Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 720251
Eingetragen
18.7.2019
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen zur Beratung und Unterstützung von Unternehmen im Handel mit Waren aller Art, insbesondere in den Bereichen Kundenbetreuung, Kundenbewerbung und Neukundengewinnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Hans Robert Schmid
seit 18.7.2019
Geschäftsführer
Michael Adam Kelsch
seit 18.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Hans R. Schmid Holding AG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hans R. Schmid Holding AG

Offenburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchensituation

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2022 einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes um 1,8 %. Damit konnte sich die Konjunktur weiter erholen, so dass die Wirtschaftsleistung erstmalig über dem Niveau von 2019, dem Jahr vor Pandemie-Beginn, lag. Dennoch war das Jahr geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie beispielsweise den extremen Energiepreiserhöhungen. Außerdem beeinflussten Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für Lebensmittel sowie der Fachkräftemangel das Jahr. Auch die im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie war noch gegenwärtig.

Dabei entwickelten sich die einzelnen Wirtschaftsbereiche sehr unterschiedlich. Dienstleistungsbereiche, wie die Kreativ- und Unterhaltungsbranche, profitierten nach Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Der zusammengefasste Wirtschafsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe verzeichnete ein Plus von 4 %. Dieses Wachstum kam nach Aufhebung der Schutzmaßnahmen aus den Teilbereichen Verkehr und Gastgewerbe, während die Bruttowertschöpfung im Handel zurückging. Der Wirtschaftsbereich Information und Kommunikation verzeichnete einen Zuwachs in Höhe von 3,6 %. Wie auch im Vorjahr musste das Baugewerbe im Jahr 2022 mit -2,3 % einen deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung hinnehmen. Grund hierfür waren der Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechte Finanzierungsbedingungen. Schließlich konnte das verarbeitende Gewerbe aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Vorprodukten und der hohen Preise für Energie seine Bruttowertschöpfung im Vorjahresvergleich lediglich um 0,2 % steigern.

Die privaten Konsumausgaben waren im Jahr 2022 mit einer preisbereinigten Zunahme um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Ausschlaggebend waren hier insbesondere die Nachholeffekte durch die Aufhebung fast aller Corona-Einschränkungen im Frühjahr 2022. Die Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen im Inland (+45,4 %) sowie der Freizeit-, Unterhaltungs- und Kulturbereich (+13,2 %) profitierten durch die erhöhten Ausgaben. Private Haushalte kauften weniger online als im Jahr 2021, was den Internet- und Versandhandel schwächte. Allerdings waren die Ausgaben immer noch deutlich höher als vor der Corona-Pandemie. Zusätzlich sanken die privaten Konsumausgaben für Nahrungsmittel durch die Aufhebung der Corona-Beschränkungen in der Gastronomie und der besonders starken Preissteigerungen für Lebensmittel.

Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich hingegen eher moderat (+1,1 %). In 2022 wurde durch den Staat deutlich mehr für die Unterbringung und Verpflegung Schutzsuchender aus der Ukraine und anderer Staaten ausgegeben, während die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sanken.

Die Investitionen in Ausrüstungen stiegen in 2022 preisbereinigt um 2,5 %, was insbesondere durch zunehmende PKW-Zulassungen im zweiten Halbjahr begünstigt wurde. Die Ausrüstungsinvestitionen waren somit neben den privaten Konsumausgaben ein wesentlicher Treiber des konjunkturellen Wachstums.

Gehemmt wurde das Wachstum jedoch durch einen negativen Außenbeitrag. Obgleich die Exporte von Waren und Dienstleistungen preisbereinigt um 3,2 % gegenüber Vorjahr zunahmen, wurde dies durch die Importe überkompensiert, welche preisbereinigt um 6,7 % zulegten.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stieg im Jahr 2022 nominal um 7,2 %. Aufgrund der hohen Inflation von 7,9 % sank jedoch die Kaufkraft der privaten Haushalte. Da die Konsumausgaben der privaten Haushalte zudem im gleichen Zeitraum stärker zunahmen als das verfügbare Einkommen, sank die Sparquote gegenüber dem Vorjahr um rund 4 %-Punkte auf 11,4 %. Damit nähert sich die Sparquote der privaten Haushalte wieder dem Vor-Corona-Niveau an. Im Durchschnitt lag sie in den Jahren 2017 bis 2019 bei 10,9 %.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich 2022 insgesamt stabil. Trotzdem sind die Auswirkungen der angespannten wirtschaftlichen Lage durch den Ukraine Krieg erkennbar. Im Jahresdurchschnitt sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) zwar gesunken, im Verlauf des Jahres allerdings durch die Erfassung ukrainischer Geflüchteter merklich gestiegen. Daneben haben sich Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen im Jahresverlauf deutlich erhöht. In der Folge sank die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt um 0,4 %-Punkte auf 5,3 %.

Nominal konnte der Einzelhandel im Jahr 2022 ein Umsatzplus von 7,8 % erzielen, real musste er jedoch ein Umsatzminus von 0,6 % hinnehmen. Die Differenz erklärt sich durch die hohe Inflation im Einzelhandel. Aufgrund der hohen Preissteigerung bei Nahrungsmitteln ging der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln um real 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln konnte der Umsatz hingegen real um 2,0 % gesteigert werden. Nach einer sehr positiven Entwicklung des Versand- und Internethandels während der Corona-Pandemie mit Zuwächsen von real 12,4 % im Jahr 2021, brachen die Umsätze im Jahr 2022 ein: Inflationsbereinigt gingen die Einnahmen um 8,5 % zurück.

Auch der Online-Umsatz mit Bürobedarf verzeichnete ein Minus von 6,6 %, obwohl der Gesamtmarkt Bürowirtschaft mit insgesamt 11,42 Mrd. Euro (netto) den Umsatz im Jahr 2022 um 16,5 % gegenüber Vorjahr steigern und damit eine neue Höchstmarke erzielen konnte. Das Marktvolumen liegt nun über dem Wert aus dem Vor-Corona-Jahr 2019. Ein wesentlicher Grund der Umsatzzuwächse sind Preiserhöhungen in der Branche, nicht jedoch wachsende Stückzahlen.

Dabei entwickelten sich die unterschiedlichen Teilbereiche umsatzseitig allesamt positiv. Mit einem Plus von 24,8 % sind Bürokommunikationspapiere und Spezialpapiere der größte Gewinner der ausgewiesenen Teilbranchen. Das Marktvolumen von Verbrauchsmaterialien konnte in 2022 mit 14,9 % ebenfalls erhebliche Umsatzzuwächse verbuchen. Kalender sowie Karten lagen bei einem Umsatzplus von 12,3 % und Schreibgeräte und Büroarbeitsplatzzubehör konnten ihren Umsatz um 9,5 % erhöhen.

Auch im Bereich der Büroeinrichtung lässt sich ein Umsatzzuwachs feststellen. So verzeichnete die Büromöbelindustrie im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 6,5 %, welches jedoch geringer ausfiel als 2021. Damit erreichte die Branche in 2022 in annähernd wieder das Niveau vor der Pandemie. Hinsichtlich der Nachfrage spielte immer noch der Trend zum Home-Office eine wichtige Rolle. Umsatzseitig wirkten sich auch hier die Preissteigerungen aus, während die Absatzmenge stabil blieb.

Nach Beendigung der Pandemie nahm die Nachfrage nach Homeoffice-Equipment wie Notebooks, Webcams und Headsets in 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich ab. Der Markt für IT- und EDV-Ausstattung im Büroumfeld schien gesättigt sein und ging wieder auf ein normales Niveau wie vor Corona zurück. Deutliche Umsatzzuwächse konnten jedoch in den Bereichen der IT-Technologie, -Sicherheit und -Dienstleistungen aufgrund neuer Entwicklungen und der steigenden Gefahr der Cyberkriminalität erzielt werden.

Aufgrund der unsicheren allgemeinen Situation, erhöhter Preistransparenz und steigendem Wettbewerbsdruck, insbesondere durch neue Marktteilnehmer im Internethandel, ist die Ertragslage im PBS-Markt als angespannt zu bewerten. Durch die Ausläufer der Corona-Pandemie und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine war das Jahr zusätzlich stark von gestörten Lieferketten, Lieferengpässen, Energie- und Rohstoffmangel und damit einhergehenden Preissteigerungen geprägt.

Der Markt für Werbeartikel konnte im Jahr 2022 Waren im Gesamtwert von 2,8 Mrd. Euro umsetzen und somit ein geringfügiges Plus gegenüber Vorjahr erzielen. Allerdings lag der Umsatz damit immer noch 25 % unter dem Niveau vor Ausbruch der Pandemie. Trotz Aufhebung der Kontaktbeschränkungen führten die hohen Energiekosten und die unsichere betriebswirtschaftliche Situation dazu, dass Unternehmen nur verhalten in Werbeartikel investierten.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 haben die Konzerngesellschaften der Hans R. Schmid Holding AG einen konsolidierten Konzernumsatz in Höhe von 1,14 Mrd. € erwirtschaftet. Somit ist es gelungen, die Marktposition des Konzerns weiter zu stärken.

3. Beschaffung

Die Konzernunternehmen im Bereich Büroartikel und IT-Produkte haben ihre Einkaufsaktivitäten bei der Printus GmbH, der OTTO Office GmbH & Co KG und der Office Partner GmbH gebündelt. Für die Konzernunternehmen im Bereich Werbeartikel erfolgt die Beschaffung zentralisiert über die Bettmer GmbH. Alle einkaufenden Gesellschaften arbeiten jeweils mit mehreren hundert Lieferanten und Importeuren zusammen. Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine nennenswerten Veränderungen in der Lieferantenstruktur und der Warenverfügbarkeit.

4. Investitionen

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2022 betrugen 48,4 Mio. € und beziehen sich insbesondere auf Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände.

5. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 1.653 fest angestellte Mitarbeiter und 39 Aushilfskräfte beschäftigt. Gut ausgebildetes und motiviertes Personal trägt entscheidend zum Erfolg des Unternehmens bei. Die Hans R. Schmid Holding AG engagiert sich daher für eine hochwertige Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter.

B. Darstellung der Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

Die Konzernbilanz der Hans R. Schmid Holding AG ist durch eine solide Finanz- und Vermögensstruktur geprägt. Dies bestätigt die Eigenkapitalquote in Höhe von 76,9 %.

Die Bilanzsumme beträgt im Berichtsjahr 582,9 Mio. €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 56,3 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 2,3 Mio. € und sind in den wesentlichen Positionen durch langfristige Verträge gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 79,9 Mio. € bilanziert.

2. Finanzlage

Durch ein effizientes Forderungsmanagement blieben das Zahlungsverhalten und die Quote der Forderungsausfälle, bereinigt um Sondereffekte, stabil. Es stehen ausreichende Kreditlinien zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes zur Verfügung.

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 konnte ein Rohergebnis in Höhe von 357,3 Mio. € erwirtschaftet werden. Das Ergebnis vor Steuern betrug 126,8 Mio. €.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage und Vorjahresvergleich

Zusammengefasst zeigt die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, dass sich die Hans R. Schmid Holding AG in einer soliden wirtschaftlichen Lage befindet. Die wesentlichen Leistungsindikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr signifikant verbessert.

C. Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften der Hans R. Schmid Holding AG ist mit Chancen und Risiken verbunden. Als Chancen definiert die Geschäftsleitung mögliche Erfolge, die über die definierten Ziele hinausgehen. Unter Risiken versteht die Geschäftsleitung jedes Ereignis, welches das Erreichen der kurzfristigen operativen und der langfristigen strategischen Ziele negativ beeinflusst.

Die Geschäftsleitung ist bestrebt, die Chancen optimal zu nutzen und die Risiken soweit wie möglich zu begrenzen.

1. Branchenrisiko und -chance

Das Branchenrisiko im Versandhandel mit Büroartikeln und Produkten aus der Informationstechnologie ist gering. Markteintrittsbarrieren für eventuelle neue Wettbewerber sind relativ hoch, da zum Beispiel der Aufbau eines Kundenstammes längere Zeit in Anspruch nimmt und mit einem erheblichen Finanzmitteleinsatz verbunden ist.

Die Werbeartikelbranche ist insgesamt in starkem Maße von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. In wirtschaftlich guten Zeiten weiten die Unternehmen ihr Werbebudget aus, in schlechten, wie z.B. aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit und der Unsicherheit durch den Ukraine-Krieg, ist jedoch mit Umsatzrückgängen zu rechnen. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass sich größere und finanziell gut ausgestattete Wettbewerber im Bereich Werbeartikel positionieren, die bereits ein Werbeartikel nahes Portfolio anbieten (z.B. Onlinedruckereien) und dieses um Werbeartikel ergänzen.

In der aktuellen Krisenzeit ergeben sich jedoch auch Chancen, neue Kundensegmente zu erschließen. Aufgrund der zeitweiligen Schließung der Ladengeschäfte des stationären Einzelhandels für Bürobedarf, IT-Bedarf und Werbeartikel während der Corona-Pandemie wurde die Digitalisierung vorangetrieben und die Kunden decken auch weiterhin ihren Bedarf im Versand- und Onlinehandel.

2. Beschaffungsrisiko und -chance

Die Tochtergesellschaften der Hans R. Schmid Holding AG im Bereich Büroartikel und IT-Produkte haben ihre Einkaufsaktivitäten bei der Printus GmbH, der OTTO Office GmbH & Co KG und der Office Partner GmbH gebündelt. Für die Konzernunternehmen im Bereich Werbeartikel erfolgt die Beschaffung zentralisiert über die Bettmer GmbH. Aufgrund der Vielzahl an Lieferanten kann der Wegfall eines Lieferanten durch einen Lieferantenwechsel problemlos kompensiert werden, da für nahezu alle Produkte auf eine alternative Bezugsquelle ausgewichen werden kann. Nennenswerte Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten bestehen nicht, so dass auch Spielräume für Preisverhandlungen sichergestellt sind. Die Vielzahl der Lieferantenbeziehungen ermöglicht es, auch hinsichtlich der Herausforderungen, die sich durch den Ukrainekrieg ergeben, flexibel zu reagieren. Dennoch kann es in Einzelfällen vorkommen, dass Artikel zeitweise aufgrund von Lieferengpässen oder Handelsbarrieren nicht verfügbar sind. Auch steigende Einkaufskonditionen aufgrund zunehmender Rohstoff-Kosten und -Knappheit sind möglich.

3. Absatzrisiko und -chance

Die Konzernunternehmen haben einen stark fragmentierten Kundenstamm. Eine Abwanderung größerer Kunden hat somit keine nennenswerte Auswirkung auf den Unternehmensumsatz. Aufgrund der hohen Kundenzahl ist das Risiko, durch Forderungsausfälle weitreichenden Schaden zu erleiden, sehr gering.

Durch den aktuellen Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden energiewirtschaftlichen Auswirkungen auf die Produktion, sowie dessen negativen Einfluss auf die Einhaltung der Lieferketten, besteht einerseits die Gefahr einer Verknappung von Gütern im Markt. Andererseits leisten die Konzernunternehmen mit dem Bezug von Waren über eine Vielzahl an Lieferanten einen Beitrag zur Versorgung der Unternehmen. Dadurch bieten sich Chancen, neue Potenziale zu erschließen und Neukunden zu gewinnen.

Die Übernahme eines 70-prozentigen Anteils an der OP GmbH & Co. KG im Frühjahr 2022 ermöglicht den Konzernunternehmen, das Angebots- und Markenportfolio zu erweitern und in bestehenden Sortimentsbereichen zu vertiefen. In der Folge bietet sich dadurch die Chance, neue Kundenkreise zu erschließen.

Die Konzernunternehmen bieten ihren Kunden seit Jahren ein kundenfreundliches Rückgabe- und Gewährleistungsrecht. Die Inanspruchnahme dieser Rechte durch die Kunden ist im Geschäftsjahr 2022 stabil geblieben.

Das Angebotssortiment, die Werbemittel und die Serviceleistung werden ständig an die Markterfordernisse angepasst. Um die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu ermitteln, werden systematisch Kundenbefragungen durchgeführt.

Druckerzeugnisse wie Kataloge und Mailings sind die Basis des Versandhandels der Konzernunternehmen der Hans R. Schmid Holding AG. Zur Absicherung gegen Beschädigung oder Zerstörung der Werbemittel im Produktionsprozess oder bei der Distribution wurden spezielle Versicherungen abgeschlossen. Zur Gewährleistung der Katalogverteilung werden Adressdaten von Kunden gegen Datenverlust durch Sicherungssysteme geschützt.

Neben der termingerechten Zustellung der Bestellungen ist die telefonische Erreichbarkeit des Call-Centers ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Konzernunternehmen der Hans R. Schmid Holding AG schützen sich durch eine redundante Auslegung der Telefonanlage und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, so dass eine gute Erreichbarkeit gewährleistet werden kann.

4. Lager- und Logistikrisiko und -chancen

Die Konzernunternehmen für den Bereich Büroartikel verfügen über zwei Zentrallager. Für den Bereich Werbeartikel existiert ebenfalls ein Zentrallager und die Office Partner GmbH betreibt zwei Zentrallager. Durch eine zentrale Lagerhaltung kann ein Versandhaus erhebliche Einsparpotenziale realisieren. Bei mehreren kleinen Lägern müssten erheblich größere Warenmengen vorgehalten werden. Andererseits birgt die Lagerhaltung an nur einem Ort auch gewisse Risiken, wie etwa die Zerstörung des gesamten Warenbestandes durch Feuer. Der Warenbestand ist gegen diese Risiken durch Abschluss geeigneter Versicherungen geschützt.

Die Auslieferung der Waren an die Kunden erfolgt durch Paketdienste und Speditionen. Der Bereich der Transport-Logistik befindet sich aktuell im Umbruch und sieht sich mit mangelnden Kapazitäten konfrontiert. Verschärft wird diese Situation durch den Ukraine-Krieg, da die Energiekosten steigen und ukrainische LKW-Fahrer fehlen. Dies könnte zu steigenden Konditionen in der Paketauslieferung führen und sich auf die Ertragslage auswirken. Um dieses Risiko abzusichern, werden mit den Logistikdienstleistern langfristige Verträge mit festgelegten Konditionen abgeschlossen.

Dieser Umbruch in der Logistikbranche, herbeigeführt durch den Trend zum Online- und Versandhandel, birgt für die Konzerntochter Printus Logistik GmbH zudem das Risiko, nicht genügend qualifiziertes Personal zu finden. Um dieses Risiko zu minimieren arbeitet die Printus Logistik GmbH mit mehreren Personaldienstleistern zusammen.

5. IT-Risiko

Die Konzernunternehmen sind aufgrund ihrer Geschäftsprozesse auf leistungsfähige IT-Systeme angewiesen. Um Daten und Funktionalitäten zu sichern, werden Hochverfügbarkeitssysteme eingesetzt.

6. Finanzwirtschaftliches Risiko

Finanzwirtschaftliche Risiken werden mit Hilfe sogenannter Covenants überwacht und gesteuert. Beispiele hierfür sind die Eigenkapitalquote oder der Zinsdeckungsgrad. Auch die Verfügbarkeit von Fremdkapital stellt kein Risiko dar. Zur Kurzfristfinanzierung der laufenden Geschäftsprozesse stehen freie Kreditlinien in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Es gibt aktuell keine Rechtsstreitigkeiten die einzeln oder in Summe von Bedeutung für die wirtschaftliche Lage des Konzerns sind.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass keine Risiken vorhanden und abzusehen sind, die die Substanz des Konzerns gefährden könnten.

D. Prognose-Ist-Vergleich

Wie den vorhergehenden Ausführungen zu entnehmen ist, wurde die Entwicklung der deutschen Konjunktur und der Branche, wie im Lagebericht 2021 für 2022 prognostiziert, weiterhin stark von der Corona-Pandemie und den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beeinflusst und war mit großer Unsicherheit behaftet. Die Konzernunternehmen der Hans R. Schmid Holding AG konnten die schwierigen Marktbedingungen erfolgreich meistern und ihre Marktposition weiter festigen. Dazu beigetragen hat auch der Erwerb eines 70-prozentigen Anteils an der OP GmbH & Co. KG, einem E-Commerce-Spezialist für Drucker und IT-Produkte, im Frühjahr 2022. Die Umsätze der Konzernunternehmen liegen 2022, wie prognostiziert, über dem Niveau von 2021. Die Ertragslage hat sich- anders als erwartet - verbessert.

E. Prognosebericht

Für 2023 haben zahlreiche Wirtschaftsforschungsinstitute und wichtige Institutionen ihre Konjunkturprognosen aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der damit verbundenen unsicheren Energieversorgungslage und der hohen Inflation nach unten korrigiert. Die aktuellen Schätzungen für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Gesamtjahr 2023 liegen zwischen - 0,75 % und + 0,5 %. Einige Prognosen gehen somit sogar von einer Rezession aus.

Obgleich eine Energiemangellage unter anderem durch Einsparungen von Energie, begünstigt durch einen milden Winter, bisher verhindert werden konnte, ist die Energiekrise noch nicht überwunden. Für 2023 ist davon auszugehen, dass die hohen Großhandelspreise für Energie weiterhin auf die Verbraucherpreise für Energie und die inländischen Güter und Dienstleistungen überwälzt werden. Zusammen mit den zu erwartenden Lohnsteigerungen und hohen Importpreisen dürfte dies weiterhin für eine hohe Inflation sorgen. So geht der Sachverständigenrat von einer Inflationsrate von 6,6 % für 2023 aus.

Da gleichzeitig mit einem Anstieg der Effektivlöhne um 5,9 % zu rechnen ist, reduziert sich die Kaufkraft der privaten Haushalte. In der Folge ist zum einen davon auszugehen, dass die privaten Konsumausgaben um 0,9 % sinken werden. Zum anderen rechnet der Sachverständigenrat mit einer Reduzierung der Sparquote um 2 %-Punkte auf 9,5 %.

Die geldpolitischen Maßnahmen zur Beschränkung der Inflation werden zu steigenden Zinsen führen. Bei gleichzeitig hoher wirtschaftlicher Unsicherheit wird dies die Investitionsbereitschaft der Unternehmen dämpfen, so dass mit einem Rückgang von 0,9 % bei den Anlageinvestitionen zu rechnen ist.

Die Entwicklungen im Außenhandel sind in Folge des Kriegs in der Ukraine und der geopolitischen Unsicherheiten kaum prognostizierbar. Durch die Abkehr Chinas von der Null-Covid-Strategie ist zwar mit Impulsen für das globale Wirtschaftswachstum und somit für die deutschen Exporte zu rechnen. Zudem hat sich die Beschaffung der Güter dadurch verbessert und die Engpässe bei Vorprodukten für Industrieunternehmen gehen weiter zurück. Allerdings könnte eine zunehmende Produktion in China durch die steigende Nachfrage nach Rohstoffen preistreibend wirken. Der Sachverständigenrat rechnet damit, dass sich die Exporte etwas besser entwickeln werden als die Importe und dadurch der Außenbeitrag mit 0,2 %-Punkten zum Bruttoinlandsprodukt beitragen werde.

Hinsichtlich des Arbeitsmarktes gehen die Experten davon aus, dass er sich positiv entwickeln werde. Die Arbeitslosenquote wird in 2023 voraussichtlich einen Stand von 5,4 % erreichen. Die Zahl der Beschäftigten wird um 0,5 % ansteigen. Gleichzeitig wird das Problem des Fachkräftemangels immer mehr an Bedeutung gewinnen und Einfluss auf das Wachstum zahlreicher Unternehmen nehmen.

Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs werden die einzelnen Branchen auch in 2023 unterschiedlich treffen. Während die staatsnahen Sektoren im Wesentlichen von steigenden Gehältern betroffen sein werden, rechnen Industrie-, Bau- und Handelsunternehmen und Dienstleister aufgrund der steigenden Preise und der darauffolgenden Konsumzurückhaltung zusätzlich mit deutlichen Umsatzrückgängen. So erwartet der Handelsverband Deutschland für das Jahr 2023 real insgesamt um 3 % sinkende Umsätze. Die Anzahl der Betriebe im stationären Handel werde weiter sinken, wozu auch der Fachkräftemangel beitragen werde. Im Online-Handel rechnet er hingegen mit einem realen Umsatzplus von 4 %.

Auch in der PBS-Branche ist für 2023 weiterhin mit negativen Folgen des Ukraine-Kriegs zu rechnen. Da die Gefahr der Energiekrise noch nicht vollständig gebannt ist, unterliegt vor allem die Papierproduktion einem erhöhten Risiko. Hohe Preise und mangelnde Verfügbarkeit treiben die Digitalisierung voran. So rechnet der Handelsverband Büro und Schreibkultur in 2023 mit niedrigeren Wachstumsraten als im Vorjahr.

Auch der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) geht im Bereich Büromöbel für das kommende Jahr aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen eher von einem moderaten Umsatzwachstum aus.

Im Marktsegment Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik erwartet der Branchenverband Bitkom in Deutschland für 2023 ein Umsatzplus von 3,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit werden die Umsätze erstmals die Marke von 200 Mrd. Euro überschreiten. Nach Bitkom-Berechnung stellt der Teilmarkt der Informationstechnik mit einem Wachstum von 6,3 % den größten Umsatztreiber dar. Vor allem Weiterentwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz als auch das steigende Bedürfnis nach digitaler Zusammenarbeit und IT-Sicherheit sorgen für steigende Umsätze. Rückläufig sind dagegen - nach starken Zuwächsen mit Beginn der Corona-Pandemie - erneut die Ausgaben für mobile PCs sowie Desktop PCs. Im Branchensegment Telekommunikation wird lediglich ein geringes Wachstum von 0,8 % erwartet. Für den Teilbereich der Unterhaltungselektronik werden Umsatzrückgänge von 7,3 % prognostiziert.

Die schwierige wirtschaftliche Ausgangslage bewirkt in der PBS-Branche einen intensiveren Wettbewerb im Internet. Die dort zunehmende Preistransparenz führt dazu, dass die Ertragslage auch 2023 angespannt bleibt.

Die Werbemittelbranche rechnet ebenso weiterhin mit einer schwierigen Situation und geringen Umsatzimpulsen. Nach Beendigung der Corona-Maßnahmen finden wieder Messen und Veranstaltungen statt. Allerdings führt die unsichere betriebswirtschaftliche Situation vieler Unternehmen aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen dazu, dass diese zögern, in Werbeartikel zu investieren.

Die Konzernunternehmen der Hans R. Schmid Holding AG sehen sich gut gerüstet, auch schwierige Marktbedingungen erfolgreich zu meistern. Die Geschäftsleitung reagiert weiterhin flexibel und zeitnah auf alle anfallenden Punkte und hat bereits zahlreiche Maßnahmen zur Bewältigung der kriegsbedingten Herausforderungen etabliert.

Ziel ist es, unsere Marktposition als eines der führenden Handelsunternehmen für Bürobedarf und Werbeartikel auf Basis einer soliden Geschäftsentwicklung weiter zu festigen.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung liegen die Umsatzerwartungen für das Geschäftsjahr 2023 aufgrund des Sondereffekts des Erwerbs der Anteile an der OP GmbH & Co. KG und des allgemein gestiegenen Preisniveaus leicht über dem Niveau des Jahres 2022, bei einem überproportionalen Kostenanstieg, der zu einer leicht rückläufigen Ertragslage führen wird. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das Management das gleiche Niveau wie in 2023.

Die zukünftige Entwicklung wird jedoch wesentlich von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und dem Verlauf der Energiekrise geprägt sein, die aktuell von niemandem seriös prognostiziert werden können. Somit kann die tatsächliche Entwicklung deutlich von den aktuellen Umsatz- und Ertragserwartungen abweichen.

Die Konzernunternehmen der Hans R. Schmid Holding AG sind strategisch gut aufgestellt, um qualitativ und quantitativ weiter zu wachsen, sobald die konjunkturellen Rahmenbedingungen Wachstumschancen ermöglichen.

Bericht des Aufsichtsrats über die Prüfung des Konzernjahresabschlusses zum 31. Dezember 2022

Der vom Vorstand vorgelegte Konzernjahresabschluss der Hans R. Schmid Holding AG zum 31. Dezember 2022 ist von der Differt Siegel GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testiert worden.

Der Konzernjahresabschluss wurde dem Aufsichtsrat vorgelegt und ist erläutert worden. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt er keine Einwendungen gegen den Konzernjahresbericht.

Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Konzernjahresabschluss.

 

Straßburg, 29. Juni 2023

gez. Prof. Dr. Norbert Loos, Aufsichtsratsvorsitzender

gez. Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp

gez. Prof. Dr. Joachim Schmitt

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Hans R. Schmid Holding AG, Offenburg

Aktivseite

2022 2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.163.377,18 3.869.432,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 108.849.056,23 79.607.066,26
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 30.290,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 23.041.595,00 24.752.506,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.701.994,52 8.986.883,45
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 407.008,00 295.960,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.832.871,87 736.914,04
2. Halbfertige Arbeiten 84.300,00 87.400,00
3. Handelswaren 160.131.713,69 83.555.599,36
4. Geleistete Anzahlungen 26.462,02 77.852,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56.330.902,34 45.391.977,39
2. Sonstige Vermögensgegenstände 65.223.889,08 47.408.122,70
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 148.519.842,66 137.831.650,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.594.813,07 4.127.753,83
Summe Aktivseite 582.907.825,66 436.759.408,29

Passivseite

2022 2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.001.100,00 1.001.100,00
II. Kapitalrücklage 134.900,00 134.900,00
III. Gewinnvortrag 355.232.037,29 282.568.952,41
IV. Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 85.877.332,92 72.663.084,88
V. Nicht beherrschende Anteile an der Tochtergesellschaft OP GmbH & Co. KG 5.885.520,49 0,00
448.130.890,70 356.368.037,29
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.647.047,60 2.498.504,95
2. Steuerrückstellungen 16.499.362,02 5.298.398,24
3. Sonstige Rückstellungen 11.180.966,05 10.836.185,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.286.400,32 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 994.272,82 949.279,84
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 79.898.432,16 39.203.996,84
4. Sonstige Verbindlichkeiten 21.269.959,48 21.591.178,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 494,51 13.827,51
Summe Passivseite 582.907.825,66 436.759.408,29

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Hans R. Schmid Holding AG, Offenburg

2022 2021
1. Umsatzerlöse 1.138.060.534,47 938.486.997,14
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -3.100,00 -41.200,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 7.632.079,24 3.955.504,77
- davon aus Währungsumrechnung: € 15,61 (i. V. € 66,42)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -742.159.443,53 -590.471.198,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -46.259.672,54 -43.635.266,28
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -83.588.285,11 -74.919.918,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -14.981.445,67 -13.095.845,09
- davon für Altersversorgung: € 256.434,13 (i. V. € 211.595,09)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -20.722.565,09 -16.115.400,79
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -111.485.761,75 -99.550.011,72
- davon aus Währungsumrechnung: € 3.352,31 (i. V. € 23,51)
Betriebsergebnis 126.492.340,02 104.613.660,30
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 441.299,53 25.948,04
- davon aus Abzinsung: € 2.669,94 (i. V. € 400,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -151.132,01 -367.350,09
- davon aus Aufzinsung: € 94.091,81 (i. V. € 261.900,21)
Finanzergebnis 290.167,52 -341.402,05
Unternehmensergebnis vor Steuern 126.782.507,54 104.272.258,25
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -39.896.757,47 -31.609.173,37
11. Ergebnis nach Steuern 86.885.750,07 72.663.084,88
12. Jahresüberschuss des Konzerns einschließlich Gewinnanteil Minderheitsgesellschafter OP GmbH & Co. KG 86.885.750,07 72.663.084,88
13. Nicht beherrschende Anteile -1.008.417,15 0,00
14. Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 85.877.332,92 72.663.084,88
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 355.232.037,29 282.568.952,41
16. Konzernbilanzgewinn 441.109.370,21 355.232.037,29

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

Hans R. Schmid Holding AG, Offenburg

I. Allgemeine Angaben

Die Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, hat ihren Sitz in Offenburg und ist im Handelsregister (Amtsgericht Freiburg im Breisgau) unter HRB 472093 eingetragen.

Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Aufgrund der vorliegenden Größenmerkmale ist die Hans R. Schmid Holding AG als Mutterunternehmen gesetzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, der zugleich als befreiender Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264 b HGB aufgestellt wurde.

II. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss der Hans R. Schmid Holding AG (Mutterunternehmen) umfasst die nachstehenden vollkonsolidierten Unternehmen:

Anteil Kapital
Printus GmbH, Offenburg 100 %
büroplus GmbH, Hamburg 100 % 1)
Tekno GmbH, Offenburg 100 %
office discount GmbH, Neufahrn bei München 100 %
office discount GmbH, Salzburg (Österreich) 100 %
office Handelsgesellschaft mbH, Offenburg 100 %
Printus Logistik GmbH, Offenburg 100 %
Printus Service GmbH, Offenburg 100 %
büroshop24 GmbH, Bischofsheim 100 %
OTTO Office GmbH & Co KG, Hamburg 100 % 3)
Verwaltungsgesellschaft OTTO Office mbH, Hamburg 100 %
Grafikteam Werbeagentur GmbH, Offenburg 100 % 1)
WV Werbeartikel Versand Holding GmbH, Bischofsheim 100 % 1)
Bettmer GmbH, Bischofsheim 100 % 1)
Saalfrank Qualitätswerbeartikel GmbH, Sennfeld 100 % 1)
WV Werbetopshop GmbH, Bischofsheim 100 % 1)
OTTO Office Beteiligungsverwaltungs-GmbH, Hamburg 100 % 1)
OTTO Office (BE) SA, Heverlee/Leuven (Belgien) 100 % 1)
OP GmbH & Co. KG, Gescher 70 % 2) 4)
Office Partner GmbH, Gescher 70 % 1) 2)
Silver Trade GmbH, Gescher 70 % 1) 2)

1) Indirekte Beteiligung

2) Erstkonsolidierung nach Erwerb der Beteiligung im Berichtsjahr

3) Unbeschränkt haftender Gesellschafter ist die Verwaltungsgesellschaft OTTO Office mbH, Hamburg

4) Unbeschränkt haftender Gesellschafter ist die Silver Trade GmbH, Gescher

Die vorstehend genannten Gesellschaften haben, mit Ausnahme der OTTO Office (BE) SA, Heverlee/Leuven (Belgien), der OP GmbH & Co. KG, Gescher, der Office Partner GmbH, Gescher, der Silver Trade GmbH, Gescher und der office discount GmbH, Salzburg (Österreich) von den Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch gemacht.

Durch den Erwerb eines 70%-Anteils an den nachfolgenden Gesellschaften der Office Partner Gruppe,

OP GmbH & Co. KG, Gescher

Office Partner GmbH, Gescher

Silver Trade GmbH, Gescher

hat sich die Zusammensetzung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr erheblich geändert. Effekte auf die Ertragslage ergeben sich aus dem im Konzernabschluss enthaltenen Neunmonatsergebnis nach Steuer der Office Partner Gruppe in Höhe von TEUR 3.361 sowie durch die Abschreibungen des aus der Akquisition resultierenden Geschäfts- oder Firmenwertes (vgl. Punkt V.).

Im Zugangszeitpunkt (1. April 2022) der Office Partner Gruppe wurden folgende wesentlichen Vermögensgegenstände und Schulden der Gruppe berücksichtigt:

Immaterielles AV TEUR 979

Sachanlagevermögen TEUR 1.298

Vorräte TEUR 39.525

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 9.599

Sonstige Vermögensgegenstände TEUR 2.064

Liquide Mittel TEUR 1.783

Rückstellungen TEUR 5.054, davon TEUR 4.161 Steuerrückstellungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 30.739

Sonstige Verbindlichkeiten TEUR 2.309

Die Aufwendungen und Erträge der Office Partner Gruppe wurden im Konzernabschluss nur für das zweite, dritte und vierte Quartal 2022 berücksichtigt. Ohne die Einbeziehung der Office Partner Gruppe würde sich der Konzernumsatz 2022 auf TEUR 987.980 belaufen, bei einem Konzernergebnis von TEUR 86.656. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sind von der Office Partner Gruppe insbesondere durch den anteiligen Materialaufwand von TEUR 138.289, den anteiligen Personalaufwand von TEUR 5.978 sowie die anteiligen sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 6.996 wesentlich beeinflusst.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden Wahlrechte bezüglich der eigenständigen Bilanzierung und Bewertung gemäß § 300 Abs. 2 und § 308 Abs. 1 Satz 2 HGB beim Vorratsvermögen und im Bereich der Rückstellungen ausgeübt.

Im Übrigen entsprechen die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses denen des Mutterunternehmens.

Danach waren folgende Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sofern von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist, erfolgt eine außerordentliche Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ermittlung des beizulegenden Wertes basiert auf vorliegenden Planungen. Den in die Planungen einfließenden Werten liegen zahlreiche Annahmen zugrunde, so dass die Ermittlung der beizulegenden Werte ermessensabhängig ist.

Bei der Bemessung der Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt. Bei der Verteilung der Anschaffungskosten auf die Nutzungsdauer kommt bei den immateriellen Vermögensgegenständen und bei den Gegenständen des Sachanlagevermögens die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Zugänge des Geschäftsjahres werden pro-rata-temporis abgeschrieben. Zugänge geringwertiger Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden grundsätzlich im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die in den Vorräten enthaltenen Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Währungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind zum Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung berücksichtigt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt seit 1. Januar 2009 nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorhandenen sonstigen Vermögensgegenstände, Schulden und sonstige Posten sind zu diesem Zwecke mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt worden. Ein nach der Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem anteiligen Eigenkapital verbleibender Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 1. Januar 2009 nach der Buchwertmethode auf der Grundlage der Wertansätze der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Diese Methode wird aufgrund des Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB fortgeführt. Die Werte werden in diesen Altfällen nicht nachträglich angepasst.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf Blatt 32 dargestellt.

Aufgrund der Erstkonsolidierung der OTTO Office GmbH & Co KG, der Verwaltungsgesellschaft OTTO Office mbH, der OTTO Office Beteiligungsverwaltungs-GmbH und der OTTO Office (BE) SA ergab sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 ein Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 115.108, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde. Der Bilanzansatz zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 57.554.

Die Restnutzungsdauer beträgt zum 31. Dezember 2022 noch 7,5 Jahre. Neben der Stabilität der Branche sind insbesondere die am Markt etablierten Marken und die damit in Zusammenhang stehenden Nutzungsrechte sowie die Marktposition wesentliche Faktoren, die die Nutzung des Geschäfts- oder Firmenwertes über die definierte Nutzungsdauer von 15 Jahren begründen.

Bedingt durch die Erstkonsolidierung der büroshop24 GmbH im Geschäftsjahr 2020 ergab sich zum Stichtag 1. Juni 2020 ein Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 17.084, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde. Der Bilanzansatz zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 12.671.

Die Restnutzungsdauer beträgt zum 31. Dezember 2022 noch 7 Jahre und 5 Monate. Die durch die Corona-Pandemie entstandene, hohe Unsicherheit im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung führte dazu, dass keine zuverlässige Nutzungsdauerschätzung erfolgen konnte und somit die typisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt wurde.

Im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der OP GmbH & Co. KG, der Office Partner GmbH sowie der Silver Trade GmbH ergab sich zum Stichtag 1. April 2022 ein Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 41.756, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde. Der Bilanzansatz zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 38.624.

Die Restnutzungsdauer beträgt zum 31. Dezember 2022 noch 9 Jahre und 3 Monate. Die Hans R. Schmid Holding AG geht aufgrund der Marktposition der Office Partner GmbH sowie den perspektivisch zu erwartenden Entwicklungen im Distanzhandel davon aus, den Geschäfts- oder Firmenwert über die definierte Nutzungsdauer von 10 Jahren auch konkret nutzen zu können.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.488.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung umfasst im Wesentlichen Vorauszahlungen für Werbeleistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 1.001,1 (Vorjahr TEUR 1.001,1) entspricht dem bei der Hans R. Schmid Holding AG ausgewiesenen Bilanzposten. Das Grundkapital ist in 1.001.100 (Vorjahr 1.001.100) vinkulierte Namensaktien als Stückaktien eingeteilt.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen des modifizierten Teilwertverfahrens nach Engbroks 1989 unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit einem Rechnungszinssatz von 1,78 % p. a. (Vorjahr 1,87 % p. a.) unter Verwendung der im Juli 2018 veröffentlichten Richttafeln von Klaus Heubeck ermittelt. Dieser Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich laufzeitadäquat auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Hierbei wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekanntgegebene Abzinsungssatz verwendet. Darüber hinaus wurde bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen ein Gehaltstrend von 2,0 % angesetzt. Zur Berücksichtigung des Rententrends wurden gem. § 16 BetrAVG der Verbraucherpreisindex in Höhe von 2,0 % bzw. die 1,0-%-Anpassung zugrunde gelegt.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr TEUR 286).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, für Gleitzeitüberhänge und Sondervergütungen sowie für Warenrücksendungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in Euro zum 31. Dezember 2022

Insgesamt
Verbindlichkeiten Vorjahr aktuell
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2.286.400,32
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 949.279,84 994.272,82
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.203.996,84 79.898.432,16
4. Sonstige Verbindlichkeiten 21.591.178,42 21.269.959,48
- davon aus Steuern: 12.399.063,10 10.752.421,71
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 63.132,65 14.548,79
Summen 61.744.455,10 104.449.064,78
davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten unter 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre davon gesichert gesichert durch
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.786.400,32 500.000,00 2.286.400,32 1)
(i. V. 0,00) (i. V. 0,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 994.272,82
(i. V. 949.279,84)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 79.898.432,16 2)
(i. V. 39.203.996,84)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 21.269.959,48
(i. V. 21.591.178,42)
- davon aus Steuern: 10.752.421,71
(i. V. 12.399.063,10)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 14.548,79
(i. V. 63.132,65)
Summen 103.949.064,78 500.000,00 0,00 2.286.400,32

Art und Form der Sicherheiten

1) Sicherungsübereignung der finanzierten IT, Hardware/Server etc.

2) Es bestehen teilweise handelsübliche Eigentumsvorbehalte an erworbenem Vorratsvermögen.

Latente Steuern

Aktivische Steuerlatenzen ergeben sich insbesondere aus den handels- und steuerrechtlichen Bewertungsunterschieden im Rahmen der Urlaubs- und Überstundenrückstellungen sowie steuerlichen Verlustvorträgen.

Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden saldiert angesetzt. Auf einen Ansatz des bestehenden Aktivüberhangs an latenten Steuern wird verzichtet. Der zur Bewertung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 30 %. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei rd. 409 %.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Dienstleistungsverträgen stellt sich wie folgt dar:

Unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahren Über 5 Jahre Insgesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus
Miet- und Leasingverträgen 10.287 26.219 3.433 39.939
Dienstleistungsverträgen 3.247 680 0 3.927
13.534 26.899 3.433 43.866

Haftungsverhältnisse

31.12.2022
TEUR
Aus abgegebenen Garantieerklärungen 540

Zum Bilanzstichtag wird die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen als unwahrscheinlich klassifiziert. Diese Risikoeinschätzung resultiert aus der nachhaltig positiven Entwicklung der Schuldner.

VI. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Für die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 2 HGB wurde analog in Anspruch genommen.

VII. Sonstige Angaben

Bezüge von Organmitgliedern

Mit Hinweis auf § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge im Konzernanhang.

Die Bezüge des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft beliefen sich auf TEUR 145 (Vorjahr TEUR 145).

Vorschüsse, Kredite, Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern

Es wurden keine Vorschüsse und Kredite an die Organmitglieder gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten der Organmitglieder bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

Das im Aufwand des Geschäftsjahres 2022 enthaltene Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 431 und entfiel vollständig auf Prüfungsleistungen.

Diese Honorarangaben betreffen den Konzernabschlussprüfer und die in den Konzern einbezogenen Unternehmen, die von der Befreiungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht haben.

Vorschlag über die Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Mitarbeiter

Die Konzerngesellschaften beschäftigten neben der Geschäftsführung in 2022 durchschnittlich 1.653 fest angestellte Mitarbeiter und 39 Aushilfen (in entsprechender Anwendung von § 267 Abs. 5 HGB).

Anteilsbesitz der Hans R. Schmid Holding AG

Sämtliche Gesellschaften, an denen das Mutter- oder ein Tochterunternehmen Anteile besitzt, sind in den Konzernabschluss einbezogen und aus der Aufstellung auf Blatt 20 ersichtlich. Weitergehende Angaben zum Anteilsbesitz entfallen daher.

 

Offenburg, 28. April 2023

gez. Hans R. Schmid, Vorstandsvorsitzender

gez. Dr. Peter Kirchberg, Vorstand

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Anfangsbestand zu urspr. Anschaffungs- oder Herstellungskosten (AK oder HK) Zugänge im Geschäftsjahr + Abgänge im Geschäftsjahr zu ursprünglichen AK/HK ./. Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.995.075,51 1.667.636,97 -174.307,94 30.290,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 148.825.204,95 41.755.974,73 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 30.290,00 0,00 0,00 -30.290,00
197.850.570,46 43.423.611,70 -174.307,94 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 35.712.504,15 570.646,78 -7.685,70 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.477.397,98 4.029.114,67 -2.062.024,57 218.680,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 295.960,00 329.728,00 0,00 -218.680,00
101.485.862,13 4.929.489,45 -2.069.710,27 0,00
299.336.432,59 48.353.101,15 -2.244.018,21 0,00
Abschreibungen
aus Vorjahren Zugänge Abgänge Umbuchungen Gesamt
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.125.643,33 3.403.795,97 -174.121,94 0,00 48.355.317,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 69.218.138,69 12.513.984,76 0,00 0,00 81.732.123,45
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
114.343.782,02 15.917.780,73 -174.121,94 0,00 130.087.440,81
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.959.998,15 2.281.557,78 -7.685,70 0,00 13.233.870,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.490.514,53 2.523.226,58 -2.052.567,55 0,00 56.961.173,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
67.450.512,68 4.804.784,36 -2.060.253,25 0,00 70.195.043,79
181.794.294,70 20.722.565,09 -2.234.375,19 0,00 200.282.484,60
Buchwert 31.12.2022 Buchwert Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.163.377,18 3.869.432,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 108.849.056,23 79.607.066,26
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 30.290,00
111.012.433,41 83.506.788,44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 23.041.595,00 24.752.506,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.701.994,52 8.986.883,45
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 407.008,00 295.960,00
34.150.597,52 34.035.349,45
145.163.030,93 117.542.137,89

Kapitalflussrechnung

Die Veränderungen des Netto-Geldvermögens sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden anhand der nachfolgenden Kapitalflussrechnung aufgezeigt. Die Darstellung entspricht den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat erarbeiteten "Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) Kapitalflussrechnung".

2022 2021
T€ T€
1. Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 86.886 72.663
2. Abschreibungen 20.723 16.115
A. Cashflow 107.609 88.778
3. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen) -400 +170
4. Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -59.188 -26.173
5. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +9.119 -30.582
6. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -129 -11
7. Zinsaufwendungen/Zinserträge -290 +342
8. Ertragssteueraufwand +39.897 +31.609
9. Ertragssteuerzahlungen -32.064 -30.190
B. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +64.554 +33.943
10. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -689 -510
11. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens +138 +45
12. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.632 -11.380
13. Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -51.410 0
14. Erhaltene Zinsen +441 +26
C. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -55.152 -11.819
15. Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -150 -2.227
16. Gezahlte Zinsen -151 -367
D. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -301 -2.594
17. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus B bis D) +9.101 +19.530
18. Finanzmittelfonds zum 31.12.2021 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten +137.832 +118.302
E. Finanzmittelfonds zum 31.12.2022 +146.933 +137.832
- davon Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten +148.520 +137.832
- davon jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1.587 0

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals werden anhand der nachfolgenden Darstellung aufgezeigt. Die Darstellung entspricht den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards 22 (DRS 22) "Konzerneigenkapital".

Eigenkapital des Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
T€ T€ T€ T€
Stammaktien nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
Stand am 01.01.2022 1.001,1 123,9 11,0 134,9
+Änderungen des
Konsolidierungskreises
+Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2022 1.001,1 123,9 11,0 134,9
Eigenkapital des Mutterunternehmen
Gewinnvortrag Konzernjahresübeschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
T€ T€ T€
Stand am 01.01.2022 355.232,0 356.368,0
+Änderungen des
Konsolidierungskreises
+Konzernjahresüberschuss +85.877,3 +85.877,3
Stand am 31.12.2022 355.232,0 85.877,3 442.245,3
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne Summe Summe
T€ T€ T€ T€
Stand am 01.01.2022 356.368,0
+Änderungen des
Konsolidierungskreises +4.877,2 +4.877,2 +4.877,2
+Konzernjahresüberschuss +1.008,4 +1.008,4 +86.885,7
Stand am 31.12.2022 4.877,2 1.008,4 5.885,6 448.130,9

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hans R. Schmid Holding AG, Offenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Hans R. Schmid Holding AG, Offenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hans R. Schmid Holding AG, Offenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 9. Mai 2023

Differt Siegel GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dorothea Siegel, Wirtschaftsprüfer

Timo Differt, Wirtschaftsprüfer

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