Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 140857
Eingetragen
21.1.2002
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung, Bereitstellung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen der Informations- und Kommunikationstechnologie für Unternehmen in den Bereichen Logistik, Handel und Industrie, sowie angrenzende Marktsegmente.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Thomas Lagally
seit 7.10.2025
Vorstandsmitglied
Martin Schweizer
seit 7.10.2025
Prokura
Beate Scherdin
seit 11.8.2021
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EURO-LOG AG

Hallbergmoos

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Gegenstand des Unternehmens sind IT-Anwendungen und Dienstleistungen im Bereich Transportmanagement und Supply-Chain-Management (SCM) für unternehmensübergreifende Logistiklösungen. Die SCM/TM-Plattform ermöglicht spezialisierte Leistungen wie B2B Integration, Beschaffungsmanagement, Transportmanagement, Sendungsverfolgung, Behältermanagement und Mobile Logistik-Lösungen.

Das Geschäftsjahr 2023 war von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt. Bei den Rahmenbedingungen ist in 2023 weiterhin der Ukraine-Krieg und die damit verbundene Energiekrise sowie die folgende hohe Inflation mit einem entsprechenden hohen Zinsniveau zu nennen, die das wirtschaftliche Umfeld deutlich beeinträchtigen. Ergänzend kam im Oktober 2023 dann der Angriff auf Israel hinzu, der mit den Angriffen der Huthi-Rebellen im roten Meer nun wieder einen direkten Eingriff in die weltweiten Lieferströme bedeutet. Die im Laufe des Jahres erwartete wirtschaftliche Erholung wurde zunichte gemacht und durch eine Rezession mit einer noch umfassenderen Krise mit vielen Unbekannten ersetzt. Dies führte zu einer hohen Unsicherheit und einem hohen wirtschaftlichen Druck im Markt, der auch die Nachfrage vor allem im Neukundengeschäft aber auch bei den Bestandskunden betraf.

Umso erfreulicher war es daher, dass die positive Entwicklung der Gesellschaft der letzten Jahre auch trotz der erneut negativen Rahmenbedingungen weiter fortgeführt werden konnte und der Umsatz auch im Geschäftsjahr 2023 wieder leicht gesteigert wurde. Die sehr gute Positionierung bei Kunden in unterschiedlichsten Branchen konnte ausgebaut und auch neue Projekte, darunter wieder ein großes internationales SCM/TMS-Projekt, gewonnen werden.

Durch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2023 wurde insbesondere wieder das Neukundengeschäft erschwert und es ist auch eine entsprechende Zurückhaltung im Markt spürbar. Jedoch konnten wir im Geschäftsjahr 2023 den fehlenden Neukundenumsatz bei den Bestandskunden kompensieren bzw. ein Neukunde des Vorjahres konnte in 2023 deutlich ausgebaut werden.

Im Bestandskundenbereich waren die Umsätze dagegen kaum beeinflusst. Die Transaktionsmengen blieben in Summe im Geschäftsjahr auf einem "Normalniveau", die Sondereffekte aus den Vorjahren wie im DIY Bereich waren nicht vorhanden. Erfreulich war, dass bei mehreren Bestandskunden neue Projekte gewonnen oder bestehende Leistungen weiter ausgebaut wurden. Hier ist insbesondere auch auf den deutlichen Ausbau des Transportmanagements bei Bosch hinzuweisen, wo in 2023 neben dem vollständigen europäischen Roll-Out auch in Südamerika ausgerollt wurde. Die Ausrollung in Nordamerika ist bereits im Gange und soll im Frühjahr 2024 abgeschlossen werden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde neben der wieder hohen Projektauslastung das Produkt- und Serviceportfolio wieder deutlich ausgebaut und auch für einzelne Produktlinien die Migration auf die neueste Softwarebasis umgestellt bzw. auch die Softwarebasis an sich weiter ausgebaut.

Den Schwerpunkt unserer Produktentwicklung war der funktionale Ausbau der Lösungen, der sichere Betrieb und die Skalierungsfähigkeit unserer Lösungen. Generell war die Projektauslastung 2023 wieder sehr hoch, so dass bei leicht erhöhten Ressourcen wieder ein limitierender Einfluss auf die Produktentwicklungen vorlag.

Durch den hohen und konstanten Servicelevel des Betriebes unserer Rechenzentren konnten wir mit innovativen Leistungen das bestehende Kundenumsatzpotenzial weiter ausbauen sowie über Marktmultiplikatoren neue Kunden gewinnen. Den sicheren Betrieb und hohen Standard der Informationssicherheit und des Datenschutzes in unserem Unternehmen gewährleisten wir durch die jährlichen ISO 27001 sowie ISO 9001 Zertifizierungen aber auch durch ergänzende (Kunden-)Audits und Zertifizierungen (TISAX). Internationale Zertifizierungen nehmen jedoch auch an Bedeutung zu.

Das Umsatzwachstum war im Geschäftsjahr mit einem weiteren Ausbau der Personalkapazitäten verbunden. Zum Jahresende sind nun 117 Mitarbeiter bei der EURO-LOG beschäftigt. Im Geschäftsjahr wurden 5 Arbeitsplätze aufgebaut. Es konnten in 2023 nicht alle geplanten Stellen besetzt werden.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Zusammengefasst bewertet das Management die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft weiterhin positiv. Das Geschäftsjahr 2023 ist trotz der verhaltenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf der Umsatzseite weiter erfolgreich verlaufen, das geplante Wachstum konnte erreicht bzw. leicht übererfüllt werden. Das geplante Unternehmensergebnis wurde deutlich übertroffen.

Die bestehenden positiven kaufmännischen Rahmenbedingungen können in Zukunft etwaige temporäre negative Einflüsse voraussichtlich kompensieren.

2. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Umsatz mit 14,428 Mio. EUR um rund 3% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Umsatzschwerpunkt im aktuellen Geschäftsjahr liegt weiterhin auf den laufenden Erlösbestandteilen (recurring business), wo ein Anteil von rund 73% am Gesamtumsatz erreicht werden konnte.

Die Betriebsleistung beträgt im Berichtsjahr 14,790 Mio. EUR (Vj.: 14,177 Mio. EUR) und liegt somit über dem Vorjahr. Bestände an unfertigen Leistungen liegen in geringem Umfang vor und wurden entsprechend mit 17 TEUR aktiviert. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 345 TEUR deutlich über dem Vorjahreswert (116 TEUR), was im Wesentlichen an einem Sondereffekt aus Rückstellungsauflösung im Bereich Mietnebenkosten liegt.

Der Materialaufwand steigt auf 240 TEUR an (Vj.: 198 TEUR), was durch einen erhöhten Wareneinsatz begründet ist.

Die Personalaufwendungen betragen 10,167 Mio. EUR (Vj.: 9,630 Mio. EUR). Dies stellt einen Anstieg um rund 6% dar, was am Personalaufbau (netto 5 Mitarbeiter) sowie an den Gehaltsteigerungen liegt. Am Stichtag waren 117 Mitarbeiter (inkl. Vorstand) beschäftigt.

Die Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr unter anderem aufgrund deutlich verstärkter Marketingaktivitäten auf 2,512 Mio. EUR (Vj.: 2,314 Mio. EUR).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit 1.285 TEUR leicht unter Vorjahresniveau (Vj.: 1.506 TEUR). Der Jahresüberschuss (961 TEUR) liegt rund 12% unter dem Vorjahr (1.097 TEUR), wesentliche Einflussfaktoren sind die gestiegenen Personalaufwendungen, erhöhte Aufwendungen v.a. im Bereich Marketing sowie leicht erhöhte Abschreibungen.

3. Finanzlage

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt +494 TEUR (Vj.: +2.393 TEUR). Die maßgeblichen Faktoren sind dabei das Periodenergebnis (+961 TEUR) erhöht um die gestiegenen Abschreibungen (586 TEUR), vermindert um die deutliche Zunahme der Forderungen (-599 TEUR) und Abnahme der Rückstellungen (-315 TEUR).

Aus der Investitionstätigkeit sind 604 TEUR (Vj.: 652 TEUR) abgeflossen. Die Investitionen erfolgten insbesondere zum weiteren Ausbau der Rechenzentren in immaterielle Vermögensgegenstände (269 TEUR) und in das Sachanlagevermögen (335 TEUR).

Unter Berücksichtigung aller Effekte - enthalten ist auch eine Ausschüttung in Höhe von 921 TEUR an die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2022 - ergibt sich zum Jahresende ein um rund 1 Mio. EUR verminderter Finanzmittelbestand von 4.263 TEUR (Vj.: 5.294 TEUR).

Die EURO-LOG AG verfügt somit weiterhin über ausreichend flüssige Mittel zur Finanzierung des aktuellen Geschäftsvolumens sowie den weiteren Ausbau des Produktleistungsspektrums und die weitere Produktstandardisierung der Gesellschaft.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Jahresende 2023 8.211 TEUR (Vj.: 8.485 TEUR) und liegt um 274 TEUR unter dem Vorjahreswert.

Auf der Aktivseite erhöhen sich die immateriellen Vermögensgegenstände auf 539 TEUR, das Sachanlagevermögen bleibt nach Abschreibungen mit 624 TEUR (Vj.: 630 TEUR) fast auf dem Niveau des Vorjahres.

Den Abschreibungen mit 586 TEUR stehen dabei Investitionen von 604 TEUR gegenüber. Das Umlaufvermögen nimmt um 291 TEUR ab und liegt nun bei 7.048 TEUR (Vj.: 7.339 TEUR), wobei hier gegenläufige Effekte zum Tragen kommen. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich zunehmen (+599 TEUR) und die Rechnungsabgrenzungsposten leicht ansteigen (+96 TEUR), nehmen die Flüssigen Mittel deutlich ab und liegen mit 4.263 TEUR um 1.031 TEUR unter dem Vorjahr.

Auf der Passivseite bewegt sich das Eigenkapital mit 6.445 TEUR auf Vorjahresniveau (Vj.: 6.406 TEUR), die Eigenkapitalquote erhöht sich dagegen auf 78,5% (Vj.: 75,5%). Wesentliche positive Einflussfaktoren sind das Jahresergebnis 2023 und der Gewinnvortrag. Die Ausschüttung in Höhe von 921 TEUR im Geschäftsjahr wirkt sich gegenläufig aus. Bei den mittel- und kurzfristigen Positionen der Passivseite sind die Steuer- und sonstigen Rückstellungen um 315 TEUR auf 1.418 TEUR (Vj.: 1.733 TEUR) gesunken. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen resultiert insbesondere aus einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung für erwartete Nachzahlungen von Mietnebenkosten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt mit 161 TEUR leicht unter dem Vorjahresniveau (122 TEUR).

5. Risiko - und Chancenbericht

Als IT-Dienstleister für unternehmensübergreifende Logistikprozesse ist die EURO-LOG AG einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt, deren Eintritt die Entwicklung der Gesellschaft positiv wie auch negativ beeinflussen. Für den adäquaten Umgang mit diesen Chancen- und Risiken ist ein unternehmensweites Informations- und Kontrollsystem (IKS) aufgebaut, das unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen systematisch weiterentwickelt und modifiziert wird.

Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses bestanden weiterhin der "deutliche Gegenwind" mit den sehr schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Krieg in der Ukraine, Angriff auf Israel, wirtschaftlicher Umbruch in einigen Kernbrachen und hohe Inflation) und den damit verbundenen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland bzw. in Europa und die ganze Welt.

Durch die Angriffe der Huthi-Rebellen im roten Meer werden weltweite Lieferketten beeinflusst und Belieferungen dauern deutlich länger als geplant. Dadurch können Versorgungsengpässe entstehen. Dies kann entsprechende negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und unsere Kernmärkte in Europa und Deutschland haben.

Neben dem "physischen Krieg" in der Ukraine und in Gaza-Streifen ist auch davon auszugehen, dass es aus dem russischen Umfeld weiterhin vermehrt zu Cyberangriffen kommen wird. Wir gehen davon aus, dass diese negativen Entwicklungen das gesamte Geschäftsjahr 2024 und auch die Folgejahre begleiten werden.

Die negativen wirtschaftlichen Einflüsse auf die gesamtwirtschaftliche Situation (Nachwirkungen der hohen Inflation aus 2023, leichte gesamtwirtschaftliche Erholung mit wenig Dynamik und wirtschaftlicher Umbruch) könnten auch negative Auswirkungen auf unser direktes wirtschaftliches Umfeld bzw. auf unsere Zielkunden haben. Hier haben in den letzten Monaten einige wichtige Marktplayer wie Bosch, ZF oder Continental deutliche Einsparprogramme angekündigt, um den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen.

Ein generelles Risiko besteht für die EURO-LOG in den oben genannten negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als europaweiter und immer mehr auch als weltweiter Dienstleister. Hier besteht das Risiko, dass die bereits genannten konjunkturellen Einflüsse die Gesamtentwicklung am Markt generell bzw. bestimmte Kundengruppen negativ beeinflussen können und in Deutschland eine Rezession bzw. ein sehr geringes Wachstum über mehrere Jahre das geschäftliche Handeln einschränkt.

Mit einer weiter negativen Beeinflussung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wären auch direkt die Marktmöglichkeiten der EURO-LOG eingeschränkt. Der ifo Geschäftsklimaindex geht im Januar 2024 davon aus, dass sich die Stimmung in der Wirtschaft weiter verschlechtert hat und die Unternehmen aktuell schlechter einschätzen. Auch die Erwartungen für die nächsten Monate fielen erneut schlechter aus mit der Bewertung, dass "Deutschland in der Rezession feststeckt".

Ein weiterer externer Risikofaktor ist der zugrunde liegende rechtliche Rahmen unseres Handelns. Die Änderung gesetzlicher Vorschriften kann ebenfalls direkten Einfluss auf unsere Unternehmensentwicklung bzw. auf einzelne Leistungsbereiche haben.

Als IT-Unternehmen können wir uns jedoch von diesem generellen negativen Marktrahmenbedingungen etwas "befreien". Die aktuellen "ITK-Marktzahlen" des Branchenverbandes BITKOM (Stand Januar 2024) kommen hier zu einer Bewertung, dass sich in diesem Umfeld die "Stimmung wieder aufhellt" und die "Digitalwirtschaft besser als die Gesamtwirtschaft läuft". So gibt es prinzipiell weiterhin sehr gute Möglichkeiten, die Zielbranchen noch weiter zu durchdringen und das Leistungsspektrum entsprechend weiter anzupassen und auszubauen. Hier wird für 2024 generell ein Wachstum von 4,4% erwartet, für die Kategorie "Software" eine Steigerung von 9,4% und für die Kategorie "IT-Services" eine Steigerung von 4,6% erwartet.

Mit den sich schnell verändernden Marktanforderungen (mit dem Schwerpunkt KI in den kommenden Jahren) ist jedoch auch das Risiko verbunden, dass schneller neue Wettbewerber in vorhandene Leistungsstrukturen eindringen und z.B. durch die Einbindung von KI neue Mehrwerte für die Nutzer gestalten. Ergänzend sind generelle Standardisierungsbemühungen zu sehen - wie z.B. open source Aktivitäten - die im Bereich der Logistik verstärkt im Vordergrund stehen. IT-Leistungen stehen bei Cloud-Lösungen und bei der Nutzung von Apps weiterhin unter einem hohen Preisdruck. Aufgrund des hohen Marktdrucks kommt es weiterhin zu Situationen, dass bestimmte Angebote von Wettbewerbern in den einzelnen Bestandteilen oder auch im Gesamtangebot über Projekt- und Betriebsphasen aus unserer Sicht nicht kostendeckend kalkuliert sind bzw. zur "reinen Kundengewinnung" dienen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde in dem Preisumfeld ein langjähriger Bestandskunde verloren, dessen Umsatz dann in 2023 komplett ausgefallen ist. Diese Wettbewerbsaktivitäten können natürlich direkten Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens haben.

Unser bedarfsorientiertes, modulares und einfach ausbaubares Lösungsportfolio sowie unser tiefes Branchen-Know-how in den Zielbranchen bilden trotz allem eine sehr gute Basis für die Wahrnehmung zukünftiger Chancen.

Die Marktmultiplikation durch zufriedene Kunden erweist sich dabei weiter als wichtige Grundlage für zukünftiges Wachstum, so dass wir im Transportmanagement häufig gegenüber dem europäischen Marktführer (SAP) bestehen und diese Positionierung weiter ausbauen können. Die fortgesetzte Standardisierung und Skalierung unserer Produkte bei gleichzeitiger Flexibilität, ermöglichen schnelle Anpassungen der Kundenprozesse und eine erhebliche Verkürzung der Projektlaufzeiten. Dies stellt für die EURO-LOG weiterhin eine große Chance im Wettbewerb dar. Zudem geht mit der weiteren Standardisierung ein positiver Einfluss auf den Deckungsbeitrag einzelner Projekte einher, der sich ab dem "eingeschwungenen Zustand" durch eine weitere Steigerung des Anteils der laufenden Vergütungen bemerkbar machen wird. Im Geschäftsjahr 2023 konnte hier gerade auch die Internationalisierung des Transportmanagements deutlich ausgebaut werden, so dass hier sehr gute Grundlagen für eine internationalen Einsatz unserer Services gelegt wurden. In 2024 wollen wir hier das Thema KI weiter voranbringen und auch in erste sinnvolle Kunden-Use-Cases umsetzen.

Neben dem konsequenten Ausbau der Bestandskunden ist der Umsatz im Neugeschäft ist ein wichtiges, sehr zukunftsorientiertes Wachstumsfeld. Sowohl auf der Neukundenseite als auch auf der Bestandskundenseite können neue Wachstumsmöglichkeiten erschlossen werden. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit den Bestandskunden und das damit verbundene Prozesswissen können auch zukünftige Bedarfe schnell erkannt werden und Prozesslücken geschlossen werden. Hier kommt in Zukunft v.a. auch vernetzten Prozessen bisherigen Daten-Silos eine hohe Bedeutung zu, die wir z.B. mit unserem Ausbau des Leistungsspektrums adressieren wollen. Auch die Einflüsse aus dem internationalen Förderprojekt Catena-X könnten in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen, jedoch blieben in 2023 die Markterfolge deutlich hinter den angestrebten Zielen.

Mit der Nutzung der internationalen Strukturen des Mehrheitsgesellschafters SupplyOn, dem eigenen Aufbau der Ressourcen vor Ort in 2023 in Nordamerika und auch die Nutzung von Dritt-Partnern können wir nun noch besser internationale Kunden auch mit Vor-Ort-Services aus der Unternehmensgruppe bedient werden, was unsere Marktchancen ebenfalls erhöht. Ergänzend bauen wir die internationalen Strukturen mit geeigneten Partnerschaften aus, hier ist z.B. die Ende 2022 gestartete Partnerschaft mit Deloitte Consulting, dem weltweit größten Consultingunternehmen sowie mit der Star Distribution (einem spin-off von Daimler), zu nennen. Partnerschaften können hier in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Skalierung spielen.

Im Neugeschäft besteht aber auch das Risiko, dass durch eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen oder individuellen Wirtschaftslage Projekte verschoben werden, wie dies in 2023 bereits der Fall war. Die langfristigen Folgen der bereits genannten negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen auch in den Folgejahren ein deutliches Risiko dar.

Im IT-Umfeld herrscht darüber hinaus intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte, der durch die aktuelle Entwicklung des Personalmarktes in Deutschland und insbesondere auch in München weiter verschärft wird. Neben knappen Ressourcen ist auch das Gehaltsniveau ein zunehmender Risikofaktor.

Der Unternehmenserfolg hängt aber in einem hohen Maße davon ab, ob es auch zukünftig gelingt, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter zu gewinnen und auch langfristig an das Unternehmen binden zu können. Die laufende Anpassung des Know-hows an die sich ändernden Marktanforderungen mit z.B. internen und externen Fortbildungen sowie die interne Weitergabe des Wissens an die entsprechenden Mitarbeiter stellt ein weiteres Risiko dar.

Auch der stabile Betrieb unserer Services in den eigenen Rechenzentren unterliegt gewissen Risiken. Hier ist neben der geeigneten und skalierungsfähigen Infrastruktur natürlich auch v.a. der Bereich Cybersecurity zu nennen, der einen hohen Stellenwert für die Betriebsfähigkeit unseres Unternehmens hat.

Der Einfluss von einzelnen größeren Kunden ist ebenfalls ein Schwankungsrisiko, das die Gesellschaft im Hinblick auf Umsatz und Ertrag in den Prognosen zu berücksichtigen hat.

Die Einzelentwicklungen auf der Kundenebene werden im Rahmen der Planungen für die künftigen Geschäftsjahre inklusive der bekannten Chancen und Risiken bereits berücksichtigt und wo möglich mit geeigneten Maßnahmen verbunden. Auch im Geschäftsjahr 2024 gehen wir bei einem größeren Kunden davon aus, dass Teilleistungen durch konzerneigene IT-Leistungen substituiert werden und damit für die Zukunft einen negativen Effekt in diesem Leistungsbereich haben. Aufgrund der in der Regel langfristigen Verträge und der tieferen Vernetzung mit der kundeninternen-IT-Welt ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht von weiteren kurzfristigen Kündigungen von wesentlichen Kunden auszugehen. Bekannte Kundenentwicklungen wurden in der Planung für 2024 bereits berücksichtigt und werden laufend aktualisiert.

Die Gesellschaft hat die geeigneten Maßnahmen getroffen, um den beeinflussbaren allgemeinen Risiken zu begegnen und diese auch ergänzend durch ein differenziertes Berichtswesen mit entsprechenden Kennzahlen nachvollziehbar und aktiv zu steuern.

Gesamtrisikobewertung

Im Berichtszeitraum lagen keine Risiken vor, die einzeln oder in der Gesamtheit den Fortbestand der EURO-LOG gefährden oder einen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben.

Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes unter Setzung entsprechender Prämissen als wesentliches Risiko für das Geschäftsjahr 2024 bereits antizipiert. Auch die weiteren bekannten Markteinflüsse sollten nach aktuellem Kenntnisstand keine signifikanten Einflüsse auf das Unternehmen haben, die mit der Planung nicht abgedeckt wären.

Alle Auswirkungen können aufgrund der sich weiter ändernden Rahmenbedingungen wie z.B. der Gaza-Krieg und die Folgen der Huthi-Angriffe im roten Meer mit seinen internationalen Folgen aber nicht abschließend in die Planung einbezogen werden.

6. Prognosebericht

Der Ausblick auf 2024 steht bei den bereits genannten Rahmenbedingungen unter dem Motto "weitere Umsatzsteigerung mit Fokus Produktstandardisierung in einem wieder spannenden Umfeld". Die Wachstumsprognosen des Branchenverbandes BITKOM aus dem Januar 2024 sind ein leicht positiver Rückenwind in dem unberechenbaren Krisenumfeld. Sie gehen davon aus, dass in 2024 das Wachstum der Software 9,4 % beträgt und im Bereich der IT-Services liegt das unterstellte Wachstum bei 4,8% - gemittelt liegt das Wachstum bei 7%.

Die konsequente Ausrichtung des Unternehmens an den relevanten Markttrends schlägt sich in einem weiteren Ausbau sowie einer entsprechenden Feinjustierung des Produktspektrums nieder - hier z.B. der Bereich KI-Mechanismen für 2024. In Geschäftsjahr 2024 sollen weitere Akzente gesetzt werden und auch die Standardisierung weiter vorangebracht werden. Mit den "internationalen Standardisierungen" aus 2023 ist hier bereits eine gute Basis vorhanden.

Ergänzend werden bestehende Produktlinien weiter auf aktuelle technische Entwicklungsumgebungen gehoben, die Basisfunktionalitäten weiter ausgebaut und entsprechende Skalierungsaktivitäten durchgeführt. Aufgrund des komplexeren Produktspektrums werden die einfache Verständlichkeit des Produktes inklusive eines modernen User Interfaces, eine schnelle Umsetzungsfähigkeit der Projekte und eine hohe Flexibilität eine große Bedeutung haben. Diesen Aspekten haben wir in unserer Produkt- und Serviceplanung 2024 Rechnung getragen.

Aufgrund der bereits genannten Rahmenbedingungen des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes und der Entwicklungen auf der Kundenseite wird der Umsatz 2024 voraussichtlich weiter mit rd. 7% wachsen. Mit der verstärkten Produktausrichtung bzw. weiteren Standardisierung wollen wir mit dem auch in 2024 angestrebten Personalaufbau die wichtigen Grundlagen für eine skalierungsfähige Zukunft mit entsprechenden Wachstumsraten und entsprechenden Innovationen legen. Das Jahresergebnis wird sich wegen der Investitionen in die Zukunft deutlich verringern.

Die betrieblichen Kosten werden sich auch in der Zukunft erhöhen, was v.a. durch den Mitarbeiteraufbau sowie durch entsprechend aktive Marktmaßnahmen und Produktinnovationen begründet sein wird. Damit können wir in 2024 aber die Basis für die Erreichung der angestrebten Wachstumsziele im Neukundenbereich legen und neue Produktfeatures am Markt platzieren. Unsere positiven wirtschaftlichen Unternehmenskennzahlen - kontinuierliches Umsatzwachstum in den letzten Jahren, ein entsprechender Bestand an liquiden Mitteln sowie eine exzellente Bilanzstruktur - ermöglichen uns auch in den kommenden Geschäftsjahren eine zukunftsorientierte Geschäftsentwicklung, in der wir unsere Stellung am Markt und unsere Wettbewerbsvorteile zielführend weiter ausbauen und auch auf sinnvolle Markttrends eingehen können.

7. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht (§ 312 Abs. 3 S. 1 und 2 AktG)

Der Vorstand hat einen Bericht gemäß § 312 Abs. 3 AktG mit folgender Schlusserklärung erstellt:

"Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erkläre ich als Vorstand der EURO-LOG AG, dass die Gesellschaft bei dem im vorstehenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."

 

Hallbergmoos, den 01. März 2024

EURO-LOG AG

Jörg Fürbacher, Vorstand

Bilanz zum 31.12.2023

EURO-LOG AG

Hallbergmoos

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 538.747,00 516.187,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 498.099,00 480.429,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.573,00 149.097,00
624.672,00 629.526,00
Summe Anlagevermögen 1.163.419,00 1.145.713,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 16.800,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.109.889,54 1.511.451,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 263.205,37 293.727,13
3. sonstige Vermögensgegenstände 77.507,37 17.820,86
2.450.602,28 1.822.999,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.262.823,29 5.293.851,16
Summe Umlaufvermögen 6.730.225,57 7.116.851,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 317.798,36 222.386,70
8.211.442,93 8.484.950,70

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 512.000,00 512.000,00
II. Kapitalrücklage 4.406.446,59 4.406.446,59
III. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 51.200,00 51.200,00
IV. Bilanzgewinn 1.475.801,56 1.436.254,91
- davon Gewinnvortrag EUR 1.436.254,91 (EUR 1.362.970,90)
Summe Eigenkapital 6.445.448,15 6.405.901,50
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 95.761,00 347.774,00
2. sonstige Rückstellungen 1.322.000,00 1.385.000,00
1.417.761,00 1.732.774,00
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 54.625,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (EUR 54.625,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 160.825,23 122.170,16
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 160.825,23 (EUR 122.170,16)
3. sonstige Verbindlichkeiten 158.727,05 159.524,04
- davon aus Steuern EUR 142.056,83 (EUR 137.038,66)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 48,35 (EUR 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 158.727,05 (EUR 159.524,04)
319.552,28 336.319,20
D. Rechnungsabgrenzungsposten 28.681,50 9.956,00
8.211.442,93 8.484.950,70

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

EURO-LOG AG

Hallbergmoos

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.428.341,24 14.061.328,98
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 16.800,00 ‒,‒‒
3. sonstige betriebliche Erträge 344.839,62 115.968,87
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 34.964,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 240.375,59 162.668,90
240.375,59 197.633,89
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.610.411,66 8.193.200,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.556.633,99 1.436.678,05
- davon für Altersversorgung EUR 22.173,44 (EUR 29.649,04)
10.167.045,65 9.629.878,10
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 585.681,73 526.930,07
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.511.494,44 2.314.422,33
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.254,47 577,82
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.096,76 2.096,79
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 358.394,51 409.630,48
11. Ergebnis nach Steuern 961.146,65 1.097.284,01
12. Jahresüberschuss 961.146,65 1.097.284,01
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.436.254,91 1.362.970,90
14. Ausschüttung 921.600,00 1.024.000,00
15. Bilanzgewinn 1.475.801,56 1.436.254,91

ANHANG

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. Rechtliche Bilanzierungsgrundlagen

Die EURO-LOG AG mit Sitz in Hallbergmoos, Landkreis Freising (Amtsgericht München, HRB 140857), ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der Bilanzierung und Bewertung liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vom 23. Juli 2015 sowie die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes zugrunde.

Die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag € 512.000,00. Es ist eingeteilt in 512.000 Stück auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00 je Stück.

3. Mitglieder der Geschäftsleitung

Zum Vorstand ist Herr Dipl.-Kfm. Jörg Fürbacher, Ingolstadt bestellt.

4. Mitglieder des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der EURO-LOG AG setzte sich zusammen wie folgt:

 

Herr Markus Quicken, Vorsitzender des Vorstands der SupplyOn AG

(Vorsitzender)

 

Herr Dr. Stefan Brandner, Mitglied des Vorstands der SupplyOn AG

(stellv. Vorsitzender)

 

Herr Prof. Dr. Klaus-Jürgen Schmidt, Universitätsprofessor

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr TEUR 10.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgten nicht. Bilanzierungswahlrechte wurden nicht Anspruch genommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear aufgrund der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt in der Regel 3 bis 5 Jahre, für die Büroausstattung zwischen 7 und 13 Jahren sowie für die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung im Wesentlichen zwischen 5 und 10 Jahren.

Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten von nicht mehr als € 800,00 werden im Jahr ihrer Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert oder mit dem ihnen am Abschlussstichtag gegebenenfalls niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren und latenten Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen in folgenden Geschäftsjahren betreffen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Einnahmen in folgenden Geschäftsjahren betreffen.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber einer Gesellschafterin und betreffen Lieferungen und Leistungen.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalrückstellungen (Urlaubs- und Gleitzeitansprüche der Mitarbeiter sowie variable Vergütungen) in Höhe von T€ 652 (Vj. T€ 615), Projektnacharbeiten T€ 241 (Vj. T€ 240) und Rückstellungen für Mietnebenkostennachzahlungen T€ 125 (Vj. T€ 270) sowie ausstehende Rechnungen T€ 131 (Vj. T€ 79).

4. Verbindlichkeiten

Die gesamten Verbindlichkeiten (T€ 320; Vj. T€ 336) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

5. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 345; Vj. T€ 116) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für Mietnebenkosten (T€ 193) sowie aus verrechneten Sachbezügen (T€ 126).

C. SONSTIGE ANGABEN

1. Personal

Im Berichtsjahr waren neben dem Vorstand durchschnittlich 117 Mitarbeiter (im Vorjahr: 112) beschäftigt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich im Wesentlichen zusammen wie folgt:

Finanzielle Verpflichtungen 2024 2025 2026
T€ T€ T€
Mietvertrag Geschäftsräume 616 616 600
Leasingverträge Kfz 40 30 15
Leasingverträge Drucker 2 2 1
Gesamt: 658 648 616

Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gemieteten Räumen. Der Mietvertrag hat nach Verlängerung eine Laufzeit bis 30. Juni 2028.

Die Gesellschaft hat für diverse Firmenfahrzeuge Leasingverträge abgeschlossen. Die Grundmietzeit dieser Leasingverträge beträgt überwiegend 36 Monate.

3. Angabe und Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn von € 1.475.801,56 einen Betrag in Höhe von € 742.400,00 auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von € 733.401,56 auf neue Rechnung vorzutragen. Satzungsmäßige Gewinnrücklagen nach § 23 der Satzung der Gesellschaft sollen nicht gebildet werden.

4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen erfolgten zu marktüblichen Konditionen.

5. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SupplyOn AG, Hallbergmoos einbezogen (kleinster und größter Konzernkreis). Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

6. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ereignet.

D. UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

 

Hallbergmoos, den 01. März 2024

Dipl.-Kfm. Jörg Fürbacher, Vorstand

Gewinnverwendungsbeschluss:

Die ordentliche Hauptversammlung der EURO-LOG AG vom 18. Juli 2024 hat unter Tagesordnungspunkt 3 unter anderem beschlossen, vom Bilanzgewinn in Höhe von € 1.475.801,56 einen Betrag in Höhe von € 742.400,00 auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von € 733.401,56 auf neue Rechnung vorzutragen. Satzungsmäßige Gewinnrücklagen nach § 23 der Satzung der Gesellschaft sollen nicht gebildet werden.

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.095.632,91 268.940,00 72.436,15 1.292.136,76
1.095.632,91 268.940,00 72.436,15 1.292.136,76
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.324.786,05 285.415,53 173.238,17 1.436.963,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.584,30 49.112,20 75.671,42 337.025,08
1.688.370,35 334.527,73 248.909,59 1.773.988,49
2.784.003,26 603.467,73 321.345,74 3.066.125,25
ABSCHREIBUNGEN
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Zugang Abschreibungen * Umbuchungen Abgang Abschreibungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 579.445,91 246.376,00 72.432,15 753.389,76
579.445,91 246.376,00 72.432,15 753.389,76
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 844.357,05 267.697,53 173.190,17 938.864,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 214.487,30 71.608,20 75.643,42 210.452,08
1.058.844,35 339.305,73 248.833,59 1.149.316,49
1.638.290,26 585.681,73 321.265,74 1.902.706,25
BUCHWERTE
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 538.747,00 516.187,00
538.747,00 516.187,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 498.099,00 480.429,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.573,00 149.097,00
624.672,00 629.526,00
1.163.419,00 1.145.713,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EURO-LOG AG, Hallbergmoos, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EURO-LOG AG, Hallbergmoos, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do-lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesent-sprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 1. März 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hager, Wirtschaftsprüfer

gez. Stauber, Wirtschaftsprüfer

Schriftlicher Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung der EURO-LOG AG

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit des Vorstandsarbeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung (Follow-up-Berichterstattung).

Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war.

Der Aufsichtsratsvorsitzende hat auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert.

lm Geschäftsjahr 2023 tagte der Aufsichtsrat insgesamt dreimal. Das Geschäftsjahr war von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt: Bei den Rahmenbedingungen sind weiterhin der Ukraine-Krieg und die damit verbundene Energiekrise sowie die folgende hohe Inflation mit einem entsprechenden hohen Zinsniveau zu nennen, die das wirtschaftliche Umfeld deutlich beeinträchtigen. Die im Laufe des Jahres erwartete wirtschaftliche Erholung wurde zunichte gemacht und durch eine Rezession mit vielen Unbekannten ersetzt. Dies führte zu einer hohen Unsicherheit und einem hohen wirtschaftlichen Druck im Markt, der auch die Nachfrage vor allem im Neukundengeschäft aber auch bei den Bestandskunden betraf. Umso erfreulicher war es daher, dass die positive Entwicklung der Gesellschaft der letzten Jahre auch trotz der erneut negativen Rahmenbedingungen weiter fortgeführt werden konnte und der Umsatz auch im Geschäftsjahr 2023 wieder leicht gesteigert wurde. Den Schwerpunkt der Produktentwicklung war der funktionale Ausbau der Lösungen, der sichere Betrieb und die Skalierungsfähigkeit der Lösungen. Generell war die Projektauslastung 2023 wieder sehr hoch, so dass bei leicht erhöhten Ressourcen wieder ein limitierender Einfluss auf die Produktentwicklungen vorlag. Nicht zuletzt gab es sehr intensive Erörterungen über die Wirtschaftsplanung der nächsten Jahre (inklusive der sich daraus ergebenen Chancen und Risiken). Ein weiterer Schwerpunkt bildete im Sommer die Ausarbeitung einer strategischen 5-Jahresplanung. Diese sieht ein forciertes, organisches Wachstum vor, welches über die verschiedensten Skalierungsmaßnahmen (u.a. über Partnerschaften, Aufbau entsprechender Ressourcen oder die Einbindung externer Services) erreicht werden soll.

Der Vorstand der EURO-LOG AG hat dem Aufsichtsrat Anfang April 2024 den von der Forum Treuhand Steuerberatungsgesellschaft mbH, München, erstellten und von der Rödl & Partner, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, München geprüften Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, Lagebericht, den Abhängigkeitsbericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses zur Prüfung vorgelegt. Der Jahresabschluss wurde unter Einbeziehung der Buchhaltung von der Rödl & Partner, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, München, geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben; der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Auch der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss eingehend geprüft. An der Beratung hat ein Vertreter des Abschlussprüfers der Gesellschaft teilgenommen. Fragen der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wurden vom Vorstand und dem Abschlussprüfer uneingeschränkt beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstands für die Ergebnisverwendung geprüft; er schließt sich diesem Vorschlag an.

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen und festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Gesellschaft für den enormen Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr und freut sich auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

 

Hallbergmoos den 18. April 2024

Markus Quicken, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.04.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

50 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.