CO2frei Solarpark 7 GmbH & Co. KG
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joakim Brønner Johnsen seit 20.3.2023 | Geschäftsführer |
Christine Dawn Brockwell seit 20.3.2023 | Geschäftsführer |
Andrew Ilias Macquarrie Wojtek seit 20.3.2023 | Geschäftsführer |
Susanne Rosslenbroich seit 14.2.2022 | Geschäftsführer |
Sebastian Johannes Dr. Krull seit 14.2.2022 | Geschäftsführer |
Sebastian Johannes Dr. Krull seit 14.2.2022 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aquila Clean Energy GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Aquila Clean Energy GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Aquila Clean Energy GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 5. November 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aquila Clean Energy GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 5. November 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 30. November 2022 Stolze
- Dr. Diers - Beermann GmbH
Wagner, Wirtschaftsprüfer Auguste, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31.12.2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 5. November 2021 bis zum 31. Dezember 2021Aquila Clean Energy GmbHHamburgA. Grundsätzliche Ausführungen zum Jahresabschluss Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Aquila Clean Energy GmbH, Hamburg, wurde im Geschäftsjahr 2021 gegründet und ist im Handelsregister mit der Nummer HRB 172268 eingetragen. Der Jahresabschluss der Aquila Clean Energy GmbH ist zum 31. Dezember 2021 auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Die Gesellschaft hat die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewendet und ergänzend zu diesen Vorschriften die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden. Die Gesellschaft hat nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 20. Dezember 2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 20. Dezember 2021 und der Gesellschafterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom 20. Dezember 2021 einen Teil des Vermögens der Aquila Capital Management (Amtsgericht Hamburg, HRB 118325), Hamburg, als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung übernommen. Abspaltungsstichtag war der 1. Januar 2021. Die Abspaltung ist mit der Eintragung auf dem Registerblatt des übernehmenden Rechtsträgers am 4. Januar 2022 wirksam geworden. Die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter Verwendung der Buchwertfortführung im Sinne des § 24 UmwG. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Abschlusses des Teilbetriebs der Aquila Capital Management GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2020 stimmen mit denen der Gesellschaft überein. Übernommener Teilbetrieb der Aquila Capital Management GmbH, Hamburg, zum 01.01.2021
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden durch den übertragenen Rechtsträger bis zum Geschäftsjahr 2018 entsprechend § 6 Abs. 2a EStG jährlich zu einem Sammelposten zusammengefasst und gleichmäßig über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 150 wurden im Jahr der Anschaffung in den Aufwendungen erfasst. Ab dem Geschäftsjahr 2018 wurde durch den übertragenden Rechtsträger von der geänderten Regelung des § 6 Abs 2a EStG - und damit der Möglichkeit geringwertige Wirtschaftsgüter in einer vorgegebenen Größenordnung zu einem Sammelposten zusammenzufassen - kein Gebrauch mehr gemacht. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG bis zu einem Wert von EUR 800 im Jahr der Anschaffung in den Aufwendungen erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden entsprechend § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Sie beinhalten direkt zurechenbare Einzelkosten, angemessene Gemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung. Zinsen für Fremdkapital sowie Vertriebskosten werden nicht einbezogen. Übersteigen am Abschlussstichtag die aktivierten Kosten zuzüglich der noch zu erwartenden Kosten auf Vollkostenbasis die erwarteten Erlöse, werden die unfertigen Leistungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bewertet. Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages zur Abdeckung erkennbarer Risiken und ungewissen Verpflichtungen angesetzt. Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen, Erträge und Aufwendungen aufgrund Änderungen des Rechnungszinses werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Personalaufwand oder in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (§ 277 Abs. 5 HGB). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Geschäftsjahresabschreibungen je Posten der Bilanz ist dem separaten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 69.517. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR 3.453 Gewerbesteuer und mit TEUR 3.321 Körperschaftsteuer. Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.021 sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.080. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erträge aus Servicedienstleistungen in Zusammenhang mit Sachwertprojekten sowie Managementservices aus gruppeninterner Investment- und Portfolioberatung. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 946. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus gruppeninternen Managementumlagen in Höhe von TEUR 21.643, Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 3.576, periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 6 sowie Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 1. Die Zinserträge enthalten Erträge aus der Diskontierung langfristiger Forderungen bzw. Rückstellungen in Höhe von TEUR 1. Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Diskontierung langfristiger Forderungen bzw. Rückstellungen in Höhe von TEUR 3. D. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vor dem Ausbruch des Ukraine-Krieges konnte in Zusammenhang mit der SARS-CoV-2 Pandemie von einer grundsätzlichen Erholung der Wirtschaftsleistung der Eurozone und der Weltwirtschaft ausgegangen werden. Jedoch verteuerten sich schon im Jahr 2021 vor allem Energieprodukte wie Strom, Erdgas, Heizöl und Kraftstoffe. Diese Preissteigerungen haben sich im Jahr 2022 aus einem Zusammenspiel von Lieferengpässen und der weltweiten Konjunkturerholung nach dem wirtschaftlichen Einbruch der SARS-CoV-2 Pandemie weiter fortgesetzt. Der Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat zu einer deutlichen Verlangsamung des weltweiten Wachstums im Jahr 2022 geführt und die Inflation weiter angeheizt. Die Europäische Kommission hat am 18. Mai 2022 den REPowerEU-Plan vorgestellt, mit welchem sie auf die durch den Ukraine-Krieg verursachten Schwierigkeiten und die Störung des globalen Energiemarktes reagieren will. Ziel ist eine massive Ausweitung und Beschleunigung des Einsatzes erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung, in der Industrie, im Gebäudesektor und im Verkehrswesen, um die Unabhängigkeit der Europäischen Union zu beschleunigen, den grünen Wandel voranzutreiben und die kurzfristig stark angestiegenen Energiepreise mit der Zeit wieder zu senken. Das Anfang Juni 2022 verabschiedete 6. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland enthält ein vollständiges Verbot der Einfuhr von russischem Rohöl und russischen Erdölerzeugnissen auf dem Seeweg, welches 90 % der europäischen Ölimporte aus Russland betrifft. Als Gegenreaktion ist ein kompletter Lieferstopp von russischem Gas durch Russland denkbar. Die Entwicklung der Öl- und Gaspreise für die kommenden Monate kann nicht verlässlich abgeschätzt werden. Erste Prognosen deuten auf eine Rezession hin. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges für die Aquila Clean Energy GmbH sind derzeit nicht abschließend identifizierbar. Auch wenn die Gesellschaft über keine direkten oder indirekten Investments in der Ukraine oder Russland verfügt, besteht die Möglichkeit, dass indirekte Risiken aus den verhängten Sanktionen, entstehender Markt- und Zinsvolatilität, Lieferengpässen sowie steigenden Energie- und Rohstoffpreisen Einfluss auf die Entwicklung der verwalteten Investmentvermögen, der konsolidierten Erneuerbaren Energien Projekte oder wesentlicher Geschäftspartner nehmen können. Dies könnte mittelbar auch Auswirkungen auf die Aquila Clean Energy GmbH selbst haben. Sonstige Ereignisse nach dem Stichtag Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Unternehmensgruppe darstellen. E. Sonstige Pflichtangaben a. Beteiligungen Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über die nachstehend aufgeführten unmittelbaren Anteile an verbundenen Unternehmen:
Die unmittelbaren Anteile an verbundenen Unternehmen halten die nachstehend aufgeführten mittelbaren Anteile an verbundenen Unternehmen:
b. Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die Aquila Clean Energy GmbH beschäftigte im Jahr 2021 durchschnittlich 60 Arbeitnehmer. Im Rahmen der Übernahme des Teilbetriebs der Aquila Capital Management GmbH zum 1. Januar 2021 gingen 54 Mitarbeiter auf die Gesellschaft über. c. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 22. d. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens durch
geführt. Die Geschäftsführer sind zusammen mit einem anderen Geschäftsführer oder mit einem Prokuristen zur Vertretung des Mutterunternehmens berechtigt. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Bezüge der Geschäftsführung betragen im Geschäftsjahr TEUR 0. Kredite an die Mitglieder der Geschäftsführung wurden wie auch im Vorjahr nicht gewährt. e. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss beträgt EUR 14.214.526,99. Es ergibt sich entsprechend ein Bilanzgewinn von EUR 14.214.526,99, der zu verwenden ist. Die Geschäftsführung schlägt vor diesen Betrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. f. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Aquila Capital Holding GmbH, Hamburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Aquila Holding GmbH, Hamburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Die Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Hamburg, den 23. September 2022 Aquila Clean Energy GmbH Susanne Rosslenbroich Dr. Sebastian Krull Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 5. November 2021 bis zum 31. Dezember 2021Aquila Clean Energy GmbHHamburgLAGEBERICHT A. Grundlagen des Unternehmens B. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen b. Geschäftsverlauf c. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage 2. Vermögens- und Finanzlage 3. Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft C. Chancen- und Risikobericht 1. Überblick 2. Chancen 3. Risiken 4. Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht D. Prognosebericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft A. Grundlagen des Unternehmens Die Aquila Clean Energy GmbH, Hamburg, (im Folgenden: "Aquila Clean Energy GmbH" oder "Gesellschaft") wurde im Geschäftsjahr 2021 gegründet und ist im Handelsregister mit der Nummer HRB 172268 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen, insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien (Clean Energy), im In- und Ausland, einschließlich der Finanzierung von Beteiligungen, der Vergabe von Gesellschaftsdarlehen sowie die Verwaltung des eigenen Gesellschaftsvermögens. Die Gesellschaft ist berechtigt, zu Zwecken der (Zwischen-) Finanzierung Inhaberschuldverschreibungen zu begeben. Darüber hinaus werden Tätigkeiten im Bereich der Projektentwicklung ausgeübt, insbesondere der Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken, die Errichtung von Gebäuden jeglicher Art, die Verwaltung eigenen und fremden Grundbesitzes, soweit dies erlaubnisfrei ist sowie die Tätigkeiten nach § 34 Abs 1 Satz 1 Nr. 2 sowie Nr. 3a und 3b GewO. Die Gesellschaft erbringt ferner Beratungs- und sonstige Dienstleistungen, und zwar sowohl als Managementholding für die mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen als auch für Dritte, soweit diese nicht aufgrund eines Gesetzes einer besonderen Erlaubnis bedürfen. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst auch die Begleitung und Unterstützung von Gesellschaften (z.B. Kapitalverwaltungsgesellschaften) durch Managementleistungen in Bezug auf die Auflage von Finanzprodukten im Bereich der Sachwerte, insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energie (Clean Energy), sowie Eigeninvestitionen in diese Finanzprodukte. Hierzu gehören die Identifikation von Assets und die Investmentstrukturierung, wie die Verhandlung von Transaktionen, Bankverhandlungen, Due Diligence sowie sämtliche weitere Handlungen, die für die Auflage von Finanzprodukten im Bereich der Sachwerte erforderlich sind. Die Gesellschaft hat nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 20. Dezember 2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 20. Dezember 2021 und der Gesellschafterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom 20. Dezember 2021 einen Teil des Vermögens der Aquila Capital Management (Amtsgericht Hamburg, HRB 118325), Hamburg, als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung übernommen. Abspaltungsstichtag war der 1. Januar 2021. Die Abspaltung ist mit der Eintragung auf dem Registerblatt des übernehmenden Rechtsträgers am 4. Januar 2022 wirksam geworden. B. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft erholte sich im Jahr 2021 von den Folgen der COVID-19-Pandemie und das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 5,5 % (im Vorjahr Rückgang um 3,4 %). Damit verzeichnete die Wirtschaft das stärkste Wachstum nach der Rezession vor 80 Jahren. Dabei stieg das BIP in den führenden Industrieländern um 5,0 % (im Vorjahr Rückgang um 4,6 %) und in Bezug auf die Schwellen- und Entwicklungsländer um 6,3 % (im Vorjahr Rückgang um 1,7 %). Die Erwartungen für das Jahr 2022 waren vor Beginn des Ukraine-Krieges positiv mit einem erwarteten Anstieg des BIP um 4,1 %. Für das Jahr 2023 wurde eine weitere Steigerung des weltwirtschaftlichen BIP mit 3,2 % erwartet (vgl. Weltbank, Januar 2022). Die Finanzmärkte haben sich im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr entsprechend mehrheitlich positiv entwickelt. Der DAX 30 sank um 1 % (Vorjahr: 4 %), der Nikkei 225 Index stieg um 5 % (Vorjahr: 16 %), der MSCI World Index stieg um 20 % (Vorjahr: 14 %), der Dow-Jones-Index stieg um 19 % (Vorjahr: 7 %) und der chinesische Hang Seng sank um 14 % (Vorjahr: -3 %). Für die Geschäftstätigkeit der Aquila Gruppe sind die Schwankungen an den Aktien- und Rentenmärkten nur von mittelbarer Relevanz. Die Nachfrage nach Sachwertinvestitionen wird stärker durch das tiefe Zinsniveau der letzten Jahre bestimmt, durch das vor allem institutionelle Anleger alternative, Cashflow produzierende Investitionsmöglichkeiten suchen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr blieb das Zinsniveau niedrig. Die Europäische Zentralbank hat mit dem Pandemie-Notfallankaufprogramm (Pandemic Emergency Purchase Programme - PEPP) ein befristetes Instrument entwickelt, welches zum Ankauf von Anleihen öffentlicher und privater Schuldner zum Jahresende 2020 mit einem Gesamtvolumen von EUR 1.850 Mrd. ausgestattet war und der EZB so ermöglichte, weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen sicherzustellen (vgl. Bundesbank sowie EZB). Im Dezember 2021 wurde beschlossen, neue Ankäufe bis zum März 2022 zu beenden. Daneben gewann das Thema Nachhaltigkeit im breiten Sinne, sowohl gesellschaftlich als auch politisch, immer mehr an Bedeutung in Europa und unterstützte Investitionen in Erneuerbare Energien und alle damit zusammenhängenden Technologien und Infrastrukturprojekte. Nachdem die Themen Klimaschutz und Erneuerbare Energien nach Ausbruch der SARS-CoV-2 Pandemie im Frühjahr 2020 zunächst in den Hintergrund der Überlegungen von Politik und Gesellschaft rückten und zu deutlich sinkenden CO 2 -Preisen führte, änderte sich dies im Laufe des Jahres 2021 grundlegend. Immer mehr rückte das Thema einer zunächst CO 2 -armen und später CO 2 -freien Weltwirtschaft in den Vordergrund, ablesbar unter anderem auch am CO 2 -Preis, der sich im Jahr 2021 verdreifachte und neue Allzeithöchststände erreichte. Aber auch die Preise für fossile Energieträger wie Öl, Gas und Kohle stiegen aufgrund gestörter Lieferketten auf teilweise ein Mehrfaches ihrer Vergangenheitswerte. Im Vergleich aller Energieträger haben Erneuerbare Energien die niedrigsten Stromgestehungskosten und nahezu weltweit Netzparität erreicht. b. Geschäftsverlauf Die sich verändernden gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen erforderten in Bezug auf die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs Clean Energy eine umfassende gesellschaftsrechtliche Anpassung innerhalb der Aquila Unternehmensgruppe. Entsprechend setzte die Aquila Unternehmensgruppe die bereits in den Vorjahren begonnene Vertiefung der Wertschöpfungskette zu einem vollständig integrierten industriellen Akteur im Bereich der Clean Energy Entwicklungstätigkeiten auch im Geschäftsjahr weiter fort. In diesem Zusammenhang erfolgte zum Geschäftsjahresende eine umfassende gesellschaftsrechtliche Neuorganisation in vier selbständige Geschäftsbereiche, wovon die "Aquila Clean Energy" für die Entwicklung und den Betrieb von Erneuerbaren Energien den bedeutsamsten darstellt. Die Aquila Clean Energy GmbH agiert hier als Kerngesellschaft sowie Management-Holding für diesen Geschäftsbereich. Die vorgenannten branchenbezogenen Rahmenbedingungen unterstützen und bestätigen auch in den durch die SARS-COV-2 Pandemie hervorgerufenen Unsicherheiten der vergangenen beiden Geschäftsjahre das Geschäftsmodell in Bezug auf Erneuerbare Energien der Gesellschaft bzw. ihrer Vorgängerin Aquila Capital Management GmbH, Hamburg. Infolge des zunehmenden Interesses an Investitionen in Erneuerbare Energien sah sich die Gesellschaft im Rahmen der Allokation auch erneut einer weiteren Verknappung an Projekten mit höheren Entwicklungsgraden in den etablierten Märkten in Nord- und Südeuropa gegenüber. Zusätzlich führte die Vielzahl an Genehmigungsanträgen für Projekte von Erneuerbaren Energien übergreifend in Europa zu Verzögerungen bei der Bearbeitung durch die Behörden, deren Folge stark verlängerte Bearbeitungszeiten waren, die weit über die offiziellen Zeitvorgaben hinausgingen. Dies wurde und wird weiterhin durch fortlaufend strengere Umweltgenehmigungs- sowie Durchführungsstandards erschwert. Auf Basis der langjährigen Engagements im Bereich der Erneuerbaren Energien und erfolgreichen Umsetzung zahlreicher Sachwertinvestments konnten auch im Geschäftsjahr 2021 erneut Wind- und Solarprojekte bzw. Entwicklungspipelines generiert werden. Sowohl die Anzahl (+78 %) als auch die Kapazität der Transaktionen (+15 %) lag über dem Vorjahr. Insgesamt verantwortete die Gesellschaft die Entwicklung und Konstruktion eines Erneuerbaren Energie Portfolio über 8,5 GWp (Vorjahr: 5,1 GWp) zum Geschäftsjahresende. Davon wurden im Rahmen der Neuorganisation bzw. der sofortigen Anbindung erstmals auch Erneuerbare Energien Projekte direkt im Rahmen des Geschäftsbereichs Aquila Clean Energy als mittelbare Tochtergesellschaften über 5,0 GWp angebunden und konsolidiert. Der Fokus lag dabei im abgeschlossenen Geschäftsjahr analog dem Vorjahr auf der Region Südeuropa sowie ersten Projekten in Osteuropa. In diesem Zusammenhang wurden die Kapazitäten für die Generierung und Entwicklung von Solarprojekten an den Standorten in Madrid, Lissabon, Mailand und Athen weiter auf- und ausgebaut. c. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erträge aus Servicedienstleistungen in Zusammenhang mit Sachwertprojekten sowie Managementservices aus gruppeninterner Investment- und Portfolioberatung. Die korrespondierenden Aufwendungen für bezogene Leistungen entfallen mit TEUR 25.230 auf Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 946. Der Personalaufwand beinhaltet fixe und variable Vergütungsbestandteile. Im Geschäftsjahr wurden 60 Mitarbeiter durchschnittlich beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Aufwendungen aus gruppeninternen Managementumlagen bzw. Aufwendungserstattungen in Höhe von TEUR 21.643 sowie Rechts- und Beratungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.576. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit TEUR 6.775 belastet. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt TEUR 14.215. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage der Gesellschaft von TEUR 94.881 ist mit 96,1 % wesentlich aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Guthaben bei Kreditinstituten geprägt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 69.517. Die Finanzlage der Gesellschaft unterteilt sich im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 41.808, sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.106 sowie Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 6.775. Von den sonstigen Rückstellungen entfallen TEUR 8.635 auf personalbezogene kurz- und langfristige Vergütungsbestandteile. Aus der Übernahme eines Teils des Vermögens der Aquila Capital Management, Hamburg, als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung resultiert eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 21.433. 3. Leistungsindikatoren Das Portfolio der Gesellschaft in Höhe von 8,5 GWp unterteilt sich in eine 7,6 GWp Entwicklungspipeline, 0,9 GWp an Projekten in der Konstruktionsphase sowie 0,1 GWp an operativen Anlagen. Das Gesamtportfolio hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4 GWp erhöht und entfällt mehrheitlich auf die Entwicklungspipeline. Zur internen Steuerung der Gesellschaft werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren herangezogen. 4. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Das Ergebnis des Geschäftsjahres liegt innerhalb der Erwartung der Geschäftsführung. C. Chancen- und Risikobericht 1. Überblick Ziele des gruppenweiten Risikomanagement-Systems sind die Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken aus den Assets under Management der vier Geschäftsbereiche der Aquila Unternehmensgruppe. Diese haben einen mittelbaren Einfluss auf die Risiken der Aquila Unternehmensgruppe und erfordern eine angemessene Abdeckung und Einhaltung der aufsichtsrechtlich erforderlichen Eigenmittel auf Ebene der Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH, Hamburg, einer Schwestergesellschaft der Gesellschaft. Das Risikomanagement unterstützt die nachhaltige Entwicklung und den Fortbestand der Aquila Unternehmensgruppe. Die durch Vorsicht geprägte Risikostrategie wurde im Geschäftsjahr 2021 unverändert beibehalten. Die strategische Ausrichtung auf die unterschiedlichen Geschäftsfelder, welche nunmehr auch durch die gesellschaftsrechtliche Neuorganisation zum Jahresende abgegrenzt wurden und die damit einhergehende Risikodiversifikation kennzeichnen das Risikoprofil der Aquila Unternehmensgruppe. Die Risikostrategie schlägt sich im Einsatz moderner, auf das Geschäft der Gruppe ausgerichteter Risikoüberwachungs- und -steuerungsprozesse nieder, die das Risikomanagement der Aquila Unternehmensgruppe charakterisieren. Aufgrund der herausgehobenen regulatorischen Stellung der Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH, Hamburg, werden die Grundsätze der Risikopolitik von der Geschäftsführung der Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH, Hamburg, vorgegeben und umgesetzt. Die im Risikobericht erfassten Risiken sind kategorisiert und nach ihrer Bedeutung für die Aquila Unternehmensgruppe klassifiziert. Im Rahmen des Risikomanagementsystems werden diverse Risikokategorien betrachtet. Analysiert werden neben den Quellen und möglichen Auswirkungen vor allem die Ansatzpunkte für effiziente Gegensteuerungsmaßnahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf die als wesentlich identifizierten Risiken gelegt wird. Folgende wesentliche Chancen und Risiken wurden für die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft identifiziert: 2. Chancen In einer gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Betrachtung ist das weltweit zu verwaltende Vermögen in der Vergangenheit beständig gewachsen und führte korrespondierend auch zu steigenden Assets under Management des Geschäftsbereichs Clean Energy. Das Niedrigzinsumfeld der vergangenen Jahre sowie die sich spreizende Geldpolitik hatten es erschwert, mit einer traditionellen Allokation, die sich hauptsächlich auf Anleiheinvestments konzentriert, die notwendigen Erträge zu erwirtschaften. Die durch den Ukraine-Krieg weltweit ausgelösten Entwicklungen auf die Weltwirtschaft sowie den Kapitalmärkten haben den positiven Grundtrend in Sachwertinvestments aktuell in der Wahrnehmung und Priorisierung überlagert. Vor dem Hintergrund der regulatorischen Entwicklungen sowie diversen Maßnahmenpaketen auf EU-Ebene in Bezug auf nachhaltige Finanzierung, Klimaschutzprogrammen bzw. EU-weiten grenzüberschreitenden und nationalen Infrastruktur- und Energieprojekten bzw. -reformen sieht sich die Gesellschaft gut positioniert. Die unvermindert weiter zunehmende Allokation in Alternative Investments führt zu einer weiter steigenden Nachfrage nach geeigneten Sachwerten. Aufgrund des langjährigen Engagements als vollständig integrierten industriellen Akteur im Bereich der Clean Energy Entwicklungstätigkeiten und der erfolgreichen Anbindung zahlreicher Sachwertinvestments verfügt die Gesellschaft über einen sehr guten Marktzugang, um auch in der Zukunft attraktive Sachwerte allokieren zu können bzw. über den rechtzeitigen Aufbau von Strukturen in zukünftigen Märkten oder Regionen zu partizipieren. 3. Risiken Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist neben anderen Faktoren auch von den Entwicklungen auf den weltweiten Renten- und Kapitalmärkten, dem Zinsniveau und der globalen Konjunkturentwicklung abhängig, da sie direkten Einfluss auf die Allokation der Kapitalsammelstellen in Alternative Investments als Abnehmer haben sowie die Wettbewerbssituation um attraktive Sachwerte bestimmt. Während die SARS-CoV-2 Pandemie infolge der ergriffenen Maßnahmen einen deutlich negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft hatte und neben anderen Faktoren das bereits bestehende niedrige Zinsumfeld, welches jedoch einen positiven Einfluss auf die Nachfrage von Sachwertinvestments ausübt, weiter verfestigte, verteuerten sich schon im Jahr 2021 vor allem Energieprodukte wie Strom, Erdgas, Heizöl und Kraftstoffe. Diese Preissteigerungen haben sich im Jahr 2022 aus einem Zusammenspiel von Lieferengpässen, der weltweiten Konjunkturerholung nach dem wirtschaftlichen Einbruch der SARS-CoV-2 Pandemie weiter fortgesetzt und sind mit Ausbruch des Ukraine-Krieges nochmals deutlich angestiegen. Das Anfang Juni 2022 verabschiedete 6. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland enthält ein vollständiges Verbot der Einfuhr von russischem Rohöl und russischen Erdölerzeugnissen auf dem Seeweg, welche 90 % der europäischen Ölimporte aus Russland betrifft. Als Gegenreaktion ist ein kompletter Lieferstopp von russischem Gas durch Russland denkbar. Die Entwicklung der Öl- und Gaspreise für die kommenden Monate kann nicht verlässlich abgeschätzt werden. Erste Prognosen deuten auf eine Rezession hin. Die zunehmende Allokation in Alternative Investments, das niedrige Zinsniveau, neue Wettbewerber und deren Strategien mit Fokus auf erneuerbare Energien führen weiter sowohl zu Preissteigerungen als auch zu einer überwiegenden Verknappung an Sachwertprojekten mit höheren Entwicklungsgraden. Aufgrund der breiten Diversifikation nach Asset-Klassen (Solar, Wind, Hydro und Batteriespeicher) als auch der geografischen Breite (Nord- und Südeuropa sowie ersten Ländern Osteuropas) sowie dem vorgenannten sehr guten Marktzugang kann das Risiko der Verknappung von Sachwerten für die Gesellschaft als moderat eingestuft werden. Unter dem Begriff operationelles Risiko werden sämtliche potenzielle Verluste verstanden, die infolge fehlerhafter oder unzureichender Prozesse, menschlichen oder technischen Versagens oder aufgrund externer Ereignisse eintreten können. Dies beinhaltet auch rechtliche Risiken und Reputationsrisiken. Die Begrenzung dieser Risiken soll durch interne Anweisungen, Ablaufprozesse, Arbeitsplatzbeschreibungen und sonstige unternehmensinterne Regelungen erreicht werden. Die Einhaltung dieser Regelungen wird regelmäßig durch die Geschäftsführungen der Gesellschaft sowie durch Group Compliance und die Interne Revision der Gesellschafterin Aquila Capital Holding GmbH, Hamburg, überprüft. Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt in den regelmäßigen Sitzungen des Management Board der Gesellschafterin mit den jeweiligen Geschäftsbereichsverantwortlichen für alle Gruppengesellschaften. Aus Sicht der Gesellschaft bestehen vor dem Hintergrund der beschriebenen Maßnahmen keine konkreten Anzeichen, dass sich oben genannte Risiken mit einer wesentlichen Auswirkung auf die Gesellschaft konkretisieren. In Bezug auf die möglichen Auswirkungen der SARS-CoV-2 Pandemie sowie des Ukraine-Krieges sei auf die nachfolgenden Ausführungen verwiesen. Die Umsetzung der Geschäftsstrategie der Gesellschaft ist in hohem Maße von der Kompetenz und dem Einsatz der Investment- und Asset-Teams als auch von den Mitarbeitern in den Querschnittsfunktionen der Gesellschafterin Aquila Capital Holding abhängig. In ersten Ländern, hauptsächlich in Deutschland, macht sich ein Fachkräftemangel für den weiteren Bedarf bemerkbar. Die Aquila Unternehmensgruppe verfügt über ein umfassendes und gelebtes "Business Continuity Konzept (BC)", wodurch Aufgaben, Anwesenheiten und Vertretungen der Mitarbeiter so geregelt sind (Homeoffice, Aufteilung der Teams in mehrere Gruppen, Schichtbetrieb), dass die Managementaufgaben der Gesellschaft jederzeit sichergestellt sind. Rechtliche Risiken werden durch die Rechtsabteilung und durch die Hinzuziehung externer Anwälte gesteuert. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb, welche einer Saisonalität hin zum vierten Quartal des Geschäftsjahres unterliegt. Die Liquidität der Gesellschaft war im Verlauf des Geschäftsjahres jederzeit sichergestellt. Die Dienstleistungen der Gesellschaft werden überwiegend in Euro fakturiert und unterliegt dementsprechend keinen Währungsrisiken. Für ihre Tätigkeiten außerhalb des Euro-Raums, vornehmlich in Skandinavien, unterliegt die Gesellschaft einem Währungsrisiko, welches sich aus Kursveränderungen der entsprechenden Währungen zur Gesellschaftswährung Euro ergibt. Der Gesamteffekt der möglichen Kurseffekte ist bislang als nicht wesentlich einzustufen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kurssicherungs- bzw. Zinssicherungsgeschäfte. Die Forderungen der Gesellschaft bestehen überwiegend gegen verbundene Unternehmen deren Werthaltigkeit fortlaufend überprüft wird. Die Geschäftsbereiche der Aquila Unternehmensgruppe unterliegen direkten Marktpreisrisiken. Die wesentlichen Marktpreisrisiken umfassen ein Herstellungskostenrisiko der Solar-, Wind-, Hydro- und Batteriespeicherkomponenten infolge von Rohstoffpreisrisiken, Zinsänderungsrisiken als auch abgeleiteten zeitraumunterschiedlichen Strompreiskurven. Zur Analyse und Steuerung dieser Risiken hat die Aquila Capital Holding zusammen mit der Gesellschaft eigene Fachabteilungen aufgebaut. Zum Bilanzstichtag bestehen keine eigenen Positionen die über täglich fällige Verrechnungspositionen hinausgehen. Die Gesellschaft unterliegt infolge der Anbindung von Erneuerbaren Energien Projekte im Rahmen des Geschäftsbereichs Aquila Clean Energy zum Geschäftsjahresende indirekt Projektentwicklungsrisiken. Verzögerungen sowohl bei der Entwicklung, dem Bau als auch bei der Auswahl und Anbindung sowie deren Umsetzung in Zusammenarbeit mit unseren Partnern von Sachwertinvestments haben daher eine direkte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Aus der zurückgehenden SARS-CoV-2 Pandemie ergeben sich auch weiterhin Risiken für die Gesellschaft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Gesellschaft von den möglichen negativen Auswirkungen der SARS-CoV-2 Pandemie verschont geblieben. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges für die Gesellschaft sind derzeit nicht abschließend identifizierbar. Auch wenn die Aquila Unternehmensgruppe über keine direkten oder indirekten Investments in die Ukraine oder Russland verfügt, besteht die Möglichkeit, dass indirekte Risiken aus den verhängten Sanktionen, entstehender Markt- und Zinsvolatilität, Lieferengpässen sowie steigenden Energie- und Rohstoffpreisen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft nehmen können. 4. Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft sieht sich aufgrund der zum Geschäftsjahresende neu implementierten Organisationsstruktur der Aquila Unternehmensgruppe gut aufgestellt, um ihre Marktwahrnehmung und -position als vollständig integrierten industriellen Akteur im Bereich der Clean Energy Entwicklungstätigkeiten und erfolgreichen Anbindung von Sachwertinvestments auszubauen. Zum Bilanzstichtag sind neben den aufgeführten Risiken keine weiteren wesentlichen Risiken zu erkennen, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken können. Aus den genannten Risiken ergibt sich keine Bestandsgefährdung für die Gesellschaft. D. Prognosebericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind in die Phasen vor und nach dem 24. Februar 2022 grundlegend zu unterscheiden. Vor dem Ausbruch des Ukraine-Krieges konnte in Zusammenhang mit der SARS-CoV-2 Pandemie von einer grundsätzlichen Erholung der Wirtschaftsleistung der Eurozone und der Weltwirtschaft ausgegangen werden. Dennoch sind die Prognosen für die Jahre 2022 (4,1 %) und 2023 (3,2 %) gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr (5,5 %) pessimistischer (vgl. Weltbank, Januar 2022). Der Ukraine-Krieg hat zu einer deutlichen Verlangsamung des weltweiten Wachstums im Jahr 2022 geführt und die Inflation weiter angeheizt. Das globale Wachstum wird sich voraussichtlich von geschätzten 6,1 % im Jahr 2021 auf 3,6 % in den Jahren 2022 und 2023 abschwächen (vgl. IWF World Economic Outlook: April 2022). Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges für die Gesellschaft sind derzeit nicht abschließend identifizierbar, könnten aber mittelbar auch Auswirkungen auf die Gesellschaft selbst haben. 2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Die zum Geschäftsjahresende umgesetzte gesellschaftsrechtliche Neuorganisation in vier selbständige Geschäftsbereiche ist im Geschäftsjahr 2022 für die Aquila Clean Energy GmbH operativ umzusetzen. Hieraus wird eine Stärkung der Leistungsfähigkeit und der Effizienz der Gesellschaft und ihrer Prozesse erwartet. Für das Portfolio der Gesellschaft wird ein GWp-Wachstum auf Niveau des Geschäftsjahres 2021 erwartet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden erstmals Entwicklungsprojekte im Bereich "Erneuerbare Energien" mittelbar von der Aquila Clean Energy GmbH selbst angekauft. Aufgrund der frühen Projektentwicklungsstadien am Markt werden weitere Projekte mittelbar von der Gesellschaft angebunden und konsolidiert. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein positives Ergebnis in der Größenordnung des letzten Geschäftsjahres erwartet. Maßgeblich für die prognostizierte Entwicklung ist insbesondere die Geschäftsentwicklung, die sowohl der Höhe als auch dem Zeitpunkt des Anfalls ihrer Erträge insbesondere vor dem Hintergrund der Unsicherheit in Bezug auf die weiteren Entwicklungen in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg nur begrenzt planbar sind. |
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