Färber und Alpern Immo eGbR
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Geza Alpern seit 15.10.2021 | Prokura |
Alexander Geza Alpern seit 12.7.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Merkur GmbHGießenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand der Gesellschaft ist die Vermietung von Kraftfahrzeugen und der Kraftfahrzeughandel. Im Bereich der Vermietung sind wir bis zum 31. Dezember 2023 als Lizenznehmer der AVIS Autovermietung tätig gewesen. Seit Oktober 2013 waren wir ebenfalls Franchisenehmer im Budget-Business-System. Unser Lizenzgebiet umfasste dabei im Wesentlichen den hessischen Raum sowie angrenzende Gebiete benachbarter Bundesländer. Damit waren wir der zweitgrößte Lizenznehmer in Deutschland. Als herstellerunabhängiger Händler sind wir daneben auch im Kraftfahrzeughandel tätig. Hier erfolgt der Einkauf in Deutschland und im europäischen Ausland. Hauptabnehmer ist, wie auch im Bereich der Autovermietung, die gewerbliche Wirtschaft; die Vermarktung im Privatkundenbereich ist im Gesamtumsatz nur gering vertreten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Aufgrund unserer Kundenstruktur ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ein wichtiger Faktor für unseren Erfolg. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt im abgelaufenen Jahr um 0,3 % gesunken; die Prognosen des IfW Kiel gehen für 2024 von einer Steigerung von ca. 0,1 % aus. Wegen dieser moderaten Erwartungen und auf Basis des voraussichtlich reduzierten Fahrzeugangebotes gehen wir für uns von schwierigeren Rahmenbedingungen aus. Auf dem Autovermietungsmarkt ist seit mehreren Jahren ein starker Wettbewerb gegeben. Eine wesentliche Folgewirkung war der starke Preisdruck, der kaum Raum zu entsprechenden Anpassungen gelassen hat. Infolge der Knappheit an neuen Fahrzeugen hat sich das Preisniveau im Geschäftsjahr 2023 auf Vorjahresniveau eingependelt. Die Konkurrenzintensität und damit der steigende Preisdruck dürfte bei einer Erholung der Autoproduktion in den nächsten Jahren wieder zunehmen. 2. Geschäftsverlauf und Lage Vor obigem Hintergrund zeigt der Geschäftsverlauf 2023 in unseren Kernbereichen Autovermietung und Autoverkäufe eine gleich verlaufende Intensität der Umsatzentwicklung. Im Bereich Autovermietung zeigt sich ein Rückgang der Umsatzerlöse (TEuro 475), im Bereich Handel ein deutlicher Rückgang (TEuro 12.086). Die Mieterlöse liegen leicht unter Vorjahresniveau, resultierend aus einer schwächeren Nachfrage im 4.Quartal 2023. Im Handel sah die Planung für 2023 eine Verkaufsmenge von ca. 300 Fahrzeugen vor, weniger als die Verkaufsmenge von 2022 (440 Fahrzeuge). Im Jahr 2023 wurden ca. 280 Fahrzeuge verkauft, die Planung wurde leicht unterschritten aufgrund der verringerten Verfügbarkeit von Fahrzeugen und die Vorgabe von längeren Haltefristen durch die Hersteller. Die Umsatzerlöse waren dabei um Euro 13 Mio. rückläufig. Die Aufwendungen für die Handelsfahrzeuge sind wie die Umsatzerlöse deutlich gesunken. Der Leasinganteil der Mietfahrzeugflotte hat sich im Jahr 2023, wie geplant, leicht verringert. Die Leasingaufwendungen sind wegen den erhöhten Kapitalmarktzinsen auf Vorjahresniveau. Die verringerten Materialaufwendungen resultieren auch aus verringerten Wartungskosten. Trotz eines nur um 2,2 % gesunkenen Rohertrags führten der starke Rückgang der Umsatzerlöse bei den Handelsfahrzeugen und der hohe Rückgang der Aufwendungen für Fahrzeuge zu einem um 46,6 % verringerten Jahresüberschuss i. H. v. TEuro 970. Das Ergebnis aus der Gewinnabführung der MM Leasing GmbH fällt mit TEuro 195 leicht höher aus als im Vorjahr. Somit ist die Erhöhung des Ergebnisses größtenteils im operativen Geschäft der Gesellschaft selbst begründet. Der Rohertragsrückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der laufenden Fahrzeugkosten. Die Personalkosten liegen in der Relation über Vorjahreshöhe. Absolut sind die Personalkosten um TEuro 353 (= 10,7 %) gestiegen. Dies resultiert aus einer im Juli 2022 durchgeführten Gehaltserhöhung um ca. 5%, die sich erstmalig im Geschäftsjahr 2023 für das ganze Jahr bemerkbar machte. Auch die Erhöhung des Mindestlohns erhöhte die Personalkosten überproportional. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ohne geringfügig Beschäftigte ist gegenüber dem Vorjahr mit 53 Mitarbeitern leicht gestiegen. In einzelnen Stationen wird laufend die Mitarbeiterzahl angepasst. Insbesondere das Vermietungsgeschäft ist zum Teil sehr personalintensiv. Für 2024 ist aufgrund des Verkaufs der Vermietungssparte ein Personalbestand von neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geplant. Wegen einer im Jahresdurchschnitt relativ höheren Darlehensverbindlichkeit (aufgrund des erhöhten Anteils an selbst gekauften Fahrzeugen) außerhalb der Gesellschafterdarlehen hat sich das Finanzergebnis absolut um TEuro 22 leicht verschlechtert. Die langjährigen und vertrauensvollen Geschäftsbeziehungen sowohl im Einkaufs- als auch im Verkaufsbereich sind ein wesentlicher Faktor für unsere positive Entwicklung in den vergangenen Jahren. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro 6.546 (= 24,4 %) erhöht. Auf Seiten der Mittelverwendung sind die Forderungen von Lieferungen und Leistungen um TEuro 16 und ausgegebene Darlehen um TEuro 4.187 gesunken. Der Fuhrpark ist um TEuro 7.502 erhöht und die Vorräte um TEuro 270 gesunken. Die Vorräte sind im Januar 2024 komplett veräußert worden. Stichtagsbezogen ist der Bestand insgesamt an Vermietungsfahrzeugen zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr mit rd. 920 Fahrzeugen deutlich gesunken. Der durchschnittliche Jahresbestand lag um 100 Fahrzeuge unter dem Vorjahr 2022. Der Anteil von Hybrid- und Elektro-Fahrzeugen wurde im Geschäftsjahr 2023 leicht erhöht. Auf Seiten der Mittelherkunft sind die langfristigen Posten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gesunken und die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen angestiegen. Durch die sich daraus ergebende Veränderung in der Bilanzstruktur hat sich die Eigenkapitalquote von 54,42 % auf 46,66 % verringert. Der erhöhte Fuhrparkbestand und die erhöhten Verbindlichkeiten aus LuL sind stichtagsbezogen zu sehen. Der Fahrzeugbestand wurde im Januar 2024 um 10,5 Mio. Euro reduziert. Durch den entsprechenden Kapitalrückfluß, aus den Fzg.-Verkäufen, konnten die Verbindlichkeiten aus LuL fristgerecht ausgeglichen werden. Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten konnten ebenso fristgerecht zurückgeführt werden. Unsere Beteiligungen an der AS-cargroup GmbH sowie der MM Leasing GmbH mit jeweils 100 % sind unverändert. Beide Unternehmen zeigen eine stabile Entwicklung. Mit der MM Leasing GmbH besteht weiterhin ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der hieraus übernommene Gewinn liegt mit TEuro 195 um TEuro 7 über der Vorjahreshöhe. Die stationäre Autovermietung wurde zum 31. Dezember 2023 eingestellt und zum 1. Januar 2024 an das Unternehmen Wucherpfennig & Krohn GmbH verkauft. Alle Mitarbeiter der Autovermietung wurden im Rahmen eines Betriebsübergangs von der Wucherpfennig & Krohn GmbH übernommen. Bei diesem Verkauf der stationären Autovermietung musste lediglich eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen werden. Im Rahmen des Verkaufes wurden alle, von der Wucherpfennig & Krohn Service GmbH geleasten Mietfahrzeuge, zum 1.Januar 2024 von der Wucherpfennig & Krohn Service GmbH zurückgenommen. Unser Vermietungsgeschäft war bis zum Verkauf über ein im Wesentlichen unverändertes System von Stationen und Agenturen organisiert. Dabei wurden im nord- und mittelhessischen Raum sowie angrenzende Gebiete von Südniedersachsen und Südwestfalen 10 Stationen und 4 Agenturen flächendeckend betrieben. Zum Einsatz kamen dabei Fahrzeuge verschiedener Hersteller und Ausstattungsstufen. Die aktive Fahrzeugflotte verringerte sich zum Bilanzstichtag mit 920 Einheiten gegenüber 1.250 Einheiten zum Vorjahreszeitpunkt. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Das endgültige Jahresergebnis nach Steuern liegt mit TEuro 970 mit 46,6 % unter Vorjahreshöhe. Die Eigenkapitalrentabilität i. H. v. 6,22 % (Vj. 12,43 %) bei einem hohen Bestand an Eigenkapital bestätigt unsere nach wie vor gute Ertragskraft. 4. Gesamtaussage Unsere Gesellschaft zeichnet sich durch eine gesicherte finanzielle Situation aus. Insbesondere unsere freien, liquiden Mittel ermöglichen es, dass zu keinem Zeitpunkt Liquiditätsengpässe auftreten sollten und wir stets in der Lage sind, unsere Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu bedienen. Ein straffes Debitorenmanagement ist ein Faktor, die gute Liquidität zu erhalten und möglichen Zahlungsausfällen vorzubeugen. Unsere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beruhen in erster Linie auf dem Einkauf von Vermietungsfahrzeugen und sind so direkt über Vermögenspositionen abgedeckt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Zugänge im Anlagevermögen überwiegend aus den Zuflüssen aus den Anlagenabgängen sowie dem cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Insgesamt führt unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu positiven Einstufungen bei den finanzierenden Kreditinstituten, sodass wir auf attraktive Kreditkonditionen zurückgreifen können. Bei der Geldanlage unserer freien Liquidität werden vorrangig risikolose Anlagen gewählt, um Verlustrisiken zu vermeiden. III. Prognosebericht Die Autohaus Merkur GmbH wird ab dem 1. Januar 2024 als Fahrzeug-Mobilitätsdienstleister mit anschließender Vermarktung der Fahrzeuge auftreten. Der geplante durchschn. Fahrzeugbestand im Vermietungsbereich liegt bei 250-300 Fahrzeugen, die an diverse Unternehmen in der Mobilitätsbranche entgeltlich überlassen werden und anschließend vermarktet werden. Die geplanten Mieterlöse im GJ 2024 liegen bei EUR 1,1 Mio. Der Finanzierungsbedarf bei unseren Kreditinstituten wird auf einem geringen Vorjahresniveau bleiben. Der geplante Mietfahrzeugbestand kann mit eigenen Mitteln abgebildet werden. Eventuelle Spitzen können über die vorhandenen Kreditlinien abgedeckt werden. Die neue Ausrichtung unserer Gesellschaft zielt auf die zeitnahe Vermarktung der eingesetzten Fahrzeuge. Der Finanzierungsbedarf bei unseren Kreditinstituten, wird sich auf einem geringen Vorjahresniveau befinden bzw. kann aus eigenen Mitteln abgebildet werden. Dafür wird der Leasingaufwand ein geringeres Niveau als im Jahr 2023 erreichen. Unsere Ertragsziele für 2023 konnten trotz der negativen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs aufgrund der Preiserhöhungen in der Vermietung und dem guten Handelsergebnis erreicht werden. Die geplanten Umsatzerlöse im Kfz-Handel wurden jedoch aufgrund der mangelhaften Fahrzeugverfügbarkeit nicht erreicht. In der Vermietung wurden die geplanten Umsatzerlöse erreicht. Da wir von einem stagnierenden Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr ausgehen, sind wir zuversichtlich, unsere Ziele für das Gesamtjahr 2024 erreichen zu können. Diese Annahme stützt sich unter anderem auf die Resonanz und Perspektiven unserer Kunden. Wir werden im Jahr 2024 im Fahrzeugeinkauf flexibel auf das Marktgeschehen reagieren und uns überwiegend mit EU-Fahrzeugen mit anschließender Selbstvermarktung eindecken. Die Flotte kann unterjährig stark an die Gegebenheiten angepasst werden und ist flexibel aufgestellt. Die Planung der Handelsfahrzeuge liegt mit ca. 250-300 Stück leicht unter dem Plan-Niveau von 2023. Die ergibt sich durch das eingeschränkte Fahrzeugangebot am Markt. Die Marge pro Fahrzeug wird sich dabei erhöhen, aber nicht den zu erwartenden Umsatzrückgang kompensieren können. Der Personalbereich wird sich aufgrund des Verkaufs der Vermietungssparte deutlich unter Vorjahresniveau bewegen. Hierdurch werden die Personalkosten stark sinken. Für die Tochtergesellschaften AS-cargroup GmbH und MM Leasing GmbH gehen wir von stabilen und positiven Geschäftsverläufen aus. Für die MM Leasing GmbH ist eine moderate Ausweitung des Vertragsbestandes geplant. Durch die reduzierte Verfügbarkeit von Handelsfahrzeugen und Mietfahrzeugen, aufgrund der Angebotsknappheit, gehen wir von einem verringerten, aber weiterhin positiven Jahresergebnis in 2024 aus. IV. Chancen- und Risikobericht Unsere beiden Geschäftsfelder Fahrzeugvermietung und -Handel sind, auch durch die Kundenstruktur, in Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu sehen. Nachhaltige Konjunkturschwächen und die damit verbundenen Nachfrageausfälle können zu deutlichen Umsatz- und Ergebniseinbußen führen. Für unsere mittelfristige Planung von zwei bis drei Jahren sind aber die diesbezüglichen Prognosen ausreichend positiv, sodass wir eine überdurchschnittliche Belastung hieraus nicht erwarten. Unser Forderungsmanagement wird unverändert straff gehandhabt. Somit hatten wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen. Da unsere Kundenstruktur unverändert breit aufgestellt ist, gibt es keine Abhängigkeiten und Forderungsrisiken gegenüber einzelnen Kunden. Im Rahmen des Zinsaufwandes von wesentlicher Bedeutung ist die Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus. Wir können nicht ausschließen, dass es im Jahresverlauf zu einem weiteren Anstieg kommen könnte, der aber nicht zu überdurchschnittlichen Ergebnisbelastungen führen sollte. Die derzeitige Politik der Europäischen Zentralbank deutet auf eine kurzfristige Zinssenkung hin. Auf die genannten, wesentlichen Risikofaktoren werden wir durch eine entsprechende Flottenplanung sowie der Anpassung der personellen Kapazitäten reagieren. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Erreichung hoher Auslastungsquoten und verbesserter Deckungsbeiträge bei der anschließenden Vermarktung der Fahrzeuge und bei gleichzeitiger Reduzierung des damit verbundenen Logistik- und Verwaltungsaufwandes. Im Bereich des Fahrzeughandels kann es immer wieder zu Lieferschwierigkeiten der Hersteller kommen. Wir gehen aber nicht davon aus, dass diese dann zu wesentlichen Ertragseinbußen führen werden bzw. relativ zeitnah behoben werden können. Aktuell sind diese Hemmnisse nicht zu verzeichnen. Ein Währungsrisiko könnte sich aus dem teilweisen Einkauf unserer Handelsfahrzeuge in ungarischen Forint ergeben. Durch frühzeitige Beschaffung der Fremdwährung über Fremdwährungskonten sollen die Risiken kurzfristiger Schwankungen weitestgehend eingeschränkt werden. Die Kursentwicklung lag 2023 im Jahresdurchschnitt bei 382,80 Forint pro Euro. Inwieweit die politische Entwicklung in Ungarn einen nachhaltigen Einfluss auf den Wechselkurs hat, ist derzeit nur schwer einzuschätzen. Ein wichtiger Faktor für den Fahrzeughandel ist auch die Entwicklung der allgemeinen Bedingungen auf dem Kraftfahrzeugmarkt. Insbesondere die schlechte Verfügbarkeit von Fahrzeugen kann hier die zukünftige Entwicklung deutlich beeinflussen. Für 2024 werden Verkaufszahlen in Höhe von ca. 250-300 Fahrzeugen geplant, auf dem Niveau von 2023. Zusätzliche Unsicherheit bringt hier auch der mögliche Fortgang des Ukraine-Krieges und dessen Auswirkungen.
Gießen, im Mai 2024 gez. Alexander Alpern BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Autohaus Merkur GmbH hat ihren Sitz in Gießen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen unter HR B 1847 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie des GmbHG unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung des Anhangs größenabhängige Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Die Bilanzgliederung wurde zur Verbesserung von Klarheit und Übersichtlichkeit um die Posten "Fuhrpark" und "Genossenschaftsanteile" gemäß § 265 Abs. 6 HGB erweitert. Gemäß § 42 Abs. 3 HGB wurde das Gliederungsschema der Bilanz um die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt, das der bisherigen Handhabung entspricht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. 2.2. Sachanlagen Das Anlagevermögen der Autohaus Merkur GmbH wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten des Anlagevermögens entsprechen sämtlich den tatsächlichen historischen Anschaffungskosten laut Eingangsrechnungen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungspreisminderungen. Bei den beweglichen Vermögensgegenständen wird unterjährig monatsgenau linear abgeschrieben. Soweit Anschaffungskosten für Neuanschaffungen von mehr als € 150,00 und bis zu € 800,00 vorlagen, wurden diese vollständig abgeschrieben und ihr Abgang im gleichen Jahr unterstellt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (zwischen drei und zehn Jahren) linear vorgenommen bei einer sechsjährigen Nutzungsdauer der Fahrzeuge. 2.3. Finanzanlagen Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht vorzunehmen. 2.4. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Eine Wertberichtigung zu niedrigeren Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten ist nicht erforderlich. 2.5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden Einzelrisiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. 2.6. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden zum Nominalbetrag ausgewiesen. 2.7. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag unter vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. 2.8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 2.9. Fremdwährung Die Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden am Entstehungstag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden haben sämtliche eine erwartete Restlaufzeit kleiner als ein Jahr und wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs nach § 256a HGB bewertet. 3. Bilanzerläuterungen 3.1. Anlagevermögen Die Aufgliederung der zusammengefassten Positionen und ihre Entwicklung im Jahre 2023 ergeben sich aus dem beigefügten, nach dem Bruttoprinzip aufgebauten Anlagenspiegel. Die im Wesentlichen zu Vermietungszwecken zur Verfügung stehende Fahrzeugflotte wurde unter II. Sachanlagen gesondert ausgewiesen. 3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 6.000 aus gewährten Darlehen, kurzfristiger Finanzierung in Höhe von T€ 1.860 sowie Forderungen aus der Ergebnisabführung in Höhe von T€ 195. Laufzeiten über ein Jahr sind nicht anzumerken. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen ein Darlehen. 3.3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Position enthält kein Disagio gem. § 250 Abs. 3 HGB. 3.4. Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Ende des Geschäftsjahrs bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt T€ 7 die sich in voller Höhe aus der Anpassung des Durchschnittszeitraumes zur Feststellung des Abzinsungssatzes der Pensionsrückstelllungen ergeben. 3.5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bewertung der Pensionsrückstellung eines Mitarbeiters erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode". Der Rechnungszins wurde mit 1,82 % p.a. und der Anwartschafts- und Rententrend mit 0,00% angenommen. Als Rechnungsgrundlage dienten die "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Die Bewertung der Pensionsrückstellung anderer Mitarbeiter erfolgte ebenfalls nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode. Der Rechnungszins wurde mit 1,82 % p.a., der Anwartschafts- und der Rententrend mit 1,00% angenommen. Als Rechnungsgrundlage dienten die "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Für die letztgenannte Pensionsrückstellung liegt ein Schuldbeitritt vor, mit dem der Aussprechende die Schuld aus dem bis zu einem vertraglich bestimmten Zeitpunkt verdienten Teil übernimmt. Anschaffungskosten liegen nicht vor. Diese Pensionsrückstellung zeigt im Saldo die Verrechnung aus dem Erfüllungsbetrag in Höhe von T€ 167 sowie dem zu verrechnenden Deckungsvermögen in Höhe von T€ 164. 3.6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten u.a. eine solche für Restrukturierungskosten in Höhe von T€ 404. Weitere sonstige Rückstellungen bestehen i. H. v. T€ 240 für die Instandsetzung von Vermietfahrzeugen, T€ 190 für einen Firmenbonus, ausstehende Lizenzgebühren i. H. v. T€ 125, i. H. v. T€ 68 für Aufbewahrungskosten und i. H. v. T€ 39 für noch nicht genommenen Urlaub der Mitarbeiter. 3.7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus einem erhaltenen Darlehen und der Tantieme des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Wesentlichen durch Sicherungsübereignungen beweglicher Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Forderungsabtretungen besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für Fahrzeuglieferungen i. H. v. T€ 7.726 bestehen i. d. R. Eigentumsvorbehalte. 3.8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestanden im Wesentlichen in Form von Bürgschaften i. H. v. T€ 5.420, davon zum Bilanzstichtag für die Tochtergesellschaft MM Leasing GmbH i. H. v. T€ 5.420. Sie betreffen die Verbindlichkeiten bei verschiedenen Kreditinstituten für angeschaffte Fahrzeuge. Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, aus der im Anhang angegebenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristig abgeschlossenen Raummietverträgen ergibt sich mit rd. T€ 546 p.a. Dauerschuldverhältnisse außerhalb von Raummieten, soweit sie nicht in der Bilanz berücksichtigt sind, sind für die Beurteilung der Finanzlage von untergeordneter Bedeutung. Die bestehenden Leasingverträge betreffen allein Fahrzeuge des Vermietungsbereichs. Die Laufzeiten entsprechen grundsätzlich dem Nutzungszeitraum als Vermietungsfahrzeug, also in der Regel 6 bis 12 Monate. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Der Aufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung beträgt T€ 27 (Vj:29). Die Erträge aus Beteiligungen resultieren in Höhe von T€ 195 (Vj: T€ 188) aus verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Zinserträge und ähnliche Erträge enthalten Zinsverträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 116 (Vj: T€ 98). Verrechnete Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Planvermögen ergeben sich wie folgt:
5. Ergänzende Angaben Die Personalstände ergeben sich wie folgt:
Im Quartalsdurchschnitt des Geschäftsjahres waren 146 (Vj. 137) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 93 (Vj. 76) kurzfristig beschäftigt. Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Alexander Alpern, Kaufmann. Er ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf eine Angabe des Geschäftsführerbezuges wird nach § 286 IV HGB verzichtet. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Geschäftsführern sind unter den Positionen gegenüber Gesellschaftern in der Bilanz ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag besteht eine Forderung in Höhe von T€ 256 sowie eine Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 299. Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der MM Leasing GmbH (vormals HSL Leasing GmbH) (Stammkapital T€ 25), Gießen. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Jahresüberschuss 2023 betrug T€ 195. Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der AS-cargroup GmbH (Stammkapital T€ 25), Gießen. Der Jahresüberschuss 2023 betrug T€ 0. Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Nachtragsbericht Die Gesellschaft hat zum 1. Januar 2024 die Sparte Autovermietung B2B verkauft. Dadurch werden sich zum einen die Umsatzerlöse verringern und zum anderen die Personalaufwendungen deutlich sinken. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht anzumerken.
Gießen, im Mai 2024 gez. Alexander Alpern ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Alexander Alpern Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Autohaus Merkur GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Merkur GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Merkur GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gießen, 18. Juni 2024 JPLH
Treuhand AG
gez. Strauß, Wirtschaftsprüfer gez. Bosch, Wirtschaftsprüfer |
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