Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 5566
Eingetragen
18.7.1991
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
- als Servicegesellschaft des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. (im Folgenden "Gesellschafter"), für die Bedürfnisse der Verbandsmitglieder des Gesellschafters (im Folgenden "Verbandsmitglieder") individuelle und passgenaue Lösungen anzubieten, um die Verbandsmitglieder zu entlasten. - ebenfalls als Servicegesellschaft Dritten, insbesondere aus der Kreditwirtschaft, Bankensoftware, Informationsdienste, Beratungs- und Bildungsdienstleistungen anzubieten. - die Vermittlung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen der Verbandsmitglieder sowie für die Verbandsmitglieder, deren Mitarbeiter und Dritte (z.B. Reisedienstleistungen, Versicherungsleistungen, EDV-Soft- und Hardware, Softwarelizenzen, Geschäftsausstattungen, Pkw, Nutzfahrzeuge und Personalvermittlung). - die Edition von Publikationen und Kommunikationsmitteln. Die individuellen Lösungen der Gesellschaft sollen helfen, die betriebswirtschaftlichen und regulatorischen Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Küster
seit 24.11.2025
Prokura
Prokura
Stephan Henkel
seit 16.8.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. (VÖB)
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VÖB-Service GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsübersicht

Lagebericht und Jahresabschluss

Lagebericht

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

1.a) Organisatorische Struktur

Die VÖB-Service GmbH ist unter der HRB Nummer 5566 im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. (VÖB), Berlin.

Sie ist Anbieter von Beratungsdienstleistungen, Softwareprodukten, Informationssystemen und Bildungsmaßnahmen für die VÖB-Mitgliedsunternehmen, die gesamte Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft sowie für Kapitalverwaltungsgesellschaften. Die Kernkompetenzen umfassen spezielle bankfachliche und regulatorische Themen.

Nachstehend werden die wichtigsten Produkte und Dienstleistungen, die aus diesem fortlaufenden Prozess entstanden, unter den Leistungsfeldern beschrieben.

Mit dem Leistungsfeld Bankensoftware bietet VÖB-Service sowohl standardisierte als auch individualisierte Softwarelösungen für die Kreditwirtschaft. Alle Leistungen dieses Bereiches bieten IT-gestützte Lösungen, die den Kunden bei der Beantwortung von branchenspezifischen Fragestellungen unterstützen. So entwickelt, steuert und betreut das Unternehmen, eigenhändig oder im engen Verbund mit Partnern, nutzenstiftende Softwareprodukte für die Bewältigung von komplexen und geschäftskritischen Aufgabenstellungen, z.B. eine Lösung zur Umsetzung der EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen, ein Analysetool für die Qualitätsbeurteilung von Immobilien. Darüber hinaus zählt eine Lösung zur beleglosen Darlehensverarbeitung von Fördermittelkrediten ebenso zum Angebot wie die Software für die Finanz- und Fördermittelberatung und das Expertensystem zum Netting von Derivaten.

Im Bereich Informationsdienste bietet die Gesellschaft ein Datenkonsortium und eine Schadenfalldatensammlung aus operationellen Risiken im Finanzbereich sowie ein Frühwarnsystem für regulatorische Themen an. Ferner wird mit der Fördermitteldatenbank eine vollständige Sammlung aller Förderprodukte im gewerblichen, kommunalen und wohnwirtschaftlichen Bereich, die für Investitionen in Deutschland verfügbar sind, angeboten. Die Informationsdienste und auf Wunsch auch die Bankensoftware werden den Kunden als Cloud-Lösungen zur Verfügung gestellt. Dazu betreibt die Gesellschaft am Hauptsitz ein eigenes Rechenzentrum.

Im Bildungsbereich (Academy) betreibt VÖB-Service unter der Marke "Academy of Finance" eine der größten kreditwirtschaftlichen Akademien in Deutschland, die zudem Bildungseinrichtung der HypZert GmbH für angestellte sowie freiberuflich tätige Immobiliengutachter ist. Neben zertifizierten Weiterbildungskonzepten bietet das Unternehmen individuelle Inhouse-Lösungen sowie digitale und virtuelle Bildungsformate, wie Webinare, Web Based Trainings (WBT), Blended Learnings und Smart Learnings.

Für den Bereich Beratung sind sowohl Versicherungsprodukte im Portfolio als auch Dienstleistungen zum Ausschreibungsmanagement. Dieses Leistungsfeld reicht von der singulären Projektunterstützung bis hin zur Umsetzung von umfangreichen und geschäftskritischen Outsourcings mit Versicherungs- und Risikomanagement-Lösungen, Prozessberatung und Vergabeverfahren.

1.b) Standorte und Absatzmärkte

Der Hauptsitz der VÖB-Service GmbH ist Bonn.

Im Wesentlichen befindet sich der Absatzmarkt in Deutschland. 5,0 % (Vorjahr 5,4 %) des Umsatzes werden in Österreich erzielt.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung ist ein zentrales Element der VÖB-Service GmbH und im Leitbild verankert:

Innovation

"Wir schaffen uns Freiräume für Innovationen, um unsere Unternehmenszukunft zu gestalten."

"Wir haben Mut zur Veränderung, wir wollen Vorreiter sein, wir lernen aus unseren Fehlern."

"Durch den Austausch in der Unternehmensgruppe, mit Partnern und Kunden entwickeln wir unsere Produkte und Dienstleistungen stetig weiter."

(Auszug aus den Leitbildsätzen der VÖB-Service GmbH)

Die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen erfolgt insbesondere in den Bereichen Digitalisierung der Bankprozesse und Umsetzung von regulatorischen Anforderungen in Zusammenarbeit mit renommierten Partnern und den Gremien des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e.V.

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft zusammen mit Partnern größere Investitionen für neue Module für die Produkte safir, LeDIS und das Taxo Tool entwickelt. Des Weiteren wurde im Jahr 2023 umfangreich in die DV-Infrastruktur investiert. Im Seminarbereich wurde ein Web based Training zum Thema CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) entwickelt.

B Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Der andauernde Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine war im Jahr 2023 neben der humanitären Katastrophe auch ökonomisch eine erkennbare Zeitenwende. Energiepreise, Inflation und Zinsen sind gestiegen, das Wirtschaftswachstum ist erschlafft und die wirtschaftspolitische Unsicherheit war so hoch wie schon lange nicht mehr. Das erste Quartal 2023 stand noch unter dem Eindruck der Erleichterung darüber, dass der Winter 2022/2023 nicht ganz so hart war wie befürchtet und der drohende Gasmangel nicht eingetreten ist. Die erhoffte konjunkturelle Dynamik stellte sich dann allerdings in den Frühjahrs- und Sommermonaten nicht ein, was vor allem der hohen Inflation und dem gestiegenen Zinsniveau geschuldet war, die sich negativ auf die Kaufkraft der Privathaushalte und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen auswirkten. In diesen volatilen Zeiten sahen sich Unternehmen aller Branchen mit komplexen Herausforderungen und Risiken konfrontiert.

Mit Blick auf Deutschland war der gesamte Jahresverlauf 2023 einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen Inflationsraten ausgesetzt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen 1. Vor allem letztere Entwicklung hat zum Jahresende 2023 eine deutliche Belastung nach sich gezogen und vor Augen geführt, dass der Fortgang der Kämpfe um die Ukraine Konturen einer kontinuierlichen geopolitischen Ausweitung dieses Konfliktes sowie einer weitgreifenden Ost-West-Konfrontation erkennen lassen. Die massive Eskalation in den militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas traf die wirtschaftlichen Akteure zudem völlig unvorbereitet und erhöht das aktuelle Risikopotenzial für die internationale Wirtschaftsentwicklung.

In diesem Umfeld und angesichts vielfältiger Veränderungen und Herausforderungen im Geschäftsbetrieb kann sich die VÖB-Service GmbH für das Jahr 2023 mit einem guten Ergebnis überaus zufrieden zeigen, obschon das Rekordergebnis des Jahres 2022 nicht erreicht werden konnte.

Die durchwachsene Geschäftsentwicklung reiht sich in die ökonomische Grundtendenz ein. Die deutsche Wirtschaft bremsen gegenwärtig vor allem noch die schwache Auslandsnachfrage in der Industrie, der zögerliche private Konsum und die infolge der geldpolitischen Straffung höheren Finanzierungskosten für Investitionen 2. Erst im Jahr 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Expansionspfad einschwenken und moderat Fahrt aufnehmen. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legt nach einer Projektion der Deutschen Bundesbank 2024 demnach um 0,4 % zu und in den Jahren 2025 und 2026 um lediglich 1,2 % beziehungsweise 1,3 %. Damit ist die Inflation in Deutschland zwar langsam auf dem Rückzug, aber für eine grundsätzliche Entwarnung ist es noch zu früh. Unsicherheiten ergeben sich insbesondere aufgrund geopolitischer Konflikte.

1 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2023, siehe https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html (abgerufen am 02.02.2024).
2 Deutsche Bundesbank: Monatsbericht Dezember 2023, S. 15.

Die Gefahreines persistenteren Inflationsprozesses ist zwar dank der geldpolitischen Straffung verringert, aber noch nicht gebannt. Insgesamt überwiegen gegenwärtig für das Wirtschaftswachstum die Abwärts- und für die Inflation die Aufwärtsrisiken.

Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo-Geschäftsklima, die ZEW-Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass verhalten optimistisch in die Zukunft geblickt werden darf. Gleichwohl bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch 3. Auch die sich aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 15.11.2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar. Insbesondere die Hoffnung, dass die nachhaltige Transformation durch staatliche Subventionen erleichtert werden könnte, haben dadurch einen deutlichen Dämpfer erfahren. Insgesamt wird damit das Kräftegleichgewicht innerhalb der Bundesregierung einer Belastungsprobe unterzogen.

Diese unübersichtliche Lage trifft auch die Kreditwirtschaft, die aktuell ohnehin einem strukturellen Anpassungsdruck ausgesetzt ist. Eine geordnete ökologische Transformation, eine planbare Energiewende sowie Transparenz über deren Folgen würden den Finanzsektor vor größeren künftigen Verlusten bewahren, denn ein wesentlicher Treiber des Strukturwandels ist die Dekarbonisierung der Wirtschaft. Mittelfristig dürften Kreditrisiken vor allem bei jenen Unternehmen entstehen, die hoch verschuldet sind und sich stark an die neuen Rahmenbedingungen anpassen müssen. Ein robuster Finanzsektor kann einen wesentlichen positiven Beitrag zum Gelingen des Strukturwandels leisten. Strukturwandel bedeutet aber auch: mehr Insolvenzen und steigende Kreditrisiken 4.

Internationale haben die Zentralbanken ihre Geldpolitik gestrafft, was zur Dämpfung des außenwirtschaftlichen Umfelds Deutschlands beigetragen hat. So entwickelten sich die globale Industrieproduktion und der für die deutsche Wirtschaft besonders wichtige Warenhandel seit dem Frühjahr 2023 nur schwach 5. Auf der Einlagenseite stiegen insbesondere die Zinssätze auf Termineinlagen, während jene auf täglich fällige Einlagen bislang auch im Vergleich zu früheren Straffungsphasen nur sehr wenig gestiegen sind. Letzteres wirkt sich stabilisierend auf die Zinsmargen aus. Banken, deren Finanzierungs- bzw. Opportunitätskosten aufgrund der geldpolitischen Straffung gestiegen sind, hoben die Zinsen auf neue Unternehmens- und Konsumentenkredite sowie auf Wohnungsbaukredite für private Haushalte an. Relativ zum Ausgangswert war dieser Anstieg bei Unternehmenskrediten am höchsten, gefolgt von den Wohnungsbaukrediten 6. Die US-Volkswirtschaft lieferte zwar einige positive außenwirtschaftliche Impulse für Deutschland, jedoch wuchs die Wirtschaft im Euro-Raum nur geringfügig. Unterm Strich ist davon auszugehen, dass die außenwirtschaftlichen Impulse für Deutschland im Jahr 2024 weiterhin schwach bleiben und sich gegenüber dem Jahr 2023 nur wenig aufhellen werden. Für die Jahre 2023 und 2024 ist damit zu rechnen, dass das globale BIP um 2,7 % bzw. 2,2 % wachsen wird 7.

3 BMWK 2023 (wie Anm. 1).
4 Vgl. Deutsche Bundesbank: Finanzsystem hat Zinswende bisher gut verkraftet, Pressenotiz vom 23.11.2023, siehe https://www.bundesbank.de/de/presse/pressenotizen/bundesbank-finanzsystem-hat-zinswende-bisher-gutverkraftet-918764 (abgerufen am 03.01.2024).
5 Vgl. Jahresgutachten 2023/2024 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Statistisches Bundesamt (2023), S. 17-18.
6 Ebd., S. 45.
7 Ebd., S. 17-18.

Damit erweist sich die Konjunkturkrise als länger anhaltend und hartnäckiger als ursprünglich angenommen. Inflation, Zinswende und eine weltwirtschaftliche Schwächephase belasten die Unternehmen. Gleichzeitig gerieten die Verbraucher in den vergangenen Monaten infolge steigender Lebenshaltungskosten und sinkender Realeinkommen zunehmend unter Druck und schränkten die Konsumausgaben ein. Das Insolvenzgeschehen in Deutschland blieb von diesen Entwicklungen nicht unberührt. Als nachlaufender Indikator spiegeln mittlerweile auch die Insolvenzzahlen die dicht aufeinanderfolgenden Krisen der vergangenen Jahre 8. Dabei hatte die Bundesregierung mit milliardenschweren Hilfsmaßnahmen die Belastungen aus den Preisexplosionen noch abgemildert (z. B. Energiepreisbremse).

Nach einem leichten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2022 (+3,8 %) stieg die Zahl 2023 deutlich zweistellig um 23,5 % auf 18.100 Fälle. Damit liegen die Insolvenzzahlen wieder auf Vor- Corona-Niveau wie zuletzt 2019 (18.830 Fälle). Im historischen Vergleich bleibt die aktuelle Zahl der Unternehmensinsolvenzen zwar noch vergleichsweise niedrig, aber eine Trendwende ist unverkennbar. Angesichts der schwachen Konjunktur und der verschlechterten Rahmenbedingungen ist ein Anstieg der Insolvenzen nur folgerichtig 9.

Bei der VÖB-Service GmbH spiegelten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023 mehr als nur rudimentär, aber unterm Strich konnten die negativen Auswirkungen durch die erfolgreichen Geschäftsaktivitäten gut abgefedert werden. Das breit diversifizierte Geschäftsmodell von VÖB-Service hat sich - wie bereits in den Vorjahren - als starkes Rückgrat erwiesen. Wichtige Weiterentwicklungsarbeiten an den Dienstleistungsangeboten und eine Reihe von abgeschlossenen Neuverträgen haben dazu beigetragen, die Weichen für eine weitere positive Geschäftsentwicklung in den Folgejahren zu stellen. Etliche Kundenbeziehungen konnten gefestigt und die Geschäftsaktivitäten weiter ausgebaut werden.

Zwar blieben die Arbeitsbelastungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von VÖB-Service auch 2023 auf einem hohen Niveau, doch eine Reihe von Personalmaßnahmen und -neueinstellungen sorgten für spürbare Entlastung, sodass alle Jahresziele weitgehend erreicht werden konnten. VÖB-Service profitiert dabei davon, dass die Geschäftstätigkeit von einem soliden Branchenumfeld mit beherrschbarem Risikopotenzial umgeben ist.

Einige der wichtigen Megatrends, die die Finanzwirtschaft in den letzten Jahren und wahrscheinlich auch weiterhin beeinflussen, sind vorrangig die Digitalisierung, Regulierung Cybersicherheit und nachhaltige Transformation. Die Digitalisierung hat die Art und Weise, wie Finanzdienstleistungen erbracht werden, revolutioniert. Technologien wie künstliche Intelligenz, Blockchain oder Krypto Assets haben die Branche verändert. Dieser Trend wird sich voraussichtlich weiterentwickeln, da Finanzinstitute nach innovativen Wegen suchen, um effizienter und kundenorientierter zu arbeiten. In einer zunehmend vernetzten Welt sind Finanzinstitute aber auch verstärkt anfällig für Cyberangriffe. Die Sicherheit von Kunden- und Geschäftsdaten hat höchste Priorität, und die Branche muss ständig auf neue Bedrohungen reagieren.

Um Umweltauswirkungen zu minimieren und soziale Verantwortung zu fördern, gewinnen ESG (Umwelt, Soziales, Governance)-basierte Investitionen an Bedeutung. Interessierte Anspruchsgruppen erwarten von Finanzinstituten, dass sie ethische und nachhaltige Investitionen anbieten und transparente ESG-Kriterien einhalten. Überdies steht die Finanzbranche vor einer weiter wachsenden Anzahl von Vorschriften und Gesetzen, die auf die Stärkung der Finanzstabilität und des Verbraucherschutzes abzielen. Diese regulatorischen Anforderungen betreffen sowohl Banken als auch andere Finanzinstitute und beeinflussen deren Geschäftsmodelle.

8 Creditreform: Insolvenzen in Deutschland 2023, Neuss, S. 1.
9 Ebd., S. 2

Und schließlich bleibt die weltweite Verflechtung von Märkten und Handelsströmen ein wichtiger Einflussfaktor für die Finanzwirtschaft. Handelskonflikte und geopolitische Spannungen können die Märkte erheblich beeinflussen. Eine Triebfeder hierfür ist ein anhaltender Konsolidierungsprozess im Marktsegment der IT-Dienstleistungsunternehmen in der Kreditwirtschaft. So ist es im Berichtsjahr 2023 zu einer Vielzahl von Akquisitionen und Zusammenschlüssen von größeren IT-Beratungs- und Servicegesellschaften gekommen 10.

In diesem Kontext bleibt für VÖB-Service als Bankdienstleister das Geschäftsumfeld weiterhin anspruchsvoll und komplex, während der Wettbewerbsdruck permanent steigt.

Andererseits erhöht sich kundenseitig der Bedarf an externer Unterstützung, Beratung und innovativen Technologien und Lösungen. Als relevanter Dienstleister für die Finanzwirtschaft mit den Leistungsfeldern Bankensoftware, Bildung, Informationsdienste und Beratung sieht sich VÖB-Service hier weiterhin gut positioniert und blickt optimistisch in die Zukunft.

Zum Bilanzstichtag beziffert sich die Bilanzsumme auf TEUR 10.930 (Vorjahr: TEUR 11.111). Die Reduzierung ist durch verminderte Rückstellungen (TEUR -328) sowie gesunkene Verbindlichkeiten (TEUR -41) begründet. Die verminderten Rückstellungen betreffen hauptsächliche reduzierte Steuerrückstellungen (TEUR -140). Dem gegenüber steht das gestiegene Eigenkapital (TEUR +179). Hauptursache der Eigenkapitalerhöhung ist die Gewinnthesaurierung in Höhe von 50% des Jahresüberschusses 2022.

Zum 31. Dezember 2023 beziffert sich der Umsatz auf TEUR 15.317 (Vorjahr: TEUR 14.678). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus der Umsatzsteigerung bei dem Produkt Taxo Tool (TEUR +763).

Insgesamt schloss die VÖB-Service GmbH das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 662 (Vorjahr: TEUR 964) ab. Die Eigenkapitalrendite 2023 beläuft sich auf 8,5 % (Vorjahr: 12,7 %). Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern beträgt 6,6 % (Vorjahr: 9,9 %).

10 Beispielhaft zu erwähnen wären die Akquisitionen der SKS Group sowie der ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH durch Accenture, der IFB-Gruppe durch Ernst & Young (EY), der Okadis Consulting GmbH durch SAP Fioneer, der Targens GmbH durch GFT Technologies, der Sopra Banking Software durch Axway oder der Fintus-Gruppe durch die Finstreet GmbH. Überdies führt der niederländische Finanzinvestor Main Capital die Foconis AG, die Genodata, die pdv Financial Software sowie die van den Berg FS unter dem Dach der neuen Foconis GmbH zusammen.

2. Darstellung der Lage der Gesellschaft

2.a) Vermögenslage

Per 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über ein Anlagevermögen in Höhe von TEUR 6.012 (Vorjahr: TEUR 5.143). Die Anlagenzugänge in Höhe von TEUR 1.904 verteilen sich auf immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 1.474) und Sachanlagen (TEUR 430). Der Restbuchwert zum 31. Dezember 2023 setzt sich aus immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 3.695), Sachanlagen (TEUR 778) und Finanzanlagen (TEUR 1.539) zusammen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.051 auf TEUR 826 verringert. Hauptgrund für die Reduzierung ist ein geänderter Kooperationsvertrag mit einem Partner in dem Bereich Regulatory Compliance zum 01.01.2023. In der geänderten Vereinbarung wurden die jeweiligen Provisionsanteile neu geregelt. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund gestiegener Steuerforderungen um TEUR 1.

Das Bankguthaben beträgt TEUR 3.724 (Vorjahr: TEUR 4.580). Die Verringerung des Bankguthabens steht in Einklang mit dem gestiegenen Anlagevermögen.

Die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf die verminderte Rückstellung für Tantiemen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.518 auf TEUR 1.635 erhöht. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Kooperationspartneransprüchen aufgrund erhöhter Umsätze bei dem Produkt Taxo Tool.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 158 auf TEUR 157 reduziert. Grund ist die Veränderte Seminarabrechnung mit der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management GmbH.

2.b) Ertragslage

Weiterhin maßgebend für die Gesellschaft sind, wie in den Vorjahren, die Produkte LeDIS, RADAR und BeDarV sowie das Versicherungsgeschäft. In 2023 haben jedoch auch die Produkte Taxo Tool und Cloud-Computing an Bedeutung gewonnen.

Die Profitcenter Academy of Finance, Regulatory Compliance, Wertpapieraufsicht & Derivate, Recht und Versicherungen konnten durch zusätzliche Lizenz-, Projekt- und Seminaraufträge ihre Planwerte übertreffen.

Die Gesamtaufwendungen im Jahr 2023 liegen im Berichtsjahr über dem Vorjahreswert. Gestiegene Materialaufwendungen, und höhere sonstige betriebliche Aufwendungen stehen reduzierte Abschreibungen gegenüber.

Die Materialaufwendungen erhöhen sich hauptsächlich durch gestiegene Kooperationspartneransprüche beim Produkt Taxo Tool sowie höhere Honoraraufwendungen im Seminarbereich aufgrund der ausgeweiteten Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 520 gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 resultiert im Wesentlichem aus gestiegenen Werbekosten aufgrund des durchgeführten VÖB-Service Kongresses im September 2023, Honoraraufwendungen für Fremdpersonal, gestiegene EDV-Aufwendungen, Reisekosten, sowie Miet- und Nebenkosten.

Die Reduzierung der Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 29 beruht im Wesentlichem auf vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen im Produktbereich LeDIS im Geschäftsjahr 2022.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalaufwendungen um TEUR 59 gestiegen. Erhöhte Personalkosten aufgrund der gestiegenen Personalstärke zum 31.12.2023 stehen reduzierte Vergütungsansprüche, verursacht durch das niedrigere Betriebsergebnis, gegenüber.

2.c) Finanzlage

Weiterhin positiv sind die Liquiditätskennziffern (Liquidität 1. Grades: 1,36 / 2. Grades: 1,75 / 3. Grades: 1,75). Wie in den Vorjahren nimmt die Gesellschaft keinerlei Fremdfinanzierung in Anspruch. Vom eingeräumten Überziehungskredit wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht. Die Kapitalausstattung bietet eine solide Grundlage für Investitionen und Sicherheit für den alleinigen Gesellschafter.

3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Das Geschäftsjahr war trotz den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ausgelöst durch den russischen Angriff auf die Ukraine, erfolgreich und der ursprüngliche Planwert wurde übertroffen. Mit einem Jahresüberschuss von 661.699,12 EUR (Vorjahr: 963.987,67 EUR) konnte ein erfolgreiches Ergebnis erzielt werden.

D Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

In der aktuell vorliegenden Planung für das Jahr 2024 wird mit einem Umsatz von TEUR 17.194 sowie mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 1.110 geplant. Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse sind hauptsächlich auf höhere geplante Umsätze durch Neugeschäft in den Produktsegmenten Taxo Tool und RADAR sowie im Versicherungsbereich zurückzuführen. Dem stehen, verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023, gesunkene Umsatzerlöse im Bereich Recht aufgrund reduzierte Umsätze bei den Einzelaufträgen gegenüber. Aufgrund des geplanten Anstiegs der Abschreibungen sowie höheren Personalaufwendungen beläuft sich das geplante Ergebnis vor Ertragsteuern auf TEUR 1.110. Die Erhöhung der Personalaufwendungen steht in Einklang mit der geplanten Mitarbeiterstärke. Die Aufwendungen für Abschreibungen erhöhen sich um TEUR 259 in der Planung 2024 gegenüber dem Vorjahr aufgrund von getätigten Investitionen im Jahr 2023 sowie geplanten Anlagezugängen im Jahr 2024.

Weiterhin wird angestrebt, dass mittelfristig alle Profitcenter einen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis leisten.

Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern in der aktuellen Planung 2024 beläuft sich auf 6,5 %.

2. Chancenbericht

Durch die intensiven Marketing- und Vertriebsbemühungen im Geschäftsjahr 2022 konnten insbesondere beim Taxo Tool im Jahr 2023 neue Kunden gewonnen werden.

Des Weiteren können durch das Cloud-Computing-Angebot für eigene oder Partnerprodukte neue Kunden akquiriert oder bestehende Kundenbeziehungen ausgebaut werden.

Auch bei den bestehenden Produkten, u.a. LeDIS, BeDarV und RADAR, gibt es noch Potenzial, weitere Finanzinstitute als Kunden zu gewinnen.

3. Risikobericht

Weiterhin besteht ein Risiko, wie in den Rahmenbedingungen beschrieben, in dem anhaltenden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen, kaum abzusehenden Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Welt, Europa und Deutschland. Mittelbare, nachgelagerte Auswirkungen dieses Konflikts (z.B. steigende Energiepreise, weitere Verknappung in Lieferkette) können sich auch auf die VÖB-Service GmbH ergebnisbelastend auswirken.

Darüber hinaus bestehen die Risiken für die Gesellschaft grundsätzlich weiterhin aus der Konsolidierung im Bankenbereich, da sich hier Gefahren unter anderem im Lizenzverkauf sowie bei den Teilnehmerzahlen im Bildungsbereich abzeichnen. Des Weiteren gibt es bei vielen Kreditinstituten umfassende Kostensenkungsprogramme, die unter Umständen zu Umsatzeinbußen führen können.

Ein weiteres Risiko sieht die Gesellschaft im Bereich des Fördergeschäftes. Da die Förderinstitute zunehmend eigene Leistungen zur digitalen Abwicklung des Fördergeschäftes anbieten, kann dies mittelfristig zu Umsatzrückgängen in diesem Produktsegment führen.

Die Verordnung DORA (Digital Operational Resilience Act) stellt höhere Anforderungen an die Dienstleistersteuerung der Kreditinstitute. Dies bedeutet für die VÖB-Service GmbH, dass sich die Zeiträume für Angebots- und Vertragsverhandlungen deutlich verlängern werden und es erhöhte Anforderungen an die Gesellschaft geben wird, wie z.B. geforderte Zertifizierungen, die zu einer Erhöhung der Aufwände führen können.

Die Kosten durch die hohe Inflation können nur sehr zeitversetzt durch zusätzliche Erträge z.B. aus Preisanpassungsklauseln kompensiert werden.

Durch den anhaltenden Fachkräftemangel besteht zudem das Risiko, dass Stellen nur sehr schwierig und mit großem zeitlichem Verzug besetzt werden können.

Ein weiteres Risiko besteht in den im Vergleich zur Vergangenheit teilweisen deutlichen Erhöhungen der Lizenzpreise, der Wartungsentgelte bzw. der Softwaremiete bei großen Standardsoftwareanbietern wie Microsoft, Oracle, VM Ware etc. Neben diesen Preiserhöhungen werden zum Teil auch die Lizenzierungsmodelle kurzfristig elementar geändert. Insofern wird kontinuierlich geprüft, welche Alternativen am Markt zur Verfügung stehen.

Es wird von einer weitgehend kontinuierlichen Geschäftstätigkeit in allen Geschäftsbereichen ausgegangen. Für die Gesellschaft bestehen keine wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken, für die planerisch nicht Vorsorge getroffen wurde.

Risikomanagement / Unternehmenssteuerung

Die Gesellschaft versteht das Risikomanagement als kontinuierlichen Prozess zur Steuerung des Unternehmens. Risiken zu erkennen und zu begrenzen sowie alle sich bietenden Chancen im Sinne des Unternehmens zu nutzen, ist die permanente Aufgabe der Geschäftsleitung und aller Mitarbeitenden. Die VÖB-Service GmbH setzt verschiedene Softwareprogramme zur ständigen Überwachung der Liquidität, Umsatzerlöse, Aufwendungen und des Jahresüberschusses ein. Die Abteilung Rechnungswesen/Controlling & Interne Services überwacht in regelmäßigen Abständen anhand von Offenen-Posten- Listen die fälligen Forderungen und betreibt in Abstimmung mit dem Vertrieb das Mahnwesen. Sollten Forderungen trotz wiederholten Mahnlaufs weiterhin ausstehen, wird das Unternehmen Creditreform Bonn Rossen KG, Bonn, mit der Beitreibung der Forderung beauftragt.

Die Geschäftsleitung ist aufgrund des Vorlegens der Bankauszüge über die Kontenbewegungen informiert. Die Überprüfung und Freigabe von Eingangsrechnungen wird durch einen etablierten digitalen Prozess sichergestellt.

Die Aufbau- und Ablauforganisation ist in einem Regelwerk dokumentiert, das unter Berücksichtigung gesetzlicher Anforderungen sowie spezifischer Organisationsanweisungen die Grundsätze des Risikomanagement-Systems der VÖB-Service GmbH festlegt. Auf Grundlage dieses Regelwerks soll erstmalig im Mai 2024 eine ISO 9001 (Qualitätsmanagement) Zertifizierung erfolgen.

Die Einhaltung dieses Regelwerks wird durch die Revision überprüft. Die besonderen Anforderungen des Datenschutzes werden durch den Datenschutzbeauftragten überwacht.

Im Bereich der IT-Risiken liegen die Schwerpunkte in Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Notfallmanagements, der Sicherheit der IT-Systeme sowie der Sicherheit des Datenbestandes. Die Überwachung obliegt dem Informationssicherheitsbeauftragten, der seit dem 01.07.2023 durch eine Vollzeitstelle besetzt ist. Im Jahr 2018 wurde ein IT-Sicherheitsmanagement-Tool eingeführt. Im Jahr 2020 wurde erfolgreich die Zertifizierung nach dem ISO 27001-Standard abgeschlossen. Die Rezertifizierung der ISO 27001 wurde im Jahr 2023 erfolgreich abgeschlossen. 2018 hat die Gesellschaft erstmals eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) für das Geschäftsjahr 2017 vorgelegt, die in den Folgejahren mehrfach aktualisiert wurde. Das Bekenntnis zum DNK ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein überarbeiteter Nachhaltigkeitsbericht erstellt, in dem die ESG- und SDG-Aktivitäten (ESG = Environment Social Governance, SDG = Sustainable Development Goals) der Gesellschaft aufgeführt sind. Somit wurde die DNK-Entsprechenserklärung zum vierten Mal aktualisiert.

Die VÖB-Service GmbH analysiert den Geschäftsverlauf und vergleicht die Bilanz regelmäßig mit Branchenkennziffern im Rahmen der Sparkassen-Einzelbilanzanalyse. Diese enthält alle Darstellungen und Erläuterungen zur Finanz- und Ertragslage.

Der Beirat wird quartalsweise in einer Unternehmensübersicht über Erlöse, Aufwendungen und den Stand der Geschäftstätigkeit unterrichtet. Diese Unterrichtung erfolgt auf Grundlage der Planung für alle Profitcenter, die von Abteilungsleitern und Geschäftsleitung zunächst im Herbst für das jeweils künftige Geschäftsjahr mit allen Aufwands- und Ertragspositionen geplant und anschließend unterjährig bis zu dreimal entsprechend in Forecasts aktualisiert wird.

Planabweichungen werden monatlich auf Grundlage der Corporate-Planner-Auswertung (kurzfristige Erfolgsrechnung) sowohl mit den jeweiligen Abteilungsleitern als auch in der Geschäftsleitung erörtert und ggf. entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Ferner dienen Kampagnenpläne und unterschiedliche Forecast-Betrachtungen sowie Kostenblockanalysen der Steuerung einzelner Geschäftsbereiche.

In Führungsteam-Klausurtagungen und monatlichen Sitzungen werden aktuelle Entwicklungen ausgetauscht und die Einschätzung der Geschäftsleitung gespiegelt. Ergebnisse von Kundenbesuchen fließen in die strategischen und operativen Maßnahmen ein.

Die Beschäftigten haben zusammen mit der Geschäftsleitung und den Führungskräften im Unternehmen klare Zieldefinitionen mit Fortschritts- und Erfolgsmetriken erarbeitet, die durch sichtbare Informations- Radiatoren unterstützt werden. Ein digitales Kanban-Board, zu dem alle Angestellten unbeschränkten Zugang haben, zeigt alle Ideen für neue Produkte oder Verbesserungsvorschläge, laufende Maßnahmen und Projekte in den Fachabteilungen sowie auf multidisziplinärer Ebene, liefert aber auch Informationen zu Retroperspektiven und fertiggestellten Projekten und Produkten.

Die aus der Strategie abgeleiteten Maßnahmen werden quartalsweise in einem Strategiemeeting priorisiert und Steuerungsteams überwachen alle sechs Wochen die Umsetzung der Maßnahmen.

Die Geschäftsführung trifft sich regelmäßig zweimal monatlich sowie außerplanmäßig bei Bedarf mit den Bereichsleitern.

 

Bonn, den 22. März 2024

VÖB-Service GmbH

Geschäftsführung

Stephan Henkel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.694.924,85 3.084.388,59
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 778.150,00 518.808,00
2. Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 307,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 939.434,72 939.434,72
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 600.000,00 600.000,00
B Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 321,10 405,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 825.920,25 1.051.159,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.073,27 1.749,30
davon gegen Gesellschafter: EUR 14.030,10 (Vorjahr: EUR 1.749,30)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 200.828,28 199.479,90
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.723.734,91 4.580.267,88
C Rechnungsabgrenzungsposten 142.850,79 132.039,01
D Aktive latente Steuern 1.799,00 2.620,00
10.930.037,17 11.110.660,20

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 39.277,38 39.277,38
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 6.081.635,74 5.599.641,91
IV. Jahresüberschuss 661.699,12 963.987,67
B Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 75.528,72 215.161,78
2. Sonstige Rückstellungen 862.952,89 1.051.469,10
C Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.634.722,76 1.518.231,37
2. Sonstige Verbindlichkeiten 157.351,31 314.832,67
davon aus Steuern. EUR 125.357,29 (Vorjahr: EUR 113.222,44)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.631,52 (Vorjahr: EUR 0,00)
D Rechnungsabgrenzungsposten 416.869,25 408.058,32
10.930.037,17 11.110.660,20

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 15.317.349,27 14.677.557,29
2. sonstige betriebliche Erträge 79.573,83 98.697,67
Gesamterlöse 15.396.923,10 14.776.254,96
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 327.696,71 192.232,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.044.703,18 3.532.523,52
4.372.399,89 3.724.755,96
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.415.330,95 5.414.151,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 981.303,85 924.018,36
davon Altersversorgung: EUR 116.955,83 (Vorjahr: EUR 115.304,15)
6.396.634,80 6.338.169,45
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.033.461,47 1.062.664,72
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.724.598,37 2.203.791,97
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.361,23 2.361,23
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 135.002,74 993,55
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.383,54 1.201,13
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 344.251,88 484.555,84
davon latente Steuern: EUR -821,00 (Vorjahr: EUR -5.213,00)
11. Ergebnis nach Steuern 661.557,12 964.470,67
12. sonstige Steuern -142,00 483,00
13. Jahresüberschuss 661.699,12 963.987,67

Anhang zum 31. Dezember 2023

1. Vorbemerkung

Der Anhang wurde von der VÖB-Service GmbH mit Sitz in Bonn, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nummer HRB 5566, aufgestellt.

Die VOB-Service GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Für den Anhang wurde von den größenabhängigen Erleichterungen für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die VÖB-Service GmbH, Bonn, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e. V. (VÖB), Berlin.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Maßgebend für die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände in Form von durch Fremdunternehmen erstellten DV-Produkten sowie Lizenzen werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear über fünf Jahre abgeschrieben. Sofern einzelne Versionen bzw. Module der DV-Produkte, z.B. aufgrund von Nachfolgeversionen, nicht mehr vermarktbar sind, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den Restbuchwert vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige nutzungsbedingte Abschreibung zwischen drei und 23 Jahren, angesetzt.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 netto werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen in Form von Wertpapieren sowie der Beteiligung an der safir Wirtschaftsinformationsdienst GmbH, Berlin, sind zu den Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Aktive latente Steuern, die nach den Grundsätzen des § 274 HGB bilanziert sind, werden mit einem durchschnittlichen Steuersatz in Höhe von 32,97 % ermittelt. Die Steuerlatenzen ergeben sich aus der Höherbewertung der Rückstellungen für Jubiläums- und Urlaubsverpflichtungen gegenüber der Steuerbilanz.

Steuer- und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen für sogenannte "Altverträge" ist mit dem abgezinsten Betrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Das Anlagevermögen setzt sich aus den immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagevermögen und Finanzanlagen zusammen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Bei den Vorräten handelt es sich mit TEUR 0,3 (Vorjahr: TEUR 0,4) um den Bestand von Werbeartikeln.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Position aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3) unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

Das Stammkapital beträgt TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.000).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 82; Vorjahr: TEUR 80), Prozesskosten (TEUR 64; Vorjahr: TEUR 100), Urlaubsansprüche (TEUR 14; Vorjahr: TEUR 8) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 19; Vorjahr: TEUR 16).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unverändert innerhalb eines Jahres fällig.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 408) beinhalten unter anderem Einnahmen aus dem Projekt Ländergutachten (TEUR 164; Vorjahr: TEUR 86) sowie Einnahmen aus der Produktfamilie RADAR (TEUR 141; Vorjahr: TEUR 192).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus den Produktgruppen RADAR (TEUR 3.732; Vorjahr: TEUR 3.602), LeDIS (TEUR 3.472; Vorjahr: TEUR 3.723), Bildung (TEUR 1.921; Vorjahr: TEUR 1.773), safir-Produktgruppen (TEUR 1.762; Vorjahr: TEUR 1.626) und Taxo Tool (TEUR 838; Vorjahr: TEUR 75). Insgesamt haben sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um TEUR 639 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 49) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Materialaufwand enthält unter anderem Aufwendungen für die Produktgruppen RADAR (TEUR 1.572; Vorjahr: TEUR 1.723) und Bildung (TEUR 833; Vorjahr: TEUR 719), für die Vermittlung von Produkten (TEUR 751; Vorjahr: TEUR 589), für das Produkt Taxo Tool (TEUR 569; Vorjahr: TEUR 45) und für das Projekt Ländergutachten (TEUR 306; Vorjahr: TEUR 259).

Die Personalaufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 115) Aufwendungen für Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Werbeaufwendungen (TEUR 529; Vorjahr: TEUR 196), EDV-Wartung (TEUR 498, Vorjahr: TEUR 409) und Aufwendungen für Geschäftsraummiete (TEUR 371; Vorjahr: TEUR 349)

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten.

Im Steueraufwand sind die Veränderungen aus den Zuführungen/Auflösungen (-) latenter Steuern in Höhe von TEUR -1 (Vorjahr: TEUR -5) enthalten.

5. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltende Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverhältnissen resultieren jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 417). Aufgrund des im Geschäftsjahr 2022 vollzogenen Teilbetriebsübergangs des Casinobetriebs an einen Dienstleister zum 01.05.2022 besteht eine variable Verpflichtung bis zum 31.12.2025. Im Geschäftsjahr 2023 betrug diese Verpflichtung für zwölf Monate TEUR 223 (Vorjahr für acht Monate: TEUR 131).

6. Ergänzende Angaben

Die Gesellschaft ist mit 51 % an der safir Wirtschaftsinformationsdienst GmbH, Berlin, beteiligt. Da die Größenklassen gemäß § 293 Abs. 1 HGB nicht überschritten werden, ist die Gesellschaft nicht verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Die safir Wirtschaftsinformationsdienst GmbH, Berlin, weist am 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von TEUR 2.706 sowie ein Jahresergebnis von TEUR 71 aus.

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der GbR Datenkonsortium OpRisk, Bonn, die gemeinsam mit neun weiteren Gesellschaftern am 13. April 2006 zum Zweck des dauerhaften operativen Betriebes eines Datenkonsortiums zur Sammlung und zum Austausch von Schadenfalldaten aus operationellen Risiken gegründet wurde. Zum 31. Dezember 2023 besteht die GbR aus elf Gesellschaftern.

Außerdem ist die Gesellschaft unbeschränkt haftender Gesellschafter der GbR VÖB-ImmobilienAnalyse, Bonn, die gemeinsam mit fünf weiteren Gesellschaften am 28. August 2007 zum Zweck der Bewertung von Immobilien nach einer vorgegebenen Kriterienstruktur gegründet wurde. Gesellschaftskapitaleinlagen wurden nicht erbracht. Zum 31. Dezember 2023 besteht die GbR aus fünf Gesellschaftern.

Des Weiteren ist die Gesellschaft unbeschränkt haftender Gesellschafter der GbR Legicheck, Bonn, die gemeinsam mit acht weiteren Gesellschaften am 14. Januar 2008 zum Zweck des gemeinsamen Betreibens einer Datenbank für die Legitimationsprüfung gegründet wurde. Gesellschaftskapitaleinlagen wurden nicht erbracht. Zum 31. Dezember 2023 besteht die GbR aus sechs Gesellschaftern.

Durch die im Jahr 2022 ausgelöste Ukraine-Krise und die erfolgten Reaktionen sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Welt, Europa und Deutschland deutlich unkalkulierbarer geworden. Es bestehen keine unmittelbaren Auswirkungen für das Geschäftsjahr 2023 der VÖB-Service GmbH.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ohne Geschäftsführer, ständige Aushilfen und Auszubildende betrug im Geschäftsjahr 2023 75 Mitarbeiter (Vorjahr: 76 Mitarbeiter). Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft einen Geschäftsführer, vier Auszubildende/duale Studenten sowie drei ständige Aushilfen. Diese Angaben enthalten keine sonstigen Beschäftigten, z.B. studentische Hilfskräfte, Freiberufler, Praktikanten.

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 662 zu 50 % auszuschütten und zu 50 % auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die einen Einfluss auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft selbst haben würden, fanden nicht statt.

Geschäftsführer:

Stephan Henkel, Meckenheim

(Bankfachwirt)

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde angewendet.

Dem Beirat, der die Aufgabe eines Aufsichtsrates hat, gehörten im Jahr 2023 folgende Personen an:

Iris Bethge-Krauß (Vorsitzende des Beirates), Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, Berlin

Dr. Matthias Böcker, Mitglied des Vorstands der SaarLB Landesbank Saar, Saarbrücken (bis zum 31.01.2023)

Dr. Thomas Bretzger, Mitglied des Vorstands der SaarLB Landesbank Saar, Saarbrücken (ab dem 01.02.2023)

Dr. Marc Kaninke, Mitglied des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt am Main

Philipp Kreutz, Mitglied der Geschäftsleitung der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln (bis zum 30.04.2023)

Judith Mandel, Mitglied der Geschäftsleitung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, Offenbach am Main (ab dem 15.08.2023)

Dr. Bernhard Schwab, Vorsitzender des Vorstands der LfA Förderbank Bayern, München

Stefan Unterlandstättner (stv. Vorsitzender des Beirats), Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kreditbank AG, Berlin

Die Vergütung der Beiratsmitglieder im Jahr 2023 betrug TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 25).

 

Bonn, den 22. März 2024

VÖB-Service GmbH

Geschäftsführung

Stephan Henkel

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.399.343,96 1.474.283,66 0,00 10.873.627,62
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.900.121,07 429.557,07 5.434,00 2.324.244,14
2. Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 307,41 -307,41 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere 600.000,00 0,00 0,00 600.000,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 939.434,72 0,00 0,00 939.434,72
1.539.434,72 0,00 0,00 1.539.434,72
12.839.207,16 1.903.533,32 5.434,00 14.737.306,48
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.314.955,37 863.747,40 0,00 7.178.702,77
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.381.313,07 169.714,07 4.933,00 1.546.094,14
2. Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
7.696.268,44 1.033.461,47 4.933,00 8.724.796,91
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.694.924,85 3.084.388,59
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 778.150,00 518.808,00
2. Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 307,41
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere 600.000,00 600.000,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 939.434,72 939.434,72
1.539.434,72 1.539.434,72
6.012.509,57 5.142.938,72

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VÖB-Service GmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VÖB-Service GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VÖB-Service GmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 22. März 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Björn Grüneberg, Wirtschaftsprüfer

Arian Asani, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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