Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH

Alte Ruhrorter Straße 42, 47119 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 7963
Eingetragen
17.5.2002
Branche
Betrieb von HäfenBeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
(1) Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb, die Erschließung, die Sanierung, die Baureifmachung, die Bebauung, die Veräußerung, die Vermietung und Verpachtung sowie die Vergabe von Erbbaurechten von Grundstücken für logistische und andere gewerbliche Nutzungen. Darüber hinaus der Betrieb öffentlicher Häfen, der Betrieb eigener und fremder Eisenbahninfrastruktur sowie der Bau und die Vermietung von Suprastrukturanlagen wie z.B. Logistikhallen und Umschlaganlagen. (2) Die Gesellschaft strebt eine angemessene EigenkapItalverzinsung (bezogen auf Stammkapital und Rücklagen) an, ist aber darüber hinaus nicht aüf Gewinnerzielung ausgerichtet. (3) Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Tätigkeiten auszuüben die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu fördern. (4) Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge sowie Managementverträge, abzuschließen

Historie

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Management

NameRolle
Vanessa Hanhart
seit 20.1.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Berni Peters
seit 17.5.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Duisburger Hafen AG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Duisburger Hafen AG
Germany
260.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum 31.12.2008

Bilanz

Aktiva

  EUR EUR 31.12.2007
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   21.260,05 33.888,29
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, Betriebs- und Verwaltungsgebäude 109.113.382,25   91.314.851,38
2. Technische Anlagen 14.950.663,13   11.829.913,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.424,65   158.592,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 439.503,40   11.333.131,39
    124.656.973,43 114.636.488,67
    124.678.233,48 114.670.376,96
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   9.861,14 139,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 352.916,98   123.803,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 291.070,55   91.302,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.022.801,65   2.777.022,85
    4.666.789,18 2.992.128,31
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   117.229,72 58.524,81
    4.793.880,04 3.050.792,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten   433.256,64 473.325,16
    129.905.370,16 118.194.494,38

Passiva

     
  EUR EUR 31.12.2007
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00   260.000,00
II. Kapitalrücklage 20.191.675,24   20.191.675,24
    20.451.675,24 20.451.675,24
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen   61.600,00 95.200,00
C. Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 6b EStG   1.875.968,70 1.162.343,70
D. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 84.708,21   84.708,21
2. Sonstige Rückstellungen 7.247.192,51   4.891.038,47
    7.331.900,72 4.975.746,68
E. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.131.951,80   40.281.857,89
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 927.202,50   1.364.007,78
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 50.800.456,64   43.245.757,45
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 636.019,98   785.842,89
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.570.889,90   5.798.542,85
    100.066.520,82 91.476.008,86
F. Rechnungsabgrenzungsposten   117.704,68 33.519,90
    129.905.370,16 118.194.494,38

Gewinn- und Verlustrechnung

  EUR EUR 2007
EUR
1. Umsatzerlöse 14.088.061,35   11.383.774,70
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.364.424,63   637.333,07
    16.452.485,98 12.021.107,77
3. Materialaufwand 331.352,93   196.137,94
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.920.006,08   3.607.058,13
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.989.825,59   4.579.122,52
    13.241.184,60 8.382.318,59
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 208.507,94   195.508,22
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.461.615,04   4.720.077,83
davon an verbundene Unternehmen TEUR 2.669 (Vj. TEUR 2.247)      
    -5.253.107,10 -4.524.569,61
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -2.041.805,72 -885.780,43
9. Sonstige Steuern   244.345,62 175.719,39
10. Erträge aus Verlustübernahme   2.286.151,34 1.061.499,82
11. Jahresergebnis   0,00 0,00

Anlagespiegel

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  1.1.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und          
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 438.785,73 0,00 3.951,24 0,00 434.834,49
  438.785,73 0,00 3.951,24 0,00 434.834,49
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, Betriebs- und Verwaltungsgebäude 112.780.530,84 15.995.528,02 3.463.058,09 9.517.807,94 134.830.808,71
2. Technische Anlagen 13.991.871,27 2.391.737,28 445.304,87 1.815.323,45 17.753.627,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 329.354,73 13.408,10 0,00 0,00 342.762,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.333.131,39 439.503,40 0,00 -11.333.131,39 439.503,40
  138.434.888,23 18.840.176,80 3.908.362,96 0,00 153.366.702,07
  138.873.673,96 18.840.176,80 3.912.314,20 0,00 153.801.536,56
         
  Kumulierte Abschreibungen
  1.1.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und        
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.897,44 8.677,00 0,00 413.574,44
  404.897,44 8.677,00 0,00 413.574,44
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, Betriebs- und Verwaltungsgebäude 21.465.679,46 4.251.747,00 0,00 25.717.426,46
2. Technische Anlagen 2.161.958,00 641.006,00 0,00 2.802.964,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.762,10 18.576,08 0,00 189.338,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  23.798.399,56 4.911.329,08 0,00 28.709.728,64
  24.203.297,00 4.920.006,08 0,00 29.123.303,08
         
  Buchwerte
  31.12.2008
EUR
31.12.2007
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und    
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.260,05 34
  21.260,05 34
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, Betriebs- und Verwaltungsgebäude 109.113.382,25 91.315
2. Technische Anlagen 14.950.663,13 11.830
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.424,65 159
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 439.503,40 11.333
  124.656.973,43 114.637
  124.678.233,48 114.671
     

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gesellschaft ist mit der Duisburger Hafen AG, Duisburg (duisport), als alleinige Gesellschafterin, und deren Tochtergesellschaften als verbunden im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB anzusehen. Sie wird in den von der duisport aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Dieser ist bei der duisport erhältlich.

Die Gesellschaft hat mit der alleinigen Gesellschafterin am 21. Dezember 1998 dahingehend einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, dass sie sich der Leitung der Duisburger Hafen AG unterstellt und sich verpflichtet, ihren Gewinn an die Gesellschaft abzuführen. Während der Vertragszeit entstehende Verluste müssen von der duisport ausgeglichen werden. Mit der duisport besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftssteuerliche Organschaft.

Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Zuschüsse und planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Berücksichtigung der steuerlich zulässigen Sätze. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert zwischen EUR 150 und EUR 1.000, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wird ein jahresbezogener Sonderposten gebildet. Dieser Sonderposten wird linear über 5 Jahre abgeschrieben. Im Berichtsjahr fertiggestellte Vermögensgegenstände wurden aus den Anlagen im Bau bzw. geleisteten Anzahlungen auf entsprechende Konten des Anlagevermögens umgebucht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind zu Nennwerten angesetzt, dabei wurde das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Vorräte sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungsbetrag und Verfügungsbetrag (Disagio) werden aktiv abgegrenzt und über die Laufzeit des Darlehens aufgelöst.

Aufgrund der Materialität des Betrages und zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Duisburger Hafen AG mit EUR 50.800.456,64 (Vorjahr EUR 43.245.757,45) als gesonderter Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" gezeigt. Die entsprechenden Beträge wären bei einem anderen Ausweis mit unter der Position "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" zu zeigen, da es sich bei der Duisburger Hafen AG um die oberste Konzerngesellschaft handelt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Dieser ist als Anlage A dem Anhang beigefügt.

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  31.12.2008
TEUR
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
TEUR
31.12.2007
TEUR
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
TEUR
Lieferungen und Leistungen 353 0 124 0
Verbundene Unternehmen 291 0 91 0
Sonstige Vermögensgegenstände 4.022 0 2.777 0
  4.667 0 2.992 0

Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Zuschussbescheiden (TEUR 3.968).

2. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Disagiobeträge zu in 2000 und 2007 aufgenommenen Darlehen in Höhe von TEUR 419.

3. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Im Berichtsjahr wurde plangemäß der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen entsprechend dem zugehörigen Zeitanteil aufgelöst.

4. Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 6b EStG

Im Berichtsjahr wurden Gewinne aus Grundstücksgeschäften in Höhe von TEUR 714 in den Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 6b EStG eingestellt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für unterlassene Instandhaltung und für andere Aufwendungen gebildet.

6. Verbindlichkeiten

  31.12.2008
TEUR
Restlaufzeit unter 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
31.12.2007
TEUR
Restlaufzeit unter 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
Kreditinstitute 45.132 8.244 23.157 40.282 7.528 20.739
Lieferungen und Leistungen 927 927 0 1.364 1.364 0
Gesellschafter 50.800 -74 50.874 43.245 -765 44.010
Verbundene Unternehmen 636 636 0 786 786 0
sonstige Verbindlichkeiten 2.571 703 0 5.799 3.486 459
  100.066 9.801 74.031 91.476 12.399 65.208

Die Finanzierung der Investitionen in die Infra- und Suprastruktur auf dem Logport-Gelände erfolgte unter anderem durch die Aufnahme von Krediten. Zum Bilanzstichtag werden deshalb Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 45,1 Mio. ausgewiesen. Von den Verbindlichkeiten haben EUR 13,7 Mio. eine Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren. EUR 30,0 Mio. sind durch Eintragung von Grundschulden besichert. Verlustausgleichsansprüche aus dem Unternehmensvertrag mit der Duisburger Hafen AG wurden zur Sicherheit abgetreten.

Zum Bilanzstichtag bestand gegenüber der Gesellschafterin eine Verbindlichkeit aus Darlehen mit Rangrücktritt in Höhe von EUR 50,9 Mio.

Kurzfristige Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 74 wurden seitens der HDR mit dieser Darlehensverbindlichkeit bilanziell verrechnet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen ein zinsloses Investitionsdarlehen des Eisenbahn-Bundesamtes (EUR 2,2 Mio.) sowie im Voraus abgerufene Investitionszuschüsse für laufende Projekte (EUR 0,2 Mio.). EUR 1,8 Mio. des Investitionsdarlehens weisen eine Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren auf.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Zinssicherungs-Swaps über ein Nominalvolumen von EUR 4,0 Mio. bei einer Restlaufzeit von bis zu 7 Jahren. Der Marktwert betrug zum Stichtag TEUR - 317.

Da die Swaps der Absicherung des Zinsrisikos aus bilanzierten, variabel verzinslichen Verbindlichkeiten dienen, wurde für den negativen Marktwert keine Drohverlustrückstellung gebildet.

Dingliche Belastungen Fläche
in qm
Belastung der Grundflächen
in %
Erbbaurechte 65.679 3,2
Grunddienstbarkeiten Leitungen/ Brunnen 881.916 42,7
Wegerechte und andere Rechte 188.833 9,2
  1.136.428 55,1

Aus einem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Duisburger Hafen AG resultieren unbefristete sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von jährlich EUR 0,8 Mio. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus konzerninternen Verträgen weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund EUR 2,1 Mio. bis 2009.

Weitere finanzielle Verpflichtungen bestehen gegenüber konzernexternen Gesellschaften in Höhe von TEUR 71. Das Bestellobligo für Investitionen beträgt EUR 1,2 Mio. (brutto ohne Berücksichtigung von Zuschüssen).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

Die Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH erzielt ihre Umsatzerlöse durch Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden sowie aus logistischen Dienstleistungen auf dem logport-Gelände in Duisburg-Rheinhausen. Erträge aus Grundstücksverkäufen werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 14.088 (Vorjahr TEUR 11.384) setzen sich wie folgt zusammen:

Pachten Grundstücke TEUR 3.961 (Vorjahr TEUR 3.451), Pachten Infra- und Suprastruktur TEUR 8.508 (Vorjahr TEUR 7.631), Grundstücksverkäufe TEUR 1.444 (Vorjahr TEUR 294), logistische Dienstleistungen TEUR 136 (Vorjahr TEUR 0), Sonstige TEUR 39 (Vorjahr TEUR 8).

8. Sonstige betriebliche Erträge

  31.12.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Auflösung des Sonderpostens für Investitions- zuschüsse 34 34
Zuschüsse 233 161
Schadensersatzleistungen 1.243 0
Auflösung von Rückstellungen 661 208
Übrige 193 234
  2.364 637

9. Materialaufwand

  31.12.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe 199 166
Fremdleistungen 132 30
  331 196

10. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

  31.12.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 9 8
Sachanlagen - planmäßig 4.911 3.599
  4.920 3.607

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

  31.12.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Fremdleistungen für Instandhaltung 3.367 1.447
Dienstleistungen von Konzerngesellschaften 2.143 2.096
Einstellung Sonderposten gem. 6b EStG 714 285
Rechtskosten/ Versicherungen 548 248
Werbung 401 102
förderfähige Aufwendungen Erschließung/Vermarktung 356 255
Übrige 461 146
  7.990 4.579

Im Wesentlichen verteilen sich die Dienstleistungen von Konzerngesellschaften auf die Duisburger Hafen AG, die duisport agency GmbH sowie auf die dfl duisport facility logistics GmbH.

Im Berichtsjahr wurden Gewinne aus Grundstücksgeschäften in Höhe von TEUR 714 in den Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 6b EStG eingestellt.

Die Fremdleistungen für Instandhaltungen beinhalten insbesondere eine Rückstellungsbildung im Zusammenhang mit der Sanierung der Bodenplatte des Bahnterminals auf dem logport Gelände in Höhe von EUR 1,8 Mio. für die im Berichtsjahr eine Schadenersatzleistung vereinnahmt wurde, sowie Aufwendungen für Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages mit der dfl duisport facility logistics GmbH (TEUR 786).

12. Zinsergebnis

  31.12.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 209 195
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.462 -4.720
(davon gegenüber Gesellschaftern) (-2.669) (-2.247)
  -5.253 -4.525

13. Sonstige Steuern

Der Aufwand aus sonstigen Steuern (TEUR 244) ergibt sich aus der Grundsteuer des laufenden Geschäftsjahres 2008.

14. Erträge aus Verlustübernahme

Die gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag von der alleinigen Gesellschafterin zu übernehmenden Verluste führten zu Erträgen aus Verlustübernahme in Höhe von EUR 2,3 Mio.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Eigene Mitarbeiter wurden im Geschäftsjahr 2008 nicht beschäftigt.

Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2008:

Berni Peters, Kaufmann, Mülheim an der Ruhr (bis 25. April 2008)

Markus Teuber, Jurist, Duisburg

Markus Bangen, Rechtsanwalt, Düsseldorf (ab 25. April 2008)

Die Eintragung der Abberufung von Herrn Berni Peters sowie der Berufung von Herrn Markus Bangen zum Geschäftsführer in das Handelsregister erfolgten am 28. Mai 2008.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführer haben keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

 

Duisburg, den 26. März 2009

Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH

Die Geschäftsführung

Markus Teuber

Markus Bangen

Lagebericht

Geschäftszweck der Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH (HDR) ist der Erwerb, die Sanierung, die Baureifmachung, Bebauung und Vermarktung des ehemaligen Hüttenwerkgeländes in Duisburg-Rheinhausen sowie weiterer Flächen zur Integration in den Hafen Duisburg. Die Vermarktung erfolgt unter der Marke "logport". Die HDR ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Duisburger Hafen AG.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der HDR betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. 14,1 Mio. € (2007: rd. 11,4 Mio. €). Der Verlust des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von rd. 2,3 Mio. € (2007: rd. 1,1 Mio. €) wird von der Duisburger Hafen AG im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichen.

Bereinigt um die Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken (2008: rd. 1,4 Mio. €; 2007: rd. 0,3 Mio. €) konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr um rd. 1,6 Mio. € höhere Umsatzerlöse erzielt werden. Die zusätzlichen Umsätze resultieren aus Miet- und Pachteinnahmen für das D3T-Containerterminal und aus Pachtrevisionen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich von - 0,9 Mio. € (2007) um 1,1 Mio. € auf -2,0 Mio. € (2008) verschlechtert. Gründe hierfür sind neben den Vorfinanzierungskosten für die umfangreichen Investitionen in den Standort logport II vor allem Einmalbelastungen im Zusammenhang mit gewährten Investitionszuschüssen sowie Instandhaltungsaufwendungen.

Vermarktung

Zu den Vermarktungserfolgen der letzten Jahre kamen auch in 2008 neue Ansiedlungen hinzu. So konnte auf dem logport I-Areal in 2008 durch die Eröffnung des Containerterminal D3T erstmals im europäischen Hinterland ein Reeder-Containerterminal errichtet werden. Dieses Terminalkonzept ist eine Antwort auf die schnell wachsenden Ladungsströme und die Stau-Situationen in den Seehäfen. Zusätzlich wurde eine erste große Teilfläche von 35.000 qm des logport II-Areals in 2008 an einen Schlüsselkunden vermarktet.

Der Erfolg, der auf logport ansässigen Unternehmen bewirkte im Berichtsjahr eine weitere Nachfrage nach Erweiterungsflächen für die Expansion der Betriebe auf dem Logistik-Gelände. So wurde im letzten Quartal ein Grundstück (Größe 14.000 qm) an den Projektentwickler Halog GmbH, Rastatt, verkauft. Auf diesem Grundstück wird künftig der Ausbau eines von der Firma Siemens AG, Erlangen, genutzten Objektes entstehen. Außerdem wurde zum Jahreswechsel eine Erweiterungsfläche an die Firma Union Stahl GmbH, Duisburg, veräußert, die bereits seit mehreren Jahren ihre Geschäfte auf dem logport-Gelände betreibt und weiter expandiert. Außerdem wurde ein 31.000 qm großes Grundstück an die Firma Indunorm Hydraulik GmbH, Duisburg, veräußert, die dort neu angesiedelt wird.

Baumaßnahmen

Schwerpunkt der Baumaßnahmen des Geschäftsjahres 2008 waren Baureifmachung und Erschließung des logport II-Geländes, die zum Jahresende planmäßig beendet werden konnten. Insbesondere die termingerechte Fertigstellung der 300m langen Uferwand, der Gleise sowie die Montage und Inbetriebnahme des Container-Portalkrans sind hier zu nennen. Darüber hinaus wurde schon in 2008 die Finanzierung der ersten Ausbaustufe für die Umschlagkapazitäten auf dem logport II-Areal gesichert. Zur Arrondierung und Aufwertung des Areals wurde Anfang 2008 in unmittelbarer Nachbarschaft zu logport II ein weiteres Grundstück in Wanheim erworben. Mit dem Geländeerwerb wurden die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, um die Straßen- und Gleisanbindung am Standort entscheidend zu verbessern.

Um das logport I-Gelände in östlicher Richtung besser an das öffentliche Straßennetz anzubinden, wurde der Bau der "Osttangente" vollendet. Die Straße wurde nach Abwicklung von Restarbeiten Mitte Oktober für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Auch auf logport I wurden die Terminalkapazitäten in 2008 ausgebaut. Seit dem Frühjahr steht für bahn- und wasserseitigen Umschlag ein zusätzlicher Containerportalkran in einem neuen Terminal zur Verfügung. Die neue Terminalstruktur ermöglicht, einen signifikanten Anteil von Gateway-Verkehren über die Drehscheibe Duisburg abzuwicklen und in das europäische Hinterland zu transportieren.

Durch den Ausbau der Terminalkapazitäten auf logport I und logport II wird die Wettbewerbsfähigkeit Duisburgs als Europas zentraler Hinterlandhub weiter gestärkt.

Chancen und Risiken

Aufgrund der limitierten Größe der von der HDR entwickelten Flächen ist angesichts der enormen Vermarktungsgeschwindigkeit der letzten Jahre nur noch kurzfristig Potential für weitere Neuansiedlungen vorhanden. Neben einer effizienten Hafeninfrastruktur ist von entscheidender Bedeutung, dass potenzielle Investoren attraktive Flächenareale angeboten werden können, um wertschöpfende Logistik ansiedeln zu können und in der Folge Güterströme über den Hub logport zu lenken. Deshalb steht die Akquisition neuer geeigneter Areale auch im Fokus der HDR. In 2008 konnte neben dem beschriebenen Flächenzuwachs zur Arrondierung von Logport II gegen Ende des Jahres ein weiteres zusammenhängendes Grundstück (rd. 85.000 qm) von der Aurelis Real Estate erworben werden. Es handelt sich dabei um einen ehemaligen Rangierbahnhof in Hohenbudberg.

Von dem allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung bleibt in 2009 auch die Logistikbranche nicht verschont, so dass Forderungsausfälle von Pächtern der HDR nicht ausgeschlossen werden können, auch wenn es dazu noch keine aktuellen Anhaltspunkte gibt. Die langfristigen Wachstumstreiber der Branche (z.B. internationale Arbeitsteilung) bleiben jedoch erhalten, so dass finanzielle Engpässe vorübergehender Art bei einzelnen Kunden nicht unmittelbar zu wirtschaftlichen Belastungen der HDR führen.

Die HDR ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der duisport-Gruppe integriert. Sonstige wesentliche Preisänderungs-, Ausfall - und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die für die Beurteilung der Lage und die voraussichtliche Entwicklung der HDR von Belang sind bestehen nicht. Zinsrisiken wurden durch den Abschluss von Darlehensverträgen mit Festzinsvereinbarungen bzw. durch den Abschluss von Zinsderivaten abgesichert. Die Liquiditätsbeschaffung der Gesellschaft ist durch nachrangige Gesellschafterdarlehn und langfristige Bankendarlehen gesichert. Sie ist in das konzernweite Cash-Pooling der duisport-Gruppe eingebunden und verfügt aufgrund abgeschlossener Gesellschafterdarlehn über ausreichend Liquidität. Mit der Duisburger Hafen AG besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Stichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.

Ausblick

Seit vielen Jahren wurden in Duisburg durch hohe Investitionen in die Infra- und Suprastruktur die Voraussetzungen für überproportionales Wachstum im Logistikmarkt geschaffen. Logport ist mittlerweile eine international vernetzte Warendrehscheibe für die zentraleuropäischen Märkte.

Damit auch über das Jahr 2008 hinaus Flächenpotential für Neuansiedlungen geschaffen werden können, wird die HDR in weiteren Stufen von der Landesentwicklungsgesellschaft NRW (LEG) mehrere Areale erwerben. Bereits im Frühjahr 2009 wird eine Teilfläche von rund 90.000 qm übernommen. Die zusätzlichen Umsatzerlöse aus den künftigen Neuansiedlungen und die damit zusammenhängenden Pachtzahlungen werden die Ertragslage der Gesellschaft schrittweise verbessern.

Künftig sollen kleinere Terminals (z.B. im Ruhrgebiet oder am Niederrhein) stärker mit dem Logistikstandort Duisburg vernetzt werden und über innovative Konzepte Zugang zum internationalen KV-Netzwerk erhalten. Hierfür wurde der Beitrag der HDR im Förderwettbewerb des Wirtschaftsministeriums "Logistik.NRW" in 2008 ausgezeichnet und die künftig dafür erforderlichen Investitionen finanziell berücksichtigt. Da insbesondere kleinere Terminals nicht über das nötige Aufkommen zum Aufbau der erforderlichen Netzwerke verfügen, können auf diese Weise nachhaltig Verkehre auf umweltfreundliche Verkehrsträger verlagert werden und dem langfristig wachsenden Verkehrsaufkommen auf Fernstraßen begegnet werden.

 

Duisburg, den 26. März 2009

Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH

Markus Bangen

Markus Teuber

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, in Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichende sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 20. April 2009

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