Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 116184
Eingetragen
26.7.2019
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Die Betreuung von professionellen Kunden und Privatkunden in Angelegenheiten der Kapitalanlage insbesondere auch die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung), die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlußvermittlung) sowie die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung). Die Gesellschaft ist bei der Erbringung dieser Finanzdienstleistungen nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen oder auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten zu handeln.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Benjamin Noisser
seit 26.7.2019
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Robus Capital Management GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

der Robus Capital Management GmbH

1 Rahmenbedingungen

1.1 Beurteilung der Geschäftsentwicklung

Rückblickend war 2023 ein Jahr der Überraschungen. Für das Jahr wurde eine Rezession erwartet, unter anderem als Folge des Kriegs in der Ukraine sowie der restriktiven Zentralpolitik, die von fallenden Aktienkursen und steigenden Anleiherenditen begleitet werden sollte. Tatsächlich entwickelte sich die Weltwirtschaft stärker als erwartet. Die Inflation in der Eurozone, die zu Beginn des Jahres noch bei fast 9 % lag, ging in den kommenden Monaten überraschend stark zurück. Der Optimismus der EZB im Kampf gegen die hohe Inflation war Ende des Jahres 2023 bereits so weit fortgeschritten, dass man schließlich von einem Höchststand der Zinssätze sprach. Die Fed ist in dieser Hinsicht sogar noch einen Schritt weiter gegangen und hat bereits über das Ausmaß der Zinssenkungen im kommenden Jahr gesprochen.

Im Jahr 2023 standen alle Anlageklassen unter dem Einfluss einer relativ restriktiven Zentralbankpolitik, mit der versucht wurde, die hohe Inflation unter Kontrolle zu bringen. Der damit verbundene Anstieg der Finanzierungskosten wirkte sich zusehends negativ auf die Ertragskraft der Unternehmen aus. Die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen und nicht zuletzt der Verbraucher führte jedoch dazu, dass sich die Zahl der Insolvenzen in einem normalen Rahmen bewegte und die Unternehmensgewinne nur anteilig durch die gestiegenen Kosten aufgrund von Preissteigerungen belastet wurden. In diesem Umfeld erzielten fast alle von der Robus Capital Management Limited ("RLTD") verwalteten Fonds ("Robus-Fonds") deutlich positive Wertentwicklungen. Gleichzeitig wurde in 2023 mit dem Robus Short Maturity Fund ein neuer Fonds aufgelegt, der das Produktportfolio der Robus-Gruppe weiter diversifiziert und auch neue Kundengruppen anspricht.

Die Wertpapierinstitute mussten sich im Jahr 2023 darüber hinaus mit den geänderten Rahmenbedingungen für nachhaltiges Investieren (ESG) befassen. Den Robus-Fonds, die schon immer verantwortungsbewusst investiert haben, wurde vor diesem Hintergrund ein formalisierter Rahmen in Form einer neuen Richtlinie mit klaren Investitionskriterien vorgegeben. Aufgrund der Normalisierung des Arbeitsumfelds nach der Covid-Pandemie ist im Jahr 2023 die Nutzung der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten bei der Robus Capital Management GmbH auf einen Tag in der Woche reduziert worden und damit deutlich weniger in Anspruch genommen worden als in den Jahren zuvor. Die Reisetätigkeit stieg in 2023 ebenfalls wieder deutlich an, dürfte aber erst wieder in 2024 oberhalb des Vor-Corona-Niveaus liegen.

1.2 Kunden

Die Robus Capital Management GmbH ("RMBH") hat eine langfristige Kundenbeziehung mit dem in London ansässigen Asset Manager RLTD. Hierbei berät die RMBH bei der Identifikation, Analyse und dem Monitoring von (potenziellen) Investments für die Robus-Fonds. RLTD betreibt das Portfoliomanagement für zurzeit sieben Fonds, die in Luxemburg domiziliert sind. Seit Januar 2021 übernimmt die RMBH den EU-Vertrieb der durch die RLTD verwalteten Robus-Fonds. In diesem Zusammenhang hat die RMBH seit Januar 2021 die beiden KVGs der Robus-Fonds als direkte Kunden. Gleichzeitig übernimmt die RMBH seit Januar 2021 verschiedene Operative- oder Reporting- Dienstleistungen für die Prime AIFM Lux S.A., einer der KVGs der Robus-Fonds. Hierfür erzielt die RMBH-Gebühren, die sich anhand der bei der Prime AIFM Lux S.A. administrierten Robus-Fonds bemessen. Dies bedeutet, dass die RMBH 2023 ihre Geschäftstätigkeit weiter ausbauen konnte.

2 Lage der Gesellschaft

Standort

Die RMBH hat ihren Firmensitz in Frankfurt am Main und unterhält keine weiteren Zweigstellen.

Unternehmensführung

Das Unternehmen wird durch zwei Geschäftsführer geführt. Die Aufgabenverteilung ist durch einen Geschäftsverteilungsplan geregelt. Beide Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt.

Geschäftsmodell

Die RMBH ist zugelassen, Anlageberatung nach § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 WpIG, die Anlagevermittlung nach § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 WpIG, Abschlussvermittlung nach § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 WpIG und Finanzportfolioverwaltung nach § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 9 WpIG vorzunehmen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden lediglich die Anlageberatung und die Anlagevermittlung (Vertrieb der Robus-Fonds) als Dienstleistung ausgeübt. Hierfür erhält die RMBH von der RLTD eine volle Kostenübernahme zuzüglich eines 10%igen Gewinnaufschlags ("Cost +10%").

Analysegegenstände sind insbesondere Fremdkapital-Instrumente (Anleihen, syndizierte Darlehen, Schuldscheine) von mittelständischen Unternehmen in Europa. In Ausnahmefällen werden auch andere Wertpapiere (z. B. Wandelanleihen, Dauerschuldverschreibungen, Aktien) oder andere Investitionsobjekte (z. B. Claims, Gesellschaftsanteile) analysiert.

Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023

Die RMBH hat eine wesentliche Kooperation mit der RLTD, ihrer britischen Muttergesellschaft und gleichzeitig auch ihrer alleinigen Gesellschafterin. Die RLTD war im Geschäftsjahr 2023 zudem die wesentliche Kundin der RMBH. Der zweite Kunde der RMBH ist seit 2021 die Prime AIFM Lux S.A. (Luxemburg), die auch KVG einiger Robus-Fonds ist.

Die RMBH verfügt zwar über die Lizenz zur Finanzportfolioverwaltung, diese Tätigkeit wurde im Jahr 2023 jedoch nicht ausgeübt. Die Finanzportfolioverwaltung der Robus-Fonds obliegt der RLTD. Die RMBH verfügt außerdem über eine Anlageberatungslizenz. Diese Tätigkeit wurde 2023 ausgeübt, und es wurden der RLTD verschiedene Investments vorgeschlagen und entsprechende Analyseergebnisse ausgetauscht (betreffend den Erwerb, die Veräußerung sowie die Beibehaltung von Wertpapieren von Unternehmen in den Robus-Fonds).

2023 [2022] erzielte die RMBH Provisionserträge in Höhe von TEUR 4.273 [TEUR 3.818]. Davon entfielen TEUR 3.888 [TEUR 3.499] auf Provisionszahlungen der RLTD in England, die im Rahmen der Cost+10% Kostenübernahmeregelung transferiert wurden. Lediglich TEUR 385 [TEUR 318] waren direkte Provisionszahlungen des Kunden der RMBH in Luxemburg.

Eigenkapital

RMBH verfügt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 [31.12.2022] über ein Kernkapital von TEUR 1.463 [TEUR 1.030]. Unter Einbezug des Jahresüberschuss von TEUR 501 [TEUR 433] ergibt sich somit ein bilanzielles Eigenkapital von TEUR 1.965 [TEUR 1.464].

Die Tätigkeiten der Gesellschaft haben eine geringe Kapitalintensität. Deshalb ist die Gesellschaft mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet, um ihre Tätigkeiten auszuüben und ihre geschäftlichen Ziele erreichen zu können.

Bilanz und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der RMBH hat sich zum Bilanzstichtag 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.543 auf TEUR 3.447 erhöht. Der Anstieg von 35,5% gegenüber dem Vorjahr begründet sich vor allem auf aus Gewinnthesaurierung stammenden erhöhten Gewinnrücklagen. Erstmals weist die RMBH zum Bilanzstichtag TEUR 500 Wertpapiere des Anlagevermögens aus. Größter Vermögenswert mit einem Anteil von ca. 54,2% der Bilanzsumme stellen die Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft RLTD dar, ferner die täglich fälligen Bankeinlagen in Höhe von TEUR 892 [25,9%].

Finanzlage

Die RMBH musste im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bankfinanzierungen in Anspruch nehmen. Die Finanzierung der laufenden Aufwendungen erfolgte ausschließlich aus dem operativen Cashflow. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Jahr 2023 zu jeder Zeit gegeben.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Provisionserträge um TEUR 455 (+11,9%) auf TEUR 4.273 erhöht. Ursächlich hierfür ist in erster Linie ein um TEUR 369 (+15,4%) erhöhter Personalaufwand, der sich gemäß der "Cost+10%" Abrechnungsmodalität mit der RLTD ergibt, sowie um TEUR 67 (+21,1%) erhöhte direkte Beratungserlöse. Die Provisionserträge wurden ausschließlich mit ausländischen europäischen Kunden erzielt. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich um TEUR 111 (-14%) auf TEUR 682 verringert. Das Ergebnis vor Ertragsteuern hat sich um TEUR 102 (+16%) auf TEUR 739 verbessert. Der nach Ertragsteuern verbleibende Jahresüberschuss hat sich entsprechend um TEUR 68 (+15,7%) auf TEUR 501 verbessert. Wir sind daher mit der Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr 2023 sehr zufrieden.

Liquidität

Die RMBH musste im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bankfinanzierungen in Anspruch nehmen. Die Finanzierung der laufenden Aufwendungen erfolgte ausschließlich aus dem operativen Cashflow. Die regelmäßigen, vierteljährlichen Einnahmen aus der Provisionsvereinbarung mit der RLTD sichert der RMBH die vollen Kostenübernahme und einen laufenden, positiven Cashflow. Zusätzlich erzielt die RMBH Einnahmen durch den Operations-Support der Prime AIFM Lux S.A. Die Liquidität der RMBH war stets und ohne Einschränkungen jederzeit gegeben.

Mitarbeiter

Zum Jahresende 2023 [2022] waren insgesamt elf Mitarbeiter (1 weiblich, 10 männlich) [neun (0 weiblich, 9 männlich)] für unser Unternehmen tätig. Das war zugleich auch der Jahresdurchschnitt.

Risikobericht

Lagebericht zur Risikosituation

Die Risikokontrollfunktion gemäß MaRisk wurde vom Geschäftsführer Herrn Dr. Dieter Kaiser wahrgenommen. Die gesamte Geschäftsführung wurde laufend über den Risikomanagementprozess unterrichtet. Die Geschäftsführer unterrichteten sich gegenseitig in den regelmäßig stattfindenden Geschäftsführersitzungen.

Das Risikomanagementsystem der RMBH ist auf die Reduzierung der eigenen Risiken und des Risikos für die Robus-Gruppe ausgelegt. Dadurch sollen Risiken identifiziert, beurteilt, gesteuert und überwacht werden.

RMBH hat als wesentliche Risiken Finanzrisken, insbesondere die Ausfall-, Markt- und Liquiditäts- risiken, operationelle Risiken und Risiken aus dem Geschäftsmodell identifiziert.

Adressenausfallrisiko

Adressenausfallrisiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit können dadurch auftreten, dass für die Definition des Kreditgeschäfts der Kreditbegriff des § 19 KWG maßgebend ist.

Danach sind folgende Bilanzposten einer Risikobeurteilung zu unterziehen:

Forderungen an Kreditinstitute

Forderungen an Kunden

Aktien und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere

Die RMBH hatte bisher keinerlei Zahlungsausfälle festzustellen. Die Geschäftstätigkeit der RMBH umfasst nicht die Kreditvergabe an Kunden. Dies ist ferner durch die Zulassung der RMBH ausgeschlossen.

Unverändert besteht für die RMBH eine hohe Ertragskonzentration und Abhängigkeit von der Muttergesellschaft RLTD. Das Adressausfallrisiko bezogen auf die RLTD ist daher als wesentliches Risiko im Sinne des § 19 KWG anzusehen.

Marktpreisrisiko

Erstmals ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Verlustrisiko infolge des Marktpreisrisikos aus der TEUR 500 Investition in Wertpapiere des Anlagevermögens (Robus Short Maturity Fund). Aufgrund der auf Basis der Investmentstrategie erwarteten niedrigen Volatilität der Anlage, erachten wir das Risiko dieser Investition als gering.

Liquiditätsrisiko

Darunter definiert die RMBH das Risiko, unseren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit in voller Höhe nachkommen zu können. Unsere Liquiditätsplanung wird ständig überwacht. Der regelmäßige Abgleich von SOLL- und IST-Zahlen gibt einen soliden Überblick über die jeweilige Situation. Auf der Einnahmenseite besteht ein Klumpenrisiko infolge der Abhängigkeit von der Muttergesellschaft. Da das Liquiditätsrisiko bei RMBH eng mit dem Adressausfallrisiko bezogen auf RLTD verknüpft ist, wird dies als wesentliche Risikoart für die RMBH angesehen.

Operationelle Risiken

RMBH definiert als operationelle Risiken alle Risiken, die direkt oder indirekt negative Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft haben könnten. Das kann aufgrund von Fehlern oder Unzulänglichkeiten in den internen Abläufen, technischen Systemen, handelnden Personen oder externen Effekten auftreten und schließt Rechtsrisiken mit ein.

Die operationellen Risiken der RMBH werden durch ein Risikomanagementsystem gesteuert. Diese beinhalten Risiken in Bezug auf Organisation und Prozesse, Reputation, Auslagerungen, Personal, IT-Systeme sowie Business Continuity Management.

Risiken aus dem Geschäftsmodell

Die RMBH berät die RLTD bei ihren Investmententscheidungen für die Robus-Fonds. Die RLTD hat insbesondere institutionelle Investoren als Kunden. Aufgrund der Abhängigkeit von der Muttergesellschaft besteht das Risiko, dass das bestehende Geschäftsmodell der RLTD nicht mehr marktfähig ist und dadurch auch nachgelagert das Geschäftsmodell der RMBH leidet. Auch der neue Operations-Dienstleistungsvertrag mit der Prime AIFM Lux S.A. reduziert dieses Risiko nicht nachhaltig, denn die Dienstleistungen betreffen einige der Robus-Fonds und die Entlohnung ist direkt an das in diesen Robus-Fonds verwaltete Vermögen geknüpft.

Es besteht auch das Risiko, dass die Geschäftsleitung der RMBH wesentliche Entwicklungen und Trends im Finanzdienstleistungsbereich nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt. Dadurch sind Grundsatzentscheidungen möglich, die eine langfristige Erreichung der Unternehmensziele erschweren oder sogar unmöglich machen.

Das Geschäftsmodell der Robus-Gruppe besetzt eine Marktnische im Bereich der verbrieften Finanzierungen für den europäischen Mittelstand. Die RMBH hält daher das Geschäftsmodell für weiterhin zukunftsfähig.

RMBH wird sich durch fortwährende Marktbeobachtung über Veränderungen informieren. Auf Veränderungen und Bedrohungen für das Geschäftsmodell und die Dienstleistungen wird die Gesellschaft angemessen reagieren. Dabei werden anhand von Stresstests die verschiedenen Szenerien analysiert.

Mindestens einmal im Jahr nimmt die Geschäftsleitung eine kritische Bewertung des Geschäftsmodells vor.

Zusammenfassende Risikobeurteilung

Auf Grundlage unseres Risikomanagementsystems zur Ermittlung der Risiken sowie Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in den von uns simulierten Standard- und Stressszenarien gegeben. Es ergeben sich keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken für die Vermögens-, Finanz- bzw. Ertragslage.

Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt uneingeschränkt gegeben.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit auch weiterhin gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung der Robus nicht wesentlich beeinträchtigen.

Prognose- und Chancenbericht

Aufgrund des Anlageschwerpunkts der Robus-Fonds in eher kurzläufigen Zinsinstrumenten als auch Instrumente mit eher hohen Kupons von mittelständischen Unternehmen, haben die Robus-Fonds im Jahr 2023 eine teilweise deutlich bessere Wertentwicklung erzielt als etwaige Benchmark-Indizes. Gleichzeitig bietet das aktuelle Kapitalmarktumfeld mit erhöhten Credit Spreads, hohen Zinsen und einer aufgrund verschiedener politischer Risikoherde (z.B. Ukraine-Krieg, Huthi-Rebellen, Taiwan- China) erwarteten erhöhten Volatilität einen nahezu perfekten Nährboden für unsere selektive und Sekundärmarkt-orientierte Investmentstrategie.

Dies erhöht die Attraktivität der Robus-Fonds für neue Investoren. Das Kerngeschäft der Robus-Fonds repräsentiert weiterhin eine attraktive Marktnische. Überaus positive Berichterstattungen über die Robus-Fonds in der Presse haben im Jahr 2023 zu einem spürbaren Zulauf der Investitionen geführt. Entsprechend gehen wir von einem guten Wachstum des Anlagevermögens der Robus-Fonds im Jahr 2024 aus. Leider haben dies beginnend im Frühjahr 2024 auch Finanzbetrüger ausgenutzt, um Privatanleger in Frankreich und Belgien zu schädigen, indem sie vorgeben für die RMBH zu arbeiten. RMBH bemüht sich, die sich daraus ergebenen Risken, insbesondere Reputationsrisiken, einzudämmen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Aufgrund der strukturellen Zugehörigkeit der RMBH zur RLTD und der Ausgestaltung des Investment Advisory Agreements mit der RLTD erwarten wir auch im kommenden Jahr eine positive Entwicklung der Provisionserträge. Folglich gehen wir davon aus, dass der Jahresüberschüsse leicht über dem von 2023 liegen wird.

Starke Schwankungen an den Kapitalmärkten können keinen direkten Einfluss auf die Ergebnisse der RMBH nehmen, jedoch natürlich auf die der RLTD. Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag der RMBH mit der RLTD besteht nicht, jedoch begründet das bestehende Provisionsmodell innerhalb der Gruppe ein starkes Abhängigkeitsverhältnis der RMBH gegenüber der RLTD.

 

Frankfurt am Main, den 08. April 2024

gez. die Geschäftsleitung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 891.741,83 661.143,99
a) täglich fällig 891.741,83 661.143,99
4. Forderungen an Kunden 1.776.369,33 1.736.165,97
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 1.776.369,33
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 500.000,00
12. Sachanlagen 76.161,00 93.558,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 136.122,00 30.770,64
15. Rechnungsabgrenzungsposten 66.971,30 21.733,02
Summe der Aktiva 3.447.365,46 2.543.371,62

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 85.170,00 132.821,43
6a. Passive latente Steuern 19,64 52,36
7. Rückstellungen 1.397.513,61 946.986,90
b) Steuerrückstellungen 110.741,61 74.076,67
c) andere Rückstellungen 1.286.772,00 872.910,23
12. Eigenkapital 1.964.662,21 1.463.510,93
a) Eingefordertes Kapital 51.000,00 51.000,00
Gezeichnetes Kapital 51.000,00 51.000,00
b) Kapitalrücklage 357.523,85 357.523,85
d) Bilanzgewinn 1.556.138,36 1.054.987,08
Summe der Passiva 3.447.365,46 2.543.371,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
5. Provisionserträge 4.272.598,38 3.817.560,02
Ergebnis 5. - 6. 4.272.598,38 3.817.560,02
8. Sonstige betriebliche Erträge 29.270,21 35.751,68
Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens 19.326,73
sonstige betriebliche Erträge, nicht zuordenbar 29.270,21 16.424,95
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 3.452.994,76 3.195.629,26
a) Personalaufwand 2.771.411,67 2.402.587,17
aa) Löhne und Gehälter 2.559.756,64 2.259.542,78
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 211.655,03 143.044,39
b) andere Verwaltungsaufwendungen 681.583,09 793.042,09
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 27.330,68 11.084,56
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 82.668,99 9.251,51
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 738.874,16 637.346,37
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 237.277,38 203.273,19
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 445,50 856,00
Ergebnis 23. + 24. 237.722,88 204.129,19
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.054.987,08 621.769,90
Ergebnis 27. bis 28b. 1.556.138,36 1.054.987,08
Ergebnis 27. bis 29. 1.556.138,36 1.054.987,08
Ergebnis 27. bis 30. 1.556.138,36 1.054.987,08
Ergebnis 27. bis 31. 1.556.138,36 1.054.987,08
Ergebnis 27. bis 32. 1.556.138,36 1.054.987,08
34. Bilanzgewinn 1.556.138,36 1.054.987,08

Anhangangaben

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Robus Capital Management GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main eingetragen bei Registergericht Frankfurt am Main unter HRB 116184 zum 31. Dezember 2023 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und unter Beachtung des GmbHG aufgestellt worden. Der Jahresabschluss besteht aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang. Zusätzlich wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt.

Die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften ergibt sich für Institute, die unter § 1 Abs. 1a KWG fallen, aus § 340 Abs. 4 i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB. Nach § 267 i. V. m. § 340a HGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach der RechKredV, die Gewinn- und Verlustrechnung ist in der Staffelform (Formblatt 3) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV gegliedert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen wurde grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven latenten Steuern beinhalten Steuerverpflichtungen aus Bewertungsunterschieden im Sachanlagevermögen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die mit dem voraussichtlichen Steueraufwand (31,93%) berechnet wurde.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle bilanzierungspflichtigen Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag bewertet.

Das gezeichnete Kapital, sowie die Kapitalrücklage sind zum Nennbetrag bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen

Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um täglich fälliges Guthaben bei der Hausbank.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben i.H.v. von EUR 772,86, haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten.

Die Forderungen an Kunden beinhalten i.H.v. EUR 1.776.369,33 Forderungen an Gesellschafter (i. Vj. EUR 1.650.238,00). Diese haben eine Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten bis zu einem einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegestände beinhalten i.H.v. EUR 39.972,34 eine Kaution als Sicherheitsleistungen. Die Kaution hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu 5 Jahren.

Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage beigefügt, die Bestandteil des Anhangs ist.

Wertpapiere

Die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten ausschließlich nichtbörsennotierte Wertpapiere.

Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf EUR 85.170,00 und ergeben sich wie folgt:

Verbindlichkeiten Betrag
in EUR
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.908,01
Verbindlichkeiten Lohn- und Kirchensteuer 44.242,53
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 4.944,64
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 34,82
Verbindlichkeiten aus Vermögensbildung 40,00
Gesamt 85.170,00

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen eine Laufzeit von unter drei Monaten auf.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz im Sachanlagevermögen.

01.01.2023
EUR
Veränderung 31.12.2023
EUR
Passive latente Steuern 52,36 -32,72 19,64

Rückstellungen

Die Rückstellungen (TEUR 1.398) gliedern sich in Steuerrückstellungen (TEUR 111) und in andere Rückstellungen (TEUR 1.287). Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personal (TEUR 1.187). Darüber hinaus sind hier Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 63) enthalten.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital ist in Höhe von TEUR 51 voll eingezahlt.

Gewinnvortrag/ Jahresüberschuss

Der Gewinnvortrag beträgt EUR 1.054.987,08 und der Jahresüberschuss EUR 501.151,28.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die in Großbritannien erzielten Provisionserträge (TEUR 3.919) beinhalten Kostenerstattungen i.H.v. TEUR 3.534 sowie einen Aufschlag (10%) i.H.v. TEUR 353 und betragen Umlagen an den Gesellschafter.

Daneben wurden Beratungserlöse in Deutschland in Höhe von TEUR 385 erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen Erträge (TEUR 29) beinhalten Erstattungen aufgrund von Lohnfortzahlungsanträgen an die Krankenkassen (TEUR 10), Eigenverbrauch für Privatfahrten von Mitarbeitern durch Gestellung von Pkw's (TEUR 11), Erlöse aus Schadenersatzzahlungen (TEUR 3) und periodenfremde Erträge (TEUR 5).

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (TEUR 3.452) umfassen den Personalaufwand (TEUR 2.771) und die anderen Verwaltungsaufwendungen (TEUR 682), die insbesondere Aufwendungen für Fremdleistungen (TEUR 130), Mieten (TEUR 136), gesetzliche Beiträge (TEUR 50), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 63), Beratungskosten im Zusammenhang mit Compliance (TEUR 36) sowie Kosten für Meldewesen (TEUR 17) umfassen.

Im allgemeinen Verwaltungsaufwand sind periodenfremde Aufendungen enthalten (TEUR 25), die im Wesentlichen die Umlage der Kosten der Bundesanstalt für Finanzdiestleistungsaufsicht und Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses für das Jahr 2021 beinhaltet.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse gemäß § 34 Abs. 2 Nr. 4 RechKredV

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 34 Abs. 2 Nr. 4 RechKredV.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den bestehenden Mietverträgen für Büroräume in Frankfurt und München ergeben sich finanzielle Verpflichtungen bis Laufzeitende in Höhe von TEUR 136 p.a.

Mitarbeiteranzahl

Während des Geschäftsjahres wurden im Durchschnitt 11 Arbeitnehmer beschäftigt.

Honorare Abschlussprüfer

Im Aufwand sind TEUR 48 als Honorare für den Abschlussprüfer enthalten. Der Betrag betrifft in Höhe von TEUR 30 die Prüfung des Jahresabschlusses, in Höhe von TEUR 18 andere Prüfungsleistungen (für WpHG und EdW).

Namen der Geschäftsleitung

Dr. Dieter Kaiser Geschäftsführer
Benjamin Noisser Geschäftsführer

Auf die Angabe der Bezüge wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Gewinnvortrag aus dem Vorjahr EUR 1.054.987,08
Jahresüberschuss EUR 501.151,28
Bilanzgewinn EUR 1.556.138,36

Der Bilanzgewinn wird vorgetragen.

Konzern

Der Jahresabschluss der Robus Capital Management GmbH wird in den Konzernabschluss der Robus Capital Management Limited, 9 Percy Street, W1T 1DL London, Großbritannien, einbezogen.

Unterschriften der Geschäftsleitung

 

Frankfurt am Main, den 08. April 2024

gez. die Geschäftsleitung

Anlagespiegel zum 31.12.2023

Anschaffungskosten/Herstellungskosten Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 500000,00 0,00 0,00 500000,00
4. Sachanlagen 116673,38 9933,68 0,00 0,00 126607,06
Summe Anlagevermögen 116673,38 509933,68 0,00 0,00 626607,06
Abschreibungen Stand Stand
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sachanlagen 23115,38 27330,68 0,00 0,00 50446,06
Summe Anlagevermögen 23115,38 27330,68 0,00 0,00 50446,06
Zuschreibungen Buchwerte
Geschäftsjahr
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 500000,00 0,00
4. Sachanlagen 0,00 76161,00 93558,00
Summe Anlagevermögen 0,00 576161,00 93558,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Robus Capital Management GmbH, Frankfurt am Main

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Robus Capital Management GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Robus Capital Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 17. April 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Steffen Neuweiler, Wirtschaftsprüfer

gez. Michael Skall, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendungsbeschluss

Der Jahresabschluss der Robus Capital Management GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung vom 31. Juli 2024 festgestellt.

Es wurde beschlossen, das in der Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 ermittelte Jahresergebnis von EUR 501.151,28 als Gewinnrücklage zum Zwecke einer späteren Kapitalerhöhung einzubehalten und in der Bilanz auszuweisen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.