Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 11150
Eingetragen
4.7.2003
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenBeteiligungsgesellschaftenFleischverarbeitung a. n. g.
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Fleischwaren und Lebensmitteln aller Art. Beteiligung an anderen Unternehmen mit einem verwandten Unternehmenszweck sowie deren Geschäftsführung unter Übernahme der unbeschränkten Haftung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lars Ottefülling
seit 4.4.2024
Prokura
Michael Schubert
seit 12.1.2016
Prokura
Oliver Frielingsdorf
seit 17.8.2005
Prokura
Geschäftsführer
Götz Nafe
seit 7.7.2003
Geschäftsführer
Dirk Piatkowski
seit 4.7.2003
Prokura
Dirk Riewe
seit 4.7.2003
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Steinhaus Holding AG
Germany
2.600.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Steinhaus Holding AG

Remscheid

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

KONZERN-LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Die Steinhaus Holding AG fungiert als lenkendes Organ des Steinhaus Familienunternehmens.

Die Tochtergesellschaften der Steinhaus Holding AG sind die Bon Royal GmbH und die Steinhaus GmbH sowie als Enkelgesellschaft die -ff- FRISCH-FOOD-HANDEL GmbH.

Steinhaus ist bekannt als führender Hersteller von Frischer Pasta und Saucen, Braten- sowie Wurstprodukten in Deutschland und den zumeist angrenzenden Ländern Europas. Die fast ausschließlich in Deutschland hergestellten Produkte werden nahezu vollständig im Lebensmitteleinzelhandel vermarktet. Der Großteil der Produktpalette firmiert unter dem Markendach "Steinhaus". Darüber hinaus lassen führende Handelsunternehmen, aufgrund der bekannten Produktionsqualität und -sicherheit des Unternehmens, Produkte für deren eigene Marken bei Steinhaus herstellen.

2. Ziele und Strategien

Mittels einer Kombination aus marktnahen und dem Zeitgeist entsprechenden Innovationen, Verlässlichkeit und Produktsicherheit arbeitet das Familienunternehmen kontinuierlich daran, die Kundengruppen nachhaltig zu überzeugen und zu binden. Ziel ist es, in den tätigen Marktsegmenten eine deutlich marktbeeinflussende Stellung einzunehmen.

Für den Bratenbereich impliziert dies, dass Steinhaus der präferierte Lieferant für qualitativ hochwertige Ware beim Handel in Deutschland ist. Strategisch wird dieses Ziel mit einer herausragenden Produktqualität zu einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis angestrebt.

Im Frische-Pastabereich will Steinhaus die Volumenmarktführerschaft in Deutschland durch die Schaffung und konsequente Erschließung neuer Produktsegmente behaupten. Gleichzeitig bleibt das erklärte Ziel, in Europa zu den ersten drei Anbietern des Frische-Pastamarktes zu gehören.

3. Steuerungssystem

Die Unternehmenssteuerung beruht auf dem bewährten, laufend aktualisierten und alle Unternehmensbereiche umfassenden ERP-Systems von SAP sowie eines damit verbundenen Business-Informationssystems.

Hieraus verfügbare Schlüsselkennzahlen werden wöchentlich durch die Geschäftsleitung kritisch analysiert, diskutiert und gegebenenfalls direkte Maßnahmen abgeleitet. Zu den regelmäßig erhobenen und ausgewerteten Kennzahlen gehören insbesondere die kundenbezogenen Umsatz- und Absatzzahlen sowie die produktsegmentbezogenen Deckungsbeiträge. Ferner wird die Genauigkeit des Planungs-Forecasts bewertet und maßgebliche Abweichungen aufgezeigt sowie deren Gründe eruiert. Darüber hinaus werden die Preisentwicklungen der maßgeblichen Rohstoffe verfolgt und deren Auswirkungen diskutiert. Die wöchentliche Kennzahlenanalyse beinhaltet ferner die Liquiditätsentwicklung sowie deren langfristige Entwicklung vor dem Hintergrund geplanter Investitionen.

Im Nachgang des Monatsabschlusses erfolgt auf der Grundlage der Gewinn- und Verlustrechnung eine Umsatz- und Absatzanalyse gegenüber dem Vorjahr und dem Plan. Des Weiteren wird eine Detailanalyse der Deckungsbeitragshöhe in den jeweiligen Bereichen vorgenommen, sowie eine Betrachtung des Rohertrags und maßgeblicher Kostenpositionen auf Kostenstellenebene durchgeführt. In einer gemeinsamen Diskussion der Geschäftsleitung wird die Situation umfassend analysiert, Erkenntnisse abgeleitet und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Analyse des Geschäftsjahres fokussiert sich auf die Abweichung gegenüber Vorjahr und Plan. Dabei werden die einzelnen Kostenpositionen noch einmal beleuchtet und mögliche Potentiale aufgegriffen.

Darüber hinaus wird in einem Einkaufsmeeting die aktuelle Situation auf den relevanten Beschaffungsmärkten monatlich eingehend reflektiert und die Ergebnisse und Auswirkungen in einem Monatsreporting dargestellt. Dieses geschieht sowohl im Hinblick auf Verfügbarkeit, Qualität sowie Preis. Eventuelle perspektivische Veränderungen werden bewertet und finden gegebenenfalls in der Kalkulation oder der Segmentbewertung ihren Niederschlag.

Das System beinhaltet ein produktionsseitiges Kennzahlensystem, so dass aufgrund von wöchentlich erhobenen Daten die Produktivität noch exakter gemessen und auch kurzfristig korrigierend oder modifizierend eingegriffen werden kann.

Anhand der strategischen Ausrichtung werden zu messende Kennzahlen definiert, die in monatlichen Abständen überprüft werden. Dieses umfasst die unter Punkt 3. aufgeführten Finanzkennzahlen Umsatz, EBITDA, Netto-Cash-Flows und Eigenkapitalquote. Darüber hinaus wird die Zielerreichung von formulierten Unternehmenszielen regelmäßig überprüft.

Im Geschäftsjahr 2021 war darüber hinaus die pandemische Covid-19 Entwicklung von der globalen bis zur regionalen Ebene ein maßgeblicher Aspekt des wöchentlichen Geschäftsleitungsmeetings. Ebenso wurden die Implikationen der Covid-19 Pandemie auf die Steinhaus Holding AG analysiert und bewertet. Insbesondere wurden dabei im Verlauf der Pandemie die regionalen Infektionszahlen sowie deren weiterer Verlauf gesondert betrachtet. Ferner wurden in einem späteren Stadium der Pandemie die Kranken-, Genesenen- und auch die Impfquote nachgehalten, um möglichst proaktiv auf die Veränderungen einzugehen und so die Lieferbereitschaft des Unternehmens abzusichern. Dieses ist weitestgehend auch gelungen, wobei die Produktivität durch die sehr kurzfristig auftretenden Quarantäneanordnungen und Krankmeldungen sehr gelitten hat.

Insgesamt hat sich das sehr frühzeitig, nämlich bereits am 03. März 2020, implementierte und ständig weiterentwickelte "Covid-19 Handlungskonzept" als sehr wirksam erwiesen. Das Ziel des Konzeptes, die Infektionswahrscheinlichkeit durch Covid-19 im Hause Steinhaus für Mitarbeiter der Steinhaus-Gruppe weitestgehend zu minimieren, ist fast vollständig aufgegangen.

4. Forschung und Entwicklung/ Personal/ Qualitätsmanagement

Erneut hat die Produktentwicklungsabteilung von Steinhaus ihre Leistungsfähigkeit im Jahre 2021 unter Beweis gestellt und damit bedeutend zur Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen.

Im Bereich Braten&mehr wurden 2021 zwei "line extensions" im Bratwurstsegment entwickelt. Neben dieser Basisarbeit hat die Entwicklungsabteilung viel Zeit für zwei vollkommen neue Produktgruppen aufgewandt. Diese beiden Produktgruppen sollen Anfang 2022 sowie Mitte 2022 bei den relevanten Einkäufern des Handels vorgestellt werden. Die Steinhaus Holding AG verspricht sich von diesen absoluten Neuheiten ein recht umfängliches Nischenpotential.

Darüber hinaus war die Produktentwicklungsabteilung im Segment der Pasta&mehr sehr aktiv und kreativ. So wurden für das Geschäftsjahr 2021 zwei neue Produktgruppen ins Leben gerufen.

Zum einen konnte Steinhaus sich wieder einmal als Innovationsführer präsentieren, indem man dem Markt als erstes Unternehmen überhaupt eine frische gefüllte und vegane Pasta präsentierte. Diese hat sowohl die Einkäufer des Lebensmitteleinzelhandels wie auch die Verbraucher sehr schnell und flächendeckend überzeugt. Mit drei Varianten ist Steinhaus in dieser Kategorie aktiv und denkt zurzeit über weitere Produkte in diesem Segment nach.

Zum anderen hat Steinhaus mit der neuen Produktrange "Pasta della Nonna" ein Sortiment in den Markt eingeführt, welches dem Endkunden ein Produkt auf dem Niveau einer hervorragenden Restaurantqualität für zuhause präsentiert. Auch hier waren die Rückmeldungen seitens des Einkaufs und der Endverbraucher durchweg positiv, was sich dann sowohl in der Listungsumsetzung als auch den Abverkaufszahlen widerspiegelt.

Vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie wurde der gesamte erforderliche "Standard- Schulungsumfang" im Jahre 2021 aus Sicherheitsaspekten im Online-Formate durchgeführt. Nur unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen und -maßnahmen erfolgten die zur Erweiterung und Vertiefung eingesetzten persönlichen Schulungen.

Trotz der Pandemie ist es wiederrum gelungen, die Bedeutung des Themas Produkt- und Produktionsqualität an die Mitarbeiter flächendeckend zu vermitteln. Alle Mitarbeiter wurden vom Qualitätsmanagement hinsichtlich Hygiene- und Lebensmittelsicherheit unterrichtet und von den Abteilungsleitern zusätzlich unterwiesen.

Die im Herbst 2020 umgesetzte strukturelle Anpassung und Aufstockung im Qualitätsmanagement hat sich im Jahre 2021 als vollumfänglich richtige Entscheidung bewiesen. Die Zusammenarbeit zwischen dem strategischen Qualitätsmanagement und den Abteilungsleitern der Produktionsabteilungen hat sich deutlich intensiviert wodurch sich aktuelle Themen schneller und zielgerichteter kommunizieren und bearbeiten lassen.

In verschiedenen externen Audits wurde der sehr hohe Standard erneut mit Erfolg unter Beweis gestellt (z.B. US-Army, IFS 612).

Im Zuge des Volumenausbaus im Pasta-Absatzes blieb die Gesamtzahl der Mitarbeiter inkl. Geschäftsführung und Auszubildenden im Geschäftsjahr 2021 im Durchschnitt fast konstant auf 635 (640).

5. Nachhaltigkeitslage des Konzerns

Steinhaus hat eine Nachhaltigkeitsmanagerin benannt und wurde hierzu in der Vergangenheit erfolgreich vom ZNU der Privaten Universität Witten/Herdecke zertifiziert. Das Unternehmen arbeitet nach den Richtlinien des ZNU-Standards. Die beiden im Kern wiederkehrend thematisierten Bereiche drehen sich um die Energieeffizienz des Unternehmens sowie die Nachhaltigkeit der Produkte und Verpackungen.

Infolgedessen verfügt Steinhaus über einen Energiemanagementbeauftragten, der eine wiederholt erfolgreiche Zertifizierung im Jahre 2021 sicherstellte. Darüber hinaus wurde ein Energie Management-Handbuch implementiert. Ein regelmäßig tagendes Energiemanagementteam stellt mittels interner Audits die Umsetzung des Aktionsplans sicher und überprüft die Effektivität der getroffenen Maßnahmen. Auf diesem Wege konnte der Energieeinsatz pro produzierter Tonne in den letzten fünf Jahren um nahezu 30% reduziert werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen

Mit einem postpandemischen Aufschwung von +5,2% im Jahre 2021 hat die Euro-Zone sich erneut schlechter entwickelt als die beiden großen Volkswirtschaften (USA +5,7% 3 und Chinas +8,1% 4 ). Damit konnten die Euroländer auch den Abschwung des ersten Pandemiejahres nicht, wie ursprünglich einmal prognostiziert, kompensieren. Insbesondere die im Sommer 2021 erwachsende Lieferkettenproblematik, steigende Preise sowie die sich im Spätherbst 2021 ausbreitende Omikron-Variante bremsten ein stärkeres Wachstum im Euroraum aus 5.

Deutschland hat sich in den letzten zwölf Monaten mit einem BIP-Wachstum von +2,7% deutlich schlechter als der EU-weite Durchschnitt entwickelt. Dabei musste im 4. Quartal 2021, vor allem aufgrund der Ausbreitung der vierten Coronawelle, sogar ein Rückgang hingenommen werden. Viele Unternehmen der Automobil, Elektro- und Bauindustrie hatten darüber hinaus im Laufe des Jahres mit fehlenden Bauteilen und Rohstoffen zu kämpfen. Vor dem Hintergrund des Überfalls von Russland auf die Ukraine ist auch, ungeachtet der weiterhin bestehenden latenten Konjunkturgefahr durch das Coronavirus, der angestrebte Aufschwung im Frühjahr 2022 deutlich in Gefahr. 6 Insofern gibt es einige Schlüsselfragen, deren Antworten aber heute weitestgehend ungewiss sind, diese jedoch einen maßgeblichen Einfluss auf die kurz- und mittelfristige Konjunkturentwicklung in Europa und Deutschland haben werden.

1 International Food Standard
2 British Retailing Consortium
3 Starker Aufschwung - US-Wirtschaft boomt trotz Omikron, Tagesschau, 27.01.2022
4 Konjunktur: Chinas Wirtschaft wächst 2021 mit 8,1 Prozent stärker als erwartet, die Zeit, 17.01.2022
5 Wirtschaft der Eurozone wächst schwächer als erwartet, DW, 31.01.2022

Zu den Kernfragen gehören insbesondere:

Wird es zu weiteren Corona-Mutationen kommen, die die Fähigkeit besitzen das öffentliche Leben und damit die konjunkturelle Entwicklung wieder umfänglich einzuschränken?

Wie wird sich der Überfall Russlands auf die Ukraine weiterentwickeln - welche Auswirkungen hat der Krieg auf die Lebensmittelrohstoffversorgung in der Welt? Hier steht insbesondere Weichweizen im Fokus, aber auch Saatöle sind direkt sowie viele andere nachwachsende Rohstoffe indirekt betroffen. Ferner sind die Auswirkungen auf die Transportwege von und nach China zu beachten sowie die direkten und indirekten Implikationen der Sanktionen - aus Sicht der Steinhaus Holding AG insbesondere in Bezug auf den Energiesektor.

Letztendlich spielt auch die Entwicklung des globalen Wetters eine maßgebliche Rolle. Nach der global extrem niedrigen Erntemenge im Bereich von Hartweizen im Jahre 2021, ist der Preis auf ein historisches Hoch gestiegen. Missernten bei anderen nachwachsenden Rohstoffen sowie Futtermitteln kommen hinzu. Vor diesem Hintergrund würden weitere Wetterkapriolen im Jahre 2022 gravierende Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und damit auch Marktpreise implizieren.

Welchen Einfluss haben die zum Teil schon entstandenen, aber vor allem die noch absehbaren Inflations- und Zinseffekte auf die konjunkturelle Entwicklung?

Diese insgesamt sehr komplexen und tiefgreifenden Fragestellungen und die hieraus abzuleitenden Effekte sind nur sehr schwer zu bewerten. Vor allem die Kombination aus der Anzahl der Problemfelder mit der jeweiligen umfänglichen Implikationsdimension lässt einen Ausblick auf 2022 besonders unsicher erscheinen.

6 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BMWi - Konjunktur und Wachstum

2. Geschäftsverlauf

Im 180. Jahr seit Bestehen des Familienunternehmens konnte sich Steinhaus nicht positiv gegenüber dem Vorjahr entwickeln. Dabei sind die Umsatz- und Absatzeinbußen vor allem auf die Teilauslistung im Rahmen preislicher Auseinandersetzungen mit Kunden zurückzuführen. Aber auch der Wegfall des Pandemie-Effektes aus dem Vorjahr hat seinen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen.

Der Nettoumsatz des Unternehmens schloss im Geschäftsjahr 2021 mit 127,9 Mio. € um ca. 8,3 Mio. € oder -6,1% niedriger als im Vorjahr ab. Dabei konnte die Sparte Pasta&mehr deutlich stärker wachsen als die Sparte Braten&mehr.

Spartenanteile 2020 in Prozent 2021 in Prozent
Pasta&mehr 71,2% 72,2%
Braten&mehr 28,8% 27,8%

Mengenbezogen ging die vom Familienunternehmen hergestellte Tonnage um -3,1% zurück. Der Großteil des Rückgangs entfiel, wie zuvor bereits aufgeführt, dabei auf die Pasta. Aber auch der Braten&mehr Bereich konnte die Verkaufsmenge aufgrund eines insgesamt rückläufigen Marktes sowie eines schlechten Grillgeschäftes nicht behaupten. Dennoch konnte die Stellung von Steinhaus als Volumenmarktführer bei frischer Pasta in Deutschland sowie die Marktposition in Europa deutlich gehalten werden. Ferner konnte auch die markführende Rolle im Bedienungssemgent der Braten gefestigt werden.

Der Umsatzanteil der fünf maßgeblichen Großkunden liegt bei ca. 90% und ist damit Spiegelbild der Lebensmittel-Handelslandschaft in Deutschland. Der Exportumsatz konnte erneut zulegen und erreichte einen Anteil von über 13%.

Der Gesamtabsatz der Steinhaus Holding AG belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf ca. 47.100 to und sank damit um ca. -1.400 to zum Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Umsatz- und Ergebnisziele des Vorstands deutlich verfehlt und konnten in keiner Weise zufriedenstellen.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage des Konzerns

Die Ertragslage des Unternehmens war im Geschäftsjahr 2021 durch rückläufige Umsätze, vor allem aufgrund von Teilauslistungen sowie rigiden Preisverhandlungen im Handelsmarkenbereich und des reduzierten Pandemienachfrageeffekts geprägt. Ferner belasteten im zweiten Halbjahr stark steigende Kosten für Rohstoffe und Verpackungsmaterial das Ergebnis darüber hinaus.

Insofern haben neben dem überproportionalen Umsatzrückgang auch noch steigende Preise auf der Beschaffungsseite den relativen und absoluten Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr deutlich gedrückt. Daneben bewirkte die Pandemie, insbesondere im zweiten Halbjahr, dass kurzfristige quarantäne- und infektionsbedingte Arbeitsausfälle die Produktivität deutlich drückten und damit die Personalkostensätze deutlich über dem Vorjahr lagen. Vor dem Hintergrund der Pandemie lagen die Reinigungskosten, die zu einem gewissen Teil auch die tägliche, flächendeckende Desinfektion von verschiedenen Oberflächen im Verwaltungs- und Produktionsbereich betreffen, wie zum Beispiel auch Handläufe und Türgriffe, noch einmal deutlich über dem Vorjahr.

Die Abschreibungen lagen investitionsbedingt mit 4,0 Mio. € auf dem Vorjahresniveau.

Für das Geschäftsjahr 2021 liegt bei der Steinhaus Holding AG ein konsolidiertes Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von ca. 1,9 Mio. € vor.

Die Ergebniskennzahl EBITDA liegt auf dem Niveau von 5,9% (Vj. 11,3%).

3.2 Finanzlage des Konzerns

Die Finanzlage des Konzerns definiert sich über die wesentlichen Kennziffern, die im Folgenden aufgeführt sind:

Finanzkennziffern in 2021 in 2020
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 10.397 11.830
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -1.836 -2.217
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -3.905 -3.803
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 4.656 5.811
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 13.142 7.331
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 17.798 13.142

Die Investitionen der Steinhaus Holding AG beliefen sich im Jahre 2021 auf ca. 1,8 Mio. € und bedienten vor allem Erweiterungs- und Modernisierungsfunktionen. Die Investitionen wurden dabei aus dem Cash-Flow finanziert.

Der Netto-Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei ca. 4,6 Mio. € (Vj. 5,8 Mio. €).

Die Bankverbindlichkeiten wurden im Betrachtungszeitraum durch die planmäßigen Tilgungen in Höhe von 1,9 Mio. € auf insgesamt 11,0 Mio. € zum Ende 2021 reduziert.

Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelbestand um +4,6 Mio. €. Der Steinhaus-Gruppe stehen insgesamt Kontokorrentkreditlinien i.H.v. 2,1 Mio. € zur Verfügung, die während des Berichtsjahres ausnahmslos nicht in Anspruch genommen wurden.

3.3 Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um -3,6 Mio. € auf 65,5 Mio. € vermindert.

Im Bereich der Aktiva resultierte der Rückgang vor allem aus der stichtagsbedingten Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-6,7 Mio €) sowie dem abschreibungsbedingten Rückgang des Anlagevermögens um -2,2 Mio €. Gegenläufig entwickelten sich die Vorräte um +0,3 Mio € sowie der Anstieg der liquiden Mittel um 4,6 Mio. € auf 17,8 Mio. €.

Die Veränderung der Passivseite basiert maßgeblich auf drei Einflussgrößen. Aufgrund des positiven Ergebnisses stieg das Eigenkapital um 0,5 Mio. € auf 26,9 Mio. €. Die aktuelle Zinsentwicklung bewirkt einen Anstieg der Pensionsrückstellung um 1,1 Mio. € auf 14,3 Mio. €. Bilanzsummenmindernd wirkte sich der tilgungsbedingte Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,9 Mio. € auf 11,0 Mio. € aus.

Die Vermögenslage von Steinhaus stellt sich insgesamt weiterhin als solide dar. Die nachfolgende Kennzahlenübersicht verdeutlicht dieses.

Kennzahlen in 2021 in 2020
Eigenkapitalquote 41,1% 38,2%
Fremdkapitalquote 58,9% 61,8%
Liquidität 2. Grades 216,8% 182,0%
Working Capital 2,5 2,0
Cash Flow Ratio -1,35 0,27

Die Eigenkapitalquote ist wesentlich durch die Erhöhung des Eigenkapitals um +2,9 %-Punkte auf jetzt 41,1 % (Vorjahr: 38,2 %) gestiegen.

3.4 Gesamteinschätzung des Vorstands

Insgesamt beurteilt der Vorstand den Verlauf des Geschäftsjahres 2021 als nicht zufriedenstellend. Die im Vorjahr getroffenen, realistisch erscheinenden Prognosen wurden in wesentlichen Punkten verfehlt.

III. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1. Entwicklungsausblick des Konzerns

Gravierende Kostensteigerungen für Lebensmittelrohstoffe, Verpackung und Energie haben das Unternehmen bereits im Laufe des Jahres 2021 tangiert. Diese Kostensteigerungen setzen sich auf breiter Front auch im Jahre 2022 fort und werden voraussichtlich aufgrund zukünftig verstärkt auftretender Wetterphänomene und der grundsätzlichen inflatorischen Tendenz auch in den nächsten Jahren ein maßgeblicher Einflussfaktor auf die Ertragslage des Unternehmens sein. Vor diesem Hintergrund wird es in den nächsten Jahren immer wieder erforderlich sein, Preissteigerungen gegenüber dem Handel durchzusetzen.

Vor allem die weitere Preisentwicklung von Hartweizengrieß, Molkereiprodukten sowie von Rind- und Schweinefleisch auf der einen Seite, aber auch die perspektivisch anhaltende Kostenzunahme im Energiesektor und Verpackungsbereich haben einen direkten, aber im Umfang unabsehbaren Einfluss auf die Ertragsentwicklung des Unternehmens.

Jenseits dieser momentan maßgeblichen Einflussfaktoren sieht sich das Familienunternehmen Steinhaus mit seiner Sortiments- und Produktentwicklungspolitik, der personellen Aufstellung sowie der strategischen Ausrichtung weiterhin sehr gut positioniert. Auch zukünftig will das Unternehmen, insbesondere aufgrund seiner Nähe zu den Verbraucherwünschen, ein maßgeblicher Ideengeber und damit Wertschöpfungstreiber für die Handelskunden sein. Die Produkte werden auch zukünftig durchweg im gehobenen bis hohen Qualitätssegment angesiedelt sein und sowohl auf fleischhaltiger als auch vegetarischer und veganer Basis hergestellt sein.

Darüber hinaus wird nach der, in absehbarer Zeit hoffentlich endlich, "überstandenen" Pandemie eine weitere Forcierung des europäischen Geschäftes angestrebt.

Unternehmensausblick für 2022

Die Preiserhöhungsforderungen gegenüber dem Handel konnten zwar weitestgehend durchgesetzt werden, dieses allerdings oftmals erst mit einer deutlichen zeitlichen Verzögerung. Diese Kostendeckungslücke wird im Laufe des Jahres 2022 nicht aufgeholt werden können. Vielmehr kommt die Frage auf, ob die umgesetzten Preiserhöhungen auch zur Deckung der inflationären Entwicklungen der Kostenpositionen ausreichen werden, insbesondere vor dem Hintergrund des erfolgten Überfalls von Russland auf die Ukraine.

Für das Geschäftsjahr 2022 plant der Vorstand mit einem Nettoumsatz von ca. 137 Mio. €, was einem Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich gleichkommt. Der Vorstand geht davon aus, wie zuvor bereits dargelegt, dass die Rohertragsmarge aufgrund des Preisdrucks, weiter zurückgehen wird. Insgesamt wird von einem EBITDA für das Jahr 2022 ausgegangen, welcher in etwa auf dem gleichen Niveau wie das aktuelle Jahr liegen wird.

Im Geschäftsjahr 2022 wird vor allem in die Erneuerung des Anlagen- und Maschinenparks in beiden Segmenten investiert. Darüber hinaus werden Reparaturen in verschiedenen Gebäudeabschnitten erforderlich und diverse Ersatzinvestitionen kleineren Umfangs getätigt werden. Die Investitionssumme wird deutlich über dem Vorjahr liegen.

Auf die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wirken wesentliche Chancen und Risiken ein. Steinhaus verdeutlicht deren unterschiedliche Bedeutung im Rahmen des Chancen- und Risikomanagementsystems, indem die Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen der Chancen und Risiken auf die voraussichtliche Entwicklung des Geschäftsverlaufes und die Lage der Gesellschaft dargestellt wird.

2. Risikobericht

Das maßgebliche Risiko für das Familienunternehmen Steinhaus geht im Jahre 2022 von den, in ihrem Umfang unabsehbaren, flächendeckenden Preissteigerungen der Bezugsgüter aus sowie damit einhergehend auch eine latente Gefahr von Lieferengpässen.

Die maßgeblich erntebedingte Situation hat sich mit dem stattfindenden Ukraine-Krieg noch einmal drastisch verschärft und erweitert.

Mit einer weiter steigenden Weltbevölkerung wird es grundsätzlich ohnehin zu einer stetig steigenden Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen kommen. Dabei trifft der Nachfragezuwachs zumeist auf ein unterproportional steigendes Angebot. Darüber hinaus führen die Erderwärmung und die damit einhergehenden Wetterphänomene verstärkt zu dem Risiko von Missernten, aus denen wiederum überproportionale Preissteigerungen resultieren. Die hieraus erwachsende Notwendigkeit von Preiserhöhungen kann, wie zuvor bereits aufgeführt, zumeist nur mit deutlicher zeitlicher Verzögerung und unvollständig an die Kunden weitergegeben werden.

Der strategische Einkauf sieht sich momentan mit enormen Herausforderungen konfrontiert, zum einen wettbewerbsfähige Preise zu verhandeln und auf der anderen Seite auch die Warenversorgung sicherzustellen. Eine solch toxische Gemengelage, welche mehrfach zu sehr kurzfristigen Verwerfungen auf der Beschaffungsseite geführt hat, ist dem Vorstand in seiner aktiven Zeit bisher noch nicht untergekommen.

Daneben ist der Vertrieb gehalten, für die Handelskunden wettbewerbsfähige, aber gleichzeitig auch perspektivisch kostenadäquate Preise zu unterbreiten.

Nachdem die Steinhaus Holding AG die aufkommenden Turbulenzen am Beschaffungsmarkt im auslaufenden vierten Quartal 2021 sowie dem beginnenden ersten Quartal 2022 recht gut in den Griff bekommen hatte, sind die ertragsseitigen Implikationen des Krieges in der Ukraine derzeit schwer zu beurteilen. Tendenziell werden diese Auswirkungen aber einen negativen Einfluss auf die Ertragslage haben.

Das Familienunternehmen tritt den Risiken vor allem auf drei Ebenen entgegen.

Erstens durch ein kontinuierliches Monitoring der Börsen und der für die Kursentwicklungen relevanten Daten. Somit versucht Steinhaus bereits frühzeitig, Änderungen an den Rohstoffmärkten zu erkennen und diese Erkenntnisse im Einkaufsprozess zu adaptieren.

Zweitens soll über eine kontinuierlich hohe Rate von Produktneueinführungen eine konsequente Sortimentserneuerung und -verfeinerung erfolgen. Diese ständige Revolvierung des Sortimentes soll dem Margenverfall im Zuge des Produktlebenszyklus entgegenwirken. Dabei steht die Schaffung eines Mehrwertes für Konsument und Handel im Zentrum der Produktentwicklung.

Drittens ist beabsichtigt, durch die Erschließung neuer Kundengruppen im In- und Ausland die Risiken zu diversifizieren. Dies soll zum einen durch den Ausbau des Exportgeschäftes und zum anderen durch eine Ausweitung der Vertriebstätigkeit hin zu neuen Absatzmärkten erfolgen.

Ferner bleibt die Corona-Pandemie ein weiterer, schwer zu kalkulierender Risikofaktor. Obwohl mittlerweile 75,5% der deutschen Bevölkerung grundimmunisiert ist, bleibt die latente Gefahr einer weiteren "Escape-Mutation" des Virus bestehen. Obwohl Steinhaus über ein sehr effektives Pandemie-Konzept verfügt, welches seine Wirksamkeit auch schon mehrfach unter Beweis gestellt hat, so hat die Omikron-Variante dennoch veranschaulicht, dass auch Steinhaus-Mitarbeiter nicht gänzlich geschützt werden können.

Darüber hinaus steigen die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit laufend. In diesem Bereich wird kontinuierlich an der Verbesserung der Struktur, des Berichts- und Schulungswesens sowie der Analyse gearbeitet, um die Prozess- und Produktsicherheit noch umfänglicher zu garantieren.

Etwaigen Wechselkursrisiken gedenkt Steinhaus durch Euro-Fakturierung und Wechselkursabsicherungen entgegen zu treten.

Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken wurden Zinsswaps abgeschlossen. Bzgl. näherer Informationen verweisen wir an dieser Stelle auf den Konzernanhang.

Zur Abwehr anderer intrinsischer und extrinsischer Risiken hat Steinhaus im Jahr 2021 diverse Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt. So wurden die Versicherungsumfänge auf dem sehr hohen Niveau gehalten und zum Teil sogar weiter optimiert.

Nach der Überprüfung der gegenwärtigen Risikolage bestehen keine, den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken.

3. Chancenbericht

Das Familienunternehmen Steinhaus konnte im Jahr 2021, auch aufgrund der neueingeführten frischen Pasta-Produkte, seine volumenseitige Marktführerschaft im Frische-Pastabereich in Deutschland weiter festigen. Auch zukünftig will das Unternehmen mit neuen Produktkreationen sowie wertschöpfenden Segmentausweitungen als Impulsgeber in diesem Marktsegment weiterhin überproportional und vor allem auch ertragsreich wachsen. Im Zuge des Abklingens der Corona-Pandemie soll der Export noch einmal verstärkt in den Fokus der Aktivitäten gerückt werden. Darüber hinaus verzeichnet der Markt für conveniente Frischeprodukte weiterhin ein deutliches Wachstum.

Auch im Segment der Bratenprodukte verfolgt Steinhaus neue Produktkonzepte, um so zeitgemäße Kundenwünsche bedienen zu können. Hierfür wird neben dem direkten Austausch mit den Verbrauchern auch verstärkt auf der Grundlage von Marktforschungsergebnissen agiert.

Insgesamt sieht sich das Familienunternehmen Steinhaus mit den im Unternehmen vorhandenen strategischen Ansätzen für die zukünftigen kundenspezifischen, technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gut aufgestellt.

 

Remscheid, im März 2022

gez. der Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

der Steinhaus Holding AG, Remscheid

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.133 88.585
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.631.900 13.074.690
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.598.180 13.524.045
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.610.803 4.549.750
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 302.400 157.468
29.143.283 31.305.953
29.180.416 31.394.538
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.845.705 1.606.524
2. Unfertige Erzeugnisse 1.085.378 983.379
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.273.356 1.351.982
4.204.439 3.941.885
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.749.966 19.503.716
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.538.267 1.098.574
-- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0 (Vorjahr: EUR 0) 14.288.233 20.602.290
III. WERTPAPIERE
Sonstige Wertpapiere 0 15.169
IV. KASSENBESTAND. GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 17.798.098 13.142.031
36.290.770 37.701.375
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Sonstige Rechnungsabgrenzung 70.053 53.127
65.541.239 69.149.040

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. GEZEICHNETES KAPITAL 5.000.000 5.000.000
II. KAPITALRÜCKLAGE 90.079 90.079
III. GEWINNRÜCKLAGEN
1. Gesetzliche Rücklage 500.000 500.000
2. Andere Gewinnrücklagen 530 530
500.530 500.530
IV. UNTERSCHIEDSBETRAG AUS KAPITALKONSOLIDIERUNG 639.894 639.894
V. BILANZGEWINN 20.712.555 20.200.658
26.943.058 26.431.161
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 14.251.023 13.150.388
2. Steuerrückstellungen 120.010 1.622.497
3. Sonstige Rückstellungen 3.719.268 4.409.905
18.090.301 19.182.790
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.013.300 12.935.180
-- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.465.074 (Vorjahr: EUR 1.921.879)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.188.665 7.589.026
-- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 7.188.665 (Vorjahr: EUR 7.589.026)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.305.915 3.010.883
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.305.915 (Vorjahr: EUR 3.010.883) 20.507.880 23.535.089
-- davon aus Steuern: EUR 521.830 (Vorjahr: EUR 552.193)
-- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 15.296 (Vorjahr: EUR 15.319)
65.541.239 69.149.040

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 127.904.673 136.159.350
2. Erhöhung / Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 23.373 -46.755
3. Sonstige betriebliche Erträge 942.622 816.806
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -62.938.535 -64.479.807
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -24.568.058 -24.624.240
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.110.165 -4.842.043
- davon für Altersvorsorge: EUR 267.748 (Vorjahr: EUR 248.148) -29.678.223 -29.466.283
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.051.772 -4.137.720
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.653.271 -27.621.120
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.533.799 -1.477.157
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -978.571 -3.519.125
10. Ergebnis nach Steuern 1.036.597 6.228.189
11. Sonstige Steuern -74.700 -110.494
12. Konzernjahresüberschuss 961.897 6.117.696
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 20.200.658 14.532.962
14. Ausschüttungen -450.000 -450.000
15. Bilanzgewinn 20.712.555 20.200.658

Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1 Die zur Erläuterung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben wurden im Wesentlichen in den Anhang übernommen.

2 Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

3 Im Sinne des § 265 Abs. 4 S.2 HGB, hat der Konzern mehrere Geschäftszweige. Die Umsatzerlöse gliedern sich in Umsatzerlöse aus den Segmenten Fleischwaren (27,8%) und Feinkost (72,2%).

4 Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften haben nach den für das Mutterunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert und bewertet.

B. Angaben zum Konsolidierungskreis

5 Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB Mutterunternehmen für folgende Gesellschaften, die alle im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Name und Sitz Prozentsatz der Beteiligung
Steinhaus GmbH, Remscheid 100,00
ff-FRISCH-FOOD-HANDEL GmbH, Remscheid 100,00
Bon Royal GmbH, Remscheid 100,00

6 Sämtliche einbezogene Tochtergesellschaften haben von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

C. Konsolidierungsgrundsätze

7 Das Eigenkapital wurde mit den Beteiligungsbuchwerten gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB (alt) nach der Buchwertmethode verrechnet. Für die Verrechnung wurden die Wertverhältnisse im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung zugrunde gelegt. Bei der ebenfalls mitkonsolidierten Bon Royal GmbH wurden die Wertverhältnisse zum Zeitpunkt des Erwerbs zugrunde gelegt.

8 Passivische Unterschiedsbeträge werden wegen ihres Rücklagecharakters innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

9 Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert.

10 Umsätze, Erträge und Aufwendungen aus Lieferungen und Leistungen zwischen den Konzerngesellschaften wurden verrechnet.

11 Zwischenergebnisse waren nicht zu eliminieren.

D. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

12 Auf die Vermögensgegenstände und Schulden werden unverändert die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Vorjahres angewandt.

13 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung wird über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear vorgenommen. Dabei wird für Computerhardware und Software gemäß BMF-Schreiben vom 26.02.2021 eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem Jahr zugrunde gelegt.

14 Entsprechend den steuerlichen Regelungen werden Anlagegegenstände mit einem Einzelwert unter € 250,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, und Anlagegegenstände mit einem Einzelwert von mehr als € 250,00 und bis € 1.000,00 in einem Sammelposten zusammengefasst und pauschal über 5 Jahre abgeschrieben.

15 In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tages-/ Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit den auch nach handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtigen Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei der Bewertung der Vorräte werden Abschläge für eingeschränkte Verwertbarkeit, sowie nicht kostendeckende Verkaufspreise berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten i.S.d. § 255 Abs. 3 HGB einbezogen worden.

16 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel werden grundsätzlich zum Nennwert ausgewiesen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden pauschale Wertberichtigungen für Ausfallrisiken, Zahlungsabzüge und Zinsentgang abgezogen; zweifelhafte Forderungen werden einzeln wertberichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

17 Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Zur bilanziellen Abbildung wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Die Gesellschaften Steinhaus Holding AG, Steinhaus GmbH und die ff-Frisch-Food-Handel GmbH haben mit der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale Frankfurt (Helaba) einen Vertrag über Finanztermingeschäfte abgeschlossen.

Art der gesicherten Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente

Beim Grundgeschäft handelt es sich um variabel verzinsliche Darlehen. Die Designationszeitpunkte waren der der 22.12.2011 und der 17.10.2013.

Art der Absicherungskategorie

Die Swaps wurden in gleicher Höhe, mit gleicher Laufzeit, sowie mit gleichen Zinsfälligkeiten wie bei den zugrundeliegenden Darlehensverträgen vereinbart (Mikrosicherungsbeziehung). Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.

Abgesicherte Kategorie

Es handelt sich um Zinsswaps.

Gesamtvolumen der durch die Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken

Insgesamt wurden Darlehen in Höhe von 1.174.588,00 € abgesichert.

Umfang und Zeitraum der Risikoabsicherung

Swaps:

Referenz-Nr. 2893964 / 2894373 3958370
Betrag in € 904.588,00 270.000,00
Laufzeit 03.01.2011 - 30.03.2027 01.12.2013 - 30.06.2023
Festsatz 2,98% p.a. 2,00% p.a.

Die Gesellschaften verpflichten sich zur Zahlung der Festbeträge in Höhe der festgelegten Sätze. Im Gegenzug erstattet die Helaba den Basiszinssatz auf Basis des 3 Monats EUR-EURIBOR-Reuters.

Darlehen:

Konto-Nr. 6200016357 (Abl. 6100028130) 6200054473
Betrag in € 904.588,00 270.000,00
Laufzeit 31.03.2027 30.09.2023
Tilgung in € 54.824,00 in halbjährlichen Teilbeträgen 13.500,00 in halbjährlichen Teilbeträgen

Der Zinssatz ist variabel und errechnet sich auf der Grundlage des 3 Monats-Euribors plus 1 % bzw. 0,92%-Punkt.

Durch die Zahlerswaps, werden die zugrundeliegenden variabel verzinslichen Darlehen in geeigneter Weise, mit einem fixen durchschnittlichen Zinssatz von 2,9% - 4,35% abgesichert.

Die beizuliegenden Zeitwerte der Zinsswaps betragen T€ - 30,4. Da es sich bei den zugrunde liegenden Geschäften um geschlossene Positionen handelt, ergab sich kein Rückstellungsbedarf.

18 Die bestehenden Pensionsverpflichtungen werden mit den Beträgen bilanziert, mit dem die Schuld zu erfüllen ist (Erfüllungsbetrag). Für die handelsrechtliche Bewertung der Pensionsrückstellung (§ 253 Abs. 1 HGB) wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck als Rechnungsgrundlagen verwendet.

Bei der Bewertung wurde ein Diskontierungszinssatz von 1,87 % p.a. (Vorjahr: 2,30 % p.a.) als Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB laut Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) für Restlaufzeiten von 15 Jahren für Dezember 2021 (10-Jahres-Durchschnitt) zu Grunde gelegt. Der sich hieraus ergebende Zinsaufwand wird im Zinsaufwand erfasst. Ebenso wird unverändert zum Vorjahr eine Regelgehaltserhöhung von 1,5 % p. a. und ein Rententrend von 1,5 % p. a. bei dieser Berechnungsweise berücksichtigt. Als versicherungsmathematische Methode wurde die Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) i.S.d. IAS 19 verwendet.

Seit dem Geschäftsjahr 2016 wurde die Bewertung auf Basis des 10-Jahres- Durchschnitt angesetzt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB beläuft sich zum 31. Dezember 2021 TEUR 1.413.

19 Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzerstellung bekanntgewordenen Risiken bezüglich des abgelaufenen Geschäftsjahres. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

20 Die Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

21 Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs oder zum höheren bzw. niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz

I. Anlagevermögen

22 Die Entwicklung des Anlagevermögens wird einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahrs in einem gesonderten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

II. Eigenkapital

23 Das Grundkapital beträgt € 5.000.000. Es ist eingeteilt in 469.661 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert, sowie 469.657 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien ohne Nennwert.

24 Der Bilanzgewinn entspricht dem der Muttergesellschaft. Die gesetzliche Rücklage beträgt gemäß § 150 AktG (2) 10% des gezeichneten Kapitals.

III. Rückstellungen

25 Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Aufwendungen für Boni und Konditionen sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

IV. Verbindlichkeitenspiegel

26 Die Verbindlichkeiten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

(Vorjahreszahlen in Klammern)

Restlaufzeiten
Summe € weniger als 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren Mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.013.300 1.465.074 5.023.615 4.524.611
(12.935.180) (1.921.879) (6.488.809) (4.524.491)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.188.665 7.188.665 0 0
(7.589.026) (7.589.026) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.305.915 2.305.915 0 0
(3.010.883) (3.010.883) (0) (0)
20.507.880 10.959.654 5.023.615 4.524.611
(23.535.089) (12.521.788) (6.488.809) (4.524.491)

27 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Grundschulden besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

V. Latente Steuern

28 Aus den unterschiedlichen Bewertungsansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bezüglich der Pensionsrückstellungen Handelsrecht: EUR 14.251.023 (Vorjahr: EUR 13.150.388); Steuerrecht: EUR 6.860.216 (Vorjahr: EUR 6.757.201), des Anlagevermögens Handelsrecht: EUR 29.178.689; (Vorjahr: 31.386.844); Steuerrecht: EUR 29.283.719 (Vorjahr: 31.495.437), sowie bei den Drohverlustrückstellungen Handelsrecht: EUR 164.215 (Vorjahr: EUR 210.127), Steuerecht EUR 0 (Vorjahr: EUR 0), ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von EUR 2.234.998 (Vorjahr: EUR 1.948.416) (bei einem Steuersatz von 30 %), die aufgrund der Ausnutzung des Aktivierungswahlrechtes gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert werden.

VI. Haftungsverhältnisse

29 Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

30 Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte des Mutterunternehmens, sowie der Tochterunternehmen mit wesentlichen Risiken und Vorteilen bestanden nicht i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

VII. Finanzielle Verpflichtungen

31 Zum Bilanzstichtag bestehen in Höhe von T€ 23.096 (Vorjahr: T€ 13.544) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen die Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

T€
Mietverträge 134
Leasingverträge 941
Bestell-/Investitionsobligo 21.978
Wartungsverträge 43
23.096

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur, zur Schonung der Liquidität und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote wurden von der Gesellschaft Leasingverträge abgeschlossen. Risiken bestehen aufgrund der längerfristigen Vertragsbindung durch die Leasingverträge. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2022 und 2026.

F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

32 Die Umsatzerlöse gliedern sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt auf:

Fleischwaren-Erzeugnisse Feinkost-Erzeugnisse
27,8 % 72,2 %
Vorjahr: 28,8 % 71,2 %

Von den Gesamtumsatzerlösen entfallen 84,5 % (Vorjahr: 86,1 %), auf das Inland und 15,5 % (Vorjahr: 13,9 %) auf das europäische Ausland.

33 Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 192, sowie Erlöse aus Schadenersatzforderungen T€ 164.

34 Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB gab es im Geschäftsjahr 2021 nicht.

35 Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten T€ 1.318 aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen.

36 Steuern vom Einkommen und Ertrag - Überleitungsrechnung

2020 2021
TEUR TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.637 1.941
Steuersatz 32,98 % 32,98 %
Erwarteter Steueraufwand 3.178 640
Steueranteil für Verluste, für die Keine latenten Steuern erfasst wurden 377 338
Periodenfremde tatsächliche Steuern -36 0
Ausgewiesener Ertragssteueraufwand 3.519 978
Effektiver Konzernsteuersatz 36,5 % 50,4 %

G. Sonstige Angaben

I. Geschäfte mit nahestehenden Personen

37 Im Geschäftsjahr sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Personen zustande gekommen nach § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB.

II. Veröffentlichung

38 Der Jahresabschluss des Mutterunternehmens Steinhaus Holding AG, Remscheid, zum 31.Dezember 2021 wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Das Ergebnis 2021 des Mutterunternehmens, der Steinhaus Holding AG, wird mit dem bestehenden Bilanzgewinn verrechnet.

III. Abschlussprüfer

39 Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 19 HGB gliedern sich die Aufwendungen für Prüfungs- und Beratungsleistungen wie folgt:

Aufschlüsselung der Leistungen: In TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 29
Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 23
Sonstige Leistungen 0
Gesamtsumme: 52

IV. Mitarbeiter

40 Im Jahresdurchschnitt waren 604 (Vorjahr: 611) Mitarbeiter beschäftigt (davon 96 kaufm. (Vorjahr: 96) und 508 gewerbliche (Vorjahr: 485).

V. Gesellschaftsorgane

41 Dem Aufsichtsrat gehören zum 31.12.2021 an:

 

Dr. Matthias Händle, Bonn, Vorsitzender

 

Dr. Werner Wolf, Brüggen

 

Heinrich Gropper, Donauwörth

42 Bzgl. der Gesamtbezüge des Aufsichtsrates macht die Gesellschaft von der Befreiungsmöglichkeit des § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

43 Mitglieder des Vorstands sind:

 

Götz Nafe, Kaufmann

 

Anja Steinhaus-Nafe, Kauffrau

44 Bzgl. der Gesamtbezüge des Vorstands macht die Gesellschaft von der Befreiungsmöglichkeit des § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

VI. Nachtragsbericht

45 Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind, bestanden nicht nach § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB.

 

Remscheid, den 11. März 2022

Götz Nafe

Anja Steinhaus-Nafe

Handelsbilanz

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Kumulierte Anschaffungs- und Herstellkosten
Beginn GJ 01.01.2021 Zugänge 2021 Abgänge 2021 Umbuchungen 2021 Ende GJ 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.775.363 6.709 0 0 1.782.072
2. Firmenwert 10.036 0 0 0 10.036
Summe immat. Vermögensgegenständ 1.785.399 6.709 0 0 1.792.108
II. Sachanlagen
1. Gundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremdem Grund u. Boden 27.295.440 296.930 0 39.457 27.631.827
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.128.160 317.698 24.948 245.552 39.666.462
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 17.612.825 591.377 39.005 205.333 18.370.530
4. Anzahlungen auf Anlagen und Anlagen im Bau 157.468 641.242 5.968 -490.342 302.400
Summe Sachanlagen 84.193.892 1.847.247 69.920 0 85.971.219
Summe Anlagevermögen 85.979.291 1.853.956 69.920 0 87.763.327
Abschreibungen
Beginn GJ 01.01.2021 Zugänge 2021 Abgänge 2021 Ende GJ 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.686.778 58.161 0 1.744.939
2. Firmenwert 10.036 0 0 10.036
Summe immat. Vermögensgegenständ 1.696.814 58.161 0 1.754.975
II. Sachanlagen
1. Gundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremdem Grund u. Boden 14.220.750 779.177 0 14.999.927
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.604.115 2.479.642 15.474 28.068.283
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 13.063.074 734.793 38.141 13.759.727
4. Anzahlungen auf Anlagen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 52.887.940 3.993.611 53.615 56.827.937
Summe Anlagevermögen 54.584.754 4.051.772 53.615 58.582.912
Restbuchwert Restbuchwert
Ende GJ 31.12.2021 Ende GJ 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.133 88.585
2. Firmenwert 0 0
Summe immat. Vermögensgegenständ 37.133 88.585
II. Sachanlagen
1. Gundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremdem Grund u. Boden 12.631.900 13.074.690
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.598.180 13.524.045
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 4.610.803 4.549.750
4. Anzahlungen auf Anlagen und Anlagen im Bau 302.400 157.468
Summe Sachanlagen 29.143.283 31.305.952
Summe Anlagevermögen 29.180.416 31.394.537

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
TEUR TEUR
1. Periodenergebnis 962 6.118
2. + Abschreibungen auf Sachanlagen und Wertpapiere 4.052 4.138
3. +/- Zu-/Abnahme lfr. Rückstellungen 1.101 937
4. +/- Zu-/Abnahme kfr. Rückstellungen -691 -1.045
5. -/+ Zu-/Abnahme Umlaufvermögen / Aktiver Rechnungsabgrezungsposten 6.532 -1.213
6. +/- Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten -1.105 500
7. -/+ Buchgewinn/-verlust Anlagenabgänge -2 17
8. +/- Zinsaufwendungen/-ertrag 1.534 1.477
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 979 3.519
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -2.964 -2.618
11. Cash-Flow lfd. Geschäftstätigkeit 10.398 11.830
12. + Einzahlungen Anlagenabgänge 18 37
13. - Auszahlungen Investitionen AV -1.854 -2.254
14. Cash-Flow Investitionstätigkeit -1.836 -2.217
15. - Auszahlung Tilgung Darlehen -1.922 -1.876
16. + Einzahlungen Darlehen 0 0
17. - gezahlte Zinsen -1.534 -1.477
18. - Gewinnausschüttung -450 -450
19. Cash-Flow Finanzierungstätigkeit -3.906 -3.803
20. Zahlungswirksame Änderung Finanzmittelfonds (Summe Zeilen 11, 14, 19) 4.656 5.810
21. Finanzmittelfonds Anfang der Periode 13.142 7.332
22. Finanzmittelfonds Ende der Periode 17.798 13.142

Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Stammaktien Vorzugsaktien Summe
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2020 2.500.010 2.499.990 5.000.000
Ausschüttung
Konzern-Jahresüberschuss
übrige Veränderungen
Stand am 31.12.2020 2.500.010 2.499.990 5.000.000
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 2.500.010 2.499.990 5.000.000
Ausschüttung
Konzern-Jahresüberschuss
übrige Veränderungen
Stand am 31.12.2021 2.500.010 2.499.990 5.000.000
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklagen
Kapitalrücklage gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2020 90.079 500.000 530 500.530
Ausschüttung
Konzern-Jahresüberschuss
übrige Veränderungen 0
Stand am 31.12.2020 90.079 500.000 530 500.530
EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 90.079 500.000 530 500.530
Ausschüttung
Konzern-Jahresüberschuss
übrige Veränderungen 0
Stand am 31.12.2021 90.079 500.000 530 500.530
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Bilanzgewinn Unterschiedsbetrag Kapitalkonsolidierung Summe
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2020 14.532.962 639.894 20.763.465
Ausschüttung -450.000 -450.000
Konzern-Jahresüberschuss 6.117.696 6.117.696
übrige Veränderungen 0 0
Stand am 31.12.2020 20.200.658 639.894 26.431.161
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 20.200.658 639.894 26.431.161
Ausschüttung -450.000 -450.000
Konzern-Jahresüberschuss 961.897 961.897
übrige Veränderungen 0 0
Stand am 31.12.2021 20.712.555 639.894 26.943.058
Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende anteile auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne oder Verluste Summe
EUR EUR
Stand am 01.01.2020 0 20.763.465
Ausschüttung 0 -450.000
Konzern-Jahresüberschuss 0 6.117.696
übrige Veränderungen 0 0
Stand am 31.12.2020 0 26.431.161
EUR EUR
Stand am 01.01.2021 0 26.431.161
Ausschüttung 0 -450.000
Konzern-Jahresüberschuss 0 961.897
übrige Veränderungen 0 0
Stand am 31.12.2021 0 26.943.058

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Steinhaus Holding AG, Remscheid, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Steinhaus Holding AG, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 11. März 2022

DR. WASSERMANN AUDIT GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Dipl.-Kfm. Ludwig Bettag, Wirtschaftsprüfer

Dr. Boris Heller, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Das Geschäftsjahr 2021 war für die Steinhaus Holding AG ein nur unterdurchschnittlich erfolgreiches Jahr. Zwar trafen Neuprodukte und Vermarktungsansätze auf einen positiven Widerhall bei Kunden und Endverbrauchern, doch die belastende Entwicklung auf den Rohstoffmärkten sowie die personellen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie ließen ein besseres Ergebnis für das Geschäftsjahr nicht zu. Die Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2021 wurden damit nicht erreicht.

Beratung und Überwachung

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach den gesetzlichen Anforderungen der Satzung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates und dem deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen. Er hat sich regelmäßig und ausführlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik, wesentliche Fragen der Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie den Gang der Geschäfte, insbesondere der Rentabilität, in schriftlicher und mündlicher Form berichten lassen.

In alle zustimmungspflichtigen Geschäfte sowie jene von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat mit einbezogen. Mithilfe monatlich kommunizierter Kennzahlen und kurzfristiger Informationen sowie Quartalszahlen waren die Aufsichtsratsmitglieder laufend in das Geschäftsgeschehen eingebunden. Weiterführend erfolgte in diversen Telefonaten ein ergänzender Informationsaustausch.

Neben den grundsätzlichen Erkundigungen des Aufsichtsrates zur Risikobewertung des Unternehmens wurde in den Zeiten der Corona-Pandemie ausführlicher über die vom Vorstand diesbezüglich eingeleiteten Planungen, Analysen und Maßnahmen diskutiert.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2021 in drei Sitzungen zur operativen Lage sowie der strategischen Entwicklung des Unternehmens.

Gegenstand der Sitzungen waren die strategischen Herausforderungen der einzelnen Unternehmenssparten sowie deren strategische Ausrichtungen. Ferner wurde in diesem Zusammenhang auch immer wieder über die Exportausrichtungen beraten. Darüber hinaus nahm der Umgang mit und die proaktive Abwehr von möglichen pandemischen Implikationen einen umfänglichen Diskussionsumfang ein.

In der Dezembersitzung wurde die Budgetplanung vom Vorstand präsentiert und vom Aufsichtsrat verabschiedet. In diesem Zusammenhang wurden auch die sich abzeichnende Verschärfung der Beschaffungssituation eruiert und mögliche Maßnahmen diskutiert.

Daneben wurden die möglichen Vorgehensweisen zu Rechtsstreitigkeiten und technischen Produktionsausstattungen erörtert.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses

Der noch nicht testierte Jahres- und Konzernabschluss wurde Zusammen mit dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung im April 2022 an die Mitglieder des Aufsichtsrates übermittelt. Der aufgestellte Jahres- und Konzernabschluss 2021 sowie der Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns wurden von den Abschlussprüfern der Dr. Wassermann Audit GmbH geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Abschlussunterlagen und Prüfberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern zugesandt.

Nach dem abschließenden Ergebnis hat auch der Aufsichtsrat keine Einwände erhoben und auf der Sitzung am 11. Mai 2022 den Jahresabschluss 2021 festgestellt sowie den Konzernabschlusses 2021 gebilligt.

Unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses, der Liquidität sowie Finanzplanung schließt sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag der Gewinnverwendung des Vorstandes an.

Corporate Governance

Die Gremien der Steinhaus Holding AG stehen für eine verantwortungsbewusste, auf langfristigen Erfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Steinhaus Holding AG legen größten Wert auf eine gute und ethische Unternehmensführung und orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Personalien

Am 15. März 2022 verstarb der langjährige Vorstandsvorsitzende und Hauptaktionär der Steinhaus Holding AG, Herr Karl-Ullrich Steinhaus. Da seine Aktienanteile im Vorwege bereits im Rahmen einer Schenkung mit Nießbrauch belastet übertragen worden waren, hat sich nach seinem Ableben keine maßgebliche Veränderung in der Besitzstruktur ergeben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und die geleistete Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Remscheid, Mai 2022

Für den Aufsichtsrat

Dr. Matthias Händle, Vorsitzender

Nachrichten & Medien

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