UNITED HEAVY LIFT GmbHLiquidiert

20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 135281
Vorher
United Heavy Lift Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
9.2.2015
Branche
Güterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und LuftfahrzeugenGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind alle mit der See- und Flussschifffahrt im unmittelbaren oder mittelbaren Zusammenhang stehenden Transport-, Speditions- und Handelsgeschäfte einschließlich der Vertretung von Schifffahrtsgesellschaften, Reedereien und Reedern sowie Managementdienste und sonstige Schifffahrtsdienste wie Bereederung, Charter und Vercharterung von Seeschiffen im In- und Ausland sowie alle mit diesen Gegenständen in Verbindung stehenden Geschäfte, der Anund Verkauf sowie die Verwaltung von Seeschiffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Leif Müller
seit 6.8.2019
Prokura
Andreas Rolner
seit 22.5.2019
Geschäftsführer
Lars Bonnesen
seit 22.5.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNITED HEAVY LIFT GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

UNITED Heavy Lift GmbH, Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Dieser Lagebericht enthält sowohl Aussagen zum vergangenen als auch zum zukünftigen Geschäftsverlauf der UNITED Heavy Lift GmbH, Hamburg. Den Aussagen für die Zukunft liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir derzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Die Risiken der gegenwärtigen Pandemie sind nicht abschließend zu bewerten. Es wird davon ausgegangen, dass sich ab dem 1. Quartal 2022 die rechtlichen Rahmenbedingungen normalisieren. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind bereits seit dem 2. Quartal 2021 in der Schifffahrt normal.

Grundlagen des Unternehmens UNITED Heavy Lift GmbH, Hamburg

Die UNITED Heavy Lift GmbH, Hamburg, (im Folgenden als UHL bezeichnet) ist in der internationalen Schwergutschifffahrt tätig. Dabei werden zum Bilanzstichtag am 31.12.2020 insgesamt 11 Mehrzweck-Schwergutschiffe kommerziell betrieben. Weitere Schiffe werden auf Zeit/Trip Charter eingechartert. Die Schiffe werden in der Tramp-Fahrt, dem "Semi-Liner" Service sowie dem "Projekt" Geschäft eingesetzt.

Struktur der UHL

Die UNITED Heavy Lift ist im betrachteten Geschäftszeitraum eine Kapitalgesellschaft in Form der GmbH und hat neben ihrer 100 Prozent Tochter UHL Chartering GmbH (im Folgenden als UHC bezeichnet) auch fünf Beteiligungen - jeweils zu unterschiedlichen Prozenten - an Auslandsgesellschaften.

Organisation und Leitung

Als Geschäftsführer der UHL stehen zum Bilanzstichtag drei Personen, namentlich Lars Bonnesen, Andres Rolner und Dr. Nicolas Dallmann zur Verfügung.

Unternehmensziele und -strategie

Vorrangiges Ziel ist ein kontinuierliches Wachstum mit einer stabilen Gewinnentwicklung. Dafür ist die erwartete, weiterhin, stabile Nachfrage an Transportleistungen im Schwergut und Projektsektor zu einer auskömmlichen Rate die Basis.

Gleichzeitig sind ein positiver Cash-Flow und eine gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit.

Als Dienstleister will das Unternehmen die gute Position in den von uns bearbeiteten Marktsegmenten sichern und weiter ausbauen. Das Alleinstellungsmerkmal (unique selling proposition) von der UHL sind die von Kunden und Lieferanten wahrgenommene Zuverlässigkeit und eine hohe Qualität der angebotenen Dienstleistungen. Damit geht einher, dass wir auch gegenüber unseren Mitarbeitern und unserer Umwelt die gleichen Standards anlegen und hier auch die Gefahr von Unfällen und die Belastung der Umwelt so gering wie möglich halten. Das zeigt sich in der ökonomischsten Flotte im MPP Sektor.

Die dafür notwendigen Elemente sind die optimale Ausnutzung der vorhandenen Schiffskapazitäten, eine nachhaltige und qualitätsbewusste Unternehmensführung sowie gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter.

Strategische Schwerpunkte

Im letzten Jahr konnte unter anderem das Tätigkeitsfeld Onshore-Wind weiter ausgebaut werden und auch zukünftig geht die Unternehmensleitung davon aus, in diesem Bereich Zuwächse erzielen zu können. Gleichzeitig wird bei der Vergrößerung der Flotte auch eine Ausweitung der anderen Tätigkeitsbereiche wie "floating cargo" oder "port infrastructure" angestrebt. Bei der Bearbeitung all dieser Marktsegmente profitiert das Unternehmen von der gewonnenen Reputation, Referenzprojekten und entsprechenden Synergien.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz Covid war eine erhöhte Nachfrage nach MPP Tonnage festzustellen. Trotz der weltweiten Reisebeschränkungen und den damit einhergehenden erhöhten Aufwand für die Schifffahrt, war es möglich, die bestehende Flotte positiv auszulasten. Die UHL ist gut durch dieses schwierige Fahrwasser gekommen und konnte bereits für 2021 feste Aufträge und somit eine gute Auslastung buchen. Das geplante Wirtschaftswachstum - insbesondere für die Schifffahrt - für 2021 sollte somit auch UHL positiv beeinflussen.

Der Euro-Referenzkurs der EZB zum US-Dollar (USD) wurde zum Ende des Berichtszeitraumes am 31. Dezember 2020 auf 1,2271 USD je EUR festgelegt (Europäische Zentralbank). Für die UHL wirkt sich der EUR/USD-Wechselkurs unmittelbar auf die Ertragslage aus. Steigt der Wechselkurs, was bereits seit Jahresbeginn der Fall war, so wird das Euro Ergebnis schlechter, da es weniger Euro für den verdienten Dollar gibt. Die Geschäfte - sowohl die Umsätze als auch die Kosten, werden hauptsächlich in USD durchgeführt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage des Unternehmens

Die Ertragslage der UHL wird zwar anhand von Vergleichszahlen zum Vorjahr dargestellt. Die Aussagefähigkeit dieses Vergleichs ist in diesem Jahr nicht allzu hoch, da aufgrund des Anwachsungsmodells das Vorjahr kürzer war.

UHL konnte im Berichtsjahr den Umsatz um 89,2 % gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Das Rohergebnis verbesserte sich von 2.578.413,65 € auf 7.355.538,18 €. UHL erzielte einen Jahresüberschuss in Höhe von 3.206 T€. Dies stellt eine Eigenkapitalrendite von 183,90 % dar. Die Gesamtkapitalrendite beträgt 39,16 %.

Im Geschäftsjahr gab es im Wesentlichen vier Umsatzarten:

1. Originäre Einnahmen durch die Management Fee. Für die erfolgreiche Vermittlung von Frachten auf die Schiffe, die im kommerziellen Management (CMA) sind, wurde eine Management Fee als Vergütung bezahlt. Darunter fallen auch die kommerziell gemanagten Schiffe bei der UHC, der 100 Prozent Tochter, bei der die F900 Schiffe laufen.

2. Indirekte Einnahmen durch die 100 Prozent Tochter UHC durch den positiven Deckungsbeitrag der F900 Flotte.

3. Einnahmen bei Trip/Zeitcharter. Diese Reisen wurden auf eingecharterte Tonnage durchgeführt. Das Risiko und damit die Einnahmen bleiben voll bei der UHL.

4. Als Carrier war UHL Rahmenvertragspartner für die CMA-Schiffe. Die Fakturierung erfolgte teilweise über die UHL und unter Abzug des eigenen CMA-Fees.

Finanzlage des Unternehmens

Das Finanzmanagement der UHL hat zum Ziel, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Firma sicherzustellen. Die Wahrung einer angemessenen Mindestliquidität ist hierbei von vorrangiger Bedeutung. Das Finanzmanagement wird im Rahmen der maßgeblichen Gesetze und Regeln sowie der internen Grundsätze und Richtlinien ausgeübt. Die Finanzlage wird durch ein wöchentliches Reporting und Cash Flow gesteuert.

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die UHL ausgesetzt ist, zählen das Währungsrisiko. Die Geschäfte der UHL werden überwiegend in EURO (1/3) und US-Dollar (2/3) abgewickelt. Weitere Währungen sind von untergeordneter Bedeutung. Da die meisten Ein- und Ausgaben in USD bezahlt werden, ist das Währungsrisiko bilanziell und nicht liquiditätswirksam. Natürlich sind die Löhne im Hauptquartier in Euro zu bezahlen. Dieses Risiko ist überschaubar und kann abgesichert werden. Einer Absicherung bedurfte es im Geschäftsjahr nicht.

Die UHL deckt ihren Finanzierungsbedarf in der Regel aus den Einnahmen des laufenden Betriebes. Teilweise wurden kurzfristige Darlehn aufgenommen. Der Cashflow ist im Vergleich zum Vorjahr um 2.802 T€ von 483 T€ auf 3.285 T€ deutlich gestiegen.

Die Zahlungsfähigkeit der UHL war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Eine ausreichende Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb wird ständig überwacht. Zusätzlich bestehen Kontokorrentlinien in Höhe von 250 T€ bei verschiedenen Kreditinstituten. Eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien erfolgte im Geschäftsjahr nicht.

Vermögenslage der UHL

Als kommerzieller Manager ist die UHL ein "asset light" Modell. Der Vermögenswert steckt im Vorratsvermögens als auch in den Forderungen aus Lieferung und Leistung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1.618 T€) umfassen einen Anteil von 19,7 % der Bilanzsumme; demgegenüber stehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.341 T€. Dies ist ein Anteil von 40,8 % an der Bilanzsumme.

Im Übrigen sind die Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstruktur sowie wesentliche Finanzierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr ebenso wie Kreditkonditionen unverändert.

Die liquiden Mittel haben mit 27,0 % einen wesentlichen Anteil an der Bilanzsumme. Bankverbindlichkeiten bestehen am Bilanzstichtag nicht.

Die Eigenkapitalquote beträgt 21,2 % und ist damit im Branchenvergleich sehr hoch.

Abschließend beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung bzw. die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der UHL im Gesamtkontext der United Shipping Group als erwartungsgemäß.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement

Bereits 2016 hat UHL ein Qualitätsmanagementsystem (Iso Norm 9001) für alle Aktivitäten implementiert. Dieses System wurde im Jahr 2019 durch die Normen 14001:2015 und 45001:2018 ergänzt. Die erfolgreiche Zertifizierung nach den ISO Standards zeigen nicht nur die Qualitäts- und Prozessstandards, sondern auch dass die Themen Arbeitssicherheit und Umweltschutz jeweils eine - wie bereits erwähnt - große Rolle spielen.

Durch jährliche Überwachungsaudits vom DNV wird die Zertifizierung der UHL - und auch für die UHC - bestätigt.

Mitarbeiter

Per 31. Dezember 2020 beschäftigte die UHL im Durchschnitt 24 Mitarbeiter. Es werden neben den Geschäftsführern ausschließlich kaufmännische Angestellte beschäftigt.

Risiko- und Chancenbericht: Gesamtaussage zum Risiko- und Chancenbericht

Die Chancen- und Risikosituation der UHL wird wesentlich durch das Welthandelsvolumen und die darauf basierenden Entwicklungen in der Schifffahrtsindustrie geprägt. Besonders relevant sind der anhaltende Konsolidierungsprozess in der Schwergutschifffahrt, aktuell zu verzeichnende Schiffsüberkapazitäten und die begrenzte Bereitschaft der Banken, Schifffahrtsunternehmen Finanzierungen bereitzustellen.

Aufgrund der Corona-Pandemie und daraus resultierenden schwierigen Bedingungen des Schifffahrtsmarktes besteht das Risiko, dass es bei einem wesentlichen Unterschreiten der Umsatz- und Ertragserwartungen sowie der geplanten Investitions-, Eigen- und Fremdkapitalmaßnahmen zu geringeren als den erwarteten Zahlungsmittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit kommt.

Diese Auswirkungen sind aus unserer Sicht zeitversetzt. Firmeninsolvenzen sind nicht sofort bemerkbar. Auch nicht die fehlende Auftragslage, da die bestehenden Aufträge abgearbeitet und fertig gestellt werden.

RISIKEN: STRATEGISCHE RISIKEN

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Schwergutschifffahrt ist abhängig von den Rahmenbedingungen in den weltweiten Volkswirtschaften und unterliegt einem hohen Risiko, durch konjunkturelle Schwankungen überdurchschnittlich beeinflusst zu werden. Die Entwicklung der Frachtraten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage von der UHL ausübt, ist insbesondere abhängig vom Transportaufkommen sowie dem Kapazitätsangebot auf den Routen und somit von der konjunkturellen Entwicklung einzelner Regionen.

Es bestehen weitere Risiken für die Weltwirtschaft und den Welthandel nicht nur durch die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, sondern ganz besonders aufgrund des enormen Einbruchs, der durch die weltweiten Lockdowns verursacht wurde und wird. Allerdings zeigte sich ab Quartal II 2021, dass die Schifffahrtsbranche derzeit durch die Pandemie profitiert, da Tonnage knapp wird und die Frachtraten steigen, was sich positiv auf das Ergebnis auswirkt.

Risiken durch intensiven Wettbewerb

Die weltweite Schwergutschifffahrt ist jedoch nach wie vor durch einen intensiven Wettbewerb der Reedereien untereinander gekennzeichnet. UHL konnte allerdings in 2020 die effizientesten und ökologischsten MPP Schiffe (F900 - bis 2022 werden 17 Schiffe in der Flotte sein) für länger als eine Dekade ans Kontor binden und so seine Marktstellung ausbauen.

Einige der Marktbegleiter sind hinsichtlich Geschäftsvolumen, Flottengröße, Transportaufkommen und Kapazitäten größer als die UHL. Andere verfügen über eine bessere Kapitalausstattung. Diese Marktbegleiter könnten daher besser im Markt positioniert sein, um Skalenvorteile zu realisieren und in effizientere Schiffe zu investieren. Daher könnten diese Marktbegleiter in der Lage sein, einen kostengünstigeren Service und niedrigere Frachtraten anzubieten. Dies könnte zulasten des Marktanteils der UHL gehen.

In der weltweiten Schwergutschifffahrt bestehen keine Einschränkungen für Marktbegleiter, die ihren Service auf andere Fahrtgebiete oder Routen ausweiten wollen. Jeder Marktbegleiter könnte daher auf den Routen, auf denen UHL tätig ist, einen vergleichbaren Service anbieten und versuchen, die Frachtraten zu unterbieten. Angesichts der aktuell niedrigen Charterraten für Schiffe könnten darüber hinaus neue Marktbegleiter hinzukommen, die einen Dienst zu besonders niedrigen Frachtraten bereitstellen.

Risiken durch Veränderungen von Handelsströmen

Die Nutzung der Kapazitäten der UHL-Flotte wird von der Entwicklung der Handelsströme zwischen den verschiedenen Regionen beeinflusst. Bei Transporten zwischen Regionen von Netto-Exporteuren und Regionen von Netto-Importeuren fällt die Auslastung der Kapazitäten in beide Richtungen unterschiedlich aus. Dadurch kommt es zu Leertransporten und entsprechenden Kosten. Eine Vergrößerung der Ungleichgewichte im internationalen Handel könnte die mit Leertransporten verbundenen Kosten weiter erhöhen.

OPERATIVE RISIKEN

Rohstoffpreisrisiken

Die UHL ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit Marktpreisrisiken aus der Beschaffung von Treibstoffen (Bunker) für die Schwergutflotte ausgesetzt. Diese Kosten sind stark nach unten gegangen. Als kommerzieller Manager ist dieses Risiko für UHL von nachrangiger Bedeutung und als gering einzuordnen, für die UHC als Betreiber natürlich wichtig und wird entsprechend vorgesorgt und abgesichert.

Risiken aus schwankenden Transportmengen und Frachtraten

Hinsichtlich der Entwicklung der Transportmengen und Frachtraten gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Fahrtgebieten, in denen die UHL tätig ist. Die Entwicklung der Transportmengen ist stark von den wirtschaftlichen Aktivitäten in den Regionen, die die Fahrtgebiete verbinden, abhängig. Die Frachtratenentwicklung wird zudem stark von dem in einem Fahrtgebiet verfügbaren Transportkapazitäten bestimmt.

Risiken durch Engpässe in einzelnen Häfen

Es kommt immer wieder vor, dass in einigen Häfen nicht ausreichend geeignete Liegeplätze für das Laden und Löschen von Schwergutladungen zur Verfügung stehen. Dies führt in den betreffenden Häfen zu Wartezeiten und damit zum Teil zu beträchtlichen Zeitverlusten beim Be- und Entladen der Schiffe.

Mit dem weiteren Ausbau der Schiffs-Kapazitäten könnten die Zeitverluste in den betreffenden Häfen noch ansteigen. Dies würde die Einhaltung von Transitzeiten erschweren und könnte zu Belastungen für das Geschäftsergebnis und die Finanzlage des Unternehmens führen. Die Entscheidung über den Ausbau der Häfen liegt in der Verantwortung der jeweiligen Regierungen und damit außerhalb der Einflussmöglichkeiten der UHL.

Risiken beim Betrieb von Schiffen

Der Betrieb von Schiffen ist mit speziellen Risiken verbunden; hierzu zählen u.a. Havarie, Kollisionen, Totalverlust des Schiffes, Umweltschäden, Feuer, Explosionen, Verlust oder Beschädigung der Ladung, durch Materialfehler verursachte Schäden, menschliches Versagen, Krieg, Terrorismus, Piraterie, politische Maßnahmen in einigen Ländern, schwierige Wetterbedingungen sowie Verzögerungen durch Streiks der Hafenarbeiter.

Alle aufgeführten Punkte können den Reiseablauf stören, zum Tod oder zu Verletzungen von Menschen sowie zum Verlust oder zur Beschädigung von Eigentum führen. Hierdurch könnte das Ansehen des Unternehmens Schaden nehmen und Kundenbeziehungen könnten belastet werden. Sofern möglich hat die UHL in einem wirtschaftlich angemessenen Rahmen Versicherungen gegen diese Risiken abgeschlossen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die bestehenden Versicherungen nicht sämtliche Schäden in voller Höhe abdecken.

Auch technische Ursachen, die in dem üblichen Verschleiß der Schiffe begründet sind, könnten zu einer Einschränkung des Betriebs führen. Zusätzlich zu regelmäßigen reparatur- und wartungsbedingten Ausfallzeiten kann die Klassifikationsgesellschaft einem Schiff aus technischen Gründen die Klasse entziehen. Damit ist dieses nicht mehr seetüchtig, bis die erforderlichen Reparaturen und Inspektionen vorgenommen wurden und das Schiff die Vorgaben der Klassifikationsgesellschaft wieder uneingeschränkt erfüllt.

Risiken durch politische Rahmenbedingungen und Protektionismus

Die UHL ist weltweit in zahlreichen Ländern aktiv. Die geschäftlichen Aktivitäten können durch politische Spannungen, Kriege, Terrorismus sowie durch wirtschaftliche und soziale Probleme beeinträchtigt werden. Dadurch können Störungen der Produktionsprozesse bei den Kunden oder Unterbrechungen beim eigenen Service auftreten. Als weitere Folge solcher Probleme könnten Häfen oder wichtige Schifffahrtskanäle (Suez-Kanal, Panama-Kanal) in ihrer Nutzung beeinträchtigt werden.

Einzelne Länder könnten als Ergebnis finanzieller oder wirtschaftlicher Krisen zu protektionistischen Maßnahmen greifen und zum Beispiel Importbeschränkungen beschließen. Andere Länder könnten Gegenmaßnahmen einleiten und somit weltweit den Protektionismus fördern. Dies hätte einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Schwergutschifffahrt.

Risiken durch Piraterie

Piraterie stellt seit Langem eine erhebliche Beeinträchtigung der Handelsschifffahrt dar.

Wenn die von UHL gecharterten Schiffe in diesen Regionen eingesetzt werden, so können mit dem wachsenden Risiko die Versicherungsprämien signifikant ansteigen bzw. wird eine einschlägige Deckung einschließlich der Lösegeld-Versicherung nur schwer bzw. unmöglich einzukaufen sein. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die UHL für diese Fälle nicht ausreichend versichert ist.

COMPLIANCE RISIKEN

Risiken aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen

Als weltweit tätige Schwergutreederei ist die UHL mit zahlreichen national und international geltenden Vorschriften konfrontiert. Die Veränderung oder Erweiterung derartiger Vorschriften sowie die Notwendigkeit, weitere Genehmigungen einzuholen, könnte den Geschäftsverlauf belasten und ggf. eine Änderung der Strategie erfordern. Bei einem Verstoß gegen geltende Vorschriften könnte das Unternehmen mit beträchtlichen Schadensersatzforderungen und Bußgeldern konfrontiert werden.

Die Schwergutschifffahrt unterliegt zahlreichen Sicherheitsbestimmungen und Zollvorschriften in den jeweiligen Herkunfts-, Durchgangs- und Bestimmungsländern. Die Überprüfungen durch die zuständigen Behörden könnten zur Beschlagnahme von Ladungen führen sowie Verzögerungen bei der Be- und Entladung der Schiffe zur Folge haben.

Wesentliche Bestandteile der Unternehmenskultur der UHL sind Gesetzestreue, Unbestechlichkeit und lauterer Wettbewerb. Die Grundsätze der Compliance-Kultur der UHL sind im Code of Conduct beschrieben, werden geschult und durch die Führungskultur des Managements vorgelebt. Dennoch verbleibt ein Restrisiko, dass Gesetze und internationale Regulierungen nicht eingehalten werden beziehungsweise dass Betrugs- oder Korruptionsfälle auftreten.

Risiken aufgrund der Verschärfung von Umweltschutzbedingungen

Die Emissionsvorschriften der International Maritime Organization (IMO), des US-Bundesstaates Kalifornien sowie der EU sehen eine deutliche weitere Reduzierung der Emissionswerte vor. Der seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschriebene Einsatz von besonders schwefelarmen Treibstoffen wird zukünftig weiter verschärft und könnte zu einer deutlichen Erhöhung der spezifischen Treibstoffpreise führen. Die seit 2020 neue globale Gesetzgebung der IMO ist in Kraft, so dass nur noch schwefelarme Kraftstoffe eingesetzt werden dürfen. Die Kosten dafür sind in den Bunkerpreisen eingepreist und können nur teilweise in Form von Treibstoffzuschlägen an Kunden weitergegeben werden. Dies kann zu einer erheblichen Belastung der Ergebnissituation führen. Allerdings wird dies mit einer modernen Flotte signifikant verringert.

Rechtsstreitigkeiten und rechtliche Risiken

Die UHL könnte in Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten involviert werden. Rechtsstreitigkeiten können auch im Erfolgsfall hohe Kosten verursachen, sofern nicht versichert, und das Ansehen des Unternehmens schädigen.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Die UHL ist mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die UHL im Wesentlichen Währungsrisiken, Zinsrisiken, Rohstoffpreisrisiken sowie Liquiditätsrisiken ausgesetzt, die einen bedeutenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Aufgrund der Gesamtsituation des globalen Schifffahrtsmarktes reduzieren insbesondere deutsche Banken ihre Engagements in der Schiffsfinanzierung oder stellen diese komplett ein. Zur Gewährleistung einer größtmöglichen Transparenz bestehen ein regelmäßiges Reporting über die Entwicklung der UHL und ein enger Austausch mit den finanzierenden Banken.

Währungsrisiken

In der internationalen Schwergutschifffahrt ist der US-Dollar die übliche Währung, in der ein Großteil der Leistungen fakturiert wird. Dies gilt sowohl für Frachtraten als auch für Treibstoffe. Die UHL ist als weltweit tätiges Unternehmen im operativen Geschäft aufgrund unterschiedlicher Währungen bei den Einnahmen und Ausgaben dem Risiko von Währungsschwankungen ausgesetzt.

Zur Begrenzung von Risiken aus Wechselkursänderungen werden bei Bedarf Sicherungsgeschäfte für EUR/USD getätigt. Aktuell werden keine Sicherungsmaßnahmen eingesetzt.

Treibstoffpreisrisiko

Der Treibstoffverbrauch stellt einen wesentlichen Kostenfaktor dar, der bei entsprechenden Marktpreisveränderungen das Ergebnis beeinflussen kann. Zur Begrenzung von Ergebnisbelastungen aufgrund von volatilen Bunkerpreisen setzt die UHL von Zeit zu Zeit marktübliche Instrumente zur Absicherung von Treibstoffrisiken ein. Aktuell werden keine Sicherungsmaßnahmen eingesetzt.

Zinsänderungsrisiko

Da nur geringe Darlehn vorhanden sind, ist das Zinsrisiko für UHL nicht hoch.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird durch Zurverfügungstellung von Kreditfazilitäten sowie den Bestand an flüssigen Mitteln gesichert. UHL hat jederzeit eine ausreichende Liquiditätsreserve. Das gleiche gilt für die operativ tätige UHC.

Kreditausfallrisiken

Zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Forderungsausfällen verfolgt die UHL ein zentral gesteuertes Forderungsmanagement. Zu den Komponenten gehört ein zentral gesteuertes Berichtswesen zur Überwachung der Außenstände inklusive der Altersstruktur.

Risiken aus dem Verlust von Kunden und Mitarbeitern

Die Aktivitäten von Marktbegleitern (Risiken durch weitere Branchenkonsolidierungen) könnten zu einer erhöhten Fluktuation von Mitarbeitern und Kunden führen. Gelingt es nicht, wichtige Kunden und Mitarbeiter langfristig an die UHL zu binden, könnte dies zu negativen Auswirkungen auf Umsatz- und Ergebnissituation der UHL führen.

SONSTIGE RISIKEN

IT-Risiken

Das Geschäft der UHL ist von IT-Systemen abhängig. Ein Ausfall von IT-Systemen kann sich negativ auf verschiedenste Faktoren der einzelnen Geschäftsfelder auswirken. Dabei sind ein Reputationsverlust, Belastungen in den Betriebskosten sowie im operativen Ergebnis und Liquiditätsabflüsse nicht auszuschließen.

Die IT-Systeme sind mehrfach gesichert.

CHANCEN

STRATEGISCHE UND OPERATIVE CHANCEN

Strategische Ausrichtung

Das Erkennen und Nutzen von Chancen ist bei der UHL Bestandteil der strategischen Unternehmensführung. Grundlage für die Identifikation von Chancen ist die systematische Beobachtung und Analyse von Entwicklungen auf den für die Gesellschaft relevanten Märkten sowie von gesamt- und branchenwirtschaftlichen Trends, aus denen sich Chancen ableiten und bewerten lassen.

Unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen eigenen Stärken und Wettbewerbsvorteile ist das Unternehmen bestrebt, die sich bietenden Chancenpotentiale bestmöglich zu verwerten.

Chancen aus direkter Kundenverbindung

Durch die Nähe zum Kunden soll dessen Transportvergabe zugunsten der UHL beeinflusst und die Möglichkeit erschlossen werden, über die bestehende Planung hinaus Fracht- und Umsatzvolumina zu generieren.

Chancen aus Ausbau und Diversifikation von Dienstleistungen

Die UHL verfügt über umfangreiche und langjährige Erfahrung in der Schwergutschifffahrt, die sich auf weite Teile der Wertschöpfungskette erstreckt, sowie über langjährige Verbindungen zu wesentlichen Beteiligten in der maritimen Industrie.

Auf dieser Basis sieht insbesondere der Bereich "Engineering", die bestehende und zukünftige Kundenbasis durch den Ausbau und die Diversifikation von angebotenen Dienstleistungen umfassender zu bedienen und eventuell auch zu erweitern.

Durch Kooperationen und Allianzen erhofft sich die UHL, ein erweitertes Angebotsspektrum am Markt anbieten und so zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielen zu können, ohne substantielle Investitionen leisten zu müssen.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN

Chancen aus einer Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten

Unverändert sind Banken weiter zurückhaltend mit der Bereitstellung von Schiffskrediten. Eine weniger restriktive Kreditvergabe würde dem Unternehmen zusätzliche finanzielle Möglichkeiten bei der Finanzierung von möglichen Wachstumsinvestitionen einräumen.

GESAMTEINSCHÄTZUNG DER RISIKEN UND CHANCEN

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation der UHL ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Auch nach dem Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2020 zeichnen sich aus heutiger Sicht keine wesentlichen den Fortbestand der UHL gefährdenden Risiken ab - eher im Gegenteil. Die Entwicklung in 2021 war bisher äußerst positiv. Die solide Bilanzstruktur und der mehr als ausreichende Liquiditätsstand bilden eine stabile Grundlage für das weitere organische Wachstum der UHL. Vor dem Hintergrund einer sich kontinuierlich von den Lockdowns erholenden Weltwirtschaftsstabilisierung in 2021 wird die Einschätzung des Gesamtrisikos als gering eingestuft.

Die externen Hauptrisiken für die Branche und damit auch für die UHL sind die Unsicherheitsfaktoren resultierend aus der Corona-Pandemie sowohl für 2020 als auch für 2021 sowie das wettbewerbsbedingt weiter auskömmliche Niveau der Frachtraten.

PROGNOSEBERICHT

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 erfolgt auf der Basis des bereits getätigten Geschäftes. 2021 wird trotz Covid das bisher beste Jahr, was neben dem positiven Schifffahrts- und Frachtmarkt auch die Größe der Flotte mit sich bringt. Für 2022 werden positive Kundensignale empfangen.

Wichtige Eckwerte für die Prognose 2021:

Wachstum Weltwirtschaft 2021: + 6,0%
Erholung und Wachstum 2021: + 4,2%
Transportmenge UHL: steigend
Durchschnittl. Bunkerverbrauchspreis UHL: gleichbleibend
Durchschnittl. Frachtrate UHL: steigend
Operatives Ergebnis: positiv

Im Geschäftsjahr 2021 plant die UHL unter Berücksichtigung eines unverändert schwierigen Branchenumfeldes ein positives operatives Ergebnis.

Die Risiken, die eine Abweichung der Geschäftsentwicklung von der Prognose bewirken könnten, sind ausführlich im Risikobericht dargestellt. Die beschriebenen Maßnahmen sollten im letzten Quartal 2021 nicht mehr eintreten - eher im Gegenteil. Es wird positiv auf das gesamte Jahr 2021 sowie auf das nächste Jahr 2022 geblickt. Es gibt positive Signale aus dem Markt, was zum einen Pandemie zum anderen Branchen und Industriebedingt ist.

 

Hamburg, 22. September 2021

gez.

Geschäftsführer

Andreas Rolner

Dr. Nicolas Dallmann

Lars Bonnesen

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 295.707,17 245.890,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 93.959,00 10.276,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 7.599,00 8.400,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 86.360,00 1.876,00
II. Sachanlagen 118.360,00 133.119,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.089,00 42.925,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.271,00 90.194,00
III. Finanzanlagen 83.388,17 102.495,31
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 57.614,37 56.721,51
2. Beteiligungen 25.773,80 45.773,80
B. Umlaufvermögen 7.753.831,52 7.885.020,86
I. Vorräte 0,00 1.917.881,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.540.398,76 4.140.062,54
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 371.645,93 25.083,30
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.407.691,82 73.801,67
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.761.061,01 4.041.177,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.213.432,76 1.827.077,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.423,90 91.967,40
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.117.962,59 8.222.878,57

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 1.743.112,75 2.022.459,37
I. gezeichnetes Kapital 760.000,00 760.000,00
II. Kapitalrücklage 810.000,00 810.000,00
III. Bilanzgewinn 173.112,75 452.459,37
B. Rückstellungen 1.894.621,72 479.780,53
C. Verbindlichkeiten 4.480.228,12 5.720.638,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.081.026,62 17.729,58
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.399.201,50 5.702.909,09
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.117.962,59 8.222.878,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 7.355.538,18 2.578.413,65
2. Personalaufwand 1.624.347,20 652.521,97
a) Löhne und Gehälter 1.387.380,65 549.835,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 236.966,55 102.686,58
davon für Altersversorgung 17.411,87 9.663,63
3. Abschreibungen 80.027,75 37.912,43
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 80.027,75 18.291,12
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 19.621,31
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.244.464,70 1.186.657,86
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 198.980,84 75.540,60
5. Erträge aus Beteiligungen 975.000,00 1.750,00
davon aus verbundenen Unternehmen 975.000,00 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.525,27 187,72
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.680,21 8.109,75
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.166.546,04 246.103,43
9. Ergebnis nach Steuern 3.205.997,55 449.045,93
10. sonstige Steuern 344,17 0,00
11. Jahresüberschuss 3.205.653,38 449.045,93

Ergebnisverwendung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
11. Jahresüberschuss 3.205.653,38 449.045,93
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 452.459,37 3.413,44
13. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 3.485.000,00 0,00
14. Bilanzgewinn 173.112,75 452.459,37

Anhang zum 31.12.2019

UNITED HEAVY LIFT GmbH, Hamburg

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der UNITED HEAVY LIFT GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr 2020 wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften anzuwendenden Vorschriften des § 267 Abs. 1 und Abs. 4 HGB, aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 276 und § 288 Abs. 2 i.V.m. 267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 135281 geführt.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB Anwendung.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: UNITED HEAVY LIFT GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Hamburg

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Amtsgericht Hamburg

Register-Nr.: HRB 135281

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung und auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Aktiva

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt, da deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es wurde die Bewertungsstetigkeit gem. § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB beachtet.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear unter Beachtung der Bewertungsstetigkeit vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
UHL Chartering GmbH 100,00% 1.587.454,62 659.657,01
United O7 Asia 27,75% 752.418,74 853.293,56
United O7 North AS, Norwegen 40,00% 2.336,81 3.869,23
United Heavy Lift Danmark ApS, DK-Naestved 100,00% -312,86 -5.020,62
United Heavy Lift Americas Inc. 100,00% -43.477,73 -42.656,04
UO7 Carries Ltd. 27,75% -109.876,71 -109.876,71

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Umlaufvermögen

Vorräte wurden am Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die flüssigen Mittel (Bank, Kasse u.a.) sind in der Bilanz mit ihrem Nennbetrag enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sie sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sie haben eine Restlaufzeit bis ein Jahr.

Angaben zur Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist gem. § 272 Abs. 1 HGB mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.

Rückstellungen

Steuerrückstellung

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gem. § 249 Abs. 1 HGB berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert, der nach § 253 Abs. 1 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (35.000,00 EUR), Resturlaub und Tantiemen (261.249,00 EUR) sowie ausstehende Rechnungen (119.348,00 EUR).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden gem. § 253 Abs. 1 HGB zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen nachfolgende Forderungen und Verbindlichkeiten:

Sachverhalte 2020
EUR
2019
EUR
Forderungen 20.000,00 22.531,06
Verbindlichkeiten 87.385,81 32.640,44

Die Verzinsung erfolgt fremdüblich mit 1% p.a..

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 24,00.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Name Eintritt (seit) Austritt (bis) ausgeübter Beruf:
Andreas Rolner 22.05.2019 Geschäftsführer Controlling/Vertrieb
Dr. Nicolas Dallmann 22.05.2019 Geschäftsführer Controlling/Vertrieb
Lars Bonnesen 22.05.2019 Geschäftsführer Controlling/Vertrieb

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber fremden Dritten aus Beratungs-, Miet- und Leasingverträgen (215.000,00 EUR). Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Time-Charter Verträgen (8.200.500,00 EUR). Die finanziellen Verpflichtungen sind in den kommenden drei Jahren zu entrichten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Jahresergebnis beträgt 3.205.653,38 EUR. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von 3.658.112,75 EUR. Vom Bilanzgewinn wurden im Geschäftsjahr 3.485.000,00 EUR ausgeschüttet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Die weltweite Corona-Krise wird zu wirtschaftlichen Auswirkungen führen. Eine Schätzung der finanziellen Auswirkungen für die Gesellschaft ist nicht möglich.

Nachtragsbericht

In der Gesellschafterversammlung vom 18. Dezember 2020 wurde eine Stammkapitalerhöhung um 760.000,00 EUR auf 1.520.000,00 EUR beschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 1. Februar 2021.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hamburg, 22. September 2021

Geschäftsführer

gez.

Andreas Rolner

Dr. Nicolas Dallmann

Lars Bonnesen

Anlagespiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 92.060,09 104.254,00 0,00 0,00 196.314,09
Geschäfts- oder Firmenwert 12.010,00 0,00 0,00 0,00 12.010,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 104.070,09 104.254,00 0,00 0,00 208.324,09
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 103.661,06 0,00 0,00 0,00 103.661,06
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 259.333,90 44.697,75 0,00 0,00 304.031,65
Summe Sachanlagen 362.994,96 44.697,75 0,00 0,00 407.692,71
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 56.721,51 892,86 0,00 0,00 57.614,37
Beteiligungen 45.773,80 0,00 20.000,00 0,00 25.773,80
Summe Finanzanlagen 102.495,31 892,86 20.000,00 0,00 83.388,17
Summe Anlagevermögen 569.560,36 149.844,61 20.000,00 0,00 699.404,97
kumulierte Abschreibungen 01.01.2020
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.184,09 19.770,00 0,00 0,00 109.954,09
Geschäfts- oder Firmenwert 3.610,00 801,00 0,00 0,00 4.411,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 93.794,09 20.571,00 0,00 0,00 114.365,09
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.736,06 12.836,00 0,00 0,00 73.572,06
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.139,90 46.620,75 0,00 0,00 215.760,65
Summe Sachanlagen 229.875,96 59.456,75 0,00 0,00 289.332,71
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 323.670,05 80.027,75 0,00 0,00 403.697,80
Zuschreibungen Geschäftsjahr 31.12.2020
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 86.360,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 7.599,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 93.959,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 30.089,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 88.271,00
Summe Sachanlagen 0,00 118.360,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 57.614,37
Beteiligungen 0,00 25.773,80
Summe Finanzanlagen 0,00 83.388,17
Summe Anlagevermögen 0,00 295.707,17

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.09.2021 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die UNITED HEAVY LIFT GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der UNITED HEAVY LIFT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNITED HEAVY LIFT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den uns zur Verfügung gestellten gesonderten nichtfinanziellen Bericht, auf den im Lagebericht Bezug genommen wird.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Hamburg, 22. September 2021

Blömer & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Blömer, Wirtschaftsprüfer

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