MBR-Projektgesellschaft mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marko Soldić seit 28.9.2023 | Prokura |
Tobias Philipp Bodamer seit 29.7.2021 | Geschäftsführer |
Christoph Koch seit 10.4.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VERIANOS Capital Partners GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021A. Grundlagen - Geschäftsmodell des Unternehmens Die VERIANOS Capital Partners GmbH, Frankfurt am Main, (VCP, KVG oder Gesellschaft) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der VERIANOS SE, Köln. Die Gesellschaft erhielt am 19.09.2018 gemäß §§ 20, 22 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) die Erlaubnis für die Tätigkeit als externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft für die Verwaltung der folgenden Arten von Investmentvermögen: 1) Die Gesellschaft ist eine AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung), die mit den im Folgenden aufgeführten Investmentvermögen vergleichbar sind. 2) Folgende inländische Investmentvermögen sind Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung: Geschlossene Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB, die ausschließlich in Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland, sowie in Anteile oder Aktien an Gesellschaften, die nach dem Gesellschaftsvertrag oder der Satzung nur Immobilien im vorgenannten Sinne sowie die zur Bewirtschaftung dieser Immobilien erforderlichen Vermögensgegenstände oder Beteiligungen an solchen Gesellschaften erwerben dürfen (Immobiliengesellschaften), investieren. Die folgenden Spezial-AIF wurden als Bestandsfonds im Berichtszeitraum verwaltet:
Für die Gesellschaft steht das aktive Assetmanagement im Fokus, da sich nur dadurch ein langfristig nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg für die Anleger einstellen kann. Unabdingbar dafür ist ein aktives Portfolio- und Risikomanagement, welches in die KVG implementiert ist. Das Portfolio- und das Risikomanagement werden innerhalb der VCP wahrgenommen. Beide Bereiche sind funktional und hierarchisch getrennt und werden von unterschiedlichen Geschäftsführern verantwortet. Die Haupttätigkeit der VCP ist das Auflegen und Verwalten von geschlossenen (inländischen) Spezial-AIF mit Anlageschwerpunkt Immobilien. Die einzelnen Tätigkeiten verteilen sich auf die übergelagerten Ressorts:
Im Ressort "Portfoliomanagement" werden die Aufgaben Immobilieneinkauf, Fondssteuerung, Immobilienportfolioverwaltung, Liquiditätsanlagemanagement wahrgenommen. Die Gesellschaft ist somit auch verantwortlich für den Einkauf der Immobilien. Diese werden nach einer fest vorgegebenen und definierten Investitionsstrategie identifiziert. Immobilienangebote werden hierbei durch Maklerhäuser oder andere Branchenkontakte der Transaktionsabteilung zur Verfügung gestellt. Vor Ankauf der Immobilien werden zugehörige steuerliche/rechtliche, kaufmännische/immobilienwirtschaftliche und technische Due Diligence Prozesse durch Einbindung der Muttergesellschaft und Dritte durchgeführt. Die Fondssteuerung übernimmt die durch die Produktkonzeption aufgestellten fondsstrukturellen Kenngrößen als Planziele. Diese werden von der Fondssteuerung kontinuierlich nachgehalten und kontrolliert und es werden ggf. Strategien entwickelt. Das Liquiditätsanlagemanagement kann die von der Fondssteuerung ermittelte Liquiditätsmenge in Bankguthaben und Derivaten, soweit dies zu Zinsabsicherungszwecken erfolgt und anderen zur Liquiditätsanlage geeigneten und zugelassenen Anlageinstrumenten anlegen; derzeit ist keine Liquidität angelegt. Die Ressorts "Produktkonzeption und Vertrieb" unterteilen sich in die Bereiche Konzeption, Vertrieb/Marketing professionelle und semi-professionelle Investoren, Ausgabe/Rücknahme von Anteilen. Die Produktkonzeption beobachtet das Geschehen an den Immobilien- und den Investmentmärkten ständig und analysiert das Verhalten der Investoren und das Produktangebot von Mitbewerbern. Hierzu wird insbesondere steuerliches und rechtliches Spezial-Know-How für die Fonds- und Immobilienanlage im Inland bereitgehalten und je nach Erfordernissen des Einzelfalls durch Beratungsleistungen externer Berater komplettiert. Die Produktkonzeption wird daneben die besonderen spezialgesetzlichen Erfordernisse wie z.B. Anlagegrenzen nach dem KAGB und den jeweils neuesten Verlautbarungen der Aufsichtsbehörden berücksichtigen, um den wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Erfordernissen ihrer Anleger zu entsprechen. Ebenfalls können nach Erfordernissen externe Beratungsleistungen beauftragt werden. Die Vertriebsaktivitäten der KVG und der Muttergesellschaft umfassen die Ansprache, die Gewinnung und die Betreuung von professionellen und semi-professionellen Investoren. Diese Aufgabe erfordert eine intensive Kundenbetreuung unter Anwendung des erforderlichen immobilienwirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Spezialwissens sowie ein konzertiertes Pflegen der Beziehungen zu den in Betracht kommenden Kundenkreisen (Investor Relations). Zur weiteren Aufgabe des Vertriebs gehören die gesamte Vertriebssteuerung und die Beobachtung des Kapitalanlagemarktes. Das Ressort "Risikomanagement" nimmt die Aufgaben Risikomanagement und Risikocontrolling, Liquiditätsrisikomanagement, Compliance / Interessenkonfliktmanagement / Geldwäscheabkehr / Datenschutz, Auslagerungscontrolling, Melde- und Anzeigewesen wahr. Das Risikomanagement wird sowohl auf Ebene der Kapitalverwaltungsgesellschaft als auch auf Ebene der einzelnen AIFs, von einer von den operativen Bereichen (insbesondere von dem Portfoliomanagement) hierarchisch und funktional unabhängigen Person, die des Risikomanagers, wahrgenommen; hierfür wurde ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Die KVG generiert aus der Verwaltung der bestehenden AIF, auch im Rahmen der Neuauflage von AIF unter dem KAGB im Bereich Immobilien, Gebühren für ihre Dienstleistungen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2021 war nach ersten Berechnungen das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). "Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden. "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", so Thiel weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0% niedriger. Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4% gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück. Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Niveau von 2019. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, waren besonders stark von der anhaltenden Corona-Pandemie beeinträchtigt. Hier lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 sogar noch 9,9 % unter dem Vorkrisenniveau. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Der Staat gab vor allem mehr Geld aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben. Die Bauinvestitionen legten im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 0,5 % zu, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge stärker gewachsen waren. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 3,2 % mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020. Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 %), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4 %) sowie im Baugewerbe (+1,2 %). Dagegen kam es im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im Jahr zuvor zu Beschäftigungsverlusten (-1,8 %). Die Zahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger nahm 2021 weiter ab, während mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren 1 . Im Zuge der Corona-Krise ist es derzeit kaum möglich valide Prognosen zu stellen, wie auch mit Blick auf aktuelle Prognosen zur Entwicklung des BIP in ausgewählten Ländern, deutlich wird. Spanien, Großbritannien und Griechenland hatten im Jahr 2020 die höchsten BIP-Rückgänge in der Europäischen Union zu verzeichnen. Entgegen früherer Prognosen - nicht nur der EU - wird es in den meisten EU-Ländern nicht zu einer V-förmigen Wachstumsentwicklung kommen. Dem massiven Einbruch im Jahr 2020, folgte im Jahr 2021 keine Erholung, die die Verluste des Vorjahres vollständig kompensiert. Spanien und Italien waren besonders früh und besonders hart von der Pandemie betroffen und sahen sich gezwungen strikte Eindämmungsmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus kämpfte Italien bereits vor der Corona-Krise mit strukturellen wirtschaftlichen Problemen und schwachen Wachstumsaussichten. Spanien kämpfte noch mit den Folgen der Euro-Krise. Mit einem prognostizierten BIP-Einbruch von rund 10,8 Prozent im Jahr 2020 wird auch ein robustes Wirtschaftswachstum von prognostizierten 5,6 Prozent in 2022 vermutlich nicht ausreichen, um eine deutliches Ansteigen der ohnehin hohen Arbeitslosenzahlen Spaniens zu verhindern. Obwohl Griechenland zunächst weniger stark von der Pandemie betroffen war, musste der südeuropäische Staat im Jahr 2020 mit rund 9 Prozent den dritthöchsten BIP-Rückgang in der EU verkraften. Die Europäische Kommission prognostiziert für dieses Jahr ein BIP-Wachstum von rund 4,9 Prozent für Griechenland, womit die Prognose des Herbstberichtes leicht um 0,3 Prozent nach unten korrigiert wurde. Griechenlands wenig diversifizierte Wirtschaft ist mehr noch als Italien und Spanien auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen. Wie bereits im Vorjahr werden auch in optimistischen Szenarien die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr in diesem Jahr unter dem Vorkrisenniveau bleiben 2.
1 Vgl.: Pressemitteilung Nr. 20 vom 14. Januar
2022, Statistisches Bundesamt (destatis)
2. Entwicklungen auf den Kapitalmärkten Die Inflation hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen und ist auch im Januar höher ausgefallen als erwartet. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf gestiegene Energiekosten, die in vielen Sektoren die Preise für Waren und Dienstleistungen in die Höhe treiben, sowie auf eine Verteuerung von Nahrungsmitteln. Die Inflationsrate dürfte länger erhöht bleiben als bislang erwartet, im Lauf dieses Jahres aber zurückgehen. Der EZB-Rat bestätigte daher die auf seiner geldpolitischen Sitzung im vergangenen Dezember gefassten Beschlüsse. Demnach wird der EZB-Rat weiterhin den Umfang der Ankäufe von Vermögenswerten in den kommenden Quartalen schrittweise reduzieren. Die Nettoankäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (PEPP) werden Ende März eingestellt. In Anbetracht der gegenwärtigen Unsicherheit muss der EZB-Rat bei der Durchführung der Geldpolitik mehr denn je Flexibilität und Optionalität wahren. Der EZB-Rat ist bereit, alle seine Instrumente gegebenenfalls anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Inflation mittelfristig beim Zielwert der EZB von 2 % stabilisiert. Die Marktzinsen sind seit der Sitzung des EZB-Rats vom Dezember 2021 gestiegen. Allerdings halten sich die Refinanzierungskosten der Banken bislang weiterhin im Rahmen. Die Zinsen für Bankkredite an Unternehmen und private Haushalte liegen nach wie vor auf einem historisch niedrigen Niveau, und die Finanzierungsbedingungen für die Wirtschaft bleiben günstig. Die Kreditvergabe an Unternehmen hat sich über alle Laufzeiten hinweg erhöht. Die robuste Nachfragenach Immobilienkrediten stützt die Kreditvergabe an die privaten Haushalte. Die Banken sind derzeit so profitabel wie vor der Pandemie und weisen nach wie vor solide Bilanzen auf. Der jüngsten Umfrage zum Kreditgeschäft im Euro-Währungsgebiet zufolge zog die Nachfrage nach Unternehmenskrediten im Schlussquartal 2021 kräftig an. Zurückzuführen war dies auf den höheren Betriebsmittelbedarf infolge von Lieferengpässen sowie den gestiegenen Finanzierungsbedarf für längerfristige Investitionen. Des Weiteren schätzen die Banken die Kreditrisiken weiterhin insgesamt als günstig ein, vor allem, weil sie von positiven Konjunkturaussichten ausgehen. 3 2021 stand - entgegen allen Hoffnungen - abermals im Zeichen der Pandemie. Doch auch andere Themen bewegten, etwa die steigende Inflation und nachhaltiges Anlegen. Aktionäre kamen unterdessen fast überall auf ihre Kosten. Und das IPO-Geschäft lief so gut wie lange nicht. Mit Aktien konnten Anleger im Jahr 2021 erneut fast nichts falsch machen. "Die Corona-Pandemie hielt 2021 die gesamte Welt in Atem. Einzig die Kapitalmärkte waren - im Großen und Ganzen - ein Ort der Stabilität und Quelle für Optimismus", bringt es Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International, auf den Punkt. Um 14,9 Prozent ist der DAX seit Jahresanfang bis zum Montag nach Weihnachten gestiegen, der Euro Stoxx 50 um 19 Prozent und der S&P 500 sogar um knapp 28 Prozent (S&P Stand 23.12.2021). Auch die "kleinen Brüder" des DAX können sich sehen lassen: Der MDAX stieg seit Jahresanfang um knapp 13 Prozent, der SDAX um 10 Prozent, der TecDAX um knapp 20 Prozent und der Scale All Share mit Aktien kleiner Unternehmen sogar um fast 32 Prozent.
2 Vgl.:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159507/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-den-laendern-der-eurozone/
Konstant nach oben ging es in diesem Jahr allerdings nicht. Der September wurde erneut seinem schlechten Ruf gerecht, kräftige Kursrücksetzer gab es zudem im November. Delta, Omikron und die Corona-Entwicklung, Evergrand und Chinas Immobilienkrise, Ever Given und Lieferengpässe, Ölpreisrallye, QE, PEPP, und die Geldpolitik - all das waren Themen, die die Kurse bewegten. Eher unabhängig davon setzte sich der Aufstieg der Kryptowährungen fort, aber auch der Aufstieg des ESG-Investing, also des Anlegens nach Nachhaltigkeitskriterien. 4 3. Entwicklung auf den Immobilienmärkten Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 113,8 Milliarden Euro verzeichnete der deutsche Immobilienmarkt 2021 ein neues Rekordergebnis. Mit rund 20 Prozent hatte die Übernahme der Deutsche Wohnen durch die Vonovia einen erheblichen Anteil am Gesamtvolumen. Das um diesen Sondereffekt bereinigte Transaktionsvolumen liegt mit 90,3 Milliarden Euro rund 14 Prozent über dem Vorjahresumsatz (2020: 78,9 Milliarden Euro) und erreicht damit das Vor-Corona-Niveau (2019: 89,5 Milliarden Euro). 62 Prozent der deutschen Investoren erwarten im Jahr 2022 eine Seitwärtsbewegung des Transaktionsvolumens auf hohem Niveau. Rund ein Drittel prognostiziert gar ein steigendes Transaktionsvolumen. Die Stimmung ist also optimistischer als im Vorjahr, als ein steigendes Volumen nur von einem Viertel der Befragten angenommen worden war. Das sind Ergebnisse des diesjährigen "Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt" von EY Real Estate, für das rund 220 Investoren befragt wurden, die am deutschen Immobilienmarkt aktiv sind. "Die Immobilienwirtschaft ist bislang besser durch die Krise gekommen, als es die meisten erwartet haben. Für Entwarnung oder gar Sorglosigkeit gibt es allerdings keinen Anlass", sagt Christian Schulz-Wulkow, Managing Partner EY Real Estate. "Einige Effekte der Krise können auf Grund der hohen Latenz der Immobilienmärkte erst verzögert auftreten, etwa wenn Mietverträge auslaufen und Flächen nicht adäquat nachvermietet werden können. Mit der erstmals wieder nennenswerten Inflation, der neuen Bundesregierung und der sich rasant in Richtung Nachhaltigkeit verändernden Regulatorik betreten wir zudem ein dynamischeres Marktumfeld." Nach den im Jahr 2022 bestimmenden Faktoren befragt, prognostizierten knapp 90 Prozent der befragten Investoren, dass Einflüsse des Klimawandels als Ankaufskriterien berücksichtigt werden. Rund 80 Prozent beobachten Kaufpreisaufschläge für ESG-konforme Immobilien. "Nachdem der Druck der Finanzmärkte auf den Immobilienmarkt bereits spürbar gestiegen ist, schlägt mit der Offenlegungsverordnung und der EU-Taxonomie nun zusätzlich die volle Wucht der Regulatorik durch", sagt Paul von Drygalski, Director bei EY Real Estate und ebenfalls Autor der Studie. "Aus ureigenstem Interesse muss die Immobilienwirtschaft die nachhaltige Transformation jetzt voll annehmen. Andernfalls droht angesichts des immensen Anteils des Gebäudesektors an den Gesamtemissionen eine nicht zu unterschätzende Abqualifizierung unserer Assets", sagt Schulz-Wulkow. Fast alle Investoren (98 Prozent) erkennen die Gefahr von Stranded Assets, also aufgrund von Nachhaltigkeitsaspekten unverkäuflichen, nicht refinanzierbaren Immobilien als Treiber wesentlicher Portfolioumschichtungen. Vor diesem Hintergrund wird der beliebte "Manage-to-Core"-Ansatz, also die gezielte Aufwertung von Objekten, nach Ansicht von 88 Prozent der Investoren künftig um Nachhaltigkeitsaspekte ergänzt zu einem "Manage-to-Green". Problematisch ist aus Sicht von mehr als 90 Prozent der Investoren dabei, dass bisher belastbare Erfahrungen mit ESG-Strategien fehlen.
4 Vgl.:
https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/b03504da-4602-47e0-98a6-9453143c4591
Erstmals wurde die Digitalisierung (92 Prozent), die von den Marktakteuren zuletzt als bedeutsamster Megatrend wahrgenommen wurde, vom Klimawandel (93 Prozent) überholt. Allerdings hängen beide Trends unauflöslich zusammen: So teilen 98 Prozent der Investoren die Ansicht, dass erst eine adäquate Datengrundlage nachhaltige Portfoliostrategien ermöglicht. 90 Prozent der Befragten halten Immobilien nach wie vor für einen probaten Inflationsschutz. Die zuletzt deutlich gestiegene Inflation wird laut 83 Prozent der Marktteilnehmer künftig wieder eine größere Rolle auch für die Immobilienmärkte spielen. Ein in der Folge dann steigendes Zinsniveau erwartet rund die Hälfte der befragten Investoren bereits im Jahr 2022. "Die Inflation wird kurzfristig als zusätzlicher Treiber des Immobilien-Investmentmarktes aufs Tableau treten. Weitere mögliche Implikationen dürfen jedoch nicht außer Acht gelassen werden: Mittelfristig hängt die Wirkung davon ab, ob und wann die Geldpolitik reagiert. Langfristig müssen wir uns der Frage stellen, wie lange die Mietenentwicklung der Teuerung nachfolgen kann", sagt Schulz-Wulkow. In guten Lagen erwarten die Investoren steigende, in peripheren Lagen gleichbleibende Preise am Wohnungsmarkt. Hier liegt auch der stärkste Investitionsfokus für 2022. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Logistikimmobilien. Etwas verhaltener wird der Büroimmobilienmarkt eingeschätzt: Hier werden in guten Lagen überwiegend gleichbleibende, in peripheren Lagen sinkende Preise erwartet. Büros gewinnen bei den geplanten Investitionen allerdings wieder etwas an Zuspruch. Ein differenziertes Bild zeigt der Hotelimmobilienmarkt. Während die Investoren die Ferienhotellerie vor einer mittelfristigen Erholung sehen, werde die Businesshotellerie diese wohl länger nicht erreichen. Nicht betroffen ist der stationäre Lebensmitteleinzelhandel. Insbesondere in guten Lagen werden hier gleichbleibende oder gar steigende Preise erwartet. So rückt insbesondere die Pandemieresistenz als Anlagekriterium stärker in den Fokus insbesondere risikoaverser Investoren, wie 65 Prozent der Befragten angaben. "Am schmerzhaftesten sind die erwarteten Einschnitte für Teile des Einzelhandelsimmobiliensegments", sagt von Drygalski. "Während Wohn- und vor allem Logistiknutzungen stark profitieren, konnte das Bürosegment noch nicht auf allen Teilmärkten zu alter Stärke zurückfinden, und auch Hotelimmobilien kämpfen noch um Erholung. Die Coronapandemie entfaltet weiter katalysierende Wirkung. Die Neuordnung der Assetklassen setzt sich fort." Im Finanzierungsumfeld erwarten 84 Prozent der Umfrageteilnehmer einen zunehmenden Spread zwischen Markt- und Beleihungswerten. Zudem wird von 85 Prozent der Investoren prognostiziert, dass Private-Debt-Fonds mehr Whole-Loans ausgeben. Aufgrund der von Banken erhobenen Verwahrentgelte erwarten 60 Prozent der Befragten, dass die Eigenkapitalquoten bei Immobilieninvestments steigen werden. Generell sind die Marktakteure optimistisch: 72 Prozent erwarten eine Erholung des Neugeschäfts auf präpandemisches Niveau bei der Kreditvergabe noch in diesem Jahr. 5 In einer umfassenden Studie hat das international tätige Dienstleistungs- und Anlageverwaltungsunternehmen Colliers zu der Entwicklung des Wohnungsmarktes in dem für VERIANOS bedeutsamen Standort der Region sowie der Stadt Valencia Stellung genommen. Der Wohnungsmarkt in Valencia erlebte demnach im Jahr 2021 analog zu den weiteren bedeutsamen Städten Spaniens eine Periode großer Dynamik und des Aufschwungs mit einem starken Anstieg der Wohnungstransaktionen, welche in der ersten Jahreshälfte um rd. 80% höher waren als die des Zeitraumes des Vorjahres. Als Basis dieser Entwicklung werden die niedrigen Zins-sätze sowie eine aufgestaute Nachfrage herangezogen. Ebenso hat sich im Allgemeinen das Verkaufstempo bei bereits leichten Preissteigerungen deutlich verbessert. Der Markt der Grundstückstransaktionen hat sich nach einer kurzen Pause im Jahr 2020 belebt, wobei aus der Knappheit der Erschließung neuer Grundstücke eine gleichlautende Entwicklung der Grundstückpreise resümiert wird. Im Bereich des Wohnungsneubaus war in der Provinz Valencia ein Anstieg um 170% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei einem gleichzeitigen Anstieg um 10% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 zu verzeichnen, hierbei stammt eine Großzahl der Verkäufe aus außerplanmäßigen Transaktionen, somit wird kein Rückgang erwartet. Bezogen auf die Transaktionen der Bestandsimmobilien war ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen, hierbei von 74% im Vergleich zum ersten Halbjahr des Jahres 2020 sowie 18% im Vergleich zum zweiten Halbjahr. Vorausschauend soll diese Dynamik durch die allgemeine Nachfrage aber auch durch das wachsende Interesse auf dem internationalen Investmentmarkt aufrechterhalten bleiben. 6 4. Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft 4.1 Geschäftsverlauf der Gesellschaft Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die VERIANOS Capital Partners GmbH keinen weiteren geschlossenen Spezial-AIF aufgelegt. Für den Spezial-AIF VEREOF GmbH & Co. geschlossene InvKG wurde im Jahr 2021 weiteres Eigenkapital in Höhe von TEUR 16.940 gezeichnet. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr bei verminderten Provisionserträgen, leicht erhöhten sonstigen betrieblichen Erträgen, verminderten Erträgen aus Beteiligungen und den dabei leicht verminderten allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ein negatives Jahresergebnis als finanzieller Leistungsindikator erzielt, welches unterhalb des angestrebten Ziels, unter der Annahme eines sich nach den Auswirkungen der Folgen der COVID19-Pandemie zügig wieder erholenden Umfelds eine moderate Zunahme des Jahresergebnisses zu erzielen, liegt. 4.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die Gesellschaft verwaltet Ende 2021 fünf aktive geschlossene Spezial-AIF, hiervon zwei mit Schwerpunkt Wohnimmobilien und drei weitere mit gewerblichem Anlageschwerpunkt. Die Anzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr planmäßig nicht verändert. Die VERIANOS Capital Partners GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 für TEUR 7.291 (i.Vj. TEUR 45.297) Immobilien zzgl. Ankaufsnebenkosten für die von ihr verwalteten AIF erworben. Im Geschäftsjahr 2021 wurden planmäßig Immobilien in einem Umfang von TEUR 500 (i.Vj. TEUR 0) veräußert Damit führte die Gesellschaft Immobilientransaktionen im Wert von TEUR 7.791 (i.Vj. TEUR 45.297) durch. Diese im Rahmen des Portfoliomanagements vorgenommenen Geschäfte stellen die Grundlage für die im abgelaufenen Geschäftsjahr vereinnahmten Objektvermittlungsgebühren dar. Die laufenden Erträge aus Beteiligungen TEUR 16 (i.Vj. TEUR 53) berücksichtigen die Erträge aus dem Co-Investment an der SMC 1 S.à r.l. & Co. geschlossene InvKG (bis 31. März 2022 SMC 1 GmbH & Co. geschlossene InvKG).
6 Vgl.: Colliers A3 Valencia Mercado Residencial
Die Provisionserträge von insgesamt TEUR 1.534 (i.Vj. TEUR 2.470) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Asset Management Gebühren TEUR 1.320, (i.Vj. TEUR 856), hierbei mit einem Umfang von TEUR 564 (i.Vj. TEUR 506) auf in Deutschland gelegene Immobilien sowie TEUR 756 (i.Vj. TEUR 350) für spanische Immobilien sowie anderen Vergütungen für die Verwaltungstätigkeit (im Wesentlichen Objektvermittlungsgebühren) (TEUR 213, i.Vj. TEUR 1.612), mit einem Anteil für deutsche Immobilien von TEUR 136 (i.Vj. TEUR 204), auf spanische Einheiten entfällt ein Anteil von TEUR 77 (i.Vj. TEUR 1.408). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus konzerninternen und externen Kostenerstattungen TEUR 263 (i.Vj. TEUR 224) sowie aus Sachbezügen TEUR 19 (i.Vj. TEUR 19). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 3.011 (i.Vj. TEUR 2.926) und setzen sich aus dem Personalaufwand in Höhe von TEUR 839 (i.Vj. TEUR 832) sowie anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.172 (i.Vj. TEUR 2.094) zusammen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten insbesondere die Kostenumlage aus der Geschäftsbesorgung mit TEUR 1.476 (i.Vj. TEUR 1.365), Rechts- und Beratungskosten mit TEUR 57 (i.Vj. TEUR 88), Fremdleistungen zur Weiterbelastung mit TEUR 235 (i.Vj. TEUR 237), Raumkosten mit TEUR 115 (i.Vj. TEUR 114), Jahresabschluss- und Prüfungskosten mit TEUR 39 (i. Vj. TEUR35), Gebühren und Beiträge mit TEUR 11 (i.Vj. TEUR 18), eine Erlösschmälerung für Vorjahre für eine spanische Einheit (TEUR 129), eine Bestandsminderung der unfertigen Leistungen (TEUR 54 sowie EDV-Kosten mit TEUR 8 (i.Vj. TEUR 9). Unter der Berücksichtigung der genannten Erträge und Aufwendungen ergibt sich für das Jahr 2021 ein negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR 1.144 (i.Vj. TEUR 126), welches aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags im vollen Umfang von der VERIANOS SE übernommen wird. Finanzlage Zum Abschlussstichtag hielt die Gesellschaft unverändert Anteile an zwei Investmentvermögen in Höhe von TEUR 2.500 (i.Vj. TEUR 2.860). Nach der planmäßigen vollständigen Rückzahlung der geleisteten Einlage durch die SMC 1 S. à r.l. & Co. geschlossene InvKG (bis 31. März 2022 SMC 1 GmbH & Co. geschlossene InvKG) von TEUR 360 wird entspricht dieser Posten der geleisteten Einlage in die LCBH GmbH & Co. geschlossene InvKG TEUR 2.500 (i.Vj. TEUR 2.500). Die Passivseite setzt sich Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 615 i.Vj. TEUR 2.525) sowie den anderen Rückstellungen zusammen. Die Gesellschaft verfügt unverändert über ein Stammkapital in Höhe von TEUR 2.500. Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft ist mit einer Eigenkapitalquote von 68,10% (i. Vj. 48,22%) sowie ausreichender Liquidität stabil. Die Kapitalanforderungen nach § 25 KAGB waren während des Geschäftsjahrs 2021 und zum Abschlussstichtag erfüllt. Die Finanzlage ist geordnet und insbesondere geprägt durch die täglich fälligen Bankguthaben in Höhe von TEUR 619 (i.Vj. TEUR 619) sowie die Forderungen gegen die Beteiligungsunternehmen in Höhe von TEUR 500 (i.Vj. TEUR 844). Darüber hinaus sind die Gesellschaft sowie weitere Unternehmen der VERIANOS-Gruppe in ein Cash-Pool-Verfahren zur Liquiditätssteuerung und -Optimierung eingebunden. Das Cash-Pool-Verfahren gewährleistet einen Ausgleich an Liquiditätsbedarf und von Liquiditätsüberschüssen zwischen den einzelnen Konzerngesellschaften. Vermögenslage Die Aktivseite der Bilanz besteht insbesondere aus den täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute (TEUR 619, i.Vj. TEUR 619), den Beteiligungen an den Investment-AIF (TEUR 2.500, i.Vj. TEUR 2.860) sowie den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 500, i.Vj. TEUR 844). Der Ausgleich der Forderungen aus Gewinnanteilen und Einlagen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 500, i. Vj. TEUR 844), erfolgt planmäßig im Anschluss an die Desinvestition gemäß der Anlagestrategie des entsprechenden Vermögens. Die Passivseite weist neben dem Eigenkapital im Wesentlichen unter den sonstigen Verbindlichkeiten die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus (TEUR 615, i.Vj. TEUR 2.525). 4.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das Jahresergebnis und die laufenden und einmaligen Managementgebühren sowie die anteiligen Beteiligungsergebnisse aus den Co-Investment-Aktivitäten stellen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar. Eine Steuerung über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ist nicht vorgesehen. 4.4 Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist geordnet. Im Geschäftsjahr 2021 lag die Entwicklung mit einem im Vergleich zum Vorjahr erhöhten negativen Jahresergebnis unterhalb der angestrebten moderaten Zunahme des Jahresergebnisses, die unter der Annahme eines zügig nach den Unsicherheiten der COVID19-Pandemie wieder erholenden Umfelds getroffen wurde. Bei der Gesellschaft bestehen keine unverändert Bankverbindlichkeiten. Unter der Einbeziehung der Maßnahmen zu der Bekämpfung der COVID19-Pandemie führte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 die Entwicklung ihres Geschäftsmodells fort. Hierbei wurden gleichzeitig budgetierte Veräußerungen mit dem Ziel verschoben, den Ertrag über den gesamten Investitionszeitraum zu maximieren, dies einhergehend mit einer Verringerung der Management-Erträge aus Veräußerungen, der erfolgsabhängigen Vergütungen und der Beteiligungserträge. Gleichzeitig wurden in den betreffenden Immobilien wesentliche Neuvermietungen umgesetzt, die zu einer Steigerung der zukünftigen Veräußerungserlöse führen sollen. Insgesamt führte dieses Vorgehen zu einer entsprechenden Entwicklung des Jahresergebnisses. C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 5.1. Risikomanagement der VERIANOS Capital Partners 5.1.1. Vorbemerkung Die Geschäftsführung ist verantwortlich dafür, eine Geschäftsstrategie unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken sowie eine an die Geschäftsstrategie ausgerichtete Risikostrategie zu entwickeln. Das Risikomanagement und Risikocontrolling ist im Bereich Marktfolge angesiedelt und von den operativen Einheiten hierarchisch und strukturell abgegrenzt. Bei der Risikomanagementfunktion wird zwischen dem Risikomanagement für die Gesellschaft und dem Risikomanagement der AIF unterschieden. Ein einheitliches Risikomanagement sorgt dafür, dass Chancen und Risiken systematisch erfasst, bewertet, gesteuert, überwacht und kommuniziert werden. Die Prozesse des Risikomanagementsystems sorgen dafür, dass das Gesamtrisikopotential, unter Berücksichtigung aller für die Gesellschaft als wesentlich identifizierten Risiken, abgeleitet werden kann, um dadurch eigene Risikotragfähigkeitsberechnungen durchzuführen. Ziel ist es, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und Potentiale sowie ihre finanziellen Auswirkungen zu gewinnen und so zu steuern, dass der Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet, sondern der Unternehmenswert nachhaltig gesichert und gesteigert werden kann. Zur Identifikation operationeller und sonstiger Risiken wird bei Wesentlichkeit der Risiken quartalsweise ein Risikoerhebungsbogen eingesetzt. In diesem Instrument werden mittels der Fragen Details zu den einzelnen operationellen und sonstigen Risiken von den jeweiligen Riskownern abgefragt sowie neue operationelle und sonstige Risiken identifiziert. Dabei werden geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeiten, Schadenshöhen, Gegenmaßnahmen und verbleibende Restrisiken abgefragt. Der Risikomanager überwacht den fristgerechten Rücklauf der Bögen und pflegt die aktuellen Risikodaten. Er integriert seine Auswertung und Maßnahmen im Risiko-Jahresbericht an die Geschäftsleitung. Des Weiteren sind die Riskowner angehalten, Ad-Hoc Meldungen an den Risikomanager abzugeben, sofern sich laufend ein erhöhtes Risiko bei operationellen oder sonstigen Risiken ergibt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos wird in die Klassen "gering", "mittel", "hoch" und "sehr hoch" eingeteilt. Dem Bereich Risikomanagement sind die Aufgaben der dauerhaften Risikocontrollingfunktion gemäß § 29 KAGB sowie der ständigen Risikomanagementfunktion gemäß Artikel 39 der Level-II-Verordnung übertragen. Der Bereich ist somit verantwortlich für die ordnungsgemäße Umsetzung und Anwendung des Risikomanagementsystems der KVG. Das Risikomanagement ist ein kontinuierlicher, sich ständig wiederholender Prozess. Er besteht aus vier Phasen: Identifizierung der Risiken, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und - überwachung sowie der Berichterstattung. Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig bzw. mindestens einmal jährlich auf Mängel und Anpassungsbedarf überprüft. Im Rahmen des Risikomanagements werden insbesondere Kreditrisiken, Gegenparteirisiken, Liquiditätsrisiken, Marktrisiken und operationelle Risiken berücksichtigt. Inhaltlich umfasst das Risikomanagement sowohl die Tätigkeit der Kapitalverwaltungsgesellschaft als auch die von ihr verwalteten Fonds. Dabei erstreckt sich das Risikomanagement auch auf Unternehmensfunktionen, die von der Kapitalverwaltungsgesellschaft auf andere Unternehmen ausgelagert werden. Die Risikoberichterstattung erfolgt regelmäßig in monatlichen Risikoberichten an die Geschäftsführung und anlassbezogen per ad hoc Mitteilung. Das Risikotragfähigkeitskonzept der VCP sieht vor, dass die Risiken durch das Risikodeckungspotential der Gesellschaft abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit zu jedem Zeitpunkt gegeben ist. Dabei werden alle als wesentlich identifizierten Risiken der KVG systematisch ermittelt, klassifiziert und nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Zusätzlich dazu wird über Stressannahmen eine Worst Case Betrachtung ermittelt. In Summe ergibt sich das Gesamtrisiko (Erwartetes Risiko nach Stress). Über ein "ad hoc-Verfahren" wird sichergestellt, dass plötzlich auftretende Risiken auch außerhalb der regelmäßigen Aktualisierung in die Risikobetrachtung einfließen und entsprechend kommuniziert werden. Dem ermittelten Gesamtrisikoprofil wird anschließend die Risikodeckungsmasse der Gesellschaft gegenübergestellt. Diese ermittelt die VCP anhand ihres Eigenkapitals. Aus der Gegenüberstellung von Risikodeckungsmasse und Gesamtrisikoprofil ergibt sich ein Prozentwert, der ausdrückt, wie hoch das Risikodeckungspotential in Relation zum Gesamtrisikoprofil ist (Risikoauslastung). Die Auslastung unter Stress hat im Jahr 2021 maximal 23,7% betragen. Als wesentliche Risiken hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr die folgenden Risiken ermittelt: Schlüsselpositionenrisiken, Personalengpassrisiko, Rechtsrisiko, politische Risiken, Reputationsrisiken, Geschäftsrisiken und Liquiditätsrisiken. Durch die den Risiken entsprechenden Gegenmaßnahmen sind diese unter der Kontrolle der Gesellschaft und können mit ihren individuellen Ausprägungen in Kauf genommen werden. 5.1.2 Liquiditätsrisiken Die Liquiditätsrisiken, also Risiken, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, sind durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft weiterhin als gering bewertet worden. Durch die den Risiken entsprechenden Gegenmaßnahmen, wie die rollierende Cashplanung und den Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft, sind diese unter der Kontrolle der Gesellschaft und können mit ihren individuellen Ausprägungen in Kauf genommen werden. 5.1.3 Rechtsrisiken Rechtsrisiken bezeichnen geringe Risiken von Rechtsstreitigkeiten, potentieller Klagen gegen die Gesellschaft oder das Änderungen in den Rechtsgrundlagen und aktuellen Entwicklungen, wie bspw. BaFin-Rundschreiben, -Stellungnahmen und -Richtlinien, nicht oder nur mangelhaft umgesetzt werden. Durch die den Risiken entsprechenden Gegenmaßnahmen sind diese unter der Kontrolle der Gesellschaft und können mit ihren individuellen Ausprägungen in Kauf genommen werden. 5.1.4 Reputationsrisiken Unter den Reputationsrisiken versteht sich die hohe Gefahr einer negativen Wahrnehmung der Gesellschaft oder ihrer verwalteten AIF in der Öffentlichkeit oder bei den Anlegern. Reputation und Vertrauen sind im Geschäftsmodell in Bezug auf die Kundenbindung ein essentieller Bestandteil. Durch die den Risiken entsprechenden Gegenmaßnahmen sind diese unter der Kontrolle der Gesellschaft und können mit ihren individuellen Ausprägungen in Kauf genommen werden 5.1.5 Personalengpassrisiken Hohe Personalengpassrisiken bezeichnen die Gefahr, dass offene Stellen im Unternehmen nicht planmäßig besetzt werden können. Hinderungsgrund kann hierbei beispielsweise die mangelhafte Qualifikation der Bewerber sein, da aufgrund der hohen Beschäftigungslage qualifiziertere Bewerber nicht zur Verfügung stehen. Durch die den Risiken entsprechenden Gegenmaßnahmen sind diese unter der Kontrolle der Gesellschaft und können mit ihren individuellen Ausprägungen in Kauf genommen werden. 5.1.6 Politische Risiken Politische Risiken bezeichnen die geringen Risiken, dass sich politische Umfelder derart verändern, dass dies negative Auswirkungen auf die KVG oder ihre AIF hat. Durch die den Risiken entsprechenden Gegenmaßnahmen sind diese unter der Kontrolle der Gesellschaft und können mit ihren individuellen Ausprägungen in Kauf genommen werden. 5.1.7 Schlüsselpositionenrisiken Das hohe Schlüsselpositionenrisiko verdeutlicht eine starke Abhängigkeit von Wissen, Fertigkeiten und Erfahrungen bestimmter Mitarbeiter. Dadurch ist die effektive Fortsetzung der Geschäftsabläufe bei Abwesenheit dieser Mitarbeiter gefährdet. Dies kann zu erheblichen Störungen führen. Durch die den Risiken entsprechenden Gegenmaßnahmen sind diese unter der Kontrolle der Gesellschaft und können mit ihren individuellen Ausprägungen in Kauf genommen werden. 5.1.8 Geschäftsrisiken Die geringen sonstigen Geschäftsrisiken, die beispielsweise das Risiko Kapitalbeschaffungs- und Investorenverlustrisiko, das Allokationsrisiko oder das Risiko nicht erkannter Interessenidentität und Unabhängigkeit beinhalten im Resultat, dass die aktuelle Geschäftstätigkeit der Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß sein kann. Durch die den Risiken entsprechenden sind diese unter der Kontrolle der Gesellschaft und können mit ihren individuellen Ausprägungen in Kauf genommen werden. 5.1.9 Zusammengefasste Darstellung Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft ist im Berichtszeitraum permanent gegeben gewesen. Zum 31.12.2021 hat die Auslastung der Risikodeckungsmasse auf Basis des ermittelten Gesamtrisikoprofils 7,6% betragen. Damit hat sie im unkritischen Bereich gelegen. Auch die Kapitalanforderungen gemäß § 25 KAGB sind dauerhaft erfüllt worden. Im gesamten Jahresverlauf lagen keinerlei Limitüberschreitungen hinsichtlich der Risikotragfähigkeit vor. Durch die Covid-19 Pandemie haben sich teilweise, entgegen der Planung, Immobilientransaktionen nicht realisieren lassen, sodass verringerte Umsatzerlöse und entgangene Erträge aus Beteiligungen zu verzeichnen waren. Für 2022 ist die Produktversorgung sichergestellt. Aufgrund der weiterhin sehr hohen Nachfrage nach Immobilien und dem dadurch bedingten Preisanstieg bleiben die Herausforderungen groß, am Markt passende Immobilien zu einem angemessenen Preisniveau zu identifizieren. Dadurch ist die Nachhaltigkeit der Investitionen gesichert, auch wenn dies dazu führen kann, dass kurzfristig nicht alle Ergebnisziele erreicht werden können. Wesentlich, negative Risiken und deren Realisierung aus dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine erwartet die Gesellschaft für ihr Geschäftsmodell nicht, da weder Investoren noch Produkte im Zusammenhang mit dem Kriegsgeschehen oder Kriegsteilnehmern stehen. Derzeit sind für die Gesellschaft keine existenzbedrohenden Risiken erkennbar. 5.2. Chancenbericht 5.2.1 Künftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen In seiner Pressekonferenz am 10. März 2022 hat der EZB-Rat eine Erklärung zur Geldpolitik bekanntgegeben. Demnach markiert der Einmarsch Russlands in die Ukraine einen Wendepunkt für Europa. Die EZB wird komfortable Liquiditätsbedingungen gewährleisten und die von der Europäischen Union und den europäischen Regierungen beschlossenen Sanktionen umsetzen. Es werden jegliche Maßnahmen ergriffen, die erforderlich sind, um das Preisstabilitätsmandat der EZB zu erfüllen und die Finanzstabilität zu wahren. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird wesentliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität und die Inflation haben: Er wird Energie und Rohstoffe verteuern, den Welthandel stören und das Vertrauen schwächen. Das Ausmaß dieser Effekte wird von der weiteren Entwicklung des Konflikts, der Wirkung der verhängten Sanktionen sowie von etwaigen weiteren Maßnahmen abhängen. In Anbetracht des von hoher Unsicherheit geprägten Umfelds hat der EZB-Rat eine Reihe von Szenarien erörtert. Die Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine sind vor dem Hintergrund stabiler Rahmenbedingungen für die Wirtschaft des Euroraums zu beurteilen, zu denen umfangreiche Stützungsmaßnahmen beitragen. Die nachlassenden Beeinträchtigungen durch die Omikron-Variante des Coronavirus geben der wirtschaftlichen Erholung starken Auftrieb. Bei den Angebotsengpässen sind nun Anzeichen einer Entspannung zu erkennen, und die Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich zunehmend. Das Basisszenario der jüngsten Projektionen der EZB-Experten enthält eine erste Einschätzung der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Aufgrund dessen wurde das BIP-Wachstum auf kurze Sicht nach unten korrigiert. Diesen Projektionen zufolge wird das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr bei 3,7 %, 2023 bei 2,8 % und 2024 bei 1,6 % liegen. Die Inflation liegt weiterhin über den Erwartungen, was auf unerwartet hohe Energiekosten zurückzuführen ist. Zudem steigen die Preise nun auf breiterer Front. Im Hinblick auf die Inflation wurde das Basisszenario in den neuen Projektionen der EZB-Experten deutlich nach oben korrigiert: Sie gehen nun davon aus, dass die jährliche Inflationsrate 2022 5,1 %, 2023 2,1 % und 2024 1,9 % betragen wird. Die durchschnittliche Inflation ohne Nahrungsmittel und Energie wird den Projektionen zufolge 2022 bei 2,6 %, 2023 bei 1,8 % und 2024 bei 1,9 % liegen. Auch dies stellt eine Aufwärtskorrektur im Vergleich zu den Dezember-Projektionen dar. Eine Reihe von Messgrößen zeigt, dass sich die längerfristigen Inflationserwartungen wieder bei unserem Inflationsziel verankert haben. Der EZB-Rat hält es für immer wahrscheinlicher, dass sich die Inflation auf mittlere Sicht bei seinem Zielwert von 2 % stabilisieren wird. In Alternativszenarien für die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen des Krieges könnte die Wirtschaftstätigkeit erheblich gedämpft werden, indem die Energie- und Rohstoffpreise steiler ansteigen und der Handel sowie das Wirtschaftsklima stärker belastet werden. Auf kurze Sicht könnte die Inflation deutlich höher ausfallen. In allen Szenarien wird jedoch erwartet, dass die Inflation schrittweise zurückgeht und sich 2024 ungefähr bei unserem Inflationsziel von 2 % einpendelt. Die Wirtschaft ist 2021 um 5,3 % gewachsen. Das BIP hat zum Jahresende den Stand erreicht, den es vor Ausbruch der Pandemie hatte. Allerdings hat sich das Wachstum im Schlussquartal 2021 auf 0,3 % verlangsamt, und auch für das erste Quartal 2022 wird mit einem schwachen Wachstum gerechnet. Die Aussichten für die Wirtschaft werden vom Verlauf des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzsanktionen sowie anderen Maßnahmen abhängen. Gleichzeitig werden andere wachstumshemmende Faktoren nun schwächer. Im Basisszenario der von EZB-Experten erstellten Projektionen dürfte die Wirtschaft des Euroraums 2022 weiterhin kräftig wachsen, allerdings langsamer als vor Ausbruch des Krieges erwartet. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus hatten weniger starke Auswirkungen als die Maßnahmen in den vorangegangenen Wellen, und sie werden jetzt aufgehoben. Zudem gibt es Anzeichen, dass sich die pandemiebedingten Angebotsengpässe auflösen. Die Auswirkungen des massiven Energiepreisschocks auf die Menschen und Unternehmen werden unter Umständen teilweise abgefedert: durch während der Pandemie aufgebaute Ersparnisse und durch finanzpolitische Ausgleichsmaßnahmen. Dem Basisszenario der von EZB-Experten erstellten Projektionen zufolge wird das Wachstum auf mittlere Sicht von einer robusten Binnennachfrage vorangetrieben, die wiederum durch eine solidere Arbeitsmarktlage gestützt wird. Höhere Erwerbstätigenzahlen dürften die Einkommen der privaten Haushalte und ihre Konsumausgaben steigen lassen. Die weltweite Erholung und die anhaltenden finanz- und geldpolitischen Stützungsmaßnahmen tragen derzeit ebenfalls zu diesen Wachstumsaussichten bei. Finanz- und geldpolitische Unterstützung ist weiterhin von entscheidender Bedeutung, vor allem in dieser schwierigen geopolitischen Lage. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich weiter verbessert. So ist die Arbeitslosenquote im Januar auf 6,8 % gesunken. Obgleich der Arbeitskräftemangel immer mehr Branchen erfasst, bleibt das Lohnwachstum insgesamt verhalten. Die Rückkehr der Wirtschaft zur vollen Kapazitätsauslastung dürfte mit der Zeit zu einem etwas schnelleren Anstieg der Löhne beitragen. Verschiedene Messgrößen für die längerfristigen Inflationserwartungen, die von den Finanzmärkten und aus Umfragen abgeleitet werden, liegen bei rund 2 %. Diese Faktoren werden sich ebenfalls weiter auf die zugrunde liegende Inflation auswirken und dazu beitragen, dass sich die Gesamtinflation dauerhaft bei dem Ziel der EZB von 2 % einpendelt. 7 Eine Veröffentlichung der Deutsche Bank Research zum Ausblick auf 2022 sieht im Büromarkt eine Delle, der Abgesang ist dabei jedoch verstummt. In den Metropolen erhöhten sich die Leerstandsraten im Jahr 2021 um etwa einen %-Prozentpunkt auf rund 4,5%. Die partielle Normalisierung des Flächenumsatzes im Laufe des Jahres 2021 deutet aber bereits an, dass der Abgesang auf das stationäre Büro zu früh erfolgte. Hybride Arbeitsmodelle dürften künftig die Regel sein. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer schätzen flexible Lösungen und ebenso den direkten technikfreien Austausch nach den vielen Homeoffice-Monaten. Entsprechend fiel laut ifo die Homeoffice-Quote von fast 32% in den Lockdown- auf rund 25% in den Sommermonaten 2021. Damit lag sie in etwa auf dem Vorkrisenniveau. Mit sinkenden Infektionszahlen im Frühjahr 2022 dürfte die Flächennachfrage wieder anziehen und sich allmählich ein neues Gleichgewicht einstellen. Hierzu tragen womöglich auch erste Auswirkungen der anstehenden Verrentung der Babyboomer-Generation bei. Arbeitnehmer dürften in diesem Umfeld tendenziell an Marktmacht gewinnen und qualitativ höherwertigere und größere Büros einfordern. So wird für das Jahr 2022 nur noch ein leichter Anstieg der Leerstandsrate erwartet, einen weiter anziehenden Flächenumsatz und etwas höhere Mieten. Die Preise dürften kräftiger als die Mieten zulegen, da die bundesweiten Bürorenditen von rund 5% in zentralen und 7% in dezentralen Lagen aufgrund des Niedrigzinsumfeldes weiterhin attraktiv sind. Weiterhin wird dabei zusammengefasst, dass Gewerbeimmobilien einen Inflationsschutz bieten und Wohnimmobilien bestens bedingt sind. Über den gesamten Zyklus seit dem Jahr 2009 wuchsen die Mieten im Bestand mit rund 1,3% pro Jahr sehr verhalten. Die Wiedervermietungsmieten und die Mieten für neue Objekte erhöhten sich dagegen um mehr als 50%. Doch auch dort fiel das Mietwachstum in den letzten Jahren. So lag es im Jahr 2020 bei nur noch etwas über 2% und diese Entwicklung dürfte sich im Jahr 2021 fortgesetzt haben. Inflationsbereinigt erwarten wir eine Stagnation für neue Objekte und voraussichtlich sogar sinkende Wiedervermietungsmieten. Auch künftig dürften weitere Mieterhöhungen schwierig durchzusetzen sein. So wird die Ampelkoalition den Betrachtungszeitraum für die Berechnung der ortsüblichen Miete verlängern und die Kappungsgrenze reduzieren. Ebenso wird die Mietpreisbremse verlängert. Neben dieser regulatorischen Verschärfung erschwert vielerorts das gesamtgesellschaftliche Klima die Durchsetzung von höheren Mieten. Vor diesem Hintergrund würde eine dauerhaft hohe Inflation vermutlich großenteils vom Vermieter getragen werden. Schutz bieten Index- und Staffelmietverträge, die im deutschen Markt jedoch eher die Ausnahme sind. Im Gewerbeimmobilienmarkt dagegen sind diese Vertragsformen die Regel. Gewerbeimmobilien bieten also generell einen deutlich höheren Inflationsschutz als Wohnimmobilien. Auch eine höhere Verschuldung kann vor Inflation schützen. Angesichts unserer Prognose, dass der Hauspreiszyklus auf seinen Gipfel zusteuert, dürfte diese Strategie - die in den letzten zwölf Jahren ja meist erfolgreich war - jedoch zunehmend riskant werden. Für Bestandsobjekte mit niedrigem Beleihungswert kann eine höhere Verschuldung aber ein effektiver Inflationsschutz sein. 8
7 EZB-Pressekonferenz am 10. März
2022-Erklärung zur Geldpolitik
Ob, in welcher Form und in welchem Maße Auswirkungen aus der Ukraine-Krise auf die Immobilienwirtschaft oder das Investmentverhalten gegeben sein können, wird maßgeblich von der Dauer dieses Konfliktes beeinflusst werden. Es ist davon auszugehen, dass das Investoreninteresse in Bezug auf Immobilien unverändert bleiben wird und somit die Exit-Optionen der VERIANOS-Gruppe unterstützt werden. 5.3. Prognosebericht Durch den Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine im Februar des Jahres 2022 besteht ebenfalls das grundsätzliche Risiko des Einflusses auf die geschäftliche Entwicklung unserer Gesellschaft. Eine Auswirkung auf die Einflussfaktoren unserer wesentlichen Leistungsindikatoren kann nicht ausgeschlossen werden; der Einfluss lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten jedoch bisher nicht in seiner Ausprägung quantifizieren. Die Geschäftsführung ist hinsichtlich der Beschaffung von weiteren Immobilien dennoch zuversichtlich Ausgehend von einer im Geschäftsjahr 2022 erfolgenden Realisierung von Beteiligungsergebnissen, eine damit einhergehende Zunahme der Provisionserträge (Transaktions- und Managementgebühren) sowie nahezu unveränderten allgemeinen Verwaltungskosten erwarten wir unter der Annahme eines durch den Ukraine-Konflikt nicht unmittelbar beeinflussten Umfelds mit einem positiven Jahresergebnis eine deutliche Verbesserung unseres wesentlichen Leistungsindikators.
Frankfurt am Main, den 10. Mai 2022 Die Geschäftsführung Tobias Bodamer Christoph Koch
8 Deutsche Bank Research, Ausblick 2022: Neue
Realitäten
Registergericht Frankfurt, HRB 109054AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der VERIANOS Capital Partners GmbH für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gemäß § 267 HGB i.V. m. § 340a HGB, des GmbH-Gesetzes, des Kapitalanlagengesetzbuches (KAGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. In Fällen von Unterschieden der RechKredV zwischen Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstituten wird bei der Gesellschaft einheitlich wie bei einem Finanzdienstleistungsinstitut bilanziert. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt entsprechend den Gliederungsvorschriften der RechKredV. Die Gesellschaft übernimmt als externe Kapitalverwaltungsgesellsaft im Sinne des KAGB die kollektive Vermögensverwaltung für geschlossene Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB, die ausschließlich in Immobilien sowie in Anteile oder Aktien an Gesellschaften, die nach dem Gesellschaftsvertrag oder der Satzung nur Immobilien sowie die zur Bewirtschaftung dieser Immobilien erforderlichen Vermögensgegenständen oder Beteiligungen an solchen Gesellschaften erwerben dürfen, investieren. Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main, diese ist unter der Nummer HRB 109054 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen. Der Jahresabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. II. Erläuterung zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Die Barreserve sowie die Forderungen an Kreditinstitute werden grundsätzlich zu Nominalwerten bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls dem dauerhaft niedrigeren beizulegendem Wert bilanziert. Die immateriellen Anlagewerte sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bilanziert Passiva Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die anderen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Das gezeichnete Kapital entspricht dem im Handelsregister als Stammkapital eingetragenen Nominalbetrag. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Barreserve Die Barreserve betrifft den Kassenbestand. 2. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute berücksichtigen täglich fällige Forderungen TEUR 619 (VJ TEUR 619). 3. Beteiligungen Aufstellung über den Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021
Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr nicht an Kapitalmaßnahmen bei den Beteiligungen beteiligt. Mit Vertrag vom 30. Dezember 2020 und Wirkung zum 01. Januar 2021 wurden sämtliche Anteile an der SMC 2 GmbH & Co. KG veräußert. Die Beteiligung an der SMC 1 S.à r.l. & Co. geschlossene InvKG (bis 31. März 2022 SMC 1 GmbH & Co. geschlossene InvKG) wurde im Geschäftsjahr im Rahmen einer Ausschüttung vollständig zurückgezahlt und hat sich dementsprechend um TEUR 360 verringert. Der Ausweis der Beteiligung an der SMC 1 S.à r.l. & Co. geschlossene InvKG (bis 31. März 2022 SMC 1 GmbH & Co. geschlossene InvKG) erfolgt daher mit Null. 4. Immaterielle Anlagewerte Die immateriellen Anlagewerte belaufen sich auf EUR 67,00 (VJ EUR 330,00).
5. Sachanlagen Die Sachanlagen belaufen sich auf EUR 193,00 (VJ EUR 354,00).
6. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 500 (VJ TEUR 844) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 45 (VJ TEUR 857). 7. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten berücksichtigen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 615 (VJ TEUR 2.525). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen zum 31. Dezember 2021 vollständig die Saldierungen von Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft TEUR 615 (VJ TEUR 1.731) dar. Die Saldierungen der Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft betreffen insbesondere die Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Umlage TEUR 1.475 (VJ TEUR 1.365), die Forderungen aus der Verlustübernahme TEUR 1.144 (VJ TEUR 126) sowie die Forderungen aus dem Cash-Pooling TEUR 2.805 (VJ TEUR 0). Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 89 (VJ TEUR 58) und die laufenden Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen TEUR 21 (VJ TEUR 20). Sämtliche Verbindlichkeiten besitzen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 8. Rückstellungen Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Jahresabschlusskosten TEUR 30 (VJ TEUR 30) sowie Aufwendungen für Personalkosten TEUR 21 (VJ TEUR 20), Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen TEUR 20 (VJ TEUR 30) sowie für ungewisse Ansprüche auf Rückzahlung TEUR 375 (VJ TEUR 0). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung nach geographischen Märkten gemäß § 34 Abs. 2 RechKredV kann unterbleiben, da sich die Märkte vom Standpunkt der Organisation der Gesellschaft nicht oder nicht wesentlich unterscheiden. 1. Laufende Erträge aus Beteiligungen Unter den laufenden Erträgen aus Beteiligungen werden die Ergebnisanteile aus den Co-Investments der Gesellschaft ausgewiesen. 2. Provisionserträge Die Provisionserträge beinhalten die Erträge aus der laufenden Vermögenverwaltung mit TEUR 1.321 (VJ TEUR 886) sowie der sonstigen Betreuungstätigkeit mit TEUR 213 (VJ TEUR 1.584). 3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus internen und externen Kostenerstattungen TEUR 303 (VJ TEUR 224), aus Sachbezügen TEUR 5 (VJ TEUR 19) sowie aus Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz TEUR 9 (VJ TEUR 12). 4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beinhalten den Personalaufwand mit TEUR 713 (VJ TEUR 716) für Löhne und Gehälter sowie TEUR 125 (VJ TEUR 116) für soziale Abgaben. Die anderen betrieblichen Verwaltungsaufwendungen von insgesamt TEUR 2.172 (VJ TEUR 2.094) enthalten die folgenden wesentlichen Posten: Aufwendungen aus konzerninternen Belastungen TEUR 1.476 (VJ TEUR 1.365), externe Beratungskosten TEUR 57 (VJ TEUR 88), Fremdleistungen TEUR 235 (VJ TEUR 241), Miete und Raumkosten TEUR 115 (VJ TEUR 114) sowie Jahresabschlusskosten TEUR 39 (VJ TEUR 35). In den anderen betrieblichen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 129 (VJ TEUR 0) aus der Rückerstattung einer im Vorjahr vereinnahmten Akquisitionsvergütung an die von der KVG verwalteten VEREOF GmbH & Co. geschlossene InvKG, Köln, enthalten. Die Rückerstattung ergibt sich durch die Rückabwicklung einer im Vorjahr erworbenen spanischen Immobilie. 5. Erträge aus Verlustübernahme Im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Alleingesellschafterin VERIANOS SE, Köln, wurde das negative Jahresergebnis in Höhe von EUR 1.144.188,22 vollständig übernommen. V. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (Angestellte) im Geschäftsjahr 2020 betrug 9 (VJ 7), davon 7 (VJ 5) männliche und 2 (VJ 2) weibliche Angestellte. 2. Organe Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten an:
Herr Tobias Bodamer und Herr Fernández-Reumann sind zudem Mitglied des Verwaltungsrats der Alleingesellschafterin VERIANOS SE, Köln. Mitglieder des Aufsichtsrats Dem Aufsichtsrat gehören an:
Die Bezüge der aktiven Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf insgesamt TEUR 201. Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich für das laufende Geschäftsjahr auf TEUR 4. 3. Nahe stehende Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen sind im Geschäftsjahr alle Tochtergesellschaften und mittelbare Beteiligungsgesellschaften der Alleingesellschafterin VERIANOS SE sowie deren unmittelbaren Gesellschafter. Nahestehende Personen sind des Weiteren der Aufsichtsrat und die Geschäftsführer sowie nahe Angehörige dieser Personen. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
5. Unternehmensverträge Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2006 hat die VERIANOS Capital Partners GmbH mit der Alleingesellschafterin VERIANOS SE, Köln, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 09. Juni 2021 wurde der Änderung des § 3 Abs. 3 (Verlustübernahme) des Vertrages zugestimmt. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und konnte erstmals zum Ablauf des 31. Dezember 2010 unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten gekündigt werden. Wird der Vertrag nicht gekündigt, verlängert er sich jeweils um ein Kalenderjahr. Da die VERIANOS Capital Partners GmbH keine Kündigung ausgesprochen hat, läuft der Vertrag vorerst bis zum 31. Dezember 2022. 6. Sonstiges Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung, soweit die Beträge nicht von untergeordneter Bedeutung sind, waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Bezüglich der Angabepflicht für das als Aufwand erfasste Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf den Konzernanhang. 7. Konzernabschluss Mutterunternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB i. V. m. § 290 HGB ist die VERIANOS SE, Köln, die unmittelbar sämtliche Geschäftsanteile an der Gesellschaft hält. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der VERIANOS SE zum 31. Dezember 2021 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. VI. Nachtragsbericht Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 stellt ein einschneidendes Ereignis mit erheblichen Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung dar, gleichzeitig handelt es sich um ein wertbegründendes Ereignis, welches demzufolge weder die gewählten Bilanzierungsansätze noch die Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses auf den 31. Dezember 2021 berührt. In Hinblick auf mögliche Auswirkungen dieses Vorgangs auf unsere Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen des Lageberichts. VII. Ergebnis des Geschäftsjahres Das Geschäftsjahr schließt mit einem negativen Jahresergebnis in Höhe von EUR 1.144.188,22 ab, welches aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der Alleingesellschafterin VERIANOS SE vollständig übernommen worden ist.
Frankfurt, den 10. Mai 2022 VERIANOS Capital Partners GmbH Die Geschäftsführer Tobias Bodamer Christoph Koch Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VERIANOS Capital Partners GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VERIANOS Capital Partners GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VERIANOS Capital Partners GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 17. Mai 2022 KPMG
AG
Kügler, Wirtschaftsprüfer Möllenkamp, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsZUSAMMENARBEIT VON GESCHÄFTSFÜHRUNG UND AUFSICHTSRAT Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2021 die Geschäftsführung der VERIANOS Capital Partners GmbH kontinuierlich überwacht und diese bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Er konnte sich stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Die Geschäftsführung ist ihren Informationspflichten nachgekommen und hat umfassend regelmäßig und zeitnah über alle relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage und -entwicklung unterrichtet. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS Im Berichtsjahr 2021 kam der Aufsichtsrat zu zwei Sitzungen zusammen, an denen jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. Sofern nach Gesetz oder Gesellschaftsvertrag für einzelne Maßnahmen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben wir auf Grundlage der Berichte und Beschlussvorschläge unsere Entscheidungen getroffen. Auch außerhalb der turnusmäßigen Gremiensitzungen fand ein regelmäßiger Austausch zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat statt. Der Aufsichtsrat der VERIANOS Capital Partners GmbH hat keine Ausschüsse gebildet. JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der VERIANOS Capital Partners GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), des Kapitalanlagengesetzbuches (KAGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der VERIANOS Capital Partners GmbH geprüft. In seinem Prüfungsbericht erläutert der Abschlussprüfer die Prüfungsgrundsätze. Hierbei ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Regeln des HGB, des GmbHG, des KAGB sowie der RechKredV eingehalten werden. Der Jahresabschluss hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Die genannten Dokumente sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung des Aufsichtsrats am 17. Mai 2022 vorgelegen. Nach dem Abschluss seiner Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 17. Mai 2021 den von der Gesellschaft im Mai 2022 aufgestellten Jahresabschluss der VERIANOS Capital Partners GmbH gebilligt.
Frankfurt am Main, im Mai 2022 Karl-Josef Schneiders, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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