Adient Aerospace GmbHLiquidiert
67657 Kaiserslautern, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Adient Germany Ltd. & Co. KGBurscheidKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018I. Grundlagen des KonzernsA. Organisation und rechtliche Struktur Die Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 20. Januar 2016 gegründet. Die Eintragung ins Handelsregister des Amtsgerichts Köln erfolgte am 1. Februar 2016 (HRA 31768). Die Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, ist zum Bilanzstichtag ein deutscher Teilkonzern mit 23 Tochtergesellschaften innerhalb des Konzernverbunds der ADIENT-Gruppe mit der Adient Plc., Dublin/ Irland, als Konzernobergesellschaft. Persönlich haftende Gesellschafterin der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, ist die Adient Holding Europe Ltd., Coventry/ Vereinigtes Königreich. Kommanditistin ist die Adient Holding Germany Ltd., London/ Vereinigtes Königreich. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG ist befugt, sämtliche Rechtshandlungen vorzunehmen, die im Zusammenhang mit dem Geschäftsgegenstand als notwendig oder nützlich erscheinen. Die Gesellschaft ist berechtigt, ähnliche oder andersartige Gesellschaften zu gründen, zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen, insbesondere auch als persönlich haftende Gesellschafterin, soweit dies für den Geschäftsgegenstand als notwendig oder nützlich erscheint. B. Geschäftsbereiche und Standorte Die Adient Germany Ltd. & Co. KG fokussiert sich mit ihren Tochtergesellschaften im Konzernkreis auf die Entwicklung, Konstruktion, Montage und den Vertrieb von Sitzsystemen und Sitzkomponenten inklusive des dazugehörigen Zubehöres für die Automobilindustrie. Als Teil des weltweit agierenden ADIENT-Konzernverbundes werden jährlich weltweit Autositze und Komponenten für mehr als 25 Millionen Autos geliefert. Der weltweite Konzernverbund fertigt statistisch betrachtet jeden dritten Sitz, der weltweit in Autos verbaut wird. Somit arbeitet die Gesellschaft mit allen bedeutenden Autoherstellern in allen Fahrzeugklassen zusammen. Die Unternehmensstrategie ist konsequent auf die Anforderungen globaler Märkte ausgerichtet. Hierbei ist ADIENT Lieferant für alle globalen OEMs (Original Equipment Manufacturers) und unterhält langjährige Beziehungen zu allen führenden Automobilherstellern, einschließlich BMW, Daimler, Fiat Chrysler Automobile, Ford, General Motors, Honda, Hyundai, Jaguar Land Rover, Kia, Mazda, Mitsubishi, Nissan, PSA, Renault, Suzuki, Toyota, Volkswagen und Volvo. Durch eine enge Kooperation mit den führenden OEMs gelingt es ADIENT, Komplettsitze sowie Systemlösungen für die Sitzarchitektur verschiedenster Fahrzeuglinien zu entwickeln und dabei die Erwartungen der Kunden hinsichtlich Leistung, Sicherheit und Komfort zu erfüllen bzw. zu übertreffen. Die engen Beziehungen zu den OEMs ermöglichen es ADIENT, die Bedürfnisse der Kunden in individuelle Produkte umzusetzen. Vor diesem Hintergrund beinhaltet das Produktportfolio einen breiten Katalog von Sitzsystemen und Komponenten für PKW, Nutzfahrzeuge und Leicht-LKW, einschließlich Lieferwagen, Pick-up-Trucks und Sport- / Crossover-Nutzfahrzeugen. Die verwendeten Technologien erstrecken sich hierzu auf nahezu alle Bereiche der automobilen Sitzlösungen einschließlich kompletter Sitzsysteme, Rahmen, Mechanismen, Schaum, Kopfstützen, Armlehnen und Abdeckungen. Hochleistungssitzsysteme der preisgekrönten Marke RECARO werden unter anderem an internationale Motorsport-Kunden geliefert. Mit dem Hauptsitz der Gesellschaft in Burscheid, Deutschland verteilen sich die vollkonsolidierten Unternehmen des Konzernkreises auf insgesamt neun weitere Standorte innerhalb Deutschlands sowie einen Standort in Coventry/Vereinigtes Königreich. Die Geschäftstätigkeit teilt sich hierbei in drei Hauptsegmente auf:
Das Segment "Seating" umfasst die Geschäftsbereiche Foam, TRIM, Fabric und Complete Seat Systems (Komplettsitz-Systeme). Die Komplettsitz-Systeme werden in einem "Just-in-time"-Verfahren zusammengebaut und täglich auf Abruf für die großen Autohersteller termingerecht produziert und bei den Kunden sequenzgerecht angeliefert. Zusätzlich vertreiben die Gesellschaften der deutschen ADIENT-Gruppe vielseitige Systemteile und Komponenten mit Fokus auf den Fahrzeuginnenraum. Diese umfassen Overhead-Systeme, Instrumententafeln, Türverkleidungen, Armlehnen, Sitzschalen und diverse Kunststoff-Komponenten. Im Contract Manufacturing Modell "TRIM" werden Teile gefertigt, welche überwiegend an verbundene Unternehmen außerhalb der deutschen ADIENT-Gruppe verkauft werden. Bei diesem Modell werden im Rahmen einer Lohnfertigung, bei der das Material durch ADIENT beigestellt wird, Sitzbezüge hergestellt. Die Geschäftsbereiche "Foam" und "Fabric" umfassen die Produktion von Schaumstoffen sowie Gewebestoffe für Autositze. Innerhalb des Segmentes "Seat Structures & Mechanisms" (SS & M) richtet sich der Fokus der Gesellschaften auf die Entwicklung und Konzeption von Sitzverstellsystemen, Lenksäulenverstellungen und Sitzstrukturen sowie speziellen Applikationen für die Automobilindustrie im Bereich SS & M. Das Segment "Corporate" übt in der deutschen ADIENT-Gruppe eine Holdingfunktion aus. Die Holdingfunktionen umfassen unter anderem die konzernweite Liquiditätssteuerung sowie die Erbringung von Engineering-Dienstleistungen sowie die Lizenzierung der Patente an die weltweite ADIENT-Gruppe. Die Engineering-Dienstleistungen umfassen die Entwicklung, Planung und Konzeptionierung von Produkten und Dienstleistungen für die Automobilindustrie. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG ist Cash-Pool-Führerin eines konzerneinheitlichen Cash-Pool-Verfahrens, welches der Liquiditätssteuerung dient. C. Unternehmensstrategie Die Nachfrage im OEM-Markt hängt im Allgemeinen von der Anzahl der produzierten Neufahrzeuge sowie von makroökonomischen Faktoren wie Kreditverfügbarkeit, Zinssätze, Kraftstoffpreise, Verbrauchervertrauen, Beschäftigung und von anderen Trends ab. Aufgrund der statistischen Prognosen erwartet ADIENT insgesamt hierbei ein langfristiges Wachstum von Fahrzeugabsatz und Produktion im OEM-Markt. Die OEM-Nachfrage ist zwar an die tatsächliche Fahrzeugproduktion gebunden, jedoch hat ADIENT innerhalb der Automobilzulieferindustrie die Möglichkeit, aufgrund steigender Produktinhalte pro Fahrzeug, zu wachsen, indem das Geschäft mit bestehenden Kunden weiter vertieft wird, insofern in bestehenden Märkten neue Kunden gewonnen werden sowie die ADIENT Präsenz auf globalen Märkten erhöht wird. Die ADIENT-Gruppe sieht sich mit einem globalen Präsenz und fortschrittlichen Technologe-, Engineering-, Fertigungs- und Kundendienstleistungen gut positioniert, um von den sich bietenden Möglichkeiten zu profitieren. Die Automobilzulieferindustrie konkurriert dabei auf Grundlage von Technologie, Qualität, Lieferzuverlässigkeit und des Preises. Design, Engineering und Produktplanung werden immer wichtigere Faktoren. Die Wettbewerber können in drei Segmente unterteilt werden: (1) traditionelle Komplettsitz-Lieferanten, (2) Komponentenspezialisten und (3) Wettbewerber, die durch Eigentum oder Verzahnung mit einem OEM zusammenarbeiten. Hierbei steht ADIENT im direkten Wettbewerb mit anderen Automobilzulieferern. Der Preisdruck der Automobilhersteller ist an dieser Stelle ein Merkmal der Automobilindustrie. In diesem Zusammenhang werden die Verkaufspreise jährlich mit den Kunden aus der Automobilindustrie verhandelt. Die finanzielle Performance von ADIENT hängt hierdurch insbesondere von der Fähigkeit ab, durch eine Verbesserung und Erweiterung des Produktangebotes, innovatives Supply Chain Management sowie reduzierte Kosten des Produktdesigns und effizientere Herstellungskonzepte die Wettbewerbsposition zu verbessern. II. WirtschaftsberichtA. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltproduktion expandierte im Kalenderjahr 2018 mit 3,0 %. 1 Das Wachstum der fortgeschrittenen Wirtschaft hat sich verlangsamt und die Erholung der wichtigsten Rohstoffexportmärkte, der Schwellenländer und der Entwicklungsländer, ist abgeschwächt. Die Aktivitäten in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sind 2018 um 2,2 Prozent gewachsen, bevor sie im nächsten Jahr auf eine Wachstumsrate von 2 Prozent sinken, da die Zentralbanken die geldpolitischen Impulse allmählich abschwächen. 2 Die Vereinigten Staaten konnten im dritten Quartal 2018 erneut ein deutliches Wachstum verzeichnen, die Konjunkturindikatoren senden jedoch gemischte Signale zur weiteren Entwicklung aus. Währenddessen drosselte sich das Tempo der europäischen Konjunktur. In Japan schrumpfte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal sogar. 3 In den Schwellenländern verlieft die wirtschaftliche Entwicklung uneinheitlich. Die chinesische Wirtschaft wächst dynamisch, bleibt jedoch hinter den Raten früherer Jahre zurück. Gleichzeitig befindet sie sich in einem ernsten Handelskonflikt mit den USA, der sich allmählich in den Daten bemerkbar macht. Die indische Wirtschaft konnte ihr Expansionstempo halten. In Russland und Brasilien beschleunigte sich das Wachstum wieder. 4 Der Aufschwung im Euroraum verlor im dritten Quartal 2018 an Momentum. Die wirtschaftliche Aktivität stieg preis- und saisonbereinigt um 0,2 % nach einem Wachstum von 0,4 % in den beiden Vorquartalen. Im vergangenen Jahr war das Quartalswachstum deutlich dynamischer verlaufen. Ähnliches gilt für die BIP-Entwicklung auf EU-Ebene. 5 Die deutsche Wirtschaft bewegt sich weiter auf einem Wachstumspfad. Die Konjunktur wird allerdings durch ein schwieriges außenwirtschaftliches Umfeld und zusätzlich durch temporäre Sondereffekte in der Automobilindustrie gedämpft. Die Probleme der Branche bei der Umstellung auf den neuen WLTP-Fahrzyklus (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) lösen sich erst allmählich auf, wodurch die Produktion in der KFZ-Industrie zurückgegangen ist. 6 Insgesamt ist die gesamte Weltwirtschaft weiterhin vielfältigen Risiken ausgesetzt, nicht zuletzt durch die laufenden Handelskonflikte. Für 2019 bis 2020 wird ein Rückgang um 2,9 % erwartet. 7 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen: Automobilkonjunktur Weltweit haben sich die Automobilmärkte im Jahr 2018 unterschiedlich entwickelt. Der europäische Pkw-Markt (EU28+EFTA) konnte sein hohes Vorjahresniveau halten, die USA verzeichneten sogar ein leichtes Plus. Die Märkte in Brasilien und Russland überzeugten mit kräftigen Wachstumsraten. Indien legte ebenfalls zu. In China gab es erstmal einen Rückgang, allerdings ist das Marktvolumen weiterhin sehr hoch. 8 Zulassungszahlen und Absatzvolumen In Europa wurden im Jahr 2018 insgesamt 15,6 Mio. Pkw neu zugelassen, so viele, wie im Vorjahr. Im Gesamtjahr legten von den großen Volumenmärkten Frankreich (+6,7 %) und Spanien (+11,3 %) zu, Italien (-1,2 %) und Großbritannien (-8,6 %) waren rückläufig. 9 Die Zulassungszahlen in Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den Monaten Oktober 2017 bis September 2018 um 2,79 % von 3.408 Tsd. Einheiten auf 3.503 Tsd. Einheiten angestiegen. Damit ist insgesamt eine weitere Erholung des deutschen Marktes zu sehen. 10 Bei Betrachtung der letzten 5 Jahre ist bei den Neuzulassungen in Deutschland ein stetig positiver Trend zu erkennen. Dass sich dieser Trend in Deutschland in den nächsten Jahren fortführen wird, ist vor dem Hintergrund der Diesel Diskussionen und der Unsicherheit hinsichtlich des Übergangs zu Elektromotoren unwahrscheinlich. Auch die Neuzulassungszahlen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 (Neuzulassungen von Oktober bis einschließlich März 2018 1.708.052; Neuzulassungen von Oktober bis einschließlich März 2019 1.642.452) deuten auf eine Trendwende zumindest im Geschäftsjahr 2019 hin.
In den USA schloss der Markt für Light Vehicles das Jahr 2018 mit 17,2 Mio. verkauften Fahrzeugen ab, 78.800 Einheiten mehr als im Vorjahr. Dabei ging der Absatz von Pkw um 13,0 % zurück, im Light-Truck-Segment hingegen stiegen die Verkäufe um 8,0 %. In China sank das Volumen des Pkw-Marktes im Jahr 2018 um fast 4,0 % auf 23,3 Mio. Neufahrzeuge. Dies ist der erste Rückgang seit Jahrzehnten. Hier hat vor allem der Handelskonflikt mit den USA seine Spuren hinterlassen. In Indien zog das Absatzvolumen 2018 um 5,0 % an. Es wurden 3,4 Mio. Einheiten verkauft. Das japanische Neuwagengeschäft entwickelte sich im vergangenen Jahr solide: 4,4 Mio. verkaufte Pkw entsprechen dem Vorjahresergebnis. Der Markt in Russland hat sich 2018 weiter erholt und lag mit 1,8 Mio. verkauften Neufahrzeugen 13,0 % über dem Volumen des Vorjahres. Der brasilianische Markt für Light Vehicles verbuchte im Gesamtjahr 2018 ein kräftiges Wachstum: Der Absatz von Neuwagen stieg um 14,0 % auf knapp 2,5 Mio. Fahrzeuge. 11 Exporte und Produktion Im Geschäftsjahr 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 sind in Deutschland sowohl die Exporte in Höhe von 5,36 % auf 4.139 Tsd. Einheiten als auch die inländische Produktion in Höhe von 5,99 % auf 5.306 Tsd. Einheiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter zurückgegangen. 12 Im 5 Jahresvergleich kann bei den Exporten und bei der Produktion ein nahezu ähnlicher Verlauf beobachtet werden. Nach Anstiegen in den Jahren 2014, 2015 und 2016 sinken die Exporte und die Produktionseinheiten mit zunehmender Stärke. Demzufolge ist bei den Exporten und bei der Produktion ein gegenläufiger Trend gegenüber den inländischen Neuzulassungen - zumindest in den letzten zwei Jahren - zu verzeichnen.
3. Markt- und Wettbewerbsumfeld ADIENT ist ein der weltweit größten Hersteller von Sitzsystemen. Diese Stellung basiert auf der führenden Position in Bezug auf Kosten, Qualität, Innovationen und Kundenzufriedenheit. ADIENT hat eine führende Marktposition in Amerika, Europa und China und pflegt langjährige Beziehungen zu den größten globalen Erstausrüstern oder OEMs im Automobilbereich. Selbiges gilt für die Adient Germany Ltd. & Co. KG in Deutschland. Innerhalb der Automobilzuliefererindustrie konkurriert ADIENT auf der Grundlage von Technologie, Qualität, Lieferzuverlässigkeit und Preis mit den Wettbewerbern. Im Weiteren ist den Faktoren Design, Engineering und Produktplanung eine immer größere Gewichtung zu zuordnen um sich langfristig als Marktführer im Wettbewerb zu positionieren. Zu den unabhängigen Lieferanten, welche die Hauptkonkurrenten der ADIENT-Gruppe darstellen, gehören die Lear Corporation, Faurecia SA und Magna International Inc. Mit den traditionellen Tier-1 wie auch Komponentenspezialisten kann ADIENT aufgrund seiner vertikalen Integration im globalen Konzern, der damit verbundenen globalen Präsenz und dem breiten Produktangebot, sehr gut konkurrieren. 4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen nutzt die finanziellen Leistungsindikatoren " Net Sales" und " Adjusted EBIT" sowie den nichtfinanziellen Leistungsindikator "Unfallrate" zur Steuerung. Diese werden im Weiteren erläutert. Die bedeutsamen zur internen Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sowie der einzelnen Tochtergesellschaften sind die " Net Sales" sowie das auf Grundlage US-amerikanischer Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) ermittelte " Adjusted EBIT". Die " Net Sales" ermitteln sich aus jenen Umsatzerlösen, die nach Abzug von Retouren und Rücksendungen sowie gewährten Rabattierungen generiert worden sind. Das " Adjusted EBIT" ermittelt sich durch " Sales" abzüglich "Costs of Goods/ Service Sold". Von der sich so ergebenden " Gross Margin" werden die "SGA - Selling, General and Administrative Expenses" abgezogen. Dies ergibt dann das " Adjusted EBIT". Bestimmte nicht betriebliche Kosten, wie insbesondere Restrukturierungen, werden im " Adjusted EBIT" erst im Zeitpunkt der Auszahlung berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2017/18 betrugen die " Net Sales" T€ 2.132.788 (Vorjahr: T€ 2.400.721) und das " Adjusted EBIT" T€ 108.460 (Vorjahr: T€ 152.241). Die " Net Sales" verteilen sich auf das Segment " Seating" in Höhe von T€ 1.580.046 (Vorjahr: T€ 1.729.205) bzw. das Segment " SS & M" T€ 552.742 (Vorjahr: T€ 671.516). Das "Adjusted EBIT" im Geschäftsjahr 2017/2018 betrug im Segment "Seating" T€ 204.253 (Vorjahr: T€ 219.002). In den Segmenten "Corporate" und "SS & M" war das "Adjusted EBIT" mit T€ 6.234 (Vorjahr: T€ 6.911) bzw. T€ 89.599 (Vorjahr: T€ 59.850) wie im Vorjahr negativ. Ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator im Segment "Corporate" ist das Ergebnis nach Steuern. Dieser beträgt im Geschäftsjahr 2017/18 T€ -122.735 (Vorjahr: T€ -68.093). Die " Net Sales" lassen sich wie folgt auf die handelsrechtlichen " Umsatzerlöse" überleiten:
Das Adjusted EBIT lässt sich wie folgt auf das Ergebnis nach Steuern überleiten:
Die Überleitungen bestehen sowohl aus rechnungslegungstypischen HGB - US - GAAP Unterschieden sowie aus der konzerneinheitlichen Definition des "Adjusted EBIT". Bestimmte Aufwendungen wie z.B. Restrukturierungsaufwendungen sind nicht unter der konzerneinheitlichen Definition erfasst. Unabhängig von konjunkturellen Schwankungen ist ein wesentliches Ziel von ADIENT, die Ergebnissituation des Konzerns kontinuierlich zu optimieren. Basis ist dabei die jährliche Planung aller genannten Kenngrößen. Diese berücksichtigt zum einen die internen Einschätzungen der künftigen Geschäfte und zum anderen die Vergleichswerte von Wettbewerbern. Jede Organisationseinheit stellt für ihren Verantwortungsbereich Detailpläne auf, die mit den Ansätzen des Managements abgestimmt werden. Sowohl die konkreten Absatz- und Umsatzziele als auch die kunden- und produktbezogenen Ziele (EBIT-Margen) werden jährlich, unter Beachtung der Konzernziele, mit den operativen Bereichen abgestimmt. Dadurch sind diese, auf der jeweils relevanten Hierarchieebene, für die operative Steuerung verfügbar. Ein wichtiger nicht finanzieller Leistungsindikator mit interner Steuerungsrelevanz ist die Arbeitssicherheit, die zur Minimierung der Arbeitsunfälle in unseren Werken und quantitativ durch Dokumentation der Anzahl an Arbeitsunfällen nachgehalten wird. Es wurden insgesamt 73 Arbeitsunfälle (Vorjahr: 71 Arbeitsunfälle) innerhalb der Gruppe im Geschäftsjahr 2017/18 registriert. Die Unfallrate beträgt 8,3 (Vorjahr: 6,7). Diese wird definiert als Unfälle pro Million Arbeitsstunden. Für das Jahr 2017 betrug in der Berufsgenossenschaft Energie/ Textil/ Elektro und Medienerzeugnisse die Unfallrate für gesamt Deutschland 11,7. 13 5. Lage der Gesellschaft 5.1 Ertragslage
Der Umsatz der Adient Germany Ltd. & Co. KG beträgt für das Geschäftsjahr 2017/18 T€ 2.573.609. Die im Vergleich zum Vorjahr geringe Bruttomarge in Höhe von 2,4% der deutschen ADIENT-Gruppe liegt unter der Bruttomarge der weltweiten ADIENT-Gruppe von 5,2%. Aufgrund des stärkeren Rückgangs der Umsatzerlöse im Vergleich zu den Herstellungskosten ist das Bruttoergebnis vom Umsatz und die Bruttomarge deutlich zurück gegangen. Wie im Vorjahr schlägt das positive Bruttoergebnis in ein negatives Ergebnis nach Steuern um. Die außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 186.098 ist ursächlich verantwortlich für das schlechtere Ergebnis nach Steuern. Die " Umsatzerlöse" teilen sich auf die drei Unternehmenssegmente " Seating", " SS & M" und " Corporate" wie folgt auf:
Der Umsatz der Adient Germany Ltd. & Co. KG beträgt für das Geschäftsjahr 2017/18 vor Konsolidierung T€ 2.831.654. Mit T€ 2.000.391 wird ein wesentlicher Anteil der Umsätze - dies entspricht ca. 70,6 % der Gesamtumsätze vor Konsolidierung - in dem Bereich "Seating" realisiert. Die Umsätze in dem Bereich "SS & M" entsprechen mit T€ 730.598 ca. 25,8% der Gesamtumsätze vor Konsolidierung. Ein geringer Anteil (3,6%) wird in dem Bereich "Corporate" generiert. Mit T€ 211.066 ist absolut betrachtet der größte Umsatzrückgang dem Segment "SS & M zuzuordnen. Durch Werkschließungen an den Standorten Waghäusel, Dauphetal (Lahnwerk) und Espelkamp ist ein um T€ 90.424 geringerer Umsatz im Geschäftsjahr 2017/18 erwirtschaftet worden. Weiterhin ist der Umsatz aufgrund zeitlicher Verschiebungen zwischen Produktionsende einzelner Plattformen und Produktionsstarts neuer Plattformen zurück gegangen. Im Segment "Corporate" sind die Umsätze um T€ 76.538 zurück gegangen. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus sinkenden Lizenzgebühren an die Tochtergesellschaften außerhalb des deutschen Konzernverbundes in Höhe von T€ 70.345. Die Umsätze im Segment "Seating" haben sich auf einem konstanten Niveau entwickelt. Jedoch konnten Umsatzverschiebungen innerhalb des Segments "Seating" beobachtet werden. Rückläufige Umsätze einzelner Gesellschaften des Segments "Seating" konnten durch steigende Umsätze anderer Gesellschaften des Segments kompensiert werden. Der Umsatz der deutschen Adient Gruppe mit Dritten und verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises beträgt insgesamt T€ 2.573.609. Die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse untergliedern sich wie folgt:
Die Herstellungskosten haben sich in Relation zu den Umsatzerlösen vor Konsolidierung in den Segmenten Seating und SS & M proportional entwickelt. Im Segment Corporate sind die Umsatzerlöse im Gegensatz zu den Herstellungskosten überproportional gesunken. Die überproportionale Veränderung im Bereich Corporate resultiert durch deutlich geringere Lizenzerlöse mit den Tochtergesellschaften aus Nordamerika, da im Geschäftsjahr 2017/18 diese Gesellschaften - bedingt durch die höheren Anlaufkosten von neuen Produktionslinien - keine positiven Ergebnisse erwirtschaften konnten und somit vertragsmäßig geringere Lizenzeinnahmen anfielen. Mit 67,0% (T€ 1.855.711) ist der wesentliche Anteil der Herstellungskosten dem Bereich "Seating" zuzuordnen. Der Bereich "SS & M" macht mit T€ 719.551 ca. 26,0 % der Herstellungskosten aus. Aufgrund rückläufiger Umsatztätigkeit bedingt durch Werkschließungen an den Standorten Waghäusel, Dauphetal (Lahnwerk) und Espelkamp sowie zeitliche Verschiebungen zwischen Produktionsende einzelner Plattformen und Produktionsstarts neuer Plattformen entfällt ein starker Rückgang (19,7%) der Herstellungskosten auf das Segment SS & M. Ein geringer Anteil von T€ 195.106 - dies entspricht 7,0% der gesamten Herstellungskosten vor Konsolidierung - entfällt auf den Bereich "Corporate". Die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse betragen vor Konsolidierung T€ 2.770.378. Nach den Konsolidierungsbuchungen verbleiben T€ 2.510.760. Das " Bruttoergebnis" teilt sich wie folgt auf:
Während das Bruttoergebnis in den Bereichen "Seating" und "SS & M" mit T€ 144.680 bzw. T€ 11.047 positiv ist, wird im Bereich "Corporate" mit T€ -94.441 eine negative Marge erzielt. Die negative Marge resultiert neben den geringen Lizenzerlösen insbesondere aus den Grundlagenforschungskosten in Höhe von T€ 52.949, die für die weltweite ADIENT-Gruppe anfallen und sich erst in späteren Jahren in Form von Lizenzeinnahmen amortisieren. Insgesamt wird ein Bruttoergebnis von T€ 62.850 nach Konsolidierung erwirtschaftet. Untenstehende Grafik veranschaulicht die Entwicklung der Umsatzerlöse, der Herstellungskosten und des Bruttoergebnisses zum Vorjahr.
Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt T€ -340.401 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 189.563 erhöht (Vorjahr: T€ -150.838). Das schlechtere Ergebnis ist zurückzuführen auf: a) niedrigere Bruttomarge Die Bruttomarge ist im Geschäftsjahr 2017/18 um 2,8% auf 2,4% (Vorjahr 5,3%) gesunken. Dieser Rückgang resultiert durch den stärkeren Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zu den Herstellungskosten. Während die Umsatzerlöse von T€ 2.836.425 auf T€ 2.573.609 um -9,3% sinken, ist bei den Herstellungskosten lediglich ein Rückgang von T€ 2.686.918 auf T€ 2.510.759 (-6,6%) zu verzeichnen. Bei Betrachtung der Bruttomarge in den einzelnen Segmenten ergibt sich folgendes Bild:
Die bedeutsame Veränderung geht aus dem Segment Corporate hervor. Hier sind im Geschäftsjahr 2017/18 lediglich T€ 3.939 Lizenzgebühren an die Tochtergesellschaften außerhalb des deutschen Konzernverbundes berechnet worden. Die Lizenzeinnahmen sind im Vorjahr mit T€ 74.284 um T€ 70.345 deutlich höher ausgefallen. Die Lizenzaufwendungen hingegen sind um T€ 2.544 auf T€ 61.761 (Vorjahr: T€ 59.217) angestiegen. Folglich hat sich die Bruttomarge im Segment "Corporate" deutlich verschlechtert. Im Segment "SS & M" ist die Bruttomarge ebenfalls - wenn auch mit einem Rückgang von 1,3% deutlich moderater - zurück gegangen. Ursache in diesem Segment war auch der stärkere Rückgang der Umsatzerlöse im Gegensatz zu den Herstellungskosten. Während die Umsatzerlöse um T€ 211.066 rückläufig waren, sind die Herstellungskosten lediglich um T€ 188.353 zurück gegangen. Die Bruttomarge im Segment "Seating" bleibt mit einer relativ niedrigen Abweichung von 0,3% auf konstantem Niveau. b) Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Rückgang um T€ 29.436 bzw. 48,1% von T€ 61.229 auf T€ 31.793 zu verzeichnen. Mehrere Sondereffekte begründen die höheren sonstigen betrieblichen Erträge aus dem Vorjahr:
Aus den genannten Sondereffekten resultiert ein um T€ 34.620 geringerer sonstiger betrieblicher Ertrag (Geschäftsjahr 2017/18: T€ 3.107; Vorjahr: T€ 37.727). Den geringeren Erträgen durch die Sondereffekte stehen im Geschäftsjahr 2017/18 höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 4.949 sowie höhere Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.021 gegenüber. c) Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 86.843 auf T€ 272.433 stark angestiegen. Dieser Anstieg resultiert trotz geringerer Restrukturierungsaufwendungen - die im Geschäftsjahr 2017/18 erwartungsgemäß mit T€ 23.687 deutlich geringer ausgefallen sind als im Vorjahr (T€ 61.304) - aus deutlich höheren außerplanmäßigen Abschreibungen beim Geschäfts- oder Firmenwert. Die Abschreibungen sind basierend auf einer Analyse der aktualisierten Ertragsprognose für fünf Jahre vorgenommen worden. Da die prognostizierten Erträge wahrscheinlich den enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte nicht decken werden, hat das Management entschieden den gesamten Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 218.735 (Vorjahr: T€ 107.637), davon außerplanmäßig T€ 186.098 (Vorjahr: T€ 75.000), abzuschreiben. Weiterhin ist der höhere Konzernjahresfehlbetrag - wenn auch mit einem geringeren Effekt - mit den höheren allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, den gestiegenen Vertriebskosten und dem negativen Beteiligungsergebnis zu erklären. Die allgemeinen Verwaltungskosten, die im Wesentlichen Aufwendungen für Konzernumlagen enthalten, sind um T€ 3.594 auf T€ 119.962 (Vorjahr: T€ 116.368) angestiegen. Die Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2017/18 deutlich um T€ 5.624 bzw. 29,0% aufgrund von exklusiven Sonderfrachten bedingt durch nicht vorhergesehene Produktionsschwierigkeiten und damit einhergehend Lieferengpässen insbesondere im Segment "SS & M". Das negative Beteiligungsergebnis von T€ -6.069 (Vorjahr: T€ 1.290) ist durch den Jahresfehlbetrag der at Equity bewerteten Tochtergesellschaft Adient Belgium BVBA entstanden. Gegenläufig wirkten sich die um T€ 3.795 gestiegenen Zinserträge und der Rückgang der Zinsaufwendungen um T€ 24.758 positiv auf das Konzernergebnis aus. 5.2 Finanzlage Liquidität
Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2017/18 T€ - 56.451. Dieser begründet sich im Wesentlichen aus rückläufigen Einzahlungen aus Umsatzerlösen bei unterproportional gesunkenen Auszahlungen an Lieferanten. Auszahlungen an Beschäftigte sind hingegen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Ein- oder Auszahlungen von außergewöhnlicher Größenordnung haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2017/18 T€ -108.305. Der negative Cashflow basiert im Wesentlichen auf dem Darlehen der Adient Germany Ltd. & Co. KG in Höhe von T€ 50.000 an die Adient Luxembourg Asia Holding S.a.r.l., Luxembourg/ Luxemburg sowie auf Investitionen in das Anlagevermögen. Gegenläufig wirken sich die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen auf den Cashflow aus Investionstätigkeit aus. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2017/18 negativ und beläuft sich auf T€ - 30.061. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit des Konzerns erklärt sich im Wesentlichen durch Tilgung von kurz- und langfristigen Finanzschulden im Rahmen der Kreditlinien. Die Liquidität des Konzerns war und ist zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Adient Plc., Dublin/ Irland, hat am 2. Juli 2018 eine Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2020 zugunsten der Adient Germany Ltd. & Co. KG abgegeben. Danach ist die Adient Plc., Dublin/ Irland, im Innenverhältnis, bis zu einem Betrag von T€ 500.000 verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese vor dem Hintergrund der bestehenden Liquiditätsplanung des deutschen ADIENT-Konzerns in der Lage ist, ihre Verpflichtungen während dieses Zeitraums jederzeit zu erfüllen. An die folgenden Tochtergesellschaften innerhalb des deutschen Konzernkreises hat die Adient Germany Ltd. & Co. KG ihrerseits Patronatserklärungen mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2020 abgegeben:
Aufgrund der Nachtragsvereinbarung zur Cash-Pool-Vereinbarung zwischen der Commerzbank AG und der Cash-Pool-Führerin Adient Germany Ltd & Co. KG, Burscheid, ergibt sich eine gesamtschuldnerische Mithaftung aller Cash-Pool-Teilhaber für die Cash-Pool-Verbindlichkeiten der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, gegenüber der Commerzbank AG. Zum Bilanzstichtag wurde die gewährte Kreditlinie in Höhe von T€ 7.828 nicht in Anspruch genommen. 5.3 Vermögenslage Vermögensstruktur Die Vermögenslage nach Fristigkeiten stellt sich per 30. September 2018 wie folgt dar:
Die Bilanzsumme beträgt zum 30. September 2018 T€ 1.846.334 (Vorjahr: T€ 1.816.958). Das langfristige Vermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 164.882 bzw. um 32,9% von T€ 501.717 auf T€ 336.835 vermindert.
Bei einer Klassifizierung der Bilanzposten in lang- und kurzfristiges Vermögen können die Posten aktive Rechnungsabgrenzungsposten und aktive latente Steuern dem kurzfristigen Vermögen und der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung dem langfristigen Vermögen zugeordnet werden. Demnach besteht die Bilanz zu 55% aus kurzfristigem Vermögen und zu 19% aus langfristigem Vermögen. Die nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteile persönlich haftender Gesellschafter machen 26% der Bilanzsumme aus. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind um T€ 230.607 bzw. -91,6% auf T€ 21.275 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von T€ 218.735 sowie der Abschreibung der entgeltlich erworbenen Rechte an Lizenzen in Höhe von T€ 13.074. Das Sachanlagevermögen beläuft sich zum Stichtag auf T€ 257.022 und ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 21.794 bzw. 9,3% angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Investitionen die zu einem Anstieg der technischen Anlagen und Maschinen um T€ 9.167 auf T€ 103.048 sowie zu einem Anstieg anderer Anlagen und anderer Betriebs- und Geschäftsausstattung um T€ 5.405 bzw. 41,8% führten. Bei den Finanzanlagen in Höhe von T€ 58.538 handelt es sich um eine Ausleihung an die Adient Luxembourg Asia Holding S.a.r.l., Luxembourg/ Luxemburg in Höhe von T€ 50.000 sowie um Beteiligungen an assoziierten Unternehmen. Die assoziierten Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahreswert um T€ 6.069 bzw. 41,6% verringert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf das anteilige Ergebnis der At-Equity Gesellschaften zurückzuführen. Das kurzfristige Vermögen der Gesellschaft beträgt T€ 991.244 und hat sich im Vergleich zu den Vorjahreswerten um T€ 125.546 bzw. 11,2% vermindert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises belaufen sich auf T€ 253.086 (Vorjahr: T€ 232.215). Die Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr betragen zum 30. September 2018 T€ 203.188 (Vorjahr: T€ 293.791). Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Vorräte betragen zum Stichtag T€ 157.048 (Vorjahr: T€ 250.316). Daneben verfügt der Konzern zum Bilanzstichtag über Liquide Mittel in Höhe von T€ 343.936 (Vorjahr: T€ 304.288). Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand in Höhe von T€ 1.302 beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, bestehend aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten. Investitionen Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden die folgenden wesentlichen Investitionen getätigt:
Die Investitionen in Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen wurden hauptsächlich im Segment "Seating" getätigt. Bei diesen Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um aktivierte Belieferungsrechte (Nomination Fees). Mit einem Investitionsvolumen von T€ 4.100 für den Standort Burscheid wurde durch die Ausübung des Ankaufrechts ein weiteres Headquartergebäude im Geschäftsjahr 2017/18 erworben. Die Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen wurden überwiegend im Segment "SS & M" sowie "Seating" getätigt. Bei dem Werk in Kaiserslautern wurden insgesamt Investitionen in Höhe von T€ 34.051 technischen Anlagen, andere Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau für eine neue Produktionslinie getätigt. Des Weiteren wurde im Werk in Rastatt eine bestehende Produktionslinie erweitert. Bei diesen Investitionen handelt es sich um modernere Anlagen, die in der Zukunft aktuell bestehende Anlagen ersetzen werden. Mit Vertrag vom 24. November 2017 hat die Adient Germany ein Darlehen in Höhe von T€ 50.000 an die Adient Luxembourg Asia Holding S.a.r.l., Luxembourg/ Luxemburg, vergeben. Das Darlehen ist spätestens am 24. November 2022 fällig und wird mit 4,4% p.a. verzinst. Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur nach Fristigkeiten stellt sich per 30. September 2018 wie folgt dar:
Der Komplementär ist am Eigenkapital nicht beteiligt. Das im Handelsregister eingetragene Kommanditkapital beträgt T€ 25. Zum 30. September 2018 weist die Gesellschaft einen nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil des Kommanditisten/ nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von insgesamt T€ 482.595 (Vorjahr: T€ 142.195) aus. Im Geschäftsjahr 2017/18 erwirtschaftete der Konzern - im Wesentlichen bedingt durch rückläufige Umsatzerlöse, hohe Herstellungskosten, Restrukturierungsaufwendungen, planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert und Finanzierungsaufwendungen - einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von T€ 340.401, welcher ursächlich für den signifikanten Anstieg des nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil des Kommanditisten/ nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrag ist. Das mittel- bis langfristiges Fremdkapital umfasst im Wesentlichen Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von T€ 17.686 (Vorjahr: T€ 20.901), Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 35.576 (Vorjahr: T€ 22.509), Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 4.787 (Vorjahr: T€ 4.812), sowie langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 56), aus Darlehen gegenüber Banken von T€ 165 (Vorjahr: T€ 173) und aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises von insgesamt T€ 648.242 (Vorjahr: T€ 819.255). Das kurzfristige Fremdkapital umfasst im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 272.630 (Vorjahr: T€ 278.521), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises von T€ 39.786 (Vorjahr: T€ 209.104) und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 343.084 (Vorjahr: T€ 140.845). Die kurzfristigen Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf T€ 247.502 (Vorjahr: T€ 305.651). Die kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
B. Forschung und Entwicklung
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) der weltweiten ADIENT-Gruppe sind im Geschäftsjahr 2017/18 im Wesentlichen bei der Adient Engineering and IP GmbH angefallen und betragen T€ 52.949. Bezogen auf den Umsatz ergab sich eine F&E Quote der deutschen ADIENT-Gruppe von 2,1%. Die Adient Engineering and IP GmbH hält als Zentralabteilung innerhalb der weltweiten ADIENT Konzernstruktur die zukünftigen Patente. Aus der Adient Engineering and IP GmbH wurden im Geschäftsjahr 2017/18 die weltweiten Lizenzgebühren berechnet. Dies steuerte jedoch mit einen Nettoeffekt von T€ 57.823 einen negativen Ergebnisbeitrag bei. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Geschäftsjahr 2017/18 die Lizenzgebühren an die Tochtergesellschaften in Nordamerika deutlich geringer ausgefallen, da diese Gesellschaften - bedingt durch die Verzögerungen von Produktionsstarts neuer Plattformen - keine positiven Ergebnisse erwirtschaften konnten. Die Produktentwicklungen der ADIENT-Gruppe sind hierbei individuell skalierbar auf die entsprechenden Kunden- und Marktanforderungen ausgerichtet. Hierfür wird das global ausgebaute Engineering-Netzwerk der ADIENT-Gruppe, welches insgesamt zehn zentrale Entwicklungszentren weltweit umfasst, genutzt. Diese Entwicklungszentren nutzen global einheitliche Prozesse bei der Entwicklung von Sitzprodukten. Die Gruppe ist bekannt für die Entwicklung von erfolgreichen Produkt- und Prozesstechnologien, was sowohl für die ADIENT-Gruppe als auch deren Kunden Wettbewerbsvorteile schafft. Zukünftig geht das Management von einem weiteren, stetigen Anstieg an Investitionen in Innovation aus. Hierzu verwendet die ADIENT-Gruppe eine Global Core Product Portfolio (CPP)-Strategie für die Wiederverwendung von Teilen und Designs in sämtlichen Produktanwendungen der Gruppe. Dabei können die bestehenden Basismodule um einzelne Komponenten ausgetauscht oder ergänzt werden. Mit der CPP-Strategie kann ADIENT weiterhin hochwertige Produkte bei gleichzeitiger Kostenoptimierung anbieten. Die Gesellschaft beabsichtigt weiter in die CPP-Strategie zu investieren, um den Markterfolg langfristig zu sichern und noch weiter auszubauen. C. Personal Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug zum Stichtag 6.234 Arbeitnehmer (Vorjahr: 6.473), darunter 2.878 Angestellte (Vorjahr: 2.946) und 3.356 gewerbliche Angestellte (Vorjahr: 3.527) sowie insgesamt 194 Auszubildende (Vorjahr: 215). Diese haben sich wie folgt auf die einzelnen Segmente verteilt:
Die Vergütung erfolgt überwiegend nach den jeweiligen Tarifvereinbarungen. Im Segment "Seating" erfolgt die Vergütung nach den Tarifverträgen der Nord-Westdeutschen Textilindustrie sowie dem Verband der Textil- und Bekleidungsindustrie Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Saarland e.V. Die Vergütung im Segment "SS & M" hingegen erfolgt nach den Tarifverträgen der Hessischen Metallindustrie, der Metall- und Elektroindustrie NRW, Südwestmetall und IG Metall. Gezahlt wird ein tarifliches Grundentgelt gemäß der Entgeltgruppen und in den Teilbereichen eine außertarifliche Zulage in Abhängigkeit von individuellen Gegebenheiten. Durch die weltweite Wettbewerbssituation in der Automobil- sowie der Automobilzulieferindustrie und der damit verbundenen Kosteneinsparungen sind Produktionsverlagerungen ins Ausland notwendig. Dadurch werden in Deutschland tendenziell weniger Mitarbeiter, insbesondere in der Produktion, benötigt. Der Rückgang der Mitarbeiter von 6.473 zum 30. September 2017 auf 6.234 Mitarbeiter zum 30. September 2018 ist im Wesentlichen auf Werkschließungen und Restrukturierungsmaßnahmen in den Werken in Dautphetal (Lahnwerk) (194 Mitarbeiter) und Espelkamp (126 Mitarbeiter) zurückzuführen. Bezogen auf die drei Segmente entfällt ein Rückgang von 278 Mitarbeitern auf "SS & M. Im Segment "Seating" (38 Mitarbeiter) und "Corporate" (1 Mitarbeiter) hingegen ist ein Anstieg der Mitarbeiterzahlen zu verzeichnen. Das Fehlen neuer Produktionsaufträge am Werk Dautphetal (Lahnwerk) führte nach Verhandlungen mit dem Betriebsrat zu dem Ergebnis, dass eine wirtschaftliche Produktion in dem Lahnwerk nicht mehr möglich ist. Ein Sozialplan wurde diesbezüglich mit dem Betriebsrat verhandelt und im Januar 2017 beschlossen. Durch Gesellschafterbeschluss vom 7. März 2017 wurde beschlossen, das Werk Espelkamp der Adient Seating Ltd. & Co. KG, nach einem ersten Personalabbau zum 31. Januar 2018, in der Zeit zwischen 31. März 2019 und dem 31. Dezember 2020 in Phasen zu schließen. Ein Sozialplan wurde diesbezüglich mit dem Betriebsrat verhandelt und im September 2017 beschlossen. Durch diese beiden Maßnahmen werden bis zum 31. Dezember 2020 weitere 430 Mitarbeiter des Segments "SS & M" das Unternehmen verlassen. Insgesamt ist es ein Bestreben der ADIENT-Gruppe den Mitarbeitern ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich entfalten und gleichzeitig Verantwortung für ihre Aufgaben übernehmen können. Dazu gehören ein lebendiger Austausch und eine offene Kommunikation ebenso wie das individuelle Fordern und Fördern aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Ziel der Gesellschaft ist es, jeden Einzelnen durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen zu unterstützen, sowie seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Damit wird es den Mitarbeitern ermöglicht, die berufliche Zukunft aktiv und eigenverantwortlich - durch Persönlichkeit und Fachkompetenz - mitzugestalten und damit einen wesentlichen Teil zum Unternehmenserfolg beizutragen. Dabei wird sowohl auf die fundierte Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit vielen Jahren an Bord sind, als auch auf innovative Impulse durch neue Mitglieder im Team gesetzt. D. Umweltschutz Die ADIENT-Gruppe wendet jährlich erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen auf, um Umwelt- und Arbeitsschutzgesetze einzuhalten, und führt Projekte zur Förderung und Sicherung der Compliance durch. Insgesamt sind 21 HSE (Health, Safety and Environmental) Koordinatoren direkt in den Werken für die Organisation des Arbeits- und Umweltschutzes verantwortlich. Die HSE Koordinatoren werden fachlich von zwei regionalen HSE Manager betreut. In allen Werken sind Umweltmanagementsysteme gemäß DIN ISO EN 14001 eingeführt. Dazu wurden Prozesse, insbesondere in den Bereichen Energie- und Umweltmanagement sowie Arbeitsschutzmanagement implementiert. Diese Prozesse und zugehörigen Kontrollen (Managementsysteme) sind Gegenstand einer jährlichen Aufbau- und Funktionsprüfung. Durch diverse Recyclingprojekte in den Werken werden erhöhte Anstrengungen unternommen, um Ausschussmaterial wieder in den Produktionsprozess zurückzuführen und dadurch Materialverbräuche zu reduzieren sowie Umweltbelastungen zu minimieren. Umweltschutzaspekte sind ein wesentlicher Aspekt sämtlicher Investitionsentscheidungen. Durch die Funktionsbereiche "Health, Safety and Environment" sowie "Internal Audit", durchgeführt von den zwei regionalen HSE Managern, der Unternehmensgruppe werden fortlaufend Risikoeinschätzungen durchgeführt, um Handlungsfelder und mögliche Verpflichtungspotentiale zu identifizieren. Wesentliche Risiken sind aktuell nicht erkennbar. III. Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtA. Risikobericht 1. Risikomanagementsystem Als weltweit agierender Konzern ist die ADIENT-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und nachhaltig zu steuern, ist die deutsche ADIENT-Gruppe in die umfassenden Risikomanagement- und Kontrollsysteme des US ADIENT Konzerns eingebunden. Zum globalen Risikofrüherkennungssystem gehören die interne Revision, zielorientiertes Controlling, laufende Selbsteinschätzung mit Maßnahmenkatalog sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich. Im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden Chancen- und Risikopositionen der Geschäftsaktivitäten im Hinblick auf strategische und operative Bedeutung analysiert, aufbereitet und beurteilt. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu adressieren. Durch die Konzerngeschäftsleitung werden in periodischen Abständen aktuelle Einschätzungen über Risikopotentiale des Konzerns vorgenommen und ausgewertet. Hinsichtlich des rechtzeitigen Erkennens von wesentlichen Risiken erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung sowie die regelmäßige Überwachung und Aktualisierung unseres internen Kontrollsystems auch im Zusammenhang mit den Anforderungen der US-Börsenaufsicht (SOX 404). Teil des Risikomanagementsystems ist eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen von quartalsmäßigen Fortschreibungen ("Forecast") an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Ferner werden im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Sektor- bzw. Segmentleitung die Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Funktionsbereichen frühzeitig zu erkennen. Schließlich werden regelmäßige bereichsübergreifende Kostenmeetings durchgeführt. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Besprechungen werden dazu genutzt, die Kontrollen sowie die Effizienz in den Prozessabläufen zu verbessern. Auf Basis der Planung wird - trotz Produktionsverlagerungen ins Ausland - aus langfristiger Sicht ein Umsatzwachstum angestrebt. Um hierfür die finanzielle Grundlage zu sichern, wird das Investitionsmanagement als wesentlicher Aspekt bei der Steuerung des gebundenen Kapitals betrachtet. Klare Budgetvorgaben legen den Rahmen für das Investitionsniveau und die Entwicklungsausgaben fest; der konkrete Bedarf leitet sich aus der mittelfristigen Absatzplanung und den daraus resultierenden Anforderungen an Kapazitäten und Technologien ab. Im Rahmen der jährlichen Budgetgespräche stimmen die Verantwortlichen das geplante Investitionsniveau, die Entwicklungsausgaben sowie einzelne Projekte mit der konzernweiten Finanzplanung ab und schreiben die Ergebnisse fest. Vor der konkreten Projektfreigabe steht eine zusätzliche detaillierte Prüfung, bei der die gängigen Methoden der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung genutzt werden (interner Zinsfuß, Amortisationszeit, Kapitalwert, Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kostenvergleiche). Erst wenn diese Wirtschaftlichkeitsprüfung eindeutig positiv ausfällt, wird das Projekt mit dem entsprechenden Budget genehmigt. 2. Risiken Auf Grundlage des dargestellten Risikomanagementsystems erfolgt dabei vor allem eine differenzierte Betrachtung der folgenden Risikokategorien:
* Bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von
unter 25 % wird von einem geringen Risiko ausgegangen.
Zwischen 26 % und 75 % ist von einem mittleren Risiko und
bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit über 76 % von
einem hohen Risiko auszugehen.
Volkswirtschaftliche Risiken Volkswirtschaftliche Risiken haben maßgeblichen Einfluss auf die automobilen Absatzmärkte und damit auch den Erfolg der Adient-Gruppe. Die volkswirtschaftlichen Risiken sind dabei an Annahmen und Prognosen über die Gesamtentwicklung der Weltwirtschaft gekoppelt. In Europa stellt vor allem die weitere Ausgestaltung der Beziehung zwischen der EU und Großbritannien ein bedeutendes Risiko dar. Ein Austritt Großbritanniens aus der EU, insbesondere im Falle eines harten Brexits, würde die Handelsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den verbleibenden EU-Mitgliedsstaaten erschweren. Sollten darüber hinaus die Finanzmarktteilnehmer nicht ausreichend vorbereitet sein, sind spürbare Verwerfungen an den Märkten nicht auszuschließen, was mit deutlichen negativen Auswirkungen auf die Realwirtschaft einhergeht. Dies impliziert ebenfalls negative Auswirkungen auf Konsum- und Investitionsentscheidungen von deutschen Haushalten und Unternehmen. Die Möglichkeit von Handelshemnissen in Form von Zöllen im europäischen Binnenmarkt als Folge des Brexits wird die OEM´s vor großen Herausforderungen stellen. Ein damit einhergehender Absatzrückgang bei den OEM´s kann sich negativ auf die Umsatzzahlen der Adient Gruppe auswirken. Durch den Brexit werden hinsichtlich wirtschaftlicher Beziehungen mit Gesellschaften aus UK die bürokratischen Erfordernisse, die zu höheren zeitlichen und finanziellen Aufwendungen führen werden, steigen. Zur Vermeidung dieser Mehraufwendungen und zur Minimierung von rechtlichen und steuerlichen Risiken wird die deutsche Gruppenstruktur im Geschäftsjahr 2018/19 verändert, indem die Adient Holding Ltd. (UK) die von ihr gehaltenen Kommanditanteile an den deutschen Personengesellschaften an die Adient Real Estate Holding Germany GmbH veräußert. Weiterhin wurde in diesem Zusammenhang ein Wechsel der Komplementärin der Adient Germany Ltd. & Co. KG vorgenommen. Neue Komplementärin der Adient Germany Ltd. & Co. KG wird im Geschäftsjahr 2018/19 die Adient Holding Europe Ltd., Irland. Die weltweit politischen Ereignisse in den letzten Jahren sorgen für eine Unsicherheit - insbesondere hinsichtlich möglicher Handelseinschränkungen - über die wirtschaftliche Entwicklung weltweit. So könnten eine wirtschaftspolitische Neuausrichtung der USA und China sowie Veränderungen innerhalb der EU zu restriktiveren Handelspraktiken führen. Die mögliche Einführung von Zöllen kann negative Auswirkungen auf den Absatz im Automobilmarkt haben. Dies würde folglich für einen Absatzrückgang von Sitzen und Komponenten haben und dementsprechend die Geschäftstätigkeit der Adient Gruppe negativ beeinflussen. Trotz der Unsicherheit wird zwar die Auswirkung von Zöllen auf die Vermögens-Finanz- und Ertragslage der Adient Gruppe als hoch eingestuft, jedoch wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Zöllen als gering eingestuft, weil trotz politischer Unsicherheiten die Einführung von Zöllen aus Sicht von USA, China und EU nicht ökonomisch rational ist. Weitere Risiken liegen in geopolitischen Spannungen oder terroristischen Attentaten oder Übergriffen in Europa oder anderen großen Volkswirtschaften, die die Weltwirtschaft und die internationalen Kapitalmärkte nachhaltig negativ beeinflussen können. Strategische Risiken Die Adient-Gruppe definiert ihre strategischen Ziele so, um sich nachhaltig in einem dynamischen Markt führend zu positionieren. Das strategische Risiko besteht darin, durch falsche strategische Entscheidungen des Managements finanzielle und nichtfinanzielle Ziele nicht erreichen zu können. Markt - und Absatzrisiken Die Adient-Gruppe ist stark abhängig von der globalen - insbesondere europäischen - Nachfrage an Neufahrzeugen. Diese steht im Zusammenhang mit den konjunkturellen Entwicklungen und Wachstumsraten in den geographisch unterschiedlichen Märkten. Ungünstige Marktentwicklungen wirken sich negativ auf den Absatz der Produkte der Adient Gruppe aus. Eine hohe Wettbewerbsintensität und der damit verbundene Kostendruck im Bereich Autositze und Komponenten kann die Nachfrage von Adient Produkten negativ beeinflussen. Die Adient Gruppe entgegnet diesem Risiko mit Kosteneinsparungen durch effizientere Produktionslösungen. Die Vertriebs- und Produktionsprozesse in der Adient Gruppe bieten durch ihre Flexibilität die Möglichkeit die Markt- und Absatzrisiken zu reduzieren sowie sich ergebende Chancen im Markt- oder Produktsegmenten zu nutzen. Finanz- und Liquiditätsrisiken Finanz- und Liquiditätsrisiken bestehen darin, den Finanzbedarf des Konzerns nicht decken zu können. Der Konzern muss jederzeit in der Lage sein, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und fähig sein, die finanzielle Flexibilität innerhalb der Gruppe zu gewährleisten. Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns werden als Risiken mit potentiell hoher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Die Adient Gruppe begrenzt die Finanz- und Liquiditätsrisiken durch zentral gesteuerte Maßnahmen. Aufgrund der bestehenden Patronatserklärung von T€ 500.000 durch die Muttergesellschaft, Adient Plc., sind keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Das Eigenkapital der Adient Plc. betrug zum 30. September 2018 3.672 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 7.431 Mio. US-Dollar). Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2017/18 lag bei -1.685 Mio. US Dollar (Vorjahr: 877 Mio. US Dollar). Der weltweite ADIENT Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017/18 einen positiven Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 679 Mio. US-Dollar. Dies bedeutet einen Rückgang von 67 Mio. US-Dollar gegenüber dem Vorjahr. Im letzten verfügbaren Konzernabschluss der Adient plc. sank die Liquidität im Vergleich zum Vorjahr um 687 Mio. US-Dollar auf 709 Mio. US-Dollar zum 30. September 2018. Sollte die Adient Plc. nicht in der Lage sein ihrer Verpflichtung aus der Patronatserklärung nachzukommen könnte sich dies bestandsgefährdend auswirken. Aktuell liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Muttergesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Der nach US-amerikanischen Vorschriften erstellte Konzernabschluss der Adient plc. zum 30. September 2018 wurde von PwC Detroit/USA geprüft und mit Datum vom 29. November 2018 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Illiquidität der deutschen ADIENT-Gruppe ist auf Grundlage der aktuellen Liquiditätslage und der Liquiditätsplanung für die nächsten zwei Jahre als gering einzustufen. Politische / rechtliche und gesellschaftliche Risiken Veränderte politische, rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen können unsere Geschäftsaktivitäten vor großen Herausforderungen stellen, wenn diese mit höheren Kosten verbunden sind. Grundsätzlich ist die Gesellschaft von der europäischen Automobilkonjunktur abhängig und indirekt sehr stark von der weiteren Entwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten sowie von den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen an Produktionsstandorten und Absatzmärkten. Risikoorientierte Handlungsszenarien wurden für alle Funktionsbereiche erarbeitet und in einen Maßnahmenkatalog der ADIENT-Gruppe eingearbeitet. Im Bedarfsfall können diese zielgerichtet eingesetzt werden. Aufgrund des dargestellten Risikomanagementsystems wurden im Einzelnen insbesondere folgende Risiken identifiziert:
Absatzrisiko mit den daraus resultierenden Auslastungsrisiken Grundsätzlich besteht das Risiko, von den langfristig stetig wachsenden Absatzzahlen an Neufahrzeugen, wenn auch ein Rückgang von Neufahrzeugen im Geschäftsjahr 2017/18 registriert wurde, nicht genügend partizipieren zu können. Die Folge wäre der Verlust von Marktanteilen. Im Geschäftsjahr 2017/18 war in Europa die Antriebsart Diesel Grundlage politischer und gesellschaftlicher Diskussionen. Insbesondere die Einführung von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in mehreren Städten stellen die Automobilbranche vor großen Herausforderungen. Im Bereich Gebrauchtwagenmärkte ist bereits ein Nachfrage- und Preisrückgang zu beobachten. Effekte im Bereich des Gebrauchtwagenmarktes haben jedoch keine Auswirkung auf die Absatztätigkeit der Adient Gruppe. Unsicherheit in Zusammenhang mit der Diesel Diskussionen besteht jedoch für Neufahrzeuge und folglich für den Absatz von Autositzen und Komponenten der Adient Gruppe. Durch die geplante Elektrifizierung neuer Baureihen und einer Verschiebung der Kundennachfrage von Diesel zu Benzinmotoren besteht für die Automobilindustrie das Risiko eines veränderten Lieferabrufs an fremdbeschafften Teilen von Lieferanten zu den einzelnen Automobilindustrieunternehmen. Für bestimmte Lieferanten könnte dies eine Über- oder Unterauslastung von Produktionskapazitäten zur Folge haben. Insgesamt wird das Absatzrisiko für die Adient Gruppe jedoch mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Marktrisiko mit dem daraus resultierenden Kostendruck durch die Kunden Von den Kunden geforderte Preisanpassungen im Rahmen der jeweiligen Produktlebenszyklen bedingen die permanente Optimierung der Produktionsprozesse und der Wertschöpfungskette. Auch hier wirkt der weltweite Präsenz der ADIENT-Gruppe risikomindernd. Insgesamt werden die Risiken aus dem Marktumfeld mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Beschaffungspreisrisiko Es besteht das Risiko, dass Preissteigerungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen nicht an die Kunden weitergereicht werden können und sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Die ADIENT-Gruppe ist abhängig von der Entwicklung der globalen Energie- und Rohstoffpreise. Ein Anstieg der Beschaffungspreise schlagen sich nieder in den Materialeinzelkosten der Produkte und kann das Konzernergebnis erheblich beeinflussen. Insgesamt wird das Beschaffungsrisiko mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Insolvenzrisiko bei Lieferanten Dem Insolvenzrisiko bei Lieferanten wird durch ein zeitnahes Lieferantenmanagement entgegengewirkt. Es wird versucht, der Abhängigkeit von Lieferanten durch Erweiterung des Lieferantenkreises entgegenzuwirken. Zudem unterliegt das Insolvenzrisiko bei Lieferanten einer gesonderten Überwachung durch das Management. Hier werden in ständiger Aktualisierung Handlungsszenarien erarbeitet. Insgesamt wird das Insolvenzrisiko bei Lieferanten mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Personalrisiken Damit das Unternehmen fortbestehen und sich weiterentwickeln kann, müssen hochqualifizierte Mitarbeiter eingestellt, gehalten und weiterqualifiziert werden. Nur mit diesen Führungsqualitäten und -kapazitäten und dem dazugehörigen Wissen und der Erfahrung können die strategischen Unternehmensziele realisiert werden. Hierbei können organisatorische Änderungen zu einer erhöhten Fluktuation führen. Eine erhöhte Fluktuation in Kombination mit nicht erfolgreichem Anwerben von hoch qualifizierten Mitarbeitern kann zu einem negativen Effekt auf das operative Ergebnis führen. Den fluktuationsbedingten Personalrisiken von Leistungsträgern werden durch umfangreiche Förderungsmaßnahmen entgegengetreten. Insgesamt werden die Personalrisiken mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Fremdwährungsrisiken Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften, die in US-Dollar, britischem Pfund und tschechischen Kronen denominiert sind, schließt die deutsche ADIENT-Gruppe Devisentermingeschäfte ab. Es wird von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen ausgegangen, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen. Insgesamt werden die Fremdwährungsrisiken mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Unter Vorbehalt der üblichen branchenbedingten Geschäftsrisiken, den vorgenannten Risiken sowie den aktuellen Entwicklungen sieht ADIENT zurzeit keine weiteren besonders hervorzuhebenden, insbesondere keine bestandsgefährdenden Risiken. Der Fortbestand des Unternehmens ist aus Sicht der gesetzlichen Vertreter nicht gefährdet. B. Chancenbericht Durch umfangreiche Marktanalysen verfolgt ADIENT die Strategie, zukünftige Trends zu erkennen, um mit innovativen und kostenoptimierten Produkten die Marktführerschaft als Hersteller von Sitzsystemen zu behaupten. Auf Grundlage der Analysen sind insbesondere folgende Chancen des Konzerns identifiziert worden:
* potentielle Auswirkung auf die Vermögens-
Finanz- und Ertragslage
Chancen im Bereich Absatz Angesichts der noch immer positiven wirtschaftlichen Situation in weiten Teilen der Welt und insbesondere in Europa und Deutschland besteht die Chance, dass die Welt- und Volkswirtschaft im Jahr 2019 doch kräftiger wächst als bislang angenommen. Ein deutlich stärkeres Wachstum in China, nachfragefördernde Reformen innerhalb der Eurozone, ein möglicher Verzicht auf den Brexit, weitere Wachstumsimpulse durch das Steuersenkungsprogramm in den USA und ein robusteres Konsumverhalten in den Schwellenländern könnten zu stärkeren Absatzzahlen in der Automobilindustrie führen. Weiterhin würde eine stärkere Zunahme der Nachfrage ebenfalls die Rohstoffpreise weiter stützen und hätte große positive Auswirkungen auf Rohstoffexporteure weltweit. Aus dem weltweiten Präsenz der ADIENT-Gruppe zieht die Gesellschaft entsprechenden Nutzen und erhöht die Chancen Neu- und Folgeaufträge auf den Absatzmärkten zu generieren. Ebenso profitieren die Gesellschaft von dem Einkaufsverbund innerhalb der ADIENT-Gruppe und mindern hierdurch ein potentielles Beschaffungsrisiko. Durch die ausgeprägte Kundenorientierung und eine intensive Zusammenarbeit auf allen Ebenen in der ADIENT-Gruppe werden die Voraussetzungen geschaffen, um Folgeaufträge mit Automobilherstellern abzuschließen. Dabei werden innerhalb der ADIENT-Gruppe Möglichkeiten sondiert, den Kundenkreis auf weitere Endhersteller zu erweitern bzw. die Produktpalette zu erweitern. Weiterhin wird durch permanente Kostensenkungsmaßnahmen und die kontinuierliche Optimierung der Arbeitsprozesse die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der ADIENT-Gruppe und deren Profit Center verbessert. Durch neue Sicherheits- und Umweltvorschriften sowie den Trend zu schnellen Änderungen hinsichtlich Kundenpräferenzen stehen die OEMs vor der Herausforderung, auf neue Trends und Produktinnovationen zügig zu reagieren. Dieser Trend zeigt sich nicht nur in entwickelten Wirtschaftsländern, sondern auch bei Wachstumsmärkten, sowohl auf Ebene der regulatorischen Standards als auch hinsichtlich der Kundenpräferenzen. Die ADIENT-Gruppe als Lieferant mit starken Technologien und ausgereiften Entwicklungsfähigkeiten wird die besten Chancen haben, den OEM Anforderungen nach innovativen Produkten gerecht zu werden. Mittel- bis langfristig ist ein Trend in Richtung autonomes Fahren, alternative Nutzungsmodelle wie car sharing und urbane Mobilität zu erkennen. Es besteht kein Zweifel daran, dass die autonome Fahrzeugtechnik die Zukunft der Branche dominieren wird. Adient hat ein Konzept der Inneneinrichtung für autonomes Fahren entwickelt, das in Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie den steigenden Interaktions- und Kommunikationsbedürfnissen der Verbraucher gerecht wird. Die ADIENT-Gruppe sieht die Chance darin, in Bezug auf Sitze und Inneneinrichtung für autonome Fahrzeugtechnik, die Marktführerschaft zu übernehmen. Chancen im Bereich Einkauf und Produktion Die Konzentration von Einkaufsvolumina über sämtliche Unternehmensbereiche der ADIENT-Gruppe - an denen die deutsche ADIENT-Gruppe entsprechend partizipiert -, die Überarbeitung und Bewertung des Produktportfolios mit der Konzentration auf die Kernkompetenzen des Unternehmens sowie die Umsetzung des "One Piece Flow" Produktionskonzeptes (d.h. Produktion bei deren Arbeitsorganisation der Mitarbeiter das Werkstück durch den Produktionsprozess begleitet bis zu dessen Fertigstellung. Durch die Verantwortung des Mitarbeiters für den vollständigen Arbeitsinhalt kommt es zu einer höheren Arbeitsmotivation und dadurch zu verkürzten Lieferzeiten) wird als Chance zur Realisierung von weiteren Kostenvorteilen und damit zusammenhängend Kostenoptimierung gesehen. Chancen im Bereich Personal Der Unternehmenserfolg von ADIENT ist untrennbar mit seinen Mitarbeitern verknüpft. Ihr Wissen und ihre Erfahrung ist Grundlage dafür, dass ADIENT sich weiterhin als einer der weltweit größten Hersteller von Sitzsystemen positioniert. ADIENT reagiert frühzeitig auf veränderte Markanforderungen und bereitet die eigenen Mitarbeiter auf die neuen, spannenden Herausforderungen vor. In praxisorientierter Weiterbildung sieht ADIENT die Chance darin, mit der Expertise des Personals langfristig den Unternehmenserfolg zu sichern. Die Risiken- und Chancenlage ist im Vergleich zum Vorjahr überwiegend unverändert. Als neues Risiko und auch als neue Chance wurde insbesondere vor dem Hintergrund des bevorstehenden Brexits aber auch der Diskussion um amerikanische Strafzölle die Volkswirtschaft identifiziert. C. Prognosebericht Zu Jahresbeginn 2019 weißt die Weltwirtschaft ein etwa schwächeres Wachstumstempo auf als im Vorjahr, entwickelt sich aber weiterhin solide. Wir gehen davon aus, dass sich diese moderate Verlangsamung auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. Dabei sind vor allem die Wachstumsperspektiven für die Industrieländer etwas verhaltener als im Vorjahr, während sich die Volkswirtschaften in den Schwellenländern in Summe auf einem ähnlichen Wachstumsniveau entwickeln sollten. Die meisten Konjunkturindikatoren signalisieren für die Wirtschaft der Europäischen Währungsunion für das Jahr 2019 eine erneute Verlangsamung der Wachstumsdynamik. Bei einer anhaltend robusten inländischen Nachfrage dürfte ein geringerer Beitrag des Außenhandels zu einer Wachstumsrate von lediglich rund 1,5% führen. Die Europäische Zentralbank wird unter diesen Voraussetzungen die Leitzinsen, wenn überhaupt, nicht vor dem Herbst 2019, anheben. Der Ausblick für die deutsche Wirtschaft ist ebenfalls etwas gedämpft. Wir erwarten auch hier eine Verringerung des Wachstumstempos auf weniger als 1,5%. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft im Jahr 2019 mit einem Wachstum von etwas unter 3,0% zwar noch immer solide, aber spürbar langsamer expandieren als im Vorjahr. Vor dem Hintergrund der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unter der Voraussetzung, dass es zu keinen signifikanten Abweichungen infolge politischer, ökonomischer oder auch sozialer Krisen kommen wird, geht ADIENT von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus. Diese Erwartungshaltung spiegelt sich in der erwarteten zukünftigen Entwicklung unseren finanziellen Leistungsindikatoren wieder. Wichtige Steuerungskennzahlen bei den Geschäftssegmenten "Seating" und "SS & M" sind die "Net Sales" und das "Adjusted EBIT". Die im vergangenen Geschäftsjahr prognostizierten Werte dieser Kennzahlen sind im laufenden Geschäftsjahr eingetreten. Entsprechend der Prognosen sind die Net Sales im Segment "Seating" und "SS & M" auf T€ 2.132.788 zurückgegangen. Das "Adjusted EBIT" ist im Geschäftsjahr 2017/18 höher als prognostiziert. Der Grund dafür sind Umstrukturierungsmaßnahmen. Die prognostizierten "Net Sales" für das Geschäftsjahr 2018/19 liegen im Segment "Seating" bei T€ 1.468.204 und im Segment "SS & M" bei T€ 459.530. Im Segment "Seating" wird für das kommende Geschäftsjahr 2018/19 ein "Adjusted EBIT" von T€ 177.015 und im Segment "SS & M" T€ -52.424 erwartet. Sowohl die "Net Sales" als auch das "Adjusted EBIT" sind als Steuerungskennzahl für den Geschäftsbereich "Corporate" nicht geeignet, da in diesem Bereich die Kostenaufschlagsmethode angewendet wird. Ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator im Bereich "Corporate" ist das Ergebnis nach Steuern. Hier ist im laufenden Geschäftsjahr aufgrund hoher Forschungsaufwendungen, die für die gesamte ADIENT-Gruppe anfallen, ein im Vergleich zum Vorjahr geringeres Ergebnis eingetreten. Im Geschäftsjahr 2018/19 wird ebenfalls aufgrund hoher Forschungsaufwendungen ein niedriges Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017/2018 erwartet. Die Rückflüsse aus den Lizenzgebühren und ein steigendes Ergebnis nach Steuern wird ab dem Geschäftsjahr 2019/20 zu erwarten. Hinsichtlich der Arbeitsunfälle ist davon auszugehen, dass die Arbeitssicherheit im Geschäftsjahr 2018/19 auf unverändert niedrigem Niveau verbleibt. Der Prognosebericht enthält Erwartungswerte, die abhängig sind von Umweltzuständen und folglich risikobehaftet sind. Daher können die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von den hier prognostizierten Ergebnissen und damit einhergehend den dazu formulierten Aussagen abweichen. D. Schlussbemerkung Auf Basis des Risikomanagementsystems werden wesentliche Risiken identifiziert und bewertet, auf die durch geeignete Maßnahmen reagiert wird. Die Entwicklung der wesentlichen Risiken wird regelmäßig verfolgt. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass derzeit keine tatsächlichen oder potenziellen Risikokonzentrationen bekannt sind, die den Fortbestand des Unternehmens in absehbarer Zukunft ernsthaft gefährden könnten.
Burscheid, den 05. Juli 2019 Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, die Adient Holding Europe Ltd., Coventry/ Vereinigtes Königreich. Mark Anthony Skonieczny Cathleen Ann Ebacher Michel Pierre Rose Berthelin
1 Vgl. World Bank Group, Global Economic
Prospects - The Turning of the Tide, Washington/ USA, June
2018.
Konzernbilanz zum 30. September 2018Aktiva
Passiva
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018I. Allgemeine AngabenDie Adient Germany Ltd. & Co. KG hat ihren Sitz in Burscheid und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HRA 31768). Die Adient Germany Ltd. & Co. KG ist zum Bilanzstichtag 30. September 2018 eine kleine Gesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Sie ist Muttergesellschaft des ADIENT Deutschland Konzerns. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, ist gemäß § 264b HGB von Ihrer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG ist zusammen mit ihren Tochtergesellschaften ein weltweit agierender Zulieferer der Automobilindustrie. Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft und somit der Zeitraum des Konzernabschlusses geht vom 1. Oktober eines jeden Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der Konzernabschluss wurde unter der Annnahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Der Konzernabschluss der Adient Germany Ltd. & Co. KG wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache veröffentlicht. II. Konsolidierungskreis1. Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 201 7/ 1 8 Die Adient Engineering and IP GmbH, Burscheid als persönlich haftender Gesellschafter und die Adient Interiors Engineering Europe GmbH, Burscheid als Kommandist haben am 22. November 2017 die Firma Adient Verwaltungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Burscheid errichtet. Die Firma wurde am 24. November unter der Nummer HRA 33059 im Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen. 2. Anteilsbesitzliste im Geschäftsjahr 201 7 /1 8 Die vollständige Anteilsbesitzliste der Adient Germany Ltd. & Co. KG zum 30. September 2018 ist im Folgenden aufgelistet. Bei den unten gelisteten Personengesellschaften ist das Mutteruntenehmen Adient Germany Ltd. & Co. KG oder ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen unbeschränkt haftende Gesellschafterin.
Es liegen für alle aufgeführten inländischen Konzerngesellschaften Beschlüsse der Gesellschafter vor, für das Geschäftsjahr 2017/18 die Befreiungsvorschrift § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch zu nehmen.
3. Assoziierte Tochterunternehmen Die in den Konzernabschluss einbezogenen Steel Automotive-Gesellschaften haben einen Abschlussstichtag am 31. Dezember und bilanzieren daher zu einem abweichenden Abschlussstichtag. In den Konzernabschluss wird die jeweils letzte vorliegende Bilanz der aufgeführten assoziierten Unternehmen zugrunde gelegt. Auf die Aufstellung eines Zwischenabschlusses zum Konzernabschlussstichtag wird aus Praktikabilitäts- und Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Es liegen keine wesentlichen Abweichungen der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden vor. III. KonsolidierungsgrundsätzeIn den Konzernabschluss werden neben der Adient Germany Ltd. & Co. KG die von der Gesellschaft direkt oder indirekt beherrschten in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt im Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung durch das Mutterunternehmen. Die Endkonsolidierung wird im Zeitpunkt des Wegfalles der Beherrschung vorgenommen. Der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Anteil am Eigenkapital, am Jahresergebnis und am Gesamtergebnis wird in der Konzern-Bilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapitals. Zur Bilanzierung des Kaufes eines Tochterunternehmens wird die Erwerbsmethode angewendet. Nach dieser Methode sind bei Unternehmenszusammenschlüssen sämtliche identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des übernommenen Unternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs anzusetzen. Soweit die Summe aus der Gegenleistung des Erwerbers, dem beizulegenden Zeitwert etwaiger zuvor bereits am Tochterunternehmen gehaltener Anteile und dem Wert der Anteile anderer Gesellschafter den Betrag des neubewerteten Nettovermögens des Tochterunternehmens übersteigt, ist ein Geschäftswert zu aktivieren. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird, nach sorgfältiger Überprüfung der Ermittlung, sofort ertragswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, sofern es sich um einen einzelnen Unternehmenszusammenschluss handelt. Die Kapitalkonsolidierung nach den §§ 300, 301 HGB wird nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Hierbei werden die Wertansätze der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen mit den hierauf entfallenden Anteilen am Eigenkapital des Unternehmens verrechnet. Die Konsolidierung erfolgt auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Sie sieht eine Bewertung der Anteile im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten vor. Zu den folgenden Stichtagen sind die Anteile unter der Berücksichtigung konsolidierungsspezifischer Effekte um die Veränderung des anteiligen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortzuschreiben. Die Equity Bilanzierung erfolgte gem. § 312 HGB nach der Buchwertmethode. Der jeweilige Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird als Firmenwert, beginnend im Jahr seiner Entstehung, über eine pauschale Nutzungsdauer von zehn Jahren im Sinne des § 253 Abs. 3 S. 3 HGB abgeschrieben, da eine tatsächliche Nutzungsdauer nicht verlässlich schätzbar ist. Auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien wird verzichtet. Ebenso wird auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen im Rahmen der Equity Bilanzierung verzichtet, da die für die Beurteilung maßgeblichen Sachverhalte nicht zugänglich sind. Bei der Schuldenkonsolidierung werden in der konsolidierten Bilanz die sich entsprechenden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen inklusive der Forderungen aus Cash-Pooling der Adient Germany Ltd. Co. KG aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung bei den Umsatzerlösen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegen die entsprechenden Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen aufgerechnet worden. Die anderen Erträge aus Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind ebenfalls mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Eliminiert wurden die Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen, die Zinsen aus gruppeninternen Kreditgewährungen sowie Kostenumlagen. Zwischengewinne aus konzerninternen Veräußerungsvorgängen der Tochtergesellschaften werden vollständig eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen wird im Rahmen der Equity Bilanzierung verzichtet. In dem Konzernabschluss wird die jeweils letzte vorliegende Bilanz der aufgeführten assoziierten und vollkonsolidierten Unternehmen zugrunde gelegt. Auf die Aufstellung eines Zwischenabschlusses zum Konzernabschlussstichtag wird aus Praktikabilitäts- und Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden erstellt. Der Konzernabschluss wird in der Berichtswährung Euro aufgestellt. Die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt entsprechend den von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Tagesmittelkursen am Abschlussstichtag bzw. historischen Kurse für das übrige Eigenkapital.. Aufwands- und Ertragsposten sowie die Zahlungsflüsse von ausländischen Gesellschaften werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in die Berichtswährung umgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung werden direkt erfolgswirksam erfasst. Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert, konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die erforderlichen Steuerlatenzen gebildet. IV. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenFür die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich analog die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht übersteigen. Geschäfts- oder Firmenwerte deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden gem. § 253 Abs.3 Satz 3 HGB planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über einen typisierten Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Dies ist der Fall, wenn Schätzungsunsicherheiten dazu führen, dass die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Bei den identifizierten Schätzungsmöglichkeiten handelt es sich unter anderem um variierende Lebenszyklen der Produkte. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuzuordnenden Anschaffungsnebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird in Anspruch genommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Ausleihung wird mit dem Nennwert angesetzt. Es wird von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf der Aktivseite offen von dem Posten "Vorräte" abzusetzen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von dem Posten Vorräten abgesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Eine Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird nicht gebildet. Mit Vertrag vom 26. Juni 2018 wurde zwischen der Adient Ltd. & Co. KG, Burscheid, der Adient Interiors Ltd. & Co. KG, Burscheid, der Adient Saarlouis Ltd. & Co. KG, Saarlouis sowie den tschechischen Schwestergesellschaften Adient Czech Repubic k.s. und Adient Bor s.r.o. und der Ester Finance Titrisation eine Factoringvereinbarung mit einer Volumenhöhe von bis zu T€ 200.000 pro Monat abgeschlossen. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen wird auf Ester Finance Titrisation übertragen. Die Factoringvereinbarung sieht dennoch vor, dass unsere Gesellschaften im Namen von Ester Finance Titrisation für den Zahlungseinzug vom Kunden verantwortlich bleiben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensumrechnung betrifft den aktivischen Überhang von verrechenbaren Deckungsvermögen über den Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen für die Adient Interiors Ltd. & Co. KG und wird unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erläutert. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat September 2018 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst (gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F.), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,34 %. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, beträgt 2,43 %. Der Unterschiedsbetrag zu dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre (Zinssatz: 2,43 %) beläuft sich zum 30. September 2018 auf T€ 11.356. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,65 % zugrunde gelegt. Eine unterstellte Fluktuation p.a. wurde nicht in die Bewertungsannahmen einbezogen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet und nach der "projected unit credit"- Methode (PUC) ermittelt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,98 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Arbeitsverdienst im Sterbefall werden nach Maßgabe der Projected Unit Credit Methode (PUC) bewertet. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsleistungen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,43 % und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Jubiläen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für zukünftige vertragliche Rückbau-/ Renovierungsverpflichtungen aus Mietverhältnissen werden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden die (jeweilige) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 1,5 % bis 2 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus bestehenden Lieferverpflichtungen erfolgt auf Vollkosten-Basis für die Lieferverpflichtungen der auf den Stichtag folgenden 12 Monate. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die unterjährige Verbuchung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine langfristigen Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Latente Steuern Die in den Konzern einbezogenen Kapitalgesellschaften bilden insgesamt eine ertragsteuerliche Organschaft, wobei die Adient Germany Ltd. & Co. KG als Steuerschuldnerin bzw. -gläubigerin für die Gewerbesteuer fungiert. Körperschaftsteuer wird auf Ebene der Kommanditistin der Adient Germany Ltd. & Co. KG, der Adient Holding Germany Ltd. erhoben. Die einbezogenenen Personengesellschaften werden als Treuhand-KGs konsolidiert. Demzufolge fallen bei den in den Konzern einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften im Wesentlichen keine tatsächlichen Ertragsteuern an. Zusätzlich zu der Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern werden latente Ertragsteuern für Abweichungen zwischen den Steuerwerten und den HGB-Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden gebildet, deren Umkehr sich steuerbelastend (latente Steuerschulden) bzw. steuerentlastend (latente Steueransprüche) auswirkt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Dem gegenüber werden latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß der §§ 300 bis 306, 310 und 312 HGB beruhen, gebildet und fortentwickelt. Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt saldiert. Der Berechnung liegen die am Abschlussstichtag gültigen Steuersätze zugrunde, es sei denn, eine Steuersatzänderung ist für den Zeitraum der voraussichtlichen Umkehr der temporären Differenzen bzw. erwarteten Nutzung von Verlustvorträgen und Steuergutschriften bereits beschlossen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Gewerbesteuersatz von 14,80 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. V. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Wesentliche immaterielle Vermögenswerte resultieren aus Unternehmensakquisitionen. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind überwiegend in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte wird mit einer pauschalen Nutzungsdauer von 10 Jahren im Sinne des § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB angesetzt, da eine tatsächliche Nutzungsdauer nicht verlässlich schätzbar ist. Der angesetzte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert ausschließlich aus dem Erwerb der Automotive Sparte von Johnson Controls. Schätzungsunsicherheiten resultieren unter anderem aus variierenden Lebenszyklen der Produkte. Aufgrund der Tatsache, das die für die kommenden Jahre prognostizierten Erträge nicht die Vermögenswerte und somit die darin enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte decken werden, hat das Management entschieden die gesamten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 218.735 abzuschreiben. Dieser Betrag setzt sich aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 32.637 sowie außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von T€ 186.098 zusammen. Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Zu der Konsolidierung der at equity bewerteten Unternehmen werden folgende Angaben gemacht:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 490.261 (Vorjahr: T€ 562.186), davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte in Höhe von T€ 203.188 (Vorjahr: T€ 293.791). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Forderungen gegen Schwesterngesellschaften außerhalb des deutschen Teilkonzerns in Höhe von T€ 253.086 (Vorjahr: T€ 232.215). Bei den Forderungen gegenüber Schwesterngesellschaften handelt es sich in Höhe von T€ 220.487 (Vorjahr: T€ 230.564) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im wesentlichen Ansprüche aus inländischer Umsatzsteuer in Höhe von T€ 19.483 (Vorjahr: T€ 22.258) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 8.691 (Vorjahr: T€ 8.275). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Beträge größeren Umfangs innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände, welche rechtlich erst nach dem Abschlussstichttag entstanden sind, liegen nicht vor. 3. Eigenkapital Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Aufgrund einer Änderung im Einzelabschluss der Adient Germany Ltd. & Co. KG zum 30. September 2017 wurden der Ausweis des nicht durch Vermögenseinlage gedeckten Fehlbetrages des Kommanditisten sowie des nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrags in laufender Rechnung korrigiert 4. Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 35.576 (Vorjahr: T€ 22.509). Der Ausweis erfolgt saldiert mit den Aktivwerten aus zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Vereinbarungen (Contractual Trust Agreement) in Höhe von T€ 83.741 (Vorjahr: T€ 102.696). Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beträgt T€ 12.848 (Vorjahr: T€ 20.146).
Bei Anwendung des von der Deutschen Bundesbank im Monat September 2018 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren i.H.v. 2,43 % hätte sich ein Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden von T€ 117.555 (Vorjahr: T€ 114.305) ergeben. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB, der sich zwischen den Verpflichtungen auf Basis eines zehn- statt siebenjährigen Durchschnittzinses ergibt, beläuft sich auf T€ 11.356 (Vorjahr: T€ 9.700). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2018 gliedern sich wie folgt:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen T€ 0. Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundschulden. Zum 30. September 2018 bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Commerzbank AG aus Cash Pool. Es bestehen keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber der unmittelbaren bzw. mittelbaren Gesellschafterin Adient Holding Europe Ltd. bzw. der Adient Holding Germany Ltd. aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und aus Cash-Pooling. Beträge größeren Umfangs innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten, welche rechtlich erst nach dem Abschlussstichttag entstanden sind, liegen nicht vor. 6. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften, die in CZK, GBP, USD und EUR denominiert sind, werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Es wird von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen ausgegangen, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen. Zum 30. September 2018 handelt es sich bei den eingesetzten Finanzinstrumenten um Devisentermingeschäfte, deren Werte in der folgenden Übersicht dargestellt sind:
Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen Devisentermingeschäfte. Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis von Devisenterminkursen. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um schwebende Geschäfte. Nur für die aus diesen schwebenden Geschäften bestehenden drohenden Verluste werden Drohverlustrückstellungen zum 30. September 2018 in Höhe von T€ 49 gebildet. Die Devisentermingeschäfte sind fällig zwischen dem 25. Oktober 2018 und 25. März 2020. Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB bestehen nicht. 7. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag 30. September 2018 ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern i.S.d. § 274 Abs. 1 HGB. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt. Gleichwohl werden gem. § 306 HGB latente Steuern gebildet, die auf Konsolidierungsmaßnahmen beruhen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 81 und die aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 212 ergeben sich aus diversen Bewertungsunterschieden bei der Überleitung zur Handelsbilanz III. Der angewandte Steuersatz beträgt 14,80 % für alle konsolidierungspflichtigen Unternehmen. Die latenten Steuern entstanden im Wesentlichen aufgrund von temporären Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen (aktiv/passiv) sowie temporären Unterschieden aufgrund von Zwischenergebniseliminierungen.
VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Nach Tätigkeitsbereichen:
Der Tätigkeitsbereich "Seating" beinhaltet die Segmente Foam, Trim, Fabrics sowie Complete Seat Systems. Nach Teilelieferungen an Kunden und Verbund:
Nach geografisch bestimmten Märkten:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 24.195 (Vorjahr: T€ 19.246). Diese betreffen hauptsächlich Preis- und andere Risiken aus Diskussionen zwischen der Gesellschaft und deren Stammkunden für langfristige Kundenbeziehungen in Höhe von T€ 9.857 (Vorjahr: T€ 5.916), Auflösungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von T€ 2.548 (Vorjahr: T€ 5.887), ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von T€ 951 (Vorjahr: T€ 3.020) sowie die Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von T€ 3.500 (Vorjahr: T€ 955). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind des Weiteren Gewinne aus dem Abgang von Gegenstände des Anlagevermögens T€ 2.026 (Vorjahr: T€ 10.962) enthalten. Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen auch Erträge aus der Währungsumrechnung T€ 5.571 (Vorjahr: T€ 4.550) enthalten. Periodenfremde Erträge betragen insgesamt T€ 24.195 (Vorjahr: T€ 36.304) und resultierten im Wesentlichen aus den Auflösungen von Rückstellungen. 3. Material- und Personalaufwendungen Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen im Sinne des § 275 Abs. 3 Nr. 2 HGB (Umsatzkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
Personalbezogene Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 186.098 (Vorjahr: T€ 75.000) enthalten. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, welche die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, liegen nicht vor. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung aufgrund einmaliger Restrukturierungsmaßnahmen für Abfindungen und Kosten für Auffanggesellschaften insgesamt in Höhe von T€ 23.687 sowie Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 218.735 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Einzelwertberichtigungen auf überfällige Forderungen sowie Forderungsverluste aus Umsatzsteuerforderungen in Höhe von T€ 1.670 (Vorjahr: T€ 4.210) enthalten. 5. Finanzergebnis
Innerhalb der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren T€ 5.386 (Vorjahr: T€ 4.807) aus Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine Aufwendungen für Vorperioden enthalten. Periodenfremde Erträge aus Steuererstattungen oder aus der Auflösung eines nicht verbrauchten Teils der Steuerrückstellungen für ein vergangenes Geschäftsjahr sind nicht entstanden. Die Erträge aus latenten Steuern i.H.v. T€ 134 resultieren aus unterschiedlichen Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen. 7. Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand der ADIENT-Gruppe im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Die Auswirkungen von Akquisitionen und Desinvestitionen sind gesondert ausgewiesen. Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, bestehend aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten sowie gegenläufig Kontokorrentverbindlichkeiten. Es bestehen keine Verfügungsbeschränkungen über den Finanzmittelfonds. Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr T€ -56.451. Dieser begründet sich im Wesentlichen aus rückläufigen Einzahlungen aus Umsatzerlösen bei unterproportional gesunkenen Auszahlungen an Lieferanten. Auszahlungen an Beschäftigte sind hingegen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Ein- oder Auszahlungen von außergewöhnlicher Größenordnung haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr T€ -108.305. Der negative Cashflow basiert im Wesentlichen auf das Darlehen der Adient Germany Ltd. & Co. KG in Höhe von T€ 50.000 an die Adient Luxembourg Asia Holding S.a.r.l., Luxembourg/ Luxemburg sowie auf Investitionen in das Anlagevermögen. Gegenläufig wirken sich die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen auf den Cashflow aus Investionstätigkeit aus. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Geschäftsjahr negativ und beläuft sich auf T€ - 30.061. Der negative Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit des Konzerns erklärt sich im Wesentlichen durch Tilgung von kurz- und langfristigen Finanzschulden im Rahmen der Kreditlinien. Die Liquidität des Konzerns war und ist zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Adient Plc., Dublin/ Irland, hat am 02. Juli 2018 eine Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2020 zugunsten der Adient Germany Ltd. & Co. KG abgegeben. Danach ist die Adient Plc., Dublin/ Irland, im Innenverhältnis, bis zu einem Betrag von T€ 500.000, verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese vor dem Hintergrund der bestehenden Liquiditätsplanung des deutschen ADIENT-Konzerns in der Lage ist, ihre Verpflichtungen während dieses Zeitraums jederzeit zu erfüllen. VII. Sonstige Angaben1. Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2017/18 getätigten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beläuft sich auf T€ 52.949 (Vorjahr: T€ 47.676). Davon entfallen keine Aufwendungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. 2. Arbeitnehmer Es waren durchschnittlich beschäftigt:
Bei den assoziierten Unternehmen waren durschnittlich 567 (Vorjahr: 642) Mitarbeiter beschäftigt. 3. Geschäftsführung und Vertretung Während des Geschäftsjahres und bis zum Aufstellungszeitpunkt gehören folgende Personen der Geschäftsführung der geschäftsführenden Komplementärgesellschaft an:
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich zum 30. September 2018 auf T€ 819 (Vorjahr: T€ 1.135). 4. Haftungsverhältnisse Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:
Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. 5. Außerbilanzielle Geschäfte Für Kreditaufnahmen im Rahmen des Cash-Poolings wurden mit verbundenen Unternehmen unbesicherte Kreditlinien vereinbart. Die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien durch Konzernunternehmen ist deutlich günstiger als eine vergleichbare Kreditaufnahme bei Kreditinstituten. Grundsätzlich besteht hier ein Forderungsausfallrisiko. Zum Bilanzstichtag wurde die gewährte Kreditlinie (T€ 7.800) nicht in Anspruch genommen. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Bei den Leasing- und Mietverträgen handelt es sich um sogenannte Operating Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 7. Bericht erstattung zu Kapitalmanagement Die Ziele der ADIENT-Gruppe im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen im Wesentlichen in der Aufrechterhaltung und Sicherstellung einer optimalen Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten, in der Sicherstellung ausreichender liquider Mittel und in dem aktiven Management des Nettoumlaufvermögens. Das Net Working Capital beläuft sich zum 30. September 2018 auf T€ 68.479 (Vorjahr: T€ 168.127). Das Risikomanagementsystem des ADIENT-Gruppe für das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und einzelne Marktrisiken, insbesondere Zinsrisiken, Währungsrisiken und sonstige Preisrisiken, wird einschließlich seiner Ziele, Methoden, Prozesse und Maßnahmen zur Überwachung im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts dargestellt. 8. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Zusammenfassung aller wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen nach Geschäftsarten:
Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. 9. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
10. Konzernabschluss Die Adient Germany Ltd. & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Adient Plc., Dublin/ Irland, einbezogen, welches den größten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Unternehmenshomepage abrufbar unter: http://investors.adient.com/financial-information/sec-filings Als verbundenes Unternehmen werden entsprechend der Definition des § 271 Abs. 2 HGB alle zum Konsolidierungskreis der Adient Plc. zu rechnenden Tochter- und Mutterunternehmen angesehen. 11. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Um die deutsche Konzernstruktur zu verschlanken ist mit Wirkung zum 21. Januar 2019 die Adient Bochum GmbH & Co. KG, Burscheid, aufgelöst worden. Sie wurde durch Anwachsung mit der Adient Ltd. & Co. KG, Burscheid, verschmolzen. Hieraus ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen. Am 21. Januar 2019 teilte die Geschäftsführung mit, dass sie einen Stellenabbau in den lokalen Entwicklungsabteilungen der Standorte Burscheid, Kaiserslautern und Solingen plane. Diese Restruktuierungsmassnahme umfasst etwa 200 Arbeitsstellen und soll bis zum 30.08.2019 umgesetzt sein. Mit Wirkung vom 1. März 2019 wird, infolge des Brexits, die Adient Real Estate Holding Germany GmbH, Burscheid die Adient Holding Ltd., Vereinigtes Königreich als Kommanditisten in den folgenden deutschen Gesellschaften ersetzen:
Mit Wirkung vom 1. März 2019 wird, infolge des Brexits, die Adient Holding Europe Ltd., Irland die Adient Holding Europe Ltd., Coventry/ Vereinigtes Königreich, als persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid ersetzen. Mit Vertrag vom 20. Dezember 2018 trat die Adient Zwickau GmbH, Zwickau dem zwischen der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Interiors Ltd. & Co. KG, Burscheid, sowie der Adient Saarlouis Ltd. & Co. KG, Saarlouis und Ester Finance Titrisation geschlossenen Vertrag über eine Factoringvereinbarung mit einer Volumenhöhe von bis zu T€ 200.000 bei. Mit Datum 28. Februar 2019 hat die Adient Fibrit Ltd. & Co. KG, Wuppertal das Grundstück Raffineriestraße 1 in Neustadt a.d. Donau zum Preis von T€ 8.700 veräußert. Mit Datum 28.Februar 2019 hat die Adient Fibrit Ltd. & Co. KG, Wuppertal das Grundstück Goseburgstraße 1-3 in Lüneburg zum Preis von T€ 8.200 veräußert. Mit Datum vom 25.01.2019 ist Dr. Detlef Walter Jürss, Group Vice President & General Manager Product Group Seating Components, Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid als Geschäftsführer der geschäftsführenden Komplementärgesellschaft Adient Holding Europe Ltd., Coventry/ Vereinigtes Königreich, abberufen worden. Mit Datum vom 25.01.2019 ist Michel Pierre Rose Berthelin, Vice President EMEA Seating, Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid zum Geschäftsführer der geschäftsführenden Komplementärgesellschaft Adient Holding Europe Ltd., Coventry/ Vereinigtes Königreich, bestellt worden.
Burscheid, den 5. Juli 2019 Die Geschäftsführung der geschäftsführenden Komplementärgesellschaft Mark Anthony Skonieczny Cathleen Ann Ebacher Michel Berthelin Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2017/2018
Konzernkapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018
Konzerneigenkapitalspiegel zum 30. September 2018
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Adient Germany Ltd. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 5. Juli 2019 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Harald Wimmer, Wirtschaftsprüfer ppa. Thorsten Weigand, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 30.9.2018 wurde am 12.7.2019 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
5 nahegelegene Organisationen
ODeCon engineering GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Herstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Sol in one GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen