Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Raiffeisen Gas GmbH
Am Sägewerk 75, 46286 Dorsten, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reining Tobias seit 21.2.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.90% | |
AGRAVIS Raiffeisen AG | 25.10% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Raiffeisen Gas GmbHDorstenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Raiffeisen Gas GmbH ist ein Handelsunternehmen mit Flüssiggasen und anderen Gasen. Zum Gegenstand des Unternehmens gehören auch alle Dienstleistungsgeschäfte, die dem Unternehmenszweck zu dienen geeignet sind. Unsere Kernkompetenzen sind der Handel, die Distributionslogistik der Produkte Flüssiggas und LNG (engl. liquefied natural gas) zum Kunden/Endabnehmer, die Errichtung von Flüssiggasversorgungsanlagen sowie der Betrieb von Flüssiggas und LNG Tankstellen. 2. Geschäftsbereiche, Produkte und Dienstleistungen Das Waren- und Dienstleistungsangebot der Raiffeisen Gas GmbH wird in die folgenden Geschäftsbereiche unterteilt: Flüssiggas zu Heizzwecken In diesem Geschäftsbereich wird insbesondere der Handel und die Distribution von Flüssiggas zu Heizzwecken an landwirtschaftliche, private und Industriekunden zusammengefasst. Autogas Dieser Bereich umfasst den Betrieb von 40 Raiffeisen Autogastankstellen im Agenturmodell und den Handel und die Distribution von Flüssiggas als Treibgas zum Kunden. LNG Hier wird der Betrieb von 3 LNG-Tankstellen und die Logistik mit dem Produkt LNG zusammengefasst. 3. Absatzmärkte Die Absatzmärkte der Raiffeisen Gas GmbH liegen primär in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hessen und Rheinland-Pfalz. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen DRV Geschäftsbericht 2023 Folgen des Ukraine-Krieges für die Lebensmittelversorgung | Statista (31.01.2024) Der Russland-Ukraine-Krieg hat weltweit für folgenreiche Unterbrechungen in Lieferketten gesorgt, von denen die verschiedensten Branchen betroffen sind. Auch der internationale Handel und die Produktion von Lebensmitteln und Agrargütern waren hierbei Einschränkungen unterworfen. Zum einen sind Russland und die Ukraine beim Export von Agrargütern wie Weizen und Sonnenblumenöl von zentraler Bedeutung. Zum anderen sorgen gestiegene Preise und Engpässe bei Düngemitteln sowie Energieträgern für Schwierigkeiten bei der internationalen Landwirtschaft sowie in der Ernährungsindustrie. Russland und die Ukraine sind beide führende Erzeuger- und Exportländer für wichtige Agrargüter. So ist Russland das führende Anbau- und Exportland für Weizen und Weizenprodukte weltweit - mit einem Anteil von rund 20,0 % an den weltweiten Exporten. Auch die Ukraine gehört als "Kornkammer Europas" zu den bedeutendsten Lieferländern des Getreides (rund 8,5 % der Exporte im Jahr 2020/2021). Trotz der hohen Bedeutung der Urkaine und Russlands bei der weltweiten Weizenversorgung ist Deutschland nicht von Weizenimporten aus diesen Ländern abhängig. Auch gestiegene Preise und Versorgungsengpässe bei Energieträgern wie Gas und Kraftstoffen (z.B. Benzin und Diesel) sowie Düngemittel erhöhen die Kosten für die Landwirtschaft und Unternehmen in der Ernährungsindustrie. https://www.oecd.org/economic-outlook/november-2023/ Wachstum des weltweiten BIP bis 2025 | Statista Die gegenwärtige globale Wirtschaftslage steht vor den anhaltenden Herausforderungen der Inflation und der begrenzten Wachstumsaussichten. Das BIP-Wachstum war stärker als erwartet, schwächte sich aber aufgrund der restriktiveren Finanzierungsbedingungen, des schwachen Handelswachstums und des geringeren Geschäfts- und Verbrauchervertrauens ab. Zu den Risiken zählen auch verstärkte geopolitische Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem sich entwickelnden Konflikt nach den terroristischen Angriffen der Hamas auf Israel. Mithin wird das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 voraussichtlich um 3,1 % ansteigen. Für das Jahr 2025 wird das weltweite Wirtschaftswachstum auf rund 3,2 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastung sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es in 2022 noch merklich zugelegt hatte (+ 1,8 %). Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023, DRV Die Inflationsrate verminderte sich von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um durchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung von 13,4 % im Vorjahr. Jahresrückblick 2023 | Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de) Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten behauptete sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2023 nach wie vor gut. Erwerbstätigkeit und Beschäftigung sind so hoch wie nie zuvor und auch das Jahr 2023 zählt zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Im Jahresdurchschnitt waren 2.609.000 Menschen arbeitslos. Das sind 191.000 mehr als im Jahr 2022. Damit stieg die Arbeitslosenquote um 0,4 %-Punkte auf 5,7 %. Der Anstieg beruht besonders auf der schwachen Wirtschaftsentwicklung, wodurch es für Arbeitslose schwieriger war, eine neue Stelle zu finden. Die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern wurde bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2022 spürbar schwächer. Dieser Trend setzte sich 2023 fort. Dennoch ist der Kräftebedarf im langjährigen Vergleich weiterhin hoch. In Summe wurden 2023 mit 1.633.000 Stellen 251.000 weniger gemeldet als 2022. 2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Umsatz von 41,7 Mio. € ab. Die Umsatzentwicklung liegt aufgrund eines sich normalisierenden Preisniveaus auf den Beschaffungsmärkten ca. 10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Hauptumsatzträger der Gesellschaft ist, wie in den Vorjahren auch, der Handel mit Gas. Im Bereich LNG fand in Q4 2023 die Transformation zu Bio-LNG statt. Dieses ist flächendeckend für unsere Kunden an den eigenen Tankstellen verfügbar und unterstützt unsere Kunden in der Reduzierung der CO 2 -Emissionen. 3. Leistungsindikatoren der Gesellschaft 3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Raiffeisen Gas GmbH verwendet die nachfolgend beschriebenen Kennzahlen intern zur Steuerung der Gesellschaft: • Rohertrag, • Jahresüberschuss, • Eigenkapitalquote. Die Leistungskennzahlen unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung und Optimierung durch die Geschäftsführung. 4. Lage der Gesellschaft 4.1 Ertragslage Die aus dem Jahresabschluss abgeleiteten Kennziffern zur Ertragslage der Gesellschaft haben sich wie folgt entwickelt:
Der Gesamtumsatz der Gesellschaft ist um 4.449,6 T€ bzw. 9,6 % gesunken. Im Zuge dieser Entwicklung in Verbindung mit einem unterproportional gesunkenen Materialaufwand verringerte sich der Rohertrag um 231,7 T€ auf 6.648,0 T€. Die Rohertragsspanne erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 14,9 % auf 15,9 %. Die ordentlichen Aufwendungen haben sich um 947,6 T€ verringert. Grund hierfür ist insbesondere ein geringeres Abschreibungsvolumen als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 209,9 T€ gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Instandhaltungsaufwendungen. Es verbleibt für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von 1.615,3 T€ (Vorjahr: 1.240,9 T€). 4.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 um 787,4 T€ bzw. 9,3 % auf 9.220,5 T€ gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf Forderungen gegenüber Gesellschaftern zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 573,6 T€ getätigt. Demgegenüber betrug das Abschreibungsvolumen 502,9 T€. Die Raiffeisen Gas GmbH investiert langfristig in ihre Standorte, um Werte zu erhalten, Qualität zu sichern und anhaltende Wertschöpfung zu betreiben. Die Finanzlage der Gesellschaft ist als geordnet anzusehen. Die Gesellschaft war in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Die Einhaltung der Fristenkongruenz ist ein wichtiger zu beachtender Grundsatz. Investitionen in Sach- und Finanzanlagen werden aus mittel- und langfristigem Kapital gedeckt.
(1) Anlagevermögen/Bilanzsumme (2) Eigenkapital/Bilanzsumme (3) Verhältnis liquide Mittel, kurzfristige Forderungen und Vorräte zu kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen 4.3 Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und Lage Die Gesellschaft ist mit den im Geschäftsjahr 2023 gegebenen und genutzten Marktchancen zufrieden. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist stabil, die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet; die Ertragslage gemessen am Betriebsergebnis hat sich verbessert. Die getätigten Investitionen sichern die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Die stabile Ertragslage der Gesellschaft konnte dazu genutzt werden, die Eigenkapitalbasis zu stärken. Die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 entsprach den betrieblichen Planungen. Die zur Steuerung und Erfolgsmessung herangezogenen Indikatoren haben sich allesamt gegenüber dem Vorjahr positiver als geplant, entwickelt. In der folgenden Übersicht sind die Plan-/Ist-Abweichungen in komprimierter Form in Bezug auf die finanziellen Leistungsindikatoren dargestellt:
C. Chancen- und Risikobericht 1. Grundsätze des Risikomanagement Das Risikomanagement erfolgt insbesondere über das Rechnungswesen und das Warenwirtschaftssystem. Das Warenwirtschaftssystem wird zur Informationsgewinnung und der Auswertungen der betrieblichen Daten genutzt. Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Gesellschaft ein System eingerichtet, welches im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut: • Absicherung von Handelsgeschäften durch Kontrakte, • Einrichtung einer aussagefähigen Warenbuchführung getrennt nach Betriebsstätten, • Zeitnahes Debitorenmanagement, • Dokumentation der Aufbauorganisation, • Implementation von Funktionstrennungen für die wesentlichen Geschäftsprozesse, • Gesetzliche Jahresabschlussprüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Darüber hinaus finden jährliche Sitzungen von der Geschäftsführung und den Gesellschaftern statt. Der Geschäftsführer berichtet den Gesellschaftern über die Risikolage der Gesellschaft. 2. Unternehmensspezifische Chancen und Risiken Aufgrund der Ausrichtung des Kerngeschäftes der Gesellschaft auf elementare Bedürfnisse wirken sich zyklische Schwankungen weniger stark aus als in anderen Wirtschaftszweigen. Umweltbundesamt.de, Energieverbrauch nach Energieträgern und Sektoren (19.01.2024) Der Energieverbrauch in Deutschland ist seit Beginn der 1990er Jahre kaum gesunken. Energie wird zwar immer effizienter genutzt und teilweise eingespart, doch Wirtschaftswachstum und Konsumsteigerungen verhindern einen deutlicheren Verbrauchsrückgang. Ein immer größerer Anteil des Bruttoendenergieverbrauchs wird in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt. Im Jahr 2022 lag der Anteil bei 20,8 %, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (19,4 %). Der Gesetzgeber hat im Herbst 2023 das "Energieeffizienzgesetz" (EnEfG) beschlossen. Dieses sieht vor, dass der Endenergieverbrauch gegenüber dem Wert des Jahres 2008 bis 2030 um etwa 26,5 % sinken soll (1.867 TWh) und bis 2045 um 45,0 % (1.400 TWh). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass insbesondere die Umweltwärme und oberflächennahe Geothermie bei der Berechnung dieses Indikators nicht einbezogen werden. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224105/umfrage/durchschnittlicher-preis-fuer-diesel-kraftstoff/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224101/umfrage/durchschnittlicher-preis-fuer-e10/ Einen weiteren deutlichen Anstieg hat es seit Beginn des Ukraine-Krieges in Bezug auf Kfz-Kraftstoffe gegeben. Bis zum 26. Dezember 2023 belief sich der Durchschnittspreis je Liter Diesel auf etwa 1,69 €. Der Durchschnittpreis für Benzin lag bei 1,71 € je Liter. bundesregierung.de, Klimaschutzprogramm (04.10.2023) | bmwk.de, Pressemitteilung Klimaschutz (04.10.2023) Die Gesetzesnovelle des Klimaschutzgesetzes vom 31. August 2021 sieht bis zum Jahr 2030 eine Minderung der Treibhausgasemissionen von rund 65,0 % im Vergleich zu 1990 vor, bis 2045 wird gar eine generelle Treibhausneutralität angestrebt. Zur Erreichung dieser Ziele wurde in 2021 eine CO 2 -Steuer eingeführt, die zum 1. Januar 2022 von 25,00 € je Tonne CO 2 auf 30,00 € und zum 1. Januar 2024 auf 45,00 € je Tonne CO 2 erhöht worden ist. Am 4. Oktober 2023 verabschiedete das Bundeskabinett die neue Gesetzesnovelle des Klimaschutzgesetzes vom 21. Juni 2023. Mit den nunmehr enthaltenen Klimaschutzmaßnahmen kann die Bundesregierung bis zu 80,0 % der bestehenden Klimaschutzlücke bis zum Jahr 2030 schließen. Die Gesetzesnovelle sieht vor, dass künftig eine zukunftsgewandte, mehrjährige und sek-torübergreifende Gesamtrechnung ausschlaggebend für weitere Maßnahmen ist. Statt eines Rückblicks auf das vergangene Jahr ist nun der Ausblick auf die zukünftige Entwicklung ausschlaggebend. Die Reduzierung der gesamten Treibhausgasemissionen soll nun im Fokus stehen, unabhängig davon, wo sie entstanden sind. Dadurch wird die Flexibilität zwischen den Sektoren gestärkt, bei gleichbleibend voller Transparenz in welchem Sektor Emissionen in welchem Maß entstehen. Das Klimaschutzgesetz erfordert zudem ein Klimaschutzprogramm, das die Maßnahmen der Bundesregierung zur Erreichung der Klimaschutzziele beinhaltet. Viele Maßnahmen des aktuellen Programms sind bereits umgesetzt, so etwa das Deutschland-Ticket, die Co 2 -abhängige LKW-Maut, Verfahrensbeschleunigungen und Flächen für den Ausbau erneuerbarer Energien oder die Förderungen für energetisches Bauen und Sanieren. 3. Preisänderungsrisiken Vielfach bewegt sich die Gesellschaft auf Märkten, die vom volatilen Weltmarkt abhängen, insbesondere bei Flüssiggas vom Rohöl und bei LNG vom Erdgas. Durch Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die Raiffeisen Gas GmbH dem Risiko von Preisschwankungen. Eine vollständige Absicherung ist hier weder möglich noch sinnvoll. Sofern nicht bereits bei Vertragsabschluss entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend durch dazu zuständige Mitarbeiter überwacht. 4. Liquiditätsrisiken Aufgrund einer soliden Finanzierungsstruktur und den eingeräumten Kreditlinien bei Banken und Lieferanten ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt. 5. Ausfallrisiken Die Gefahr, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft nicht oder nicht fristgerecht nachkommen und dadurch finanzielle Verluste für die Gesellschaft entstehen, wird durch ein zeitnahes Debitorenmanagement und den Abschluss einer Kreditversicherung (für bestimmte Kunden und Kundengruppen) begrenzt. 6. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Aufgrund des implementierten Überwachungssystems werden derartige Risiken nicht gesehen. 7. Gesamtrisiko Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Im Berichtsjahr war die Risikosituation bei der Raiffeisen Gas GmbH beherrschbar und die mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbundenen Risiken waren als nicht bestandsgefährdend einzustufen. Auch für die absehbare Zukunft sind keine Risiken erkennbar, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. D. Prognosebericht OECD: 2024 geringes Wirtschaftswachstum in Deutschland - dpa - FAZ Die OECD rechnet in Deutschland für 2024 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,3 %, die niedrigste Rate seit der globalen Finanzkrise mit Ausnahme der Pandemieperiode 2020. Für 2025 wird mit einem Wachstum von 1,1 % gerechnet. Die Gesamtinflation ist in den letzten Monaten insbesondere aufgrund des Rückgangs der Energiepreise weiter gesunken, obwohl die Lebensmittel- und Dienstleistungspreise auf einem hohen Niveau verblieben sind. Sie wird für 2024 auf 2,6 % prognostiziert. Das wirtschaftliche Umfeld der Gesellschaft befindet sich damit weiterhin in einer umfangreichen Veränderungsphase. Im Folgenden haben wir unsere Erwartungen beschrieben, unter der Voraussetzung, dass normale Witterungsbedingungen vorherrschen, keine wesentlichen atypischen Schwankungen auf den Beschaffungsmärkten und die Konjunktur sich wieder positiv entwickelt. Eine exakte Prognose bleibt allerdings gleichwohl schwierig, da sich die Preise auf den Weltmärkten auch zukünftig durch externe nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln können. Die Gesellschaft startet mit einer konservativen Planung in das Geschäftsjahr 2024. Nachdem sich der Rohertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 6,6 Mio. € erhöht hat, dürfte er sich im kommenden Geschäftsjahr aus heutiger Sicht auf 5,7 Mio. € belaufen. Die Gesellschaft strebt ein Jahresergebnis von 1,0 T€ an. Für das Geschäftsjahr 2024 soll unter Berücksichtigung der geplanten Investitionen und bei solider Finanzierung eine Eigenkapitalquote von 34,3% erreicht werden. Die Gesellschafter blicken insgesamt aufgrund der unverändert schwierigen Rahmenbedingungen mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft. Sollte sich das Umfeld ändern oder sollten Risiken - wie beispielsweise im Risikobericht erläutert - eintreten, kann die tatsächliche Entwicklung von den angenommenen Prognosen abweichen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Bei der Raiffeisen Gas GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Gesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, den ergänzenden Vorschriften des GmbH -Gesetzes sowie den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 Abs. 2 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren und entspricht den Angaben des § 275 Abs. 2 HGB. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Geringwertige abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von 800 € werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf dem Brutto-Anlagespiegel verwiesen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder der geminderten Verwertbarkeit der Bestände ergeben, wird ebenso wie Risiken aus der Preisentwicklun bis zur Bilanzerstellung durch ausreichende Wertabschläge Rechnung getragen. Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder der geminderten Verwertbarkeit der Bestände ergeben, wird ebenso wie Risiken aus der Preisentwicklung bis zur Bilanzerstellung durch ausreichende Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungsausgänge vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Sie sind für wesentliche Posten gebildet und mit dem Nominalbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Angaben zu den finanziellen Verpflichtungen erfolgen auf nomineller Basis. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 3.151,9 T€ (Vorjahr 2.178,0 T€) enthalten in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 172,9 T€ (Vorjahr 188,6 T€) beinhalten in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der sonstigen Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0 T€ (Vorjahr 5,6 T€). Zusätzliche Angaben zu den Ergebnisrücklagen
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von:
Die Verbindlichlkeiten ggü. Kreditinstituten sind durch Globalzession der Forderungen, Bürgschaft und Sicherungsübereignung von Fahrzeugen und Tankstellen gesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen der periodenfremden und/oder außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen Bei den periodenfremden und/oder außergewöhnlichen Erträgen handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:
Bei den periodenfremden und/oder außergewöhnlichen Aufwendungen handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer. Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 1 Auszubildende beschäftigt. Gesellschafter Die Raiffeisen Hohe Mark Hamaland eG hält 74,9 % und die Agravis Raiffeisen AG hält 25,1 % der Anteile an der Gesellschaft. Konzernzugehörigkeit Angaben zum Mutternunternehmen:
Das Mutterunternehmen ist aufgrund der Größenmerkmale gemäß § 11 Abs. 1 PublG nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt
Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Honorar Für das Geschäftsjahr berechete Gesamthonorar des Abschlussprüfers, aufgeschlüssel in das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen:
Vorgänge von besonderer Bedeutung Die Auswirkungen des "Ukraine/Russland" Krieges und die Verschärfung der Lage in Nahost aufgrund des Gaza Krieges sind nicht einschätzbar. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 87.803,88 auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Dorsten/Lembeck den 10. Mai 2024 Raiffeisen Gas GmbH gez. Tobias Reining, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 10.05.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Raiffeisen Gas GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisen Gas GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Raiffeisen Gas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Gesellschafter sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 26. Juli 2024 ASM
- Audit Service Münster GmbH
gez. Steffi Große Breuing, Wirtschaftsprüferin gez. Frank Niemer, Wirtschaftsprüfer |
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