Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 174493
Eingetragen
19.2.2016
Branche
Erbringung von Reservierungsdienstleistungen für Theater-, Sport- und UnterhaltungsveranstaltungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
(1) die Planung, Finanzierung, Produktion und Durchführung von Veranstaltungen jeder Art, insbesondere Live-Entertainment-Veranstaltungen, sowie die Planung und Errichtung entsprechender Aufführungsstätten sowie die Bewerbung aller vorgenannten Gegenstände. Das Erbringen von Dienstleistungen für Unternehmen im Entertainmentbereich. Nicht erfasst sind genehmigungspflichtige Geschäfte, sofern die erforderliche Genehmigung nicht vorliegt. (2) das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie die Übernahme der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften nur im eigenen Namen und auf eigene Rechnung und nicht als Dienstleistung für Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Qiang Li
seit 12.3.2019
Geschäftsführer
Ronald Bloch
seit 7.8.2018
Prokura
Andreas Eckert
seit 7.8.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
0.00%
0.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hongkun International Holdings Ltd.
100.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hongkun International Holdings Ltd.
RM 1101 11/F, San Toi Building, No. 139 Connaught Road Central
2.024.999 €
100.00%
W2E GmbH
Germany
1 €
0.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Apassionata World GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2020

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Apassionata World GmbH ist der weltweit größte Produzent und Veranstalter von Live- Entertainment mit Pferden. Mit durchschnittlich 69 fest angestellten Mitarbeitern in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 produzieren und veranstalten wir Live- Entertainment-Shows mit Pferden in 17 europäischen Städten (Tour).

Alle Shows und Aktivitäten machen für unsere Gäste das sehr emotionale Verhältnis zwischen Menschen und Pferden erlebbar. Wir produzieren einzigartige Shows, die in einer harmonischen Geschichte und mit bezaubernder Musik diese Emotionalität feiern. Unsere Shows stehen für erstklassige Familienunterhaltung. Die Besucherzahlen der Tour liegen - ohne pandemiebedingte Einschränkungen - seit Jahren stabil auf sehr hohem Niveau. Wir sind stolz darauf, unsere durchschnittlichen Ticketpreise von Jahr zu Jahr zu halten oder sogar steigern zu können.

Auf der Tour finden an jedem Veranstaltungswochenende zwischen drei und sechs Show- Vorstellungen in den jeweils größten verfügbaren Veranstaltungsarenen (Mercedes-Benz Arena in Berlin, Olympiahalle in München usw.) statt. Die Saison beginnt im Oktober und endet normalerweise im Juni des Folgejahres. Wir arbeiten mit den besten und bekanntesten Reiter- und Tänzer-Teams in Europa zusammen. Die meisten Teams gehören schon seit Jahren zur "Apassionata-Familie". Die Qualität unserer Shows und die damit verbundene Kundenzufriedenheit, die wir jedes Jahr mit Umfragen überprüfen, sprechen für sich.

Apassionata World GmbH ist einer der erfolgreichsten Produzenten und Veranstalter von Live-Entertainment mit Pferden in Europa. Im Gegensatz zu vielen anderen Live- Entertainment-Formaten erfreut sich unser Family-Entertainment-Format nachhaltiger Beliebtheit, die sich an unseren jährlich stabil bleibenden Ticketverkäufen ablesen lässt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die europäische und insbesondere die deutsche Wirtschaft in unserem Kernmarkt Deutschland hat sich trotz der zahlreichen Krisen in den zurückliegenden Monaten, wie z. B. im Nahen Osten, den weltweiten Handelsstreitigkeiten, der COVID-19-Pandemie mit zeitweilig weltweit gestörten Lieferketten und dem Krieg in der Ukraine, welcher einen drastischen Anstieg der Energiepreise verursacht hat, als weitgehend widerstandsfähig erwiesen.

Insbesondere der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wirkt sich aber negativ auf die europäische sowie die deutsche Wirtschaft aus, beeinträchtigt das Wachstum und führte insbesondere in den Jahren 2022 und 2023 zu historisch hohen Inflationsraten. So haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Im Jahr 2022 hatte die Inflationsrate noch bei + 6,9 % gelegen (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)).

Kernmarkt

Europa und insbesondere Deutschland, wo wir mit Abstand die meisten Showveranstaltungen produzieren, befand sich trotz der Krisen im Nahen Osten und der weltweiten Handelsstreitigkeiten im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 immer noch in einer insgesamt stabilen wirtschaftlichen Lage. In den folgenden Quartalen hatte sich die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung - vor allem in der Industrieproduktion - aber verlangsamt. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 um 0,5 % gegenüber 2019 und wurden durch die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze im zweiten Halbjahr 2020 gestützt.

Im März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation die Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 offiziell zu einer weltweiten Pandemie hoch. Noch im gleichen Monat beschloss die Bundesregierung - zur Eindämmung der Pandemie - einen bundesweiten Lockdown sowie die Absage von Großveranstaltungen.

Wie der Pressemitteilung Nr. 020 des Statistischen Bundesamtes vom 14. Januar 2021 zu entnehmen war, hatte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Pandemie-Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die deutsche Wirtschaft war somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den Berechnungen zufolge mit - 5,7 % insgesamt weniger stark aus als 2009.

Im zweiten Pandemie-Jahr 2021 - mit zeitweilig weiteren Lockdown-Phasen - und auch 2022 wurde die Wirtschaft vor allem durch private und staatliche Konsumausgaben gestützt. Trotz deutlicher Preissteigerungen und der sich abzeichnenden Energiekrise nutzten die Verbraucherinnen und Verbraucher die Aufhebung fast aller Corona-Beschränkungen im zweiten Quartal 2022, um zum Beispiel wieder mehr zu reisen und auszugehen.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich im gesamten Zeitraum weitgehend stabil, auch geschützt durch Maßnahmen der Bundesregierung. So milderten beispielsweise das Instrument der Kurzarbeit sowie mehrere Konjunkturpakete und auch Sondermaßnahmen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Inflation ab.

Am 26. Mai 2021 teilte das Bundesfinanzministerium mit, dass das Bundeskabinett grünes Licht gegeben hat für einen Sonderfonds in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden Euro, mit dem der Bund ein breit gefächertes Angebot an Kulturveranstaltungen nach der langen Zeit der Pandemie wieder möglich machen wollte. Mit dem Sonderfonds sollten Konzerte, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen 2021 wieder anlaufen können.

Mittel- bis langfristig relevant für Veranstaltungen im familienorientierten Live- Entertainment ist die Geburtenrate. Im März 2021 sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 65.903 Kinder zur Welt gekommen. Mehr als 65.000 Geburten in einem Monat März gab es zuletzt 1998. Im Vergleich zum März 2020 ist die Geburtenzahl in diesem Jahr um etwa 5.900 oder 10,0 % gestiegen.

Von der Pandemie und ihren Auswirkungen auf die Wirtschaft ist kein europäisches Land verschont geblieben. Alle EU-Länder haben im Jahr 2020 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen gehabt, wenngleich die Höhe des BIP-Einbruchs in den einzelnen Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich ausfiel. Die EU-Länder erholten sich im Jahr 2021, jedoch blieb eine V-förmige Erholung aus, wie auch die Prognosen führender Organisationen und Wirtschaftsinstitute zur Entwicklung des BIP im Jahr 2021 zeigten. Die wirtschaftliche Erholung nimmt einige Jahre in Anspruch, wie die zurückliegenden Quartale gezeigt haben.

Die Europäische Kommission teilte am 11. November 2022 mit, dass das reale BIP- Wachstum in der EU überraschte und in der ersten Jahreshälfte 2022 positiv war, da die Verbraucher nach der Lockerung der COVID-19-Schutzmaßnahmen ihre Ausgaben, insbesondere für Dienstleistungen, kräftig wiederaufnahmen. Die Expansion setzte sich im Verlauf des Jahres 2022 fort, wenn auch in deutlich abgeschwächter Form.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Stand: 30. Januar 2024) ist Deutschland im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt war preisbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Für 2024 wird lediglich ein leichtes Wachstum der Wirtschaftsleistung von 0,3 % prognostiziert (Quelle: HRI Handelsblatt Research Institut, Stand: Januar 2024).

Trotz dieser gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland und der EU ist der Arbeitsmarkt weitestgehend robust und es wird erwartet, dass sich die Kerninflation weiter abschwächt.

Branche

2018 legte der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdkv) eine Marktstudie zu Konsumdaten des deutschen Veranstaltungsmarktes vor. Zusammengefasst hat die Veranstaltungsbranche im Untersuchungszeitraum vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 einen Gesamtumsatz von 4,999 Milliarden Euro erwirtschaftet. Damit ist der Umsatz seit der letzten Untersuchung des Verbandes im Jahre 2013, die noch einen Gesamtumsatz von 3,822 Milliarden Euro auswies, um 31,0 % gestiegen. Der Wirtschaftsbereich hat damit die Spitze der Umsatzträger der deutschen Entertainment-Märkte eingenommen.

Aufgrund der immer aufwendiger werdenden Veranstaltungen stieg der durchschnittliche Ticketpreis auf 44,00 EUR. Erwartungsgemäß ging die Anzahl der verkauften Tickets um 13,0 % auf 28,5 Millionen Tickets zurück. Allerdings erhöhten die Besucher ihre Besuchsfrequenz, so dass sich der Wert der insgesamt verkauften Tickets nur um 6,0 % verringerte.

Dem German Entertainment & Media Outlook 2022-2026, herausgegeben von PwC Deutschland, zufolge war das Jahr 2021 in der deutschen Entertainment- und Medienbranche - vor allem in der zweiten Jahreshälfte - von einem schrittweisen Rückgang zur Normalität geprägt. Während die Umsätze aus nicht-digitalen Segmenten um 6,0 % auf 40,7 Milliarden Euro stiegen, legten Umsätze aus digitalen Bereichen um 20,3 % zu und umfassten 22,9 Milliarden Euro.

2.2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens werden nachfolgend unter Einbeziehung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren - Umsatz und EBIT-Marge - erläutert.

Die Tourproduktion "Legende der Wüste" spielte in 9 Städten, bevor sie am 11. und 12. Januar 2020 in Berlin gastierte, und sollte bis 28. Juni 2020 insgesamt in 24 Städten spielen. Der Lockdown sowie das Veranstaltungsverbot zur Eindämmung der Pandemie hat unsere Tour nach 8 gespielten Städten ausgesetzt.

Der Ticketverkauf für die gespielten Städte konnte um 7,6 % gesteigert werden. In Summe wurden 146.364 Tickets verkauft bei stabilen Verkaufspreisen.

2.3. Lage

Die Auslastung der gespielten Veranstaltungen lag bei 66,4 %, eine Steigerung um 5,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Es wurden in 2020 und in 2019 jeweils 31 Veranstaltungen gespielt.

a) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft wird maßgeblich durch die Beteiligung an der Apassionata Park München GmbH & Co. KG - kurz "APK" - geprägt. Zum Bilanzstichtag beträgt unsere Minderheitsbeteiligung an der APK 22,02 % (Vorjahr: 22,02 %).

Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und Stärkung des Eigenkapitals infolge der wirtschaftlichen Lasten des Rechtsstreits mit dem ehemaligen Gesellschafter und der späteren Auswirkungen der Corona-Pandemie hat unsere Muttergesellschaft Hongkun International Holdings Ltd. - kurz "HIL" - seit 2019 eine Reihe von Maßnahmen beschlossen und durchgeführt.

Sowohl die unmittelbare Beteiligung der Muttergesellschaft an der APK seit dem 1. Januar 2019 als auch die in diesem Zusammenhang geschaffene Kapitalstruktur der Gesellschaft dienen als Grundlage der Restrukturierung des operativen Geschäfts in München.

b) Finanz- und Liquiditätslage

Die liquiden Mittel haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 stichtagsbezogen um TEUR 1.774 auf TEUR 94 verringert.

Zum Bilanzstichtag resultieren die Bankguthaben überwiegend aus dem Kartenvorverkauf für noch nicht geleistete Veranstaltungen sowie dem Verkauf von Merchandise.

Die Finanzierung des Kerngeschäfts konnte im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 vollständig aus Eigenmitteln bedient werden.

Zum Stichtag ist die Finanz- und Liquiditätslage als geordnet zu beurteilen.

c) Ertragslage

Auf Grund der Umstellung des Geschäftsjahres ist die Ertragslage in der Berichtsperiode nur eingeschränkt mit dem Zwölfmonatszeitraum des Geschäftsjahres 2019 vergleichbar.

Der Tourplan wurde im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 durch das pandemiebedingte Verbot für Großveranstaltungen von 17 auf 8 Spielorte reduziert. Die Umsatzerlöse von TEUR 8.454 (Vorjahr: TEUR 28.060) setzen sich aus verkauften Ticktes und Merchandise zusammen.

Die Aufwendungen für die Produktion der Shows (Materialaufwand) betrugen im Rumpfgeschäftsjahr TEUR 3.199 (Vorjahr: TEUR 10.829). Nach dem pandemiebedingten Tourabbruch im März 2020 konnten erhebliche Kosteneinsparungen realisiert werden.

Der Personalaufwand betrug in der Berichtsperiode TEUR 1.570 (Vorjahr: TEUR 3.971).

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wurde im Rumpfgeschäftsjahr bis zum 30. Juni 2020 ein positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 596 erzielt, nachdem im Geschäftsjahr 2019 - bedingt durch Sondereinflüsse auf die Ertragslage - ein negatives Ergebnis nach Steuern (TEUR -2.259) ausgewiesen wurde.

d) Gesamtaussage

Trotz des Tourabbruchs im März 2020 auf Grund der Corona-Schutzmaßnahmen des Bundes und der Länder nach 8 gespielten Standorten haben die verlässlichen Ergebnisse aus dem Karten- und Merchandiseverkauf sowie die konsequente Kostenreduktion während des Veranstaltungsverbots die grundlegenden Funktionen der Gesellschaft sichergestellt.

3. Chancen und Risiken

3.1. Risikobericht

Konjunkturelle Risiken

Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich 2023 trotz der konjunkturellen Schwäche robust. Die Zahl der Erwerbstätigen hat mit 45,9 Millionen im Jahresdurchschnitt einen Höchststand erreicht, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Und die Arbeitslosenquote lag mit durchschnittlich 5,7 % nahe ihrem Rekordtief aus dem Vor-Corona-Jahr 2019.

"Der Arbeitsmarkt ist ein Stabilitätsanker - kein Selbstläufer mehr wie in der Vergangenheit, aber man kann sich weiter auf ihn verlassen", sagt Enzo Weber, der beim bundeseigenen Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) den Bereich Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen leitet.

Nach Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % wird auch in 2024 lediglich mit einem leichten Wachstum der Wirtschaftsleistung gerechnet.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. "Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie lag mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark", sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes.

Auch erhöhte Sparanstrengungen sowie Abgaben- und Steuererhöhungen sind nicht auszuschließen. Die Erfahrungen der 17 zurückliegenden Geschäftsjahre haben jedoch gezeigt, dass es keine zwingende Korrelation zwischen Finanz- und Wirtschaftskrisen gibt. Unser Geschäftsmodell besitzt genügend Flexibilität, die Nachfrage nach neuen Angeboten im Live-Entertainment proaktiv zu stimulieren.

Operative Risiken

Besondere Risiken der Live-Entertainment-Branche liegen in der Durchführung der Show. Beispielsweise könnte ein Unfall während einer Vorstellung trotz entsprechender Schadensversicherungen einen erheblichen nicht versicherbaren Reputations- und damit auch finanziellen Schaden verursachen. Auch wenn die Show jedes Jahr im Wesentlichen hinsichtlich der erzählten Geschichte und einzelner Bestandteile neu konzipiert wird, kann nicht ausgeschlossen werden, dass man in der Zukunft einmal nicht den Geschmack der Zuschauer trifft.

Ein weiteres typisches Risiko der Live-Entertainment-Branche ist der Einsatz von freien Mitarbeitern. Sofern für den Erfolg des Unternehmens wichtige Personen der Gesellschaft zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen, könnte sich das nachteilig auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft auswirken.

Wie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 sind keine pandemiebedingten Absagen und/oder Verschiebungen in unserem Tourkalender zu erwarten.

Finanzielle Risiken

Ein weiterhin laufender Rechtsstreit und das zeitweilige pandemiebedingte Verbot von Großveranstaltungen hatten die Basis der Unternehmensfinanzierung durch Gesellschafterdarlehen und Zuzahlungen ins Eigenkapital - anstatt von Ticketverkäufen - gefordert. Bis zum 31. Dezember 2019 wurden EUR 4,2 Millionen als andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage geleistet und den folgenden Geschäftsjahren weitere finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

Die Zahlungsverpflichtungen aus dem Vergleich ("Settlement Agreement") vom 1. März 2019 mit dem ehemaligen Gesellschafter betragen insgesamt EUR 6,0 Millionen. Die erste Rate in Höhe von EUR 2,66 Millionen wurde beglichen. Die weiteren Teilbeträge sind Gegenstand eines andauernden Rechtsstreits. Aktuell ist ein Berufungsverfahren beim Kammergericht anhängig.

Aufgrund der Freistellungsvereinbarung zwischen Hongkun International Holdings Ltd. (HIL) und der Apassionata World GmbH (AWG) besteht eine Forderung der AWG gegenüber HIL für die erste Rate und somit saldiert kein zusätzliches finanzielles Risiko seitens der AWG.

Hinzu kommen mehrdimensionale Gründe für Kostensteigerungen. Die Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft hat in Kooperation mit dem R.I.F.E.L. Research Institute for Exhibition and Live-Communication die Meta-Studie "Kosten- Entwicklung Event/Messe 2022" angefertigt. Sie veranschaulicht nicht nur die Preisentwicklung von 2019 zu 2022. Die Umfrage benennt auch die Gründe und Effekte der Kosteinsteigerungen. In der Metastudie "Kosten-Entwicklung Event/Messe 2022" zeigt die Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft, dass die anziehende Nachfrage auf weniger Anbieter und geringere Marktkapazitäten trifft als vor der Pandemie. Hinzu kommen massive allgemeine Kostensteigerungen - von Rohstoffen bis Transportkosten. Besonders problematisch ist gleichzeitig der Fachkräftemangel, denn der Mitarbeiterrückgang liegt im Jahresvergleich bei -54,5 %. Der bleibende Bedarf an Mitarbeitern bleibt und führt zu einem schmerzhaften Engpass, wodurch sich auch die Personalkosten erhöht haben. Die mit den Einschränkungen verbundenen Hygieneanforderungen während der Pandemie haben ihrerseits zu zusätzlichen Kosten geführt.

In den Jahren 2020 und 2021 waren finanzielle Risiken durch eine Patronatserklärung unserer Muttergesellschaft Hongkun International Holdings Ltd. gedeckt.

Die Finanzierung der Schwestergesellschaft Apassionata Park München GmbH & Co. KG wird vollständig durch die gemeinsame Muttergesellschaft Hongkun International Holdings Ltd. direkt gewährleistet.

Die Werthaltigkeit der Forderungen gegenüber unserer Schwestergesellschaft Apassionata Park München GmbH & Co. KG, sehen wir, abgesichert durch eine Garantie der Hongkun Weiye Real Estate Development Corporation Ltd. sowie die grundsätzliche Restrukturierung des Geschäftsmodells in München mit SHOWPALAST und CAVALLUNA Park als gegeben an.

Es wurde eine detaillierte Planungsrechnung ab dem Geschäftsjahr 2023/2024 erstellt. Unsere Annahmen sind vorsichtig bemessen und gehen davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit sichergestellt ist.

Rechtliche Risiken

Wir sehen derzeit keine zusätzlichen rechtlichen Risiken aus dem Rechtsstreit der Apassionata World GmbH und ihrem ehemaligen Gesellschafter.

Weiterhin bestehen grundsätzliche rechtliche Risiken, wie sie aus dem laufenden Betrieb der Produktion von Live-Entertainment-Shows und der Vermarktung derselben entstehen können. In diesem Zusammenhang sind mögliche rechtliche Auseinandersetzungen mit Mitarbeitern, Dienstleistern und Zulieferern zu nennen. Die von uns verwendeten Marken gehören alle unserer Gesellschaft bzw. unserem Gesellschafter. Nach unserer Erfahrung in den letzten 17 Jahren sind die so verbleibenden rechtlichen Risiken durch unser Risikomanagement abgedeckt.

Aus Sicht der Gesellschaft bestehen gegenwärtig keine weiteren nicht beherrschbaren materiellen Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder bestandsgefährdende Risiken.

3.2. Chancenbericht

Besondere Chancen in unserem Kerngeschäft - der Produktion und Veranstaltung von Live-Entertainment - bestehen in verschiedenen Markterweiterungen. Ergänzt werden diese durch Einzelprojekte und die Entwicklung und Vermarktung einer zweiten Tour.

4. Prognosebericht

Das ifo Institut hat seine Vorhersage für das deutsche Wirtschaftswachstum 2024 gekappt, von 1,4 % auf 0,9 %. Andere Prognosen gehen von einer noch geringeren Erholung der deutschen Wirtschaft in 2024 aus. Für 2025 erwartet das ifo Institut eine leichte Beschleunigung auf 1,3 %. Nach Einschätzung des Instituts verzögert derzeit eine weitgehende Unsicherheit in Deutschland die Erholung, da sich die Sparneigung der Konsument*innen erhöht und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und privaten Haushalten senkt.

Die Europäische Kommission rechnet in ihrer Herbstprognose 2023 mit einem allmählichen Wiederanziehen der Wirtschaftstätigkeit, da sich die Konsumausgaben aufgrund einer weiter robusten Entwicklung an den Arbeitsmärkten, eines anhaltenden Lohnwachstums und einer fortgesetzten Inflationsabschwächung erholen. Trotz einer restriktiveren Geldpolitik dürften die Investitionen - gestützt durch insgesamt solide Unternehmensbilanzen und die Aufbau- und Resilienzfazilität - weiter ansteigen. 2024 dürfte sich das BIP-Wachstum in der EU auf 1,3 % verbessern. Auch dies ist gegenüber der Sommerprognose immer noch eine Abwärtskorrektur um 0,1 %. Im Euro- Währungsraum dürfte das BIP-Wachstum mit 1,2 % geringfügig niedriger ausfallen.

Die Tour der Apassionata World GmbH ist seit Jahren in Europa ein bekannter Begriff für sehr gutes Live-Entertainment, vor allem für Familien. Die positive Resonanz der Besucher und die damit verbundene "Mundpropaganda", die umfassende Berichterstattung durch Presse, Rundfunk, Fernsehen und im Internet sowie die einschlägigen Werbeaktionen sind Garant für gut besuchte Vorstellungen.

Nach den positiven Ergebnissen der letzten Tourproduktion "Geheimnis der Ewigkeit" 2022/2023 und anhaltend stabilen Verkäufen der aktuellen Tourproduktion "Land der Tausend Träume" erwarten wir mittelfristig eine weitere Erholung des Geschäftsverlaufs auf das Niveau vor der Pandemie.

Für die aktuell laufende Tourproduktion "Land der tausend Träume" ist ein Absatz von 342.500 Tickets, von Januar bis Juni 2024, in 24 Städten geplant.

Sowohl die Transformation der Geschäftsprozesse im Unternehmen hin zu digitalen und agilen Entscheidungsstrukturen als auch die Diversifizierung im Produktportfolio wurde während der verschiedenen Veranstaltungsverbote begonnen und ist nun als Bestandteil der Unternehmenskultur Garant für unsere Anpassungsfähigkeit an beschleunigte Veränderungen im Konsumverhalten sowie volatilere Marktbedingungen.

Unser Gesellschafter stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung, um die Kernstruktur des Unternehmens aufrechtzuerhalten. Wir arbeiten nicht nur an neuen Konzepten für unser treues Publikum, auch Projekte in neuen Märkten konkretisieren sich.

Durch die in der Berichtsperiode erfolgte Umstellung des Geschäftsjahres der Gesellschaft vom Kalenderjahr auf den Zeitraum jeweils vom 1. Juli bis 30. Juni des Folgejahres wird ab dem 1. Juli 2020 nun der vollständige Zyklus einer Tourproduktion wirtschaftlich in einem Geschäftsjahr abgebildet.

Die massiven Einschränkungen bei der Durchführung von Großveranstaltungen infolge der Pandemie haben in den Geschäftsjahren 2020/2021 und 2021/2022 zu erheblichen Umsatzrückgängen gegenüber den Geschäftsjahren vor Beginn der Pandemie geführt. Dem Unternehmen war es in diesen Geschäftsjahren nicht möglich, ein positives EBIT und Jahresergebnis zu erwirtschaften.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2022/2023 sah Umsatzerlöse in Höhe von etwa EUR 26,0 Millionen vor und dass mindestens eine Kostendeckung erreicht wird. Bei einem moderaten Umsatzwachstum erwartet die Geschäftsleitung, ab dem Geschäftsjahr 2023/2024 mindestens das Kerngeschäft wieder profitabel betreiben zu können.

Bei vorsichtig getroffenen Annahmen - auf Grund der Vielzahl von externen Faktoren auf die Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft - sieht die Planung für das Geschäftsjahr 2024/2025 Umsatzerlöse aus der Veranstaltung von Live-Entertainment-Shows in Höhe von EUR 27,0 Millionen vor und eine EBIT-Marge von bis zu 7,0 %.

 

Berlin, den 31. Mai 2024

Apassionata World GmbH

Johannes Mock O'Hara, Geschäftsführer

Qiang Li, Geschäftsführer

Zur Offenlegung bestimmte Bilanz auf den 30. Juni 2020

der Apassionata World GmbH, Berlin

AKTIVA

Zum Vergleich 31.12.2019
EUR EUR EUR T-EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.255.633,00 1.343
davon Geschäfts- oder Firmenwert: EUR 1.135.101,00 (1.188)
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 20.484,00 24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.413,98 191
135.897,98 215
III. Finanzanlagen 19.842.501,00 19.843
davon Anteile an verbundenen Unternehmen: EUR 19.815.001,00 (19.815)
21.234.031,98 21.401
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 453.800,66 495
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.312.328,40 22.109
davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 16.507.046,93 (14.876)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 93.943,75 1.868
20.860.072,81 24.472
C. Rechnungsabgrenzungsposten 257.342,04 503
42.351.446,83 46.376

PASSIVA

Zum Vergleich 31.12.2019
EUR EUR T-EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.025.000,00 2.025
II. Kapitalrücklage 22.219.417,28 22.219
III. Gewinnvortrag 367.374,82 2.631
IV. Jahresüberschuss
(Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 596.096,18 -2.263
25.207.888,28 24.612
B. Rückstellungen 2.689.277,28 1.818
C. Verbindlichkeiten 14.454.281,27 19.946
davon gegenüber Kreditinstituten: EUR 7.102,65 (0)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 1.188.691,31 (1)
42.351.446,83 46.376

Zur Offenlegung bestimmte Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2020

der Apassionata World GmbH, Berlin

Zum Vergleich 2019
EUR EUR T-EUR
1. Rohergebnis 5.336.735,87 17.458
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.186.495,31 -3.351
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -383.080,88 -620
-1.569.576,19
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -153.642,17 -379
-153.642,17
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.288.963,56 -10.053
1.324.553,95 3.055
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 202.098,85 7
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -4.185
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -158.064,62 -615
44.034,23 -4.793
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -772.500,00 -521
9. Ergebnis nach Steuern 596.088,18 -2.259
10. Sonstige Steuern 8,00 -4
11. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 596.096,18 -2.263

Zur Offenlegung bestimmter Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr von 1. Januar bis 30. Juni 2020

der Apassionata World GmbH, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Die Apassionata World GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB 174493.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschrift des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Für die Angaben im Anhang werden größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 HGB in Anspruch genommen.

Durch Umstellung des Geschäftsjahres umfasst die Berichtsperiode den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 (Rumpfgeschäftsjahr von sechs Monaten). Aus diesem Grund ist die Vergleichbarkeit der Zahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung eingeschränkt. Die Vergleichszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen den Zwölfmonatszeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019.

Gemäß § 265 Abs. 5 und 6 HGB wurde zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit das Bilanzierungsschema um Posten erweitert bzw. Posten-bezeichnungen angepasst. Aus demselben Grund wurden Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ergänzt bzw. Bezeichnungen von Posten entsprechend ihrem Inhalt angepasst.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen oder - sofern die entsprechenden Tatbestandsvoraussetzungen vorliegen - außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben. Diese betriebliche Nutzungsdauer basiert auf unserer Einschätzung über die zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere den Mitarbeiterstamm sowie den langjährigen Marketing- und Produktionserfolg, die im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbetriebes übernommen wurden.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Im Einklang mit § 6 Abs. 2a EStG wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, geringwertige Anlagegüter mit den Anschaffungskosten, bis EUR 410,00 im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand zu erfassen, selbständig nutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwar EUR 410,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden je Geschäftsjahr in einen Sammelposten aufgenommen, der ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung gleichmäßig auf 5 Jahre verteilt wird. Aus Wesentlichkeitsgründen wird diese Vorgehensweise auch für den handelsrechtlichen Jahresabschluss übernommen. Der Restbuchwert der zum Bilanzstichtag bestehenden Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG beträgt 0 € und wird in der Bilanz im Anlagevermögen unter der Position "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" ausgewiesen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei dauerhafter Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigen beizulegenden Wert vorgenommen.

Umlaufvermögen

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 ergibt sich aus dem Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang. Mit der Umstellung des EDV-Systems zur Anlagenbuchführung erfolgte eine technische Anpassung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen zum 1. Januar 2020.

Finanzanlagen

Die Gesellschaft hält 22,02 % (Vorjahr: 22,02 %) der Kommanditanteile der Apassionata Park München GmbH & Co. KG (APK) mit einem Buchwert von TEUR 19.815 (Vorjahr: TEUR 19.815) zum Bilanzstichtag sowie 100 % der Geschäftsanteile an der Apassionata Park GmbH, Berlin (Komplementärin der APK).

Des Weiteren hält die Gesellschaft hält zum Stichtag 22 % der Geschäftsanteile an der Apassionata Park GmbH, Berlin. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 27,5.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenständen zusammen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 16.507 (Vorjahr: TEUR 14.876) bestehen im Wesentlichen aus dem Darlehen an die Apassionata Park München GmbH & Co. KG. Wir beurteilen die Forderungen als werthaltig.

In Höhe von TEUR 5.538 (Vorjahr: TEUR 5.538) bestehen Forderungen gegen die Gesellschafter, die im Wesentlichen aus der Zuzahlung in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB im vorangegangenen Geschäftsjahr resultieren (TEUR 4.219).

Kassenbestand und Bankguthaben

Das Bank- bzw. Kassenguthaben beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 1.868).

Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Posten umfassen mit TEUR 257 (Vorjahr: TEUR 503) insbesondere abgrenzte Ausgaben für Marketing und Produktionsaufwendungen nach dem Bilanzstichtag.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 2.025 (Vorjahr: TEUR 2.025).

Auf der Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung besteht ein unentziehbarer Anspruch gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.219, der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 als Forderung bilanziert wurde. Der Betrag wird als andere Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapitalrücklage TEUR 22.219 (Vorjahr: TEUR 22.219).

Nach einem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 367 und dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 596 beläuft sich das Eigenkapital auf TEUR 25.208 (Vorjahr: TEUR 24.612).

Verbindlichkeiten

Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 0) und in Höhe von TEUR 1 (TEUR 1) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen TEUR 7.473 (Vorjahr: TEUR 15.444) bestehen überwiegend aus Ticketverkäufen für Veranstaltungen nach dem Stichtag sowie Verkäufen von Gutscheinen in Höhe von TEUR 912 (Vorjahr: TEUR 1.888).

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.575 (Vorjahr: TEUR 3.169) handelt es sich in erster Linie um Verbindlichkeiten aus ausstehenden Zahlungen für Produktion und Marketing.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 1.187 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber dem Gesellschafter.

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2020

Sämtliche Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (TEUR 14.454; Vorjahr: TEUR 19.946).

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Zahlungsverpflichtungen aus einer Vergleichsvereinbarung vom 1. März 2019 in Höhe von bis zu EUR 3,34 Mio.

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 1.570 (Vorjahr: TEUR 3.971). Hiervon entfallen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 5) auf Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung.

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl beträgt 69 (Vorjahr: 76).

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände

Diese Position enthält die planmäßige Abschreibung auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR154 (Vorjahr: TEUR 207). Die weitere Zusammensetzung der Abschreibungsbeträge ist im Anlagenspiegel (Anlage 1) dargestellt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 2.289 (Vorjahr: TEUR 10.053). Hauptbestandteile sind klassische sowie digitale Werbung, Management Service Fee, Mietaufwendungen, sonstige Aufwendungen für Provisionen, ERP-Systeme, Gebühren, Versicherungen, IT, Rechtsberatung, Produktionsnebenkosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Das Ergebnis vor Steuern liegt im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020 bei TEUR 1.369 (Vorjahr: TEUR - 1.737).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In Höhe von TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 0) sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Diese Position umfasst Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 615).

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen im Umfang von jährlich TEUR 445.

VI. Nachtragsbericht

Die weltweite Ausbreitung der COVID-19-Pandemie hatte ab März 2020 auch erhebliche Auswirkungen auf die Unterhaltungs- und Veranstaltungsbranche in Deutschland. Die behördlichen Maßnahmen der zuständigen Landesregierungen führten dazu, dass Großveranstaltungen, zu denen unsere Shows zählen, in 2020 zeitweilig untersagt waren. Hinsichtlich der bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Umsatzrealisierung und Sicherung der Zahlungsfähigkeit hatte die Gesellschaft in 2020 und 2021 eine Reihe von Maßnahmen unternommen und auch die von der Bundesregierung aufgelegten Corona- Hilfen zur Stützung der Wirtschaft in Anspruch genommen.

Des Weiteren hatte sich die Gesellschafterin mit einer Patronatserklärung vom 8. April 2020 mit Wirkung für 2020 und 2021 verpflichtet, der Gesellschaft finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie ihren Verpflichtungen jederzeit nachkommen konnte.

Folgende Änderungen in den rechtlichen Verhältnissen sind nach Ende des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 eingetreten:

 

22. Dezember 2020: Xiongxiong Lin ist nicht mehr Geschäftsführer.

 

22. April 2021: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft ist mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

 

9. September 2021: Johannes Mock-O'Hara ist einzelvertretungsberechtigt.

 

5. Januar 2024: Herr Weihao Zhao ist nicht mehr Geschäftsführer.

VII. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

In dem Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 wurde die Geschäftsführung und Vertretung der Apassionata World GmbH von folgenden Geschäftsführern wahrgenommen:

Herr Qiang Li, Kaufmann, Berlin

Herr Johannes Mock O'Hara, Dipl.-Kaufmann, Hamburg

Herr Xiongxiong Lin, Dipl.-Kaufmann, Düsseldorf (bis 22. Dezember 2020)

Herr Weihao Zhao, Kaufmann, Peking (bis 5. Januar 2024)

Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden für ihre Tätigkeit im Rumpfgeschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 328) gewährt.

Aufsichtsrat (bis 22. April 2021)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren

Herr Bin Zhao, Kaufmann, Peking

Herr Hongjin Su, Kaufmann, Peking

Herr Galen Zhang, Kaufmann, Peking

Herr Dr. Thomas Bone-Winkel, Diplom-Kaufmann, Berlin

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Konzernzugehörigkeit

Die Hongkun International Holdings Ltd., Hongkong, ist Mutterunternehmen der Gesellschaft und hält 100,0 % (Vorjahr: 100 %) der Geschäftsanteile an der Gesellschaft.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den ausgewiesenen Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 in Höhe von EUR 596.096,18 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 367.374,82 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 31. Mai 2024

Johannes Mock O'Hara, Geschäftsführer

Qiang Li, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis 30. Juni 2020

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2020 * Zugänge Abgänge Anschaffungs-/ Herstellungskosten 30.06.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.932.499,39 0,00 2.901,66 1.929.597,73
davon Geschäfts- oder Firmenwert: (1.596.530,11) (111,22) (1.596.418,89)
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 70.118,91 80,59 70.038,32
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 827.451,58 3.817,47 55.510,33 775.758,72
897.570,49 3.817,47 55.590,92 845.797,04
III. Finanzanlagen 24.027.501,00 0,00 0,00 24.027.501,00
davon Anteile an verbundenen Unternehmen: (24.000.001,00) (24.000.001,00)
26.857.570,88 3.817,47 58.492,58 26.802.895,77
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.2020 * Abschreibungen des Geschäftsjahres Abschreibungen (kumuliert) 30.06.2020
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 588.754,27 85.210,46 673.964,73
davon Geschäfts- oder Firmenwert: (408.084,89) (53.233,00) (461.317,89)
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 46.029,07 3.525,25 49.554,32
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 595.438,28 64.906,46 660.344,74
641.467,35 68.431,71 709.899,06
III. Finanzanlagen 4.185.000,00 0,00 4.185.000,00
davon Anteile an verbundenen Unternehmen: (4.185.000,00) (4.185.000,00)
5.415.221,62 153.642,17 5.568.863,79
Buchwert 30.06.2020 Zum Vergleich Buchwert 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.255.633,00 1.343.067,41
davon Geschäfts- oder Firmenwert: (1.135.101,00) (1.188.445,22)
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 20.484,00 24.089,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.413,98 191.140,95
135.897,98 215.230,79
III. Finanzanlagen 19.842.501,00 19.842.501,00
davon Anteile an verbundenen Unternehmen: (19.815.001,00) (19.815.001,00)
21.234.031,98 21.400.799,20

* Technische Anpassung der Vortragswerte (AHK und kum. Abschreibungen zum 01.01.2020)

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Apassionata World GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Apassionata World GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Apassionata World GmbH, Berlin, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 31. Mai 2024

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Gerhard Meyer, Wirtschaftsprüfer

Friedemann Ullner, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

der Apassionata World GmbH, Berlin

Der Jahresabschluss auf den 30. Juni 2020 wurde von der Gesellschafterversammlung am 20. Juni 2024 festgestellt.

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