RAJAPACK GmbH
Carl-Metz-Straße 12, 76275 Ettlingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefanie Meyer seit 1.7.2025 | Prokura |
Danièle Rose Marcovici seit 25.7.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
RAJA S.A. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RAJAPACK GmbHEttlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft und Wirtschaftsbericht 1. Unsere Gesellschaft und unsere Entwicklung (Geschäftsmodell) Die französische Unternehmensgruppe RAJA zeichnet sich seit 1954 durch ihren Kunden-Service, ihre Innovationsdynamik sowie ihr Know-how aus und bietet ihren nunmehr insgesamt über 2.000.000 Kunden in Europa erstklassige Lösungen und zahlreiche Produkte rund ums Verpacken, Versenden und Lagern. Insgesamt 390.000 m 2 Lagerfläche und 15 Logistikcenter ermöglichen es, bestellte Ware schnell in 19 Länder Europas zu liefern. Mit rund 4.500 Mitarbeitern erzielte die RAJA-Gruppe im Jahr 2023 einen Jahresumsatz von 1,7 Mrd. €. RAJA ist ein europäischer Marktführer im Vertrieb von Verpackungen, Lager- und Betriebsausstattung, Hygiene- und Reinigungsprodukten sowie von persönlichen Schutzmitteln und seit der Übernahme von JPG in Frankreich, Mondoffice in Italien und Kalamazoo in Spanien im Jahr 2019 ein wichtiger Akteur auf dem Markt für Bürobedarf und -möbel. Die Übernahme von Viking, einschließlich des Account Business von Office Depot Europe, Ende 2021 ermöglicht es der Gruppe, ihre geografische Abdeckung zu vervollständigen, ihre Positionen in diesem strategischen Markt zu stärken und zum Marktführer im BtoB-E-Commerce auf dem europäischen Markt für Bürobedarf zu werden. Eine der größten ausländische Gesellschaften ist die RAJAPACK GmbH, Ettlingen, die wiederum Alleingesellschafterin der Gesellschaft in Österreich ist. Unter der Marke "RAJA" bieten wir als Verpackungsexperten unseren Kunden qualitativ hochwertige Produkte zum günstigen Preis. Das erfolgreiche, kundenorientierte Markenkonzept wurde auch im Jahr 2023 weiter ausgebaut. Im aktuellen Katalog finden sich mehr als 9.000 innovative und bewährte Verpackungslösungen mit einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis. Alle Produkte sind direkt ab dem Zentrallager in Belgien lieferbar - bundesweit in 24/48 Stunden. Besonderen Wert legen wir auf unseren umfassenden Service und eine professionelle Kundenbetreuung. Ein kompetentes Serviceteam berät die Kunden telefonisch und nimmt Bestellungen entgegen - wochentags von 7:30 bis 18:00 Uhr. Per Fax, Post oder E-Mail sowie im Online-Shop unter www.rajapack.de ist das Bestellen rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche möglich. Unser Kundenstamm zeichnet sich durch eine hohe Diversifikation aus. Wir bieten ein breites Sortiment an Verpackungsmaterial, einen umfassenden Service und vor allem eine schnelle Lieferung. 2. Entwicklung der Wirtschaft, des Versandhandels und der Verpackungsbranche Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. In einem krisengeprägten Umfeld stockte die deutsche gesamtwirtschaftliche Entwicklung und dadurch betrug kalenderbereinigt der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Nach wie vor waren die Preise auf allen Wirtschaftsstufen hoch und dämpften dadurch die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Somit stoppte die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020. Trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr war das BIP 2023 um 0,7 % höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. Laut dem Statistische Bundesamt in Wiesbaden exportierte Deutschland Waren im Wert von 1.562 Mrd. Euro, wohingegen es Waren für 1.353 Mrd. importierte. Damit sanken die Exporte gegenüber 2022 um 2 % Prozent und die Importe verringerten sich um 10 %. Die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher belastete im Jahr 2023 erneut den Gesamtumsatz im deutschen E-Commerce, welcher deutlich sank. So sank der Brutto-Umsatz mit Waren 2023 erstmals zweistellig um 11,8 % auf 79,7 Mrd. Euro. Ebenso sank der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) 2023 zweistellig. Es wird erwartet, dass die Talsohle im deutschen E-Commerce im Laufe dieses Jahres erreicht wird, denn das 4. Quartal 2023 und das erste Quartal 2024 verzeichnete nur noch einen einstelligen Rückgang seit Frühsommer 2022 und weist auf eine künftige Stabilisierung der Umsätze hin. Im Jahr 2023 belief sich der Umsatz der deutschen Papier- und Verpackungsindustrie auf 14 Mrd. Euro. Dieser Industriezweig beinhaltet die Herstellung von Wellpapier/ -pappe sowie die Herstellung von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und Pappe. Den größten Anteil am Umsatz hatte die Wellpapier/ -pappenproduktion. Laut dem Verband der Papierindustrie ging die Produktion 2023 um rund 14 % auf 18,6 Mio. Tonnen zurück. Somit sank diese auf den niedrigsten Wert der vergangenen 20 Jahre. Der Absatz brach stark um 13 % auf 18,8 Mio. Tonnen ein. Der Branchenumsatz fiel überproportional um 27 % auf 15,5 Mrd. Euro und weist auf empfindliche Preisnachlässe zu Lasten der Wirtschaftlichkeit der Unternehmen hin. Bei Alufolie und bei einseitig gestrichenem Papier sanken ebenfalls die Preise. Der Preisrückgang bei Alufolie war hauptsächlich auf niedrigere Umrüstungskosten zurückzuführen. Im Allgemeinen blieben die Papierpreise für Kunden tendenziell stabil. Aufgrund der stagnierten Nachfrage im Jahr 2023, waren Preiserhöhungen seitens der Lieferanten nur schwer oder gar nicht durchzusetzen. Ende des letzten Jahres setzte die Verpackungsindustrie ihren Preistrend mit stabilen Preisen fort. Es wird trotz eines endenden Lagerabbaus im 4. Quartal 2023 von einer stabilisierenden Nachfrage im Jahr 2024 ausgegangen. In den letzten drei Monaten des Jahres 2023 kam es zu gemischten Ergebnissen bei den Preisen für das Güterbündel flexible Verpackungsmaterialien, welches zur Bewertung der Märkte in ganz Europa herangezogen wird. Während die Preise für HDPE-Kunststoffe um 7 % und für LDPE-Kunststoffe um 8 % gegenüber dem Vorquartal stiegen, fielen die anderen Ergebnisse heterogener aus. Auch bei Verpackungspapieren und -karton wurde ein deutlicher Rückgang um 7 % festgestellt. Die Entwicklung bei Hygienepapieren und Spezialpapieren war mit jeweils einem Rückgang von 6 % weniger stark ausgeprägt. Papier und Pappe können als Indikatoren für die Konjunkturentwicklung gesehen werden. Betrachtet man die Bauvorhaben, dann waren diese in den letzten Monaten des Jahres 2023 unter anderem wegen hohen Baukosten rückläufig. Die meisten Baumaterialien waren nach wie vor teurer als 2021, dem Jahr vor der Energiekrise. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gab es im Jahr 2023 zudem durchweg bei allen mineralischen Baustoffen Preissteigerungen. So stiegen beispielsweise die Preise für Zement um 32,3 %. Nur Baubedarfsartikeln aus Kunststoff stiegen moderat an. Vergleichsweise stiegen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte ohne Berücksichtigung der Energiepreise um 3,7 % im Vergleich zu 2022. Die wirtschaftliche Schwäche im Jahr 2023 infolge steigender Energie- und Transportkosten sowie nunmehr die volatile Lage im Nahen Osten und die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine führten zu einer Nachfrageschwäche und wirken sich negativ auf die Aussichten für 2024 aus. Hinzu kommt ein anhaltender Trend zur Digitalisierung, der immer deutlichere Spuren hinterlässt. 3. Personal Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 135 Mitarbeiter bei unserer Gesellschaft beschäftigt. Unsere Mitarbeiter sind in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Produktmanagement sowie IT, Finanzen und Verwaltung tätig. Zudem bilden wir derzeit 4 Auszubildende an unserem Standort aus. B. Darstellung der Lage der Gesellschaft 1. Die Vermögens- und Finanzlage a) Vermögenslage Im Vergleich zum 31.12.2022 erhöht sich die Bilanzsumme minimal um 83 TEUR auf 16.876 TEUR (Vorjahr: 16.793 TEUR). Das Anlagevermögen sank um 332 TEUR auf 5.070 TEUR (Vorjahr: 5.402 TEUR) und der Anteil sank auf 30,0 % (Vorjahr: 32,2 %). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 207, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 70 TEUR entspricht. Investiert wurde insbesondere in ein CRM-System. Die österreichische Tochtergesellschaft verzeichnete einen Umsatzrückgang von 8,9 % gegenüber dem Vorjahr. Infolgedessen ist das Ergebnis nach Steuern um 162 TEUR auf 969 TEUR gesunken. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 423 TEUR auf 11.611 TEUR (Vorjahr: 11.188 TEUR). Dies entspricht einen Anteil von 68,8 % (Vorjahr: 66,6 %). Die Ursache für diese Veränderung liegt insbesondere in den gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der daraus resultierenden Zunahme der Kassenbestände. Das Eigenkapital erhöhte sich um 1.307 TEUR auf 11.129 TEUR (Vorjahr: 9.822 TEUR). Die Eigenkapitalquote liegt nunmehr bei 66,0 % (Vj. 58,5 %). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft in 2023 (-3.100 TEUR) sowie dem Jahresüberschuss 2023 (+4.407 TEUR). Das Fremdkapital reduzierte sich um 1.230 TEUR auf 5.712 TEUR (Vorjahr: 6.942 TEUR) und hatte damit einen Anteil von 33,8 % (Vorjahr: 41,3 %) am Gesamtkapital. Die Veränderungen resultierten aus einer Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-339 TEUR) sowie einer stichtagsbezogenen Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten (-250 TEUR). Ferner verzeichnen wir eine Reduzierung der Rückstellungen i.H.v. 662 TEUR gegenüber dem Vorjahr, insbesondere die Steuerrückstellungen sind um 607 TEUR gesunken. b) Finanzlage Das Working Capital hat sich geschäftsbedingt von 4.217 TEUR im Vorjahr auf 5.865 TEUR im Jahr 2023 verbessert und stieg somit um +39,1 % an. Zum Bilanzstichtag bestanden nicht in Anspruch genommene Kontokorrentlinien. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr jederzeit nachkommen. Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 3.098. 2. Die Ertragslage Trotz Rückgang des Rohertrages (Umsatzerlöse sowie sonstige betriebliche Erträge abzüglich des Materialaufwands) um -236 TEUR auf 30.267 TEUR (Vorjahr: 30.503 TEUR) stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (= Ergebnis vor Steuern) um +684 TEUR an. Die Umsatzrendite der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2023 8,9 % und stieg somit um 1,9%-Punkte gegenüber dem Vorjahr an, wobei der Umsatz und das EBITDA Jahresergebnis unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Im Einzelnen sind dabei folgende Punkte zu berücksichtigen:
Bei den nichtmonetären Leistungsindikatoren haben wir insbesondere ein Augenmerk auf die Kundenzufriedenheit und die Servicequalität. Mit dem "Deutschen B2B-Award 2023", konnten wir hierbei einen beindruckenden Erfolg verbuchen. 3. Fazit Entgegen unserer Prognose aus dem Vorjahr hat sich aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage der Umsatz um 11,3 % verringert. Höhere Inflation durch hohe Preise in allen Wirtschaftsbereichen sowie ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland führte zu einem herausforderndem Marktumfeld. Aufgrund eines sehr guten Kostenmanagement sowie einer guten Margenentwicklung gelang es Rajapack sein Ergebnis nach Steuern um 506 TEUR auf 4.413 TEUR zu steigern und stellte mit diesem guten Ergebnis die Geschäftsführung insgesamt zufrieden. C. Zukünftige Entwicklung 1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung Entgegen den Erwartungen befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr von 2023/2024 in einer Rezession, insbesondere wird die Erholung der Industriekonjunktur erst später einsetzen. Alles in allem ist zu erwarten, dass die ökonomische Leistung im ersten Halbjahr weiter rückläufig ist und das eine spürbare gesamtwirtschaftliche Erholung erst in der zweiten Hälfte eintreten wird. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird insgesamt nur um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr zunehmen. Folglich wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich um 0,7 %-Punkte nach unten korrigiert. Im nächsten Jahr soll das Wirtschaftswachstum dann bei einem Zuwachs von 1,5 % liegen. Die konjunkturelle Abschwächung wird zu einer Verlangsamung des Beschäftigungsaufbaus führen und vorerst zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich in diesem Jahr durchschnittlich um 0,2%-Punkte höher liegen als noch im Jahre 2023 und somit auf 5,9 % ansteigen. Erst ab dem Jahre 2025 dürfte sich die Quote wieder auf das Niveau von etwa 5.6% verringern. Es ist zu erwarten, dass die Inflationsrate in den kommenden Jahren weiter abnehmen wird, nämlich von durchschnittlich 5,9 % im vergangenen Jahr auf 2,3 % in diesem Jahr und schließlich auf 1,6 % im nächsten Jahr. Insbesondere ist davon auszugehen, dass die Gas- und Strompreise für die Verbraucher erschwinglicher werden. Somit dürfte die Energiekomponente während des Prognosezeitraums den Preisauftrieb dämpfen. Die Kerninflation (welche die Preissteigerung ohne Berücksichtigung der Energiepreise sind) wird sich langsamer verringern und sowohl dieses als auch nächstes Jahr mit Werten von jeweils 2,8 % bzw. 2,2 % über der Gesamtinflationsrate liegen. Es zeichnet sich ab, dass die Teuerungsrate bei arbeitsintensiven Dienstleistungen aufgrund anhaltend hoher Lohnkosten nur langsam zurückgehen wird. Das Defizit im Staatshaushalt soll sich sowohl in diesem als auch im folgenden Jahr auf ungefähr 1,8 % bzw. 1,0% des Bruttoinlandsproduktes reduzieren (2022 2,1 %). Der Saldo der Leistungsbilanz soll bis zum Jahr 2025 auf 6,6 % des BIP sinken. Die gesamte Handelsbranche muss sich neuen Herausforderungen stellen. Seit einigen Jahren spielt die Digitalisierung hierbei eine große Rolle. Aus diesem Grund setzen immer mehr Händler auf den Onlinehandel, insbesondere auf zugängliche E-Commerce-Konzepte. Dies führt zu einer Verbesserung der Vergleichsmöglichkeiten für die Kunden und somit zu einem verstärkten Wettbewerb. Prognosebericht Daher wird Rajapack auch in Zukunft seine Stärken wie Service, Qualität und Kundenorientierung durch Innovationen nachweisen müssen. Für 2024 erwarten wir eine verhalten positive Entwicklung und planen daher eine leichte Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Wir gehen im Wesentlichen davon aus, dass sich die Auftragslage im Jahr 2024 positiv entwickelt. Es ist zu erwarten, dass es zu Kostensteigerungen bei Waren- und Dienstleistungen sowie im Personalbereich kommt. Des Weiteren beabsichtigen wir Investitionen in die Informationstechnologie zu tätigen. Aufgrund dieser Kostenerhöhungen wird eine unterproportionale Steigerung des EBITDA erwartet. Auch das Arbeitsleben hat sich während der Pandemie drastisch verändert und das Homeoffice bzw. das Mobile Office hat sich mittlerweile zu einer gängigen Arbeitsform entwickelt. Aufgrund vieler Vorzüge hat sich diese Arbeitsweise teilweise auch bei der Rajapack etabliert. Aufgrund der sehr guten Bonität unseres Unternehmens verfügen wir über freie Kreditlimits bei unseren Kreditinstituten. 2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Als Chancen für unsere künftige Entwicklung sehen wir:
Risiken für unsere künftige Entwicklung, werden bei RAJA systematisch erfasst, u.a. durch ein ausführliches Planungs- und Berichtssystem und unserem Internen Audit. Wir sehen im Wesentlichen folgende Punkte:
Bei Verpackungsmaterialien in Europa wird von einer anhaltenden Veränderung der gesetzlichen und umwelttechnischen Anforderungen ausgegangen. Dadurch erwartet die Verpackungsbranche künftig neue Impulse, wie beispielsweise durch innovative Verpackungslösungen aus Papier, die eine nachhaltige Alternative zu fossilbasierten Kunststoffen bilden. Die aktuell volatile Situation im Nahen Osten und die Unsicherheiten infolge des Krieges in der Ukraine haben sich negativ auf die Prognosen für das Jahr 2024 ausgewirkt. Auch wenn Rajapack nicht direkt unter den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten leidet, spüren wir doch die makroökonomischen Folgen davon. Wir gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation 2024 verbessern wird. Mit einer gewissen Vorsicht haben wir für das kommende Jahr eine Umsatzsteigerung i.H.v. 5,2 % eingeplant. Insgesamt sind zum Berichtszeitpunkt bei unserer Gesellschaft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, bzw. einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Ettlingen, 6. Mai 2024 Danièle Marcovici, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
ANHANG zum 31. Dezember 2023Rajapack GmbH, EttlingenAllgemeine Hinweise Die RAJAPACK GmbH hat ihren Sitz in Ettlingen, und ist eingetragen in das Handelsregister HRB 505005, Amtsgericht Mannheim. Der Jahresabschluss der Firma Rajapack GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB auf. Von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB sowie die Bewertungsgrundsätze wurden unverändert angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und so weit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear zwischen 3 und 33 Jahre abgeschrieben. Das Aktivierungswahlrecht für direkt zuordenbare Fremdkapitalzinsen wird nicht ausgeübt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für diese beweglichen Gegenstände wird der Abgang im Jahr des Zugangs angenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Marktwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen wurden gebildet. Die Umrechnung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr erfolgt mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aktive latente Steuern wurden aufgrund des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Erläuterung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungsspiegel
Verbindlichkeitsspiegel
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte gegenüber Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen gemäß § 265 Abs. 3 HGB Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.652,7 (Vorjahr TEUR 2.991,2). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich TEUR 970,2 (Vorjahr TEUR 1.017,2), sowie Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 75,8 (Vorjahr TEUR 90,6). Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen nahezu ausschließlich Inlandsumsätze. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 30,1 (Vorjahr TEUR 6,2) im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Es ergaben sich periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 78,6 (Vorjahr TEUR 82,2) im Wesentlichen durch erhöhte Bonusaufwendungen. Sonstige Pflichtangaben Ergebnisverwendung Für das Kalenderjahr 2023 wurde am 17. Mai 2023 eine Dividende in Höhe von EUR 3.100.000,00 beschlossen. Die Ausschüttung erfolgte am 24. Mai 2023. Damit ergibt sich folgender Bilanzgewinn:
Die Geschäftsführung regt, vorbehaltlich der Zustimmung der Gesellschafterin, an den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführerin ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Personalbestand Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 135 Mitarbeiter beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen ca. TEUR 783,7. Geschäftsführung Hinsichtlich der Angaben zu den Geschäftsführergehältern wird die Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Beteiligungen
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die hier zu berichten wäre. In Bezug auf die aktuelle Entwicklung verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Konzernverhältnisse und Rechnungslegung Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für die gesamte Raja Gruppe aufstellt, ist die RAJA S.A. Tremblay en France, Frankreich, der am Sitz des Unternehmens erhältlich ist.
Ettlingen, 06. Mai 2024 Danièle Marcovici, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Feststellung und Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 23. Mai 2024 festgestellt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem als Anlagen bis beigefügten Jahresabschluss der Rajapack GmbH, Ettlingen, zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rajapack GmbH, Ettlingen: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rajapack GmbH, Ettlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rajapack GmbH, Ettlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzliche Vertreterin ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die gesetzliche Vertreterin dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die gesetzliche Vertreterin verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 6. Mai 2024 Rödl
& Partner GmbH
Kiesel, Wirtschaftsprüfer Germeroth, Wirtschaftsprüfer |
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