzw. 785 erwartet.
Selmsdorf, 19. Juni 2009 Katrin Hase, Geschäftsführerin BILANZEN ZUM 31. DEZEMBER 2008 UND 2007AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGEN FÜR DIE GESCHÄFTSJAHRE 2008 UND 2007
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20081. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ist entsprechend den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Gemäß Gesellschaftsvertrag sind jedoch die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Zwischen der RABA und der Muttergesellschaft IAG wurde am 3. Dezember 2008 ein Be-herrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Darin verpflichtet sich die RABA, ihren ganzen Gewinn an die IAG abzuführen. Soweit Jahresfehlbeträge bei der RABA entstehen, verpflichtet sich die IAG, diese auszugleichen. Diese Verpflichtungen gelten erstmals für das Geschäftsjahr 2008, so dass der IAG in 2008 Aufwendungen aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 392 entstanden sind. Bei der RABA handelt es sich um Erträge aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 392. Die IAG hat am 8. Juli 2008 beschlossen, einen Betrag in Höhe von TEUR 2.000 in die Kapitalrücklage der RABA einzuzahlen. Das Eigenkapital der RABA hat sich damit um TEUR 2.000 erhöht. 2. Angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden erstmals abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Abweichend hiervon wurden in Vorjahren geringwertige Anlagegüter bis zu einer Höhe von EUR 410,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 1 % gebildet worden. Das in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltene Disagio wird nach der Zinsstaffelmethode über den Zeitraum der Zinsbindung des entsprechenden Darlehens abgeschrieben. Die übrigen Rückstellungen sind mit dem Betrag ausgewiesen, der unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung3.1. Entwicklung des Anlagevermögens
3.2 Forderungen gegen Gesellschafter In den Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 210; Vorjahr: Verbindlichkeit TEUR 1.320) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 255 (Vorjahr: TEUR 1.320) enthalten. 3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten mit TEUR 36 abgegrenzte Zinsen, die erst im Folgejahr rechtlich entstehen. 3.4. Rechnungsabgrenzungsposten In dem Posten ist ein Disagio in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 280) enthalten. 3.5. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 1.007 (Vorjahr: TEUR 4.283) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 2.373 (Vorjahr: TEUR 3.322) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Von den übrigen Verbindlichkeiten haben TEUR 2.340 (Vorjahr: TEUR 1.991) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3.6. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. enthalten. 4. Sonstige Angaben4.1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
4.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das von der IAG gewährte und im Wirtschaftsjahr 2007 ausgebuchte Darlehen (TEUR 5.695) ist aus künftigen Bilanzgewinnen, aus Liquidationserlösen oder sonstigem die Schulden des Unternehmens übersteigenden Vermögen zurückzuzahlen. Eine Eigenkapitalquote von 25 % darf jedoch nicht unterschritten werden. Die Laufzeit des Besserungsscheins ist auf 10 Jahre begrenzt. 4.3. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer in 2008 war:
In Bezug auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 4.4. Mutterunternehmen/Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des mittelbaren Mutterunternehmens GAA- Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten mbH mit Sitz in Schwerin einbezogen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Selmsdorf, 19. Juni 2009 RABA Ihlenberg GmbH Katrin Hase In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die testierende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RABA IHLENBERG GMBH, SELMSDORF, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Durch § 16 Abs. 4 Kommunalprüfungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern wurde der Prüfungsgegenstand erweitert. Die Prüfung erstreckt sich daher auch auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften und Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und die wirtschaftlichen Verhältnisse liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die wirtschaftlichen Verhältnisse abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und § 16 Abs. 4 Kommunalprüfungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft Anlass zu Beanstandungen geben. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften, den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die wirtschaftlichen Verhältnisse geben dazu Anlass, die begonnenen Sanierungsmaßnahmen der Gesellschaft fortzuführen, da das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit TEUR -392 (Vorjahr: TEUR -945) unverändert negativ ist. Für das Geschäftsjahr 2009 ist erneut ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit geplant, ab dem Geschäftsjahr 2010 geht die Geschäftsführung von einem positiven Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus. Die Annahmen basieren insbesondere auf einer gesteigerten Auslastung der Anlagenkapazität sowie auf sinkende Entsorgungskosten für die Ersatzbrennstoffe.
Hamburg, 19. Juni 2009 Ebner
Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
von Salzen, Wirtschaftsprüfer Schmidt, Wirtschaftsprüfer |
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