Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRB 6597
Vorher
VIAS DN2011 GmbHVIAS Odenwaldbahn GmbH
Eingetragen
27.10.2010
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenBetrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugeErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen, insbesondere im Rahmen von Dienst- oder Werkverträgen, im Bereich der Logistik des öffentlichen Schienenverkehrs.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Marcel Hermanns
seit 10.11.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VIAS Rail GmbH

Düren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der VIAS Rail GmbH, Düren

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die VIAS Rail GmbH ist eine nichtbundeseigene Eisenbahngesellschaft mit Sitz in Düren.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen, insbesondere im Rahmen von Dienst- oder Werkverträgen, im Bereich der Logistik des öffentlichen Schienenverkehrs.

Grundlage der Gesellschaft sind die Verkehrsverträge über die Erbringung von Leistungen im Schienenpersonennahverkehr auf dem Teilnetz Odenwald des Aufgabenträgers Rhein-Main-Verkehrsverbund sowie Leistungen auf dem Teilnetz Erft-Schwalm (Linien RB 34 Mönchengladbach-Dalheim und RB 39 Bedburg-Düsseldorf) der Aufgabenträger Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR) und Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR). Die Gesellschaft unterhält eine Werkstatt und Lagerhalle an der Betriebsstätte in Michelstadt für die Instandhaltung der Fahrzeuge des Typs ITINO und LINT für das Teilnetz Odenwald. Die Fahrzeuge für das Teilnetz Erft-Schwalm werden in der Werkstatt der Schwestergesellschaft Rurtalbahn GmbH instandgehalten.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Grundlage der Schätzung ist die Mittelfristprognose Winter 2021/2022, die für den Güter- und Personenverkehr von der INTRAPLAN Consult GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) erstellt wurde. Sie erstreckt sich auf die Jahre 2022 bis 2025 und gibt auch einen Überblick über die voraussichtliche Entwicklung im Jahr 2021. Hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, eine der zentralen Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Güter-, aber auch des Personenverkehrs, bildet die Herbstprojektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vom 26. Januar 2022 die Grundlage. Die Mittelfristprognose Winter 2021/ 2022 wurde zuletzt im Mai 2022 aktualisiert und stellt laut Aussage des BMDV die aktuellste Version dar.

Für die wichtigsten Kenngrößen des Wirtschafts- und Verkehrsgeschehens ist, aufgrund der gesamt- und branchenwirtschaftlichen sowie geopolitischen Lage, eine hohe Volatilität in der Entwicklung der letzten Jahre festzustellen. Auch im Prognosezeitraum ist weiterhin mit Unsicherheiten in den Bereichen Rohölnotierungen, Wechselkurse, geopolitischer Spannungen und zunehmender Verknappungen am Arbeitsmarkt zu rechnen.

Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine, in deren Folge die ersten Sanktionspakete umgesetzt wurden, sind die Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands weder absehbar noch prognostizierbar. Zu den Folgen für den Rohölpreis, auf die Lieferkettenproblematik, die Importe von Energierohstoffen und andere Einflussfaktoren auf die Verkehrsentwicklung wurden im Rahmen der Mittelfristprognose Annahmen gesetzt, die zwangsläufig hohen Unsicherheiten unterliegen.

Das deutsche BIP ist im Jahr 2021, gemäß den derzeitigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts, um 2,9 % gewachsen und hat damit gut die Hälfe (60 %) des drastischen pandemiebedingten Einbruchs im Vorjahr wettgemacht. Gebremst wurde der Aufholprozess zum einem vom Wiederaufflammen der Pandemie und den damit verbundenen neuerlichen Eindämmungsmaßnahmen sowie zum anderen von den weltweiten Lieferengpässen und Logistikproblemen.

In den beiden Folgejahren wird sich die Dynamik laut BMWK auf 0,8 % p. a. abschwächen, sodass das BIP sich im gesamten mittelfristigen Vorausschätzungszeitraum auf 1,3 % beläuft.

Bereits vor der Ausbreitung der Pandemie waren die Abwärtsrisiken größer als die aufwärtsgerichteten, vor allem hinsichtlich des außenwirtschaftlichen Umfelds. Seitdem haben sich Erstere sicherlich erhöht, natürlich in Gestalt evtl. neuer Corona-Mutationen mit schweren Verläufen und einer Impfstoffresistenz, aber vor allem hinsichtlich der Folgen des Ukraine-Krieges auf die gesamt- und branchenwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Geschäftsfeld Personenverkehr

Die Entwicklung im Personenverkehr im Jahr 2021 war von den drastischen Rückgängen und Verlagerungen der Fahrgastzahlen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 geprägt. Sowohl der gesamtmodale Personenverkehr als auch alle Verkehrsarten standen erneut im Zeichen der Pandemie und der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung. Der Entwicklung der sozioökonomischen Rahmenbedingungen des Personenverkehrs für die Prognose der Verkehrsnachfrage kam im laufenden Jahr nur eine untergeordnete Bedeutung zu.

Im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr ist im Gesamtjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 1,9 % (Aufkommen) bzw. 7,4 % (Leistung) zu erwarten. In dieser Größenordnung kommen nicht nur die eigentlichen Lockdown-Maßnahmen, sondern auch die Substitutionsvorgänge zu anderen Verkehrsmitteln zum Ausdruck, die durch die Angst vor Infektionen bei Nutzung des SPNV ausgelöst wurden.

Im Fernverkehr war die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr positiv. Sowohl beim Verkehrsaufkommen (+7,3 %) als auch bei der Verkehrsleistung (+8,3 %) war gegenüber 2020 ein geringes Plus zu verzeichnen.

Für den gesamten Eisenbahnverkehr sind Aufkommen und Leistung um 2 % bzw. 1 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Im Jahr 2022 wird die Entwicklung im Eisenbahnverkehr von der weiteren Aufholbewegung der pandemiebedingten Verluste klar dominiert. Im Rahmen der Mittelfristprognose wird davon ausgegangen, dass sich die Nachfrage sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr in den ersten beiden Monaten noch im Ausmaß von Ende 2021 unter dem Vorkrisenniveau befindet, sich dann aber immer mehr erholt und am Jahresende nur noch knapp darunter liegt (SPNV) bzw. es sogar übertrifft (SPFV). Die Einführung des 9-Euro-Tickets hat zumindest eine temporäre Intensivierung der Nutzung von Bussen und Bahnen herbeigeführt. Abzuwarten bleibt, inwiefern die Intensivierung der Nutzung und die neugewonnenen Kunden auch in Zukunft (mit oder ohne Fortsetzung bzw. Alternative) dem öffentlichen Verkehr nachhaltig erhalten bleiben.

Im Jahr 2022 wird der Eisenbahnverkehr - auch hier bei Eintreffen der Grundvoraussetzungen dieser Prognose zur Pandemie - spürbar wachsen; quantifiziert wird dies mit einem Plus von rund 42 % (Fahrgastzahl) bzw. 53 % p. a. (Leistung) gegenüber 2021.

Jedoch wird der Homeoffice-Effekt den SPNV nach aller Voraussicht stärker als alle anderen Verkehrsarten bremsen, da der Anteil des Berufsverkehrs hier rund ein Drittel beträgt und das Zuhause-Arbeiten bei längerer Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz weit häufiger zum Tragen kommt.

Im darauffolgenden Zeitraum bis zum Jahre 2025 wird sich im SPNV sowohl die Fahrgastzahl um 2,6 % als auch die Leistung um 1,5 % gegenüber dem Vorkrisenniveau erhöhen.

Für den Fernverkehr wird sich die konjunkturelle Erholung, die Fahrpreissenkung durch die Weitergabe der Absenkung des Mehrwertsteuersatzes in 2020 sowie die Verbesserung und Ausweitung des Angebotes auf die Zeit nach der Überwindung der Pandemie positiv auswirken. Dem stehen dauerhaft dämpfende Effekte aus der Pandemie, in erster Linie durch den Ersatz von Geschäftsreisen durch Videocalls etc., entgegen. Hier hat sich während des Lockdowns vor allem die erheblich verbesserte Technologie und deren Diffusion in den Unternehmen spürbar ausgewirkt, wenngleich die weitaus meisten Geschäfts- und Dienstreisen, bei denen der persönliche Kundenkontakt erforderlich ist, nicht ersetzbar sein werden.

Somit verbleibt im Zeitraum von 2022 bis 2025 im SPFV ein solides Wachstum um 3,9 % (Fahrgastzahl) bzw. 4,9 % (Leistung).

Für den gesamten Eisenbahnverkehr errechnet sich daraus ein (gesamtes) Plus zwischen 2019 und 2025 in Höhe von 11 % (Aufkommen) bzw. 15 % (Leistung). Daraus errechnen sich knapp zweistellige jahresdurchschnittliche Wachstumsraten gegenüber 2022. Diese sind überwiegend auf die weiteren Aufholeffekte zurückzuführen, die für das Jahr 2023 zu erwarten sind.

Wie im Vorjahr werden auch weiterhin durch die Aufgabenträger vermehrt Verkehrsleistungen in wettbewerblichen Verfahren vergeben. Steigerungen im Bereich der Fahrgastzahlen können zum Ausgleich der Kostensteigerung, insbesondere im Energiesektor, durch den Aufgabenträger (Bruttovertrag) oder das Eisenbahnverkehrsunternehmen (Nettovertrag) genutzt werden.

Für die Jahre 2020 und 2021 ist laut Branchenprognosen von finanziellen Schäden in Höhe von bis zu sieben Milliarden Euro beim Öffentlichen Personen-Nahverkehr auszugehen. Der Bund hatte die Länder bereits im vergangenen Jahr mit einer einmaligen Erhöhung der Regionalisierungsmittel um 2,5 Milliarden Euro zusätzlich unterstützt.

Mit der Änderung des Regionalisierungsgesetzes unterstützt der Bund die Länder im Jahr 2021 erneut bei der Finanzierung des ÖPNV; dies erfolgt durch die weitere Erhöhung der Regionalisierungsmittel um eine Milliarde Euro. Die Länder haben so die Möglichkeit, den ÖPNV-Betrieb aufrechtzuerhalten.

Damit trägt der Bund mit insgesamt 3,5 Milliarden Euro die Hälfte der prognostizierten pandemiebedingten Schäden im Bereich des ÖPNV, insbesondere im Bereich der Kompensation von Erlösausfällen im Abo- und Ticketverkauf.

Die vom Bund bereitgestellten Regionalisierungsmittel betragen 2021 insgesamt 10,3 Milliarden Euro.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2021 war insbesondere durch den Betrieb des Teilnetzes Odenwald sowie den Betrieb des Teilnetzes Erft-Schwalm geprägt.

Im Juni 2020 wurde die VIAS Rail GmbH vom RMV damit beauftragt, die Voraussetzungen zur Beschaffung von fünf zusätzlichen Dieseltriebwagen für den Betrieb auf der Odenwaldbahn zur erneuten Erweiterung der Kapazität zu schaffen. Zu diesem Zweck hat die VIAS Rail GmbH mit der Alstom Transport GmbH einen Vertrag über die Herstellung der für den Betrieb auf der Odenwaldbahn zusätzlichen Schienenfahrzeuge abgeschlossen. Die Fahrzeuge wurden im März 2022 geliefert.

In der Betriebswerkstatt in Michelstadt wurden im Geschäftsjahr 2021 neben den korrektiven Instandhaltungsmaßnahmen schwerpunktmäßig die Generalüberholungen, Teilüberholungen und Motorüberholungen an den Fahrzeugen des Typs ITINO (Teilnetz Odenwald) durchgeführt. Die anstehenden Generalüberholungen an den ITINO-Fahrzeugen werden auch in den nächsten Jahren den Großteil der Werkstattkapazitäten in Anspruch nehmen.

Im Rahmen des Bauvorhabens einer Serviceeinrichtung in Neuss wurde im Vorjahr die Abstellanlage inklusive Umzäunung fertiggestellt. Wasch-, Tank- und Entsorgungsanlagen sind in Erstellung und werden voraussichtlich 2022 errichtet und betriebsbereit sein.

Im Rahmen einer Notvergabe haben in 2021 die Gremien der Aufgabenträger des nordrhein-westfälischen Schienenpersonennahverkehrs, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Nahverkehr Rheinland (NVR), über die Direktvergabe der bisher von der insolventen Abellio Rail GmbH betriebenen Linien entschieden. Die VIAS Rail GmbH hat dabei für zwei der fünf Teilnetze ein Angebot abgegeben.

Im Rahmen dieses Vergabeverfahrens wurde die VIAS Rail GmbH beauftragt, die beiden Netze `Der Müngstener` (S7) sowie das `Niederrheinnetz` (RE19 und RB 35) ab dem 01.02.2022 für knapp zwei Jahre bis Dezember 2023 zu betreiben. In 2022 werden die Verkehre langfristig mit regulären Ausschreibungen neu ausgeschrieben.

Der Müngstener ist der Name einer ehemaligen Regionalbahn - und heutigen S-Bahn-Linie S7 im Schienenpersonennahverkehr des Landes NRW, die zwischen Wuppertal, Remscheid und Solingen verkehrt. Zum Einsatz kommen 9 Dieseltriebwagen LINT 41. Der Leistungsumfang beläuft sich auf ca. 1,6 Mio. Zugkilometern.

Das Niederrhein-Netz umfasst die Linien RE 19 (Rhein-IJssel-Express) von Düsseldorf über Wesel nach Arnheim und Bocholt sowie RB 35 (Emscher-Niederrhein-Bahn) von Mönchengladbach über Krefeld und Duisburg nach Gelsenkirchen. Zum Einsatz kommen hier 21 elektrische Triebwagen FLIRT 3. Das Netz hat einen Leistungsumfang von ca. 2,7 Mio. Zugkilometern pro Jahr.

Die kaufmännische Betreuung der Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage von Dienstleistungsverträgen mit der Gesellschafterin R.A.T.H. GmbH, Düren. Das Buchhaltungssystem mit integrierter Kostenrechnung ist an die unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen der VIAS Rail GmbH angepasst.

Das Kostenrechnungssystem und die kaufmännische Unternehmensorganisation unterstehen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Geschäftsführung und Geschäftsbereichsleiter erhalten monatliche Soll-/Ist-Vergleiche auf Basis des Businessplans. Die Ertragsdaten für die VIAS Rail GmbH werden monatlich, die Liquiditätsvorschau wöchentlich analysiert. Des Weiteren werden monatlich Kennzahlen zur Steuerung der unternehmerischen und betrieblichen Belange ermittelt und der Geschäftsführung und den Leitern der Geschäftsbereiche zur Verfügung gestellt.

Darstellung der Lage

a. Ertragslage

Einen Überblick über die Entwicklung der Ertragslage gibt der nachfolgende Jahresvergleich.

Ergebnis
in TEUR
2021 2020 Veränderung
Rohergebnis 25.770 23.512 2.258
Personalaufwand -10.434 -9.515 -919
Abschreibungen -1.994 -2.028 34
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.721 -6.241 -480
Zinsergebnis -176 -192 16
Steuern -2.013 -1.693 -320
Jahresergebnis 4.432 3.843 589

Die Ertragslage ist maßgeblich vom Betrieb des Schienenpersonennahverkehrs geprägt. Der überwiegende Teil des Umsatzes im Bereich Schienenpersonennahverkehr wurde durch die Einnahmen aus den Verkehrs-Service-Verträgen erzielt. Daher ist ein Ausfallrisiko in diesem Segment begrenzt.

Das Rohergebnis (Ergebnis aus Umsatzerlösen zzgl. sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich Materialaufwand) belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 25.770 (i. V. TEUR 23.512). Der Anstieg um TEUR 2.258 resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsatzerlösen (TEUR 4.252), einem erhöhten Materialaufwand (TEUR 1.706) und gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 288). Ursächlich für die Erhöhung des Rohergebnisses ist der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse bedingt durch eine höhere Kapazitäts- und Bestellleistung in 2021 des Aufgabenträger RMV.

Die Preise und Konditionen auf den Beschaffungsmärkten werden sich leicht steigend entwickeln. Die Entwicklung der Energiekosten ist insbesondere im Bereich der Dieselkraftstoffe stark von der weltweiten Nachfrage abhängig. Preissteigerungen am Markt werden durch eine permanente Anpassung der vertraglich vereinbarten Leistungsentgelte kompensiert.

Der Personalaufwand betrug insgesamt TEUR 10.434 (i. V. TEUR 9.515), und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 919 erhöht. Ursächlich hierfür ist ein gestiegener Personalbestand in 2021. Weiterhin gab es in 2021 deutliche Tarifanpassungen mit Erhöhungen der Nacht-, Sonn- und Feiertagszulagen sowie einer im November 2021 geleisteten jährlichen Zahlung.

Die Abschreibungen betrugen in 2021 TEUR 1.994 (i. V. TEUR 2.028); dies bedeutet einen Rückgang in Höhe von TEUR 34.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.721 (i. V. TEUR 6.241) sind um TEUR 480 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Instandhaltungskosten für die Schienenfahrzeuge (TEUR 284), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 102) und Forderungsverlusten (TEUR 248) bei gesunkenen periodenfremden Aufwendungen (TEUR 134) und Weiterbelastungen (TEUR 109).

Die positive Entwicklung im Zinsergebnis im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 16 resultiert aus leicht gesunkenen Zinserträgen bei höheren reduzierten Zinsaufwendungen, sowie aus Auf- und Abzinsungseffekten der im Geschäftsjahr 2021 gebildeten Rückstellungen.

Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt TEUR 6.445 (i. V. TEUR 5.537). Dies bedeutet einen Anstieg um TEUR 908, bei einem gleichzeitig gestiegenen Aufwand aus Steuern um TEUR 320 auf TEUR 2.013 (i. V. TEUR 1.693).

b. Finanzlage

Liquide Mittel werden mit TEUR 4.057 (i. V. TEUR 14.709) ausgewiesen. Dies bedeutet eine Reduzierung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.652. Die deutliche Reduzierung resultiert insbesondere aus hohen geleisteten Anzahlungen für das Anlagevermögen sowie Vorratsvermögen, den Tilgungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Ausschüttung an die Gesellschafter. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 8.685. Dies zeugt von einem hohen Maß an Innenfinanzierungskraft des Unternehmens.

Zur maßgeblichen Liquiditätssicherung leisten die Auftraggeber gegenüber der VIAS Rail GmbH monats- und quartalsweise Abschlagszahlungen auf den Grundanspruch. Die Höhe der Abschlagszahlungen bemisst sich nach dem fortgeschriebenen Grundanspruch unter Anrechnung der auf Basis des Vorjahres ermittelten durchschnittlichen, kassentechnischen Einnahmen des Eisenbahnverkehrsunternehmens sowie unter Beachtung seiner pauschalen Zuwendungen nach § 145 SGB IX und erfolgt rechnerisch auf Basis der Preissteigerung gemäß den zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember vorliegenden relevanten Indizes des Vorjahres.

Wöchentliche Liquiditätsübersichten an die Geschäftsführung runden die Liquiditätsplanung ab; die Geschäftsführung ist somit in der Lage, auftretende Engpässe frühzeitig zu erkennen und entsprechende Steuerungsmaßnahmen einzuleiten.

Die endgültige Abrechnung des vertraglich vereinbarten Betriebsprogramms erfolgt bis zum 31.05. (Teilnetz Odenwald) und 31.07. (Teilnetz Erft-Schwalm) des nachfolgenden Kalenderjahres durch den Auftraggeber. Zum Ende des Geschäftsjahres erfolgt eine vorläufige Abgrenzung.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der VIAS Rail GmbH schließt zum 31. Dezember 2021 mit TEUR 64.204 (i. V. TEUR 57.126). Dies bedeutet einen Vermögenszuwachs gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.078.

Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 41.973 (i. V. TEUR 29.324). Der Anstieg in Höhe von TEUR 12.649 resultiert im Wesentlichen aus geleisteten Anzahlungen für die Anschaffung von 5 neuen Fahrzeugen des Fahrzeugtyp CORADIA LINT 54 abzüglich der planmäßigen Abschreibungen in 2021.

Die Anlagendeckung (Verhältnis des Eigenkapitals zum Bestand des Sachanlagevermögens inkl. der immateriellen Vermögensgegenstände) beträgt zum 31. Dezember 2021 rd. 20,23 % (i. V. 24,04 %). Der Rückgang der Anlagendeckung um 3,81 %-Punkte resultiert aus einem deutlich gestiegenen Anlagevermögen bei einem gleichzeitig marginal erhöhten Eigenkapital.

Weiterer wesentlicher Posten der Aktivseite ist das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 8.846 (i. V. TEUR 7.881). Die Steigerung des Vorratsvermögens um TEUR 965 resultiert im Wesentlichen aus der Anschaffung von 2 MTU Powerpack Großkomponenten sowie geleisteten Anzahlungen auf das Vorratsvermögen.

Der Bestand der sonstigen Vermögensgegenstände erhöht sich um TEUR 3.975 auf TEUR 8.381 (i. V. TEUR 4.406). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Erstattungsansprüchen gegen Aufgabenträger, Versicherungs- sowie Steueransprüchen und geleisteten Kautionen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 24 (i. V. TEUR 19) und resultiert aus einer geleisteten Kostenübernahme im Rahmen der Erneuerung einer Gleisfeldbeleuchtung, die über die Nutzungsdauer abgeschrieben wird, sowie Bürgschaftsvorauszahlungen für die schwere Instandhaltung für das Jahr 2022.

Auf der Passivseite stellen die sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der passive Rechnungsabgrenzungsposten die wesentlichen Bestandteile dar.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.777 auf TEUR 17.991 (i. V. TEUR 20.768) resultiert im Wesentlichen aus den in 2021 erfolgten Spitzabrechnungen 2018 und 2019 des Teilnetzes Odenwald des Aufgabenträgers Rhein-Main-Verkehrsverbund sowie der Inanspruchnahme der gebildeten Instandhaltungsrückstellungen für die Fahrzeuge aller Netze.

Der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 1.698 auf TEUR 9.955 (i. V. TEUR 11.653) resultiert aus in 2021 getätigten planmäßigen Tilgungsleistungen bezüglich der Darlehen, die zur Finanzierung der in 2017 angeschafften LINT 54 Fahrzeuge dienten.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich um TEUR 6.148 auf TEUR 19.871 (i. V. TEUR 13.723) erhöht. Hierbei handelt es sich um bereitgestellte Vorfinanzierungsmittel seitens des Aufgabenträgers Rhein-Main-Verkehrsverbund, welche ab 2018 bis zum Jahr 2027 mit gleichbleibenden Beträgen im Rahmen der jährlichen Spitzabrechnung zurückgezahlt werden.

Das Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 8.480 (i. V. TEUR 7.048), dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 13,2 % (i. V. 12,3 %) und bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert um 7,0 %. Diese Entwicklung entspricht nicht der im Vorjahr getätigten qualifiziert-komparativen Prognose einer leicht sinkenden Eigenkapitalquote.

Das Eigenkapital veränderte sich aufgrund des Jahresüberschusses in 2021 in Höhe von TEUR 4.432 und der Ausschüttung in 2021 in Höhe von TEUR 3.000.

III. Prognosebericht

Wir erwarten für die Gesellschaft eine positive Entwicklung im Hinblick auf das Jahresergebnis.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte im Jahr 2022 durch die weitere Ausbreitung des Coronavirus beeinflusst werden.

Ende 2020 bzw. Anfang 2021 wurden weitere Mutationen des Coronavirus entdeckt. Außerdem führte die zweite Welle der Coronavirus-Infektionen zu erneuten Lockdowns. Die Folgen der Mutationen und der zweiten Welle von Infektionen werden zu noch nicht quantifizierbaren Auswirkungen im Geschäftsjahr 2022 führen.

Der Ausbruch des Ukraine-Krieges sowie die damit zusammenhängende Entwicklung der Energie- und Materialkosten hat weltweit erhebliche Auswirkungen. Aufgrund der großen Unsicherheit der weiteren Entwicklung ist eine detaillierte abschließende Risikoeinschätzung derzeit nicht möglich. Die Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft befinden sich in einem noch überschaubaren Rahmen, die Planungen berücksichtigen die derzeit bekannten Risiken in entsprechendem Umfang.

Durch eine Neuausrichtung und größere Diversifikation der Unternehmung an andere Kooperationspartner in vielen Unternehmensbereichen soll die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der VIAS Rail GmbH jedoch weiter gestärkt werden.

Die neuen Möglichkeiten sollen in den nächsten Jahren verstärkt ausgenutzt und ausgebaut werden, indem die Gesellschaft offensiver auf dem Verkehrsmarkt agiert. Hierzu verfügt sie über ein junges, flexibles, innovatives und hochqualifiziertes Team, welches aktiv die VIAS Rail GmbH im Jahre 2021 gestaltet hat und sie auch zukünftig gestalten wird.

Für das Geschäftsjahr 2022 wird mit einem stark steigenden Umsatz durch die neuen Teilnetze S7 und Niederrhein-Netz und einem leicht erhöhten Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 gerechnet. Aufgrund der erheblichen Unsicherheit der längerfristigen Entwicklung lässt sich über das Jahr 2022 hinaus keine Prognose hinsichtlich der Auswirkungen durch das Coronavirus und des Ukraine-Krieges treffen.

Als bedeutsame, finanzielle Leistungsindikatoren und erfolgskritische Schlüsselkennzahlen verwendet die VIAS Rail GmbH zur internen Steuerung des Unternehmens die Kennzahlen EK-Quote und Umsatzrentabilität.

Die Umsatzrentabilität vor Steuern (Verhältnis vom Jahresergebnis zzgl. Steuern zu Umsatzerlösen) beträgt rd. 10,07 % (i. V. 9,26 %). Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert und entspricht nicht der prognostizierten Entwicklung einer leicht sinkenden Umsatzrendite. Gründe hierfür waren eine konkrete Steigerung der Gesamtleistung bei gleichzeitig, im Verhältnis zum Anstieg der Gesamtleistung, geringer gestiegenen betrieblichen, operativen Aufwendungen im Personalbereich sowie den bezogenen Leistungen, die zu einem, im Vergleich zum Vorjahr, höheren Jahresüberschuss vor Steuern führten.

Für das Jahr 2022 wird mit einer leicht steigenden Umsatzrendite sowie Eigenkapitalquote gerechnet.

Wesentliche Änderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die Folgejahre sind nicht ersichtlich.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die VIAS Rail GmbH hat sich aufgrund der Neuordnung eine gute Ausgangsbasis für die zukünftigen Wettbewerbsverschärfungen und Wettbewerbschancen geschaffen.

Im Jahr 2020 wurden im Rahmen der vom Aufgabenträger RMV beauftragten Kapazitätserweiterung auf dem Teilnetz Odenwald bei der Alstom Transport Deutschland GmbH weitere 5 Dieseltriebwagen der Baureihe LINT 54 bestellt. Diese wurden Anfang 2022 ausgeliefert und in Betrieb genommen. Mit der Kapazitätserweiterung ist auch eine deutliche Erhöhung der Zuwendungen verbunden.

Im Rahmen einer Notvergabe haben in 2021 die Gremien der Aufgabenträger des nordrhein-westfälischen Schienenpersonennahverkehrs, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Nahverkehr Rheinland (NVR), über die Vergabe der bisher von der insolventen Abellio Rail GmbH betriebenen Linien entschieden.

Im Rahmen dieses Vergabeverfahrens wurde die VIAS Rail GmbH beauftragt, die beiden Netze `Der Müngstener` (S7) sowie das `Niederrheinnetz` (RE19 und RB 35) ab dem 01.02.2022 für knapp zwei Jahre bis Dezember 2023 zu betreiben. Danach werden die Verkehre langfristig mit regulären Ausschreibungen neu ausgeschrieben.

Dieser Zuschlag für die Notvergaben von zwei der Abellio-Netze ist für die VIAS Rail und die Unternehmensgruppe eine große Chance im Schienenpersonenverkehr in NRW und den Niederlanden zu wachsen, aber auch eine große Aufgabe und Herausforderung, dies innerhalb kurzer Zeit umzusetzen.

Für die Betriebsaufnahme gilt es neue Strukturen und Prozesse zu schaffen, alle Betriebspersonale zu schulen, die Betreuung und Übernahme der Fahrzeugflotte sicherzustellen, dass Regelwerk zu integrieren, die Betriebsplanungen zu koordinieren, die Bereitstellung aller Systeme, der IT-Ausstattung und Standortanbindung zu gewährleisten sowie die Bereiche Recht, Finanzen und Buchhaltung in die bestehenden Prozesse zu integrieren. Ausdrücklich sehen wir hier vor allem auch die Chance, dass durch die Integration vieler erfahrener Kollegen die VIAS Rail zukünftig deutlich breiter und schlagkräftiger aufgestellt sein wird.

Die Erwartung der drohenden Einschnitte bei den Transfermitteln aus dem letzten Jahr hat sich bis jetzt noch nicht eingestellt und ist durch eine Einigung auf Bundes- und Länderebene in 2016 ins Positive umgekehrt worden.

Der Bund stellte den Ländern in 2016 8,2 Milliarden Euro für den Schienenpersonennahverkehr zur Verfügung - 200 Millionen Euro mehr als zuletzt geplant. Ab 2017 wird dieser Betrag um jährlich 1,8 % steigen. Die Neuregelung hat eine Laufzeit bis 2031. Damit erhalten die Länder Planungssicherheit und eine verlässliche Finanzierungsgrundlage, um ihren Aufgaben im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs auch in Zukunft nachkommen zu können.

Die Verteilung der Regionalisierungsmittel auf die Bundesländer erfolgt nach den Festlegungen des Kieler Schlüssels, auf den sich die Länder im Oktober 2014 geeinigt hatten. Dabei handelt es sich um einen Zielschlüssel, der sich je zur Hälfte aus den Einwohnern und den bestellten Zugkilometern zusammensetzt.

Ausgehend von der bis zum Jahr 2015 gültigen, konstanten horizontalen Mittelverteilung, findet im Zeitraum von 2016 bis 2031 Jahr für Jahr eine schrittweise Umverteilung der Länderanteile am Sockelbetrag der Regionalisierungsmittel statt, bis im Jahre 2031 der endgültige Zielschlüssel `Kieler Schlüssel` erreicht ist. Für den Sockelbetrag ergeben sich im Zeitraum der Umverteilung somit je Bundesland jährlich unterschiedliche prozentuale Mittelanteile.

Im Rahmen des Klimapaketes hat die Bundesregierung beschlossen, die Regionalisierungsmittel in den Jahren 2020 bis 2023 zu erhöhen und im Sinne der Planungssicherheit für die Länder zu dynamisieren. Durch die zusätzlich vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel haben die Länder die Möglichkeit, die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs attraktiver zu gestalten und die Fahrgastzahlen zu erhöhen.

Die aktuelle Corona-Pandemie und der Ausbruch des Ukraine-Krieges mit der damit zusammenhängenden Entwicklung der Energiekosten stellen gesamtwirtschaftliche Risiken dar. In der jetzigen Situation kann weder Dauer noch Ausmaß der Auswirkungen beziffert werden. Die bisherigen Auswirkungen auf Umsatz- und Ertragsentwicklung des Unternehmens sind begrenzt und werden durch Anpassungsmaßnahmen abgemildert. Aufgrund der unsicheren Entwicklung der weiteren Entwicklung ist eine abschließende Risikoeinschätzung derzeit nicht möglich. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Prognosebericht verwiesen.

Zur Absicherung gegenüber möglichen Risiken des Unternehmensfortbestandes bedient sich die Gesellschaft eines umfassenden Früherkennungssystems durch die Implementierung von Daten der Finanzbuchhaltung und des Controllings in ein monatliches Reporting-System. Die so generierten Abweichungsberichte werden in Abstimmung mit der Geschäftsführung und den jeweiligen Geschäftsbereichsleitern zeitnah analysiert. Wöchentliche Liquiditätsübersichten werden der Geschäftsführung vorgelegt.

Durch Kooperation und Nutzung von Synergien mit dem ehemaligen Betreiber der Odenwaldbahn, der VIAS GmbH, sowie mit den bestehenden Strukturen der neu gewonnenen Netze besteht eine gute Ausgangslage für eine weiterhin positive Unternehmensentwicklung.

Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen wird ein adäquates Forderungsmanagement eingesetzt, das durch eine permanente und zeitnahe Überwachung der Zahlungseingänge Forderungsausfälle nahezu ausschließt. Bei ausbleibendem Forderungsausgleich werden entsprechende Maßnahmen bis hin zum Mahnbescheid erlassen. Im Neukundenbereich sind vor der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen entsprechende Bonitätsauskünfte einzuholen.

Die Gesellschaft besitzt infolge der guten Eigenkapitalbasis eine solide Innenfinanzierungskraft, Investitionen werden aus Eigenmitteln dargestellt. Eine Aufnahme von Fremdverbindlichkeiten ist aus Sicht der Geschäftsführung nicht notwendig.

Preissteigerungen am Markt werden durch eine permanente Anpassung der vertraglich vereinbarten Leistungsentgelte kompensiert.

Aufgrund der durchgeführten Analysen bestehen aus Sicht der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

 

Düren, 9. September 2022

VIAS Rail GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Jochen Auler

gez. Herbert Häner

gez. Sebastian Piffka

gez. Franz Rehh

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 41.973.457,13 29.323.526,60
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 55.425,00 84.280,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.425,00 65.280,00
2. geleistete Anzahlungen 19.000,00 19.000,00
II. Sachanlagen 41.916.604,71 29.239.246,60
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 202.659,00 176.522,00
2. technische Anlagen und Maschinen 436.135,00 476.216,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.330,00 653.270,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.750.835,71 7.177.135,60
5. sonstige Sachanlagen 18.958.645,00 20.756.103,00
III. Finanzanlagen 1.427,42 0,00
1. Beteiligungen 1.427,42 0,00
B. Umlaufvermögen 22.206.683,33 27.782.955,20
I. Vorräte 8.846.211,06 7.881.014,18
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.056.298,16 7.443.471,06
2. geleistete Anzahlungen 789.912,90 437.543,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.303.826,99 5.192.515,96
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 667.130,46 687.112,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 254.847,41 99.425,01
3. sonstige Vermögensgegenstände 8.380.790,12 4.405.978,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.056.645,28 14.709.425,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.059,06 19.087,52
Bilanzsumme, Summe Aktiva 64.204.199,52 57.125.569,32

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 8.480.141,77 7.048.164,07
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Bilanzgewinn 7.980.141,77 6.548.164,07
B. Rückstellungen 18.610.524,27 21.006.869,15
C. Verbindlichkeiten 17.242.733,48 15.347.936,10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.955.265,47 11.652.925,84
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.259.059,40 2.791.745,57
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 249.083,23 70.019,59
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 687.355,37 730.335,55
5. sonstige Verbindlichkeiten 91.970,01 102.909,55
D. Rechnungsabgrenzungsposten 19.870.800,00 13.722.600,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 64.204.199,52 57.125.569,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 25.769.590,88 23.512.349,11
2. Personalaufwand 10.433.711,89 9.515.007,94
a) Löhne und Gehälter 8.433.298,97 7.742.364,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.000.412,92 1.772.643,28
3. Abschreibungen 1.993.786,00 2.028.238,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.993.786,00 2.028.238,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.721.132,27 6.240.593,48
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.161,79 32.797,35
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 205.930,97 224.310,27
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.445.191,54 5.536.996,14
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.010.207,41 1.691.289,03
9. sonstige Steuern 3.006,43 2.247,00
Jahresüberschuss 4.431.977,70 3.843.460,11

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

der VIAS Rail GmbH, Düren

A. Allgemeine Angaben

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der VIAS Rail GmbH, Düren (Amtsgericht Düren, HRB 6597), die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG angewandt worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das entgeltlich erworbene immaterielle und Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Der Werteverzehr wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berücksichtigt.

Das Bewertungswahlrecht für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wird analog § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie das Werkstattmaterial sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abwertungen aufgrund niedrigerer Tageswerte sowie für Lager- und Verwertungsrisiken wurden, soweit notwendig, in angemessenem Umfang vorgenommen. Skonti und Rabatte sind abgesetzt worden.

Die Bewertung des Dieselbestandes erfolgte anhand des Lifo-Verfahrens bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Laufzeit über einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen analog Vorjahr in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten analog Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen analog Vorjahr in voller Höhe eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf und enthalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche gegen Aufgabenträger sowie Versicherungs- und Steuererstattungsansprüche.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält eine geleistete Kostenübernahme im Rahmen der Erneuerung einer Gleisfeldbeleuchtung, die über die Nutzungsdauer aufgelöst wird.

Das vollständig eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt laut Handelsregister unverändert TEUR 500.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden TEUR 3.000 an die Gesellschafterin ausgeschüttet.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer für die Jahre 2020 und 2021.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für notwendige Instandhaltungs- und Erneuerungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 11.783 (i. V. TEUR 10.976), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 456 (i. V. TEUR 410), Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von TEUR 784 (i. V. TEUR 598), Erstattungsansprüche in Höhe von TEUR 4.831 (i. V. TEUR 8.665) sowie Schadensabwicklungen und Versicherungen in Höhe von TEUR 136 (i. V. TEUR 119).

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 9.955 (i.V. TEUR 11.653). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis 5 Jahren betragen TEUR 7.220 (i. V. TEUR 7.092). Bei einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen die Verbindlichkeiten TEUR 1.007 (i. V. TEUR 2.915).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 6.213 durch eine Bürgschaft der R.A.T.H. GmbH, Düren, besichert. Darüber hinaus besteht eine Forderungsabtretung sowie eine Sicherungsübereignung. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.742 sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignungen besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich analog Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 687 (i. V. TEUR 730) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und besitzen sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten enthalten außerdem Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 249 (i. V. TEUR 70).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer und sind analog Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 134 (i. V. TEUR 690) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einnahmen für die Vorjahre.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 540 (i. V. TEUR 406).

Die Zinsen und ähnlichen Erträgen beinhalten im Geschäftsjahr 2021 Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 27 (i. V. TEUR 13).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2021 Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 16 (i. V. TEUR 4) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag.

E. Sonstige Angaben

I. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021 sind bei der Gesellschaft durchschnittlich 210 (i. V. 204) Mitarbeiter beschäftigt gewesen, davon 9 (i. V. 10) Angestellte (ohne Geschäftsführung) und 201 (i. V. 194) gewerbliche Mitarbeiter.

II. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Herbert Häner (Geschäftsbereich Betrieb im Regionalbereich West),

Herr Franz Reh (Geschäftsbereich Kaufmännisches sowie Sprecher der Geschäftsführung),

Herr Jochen Auler (Geschäftsbereich Betrieb im Regionalbereich Mitte),

Herr Sebastian Piffka (Geschäftsbereich Technik für die Regionalbereiche West und Mitte), seit dem 22. November 2021.

Die Geschäftsführer haben keine Bezüge von der Gesellschaft im Geschäftsjahr bzw. Vorjahr erhalten.

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mehrjährige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen TEUR 61.750

IV. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der R.A.T.H. Holding GmbH & Co. KG, Düren, einbezogen. Dieser Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den die VIAS Rail GmbH, Düren, einbezogen wird, wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

V. Nachtragsbericht

Der Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022 sowie die damit zusammenhängende Entwicklung der Energiekosten hat weltweit erhebliche Auswirkungen. Weiterhin sind die Folgen der Corona-Pandemie noch spürbar. Aufgrund der großen Unsicherheit der weiteren Entwicklung ist eine detaillierte abschließende Risikoeinschätzung derzeit nicht möglich. Die Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft befinden sich in einem noch überschaubaren Rahmen, die Planungen berücksichtigen die derzeit bekannten Risiken in entsprechendem Umfang. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2021 und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düren, 9. September 2022

VIAS Rail GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Jochen Auler

gez. Herbert Häner

gez. Sebastian Piffka

gez. Franz Reh

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
AHK 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
AHK 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 220.846,63 0,00 0,00 220.846,63
II. Sachanlagen 36.027.069,58 14.642.289,11 0,00 50.669.358,69
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 195.837,95 44.645,99 0,00 240.483,94
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 26.948.379,00 0,00 0,00 26.948.379,00
3. Übrige technische Anlagen und Maschinen 589.686,75 0,00 0,00 589.686,75
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.116.030,28 23.943,01 0,00 1.139.973,29
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.177.135,60 14.573.700,11 0,00 21.750.835,71
III. Finanzanlagen 0,00 1.427,42 0,00 1.427,42
  36.247.916,21 14.643.716,53 0,00 50.891.632,74
Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
01.01.2021
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 136.566,63 28.855,00 0,00 165.421,63 84.280,00 55.425,00
II. Sachanlagen 6.787.822,98 1.964.931,00 0,00 8.752.753,98 29.239.246,60 41.916.604,71
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.315,95 18.508,99 0,00 37.824,94 176.522,00 202.659,00
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 6.192.276,00 1.797.458,00 0,00 7.989.734,00 20.756.103,00 18.958.645,00
3. Übrige technische Anlagen und Maschinen 113.470,75 40.081,00 0,00 153.551,75 476.216,00 436.135,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 462.760,28 108.883,01 0,00 571.643,29 653.270,00 568.330,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 7.177.135,60 21.750.835,71
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.427,42
  6.924.389,61 1.993.786,00 0,00 8.918.175,61 29.323.526,60 41.973.457,13

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VIAS Rail GmbH, Düren

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VIAS Rail GmbH, Düren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VIAS Rail GmbH, Düren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, 9. September 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Uwe Harr, Wirtschaftsprüfer

gez. Alexander Schönberger, Wirtschaftsprüfer

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